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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Auch mit kleinen Papierbooten kann man Nützliches fürs Segeln lernen

Ehrungen beim WSV Hooksiel
1. Vorsitzender Heinz Martin (rechts) ehrte langjährige und verdiente Mitglieder. Von links Anke und Wolfram Heibeck, Petra Meppen, Ursula Reemsma, Hans-Jürgen Steger, Manfred Gottwald, Helmut Wippich, Rosemarie de Vries und Ernst Reemtsma.                        Foto: Dörte Salverius

Hooksiel/SAL (22. 5. 2025) – Gesegelt wird auch im Winter. Zu dieser Jahreszeit natürlich nicht draußen auf dem Hooksmeer, sondern im Bootshaus, wo auf den Tischen spielerisch Kurse für kleine Papierboote abgesteckt werden. Einmal im Monat treffen sich jetzt die Mädchen und Jungen von Wassersportverein Hooksiel (WSV) und Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS).

Das Programm bietet viel Abwechslung und reicht von Segeltheorie und Fitnessübungen bis hin zur Besichtigung eines DGzRS-Rettungsboots. Bei der Jugendarbeit gemeinsame Sache mit dem Nachbarverein zu machen, habe sich bewährt, sagte Jugendleiterin Sonja Heimann auf der Jahreshauptversammlung des WSV an den Hooksieler Skiterrassen. 

Gute Nachwuchsarbeit

Und nun stößt auch noch ein dritter Verein dazu. Wenn es für den Nachwuchs am 15. Februar zum Kentertraining ins Hooksieler Hallenwellenbad geht, werden auch die Jüngsten des Regattavereins Sail-Lollipop dazustoßen. Im warmen Wasser des Hallenbades wird dann gelernt, wie man einen unter Segeln umgekippten Opti wieder aufrichtet.

Für den Segelnachwuchs steht wieder Kentertraining mit dem Opti im Programm. Im warmen Wasser des Hooksieler Hallenwellenbads ein großer Spaß.   Foto: Dörte Salverius

Dem engagierten Team um Übungsleiterin Sonja Heimann ist es gelungen, die Kinder und Jugendlichen für den Segelsport zu begeistern und sie auch während der Wintermonate zusammenzuhalten. Bis es in der neuen Saison mit den Jollen wieder aufs Wasser geht. Fest im Blick dann die Regattatermine, denn der WSV wird am 15. Juni eine der drei Jugendmeisterschaftsregatten ausrichten.

Untiefen werden beseitigt

Sportlich wird das Jahr auch für die Skipper der größeren Jachten. Regattawart Hendrik Busemann kündigte acht Termine für das Mittwochssegeln auf der Jade an, das der WSV seit Jahren ausrichtet. Der erste Start ist am 7. Mai. Hinzu kommen im Jaderevier die Horum-Regatta der SKHS und die WSC-Regatta.

Der WSV wird die neue Saison am 10. Mai mit dem Ansegeln eröffnen. Da Niedersachsen-Ports die Sanierung der Schleuse erst im kommenden Spätherbst fortsetzen werde, laufe die Schleuse wieder im gewohnten Betrieb, berichtete WSV-Vorsitzender Heinz Martin. Auf dem Hooksmeer sei zurzeit ein Spezialschiff dabei, Untiefen zu beseitigen, die im Laufe der Jahre beträchtlich angewachsen seien. Sie haben vor allem den Eignern von Jachten mit größerem Tiefgang Probleme bereitet. Für diese guten Nachrichten gab es in der Versammlung viel Applaus. Im Vereinsheim sei die umfangreiche Erneuerung der Sanitäranlagen auf gutem Wege, so Martin weiter. Sie werden den Mitgliedern spätestens im März wieder zur Verfügung stehen. 

Beim WSV Hooksiel standen Vorstandswahlen an. Veränderungen gab es nicht. In ihren Ämtern bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Heinz Martin, der 2. Vorsitzende Claus Weegen, Kassenwartin Gabriele Keßenich, Schriftführer Reiner Altemöller, Jugendwartin Sonja Heimann, stellvertretender Jugendwart Heiko Rüter, Hafenmeister Christian Herzog, Regattawart Hendrik Busemann, Gerätewart Michael Pieper und Pressewartin Dörte Salverius

