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Nordseebad Hooksiel am Scheideweg: 2026 wird es spannend

Hooksiel (31. 12. 2025) – Das alte Jahr ist um, es lebe das neue Jahr! „Hooksiel-Life“ wünscht allen Nutzern des Portals einen guten Rutsch! Natürlich muss man zum Jahreswechsel einmal kurz Luft holen und sich besinnen. 2025, war das ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Was erwartet uns 2026?

Wie diese historische Postkarte beweise, war Hooksiel schon einmal „Nordseebad“. In 2025 hat das Land dem Ort das Zertifikat erneut verliehen. Reprint: Werner Doyen

So viel ist schon einmal klar. Mit Beginn des neuen Jahres wird sich für Hooksiel einiges ändern, Der Campingplatz Hooksiel, über Jahrzehnte eines der Aushängeschilder der Wangerland Touristik GmH, geht zum 1. Januar in private Hände über. Perspektive ungewiss. Veränderungen gibt es auch bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Mit Jahresbeginn schließen sich die bislang noch selbstständigen Gemeinden Minsen und Wiarden dem Verbund an. Die Konzentration von ehemals neun auf künftig nur noch eine Kirchengemeinde fürs gesamte Wangerland ist dann abgeschlossen.

Kirchengemeinde komplett

Wann die seit Anfang Dezember vakante Pastorenstelle wieder besetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Klar ist: Mit dem Wechsel des Hooksieler Pastors Stefan Grünefeld nach Oldenburg könnten die Zeiten vorbei sein, in denen ein hauptamtlicher Geistlicher seinen Dienstsitz im Ort hatte. Das Zentrum der neuen Gemeinde ist Hohenkirchen.

Das ablaufende Jahr eher ruhig an. Die Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr weihte Mitte Januar ihre „Hafenpütt“ am neuen Standort ein. Auf ihrem alten Platz auf dem ehemaligen Feuerwehrareal am Alten Hafen konnte sie nicht stehen bleiben, da die Gemeinde das Grundstück zügig verkaufen wollte – was bis zum Jahresende dann aber nicht gelang. Sicher ein Thema für 2026.

Ende Januar beschlossen die Mitglieder der drei Sportvereine FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland einstimmig (!) ihren Zusammenschluss zum Sport-Club (SC) Wangerland. Die Eintragung ins Vereinsregister zog sich dann aber doch noch bis zum November hin. Der FCN Hooksiel ist Geschichte – aber das FCN-Hafenfest soll auch künftig gefeiert werden.

Deicherhöhung abgeschlossen

Sichtbare Veränderungen gibt es an der Wasserseite. Nach drei Jahren wurden die Arbeiten an der Deicherhöhung entlang der Bäderstraße abgeschlossen. Parallel dazu nahmen Überlegungen Fahrt auf, den Badestrand dauerhaft zu sichern. Anfang 2026 soll das Konzept vorgestellt werden. Ob künftig der historische Leuchtturm „Roter Sand“ Touristen an den Außenhafen ziehen wird, ist zur Jahreswende nicht zu sagen. Vorerst liegt die Bewerbung der Gemeinde nach Bedenken das Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auf Eis.

Unglücklich gelaufen ist die Helgoland-Saison. Nach technischen Problemen mit dem Seebäderschiff „Fair Lady“ gab es in 2025 nur sehr wenige Fahrten von Hooksiel aus zur Roten Insel. Viel Geld investiert die landeseigene Hafengesellschaft NPorts, damit der Zugang zum Hooksmeer und zum Alten Hafen erhalten bleibt. Mehrere Bauabschnitte der Sanierung der Seeschleuse konnten erledigt werden, weitere folgen 2026.

Zertifikat ohne Feier

Die gute Botschaft des Frühjahrs: Hooksiel ist nach Jahren wieder offiziell als „Nordseebad“ eingestuft. Wer eine große Feier erwartet hatte, wurde enttäuscht. Keine Feier, kein Festakt, nicht einmal die Ortsschilder weisen bislang das touristisch wertvolle Zertifikat aus. 

Der Grund dafür könnten die schwarzen Wolken sein, die sich da schon über der Gemeinde zusammenzogen: Die Wangerland Touristik GmbH musste im Juni Insolvenz anmelden. Zu den konkreten Folgen gehören neben dem Verkauf des Campingplatzes Hooksiel die Schließung der Hallenbäder in Horumersiel und Hooksiel sowie die Entlassung einer ganzen Reihe von Mitarbeitern. Was aus dem Meerwasser-Hallenwellenbad und dem Gästehaus Hooksiel werden soll, ist ungewiss. 

