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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Polizei sucht nach Zeugen für Streit in Hohenkirchen

Wangerland (1. 3. 2026) – In Hohenkirchen ist es in der Nacht zum Sonntag zu einer Auseinandersetzung mit Körperverletzungen und wechselseitigen Bedrohungen gekommen. Nach Mitteilung der Polizei sind gegen 22.50 Uhr im Bereich der Helmsteder Straße zwei Jugendliche im Altern von 14 und 16 Jahren sowie ein 41-Jähriger in Streit geraten.

Dabei sei, so die Polizei, gegen den 41-Jährigen ein Reizstoffspray eingesetzt worden. Im weiteren Verlauf sollen die Jugendlichen von einer bislang unbekannten, weiteren Person mit einem Schlagwerkzeug bedroht und kurzzeitig verfolgt worden sein. 

Die Polizei sucht nach Zeugen. Wer sachdienliche Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, möge sich unter Telefon 04461/7449-0 bei der Polizei in Jever melden.

Frist für die Anmeldung von Osterfeuern läuft

Wangerland/Hooksiel (28. 2. 2026) – Traditionell werden in Friesland am Ostersamstag in der Abenddämmerung sogenannte „Brauchtumsfeuer“ entzündet, um das Osterfest zu feiern. Voraussetzung für diese Feuer ist, dass sie als öffentliche, für jede Person zugängliche und traditionell wiederkehrende Brauchtumsfeuer bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde angemeldet werden. Die Kommunen nehmen Anzeigen bis zum 20. März in den Rathäusern entgegen.

Osterfeuer 2024
Osterfeuer müssen bei den Kommunen angemeldet werden. Die Frist läuft bis zum 20. März. Archiv-Foto: hol

Brauchtum steht im Fokus

„Wichtig ist bei den Osterfeuern, dass das Brauchtum im Fokus steht“, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Friesland. Die untere Abfallbehörde weist darauf hin, dass das Verbrennen von Gartenabfällen grundsätzlich verboten ist. Eine Ausnahme besteht nur für Brauchtumsfeuer, bei denen das gemeinsame Feiern eines Festes im Vordergrund steht. 

Dabei dürfen ausschließlich getrocknete Äste und trockenes Strauchgut verbrannt werden. „Altreifen, Kunststoff, Sperrmüll, Öle und andere Abfälle gehören nicht ins Osterfeuer.“ Gleiches gelte für behandeltes oder beschichtetes Holz, zum Beispiel aus Zäunen. Da ein Brauchtumsfeuer bis etwa Mitternacht erloschen sein muss, dürfen auch keine dicken Stämme oder Wurzelstöcke verbrannt werden. Informationen zur richtigen Entsorgung von Gartenabfällen finden Interessierte unter www.friesland.de/gartenabfall.

Schutz von Tieren wichtig

Der Standort eines Brauchtumsfeuers sollte sorgsam ausgewählt werden. Neben dem Brandschutz und dem Schutz der Nachbarschaft vor Rauchbelästigung geht es hierbei auch um den Umwelt- und Naturschutz. So muss ausreichend Abstand zu Naturdenkmalen sowie zu Schutzgütern wie geschützten Landschaftsbestandteilen und Wallhecken eingehalten werden. 

Um Tiere zu schützen und artenschutzrechtliche Verstöße zu vermeiden, sollte Baum- und Strauchschnitt frühestens sieben Tage vor dem Feuer angeliefert, großflächig verteilt und maximal 80 Zentimeter hoch gelagert werden. Am Tag des Abbrennens kann das Material dann zur Feuerstelle gebracht und aufgeschichtet werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass kleine Tiere wie Amphibien, Hasen oder Igel das Material als Unterschlupf nutzen oder Vögel ihre Nester darin bauen und beim Abbrennen zu Schaden kommen. 

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Übergewicht und Adipositas sind gesellschaftliches Problem

Friesland/Sanderbusch (27. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ laden am Welt-Adipositas-Tag am Mittwoch, 4. März, von 17 bis 19.30 Uhr zu einer Info-Veranstaltung in die Cafeteria im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch ein. Der Eintritt ist frei. 

