Wangerland/Hooksiel (15. 2. 2026) – Im Rahmen einer Gemeindekommando-Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland hat Bürgermeister Mario Szlezak in Wiarden zahlreiche Ernennungsurkunden und Bestellungsurkunden an die Funktionsträger der Feuerwehr ausgehändigt. Unter anderem an Jörg Nöchel. Die Amtszeit des Ortsbrandmeisters der Ortswehr Hooksiel verlängert sich damit um fünf Jahre bis Mitte 2031.
Weitere Ernennungen erhielten Jörn Peters für seine Funktion als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen sowie Harald Scheuern als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen.
Darüber überreichte Szlezak an weitere Funktionsträger die Bestellungsurkunde zum Verwaltungsvollzugsbeamten und Brandbekämpfung im Gebiet der Gemeinde Wangerland: Carsten Held, Tim Becker (beide Neugarmssiel), Dr. Thomas Große (Hooksiel), Jens Brämer und Harald Scheuern (beide Minsen), Jörn Peters und Carsten Rohlfs (beide Hohenkirchen), Ihno Gerdes und Malte Schürmann (beide Waddewarden) sowie Frank Szlezak (Tettens).
Hooksiel (25. 1. 2026) – Drei Personen standen neben Ortsbrandmeister Jörg Nöchel bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel im Fokus: Marianne Kruse, Dr. Thomas Große und Carsten Behnk. Darüber hinaus gab es viel Lob und Anerkennung für alle ehrenamtlichen Helfer sowie die Zusage, dass die Verantwortlichen bei der Gemeinde Wangerland zu ihren sieben Feuerwehren stehen.
Viel Lob, Ehrungen und Beförderungen gab es bei der Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Foto: hol
Nöchel begrüßte am Samstagabend neben den Aktiven der Wehr sowie Vertretern der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung eine Reihe von Gästen, darunter erstmals Bürgermeister Mario Szlezak und Kreisbrandmeister Dirk Heuer. Herausstechende Nachricht im Jahresbericht: Die Hooksieler Wehr ist 2025 um neun Köpfe auf eine Stärke von 36 aufgewachsen.
Engagement in der Ausbildung
„Das war ein erfolgreichen Jahr“, so Nöchel. Der Zuwachs habe neben der guten Stimmung und Ausbildung in der Wehr auch etwas mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses und mit dem Zuzug von Bürgern zu tun. Das 2024 eingeweihte Gerätehaus stehe im Neubaugebiet genau an der richtigen Stelle, mit den Nachbarn habe man ein sehr gutes Verhältnis.
Neben den 36 aktiven habe die Wehr sieben passive Mitglieder, 14 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr und 15 Angehörige der Altersabteilung. Allein für Lehrgänge und Ausbildung habe man im vergangenen Jahr 3751 Stunden aufgewendet. Darüber hinaus – neben etlichen sonstigen Aktivitäten etwa im Verbund der Dorfgemeinschaft – über 500 Stunden für die Wartung von Gerätschaften und 663 Stunden in Einsätzen.
53 Einsätze in 2025
Mit insgesamt 53 Einsätzen sei 2025 ein durchschnittliches Jahr gewesen. Man sei unter anderem zu elf Bränden, vier Unfällen und 30 technischen Hilfeleistungen ausgerückt. Dabei habe man zwölf Verletzen helfen können. Zwei Menschen starben bei Unfällen. Mehrfach musste die Wehr aufgrund von Sturm- und Wasserschäden und zu Flächenbränden im Freizeitgelände ausrücken.
Nöchel bedankte sich ausdrücklich bei der Feuerwehr Waddewarden, die die Hooksieler bei zahlreichen Einsätzen unterstützt habe. Gerade tagsüber sei es trotz der stattlichen Größe der Wehr nicht immer leicht, genügend verfügbare Einsatzkräfte zu haben.
Dr. Große jetzt Feuerwehrarzt
Auch aufgrund der guten Beteiligung an Ausbildungs-Einheiten, Lehrgängen und Übungen verfüge die Wehr über eine große Einsatzqualität, so Nöchel. Die meisten Dienststunden verbuchten Marianne Kruse (599), Dr. Thomas Große (584) und Björn Mühlena (423).
Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Florian Harms beförderte Ausbildungsleiterin Marianne Kruse zur Löschmeisterin. Sie ist damit die erste Frau, die in Hooksiel diesen Rang erreicht hat. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Große darf seit Samstag die Brandmeister-Schulterklappen tragen. Zudem wurden Celine Heidemann zur Feuerwehrfrau und Damian Priebe zum Feuerwehrmann ernannt. Kreisbrandmeister Heuer berief zudem Dr. Große zum Feuerwehrarzt des Landkreises Friesland.
Neue Jugendfeuerwehrwartin
Zur neuen Jugendwartin der Wehr wurde Katharina Heyn gewählt, die zudem das Amt der Schriftführerin inne hat. Gerätewart bleibt Janek von Hertel, 2. stellv. Gerätewart Nando Rothert. Zum Kleiderwart wurde Sebastian Lange bestimmt – eine Aufgabe, die noch wichtig werden könnte. Wie Kreisbrandmeister Heuer in seinem Grußwort sagte, sollen alle Wehren in Friesland neue Uniformen erhalten. Wann das sein wird, liege aber in der Entscheidungsbefugnis der jeweiligen Gemeinden. Für das Wangerland dürften neue Uniformen eine sechsstellige Summe kosten.
Viel Lob für Carsten Behnk
Ebenso wie Heuer lobte der Bürgermeister insbesondere das ehrenamtliche Engagement von Carsten Behnk, der 18 Jahre lang das Amt des Jugendwarts inne hatte. Szlezak: „Das ist schwer beeindruckend!“ Die Arbeit in den Jugendwehren sorge für den Feuerwehrnachwuchs. Auch Nöchel dankte Behnk. Er habe seine Nachfolgerin „selbst produziert, ausgebildet und in Dienst gestellt“. Katharina Heyn ist die Tochter von Carsten Behnk.
Zum Ende der Versammlung übernahmen Thomas Große und Marianne Kruse wieder eine verantwortungsvolle Aufgabe. An der Spitze des Küchenteams sorgten beide dafür, dass die Feuerwehrfamilie sich nach dreistündiger Sitzungsdauer entsprechend stärken konnte.
Hooksiel (13. 1. 2026) – Eigentlich hätte es eine fröhliche Feier werden sollen, das Püttbierfest der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Tatsächlich wurde es ein besinnliches Treffen, bei dem eines im Vordergrund stand: Die Trauer um den kurz zuvor an den Folgen einer Erkrankung verstorbenen Alterskameraden Werner Tammen.
Trauerten an der „Hafen-Pütt“: Die Alterskameraden der Feuerwehr Hooksiel (von links) Günter Schmöckel, Püttmeister Fred Bergmeyer, Hans Frerichs, Herbert Gruben, Johann Ubben und Harald Zinn. Foto: hol
Tammen habe zu den Aktivposten der Gruppe gehört, sagte der Sprecher der Alterskameraden, Günter Schmöckel: „Ein verlässlicher Kamerad, ein Freund und stets hilfsbereit.“ Unter anderem habe er zu jenen gehört, die im vergangenen Jahr tatkräftig mit angepackt haben, die Hooksieler „Hafen-Pütt“ an ihrem bisherigen Standort auf dem ehemaligen Feuerwehrgrundstück an der Lange Straße abzubauen und an ihrem neuen Platz an der Ecke Lange Straße/Obernstraße wieder aufzubauen.
Auch als Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste sollte Tammen an diesem Montag zum neuen Püttmeister gewählt werden. Püttmeister waren früher in der Region für die Wasserqualität der Brunnen verantwortlich. Mit dem 2006 in Hooksiel errichteten Pütt-Nachbau, der selbst keinen Wasseranschluss hat, wollen die Feuerwehrkameraden die große Bedeutung von Wasser fürs Leben unterstreichen – und beim jährlichen Püttbierfest ein wenig feiern.
An der „Hafen-Pütt“ stießen die Feuerwehrleute auf ihren verstorbenen Alterskameraden an. Anschließend fuhren aktive Feuerwehrleute sie zum gemeinsamen Essen zum neuen Feuerwehrgerätehaus. Püttmeister bleibt für ein weiteres Jahr Fred Bergmeyer.
