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Alle Beiträge zum Thema “Landkreis”

Landkreis Friesland sucht Pflegefamilien

Friesland/Wangerland (28. 8. 2025) – 158 Kinder und Jugendliche im Landkreis Friesland leben aktuell in einer Pflegefamilie. Die Gründe, warum sie nicht bei ihren Eltern leben können, sind unterschiedlich. Pflegefamilien bieten den jungen Menschen dann einen sicheren Lebensort und stabile Strukturen.

Das Team des Pflegekinderdienstes des Landkreises Friesland bietet Hilfestellung, Betreuung und Begleitung rund um die Themen Pflegekinder und Pflegefamilien an. Foto: Landkreis Friesland

Ankommen, Geborgenheit, Sicherheit, Zeit mit Menschen verbringen: Gerade für Kinder und Jugendliche und ihre Entwicklung ist ein verlässliches Zuhause sehr wichtig. Nicht alle erfahren dies (dauerhaft) in ihrem Elternhaus. Vor diesem Hintergrund sucht der Pflegekinderdienst des Landkreises kontinuierlich Menschen in Friesland, die bereit sind, ein Kind oder einen Jugendlichen vorübergehend oder längerfristig bei sich aufzunehmen.

Gespräche und Vorbereitungskursus

Wie das abläuft und wer geeignet ist, darüber informiert das Team im persönlichen Gespräch. Einen ersten Einblick gibt es online unter www.friesland.de/pflegekinderdienst. Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen müssen Interessierte bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu zählt die Vorlage polizeilicher Führungszeugnisse und ärztlicher Atteste sowie Einkommensnachweise.

Mit den Fachkräften des Pflegekinderdienstes werden zudem persönliche Gespräche geführt und im Rahmen von Hausbesuchen die Lebenssituation besprochen. Auch an dem Vorbereitungskursus für Pflegefamilien, den der Landkreis regelmäßig anbietet, muss teilgenommen werden. Während des Pflegeverhältnisses werden die Familien weiterhin und kontinuierlich durch den Pflegekinderdienst begleitet, beraten und unterstützt. 

Investitionshilfe für die Gemeinde

Friesland/Wangerland (30. 7. 2025) – Die Gemeinde Wangerland darf auf 346.000 Euro aus dem 600 Millionen Euro schweren „Pakt für Kommunalinvestitionen“ hoffen. Das geht aus dem Entwurf für ein Kommunafördergesetz hervor, das die Landesregierung in den Landtag einbringen will. Für den gesamten Landkreis Friesland – Landkreis, Städte und Gemeinden – summiert sich die Förderung auf über 7,5 Millionen Euro. 

Landrat Sven Ambrosy, der als Vizepräsident des Niedersächsischen Landkreistages an den Verhandlungen mit der Landesregierung beteiligt war, begrüßt diese Entscheidung: „Ich freue mich, dass das Land nunmehr das Ergebnis aus den Verhandlungen der Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden aus dem Frühjahr zügig umsetzt. Das kommt allen niedersächsischen Kommunen zu Gute. Das ist ein großer Erfolg für weitere dringende Investitionen in unseren Landkreisen, Städte und Gemeinden.“ 

Die Kommunen könnten im Rahmen dieses Gesetzte zeitnah und ohne aufwendige Bürokratie Gelder aus dem „Pakt für Kommunalinvestitionen“ erhalten, der bereits Ende März 2025 beschlossen worden war. Das Gesamtvolumen liegt bei bundesweit 600 Millionen Euro. 400 Millionen Euro davon könnten noch im Jahr 2025 ausgezahlt werden. Auf die Gemeinde Wangerland entfallen davon 230.000 Euro.

Die Verteilung auf die Landkreis, Städte und Gemeinden orientiert sich an der Einwohnerzahl wobei ein Mindestbetrag von 200.000 Euro vorgesehen ist, wovon in Friesland insbesondere Wangerooge profitiert.

