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Alle Beiträge zum Thema “Olaf Lies”

Wettspaß im Wiedel und mahnende Worte zum Aschermittwoch

Wangerland (18. 2. 2026) – Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in den Karneval-Hochburgen. In Norddeutschland fängt dann aber Manches erst so richtig an. Daran erinnerte Johann-Wilhelm Peters von der SPD-Wangerland bei der traditionellen, in diesem Jahr von den Wangerländern ausgerichteten Aschermittwochs-Wette, zu der sich seit über 40 Jahren Sozialdemokraten aus Wangerland, Schortens und Jever am gemeinsamen Grenzstein am „Dreiländereck“ im Wiedel treffen. Dabei auch die drei Bürgermeister Mario Szlezak (Wangerland), Gerhard Böhling (Schortens) und Jan Edo Albers (Jever).

Werteten die Aschwermittwochs-Wette im Wiedel aus: (von links) Jan Edo Albers (Jever), Hans Müller, Gerhard Böhling (beide Schortens) Wettpatin Ermana Nurkovic (Schortens) und Mario Szlezak (Wangerland). Foto: hol

Beim anschließenden Grünkohlessen im „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen erinnerte Peters im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies an Gerhard Schröder, der in seiner Karriere zweimal als Gast bei der Aschermittwochs-Wette dabei war. „Nach dem ersten Mal wurde er Ministerpräsident, nach dem zweiten Mal Bundeskanzler.“

Sorge um die Demokratie

Lies beteuerte, dass er trotz dieses Vorbilds keinen Wechsel nach Berlin anstrebe. Er appellierte aber an die Genossen aus den drei Kommunen, selbstbewusster mit den Traditionen der Region umzugehen. Dazu gehöre auch das Grünkohlessen.

Johann-Wilhelm Peters erinnerte Ministerpräsident Olaf Lies (links) daran, dass die Teilnahme an der Aschermittwochs-Wette durchaus ein politisches Sprungbrett sein kann. Foto: hol

Aber der Ministerpräsident schlug zum Karneval-Ausklang auch nachdenkliche Töne an. Er sorge sich um die Zukunft der Demokratie. Es werde immer schwieriger, im komplizierten Geflecht der Zuständigkeiten Themen zu vermitteln. „Den Bürgern ist es egal, ob die Straße dem Bund, dem Land oder der Gemeinde gehört – ihnen reicht es, wenn sie kaputt ist.“ Lies warb angesichts lauter werdender Rufen nach schnellen Entscheidungen dafür, für den demokratischen Weg zu werben: Mehrheiten suche, debattieren, Lösungen präsentieren.

Medienvielfalt in Gefahr

Es sei notwendig, die Demokratie vor ihren Feinden zu schützen, sagte Lies, und erinnerte an die Einstufung der niedersächsischen AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz. „Verfassungsfeinde haben bei uns keinen Platz, egal ob sie von Links kommen oder von Rechts.“

In Gefahr sieht Lies auch die Medienvielfalt im Land. Durch die Überflutung der Gesellschaft durch digitale Kanäle würde insbesondere lokalen Tageszeitungen und privaten Radio- und Fernsehsendern die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zudem müssten seiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche stärker vor Inhalten aus so genannten „Sozialen Medien“ im Internet geschützt werden. 

Wette am Grenzstein

Dass auch analoge Medien durchaus noch Anziehungskraft haben, bewies das kursierende Gästebuch, in dem sich die Teilnehmer der zurück liegenden Aschermittwochs-Wetten im Wiedel verewigt haben. Dabei ist das Prozedere seit Jahrzehnten unverändert. Die SPD-Fraktionen der drei Gebietskörperschaften geben im Vorfeld eine Wette ab, ob der Grenzstein trocknen Fußes zu erreichen ist oder nicht. Die Aufgabe der Wettpatin hatte Ermana Nurkovic inne, die in Schortens für die SPD fürs Bürgermeisteramt kandidiert. 

Wichtig bei der Auswertung der Wette ist dann, dass immer derjenige gewinnt, der die Veranstaltung im nächsten Jahre ausrichten soll. Insofern war es kein Zufall, dass die SPD Schortens Wettsieger wurde – obwohl auch die Jeveraner auf „nass“ gesetzt hatten. Die Entscheidung sei angesichts dieser Patt-Situation durch ein Schnick-Schnack-Schnuck gefallen, sagte die aus Hannover stammende Ermana Nurkovic und bewies damit, wie schnell man friesländische Sitten erlernen kann. 

