Wangerland (7. 10. 2026) – Der 27. September dieses Jahres war für Gastronomen und gewerbliche Vermieter ein wichtiges Datum. Und ein gefährliches dazu. Vor rund zwei Wochen ist die so genannte „Empco-Richtlinie“ in Deutschland in Kraft getreten, die das Europäische Parlament 2024 auf den Weg gebracht hat.

Der Gesetzgeber will damit die Verbraucher vor dem so genannten „Greenwashing“ schützen. Unter anderem vor irreführender Werbung etwa mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. „Solche Werbesprüche sind nur noch dann erlaubt, wenn sie offiziell zertifiziert sind“, erläutert Christian Fuchs, der zusammen mit seiner Frau das Landhotel Nakuk im Wiardergroden führt und sich unter anderem beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) engagiert.
Neue Gesetzgebung
Gerade im Tourismus und im Gastgewerbe sei man bislang mit solchen Versprechen oft leichtfertig umgegangen. Das Risiko, das jetzt daraus erwächst, so Fuchs: „Es stehen schon Hunderte von Anwälten bereit, entsprechende Verstöße etwa auf den Internetseiten der Unternehmen kostenpflichtig abzumahnen.“
Die „Empco-Richtlinie“ und ihre praktischen Folgen – das wäre aus Sicht von Fuchs ein Thema gewesen, über das die Wangerland Touristik GmbH (WTG) als lokale touristische Marketingorganisation die Betriebe im Wangerland hätte informieren können. Aber bekanntlich hat die insolvente WTG zurzeit andere Probleme und ist möglicherweise auf in Zukunft nicht mehr in der Lage. derartige Dienstleistungen für die Branche zu erbringen.
Praktischer Nutzen
Die sich daraus ergebende Informationslücke für die touristischen Leistungsträger in der Gemeinde will Fuchs mit einer App schließen, einem Informations-Portal, das er selbst in den vergangenen Wochen und Monaten konzipiert und programmiert hat – das „Gastgeberforum“. „Zurzeit befindet sich die App noch im Probelauf“, so Fuchs gegenüber „Hooksiel-life“. Aber er sei überzeugt davon, dass die Fülle von verschiedenen Informations- und Austauschmöglichkeiten für gewerbliche Gastronomen und Vermieter sehr nützlich seien und einen echten Mehrwert erbringen.
Über die App sollen eine Fülle von Informationen bereit gestellt werden – von einer Veranstaltungs- und Terminübersicht über einen Gezeiten-Kalender bis hin zu einer Personalbörse, auf der Unternehmen Stellen anbieten und sich Interessierte bewerben können. Ein anderes Beispiel: Ein Gast plant eine Hochzeit mit über 100 Gästen. Kann der angefragte Gastronom die Veranstaltung nicht darstellen, kann über das „Gästeforum“ eine Umfrage an die andren Betreibe im Wangerland stellen, ob sie dem Gast ein Angebot unterbreiten möchten. Fuchs: „Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.“
Eigene Hauszeitung
Oder die digitalisiert Hauszeitung: Mit ein paar Klicks generiert Fuchs den „Wangerland-Kurier“, ein Info-Blatt, das er jedem seiner Gäste auf den Frühstückstisch legen kann. Gefüllt von künstlicher Intelligenz mit Standardmeldungen aus der Region, angereichert etwa um das Tages-Menü des Hotels oder einen besonderen Tipp des Gastgebers.
Und natürlich das Forum mit allen für die Branche interessanten Neuigkeiten wie die Warnung vor der „Empco-Richtlinie“ oder die Folgen, die die geplante Reform des Minijob-Systems auf Bundesebene für die Personalkosten in Restaurants und Hotels bedeuten kann
Fuchs sieht in dem Gastgeberforum mit seinen Marketing-Chancen und den verschiedenen Netzwerk-Möglichkeiten ein Tool, das nicht nur fürs Wangerland eine Bereicherung ist. Auch auf Destinationen wie Jever oder Wilhelmshaven könne die App ohne Probleme angepasst werden. Einen Eindruck erhalten Interessierte über die Internetseite Gastgeberforum.de. Für Rückfragen zu erreichen ist Christian Fuchs am besten über die Email-Adresse Forum@Wangelrand.live.














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