Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Am Tag der Parke auf Erlebnisfahrt ins Wattenmeer

Wilhelmshaven/Wangerland (23. 5. 2025) – Am Samstag, 24. Mai, feiern 141 Nationale Naturlandschaften (NNL) den Europäischen Tag der Parke – mit dabei sind die Nationalparke und Biosphärenreservate im Schleswig-Holsteinischen, Hamburgischen und Niedersächsischen Wattenmeer. Unter dem Motto „Gemeinsam für die Natur“ rücken Europas Schutzgebiete ihre zentrale Rolle für Natur- und Klimaschutz sowie nachhaltige Entwicklung in den Fokus.

Die Schönheit des Wattenmeeres wie hier vor St. Peter-Ording ist faszinierend. Foto: Nationalpark-Verwaltung

Das diesjährige Motto bringt die Ziele der Nationalen Naturlandschaften auf den Punkt: Gemeinsam setzen sie sich auf einem Drittel der Fläche Deutschlands für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Natur ein. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bietet das Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven Samstag von 15 bis 16.30 Uhr eine Nationalpark-Erlebnisfahrt in den Jadebusen an. Dabei lernen die Teilnehmenden Seehunde (mit etwas Glück auch Schweinswale), Fische und weitere Bewohner des Nationalparks und Weltnaturerbes Wattenmeer kennen. Anmeldung unter veranstaltung@wattenmeer-besucherzentrum.de.

„Feiern Sie mit uns den Europäischen Tag der Parke und werden Sie Teil unserer Bewegung – für Natur, Klima und Zukunft!“, so die Einladung von Peter Südbeck, NNL-Vorsitzender und Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.

Der Europäische Tag der Parke wird seit 1999 jährlich am 24. Mai von der Europarc Federation organisiert und würdigt die europäischen Großschutzgebiete und deren Leistungen für die Gesellschaft. Die Wahl des 24. Mai als Termin bezieht sich auf das Gründungsdatum der ersten neun europäischen Nationalparke im Jahr 1909 in Schweden. 

Ist die Musik zu laut? Gemeinde will Lärmwerte festsetzen

Wangerland/Hooksiel (22. 5. 2025) – Freitagabend, 21.30 Uhr. Laue Sommernacht. Partystimmung. Die Musikbox im Garten spielt die neuesten Lieder. Die Gäste freut es, nur ein Nachbar, der fühlt sich gestört. Er greift zum Telefon und alarmiert das Ordnungsamt. Schließlich, so heißt es in der entsprechenden Satzung der Gemeinde Wangerland, dürfen Musikinstrumente und alle Tonwiedergabegeräte im Küstenbadeort Hooksiel und auch in allen anderen prädikatisierten Erholungsorten im Wangerland werktags ab 21 Uhr nur so laut sein, „das eine Störung unbeteiligter Personen ausgeschlossen ist“.

Hafenfest FCN Hooksiel
Auch bei strengen Lärmwerten in den Erholungsorten im Wangerland: Die Stimmung auf den Volksfesten musss darunter nicht leiden. Die Gemeinde kann Ausnahmen von den Regeln. erlassen. Archiv-Foto: hol

Doch was heißt das konkret? „Für mich als Fußballfan darf es schon mal etwas lauter werden“, räumte Ordnungsamtsleiter Markus Gellert am Mittwochabend vor dem Tourismusausschuss der Gemeinde ein. Andere Bürger hätten ein anderes Störempfinden. Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll, den unbestimmten Rechtsbegriff „Störung“ in der Satzung durch konkrete Dezibel-Immissionswerte zu ersetzen. Dadurch erhöhe sich die Chance, dass die Gemeinde Verstöße tatsächlich mit einem Bußgeld ahnden kann. 

In Ruhezeiten nur 35 Dezibel

Der Ausschuss empfahl dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung zu folgen, die zulässigen Lärmgrenzen in den Erholungsorten tagsüber auf 45 dB (A) und nachts (von 19 bis 8 Uhr) und während der Ruhezeiten (13 bis 15 Uhr) auf 35 dB (A) festzulegen. Diese Werte hätten den Vorteil, dass sie auch derzeit schon so für Rasenmäher- und Baulärm während der Urlaubssaison gelten. 

