Wangerland (9. 1. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) genießt das Vertrauen seiner Partei. Mit „einem starken und geschlossenen Votum“ hat der SPD-Ortsverein Wangerland ihn erneut als ihren Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Szlezak hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er sich bei der Kommunalwahl im September 2026 nach 2021 erneut um das Amt an der Spitze der Gemeinde bemühen werde.
Die SPD Wangerland unterstützt einmütig die erneute Kandidatur von Bürgermeister Mario Szlezak (3. von links) bei der nächsten Kommunalwahl im September 2026. Foto: SPD
Auf der Mitgliederversammlung der Partei habe der Bürgermeister 100 Prozent der Stimmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Das Ergebnis drücke Vertrauen, Rückhalt und gemeinsame Überzeugung aus.
Wahlprogramm vorgestellt
Szlezak habe in seiner Vorstellungsrede für ein Wangerland geworben, das zusammenhält, für eine Politik, die ehrlich mit Herausforderungen umgeht, und für Entscheidungen, die nicht laut, sondern richtig sind. Als Schwerpunkte seines Wahlprogramms habe er starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit den Menschen vor Ort genannt.
Lob für Bürgernähe
„Ich weiß, dass die vergangenen Jahre nicht leicht waren. Gerade deshalb ist mir dieses Votum so wichtig“, bedankte sich Szlezak für die Rückendeckung seiner Partei. „Es zeigt mir, dass Vertrauen gewachsen ist. Vertrauen, das aus Offenheit, aus Gesprächen und aus der Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.“
Der SPD-Vorstand würdigte die klare Haltung und die bürgernahe Arbeitsweise von Szlezak. Die Vorstandsmitglieder Ina Janssen, Marianne Kaiser Fuchs und Viola Dorow: „Mario Szlezak hört zu, bleibt ansprechbar und steht auch in schwierigen Situationen zu seiner Verantwortung.“
Friesland/Wangerland (9. 1. 2026) – Der Kreisvorstand der SPD im Landkreis Friesland hat in Rolf Neuhaus (48) einstimmig als Landratskandidaten nominiert. „Wir setzten auf Erfahrung, Kompetenz und kraftvolle inhaltliche Umsetzung“, so die Vorsitzende Lena Gronewold (Jever).
Neuhaus (Foto) ist parteilos und muss noch auf der Nominierungskonferenz der SPD Ende April gewählt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. Sollte die Parteibasis dem Vorschlag ihres Vorstandes folgen, würde er bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 antreten und für die Nachfolge von Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) kandidieren.
Erfahrung in der Kreisverwaltung
Neuhaus ist bereits seit über 16 Jahren beim Landkreis Friesland beschäftigt. In der Kreisverwaltung ist er für Planung und Infrastruktur (Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement) verantwortlich. Der Ingenieur hat nach dem Studium der Raumplanung in Dortmund in Nordrhein-Westfalen mehrere berufliche Stationen absolviert. Er war in einem Planungsbüro sowie in zwei Städten in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung beschäftigt. Der Familienvater und Handballsportler ist fest verwurzelt in Friesland und freut sich nach eigenen Worten auf die anstehende Herausforderung und den Wahlkampf in seiner Heimat.
„Rolf Neuhaus kennt die Verwaltung und den Landkreis wie seine Westentasche. Das wird helfen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und begonnene Projekte zum Erfolg zu führen“, so Gronewolds Stellvertreter Sören Mandel (Varel). Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jannes Wiesner (Wangerland), zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Wir haben bisher immer gut mit Rolf Neuhaus zusammengearbeitet und ich bin überzeugt, dass wir in ihm einen erfahrenen und kompetenten Kandidaten gefunden haben, der die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit uns anpacken wird.“
Verlässlichkeit und Kompetenz
Die SPD frühzeitige Nominierung für die Nachfolge des scheidenden, langjährigen Landrats Ambrosy sei wichtig, so Gronewold, um den Menschen im Landkreis Sicherheit zu geben. Neuhaus haben bei den Genossen durch seine Erfahrung, Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit und Kompetenz gepunktet. Das sei gerade für langfristige und strategische Projekte wichtig.
