Großalarm nach starker Rauchentwicklung

Feuerwehr in Hooksiel
Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen dem Rettungsdienst in der Goedeke-Michel-Straße. Foto: hol

Hooksiel/Wangerland (9. 2. 2025) – Großalarm. Heute Mittag kurz vor 13 Uhr wurden alle sieben Feuerwehren im Wangerland nach Hooksiel gerufen. Zusätzlich angefordert wurden die Drehleiter der Feuerwehr Jever und ein Rettungswagen.

Der Grund: Ein „Feuer im Kuhstall“. Auf einem Bauernhof brannten Bauteile einer Photo-Voltaik Anlage mit sehr großer Rauchentwicklung und Flammenbildung. „Glücklicherweise konnte der betroffene Landwirt den Brand noch mit einem Pulverlöscher bekämpfen, so dass alle anderen Feuerwehren noch auf der Anfahrt umdrehen konnten“, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel. Feuerwehrleute der hiesigen Wehr hätten die Brandstelle noch einmal gründlich mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Danach konnten sie endgültig Entwarnung geben. 

In der Nacht zum Freitag war die Hooksieler Wehr gegen Mitternacht vom Rettungsdienst in die Goedeke-Michel-Straße gerufen worden. Die Helfer sollten eine Tür öffnen. Die gute Nachricht: Der betroffenen Person geht es wieder gut. Die Bilanz der Feuerwehr: „Wir konnten schnell und ohne Schaden helfen“

Viel Lob für die Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehr Hooksiel
Haben viel Spaß bei ihrem Hobby Feuerwehr: Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Hooksiel mit ihren Betreuerinnen und Betreuern. Foto: Feuerwehr

Hooksiel (27. 1. 2025) – Aufstellen des Maibaums, Ausmarsch vom alten zum neuen Feuerwehrgerätehaus, Spielefest im Garten der Generationen, Sommerfest am Wasserskilift, das Ablegen der Leistungsspange, „Spiele ohne Grenzen“ in Zetel, Geocaching in Sillenstede, Fackelumzug, und, und, und. Jugendwart Carsten Behnk ließ auf der Jahreshauptversammlung der Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel das vergangene Jahr Revue passieren.

Zu der Sitzung am Samstag im neuen Feuerwehrgerätehaus waren neben den acht Mädchen und acht Jungen der Jugendwehr und deren Eltern zahlreiche Vertreter der Feuerwehr und der Gemeinde gekommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marinna Kaiser-Fuchs sprach den Dank der Gemeinde für die vorbildliche Jugendarbeit aus. Zu den weiteren Gästen gehörten neben Ortsbrandmeister Jörg Nöchel und Gemeinde-Brandmeister Eike Eilers, Kreis-Jugendfeuerwehrwart Pascal Bründermann, die Gemeinde-Jugendfeuerwehrwartin Erika Bründermann sowie wie weitere Mitglieder der Hooksieler Wehr. 

In Hooksiel gibt es bereits über 50 Jahre eine Jugendfeuerwehr. Hier werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren spielerisch und technisch an die Aufgaben einer Feuerwehr herangeführt. Die Gäste lobten in ihren Grußworten das Engagement der Betreuer der Nachwuchsorganisation und unterstrichen die Besonderheiten des „Hobbys Feuerwehr“. 

Die Kinder und Jugendlichen hatten 2024 an 48 Tagen Dienst und haben insgesamt zusammen mit ihren fünf Betreuern 1233 Dienststunden geleistet. Am emsigsten war Juliane Ahlschläger 41 Diensten gefolgt von Martha Schröder (40) und Lenny (37). Die drei Kinder wurde mit kleinen Präsenten belohnt.

Viel Einsatz und großes Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel

Beförderungen bei der Feuerwehr Hooksiel
Gruppenbild bei der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel mit Ehrengästen, Geehrten und Beförderten. Ganz links: der wiedergewählte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel; in der vorderen Reihe in „Zivil“ die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (in Jeans) und Ratsfrau Alice Brandenburg-Bienek als Vertreterin der Gemeinde. Foto: hol

Hooksiel (26. 1. 2025) – Jörg Nöchel bleibt für sechs weitere Jahre Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Er tritt seine dritte Amtsperiode an. Zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister wurde Dr. Thomas Große gewählt, der Patrick Obst ablöst, der für den Posten aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Zum Schriftwart wurde Björn Mühlena gewählt.

