Friesland/Wangerland (25. 5. 2026) – In der zweiten Jahreshälfte soll das neue Sirenenanlagen-Netz im Landkreis Friesland einsatzbereit sein. Aktuell sind bereits die allermeisten Dachanlagen installiert, an einigen Mastanlagen werde noch gearbeitet. Insgesamt soll das Alarmnetz 65 Anlagen umfassen.

„Die geplante Verteilung der Sirenen stellt sicher, dass nahezu alle Bereiche im Landkreis abgedeckt sind“, so der Landkreis. Mit den neuen Anlagen werde ein flächendeckendes, zuverlässiges und modernes Warnsystem im Landkreis Friesland geschaffen. Die Gesamtkosten werden mit rund zwei Millionen Euro beziffert. Daran sollen sich die kreisangehörigen Kommunen mit 50 Prozent beteiligen. Die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens haben dem Paket bislang mi Blick auf ihre angespannten Haushaltslagen nicht zugestimmt.
Zuschuss vom Bund
Jetzt könnten dazu neue Überlegungen angestellt werden. Der Landkreis erhält 737.550 Euro aus dem Sirenenförderprogramm 2.0 des Bundes. Die Mittel werden über das Land Niedersachsen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereitgestellt. Der Zuschuss soll je zur Hälfte den Kommunen und dem Landkreis zugute kommen. Damit verringert sich der Eigenanteil der Kommunen um 368.775 Euro.
„Ein schöner Erfolg!“, findet Landrat Sven Ambrosy. Er wirbt weiter darum, dass auch die Gemeinde Wangerland und die Stadt Schortens dem Pakt für Sicherheit im Landkreis Friesland beitreten. „Angesichts der Förderung gibt es gute Gründe dafür, die bisherige Entscheidung zu überdenken.“
15 Anlagen im Wangerland
Für die Gemeinde Wangerland sind insgesamt 15 Sirenen vorgesehen. Eine davon steht seit einigen Tagen mitten in Hooksiel. Am neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg wurde eine entsprechende Mastanlage aufgestellt. In Varel werden künftig elf, in Jever neun, in Schortens und Bockhorn jeweils acht, in Sande und Zetel jeweils sechs und auf Wangerooge zwei Sirenen bei Not- oder Katastrophenlagen ertönen.
Die neuen Sirene können deutlich mehr als klassische Heultöne: Neben den bundesweit einheitlichen Sirenensignalen seien auch Sprachdurchsagen in verschiedenen Sprachen möglich, so der Landkreis. „Zudem lassen sich die Anlagen gezielt und abhängig von Windrichtung oder Gefahrenlage ansteuern, so dass Warnungen nur dort ausgelöst werden, wo sie benötigt werden.“
Wichtig bei Stromausfällen
Das Sirenennetz soll moderne Warnsysteme wie Apps und Mobilfunkmeldungen ergänzen. Es sei vor allem dann unverzichtbar, wenn technische Störungen oder Stromausfälle auftreten. Die wichtigsten Sirenensignale im Überblick. Warnung vor einer Gefahr: Eine Minute lang auf- und abschwellender Heulton. Entwarnung: Eine Minute gleichbleibender Dauerton.










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