Als Ziele habe Neuhaus unter anderem benannt, so schnell wie möglich alle Haushalte im Landkreis an die Breitband-Versorgung anzuschließen. Mit Hilfe einer klugen Raumordnung wolle er gemeinsam mit den Gemeinden die Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen und Gesundheitsvorsorge entwickeln. Ein neues Zentralklinikum solle dabei Ankerpunkt für eine zukunftsfähige medizinisch-pflegerische Infrastruktur auch in Varel und der friesischen Wehde werden. Voraus schauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen sollen der Wirtschaft helfen, Investitionen erleichtern und mit dazu beitragen, dass die Region von der Energiewende profitiert.
Hooksiel (9. 1. 2026) – Die Theatergruppe Hooksiel hat ihren für den heutigen Freitag geplanten Auftritt im Gästehaus witterungsbedingt abgesagt. Wie Speelbaas Jan Gerjets gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, gibt es einen Ersatztermin: Die geplante Vorstellung des Stücks „Aasgeier över Hooksiel“ wird am Donnerstag, 15. Januar, ab 20 Uhr nachgeholt. Gerjets: „Die Karten für heute behalten ihre Gültigkeit.“
Heute Abend fliegen im Gästehaus keine Aasgeier. Die Theatergruppe hat witterungsbedingt die heutige Vorstellung abgesagt. Auf dem Bild eine Szene mit (von links) Karin Ortmann, Andreas Westerman und Sarah Janßen. Foto: hol
Die Theatergruppe hatte bis zum Samstag, 17. Januar, insgesamt elf Vorführen geplant. Nicht zuletzt aufgrund der sehr erfolgreichen Premiere Ende Dezember waren alle Vorstellungen nahezu ausverkauft.
Auch die Wangerland Touristik GmbH reagiert auf die Wetterlage. Wie das Unternehmen heute mitteilte, bleiben die Touristik-Informationen in Horumersiel und Hooksiel sowie das Nationalpark-Haus in Minsen am heutigen Tag geschlossen. Ebenso nicht geöffnet werden heute und auch morgen die Gästehäuser in Horumersiel und Hooksiel.
Hooksiel (8. 1. 2026) – Ein Deich schützt nicht nur vor Wasser. Er kann auch gewaltig Spaß bereiten. Den Beleg dafür lieferte das „Dämmerungs-Rodeln“, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für Mittwochabend eingeladen hatte
Der Deich an der Hooksieler Pferderennbahn wurde am Mittwochabend in eine Rodel-Arena umgewandelt. Foto: Sascha Keemann
Die Idee dafür sei erst am Mittwochmorgen spontan in den Reihen der Jugendfeuerwehr entstanden, schilderte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dr. Thomas Große im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die kurzfristige Mobilisierung über die sozialen Medien hatte jedenfalls Erfolg. Zigfach wurde die Ankündigung im Netz geteilt,
Rund 350 Eltern und Kinder trafen sich gegen 18 Uhr an der zweiten Deichlinie, die parallel zum Gelände der Hooksieler Trabrennbahn verläuft. In Höhe Meerwasser-Hallenwellenbad nutzten die Kinder die breite und ebene Abfahrt in Richtung Trabsportanlage für zahllose Abfahrten. Einziger Gefahrenpunkt: Am Fuß des Deiches verläuft ein Graben, vor dem die Rodler rechtzeitig abbremsen mussten. Für eine besondere Atmosphäre der von zahlreichen Feuerwehrleuten begleiteten Aktion sorgten leistungsstarke Strahler, mit denen die Wehr die Piste ausleuchtete.