Seit 50 Jahren im Verein

Den Fahrtenpreis teilen sich zwei Crews: Mit ihrer „New Life“ segelten Hans-Jürgen Steger und Petra Meppen im vergangenen Jahr einmal um die Ostsee, entlang der polnischen, russischen und baltischen Küste bis zum finnischen Helsinki und von dort über die schwedische und dänische Küste zurück in den Heimathafen. Manfred Gottwald war mit seiner „La Isla“ ebenfalls wochenlang auf der Ostsee unterwegs, und das einhand, also allein auf sich gestellt.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Ursula und Ernst Reemtsma, Rosemarie de Vries sowie Helmut Wippich geehrt. Sie Silbernadel für 25-jährige Vereinstreue erhielten Anke und Wolfram Heibeck

Für den FCN schließt sich mit bevor stehender Verschmelzung ein Kreis

Ehrung beim FC Nordsee Hooksiel
Vorsitzender Christian Doyen (2. von links) ehrte die langjährigen FCN-Mitglieder: (von links) Lin Xiao-Doyen, Dieter Galski, Markus Doyen, Ioanis-Lu Doyen, Hajo Hasbargen und Helge Buss. Foto: hol

Hooksiel (18. 1. 2025) – Der FC Nordsee Hooksiel steht vor der größten Veränderung in seiner 69-jährigen Vereinsgeschichte. Und wen interessiert es? Offenbar kaum jemanden. Zur Mitgliederversammlung, auf der die entscheidende Weichen für die Auflösung des Sportvereins gestellt werden sollten, erschienen am Freitag Abend lediglich 12 der rund 300 Mitglieder. Vorsitzender Christian Doyen machte keinen Hehl daraus, dass er „sehr enttäuscht“ sei.

Nach drei Jahren intensiver Vorbereitung steht der FCN vor der Verschmelzung mit Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens zum Sportclub (SC) Wangerland. Der Großverein mit dann rund 900 Mitgliedern wird – wenn alle Vereine zustimmen – zum 1. Juli dieses Jahres an den Start gehen. Auf außerordentlichen Mitgliederversammlungen, die zeitgleich am Freitag 21. Februar, 18 Uhr, in der „Bidbank“ in Leerhafe (Wittmund) stattfinden sollen, müssen jeweils 75 Prozent der anwesenden Mitglieder der Vereine für die gemeinsame Zukunft stimmen, die, so Doyen, das Sportangebot im Wangerland für die nächsten Generationen zukunftssicher machen soll. Eine weitere Hoffnung: Ein Großverein werde mehr Gehör bei der Gemeinde, in der Wirtschaft und bei den Medien finden. 

Neue Beitragssatzung

Die vorbereitenden Beschlüsse beim FCN wurden allesamt einstimmig gefasst. Unter anderem musste die Vereinssatzung dahin gehend geändert werden, dass das Vereinsvermögen nach der Verschmelzung dem SC Wangerland (und nicht der Gemeinde) zufließt. Darüber wurde die Beitragssatzung zum 1. Juli so geändert, dass in allen drei Teilvereinen die gleichen Beiträge fällig werden.

Für den FCN ist damit eine nicht unerhebliche Änderung verbunden. Der so genannte „Familienbeitrag“ fällt weg. Jedes Mitglied muss künftig einen Grundbeitrag und gegebenenfalls einen, aber auch nur einen Spartenbeitrag zahlen. Um die finanzielle Belastung für Familien in Grenzen zu halten, wird für Kinder, die das vierte Familienmitglied im Verein sind, lediglich ein Beitrag von 0,50 Cent im Monat fällig. „Für einige Mitglieder wird der Beitrag steigen“, räumte Doyen ein. Aber mit Blick auf andere Vereine, vor allem auch Tennisclubs, werde das Sportangebot beim SC Wangerland mit seinen zahlreichen Abteilungen weiterhin sehr günstig sein.

Ehrenvorsitzender Dieter Galski
Seit 50 Jahren Mitglied im FCN Hooksiel: Ehrenvorsitzender Dieter Galski (rechts) mit dem aktuellen Vorsitzenden Christian Doyen. Foto: hol

In seinem Jahresbericht unterstrich der Vorsitzende, dass der Verein finanziell gesund sei, auch dank der Überschüsse des jährlichen FCN-Hafenfestes, das auch künftig weiter gefeiert werden soll. Die Flutlichtanlage auf dem Trainingsplatz sei abbezahlt. Der Hooksieler Fußballplatz an der Jaderennbahn sei in einem Top-Zustand, auch Dank des Einsatzes eines Rasenmäh-Roboters. Doyen dankte für die Umsetzung dieser wirtschaftlich sinnvollen Innovation ausdrücklich dem Bauhof der Gemeinde. Geschäftsführerin Marina Doyen stellte den Kassenbericht vor, die Abteilungsleiter Gerd Abeldt (Tennis), Arnim Fels (Tischtennis) und Werner Doyen (Freizeitsport) die Lage in ihren Sparten. 