Über die Änderung der Satzung muss abschließend der Rat der Gemeinde entscheiden, der am kommenden Montag, 26. Mai, tagt. Inwieweit dann auch schon über den Antrag eines Bürgers beraten wird, der vorschlägt, die Grenze für zulässigen Lärm auch tagsüber auf 35 dB (A) zu begrenzen, ist ungewiss. Zur Einordnung: Ein Schallpegel von 45 dB (A) wird durch leise Gespräche erreicht, 35 dB (A) entspricht einem Flüstern oder dem Rascheln von Blättern.

Ausnahmen möglich

Der Sorge, dass bei derart strengen Lärmwerten zum Beispiel auch keine Volksfeste mehr stattfinden dürften, hielt Gellert entgegen, dass es natürlich auch Ausnahme-Tatbestände gebe. Maßstab dafür sei das öffentliche Interesse. Das sei bei Volksfesten oder gegebenenfalls auch bei Großbaustellen gegeben. Die Ausnahmen müsse allerdings im Vorfeld im Rathaus beantragt werden. 

Pflanzkübel als Verkehrsbremser

Hooksiel (21. 5. 2025) – Sie sind zurück, die Straßenteiler auf dem Middeldiek in Hooksiel. Der Bauhof der Gemeinde Wangerland hat in diesen Tagen an der Einmüdung in den „verkehrsberuhigten Bereich“ zwei Pflanzkübel aufgestellt. Wie Wangerlands Ordnungsleiter Markus Gellert gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, solle damit noch mehr Geschwindigkeit aus dem Verkehr genommen werden.

Sollen den Verkehr beruhigen: Zwei Pfanzkübel am Middeldiek. Foto: hol

Der hintere Teil des Middeldieks, jenseits der Einmündungen Hohe Weg und der Straße Zum Hallenbad, ist für Autofahrer eine Sackgasse. Sie dient als Zubringer zur Solthörner Straße, zur Robbenplate sowie zur Neckar- und Moselstraße und ist aufgrund von Aufpflasterungen und Beschilderung als verkehrsberuhigt zu erkennen. 

Anwohner wollen nach der Eröffnung der Ferienanlage „Hookser Perle“ (Bau 2020 bis 2022) einen zunehmenden Verkehrsfluss festgestellt haben. Für Markus Gellert ist das nachrangig. „Hier waren früher auch Hindernisse als Straßenteiler. Wir haben jetzt eigentlich nur den Zustand wieder hergestellt, der vor den Bauarbeiten an der Ferienanlage bestand.“ 

Weichenstellung für Grundschule Hohenkirchen noch nicht in Sicht

Wangerland (21. 5. 2025) – Die Gemeinde Wangerland steht vor einer schweren und möglicherweise sehr teueren Entscheidung. Reicht ein Umbau der Grundschule Hohenkirchen oder muss die Schule komplett neu gebaut werden? Und falls man mit Blick auf die gesetzlichen Anforderungen an eine künftige Ganztagsschule um einen Neubau nicht herum kommt: Wie finanziert man das auf rund 8,5 Millionen Euro veranschlagte Projekt.

Drei Varianten im Ausschuss

Der Baufachmann der Gemeinde, Pierre Bahlke, stellte dem Schulausschuss des Gemeinderates am Dienstagabend den Handlungsbedarf und drei Investitions-Varianten vor, die die Bauverwaltung bislang ins Auge gefasst hat. Der Hintergrund: Die benachbarte Oberschule (Träger: Landkreis Friesland) benötigt zum Sommer einen Teiltrakt des von der Grundschule (Träger: Gemeinde) genutzten Gebäudes für sich, um dort eine Mensa einzurichten. Im Gegenzug würde die OS andere Räume im Ostflügel abtreten, die aber grundsaniert werden müssten, so Bahlke, was aber das grundsätzliche Platzproblem der Schule nicht lösen würden.

In der Grundschule werden aktuell im Halbtagsbetrieb 120 Kinder unterrichtet. Eigentlich soll den Kindern auch hier – wie die Grundschulen Tettens und Hooksiel – möglichst schnell ein Ganztagsangebot gemacht werden. Dafür fehlt es aber am nötigen Platz für eine Mensa, für Fach- und Differenzierungsräume. Kurzum: Der Altbau könnte nach den Worten von Bahlke zwar für rund 50.000 Euro saniert werden. Den pädagogischen Ansprüchen der Schule werde man damit aber nicht gerecht.