Hooksiel (27. 9. 2025) – Viel los war am Freitag bei der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel und sein Stellvertreter Thomas Große bereiteten am späten Nachmittag eine unangekündigte Alarmübung vor, als ein echter Alarm die Ortsfeuerwehren und Hooksiel und Waddewarden zur Unterstützung der Wehren Hohenkirchen und Wiarden bei der Bekämpfung eines Feuer auf einem Resthof bei Wiarden rief. Dort brannte eine Ölheizung.
Die Hooksieler Feuerwehrleute meistern am Freitagabend die Aufgaben bei der unangekündigten Alarmübung auf dem Gelände des Bauunternehmens LEO im Hooksieler Gewerbegebiet souverän. Foto: hol
Für die Hooksieler Feuerwehrspitze bedeutete das: Die Vorbereitungen für die eigene Übung abbrechen und zusammen mit den eigenen Leuten auf nach Hodens. Eingreifen brauche die Verstärkung dort nicht mehr. Die Feuerwehr Hohenkirchen hatte das Feuer im Kellerbereich selbst schnell löschen können.
Auto vom Acker befreit
Also zurück nach Hooksiel. Doch Nöchel und Große mussten den Start der Übung erneut verschieben. Schon auf dem Rückweg ereilte die Wehr der nächste „echte“ Einsatz. In der Nähe von Wiarden hatte sich ein Auto auf einem Acker festgefahren und zwar so stark, dass der Fahrer im Pkw eingeschlossen war und das Fahrzeug nicht mehr verlassen konnte. „Glücklicherweise war er wohl auf“, schildert Nöchel. Mit vereinten Kräften befreiten die Feuerwehrleute den Wagen aus dem Acker und machten sich erneut auf den Rückweg …
„Brandopfer“ in vernebelter Halle
Unmittelbar nach der Ankunft im Feuerwehrgerätehaus Hooksiel wurde dann der Übungsalarm ausgelöst. Im Gewerbegebiet Hooksiel bei der Firma „LEO“ war die Halle bereits mit Disconebel „verraucht“ worden. In der Halle versteckt waren drei „Brandopfer“, gleichzeitig fanden die Feuerwehrleute im Außenbereich eine Puppe, die unter einem Radlader eingeklemmt war und „befreit“ werden musste.
In der vernebelten Halle waren drei „Brandopfer“ versteckt, die unter Atemschutz gesucht und geborgen werden mussten. Foto: Feuerwehr
Erneut wurden die Feuerwehren Waddewarden und Hooksiel alarmiert. Nach nur 25 Minuten konnte der Einsatzleiter melden: „Vier Personen gerettet“. Die Übung war erfolgreich abgearbeitet worden. Nöchel und Große waren ausgesprochen zufrieden mit der Leistung ihrer Kameraden. Und auch der Eigentümer der Baufirma LEO, Rainer Folkers, der seine Halle bereitgestellt hatte, zeigte sich beeindruckt. Im Anschluss an die Übung stärkten sich alle Beteiligten bei einem „ordentlichen Feuerwehr-Imbiss“ im Feuerwehrhaus Hooksiel.
Wangerland (4. 8. 2025) – Völlig zerstört wurde ein Kleinwagen bei einem Fahrzeugbrand am Sonntag auf der Landesstraße 810 in Höhe Rittershausen. Der mit einer Frau und zwei Kindern besetzte Kleinwagen fing gegen 13.40 Uhr aus ungeklärter Ursache Feuer.
Feuerwehrleute löschen den Kleinwagen, der am Sonntag auf der L 810 aus ungeklärter Ursache in Brand geraten ist. Foto: Feuerwehr
Die Frau steuerte den Wagen auf die Hofstelle, wo die 33-Jährige und die 7 beziehungsweise 13 Jahre alten Kinder den brennenden Pkw unverletzt verlassen konnten. Am Auto entstand Totalschaden.
Als die Feuerwehren Hohenkirchen und Wiarden an der Hofstelle Rittershausen ankamen, stand der Wagen bereits voll in Flammen. Ein Einsatztrupp rückte unter Atemschutz vor und konnte das Feuer schnell löschen.
Die L 810 wurde während der Löscharbeiten kurzzeitig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Frau hatte ihr Fahrzeug kurz zuvor getankt.
