Hooksiel (6. 1. 2025) – In Hooksiel und Umgebung gibt es zahlreiche hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten. Wenn nicht im Ort selbst, dann vielleicht nebenan. Zum Beispiel in Wilhelmshaven. Zu denen, die davon profitieren, gehört Bennet Strübbe. Der 21-Jährige Hooksieler erlernt in der Ausbildungswerkstatt des Marinearsenals den Beruf des Industriemechanikers mit Schwerpunkt Instandhaltung – und ist hoch zufrieden.

„Die Ausbilder nehmen sich richtig Zeit für einen. Und man hat wirklich das Gefühl, den Beruf von der Pike auf zu lernen“, schildert Bennet Strübbe, der die Ausbildung im August 2024 nach dem erweiterten Abschluss an der Oberschule Hohenkirchen aufgrund eines Ratschlags seines Vaters begonnen hat. Aktuell ist er im zweiten von dreieinhalb Lehrjahren und bereitet sich auf die Zwischenprüfung vor – in Theorie und Praxis.
Handwerkliches Geschick
Wer sich für den Beruf des Industriemechanikers interessiert, so Strübbe, sollte handwerkliches Geschick mitbringen und keine Angst vor Mathematik haben. Von Vorteil sei auch eine gewisse körperliche Fitness. Zu den Grundlagen des Berufs gehören nur einmal das Fräsen, Schleifen und Feilen. Auch per Hand. „Das kann auch schon mal anstrengend sein“, räumt der junge Mann ein. Zumal es bei der Arbeit vor allem auf eines ankommt: auf Präzision.


Zu den engen Wegbegleitern während der ersten beiden Ausbildungsjahre gehört ein so genanntes „Handhabungsgerät“ – ein Gerät, deren Einzelteile in mehreren Schritten von Baugruppe zu Baugruppe an Fräsmaschine und Drehbank hergestellt und montiert werden wollen. Winkel müssen passen, einzelne Komponenten millimetergenau geschliffen, gebohrt, sauber entgratet und montiert sein, damit zum Beispiel ein Gestänge auch wirklich in die dafür vorgesehene Bohrung passt. Hinzu kommen bewegliche Elemente. Die angehenden Industriemechaniker erlernen dafür auch die Grundlangen von Pneumatik, Hydraulik und Elektrotechnik.
Instandsetzung auf Schiffen
Im ersten Lehrjahr hatte Bennet Strübbe zwei Tage in der Woche Unterricht an der Berufsschule in Wilhelmshaven, ab dem zweiten Jahr nur noch einmal wöchentlich. Nach zwei Jahren in der Ausbildungswerkstatt beginnt die Hallenphase, in der die Auszubildenden die verschiedenen Arbeitsplätze im Arsenalbetrieb kennen lernen. In Wilhelmshaven liegt der Schwerpunkt bei der Instandsetzung von Führungs- und Waffensystemen von Marineschiffen.
Stattliche Vergütung
Die Arbeitszeit wahrend der Ausbildung beginnt um 6.45 Uhr und endet um 15.30 Uhr, freitags schon mittags. Für Bennet Strübbe ist das frühe Aufstehen kein Problem. Im Gegenteil. Durch den frühen Feierabend bleibe jedenfalls noch etwas vom Tag übrig. Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht des 21-Jährigen: Die stattliche Vergütung, die bereits im ersten Ausbildungsjahr bei gut 1200 Euro liegt.
Was hat der Hooksieler sich beruflich vorgenommen? „Ich will lernen, meinen Beruf beherrschen und gute Noten schreiben, damit ich nach der Ausbildung vom Marinearsenal übernommen werde.“
„Hooksiel-life“ stellt in loser Folge Auszubildende aus Hooksiel vor, die eine Lehre machen. Bereits erschienen sind Berichte über einen angehenden Einzelhandelskaufmann, eine Medizinische Fachangestellte, einen Maler, zwei Veranstaltungskauffrauen, eine Zimmerin, eine Bäckerei-Fachverkäuferin, einen Handelsfachwirt, einen Koch, einen Landwirt, einen angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe, eine Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) und eine Bankkauffrau.







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