Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Alle Beiträge zum Thema “Edeka”

Ausschuss stellt Weichen für Bauvorhaben in Hooksiel

Hooksiel/Wangerland (3. 6. 2026) – In einer über dreistündigen Sitzung hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung der Gemeinde Wangerland die Planungen für eine Reihe von Projekten im Wangerland vorangetrieben. Im Zentrum stand am Dienstagabend die Entwicklung der Windkraftnutzung. Darüber hinaus wurden aber auch Empfehlungen zu Vorhaben in Hooksiel verabschiedet.

Edeka-Markt Hooksiel
Der Supermarkt an der Bäderstraße kann jetzt erweitert werden. Archiv-Foto: hol

1. Projekt: Die Erweiterung des Supermarktes an der Bäderstraße. Mit dem Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans hat der Ausschuss den Weg für die geplante Erweiterung der Verkaufsfläche von 1550 auf 2000 Quadratmeter frei gemacht. SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers wertete das einstimmige Votum als „sehr erfreulich“. Mit der Vergrößerung werde eine Sortimentserweiterung des Edeka-Marktes möglich. Zudem könnten Einheimische und Gäste künftig während der Saison gemeinsam in dem phasenweise völlig überlaufenen Markt zum Einkaufen gehen. Ulfers: „Ich habe die Hoffnung, dass der Markt bis zum nächsten Jahr erweitert wird.“

Beispiel für „Bürokratieland Deutschland“

„Sehr froh“ zeigte sich auch Angelika Kirschner (Grüne) für die Gruppe Gemeinsam fürs Wangerland (GfW). Der Supermarkt soll um acht Meter in Richtung des benachbarten WiKi-Gebäudes verlängert werden. Dadurch würde auch mehr Lagerfläche entstehen.

Der Planungs- und Genehmigungsprozess für die überschaubare Investition hat sich über zwei Jahr hingezogen. Unter anderem musste gutachterlich ermittelt werden, ob die zusätzlich Verkaufsfläche in Hooksiel tatsächlich erforderlich ist und ob Verwerfungen im regionalen Einzelhandel zu erwarten seien. Für Immo Müller (UWW) ein abschreckendes Beispiel für das „Bürokratieland Deutschland“.

2. Projekt: Ebenfalls einmütig unterstützte der Ausschuss das Ziel der Betreiber der „Hooksieler Skiterrassen“ den gastronomischen Betrieb an der Wasserskianlage am Hooksmeer und die derzeit im Bau befindliche Adventure-Golfanlage baurechtlich abzusichern. Für die Flächen, die der landeseigene Hafengesellschaft NPorts gehören, soll auf Kosten des Nutzers ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Bislang gilt das Areal als so genannter Außenbereich, der nur über einen Flächennutzungsplan touristischen Zwecken vorbehalten ist.

Eckpunkte für Investoren

Die Bauleitplanung liegt in Händen der Gemeinde. Sie kann Bebauungspläne nach ihren Vorstellungen erstellen oder ändern. Damit werden die Eckpunkte für etwaige Investoren festgelegt, die im Rahmen der Festsetzungen dann Rechtssicherheit haben.

Der Adventure-Golfplatz an den „Hooksieler Skiterrassen“ nimmt Gestalt an. Mitte Juli soll er eingeweiht werden. Foto: hol

3. Projekt: Darauf setzt auch NPorts. Bekanntlich will die Hafengesellschaft die vor etwa 50 Jahren künstlich aufgespülten Flächen zwischen Hooksmeer und Bäderstraße sowie zwischen Außenhafen und zweiter Deichlinie touristisch erschließen. Inzwischen liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Erste potenzielle Interessenten haben sich gemeldet. NPorts-Manager Marko Meyer: „Der Zuspruch ist enorm.“

Voraussetzung für konkrete Gespräche mit Investoren sei ein Bebauungsplan, so Meyer, der auf Grundlage eines seit 2018 geltenden Flächennutzungsplanes entwickelt werden soll. Der Ausschuss stimmte einem städtebaulichen Vertrag zu. NPorts soll einen Bebauungsplan-Entwurf erstellen, über den dann die Gemeinde entscheidet. Der Plan soll beispielsweise Räume für Hotels, Freizeitparks, naturnahem Ferien-Wohnen oder Hausbooten auf dem Hooksmeer ausweisen.