Hohenkirchen (7. 7. 2025) – Kurioser Einsatz für die Wangerländer Feuerwehr. Am Montag früh ist aus ungeklärten Gründen in der Nähe von Hohenkirchen ein Kalb in einen tiefen Graben gerutscht. Kurz nach 6 Uhr gelang es zwei Feuerwehrleuten, die in Wathosen in den Graben geklettert waren, das in Not geratene Tier mit ihrer Muskelkraft zu befreien und es seiner Mutter zurückzugeben.
Gelungene Rettungsaktion am Montagmorgen: Feuerwehrleute ziehen ein Kalb aus einem Graben. Foto: Feuerwehr Hohenkirchen
Die gute Tat geht auf das Konto der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen und Wiarden. Die Retter wurden in den „Sozialen Medien“ gebührend gefeiert. Aber das Wichtigste war: „Dem Kalb geht es soweit gut.“
Roffhausen (30. 6. 2026) – Die schwarzen Rauchschwaden waren von weiten Teilen des Jeverlandes aus gut sichtbar. Am späten Sonntagnachmittag sind im Gewerbegebiet Jade-Weser-Park in Roffhausen Abfall-Wertstoffe in Brand geraten. Der Einsatz der Feuerwehren und sonstiger Rettungskräfte zog sich über mehrere Stunden hin. Verletzte gab es nicht.
Der von der brennenden Lagerhalle in Roffhausen aufsteigende Rauch war weithin sichtbar. Foto: Feuerwehr
Die Feuerwehren der Stadt Schortens wurden gegen 18.30 Uhr alarmiert. Bei einem Entsorgungsbetrieb brannte eine Halle, in der Müll aus der gelben Tonne gelagert wurde sowie nach Angaben des Betreibers auch Haus- und Restmüll. Nach Schätzungen der Einsatzkräfte dürften etwa 150 Kubikmeter Müll in Flammen gestanden haben.
Unterstützt wurden die Schortenser Wehren bei der Brandbekämpfung von der Freiwilligen Feuerwehr Jever, die mit ihrer Drehleiter anrückte. Ebenfalls vor Ort waren der Rettungsdienst Friesland und die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Jeverland und Sande. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden.
Die Bevölkerung wurde per „Katwan-App“ dazu aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens gab es zunächst noch keine Angaben. Die Polizei hat den Brandort für ihre weiteren Ermittlungen beschlagnahmt.
Hooksiel (20. 6. 2025) – Nach einem Feuer auf einer Segelyacht auf der Jade vor Hooksiel hat der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) das Boot und die zweiköpfige Besatzung am Donnerstagnachmittag sicher in den Hafen gebracht. Gegen 16.35 Uhr hatte der Skipper des etwa zehn Meter langen Bootes die Seenotretter alarmiert. An Bord war offenbar ein Kabelbrand ausgebrochen.
Die Feuerwehr durchsuchte die vom Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ in den Hooksieler Außenhafen geschleppte Segelyacht nach Glutnestern. Foto: Feuerwehr
Zu dieser Zeit befand sich die Segelyacht nahe der Ansteuerung Hooksiel, knapp einen Kilometer von der Hafeneinfahrt entfernt. Die Rettungsleitstelle See in Bremen alarmierte sofort die Besatzung der in Hooksiel stationierten „Bernhard Gruben“. Der Kreuzer ist unter anderem auch mit einer leistungsstarken Feuerlöschanlage ausgerüstet.
Verdacht auf Rauchgasvergiftung
Dem Mann (31) und der Frau (30) an Bord der Segelyacht gelang es unterdessen, das Feuer mit einem kleinen Feuerlöscher zu ersticken. Sie flüchteten sich anschließend auf das Vorschiff. Als der Seenotrettungskreuzer bereits wenige Minuten darauf eintraf, hatten die Segler den Anker geworfen.
Mit dem Tochterboot „Johann Fidi“ übergaben die Seenotretter sicherheitshalber einen weiteren Feuerlöscher. Dieser wurde jedoch nicht mehr benötigt. Sie nahmen die Segelyacht in Schlepp und brachten Schiff und Besatzung sicher in den Hooksieler Außenhafen.