Ehrungen für langjährige Treue

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte die Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit einer Ehrennadel ausgezeichnet wurden für 15-jährige Mitgliedschaft Helge Buss, Ioanis-Lu Doyen (seit seiner Geburt im Verein), Lin Xiao-Doyen, Marius Kramer sowie Siegrid und Alexander Scholz. Seit 25 Jahren im Verein ist Hayo Hasbargen, Markus Doyen ist seit 35 Jahren FCN-Mitglied.

Neben der Nadel durfte sich Dieter Galski über eine Ehrenurkunde und einen großen Präsentkorb freuen. Der 88-jährige FCN-Ehrenpräsident ist seit 50 Jahren Vereinsmitglied. Er hat sich unter anderem als Trainer, Schiedsrichter und als Funktionär im Fußballverband engagiert. Von 1990 bis 2002 war Galski FCN-Vorsitzender. 

Galski, der das Fußballspielen in seiner Kindheit bei Tura Wilhelmshaven erlernt hat, kam 1975 als Trainer nach Hooksiel – nachdem er zuvor die Mannschaften von Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens gecoacht hatte. „So schließt sich jetzt mit der Verschmelzung der Vereine auch für Dich ein Kreis, Dieter“, sagte Christian Doyen, der abschließend dafür warb, dass möglichst viele Mitglieder an der Fusions-Versammlung am 21. Februar teilnehmen mögen.

Erdmann mahnt zur Nachsicht: Im Alter steigen die Risiken im Straßenverkehr

Hooksiel (15. 1. 2025) – Selbstbestimmte Mobilität ist ein Stück Lebensqualität. Gerade auch im Alter – und auch im ländlichen Raum. Hier ist vielerorts mit Blick auf den immer noch spärlich ausgebauten öffentlichen Personen-Nahverkehr ein eigenes Auto unverzichtbar. Allerdings, so warnt Verkehrssicherheitsberater Karl Erdmann: „Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Etwa ab dem 65. Lebensjahr erhöhen sich die Risiken im Straßenverkehr.“

Karl Erdmann

Erdmann (Foto) war in seiner Funktion als Berater des Deutschen Verkehrs-Sicherheitsrates (DVR) Gast beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland. Im Walter-Spitta-Haus in Hooksiel begrüßte Organisator Herbert Ulfers neben dem Referenten über ein Dutzend Interessierte. Ziel des DRV sei es, so Polizeihauptkommissar i. R. Erdmann, durch Aufklärung die Zahl der Verkehrstoten auf Null zu senken. Ob das gelingen kann? Da ist der ehemalige Leiter der Polizeistation Schortens, der in Dunum lebt, eher skeptisch. 

Aber zumindest eine weitere Senkung der Todeszellen sollte möglich sein. Bis zur Einführung der Gurtpflicht 1976 starben in Deutschland jedes Jahr um die 13.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Heute liegt die (stagnierende) Zahl bei 2800. 

Reaktionsfähigkeit nimmt ab

Gemeinsam erarbeitete die Runde die Faktoren, die für Senioren zu erhöhten Risiken im Straßenverkehr führen: Abnehmende Reaktionsfähigkeit, erhöhte Blendempfindlichkeit der Augen, Überforderung durch komplexe Verkehrslagen, insbesondere beim Einfahren in Kreuzungen. Senioren sind überproportional an schweren Unfällen beteiligt und häufig daran auch schuld, etwa bei Abbiege- und Vorfahrts-Unfällen.

Eine besondere Rolle spielen hierbei Elektro-Fahrräder, so Erdmann. „Nach meiner Meinung wird es noch 50 Jahre dauern, bis die Autofahrer die höhere Geschwindigkeit der E-Bikes von 25 Stundenkilometern richtig einschätzen können.“ – Ach, ein Fahrrad vor mir. Schnell noch überholen, dann rechts abbiegen – und schon knallt es. Das E-Bike war viel schneller an der Einmündung als der Autofahrer gedacht hat. An E-Bike-Unfälle sind ältere Personen aber nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Radfahrer in hoher Zahl beteiligt.