Neuwahlen, Ehrungen und Beförderungen standen im Zentrum der Jahreshauptversammlung der Wehr am Samstag. Dazu konnte Nöchel neben Mitgliedern der aktiven Wehr und der Alters- und Ehrenabteilung auch eine ganze Reihe von Gästen begrüßen. Darunter Ratsfrau Alice Brandenburg-Bienek als Vertreterin des Bürgermeisters, weitere Ratsmitglieder, die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen sowie Gerhard Zunken, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Gemeindebrandmeister Eike Eilers und dessen Stellvertreter Florian Harms.

Premiere im neuen Gerätehaus

Die Hauptversammlung fand erstmals im neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg statt. Der Neubau ist im Mai vergangenen Jahres eingeweiht worden und hat sich seither als „echtes Highlight“ bewährt. „Wir sind stolz auf unser neues Heim“, sagte Nöchel. Jetzt habe man endlich genügend Platz für die vielfältigen Aktivitäten der Wehr, für einen umfassenden Übungs- und Schulungsbetrieb und auch für gesellige Veranstaltungen.

Der Ortsbrandmeister gab einen beeindruckenden Überblick über das Geschehen in 2024, bei dem die 55 Einsätze, davon elf Brandeinsätze, fast eine untergeordnete Rolle spielten. Der Einsatzschwerpunkt liege in den Sommermonaten, sagte Nöchel. Die meisten Alarmierungen fänden tagsüber zwischen 10 und 14 Uhr statt. Entsprechend wichtig sei daher die Tagespräsenz von Feuerwehrleuten. Günter Schmöckel, Sprecher der Altersabteilung, erneuerte vor diesem Hintergrund seinen Appell an die Gemeinde Wangerland, in den Reihen der eigenen Mitarbeiter für die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr zu werben. 

Küchenteam der Feuerwehr Hooksiel
Ohne Mampf kein Kampf! Diese Devise gilt bei der Feuerwehr in Hooksiel. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel (links) und sein aus dem Amt ausgeschiedener Stellvertreter Patrick Obst (rechts) bedankten sich beim Küchenteam der Wehr, das von der Altersabteilung mit Kochjacken ausgestattet wurde. Foto: hol

Auch aufgrund des Umzuges ins neue Domizil leistete die Feuerwehr 10.289 Dienststunden. „Das ist sensationell“, lobte Zunken. Die aktive Wehr hat 28 Mitglieder. Hinzu kommen 15 passive Mitglieder, 13 Angehörige der Altersabteilung sowie 16 Kinder der Jugendwehr, die von Jugendwart Carsten Behnk und fünf Betreuern angeleitet werden.

Kind aus Auto befreit

Bei den Einsätzen hätten 22 Verletzte gerettet werden können, sagte Nöchel. Leider habe es auch drei Tote gegeben. Neben den Brandeinsätzen war die Wehr unter anderem bei zwei Unfällen und bei 29 technischen Hilfeleistungen gefragt. Kurios dabei die Rettung eines kleinen Kindes aus einem in der prallen Sonne stehenden Auto. Die Fahrerin hatte den Schlüssel im Wagen liegen lassen. Die Wehr öffnete die Autotür mit einem geborgten Werkzeug. Nöchel: „Seither haben wir in jedem Einsatzfahrzeug einen Draht liegen.“

Beeindruckend für die Fachleute ist auch die von Mitgliedern der Wehr geleisteten 2901 Stunden für Ausbildung und Lehrgänge. Die Palette reicht von Erste-Hilfe-Lehrgängen über Schulungen im Umgang mit Motorsäge, Funkgerät und Leiter bis hin zu den klassischen Feuerwehr-Lehrgängen für Atemschutzträger, Truppmann- und Gruppenführerausbildung sowie weitere Module, die für Beförderungen erfolgreich sind.