Hoch zufrieden waren die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Hooskiel, dass die spontane Rodel-Idee der Jugendfeuerwehr so gut angenommen wurde. Fotos: hol
„Eine tolle Sache“, lobte eine Mutter, die zuvor mit ihren Kinder zusammen auf einem Schlitten den Deich heruntergerutscht war. „Das macht riesigen Spaß.“ Hoch zufrieden zeigte sich auch der Hooksieler Bernhard Köster, der tags zuvor in einer Glosse auf „Hooksiel-life“ angeregt hatte, das Wintersport-Potenzial von Hooksiel auch touristisch zu nutzen. „Damit, dass der Vorschlag so schnell umgesetzt wird, hatte ich gar nicht gerechnet.“
Wilhelmshaven/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller hat politische Unterstützung für das in finanzielle Schieflage geratene Vynovo-Chemiewerk vor den Toren Hooksiels angekündigt. Die SPD-Politikerin besuchte die Vynova Wilhelmshaven GmbH, die im Dezember einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Dabei tauschte sie sich im Gespräch mit Dr. Benno Krüger (Standortleiter), Petra Tjardes (Personal- und Communication Managerin) und Volker Neumann (Betriebsratsvorsitzender) über die aktuelle Lage aus.
Sehen trotz der aktuell schwierigen Lage Entwicklungspotenziale für die insolvente Vynova Wilhelmshaven GmbH: (von links) Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann, die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Personalchefin Petra Tjardes und Standortleiter Dr. Benno Krüger. Foto: Lena Gronewold
„Vynova steht exemplarisch für viele chemische Unternehmen, die derzeit unter massiven Kosten- und Marktdruck geraten. Insbesondere in unserer Region müssen wir aber alles daransetzen, Unternehmen wie dieses zu unterstützen und Industriearbeitsplätze zu sichern“, sagte Möller. Die Menschen hier würden seit Jahren engagierte Arbeit unter schwierigen Marktbedingungen leisten. „Um so wichtiger ist es, dass die Politik an ihrer Seite steht.“
„Wir müssen jetzt die Weichen stellen“
Möller betonte, dass sie im aktuellen Verfahren auch Chancen für die Region, das Unternehmen und die Belegschaft sehe. Standortleiter Krüger: „Wir müssen jetzt die Weichen stellen für eine starke norddeutsche Chemieindustrie und den Erhalt wichtiger Wertschöpfungsketten. Unser Standort hier in Wilhelmshaven bietet zahlreiche Vorteile und Entwicklungspotenziale für weitere Ansiedlungen der Chemischen Industrie wie auch der Energiegewinnung.“ Gemeinsam müsse man jetzt alles daransetzen, diese Potenziale zu heben.
Belegschaft will kämpfen
Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann wies eindringlich auf die Bedeutung der Industriearbeitsplätze für die Region hin. Bei Vynovo sind rund 365 Menschen beschäftigt. Zudem sichert das Unternehmen durch Aufträge zahlreiche weitere Arbeitsplätze in der Umgebung. „Die Belegschaft hat in den letzten Jahren viel einstecken müssen“, so Neumann. „Trotz aller Unsicherheiten stehen wir aber zusammen und wollen gemeinsam für unseren Standort kämpfen. Wir blicken optimistisch auf das Entwicklungspotenzial und setzen uns gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze ein.“
Hooksiel (7. 1. 2026) – Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel lädt zum Schlittenfahren ein. Am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr soll der Deich an der Pferderennbahn in eine Rodelbahn verwandelt werden. Für die nötige Beleuchtung sorgt die Feuerwehr, die über entsprechende mobile Lampen verfügt, mit denen ansonsten unter anderem Unfallstellen ausgeleuchtet werden.
Eingeladen zu der Veranstaltung sind sowohl Kinder wie auch Jugendliche und Erwachsene. „Mit dem Dämmerungs-Rodeln wollen wir den Schnee noch einmal richtig ausnutzen“, verkündet die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite.
Friesland/Hooksiel (6. 1. 2026) – Aufgrund der aktuellen Witterungs- und Straßenverhältnisse kann es zu Verspätungen im Busverkehr und auch zum Wegfall von einzelnen Haltestellen kommen. Darauf weist der Landkreis Friesland hin. Informationen über die jeweiligen Fahrtmöglichkeiten seien im Internet unter www.fahrplaner.de oder über die Fahrplaner-App zu erhalten.