Zentrale Weichenstellung für Krankenhaus-Landschaft

Horumersiel/Hooksiel (30. 6. 2025) – Wie geht es weiter mit der Krankenhaus-Planung ihn der Region Friesland-Wilhelmshaven? Für diese Frage soll der Kreistag des Landkreise Friesland in seiner Sitzung am Mittwoch, 2. Juli, eine entscheidende Weichenstellung vornehmen. Das Gremium, so der Plan, fass einen Grundsatzbeschluss darüber, ob mittelfristig die bestehenden Kliniken in Wilhelmshaven, Sanderbusch und Varel durch den Neubau eines Zentralklinikums ersetzt werden sollen. Die öffentliche Beratung beginnt um 14.30 Uhr im Haus des Gastes in Horumersiel.

Die mit Spannung erwartete Krankenhaus-Debatte steht ziemlich am Ende einer langen Tagesordnung. Unter anderem sollen die Kreistagsabgeordneten den Juristen Bernd Niebuhr zum allgemeinen Vertreter von Landrat Sven Ambrosy bestimmen.

Die Neubesetzung wurde durch die Abberufung der Ersten Kreisrätin Silke Vogelbusch (Foto: Landkreis) erforderlich, die der Kreistag im Einvernehmen mit der Betroffenen in einer Sondersitzung in der vergangenen Woche beschlossen hat. Die Hooksielerin (59) hatte sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen, ihre eigentlich bis Ende 2027 laufende Amtszeit vorzeitig zu beenden.

Ein im Auftrag der Stadt Wilhelmshaven und des Landkreise erstelltes Gutachten hält den Bau eines Zentralklinikums für beide Gebietskörperschaft für die wirtschaftlich beste Lösung. Alle Kliniken in der Region schreiben jährlich Millionendefizite. Hinzu kommen veränderte geänderte Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene. Ein Standort für den Neubau steht noch nicht fest. Mit einem Grundsatzbeschluss sollen aber der Kreistag und der Rat der Stadt die weitere gemeinsame Planung vorantreiben. 

In der Debatte steckt Brisanz – auch weil die „Friesland-Kliniken“ unabhängig vom Zusammenschluss mit Wilhelmshaven die Zentralisierung ihrer stationären Krankenversorgung anstreben. Danach würde der Krankenhausstandort Varel komplett aufgegeben werden. Dagegen regt sich im Südkreis erheblicher Widerstand.

Klimawandel: Wie muss sich der der Landkreis anpassen?

Friesland/Wangerland (16. 6. 2025) – Starkregen, Überschwemmungen, Hitze und Trockenheit: Wie kann mit den Folgen des Klimawandels umgegangen werden? Dies ist eine Frage, mit dem sich das „integrierte Klimaanpassungskonzept“ beschäftigt, das der Landkreis in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet hat. 

Zum Abschluss der Konzepterstellung lädt der Landkreis alle Bürgerinnen und Bürger zur Veranstaltung „Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzepts für den Landkreis Friesland“ am Donnerstag, 26. Juni, 16.30 Uhr, in den Vortragsraum (2. Etage) des Dienstleistungszentrums Varel, Karl-Nieraad-Straße 1, ein. Es wird um Anmeldung bis Donnerstag, 19. Juni, gebeten, online, per E-Mail an klimaschutz@friesland.de oder telefonisch unter Tel. 04461/919-2214.

Das integrierte Klimaanpassungskonzept beschreibt Herausforderungen und Chancen. Ein Maßnahmenkatalog macht Vorschläge zur Klimaanpassung in Städten und Dörfern, zu kritischer Infrastruktur, kreiseigenen Liegenschaften, zu Küstenschutz, Landwirtschaft und Ökosystemen. Das Konzept hat der Landkreis mit externen Fachingenieurbüros sowie Bürgern, Fachbehörden und Unternehmen erarbeitet. 

Im Rahmen der Veranstaltung wird das Konzept präsentiert. Zudem sollen Beispielprojekte genannt und ein Ausblick gegeben werden, was auf die Erstellung folgt. Abschließend gibt es eine Podiumsdiskussion.

Strom und Wärme: Tipps zur Energiewende im eigenen Heim

Friesland/Wangerland (6. 5. 2025) – Viele Hauseigentümer bewegt das Thema „Energiewende zu Hause“. Der Landkreis Friesland bietet im Rahmen einer Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bis Ende des Jahres dazu eine ganze Reihe von Online-Vorträgen an.