„Wir wollen damit vor allem Menschen erreichen, die von der Krankheit betroffen sind, aber nicht wissen, wie ihnen geholfen werden kann oder die sich erstmal nur ungezwungen informieren möchten“, sagt Dr. Christian Delfs, Leiter des zertifizierten Adipositas-Zentrums der Friesland Kliniken. Übergewicht und Adipositas sind ein gesellschaftliches Problem. Laut Deutscher Adipositas Gesellschaft sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland übergewichtig – und jedes sechste Kind. 

Mit Adipositas geht eine geringere Lebenserwartung einher, etwa durch ein höheres Herzinfarkt-Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Hinzu kommen psychische Erkrankungen und soziale Ausgrenzung. Die verschiedenen Aspekte werden die Vortragenden Antje Lüken, Ernährungsberaterin (Schortens), Fachärztin Hanna Frenzke (Medicover Oldenburg MVZ), Dr. Christian Delfs („Friesland Kliniken“) und Facharzt Dr. Ertan Dogu (Herzzentrum Bremen) beleuchten.

Um Anmeldungen beim Bildungszentrum der „Friesland Kliniken“ wird gebeten; per E-Mail: bildungszentrum@friesland-kliniken.de oder per Telefon: 04422 80-1835.

Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag

Friesland (22. 2. 2026) – Rund um den Internationalen Weltfrauentag am 8. März wird es im Landkreis Friesland und der Stadt Wilhelmshaven informativ und inspirierend: Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten Friesland/Wilhelmshaven hat mit Partnerinnen und Partnern einen Veranstaltungskalender erarbeitet. Der Kalender mit allen Terminen und Informationen ist online unter www.friesland.de/weltfrauentag zu finden.

Von Frauenkino über Frauenfrühstück bis zu Vorträgen zu verschiedenen Themen wie Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Finanzen, das Angebot ist vielseitig und lädt zum Austausch ein. Kreative und praktische Workshops runden das Programm ab. Im Wangerland finden keine Veranstaltungen statt.

Ein Angebot in der Nähe: Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen lädt zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Freitag, 6. März, um 14.30 Uhr in das „LOK Kulturzentrum“ Jever. Unter dem Motto „Ein Mann ist keine Altersvorsorge – warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist“ gibt es einen Vortrag von Betriebswirtin Helma Sick

Der Internationale Frauentag wird seit über 100 Jahren begangen. Seine Wurzeln hat der Weltfrauentag in der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. 1910 schlug die deutsche Frauenrechtlerin Clara Zetkin auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Seit 1911 wird dieser in vielen Ländern begangen.

Heute steht der 8. März weltweit für den Einsatz für Gleichberechtigung, faire Arbeitsbedingungen, gleiche Bezahlung, politische Teilhabe sowie den Schutz vor Diskriminierung und Gewalt. Der Tag wird genutzt, um auf Fortschritte aufmerksam zu machen und auch auf die Herausforderungen, die nach wie vor bestehen.

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Fachkräftemangel im Bauamt: Planungen bleiben unbearbeitet liegen

Wangerland (26. 2. 2026) – War es nur Wahlkampfgetöse oder haben die Kritiker im Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung ein echtes strukturelles Problem der Gemeinde Wangerland identifiziert? Bei der lebendigen Debatte ging es eigentlich „nur“ um die Verlängerung von so genannten Veränderungssperren für verschiedene Bebauungspläne. Einige davon sind allerdings bereits ausgelaufen, ohne dass die Verwaltung den Rat darüber rechtzeitig informiert hat.

Veränderungssperren abgelaufen

Veränderungssperren sind eine Art Notbremse für Kommunen, zu deren Kernaufgaben die Bauleitplanung gehört. Die Bauleitplanung umfasst Flächennutzungspläne und Bebauungspläne, die regeln, was ist einem Ortsteil oder auch nur einem Straßenzug gebaut werden darf – oder eben nicht. 

Unterschiede zwischen Wohn- und Gewerbegebieten etwa liegen auf der Hand. Aber auch im Bereich der Wohngebiete gibt es etliche Differenzierungsmöglichkeiten. Hier sollen Häuser maximal eingeschossig sein, dort sind Mehrfamilienkomplexe möglich. Die Größe des Bauteppichs, der Abstand zum Nachbarhaus, die Dachform; die Liste der regelbaren Details ist lang. Unter anderm geht es im Wangerland auch um die Frage, wo in welchem Umfang die Vermietung Ferienwohnungen zulässig ist und wo nicht.