Eltern können für Kinder entscheiden
Über Schulausfälle werde mit Blick auf die jeweilige Wetterlage nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie der Leitstelle und den Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen entschieden, heißt es. „Eine Entscheidung fällt zeitlich so, dass spätestens um 6 Uhr die Information veröffentlicht wird.“
Eltern werden gebeten, auf entsprechende Meldungen im Radio zu achten beziehungsweise sich auf den Internetseiten der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/Region Hannover (www.vmz-niedersachsen.de/schulausfall) zu informieren. Zusätzlich erfolge eine Information auch über die App Katwarn und über die Seite www.friesland.de.
Grundsätzlich gelte, dass Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern im Primarbereich und im Sekundarbereich I, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist.
Verteidigt hat der Landkreis als Abfallbehörde die vielerorts kritisierte Entscheidung, dass die am Samstag und am Montag witterungsbedingt ausgefallenen Müllabfuhrtermine nicht nachgefahren werden. Betroffen davon waren unter anderem weite Teile des Wangerlandes, darunter Hooksiel.
Müllabfuhr: Straßen nicht sicher
„Die betroffenen Straßen waren zum Zeitpunkt der Abfuhr nicht ausreichend geräumt, so dass eine sichere Durchfahrt der Abfuhrfahrzeuge nicht möglich war“, stellt der Landkreis fest. Diese Situation sei für alle Beteiligten unbefriedigend. Die Entscheidung, die Abfuhr auszusetzen, habe jedoch ausschließlich der Sicherheit gedient. Das beauftragte Entsorgungsunternehmen Augustin habe darauf keinen Einfluss gehabt. „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallabfuhr sind auf sichere Straßenverhältnisse angewiesen.“
Die ausgefallene Leerung könne aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt werden, stellt die Abfallbehörde fest. Die Entsorgung erfolge mit der nächsten regulären Abfuhr, bei der zusätzlich handelsübliche Abfallsäcke neben die Tonnen gestellt werden dürften, die dann kostenfrei entsorgt würden.
Hooksiel (6. 1. 2025) – In Hooksiel und Umgebung gibt es zahlreiche hochwertige Ausbildungsmöglichkeiten. Wenn nicht im Ort selbst, dann vielleicht nebenan. Zum Beispiel in Wilhelmshaven. Zu denen, die davon profitieren, gehört Bennet Strübbe. Der 21-Jährige Hooksieler erlernt in der Ausbildungswerkstatt des Marinearsenals den Beruf des Industriemechanikers mit Schwerpunkt Instandhaltung – und ist hoch zufrieden.
Bennet Strübbe bei der Arbeit. Beim Beruf des Industriemechanikers geht es vor allem auch um Präzision. Foto: Susanne Krause-Weers
„Die Ausbilder nehmen sich richtig Zeit für einen. Und man hat wirklich das Gefühl, den Beruf von der Pike auf zu lernen“, schildert Bennet Strübbe, der die Ausbildung im August 2024 nach dem erweiterten Abschluss an der Oberschule Hohenkirchen aufgrund eines Ratschlags seines Vaters begonnen hat. Aktuell ist er im zweiten von dreieinhalb Lehrjahren und bereitet sich auf die Zwischenprüfung vor – in Theorie und Praxis.
Handwerkliches Geschick
Wer sich für den Beruf des Industriemechanikers interessiert, so Strübbe, sollte handwerkliches Geschick mitbringen und keine Angst vor Mathematik haben. Von Vorteil sei auch eine gewisse körperliche Fitness. Zu den Grundlagen des Berufs gehören nur einmal das Fräsen, Schleifen und Feilen. Auch per Hand. „Das kann auch schon mal anstrengend sein“, räumt der junge Mann ein. Zumal es bei der Arbeit vor allem auf eines ankommt: auf Präzision.
