Jever/Wangerland (16. 12. 2025) – Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) lädt für Montag, 22. Dezember, ab 17 Uhrzu einem „Theken-Talk“ unter dem Titel „Einsamkeit und Gemeinschaft – was Fräulein Maria uns heute noch sagt“ in die „Kajüte“ in der Steinstraße 2a in Jever ein.
Der Termin findet bewusst kurz vor Weihnachten statt, einer Zeit, in der Einsamkeit besonders sichtbar wird: Bei älteren Menschen ebenso wie bei Jugendlichen, bei Familien wie bei Alleinlebenden. Im Mittelpunkt steht die Frage, was Kirche, Kultur und regionale Geschichte heute zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen können.
Gesprächsgäste sind unter anderem Pastor Jürgen Walter sowie Prof. Dr. Antje Sander vom Schlossmuseum Jever. Gemeinsam wird ein Bogen geschlagen von der historischen Figur Fräulein Maria, ihrer Bedeutung für Jever und der Frage, welche Impulse ihr Wirken für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen geben kann.
Wortmeldungen aus dem Publikum sind ausdrücklich willkommen. Um Anmeldung per E-Mail an: moin@katharina-jensen.info wird gebeten.
Jever/Wangerland (15. 12. 2025) – Bei zwei zusammenhängenden Verkehrsunfällen auf der Bundesstraße 210 ist am Sonntag erheblicher Schaden entstanden. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Verursacher zwar stellen. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen aber noch. Insbesondere machte die Polizei noch keine Angaben dazu, ob der 57-Jährige unter Alkohol oder unter Drogen stand.
Ausfahrt in verkehrter Richtung befahren
Die Unfälle ereigneten sich am Sonntag kurz vor 19 Uhr im Bereich der Anschlussstellen Jever-Mitte und Jever-West. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 57-jährige Mann mit seinem Pkw zunächst eine Ausfahrt entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und gelangte so auf die B 210. Anschließend sei er auf den richtigen Fahrstreifen in Richtung Wittmund gewechselt. Hier, so die Ermittler, sei er aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Pkw aufgefahren. Die 19-jährige Fahrerin dieses Fahrzeugs blieb unverletzt, der Pkw war weiterhin fahrbereit.
Von Unfallstelle entfernt
Der Verursacher habe sich von der Unfallstelle, nachdem er zuvor noch den angrenzenden Seitenbereich befahren und eine Schutzplanke touchiert habe, schildert die Polizei. Nur wenige Minuten später kam es im weiteren Verlauf der B 210 zu einem erneuten Auffahrunfall, bei dem derselbe Mann auf einen weiteren Wagen auffuhr. In diesem Fall wurde die 25-jährige Fahrerin des Fahrzeugs leicht verletzt, ihr Pkw war nicht mehr fahrbereit.
Zeuge nahm Verfolgung auf
Auch nach diesem Unfall entfernte sich der Verursacher vom Unfallort. Mehrere Zeugen meldeten die Vorfälle bei den Leitstellen. Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr wurden alarmiert. Ein Zeuge nahm zudem die Verfolgung des flüchtigen Fahrzeugs auf und hielt Kontakt zur Polizei.
Der 57-Jährige habe schließlich durch Einsatzkräfte angehalten werden können. „Der Mann wurde zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht“, so die Polizei. Die leicht verletzte Unfallbeteiligte habe nach rettungsdienstlicher Versorgung vor Ort entlassen werden können. Gegen den Unfall-Verursacher wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Wangerland (14. 12. 2025) – Hohenkirchen ist zwar schon seit etlichen Jahren kein Bundeswehr-Standort mehr. Aber die traditionell guten Beziehungen zwischen der Gemeinde Wangerland und der Luftwaffe halten an. Am Freitagabend begrüßten Bürgermeister Mario Szlezak und der Kommandeur des in Upjever stationierten Objektschutzregiments der Luftwaffe, Oberst Oliver Tamminga, über hundert Gäste in der St.-Sixtur-und-Sinicius-Kirche zum voweihnachtlichen Konzert des Marinemusikkorps Wilhelmshaven.
