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Alle Beiträge zum Thema “WTG”

Rock, Folk, Shantys und mehr: Sechs Konzerte zu Ostern

Hooksiel/Horumersiel (13. 3. 2026) – Es geht wieder los. „Live hinterm Deich“ startet mit einer Oster-Edition. Zwischen Dienstag, 24. März, und Donnerstag, 9. April, veranstaltet die Wangerland Touristik GmbH in Horumersiel und in Hooksiel Livemusik-Konzerte. Der Eintritt ist frei, für Getränke ist gesorgt.

Band "Intunes"
Die Band „Intunes“ tritt am 9. April im Gästehaus in Hooksiel auf. Archiv-Foto: hol

Die beliebte Bühnenreihe ist fester Bestandteil im Kulturprogramm im Wangerland. An insgesamt sechs Abenden erwartet das Publikum in den Osterferien ein abwechslungsreicher Mix aus handgemachter Musik, bekannten Songs und frischen Sounds. Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr – dienstags im Kursaal Horumersiel und donnerstags im Gästehaus Hooksiel. 

Das Rock- und Pop-Duo „Hey Brother“ garantiert am Dienstag, 24. März, mit tanzbarer und feierfreudiger Musik für Stimmung in Horumersiel. Die Oldenburger Band „Honeybird“, am Donnerstag, 24. März in Hooksiel, interpretiert bekannte, weniger bekannte, aber vor allem eingängige Songs aus verschiedenen Jahrzehnten. 

Die Familienband „Adenalin“ aus Aurich trägt am 31. März in Horumersiel unterschiedlichste Titel der vergangenen Jahrzehnte vor. Am 2. April gibt die Wangerländer Band „Syracrus“ mit Oldies aus den 60er- und 70er Jahren ein Gastspiel in Hooksiel. 

Der heimische „Shantychor Likedeeler“ gestaltet am 7. April einen Abend mit maritimen Liedern in Horumersiel. Abgeschlossen wird der Konzert-Reigen am 9. April von der Band „Intunes“ in Hooksiel. Das Publikum darf sich dann unter anderem auf Folk- und Rockmusik freuen. 

Wangerland Touristik nutzt WhatsApp-Kanal fürs Marketing

Wangerland (3. 3. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) will verstärkt auf ihre Angebote, aber auch auf sonstige Veranstaltungen und Attraktionen im Wangerland hinweisen. WTG-Marketing-Leiterin Eske Gobes; „Um unsere Gäste künftig noch schneller, direkter und aktueller zu informieren, haben einen WhatsApp-Kanal eröffnet.“

Über diesen digitalen Kanal zu allen WhatsApp-Nutzern sollen regelmäßig kompakte, relevante und serviceorientierte Inhalte publik gemacht werden, die sowohl für Gäste als auch für Einheimische interessant sein könnten.

Geplant seien unter anderem Veranstaltungs- und Ausflugstipps, Familien- und Freizeitangebote sowie aktuelle Angebote aus dem Wangerland. Darüber hinaus, so Eske Gobes, werde man über die Gezeiten informieren und Wissenswertes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verbreiten, einschließlich der Verhaltensregeln.

Das neue Angebot ergänzt die Informationen auf der Internetseite der WTG (ww.wangerland.de). Der Zugriff ist auf WhatsApp unter „Aktuelles“ möglich. Der gewünschte Kanal lässt sich dann über die Suchfunktion finden. 

Signal an Investoren: Gemeinde würde Bebauungspläne ändern

Wangerland/Hooksiel (25. 2. 2026) – Bei der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der Gemeinde Wangerland glaubt offenbar niemand mehr daran, einen Käufer oder Betreiber für das seit Oktober 2025 geschlossene Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel zu finden. Eine erste Suchrunde blieb ohne Ergebnis. Für ein zweites, bereits laufendes Interessenbekundungs-Verfahren will die Gemeinde jetzt ein Signal an potenzielle Investoren senden. 