Technik hilf nicht immer

Moderne Technik im Auto hilft nicht immer, das Unfallrisiko zu verringern. Telefonieren am Steuer. Einstellen des Navi während der Fahrt. Eine Fülle von Schaltern und Hebeln für alle möglichen Einstellungen am Lenkrad. Mancher Senior fühlt sich überfordert, zumal dann, wenn er neuere Verkehrsregeln nicht 100-prozentig beherrscht. Auch hier versuchte Erdmann, Aufklärungsarbeit zu leisten. Wie verhält man sich am Hooksieler Kreisverkehr richtig? Wie sind die Vorfahrtsregeln in Tempo-30-Zonen? Und wie in verkehrsberuhigten Bereichen? 

In der munteren Debatte wurden viele Fragen aus der Männerrunde geklärt. Die Sicherheits-Empfehlung von Erdmann: „Mehr Gelassenheit und Nachsicht im Verkehr!“ Etwa wenn ein Senior sich nicht traut, einen Traktor zu überholen oder lieber mit Tempo 60 statt den zulässigen 80 fährt. „Akzeptieren Sie das. Vor ihren fährt vielleicht ein Senior in seiner Wohlfühl-Geschwindigkeit.“ 

Training mit Blick aufs Pferde-Potenzial

Lehrgang mit Sonja Theben
Freuten sich über einen erfolgreichen Reitlehrgang: (von links) Elsbeth Noatzsch, Lehrgangsleiterin Sonja Tebben, Fenna Peters, Melissa Künken, Rieke Scherf, Jolanda Buscher und Esther Anneken. Foto: Dörthe Gerdes

Hooksiel (15. 1. 2025) – Zur Freude von zwölf Reiterinnen fand beim Reit- und Fahrverein (RuF) Hooksiel in Oesterdieken erneut ein Dressurlehrgang mit Sonja Tebben aus Wiesmoor statt. Organisatorin Dörthe Gerdes konnte die erfahrern Reiterin (bis Klasse M) und Inhaberin der Trainer B-Lizenz für den RuF gewinnen. Als Tierärztin hat Sonja Tebben zudem die Fähigkeit, Pferd und Reiter mit Blick auf auf das Erscheinungsbild und die Biomechanik des Tieres physiotherapeutisch zu fördern.

Der Lehrgang richtete sich sowohl an Freizeitreiter als auch Turnierreiter. Tebben beobachte in der ersten Phase jeden Reiter und jedes Pferd, um die reiterlichen Fähigkeiten und die Möglichkeiten des Pferdes abzuschätzen.

Es galt für Pferd und Reiter, die so genannte „Losgelassenheit“ zu erreichen. Dazu gehörte es, zunächst Seitengänge und Übergänge zu reiten, um dann in die individuelle Arbeit einzusteigen. Für die Turnierreiter standen einzelne Prüfungspassagen im Vordergrund. Die Trainerin achtete ebenso auf den korrekten Sitz als auch auf die korrekte Hilfengebung.

Die Teilnehmer waren sehr zufrieden. Sie würden sich über einen zeitnahem Aufbaulehrgang freuen..

Wilde Müllkippe im Herzen von Hooksiel

Wilde Müllkippe
Ärgernis im erzen von Hooksiel. Unbekannte habe ihren Müll am Altglas- und Altkleidersammelplatz abgelagert. Die Gemeinde schließt Mülltourismus nicht aus. Foto: privat

Hooksiel (14. 1. 2025) – Es ist ein Ärgernis. Mitten im Dorf ein großer Müllhaufen. Vornehmlich Säcke mit alten Textilien, aber auch Müll und ein offenbar ausrangierter Kinderwagen verunstalten den Altglas- und Altkleider-Sammelplatz am Ende des Parkplatzes an der Nee Straat. „Das muss doch nun wirklich nicht sein!“, sagt eine treue Leserin von „Hooksiel-Life“, die mit einem Foto den Missstand dokumentiert hat.

Als ärgerlich empfindet auch Markus Gellert, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde, die Unart, überschüssigen Müll an den öffentlichen Sammelplätzen abzulegen. „Eigentlich haben wir im Wangerland im Vergleich zu anderen Kommunen mit wilden Müllkippen wenig zu tun. Aber es ist so, wenn da erst einmal ein Haufen liegt, stellen anderen ihren Unrat einfach dazu.“