„Man hoch die Tür“ – mit diesem Lied schlossen die Musiker des Marinemusikkorps Wilhelmshaven ihr vorweihnachtliches Konzert in Hohenkirchen ab. Foto: hol
Das Benefiz-Konzert wurde nach 2024 jetzt zum zweiten Mal nach der Neugründung des Musikkorps angeboten. Anderthalb Stunden lang verwöhnten ein Posaunenensemble und ein Blechbläserquintett der Militärmusiker die Ohren der Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich mit stehendem Applaus bedankten. Zum Abschluss des Konzerts gaben beide Formationen das Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“ zum Besten – und natürlich sang das Publikum mit.
Das Programm bestand aus klassischen (Joseph Hayden, Anton Bruckner) und modernen Stücken wie etwa Filmmusiken sowie dem Advendsklassiker „Tochter Zion“. Im Anschluss verließen Musiker und Zuhörer die von Fackelträgern beleuchte Kirche und trafen sich im „Wangerland Resort“ zum Austausch.
Wangerland (14. 12. 2025) – Die Feuerwehren im Wangerland freuen sich über neues Gerät. In dieser Woche hat das Magirus-Werk in Ulm ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20) an die Freiwillige Feuerwehr Minsen ausgeliefert.
Die Feuerwehr Minsen freut sich über ein neues Löschgruppenfahrzeug. Foto: Feuerwehr
Nach den Worten von Bürgermeister Mario Szlezak belief sich die Investition der Gemeinde dafür auf rund 364.000 Euro. Darüber hinaus habe die Ortswehr Tettens aktuell ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) für 64.000 Euro erhalten. „Beide Fahrzeuge stärken die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren erheblich und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung“, so Szlezak.
Grundlage für die Investitionen ist der Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde. Auf Grundlage dieser Selbstverpflichtung habe man jetzt auch den Bauantrag für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Hohenkirchen („Bunte Wache“) eingereicht, für das Investitionskosten von 5,2 Millionen Euro veranschlagt sind. „Planung und Vorbereitung erfolgten in sehr guter und konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Ortskommando, Feuerwehr und Verwaltung“, so Szlezak, der am Beispiel der Feuerwehren das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde insgesamt lobte.
So habe etwa die Ortswehr Garms gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde in erheblicher Eigenleistung ihren Mannschaftsraum renoviert. „Mit schmalen finanziellen Mitteln ist ein moderner und ansprechender Raum entstanden, ein Paradebeispiel für die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Verwaltung und Bauhof“, so der Bürgermeister.
Wangerland/Brake (11. 12. 2025) – Zum 1. Januar 2026 steigt der Trickwasserpreis. Wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) mitteilt, wird der Preis je Kubikmeter Trinkwasser von derzeit 1,56 Euro auf 1,70 Euro angehoben. Das entspricht einer Anhebung um knapp neun Prozent. Hinzu kommt, dass der Grundpreis je Wasseranschluss von monatlich 8,49 Euro auf 8,66 Euro (plus zwei Prozent) steigt.
Die Schmutzwassergebühr für Kunden in der Gemeinde Wangerland hingegen sinkt – wie berichtet – von 3,99 Euro je Kubikmeter auf 3,68 Euro (minus 7,8 Prozent). Die Niederschlagswassergebühr bleibt bei 0,44 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche unverändert.
Der OOWV bittet seine Kunden im Zuge der Preisanpassungen darum, ihre Zählerstände zum 31. Dezember abzulesen und sie bis spätestens zum 16. Januar über das Kundenportal an den Zweckverband zu übermitteln.
Hooksiel/Horumersiel (11. 12. 2025) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet zum Jahresende noch eine Reihe von Veranstaltungen für Gäste und Einheimische in Hooksiel und Horumersiel an. So findet am Sonntag, 14. Dezember, im Gästehaus Hooksiel die humorvolle Lesung „Advent op Platt“ mit den Wangerländer Urgesteinen Wieland Rosenboom und Kurt Brandenburg statt.