Zweigeschossiger Neubau

Vor diesen Hintergrund hat die Gemeinde zwei Varianten für den Neubau eines doppelgeschossigen Gebäudes für eine zweizügige Grundschule geprüft. Das Gebäude könnte entweder gegenüber des neuen Kindergartens am Alma-Rogge-Weg oder aber an der August-Hinrichs-Straße hinter der OS gebaut werden. Die Pläne sehen in beiden Geschossen jeweils einen Flügel mit Lehrer-, Verwaltungs- und Besprechungszimmern sowie einen mit Klassenzimmern, Fachräumen, Differenzierungs- und Lagerräumen sowie Toiletten vor. Im Zentrum der Schule würde eine Mensa liegen, die auch als Aula genutzt werden könnte.

Am Standort Alma-Rogge-Weg lasse der Bebauungsplan den Neubau zu. Hier müsste lediglich das OS-Gebäude mit der Lehrküche abgerissen werden. An der August-Hinrichs-Straße müsste das Baurecht erst geschaffen werden, was nach Einschätzung von Bahlke rund ein Jahr dauern dürfte. Für die vorbereitende Planung im engen Schulterschluss mit der Schule setzt der Fachmann anderthalb bis zwei Jahre an, die reine Bauzeit dürfte 2,5 Jahre betragen. Damit stünde ein Neubau, je nach Standort, frühestens in vier oder fünf Jahren zur Verfügung. Um schon im Altbau einen Ganztagsschulbetrieb aufnehmen zu können, müssten Unterichts-Container angemietet werden.

Gespräche mit privatem Investor

Die Neubau-Kosten schätzt die Bauverwaltung auf rund 8,5 Millionen Euro. Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Gemeinde hoffe man auf Fördermittel, sagte der für Soziales und Schulen zuständige Abteilungsleiter Markus Gellert. Möglicherweise lasse sich etwas vom geplanten Milliarden-Investitions-Topf der neuen Bundesregierung abzweigen. 

Als Alternative führe man derzeit Gespräche mit privaten Bauunternehmen, die gegebenenfalls das Schulgebäude errichten, das die Gemeinde dann für die Nutzung mieten könnte. Aber auch hier, so Gellert, sei man noch in der Prüfung. 

Schule braucht zeitnah Klarheit

Dem Wunsch von Schulleiterin Laura Krell nach einem möglichst konkreten Zeitplan für die Entscheidungsfindung konnte der Ausschuss nicht entsprechen. Das Kollegium benötige vor den Start des Ganztagsschulbetriebes ein gutes Jahr Vorlauf für die Vorbereitung der Angebote und das Einwerben von Finanzmitteln. Auch die Eltern der Hohenkirchener Kinder brauchen Klarheit, betonte eine Elternvertreterin. Berufstätige Eltern seien auf die Ganztagsbetreuung ihrer Kinder angewiesen. Ist die in Hohenkirchen nicht gegeben, würden sie ihre Kinder in Tettens oder in Hooksiel anmelden. 

Das wiederum sorge für fehlende Planugssicherheit an der GS Hohenkirchen, so Laura Krell. „Im vergangenen Jahr fehlten uns zwei Kinder, um zwei erste Klassen bilden zu können. Als zum Halbjahr dann einige Kinder hinzukamen, mussten wir die Klasse teilen – mit dem Ergebnis, dass wir für die eine Klasse keine Lehrer hatten.“

Bücher- und Spieleflohmarkt

Hooksiel (21. 5. 2025) – Dinge, die man selbst nicht mehr braucht, aussortieren, verkaufen und mit dem Erlös Gutes tun. Das planen die Hooksieler Ingrid und Bernd Tscherney sowie Bernd Howanietz. Das Trio lädt für den Himmelfahrtstag, Donnerstag, 29. Mai, zum Bücher- und Spieleflohmarkt im ehemaligen Awo-Heim am Hooksieler Gästehaus ein.