Wie kann Energieverbrauch im Eigenheim reduziert oder selbst Strom erzeugt werden? Um solche und ähnliche Fragen geht es in den Online-Vorträgen mit anschließender Gruppenberatung. Von Heizungsoptimierung über Einsatz von Wärmepumpen, Wärmedämmung hin zu Photovoltaik: Jeweils zwischen 17 bis 19 Uhr wird Wissenswertes vermittelt. Eine Anmeldung ist notwendig und möglich unter: www.klimaschutz-niedersachsen.de/veranstaltungen.

Die Reihe begann mit dem Thema „Solarstrom vom eigenen Dach“. Weitere Themen sind (jeweils an Montagen) am 19. Mai: Wärmedämmung für mein Haus. Am 16. Juni: Solarstrom vom eigenen Dach. 18. August: Wie kann ich meine Heizung optimieren? 8. September: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus? 29. September: Wärmedämmung für mein Haus. 27. Oktober: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus? 17. November: Wie kann ich meine Heizung optimieren? Am 8. Dezember: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus?

In den Vorträgen vermitteln Energieberater der Verbraucherzentrale Grundwissen und informieren über Fördermöglichkeiten. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer live Fragen stellen. Dabei können auch besondere Gegebenheiten im oder am eigenen Haus einbezogen werden. „Wir sind sicher, dass wir auf diesem Weg schon viele Unsicherheiten beseitigen können,“ erläutert Gerhard Krenz von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Zudem sind individuelle Beratungen in Beratungsstützpunkten sowie im eigenen Haus möglich. Die Beratungen finden in den Stützpunkten, unter anderem in Jever werden kostenfrei angeboten. Bei Hausbesuchen wird ein Eigenanteil von 40 Euro fällig. Weitere Informationen dazu auf der Website der Verbraucherzentrale Energieberatung unter:https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/beratungsstellen/.

Trotz Kürzungen: Landkreis steht zur Sportförderung und dankt LzO Stiftung

Friesland/Wangerland (23. 3. 2025) – Nach der Kürzung der Sportförderung durch den Landkreis Friesland springt die LzO Stiftung Friesland in die Bresche und schließt die Finanzlücke zumindest zum Teil. In einer Pressemitteilung verkündet Landrat Sven Ambrosy, dass der Stiftungsrat empfohlen habe, dem Kreissportbund eine Fördersumme von insgesamt rund 30.000 Euro für 2025 und 2026 für die Anschaffung von Sportmaterialien für die Sportjugend im Landkreis Friesland in Aussicht zu stellen. Ambrosy: „Diese Unterstützung ermöglicht es, wichtige Anschaffungen und Maßnahmen zur Stärkung des Nachwuchssports umzusetzen.“

Der Landkreis müsse aufgrund seiner angespannten Finanzlage, das Haushaltsdefizit liegt bei rund 40 Millionen Euro, sparen und habe deshalb auch seine Sportförderung zurückfahren. Wie der Vorsitzende des Kreissportbundes Friesland, Kai Lange, kürzlich öffentlich gemacht hatte, sind die Ansätze für Jugend- und Ausbildungsförderung sowie für Zuschüsse für Anschaffungen in den Vereinen um insgesamt über 50.000 Euro verringert worden.

Gemeinsam freuen sich Ambrosy und Lange, dass man jetzt für den Jugendsport eine Kompensation in der Sportförderung gefunden habe. Durch das Geld von der LzO-Stiftung werde es möglich, wichtige Anschaffungen und Maßnahmen zur Stärkung des Nachwuchssports umzusetzen.

Die Unterstützung des Sports habe in Friesland hohe Priorität. Seit 2020 habe der Landkreis für die Jugendförderung insgesamt 150.000 Euro, für die Sportgeräteförderung rund 36.000 Euro und für den Übungsleiterzuschuss 525.000 Euro ausgegeben. 