Hallenbad Hooksiel
Die Wangerland Touristik sucht für das Areal rund um das Hallenwellenbad Hooksiel samd Reisemobil-Stellplatz sowie für das Grundstück Zum Hafen (Kurverwaltung. Friesland Therme, Thalasso Meeres Spa) Investoren. Archiv-Foto: hol

Ohne Gegenstimme hat am Dienstagabend der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung einen so genannten Aufstellungsbeschluss für das zum Verkauf stehende Areal zwischen der Straße Am Hallenbad, Deich und benachbarter Ferienhaussiedlung auf den Weg gebracht. Die Botschaft an potenzielle Interessenten: Ein Projekt soll nicht an den vorhandenen baurechtlichen Festsetzungen scheitern. Die Gemeinde ist bereit, das Baurecht nach den Bedürfnissen eines Investors anzupassen – wenn dieser ein zum Ort passendes Vorhaben umsetzen möchte. 

Hoffnung: Hotel mit Schwimmbecken

Der Bebauungsplan III/6a „Hooksiel-Ost“, zu dem das Hallenbad mit Parkplätzen und Reisemobil-Stellplatz sowie Grünflächen rund ums Bad gehören, sei jetzt so etwas wie ein „weißes Blatt Papier“, erläuterte der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Ulfers. Über die künftigen Inhalte des Blattes können man mit einem Interessenten diskutieren, so der Hooksieler. Möglicherweise über einen Hotelbau mit Blick über den Deich und einem großen Spa-Bereich mit Schwimmbecken, in dem die DLRG künftig weiterhin Schwimmkurse anbieten kann …

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Im Bebauungsplan-Entwurf des beauftragten Planungsbüros jedenfalls findet sich der Begriff Hallenbad nicht mehr, stellte der Hooksieler Tobias Geisen fest, der dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört. In dem Papier wird das „große touristische Potenzial“ der Fläche mit Stichworten wie Hotel, Restaurant/Café, Wellness/Spa, Ferienwohnungen und Einrichtungen der Kurverwaltung umrissen. Das seien aber nur Beispiele, versicherte der im Rathaus seit einigen Monaten für die Bauleitplanungen zuständige Abteilungsleiter Peter Podein. „Grundsätzlich ist alles möglich …“.

Unterstützung für die WTG

Der Hintergrund der Planungsoffensive: Das vom neuen Bebauungsplan umrissene, 20.800 Quadratmeter große Grundstück gehört der WTG, die sich bekanntlich in Insolvenz in Eigenregie befindet. Durch den Verkauf des Grundstücks soll die finanzielle Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens abgemildert werden. Durch den neuen B-Plan-Beschluss, so die Hoffnung, könnten die Höhe der Gebote für die Fläche deutlich steigen.

Allerdings hat die Gemeinde keinen Einfluss darauf, an wenn die WTG das Grundstück verkauft. Entscheidungen für das Unternehmen fällen in dem nicht-öffentlichen Sanierungsverfahren Gläubigerausschuss, Insolvenzverwalter und Sachwalter. Aber, so betonte Bürgermeister Mario Szlezak: „Das Planungsrecht liegt weiter bei der Gemeinde. Das letzte Wort haben also wir.“

Hotelbau in Horumersiel?

Mit der gleichen Logik arbeitet die Gemeinde an einem Ausstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan für das Areal „Horumersiel-Nordseeforum Zum Hafen“, zu dem die Gebäude der Kurverwaltung, die „Friesland Therme“ und das neue Thalasso Meeres Spa gehören. Auch hierfür sucht die WTG einen Investor, zum Beispiel für einen Hotelbau.

Das Signal „Aufstellung von Bebauungsplänen“ sei wichtig, damit die WTG einen möglichst hohen Preis für den Verkauf der Grundstücke bekommen kann. Dieser bereits in der nicht-öffentlich tagenden Lenkungsgruppe besprochenen Strategie stimmten Alice Brandenburg-Bienek für die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) und die SPD-Fraktion für beide zum Verkauf stehenden Grundstücke zu. 

