Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Alle Beiträge zum Thema “Polizei”

Polizei zieht altersschwaches Auto aus dem Verkehr

Hooksiel (12. 7. 2026) – So richtig fahrtüchtig sah das Auto nicht aus, das ein Kunde des Hooksieler Supermarktes am heutigen Sonntag kurz nach 11 Uhr auf den Parkplatz an der Bäderstraße rollen sah. Er informierte die Polizei, die seinen Verdacht bestätigte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten des Polizeikommissariats Jever gleich mehrere gravierende Mängel fest.

An dem Fahrzeug waren, so die Polizei, unter anderem vier völlig unterschiedliche Reifen montiert, die zudem noch überaltert und zum Teil so abgefahren waren, dass das Drahtgeflecht zum Vorschein kam. Der Schweller an der Fahrerseite sei so verrostet gewesen, dass Teile der Karosserie bereits herausgebrochen waren. Die Scheinwerfer seien aufgrund ihres Alters bereits matt und ausgeblichen gewesen.

Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt. Zunächst müssten die Mängel behoben werden. Da auch die Eigentumsverhältnisse beziehungsweise die Halterverantwortlichkeit für den Wagen vor Ort nicht abschließend zu klären gewesen seien, hätten die Beamten zudem die Fahrzeugschlüssel sichergestellt.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Drei Schwerverletzte bei Unfall unmittelbar vor Hooksiel

Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 7. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 810 kurz vor Hooksiel sind am heutigen Sonntagmorgen drei Menschen schwer verletz worden. Nach Darstellung der Polizei fuhr ein 21-jähriger Wilhelmshavener mit einem VW Caddy in Richtung Wilhelmshaven. Aus bislang ungeklärter Ursache sei er gegen 8.25 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Range Rover zusammengeprallt.

Die am Unfall beteiligen Autos wurden komplett zerstört. Die drei Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Foto: Polizei

Der Unfall ereignete sich auf der Hooksieler Landstraße in der Nähe der Einmündung „Klein Buschhausen“. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Range Rover gegen einen Baum und kam halb im Straßengraben zum Stillstand. Der Wagen wurde von einem 58-jährigen Mann aus Gütersloh gelenkt. Mit ihm im Auto befanden sich seine 59-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, und ein Hund, der den Unfall unverletzt überstand.

Feuerwehr befreit Insassen

Die beiden Insassen konnten das stark deformierte Fahrzeug nicht eigenständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät. „Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so die Polizei. Rettungskräfte versorgten die Opfer zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Die 59-jährige Beifahrerin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden.

L 810 zwei Stunden lang gesperrt

An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Abschleppunternehmen bargen die völlig zerstörten Wagen. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel unterstützte bei der Absicherung der Einsatzstelle. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Hooksieler Landstraße für rund zwei Stunden vollständig. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Ausdrücklich lobt die Polizei die Ersthelfer, die sich unmittelbar nach dem Zusammenstoß um die Verletzten kümmerten und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich Unterstützung leisteten.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Müllfahrzeug von der Landesstraße 810 abgekommen

Wilhelmshaven (8. 7. 2026) – Aufgrund eines medizinischen Notfalls des Fahrers ist am Dienstag gegen 15.40 Uhr eine Müllwagen von der Hooksieler Landstraße abgekommen. Dabei habe sich der Fahrzeugführer leicht verletzt, so die Polizei. Der 56-jährige Mann aus Wilhelmshaven sei mit dem Müllfahrzeug auf der Landesstraße 810 aus Richtung Wilhelmshaven kommend in Richtung Hooksiel unterwegs.

Aufgrund des Notfalls geriet der Fahrer im Bereich der Ausfahrt Fedderwardergroden in den Gegenverkehr. Anschließend kam der Wagen nach links von der Fahrbahn ab. Das Müllfahrzeug geriet auf die Berme und beschädigte diese sowie die dortige Leitplanke auf einer Länge von rund 50 Metern. Zu einer Kollision mit anderen Fahrzeugen kam es nicht.

Der 56-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Das Müllfahrzeug wurde bei dem Unfall beschädigt und wurde durch die Betreiberfirma aus der Berme geborgen und abgeschleppt.