Und der Kreis gewährt nach den Worten von Ambrosy auch weiterhin Zuschüsse für sportliche Aktivitäten. Im Haushaltsjahr 2025 seien zum Beispiel 123.000 Euro eingeplant – darunter u.a. Zuschüsse für den Kreissportbund Friesland etwa für „BeSS“ (Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für die Zusammenarbeit zwischen Kitas, Schulen und Sportvereinen), für Übungsleiterförderung sowie für die Förderung von Sportgerätebeschaffungen, Zuschüsse für die Sportschule und Sponsoring, so Ambrosy. 

„Zudem können alle Sportvereine, die Mitglied im Kreissportbund sind, die Sportaußenanlagen sowie Sporthallen des Landkreises kostenfrei nutzen“, so der Landrat. „In vielen Kommunen werden dafür Benutzungsgebühren fällig; nicht so in Sportstätten des Landkreises. Das unterstützt die Sportvereine sehr.“

Gerade im Bereich der Sportstätten investiere der Landkreis viel Geld. Allein seit 2015 habe man rund 25 Millionen Euro für den Neubau und die Sanierung von Sporthallen ausgegeben.

Job-Center: Persönliche Vorsprachen nur noch mit Terminvereinbarung

Friesland/Wangerland (18. 3. 2025) – Das Jobcenter des Landkreises Friesland stellt seinen Kunden-Service neu auf. Wie die Behörde mitteilt, ist ab sofort eine persönliche Vorsprache nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Des Weiteren erweitert das Jobcenter sein Angebot um Videoberatungen als Alternative zum persönlichen Gespräch. Spontane Besuche ohne Termin sind grundsätzlich nicht mehr vorgesehen. In dringenden Fällen kann geprüft werden, ob eine kurzfristige Terminvergabe möglich ist.

Das neue Konzept soll den Weg für eine bessere Planbarkeit, reduzierte Wartezeiten und eine gezieltere Beratung ebnen. „Durch die Terminvereinbarung können wir uns gezielt auf jedes Gespräch vorbereiten und sicherstellen, dass alle notwendigen Unterlagen bereits vorliegen. Das führt zu einem besseren Beratungsergebnis und vermeidet unnötige Wartezeiten“, so Andreas Bruns, Leiter des Jobcenters.

Termine können auf unterschiedlichen Wegen vereinbart werden: Telefonisch unter 04461/919-7450 (Jever), persönlich am Kundenempfang des Jobcenters während der Öffnungszeiten (Montag, Dienstag und Donnerstag: 8 bis 16 Uhr sowie Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr) sowie jederzeit online über die https://onlinetermine.friesland.de/.

Bei den Videoberatungen können Kunden ortsungebunden mit ihrer Beratungsfachkraft in Kontakt treten. Die Nutzung der Videoberatung ist freiwillig. WeitereInformationen und Buchungsmöglichkeiten unter: www.friesland.de/jobcenter-online-services

Einblick in Arbeit der Kreisverwaltung

Friesland/Wangerland (4. 2. 2025) – Der Landkreis Friesland lädt zum „Zukunftstag“ ein. An dem „Girls‘ Day und Boys‘ Day“ (Zukunftstag) am Donnerstag, 3. April, können Schülerinnen und Schüler einen Eindruck in verschiedene Berufe in der Kreisverwaltung bekommen. Zudem erhalten die Kinder und Jugendlichen von 8.30 bis 13 Uhr einen Einblick in die Aufgaben des Landkreises. 

Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Der Landkreis bittet um Anmeldungen bis Mittwoch, 5. März, möglichst auf www.friesland.de/zukunftstag. Sollte es mehr Anmeldungen als Plätze geben, werden diesee nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Für weitere Informationen können sich Interessierte an Frau Saß wenden, telefonisch unter 04461/ 919-3101 oder via E-Mail an j.sass@friesland.de.

Landkreis setzt Zeichen gegen Gewalt

Friesland (3. 12. 2024) – Mit einer Plakatkampagne in allen Verwaltungsgebäuden des Landkreises Friesland sendet die Kreisverwaltung ab sofort eine wichtige Botschaft: Körperliche und verbale Gewalt gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der öffentlichen Verwaltung werden nicht geduldet! 

