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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Projektarbeit für Artenvielfalt in Hooksiel

Schüler aus Sögel bauen Insektenhotel in Hooksiel
Schüler vom Gymnasium in Sögel bauen in Hooksiel ein Insektenhotel. Angeleitet wurden sie von Bernd Tscherney (4. v. l.). Ganz Rechts: Anke Müller von „Erde und Flut“, daneben Betreuerin Rieke Mai. Foto: hol

Hooksiel (2. 4. 2025) – Wie baut man ein Insektenhotel? Das ist eine der Herausforderungen, denen sich eine Gruppe von Gymnasiasten aus Sögel im Emsland in dieser Woche in Hooksiel und Tettens stellt. Dabei werden die jungen Leuten von der Lenkungsgruppe „Erde und Flut“ betreut.

An der Burgstraße, dem unbefestigten Weg vom Gewerbegebiet in Richtung Pakenser Kirche, stehen Balken und Bretter. Fünf junge Männer, Schüler des 10. Jahrgangs des Gymnasiums, werkeln mit Zollstock, Bohrer und Stichsäge. Was am Ende herauskommen soll, weiß der Hooksieler Bernd Tscherney, der die Gruppe beaufsichtigt und vor allem weiß, wie ein Insektenhotel am Ende aussehen muss, um einen Beitrag für Artenvielfalt und Naturschutz leisten zu können.

„Wie haben uns im Vorfeld Projekte im ökologischen, ökonomischen und sozialem Bereich ausgesucht und uns darauf vorbereitet“, schildert Schüler Jean-Luca Twele. Die Schule habe sich dann um Projektpartner bemüht. Ursprünglich bei der Wangerland Touristik GmbH, von wo das Thema über die Gemeinde zur Lenkungsgruppe „Erde und Flut“ gelangte, wie deren Sprecherin Anke Müller schildert. Die Hooksielerin hat den Aufenthalt der Gruppe und deren Betreuerin Rieke Mai dann zusammen mit einer Reihe von Unterstützern organisiert – von supergünstigen Quartieren über kostenlose Fahrräder bis zu Verpflegungspaketen.

Das Insektenhotel an der als Wander- und Radweg stark genutzten Burgstraße neben einer Reihe von Obstbäumen war das ersten Teilprojekt. Weiter ging es nach Tettens, wo die Gruppe ein Weidentipi bauen und bis Freitag auch noch ein Buswartehäuschen bemalen will. 

Hooksiel und das Wangerland werden die Jugendlichen am Ende sicher in guter Erinnerung behalten – zumindest wenn es mit der Heimfahrt besser klappt als mit der Anreise. „Der Zug hatte über drei Stunden Verspätung“, schildert Jean-Luca Twele. „Das war ziemlich katastrophal.“ 

Salzwiesen werden zum Kunstobjekt

Hooksiel (2. 4. 2025) – Neues Jahr, alter Rhythmus. Neue Ausstellungen im Künstlerhaus Hooksiel werden stets sonntags um 11.15 Uhr eröffnet. Zum Auftakt des Jahresprogramms am 6. April begrüßt Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann die gebürtige Venezuelanerin Betty Sarti de Range aus Hessen, die ihre Werke in dem ehemaligen Feuerwehrhaus in der Langen Straße 15 präsentiert 

Der Titel der Ausstellung: „Organische Formen am Meer“. Der Name ist auch Programm für die Künstlerin während ihres sechswöchigen Aufenthaltes als Stipendiatin der Gemeinde Wangerland in Hooksiel. Speziell möchte sie sich der Nordsee mit ihren Salzwiesen widmen. 

Betty Sarti de Range (58) beschäftigt sich seit vielen Jahren künstlerisch experimentell im Bereich Druckgrafik. Ein besonderer Schwerpunkt sind Arbeiten im Gelantine-Druckverfahren. Die Arbeit mit Naturmaterialien, Pflanzen, organischen Formen und Strukturen in der Natur stehen dabei im Mittelpunkt. 

Bei diesem Hochdruckverfahren dient ein pflanzlicher Gelantineblock als Druckplatte. Die Künstlerin druckt hierauf mit Naturmaterialien wie Gräsern, Blüten, Blättern, Algen, Muscheln und Fossilien. 