Olaf Lies soll Nachfolger von Ministerpräsident Stephan Weil werden

Friesland/Wangerland (1. 4. 2025) – Kommt der nächste niedersächsische Ministerpräsident aus Friesland? Diese Frage stellt sich, weil Amtsinhaber Stephan Weil (SPD) angekündigt hat, sich aus der aktiven Politik zurückziehen zu wollen. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller mitteilt, habe der Landesvorstand der Partei Olaf Lies als nächsten SPD-Landesvorsitzenden vorgeschlagen. „Zudem unterstützt der Landesvorstand die Nominierung von Lies für das Amt des Ministerpräsidenten“, so Möller. „Beide Wahlen sollen voraussichtlich im Mai erfolgen.“

Oöllerlaf Lies und Siemtje M
Wird Olaf Lies neuer niedersächsischer Ministerpräsident? Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller unterstützt die Nominierung des Friesländers. Foto: SPD

Olaf Lies (57) kommt aus Sande, ist seit 2008 jeweils direkt gewählter Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Friesland-Jade und amtierender Wirtschaftsminister. Sollte er das Amt von Weil (66) in diesem Frühjahr übernehmen, wäre er aller Voraussicht nach auch Spitzenkandidat der SPD im Landtagswahlkampf 2027. Genau das könnte der Hintergrund des Rückzugs von Weil sein, der mit Lies als Wirtschafts-, aber auch als Umweltminister in den vergangenen Jahren gut zusammengearbeitet hat.

Das hatten nicht alle so erwartet. Lies war bereits 2010 einmal zum SPD-Landesvorsitzenden gewählt worden. Als er sich 2013 um die Spitzenkandidatur bewarb, unterlag er in einem Mitgliederentscheid knapp Weil, der damals noch Oberbürgermeister von Hannover war. Die damalige Konkurrenzsituation führte aber nicht zum Bruch. 

Siemtje Möller (Varel) unterstützt die Wahl Lies ins Ministerpräsidentenamt. Er sei ein profilierter und erfahrener Politiker. Die beiden Abgeordneten teilen sich unter anderem ein Wahlkreis-Büro in Jever. Lies habe sich stets für das Land Niedersachsen, aber auch für die hiesige Region eingesetzt. Auch in der Gemeinde Wangerland ist der SPD-Politiker regelmäßiger Gast – unter anderem als Redner auf den Neujahrsempfängen der Gemeinde. Möller dankte in ihrer Erklärung zugleich Stephan Weil für dessen Arbeit. Er habe die politischen Geschicke des Landes „viele Jahre sehr souverän und mit sicherer Hand gelenkt“. 

Dringender Handlungsbedarf: Ein Wolf hat auf einem Schulhof nichts zu suchen

Friesland/Wangerland (15. 5. 2023) – Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Varel) und Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (Sande) unterstützten die Forderung nach einer zügigen Einführung und Umsetzung eines regionalen Wolfsmanagements. Das unterstrichen die auch fürs Wangerland zuständigen SPD-Abgeordneten am Wochenende in einem Gespräch mit der Landjugend im Wangerland. 

Siemtje Möller und Olaf Lies
Die SPD-Abgeordnete Siemtje Möller und Olaf Lies: „Die Weidetierhaltung ist ein Teil unserer Kulturlandschaft.“ Foto: SPD

„Wir haben uns bereits mit zwei Schreiben an die zuständigen Ministerien in Land und Bund gewandt und unsere Position deutlich gemacht“, so so Siemtje Möller. „Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Grüne und FDP haben wir uns eindeutig dafür ausgesprochen, das Zusammenleben von Menschen, Weidetieren und Wolf so zu gestalten, dass möglichst wenige Konflikte auftreten. Hier sehen wir insbesondere für die Weidetierhaltung akuten Handlungsbedarf. Ministerin Lemke und Minister Meyer müssen jetzt handeln.“

Auch Olaf Lies unterstützte die Forderung: „Niedersachsen steht zum Schutz des Wolfes, denn Artenschutz ist keine Symbolpolitik. Aber die Weidetierhaltung ist ein nicht wegzudenkender Teil unserer Kulturlandschaft – und das soll auch so bleiben. Wir nehmen die berechtigten Sorgen der Weidetierhalter sehr ernst. Ihnen muss eine wirtschaftliche Zukunft ermöglicht werden. Dies kann nur mit noch effektivem Herdenschutz funktionieren.“

Die Abgeordneten zeigten sich besorgt über die Sichtungen des Wolfs in und um die Gemeinde Friedeburg. Viele Bürger seien beunruhigt, da vereinzelt Wölfe beim Durchstreifen von Ortschaften gesehen wurden. „Ein Wolf auf dem Schulhof? Das darf nicht sein“, so die SPD-Politiker. „In diesen Fällen kann auch jetzt schon gehandelt werden. Daher fordern wir das Land auf eine entsprechende Ausnahmegenehmigung auf den Weg zu bringen, um sehr zügig handlungsfähig zu sein.“ Siemtje Möller und Olaf Lies bekräftigten ihre Forderung, für jedes Bundesland europarechtskonform ein regional differenziertes Wolfsbestands-Management zu ermöglichen. 

