Jever/Wangerland (17. 4. 2025) – Mit der Nutzung der Windenergie in Friesland befasst sich der „Grüne Stammtisch“ am Mittwoch, 23. April. Zu der öffentlichen Veranstaltung des Ortsverbandes Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen im Parkhotel in Jever (Beginn 19 Uhr) werden Experten zur in die Kritik geratenen Nutzung von Windkraft Stellung nehmen.
Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel hatte im Wahlkampf angekündigt, im Falle eines Wahlsieges alle Windräder niederreißen zu wollen. Der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hält Windenergie nur für eine Übergangszeit für nötig. Und auch im Wangerland sehen viele Bürger die Entwicklung weiterer Windpark skeptisch.
Am Stammtisch werden Dr. Sebastian Rohe (Referent für Politik) und Klaus Gerken (Leiter Projektentwicklung Nordwest) von der Firma Alterric Deutschland GmbH (Oldenburg) zu Gast sein und alle Fragen rund um das Thema Windenergie in Friesland beleuchten. Alterric ist ein Gemeinschaftsunternehmen der EWE und der Aloys-Wobben-Stiftung (Enercon), das mehr als 250 Windparks an Land in ganz Deutschland, Frankreich und Griechenland entwickelt und betreibt.
Ein Teil‘ der Böschung am Wangermeer ist aus unbekannter Ursache abgebrannt. Foto: Polizei
Wangerland/Hooksiel (16. 4. 2025) – Ein Teil der Uferböschung am Wangermeer ist am Dienstagabend abgebrannt. Wie die Polizei heute mitteilte, seien Beamte um 19.04 Uhr darauf hingewiesen worden, dass in Hohenkirchen eine etwa 600 Quadratmeter große Fläche an dem Freizeitgewässer brennen würde.
Vor Ort bestätige sich die Information. Bislang ist ungeklärt, was die Ursache für das Feuer war. Das Feuer wurde durch die Freiwilligen Feuerwehrn Hohenkirchen und Wiarden gelöscht. Für die Bekämpfung des Feuers in dem Schilfgürtel setzen die Feuerwehren ein C- und ein D-Rohr sowie zwei Feuerpatschen ein.
Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben können, sich mit der Polizei in Hohenkirchen unter der Rufnummer 04463-808910 in Verbindung zu setzen.
In Hooksiel musste die Freiwillige Feuerwehr am Dienstag und am Mittwoch zweimal ausrücken. Der Grund: Gasalarm. Nach Angaben der Wehr war an Ferienhäusern Gasgeruch festgestellt werden. In beiden Fällen habe man helfen und die Gefahr beseitigen können.
Bernd Niemeyer ist überzeugt davon, dass sich das „Wangerland Resort“ zu einer Top-Adresse an der Küste entwickeln wird. Foto: hol
Wangerland (15. 4. 2025) – Die Uhr läuft. Noch bis zum Himmelfahrtstag haben die rund 200 Maurer, Tischler, Elektriker, Gärtner und Putzkräfte Zeit, am „Wangerland Resort“ letzte Hand anzulegen. Zwar läuft der Hotelbetrieb in Hohenkirchen schon seit Anfang April im so genannten Soft-Opening. Aber zur offiziellen Eröffnung am Mittwoch, 28. Mai, will sich der Hotelbetrieb in Hohenkirchen natürlich im besten Licht präsentieren.