Die Veränderungssperre ist eine kommunale Satzung. Mit ihr wird eine allgemeine Bausperre für neue Vorhaben in Gebieten verhängt, in denen die Gemeinde Änderungsbedarf sieht. Ausnahmen für Projekte, die dem politischen Willen entsprechen, können erteilt werden. Die Sperrzeit, in der die Gemeine neue Bauregeln aufstellen kann, umfasst zwei Jahre, kann aber bei Bedarf um weitere zwei Jahre verlängert werden. 

Personalmangel im Bauamt

Zwei Jahre haben der Gemeinde Wangerland in einer Reihe von Fällen aber nicht ausgereicht. Bei der Personalstärke im Bauamt der Gemeinde gibt es schon seit längerem Engpässe. „Das Aufstellen eines neuen Bebauungsplanes dauert in der Regel ein gutes Jahr“, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. Und da die Gemeinde Wangerland im Zuge der Umsetzung ihres Gemeindeentwicklung-Konzeptes seit gut zwei Jahren eine Vielzahl von Bebauungsplänen überarbeitet und auch noch andere wichtige Planungsvorhaben auf dem Tisch liegen, hätten Prioritäten gesetzt werden müssen. 

Soweit so einleuchtend. Aber: Teilweise sei außer dem Aufstellungsbeschluss nichts mehr passiert, räumte Bauamtsleiter Peter Podein ein. Eigentlich müssten die Pläne danach im Detail ausgearbeitet, öffentlich ausgelegt und Bedenken abgewogen werden. Bevor der neue Plan Rechtskraft gewinnt, sind zwei weitere Ratsbeschlüsse nötig. Flächennutzungspläne müssen zudem noch vom Landkreis abgesegnet werden. 

Politik kritisiert Verwaltung

Alice Brandenburg-Bienek (CDU) zeigte sich „verwundert, nein verärgert“. Die von ihre geführte Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) habe mehrfach nach dem Stand der Planungen gefragt, aber keine Rückmeldung erhalten. Entsprechend überrascht sei man gewesen, dass die Verwaltung jetzt gleich sieben Veränderungssperren in die Beratungen eingebracht habe – die meisten davon betreffen Teile von Horumersiel – , von denen einige bereits im vergangenen Jahr abgelaufen waren. Brandenburg-Bienek: „Ich finde das dramatisch.“

Auch Immo Müller (UWW) hält die Sachlage für „nicht akzeptabel“. SPD-Fraktionschef Holger Ulfers stufte die Sachlage hingegen als „ärgerlich, aber nicht dramatisch“ ein. Er regte mehr Transparenz und regelmäßige Informationen für die politischen Gremien über den Bearbeitungsstand sämtlicher Planungsprojekte an. 

Nur Wahlkampfgeplänkel?

Zu den Engpässen in der Bauverwaltung sei es gekommen, obwohl ein Teil der Arbeit bereits an private Planungsbüros vergeben wird, sagte Podein. Aber auch die müssten aus der Verwaltung heraus begleitet werden. Dafür hätten lange die nötigen Fachkräfte gefehlt. Inzwischen habe sich die Personallage ein wenig entspannt. „Die Mitarbeiter im Bauamt haben fleißig gearbeitet“, beteuerte Bürgermeister Szlezak. Faktisch gebe es bislang auch keine Probleme. Es seien keine Bauanträge eingegangen, die entgegen dem politischen Willen der Gemeinde hätten genehmigt werden müssen. Die scharfe Kritik an der Verwaltung stufte er als „Wahlkampfgeplänkel“ ein.

Immobilienbesitzer müssen warten

Heiko Manott, als Vertreter des Seebadevereins Horumersiel beratendes Mitglied im Ausschuss, wies Politiker und die Verwaltung darauf hin, dass der Streit um die Laufzeit von Veränderungssperren keineswegs nur von akademischer Bedeutung ist. „Dahinter stehen menschliche Schicksale. Da warten im Zweifelsfall Besitzer von Immobilien, die nicht wissen, was sie mit ihren Gebäude anfangen können.“ 

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Thalassa Meeres Spa erweitert seine Öffnungszeiten

Horumersiel (25. 2. 2026) – Das „Thalasso Meers Spa“ (TMS) erweitert seine Öffnungszeiten. Ab dem  1. März  hat der Spa-Bereich donnerstags von 11 bis  20  Uhr geöffnet. Mit dem „langen Donnerstag“ will die Wangerland Touristik GmbH (WTG) insbesondere Berufstätige ansprechen, die mit den Angeboten des Hauses Erholung und Bewegung am Meer suchen. 