Aus für die Trabrennbahn?

Den naturnahen Charakter des Waldgebietes wolle man aber auf jeden Fall erhalten, ebenso wie die schon vorhandenen Nutzungen, so Meyer. Denkbar sei aber, dass man die derzeit an den Rennverein Hooksiel verpachtete Trabrennbahn-Fläche in die Überlegungen einbeziehe. Soll heißen: Findet sich ein Investor, der dort etwa einen Freizeitpark bauen möchte, müsste der Rennverein weichen.

4. Projekt: Teil der NPorts-Überlegungen sind auch die landeseigenen Flächen am Hooksieler Außenhafen, der etwa durch Funktionsgebäude mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten aufgewertet werden könnte. Einen potenziellen Investor für ein derartigen Mehrzweckgebäude gibt es auch schon.

Der Hooksieler Tobias Geisen stellte seine Pläne für den Bau eines Mehrzweckgebäudes am Außenhafen vor, das zum Großteil aus dem Kohlestrukturfonds finanziert werden könnte. Die Idee von Geisen: Eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH baut das mehrgeschossige Gebäude, in dem zum Beispiel vermietbare Büroräume (Co-Working-Station), feste Büros etwa für touristische Anbieter, ein Kiosk und, und, und untergebracht werden könnten.

Gebäude am Außenhafen

Die Vorteile für die Gemeinde: Aufwertung des Hafens, fünf feste und etliche weitere Arbeitsplätze, gegebenenfalls Gewerbesteuereinahmen. Die Kosten für das Projekt bezifferte Geisen mit maximal 11,3 Millionen Euro. Bis zu 90 Prozent davon könnten durch den Kohlestrukturfonds finanziert werder. Den Fond hat der Bund zur Verfügung gestellt, damit daraus Projekte gefördert werden, die – als Entschädigung für den Ausstieg aus der Kohleverstromung – die Wertschöpfung in der Region stärken.

Geisen versicherte, dass der Gemeinde keine Kosten entstehen würden. Mit dem Leinerstift gebe es bereits einen potenziellen Betreiber. Dennoch lehnte der Ausschuss das Vorhaben einmütig ab. Der Grund: Im Rathaus hofft man, dass die geplante Befestigung des Hooksieler Badestrandes maßgeblich aus dem Kohlestrukturfonds finanziert wird. Es bestehe das Risiko, dass die Mittel dafür gekürzt werden, wenn es ein weiteres Projekt aus Hooksiel gebe. Angelika Kirschner (GfW): „Wir sollten uns nicht selbst kanibalisieren.“ Holger Ulfers (SPD): „Wir können uns das Projekt vorstellen, aber nicht zu diesem Zeitpunkt.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Wichtige Weichenstellungen für Entwicklung von Hooksiel

Hooksiel/Wangerland (15. 11. 2025) – In der kommenden Wochen sind mehrere kommunalpolitische Weichenstellungen für Hooksiel zu erwarten. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung des Rates tagt gleich zweimal – nämlich am Dienstag, 18. November, und am Donnerstag, 20. November, jeweils ab 19.30 Uhr im Rathaus in Hohenkirchen.

Der Edeka-Markt an der Bäderstraße in Hooksiel soll erweitert werden. Gerade während der Hauptsaison ist es häufig extrem eng in dem Geschäft. Archiv-Foto: hol

In der Sitzung am Dienstag soll unter anderem die von der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts in Auftrag gegebene Potenzialstudie für das Hooksieler Freizeitgelände vorgestellt werden. Beraten wird zudem unter anderem über die Ausweisung weiterer Windenergie-Flächen im Gemeindegebiet.

Mehr Platz für Getränke und Frischenprodukte

Ein wichtiger Punkt am Donnerstag: Die geplante Erweiterung des Edeka-Marktes an der Bäderstraße in Hooksiel. Der Markt soll um etwa acht Meter in Richtung WiKi-Wohnheim verlängert werden. Die Verkaufsfläche, so die Planer, würde sich von derzeit 1550 auf an die 2000 Quadratmeter vergrößern. Der Grund: Gerade in der Hauptsaison wird der Markt häufig regelrecht überrannt. 