Die Höhe des Schadens könne noch nicht beziffert werden, so die Polizei. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Hooksieler Landstraße im Bereich der Unfallstelle in beide Fahrtrichtungen für etwa zwei Stunden voll gesperrt. Unter anderem mussten auslaufender Betriebsstoffe beseitigt werden.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Glosse: Vorsicht, wenn das Heilung verflucht teuer wird!

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven (2. 7. 2026) – Seien Sie froh, wenn Sie kein Russisch können. Sie leben dann möglicherweise sicherer. Und das hat nichts mit neuen Einreisebestimmungen in die USA oder automatisierten Abhörmethoden des CIA zu tun.

Ohne Russisch-Kenntnisse, so die Hoffnung, geraten Sie nicht ins Visier einer vermeintlichen Wunderheilerin, die zuletzt in Wilhelmshaven ihre Dienste angeboten hat. Wie die Polizei berichtet, hat dort am vergangenen Donnerstag eine 74-jährige Seniorin die Dienste der Anfang 40-jährigen Frau mit kräftiger Statur und blonden, zusammengesteckten Haaren in Anspruch genommen. 

Gegen 10 Uhr sei die Rentnerin im Wendehammer der Otto-Meentz-Straße, Ecke Bismarckstraße, von zwei bislang unbekannten Täterinnen angesprochen worden. Eine dieser Frauen offenbarte der 74-Jährigen, dass sie verflucht sei – auf Russisch, was auch das Opfer bestens beherrscht.

Sie ahnen schon, wie die Geschichte weiter ging? Die Helferin bot ihre Dienste gegen den Fluch an. Eine zweite Frau – etwa 50, dunkelbraune Haare, ebenfalls mit akzentfreiem Russisch – kam hinzu und bestätigte die Fähigkeiten der Heilerin. Na dann …

Die 74-Jährige wurde nach Darstellung der Polizei von der vermeintlichen Heilerin über mehrere Stunden in ein Gespräch verwickelt. Dabei erklärte sie, dass sie für die Heilung neben Lebensmitteln auch das Bargeld der Verfluchten benötige.

Das eigentliche Heilungsritual wurde in der Bismarckstraße im Bereich der Bushaltestelle „Stettiner Straße“ in der Nähe eines Friseursalons vollzogen. Dabei wurde das Geld in ein Tuch gewickelt. Die Heilerin übergab das Bündel an die Seniorin, die es für eine bestimmte Zeit unter ihre Matratze legen solle, um den Fluch zu brechen.

Es kam wie es kommen musste: Die Geschädigte offenbarte sich ihren Angehörigen. Eine Nachschau ergab, dass sich in dem Beutel anstelle des Geldes lediglich Papier befand. Wie viel Geld die Seniorin für ihre „Heilung“ eingebüßt hat, berichtet die Polizei nicht.

Sie können kein Russisch? Na dann seien Sie trotzdem vorsichtig. Schon wegen der Ähnlichkeiten des Vorfalls zu den Praktiken selbst ernannter Heiler mit deutschen Wurzeln. Am Anfang steht eine Diagnose. Es folgt ein Heilungsversprechen. Dann wird es teuer. Und oft genug ist in Nachgang unklar, ob die Heilung gewirkt hat. Vielleicht, so die Hoffnung, wurde ja die 74-Jährige auch tatsächlich von ihrem Fluch befreit …

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Polizei warnt vor tödlicher Hitze in Fahrzeugen

Friesland/Wangerland (26. 6. 2026) – Die Polizei warnt vor lebensgefährlichen Temperaturen in aufgeheizten Autos. Bereits nach wenigen Minuten könne sich der Innenraum eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs extrem aufheizen – selbst dann, wenn die Außentemperatur vergleichsweise moderat erscheint oder ein Fenster einen Spalt geöffnet ist.

Kinder und Tiere besonders gefährdet

„Bei den derzeit vorhergesagten sommerlichen Temperaturen können im Fahrzeuginneren innerhalb kurzer Zeit deutlich über 50 Grad Celsius erreicht werden“, mahnt die Polizei. Besonders gefährdet seien Kinder und Tiere. Ihre Körper könnten die Hitze deutlich schlechter regulieren als gesunde Erwachsene. „Bereits ein kurzer Aufenthalt in einem verschlossenen Fahrzeug kann zu Kreislaufversagen, Hitzschlag oder lebensbedrohlichen gesundheitlichen Schäden führen.“