„Wo ist denn das rote Klo?“ will eine Dame mittleren Alters von Bernd Niemeyer beim Hotelrundgang mit dem Autor wissen. „Müssen Sie auf Toilette?“ „Nein, wir finden das so schick und wollen es uns noch einmal ansehen, bevor wir abreisen. Und übrigens: Die Aschenbecher im Flur quellen über.“ Der Tourismusmanager bedankt sich freundlich, zeigt der Dame den Weg zum originellen Bad und vergewissert sich, dass ein Mitarbeiter den Hinweis auf die Aschenbecher registriert hat. „Wir sind noch in der Optimierung-Phase. Da sind solche Tipps Gold wert.“
Ehemalige Kaserne umgebaut
Bernd Niemeyer (44), Geschäftsführer beim Reiseveranstalter Müller-Touristik, ist einer von drei Gesellschaftern, die das ehemalige „Dorf Wangerland“ 2022 von Hennie van der Most gekauft haben. Der Niederländer hatte die 2003 geschlossene „Wangerland-Kaserne“ in unmittelbarer Nähe zum künstlich geschaffenen Wangermeer 2005 gekauft und zu einem Urlaubsressort entwickelt, das 2008 eröffnet wurde.
Acht Bettenhäuser, mehrere Restaurants, eine Eventhalle und eine Spiel-Scheune in unmittelbarer Nähe von Nordsee und der Küstenbadeorte Schillig, Horumersiel und Hooksiel – Niemeyer und seine Mitstreiter erkannten das Potenzial der Anlage, schmiedeten millionenschwere Investitions- und Vermarktungspläne. Und dann kam Corona. Als dann Anfang 2023 die Aufnahmebehörde des Landes Niedersachsen das Quartier anmietete, um hier für zwei Jahre mehrere Hundert Flüchtlinge einzuquartieren, glaubten nicht mehr viele daran, dass das Quartier wirklich noch eine touristische Zukunft haben würde.
Aber weit gefehlt. Unmittelbar nach dem Auszug der letzten Flüchtlinge beschleunigten Niemeyer und seine Mitstreiter, Chefplaner Dirk Boll und Hotelier Johannes Kamphern, noch einmal das Tempo für die Umsetzung ihrer Ausbaupläne. Das Ergebnis ist mehr als beachtlich. So haben etwa die Wohnhäuser ihren Kasernen-Charme durch neue Fassaden verloren. Neu gezogene Graften ziehen sich vom Wangermeer ins Resort, in dem man auch in Hausbooten oder im Zirkuswagen übernachten kann. Eine Reihe verschiedener Restaurants bieten Speisen und Getränke für Hotelgäste, aber auch für Spontan-Gäste aus der Region an.
Show-Programm in der Wangerland-Halle
Zum Freizeitangebot gehören neben der 5000 Quadratmeter großen „Nordsee-Spielstadt“ unter anderem Kegel- und Bowlingbahn, Saunen, eine Pool-Landschaft in mediterranem Stil sowie die Angebote in der 400 Sitzplätze fassenden „Wangerland-Halle“, für die bereits ein ambitioniertes Programm etwa mit Auftritten der Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann, Mickie Krause und der Band „Die Höner“ geplant ist. Niemeyer: „Ich persönlich freue mich besonders auf den Dezember. Dann haben wir die Weihnachtsshow ,Christmas Moments‘ hier, die erstmals so weit im Norden zu sehen sein wird. Eine tolle Veranstaltung.“ Das Programm in der „Wangerland-Halle“, die im Rahmen der Umbauten einem eigenen Eingangsbereich bekommen hat, ist ebenfalls nicht nur für Hotelgäste gedachte, sondern auch für Interessierte aus der Region.
Für weitere Freizeitangebote genutzt werden soll der einstige Bundeswehr-Fußballplatz, der wieder auf Vordermann gebracht wird. Skeptisch ist Niemeyer, dessen Bruder Peter als Sportdirektor bei Werder Bremen unter Vertrag steht, ob die Destination auch für Profi-Fußballer, etwa für die Saisonvorbereitung, interessant sein könnte. „Das beißt sich vermutlich mit dem Hotelbetrieb.“
Schwerpunkt Familien und Gruppen
Als Gäste hat das „Wangerland Resort“ in der Hauptsaison Einzelreisende, mit Schwerpunkt Familien, im Visier. Für Vor- und Nachsaison sollen Gruppenreisen wie etwa Klassenfahrten die Anlage füllen. Hinzu kommen Tagungen, Konferenzen und Schulungen. Die Vermarktung der Zimmer läuft für die Ferien über den Touristikkonzern TUI, für die übrigen Zeiten über den Gruppenreisen-Spezialisten Müller-Touristik. Als mögliche Gäste hat Niemeyer, der selbst im Münsterland wohnt, auch Urlauber aus den Niederlanden im Visier. Mit der geplanten Mehrwertsteuer-Erhöhung im Nachbarland ab 2026 werde dort der Urlaub deutlich teurer werden.
