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Alle Beiträge zum Thema “Seebadeverein”

Hallenbad und Roter Sand: Seebadeverein gibt Hoffnung nicht auf

Hooksiel (26. 11. 2025) – Der Seebadeverein hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Leuchtturm „Roter Sand“ doch noch seinen Ruhesitz in Hooksiel erhält. Wolfgang Ademes, Sprecher des Kompetenzteams, das sich um das Denkmal kümmert, zeigte sich beim „Gäste- und Bürgersnak“ des Vereins am Dienstag zuversichtlich. „Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

Der Seebadeverein Hooksiel will sich weiter darum bemühen, dass der Leuchtturm „Roter Sand“ nach Hooksiel kommt. Foto: Jan-Eike Doyen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) will bekanntlich den Turm von See an Land versetzten, um ihn vor Sturm, Strömung und Korrosion zu schützen. Ein Mitteilung der Stiftung, wonach Bremerhaven als einer der vier Bewerber als Standort nicht in Frage kommt und man sich jetzt bei der weiteren Planung auf Wilhelmshaven und Fedderwardersiel konzentrieren wolle, war von zahlreichen Medien so interpretiert worden, dass auch Hooksiel aus dem Rennen sei.

„Runder Tisch“ zu offenen Fragen

Ademes bestätigte, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Bedenken gegen den Platz auf dem Deich am Außenhafen angemeldet hat. Welche Vorbehalte das aber genau sind und ob man die Gründe dafür gegebenenfalls ausräumen kann, wisse man nicht, so Ademes. 

Entsprechende Fragen sollen jetzt an einem „Runden Tisch“ geklärt werden. Ihre Teilnahme daran hätten neben der Gemeinde Wangerland und dem Kompetenzteam des Seebadevereins die Denkmal-Stiftung, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und Frieslands Landrat Sven Ambrosy zugesagt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen versuche zudem im Bundesverkehrsministerium um Zustimmung für Hooksiel zu werben. Denkbar sei, so Ademes, dass Hooksiel erneut ins Rennen kommt, wenn es auch für Wilhelmshaven und Fedderwardersiel Ausschlussgründe gibt. 

„Rost guckt aus den Flasschen“

Als weiteres Projekt will sich ein Kompetenzteam des Verein jetzt um die Zukunft des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel kümmern. Das von der insolventen Wangerland Touristik GmbH betriebene Bad steht derzeit zum Verkauf. Im Rahmen eines Interessen-Bekundungsverfahrens hatten sich mehrere Interessenten gemeldet. Das anschließende Angebotsverfahren soll bis Anfang Dezember laufen.

Ademes geht davon aus, dass es rund um das Bad noch so viele offene Fragen gibt, dass es kurzfristig zu keinem Verkauf kommen wird. Da sei der noch anhängige Rechtsstreit mit dem Restaurant-Pächter. Völlig unklar seien zudem die Abrisskosten für das Bad, die sich – je nach Schadstoffbelastung – zwischen einer und über zehn Millionen Euro bewegen könnten. Sein Eindruck nach einer Besichtigung des Bades: „Ekelig, angeranzt – da guckt der Rost aus den Flanschen.“ Auf jeden Fall sei eine Totalsanierung erforderlich.

Viele Mitglieder des Seebadevereins Hooksiel würden gern ein Hallenbad in Hooksiel erhalten. Foto: privat

Das Schlimmste aber, was passieren könnte, wäre, so Ademes, dass ein Investor auf der Grundlage ungesicherter Informationen den Zuschlag für das Bad und das umgebende Grundstück bekomme, der Abriss dann aber nicht voran gehe. Auch stellt sich aus Sicht des Seebadevereins die Frage, ob Hooksiel auf dem Gelände wirklich ein 800-Betten-Hotel oder ein Ferienwohnungs-Komplex wolle. Sollten entsprechende Großinvestitionen nicht funktionieren, würden sie ohnehin der Gemeinde wieder vor die Füße fallen.