Die Künstlerin legt Wert darauf, umweltfreundliche Materialien zu benutzen. Daher werden nur wasserbasierte, lösungsmittelfreie Druckfarben eingesetzt. Die Drucke werden ohne Druckpresse auf Papier gedruckt. Auf der Vernissage am Sonntag führt die Kulturvermittlerin Rafaela Range ins Werk der Stipendiatin ein. Die Ausstellung ist bis zum 11. Mai, jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Selbst eine defekte Schranke kann die Dauercamper nicht aufhalten

Ancampzn in Hooksiel
Ansturm der Dauercamper. Mark Schlemme muss persönlich einschreiten, um die Zufahrt auf den Stellplatz der WTG nach einem Defekt an der Eingangsschranke zu regeln. Foto: hol

Hooksiel (1. 4. 2025) – Heute hat die Saison auf dem Campingplatz Hooksiel begonnen. Pünktlich um 7 Uhr standen an die Hundert Wohnwagen-Gespanne vor der Zufahrtsschranke. Die Schlange reichte zurück bis zur Bäderstraße. 

7 Uhr, 7.05 Uhr, 7.10 Uhr … die ersten Camper werden ungeduldig. Die Schranke, die sich eigentlich vollautomatisch öffnen soll und dabei per Kamera die Autokennzeichen der Anreisenden registriert, bewegt sich nicht. Als die ersten Gepannfahrer kurzerhand über die offene Gegenspur auf das Gelände fahren, wird es unübersichtlich. Campingplatzleiter Mark Schlemme greift zum Telefon – und öffnet die Schranke letztlich manuell.

Die Einlass-Technik hat sich offenbar schon am Montagabend um 20.20 Uhr verabschiedet. „Kurz zuvor war die Feuerwehr auf dem Platz. Da hat die Schranke noch funktioniert“, schildert Schlemme. Der Campingplatzleiter geht davon aus, dass die Herstellerfirma im Verbund mit dem Hauselektriker der Wangerland Touristik GmbH (WTG) das Thema schnell in den Griff bekommen wird. Ein Schaden dürfte der WTG nicht entstanden sein. 

Die Dauercamper würden ihre Stellplätze ohnehin bereits im Vorfeld online bezahlen. „Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand am Dienstag um 7 Uhr auf den Platz schleichen möchte, ist sehr gering“, ist Schlemme überzeugt.

Sorgenkind Entwässerung

Für Schlemme ist es die erste Saisoneröffnung. Er hat erst im Herbst vergangenen Jahres den Job übernommen. In den vergangenen Wochen stand für ihn und seine – mit Saisonkräften – 15 Mitarbeiter die Saisonvorbereitung auf dem Programm. Hier wurde gemalt, dort Schilder aufgestellt, gefegt oder Bodenplatten zurechtgerückt. Ein Schwerpunkt: „Wir haben Gräben aufgereinigt, damit die Entwässerung besser funktioniert“, schildert Schlemme. In der vergangenen Saison habe in vier Gassen häufig das Wasser gestanden. Zum Herbst hin sollen deshalb neue Rohre verlegt werden. 

Die WTG-Campingplätze in Schillig und Hooksiel mit jeweils rund 1500 Stellplätzen gehören zu den größten Außendeich-Campingplätzen in der Republik. Und der Charme der Nordsee ist unverändert reizvoll. Zwar lägen die Buchungszahlen unter den Höchstwerten während der Corona-Pandemie. Aber mit rund 700 Dauercampern können man trotzdem zufrieden sein. 

Ein Teil dieser Dauercamper hatte ihre Wohnwagen bereits in den vergangenen Tagen auf dem Camper-Parkplatz zwischengesparkt und den eigenen Stellplatz vorbereitet. Einige standen aber auch schon seit gestern Abend vor der Schranke, um heute zu den ersten zu gehören, die ihren Wagen ausrichten, den Fußboden verlegen und das Vorzelt positionieren.

Brötchenservice ersetzt Bäcker

Die gute Botschaft von der WTG: Die Preise für die Stellplätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Allerdings, so schildert Schlemme im Gespräch mit „Hooksiel-Life“, habe die Bäckerei auf dem Campingplatz ihren Vertrag gekündigt. Einen neuen Pächter haben man bislang nicht gefunden. Aber auf frische Brötchen müssen die Camper dennoch nicht verzichten. „Wir sind sehr froh, dass der Betreiber der Party-Scheune, Jens Unger, angeboten hat, einen Brötchen-Service einzurichten“, sagt Schlemme. Bei ihren Vorbestellungen könnten Camper immerhin zwischen fünf Brötchensorten aussuchen. 