Im Zuge des Projektes sollen Verkaufs- und Lagerflächen sowie die Flächen für die Leergutannahme vergrößert werden. Geplant ist nach der Darstellung der Betreiber auch eine Sortimentserweiterung im Drogerieartikel-Bereich. Zudem sollen der Frischwarenbereich und die Getränkeabteilung geräumiger werden. Um die Erweiterung zu ermöglichen, müssen der Bebauungsplan geändert und etwaige Auswirkungen des Vorhabens auf den Einzelhandel in der Umgebung geprüft werden. 

Hotel-Planer Gast im Ausschuss

Der Ausschuss wird am Donnerstag eine Reihe weiterer Bauleitfragen im Gemeindegebiet beraten. Spannend auch: Mit Michael Moos ist der designierte Entwickler für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen von Hooksiel zu Gast. Der Planer soll, so die Erwartung, darüber berichten, ob er inzwischen einen Investor für den angestrebten Hotelbau auf dem Filetgrundstück gefunden hat. Das wäre eine der Voraussetzungen dafür, dass die Gemeinde ihm das Grundstück verkauft.

Wasserrechtliche Genehmigung fehlt: Bauarbeiten am Edeka-Markt stocken

Bauarbeiten am Edeka-Markt Hohenkirchen
Der Bau des neuen Edeka-Marktes in Hohenkirchen hat im Herbst 2024 begonnen. Aktuell stocken die Arbeiten, weil die wasserrechtliche Genehmigung noch nicht vorliegt. Archiv-Foto: hol

Wangerland (21.1. 2025) – Der Bau des neuen Edeka-Supermarktes in Hohenkirchen kommt nur schleppend voran. Wie der Bauamtsleiter der Gemeinde Wangerland, Torsten Meuer, auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätigt, könne „gerade nicht weitergearbeitet werden, weil die wasserrechtliche Genehmigung vom Landkreis noch nicht erteilt werden konnte“.

Die Genehmigung sei mit mehreren Bedingungen aus dem Bauleitverfahren verknüpft. Es geht um das Gewässer II. Ordnung im Baufeld, die Hohenkirchener Leide, das von der Sielacht betreut wird. Dieser größere Graben soll vom Neubau überbaut werden. Das Gewässer werde dafür in seiner Bedeutung herabgestuft. 

Um die Entwässerung weiter zu gewährleisten, soll im Norden der Baustelle ein neues Gewässer II. Ordnung ausgewiesen werden. „Das alles wird mit dem Entwässerungsantrag geändert und bedarf einer sorgfältigen – auch hydraulischen – Bearbeitung durch den Landkreis“, erläutert Meuer. „Wir sind mit Edeka, dem Planungsbüro, dem Landkreis und der Sielacht im Austausch, damit es schnellstmöglich weitergehen kann.“

Die Bauarbeiten an dem Lebensmittelmarkt mit einer geplanten Verkaufsfläche von über 1800 Quadratmetern hatten im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Bei dem Edeka-Markt handelt es sich um einen so genannten Vollversorger, der ein deutlich breiteres Sortiment haben wird als die benachbarten Discounter Aldi und Lidl. 

Darf Hooksiels Edeka-Mark wachsen?

Edeka-Markt Hooksiel
Eigentümer und Betreiber wollen das Gebäude des Edeka-Marktes an der Bäderstraße um einige Hundert Quadratmeter erweitern. Noch steht die Genehmigung für das Projekt aus. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (11. 9. 2024) – Der Edeka-Markt in Hooksiel soll erweitert werden. Der Eigentümer der Immobilie und der Betreiber wollen mehr Lagerfläche schaffen, die Getränkeabteilung vergrößern und das Sortiment unter anderem um Drogerieprodukte erweitern. Damit wolle man auf veränderte Einkaufs- und Konsumgewohnheiten reagieren, argumentiert der Eigentümer. Und sicher auch darauf, dass der Mark in der touristischen Hauptsaison regelmäßig übervoll ist.