Schulschwimmen im Thalassa-Zentrum

Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland) hielt dem entgegen, dass die WTG ein privates Unternehmen sei. Der Verkauf des Bades sei Teil des Sanierungsplans im Rahmen der Insolvenz in Eigenregie, über den der Gläubigerausschuss entscheide. Die Gemeinde habe darauf keinen Einfluss mehr. Im Gegenteil. Wenn die Gemeinde das inzwischen geschlossene Bad von ihrem Tochterunternehmen übernehmen wolle, müsse auch sie dafür 2,7 Millionen Euro zahlen. Er sei froh, so Schäfermeier, dass sich zumindest fürs Schulschwimmen eine Perspektive zeige. Die Kinder sollen das Schwimmbad im Thalasso-Zentrum in Horumersiel nutzen.

Der Seebadeverein setzt auf Zeitgewinn, um die Substanz des Gebäudes genau erkunden und möglicherweise mit Partnern ein neues Betreiber- und Nutzungskonzept erarbeiten zu können. Ziel sei es, ein Schwimmbad für Hooksiel zu erhalten. 

Geschenk an die Hooksieler?

Eine Chance dafür könnte sich eröffnen, wenn sich herausstellt, dass die Gemeinde Wangerland das Meerwasser-Hallenwellenbad niemals an ihre Tochter WTG hätte verschenken dürfen. Dann müsste es zurückgegeben werden. Gerüchte wollen wissen, so Schäfermeier, dass das von Geldern der Industrie gebaute, 42 Jahre alte Bad ausdrücklich ein Geschenk des Landes Niedersachsen an „die Hooksieler“ gewesen sei. Nach Belegen für dieses Gerücht wollen Schäfermeier und Ademes jetzt in Zeitungsarchiven forschen. 

Seebadeverein diskutiert über Zukunft des Wellenbades

Hooksiel (17. 11. 2025) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt für Dienstag, 25. November, zur fünften Veranstaltung in der Reihe „Gäste- und Bürgersnak“ ein. Beginn ist um 18 Uhr im Gästehaus Hooksiel. 

Im Zentrum der offenen Diskussion soll die Zukunft des seit Mitte Oktober geschlossenen Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel stehen. Die insolvente Wangerland Touristik GmbH sucht derzeit bekanntlich für das Bad samt des umliegenden Grundstücks einen Käufer. Im schlimmsten Fall, so die Befürchtung, könnte das Bad abgerissen werden. 

Aktueller Stand des Rettungsplanes für den Badestrand

Hooksiel (26. 10. 2025) – Am kommenden Dienstag, 28. Oktober, könne es spannend werden. Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier wird auf Einladung des Seebadevereins die aktuellen Pläne für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes präsentieren.

Deckwerk soll Sand sichern

Schäfermeier, der im Auftrag der Gemeinde Wangerland eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe leitet, an der alle mit dem Projekt befassten Behörden beteiligt sind, ist Gast des Gäste- und Bürgersnak des Vereins, der um 18 Uhr im Gästehaus in Hooksiel beginnt. 

Seit Jahrzehnten verliert der Hooksieler Badestrand an Tiefe, weil Sand durch Strömung und Sturmfluten abgetragen wird. Im Kern sieht das Rettungsprogramm die Aufspülung von Sand aus der Jade vor, der aber durch ein sturmflutsicheres Deckwerk gesichert werden soll, das sich vom Strandhaus 1 um die anderen Strandhäuser herum an den Deich heran erstrecken könnte. Dabei soll der (barrierefreie) Zugang zum Wasser weiter möglich bleiben, 

Bürgersnak am Dienstag

Die Detailplanungen, mit denen das Land ins Planfeststellungsverfahren gehen will, sollten in den zurückliegenden Wochen erarbeitet werden. Das Projekt wurde unter anderem mit Natur- und Deichschutzbehörden, der Wasserstraßen- und Schifffahtsverwaltung des Bundes, der Nationalparkverwaltung und dem Land Niedersachsen abgestimmt. Der Gäste- und Bürgersnak ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