Das Showprogramm in der „Wangerland Halle“ soll auch Interessierte aus der Region anziehen. Foto: hol
Das „Wangerland-Resort“ verfügt über 231 Zimmer und drei Hausboote. Schon jetzt ist das Haus komplett belegt. In 90 Zimmern residieren Urlauber, die in der Startphase einen vergünstigten Preis bekommen haben. In den übrigen Zimmern wohnen Handwerker, die auf der Großbaustelle werkeln. Weitere Zimmer werden derzeit noch als Mitarbeiter-Wohnungen ausgebaut.
100 Mitarbeiter in der Saison
An der Spitze des Teams vor Ort stehen der Geschäftsführer des „Wangerland Resort“ Stephan Lütke Twehues sowie die Hoteldirektoren Boris Freymann und Tony Miksch. Die neuen Eigentümer haben die rund 40 Beschäftigen des „Dorf Wangerland“ übernommen. Etliche weitere sind inzwischen hinzugekommen. Künftig sollen sich in der Hauptsaison rund 100 Frauen und Männer um die Gäste kümmern. Derzeit laufen noch Schulungen wie Sprachkurse, Verhaltenstraining und Animateur-Coaching. Niemeyer: „Uns ist wichtig, dass sich unserer Mitarbeiter mit dem Haus identifizieren, freundlich und kompetent sind.“
Zum Gruppenbild vor dem neuen Löschfahrzeug der Feuerwehr Waddewarden stellen sich auf: (von links) der stellvertretende Ortsbrandmeister Malte Schürmann, Bürgermeister Mario Szlezak, Philipp Opitz von der Öffentlichen Versicherung, Ortsbrandmeister Ihno Gerdes, Gemeindebrandmeister Eike Eiben und der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Heuer. Foto: hol
Waddewarden (14. 4. 2025) – Im Rahmen eines öffentlichen Festaktes hat die Freiwillige Feuerwehr Waddewarden am Sonntag ihr neues „Löschfahrzeug 10“ der Öffentlichkeit präsentiert. Zugleich ernannte Bürgermeister Mario Szlezak den langjährigen Ortsbrandmeister der Wehr, Florian Harms, zum Ehrenortsbrandmeister.
Harms hat das Amt des Ortsbrandmeisters an Ihno Gerdes abgegeben, fungiert aber weiter als stellvertretender Gemeindebrandmeister. Wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Malte Schürmann sagte, habe Harms maßgeblichen Anteil daran gehabt, dass die Gemeinde für die Waddewarder Wehr ein neues Einsatzfahrzeug beschafft. Immerhin eine Investition von 375.000 Euro, an der sich nach den Worten von Szlezak der Landkreis Friesland mit 37.000 Euro und die Öffentliche Versicherung mit einer Spende von 5000 Euro beteiligt hat.
15 Tonnen schwerer Werkzeugkasten
Die Waddewarder Wehr ist eine von sieben Feuerwehren im Wangerland. Bei Einsätzen rückt die Wehr grundsätzlich zusammen mit der Hooksieler Wehr aus. Den Wunsch nach einem neuen Fahrzeug habe die Wehr schon 2021 angemeldet, erinnerte Schürmann. Mitte 2022 habe man dann ein Planungsgruppe gegründet, im Oktober die Ausschreibungen für das Fahrgestell und den Aufbau auf den Weg gebracht. Ende 2022 seien die Aufträge erteilt worden.