Elektrifizierung ermöglicht mehr Bahnverkehr an die Küste

Jade-Weser-Port Vorstellgruppe
Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven soll den Jade-Weser-Port weiter beleben. Für den Containertransport sind keine Dieselloks mehr erforderlich. Foto: hol

Wilhelmshaven/Hooksiel (13. 12. 2022) – Die Stromstrippe ist in Wilhelmshaven angekommen. Nach jahrzehntelangen Planungen und einer Bauzeit von elf Jahren haben Vertreter der Deutschen Bahn AG (DB), des Bundes und des Landes Niedersachsen jetzt die Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven offiziell für abgeschlossen erklärt. Die neue Anbindung eröffnet Möglichkeiten für einem verbesserten Personenverkehr an die Küste und eine Optimierung des Güterverkehrs unter anderem zum JadeWeserPort. 

Insgesamt wurden im Rahmen des 1,36 Milliarden Euro teuren Projektes 140 Kilometer Schienenweg modernisiert. DB-Infrastrukturvorstand Berthold Huber, der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Michael Theurer, und dNiedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) nahmen die Strecke in Betrieb. Huber sprach von einer „technischen Meisterleistung für den Klimaschutz“. Mit dem Ausbau könnten über 2000 Lkw-Fahrten am Tag von der Straße auf die Schiene geholt werden. Lies, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Jade-Weser-Port Realisierungsgesellschaft: „Wir feiern nicht nur die Inbetriebnahme der elektrifizierten Bahnstrecke: Dies ist vielmehr der Startschuss für umweltschonende und leistungsfähigere Container-Transporte vom und zum JadeWeserPort Wilhelmshaven. Damit werden auch die Umschlagsmengen weiter steigen.“

Durch den Ausbau der Strecke wird nach Überzeugung des Verkehrsministers auch der Personenverkehr attraktiver. Endlich werde die Region wieder an den Fernverkehr angeschlossen. „Wir starten mit dem Regionalexpress Wilhelmshaven – Hannover. Als nächstes muss die IC-Verbindung nach Leipzig in Oldenburg geflügelt werden und dann direkt nach Wilhelmshaven fahren. Und am Schluss könnte der ICE in den Morgen- und Abendrandstunden bis Wilhelmshaven durchfahren. Ich bin davon überzeugt, dass solche Maßnahmen der Schlüssel sind, die Akzeptanz der Schiene in der Bevölkerung zu steigern und wir dadurch den Weg für mehr Nachhaltigkeit im Verkehr ebnen.“

Die Redner würdigten die herausragende Ingenieursarbeit. Die Modernisierung der Strecke war in sieben Abschnitten erfolgt. Zunächst wurde eine durchgängige Zweigleisigkeit hergestellt. Eine große Herausforderung sei der schwierige Untergrund gewesen. Spektakuläre Bauwerke wie unterirdische Brücken mit 20 Meter tiefen Pfählen und acht Meter hohen Dämme machen es möglich, dass die Bahn auf festem Untergrund fährt“, schildert die Deutsche Bahn. Die DB habe 122 000 Meter Gleis erneuert, 332 000 Tonnen Schotter aufgeschüttet und 73 Weichen installiert. Auch die Signaltechnik sei komplett erneuert worden. Zum Bau-Vorhaben gehörten zudem fünf neue Eisenbahn- und drei neue Straßenbrücken, eine neue Bahnsteigbrücke sowie 36 modernisierte Bahnübergänge. 

Katharina Jensen an der Bahn

Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Foto) würdigte die Elektrifizierung als „großen Erfolg“. Damit sei eine Voraussetzung geschaffen, mehr Personen- und Güterverkehr auf die Schiene zu bekommen. Bei aller Euphorie über Ausbau und Elektrifizierung müssten Fahrgäste aber erstmal Einschränkungen auf der Strecke in Kauf nehmen. Jensen: „Denn für mindestens ein Jahr entfällt die Direktverbindung zwischen Wilhelmshaven und Bremen. Auch die vormals für 2022 angekündigte Direktverbindung Wilhelmshaven-Hannover lässt weiter auf sich warten. Erst im Dezember 2024 ist mit der Umsetzung zu rechnen“, bedauert die Wangerländerin.