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„Roter Sand“ soll Touristen-Magnet für Hooksiel werden

Hooksiel (24. 9. 2025) – Der Leuchtturm „Roter Sand“ kann kommen. Jedenfalls wenn es nach Wolfgang Ademes und dem vierköpfigen Kompetenzteam geht, dem neben Ademes und Wolf Hegemann vom Seebadeverein Hooksiel auch Bürgermeister Mario Szlezak und Bauamtsleiter Torsten Meuer von der Gemeinde Wangerland angehören.

So stellen sich die Fachleute den Transport des Leuchtturmes „Roter Sand“ nach Hooksiel vor. Repro: hol

Die Gruppe hatte sich gebildet, nachdem die Gemeinde Wangerland sich vor anderthalb Jahren als möglicher Standort für den unter Denkmalschutz stehenden Leuchtturm ins Gespräch gebracht hatte. Das Seezeichen rottet in der Wesermündung vor sich hin. Sein Eigentümer, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, will den „Roten Sand“ für die Nachwelt retten und sucht für das Bauwerk einen Standort an Land. Neben Hooksiel sind noch Wilhelmshaven, Fedderwardersiel und Bremerhaven im Rennen.

Kein Geld von der Gemeinde

„Wir sind die einzigen, die alle Anforderungen erfüllen können“, sagte Ademes am Donnerstagabend beim Bürger- und Gästesnak des Seebadevereins im Gästehaus Hooksiel. Ziel sei es, mit dem bekannten Bauwerk einen Magneten für Touristen ins Wangerland zu holen. Geld der Gemeinde werde dafür aber nicht fließen, versicherte Bürgermeister Szlezak.

Muss auch nicht, wie Ademes beteuerte. Der Leuchtturm gehöre heute und auch künftig dem Bund. Die als Standort ins Auge gefasste Fläche am Ende des oberen Parkplatzes am Außenhafen sei im Besitz des Landes Niedersachsen. Hier würde ein standsicheres Fundament gebaut werden, auf dem das 35 Meter hohe und 190 Tonnen schwere Bauwerk seinen Platz finden kann. Geplant seien zudem Nebengebäude – etwa für die Eingangskontrolle, eine kleine Gastronomie und vielleicht für ein maritimes Museum. Getragen werden soll der laufende Betrieb von einem Verein oder einer Stiftung.

Transport mit Schwimmkran

Und wie käme der Koloss nach Hooksiel? Aus logistischer Sicht kein Problem, sagte Ademes. Der Leuchtturm wird auf See oberhalb des Fundamentes abgetrennt, in ein stabiles Gestell eingerahmt und dann senkrecht an einem Haken von einem riesigen Schwimmkran bis zum Hooksieler Außenhafen transportiert. Von dort würde ein Schwerlasttransporter den Turm die 250 Meter bis zu seinem neuen Standort bringen. In kleinere Teile zerlegen könne man den Leuchtturm nicht, da er im 19. Jahrhundert aus einem Stahl gebaut wurde, den man nicht schweißen kann.

Ademes (Archiv-Foto) ist zuversichtlich, dass Hooksiel den Zuschlag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bekommt. „Wir haben alle Behörden auf unserer Seite, bis auf die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung“, sagte der 2. Vorsitzende des Seebadevereins. „Aber die überzeugen wir auch noch.“ Die WSV befürchtet, dass der Standort das ehemaligen Seezeichens direkt an der Jade die Schifffahrt irritieren könnte. 

Das Projekt „Roter Sand“ ist eines von fünf Themen, zu dem sich im Seebadeverein nach dem Auftakt-Workshop vor vier Wochen Arbeitsgruppen gebildet haben. Neben dem Leuchtturm beschäftigen sich Ehrenamtliche mit Fragen im Umfeld von Tourismus, Infrastruktur, Erscheinungsbild des Ortes Hooksiel und des Alten Hafens. Wie Schriftführer Thomas Leimkühler sagte, hätten sich für alle Kompetenzteams inzwischen „Lotsen“ gefunden, die die inhaltliche Arbeit ordnen und vorantreiben wollen. Weitere Mitstreiter sind willkommen.