Björn Mühlena besonders fleißig

Für die höchste Dienstbeteiligung wurde Björn Mühlena (633 Stunden) ausgezeichnet. Auf den Plätzen folgen Harald Zinn (540) und Marianne Kruse (516). Bei der Beteiligung an des Ausbildungsdiensten lag Harald Zinn (138) vorn vor Stephan Philipp (135) und Carsten Behnk (122).

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr hat sich personell neu aufgestellt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fred Bergmeyer gewählt. Unterstützt wird er von Günter Schmöckel (2. Vorsitzender), Björn Mühlena (Kassenwart), Jaron Meiers (Schriftwart) und Jürgen Steinbach (Beisitzer). Bergmeyer, seit über 50 Jahren Feuerwehrmann, davon 37 Jahre hauptberuflich, lebt seit anderthalb Jahren in Hooksiel. Er wolle möglichst viel Geld einwerben, mit dem weitere Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr angeschafft werden können, kündigte er an.

50 Jahre in der aktiven Wehr

Mit Muammercan Basagaoglu, Paul Nußlein, Jan-Niclas Opfer und Damian Priebe freute sich Nöchel über vier neue Feuewehrmann-Anwärter, die zum Teil aus der eigenen Jugendwehr hervorgegangen sind. Gemeindebrandmeister Eike Eilers nahm die Beförderungen vor: Kathrin Hillers ist jetzt Oberfeuerwehrfrau, Björn Mühlena und Jaron Meiners Oberfeuerwehrmänner. Michael Zbikowski und Torben Arendt steigen zu Hauptfeuerwehrmännern auf, Christian Schröder darf die Schulterklappen eines Ersten Hauptfeuerwehrmannes tragen und Patrick Obst wurde zum Brandmeister befördert. 

Die Ehrung langjähriger Mitglieder übernahm Gerhard Zunken zusammen mit der Alice Brandenburg-Bienek als Gemeinde-Vertreterin. Für 25 Jahre aktiven Dienst in einer Feuerwehr (davon die meisten im Kreis Olpe) wurde Holger Riedesel ausgezeichnet. Seit 50 Jahren in der Hooksieler Wehr aktiv ist Michael Brand. Der 61-Jährige ist bereits 1975 in die Jugendwehr eingetreten, dort bis heute überaus aktiv und noch topfit. Als Beleg dafür führte Zunken an, dass der Jubilar sogar noch zu den Atemschutzgeräteträgern der Wehr gehört – das sind die Leute der Wehr, die im Brandfall vorweg gehen.

Führungskräfte der Feuerwehr vereidigt

Vereidigung von Feuerwehrkräften
Bürgermeister Mario Szlezak (2. v. l.) und Ordnungsamtsleiter Markus Gellert (re.) vereidigten im Beisein von Gemeindebrandmeister Eike Eilers (4. v. l.) und dessen Stellvertreter Florian Harms (2. v. r.) die neuen Funktionsträger (von links) Carsten Held, Jens Brämer, Carsten Rohlfs und Ihno Gerdes. Foto: Gemeinde

Wangerland (22. 1. 2025) –Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus eine Reihe von gemeindlichen Ehrenbeamten vereidigt. Ihren Eid legen dabei neu gewählte Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr ab: Carsten Held (stellv. Ortsbrandmeister Ortswehr Neugarmssiel), Jens Brämer (Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen), Carsten Rohlfs (Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen) und Ihno Gerdes (Ortsbrandmeister der Ortswehr Waddewarden).

Im Beisein des Gemeindebrandmeisters Eike Eilers, des stellv. Gemeindebrandmeisters Florian Harms und des Ordnungsamtsleiters Markus Gellert dankte Szlezak den Ehrenbeamten für deren außergewöhnliches Engagement für die Gesellschaft und die Sicherheit der Gemeinde Wangerland. „Es ist mir eine Ehre, Euch in das Ehrenbeamtenverhältnis zu berufen. Eure Hingabe und Euer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Wangerland sind vorbildlich. Vielen Dank für Euren Dienst“, so Szlezak.

