Wilhelmshaven (15. 9. 2026) – Am gestrigen Dienstag um 10.20 Uhr kollidierte ein noch unter der Werftflagge fahrendes Seeschiff beim Anlegemanöver im Fluthafen mit der Mittelbrücke. Bei der Kollision wurde nach Angaben der Wasserschutzpolizei (WSP) das Seeschiff und die Mittelbrücke beschädigt. Betroffen sind nach Angaben des Hafenbetreibers Niedersachsen Ports (NPorts) im wesentlichen die Verbindungselemente zwischen dem Ponton und den Dalben. „Diese müssen instand gesetzt werden.“ Aber, so NPorts, die Schwimmfähigkeit der Anlage sei nicht beeinträchtigt.
Die WSP Wilhelmshaven hat die Ermittlungen aufgenommen sowie die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) sowie die BG Verkehr – Dienststelle Schiffssicherheit – informiert. „Ein zunächst erteiltes Weiterfahrverbot für das Seeschiff konnte nach der Besichtigung wieder aufgehoben werden“, so die WSP. Das Seeschiff befinde sich schon wieder auf dem Weg in die Werft, wo der Schaden repariert werden soll. Als Unfallursache kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Weitere Befragungen des Schiffsführers stehen noch aus. Die Ermittlungen dauern an.
Die durch die Kollision entstandene Schadenshöhe an dem Seeschiff kann noch nicht beziffert werden. Ziel sei es, so NPorts, die Mittelbrücke bis Ende der Woche wieder sicher in Betrieb nehmen zu können. Die Anlage wird überwiegend von Behörden- und Einsatzschiffen genutzt.
Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages päzisiert.
Wilhelmshaven/Friesland (15. 9. 2026) – Trickbetrüger setzen auf Angst, Zeitdruck und Überraschung. Besonders lebensältere Menschen werden immer wieder gezielt angesprochen und mit wechselnden Betrugsmaschen konfrontiert. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland geht deshalb in der Präventionsarbeit einen neuen Weg: Betrugsprävention mit Bingo.
Beim so genannten „Beratungs-Bingo“ steht nicht der klassische Vortrag im Mittelpunkt. Stattdessen werden bekannte Betrugsmaschen spielerisch aufgegriffen. Die Teilnehmer ziehen Bingo-Kugeln (Foto), in denen sich Begriffe, konkrete Alltagssituationen oder Aussagen befinden.
Dazu gehören beispielsweise Schockanrufe, der Enkeltrick, falsche Polizei- oder Bankmitarbeiter, Gewinnversprechen, Messenger-Betrug oder falsche Handwerker an der Haustür. So kann etwa die Situation gezogen werden: „Ich bekomme einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, der mein Geld sichern möchte.“ Gemeinsam wird anschließend besprochen: Kenne ich diese Situation? Woran erkenne ich den Betrug? Wie sollte ich reagieren?
Spielerische Prävention
„Klassische Informationsveranstaltungen erreichen nicht immer die Menschen, die besonders von Trickbetrug betroffen sein können“, erklärt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Der spielerische Ansatz senkt die Hemmschwelle. Die Teilnehmenden machen aktiv mit, bringen eigene Erfahrungen ein und lernen auch voneinander.“
Dabei werden entscheidende Verhaltensregeln immer wieder aufgegriffen: Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen, keine persönlichen Daten, PINs, TANs oder Passwörter herausgeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Die Polizei fordert weder Bargeld noch Schmuck zur vermeintlichen „Sicherung“.
Tipps zum richtigen Verhalten
Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch beendet und die betreffende Person, Bank oder Behörde anschließend selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktiert werden. „Beim Bingo geht es ausdrücklich nicht um einen materiellen Gewinn, sondern um einen anderen Gewinn: Sicherheit“, so Reents.
Das erste „Beratungs-Bingo“ mit fast 30 Teilnehmern fand bereits beim Bauverein Rüstringen in Wilhelmshaven statt. Die Spielmaterialien wurden durch den Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V. (VKP) finanziert. Der Bauverein stellte die Bingo-Gewinne zur Verfügung.
Der nächste Termin steht bereits fest: Am Freitag, 2. Oktober, heißt es im Mehrgenerationenhaus Bant wieder: „Bingo!“Vereine, Verbände und andere Institutionen können das Beratungsbingo für eigene Veranstaltungen anfragen. Interessierte können sich an Katja Reents unter 04421 942-108 oder per E-Mail an praevention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de wenden.