Ergebnisse der Teamarbeit sollen dann jeweils beim Bürger- und Gästesnak vorgestellt werden, zu dem alle Interessierten jeden vierten Dienstag im Monat eingeladen sind. Der nächste Termin: Dienstag, 28. Oktober, 18 Uhr im Gästehaus. 

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Basar der Wünsche als Startpunkt für Kompetenzteams

Hooksiel (27. 8. 2025) – Die Zukunft von Hallenwellenbad und Gästehaus, die Bebauung des ehemaligen Feuerwehrareals am Alten Hafen, die geplante Strandaufspülung, der Lärm der Wurftaubenschießanlage, die Planungen von NPorts fürs Freizeitgelände … Es gibt Themen ohne Ende, die die Hooksieler Bürger und ihre Gäste umtreiben. Am Dienstagabend trafen sich gut 70 Interessierte auf Einladung des Seebadevereins zum zweiten „Bürger- und Gästesnak“ im Gästehaus zu einem Workshop.

Jede Karte ein Thema: Beim „Bürger- und Gästesnak“ des Seebadevereins wurden jede Menge Anregungen aufgenommen. Foto: hol

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolf Hegemann übernahm weitgehend Schriftführer Thomas Leimkühler die Regie. Auf kleinen Karten konnten alle Anwesenden Themen aufschreiben, bei denen sie Handlungsbedarf sehen. Die Karten wurde gesammelt und zu Sachfeldern zusammengesteckt. Das Ziel, so Leimkühler: Zu möglichst vielen der Sachfelder sollen sich Arbeitsgruppen mit jeweils einer Sprecherin oder einem Sprecher (Lotsen) bilden, die sich zu Kompetenzteams qualifizieren, die ihrerseits dann Lösungsvorschläge machen und – zum Beispiel der Gemeinde Wangerland – ihre Unterstützung anbieten können. 

Arbeitsgruppen für verschiedene Themen

Hegemann zeigte sich zuversichtlich, dass es für viele schwierige Themen Lösungen gibt. Der bauliche und technische Zustand des Hallenwellenbades in Hooksiel etwa sei deutlich besser als gemeinhin angenommen. Und die Zukunft der „Friesland-Therme“ in Horumersiel? „Warum überlegt man nicht, daraus ein Freibad zu machen.“

Auf den Kärtchen fanden sich ein ganze Reihe von sehr komplexen Themen wie etwa Tourismus, Infrastruktur, Zusammenarbeit und Erscheinungsbild des Ortsbildes. Eine Art Basar der Wünsche. Hooksiel braucht bessere Fuß- und Radwege, Stolpersteine sollen verschwinden. Die Vereine im Ort, aber auch gemeindeweit sollten enger zusammenarbeiten. Der Tourismus in Hooksiel benötigt ein Leitbild. Wichtig wäre ein Waschsalon im Ort – und eine Einkaufs-Alternative zum Supermarkt. 

„Tourismus-Bibel“ unverzichtbar

Aufgabe der nächsten Wochen und Monate wird es sein, die Ideen und Anregungen zu sortieren, gegebenenfalls Gespräche mit Fachleuten zu suchen und Positionen zu erarbeiten. Was der Ort auf jeden Fall benötigt, so Leimkühler, sei eine „Tourismus-Bibel“, in der Urlauber und Einheimische alle nur denkbaren für sie interessanten Informationen finden können. Von den Öffnungszeiten des Muschelmuseums bis zur Buchbarkeit des Tennisplatzes. 

Der nächste „Bürger- und Gästesnak“ soll am Dienstag, 23. September, um 18 Uhr erneut im Gästehaus Hooksiel stattfinden.