Neubaugebiet übergeben

Im Ortsbild gab es einige Veränderungen. Das Neubaugebiet am Hohe Weg ist fast vollständig bebaut. Auf der Trasse Pakenser Altendeich/Lange Straße vom Kreisel in den Ort wurde eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Die „Alte Schneiderei“ ist um ein Teestübchen, das „Gruseleum“ um ein Café erweitert worden. Im Alten Hafen liegen historische Schiffe. Der Hooksieler Ankerpfad wird immer länger.

Und natürlich wurde auch viel gefeiert: Hafenfest, Krabben- und Heringstage, Herbstleuchten, Weihnachtsmarkt. Langweilig war das Jahr 2025 in Hooksiel jedenfalls nicht. Und auch 2026, so die Prognose von „Hooksiel-Life“ wird spannend. Dafür sorgt unter anderem die Kommunalwahl im September. Schon jetzt gibt es mit Thies Fischer, Bernd Abrahams und Christian Fuchs drei Bewerber, die den amtierenden Bürgermeister Mario Szlezak beerben möchten. 

Gutachten zum Thalasso-Desaster

Mit Spannung erwartet werden darf auch das für Anfang des Jahres angekündigte Gutachten zu den Ursachen für die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel von 8,7 auf zuletzt geschätzte 23 Millionen Euro. Welche Verantwortung dafür trugen WTG-Geschäftsführung und Architekt? Hätten Bürgermeister und Gemeinderat das Desaster nicht verhindern können – oder gar müssen? Die politische Verantwortlichen im Rathaus haben über alle Parteigrenzen hinweg für die Aufklärung der Vorgänge absolute Transparenz versprochen. Das wird der Maßstab sein, an dem sie gemessen werden. 

Hooksiel zur Jahreswende: Grund zur Zuversicht trotz vieler Baustellen

Von Gerd Abeldt

Großer Freude im Mai: Die Feuerwehr zeigt anlässlich der Einweihung ihres neuen Gerätehauses am Hohe Weg vor großem Publikum ihr Können. Archiv-Fotos: hol

Hooksiel (31. 12. 2024) – 2024 war ein ereignisreiches Jahr. Weltweit, national, aber auch regional und lokal – in der Gemeinde Wangerland und insbesondere in Hooksiel. „Hooksiel-life“ hat das Geschehen vor Ort begleitet. Auch im zweiten kompletten Berichterstattungsjahr sind, neben einem umfangreichen Service-Paket, eine Fülle von Themen angerissen, Positionen beleuchtet und Entwicklungen begleitet worden. 

Die Klickzahlen und etliche persönliche Rückmeldungen zeigen, dass es einen Bedarf für die lokale Netzzeitung gibt. Dankeschön dafür! Also heißt die Devise für 2025: Weiter so. Perspektivisch soll das Portal sich weiter entwickelt. Eine aktuelle Änderung für Veranstalter und Gewerbetreibende greift bereits zum 1. Januar. Wer möchte, kann „Hooksiel-life“ als seine Plattform für werbliche Botschaften nutzen. 

Feuerwehr im Fokus

Aber blicken wir am Jahresende zunächst zurück: Ein zentrales Thema war im abgelaufenen Jahr für Hooksiel die Feuerwehr. Am Hohe Weg wurde im Mai das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht. Ein Millionen-Bauwerk. Damit rückte zugleich das bisherige Feuerwehr-Areal am Alten Hafen, ein Filet-Grundstück für den Ort, in den Fokus. Personalmangel im Rathaus war der offizielle Grund dafür, dass die Suche nach einem potenziellen Investor erst in der zweiten Jahreshälfte begann – und immer noch nicht abgeschlossen ist. Prognose: Das Vorhaben wird auch im kommenden Frühjahr für Diskussionen sorgen.

Thalasso mit Nebenwirkungen

Weitreichende Folgen, auch für Hooksiel, könnte die Eröffnung des Thalasso Meeres Spa in Horumersiel haben. Die Baukosten waren von 8,7 auf 23 Millionen Euro explodiert. Die Wangerland Touristik GmbH geriet in finanzielle Engpässe, der Kurdirektor hat gekündigt. Im Rathaus lässt man keinen Zweifel daran, dass angesichts der angespannten finanzielle Lage viele Dinge noch einmal neu überdacht werden müssen – aus Hooksieler Sicht ist zu befürchten, dass es auch wieder um die Zukunft des Meerwasser-Hallenwellenbades und des Gästehauses gehen wird. Beide gehören zum Tafelsilber der WTG, belasten aber den Haushalt der gemeindeeigenen GmbH. Die Sorge: Vielleicht hat sich die Bürgerinitiative zum Erhalt beider Einrichtungen zu früh aufgelöst.