Dort übernahmen die Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden. Nach dem Festmachen suchten die Feuerwehrleute das mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester. Aber der Brand war offenbar erfolgreich gelöscht worden. Die beiden Besatzungsmitglieder wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung an den Rettungsdienst übergeben und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Hooksiel (30. 5. 2025) – Die Küche im neuen Feuerwehrgerätehaus hat eine weitere Bewährungsprobe bestanden. Beim Tag der offenen Tür haben Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel dort am Himmelfahrtstag die Schnitzel und die Pommes frites für die Besucher selbst zubereitet. Und es waren sehr viele Besucher. Entsprechend groß war die Nachfrage nach Schnitzeln und Pommes.
Ein LF8, Baujahr 1943, gehörte zu den Schmuckstücken, die beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Hooksiel zu bewundern waren. Foto: hol
„Die Leute sind ganz offensichtlich zufrieden. Dann sind wir auch zufrieden“, sagte Dr. Thomas Große. De stellvertretende Ortsbrandmeister packte selbst in der Küche mit an, musste sich aber parallel dazu auch stärker als geplant um das Gesamtgeschehen kümmern. Der Grund: Ortsbrandmeister Jörg Nöchel war nach einem Unfall bei einem Einsatz am Vortag nicht in der Lage, die Gäste am Feuerwehrhaus persönlich zu begrüßen.
Mehrere Tausend Menschen
Bei schönem Wetter pilgerten bereits am späten Vormittag Hunderte Interessierte zum Feuerwehrareal. Über den Tag dürfte es mehrere Tausend Menschen gewesen sein, die einen Blick auf die sehr interessante Technik- und Informations-Börse am Feuerwehrhaus samt Kinderprogramm geworfen haben. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war bei der Ausgestaltung von zahlreichen weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen aus der Region unterstützt worden, die sich mit Ständen und Gerätschaften präsentierten.
Brandbekämpfer der Luftwaffe und das Technische Hilfswerk präsentieren in ihre Geräte. Fotos: hol
Ein Highlight: Der „Pilotenretter“ der 7. Staffel des Objektschutzregiments der Luftwaffe. Die militärischen Brandschutzkräfte sind auf dem Fliegerhorst in Upjever stationiert. Das für Löschen von brennenden Flugzeugen ausgelegte 25-Tonnen- Fahrzeug verfügt unter anderem über einen starken Wasserwerfer und eine Arbeitsbühne, die sich in den verschiedensten Winkeln bis zu 24 Meter weit ausfahren lässt.
Luftaufnahmen von Hooksiel
Viele Besucher des Tages der offenen Tür standen gern lange Schlange, um aus dem Korb am Ende des Teleskoparms eine Luftaufnahme von Hooksiel machen zu können. Gleich nebenan präsentierte sich das Technische Hilfswerk Wilhelmshaven mit ähnlich beeindruckenden Einsatzfahrzeugen, darunter ein riesiger Kran.
Aus der Phalanx der vielen, modernen, mit Technik und Einsatzgerätschaften vollgestopften Feuerwehrfahrzeuge stach ein Löschgruppenfahrzeug LF8, Baujahr 1943, der Feuerwehr Borgstede-Winkelsheide hervor. Der picobello restaurierte Daimler-Benz in Polizei-grün mit seinem 60 PS Motor bot Platz für bis zu acht Feuerwehrleute, die zu Einsätzen mit einer anhängenden Tragkraftspritze ausrückten. Ein baugleiches Gerät war früher auch in Hooksiel stationiert.
Feuerwehrleute erläuterten als Ansprechpartner für die Besucher die moderne Technik der Einsatzkräfte. Foto: hol
Die Jugendfeuerwehr zeigte Kindern, wie man man mit einem Löschschlauch gezielt Feuer bekämpfen kann. Der Förderverein der Wehr warb erfolgreich um neue Mitglieder. Und zahlreiche Feuerwehrleute, deren Angehörige und Freunde vorsorgten im Gerätehaus die Besucher mit Speis und Trank. Neben Schnitzel und Pommes gab es auch Kaffee und Kuchen sowie weitere Getränke.