Tanne als Symbol für Zusammenhalt

Tanne als Hooksieler Freundschaftssymbol
Vertreter der Hooksieler Vereine schmückten den Tannenbaum am neuen Feuerwehrgerätehaus mit einer Lichterkette – sie soll als Zeichen der Freundschaft und der Verbundenheit mit der Wehr strahlen. Foto: hol

Hooksiel (30. 11. 2024) – Es gibt Projekte mit Entwicklungspotenzial. Eines davon war die Idee der Anwohner des neuen Feuerwehrgerätehauses am Hohe Weg, den Floriansjüngern zur Einweihung des Neubaus einen Tannenbaum zu schenken. Vor wenigen Tagen wurde der Baum eingepflanzt. Und schon jetzt gilt er als Symbol nicht nur für gute Nachbarschaft, sondern auch für den Zusammenhalt der Hooksieler Vereine untereinander und vor allem mit der Feuerwehr.

Heute morgen begrüßte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel Vertreter des FC Nordsee Hooksiel, des MTV Hooksiel, des Wassersport-Clubs WSC Hooksiel, der Theaterverein, des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe sowie des Boßelvereins und der Dorfgemeinschaft zum Arbeitsdienst. Gemeinsam legten die Vereinsvertreter der Tanne einen partnerschaftlich finanzierten Weihnachtsschmuck an, der jetzt bis zu den Festtagen als Freundschafts-Symbol strahlen soll. 

Die Idee für die Aktion hatte FCN-Vorsitzender Christian Doyen, der aufgrund einer Sportverbandstagung heute selbst nicht vor Ort sein konnte. Die Hoffnung: Mit dem Tannenbaum wächst über die Jahre auch die Partnerschaft zwischen den Vereinen weiter. Darauf stießen Jörg Nöchel und seine Gäste mit einem Glühwein beziehungsweise einem Becher mit heißen Apfelsaft an.

Feuerwehr: Weihnachtsbaum mit Strahlkraft für das ganze Jahr

Tane am Feuerwehrhaus Hooksiel
Die jetzt am Feuerwehrhaus eingepflanzte Nordmanntanne soll ein Symbol der guten Nachbarschaft mit der Feuerwehr sein. Auf dem Bild (von links) Wolfgang und Rita Ademes, Randolf Greiff, Thomas Jürgens sowie Feuerwehrmann Björn Mühlena und Nachbar Peter Müller. Foto: Feuerwehr

Hooksiel (22. 11. 2024) – Am 9. Mai wurde das neue Feuerwehrhaus in Hooksiel feierlich eingeweiht. Bei dieser Gelegenheit übergaben Nachbarn aus dem angrenzenden Neubaugebiet der Feuerwehr ein besonderes Geschenk: einen Gutschein für eine Nordmanntanne.

Am Donnerstag war es jetzt so weit: Die Tanne, die inzwischen einen stattlichen Durchmesser und eine Höhe von rund vier Metern erreicht hat, wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Gärtner Thomas Jürgens und einem seiner Mitarbeiter direkt am Feuerwehrhaus gepflanzt. Trotz des Nieselregens, der die Pflanzaktion begleitete, kamen einige Anlieger dazu, um diesem schönen Ereignis beizuwohnen und ihren Teil zur Begrünung des Feuerwehrgeländes beizutragen.