„Advent up Platt“
Beginn ist um 17 Uhr. Wie die WTG mitteilt, sind noch einige Plätze frei. Die Eintrittskarten sind kostenlos. Besuche werden aber um Spenden gebeten, die ebenso wie Einnahmen aus dem Glühwein- und Punschverkauf ans Friedel-Orth-Hospiz in Jever gehen werden.
Der Besuch der Veranstaltung ist nur mit Anmeldung möglich. Karten sind erhältlich an den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel oder online unter wangerland.de. Bereits am vergangenen Sonntag ist das humorvolle Plattdeutsch-Duo in Horumersiel vor zahlreichen Zuhörern aufgetreten. Die Bewertung der WTG: „Ein voller Erfolg.“
Weihnachtliches Konzert
Am Freitag, 19. Dezember, ab 19 Uhr spielen „De Platters“ , die Wangerländer Musiker Uwe Siuts und Hardwig Gerdes, im Gästehaus Horumersiel ein weihnachtliches Konzert auf Hoch- und Plattdeutsch – natürlich mit Glühwein und Spekulatius. Dazu, so die WTG, wird es eine Weihnachtsverlosung geben. Auch an diesem Abend werden Spenden fürs Friedel-Orth-Hospiz gesammelt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Am Samstag, 20. Dezember, steht dann die Komödie „Blaue Weihnacht“ im Kursaal in Horumersiel auf dem Programm. Die Schauspieler Jeffrey von Laun und Vasilios Zavrakis werfen in der Rolle von charmanten Trunkenbolden die Frage auf: „Wer nimmt Oma diesmal?“. Tickets gibt es unter wangerland.de.
Deichleuchten
Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens plant die WTG, auch in 2026 alle ihre Großveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungsreihen auszurichten. Das kündigte Veranstaltungsmanager Florian Wirth kürzlich vor dem Tourismusausschuss der Gemeinde Wangerland an. Begrüßt wird das neue Jahr mit dem „Wangerländer Deichleuchten“, bei dem das neue Jahr in der Silvesternacht am Deich mit Lichtern statt mit Böllern und Raketen begrüßt wird.
Wangerland (12. 12. 2025) – Die Gemeinde Wangerland lädt traditionell zu einem Neujahrsempfang ein. Die öffentliche Veranstaltung wird nach den Worten von Bürgermeister Mario Szlezak am Freitag, 2. Januar 2026, im Kursaal des Haus des Gastes in Horumersiel stattfinden. Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 19 Uhr. „Alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen.“
Begleitet wird der Abend von einem kleinen Programm. Der Bürgermeister lässt das Jahr Revue passieren. Unter anderem wird der Shanty-Chor Likedeeler aus Horumersiel auftreten. Zu den Gästen der Veranstaltung gehören neben Wangerländer Bürgern traditionell auch Vertreter von Nachbarkommunen, Behörden und Institutionen. Szlezak: „Vor allem soll der Neujahrsempfang aber Raum für Begegnung, Austausch und Gespräche bieten.“
Hooksiel (10. 12. 2025) – Mit einem Dankeschön an alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde Wangerland hatte Bürgermeister Mario Szlezak am Dienstagabend seine letzte Rede dieses Jahres vor dem Rat der Gemeinde Wangerland beendet. Am Mittwochvormittag ließ er den Worten Taten folgen. Wangerlands erster Repräsentant lud die Arbeitsgruppe Hooksiel zum Frühstück ein.
Bürgermeister Mario Szlezak (rechts) bedankte sich mit einem Frühstück für das Engagement der Arbeitsgruppe Hooksiel. Foto: hol
„Was ihr macht, ist mit Geld nicht aufzuwiegen“, sagte Szlezak bei Kaffee, Tee und belegten Brötchen in der Bäckerei Ulfers. Der Einsatz der Arbeitsgruppe sei „großartig“ und „beispielhaft für die Gemeinde“. Seit über 25 Jahren packe die Gruppe von Männern und Frauen Projekte, vornehmlich im Ortsteil Hooksiel, an, erhöhe damit die Attraktivität des Ortes, zeige Gemeinschaftssinn und entlaste auch die Gemeinde und deren Bauhof.