Um die Erweiterung zu ermöglichen, muss ein neuer Bebauungsplan für das „Sondergebiet Einzelhandel“ an der Bäderstraße aufgestellt werden – ein komplexes Verfahren, wie am Dienstagabend im Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung deutlich wurde. Nach den Plänen des Eigentümers soll das Edeka-Gebäude um acht Meter in Richtung WiKi-Wohnheim verlängert werden. Dadurch würde die Grenze zum Nachbarn und zum nächsten Sondergebiet überschritten. 

Auf den ersten Blick wäre das noch kein Problem, zumal sich die Nachbarn offenbar über den Verkauf der Fläche bereits einig sind. Aber: Durch die Erweiterung würde die Verkaufsfläche des Edeka-Marktes von derzeit 1550 auf 1990 Quadratmeter anwachsen. Damit, so räumte Bauamtsleiter Torsten Meuer ein, würden der Landkreis Friesland und die Industrie- und Handelskammer (IHK) als Hüter der Regionalen und der Ladeesraumordnungs-Planung auf den Plan gerufen.

Großflächiger Einzelhandel ist aus Sicht der Raumplaner nur in Gemeindezentren zulässig, also im Fall der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen. Inwieweit dabei berücksichtigt wird, dass Hooksiel wie auch Horumersiel aufgrund der großen Zahl von Urlaubsgästen (und damit Konsumenten) als Nebenzentren ausgewiesen sind, ist zumindest fraglich. Auf jeden Fall, so Matthias Lux vom beauftragten Planungsbüro, müsse zunächst einmal das Verträglichkeitsgutachten abgewartet werden, das im Oktober vorliegen soll. Danach müsse man sehen, wie sich der Landkreis und die IHK positionieren.

„Wir haben mit dem Edeka-Markt in Hooksiel einen Vollsortimenter. Und das ist auch gut so“, sagte SPD-Fraktionschef Holger Ulfers. Es sei wichtig, den Markt auf eine wirtschaftlich sinnvolle Größe zu erweitern, um den Standort dauerhaft zu sichern. Als abwegig bewertete er die Vorstellung, dass die Hooksieler in großer Zahl nach Hohenkirchen strömen würden, um dort einzukaufen. „Eine ortsnahe Versorgung ist wichtig, auch aus ökologischen Gründen.“

ZUW-Ratsherr Immo Müller verwies darauf, dass die Gemeinde die Planungshoheit besitzt. Notfalls müsse man den Bebauungsplan eben einfach beschließen. Allerdings, so Planer Lux, Bedenken von Landkreis und IHK könne selbst eine Gemeinde nicht einfach wegschieben.

Ulfers: Wir müssen zunächst unseren Vollversorger in Hooksiel stärken

Edeka-Markt Hooksiel
Der Edeka-Markt an der Bäderstraße in Hooksiel soll moderat erweitert werden. Foto: hol

Hooksiel (27. 3. 2024) – Halb Hooksiel wartet auf einen Discounter – und wird vermutlich noch eine ganze Zeit lang warten müssen. Das zumindest ist die Überzeugung von Holger Ulfers. Der Hooksieler ist als Vorsitzender der SPD-Fraktion einer der führenden Köpfe im Rat der Gemeinde Wangerland. „Alles, was derzeit im Ort zum künftigen Standort und zum Baubeginn für einen Netto-Mark herumgeistern, sind jedenfalls Gerüchte.“

Im Gespräch mit „Hooksiel-Life“ verweist Ulfers darauf, dass vor einer Entscheidung über das Ob und Wo zunächst das Einzelhandels-Entwicklungskonzept der Gemeinde aus dem Jahr 2016 (mit Daten aus 2014) fortgeschrieben werden muss. In dem von Gutachtern erstellten Konzept wird unter anderem die Kaufkraft einer Gemeinde untersucht. Das Nachfragepotenzial für den Einzelhandel insgesamt wird mit rund 90 Millionen Euro angegeben. Daraus leitet sich dann der Bedarf am Verkaufsflächen etwa für Artikel des täglichen Bedarfs ab. 