Schlemme ist zuversichtlich, dass die Camper mit diesem Service leben können. Aber genauere wird er erst in den nächsten Wochen erfahren. Der Campingplatzleiter hat sich fest vorgenommen, täglich eine Runde über den Platz zu drehen, um direkt mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. „Wir wollen natürlich wissen, wie die Stimmung bei unseren Kunden ist“, sagt Schlemme. „Und über einen kleinen Schnack freuen sich Camper ohnehin immer.“

Verstöße gegen die Anleinpflicht für Hunde können teuer werden

Austernfischer M. Stock
Schon die bloße Anwesenheit von Hunden setzt Brutvögel wie den Austernfischer in den Wattenmeer-Nationalparken unter Stress.  Foto: Martin Stock/LKN.SH

Hooksiel/Friesland (1. 4. 2025) – Die Brutsaison hat begonnen. Einige Vogelarten haben schon vor Wochen ihre Nester gebaut. Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer weist darauf hin, dass neben der Witterung, dem Nahrungsangebot und natürlichen Feinden auch Störungen durch menschliche Aktivitäten den Bruterfolg beeinflussen kann. 

Bundesgesetz schützt Wildtiere

Deshalb bekommen Wildvögel per Bundesgesetz „Rechtsbeistand“: Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt beim Hundespaziergang in der freien Landschaft eine Anleinpflicht, im Nationalpark – außerhalb seiner Erholungszone wie auch im gesamten Ort Hooksiel – ganzjährig. Während der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit gilt beginnend mit dem 1. April bis zum 15. Juli die Anleinpflicht im Landkreis Friesland, darauf weist die untere Naturschutzbehörde des Landkreises hin. Um wildlebende Tiere zu schützen, dürfen Hunde in diesem Zeitraum beim Spaziergang in freier Landschaft nicht frei laufen, sondern müssen angeleint sein.

Die Anleinpflicht für Hunde gilt nach dem Niedersächsischen Gesetze über den Wald und die Landschaftsordnung übrigens auch für Wiesen und Wälder. Hier sollen neben Vögeln unter anderem Kitze und Junghasen geschützt werden. Wie die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland mitteilt, handelt es sich bei Verstößen gegen die Leinenpflicht um Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden können. 

hunde an der Leine
Hunde gehören während der Brutzeit in der freien Wildbahn an die Leine. Foto: Landkreis Friesland

Vierbeiner im Watt gefährdet

Das Wattenmeer ist nicht nur ein wichtiges Brutgebiet, sondern ganzjährig Rastplatz, Winterquartier und Mausergebiet für viele geschützte Vogelarten. Auch junge oder verletzte Robben, die am Strand liegen, müssen vor neugierigen Hunden geschützt werden. „Das ist auch im Sinne der Vierbeiner, denn durch Kontakt oder auch durch Bisse wehrhafter Robben können Krankheitserreger übertragen werden, von Bakterien bis hin zur Vogelgrippe, die auch in Meeressäugern nachgewiesen wurde“, so die Nationalpark-Verwaltung.

„Schutzgebiete sind kein Hundespielplatz“, betonen die Naturschützer. Schon die bloße Anwesenheit des potenziell für sie gefährlichen Vierbeiners setzt die Vögel unter Stress. Im Zweifelsfall würden sie ihr Gelege oder die Küken verlassen und das Hudern und Füttern unterlassen. Und bis die Eltern zurückgekehrt sind, haben Fressfeinde leichtes Spiel.

Auch für Rastvögel, die im Wattenmeer ungestört Energie tanken müssen, ist jede Störung, jedes Aufscheuchen eine Belastung. „Im Leben eines Zugvogels entscheidet jeder einzelne Tag darüber, ob er vital genug ist, seine langen Reisen zu schaffen und erfolgreich zu brüten“, erklärt Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

Die Nationalparkverwaltungen appellieren an alle Hundehaltenden, die Leinenpflicht zu respektieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der einzigartigen Wattenmeer-Natur zu leisten. 

Eltern wollen den Schulhof umbauen

Engagieren sich für die Grundschule Hooksiel: (von links) Kristiane Geisen, Fördervereins-Vorsitzender Tobias Geisen, Annabel Haschen, Marie Weißen und Katja Thomßen. Foto: Förderverein

Hooksiel (31. 3. 2025) – Der Vorstand des Fördervereins der Grundschule Hooksiel hat sich neu aufgestellt. Vorsitzender ist Tobias Geisen, seine Stellvertreterin Marie Weißen. Als Kassenwartin fungiert Katja Thomßen und als Schriftführerin Annabell Haschen. Kristiane Geisen engagiert sich als Gesamtelternvertreterin.