Über 2500 Arbeitsstunden
Man arbeite gern. „Aber was wir machen, entscheiden wir selbst“, sagte Gruppensprecher Bruno Bölts. In diesem Jahr seien zwischen 2500 bis 2600 Arbeitsstunden geleistet worden. Unterstützt werde man unter anderem von Unternehmen aus dem Ort, von vielen Bürgern und auch vom Bauhof. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe treffen sich jeden Mittwochvormittag zu gemeinsamen Arbeitsstunden. Immer wieder würden aber auch von einzelnen Aktiven an anderen Tagen Aufgaben übernommen.
Bölts hatte Szlezak vor dem Frühstück auf einer Rundreise durch den Ort begleitet und ihm einen Teil der aktuellen Projekte sowie die Werkstatt der Gruppe in einer Scheune bei Pakens gezeigt. Die Arbeitsgruppe betreut unter anderem die Verkehrsinsel am nördlichen und die maritim gestaltete Fläche am südlichen Ortseingang, die rechtlich noch zu Wilhelmshaven gehört. Hier soll demnächst die dort platzierte Boje einen neuen Anstrich erhalten, sagte Bölts.
Dietrichsberg und Ankerpfad
Von der Arbeitsgruppe gehegt und gepflegt werden der „Dietrichsberg“, die höchste Erhebung im Freizeitgelände, sowie der Ankerpfad, der sich inzwischen mit zahlreichen Exponaten quer durch Hooksiel zieht. Jüngster Anlaufpunkt: Ein Anker mit Sitzbank am Verbindungsweg von der Hamburger Straße zum Neubaugebiet.
Mit dem Bürgermeister-Frühstück verabschiedete sich die Gruppe in die Weihnachtspause. Beim nächsten Arbeitsdienst am 6. Januar werde man damit beginnen, die über 60 Weihnachststerne wieder abzubauen, die man in den vergangenen Wochen an den Straßenlaternen installiert hat und die den Ort derzeit in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen.
Passend zum Weihnachtsfest richtete Bölts einen Wunsch an den Bürgermeister und die Gemeinde: Das Awo-Heim am Gästehaus, das Domizil der Arbeitsgruppe, möge die aktuellen Turbulenzen um die Wangerland Touristik GmbH überstehen.
Wangerland/Hooksiel (10.12. 2025) – Das war knapp. 12 von 23 anwesenden Ratsmitgliedern sprachen sich am Dienstagabend für die Ablösung des Ratsvorsitzenden Johann-Wilhelm Peters (SPD) aus. 11 votierten gegen den Antrag von der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP).
Im März 2024 hat Johann-Wilhelm Peters (rechts) das Amt des Ratsvorsitzenden von Wolfram Sandmeier (links) übernommen. Jetzt scheiterte der Vorstoß eines Teils des Rates knapp, den Sozialdemokraten abzuwählen. In der Mitte: Bürgermeister Mario Szlezak. Archiv-Foto: hol
Peters bleibt aber weiter im Amt. Für seine Abwahl wären 13 Stimmen erforderlich gewesen, nämliche eine absolute Mehrheit des 25-köpfigen Rates. Zwei Ratsvertreter konnten an der Sitzung nicht teilnehmen.