„Die Kreisverwaltung Friesland ahndet jegliche Art von Gewalt konsequent durch das Stellen von Strafanzeigen und das Erteilen von Hausverboten. Auch werden wir immer Schadensersatzansprüche prüfen“, sind sich Landrat Sven Ambrosy und die Vorsitzende des Personalrats, Indra Besold, einig. Mitarbeitende würden immer wieder von Erfahrungen mit verbaler Gewalt in ihrem Berufsalltag berichten. 

Die Ausübung körperlicher Gewalt gegen Frauen und Männer in der Behörde sei aufgrund der erfolgreichen Präventionsarbeit in der Kreisverwaltung auf Einzelfälle beschränkt. Dazu gehören zum Beispiel eine Deeskalations-Schulungen und ein verwaltungsweites Alarmsystem. 

„Jeder einzelne Versuch, einen Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter anzugreifen – verbal oder körperlich –, ist einer zu viel“, betont Landrat Ambrosy. „Bei aller Wut, Enttäuschung oder Verzweiflung, die ein Mensch empfindet: nichts rechtfertigt Gewalt gegenüber einem anderen Menschen.“

Junge Managerin überzeugt: Klimaschutz geht nur gemeinsam

Amilie Bruns
Seit Mai Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland: Amelie Bruns. Foto: Landkreis

Friesland (17. 10. 2024) – Hitze, Starkregen, Stürme: Der Klimawandel wird immer präsenter. Als Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland hat Amelie Bruns im Blick, was das Klimabeeinflusst. Seit Mai ist sie Teil der Kreisverwaltung. Zu ihren Aufgaben zählt nicht nur das Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes, also eines Plans, wie der Landkreis treibhausgasneutral werden kann. Amelie Bruns will zudem Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Politik für das Thema sensibilisieren, denn, so ihre Überzeugung: „Klimaschutz geht nur gemeinsam“.

Studium in Emden und Leer

Geboren im Wetteraukreis in Hessen hat Bruns während ihres Bachelorstudiums Umwelttechnik und Masterstudiums Applied Life Sciences an der Hochschule Emden/Leer im Norden ihre zweite Heimat gefunden: „Nach dem Studium verbrachte ich beruflich wieder einige Zeit in Hessen, merkte allerdings schnell, dass ich den Norden und seine Menschen vermisste“, erzählt die 29-Jährige. Sie wurde Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland. Seither beschäftigt sich die Ingenieurin mit Themen wie Biokatalyse, nachwachsende Rohstoffe und Toxikologie. Aber auch Arbeit mit Zahlen etwa beim Erstellen von Energiebilanzen und dem damit zusammen hängenden Controlling/Monitoring von Verbräuchen bereitet ihr Spaß..

Neues Klimaschutz-Konzept

Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Neukonzeption des 2010 erstellen Klimaschutz-Konzeptes für den Landkreis. Das Konzept ist Handlungsgrundlage für das Ziel, die Treibhausgas-Neutralität für die Verwaltung bis zum Jahr 2030 und für den gesamten Landkreis bis 2040 zu erreichen. „Die Inhalte des alten Konzeptes sind das Fundament für das neue“, erklärt Amelie Bruns. „Inhalte aus den Bereichen erneuerbare Energien, Mobilität und Wärme wurden bereits umgesetzt. Das zeigt sich zum Beispiel bei der energetischen Sanierung der kreiseigenen Gebäude, beim Ausbau der Radwege an Kreisstraßen und der Einführung eines kostenfreien Jugendtickets.“

Mehr Ladesäulen erforderlich

Für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre wünscht sich die 29-Jährige für den Landkreis, „dass wir einen großen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten können“. Dafür seien Fortschritte in den Bereichen Ladeinfrastruktur, Sanierung von Wohngebäuden und der Wärmeplanung notwendig. Konkret nennt Amelie Bruns den Bau öffentlicher Strom-Ladesäulen an Autobahnen, Rastplätzen und auch in den Häfen. Dafür solle die Zusammenarbeit mit umliegenden Landkreisen, Städten und Gemeinden gestärkt und ausgebaut werden.