Es gab in 2024 eine Fülle von erfreulichen Ereignissen. Die Ortsdurchfahrt ist auf dem Weg zur Tempo-30-Zone, die Theatergruppe feierte ihr 60jähriges Bestehen, der „Nordsee-Park-Hooksiel“, das neue Ganzjahres-Reisemobil und Mobilhome-Ressort an der Bäderstraße, schickt sich an, die Nebensaison zu bereichern. Die Grundschule feierte mit einem riesigen Zirkus-Projekt Premiere. Die Komplett-Restaurierung der Hooksieler Kanone ist abgeschlossen.

Kanone wieder in Schuss

Der Seebadeverein hat sie wieder am Deich an der Viethstraße positioniert. Fans von Country-Musik durften sich über das erste „Watt’n Country-Festival“ freuen. Das Deutsche Ankermuseum des Förderverein Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel nimmt Gestalt an. Die „Hafenpütt“ hat einen neuen Standort bekommen. Und: Die immer rührige Arbeitsgruppe Hooksiel hat es geschafft, den 15 Meter hohen „Dietrichsberg“ auf die Liste des Sehenswürdigkeiten in der Region zu hieven. Respekt.

Der Blick nach vorn zeigt uns, dass es auch in 2025 jede Menge Gründe gibt, sich gut zu informieren und sich gegebenenfalls einzumischen. Nicht nur bei der Bundestagswahl am 23. Februar. Über der Feuerwehrareal am Alten Hafen, das Hallenwellenbad und das Gästehaus haben wir schon gesprochen. Vielleicht werden endlich auch die Überlegungen zur Sicherung des Hooksieler Strandes konkret. Dazu würde die überfällige Anerkennung des Küstenbadeortes Hooksiel als „Nordseebad“ passen.

Spannendes Jahr 2025

Die Arbeiten an der Deicherhöhung werden 2025 abgeschlossen werden. Die Sanierung der Hooksieler Seeschleuse kommt voran. Der FC Nordsee Hooksiel steht – zusammen mit Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland – vor der Fusion zum SC Wangerland. Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland wird vermutlich bald das gesamte Gemeindegebiet umfassen. Gespannt sein dürfen wir auf die höchstrichterliche Bewertung der umstrittenen Parkgebühren an den Wangerländer Stränden. Wird das Hallenbad-Restaurant im nächsten Jahr wieder eröffnet? Und, und, und …

Sanierte Kanone kommt an den Hooskieler Deich
Die von Grund auf sanierte Kanone steht seit xy wieder an ihrem Platz auf dem Deich an der Viethstraße, von wo aus sie die Hafeneinfahrt bewacht..

Bei so viel kontroversen Themen ist eine gepflegte Diskussions-Kultur besonders wichtig. Nur im öffentlichen Wettstreit der unterschiedlichen Ansichten kann sich in einer Demokratie die beste aller möglichen Positionen durchsetzen. „Hooksiel-life“ ist eine ideale Plattform für diese Art eines konstruktiven Diskurses, der vor allem eines im Sinn hat: Das Beste für Hooksiel zu erreichen – und für die Hooksieler. 

In diesem Sinne wünschen wir uns engagierte Bürger, weitsichtige Politiker und eine kompetente Verwaltung. Wenn dann noch die örtlichen Vereine und Institutionen weiterhin eng zusammenstehen, kann Hooksiel mit Zuversicht ins neue Jahr gehen. 

Blick zurück und nach vorn: Was auf Hooksiel im Jahr 2024 zukommt

Hooksiel (30. 12. 2023) – Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor. Ein guter Anlass, auf das ablaufende Jahr zurückzublicken und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Was waren die wichtigsten öffentlich bekannt gewordenen Ereignisse in Hooksiel in den vergangenen zwölf Monaten? Was kommt auf die Hooksieler 2024 zu? Zudem listet „Hooksiel-life“ einige Wünsche für das neue Jahr auf.

Wiedereröffnung HWB
Das Meerwasser- Hallenwellenbad Hooksiel wurde am 15. Juli 2023 wieder geöffnet. Eine langfristige Perspektive für das über 40 Jahre alte Bad fehlt allerdings immer noch.

