Wilhelmshaven/Hooksiel (27. 2. 2026) – Naturschützer wollen mit einer Mahnwache für den Erhalt des Naturschutzgebietes auf dem Voslapper Groden-Nord demonstrieren. Dafür treffen sich die Aktivisten am Samstag, 28. Februar, um 11 Uhr an der Straße Am Tiefen Fahrwasser zwischen Hooksiel und Wilhelmshaven im Bereich zwischen den Anlegern von Vynova und HES.
Der Rat der Stadt Wilhelmshaven im Januar die Naturschutzverordnung für ein Areal aufgehoben, auf dem ein Konsortium um die Firma Tree Energy Solutions (TES) einen Terminal für den Export von CO2 und den Import von flüssigen Gasen sowie einen Wasserstoffpark bauen will. Befürworter sehen darin einen „zentralen Beitrag zur Energiesouveränität und Klimaneutralität“ vor allem der Industrie. Naturschützer hingegen betonen den Verlust des EU-Vogelschutzgebietes, das durch die Milliarden-Investition zerstört wird.
Der Nabu Landesverband Niedersachsen beklagt zudem, dass bereits seit Beginn dieser Woche im Voslapper Groden Nord umfangreiche Arbeiten durchgeführt würden. Unter anderem würden Flächen gefräst, Entwässerungs-Maßnahmen vorgenommen, Amphibienzäune gesetzt und Flächen markiert.
„Beobachtet werden täglich mehrere Fahrzeuge und bis zu zehn Personen im Gebiet“, so der Nabu. „Nach unserer Einschätzung handelt es sich dabei um vorbereitende Maßnahmen im Zusammenhang mit dem beantragten vorzeitigen Baubeginn für ein Industrieprojekt. Die dafür erforderliche Genehmigung des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes liegt nach unserem Kenntnisstand bislang nicht vor.“
Die Stadt Wilhelmshaven habe die Eingriffe gegenüber den Naturschützern als Gewässerunterhaltung eingestuft, die nicht genehmigungsbedürftig sei. Dabei sei aber auch eingeräumt worden, dass die Maßnahmen je nach Ausgang der behördlichen Entscheidung entweder dem beantragten Vorhaben oder dem Gebietsschutz dienen könnten. „Diese widersprüchliche Darstellung werten wir als hochgradig unseriös.“
Da der Managementplan für das Naturschutzgebiet ausdrücklich eine Vernässung der Fläche vorsehe, werde das erklärte Schutzziel durch die aktuellen Entwässerungsmaßnahmen faktisch unterlaufen. Der Nabu: „Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Arbeiten, solange keine rechtskräftige Genehmigung vorliegt und die naturschutzrechtlichen Fragen nicht abschließend geklärt sind.“










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