Bei Kaffee und Kuchen können Interessierte von 10 bis 17 Uhr durch Bücher und Spiele stöbern. Der Erlös aus dem Verkauf soll dem Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ in Wilhelmshaven zugute kommen. Bernd Tscherney: „Wer noch gut erhaltene Bücher und Spiele für den Flohmarkt hat oder einen Kuchen beisteuern möchte, kann uns gern ansprechen.“ Tscherney ist telefonisch unter 0163/2658589 zu erreichen.

Ende der Arbeiten am Hooksieler Seedeich sind absehbar

Der Übergange über den Hooksieler Deich in Höhe des Strandhauses 1 ist aktuell gesperrt. Er muss noch an den neuen Weg auf der Deichkrone angebunden werden. Foto: hol

Hooksiel (21. 5. 2025) – Die Deiche in Friesland und Wilhelmshaven haben die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich am Dienstag Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes zusammen mit Mitarbeitern der Unteren Deichbehörden, der Nationalparkverwaltung und des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Deichband-Vorsteher Eilt-Onno Garlichs: „Wir haben uns die laufenden Baumaßnahmen angesehen und eine Liste von Dingen aufgestellt, die wir in diesem Jahr noch anpacken wollen.“

Ganztägige Deichschau

Der Deichband ist verantwortlich für die Unterhaltung der rund 60 Kilometer langen Deichlinie von Dangast bis Harlesiel. Seine Hauptaufgabe besteht laut Niedersächsischem Deichgesetz darin, rund 50.0000 Hektar Land hinter den Deichen vor Sturmfluten zu schützen. Dazu gehört neben einem sicheren Schutzwall auch die Pflege des Deichvorlandes mit den dort platzierten Lahnungen, ein Verbund aus Hölzern, Reisig und Wasserbausteinen, die aus dem bei Ebbe zurücklaufenden Wasser Sedimente und Substrate zurückhalten, die sich dann in den Salzwiesen ablagern. 

Für das laufende Jahr hat der Deichband Investitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro eingeplant. Dazu gehört der Abschluss der seit 2023 laufenden Arbeiten für die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches. Hier gehe es nur noch um Restarbeiten, die bis August/September abgeschlossen sein sollen, so Garlichs. 

Neuer Weg auf der Deichkrone

Beim Deichband geht man davon aus, dass die Arbeiten an der Neugestaltung des Deichüberganges zum Badestrand in Höhe des Strandhauses 1 in den nächsten Tagen weiter vorangehen. Die Baufirma erneuere zeitgleich den Weg auf der Deichkrone. Der Weg auf dem Deich und der Übergang müssten miteinander verknüpft werden. 

Derzeit ist der Übergang noch gesperrt, was vor allem für Menschen mit Beeinträchtigungen ein Problem ist, für die der Umweg über den Außenhafen oder bis zum Übergang am Strandhaus 2 nicht zu meistern ist. Strandspaziergänger vermissten über die Ostertage zudem die noch nicht wieder aufgestellten Ruhebänke am Deichverteidigungsweg.

Deichschäferei wird saniert

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt des Deichbandes im Bereich der Gemeinde Wangerland liegt am Elisbethgroden. Hier soll zwischen Minsen und Harlesiel der Lahnungsbau im Deichvorland fortgesetzt werden. Darüber hinaus, so Garlichs, wolle man die dem Deichband gehörende und verpachte Deichschäferei sanieren und teilweise umbauen. Geplant sind vor allem Arbeiten am Dach und in den Stallungen. 

Insgesamt gibt es sechs Schäfereien im Bereich des Deichbandes. Zwei davon gehören dem Verband, die anderen sind in Privatbesitz. Die Schafe weiden auf den Deichen, halten das Gras kurz und festigen mit ihren Hufen den Klei auf den Deichen. „Ich bin froh, dass man wieder einige Lämmer auf den Deichen sieht“, sagt Garlichs. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Schäfereien die Blauzungenkrankheit, die Ende 2024 viele ihrer Tiere betroffen hatte, einigermaßen überstanden haben. Der Deichband habe im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht, die betroffenen Schäfereien finanziell zu unterstützen.

