Wilhelmshaven/Friesland (19. 3. 2026) – Der Zentrale Kriminaldienst (ZKD) der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland hat ein neue Chefin: Der Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Oldenburg, Arne Schmidt, hat zusammen mit Inspektionsleiter Jörg Beensen Polizeirätin Jantje Zimmermann-Gäde in ihr neues Amt eingeführt. Die 35-Jährige tritt die Nachfolge des Ersten Kriminalhauptkommissars Rolf Cramer an, der in den Behördenstab der Direktion zurückkehrt.
Polizeirätin Jantje Zimmermann-Gäde ist die neue Leiterin des ZKD in der vom Leitenden Polizeidirektor Jörg Beensen geführten Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die für die Stadt Wilhelmshaven und den gesamten Landkreis Friesland zuständig ist. Foto: Polizei
Die Polizeirätin übernimmt innerhalb der Inspektion die Verantwortung für rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im ZKD wird die gesamte Bandbreite der Kriminalität bearbeitet – von der Beleidigung bis zum Tötungsdelikt, vom einfachen Diebstahl über den Wohnungseinbruch bis hin zum Raub.
Zurück in der dienstlichen Heimat
Jantje Zimmermann-Gäde ist sei 2010 im Polizeidienst. Nach einem dreijährigen Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen sammelte sie Erfahrungen im Einsatz- und Streifendienst des Polizeikommissariats Nordenham, bevor sie über mehrere Jahre in der PI Wilhelmshaven/Friesland und im Kommissariat Varel verschiedene Funktionen übernahm. Unter anderem war sie ab Oktober 2019 Dienstschichtleiterin zunächst im Einsatz- und Streifendienst in der PI Wilhelmshaven/Friesland, danach in der PI Oldenburg-Stadt/Ammerland. Hieran schlossen sich Verwendungen auf Stabsebene an.
Nach Abschluss eines zweijährigen Masterstudiums an der Deutschen Hochschule der Polizei kehrt sie jetzt nach Wilhelmshaven zurück. „Die Inspektion Wilhelmshaven/Friesland ist meine dienstliche Heimat. Daher freue ich mich sehr über die Rückkehr und das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Jantje Zimmermann-Gäde.
Jeverland/Wangerland (18. 3. 2026) – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Gemeinde Wangerland zurückgegangen. Nach der heute vom Polizeikommissariat (PK) Jever vorgelegten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 wurden im Wangerland insgesamt 347 Fälle registriert. Im Vorjahr waren es noch 362.
2338 Delikte im Jeverland
Die Entwicklung deckt sich mit dem Trend im gesamten Jeverland. Hier erfasste die Polizei 2338 Delikte. Das entspricht einem Minus von 152 Fällen gegenüber dem Vorjahr (2024: 2490 Fälle). Damit habe man den zweitniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Gleichzeitig liege die Aufklärungsquote bei fast 70 Prozent weiter auf sehr hohem Niveau.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jeverland 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Foto: Polizei-Prävention
Die Statistik des PK Jever bildet die bekannt gewordenen Straftaten, das so genannte „Hellfeld“, der Städte Jever und Schortens sowie der Gemeinden Sande, Wangerland und Wangerooge ab. Die tatsächliche Kriminalitätslage zeigt sie nicht, da niemand weiß, wie hoch die Zahl der nicht gemeldeten Taten („Dunkelfeld“) ist.
In Schortens wurden 780 Straftaten (- 65 gegenüber 2024), in Jever 681 (- 772), in Sande 439 (+ 3) und auf Wangerooge 91 (+ 16) gemeldet. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner sank im Jeverland damit auf 4285 (Vorjahr: 4531). Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland liegt dieser Wert bei 6831.
Effektive Polizeiarbeit
Die aktuellen Zahlen, so die Polizei, würden das weiterhin vergleichsweise niedrige Kriminalitätsniveau in der Region bestätigen. Die hohe Aufklärungsquote bei 69,38 Prozent (1622 Fälle) unterstreiche die hohe Effektivität der Arbeit des Polizeikommissariats Jever. Kommissariatsleiter Markus Wallenhorst dankte den Bürgern der Region, die die Polizei häufig durch wertvolle Hinweise unterstützen und damit einen Beitrag zur Aufklärung von Straftaten leisten.
Der Rückgang bei den Straftaten spiegelt sich bei verschiedenen Delikten wieder. So wurden 2025 „nur“ 580 Diebstähle registriert, 52 weniger als im Vorjahr. Rückläufig sei insbesondere die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen gewesen. Als erfreulich wertet es die Polizei, dass mehr als ein Drittel der registrierten Einbrüche im Versuchsstadium scheiterte. „Das deutet auf verbesserte Sicherungsmaßnahmen und einen erhöhten technischen Einbruchsschutz hin.“
24 Attacken mit einem Messer
Bei den so genannten Rohheitsdelikten (Raub, Körperverletzung, Straftaten gegen die persönliche Freiheit) habe es nur einen leichten Rückgang gegeben. Insgesamt wurden 495 Straftaten registriert, 39 Fälle weniger als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem 337 Körperverletzungen, wobei es sich in 257 Fällen um einfache Körperverletzungen gehandelt habe.