Eine weitere Neuerung: Ab dem 6. März bietet der Gesundheitstempel in Horumersiel einen „Aqua Jumping Kursus“ an. Immer freitags um 17.30 Uhr können Teilnehmende in einer 45-minütigen Einheit auf Unterwasser-Trampolinen klassische Sprungabläufe trainieren und so Körperhaltung und Muskulatur stärken.

Entsprechende Ganzkörpertrainings-Kurse hatte es bereits in der inzwischen geschlossenen „Friesland Therme“ gegeben. Die Einheiten finden in kleinen Gruppen mit maximal acht Teilnehmenden statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann online oder direkt im TMS erfolgen. 

Naturschutz im Watt bringt Existenzen von Fischern in Gefahr

Wangerland (24. 2. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland), fischereipolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, wirkt für einen echten Dialog zwischen Landesregierung, Naturschützern und Fischern. Die aktuellen Pläne zum Schutz des Wattenmeeres könnten andernfalls die Existenz vieler Betriebe bedeuten. 

Mindestens zehn Prozent der Meeresfläche vor Niedersachsens Küste sollen streng geschützt werden. Fischerei wäre dann in weiten Teilen des Nationalparks Wattenmeer nicht mehr möglich. Archiv-Foto: hol

„Naturschutz im Wattenmeer ist wichtig und richtig“, so Jensen. Aber der Zeitpunkt und die Grundlage der aktuellen Planungen seien hochproblematisch. Künftig sollen zehn Prozent des Wattenmeers streng geschützt werden. Das bedeute noch weniger Fläche für die Küstenfischer. „Da die Flächenkonkurrenz vor unserer Küste bereits heute sehr groß ist, ist das inzwischen eine Existenzfrage“, so die CDU-Politikerin.

Verbände beziehen Position

Das Umwelt- und das Agrarministerium in Hannover würden mir ihrer Planung Vorgaben aus der EU-Biodiversitätsstrategie umsetzen. Danach müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen geschützt und davon mindestens zehn Prozent streng geschützt werden. Derzeit läuft die Verbandsbeteiligung, das Konzept soll schon im März vorgelegt werden. 

Die Umweltschutz-Organisation WWF fordert mit Blick auf den ökologischen Zustand der Küstengewässer sogar einen Fischereistopp für rund die Hälfte der derzeit noch befischten Gebiete im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Damit würden die Fanggründe der Krabbenfischer nach Ansicht des WWF lediglich um 35 Prozent verkleinert. Gerade die Krabbenfischer würden aufgrund ihrer hohen Beifangrate die Natur erheblich schädigen. Der WWF verweist auf ein staatlich gefördertes Abwrackprogramm, mit dem die Flotte der Krabbenfischer um 30 Prozent verkleinert werden soll.

Auch der Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landes-Fischereiverband Weser-Ems verweist auf den laufenden Prozess der Kapazitäts-Anpassung in der Fischereiflotte. Dieser Prozess und seine Auswirkung auf die Fangmengen sollten zunächst abgewartet werden. Kritik übt der Verband unter anderem an den Vorschlägen zum Zuschnitt der Schutzgebiete. Die Sperrung von Prielsystemen und Buchten könnte dazu führen, dass ganze Häfen ihre Fanggebiet verlieren – mit entsprechenden Folgen für die lokale Hafenwirtschaft und den Tourismus. Besonders problematisch seien die Pläne unter anderem für die Jade. 