Der Förderverein hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Grundschule zu unterstützen. Aktuell auf der Agenda stehen unter anderem die Umgestaltung des Schulhofs. Dazu gehört unter anderem der Bau einer Überdachung, unter der sich zum Beispiel Schülerinnen und Schüler bei Regen unterstellen können, so lange das Schulgebäude selbst noch geschlossen ist. Ein weiteres Projekt: Die Unterstützung der Schule bei der digitalen Ausstattung der Klassen.

Der Verein setzt bei der Finanzierung auf Mitgliedsbeiträge, auf Spenden sowie auf Erlöse von Veranstaltungen. So ist etwa ein Catering zur Einschulung geplant. Zum Jahresprogramm des Vereins zählen zudem der Verkauf von Waffeln zum Karneval, ein Weihnachtsmarkt sowie ein Sponsorenlauf. 

„Jeder, der bei uns jemand mitwirken möchte, als Mitglied oder als Sponsor, ist herzlich willkommen“, sagt Geisen. Ein zusätzlicher Anreiz: „Jedes Neumitglied bekommt ein T-Shirt mit dem Schullogo für die Kinder geschenkt.“

D-Jugend durch Platzfehler geschlagen

Wangerland/Hooksiel (31. 3. 2025) – Aufgalopp in die neue Spielrunde: Bei Kaiserwetter und viel Wind traten die Kicker der D-Jugend der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangeralnd beim TuS Sillenstede auf. Mit dem Wind im Rücken machte die Heimmannschaft viel Druck, ohne dabei zwingend vors Tor zu kommen. Dann, bedingt durch einen Platzfehler, doch das 0:1. 

Abschlag vom JSG-Tor. Sillenstede klärt den Ball an der Mittellinie, kickt ihn zum Strafraum zurück, Schuss, der Ball tropft vor dem Keeper auf und verspringt rechts über seine Schulter, Tor. „Da kann man nix machen“, bedauert Trainer Bernhard Köster

Seine Junges gehen mit Rückenwind und guter Moral in die zweite Halbzeit. Weitschuss von Leon, der Sillensteder Keeper kann knapp klären. Dann drei gefährliche Ecken von Thies hintereinander, aber nichts Zählbares. Weitschuss von Raik, knapp vorbei.Wieder Ecke, Kopfball an den Pfosten, und viele weitere gute Chancen. Aber ein Tor will nicht fallen. Selbst die Brechstange in den Schlussminuten hilft nicht. 

Es bleibt beim 0:1. „Schade, aber darauf kann man aufbauen“, sagt Köster, der sich insbesondere bei der Unterstützung durch E-Jugendspieler bedankt, ohne deren Unterstützung die D-Jugend die Partie hätte absagen müssen. 

Ein weiteres Spiel an diesem Wochenende:

E2-Jugend: Sengwarden/Fedderwarden JSG Wangerland – (0:2) 1:4

Große Freude im Senegal über „coole“ Fußballtrikots vom FCN Hooksiel

FCN Trikots fr den Senegal
Eine kleine Spende löst im Senegal große Freude aus: Ausgediente Trikots des FC Nordsee Hooksiel.

Hooksiel (28. 3. 2025) – Fußball verbindet die Welt. Mehr noch. Der Spaß am Fußball kann vor allem Kindern in schwierigen Verhältnissen Freude und Kraft vermitteln. Das ist jetzt offenbar dem Sportverein FC Nordsee Hooksiel gelungen.

Durch einen privaten Kontakt hatte der 2. Vorsitzende des Vereins, Werner Funke, vom Hamburger Verein „Kinderhilfe Espoir de Demain“ gehört, der bereits seit 2009 das senegalesische Hilfswerk „Les Espoir des demain“ („Hoffnung für Morgen“) unterstützen. Die Vereinsmitglieder sammeln unter anderem Geld für dringend benötigte Medikamente, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Unterstützungsbedarf gibt es aber auch für Bildung und Ausbildung und eine Reihe weiterer Bereiche.

Funke ist mit Christoph Grote befreundet, der in Hooksiel eine Ferienhaus besitzt. Der Vechteraner gehört zum Unterstützerkreis der „Kinderhilfe Espoir de Demain“ und war auch schon persönlich im Senegal. Im Gespräch über die Hilfsaktionen kam Funke der Gedanke, ob nicht echte Fußballtrikots den afrikanischen Kindern Freude bereiten könnten.