Seebadeverein lädt zum zweiten Gäste- und Bürgersnak

Hooksiel (24. 8. 2025) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt für Dienstag, 26. August, zur zweiten Auflage seiner Veranstaltungsreihe „Gäste- und Bürgersnak“ ein. Ab 18 Uhr sollen im Gästehaus Hooksiel aktuelle Themen aus Hooksiel und dem gesamten Wangerland besprochen, Informationen ausgetauscht und Lösungsansätze gesucht werden.

Nach den Worten des Seebadevereins-Vorsitzenden Wolf Hegemann ist geplant, in dem „Workshop“ unter anderem wichtige Themenfelder zu identifiziert und dazu Kompetenzteams zu bilden, die sich näher mit den entsprechenden Problemen befassen. Geladen zu der Veranstaltung sind neben den Mitgliedern des Seebadevereins auch andere Interessierte aus Hooksiel und dem gesamten Wangerland.

Seebadeverein will Kompetenzzentrum für Tourismus und offenen Diskurs werden

Hooksiel (23. 7. 2025) – Wangerland Touristik, Hallenbad, Leuchtturm „Roter Sand“, Ortsbild, Strandaufspülung, altes Feuerwehrgerätehaus, Schießlärm, ungepflegtes Ortsbild – über einen Mangel an Themen brauchten sich die Verantwortlichen des Seebadevereins Hooksiel bei der ersten Auflage ihrer Veranstaltungsreihe „Gäste- und Bürgersnak“ nicht zu beklagen. Rund 180 Interessierte, darunter zahlreiche Urlaubsgäste, fanden sich am Dienstagabend im Gästehaus ein, um in einem Frage- und Antwortspiel ihre Sorgen, Hoffnungen, Anregungen und Kritik auf den Weg zu bringen.

Im Zentrum der zweistündigen, vom Seebadevereins Vorsitzenden Wolf Hegmenn geleiteten Diskussion stand die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (siehe eigener Artikel). Aber auch jenseits der Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens mit noch nicht absehbaren Folgen für Hooksiel (Campingplatz, Hallenwellenbad, Gästehaus) beschäftigen die Bürger einen ganze Reihe von Themen. Ein Großteil von ihnen will der Seebadeverein in den kommenden Monaten aufgreifen und gegebenenfalls Kompetenzteams bilden, um bei der Lösung von Problemen mit Fachwissen und Engagement helfen zu können.

Keine Kosten für Gemeinde durch Leuchtturm

Vorbild sind dabei die vom Seebadeverein unterstützten Bemühungen, den unter Denkmalschutz stehenden Leuchtturm „Roter Sand“ aus der Wesermündung an den Deich von Hooksiel zu versetzen. Hegemann, der sich mit seinem Stellvertreter Wolfgang Ademes, tief in die Materie eingearbeitet hat, versicherte, dass der Gemeinde und der WTG für den Fall, dass sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Eigentümerin des Bauwerks für Hooksiel entscheiden sollte, keine Kosten entstehen würden. Abbau, Transport, Wiederaufbau und Sanierung würde die Stiftung bezahlen, die auch die dauerhafte Unterhaltung des Bauwerks mit 30.000 Euro im Jahr unterstütze.

Der künftige Besichtigungs-Betrieb des Leuchtturms würde von einer noch zu gründenden gemeinnützigen GmbH getragen werden. Der Leuchtturm werde zu einem Touristen-Magneten, zeigte sich Hegemann überzeugt. Zweiflern fehle es an den nötigen Informationen.

Touristiker: Hotelbau wichtig

Kritisch betrachten einige Bürger der Bau eines Hotels auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände am Alten Hafen – und die schlechte Kommunikation über das Thema. Das geplante Gebäude wäre zu groß. Die Gemeinde wäre nach Ansicht von Hegemann gut beraten, vor dem Verkauf des Grundstücks die Bonität des Investors und das Konzept es Betreibers eingehend zu prüfen. Aus Sicht des Seebadevereins-Vorsitzenden wäre der Standort der richtige Platz für ein „Bürger- und Gästehaus mit Kaffeerösterei“.