Bei 24 Straftaten (2024: 36) hätten die Täter Messer eingesetzt. Von diesen Fällen konnten nach Angaben der Polizei 20 aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 83,3 Prozent entspricht.
1386 Tatverdächtige
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1386 Tatverdächtige ermittelt (2024:1328), davon 1110 mit deutscher Staatsangehörigkeit. 276 Verdächtige besaßen keinen deutschen Pass (2024: 232). Darüber hinaus hätten 54 Tatverdächtige einen Aufenthaltsstatus (68) besessen.
Der Großteil der Straftaten sei von Erwachsenen ab dem 21 Lebensjahr (77,4 %) begangen worden. Kinder (bis 14) gehörten mit 5,4 %, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) mit 10,25 % und Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) mit 6,9 % zum Kreis der Verdächtigen.
Mehr Fälle von Kinderpornografie
Einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr weist die Statistik für den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte aus, zu denen insbesondere Betrugsstraftaten zählen. Für 2025 wurden 441 Betrugsfälle registriert, was einem Anstieg um 29 Fälle entspricht. Deutlich zugenommen habe die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Hier seien 96 Fälle angezeigt worden, ein Zuwachs von 25 Taten. Mit in diesem Bereich erfasst werden unter anderem Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten.
Dem Feld der „häuslichen Gewalt“, zu der alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in familiären und partnerschaftlichen Beziehungen gehören, wurden im Polizeikommissariat Jever 151 Taten zugeordnet, sechs weniger als im Vorjahr. Hierbei ging es vornehmlich um Körperverletzungen. Die Zahl der Fälle von „Widerstand und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte“ bewege sich im Jahr 2025 mit 21 auf Vorjahresniveau (19).
Hooksiel (18. 3. 2026) – Bei einem Verkehrsunfall an der Ecke Hoher Weg/Friesenstraße in Hooksiel ist ein hoher Sachschaden entstanden. Der Verursacher beging nach Darstellung der Polizei Unfallflucht. Um Hinweise von Zeugen wird gebeten.
Nach bisherigen Erkenntnissen wollte eine Frau am Samstag gegen 13.30 Uhr mit ihrem Pkw aus der Straße Hoher Weg nach rechts in die Friesenstraße einbiegen. Dort sei ihr ein weißer Transporter mit hoher Geschwindigkeit entgegen gekommen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, sei die Geschädigte nach rechts ausgewichen und dabei gegen eine Verkehrsinsel geprallt.
Der Fahrer des Transporters habe sich vom Unfallort entfernt, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Am Fahrzeug der Geschädigten sei ein Schaden in Höhe von etwa 5.500 Euro entstanden, so die Polizei. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefonnummer 04463/808910 oder mit der Polizei in Jever unter 04461/74490 in Verbindung zu setzen.
Wangerland (15. 3. 2026) –Bei zwei Unfällen im Wangerland gab es mehrere Verletzte. Am Freitag gegen 10.50 Uhr berührte auf der Landesstraße 812 im Bereich Waddewarden eine 79-jährige Autofahrerin bei einem Überholvorgang ein in gleiche Richtung fahrendes Traktorgespann. Danach kam die Frau mit ihrem Pkw nach links lvon der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, ihr Wagen war nicht mehr fahrbereit.
Wenig später gegen 11.24 Uhr kam es im Kreuzungsbereich Landesstraße 808/Wegshörne zu einem weiteren Unfall. Nach derzeitigen Erkenntnissen, so die Polizei, befuhren eine 22-Jährige und ihre 25-jährige Beifahrerin die L 808 in Fahrtrichtung Jever. An der Unfallstelle kreuzte ein 46-Jähriger mit seinem Auto die Fahrbahn von links. Beide Auto stießen zusammen und mussten abgeschleppt werden. Die Beifahrerin wurde leicht verletzt.
Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich im Zeitraum von Freitag, 6. März, gegen 13 Uhr bis Dienstag, 10. März, gegen 12 Uhr in der Viethstraße in Hooksiel ereignet haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei ein etwa kniehoher, seitlich angebrachter Maueraufsatz an der Zufahrt eines Grundstücks durch ein Fahrzeug beschädigt.
Der Schaden in der Viethstraße. Die betroffenen Mauerteile liegen im Straßengraben. Foto: Polizei
Vermutlich durch den Aufprall des Fahrzeugs stürzte ein Teil der Mauer ins Wasser des darunter verlaufenden Straßengrabens. Der Unfallverursacher entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und sich zu melden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefon 04463/808910 in Verbindung zu setzen.
Friesland/Wangerland (4. 3. 2026) – Grüne Versicherungskennzeichen sind seit dem 1. März ungültig. Darauf weist die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hin. Die neuen Kennzeichen haben die Farbe Schwarz. Sie sind als Blechschild oder Klebefolie bei den Kfz-Versicherungen erhältlich.