Jensen weiter: „Auch einen ICE und damit eine Fernanbindung sucht der Reisende auf der Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg trotz vieler gemachter Vorschläge weiter vergebens – anders als in Ostfriesland. Dabei ist Friesland ebenfalls eine bedeutende Urlaubsregion und diese Forderung wird daher zurecht seit Jahren nach Hannover getragen.“

Land übergibt Anleger für Flüssigerdgas an Uniper

LNG -Anleger in Wilhelmshaven
Ist fertig: Der Anleger für Flüssigerdgas-Importe am Voslapper Groden. Foto: Dietmar Boekhaus

Wilhelmshaven/Hooksiel (15.11.2022) – Nach nur 194 Tagen ist am Voslapper Groden in Wilhelmshaven ein LNG-Anleger entstanden. An der bestehenden Umschlagsanlage in Sichtweite des Hooksieler Strandes ist eine Anlegeplattform sowie Fender- und Festmacherdalben für den Liegeplatz gebaut worden, der heute offiziell in Betrieb benommen wurden. Mitte Dezember soll hier das erste FSR, eine schwimmende Speicher- und Wiederverdampfungseinheit, anlegen Der Standort Wilhelmshaven trage somit dazu bei, die Energieversorgung für Deutschland zu sichern, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD): „Ein großer Schritt für mehr Versorgungssicherheit – Niedersachsen hat geliefert“

Die Entscheidung, Wilhelmshaven als Drehscheibe für LNG-Importe zu wählen, sei richtig. Die bereits vorhandene Hafeninfrastruktur sowie die hervorragenden Rahmenbedingungen hätten dazu beigetragen, dass das Projekt zu einer Erfolgsgeschichte geworden sei. Möglich geworden sei dies vor allem durch die präzise Abstimmung und die hochprofessionelle Zusammenarbeit aller Projektpartner. Lies: „Mein Dank gilt allen beteiligten Planern, Gutachtern, Bauunternehmen, dem NLWKN und insbesondere der NPorts-Mannschaft.“

Auch Umwelt- und Energieminister Christian Meyer (Grüne) betonte den Beitrag, den der neue Anleger von NiedersachsenPorts zur Versorgungssicherheit leiste. „Gleichzeitig wollen wir mit dem Energiewende-Turbo und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und Speicher schnellstmöglich entsprechend unserer Klimaziele die Importe von fossilen Energien immer weiter verringern“, sagt Meyer. „Ziel ist es, schnellstmöglich auf klimaneutrale grüne Gase umzustellen und Wilhelmshaven zur Drehscheibe für Grünen Wasserstoff und den Import Erneuerbarer Energien aus der Nordsee zu machen“, so Meyer.

Die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG hat als Auftraggeberin mit Unterstützung der JadeWeserPort Realisierungs GmbH, der Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG und Kurt Fredrich Spezialtiefbau GmbH gemeinsam an der schnellen Umsetzung gearbeitet. Holger Banik, Geschäftsführer von NPorts sowie der JWP Realisierungs GmbH & Co. KG danke vor Ort den beteiligten Teams. „Alle Beteiligten haben unter hohem Zeitdruck unermüdlich Tag für Tag dafür gesorgt, dass dieser Anleger pünktlich fertig wird.“

LNG-Anleger Übergabe mit Minister Lies und Meyer
Heute bei der offiziellen Übergabe des LNG-Terminals: Anleger.  Von links: Karl-Heinrich Depenbrock, Gesellschafter Geschäftsführer von Depenbrock Bau, Umweltminister Christian Meyer, Holger Banik (NPorts), Christian Janssen (Uniper), Wirtschaftsminister Olaf Lies sowie Folker Kielgast und Mathias Lüdicke (beide NPorts). Foto: Dietmar Bökhaus

Im Sinne einer Staffelstabübergabe übergab NPorts die Hafen-Infrastruktur an die Firma Uniper. Diese hat parallel begonnen, auf dem Hafenanleger eine Verbindung zwischen der FSRU und den Anlagen an Land herzustellen (Suprastruktur). Die weitere Anbindung an das 28 Kilometer entfernte Erdgasleitungsnetz und damit auch an den Erdgasspeicher Etzel wird derzeit von der Open Grid Europe GmbH (OGE) realisiert.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte den vorzeitigen Baubeginn am 1. Mai 2022 bewilligt. Am 5. Mai ertönten die ersten Rammschläge. An der Baustelle waren seither stets 30 bis 40 Personen beschäftigt. Für das Fundament wurden NPorts 194 Pfähle in den Boden gerammt. Neun Beton-Halbfertigteile wurden vorgefertigt und per Ponto aus Emden zur Baustelle transportiert. Die einzelnen Teile wiegen zwischen 160 und 380 Tonnen. Die Plattform und die Zugangsstege des Anlegers wurden aus diesen Beton-Teilen gefertigt. Auch Stahl wurde bei den Zugangsstegen verbaut – insgesamt auf einer Länge von 350 Metern für 18 Laufstege. Zur Befestigung des FSRUs wurden abschließend Sliphaken auf den Vertäudalben befestigt, die auf ein Gewicht von 150 Tonnen ausgelegt sind. In der Summe wurden über 7000 Tonnen Stahl und über 3000 Quadratmeter Beton verbaut.