Notfalls einen Notruf absetzen

Die Polizei appelliert an Eltern, Kinder niemals, auch nicht für wenige Minuten, allein in einem geparkten Fahrzeug zurückzulassen. Das gelte auch für Tiere. Autofahrer sollen ihr Fahrzeug möglichst im Schatten abstellen. Die Bitte der Ordnungshüter an die Allgemeinheit: „Sollten Sie ein Kind oder ein Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug bemerken und eine akute Gefahr erkennen, verständigen Sie umgehend den Notruf.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

13-jährigen Schüler bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Friesland/Wangerland (18. 6. 2026) – Nachdem es an einer Schule in der Region zu einem so genannten „Choking-Game“-Vorfall gekommen ist, warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland vor dieser Art von gefährlichen Mutproben, die insbesondere über soziale Medien verbreitet werden. Ziel ist es, durch das Zudrücken des Halses oder andere Methoden die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst einzuschränken, um einen kurzen Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Die Handlungen werden dabei häufig gefilmt und anschließend in sozialen Netzwerken geteilt.

Polizei warnt vor gefährlichen Mutproben

In der vergangenen Woche habe ein 13-jähriger Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Gegen den Jugendlichen werde jetzt d wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei heute mit.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass diese vermeintliche Mutprobe erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Bereits nach kurzer Zeit kann Sauerstoffmangel zu Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen, „Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.“

Eltern sollten mit ihren Kindern sprechen

Darüber hinaus können auch rechtliche Konsequenzen drohen, warnt die Polizei. Wer andere zu solchen Handlungen auffordert, diese unterstützt oder entsprechende Inhalte verbreitet, mache sich unter Umständen strafbar. Die Polizei appelliert insbesondere an Eltern und Erziehungsberechtigte, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. „Ein offener Austausch kann dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gefährliche Nachahmungen zu verhindern.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Schweinswal nach zunächst erfolgreicher Rettung gestorben

Wangerland (5. 6. 2025) – Die Parallelen zum Ostseewal „Timmy“ sind unverkennbar. Bekanntlich war der mächtige Buckelwal, der sich in die Ostsee verirrt hatte und dort gestrandet war, in einer aufwendigen Rettungsaktion in die Nordsee gebracht worden – dann dort aber wenig später gestorben. Ähnlich erging es einem jungen Schweinswal, der am Donnerstag im Wangerländer Watt entdeckt worden war. Heute Mittag meldet die Polizei, dass das Tier inzwischen verendet sei.

Feuerwehr und Polizei retteten diesen hilflosen Schweinswal aus einer bedrohlichen Lage im Watt. Dennoch starb das Tier. Foto Polizei

Dabei waren alle Retter wenige Stunden zuvor noch sehr zuversichtlich. Ihr außergewöhnlicher Einsatz war am Donnerstag gegen 18 Uhr ausgelöst worden, nachdem bei der Polizei die Meldung über ein etwa drei Meter großes, hilfloses Tier eingegangen war, das im Wattenmeer vor Schillig gefangen sei.

Vor Ort bestätigte sich die Befürchtung: Ein Schweinswal hatte bei Ebbe den Weg zurück ins tiefe Wasser verpasst und lag völlig entkräftet im Watt. Es handelte sich allerdings um ein nur etwa 50 Zentimeter großes Jungtier, das offenbar von seiner Mutter getrennt worden war. In einer Gemeinschaftsaktion mobilisierten die Beamten der Polizei und der hinzugezogenen Feuerwehren Hohenkirchen und Minsen alle Kräfte, um das sichtlich erschöpfte Tier zu retten. Dem Einsatzteam gelang es, den Wal sicher aus seiner lebensbedrohlichen Lage zu bergen.

Zunächst gingen die Retter davon aus, dass ihr Einsatz sich auch für das Tier gelohnt hat. Heute Mittag dann die traurige Nachricht. „Der zunächst gerettete Schweinswal ist gestorben.“ Ein Fachmann der Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich hat den Tod festgestellt. Die Hilfe war offenbar zu spät gekommen.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Auto prallt gegen Baum: 53-jähriger Mann getötet

Wangerland (1. 6. 20225) – Tödlich verletzt wurde ein 53-jähriger Mann am Sonntag bei einem Verkehrsunfall im Wangerland. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam der Wagen des Mannes gegen 15.09 Uhr zwischen Wiefels und Wegshörne von der Landesstraße 808 (Jever-Carolinensiel) ab. Das Auto prallte gegen einem Baum und landete im Anschluss in einem wasserführenden Graben.