Wenn es wilde Ablagerungen gebe, dann meist in Hooksiel, dem größten Ort in der Gemeinde. Hier sei die höchste Verkehrs-Frequenz und auch Müll-Tourismus aus anderen Orten sei nicht auszuschließen. Der Sammelplatz an der Nee Straat sei davon immer wieder mal betroffen. „Das ist ärgerlich, zumal es nicht damit zu tun hat, dass die Sammelbehälter voll sind“, so Gellert. „Die Gemeinde wird den Müll beseitigen, damit sich nicht nicht noch mehr Leute animiert fühlen, dort ihren Sperrmüll abzulagern.“

Wer seine Abfälle illegal in der Landschaft oder auch an öffentlichen Plätzen entsorgt, kann mit einem Bußgeld belegt oder sogar strafrechtlich belangt werden. „Ich kann das nicht verstehen“, sagt die „Hooksiel-Life“-Leserin. „Wir haben jede Menge Sammelbehälter für Textilien. Seinen Speermüll kann man in Friesland kostenlos abholen lassen oder an der Deponie in Wiefels abgeben. Wer muss da noch seinen Müll im Ort wegwerfen?“

Püttbierfest: Hooksieler „Hafen-Pütt“ an ihrem neuen Standort eingeweiht

Einweihung der Hafen-Pütt
Stolz präsentierten die Alterskameraden der freiwilligen Feuerwehr Hooksiel um ihren Sprecher Günter Schmöckel (2. von links) die „Hafen-Pütt“ an ihrem neuen Standort. Das Amt des Püttmeisters übernahm Fred Bergmeyer (3. v. l.) von Jürgen Steinbach (4. von rechts). Fotos: hol

Hooksiel (14. 1. 2025) – Der Umzug ist abgeschlossen. Am Montagabend hat die Alters- und Ehrenabteilung der freiwilligen Feuerwehr Hooksiel die „Hafen-Pütt“ an ihrem neun Standort eingeweiht. Die historische Wasserstelle musste bekanntlich vom Grundstück des ehemaligen Feuerwerhgerätehauses am Alten Hafen weichen und hat, so der Sprecher der Altersabteilung, Günter Schmöckel, „die Seite gewechselt“.

Gemeint ist die Straßenseite. Der gemauerte und mit einem Dach versehene Brunnen steht jetzt auf dem Grundstück des ehemaligen Ärztehauses an der Ecke Lange Straße/Obernstraße. „Ein optimaler Platz“, stellte Schmöckel vor den Teilnehmern am traditionellen Püttbierfeste fest. Die Hoffnung: Das als „Point of Interest“ ausgewiesene Bauwerk wird vielleicht auch den einen oder anderen Touristen anziehen und zu einem Platz zum Verweilen werden.

Pütten waren früher in Brackwasserregionen sorgsam gehütete Süßwasserbrunnen. Für dessen Unversehrtheit und Sauberkeit hatte ein Püttmeister zu sorgen. Dieses Amt bekleidet in 2025 in Hooksiel Fred Bergmeyer, der Amtskette und Zylinder von Jürgen Steinbach übernahm. 

Die Hooksieler Pütt verfügt zwar über keinen Wasseranschluss, hat aber dennoch eine wichtige Funktion. „Wir wollen dafür sensibilisieren, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass sauberes Trinkwasser einfach aus dem Wasserhahn kommt“, sagte Schmöckel. 

Fred Barkemeyer

Historisch verbürgt ist auch nicht, ob es in Hooksiel überhaupt jemals, wie Jever, eine Pütt gab. „Wenn es aber eine Pütt gegeben haben sollte, was wahrscheinlich ist, dann wird sie auf jeden Fall in der Nähe des Hafens gestanden haben“, sagte Björn Mühlena, selbst Feuerwehrmann und Vorsitzender des Fördervereins Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel. Mühlena hatte sich vor dem Umzug intensiv um einen neuen Standort für die von den Alterkameraden erstmals 2006 aufgebaute Pütt bemüht und unter anderem mit Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, Kontakt aufgenommen.

Der neue Püttmeister Fred Bergmeyer (Foto), ein Hooksieler Neubürger, dankte für das Vertrauen in seine Person für das wichtige Amt. Beindruckt habe ihn das Engagement der Alters- und Ehrenabteilung, die mit großem handwerklichen Geschick den Umzug der Pütt mit Unterstützung einiger Firmen allein bewältigt haben. Im Anschluss an den Einweihungs-Schluck saßen die Akteure noch einige Stunden in gemütlicher Runde im „Hotel Packhaus“ zusammen. Das ehemalige Ärztehaus dient heute als Bettenhaus für das Hotel.