Hooksiel (20. 5. 2025) – Ohne ihren Förderverein wäre die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel nicht das, was sie heute ist. Eine Vielzahl von Geräten, Werkzeugen und Bestandteile der persönlichen Schutzausrüstung der Frauen und Männer der freiwilligen Wehr wurden aus den Einnahmen des Fördervereins finanziert. Dazu gehören unter anderem Poloshirts oder Fleecejacken, Zuschüsse für den Kauf von Helmlampen und Feuerwehrstiefeln oder die Unterstützung fürs Jugendfeuerwehr-Camp.
Für optimale Trainingsmöglichkeiten sorgt die eigene Brandmeldeanlage, die Dr. Thomas Große für die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel gebaut hat. Auf dem Bild (von links) Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, Dr. Thomas Große, Marianne Kruse, Fred Bergmeyer (neuer Vorsitzender des Fördervereins), Björn Mühlena, Günter Schmöckel und Jürgen Steinbach. Foto: hol
Nach einem Überschlag von Dr. Thomas Große, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, hat der Verein in den vergangenen zehn Jahren rund 100.000 Euro für die Wehr zusammengetragen. Eine stolze Summe – und eine große Herausforderung für Großes Nachfolger. Große ist bekanntlich zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt worden. Seine Stellvertreterin Marianne Kruse hat als Gruppenführerin jede Menge Arbeit.
Neue Führung im Förderverein
Neuer Vorsitzender ist Neu-Hooksieler Fred Bergmeyer, zu dessen Stellvertreter wurde Ur-Hooksieler Günter Schmöckel aus der Altersabteilung gewählt. Als Beisitzer fungieren neben Jürgen Steinbach, der im Amt verbleibt, Björn Mühlena und Jerome Meiners.
Die Zusammenarbeit zwischen der aktiven Wehr, dem Förderverein und der Altersabteilung laufe großartig, sagt Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Der Förderverein habe 146 Mitglieder, davon 105 fördernde. Der Mindestjahresbeitrag liegt bei 15 Euro.
Der Förderverein sei für den Zusammenhalt, aber auch für die Schlagkraft der Wehr von sehr großer Bedeutung. So habe der Verein im Zuge der Einrichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses am Hohe Weg mit Hilfe von Sponsoren etwa einen Wäschetrockner beschafft, in die Küchenausstattung investiert und einen Konvektomaten gekauft. „Eine gute Versorgung bei Veranstaltung und Einsätzen trägt maßgeblich zum Gemeinschaftsgefühl bei“, ist Nöchel überzeugt.
Bessere Trainingsmöglichkeiten
Von unschätzbarem Wert sei aber auch eine eigene Brandmeldeanlage, die Große für Übungszwecke nachgebaut hat. Fast jedes größere Gebäude hat eine Brandmeldeanlage, die im Brandfall der erste Anlaufpunkt für die Feuerwehr ist. Der Melder schlägt Alarm, wenn in einem Gebäude ein Feuermelder aktiviert wurde oder ein Rauchmelder angeschlagen hat. Die Feuerwehr erhält über die Anlage Informationen über den genauen Brandort und in der Regel auch Zugriff auf einen Generalschlüssel. Zudem sind in der Anlage so genannte Laufkarten hinterlegt, die die Retter schnell zum Einsatzort führen können.
„Bislang mussten wir den Umgang mit Brandmeldeanlagen vor Ort trainieren, etwa im Wohnstift Hooksiel, in kleinen Gruppen und meist unter beengten Verhältnissen“, schildert Nöchel. „Mit unserer eigenen Brandmeldeanlage können wir die Ausbildung wesentlich professioneller gestalten.“ Diese Trainingsmöglichkeit stellen die Hooksieler auch den anderen Wehren im Wangerland zur Verfügung.
Tag der offenen Tür
Ziel des neuen Vorstandes des Fördervereins ist das Werben von Sponsoren und weiterer Mitglieder. Erste Gelegenheit dazu gibt es beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 29. Mai, ab 11 Uhr. Darüber werde man in Zukunft auch im Ort für den guten Zweck des Vereins werben. Berkmeyer: „Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Auswärtige, die zum Beispiel in Hooksiel eine Ferienwohnung besitzen, gern die Feuerwehr unterstützen. Möglicherweise profitieren sie ja sogar einmal selbst von der guten Ausrüstung der Wehr.“