Wangerland (11. 5. 2026) – Nach einer Radarkontrolle durch Beamte des Polizeikommissariats Jever am Samstag zwischen 15 und 16.15 Uhr leitete die Polizei drei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit ein. An der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Haddien wurden in Höhe Bottens rund 50 Fahrzeuge gemessen. In einem Fall konnten die Beamten einen 42-jährigen Motorradfahrer feststellen, der im auf auf 70 km/h beschränkten Bereich mit 105 Stundenkilometern unterwegs war.
Bei einer Fahrzeugkontrolle in Wiefels ermittelte die Polizei am Samstag einen 36-jährigen Autofahrer, der ohne Führerschein unterwegs war. Der Mann beteuerte aber, einen Führerschein zu besitzen, was die Beifahrerin und Halterin des Fahrzeuges bestätigte. Eine EDV-Überprüfung hingegen ergab dann, dass dem Fahrzeugführer der Führerschein bereits vor rund zehn Jahren rechtskräftig entzogen worden ist und er aktuell über keine Fahrerlaubnis verfügt.
Die Polizei leitete Strafverfahren sowohl gegen den Fahrer als auch gegen die Halterin ein. Der Fahrzeugführer kündigte unterdessen an, seinen vorgeblichen Führerschein zu seiner Entlastung noch am gleichen Tag vorzeigen zu wollen – was letztlich nicht erfolgte.
Hooksiel (7. 5. 2026) – Unbekannte sind in eine Geschäft in der Lange Straße in Hooksiel eingebrochen und haben Schmuck gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, hat die geschädigte Geschäftsinhaberin den Einbruch in ihren Verkaufsraum erst am gestrigen Mittwoch bemerkt. Der Einbruch selbst könnte zwischen Sonntagnachmittag und gestern Mittag erfolgt sein.
Die Täter haben die Eingangstür des Geschäftes mit Gewalt aufgebrochen und sich so Zugang zum Verkaufsraum verschafft. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden Schmuckgegenstände entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever (Telefon. 04461/74490) in Verbindung zu setzen.
Hooksiel (4. 5. 2026) – Große Trauer bei den „Küstenkindern“. Unbekannte haben den Maibaum des Kindergartens zerstört, den die Kinder am vergangenen Donnerstag in einem kleinen Festakt im Beisein von Bürgermeister Mario Szlezak auf dem durch einen Zaun gesicherten Grundstück der Einrichtung aufgestellt hatten.
Erheblich beschädigt wurde der Maibaum, der vom Gelände der Hooksieler Kindertagesstätte entwendet wurde. Foto: Manfred Janßen
Als Erster entdeckt hatte den ramponierten Baum Hausmeister Manfred Janßen heute früh. Der zum Teil aus der Bodenhülse gebrochene Mast lag neben dem Zaun. Wenig später bemerkten die ersten Kinder das Malheur. „Unser Baum ist weg!“
Für einige der Kinder sei das ein gehöriger Schock gewesen, schildert Kita-Leiterin Claudia Bruns gegenüber „Hooksiel-life“. Die „Küstenkinder“ hatten im Vorfeld in den verschiedenen Gruppen den Baumschmuck gebastelt und das Prunkstück dann am Donnerstag im Rahmen eines kleinen Festaktes gemeinsam zum Aufstellplatz getragen.
Claudia Bruns hält es für unwahrscheinlich, dass es sich bei der Vandalismus-Aktion um einen Versuch gehandelt hat, den Maibaum nach traditionell geregelter Art und Weise zu „klauen“. „Dafür sind die Zerstörungen einfach zu groß.“ Etwaige Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich zu melden.
Nach unbestätigten Meldungen sollen die Täter den Baum tatsächlich vom Kita-Gelände entwendet und ihn bis zur Pakenser Straße getragen haben. Dort sei die „Beute“ zwischenzeitlich auf dem Dach der Schul-Bushaltestelle abgelegt, dann aber wohl zum Kita-Gelände zurückgebracht worden.
Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.
Stein in Autoscheibe geworfen
Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.
Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“
Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar
Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“
Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“
„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“
Anmerkung:Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert
Wangerland (16. 4. 2026) – Schwer verletzt wurde am Mittwoch ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache nahe Oldorf von der Kreisstraße 87 abgekommen und gegen einen Baum geprallt ist. Der 20-Jährige wurde dabei in seinem VW-Transporter eingeklemmt.
