Hooksiel (30. 10. 2026) – Halloween, der Tag der Geister und Gespenster, hat sich einen festen Platz im Jahreskalender vieler Menschen erobert. Auch in Hooksiel. Schon jetzt sind einige Gärten und Fenster mit gruseligen Accessoires wie Gerippe, Spinnen oder Fledermäusen geschmückt. Kostüme und Masken liegen bereit, um am Samstag, andere Menschen zu erschrecken.

Oder zu erpressen. „Süßes oder Saures!“ werden die als kleine Monster verkleideten Kinder fordern, die an Halloween traditionell von Haustür zu Haustür ziehen. Die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) wird dazu mit Einbruch der Dunkelheit im Ortskern zahlreiche Lichter in Kürbissen anzünden, die in Zusammenarbeit mit der Grundschule und der WiKi ausgehöhlt und mit Fratzen versehen wurden.
Gruseleum zieht Urlauber an
Gruselstimmung gibt es in Hooksiel allerdings nicht nur zu Halloween. Schon seit zwölf Jahren betreibt Martina Kreiner inzwischen ihr „Gruseleum“ in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche am Pakenser Altendeich. Seit anderthalb Jahren werden dort zudem Gäste in „Esmeralda’s Hexencafé“ mit selbst gebackenem Kuchen und Getränken mit so magischen Namen wie Dämonenschuss, Feenstaub oder Morgengrauen versorgt.
„Wir hatten eine sehr gute Saison“, sagte Martina Kreiner im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Wir sind nach meiner Überzeugung inzwischen ein echter Faktor für Hooksiel geworden – auch im touristischen Sinne.“ Viele Urlaubsgäste seien über die Jahre schon mehrfach in den Shows gewesen. Allein für die Grusel-Vorführungen an Halloween lagen bis Mitte der Woche über 200 Anmeldungen vor. „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende um die 300 Besucher haben werden.“
Im Gruseleum sind rund 25 Menschen beschäftigt, davon drei als fest Angestellte. Allein 15 Darsteller sorgen verkleidet als Hexe, Dämon, Waldschrat oder Vampir für die Gruseleffekte bei den Rundgängen durchs Gebäude. „Von 14 bis 19 Uhr bieten wir familiengerechte Vorstellungen“, sagt Martina Kreiner, die als Hexe „Esmeralda“ ihre Gäste verzaubert. Ab 19 Uhr steigt der Gruselfaktor dann nach einmal deutlich. Hier sind nur Besucher ab 14 Jahren zugelassen.

Das „Gruseleum“ hat in den Saison- und Ferienzeiten täglich geöffnet. Neben dem Café und den Rundgängen durch die Show gehören Gruseldinner und Gruppen-Veranstaltungen zum festen Programm. Kindergeburtstage etwa oder eine Rocky-Horror-Picture-Show. Ein echter Knaller: Wenn ein Kind einen Zauberstab erwirbt, kann es tatsächlich damit zaubern. „Auf einmal können zum Beispiel die Gäste im Café nicht mehr sprechen“, verrät Martina Kreier mit einem Augenzwinkern.
Café soll größer werden
Im Bedarfsfall wird inzwischen auch der Dinner-Raum für das Café mitgenutzt. Martina Kreiner denkt zudem darüber nach, die Außenterrasse so zu verglasen, damit sie auch in der kühleren Jahreszeit bewirtschaftet werden kann. Und noch so ein Geistesblitz: Spukrundgänge durch Hooksiel. Zurzeit sammelt die gelernte Theaterpädagogin dafür gruselige und mystische Geschichten, möglichst mit Ortsbezug.
Am wichtigsten aber ist derzeit der eigene Umzug in das neu erbaute Wohnhaus direkt neben dem Gruseleum, der noch in diesem Jahr vollzogen werden soll. Das verschaffe ihr dann kurze Wege und erspare viel Fahrzeit. Denn, auch das ist bemerkenswert und irgendwie beruhigend, selbst Hexe „Esmeralda“ fliegt nicht mit ihrem Besen zum Einkaufen, wenn sie die Zutaten für ihre Kuchen besorgt.













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