Der Wagen des 53-Jährigen wurden bei dem Unfall auf der L 808 völlig zerstört. Foto: Feuerwehr

Das Fahrzeug wurde bei dem Unfall vollständig zerstört. „Der Mann wurde aus dem Fahrzeugwrack geborgen und zunächst notfallmedizinisch versorgt, erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen“, heißt es im Polizeibericht. An der Rettungsaktion waren unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehren Hohenkirchen, Tettens und Neugarmssiel beteiligt.

Die L 808 musste für die Dauer der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme sowie der Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.

Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf der Bundesstraße 210

Jever (25. 5. 2026) – Bei einem schweren Unfall auf der Bundesstraße 210 sind am Mittwoch gegen 17.08 Uhr zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde eine 49-jährige Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die B 210 war für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme voll gesperrt.

Zu dem Unfall war es aus ungeklärter Ursache im Bereich der Anschlussstelle Jever-Mitte gekommen.Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr die 49-Jährige mit ihrem Pkw die B 210 aus Richtung Wittmund kommend in Richtung Jever. „Unterhalb der Brücke der Anschlussstelle Jever-Mitte geriet sie aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 27-jährigen Mannes“, heißt es im Polizeibericht.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes habe sich eines der Fahrzeuge mehrfach überschlagen. Beide Fahrzeugführer wurden in ihren Autos eingeklemmt und mussten durch Feurerwehrkräfte befreit werden. Auch der 27-jährige Fahrer des zweiten Fahrzeuges erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus n gebracht. Neben Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr war auch die Straßenmeisterei im Einsatz.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Gezielter Schlag gegen mutmaßlich kriminelle Autohändler

Friesland/Wilhelmshaven (26. 5. 2026) – Die Ermittlungsbehörden haben heute zwölf Objekte in Wilhelmshaven und Friesland durchsucht und dabei Haftbefehle gegen zwei männliche Beschuldigte im Alter von 25 und 49 Jahren vollstreckt. Die Razzien fanden im Rahmen umfangreicher, behördenübergreifender Ermittlungen zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität statt. Die Leitung lag bei der Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Zwei Beschuldigte verhaftet

Im Einsatz waren Kräfte Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die von zahlreichen weiteren Kräften unterstützt wurden. Durchsucht wurden Gebäude und Wohnungen in Wilhelmshaven, Sande und Schortens. Hintergrund der Maßnahmen, so die Behörden, sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie weiterer Straftaten im Zusammenhang mit dem Handel von Kraftfahrzeugen. 

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Fahrzeuge mit hoher Laufleistung, darunter ehemalige Taxen, Mietwagen und Transporter, angekauft und anschließend durch manipulierte Kilometerstände gewinnbringend weiterverkauft worden sein. Die manipulierten Fahrzeuge sollen dabei über Zulassungsdienste gezielt auf Dritte zugelassen worden sein, um deren tatsächliche Herkunft zu verschleiern. 

Manipulierte Autos verkauft

Die anschließenden Verkäufe erfolgten mutmaßlich als vermeintliche Privatverkäufe. Bei den Durchsuchungen sei diverses Beweismaterial sichergestellt worden. Gegen die Beschuldigten wurden vom Amtsgericht Wilhelmshaven Haftbefehle erlassen. Sie seien im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht worden.

Beteiligt an den Maßnahmen seien neben Beamtinnen und Beamten der örtlichen Polizei unter anderem Kräften der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, der Verfügungseinheiten Delmenhorst und Oldenburg sowie der Diensthundeführerstaffel.  Der Leiter der PI Wilhelmshaven/Friesland, Jörg Beensen, betont die besondere Bedeutung solcher Einsätze: „Clanähnliche Täterstrukturen beeinträchtigen in erheblichem Maße das Sicherheitsgefühl und das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat. Wer systematisch, organisiert und bandenmäßig Straftaten begeht, erhebliche illegale Gewinne erzielt und dabei Gesetze missachtet, muss konsequent mit dem Einschreiten der Sicherheitsbehörden rechnen. Unser Ziel bleibt es, kriminelle Clanstrukturen nachhaltig zu zerschlagen.“