Dem widersprachen mit Matthias Suckert, Vermieter von Ferienwohnungen, und Steve Christenfeldt, Mit-Betreiber des Hotels „Packhaus“, unter anderem zwei touristische Leistungsträger vehement. „Hooksiel braucht dringend ein Hotel!“ Es gebe zwar 28 gastronomische Betriebe im Ort, aber nur zwei Hotels. Während Gäste in Ferienwohnungen sich weitgehend selbst versorgen, brächten Hotelgäste Geld in den Ort. Suckert bezweifelte zudem, dass Gemeinde oder WTG jemals das Geld für den Bau eines Bürger- und Gästehauses aufbringen könnten. Christenfeldt versicherte, dass der Planer, dessen Konzept den Zuschlag bekommen hatte, sowohl einen Investor als auch einen Betreiber an der Hand habe. 

Grünpflege muss besser werden

Hotel hin oder her – wichtiger sei es, dass Hooksiel seinen Gästen dauerhaft etwas bieten kann, sagte eine Bürgerin. Dazu gehöre auch ein gepflegtes Ortsbild. Der Seebadeverein hat sich nach den Worten von Schriftführer Thomas Leimkühler vorgenommen, zusammen mit anderen Organisationen im Ort dazu beizutragen. Bürger beklagten mangelhafte Grünpflege, etwas in der Lange Straße oder am Durchgang in Höhe des Hallenwellenbades zum Deich. Hier stehe das Unkraut meterhoch – und daneben eine brachliegende Baustelle. Zweifel meldete eine Bürgerin an, ob die geplante Sandaufspülungen am Hooksieler Strand, der über 1,7 Kilometer mit Betonsteinen gesichert werden soll, wirklich dazu beitrage, den Strand attraktiver zu machen. „Und fehlen dazu dringend Informationen.“ 

Leimkühler kündigte für den Seebadeverein an, das künftig jeden vierten Dienstag im Monat ein „Gäste- und Bürgersnak“ stattfinden soll. Der nächste Termin: Dienstag, 26. August, 18 Uhr im Gästehaus. Darüber hinaus könnten Bürger sich jederzeit mit Anregungen und Kritik melden. Oberstes Ziel des Verein sei es, Transparenz herzustellen, damit Bürger eingebunden werden können. Zudem möchte man als Seebadevereins zum Kompetenzzentrum für Tourismus werden. Geplant sei, ein touristisches Leitbild für Hooksiel zu erstellen. Insgesamt wolle man eine Plattform für einen offenen Diskurs bieten.

Schnack oder Snak? Der Seebadeverein will reden statt streiten

Hooksiel (17. 7. 2025) – Der Seebadeverein lädt zum „Gäste- und Bürgersnak“ ein. Oder müsste es richtigerweise Bürgerschnack heißen? Mögen sich Plattdeutsch-Experten über die richtige Schreibweise streiten – das Ziel der Veranstaltung ist genau das Gegenteil. Gespräche statt Streit.

Die Mitglieder des Vorstandes des Seebadevereins Hooksiel wollen in Sachen Kommunikation neue Wege gehen. Zusammen mit der Spitze des Vereins „De Hooksieler“ werben sie unter anderem für Hooksiel als Standort für den historischen Leuchtturm „Roter Sand“. Der Auftruck auf den T-Shirts: „Wir sagen Ja! Roter Sand Hooksiel!“. Auf dem Bild von links: Anja Dittmer, Anke Müller (beide „De Hooksieler“) sowie Insa Fähnders, Wolf Hegemann (Vorsitzender), Heike Fischer, Thomas Leimkühler, Bernhard Köster, Erwin Abels und Wolfgang Ademes (alle Seebadeverein).