Mehr Transparenz gefordert

Vorbehalte signalisierten lediglich die Ausschuss-Mitglieder der ZUW-Gruppe der Unabhängigen. Immo Müller (UWW) forderte von Seiten der WTG mehr Transparenz gegenüber den Ratsmitgliedern und der Öffentlichkeit. Schließlich wolle das Unternehmen ja etwas von der Gemeinde. Geraldinie Vogdt (Pro Wangerland) erinnerte daran, dass gerade das Bemühen um den Erhalt des Hallenwellenbades in Hooksiel und der Widerstand gegen ein seinerzeit geplantes Hotel in Horumersiel die zentralen Themen bei der Gründung der Wählerinitiative „Pro Wangerland“ gewesen seien. Beide Unabhängigen enthielten sich bei der Abstimmung.

Gebote für Campingplatz Schillig bis zum 10. März möglich

Wangerland (23. 2. 2026) – Der geplante Verkauf des Campingplatzes in Schillig wird die Qualität der angebotenen Leistungen sowie das Wohlbefinden der Gäste in der Saison 2026 in keiner Weise beeinträchtigen. Das versichert der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.

Betreiber für Friesland-Therme

Wie „Hooksiel-Life“ bereits am Wochenende berichtet hatte, sucht die WTG im Rahmen eines Interessenbekundungs-Verfahrens potenzielle Investoren, die den Groß-Campingplatz übernehmen und betreiben möchten. Optional können Interessenten zusätzlich den Betrieb der benachbarten „Friesland-Therme“ in Horumersiel übernehmen. „Wir begrüßen es sehr, wenn ein Investor für den Campingplatz auch eine verbundene Betreiberlösung für die Friesland-Therme anbietet. Unser Ziel ist es weiterhin, den touristischen Betrieb dauerhaft zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Riedel.

Interessenten können ihre Gebote und Konzepte bis zum 10. März einreichen. Mit der Unterzeichnung eines Kauf- und Nutzungsverträgen rechnet man bei der WTG frühestens im Mai. Mit der Abwicklung der Verhandlungen hat die insolvente WTG die Immobiliengesellschaft GLC AG (Hamburg) beauftragt. Die Rahmenbedingungen für das strukturierte Bieterverfahren findet man unter anderem im elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org).

Gesamtkonzept wichtig

Der Außendeich-Campingplatz Schillig hat rund 1.500  Stellplätze, moderne Sanitär- und Serviceeinrichtungen sowie eine direkte Strandanbindung. Wie Riedel betont, werde die Bewertung der Angebote nicht nur von der Höhe des gebotenen Kaufpreises abhängen. Wichtig seien auch die Qualität und die Nachhaltigkeit des Konzeptes, geplante Investitionen sowie die Übernahme von Beschäftigten. Einem möglichen Verkauf müssen dann neben der WTG auch der Gläubigerausschuss und der im Zuge der Insolvenz in Eigenregie bestellte Sachwalter zustimmen. 

Thalasso Meeres Spa öffnet Meerwasserbecken für Schwimmkursus

Wangerland (14. 2. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet ab März Schwimmunterricht im Thalasso Meeres Spa (TMS) an. Am 2. März soll ein Seepferdchen-Kursus für Kinder ab fünf Jahren beginnen, an dem sechs Kinder teilnehmen können. „Bei einer hohen Nachfrage besteht die Möglichkeit, einen weiteren Kursus anzubieten“, sagt WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel

Kinder ans Wasser zu gewöhnen. Das ist das Ziel der Schwimmkurse, die die WTG im Thalasso Meeres Spa anbietet. Foto: WTG

Mit dem Angebot schließt die WTG eine Lücke im Gemeindegebiet. Nach der Schließung der Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel gibt es kein Großbecken mehr für den Schwimmunterricht. Das TMS verfügt über ein Meerwasserbecken, das die Möglichkeit bietet, Kindern die Grundlagen des Schwimmens zu vermitteln. Mit dem Angebot will die WTG einen Beitrag leisten, die hohe Nachfrage nach Schwimmkursen im Wangerland ein Stück weit zu decken.