Mit Hilfe eines Radladers konnte der Baum sicher an seinen neuen Standort gesetzt werden. Organisiert und mitgeholfen hat auch Nachbar Peter Müller. „Es war ein bisschen eine Herausforderung, den Baum in dieser Größe zu bewegen“, so Müller. „Aber wir freuen uns, dass alles gut geklappt hat und die Feuerwehr nun einen echten Hingucker zur Weihnachtszeit haben wird.“

Die Feuerwehr will den Baum künftig zur Weihnachtszeit festlich beleuchten. „Wir sind sehr dankbar für das tolle Geschenk. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Nachbarschaft mit uns verbunden fühlt“, sagt Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. „Der Baum wird ein Symbol für die gute Zusammenarbeit zwischen uns und den Anwohnern und wird hoffentlich noch viele Jahre lang Freude bereiten.“

Alte Pütt bekommt neuen Standort

Alte Pott in Hooksiel
Bereiten den Umzug der Hooksieler Pütt vor: Die Alterskameraden der Feuerwehr (von links) Werner Tammen, Günter Schmöckel, Fred Bergmeyer und Jürgen Steinbach. Foto: hol

Hooksiel (9. 10. 2024) – Die Tradition der Püttbierfeste in Hooksiel soll weiterleben. Um das zu ermöglichen, greifen Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel in dieser Woche zu Spaten, Schaufel und Spitzhacke. 

Die Aktiven um ihren Sprecher Günter Schmöckel legen das Fundament der Pütt auf dem Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an der Lange Straße frei. Dort hatte die Altersabteilung den nachgebildeten, altertümlichen Brunnen 2006 unter Federführung von Maurermeister Gerhard Keemann angelegt und seither jährlich Anfang Januar das traditionelle Püttbierfest gefeiert.

In diesem Frühjahr ist die Feuerwehr in ihr neues Gerätehaus umgezogen. Ihr bisheriges Areal soll verkauft werden. Wohnhaus und Gerätehalle an der Lange Straße werden einem Neubau weichen. Wann das genau der Fall sein wird, ist noch ungewiss. Die Alterskameraden wollen aber auf jeden Fall dafür sorgen, dass ihre schmucke Pütt an einem neuen Standort weiter genutzt werden kann.

Der Platz ist jetzt gefunden: Der Hof am ehemaligen Ärztehaus an der Ecke Lange Straße/Obernstraße, das heute als Bettenhaus für das Hotel „Packhaus“ genutzt wird. Die Feuerwehrleute haben den künftigen Standort bereits freigelegt und ausgeschachtet. Mit Unterstützung der Hooksieler Firma Langenhorst soll der gemauerte Brunnen samt seines Schutzdaches in den nächsten Tagen an den neuen Platz transportiert werden. „Wir danken vor allem der Familie Dittmer, die uns den neuen Standort zur Verfügung stellt, und natürlich der Firma Langenhorst, ohne die wir den Umzug gar nicht schaffen würden“, sagte Schmöckel heute gegenüber „Hooksiel-life“. 

Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Wasser wird aus dem Brunnen nicht geschöpft werden. Das war auch bislang nicht der Fall. Mehr noch. Es ist historisch gar nicht gesichert, dass es in Hooksiel jemals eine Pütt gegeben hat, aus der frisches Trinkwasser geschöpft wurde.

Neuer Standort für die Lütt
Im Hof des ehemaligen Ärztehause an der Ecke Lange Straße/Obernstraße soll die Pütt künftig ihren Standort finden. Foto: hol

Aber die Vorstellung, dass es durchaus so gewesen sein könnte, hat Charme. Trinkwasser war gerade in Brackwasser-Regionen ein hohes Gut. Wenn es eine Pütt in Hooksiel gegeben haben sollte, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in Hafennähe gestanden haben. Und sicher hätte es auch einen Püttmeister gegeben, der den Brunnen bewacht. 

Diese Aufgabe hat nach der Fertigstellung des Pütt-Nachbaus lange Gerhard Keemann übernommen. Da im Brunnen kein Wasser zu finden war, schöpfte er zum Püttbierfest regelmäßig ein Glas Jägermeister aus dem Bauwerk. Das entsprechende Glas des 2020 verstorbenen Baumeisters fanden die Alterskameraden jetzt bei der Vorbereitung des Umzugs in der Pütt. 