400 Meter neues Deckwerk

Für die Unteren Deichbehörden der Stadt Wilhelmshaven und des Landkreises Friesland begleiteten Ulrich Wegener (Wilhelmshaven) und Rolf Neuhaus (Friesland) die Deichschau. Mit der Erneuerung des Deckwerks am Deich zwischen Hooksiel und dem JadeWeserPort und der geplanten Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches liegen die größten Baustellen im Wilhelmshavener Bereich. Das Deckwerk am Voslapper Seedeich wird jährlich auf einer Länge von 400 Metern erneuert. Die Arbeiten, die nur zwischen dem 15. April und dem 15. September erledigt werden dürfen, werden sich noch einige Jahre hinziehen. 

Der Rüstersieler Seedeich ist nach aktuellen Berechnungen zu niedrig, er hat „Unterbestick“, wie die Deichbauer sagen. Derzeit treibe man die Planung für die Erhöhung voran. Dazu gehöre auch das Sammeln von Klei als Deich-Baustoff. Der Deichband hat bereits mehrere Depots angelegt, würde sich aber freuen, wenn weitere Kleimengen, etwa von Großbaustellen, hinzukämen. Wer Zugriff auf Klei in größeren Mengen hat, sollte sich über das Büro der Wasser- und Bodenverbände in Jever mit dem Deichband in Verbindung setzen. 

Eigene Brandmeldeanlage erhöht Schlagkraft der Feuerwehr

Hooksiel (20. 5. 2025) – Ohne ihren Förderverein wäre die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel nicht das, was sie heute ist. Eine Vielzahl von Geräten, Werkzeugen und Bestandteile der persönlichen Schutzausrüstung der Frauen und Männer der freiwilligen Wehr wurden aus den Einnahmen des Fördervereins finanziert. Dazu gehören unter anderem Poloshirts oder Fleecejacken, Zuschüsse für den Kauf von Helmlampen und Feuerwehrstiefeln oder die Unterstützung fürs Jugendfeuerwehr-Camp.

Für optimale Trainingsmöglichkeiten sorgt die eigene Brandmeldeanlage, die Dr. Thomas Große für die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel gebaut hat. Auf dem Bild (von links) Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, Dr. Thomas Große, Marianne Kruse, Fred Bergmeyer (neuer Vorsitzender des Fördervereins), Björn Mühlena, Günter Schmöckel und Jürgen Steinbach. Foto: hol

Nach einem Überschlag von Dr. Thomas Große, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, hat der Verein in den vergangenen zehn Jahren rund 100.000 Euro für die Wehr zusammengetragen. Eine stolze Summe – und eine große Herausforderung für Großes Nachfolger. Große ist bekanntlich zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt worden. Seine Stellvertreterin Marianne Kruse hat als Gruppenführerin jede Menge Arbeit.

Neue Führung im Förderverein

Neuer Vorsitzender ist Neu-Hooksieler Fred Bergmeyer, zu dessen Stellvertreter wurde Ur-Hooksieler Günter Schmöckel aus der Altersabteilung gewählt. Als Beisitzer fungieren neben Jürgen Steinbach, der im Amt verbleibt, Björn Mühlena und Jerome Meiners.

Die Zusammenarbeit zwischen der aktiven Wehr, dem Förderverein und der Altersabteilung laufe großartig, sagt Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Der Förderverein habe 146 Mitglieder, davon 105 fördernde. Der Mindestjahresbeitrag liegt bei 15 Euro.

Der Förderverein sei für den Zusammenhalt, aber auch für die Schlagkraft der Wehr von sehr großer Bedeutung. So habe der Verein im Zuge der Einrichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Hohe Weg mit Hilfe von Sponsoren etwa einen Wäschetrockner beschafft, in die Küchenausstattung investiert und einen Konvektomaten gekauft. „Eine gute Versorgung bei Veranstaltung und Einsätzen trägt maßgeblich zum Gemeinschaftsgefühl bei“, ist Nöchel überzeugt.