„Wer weiterhin mit den alten Kennzeichen unterwegs ist, fährt ohne Versicherungsschutz!“, mahnt die Polizei. „Fahrer und Halter machen sich damit strafbar.“ Das bedeute, es können Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr verhängt werden. Im Falle eines Unfalls gibt es keinen Versicherungsschutz. Der Verursacher muss dann für den Schaden selbst aufkommen.
Versicherungskennzeichen sind verpflichtend für Elektro-Kleinstfahrzeuge wie E-Scooter, S-Pedelecs oder einige Krankenfahrstühle und zulassungsfreie, motorisierte Kleinkrafträder mit einem Hubraum von bis zu 50 Kubikmeter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h (in Ausnahmefällen 60 km/h), wie Roller und Mopeds.
Wangerland (1. 3. 2026) – In Hohenkirchen ist es in der Nacht zum Sonntag zu einer Auseinandersetzung mit Körperverletzungen und wechselseitigen Bedrohungen gekommen. Nach Mitteilung der Polizei sind gegen 22.50 Uhr im Bereich der Helmsteder Straße zwei Jugendliche im Altern von 14 und 16 Jahren sowie ein 41-Jähriger in Streit geraten.
Dabei sei, so die Polizei, gegen den 41-Jährigen ein Reizstoffspray eingesetzt worden. Im weiteren Verlauf sollen die Jugendlichen von einer bislang unbekannten, weiteren Person mit einem Schlagwerkzeug bedroht und kurzzeitig verfolgt worden sein.
Die Polizei sucht nach Zeugen. Wer sachdienliche Angaben zu dem Sachverhalt machen kann, möge sich unter Telefon 04461/7449-0 bei der Polizei in Jever melden.
Hooksiel (27. 2. 2026) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat ein Strafverfahren gegen einen 39-jährigen Mann eingeleitet, der am Donnerstag dieser Woche im Supermarkt an der Bäderstraße in Hooksiel einen Diebstahl begangen haben soll. Der Vorfall hat sich gegen 14.15 Uhr zugetragen.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte eine Haarschneidemaschine aus einem Verkaufsregal genommen haben. Danach habe er die Verpackung entfernt und die Einzelteile ihres Inhalts in die Bauchtasche seines Hoodies gesteckt. Anschließend soll der mutmaßliche Ladendieb den Kassenbereich passiert haben, ohne die Ware zu bezahlen, so die Polizei.
Hooksiel (22. 2. 2026) – Glück im Unglück hatte ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Hooksiel und Waddewarden. Sein Wagen war am Freitag gegen 19.40 Uhr in der Nähe von Bottens nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet.
Der Mann wurde nur leicht verletzt und konnte sein Fahrzeug noch selbstständig verlassen. Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden vor Ort, die die Unfallstelle absicherten. Foto: Feuerwehr
Friesland/Wangerland (20. 2. 2026) – Die Polizei warnt vor Betrügern, die derzeit im Landkreis Friesland ihr Unwesen treiben. Die Unbekannten rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei haben sie es offenbar auf deren Wertgegenstände abgesehen.
Allein am Dienstag dieser Woche waren nach Polizeiangaben im Raum Zetel sieben derartige Fälle bekannt geworden. Inzwischen habe es auch mehrere Betrugsversuche mit Amtsanmaßung im Jeverland gegeben.
Bekannte Betrugsmasche
So rief ein männlicher Täter am späten Donnerstagabend bei einem Landwirt aus Hooksiel an. Er gab sich als Polizist aus und erzählte, dass es drei Festnahmen gegeben habe. Zwei Verdächtige seien aber noch flüchtig. Man habe eine Liste mit möglichen Einbruchszielen sicher gestellt, auf der auch der Name des Hooksielers stehe. Dann wollten die vermeintlichen Beamten wissen, ob der Angerufene in seinem Haus Wertsachen habe …
Dem Hooksieler kam das suspekt vor. Er wimmelte die Anrufer mit dem Hinweis ab, dass er ohnehin keine wertvollen Dinge habe und informierte heute früh die Polizei. Wie das Polizeikommissariat Jever gegenüber „Hooksiel-life“ bestätigte, habe es mehrere entsprechende Anrufe in Kommunen im Jeverland gegeben. Bislang ist aber wohl noch kein Fall bekannt, bei dem die falschen Polizisten erfolgreich waren.
Polizei mahnt zur Vorsicht
Die Polizei geht davon aus, dass es das Ziel des Anrufers ist, durch den Verweis auf angebliche Gefahrenlagen oder Ermittlungen von den Opfern Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen. Diese Betrugsmasche sei seit längerem bekannt.
Bei unerwarteten Anrufen sei stets Misstrauen ratsam, so die Polizei. „Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.“ Betroffene sollten das Gespräch umgehend beenden und die ihnen bekannte Rufnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle anrufen. Erfreulich sei mit Blick auf die aktuellen Fälle, dass offenbar die Präventionsarbeit der Vergangenheit Wirkung zeige. Schließlich hätten sich alle Betroffenen richtig verhalten.