Horumersiel (9.9. 2026) – Zwischen Montag, 13.30 Uhr, und dem gestrigen Dienstag, 11.30 Uhr, kam es in Horumersiel zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein in der Straße Am Tief abgestellter grauer Ford C-Max wurde durch ein bislang unbekanntes Fahrzeug an der Beifahrerseite beschädigt, teilt die Polizei mit.
Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne seinen Pflichten als Unfallbeteiligter nachzukommen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum verursachenden Fahrzeug geben können, sich beim Polizeikommissariat Jever unter Telefon 04461/7449-0 zu melden.
Friesland/Hooksiel (8. 9. 2026) – Immer häufiger berichtet die Polizei von Unfällen, bei denen Pedelec-Fahrer und auch E-Scooter-Fahrer beteiligt sind. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Beteiligten die geltenden Verkehrsregeln nicht kennen.
Auf einem Gehweg mit dem Zusatzschild „Radverkehr frei“ dürfen Radler nur Schittgeschwindigkeit fahren und E-Scooter-Fahrer haben hier überhaupt nichts verloren. Archiv-Foto: hol
Ein klassiches Beispiel aus den vergangenen Tagen im Jeverland: Nach einer Begegnung mit einem E-Scooter-Fahrer stürzt eine Pedele-Fahrerin und verletzt sich dabei. Die Frau befuhr einen Gehweg, der durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ für den Radverkehr freigegeben ist. In einem durch Sträucher verengten Bereich kommt ihr ein E-Scooter-Fahrer entgegen. Zu einer direkten Kollision kommt es nicht, aber die Radfahrerin verliert das Gleichgewicht.
Besondere Rücksichtnahme nötig
„Gerade die unterschiedlichen Regelungen für Fahrräder und E-Scooter sorgen im Alltag immer wieder für Unsicherheiten“, so die Polizei. Grundsätzlich gilt: Ein Gehweg ist dem Fußverkehr vorbehalten. Ist ein Gehweg – wie in Hooksiel die Regel – durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ zusätzlich für Fahrräder freigegeben, dürfen Radfahrende diesen benutzen – sie müssen es jedoch nicht.
Wer dort mit dem Fahrrad fährt, ist gegenüber Fußgängerinnen und Fußgängern zu besonderer Rücksichtnahme verpflichtet. Der Fußverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrende dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen erforderlichenfalls warten. „Ist ein gefahrloses Vorbeifahren nicht möglich, muss gegebenenfalls abgestiegen und das Fahrrad geschoben werden“, so die Polizei.
Für E-Scooter gilt eine andere Rechtslage: Ein Gehweg mit der alleinigen Freigabe „Radverkehr frei“ darf mit einem E-Scooter grundsätzlich nicht befahren werden. Eine für Fahrräder ausgesprochene Freigabe gilt nicht automatisch auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge. Eine Nutzung wäre nur zulässig, wenn dies durch eine entsprechende Beschilderung ausdrücklich auch für Elektro-Kleinstfahrzeuge freigegeben wurde.
Rechtslage oft unbekannt
Anders ist die Rechtslage auf gemeinsamen Geh- und Radwege, die durch das Verkehrszeichen 240 gekennzeichnet sind. Solche Wege müssen von Fahrrädern und E-Scootern genutzt werden. Auch hier haben Fußgängerinnen und Fußgänger besonderen Schutz: Sie dürfen weder gefährdet noch behindert werden und die Geschwindigkeit muss erforderlichenfalls angepasst werden.
Die Polizei appelliert insbesondere an E-Scooter-Fahrende, sich vor Fahrtantritt mit den geltenden Regelungen vertraut zu machen. „Gehwege dienen in erster Linie dem Schutz des Fußverkehrs. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitäts-Einschränkungen müssen sich dort sicher bewegen können“, betont die Polizei. „Rücksichtnahme und angepasste Geschwindigkeit sind entscheidend: Wo verschiedene Verkehrsarten aufeinandertreffen, sollte im Zweifel Geschwindigkeit herausgenommen, ausreichend Abstand gehalten und bei einer Engstelle gewartet werden. Ein vermeintlicher Zeitgewinn rechtfertigt keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender.“
Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Wangerland (6. 9. 2026) – Die Polizei meldet für das Wochenende zwei Vorfälle. Bei einem Verkehrsunfall am am Samstagnachmittag wurde dabei ein mann leicht verletzt.