Muschelfischer Hooksiel Foto: Bökhaus
Die Boote der Krabben- und Muschelfischer gehören noch zum Bild in den Häfen in Niedersachsen. Wird die Flotte verkleinert, könnte das auch Auswirkungen auf den Tourismus haben. Foto: Bökhaus

Wie Katharina Jensen ausführt, definierte ein vorliegendes Fachkonzept zunächst einen Suchraum innerhalb bestehender Schutzgebiete. In einem zweiten Schritt sollen daraus konkrete Teilflächen festgelegt werden. „Insgesamt sollen rund 54.710 Hektar als fischereifrei ausgewiesen werden“, so die Abgeordnete. „Für diese Flächen wird ein vollständiger, ganzjähriger Ausschluss der Fischerei zugrunde gelegt.“

Auch der Jadebusen wäre betroffen

Die betroffenen Gebiete würden der gewerblichen Nutzung damit dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Nach den vorliegenden Karten betreffen die vorgesehenen Teilflächen unter anderem Bereiche im Jadebusen sowie vor Wangerooge. Betroffen wären mithin auch die Fischer, die in Hooksiel, Dangast und Horumersiel beheimatet sind. 

An der niedersächsischen Nordseeküste sind insgesamt 114 Fischereifahrzeuge registriert. Diese werden von 317 Beschäftigten bewirtschaftet. Darunter befinden sich 88 Krabbenkutter sowie fünf Fahrzeuge der Muschelfischerei in insgesamt 17 Fischereihäfen. 

Jensen kritisiert Verfahren

Jensen bezweifelt ebenso wie der Verband der Küstenfischer, ob die Datengrundlage für die sozioökonomische Bewertung von 18 analysierten Teilflächen ausreichend ist. Dafür wurden unter anderem Logbücher, Anlandungen und Schiffsregisterdaten aus den Jahren 2021 bis 2023 verwendet. 

„Für jede Teilfläche wurden Erlöse, Schiffe und sogenannte ,Stresslevel‘ berechnet. Anpassungen oder Ausweichverhalten der Betriebe wurden dabei nicht berücksichtigt. Schiffe unter zwölf Metern Länge wurden in die Analyse überhaupt nicht einbezogen“, kritisiert Jensen. „Gerade diese kleineren Schiffe sind jedoch ein relevanter Bestandteil der niedersächsischen Küstenfischerei.“

Die CDU-Politikerin spricht sich für eine differenzierte Betrachtung aller Flottensegmente aus. Schon in den vergangenen Jahren seien durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und deren Schutzkorridore Einschränkungen für die Fischerei entstanden. „Viele Betriebe stehen vor strukturellen Entscheidungen.“ 

Vor diesem Hintergrund müssten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Schutzprogrammes vollständig und realistisch bewertet werden. Aus Sicht der Fischer gehört dazu auch eine Härtefallregelung für existenziell betroffene Betriebe. Jensen: „Wer tragfähige Lösungen will, braucht vollständige Datengrundlagen und einen transparenten Dialog.“ 

Gebote für Campingplatz Schillig bis zum 10. März möglich

Wangerland (23. 2. 2026) – Der geplante Verkauf des Campingplatzes in Schillig wird die Qualität der angebotenen Leistungen sowie das Wohlbefinden der Gäste in der Saison 2026 in keiner Weise beeinträchtigen. Das versichert der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.

Betreiber für Friesland-Therme

Wie „Hooksiel-Life“ bereits am Wochenende berichtet hatte, sucht die WTG im Rahmen eines Interessenbekundungs-Verfahrens potenzielle Investoren, die den Groß-Campingplatz übernehmen und betreiben möchten. Optional können Interessenten zusätzlich den Betrieb der benachbarten „Friesland-Therme“ in Horumersiel übernehmen. „Wir begrüßen es sehr, wenn ein Investor für den Campingplatz auch eine verbundene Betreiberlösung für die Friesland-Therme anbietet. Unser Ziel ist es weiterhin, den touristischen Betrieb dauerhaft zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Riedel.

Interessenten können ihre Gebote und Konzepte bis zum 10. März einreichen. Mit der Unterzeichnung eines Kauf- und Nutzungsverträgen rechnet man bei der WTG frühestens im Mai. Mit der Abwicklung der Verhandlungen hat die insolvente WTG die Immobiliengesellschaft GLC AG (Hamburg) beauftragt. Die Rahmenbedingungen für das strukturierte Bieterverfahren findet man unter anderem im elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org).