Tennis: Hooksieler ü50-Team vor Abstieg

Hooksiel (13. 1. 2025) – Die Tennis-Herren ü50 des FC Nordsee Hooksiel haben gegen Augustfehn einen Punktgewinn knapp verpasst. Im vorletzten Saisonspiel verlor das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns, das ohne seinen Spitzenspieler Thomas Otte auskommen musste, mit 1:5. Damit durfte der Klassenerhalt in der Bezirksliga kaum noch zu schaffen sein.

Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen, zumal Thorsten Csikos das Spiel an Position 1 etwas überraschend mit 7:5, 7:5 für sich entscheiden konnte. Ebenso knapp ging es an Position 2 zu. Hier fehlte Andre Abels am Ende das Glück. Er unterlag nach 6:4 und 2:6 in den beiden Sätzen im entscheidenden Matchtiebreak mit 6:10. Während Ortmanns an 3 mit 4:6, 2:6 unterlag, blieb Torsten Riedel an 4 chancenlos (0:6, 0:6). 

Jetzt hätten die Hooksiel beide Doppel gewinnen müssen, um sich einen Punkt zu sichern – und das schien phasenweise möglich. Doch letztlich unterlagen Abels/Csikos (7:6, 6:7, 5:10) und Ortsmanns/Riedel (6:7, 1:6) etwas unglücklich. 

Mit nunmehr 1:7 Punkten rutschen die Hooksieler ans Tabellenende. Der Abstieg ist nur noch durch ein Wunder zu vermeiden, nämlich einen klaren Sieg gegen den favorisierten Bremer HC im letzten Saisonspiel.

Mit Lorenz Kramer, Mateo und Niklas Doyen nahmen am Wochenende gleich drei Hooksieler Nachwuchsspieler an den Tennis-Regionsmeisterschaften für die Regionen Bremen und Jade-Weser-Hunte teil. Alle drei verloren in der U-16-Konkurrenz ihre ersten Spiele gegen laut Leistungsklassen deutliche stärker eingestufte Gegner. In der Nebenrunde spielte sich Kramer mit einem 6:4, 7:5-Sieg ins Finale, das er deutlich mit 1:6, 1:6 verlor. 

Ältester „echter Hooksieler“ wünscht sich Rundum-Sanierung des Alten Hafen

Meinolf Cohn feiert heute seinen 88. Geburtstag. Als „echter Hooksieler“ wünscht es sich nichts sehnlicher als eine Aufwertung des Alten Hafens im Ortskern. Foto: hol

Hooksiel (12. 1. 2025) – Wenn man Geburtstag hat, dann darf man sich etwas wünschen. Meinolf Cohn wird am heutigen Sonntag 88 Jahre alt. Ein großer Wunsch des Hooksielers: „Es wäre wunderschön, wenn bald mal etwas am Alten Hafen passiert.“

Cohn, der mit seiner Frau Helma ein schmuckes Haus am Langengrodener Weg bewohnt, ist nicht irgendein Hooksieler. „Ich bin der älteste noch lebende echte Hooksieler“, sagt der Senior. Soll heißen: Es gäbe zwar noch ältere Mitbürger im Ort. Meist Zugezoge. Aber ein „echter Hooksieler“ sei man ja erst, wenn man in zweiter Generation in einem Ort lebt und zwar als Kind eines ebenfalls in Hooksiel geborenen Vaters.

Seit 1879 im Sielort

Seine Ahnentafel, wie übrigens auch die einer ganzen Reihe von Mitbürgern, kennt Meinolf Cohn genau. Er selbst kam am 12. Januar 1937 im einstigen Amtshaus der Gemeinde Minsen in der Obernstraße zur Welt, wie übrigens auch sein ältester Sohn Hans. Meinolfs Vater, Emil Cohn, wurde 1897 ein paar Meter weiter, im ehemaligen Ärztehaus hinter der „Alten Schneiderei“ geboren.

Dessen Vater, Meyer Cohn (geboren 1856), bewohnte vor dem Umzug in die Obernstraße die einstige Keimzelle der Bäckerei Ulfers, ein Gebäude in unmittelbarer Nähe des Sieltores. Hierher – und damit nach Hooksiel – war er mit seiner Familie im Jahr 1879 gezogen. Zuvor hatte er zwar in Sichtweite, in Bohnenburg und am Sengwarder Anteil gewohnt – aber das gehörte zur Gemeinde Sengwarden.