Am Dienstag, 22. Juli, um 18 Uhr jedenfalls findet der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe statt. Künftig will der Seebadeverein die Hooksieler Bürger und deren Gäste an jedem dritten Dienstag eines Monats zum Austausch über alles einladen, was den Leuten unter den Nägeln brennt. Zum Start soll es aber vornehmlich ein Willkommens-Treffen sei. Die Aktiven des Seebadevereins um seinen Vorsitzenden Wolf Hegemann wollen vornehmlich sich und das neue Gesprächs-Format vorstellen.

Auch wenn die Einladung mit dem Titel „Es rumort im Wangerland“ auf die aktuellen Turbulenzen um die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH hindeutet, sei für diesem Abend keine Grundsatzdebatte über Schuld und Konsequenzen der Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa geplant, versichert Hegemann gegenüber „Hooksiel-Life“. „Die WTG ist nicht das Wangerland. Das Wangerland, das sind wir, die Menschen, die Vereine, die Aktiven …“

In diesen Kreis bezieht der Seebadeverein Hooksiel ausdrücklich den Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates mit ein, die grundsätzlich zu den offenen Gesprächsrunden eingeladen sind.

Neue Schutzhülle für das historische Mudderboot

Hooksiel (17. 7. 2025) – Die Sanierung des Mudderbootes am Alten Hafen ist nahezu abgeschlossen. Nach etlichen Arbeitsdiensten sieht das historische Räumboot nahezu wieder so aus, wie es zu seiner aktiven Zeit vermutlich ausgesehen hat – pechschwarz.

Dank des ehrenamtlichen Engagements von Aktiven aus dem Seebadeverein strahlt der Rumpf des historischen Mudderbootes wieder so wie früher – in Schwarz. Auf dem Bild zu sehen (von links) Werner Doyen, Bernd Ulrich, Ulrich Hellkuhl, Reinhold Harms und Uwe Gaudian. Foto: hol

Mehrere Freiwillige vom Seebadeverein Hooksiel um Uwe Gaudian haben in den vergangenen fünf Wochen das an Land liegende maritime Denkmal grundgereinigt, Schwachstellen im Holz des Bootes ausgebessert, geschmirgelt, vorgestrichen und zuletzt mehrfach lackiert. Damit dürfte der Rumpf des Bootes für die nächsten Jahre vor Wind und Wetter geschützt sein. 

Allerdings: Bei ihren Arbeiten haben die Aktiven festgestellt, dass auch die mächtigen Flügel an der Rückseite des Kahns, mit dem früher mit Unterstützung von Tide und Stauwasser Modder und Schlamm aus dem Hooksieler Binnentief gedrückt wurde, einen neuen Anstrich vertragen könnte. „Das Holz ist zwar noch okay, aber die Flügel haben jetzt einen leicht anderen Farbton“, schildert Werner Doyen. Zudem soll der Info-Schaukasten noch überarbeitet werden.

Das historische Mudderboot, seit 1992 als Baudenkmal eingestuft, gehört zu den maritimen Attraktionen am Alten Hafen. Das Boot wurde in Hooksiel von 1837 bis Mitte der 1950er Jahre eingesetzt. Es kann kostenlos besichtigt werden. 

Seebadeverein Hooksiel warnt: WTG sollte nicht alles dichtmachen

Hooksiel (5. 7. 2025) – Der Seebadeverein Hooksiel warnt die Wangerland Touristik GmbH (WTG) vor einer unbedachten Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel. „Trotz der Insolvenz der WTG kann es nicht sein, dass wir alles einfach dicht machen“, sagten Vorsitzender Wolf Hegemann und sein Stellvertreter Wolfgang Ademes in einem Gespräch mit „Hooksiel-life“. 