Von der Idee zur Umsetzung war es nicht weit. Funke hörte sich in seinem Verein, vor allem in der Jugendabteilung um. Und tatsächlich fanden sich zwei ausgediente Trikotsätze, die wenig später auf die Reise nach Afrika gingen. Als Grote kürzlich wieder den Senegal besuchen wollte, bat ihn Funke, doch ein Foto zu machen – als Dankeschön für die Spender.

Was zurück kam,waren zwei tolle Videos, in denen sich die afrikanischen Kinder für die „coolen Trikots“ aus Hooksiel bedanken, natürlich mit den Shirts am Leib und dem FCN-Hooksiel-Schriftzug auf dem Rücken. „Wenn man mit eine solch kleinen Sache, so viel Freude bereiten kann, ist das schon toll“, freut sich Funke, der schon über Anschluss-Spenden nachdenkt. Weitere Trikot-Sätze vielleicht, oder ausgediente Handys? 

Mal abwarten. Die Brücke von Hooksiel zum Senegal ist geschlagen. Werner Funke jedenfalls würde sich freuen, wenn viele weitere Hooksiel sie bei künftigen Spendenaktionen mit beschreiten würden.

In Wilhelmshaven und Hooksiel: NPorts investiert in Häfen und Logistik

Schleuse Hooksiel Foto NPorts
Die Sanierung der Schleuse am Hooksieler Außenhafen gehört zu den großen Unterhaltungsmaßnahmen von NPorts. Die Arbeiten ruhen jeweils während der Segelsaison. Im September geht es weiter. Foto: NPorts

Wilhelmshaven/Hooksiel (28. 3. 2025) – Die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) wird auch im laufenden Jahr Millionenbeträge in den Hafen Wilhelmshaven und auch in Hooksiel investieren. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Wie der Leiter der NPorts-Niederlassung Wilhelmshaven, Mathias Lüdicke, und NPorts-Geschäftsführer Holger Banik, mitteilten, werden in diesem Jahr rund 19 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des Hafens fließen. Hinzu kämen rund 9,7 Millionen Euro für die Unterhaltung der bestehenden Infrastruktur.

Eines der aktuell größten Projekte ist die Planung des AVG Wilhelmshaven. AVG steht für Anleger für Verflüssigte Gase und bedeutet, dass neben dem verflüssigten Gas (LNG/Liquefied Natural Gas) auch Wasserstoff und andere regenerative Gase umschlagen werden können. Zusätzlich stehen bei NPorts in Wilhelmshaven unter anderem die Sanierung der Niedersachsenbrücke und der Nassaubrücke sowie die fortlaufende Instandsetzung der Schleuse Hooksiel im Fokus.

„Der Ausbau der Energieinfrastruktur hat eine besondere Bedeutung, da er nicht nur zu unserer Energiesicherheit beiträgt, sondern auch den Weg für innovative Importe wie Wasserstoff ebnet. Gleichzeitig setzen wir weiterhin konsequent auf die anderen wichtigen Hafenentwicklungsprojekte, denn nur so sichern wir Arbeitsplätze und stärken die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, so Banik, der auch Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH ist.

Der Autoumschlag spielt für Wilhelmshaven eine zunehmend wichtige Rolle. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 27 Hektar Hafenfläche vorrangig für den Import und Export von Autos vermarktet worden, so Lüdicke und Banik. Damit wolle NPorts den Hafen Wilhelmshaven als Logistikdrehscheibe stärken.

Einen Betrag zu Steigerung der Attraktivität der Region will das Landesunternehmen auch in Hooksiel leisten. Derzeit werde ein umfassendes Konzept zur Immobilienentwicklung und touristischen Nutzung des rund 200 Hektar großen Freizeitgeländes in Hooksiel erarbeitet. Diese Planungen erfolge in enger Abstimmung mit der Wangerland Touristik und weiteren regionalen Partnern.

Der Hafen Wilhelmshaven spielt als Arbeitgeber eine wichtige Rolle. Laut einer Studie hinten 2023 an dem Hafen Wilhelmshaven direkt und indirekt 9.250 Arbeitsplätze. Zu den größten Einzelprojekten unter Federführung von der 2005, also vor genau 20 Jahren gegründeten, NPorts zählen der Ausbau der Niedersachsenbrücke sowie der Bau des LNG-Anlegers an der Umschlaganlage Voslapper Groden. 