Das neue Fahrzeug habe man im Dezember vergangenen Jahres vom Werk abgeholt. 290 PS stark, mit Allradantrieb, einem 3000 Liter großen Löschwassertank, Schläuchen, Pumpen, jede Menge Werkzeug … „Früher hat ein Feuerwehrfahrzeug einen großen Wassertank gehabt – und mit Glück war ein Werkzeugkasten an Bord“, erläuterte Gemeindebrandmeister Eike Eilers die veränderten Anforderungen. „Heute haben wir einen 15 Tonnen schweren Werkzeugkasten, der auch ein bisschen Wasser an Bord hat.“
Nächstes Fahrzeug für Neugarmssiel
Bürgermeister Szlezak unterstrich die Bedeutung einer guten technischen Ausrüstung für die Einsatzfähigkeit und die Motivation der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute. Die Gemeinde investiere in diesem Bereich viel Geld. Unter anderem sei das Feuerwehrgerätehaus in Wadderwarden erweitert worden, in Hooksiel ein ganz neues Domizil entstanden und ein weiteres in Hohenkirchen sei in Planung. Und auch der Fuhrpark werde in enger Abstimmung zwischen Gemeinde und Feuerwehr auf einem guten Stand gehalten. Das nächste neue Feuerwehrfahrzeug soll schon Ende April an die Freiwillige Feuerwehr Neugarmssiel ausgeliefert werden.
Bei einem Großbrand im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels entstand heute Nacht erheblicher Schaden. Foto: Polizei
Wangerland (11. 4. 2025) – Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Donnerstag Abend im Abfallwirtschaftszentrum Wiefels ein Feuer in einer Lagerhalle ausgebrochen. Nach ersten Meldungen entstand erheblicher Sachschaden. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden des heutigen Freitag..
Am Donnerstag gegen 22.26 Uhr habe ein Mitarbeiter des Abfallwirtschaftszentrums der Rettungsleitstelle per Telefon einen größeren Brand in einer der Lagerhallen der Mülldeponie gemeldet. In der Halle waren Sperrmüll und Gewerbeabfälle zwischengelagert. Sie werden üblicherweise später in derselben Halle einer Zerkleinerungsanlage zugeführt.
Der Brandort wurde beschlagnahmt, die spezialisierten Brandermittler haben die Brandursachenermittlung aufgenommen. Offenbar entzündete sich bereits zerkleinerter Sperr- oder Gewerbemüll selbst. Der Mitarbeiter entdeckte den Feuerschein. „Sofortige, eigene Löschversuche schlugen fehl, sodass das Feuer auf weitere, nahegelegene Müllhaufen übergriff“, so die Polizei. Die Bewohner in der Umgebung wurde aufgrund der enormen Rauchentwicklung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Halle blieb im Brandverlauf augenscheinlich insgesamt in ihrer Substanz erhalten, wurde jedoch erheblich beschädigt. Unklar ist, ob noch weitere andere Schäden entstanden sind, die die Halle unbrauchbar oder einsturzgefährdet machen.
Die Feuerwehren aus dem Wangerland (Hohenkirchen, Tettens, Waddewarden und Neugarmssiel), Jever und Wittmund (samt Drehleiter) waren mit rund 100 Kräften vor Ort. Das DRK Jeverland verpflegte die Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz selbst gestaltete sich nach Darstellung der Feuerwehr Hohenkirchen als schwierig und arbeitsintensiv. Die Brandbekämpfung in der 80 mal 30 Meter goßen Halle habe nur unter schwerem Atemschutz stattfinden können. Durch schnelles und taktisches Vorgehen habe man das Ausbreiten der Flammen auf weitere Betriebsteile verhindern können.
Anmerkung:Der Artikel wurde im Laufe des Vormittags aktualisiert.
Wangerland/Wilhelmshaven (11. 4. 2025) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) zeichnet mit dem Hans-Bretschneider-Preis besonders leistungsstarke und engagierte Auszubildende aus der Jade Wirtschaftsregion aus. Mit dem Preis werden junge Menschen geehrt, die durch besondere Leistungen und bemerkenswertes Engagement während ihrer Ausbildung überzeugen und die auch zukünftig großes Potenzial im Berufsleben zeigen.