In zehn Einheiten sollen den Kindern das Gleiten, Tauchen und erste Armzüge im Wasser vermittelt werden. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer Schritt für Schritt ans sichere Schwimmen heranzuführen und sie behutsam auf die Prüfung für das Seepferdchen-Abzeichen vorzubereiten, die am Ende des Kurses steht. Frühe Schwimmförderung gilt als wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Kindern im Wasser. 

„Mit dem Kursangebot im Thalasso Meeres Spa möchten wir Familien dabei unterstützen, ihren Kindern ein sicheres und positives Erlebnis im Wasser zu vermitteln“, so Riedel. Die Schwimmstunden finden einmal wöchentlich, jeweils montags von 16.15 bis 17.15 Uhr, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 120 Euro pro Kind. 

WTG-Insolvenz: Anklagebehörde ermittelt zum Verdacht der Untreue

Wangerland (26. 1. 2026) – Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt im Zusammenhang mit der Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH gegen einen „ehemals verantwortlich Handelnden der Gesellschaft“. Die Anklagebehörde bestätige heute gegenüber „Hooksiel-life“ einen entsprechenden Bericht im „Jeverschen Wochenblatt“ (Montag-Ausgabe), wonach nach zwei Strafanzeigen von Privatleuten der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung, der Untreue und des Verstoßes gegen die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung besteht.

Auf finanzielle Schieflage zu spät reagiert?

Im Fokus der Ermittlungen dürfte der ehemalige WTG-Geschäftsführer Armin Kanning stehen, der das Unternehmen Anfang 2025 verlassen hat. Ende Juni hatte die WTG dann mit Blick auf die Explosion der Baukosten für das „Thalasso Meere Spa“ in Horumersiel von geplanten 8,8 auf zuletzt vermutete 23 Millionen Euro einen Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt, dem das Amtsgericht Wilhelmshaven im September stattgab. 

Von Insolvenzverschleppung spricht man dann, wenn trotz einer vorliegenden Überschuldung oder einer Zahlungsunfähigkeit nicht umgehend ein Insolvenzantrag gestellt wird. Der Tatbestand der Untreue liegt vor, wenn zum Beispiel ein Geschäftsführer einem Unternehmen schadet, indem er wirtschaftlich sinnlose oder schädliche Verträge schließt. Dabei ist es strafrechtlich unerheblich, ob politische Gremien die (Fehl-) Entscheidungen mitgetragen haben. 

Untersuchungen stehen erst am Anfang

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft, die unter anderem die Insolvenz-Antragsunterlagen geprüft hat, befinden sich die Ermittlungen noch in einem sehr frühen Stadium. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch völlig offen, ob es überhaupt zu einer Anklage kommt. Auch gebe es derzeit noch keine Anhaltspunkte, die dazu führen könnten, die Ermittlungen auf weitere Beschuldigte zu erweitern. „Dies wird jedoch fortlaufend geprüft“, heißt es in einer „Hooksiel-life“ vorliegenden Stellungnahme der Behörde. 

Gegen eine Insolvenzverschleppung spricht nach bisherigem Kenntnisstand, dass ein Wirtschaftsprüfer dem Gemeinderat und der WTG noch Ende 2024 bestätigt haben soll, dass kein Insolvenzgrund vorliegt. Aufgrund der vorhandenen Liegenschaften der WTG und der liquiden Mittel gebe es noch keinen Grund für einen Insolvenzantrag, hieß es damals nach Darstellung der ZUW-Gruppe im Gemeinderat.