Auf Basis des aktuellen Konzepts wird derzeit im Gewerbegebiet in Hohenkirchen, in Sichtweite von Aldi und Lidl, ein großer Edeka-Markt mit einer Fläche von 1850 Quadratmetern gebaut. Einem zusätzlichen Netto-Markt in Hooksiel erteilten die Gutachter seinerzeit eine Absage. Edeka-Märkte gelten als so genannte Vollversorger. Mit dem Neubau in Hohenkirchen gilt das aktuelle Flächen-Potenzial im Wangerland in diesem Segment als weitgehend ausgeschöpft.

Möglicherweise könnten sich mit Blick auf die Weiterentwicklung von Hooksiel (Hooksieler-Nordsee-Park, Neubaugebiet etc.) neue Perspektiven ergeben. Vielleicht auch für einen Discounter. Sinnvoll wäre auf jeden Fall die Ansiedlung kleiner Fachgeschäfte im Ortskern (Uhren, Schmuck, Schuhe, Bücher etc.).

Kurzfristig wäre es aus Sicht von Ulfers wichtig, ersteinmal den Vollversorger vor Ort, den Edeka-Markt an der Bäderstraße (1400 Quadratmeter), zu stärken. Immobilienbesitzer und Betreiber planen hier eine punktuelle Erweiterung des Marktes. Das halten auch die Gutachter des Einzelhandelskonzeptes schon jetzt für vertretbar.

Das Projekt befinde sich bereits im Baugenehmigungsverfahren, so Ulfers. So soll unter anderem die Getränke-Annahme aus dem Eingangsbereich verschwinden und einen eigenen Platz vor dem Markt erhalten. Damit würde im Inneren Platz für eine weitere Kasse geschaffen. Darüber hinaus könnten die logistischen Abläufe durch eine Vergrößerung der Lagerflächen verbessert werden. Ulfers: „Dafür müsste der Markt einen Anbau erhalten.“ Zudem soll die Zufahrt zum Markt um eine Abbiegespur erweitert werden.

Als sinnvoll für Hooksiel würde der SPD-Politiker zudem einen Drogerie-Markt und einen Getränkemarkt erachten. Hierfür ist aber noch kein Betreiber in Sicht. „Ansiedlungen sind aber leider kein Wunschkonzert“, räumt Ulfers ein. „Das ist noch reine Zukunftsmusik, ebenso wie ein Netto-Markt.“ 

Supermarkt moderner und neu sortiert

Edeka-Markt in Hooksiel
Sind stolz auf den neun Backshop: Edeka-Mitarbeiterinnen Andrea Künken (rechts) und Julia Knak.
Foto: hol.

Hooksiel (16. 3. 2023) – Heller, freundlicher, neu sortiert – so präsentiert sich seit heute der Edeka-Markt in Hooksiel. Nach Angaben von Inhaber Carl Scheidemann hat das Unternehmen rund 300 000 Euro in den Umbau und die technische Modernisierung des Supermarktes investiert. Die augenfälligsten Veränderungen: Eine deutlich größere Getränkeabteilung, eine neue Salatbar, ein erweiterter Backshop sowie neue Tiefkühl- und Kühlgeräte. 

Nach zweiwöchigen Vorarbeiten war Hooksiels einziger Supermarkt zuletzt drei Tage komplett geschlossen. Neben den Mitarbeitern von Handwerksbetrieben hätten auch rund 25 Mitarbeiter des Edeka-Markes kräftig mit Hand angelegt, um den Markt am Donnerstag wieder pünktlich öffnen zu können, sagte Marktleiter Hans-Dieter Harms. „Das war eine starke Leistung“, lobte auch Scheidemann. 

Der letzte Umbau liege acht Jahre zurück. Mit der aktuellen Investition habe man unter anderem die technischen Geräte auf einen modernen Stand gebracht und die Wege der Mitarbeiter bei der Bestückung der Regale verkürzt.

Die nächste Herausforderung für sein Team erwartet Harms für die Osterfeiertage. Dann reisen traditionell viele Urlauber aus Nordrhein-Westfalen an die Küste. In NRW gebe es keine „Easy Shopper“ und auch die „Deutschland-Card“ als Startkarte für den digitalen Einkaufswagen sei dort nicht allzu weit verbreitet. Ob die Gäste die Funktion der Extra-Kasse für Easy-Shopper- und Kleinkunden auf Anhieb verstehen? „Wir werden schon einiges erklären müssen“, befürchtet der Marktleiter. Aber immerhin: Vielen Stammkunden sei das Ende vergangenen Jahres eingeführte System inzwischen geläufig.