Der Bretschneider-Preis fördert nicht nur Auszubildende mit hervorragenden Noten, sondern auch solche, die sich durch besonderes gesellschaftliches Engagement oder das Überwinden von Herausforderungen in ihrer Bildungsbiografie hervorgetan haben. Der Preis ist mit 1250 Euro dotiert und richtet sich an Auszubildende, die in einem der Mitgliedsunternehmen des AWV Jade tätig sind.
Für die Auszeichnung bewerben können sich junge Leute, die eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sehr erfolgreich abgeschlossen haben oder sie in diesem Jahr abschließen werden. Die Bewerbungsunterlagen mit dem Bewerbungsformular und einem Motivationsschreiben sowie die entsprechenden Nachweise sind bis zum 31. Mai beim Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V., Virchowstraße 21, 26382 Wilhelmshaven einzureichen.
Zum Namensgeber des Preises: Hans Bretschneider hat sich von 1977 bis zu seinem Tode im Verbandsgebiet des heutigen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade e.V. für die Schulbildung, die Berufsausbildung sowie die Fort- und Weiterbildung eingesetzt. Um sein Andenken zu ehren und die Erinnerung an ihn wachzuhalten, hat der AWV Jade den Hans-Bretschneider-Preis gestiftet.
Der Belag der 325 langen Promenadenbrücke übers Wangermeer in Hohenkirchen wird saniert. Foto: hol
Wangerland/Hohenkirchen (10. 4. 2025) – Die Fußgängerbrücke am Wangermeer bekommt ein „neues Kleid“: Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, wird ab Montag, 28. April, der in die Jahre gekommene Holzbelag durch einen witterungsbeständigen und nachhaltigen Belag aus Glasfaserkunststoff ersetzt. „Der neue Belag ist nicht nur pflegeleichter, sondern auch deutlich robuster gegenüber Feuchtigkeit und Witterung – eine Investition in die Zukunft“, ist Bürgermeister Mario Szlezak überzeugt.
Um Kosten zu sparen, werde der Bauhof der Gemeinde die Arbeiten an der Brücke übernehmen. Damit zeige sich einmal mehr, wie wertvoll das handwerkliche Know-how der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. Szlezak: „Die Brücke ist nicht nur ein beliebter Übergang, sondern auch ein Ort zum Verweilen mit Blick aufs Wasser. Mit dem neuen Belag sorgen wir für mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit – und das in Eigenleistung durch unseren Bauhof. Darauf können wir als Gemeinde stolz sein.“
Während der Arbeiten bleibt die Brücke an den Werktagen gesperrt. An Wochenenden sowie an Feier- und Ferientagen wird sie für den Publikumsverkehr geöffnet und kann uneingeschränkt genutzt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August dauern.
Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums Jever waren an der Entwicklung der digitalen Maria-Schnitzeljagd beteiligt. Foto: Landkreis Friesland
Jever (10. 4. 2025) – Anlässlich des Jubiläumsjahres von Maria von Jever (*1500 +1575) haben die Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums Jever in Zusammenarbeit mit dem „frauenORT Maria von Jever“ und dem jeverschen Schlossmuseum eine digitale Schnitzeljagd entwickelt. Mit der kostenlosen App „Actionbound“ können Interessierte ab sofort die Stadt Jever auf eine ganz neue Art und Weise entdecken.
Die digitale Schnitzeljagd führt die Teilnehmer durch die historischen Straßen und Plätze, während sie durch Rätsel und Aufgaben in die faszinierende Geschichte von Maria von Jever eintauchen. „Wir möchten mit diesem Projekt nicht nur die Geschichte von Maria von Jever lebendig werden lassen, sondern auch die Kreativität und das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler fördern“, so Britta Herzog, Lehrerin des Mariengymnasiums Jever.