Streit um Verfahrensfragen
Alice Brandenburg-Bienek (CDU) hatte den Antrag damit begründet, dass Peters nach Ansicht ihrer Gruppe nach jahrelanger souveräner Amtsführung zuletzt mit dem „Ratsvorsitz überfordert“ gewesen sei. Auslöser für der Vorstoß war die Ratssitzung im September, in der es bei der Beschlussfassung über den geplanten Verkauf der Rundinsel im Wangermeer einen Disput über Verfahrensfragen gab. Zum Unmut der GfW hatte Peters zunächst über eine Beschlussvorlage der Verwaltung abstimmen lassen – und erst danach über einen Antrag der CDU. Peters: „Ich bin mit sicher, dass ich weder böswillig noch absichtlich die Geschäftsordnung missachtet habe.“
Geheime Abstimmung
Das Ergebnis der Abstimmung wurde mit Spannung erwartet. Immerhin hatte sich die GfW bei ihrem vorbereitenden Antrag auf geheime Abstimmung mit 11:9 Stimmen (bei drei Enthaltungen) durchgesetzt. In der im Anschluss vom Ratsvorsitzenden souverän geleiteten Sitzung arbeitet der Rat eine Fülle von Entscheidungen ab. Unter anderem wurden die neuen Satzungen für die Zweitwohnungssteuer, für den Gästebeitrag und den Tourismusbeitrag einstimmig bzw. mit einer Gegenstimme verabschiedet.
Gästebeitrag gesenkt
Die Zweitwohnungssteuer wurde durch einen neuen Berechnungsmodus rechtssicher gemacht. Der Gästebeitrag gemäß der Empfehlung eines Sachverständigen als Folge der Schließung verschiedener touristischer Angebote (Bäder) der insolventen Wangerland Touristik GmbH ab 2026 von 3,80 Euro je Übernachtung (Erwachsener in der Hauptsaison in Zone 1) auf 3,20 Euro gesenkt. Der Tourismusbeitrag, mit dem der Marketing-Aufwand der WTG gedeckt werden soll, bleibt auf eine Summe von 350.000 Euro gedeckelt.
Unterstützung für SC Wangerland
Einstimmig auf den Weg gebracht wurde auch ein Grundsatzbeschluss zum Projekt „Barrierefreier Sanitärzugang an der Sportstätte ,An der Jaderennbahn‘ in Hooksiel“. Die Gemeinde plant im Verbund mit dem Sport-Club Wangerland den Neubau eines barrierefreien Gebäudes mit Sanitär-, Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplätzen und Tennisanlage.
Die Hoffnung: Das Projekt könnte durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gefördert werden. Der Ratsbeschluss garantiere dem Verein ein 25-jähriges Nutzungsrecht der Anlage und öffne den Weg für die Teilnahme am Interessenbekundungs-Verfahren für das Bundesprogramm, sei aber noch mit keiner finanziellen Verpflichtung für die Gemeinde verbunden, erläuterte der für Sportangelegenheiten zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Markus Gellert.
Bekanntmachungen künftig im Netz
Einstimmig verabschiedete der Rat auch eine Änderung der Hauptsatzung. Auf Bekanntmachungen der Gemeinde soll es danach künftig in den Tageszeitungen nur noch einen Hinweis geben. Der komplette Text der Bekanntmachungen wird dann auf der Internetseite der Gemeinde (www.wangrland.org) und gegebenenfalls am und im Rathaus veröffentlicht werden.
Wangerland/Hooksiel (9. 12. 2025) – Die Suche nach einem Investor für das Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen in Hooksiel geht in eine neue Runde. Wie Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) in der Ratssitzung am Dienstagabend mitteilte, habe der Verwaltungsausschuss beschlossen, „die Fläche erneut aktiv in die Vermarktung zu geben und Gespräche auch mit weiteren Interessenten aufzunehmen“.