Tano wirbt für Thalasso-Auszeit in Horumersiel

Wangerland (20. 1. 2026) – Mit der Winterkampagne 2025/2026 unter dem Titel „Winterzauber“ lenkt die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) den Blick auf die stillen, erholsamen Seiten der niedersächsischen Nordsee. Herzstück der Kampagne ist eine Online-Themenseite (www.nordsee53grad.de/entdecken/winterzauber), die winterliche Erlebnisse bündelt und die Region als attraktives Reiseziel der kalten Jahreszeit positioniert. 

Flankiert wird die Kommunikation durch Online-Maßnahmen, die die Sichtbarkeit in digitalen Kanälen erhöhen und Buchungsimpulse fördern sollen. Zu den Winterangeboten gehören im Wangerland das Thalasso Meeres Spa (TMS) und die Standkorb-Sauna in Horumersiel. 

„Die Verbindung von Inspiration und konkreten Veranstaltungsangeboten folgt dem strategischen Ansatz der Tourismus-Agentur Nordsee, die Saison zu verlängern und nachhaltige Impulse für die ganzjährige Auslastung in der Region zu schaffen“, so Tano-Geschäftsführer Mario Schiefelbein

Trotz aller Probleme: Kälteflut soll fürs Thalasso-Zentrum werben

Wangerland (18. 12. 2025) – Wohlfühl-Oase für jedermann oder Luxus-Tempel für Besserverdienende, moderne Architektur oder NS-Baustil, Hoffnungsträger für die Belebung der Nebensaion oder Millionengrab für die Wangerland Touristik GmbH (WTG). Über kaum ein anderes Bauwerk im Wangerland wird in der Region – und selbst bundesweit – so viel diskutiert wie über das „Thalasso Meeres Spa“ (TMS) in Horumersiel.

Noch ist nicht klar erkennbar, wie die Zukunft fürs Thalasso Meeres Spa in Horumersiel aussieht. Eines ist aber sicher: Die Kältekammer in dem Gesundheitstempel ist ein Alleinstellungsmerkmal und kann vielen Menschen helfen. Foto: Wangerland Touristik GmbH

Klar ist: Die Verdreifachung der Baukosten für das TMS auf geschätzt 23 Millionen Euro haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die WTG heute in einer „Insolvenz in Eigenregie“ steckt und sich wohl ganz neu erfinden muss. Aber: Während Bäder geschlossen, Campingplätze und weitere Immobilien zum Verkauf stehen, ist das TMS geöffnet und soll – Stand heute – auch weiter betrieben werden – schon um zu vermeiden, dass Fördermittel in Millionenhöhe zurückerstattet werden müssen. 

TMS hat täglich geöffnet

„Das Thalasso Meeres Spa ist zurzeit montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet“, sagt Eske Gobes, die bei der WTG für das Marketing zuständig ist. „Und wir hatten auch schon zahlreiche zufriedene Gäste.“ Baulich und von der Einrichtung her sei das im Herbst 2024 in halbfertigem Zustand eingeweihte Gebäude inzwischen zu 98 Prozent fertig. Aufgrund der Insolvenz nicht ganz einfache Restaufträge sollen Anfang 2026 abgearbeitet werden. „Die 100 Prozent sind in Sicht.“

Aktuelles Ziel sei es, dass personell derzeit überschaubare Thalasso-Team auszulasten und damit auch zu einer Bereicherung des Angebotes für Einheimische und Urlauber über die Feiertage beizutragen. Aber, so kündigt Eske Gobes an: „Anfang des nächsten Jahres wollen wir detaillierte Angebot ausarbeiten und das Marketing hochfahren.“

Marketing-Offensive geplant

Bei entsprechenden Erfolgen solle dann die Mitarbeiterzahl wieder hochgefahren werden. Die erste Zielgruppe seien Menschen in der Region von Wilhelmshaven über Oldenburg bis Aurich. Die zweite die Urlaubsgäste. „Der Bau des TMS hatte ja das Ziel, die Urlaubssaison im Wangerland zu verlängern. Daran wollen wir natürlich gern zusammen mit den Leistungsträgern arbeiten.“