Schwer verletzt wurde der Fahrer eines VW-Transporters, der in der Nähe von Oldorf gegen einen Baum prallte. Foto: Feuerwehr
Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkirchen befreiten den Mann, der von Ersthelfern medizinisch versorgt wurde, mit Hilfe des Einsatzes von hydraulischen Rettungsgeräten. Der Rettungsdienst brachte den 20-Jährigen im Anschluss in ein Krankenhaus.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Wagen war gegen 7.45 Uhr nach Rechts von der Fahrbahn abgekommen. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Die Verbindungsstraße zwischen Jever und Hohenkirchen wurde für die Dauer der Bergung des Verletzten und des Wagens komplett gesperrt.
Der Transporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Erheblich beschädigt wurde zudem ein Leitpfosten und der Baum.
Waddewarden (15. 4. 2026) – Unbekannte sind im Zeitraum von Montag, 12.20 Uhr, bis Dienstag, 13.18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Wassenser Straße in Waddewarden eigebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude, so die Polizei. Im Inneren sei insbesondere das Schlafzimmer durchsucht worden.
Die Täter entwendeten nach ersten Angaben Schmuck in bislang unbekannter Menge und Wert sowie eine Kamera. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.
Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“.
Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol
Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.
31 Unfälle weniger
Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden.
Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.
Senioren häufig Verursacher
Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher.
Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.
E-Bikes werden unterschätzt
„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen.
Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt.
Viele Fälle von Fahrerflucht
„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.
Wangerland (12. 4. 2026) – Auf dem Minser Osteraltendeich sind am Samstag gegen 21.30 Uhr zwei Männer mit einem Audi A 6 von der Straße abgekommen. Der Wagen prallte gegen einen Baum und blieb anschließend im Graben liegen. Wie die Polizei mitteilt, hätten sich die verletzten Insassen zunächst von der Unfallstelle entfernt. Der 21- und ein 27-jähriger Mann seien aber von der Polizei in der Nähe festgestellt worden.
Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Insassen hätte, so die Polizei, „zweifelhafte Angaben zur Eigenschaft des Fahrzeugführer zum Unfallzeitpunkt“ gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wagen bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen im Bereich einer Kurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkam.
Wangerland (8. 4. 2026) – Erneut haben mutmaßliche Betrüger versucht, per Telefonanruf an die Wertgegenstände älterer Bürger in der Gemeinde Wangerland zu gelangen. Wie die Polizei mitteilt, habe es am heutigen Mittwoch und am gestrigen Dienstag zahlreiche Anrufe gegeben, bei denen sich bislang unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgaben.
Betrüger als Polizisten getarnt
Die Anrufer hätten von angeblichen Festnahmen im Nahbereich der Wohnanschriften der Angerufenen berichtet. Im weiteren Verlauf der Gespräche, so die Polizei, hätten die Täter versucht, an Informationen zu Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern zu gelangen. „Teilweise wurden gezielt persönliche Informationen, wie etwa verstorbene Ehepartner, in die Gespräche eingebunden, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken“, so die Polizei.
In mehreren Fällen, so loben die Ermittler, hätten die Angerufenen umsichtig reagiert und die Gespräche beendet. So habe eine 88-jährige Frau aus Hooksiel Zweifel an der Echtheit des Anrufers geäußert und den Telefonhörer aufgelegt. Eine 57-jährige Frau aus Tettens habe den Anrufer darauf hingewiesen, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe. Auch sie beendete das Telefonat.
Ermittler geben Tipps
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen würden.
Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preis. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und legen Sie auf.“ Bei Zweifeln sollten Betroffene selbstständig ihre örtliche Polizeidienststelle unter der ihnen bekannten Rufnummer anrufen.
Hohenkirchen (7. 4. 2026) – Über das Osterwochenende ist es in Hohenkirchen zu mehreren Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien gekommen. Wie die Polizei mitteilt, hätten bislang unbekannte Täter verschiedene Gebäude und Einrichtungen mit silbernem Sprühlack besprüht.
Betroffen seien unter anderem das Rathaus, ein Kindergarten, ein Nebengebäude der Grundschule, das ehemalige Samurai-Center, eine Bushaltestelle im Bereich der Oberschule sowie eine ehemalige Spielhalle. Die Ermittlungen nach den Tätern laufen.
Die Polizeistation Wangerland bittet Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefon 04463/808910 oder beim Polizeikommissariat Jever unter 04461/74490 zu melden.