Gesamtkonzept wichtig

Der Außendeich-Campingplatz Schillig hat rund 1.500  Stellplätze, moderne Sanitär- und Serviceeinrichtungen sowie eine direkte Strandanbindung. Wie Riedel betont, werde die Bewertung der Angebote nicht nur von der Höhe des gebotenen Kaufpreises abhängen. Wichtig seien auch die Qualität und die Nachhaltigkeit des Konzeptes, geplante Investitionen sowie die Übernahme von Beschäftigten. Einem möglichen Verkauf müssen dann neben der WTG auch der Gläubigerausschuss und der im Zuge der Insolvenz in Eigenregie bestellte Sachwalter zustimmen. 

Wangerland Touristik verkauft auch zweiten Campingplatz

Wangerland/Hooksiel (21. 2. 2026) – Nach dem Verkauf des Campingplatzes Hooksiel sucht die insolvente Wangerland Touristik GmbH jetzt auch einen Investor für ihren Campingplatz in Schillig. Das offizielle Bieterverfahren dafür ist eröffnet.

Die Campingplätze direkt an der Jade gehörten über Jahrzehnte zu den Profitcentern der Wangerland Touristik GmbH. Jetzt steht nach dem Verkauf des Areals in Hooksiel auch der Großcampingplatz in Schillig zum Verkauf. Archiv-Foto: hol

Es wird ein Käufer gesucht, der den Campingplatz mit seinen 1500 Stellplätzen mit der kompletten Infrastruktur und Ausstattung übernimmt und den Platz weiter betreibt. Ausdrücklich begrüßen würde es die WTG, wenn Bieter auch Angebote für ein Betreibermodell für die „Friesland-Therme“ in Horumersiel machen würden. Das kombinierte Hallen-Freibad mit Saunalandschaft war im vergangenen Jahr nach einem Defekt in der Heizungsanlage geschlossen worden.

Betreiber für „Friesland-Therme“ gesucht

Der Campingplatz liegt vor dem Deich unmittelbar an der Jade. Das rund 420.000 Quadratmeter große Grundstück ist vom Land Niedersachsen gepachtet. Im vergangenen Jahr verbuchte die WTG auf dem Platz 284.541 Übernachtungen. Zu dem Areal gehören mehrere Betriebs- und Sanitärgebäude. Für die Betreuung des Campingplatzes waren bei der WTG 18 Mitarbeiter beschäftigt, davon vier in Vollzeit. Zwei weitere Arbeitsplätze hängen an der „Friesland-Therme“.

In der Bekanntmachung zum Bieterverfahren weist die WTG ausdrücklich darauf hin, dass der Verkauf des Campingplatzes unter dem Vorbehalt steht, dass der Gläubigerausschuss und der Sachwalter des Insolvenzverfahrens dem zustimmen. Die Interessenbekundung ist unverbindlich. Neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises werde der Zuschlag unter anderem auch vom touristischen Konzept des Bewerbers, von geplanten Folgeinvestitionen, der Übernahme der Mitarbeiter und einem schlüssigen Betreiberkonzept für die „Friesland-Therme“ abhängen. 

Millionen-Erlös erwartet

Mit dem erwarteten Millionen-Erlös aus dem Verkauf des Campingplatzes will die WTG ihrer finanzielle Lage aufbessern und einen Weg raus aus der laufenden Insolvenz in Eigenregie bahnen. Maßgebliche Ursache für die Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens war die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel. Der Baupreis stieg von zunächst veranschlagten 4,8 Millionen Euro auf zuletzt erwartete 23 Millionen Euro. Eine Abschlussrechnung liegt bislang ebenso wenig vor wie eine detaillierte Aufarbeitung der Ursachen für die Kostenentwicklung. 

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Konzept fürs „Wangerland Resort“ geht offenbar auf

Wangerland (21. 2. 2026) – Das „Wangerland Resort“ will seine Infrastruktur für die Vereine in der Region öffnen. Das war die Botschaft eines Treffens mit Vereinsvertretern mit der Geschäftsführung der Urlaubsdestination in Hohenkirchen. Wie Geschäftsführer Bernd Niemeyer, zugleich Mitinhaber des Party- und Gruppenreise-Veranstalters Müller Touristik, gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, bekenne man sich zu dem Gedanken, die Angebote des Hauses auch für Einheimische und Urlauber zu öffnen, die in anderen Quartieren abgestiegen sind. „Damit erzeugen wir einen echten Mehrwert für alle.“ 