Der Meerwasser-Pool im TMS soll künftig noch stärker für Gruppenangebote genutzt werden. Foto: Wangerland Touristik GmbH

Die Botschaft ist dabei klar. Unabhängig von allen betriebswirtschaftlichen Problemen ist das TMS ein Ort, an dem man sich wohl fühlen, Ruhe genießen und sich runterfahren kann. Wer sich davon selbst überzeugen möchte, hat dazu schon jetzt Gelegenheit. Etwa bei der „Thalasso-Kälteflut“, zu der die WTG für Sonntag, 28. Dezember, einlädt. Bei dem rund fünfstündigen Event sollen Besucher unter anderem durch Anwendungen in der minus 110 Grad kalten Kältekammer den Weihnachtsstress absteigen und neue Energie tanken.

In Gruppen in die Kältekammer

Geplant sind für Gruppen von jeweils vier Personen insgesamt vier Durchgänge in der Kältekammer, jeder zwischen 60  und  90  Sekunden. Dazwischen soll Zeit bleiben für Ruhe und Stärkung. Danach können die Gäste sich im Meerwasser-Pool entspannen oder eine Aqua-Jet-Anwendung genießen. Anmeldungen sind im Internet unter meeresspa.de/specials möglich.

Die Kältekammer gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen des TMS. „Kälte wirkt nicht nur erfrischend – sie besitzt nachweislich vielfältige positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden“, so Eske Gobes. „Kältetherapien können zum Beispiel Schmerzen reduzieren, Entzündungen hemmen und das Immunsystem aktivieren.“

Entspannen im Privat-Spa-Bereich

Schon derzeit gut gebucht werde auch der so genannte Privat-Spa-Bereich, ein abgegrenzter Wellnessbereich für bis zu vier Personen mit Sauna, Doppelbadewanne und Ruhebereich. Hinzu kämen, im Rahmen der vorhandenen Personal-Kapazitäten klassische Thalasso-Anwendungen wie Massagen, Schlickpackungen und Peelings.

Stärken, so Gobes, wolle man auch das Angebot für Gruppen rund um den Meerwasser-Pool – das 1,35 Meter tiefe Schwimmbecken eigne sich ideal zum Beispiel für Aqua-Fit-Kurse für 15 bis 17 Leute. Derzeit arbeite man noch an einem Konzept dafür, wie das Becken für die Wassergewöhnung für Grundschüler genutzt werden könne. 

Blick zurück auf Fest mit Lametta und echten Wachskerzen

Hooksiel (15. 12. 2025) – Es ist warm. Frühlingshaft warm. So warm, dass Kurt Brandenburg schon befürchtet hatte, viel zu spät zum „Advent up Platt“ gekommen zu sein. Aber sein Mitstreiter Wieland Rosenboom und das Publikum im Gästehaus in Hooksiel beruhigten den Horumersieler. Sonntag war genau der richtige Termin für das humorvolle Plauderstündchen auf Plattdeutsch mit den beiden Wangerländer Originalen. 

Teekanne, Stövchen und eine Flasche Schluck sind Teil der friesischen Gemütlichkeit, wie sie Wieland Rosenboom (links) und Kurt Brandenburg alljährlich beim „Advent up platt“ zur Freude des Publikums vermitteln. Foto: hol

Damit es auch beim „Stündchen“ blieb, hatte Rosenboom vorgesorgt. Gleich mit zwei Weckern stoppte er die Zeit, um nicht wie in den Vorjahren heftig zu überziehen. Einen stellt er neben die Kanne Tee und die Flasche Schluck auf das kleine Tischchen auf der Bühne, den anderen legte er daneben. „Wenn der steht, dann steht er.“ 

Plauderei übers alte Hooksiel

Damit war der Weg für eine humorvolle Plauderei über den Ort Hooksiel, seine Geschichte, seine Infrastruktur, seine Menschen und ihre Nachbarn im heutigen Wangerland gebahnt. Durch die Ortsumgehung, so stellte Brandenburg fest, habe Hooksiel enorm gewonnen. Habe sie doch den Umbau der Lange Straße, durch die sich früher der gesamte Verkehr in Richtung Wangerland gequält hat, in eine „moi Flaniermeile“, eine Fußgängerzone, mit vielen kleinen Geschäften ermöglicht.