Das „Handhabungsgerät“ (rechts) begleitet Bennet Strübbe durch seine Ausbildung. Es bildet Formen, Bauteile und mechanische Elemente ab, die nachgebaut werden müssen. Fotos: Susanne Krause-Weers
Zu den engen Wegbegleitern während der ersten beiden Ausbildungsjahre gehört ein so genanntes „Handhabungsgerät“ – ein Gerät, deren Einzelteile in mehreren Schritten von Baugruppe zu Baugruppe an Fräsmaschine und Drehbank hergestellt und montiert werden wollen. Winkel müssen passen, einzelne Komponenten millimetergenau geschliffen, gebohrt, sauber entgratet und montiert sein, damit zum Beispiel ein Gestänge auch wirklich in die dafür vorgesehene Bohrung passt. Hinzu kommen bewegliche Elemente. Die angehenden Industriemechaniker erlernen dafür auch die Grundlangen von Pneumatik, Hydraulik und Elektrotechnik.
Instandsetzung auf Schiffen
Im ersten Lehrjahr hatte Bennet Strübbe zwei Tage in der Woche Unterricht an der Berufsschule in Wilhelmshaven, ab dem zweiten Jahr nur noch einmal wöchentlich. Nach zwei Jahren in der Ausbildungswerkstatt beginnt die Hallenphase, in der die Auszubildenden die verschiedenen Arbeitsplätze im Arsenalbetrieb kennen lernen. In Wilhelmshaven liegt der Schwerpunkt bei der Instandsetzung von Führungs- und Waffensystemen von Marineschiffen.
Stattliche Vergütung
Die Arbeitszeit wahrend der Ausbildung beginnt um 6.45 Uhr und endet um 15.30 Uhr, freitags schon mittags. Für Bennet Strübbe ist das frühe Aufstehen kein Problem. Im Gegenteil. Durch den frühen Feierabend bleibe jedenfalls noch etwas vom Tag übrig. Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht des 21-Jährigen: Die stattliche Vergütung, die bereits im ersten Ausbildungsjahr bei gut 1200 Euro liegt.
Was hat der Hooksieler sich beruflich vorgenommen? „Ich will lernen, meinen Beruf beherrschen und gute Noten schreiben, damit ich nach der Ausbildung vom Marinearsenal übernommen werde.“
Hooksiel (6. 1. 2026) – Der Tourismus im Wangerland steckt in der Krise. Zumindest sind im Zuge der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH erhebliche Veränderungen zu erwarten – und nötig. Eine Anforderung an die Branche: Nach der Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel benötigt der Standort neue Alleinstellungsmerkmale.
An der Skisprungpiste am Hooksieler Deich lassen sich Weiten von bis zu fünf Metern erzielen. Fotos: Bernhard Köster
Pünktlich zum neuen Jahr hat der Schnee den Ort und die gesamte Nordseeküste in winterliches Weiß gehüllt. „Während die deutschen Adler bei der Vierschanzen-Tournee in den Alpen hinterherspringen, trainiert der Nachwuchs im Skistadion an der Jaderennbahn“, ist dem Hooksieler Bernhard Köster aufgefallen. „Auf der Deichschanze erreicht mein Sohn Leonard Weiten von bis zu fünf Metern. Und im Anschluss geht es auf die Runden in der Winter-Trabrennbahn nebenan.“
Hooksiel ein Wintersport-Eldorado? Zumindest aktuell bietet der Ort die besten Möglichkeiten für Skilanglauf und Snowboard-Abfahrten.
Damit könnte ein neuer Trend zum Ganzjahres-Tourismus in Hooksiel gesetzt werden, stellt Köster scherzhaft fest. „Nach der notwendigen Deicherhöhung im Zuge des Klimawandels kann auch ein Snowbard-Parcours angelegt werden. Dazu eine Skihalle auf der alten Mülldeponie an der Grenze zur Stadt Wilhelmshaven, ähnlich wie das Vorbild in Neuss – und das Wintersport-Eldorado wäre perfekt.“ Eine echte Perspektive, so Köster, zumal auch die Graft um das Gästehaus das Potenzial für ein Eisstadion habe.