Bessere Trainingsmöglichkeiten

Von unschätzbarem Wert sei aber auch eine eigene Brandmeldeanlage, die Große für Übungszwecke nachgebaut hat. Fast jedes größere Gebäude hat eine Brandmeldeanlage, die im Brandfall der erste Anlaufpunkt für die Feuerwehr ist. Der Melder schlägt Alarm, wenn in einem Gebäude ein Feuermelder aktiviert wurde oder ein Rauchmelder angeschlagen hat. Die Feuerwehr erhält über die Anlage Informationen über den genauen Brandort und in der Regel auch Zugriff auf einen Generalschlüssel. Zudem sind in der Anlage so genannte Laufkarten hinterlegt, die die Retter schnell zum Einsatzort führen können. 

„Bislang mussten wir den Umgang mit Brandmeldeanlagen vor Ort trainieren, etwa im Wohnstift Hooksiel, in kleinen Gruppen und meist unter beengten Verhältnissen“, schildert Nöchel. „Mit unserer eigenen Brandmeldeanlage können wir die Ausbildung wesentlich professioneller gestalten.“ Diese Trainingsmöglichkeit stellen die Hooksieler auch den anderen Wehren im Wangerland zur Verfügung.

Tag der offenen Tür

Ziel des neuen Vorstandes des Fördervereins ist das Werben von Sponsoren und weiterer Mitglieder. Erste Gelegenheit dazu gibt es beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 29. Mai, ab 11 Uhr. Darüber werde man in Zukunft auch im Ort für den guten Zweck des Vereins werben. Berkmeyer: „Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Auswärtige, die zum Beispiel in Hooksiel eine Ferienwohnung besitzen, gern die Feuerwehr unterstützen. Möglicherweise profitieren sie ja sogar einmal selbst von der guten Ausrüstung der Wehr.“

Mit E-Scooter vor Auto gefahren

Hooksiel (20. 5. 2025) – Leicht verletzt wurde eine 72-jährige Frau am Montag bei einem Unfall auf der Hooksieler Bäderstraße in Höhe Einfahrt zum Campingplatz. Nach Polizeiangaben befuhr eine 37-jährige Frau mit ihrem Pkw die Straße aus Hooksiel kommend in Fahrtrichtung Wilhelmshaven. Gegen 14.45 Uhr sei in Höhe der Einmündung „Straat övert Diek“ die 72-Jährige auf einem E-Scooter aus einem untergeordneten Weg kommend auf die Fahrbahn gefahren, ohne anzuhalten, so die Polizei. 

Bei dem Zusammenstoß zwischen Pkw und E-Scooter sei die E-Scooter-Fahrerin leicht verletzt worden. Sie musste zur weiteren medizinischen Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nabu warnt: Vogelschutzgebiet nicht für Energiepark opfern

Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 5. 2025) – Für die einen ist das Areal im Grenzbereich von Wilhelmshaven zu Hooksiel eine Schlüsselfläche für das Gelingen der Energiewende und des Klimaschutzes, für die anderen ein ökologisch unverzichtbares Schutzgebiet. Die Rede ist vom Voslapper-Groden-Nord, der im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens vor 50 Jahren aufgespült wurde, sich dann aber mangels entsprechender Nutzung zu einem Öko-Kleinod entwickelt hat.

„Ausgerechnet eines der wertvollsten EU-Vogelschutzgebiete Deutschlands soll für einen Industriekomplex geopfert werden“, beklagt der Naturschutzbund Nabu Niedersachsen. Anlässlich des „Natura 2000-Tag“ am 21. Mai fordern die Naturschützer Politik und Wirtschaft ein Umdenken – und von der EU ein klares Nein zur beabsichtigten Löschung des Schutzstatus.

Geschützte Vogelarten gefährdet

„Wie kann es sein, dass ein Natura 2000-Gebiet, das nachweislich internationale Bedeutung als Brut- und Rastgebiet besitzt, an einen rein wirtschaftlich motivierten Energiekonzern ausgeliefert werden soll?“, fragt Nabu-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann. „Wenn wir selbst in solch hochwertigen Schutzgebieten wirtschaftliche Interessen vorziehen, verabschieden wir uns nicht nur vom europäischen Naturschutzrecht, sondern auch von jeglicher Glaubwürdigkeit.“

Konkret geht es um die Pläne der Firma Tree Energy Solutions (TES), die in Nachbarschaft zur HES Tankfarm einen „Energiepark“ errichten will, über den künftig unter anderem grüner Wasserstoff importiert und hergestellt werden soll, dem bei der Dekarbonisierung der Produktion in der Stahl- und Zementindustrie eine Schlüsselrolle zugeschrieben wird. 