Eines von zwei Muschelmuseen

Aber im Hafen- und Handwerkerort Hooksiel sei schon früher immer viel los gewesen. Runds ums Nachtjackenviertel am Hafen habe es ein richtiges Nachtleben gegeben, so dass Dorfpolizist Pasche jede Menge zu tun hatte. Schon damals sei Hooksiel von einer guten Infrastruktur geprägt gewesen. Dazu gehörte neben dem Rathaus eine Tankstelle am Hafen, das Möbelhaus Freymuth im Ortskern, eine vom Österreicher Walter Groß aufgebaute Schlosserei am heutigen Schlosserplatz, Gaststätten, Friseur und – auch ein Handwerker – ein Zahnarzt. „Oft kann ja ein Zahnarzt besser mit der Zange umgehen als ein Schmid“, stellte Rosenboom fest. Heute habe der Ort sogar ein Muschelmuseum – eines von weltweit zwei, so Rosenboom. „Das eine gibt es in Hooksiel, das andere in Asien.“

Zuckerguss und Spekulatius

Ein Schwerpunkt: Weihnachten in alter Zeit. Die beiden Wangerländer Urgesteine nahmen ihr Publikum mit in ihre Jugendzeit, in der das Wohnzimmer für Kinder schon Tage vor dem Heiligabend tabu war und der Weihnachtsbaum noch mit Lametta, echten Wachskerzen und etlichen Leckereien vom Zuckerguss-Kringel bis zum Spekulatius-Keks geschmückt war. Das Lametta wurde nach dem Fest aufgebügelt und fürs nächste Jahr verwahrt, der Schmuck aufgegessen und der Baum im Ofen verfeuert. Das funktioniere heute mit aufblasbaren Modellen oder Plastikbäumen so nicht mehr. 

Pastor war immer dabei

In damaligen Zeiten habe auch noch fast jedes Dorf einen Pastor gehabt, der gefühlt jede Woche einmal bei jedem Kirchenmitglied vorbeischaute. Und sei es nur, um einen Schluck zu nehmen oder einen Schweinebraten mitzuessen. „Irgendwie gehörte der Pastor immer dazu“, erinnerte sich Rosenboom. „Heute muss man sich ja schon freuen, wenn man überhaupt mal einen trifft.“

Rosenboom trug zudem im Laufe des Abends mehrere plattdeutsche Geschichten und Gedichte vor. Abgerundet wurde die Benefiz-Veranstaltung der Wangerland Tourist durch den Verkauf von Glühwein und Punsch. Der Erlös daraus sowie Spenden aus dem Publikum gehen in diesem Jahr an das Friedel-Orth-Hospiz in Jever. 

Jetzt doch „Health-Care-Appartements“ statt eines Hotels am Hafen?

Wangerland (4. 12. 2025) – Der Gästebeitrag, den erwachsene Urlauber im Wangerland zu entrichten haben, soll in Hooksiel, Horumersiel und Schillig von aktuell 3,80 Euro pro Übernachtung in der Hauptsaison ab 2026 auf 3,20 Euro gesenkt werden. So zumindest sieht es der Vorschlag der Gemeindeverwaltung vor, über den der Rat auf seiner Sitzung am Dienstag, 9. Dezember, abstimmen soll. 