Die Familie Cohn betrieb damals in Hooksiel die einzige Schlachterei und eine kleine Landwirtschaft. Zu den Kunden gehörte bis zum Ende des ersten Weltkriegs übrigens auch die Marine in Wilhelmshaven. Gedankt wurde das der Familie nicht. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten geriet Emil Cohn, der jüdischen Glaubens war, ins Visier der Antisemitisten. Er verlor seinen Betrieb und wurde zweimal in Konzentrationslager gesteckt. Überlebt hat er vermutlich nur, weil er im Jargon der Nazis in einer „Mischehe mit Kind“ lebte. Seine Frau Wilma war Christin und galt als „arisch“. 

Neuanfang auf dem Meyer-Hof

Nach dem Krieg kehrte Emil Cohn aus Theresienstadt nach Hooksiel zurück und bewirtschaftete von der Obernstraße aus wieder den landwirtschaftlichen Betrieb, den Meinolf Cohn nach dem Tod seines Vaters übernahm. 1965 wurde der Hof aus dem Dorf an den Ortsrand ausgesiedelt. Meinolf und Helma Cohn führten den neuen „Meyer-Hof“ samt Ferienwohnungen vier Jahrzehnte lang.

Helma Cohn brachte vier Kinder zur Welt. Wirtschaftlich hatte Meinolf Cohn häufig den richtigen Riecher. Neben dem Bauernhof gründete er ein Lohnunternehmen, das für die kommunalen Kläranlagen der Stadt Jever und der Gemeinde Wangerland die Klärschlämme entsorgte – unter anderem Anfang der 1970er Jahre auf den für die Industrialisierung Wilhelmshavens aufgespülten Grodenflächen und dem neu geschaffenen Hooksieler Seedeich.

Appell für Deichsicherung

Aber nicht nur deshalb weiß der Hooksieler um die Bedeutung intakter Deiche. Bei der großen Sturmflut im Februar 1962 erlebte er aus nächster Nähe, was es bedeutet, wenn ein Deich bricht. Der Müller-Hof nahe Crildumersiel drohte damals in den Fluten unterzugehen. Nur dank der guten Ortskenntnisse von Feuerwehrmann Meinolf Cohn konnten einige Kameraden und er durch das schon überflutete Land bis zum Hof gelangen und dabei helfen, das bedrohte Vieh auf dem Dachboden einzuquartieren und die Bewohner zu retten. 

Wieder so eine Erfahrung, die das Denken von Meinhof Cohn sein Leben lang begleitet hat. Sein Appell: Der Deichband muss nicht nur den Seedeich, sondern auch die zweite Deichlinie genau im Blick behalten. Aus seiner Sicht sollte eine Lücke in der zweiten Deichlinie in Höhe Campingplatz unbedingt geschlossen werden.

Hooksieler aus Überzeugung

Meinolf Cohn ist Hooksieler aus Überzeugung, Er hat das Geschehen im Ort, in Vereinen und Institutionen wie kaum jemand anderes verfolgt. Seit 69 Jahren gehört er der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel an, auch das eine Rekordmarke. 58 Jahre ist er Mitglied im Boßelverein „So geiht he good“ und ebeno lange in der SPD. Hinzu kommen über 30 Jahre als Chef des „Hooksieler Stammtisches“, dem wohl ältesten Stammtisch im Ort.

Aber wenn der Senior an Hooksiel denkt, denkt er zuerst an den Alten Hafen. „In den Hafen muss unbedingt Leben rein“, sagt Meinolf Cohn. Mit dem Bau eines Hotels auf dem ehemaligen Feuerwehr-Areal zwischen Hafen und Lange Straße sei es nicht getan. „Der Hafen ist häufig tot, da gehören Schiffe oder Boote rein. Vielleicht ein Museumsschiff.“ Das sei auch wichtig, damit Hotelgäste nicht nur aufs Industriegebiet jenseits des Hafens blicken.

Zu einer richtigen Hafensanierung gehört aber aus Sicht von Cohn auch die Öffnung des Siels zwischen Hafen und Binnentief. Das Binnentief, über das einst Waren aus dem Handelshafen Hooksiel bis nach Jever transportiert wurden, sollte aufgereinigt und als touristische Attraktion für Wasserwanderer aufgewertet werden. Cohn: „Kommunalpolitiker, die das hinbekommen, haben dann wirklich etwas für Hooksiel geleistet.“ 

Kümmerer beim FCN Hooksiel: Auszeichnung für Werner Doyen

Werner Doyen, guter Geist des FCN Hooksiel (ganz rechts), wurde zusammen mit anderen Ehrenamtlichen aus dem Sport vom Landkreis Friesland und vom Kreissportbund geehrt. Die Würdigung nahmen Landrat Sven Ambrosy (ganz links) und KSB-Vorsitzender Kai Lange (2. v. r.) vor. Foto: Landkreis