Mit digitalem Einkaufswagen auf Shopping-Tour im Edeka-Markt Hooksiel

Edeka Hooksiel Harms, Tscherney, Scheidemann
Premiere im Edeka-Markt Hooksiel: Ingrid Tscherney zeigt Marktleiter Hans-Dieter Harms (links) und Unternehmenschef Carl Scheidemann, wie sie mit dem „Easy Shopper“ einkauft. Foto: hol

Hooksiel (28.11.2022) – Er ist grün und soll das Einkaufen leichter und vor allem schneller machen: der „Easy Shopper“, der seit dem heutigen Montag im Scheidemann Edeka-Markt in Hooksiel im Einsatz ist. Carl Scheidemann, Chef des Traditionsunternehmens mit insgesamt fünf Supermärkten in der Region, verfolgte die Premiere des digitalen Einkaufswagens vor Ort persönlich. „Kommen Sie damit klar?“, fragte er Kundin Ingrid Tscherney. „Kein Problem, das kenne ich doch schon von Marktkauf. Echt hilfreich …“

Wie Ingrid Tscherney trauten sich eine ganze Reihe von Kundinnen und Kunden an die 20 neuen Einkaufswagen. Probleme gab es dabei kaum, zumal Edeka-Mitarbeiter bis hin zu Marktleiter Hans-Dieter Harms bei Fragen hilfreich zur Seite standen. Und wer sich erst einmal auf den Dialog mit dem Einkaufswagen einlässt, hat wirklich gute Chancen, mit seinem Einkauf problemlos ans Ziel zu kommen.

Zunächst einmal anmelden. Entweder mit Hilfe einer auf dem Smartphone heruntergeladenen App oder mit der Deutschland-Card. Ich bin erkannt und willige ein, dass eine Kamera meinen Einkauf filmen darf. Es kann los gehen. Abgepackte Einzelprodukte? Kein Problem. Den Produktcode kurz vor den Scanner am Wagen gehalten, der Liter Milch ist registriert. Und der zweite Liter? Okay. Ein kurzer Druck auf die Plus-Taste am Bedienmenü genügt. Zwei Liter Milch, doppelter Preis. 

Aber wie scannt man frisches Obst und Gemüse? Oder Brötchen aus dem Backshop? Entweder über eine Kennzahl am Regal oder indem man aus einer Produktauswahl am Display des Wagens den gewünschten Artikel auswählt. Hört sich kompliziert an? Ist es vielleicht auch, aber nur beim ersten digitalen Einkauf. Notfalls den Alarmknopf drücken. Ein Mitarbeiter hilf.

Der Hooksieler Markt ist einer von zehn Pilotmärkten im Bereich der Edeka-Zentrale Minden, der seine Kunden mit nimmt auf die Reise in die digitale Zukunft. Für Scheidemann und Harms liegen die Vorteile auf der Hand. „Die Kunden brauchen die bereits gescannten Waren nicht mehr aus dem Einkaufswagen aufs Laufband an der Kasse legen. Das spart Zeit“, sagt Harms. Wer eine entsprechende Funktion an seiner App eingerichtet hat, brauche nicht einmal mehr an der Kasse zu zahlen. Geplant sei mittelfristig eine eigene „Easy Shopper“-Kasse. Scheidemann: „Dann geht es richtig schnell.“

Man wolle mit der Neuerung die Kundenzufriedenheit erhöhen und den Service vor allem für Stammkunden verbessern, sagt der Supermarkt-Manager.Was man auf keinen Fall im Sinn habe: Personal an den Kassen abzubauen, versichert Scheidemann. Harms: „Ganz im Gegenteil. Wir suchen sogar noch Mitarbeiter.“ Ganz uneigennützig ist die Innovation dann aber doch nicht, räumt Scheidemann gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Erste Untersuchungen haben ergeben, dass die Kunden, die mit einem ,Easy Shopper‘ unterwegs sind, eher etwas mehr einkaufen. Das finanziert dann vielleicht das System.“