Immer wieder in den Schlagzeilen war 2023 das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel. Bis Mitte Juli blieb das über 40 Jahre alte Bad aufgrund der extrem hohen Energiekosten geschlossen. Zudem hat die Wangerland Touristik GmbH im ersten Halbjahr Sanierungsarbeiten erledigt, die ihr externe Gutachter ins Stammbuch geschrieben hatten. 

Die Bürgerinitiative Hooksiel, die seit Jahren für den Erhalt des Bades gekämpft hat, vermisste dennoch eine echte Zukunftsperspektive für das Bad, zumal die Suche nach einem privaten Co-Investor scheiterte und Mitte des Jahres der Konflikt zwischen der Gemeinde Wangerland und dem Pächter des Bad-Restaurants eskalierte. Der Rechtsstreit über die Kündigung des Pachtvertrages ist noch anhängig. Dennoch will die Bürgerinitiative ihre Arbeit nach eigenem Bekunden einstellen. 

Ebenfalls viele Hooksieler bewegt hat der Import von Flüssigerdgas (LNG), der vor einem Jahr vor den Toren des Außenhafens aufgenommen wurde. Zwar auf Wilhelmshavener Territorium, aber klar ist: Alles was das LNG-Terminal betrifft, betrifft auch Hooksiel und den Hooksieler Strand. Bislang lief der Betrieb reibungslos. Aber die Sorge bleibt, dass auf Dauer die Ökologie der Jade beeinträchtigt werden könnte.

Zu den freudigen Ereignissen des Jahres zählten sicher das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und der Baubeginn für das neue Feuerwehrhaus, das allerdings erst im nächsten Jahr fertig werden wird. Die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ feierte in einem schwierigen Jahr 30. Geburtstag. Hohe Krankenstände ließen mehrfach keinen Vollbetrieb zu. Dabei pochten etliche Eltern auf eine Ausweitung der Betreuungszeiten, damit sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen können. 

Die Infrastruktur im Ort wurde vor allem durch den Anschluss Hooksiels ans Glasfasernetz verbessert. Der erste Bauabschnitt der Erhöhung des Hooksieler Seedeichs wurde erfolgreich abgeschlossen, die Sanierung der Seeschleuse am Außenhafen begonnen. 

Was steht für 2024 auf der Agenda? Auf jeden Fall die Gemeinde-Entwicklungsplanung. Die Gemeinde Wangerland hat sich zum Ziel gesetzt, die Bebauungspläne im Gemeindegebiet so zu überarbeiten, dass die rechtlichen Vorgaben und der faktische Bestand wieder zusammenpassen. Konkret geht es unter anderem um die Frage, ob illegal betriebene Ferienwohnungen legalisiert werden oder aufgegeben werden müssen.

Das neue Feuerwehrhaus wird eingeweiht werden. Damit spitzt sich die Frage zu, was auf dem bisherigen Feuerwehrareal am Alten Hafen werden soll. Auch vor dem Hintergrund, dass der Hafen mitten im Ort auch Sanierungsbedarf hat. Schön wäre es, wenn dann auch noch die Attraktivität des Hooksmeeres und des Freizeitgeländes erhöht werden könnte. Zumindest die Planungen sollten dafür 2024 anlaufen. 

Im nächsten Jahr wird der „Nordsee Park“ auf der Hofstelle Gerietshausen an der Bäderstraße seinen Betrieb aufnehmen. Stellplätze für Mobil-Häuser, Tiny-Houses und Reisemobile sollen dazu beitragen, die Urlaubssaison in Hooksiel zu verlängern. Auch das neue „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel dürfe bis nach Hooksiel ausstrahlen. 

Hooksielerin Strand

Hooksiel wird aller Voraussicht nach 2024 wieder Nordseebad. Um so mehr sind nachhaltige Konzepte für den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur gefragt: Wie kommt mehr Leben ins Gästehaus? Wie kann ein Zukunftskonzept fürs Hallenwellenbad aussehen? Der Badestrand muss aufgespült und dauerhaft gesichert werden. Wer bezahlt das? 

Vergleichsweise einfach mutet da die Aufgabe an, im Ortskern von Hooksiel die Maximal-Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren. Was für einige Straßen schon gilt und für die Lange Straße/Pakenser Altendeich ebenfalls schon behördlich genehmigt ist, sollte für alle Innerorts-Straßen möglich sein. Zum Wohle der Umwelt, von Radfahrern und Fußgängern.