Gästebeitrag soll auf 3,20 Euro sinken

Der Vorschlag basiert auf einer Analyse der Kommuna Treuhand. Berücksichtigt wurde dabei, dass im Zuge der Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) eine Reihe von touristisch relevanten Einrichtungen geschlossen wurden – unter anderem die Bäder in Hooksiel und Horumersiel –, die somit von Urlaubern nicht mehr genutzt werden können. Durch den Gästebeitrag sollen laut kommunaler Satzung 32 Prozent der Kosten für touristische Einrichtungen und Veranstaltungen gedeckt werden. 

Feuerwehrgerätehaus zum Verkauf
Kehrtwende beim Verkauf‘ des ehemaligne Feuerwehrareals am Alten Hafen in Hooksiel. Im Gemeinderat wachsen die Zweifel, ob sich ein Investor für einen Hotelbau findet. Archiv-Foto: hol

In der Nebensaison (von November bis zu Beginn der Osterferien) müssen Urlauber in der so genannten Zone 1 lediglich noch 1,30 Euro (statt 1,50) je Übernachtung entrichten. In Zone 2, dem übrigen Gemeindegebiet, sollen künftig in der Hauptsaison 1,60 Euro (statt 1,90) und in der Nebensaison 0,65 Euro (statt 0,75) erhoben werden. Für Kinder und Jugendliche gelten geminderte Sätze. Kinder bis 3 Jahren sind frei. 

GfW will Ratsvorsitzenden abberufen

Die Ratssitz beginnt um 18 Uhr im Ratsaal in Hohenkirchen. Die Ratsvertreter werden sich mit einer Fülle verschiedener Themen beschäftigen. Ein überraschend hinzu gekommener Punkt: Ein Antrag der Gruppe „Gemeinsam für Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) zur Abberufung des Ratsvorsitzenden JohannWilhelm Peters (SPD). Peters habe in diversen Sitzungen wiederholt gegen die Geschäftsordnung verstoßen, heißt es in der Begründung.

Ein wichtiger Punkt für Hooksiel: Die Beratung über das weitere Vorgehen beim geplanten Verkauf des ehemaligen Feuerwehr-Areals am Alten Hafen. Viele Ratsvertreter sehen Handlungsbedarf, da es dem mit einem Hotelbau betrauten Planungsbüro aus dem Emsland immer noch nicht gelungen ist, einen Investor und einen Betreiber vorzustellen. 

Moss sucht nach Investor

Gegenüber „Hooksiel-life“ hatte Michael Moss vor wenigen Tagen beteuert, an dem Projekt unverändert interessiert zu sei. Er habe noch in dieser Woche ein weiteres Gespräch mit einem potenziellen Investor. Ob sich der Rat mit diesem Zwischenstand zufrieden gibt, ist fraglich.

Dem Vernehmen nach mehren sich in der Politik die Stimmen, die einen neuen Anlauf für den Grundstücksverkauf fordern. Was das bedeutet, ist unklar. Einige wollen das Grundstück an der Schnittstelle zwischen Ortskern und Alten Hafen jetzt ohne weitere Debatte der Bremer Specht-Gruppe an die Hand geben, die Anfang des Jahres ebenfalls ihr Interesse bekundet hatte. Allerdings für den Bau eines so genannten „Health-Care-Gebäudes“ mit 15 Appartement-Wohnungen, in denen vornehmlich Familien mit sehr betagten oder anderweitig beeinträchtigten Angehörigen Urlaub machen sollen.

Angst vor weiteren Ferienwohnungen

In Hooksiel selbst war dieser Vorschlag seinerzeit auf wenig Gegenliebe gestoßen. Eine Reihe von Vereinen und Verbänden hatten sich ausdrücklich dagegen ausgesprochen. Ein Grund: Sollte das Health-Care-Konzept nicht aufgehen, würden die Appartements sehr schnell zu Ferienwohnungen. 

Andere Stimmen in der Politik raten dazu, ein neuerliches Interessen-Bekundungsverfahren für das gut 400.000 Euro teure Grundstück auf den Weg zu bringen – eingeschränkt auf Investoren, die ein Hotel bauen möchten.