Mitglieder des Nabu demontieren in Wilhelmshaven für die Belange des Naturschutzes. Archiv-Foto: Stefanie Eilers

Der Nabu kritisiert, dass der geplante Industriekomplex über die Hälfte der Schutzfläche belegen würde und damit das Überleben geschützter Arten wie Tüpfelsumpfhuhn, Rohrdommel oder Blaukehlchen gefährde. Hebel für die Entwidmung des EU-Vogelschutzgebieters sollen dabei „nationale Sicherheitsinteressen“ sein.

Naturschützer sehen Dammbruch

Ein solcher Schritt wäre aus Sicht des NABU Niedersachsen ein Dammbruch: „Es geht hier nicht nur um ein einzelnes Bauprojekt, sondern um einen gefährlichen Präzedenzfall. Wenn wirtschaftliche Interessen ausreichen, um ein EU-Vogelschutzgebiet aufzulösen, sind alle Natura 2000-Gebiete in Deutschland gefährdet“, warnt Buschmann, der der Firma TES zudem einen „Etikettenschwindel“ vorwirft.

Unter dem Deckmantel der Energiewende solle auf dem Gelände auch weiterhin fossiles Flüssiggas verarbeitet werden. Dafür wurde vor einigen Wochen ein neues LNG-Terminal in der Jade direkt vor dem TES-Gelände in Betrieb genommen. 

Der Nabu fordert, keine Natura 2000-Gebiete Industrieprojekte für opfert. Für den Energiepark gebe es Alternativstandorte, die naturschutzfachlich weit weniger konfliktbeladen seien – etwa im Rüstersieler oder Heppenser Groden.

ADAC Luftrettung übt für Ernstfall

Hooksiel (20. 5. 2025) – Die gemeinnützige ADAC Luftrettung trainiert bis Ende dieser Woche am Hooksieler Außenhafen den Hubschraubereinsätze mit der Rettungswinde. Täglich zwischen 9 und 17 Uhr pendelt ein ADAC-Hubschrauber zwischen Festland und Jade, um den Besatzungen Routine für den Ernstfall geben. Die Übung ist vom Außenhafen aus gut zu verfolgen.

Derzeit absolviert die ADAC Luftrettung ein Windentraining vor Hooksiel. Archiv-Foto: ADAC Luftrettung / Thomas Frey

Der Rettungshubschrauber „Christopher 26“ verbleibe unterdessen an der Rettungsstation am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, um für Notfälle einsatzbereit zu bleiben, betont die ADAC-Luftrettung. In die Übung seien über 30 Mitarbeitende und Trainer sowie Kräfte von Partnerorganisationen beteiligt 

Die Ausbildung für die Notfallsanitäter der ADAC-Stationen Sande und Hamburg hat bereits Anfang vergangener Woche begonnen. Nach Flugmanövern auf dem Flugplatz Mariensiel fliegt der ADAC Rettungshubschrauber jetzt zur Schleuse in Hooksiel, wo das Ein- und Ausfahren der Rettungswinde (Fachbegriff: Auf- und Abwinchen) geübt wird. Ärzte und Notfallsanitäter üben dabei Windeneinsätze inklusive medizinischer Versorgung und den Transport von Patienten.

In dieser Woche wird das ADAC-Team zudem von den Rettungsdiensten Aurich und Leer sowie der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und von Höhenrettern der Feuerwehr Oldenburg unterstützt, um verschiedene Szenarien und medizinische Notlagen simulieren zu können. Für das Trainieren der medizinischen Einsatzabläufe stellen der Zoll und die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven täglich ein Schiff bereit.

Zum Abschluss der Übung am Freitag steht das Retten vor dem Ertrinken auf dem Trainingsplan. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) unterstützt dann die Übung mit Booten und Patientendarstellern, die aus dem Wasser gerettet werden müssen. Dafür müssen die Piloten vom Festland zum Unfallort fliegen, wo der Sanitäter zur verunglückten Person im Wasser abgewincht wird, um sie zu bergen.