„Die digitale Schnitzeljagd bietet eine unterhaltsame Möglichkeit, Geschichte zu lernen und gleichzeitig die Stadt zu entdecken“, fügt Elisabeth Wilken vom Schlossmuseum hinzu, die auch eine AG des Mariengymnasiums im Schloss leitet. Ann-Kathrin Cramer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Friesland, die seitens des „frauenORTes“ das Projekt begleitet hat, erläutert: „Die Schnitzeljagd ist ein Gemeinschaftsprojekt, das die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und kulturellen Institutionen in Jever stärkt. Die Schülerinnen und Schüler haben mit viel Enthusiasmus und Kreativität an der Entwicklung der Rätsel gearbeitet.“
Wer an der digitale Schnitzeljagd teilnehmen möchte, muss die die „Actionbound“-App herunterladen und nach dem Bound „Maria von Jever 2025“ suchen.
Friesland/Sande (9. 4. 2025) – Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) rät dem Landkreis Friesland und der kreiseigenen Friesland Kliniken gGmbH den Krankenhaus-Standort Varel aufzugeben und ein optimiertes Leistungsangebot in Sanderbusch zu konzentrieren. Das ist das Ergebnis eines Sanierungskonzeptes, das heute in einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt wurde. Gestern war das Papier in einer nichtöffentlichen Sitzung den Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der Friesland Kliniken präsentiert worden.
„Entscheidungen wurden noch nicht gefasst“, heißt es in einer heute von Landkreis und Klinik-Gesellschaft verbreiteten gemeinsamen Erklärung . „Die Inhalte werden zunächst von den zuständigen Gremien beraten.“
Zwei Szenarien untersucht
PwC habe geprüft, ob und mit welchen Maßnahmen das Unternehmen perspektivisch aus eigener Kraft finanziert werden kann. Hierbei wurden zwei Szenarien betrachtet: Das erste Szenario prüft die Beibehaltung beider Standorte Varel und Sanderbusch. Im zweiten Szenario untersuchte PwC die Auswirkungen die Folgen einer Konzentration der Leistungen an einem Standort. „Für beide Szenarien gilt, dass eine bestmögliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung unter wirtschaftlichen und wettbewerbsrelevanten Gesichtspunkten im Rahmen der Reformgesetzgebung gesichert werden muss“, so Klinik-Geschäftsführerin Petra Hohmann. „Eine Optimierung der aktuellen Strukturen ist vor dem Hintergrund des prognostizierten jährlichen Defizits von 25 Millionen Euro unumgänglich.“
Im Szenario 1 bliebe der Standort Varel mit dem stationären Betrieb von Gynäkologie und Geburtshilfe, dem ambulanten OP-Zentrum (AOZ) sowie den Praxen im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bestehen. In diesem Szenario würde trotz der zu hebenden Einsparpotenziale das Defizit innerhalb von fünf Jahren aufsummiert rund 45 Millionen Euro betragen. Im Szenario 2 würde der Standort Varel nicht weiter fortgeführt und der Standort Sande würde als Schwerpunktkrankenhaus auf etwa 400 Betten ausgebaut. Gynäkologie und Geburtshilfe würde aufgegeben und die derzeit in Varel betriebenen MVZ-Praxen ebenso wie die ambulanten Operationen nach Sande verlegt. Das Pflegeheim St. Marienstift in Varel würde auf 75 Plätze erweitert und ausgebaut werden.
Krankenhaus in Varel nicht nötig
In dem Szenario 2 könnte es in Kombination mit einer Reihe von begleitenden Maßnahmen gelingen, das Defizit innerhalb von fünf Jahren auf nahezu null zu reduzieren, stellen die Gutachter fest. Die Empfehlung von PwC laute, das medizinische Versorgungsangebot in Varel aufzugeben und alle Leistungen in Sande zu bündeln. Ein Krankenhaus in Varel sei zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung nicht nötig. Nach Überzeugung von PwC kann die Versorgung der Menschen durch die umliegenden Krankenhäuser sichergestellt werden.