Die Gemeinde Wangerland verhandelt jetzt mit weiteren Interessenten für das ehemalige Feuerwehrareal am Alten Hafen in Hooksiel. So sah der Vorentwurf für ein Hotel aus, das auf dem Filetgrundstück gebaut werden sollte. Foto: hol
Die Gemeinde hatte sich nach einem Interessenbekundungs-Verfahren für die Firma „Moss und Kumbrink“ als Planer ausgesprochen. Bislang habe das Unternehmen jedoch weder einen Investor noch einen Betreiber für das geplante Hotel-Projekt benennen können. Ziel bleibe es, so Szlezak, für diesen zentralen Standort eine zukunftsfähige Lösung zu entwickeln. „Sobald hierzu konkrete Ergebnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert.“
Kommunikation nicht ausreichend
Ausführlich ging der Bürgermeister auf die aktuelle Lage der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) ein. Betroffen davon seien vor allem die Mitarbeiter, Wangerländer Bürger, Urlaubsgäste und die touristischen Leistungsträger. Durch die Schließung beider Hallenbäder im Gemeindegebiet habe sich die Situation nochmals deutlich verschärft, so Szlezak.
Die Steuerung des nicht-öffentlichen Verfahrens samt der Kommunikation läge beim Insolvenzverwalter und beim Gläubigerausschuss. „Aber es ist uns bewusst, dass in der Öffentlichkeit und auch hier im Rat ein berechtigter Wunsch nach Transparenz und klarer Kommunikation besteht“, sagte der Bürgermeister und räumte ein: „Rückblickend muss offen benannt werden, dass diese Kommunikation an verschiedenen Stellen nicht ausreichend gelungen ist.“
Chance für ein Schwimmbad?
Szlezak versicherte, dass Entwicklungen, die öffentlich gemacht werden dürfen, auch umgehend öffentlich gemacht würden. Unabhängig davon laufe die umfassende Aufarbeitung der Ursachen für die Insolvenz von Verantwortlichkeiten, Entscheidungen und Kostenentwicklungen weiter. „Das ist eine echte Herkulesaufgabe.“ Als Auslöser der finanziellen Schieflage der WTG gilt der Bau des „Thalasso Meeres Spa“. Die Kosten dafür hatten sich auf zuletzt veranschlagte 23 Millionen Euro verdreifacht.
Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen wird, die gemeindeeigene WTG schrittweise zu konsolidieren und perspektivisch auch wieder ein Schwimmbad-Angebot vorzuhalten. Dies sei mit Blick auf Schulen, Vereine, Bürger, Gäste sowie die touristischen Leistungsträger erforderlich.
Windpark vorerst auf Eis
In seinen Ausführungen ging der Bürgermeister auf eine Reihe von Projekten ein, die bereits öffentlich diskutiert wurden, für die aber noch Beratungsbedarf bestehe. So etwa für die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde zugunsten zweier neuer Windpark-Flächen bei Wiarden. Hier sollen moderne Windräder als Ersatz für eine größere Zahl von Alt-Anlagen entstehen, die aufgrund ihrer Größe nicht als privilegiert für ein so genanntes Repowering gelten. Szlezak: „Es sollen zunächst grundsätzliche Überlegungen angestellt werden, ob und in welchem Umfang zusätzliche Windenergie in der Gemeinde Wangerland insgesamt noch sinnvoll und verträglich umgesetzt werden kann.“
Rundinsel noch nicht verkauft
Offene Fragen gebe es auch noch zur Entwicklung der ehemaligen Hofstelle Damm an der Helmstedter Straße in Hohenkirchen. Geplant war hier eine ans „Wangerland-Ressort“ angegliederte Außenanlage. Auch der Verkauf der Rundinsel im Wangermeer sei bislang nicht unter Dach und Fach. Die Verwaltung arbeite noch an den vertraglichen Grundlagen. Auch in diesem Fall geht es um einen Vertrag mit den Betreibern des „Wangerland-Ressorts“, die hier eine Abenteuerinsel entwickeln wollen.
Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, hat die Gemeinde aus dem Bestand der WTG landwirtschaftliche Flächen am Ortsrand von Tettens gekauft. Die Grundstücke würden Potenzialflächen für die zukünftige Entwicklung von Tettens darstellen, so Szlezak. Möglicherweise könnte hier auch ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden, das laut Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde in den kommenden Jahren erforderlich werde. Unabhängig davon bietet die Gemeinde im Bereich des Schwimmbades Tettens einige Baugrundstücke zum Verkauf an.