„Slotobweg“ schafft kurze Verbindung

Hooksiel (27. 3. 2025) – Hooksiel hat einen neuen Weg, den „Slotobweg“. Der von der Gemeinde Wangerland auf einer Länge von gut 40 Metern jetzt befestigte und gepflasterte schmale Weg für Radfahrer und Fußgänger schafft eine Verbindung zwischen dem Pad zwischen Bremer- und Hamburger Straße sowie dem Neubaugebiet. Der Weg mündet direkt in die Hinrike-Lichtenfeld-Straße von wo man zum Beispiel auf direktem Weg zur Bäderstraße und dort weiter zum Campingplatz und zum Strand gelangen kann.

Der kleine Weg war zwar im Ansatz schon vor der Erschließung des Neubaugebietes durch eine Tochterfirma der Volksbank Jever erkennbar, war aber in der Ausbauplanung wohl zunächst nicht berücksichtigt. Das änderte sich nach entsprechenden Hinweisen der Anwohner Tobias Geisen und Lars Reiners, die bei der Gemeinde ein offenes Ohr fanden. „Es ist toll, dass das geklappt hat“, sagt Tobias Geisen, der sich insbesondere bei Bauamtsleiter Thorsten Meuer bedankt. Inzwischen wurde das inoffizielle Namensschild montiert. „Slotobweg“ steht für die Initiatoren „Slotti“ Reiners und Tobias Geisen (siehe Foto).

 

„Roter Sand“: Wilhelmshaven soll Bewerbung für Leuchtturm zurückziehen

Wangerland/Hooksiel (26. 3. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, ihre Bewerbung für den Leuchtturm „Roter Sand“ zurückzuziehen und sich stattdessen mit für Hooksiel als künftigen Standort für das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk einzusetzen. „Die gesamte Region würde von einer gemeinsamen, abgestimmten Lösung profitieren“, sagte Szlezak am Dienstag Abend vor dem Rat der Gemeinde. 

Dei Gemeinde bemühe sich schon seit längerem zusammen mit dem Seebadeverein Hooksiel um den „maritimen Schatz“. Man habe ein guten Konzept ausgearbeitet. Danach soll der Turm aus der Wesermündung in die Nähe des Hooksieler Außenhafens umziehen. Für ihn sei es unverständlich, so Szlezak, dass ausgerechnet aus der unmittelbaren Nachbarschaft eine konkurrierende Bewerbung erfolgt ist. Die Wilhelmshavener wollen die historische Sehenswürdigkeit auf der Wiesbadenbrücke im Großen Hafen aufstellen.

Fingerspitzengefühl vermisst

„Ich hätte mir hier mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, sagte der Bürgermeister. „Die industrielle Entwicklung Wilhelmshavens, direkt an unserer Gemeindegrenze, steht ohnehin schon im Spannungsfeld zur touristischen Ausrichtung des Wangerlands. Der Leuchtturm wäre ein echtes Aushängeschild für unsere Marketing- und Tourismusstrategie – nicht nur für Hooksiel, sondern für das gesamte Wangerland und die Region.“

Ziel sei es, dass die Umsiedlung des Leuchtturms ins Wangerlands für die Gemeinde kostenneutral erfolgt. Angesichts der angespannten Haushaltslage, so Szlezak, könne man für das Projekt kein eigenes Geld in die Hand nehmen. Die Finanzierung müsse über Fördertöpfe und gegebenenfalls einen Förderverein erfolgen.

Hoffnung auf Investitionsmittel

Als „Lichtblick“ bezeichnete der Bürgermeister den „Pakt für Kommunalinvestitionen 2025“, den das Land Niedersachsen mit den kommunalen Spitzenverbänden auf den Weg gebracht habe. Danach sollen aus Landesmitteln 600 Millionen Euro für kommunale Investitionen bereitgestellt werden – und das ohne Eigenanteil der Kommunen.

„Auch bereits geplante oder laufende Projekte, die ab dem 1. Januar 2025 beginnen, können gefördert werden“, sagte Szlezak. Das entlastet den Haushalt der Gemeinde. Besonders wichtig, so der Bürgermeister: „Die Entscheidung, wie und wofür die Mittel eingesetzt werden, liegt bei uns vor Ort. Wir müssen uns nicht nach starren Förderkriterien richten, sondern können gezielt dort investieren, wo es für unsere Gemeinde aktuell Priorität hat – sei es im Bereich Infrastruktur, Bildung, Daseinsvorsorge oder Gemeinbedarf.“