Weitere Gründe für die Expertenempfehlung liegen unter anderem in landes- und bundespolitischen sowie medizinischen Entwicklungen. So seien Qualitätsanforderungen an Krankenhäuser, Finanzverpflichtungen, eine bedarfsgerechte Personalplanung und vor allem die Wirtschaftlichkeit mit zwei Krankenhäusern nicht zu erbringen. „Mit dem jetzt vorgeschlagenen Szenario 2 und einer Konzentrierung an einem Standort ist es möglich, die notwendige Konsolidierung der regionalen Krankenhauslandschaft zu gestalten“, heißt es in er Mittelung von Landkreis und Klinik.
Ambrosy: Leistungsfähige Versorgung sicherstellen
„Die Menschen in unserer Region können sich darauf verlassen, dass wir eine moderne und leistungsfähige medizinische Versorgung sicherstellen“, sagt Landrat Sven Ambrosy. „Gleichzeitig ist es unsere Verantwortung, finanziell tragfähige Strukturen zu entwickeln. Mit dem Sanierungskonzept wurde eine fachlich fundierte Grundlage entwickelt als Basis für den nun folgenden Beratungsprozess in den zuständigen Gremien.“
Diese gutachterliche Bewertung und die umfangreiche Analyse würden nun von den Gremien in nächster Zeit weiter beraten. Dabei werden auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie mit zu berücksichtigen sein, die mit Blick auf die gesamten Region Wilhelmshaven-Friesland den Neubau eines Zentral-Klinikums für beide Gebietskörperschaften nahe gelegt hatte. Ambrosy: „Ich gehe davon aus, dass unsere Gremien hier zeitnah Entscheidungen treffen werden – dennoch gilt auch hier, sorgfältig vorzugehen und nicht übereilt zu handeln.“ Die derzeitigen Versorgungsangebote an den Standorten Sande und Varel bleiben somit bis auf Weiteres bestehen und es gelte die Entscheidung des Landkreises Friesland als Träger abzuwarten.
Auf wenn es im vergangenen Jahr manch schweren Unfall gab: Die Zahl der Unfälle auf Frieslands hat 2024 den tiefsten Stand seit seit zehn Jahren erreicht. Archiv-Foto: Polizei
Wilhelmshaven/Friesland/Wangerland (9. 4. 2025) – Im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Wilhelmshaven/Friesland ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Laut der heute veröffentlichten Unfallstatistik wurden in der Stadt Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland 4200 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 422 Unfälle weniger (- 9,13%).
Die PI verzeichnete zwei Unfälle mit zwei Toten. 2023 hatten vier Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren. In Varel unterlief einer Pedelec-Fahrerin ein Fahrfehler, im Wangerland kam eine Motorradfahrerin nach einem Überholvorgang in den Gegenverkehr. Die Zahl der Verletzten lag 2024 bei 843 Personen (2023: 914). 729 Personen erlitten leichte, 112 Personen schwere Verletzungen, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten. Bei den Leichtverletzten ist mit 72 Personen eine Abnahme zum Vorjahr 2023 zu verzeichnen.
Weniger betroffen Fußgänger
Ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfallzahlen sei im Bereich der Beteiligung mit Fußgängern zu verzeichnen gewesen, teilt die Polizei mit. Die Zahl sank von 103 (2023) auf 87. Bei diesen Unfällen wurden 64 Personen verletzt, ein Minus von über 15 Prozent.
Zugenommen hätten hingegen die Unfälle mit motorisierten Zweirädern, von 106 auf 138. Die Zahl der beteiligten Radfahrenden blieb mit 373 nahezu konstant. Über die Hälfte der betroffenen Zweiradfahrer wurde verletzt. Insbesondere der Trend zu mehr Unfällen von Pedelec-Fahrern habe nicht gestoppt werden können. „Insgesamt wurden 100 Personen bei Unfällen mit einer Beteiligung der schnellen Fahrräder verletzt“, so die Polizei. Eine Person wurde getötet und 17 so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten.