Leistungsspange für Feuerwehr-Nachwuchs

Jugendfeuerwehr
Damian Priebe (links) und Muammercan Basagauglu von der Hooksieler Jugendfeuerwehr haben mit ihrer Mannschaft die Anforderungen für die „Leistungsspange“ erfüllt. Fotos: Feuerwehr

Wangerland/Hooksiel (17. 9. 2024) – Schöner Erfolg für Damian Priebe und Muammercan Basagauglu. Die beiden Hooksieler Nachwuchs-Feuerwehrleute gehörten zur kombinierten Gruppe der Jugendfeuerwehren Hohenkirchen-Hooksiel-Wangerooge-Jever, die am Wochenende in Hohenkirchen die „Leistungsspange“ erworben hat.

Auf dem Sportplatz am Schulzentrum hatten sich Teams aus 28 Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet getroffen. Offiziell begrüßt wurden sie vom Wangerländer Ratsherrn und Kreistagsabgeordneten Reiner Tammen. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die Mitglieder von Jugendfeuerwehren erreichen können. Sie gilt als eine Art Eintrittskarte in die aktiven Wehren. Carsten Behnk, Leiter der Jugendfeuerwehr Hooksiel: „Für die freiwilligen Feuerwehren ist es enorm wichtig, gut ausgebildeten Nachwuchs zu bekommen.“

An den Start gehen jeweils neunköpfige Teams mit Jugendlichen ab 15 Jahren. Neben dem Gesamteindruck werden fachliche und sportliche Leistungen bewertet, die die jeweilige Gruppe gemeinsam zu erbringen hat. Zum sportlichen Teil gehören ein Kugelstoß-Wettbewerb, bei dem die neun Werfer die Kugel insgesamt mindestens 55 Meter weit stoßen müssen. Ähnlich das Prinzip beim Staffellauf über 1500 Meter. Die Gruppe entscheidet, wer welches Teilstück läuft. Wichtig ist am Ende die Gesamtzeit, die nicht über 4 Minuten und 10 Sekunden liegen darf.

Leistungsspangen-WEttbewerb
Die Jugendfeuerwehr-Gruppe Hohenkirchen-Hooksiel-Wangerooge-Jever mit ihren Betreuern.

Zum fachlichen Teil gehören ein umfassender Fragebogen zum Feuerwehrwissen, das fachgerechte Auslegen einer Schlauchstrecke über 120 Meter in maximal 75 Sekunden sowie ein simulierter Löschangriff, den die Jugendlichen allein abbilden müssen. Insgesamt erfüllten in Hohenkirchen 16 der 28 Teams die Anforderungen für die Leistungsspange.

Dünne Schläuche mit vielen Vorteilen

Schlauch-Seminar
Marianne Kruse (Gollmer & Hummel) übergab der Feuerwehr Hooksiel ein Schlauch-Einbindesystem, mit dem schnell druckstabile Schlauchverbindungen hergestellt werden können. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel (links) und Dr. Thomas Große nahmen die Spende entgegen. Foto: hol

Hooksiel (21. 8. 2024) – Die Hooksieler Feuerwehr steht auf den Schlauch. Genauer gesagt: Auf den „D-Schlauch“. Bereits seit 2016 finden bei der Wehr Lehrgänge statt, bei dem der effiziente Umgang mit den vergleichsweise dünnen Löschschläuchen trainiert wird. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel: „Die D-Schläuche haben eine Reihe von Vorteilen. Dennoch sind bei den meisten Wehren vornehmlich C- und B-Schläuche im Einsatz.“

Am Wochenende fand zum wiederholten Mal ein D-Schlauch-Workshop statt. Dazu konnten die Hooksieler 43 Feuerwehrleute aus halb Deutschland begrüßen. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise war aus Homburg am Main angereist. Ein Großteil der Interessierten kam aber von Wehren aus dem Nordwesten.

Am Vormittag ging es um die Theorie, am Nachmittag um die Praxis.Vier Stunden lang informierten Jörg Nöchel und Dr. Thomas Große von der Hooksieler Wehr zusammen mit Marianne Kruse von der Herstellerfirma Gollmer & Hummel (Straubenhardt) über die Eigenschaften und Vorzüge des D-Schlauches. Nachmittags wurden auf dem Gelände der Hooksieler Werft im Rahmen von Übungen verschiedene Einsatzszenarien nachgestellt.

