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Pro Wangerland will Vertrauensverlust selbstkritisch hinterfragen

Wangerland (19. 9. 2026) – Anders als Grüne und FDP gibt Pro Wangerland keine Empfehlung zur Bürgermeister-Stichwahl im Wangerland am 27. September. Der Vorstand der Wählergemeinschaft habe beschlossen, bei der anstehenden Entscheidung zwischen Thies Fischer (CDU) und Mario Szlezak (SPD) neutral zu bleiben.

Keine Empfehlung zur Stichwahl

Unabhängig vom Ausgang der Wahl werde Pro Wangerland auch künftig Entscheidungen im Gemeinderat an der jeweiligen Sache orientiren und die Interessen der Bürger in den Mittelpunkt stelen, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Pro-Wangerland war bei der Bürgermeisterwahl mit Bernd Abrahams als eigenem Kandidaten angetreten. Für den Einzug in die Stichwahl hat dessen Stimmenzahl nicht ausgereicht. Auch bei der Kommunalwahl musste Pro Wangerland gegenüber der Wahl 2021 Stimmenverluste von rund sieben Prozentpunkten hinnehmen. Künftig stellt man vier Ratsvertreter.

Die Ursachen für dieses Ergebnis werde man sorgfältig analysieren und aufarbeiten, so Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier. „Dabei ist es uns wichtig, selbstkritisch zu hinterfragen, welche Gründe zu diesem Vertrauensverlust geführt haben und welche Schlussfolgerungen wir daraus für unsere zukünftige politische Arbeit ziehen müssen.“ 

Wurzeln liegen in Hooksiel

Pro Wangerland, hervorgegangen aus der 2017 gegründeten Wählergemeinschaft Pro-Hooksiel, sei entstanden, weil viele Bürger mit der damaligen Kommunalpolitik der etablierten Parteien unzufrieden gewesen seien. 2021 trat Pro Wangerland erstmals zur Kommunalwahl an. Man habe dabei das Ziel verfolgt, so Schäfermeier, sich als unabhängige Wählergemeinschaft sachorientiert und ohne parteipolitische Bindungen in die Arbeit des Gemeinderates einzubringen. „An diesem Grundsatz wollen wir auch im neu gewählten Gemeinderat festhalten.“ 

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