2.116 Verkehrsunfälle wurden im Landkreis Friesland aufgenommen und damit 268 weniger als 2023 (-11,24%). Im Landkreis hätten die Unfallzahlen (mit Ausnahme des Pandemie-Jahres 2020) den geringsten Stand seit zehn Jahren gehabt. Es gab zwei Tote und 451 Verletzte (- 10,2 %). Allerdings sei die Zahl der Schwerverletzten von 65 auf 72 Personen gestiegen. Auch die Zahl der an Unfällen beteiligten motorisierten Zweiradfahrer habe sich im Jahresvergleich von 63 auf 88 erhöht. Ebenso wuchs die Zahl der betroffenen Pedelec-Fahrer, von 68 auf 83.
Mehr Kinder verletzt
Bemerkenswert: Der Anteil der Senioren an allen Verkehrsunfällen ist in Friesland wie im gesamten Inspektionsbereich gesunken. Bei den entsprechenden Unfällen galten jedoch in über 73 Prozent der Fälle die Senioren als Verursacher. Von den in Friesland verletzten 72 Senioren waren 38 mit dem Rad, davon 26 mit dem Pedelec, drei zu Fuß und 28 mit Kraftfahrzeugen unterwegs.
Diese Zahl der im Straßenverkehr verletzten Kinder hat sich von 42 auf 47 erhöht und damit laut Polizeistatistik den höchsten Stand seit 2020 erreicht. 21 der betroffenen Kinder waren selbstständig als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs, 14 kamen als Mitfahrer in Kraftfahrzeugen zu Schaden.
Appell für mehr Rücksichtnahme
Für den Bereich des Polizeikommissariats Jever, zu dem auch das Wangerland gehört, stellten Kommissariatsleiter Markus Wallenhorst und Jörg Mondorf, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, eine eigene Auswertung der Statistik vor. Mit Blick auf die zum Teil schweren Schicksalsschläge als Folge von Unfällen rief Wallenhorst die Verkehrsteilnehmer zu „Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme“ auf. Insbesondere gegenüber schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Kindern oder älteren Menschen sei ein defensiveres Verhalten geboten, um die Unfallzahlen weiter zu senken und schwere Unfallfolgen zu verhindern.
In der Gemeinde Wangerland wurden im vergangenen Jahr 223 Verkehrsunfälle (2023: 247) aufgenommen, darunter der tödlicher Unfall, bei dem zwischen Oldorf und Tettens eine 21-jährige Motorradfahrerin aufgrund eines Fahrfehlers in den Gegenverkehr geriet und mit einem entgegenkommenden Pkw kollidierte.
Froh sei man über den Rückgang der Zahl der Verletzten im Kommissariats-Bereich von 272 auf 265. Leider sei die Zahl der Schwerverletzten von 36 auf 47 gestiegen, bedauerte Mondorf. Die Zahl der an Unfällen beteiligten Kinder sei zwar im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 265 gesunken, aber immer noch besorgniserregend. Wichtig sei vor diesem Hintergrund die Nutzung von Sicherheitsgurten und (zugelassenen) Kindersitzen im Auto und das Tragen von Fahrrad-Helmen.
48 Fahrer unter Alkohol ermittelt
Im Bereich des Kommissariats Jever (Jever, Schortens, Sande, Wangerland und Wangerooge) wurden 48 unter Alkohol stehende Fahrer ermittelt, fünf weniger als im Vorjahr. In 23 Fällen seinen die Personen an Unfällen beteiligt gewesen. 39 ermittelte Verkehrsteilnehmer standen zudem unter anderen Drogen.
„Wir können die Verkehrsprävention und Überwachungsmaßnahmen verstärken, aber die beste Unfallprävention ist es, hohe Geschwindigkeiten, Fahrfehler, Ablenkungen durch Smartphones oder den Konsum beeinträchtigender Mittel von vornherein zu vermeiden“, so Wallenhorst und Mondorf abschließend.