Der „D-Schlauch“ hat lediglich einen Innendurchmesser von 2,5 Zentimetern. Er ähnelt einem handelsüblichen Gartenschlauch. Über den Schlauch wird weniger, aber in der Regel genügend Wasser transportiert. Für die Bekämpfung der allermeisten Brände reicht die Wassermenge gepaart mit dem richtigen Druck völlig aus. Die Vorteile: Der D-Schlauch ist deutliche leichter und wendiger, was gerade bei Einsätzen in engen Gebäuden wichtig sein kann. Er bindet zudem deutlich weniger Wasser im Schlauch, was des Wasserverbrauch senkt. Und: Die Folgeschäden durch den Löschwassereinsatz etwa bei Zimmerbränden sind deutlich geringer. 

Am 7. September treffen sich die Workshop-Teilnehmer zum zweiten Teil des Seminars erneut in Hooksiel. Dann soll es schwerpunktmäßig um die Vorteile des D-Schlauches bei der Vegetationsbrand-Bekämpfung gehen; eine Einsatzart, die im Zuge des Klimawandels voraussichtlich zunehmen wird. 

Schulung beim Reitverein Hooksiel: Feuerwehrleute lernen Pferde-Sprache

Feuerwehr beim RUF Hooksiel
Frauen und Männer der Feuerwehr Hooksiel trainierten beim Reit- und Fahrverein Hooksiel den sicheren Umgang mit Pferden. Foto: Elsbeth Noatzsch

Hooksiel (10. 8. 2024) – Feueralarm. Ein landwirtschaftliches Gehöft brennt. Die Flammen drohen auf den angrenzende Kuhstall und einen Stall mit etlichen Pferden überzugreifen. Einige der Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer, andere versuchen, die Tiere zu retten. 

Ein durchaus realistisches Szenario im ländlichen Raum. Aber wie rettet man Pferde? Wie geht man mit in Panik geratenen Vierbeinern um, ohne sich selbst zu gefährden? Fachkundigen Rat holten sich jetzt 15 aktive Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Beim Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel wurden sie in Theorie und Praxis im Umgang mit Pferden geschult.

Feuerwehrfrau Marianne Kruse hatte beim Reit- und Fahrvereins angefragt, ob ein solche Schulung in der Reitanlage in Oesterdieken möglich sei. Der Verein kam der Bitte nach eigenem Bekunden sehr gern nach. Am Donnerstag begrüßte Frauke Janßen, 2. Vorsitzende RuF Hooksiel, die Retter um Ortsbrandmeister Jörg Nöchel auf der Anlage.

Feuerwehr beim RuF Hooksiel
Der richtige Umgang mit Pferden will gelernt sein. Foto: Elsbeth Noatzsch

Im theoretischen Teil erklärte Frauke Janßen die Wesenszüge eines Pferdes. Das Pferd, so eine der Botschaften, sei ein Herden- und Fluchttier, das nur über ein bestimmtes Sichtfeld verfügt. Hilfreich auch das Wissen darüber, was man an der Stellung der Ohren der Tiere erkennen kann. Insbesondere das gefahrlose Annähern an ein Pferd wurde ausführlich erläutert.

Für den anschließenden praktischen Teil standen drei Schulpferde des Vereins zur Verfügung. Die Feuerwehrleute lernten unter anderem, wie man einem Pferd in einer Box ein Halfter anlegt, wie man sich dem Tier gefahrlos nähert und wie man Pferde am Halfter etwa durch eine Halle führt. Im Einsatz hat jedes Feuerwehr-Mitglied eine Bandschlinge bei sich. Wie sich hieraus ein Halfter erstellen lässt, wurde ausgiebig trainiert.

Zum Abschluss wurden die Pferde auf die Weide gebracht und dabei erklärt, wie dieses gefahrlos für Mensch und Tier praktiziert werden sollte. Janßen bedankte sich für das rege Interesse und beteuerte, dass der RuF für einen Auffrischungskurs jederzeit gern zur Verfügung stehe.