Hooksiel/Jever (10. 1. 2025) – Er ist eine der guten Seelen beim FC Nordsee Hooksiel. Ob als aktiver Sportler, als Funktionär oder als handwerklich geschickter Leiter der FCN-Arbeitsgruppe – Werner Doyen (74) ist seit über vier Jahrzehnten immer dort zu finden, wo Not am Mann ist. Jetzt wurde der Hooksieler vom Landkreis Friesland und dem Kreissportbund (KSB) Friesland für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Landrat Sven Ambrosy und KSB-Vorsitzender Kai Lange ehrten am Donnerstagabend im Schloss in Jever fünf Ehrenamtliche, die von einer Jury aus zahlreichen Vorschlägen ausgewählt worden waren. Die abschließende Entscheidung fällte der Kreisausschuss. Neben Doyen erhielten Siegfried Kluge (Vareler Turnerbund), Herma Renken-Tjardes (TuS Glarum), Ute Scharff (Tanzclub Jever) und Wolfgang Hutmacher (Turnverein Neuenburg) Ehrenurkunden und Ehrennadeln.

Doyen organisiert sei Jahren den Einsatz einer freiwilligen Arbeitsgruppe, die sich ohne Entgelt um ein Fülle von Aufgaben rund um die Sportanlage an der Jaderennbahn und am Stelzengebäude kümmert. Die Gruppe leistet rund 200 Abeitsstunden im Jahr – und entlastet damit die Gemeinde Wangerland erheblich. Zudem gehört der 74-Jährige seit Jahrzehnten zu den Säulen der Organisation des FCN-Hafenfestes am Alten Hafen.

Wer betreut den Rasenmäh-Roboter auf dem Fußballplatz? Wer hat die Müllabfuhr im Blick? Wer stellt vor dem Frost das Wasser ab? Werner Doyen ist ein echter Kümmerer – und Macher. Viele Verbesserungen an der Infrastruktur der Sportanlage wären ohne sein Zutun nicht umsetzbar gewesen.

Der Geehrte war über zehn Jahre lang 2. Vorsitzender des FCN Hooksiel und ist auch heute noch Abteilungsvertreter der Traditionsgruppe „Vorwärts Pakens“, die sich regelmäßig zum Fußballtennis trifft. Doyen, lange Jahre aktiver Fußballer und heute noch begeisterter Tennisspieler, bringt sich darüber hinaus im Rahmen der Dorfgemeinschaft in viele Belange Hooksiels ein. Legendär ist sein Fußball „WM- bzw. EM-Studio“, das er zunächst in seiner privaten Garage, seit einigen Jahren im Vereinsheim für halb Hooksiel organisiert. 

Seit 2016, so Ambrosy, würdigt der Landkreis das ehrenamtliche Engagement im Bereich Sport im Rahmen eines „Tages des sportlichen Ehrenamts“. Eigentlich soll die Veranstaltung im zweijährigen Rhythmus stattfinden. Coronabedingt war die letzte Ehrung aber im Jahr 2018. Grundsätzlich können alle Bürger Vorschläge für zu ehrende Personen einreichen.

Planung für Oldtimer-Ausfahrten

Hooksiel (10. 1. 2025) – Die wesentlichen Eckpunkte für das Jahresprogramm der Hooksieler Oldtimer-Freunde stehen. Auf einer Zusammenkunft haben jetzt die Aktiven vom „Oldtimer Klön Tag“ (OKT) bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen die wichtigsten Daten für die gemeinsamen Ausfahrten in diesem Jahr abgestimmt. 

Festgelegt wurde unter anderem der Termin und das Ziel der Frühjahrsausfahrt. OKT-Mitglied „Oldi Impala“ Bruno organisiert für Sonntag, 27. April, eine Ausfahrt über Land nach Aschendorf ins dortige „Classic Car Café“.

Wie stets sei der Start mit der Übergabe des Wanderpokals (Foto) um 9.30 Uhr vom Parkplatz bei der Bäckerei Ulfers-Eden am Hooksieler Kreisverkehr geplant. OKT-Sprecher Ulrich Nolzen: „Gerne sind auch wieder weitere Oldtimerfreunde aus Hooksiel und Umgebung mit ihren Fahrzeugen mit H-Kennzeichen dazu eingeladen.“