Ein Autofahrer befuhr die Landesstraße 810 in Richtung Horumersiel. Im Kurvenbereich übersah er den Wagen einerverkehrsbedingt halten Frau und fuhr auf. An beiden Fahrzeugen entsteht leichter Sachschaden.
In der Nacht zu Sonntag entwenden zwei Männer in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen drei Verkehrszeichen. Die Beschuldigten flüchten nach Darstellung der Polizei zunächst mit einem Pkw, konnten aber im Rahmen einer Fahndung kontrolliert werden. Bei der Kontrolle stellt sich heraus, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken stand.
Die Polizeibeamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Diebstahls der Verkehrszeichen sowie ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wegen des Führens eines Pkw unter dem Einfluss alkoholischer Getränke ein.
Wangerland/Horumersiel (4. 9. 2026) – Heute früh, gegen 9.20 Uhr. Die Tür zum Haus des Gastes in Horumersiel öffnet sich. Ein halbes Dutzend Polizeibeamte betritt das Gebäude der Wangerland Touristik GmbH. Ihr Ziel: Die Verwaltungsräume des insolventen Unternehmens. Dort werden sie Dokumente, Kommunikationsdaten und sonstige Unterlagen beschlagnahmen, die Licht ins Dunkel um die Gründe und Verantwortlichkeiten für das Finanz-Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) bringen sollen.
Polizeibeamte beschlagnahmten heute im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa an mehreren Orten Unterlagen und Dokumente. Auch die Wangerland Touristik GmbH in Horumermsiel bekam Besuch von der Polizei. Foto: hol
Wie Thorsten Stein, Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, suchen die Ermittler nach einem Beschluss des Amtsgerichtes Oldenburg nach Hinweisen und Beweisen, die den Anfangsverdacht einer möglichen Insolvenzverschleppung oder der Untreue erhärten – oder eben auch nicht. Ein wichtiger Aspekt dabei: „Wer wusste wann was?“
Aktionen an mehreren Orten
Vergleichbare Aktionen habe es heute früh an mehreren Orten gegeben, bestätigt Stein. Namen nennt der Staatsanwalt nicht. Mutmaßlich dürften aber auch der ehemalige WTG-Geschäftsführer und die am Bau des TMS beteiligen Architekten Besuch von der Polizei bekommen haben.
Die Explosion der Baukosten beim TMS von 8,8 Millionen auf bis zu 23 Millionen Euro hat die gemeindeeigene WTG in eine finanzielle Schieflage gebracht, die zu einer noch laufenden Insolvenz in Eigenregie geführt hat. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich auf mögliche strafrechtliche Verfehlungen von Beteiligten.
Unabhängig davon zu sehen sind Fragen rund um mögliche Schadensersatzansprüche der Gemeinde Wangerland, der die WTG gehört, oder der WTG selbst gegen Dritte sowie die Debatte um politische Verantwortlichkeiten.
Hohenkirchen (4. 9. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen eines möglichen Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstag, 3. September, auf dem Parkplatz der Gemeinde Wangerland in der Bismarckstraße in Hohenkirchen ereignet haben soll. Gegen den Verursacher wird wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt.
Eine Frau aus Jever hatte ihren blauen BMW gegen 8.30 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt. Als sie gegen 19.15 Uhr zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, stellte sie Beschädigungen in Form von Kratzern an der Fahrertür fest.
Der bislang unbekannte Verursacher entfernte sich von der Unfallstelle. Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum verursachenden Fahrzeug beziehungsweise dessen Fahrer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04461/74490 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.
Hooksiel/Wilhelmshaven (31. 8. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am gestrigen Sonntag auf der Landesstraße 810 vier Personen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 9.45 Uhr auf der Hooksieler Landstraße im Bereich Sengwarden kurz vor Hooksiel.
Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte habe ein Pkw-Fahrer versuch, von der Straße Klein Buschhausen nach links auf die Hooksieler Landstraße einzubiegen. „Dabei übersah er einen von links kommenden, bevorrechtigten Pkw“, so die Polizei.
Die Fahrerin des vorfahrtberechtigten Fahrzeugs habe noch versucht, durch ein Ausweichmanöver einen Zusammenstoß zu verhindern. Dennoch kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Infolge des Aufpralls kam ihr Wagen von der Fahrbahn ab und landete in einem Graben.
Bei dem Verkehrsunfall seien insgesamt vier Personen verletzt worden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L 810 wurde kurzzeitig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Erst war sie irritiert, dann wütend. Als Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ am Donnerstagnachmittag ein Anrufer fragte, ob die Skulptur von Henning Gieseke im Garten der Generationen saniert werde, wusste sie damit nicht so recht etwas anzufangen. Erst vor Ort erschloss sich ihr dann der Grund der Frage: Die Bronzeskulptur mit dem Titel „Alles Leben entstammt dem Wasser“ ist verschwunden.