Hooksiel (5. 1. 2026) – Der Winter hat das Wangerland fest im Griff. Dabei gibt es schöne und weniger schöne Aspekte. Herrlich der Blick über die weißen Feld, auf Schlitten fahrende Kinder und die Schneemänner, die aus den Gärten sprießen. Weniger schön die vereisten Straßen und Gehwege, die zum Teil auch noch durch Mülltonnen blockiert werden.
Die für Samstag geplante Müllabfuhr wurde witterungsbedingt ersatzlos gestrichen – obwohl die Restabfall-Tonnen nach den Feiertagen zumeist probevoll sind. Bürger sollen überschüssigen Müll beim nächsten regulären Abfuhrtermin in Säcken an die Straße stellen. Foto: hol
Die Gemeinde Wangerland hat angesichts der Lage noch einmal auf die Räumpflichten hingewiesen. Die Aufgabe, Geh- und Radwege verkehrssicher zu halten, liegt in der Regel bei den Anwohnern. Während sich der Bauhof der Gemeinde bereits seit dem Wochenende intensiv um öffentliche Flächen kümmert, haben die Straßenanlieger die Pflicht, Schnee und Eis auf den Geh- und Radwegen vor ihrem Grundstück zu beseitigen. Bei Straßen ohne Gehweg, wie etwa in verkehrsberuhigten Bereichen, ist eine Gehspur am Straßenrand zu räumen, auf dem sich zwei Fußgänger begegnen können sollen.
Bürger für Gehwege zuständig
Während Landes- und Kreisstraßen in der Regel von externen Kräften betreut werden, kümmert sich die Gemeinde um die Gemeindestraße. Zum einen sind nach den Worten von Ordnungsamtsleiter Markus Gellert einige landwirtschaftliche Lohnbetriebe mit dem Winterdienst gerade auf außerörtlichen Straßen beauftragt. In den Orten kümmere sich der Bauhof nach einer Prioritätenliste auch um Straßen. So hätten zum Beispiel Zuwegungen zu Kindergärten und Schulen Vorrang vor Wohnstraßen. „Wenn sich aber zum Beispiel auf Nebenstraßen gefährliche Eisflächen bilden, können sich Bürger gern an die Gemeinde wenden“, so Gellert.
Durch das Winterwetter beeinträchtig worden ist auch die Müllabfuhr. Wie der Landkreis Friesland über die App „MyMüll.de“ bereits am Samstag angekündigt hatte, könnten die Fahrer des beauftragten Entsorgungsunternehmens aufgrund der Glätte und von nicht geräumten (Neben-) Straßen die geplante Abfuhr nicht vollständig durchführen.
Abfälle in Säcken sammeln
In Hooksiel etwa fiel so die infolge der Feiertage verschobene Abfuhr der Restmüll-Tonnen offenbar komplett aus, und das, obwohl die Straßen im Ort trotz des Wintereinbruchs überwiegend gut zu befahren waren. Ärgerlich ist das vor allem deshalb, weil die ausgefallene Abfuhr nicht nachgefahren werden soll. Laut Landkreis sollen die Bürger erst beim nächsten regulären Abfuhr-Termin ihre Restmüll-Tonnen erneut an die Straße stellen. Überschüssiger Abfall könne dann in Säcken neben den Tonnen abgestellt und so auf den Weg gebracht werden.
Bürger machen sich Sorgen
In Hooksiel sorgt diese Regelung für Unmut. Zum einen standen auch heute noch zahllose Tonnen an den Straßen, auch weil die Mitteilung der Abfallbehörde längst nicht alle Bürger erreicht haben dürfte. Das gilt in der Regel insbesondere für Ferienhaus- und Zweitwohnungsbesitzer. Zum anderen machen sich Bürger Sorgen. Was passiert mit den Müllsäcken, wenn es am nächsten Abfuhrtermin, am 15. Januar, stürmisch sein sollte? „Dann liegt der ganze Dreck auf den Straßen“, befürchtet eine Hooksielerin. „Für einen Urlaubsort ist das alles andere als schön.“