Bernd Niemeyer im Resort Wangerland
Bernd Niemeyer ist mit dem ersten Jahr des „Wangerland Resort“ sehr zufrieden. Archiv-Foto: ol

Das „Wangerland Resort“ ist offiziell zum 1. Juni 2025 eröffnet worden. Die ersten Gäste übernachteten in der Hotelanlage aber bereits ab April. Damals waren die Umbauarbeiten in der ehemaligen Kaserne (bis 2003), die zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, noch voll in Gang. Und auch derzeit würden noch Rest- und Feinarbeiten erledigt, so Niemeyer. So etwa in einigen der 231 Zimmern. Und vor allem in der „Spielstadt“.

Spielstadt wird überholt

Die „Spielstadt“ ist ein beliebtes Kinder-Spielparadies in einer der ehemaligen Bundeswehrhallen. Sie war bereits fester Bestandteil vom „Dorf Wangerland“, das der Niederländer Henny van der Most bis 2022 in Hohenkirchen betrieben hat. Allerdings: Auch dieser Teil der Anlage war in die Jahre gekommen. Eltern beschwerten sich zunehmend.

„Unser Fokus hat zunächst nicht auf der Spielstadt gelegen“, räumt Niemeyer ein. Aktuell laufen allerdings Sanierungsarbeiten. Die „Spielstadt“ ist zurzeit geschlossen. Unter anderem erhält die Halle eine komplett neue Heizung. Nach den Worten von Niemeyer werden sämtliche Karussells auseinander genommen und neu aufgebaut. Zudem habe man eine ganze Reihe von Kettcars für den Außenbereich angeschafft. Voraussichtlich im März soll die „Spielstadt“ wieder an den Start gehen.

Gruppen und Einzelurlauber

Nach der offiziellen Statistik wurden im vergangenen Jahr im „Wangerland Resort“ rund zehn Prozent aller Übernachtungen im Gemeindegebiet gebucht. Es habe sich gezeigt, so Niemeyer, dass das Konzept aufgeht. Schwerpunkt außerhalb der Ferienzeiten ist die Vermietung der Quartiere für Klassenfahren. In 2025 waren bereits über 10.000 Schülerinnen und Schüler in Hohenkirchen.

Zielgruppe innerhalb der Ferien sind Party-Gruppen, Familien und Einzelreisende, die die Unterkünfte über den Reiseanbieter Tui buchen können. Ein drittes wirtschaftliches Standbein sollen Tagungen, Fortbildungen und Konferenzen werden.

Vielfältiges Angebot

Das „Wangerland Resort“, direkt am Wangermeer gelegen, punktet dabei bei seinen Gästen mit dem vielfältigen Angebot in der 16 Hektar großen, von Wasserwegen durchzogenen Anlage, zu der neben mehreren Restaurants und einer Eventhalle auch verschiedenste Sport- und Wellnessangebote samt Pool, Tretboot- und Kanufahrten, Bowlingbahn, Fitnessräume mit Kletterwänden und Großtrampolin sowie eine Skaterbahn gehören.

Der Weihnachtsmarkt im „Wangerland Resort“ wurde bis weit ins neue Jahr hinein gebucht. Foto: WR

Noch stärker für das regionale Publikum öffnen möchten die Macher der Anlage auch ihr Veranstaltungsprogramm in der „Wangerland Halle“. Hier haben schon im vergangenen Jahr eine Reihe von Konzerten, Partyabenden und Weihnachtsfeiern stattgefunden. „Wir hatten einen eigenen Weihnachtsmarkt aufgebaut“, schildert Niemeyer. „Der wurde noch bis Ende Januar zum Beispiel für Firmenfeiern gebucht.“

Gastspiel von Ross Antony

Auch für das laufende Jahr hat der Partymanager bereits eine ganze Reihe von Attraktionen auf dem Zettel. Die Weihnachtsshow „Christmas Moments“ soll auch 2026 wieder in Hohenkirchen erlebbar sein. Fest gebucht sind zudem Gastspiele von „De Höhner“ (im Herbst), dem Lets-Dance-Star und Entertainer Ross Antony (6. März) und der Neue-Deutsche-Welle Kultband „Extrabreit“ (14. März).

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