Die Skulptur „Alles entstammt aus dem Wasser“ gehörte seit 2013 zu dem Erholungsplatz im Garten der Generationen. Foto De Hooksieler
Offenbar haben Unbekannte das Kunstwerk aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Die Bronze mit den zwei daneben stehenden Sitzbänken ist ein beliebter Ruheplatz für Hooksieler und ihre Gäste. Auch von den Bewohner des benachbarten Wohnstiftes wird das Ensemble gern für ein Päuschen genutzt.
„De Hooksieler“ erbitten Hinweise
„De Hooksieler“ haben umgehend die Polizei eingeschaltet. Anke Müller hofft zusätzlich auf die Unterstützung von Bürgern, denen möglicherweise etwas Verdächtiges im oder am Garten der Generationen an der Nee Straat aufgefallen ist. „Ich habe die Skulptur zuletzt am späten Dienstagvormittag gesehen“, sagt Anke Müller. Sie muss also zwischen Dienstagmittag und Donnerstagnachmittag gestohlen worden sein.
Offenbar wurde die Skulptur mit roher Gewalt aus der Verankerung gerissen. Fotos: De Hooskieler
„Es wäre schon mal gut, wenn wir den möglichen Tatzeitraum weiter eingrenzen können“, so Anke Müller. Vermutlich seien die Täter nachts aktiv gewesen. Wer dazu Beobachtung gemacht hat, sollte sich ebenfalls melden. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass das Kunstwerk von wem auch immer im Übermut abgebrochen wurde und jetzt irgendwo im Grünen oder in einem Graben liegt.
Werk von Henning Gieseke
Die Skulptur ist am 22. September 2013 im von „De Hooksieler“ betreuten Garten der Generationen aufgestellt worden. Bei der Enthüllung waren unter anderem Bürgermeister Harald Hinrichs und der seinerzeitige Vorsitzende des Fördervereins Künstler- und Erlebnispfad Norbert Wißing dabei. Gieseke hatte auf ein Honorar verzichtet. Die sonstigen Kosten in Höhe von 6000 Euro übernahm der Förderverein.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Das Bild war dramatisch. Eine Frau liegt auf der Bäderstraße. Sie wimmert vor Schmerzen im Rückenbereich. Zuvor war sie nach einem Schwindelanfall vom Fahrrad gestürzt. Ersthelfer kümmern sich um die Frau. Wenig später kommt der Rettungsdienst und bringt die Frau ins Krankenhaus. Die Lage entspannt sich.
Portemonnaie verschwunden
Das war am Dienstagvormittag vergangener Woche, am 18. August. Inzwischen ist Bärbel Malinowki wieder zu Hause. Ihr Rücken tut noch weh. Die Wirbelsäule wurde beim Sturz verletzt. Aber sie ist gesundheitlich auf dem Weg der Besserung. Dennoch: Wenn sie an ihren Unfall an der Ampel in Höhe der Einmündung Hinrike-Lichterfeld-Straße denkt, ist sie schwer enttäuscht.
Der Grund: Die Hooksielerin vermisst seit ihrem Sturz ihr Portemonnaie. Die Geldbörse befand sich in einer verschlossenen Seitentasche ihres Fahrradkorbes, kann also beim Sturz nicht weggeschleudert worden sein. Doch Nachdem ein Nachbar das Rad nach Hause gefahren hatte, war das Portemonnaie weg. Auch die von der Polizei unterstützte Suche an der Unfallstelle blieb erfolglos.
Hoffnung auf ehrlichen Finder
Der Verdacht: Hat wirklich eine Helfer, ein Schaulustiger oder ein sonstiger Passant den Reißverschluss im Fahrradkorb geöffnet und das Portemonnaie gestohlen? „Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die eine verunglückte Frau bestehlen“, sagt Bärbel Malinowski. Ihr gehe es gar nicht so sehr um die rund 40 Euro Bargeld. Aber die Papiere!
Die Rennerei von Behörde zu Behörde, um an neue Dokumente zu kommen, die bereite ihr Angst – zumal sie noch nicht wieder voll belastbar sei. Ihre Bitte: Wenn jemand die Geldbörse findet, möge er sie an sie zurückgeben oder notfalls auch anonym in den Postkasten etwa einer Behörde einwerfen.