Wollen mit dem Seebadeverein Dinge thematisieren, die Hooksiel voranbringen können: Vorsitzender Wolf Hegemann (rechts) und sein Stellvertreter Wolfgang Ademes. Foto: hol

Die WTG hat bekanntlich Insolvenz angemeldet, aus der sie sich auf Grundlage eines Sanierungskonzeptes in Eigenregie herauskämpfen will. Als Auslöser für die finanzielle Schieflage gilt die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel von 8,8 auf zuletzt geschätzte 23 Millionen Euro. Seit Jahren Zuschussbedarf in jeweils sechsstelliger Größenordnung haben die beiden WTG-Bäder in Hooksiel und Horumersiel. 

Wellenbad ist Alleinstellungsmerkmal

Das Sanierungskonzept ist nicht öffentlich bekannt. Nach einem Zeitungsbericht soll aber die Schließung des Hallenwellenbades in Hooksiel schon in wenigen Tagen bevorstehen. Die WTG nimmt dazu derzeit keine Stellung. „Das Bad ist ein touristisch wichtige Einrichtung für den Ort“, sagte Ademes. Auch weil es gerade als Wellenbad ein Alleinstellungsmerkmal an der Küste habe. Zudem werde das Bad unter anderem für die Schwimmausbildung von Kindern benötigt. Skeptisch ist man beim Seebadeverein auch, was die Schließung für den gerade erlangten Status „Nordseebad“ bedeuten würde. „Ein Nordseebad ohne Bad? Das ist kaum vorstellbar.“

Hegemann und Ademes pochen auf lückenlose Aufklärung des Thalasso-Desasters. Es sei schwer vorstellbar, dass die Kostensteigerung ausschließlich auf die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg zurückzuführen sei. Bevor das Hallenbad geschlossen wird, solle die WTG lieber das Gästehaus verkaufen, rät Hegemann. „Wer braucht denn das Gästehaus überhaupt?“ Wichtig sei allein die Frage, was ein Käufer auf dem Grundstück umsetzen will. „Das muss natürlich zu Hooksiel passen.“

Kritischer Blick auf geplanten Hotelbau

Die Tourist-Information der WTG, die derzeit im Gästehaus untergebracht ist, gehört nach Ansicht des Seebadevereins-Vorsitzenden ohnehin an den Alten Hafen, wo er sich auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses einen kleinen Gäste- und Bürgerpavillon gut vorstellen könnte.

Und was würde aus dem von der Gemeinde und einem Großteil der Hooksieler favorisierten Bau eines Hotels am Alten Hafen? Hegemann und Ademes sind skeptisch, ob es dazu kommen wird. Noch stehe weder der Investor noch ein Betreiber fest. Und ob ein Hotel an der Stelle wirtschaftlich betrieben werden kann, sei auch ungewiss. Der Seebadeverein rät der Gemeinde Wangerland dringend, vor dem Verkauf des Grundstückes alle drei Punkte genau zu prüfen, damit am Ende am Alten Hafen keine Investitionsruine steht. 

Veranstaltung: Gäste- und Bürgerschnack

Der neue Vorstand des Seebadevereins ist seit März im Amt. Man wolle sich intensiv um die touristischen Belange im Ort kümmern und stärker als bislang in die Öffentlichkeit gehen, sagten Hegemann und Ademes, die inzwischen beide als beratende Mitglieder im Tourismusausschuss des Gemeinderates mitwirken. „Wir wollen nicht politisch agieren, aber wir wollen Themen setzen“, so das Führungsduo. So plane man unter anderem eine öffentliche Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Gäste- und Bürgerschnack“, zu der einmal im Monate alle Interessierten aus Hooksiel, aber auch der Bürgermeister und Ratsvertreter eingeladen werden.

Zum Start des neuen Formats soll es eine Vorstellungs- und Willkommens-Veranstaltung geben, die für Dienstag, 22. Juli, um 18 Uhr im Gästehaus geplant ist. Ziel sei es herauszufinden, welche Themen den Hooksielern und ihren Gästen besonders unter den Nägeln brennen. Grundsätzlich wolle man die Themen aber nicht nur ansprechen, sondern auch gemeinsam nach Lösungen suchen. Etwa indem jeweils „Kompetenzteams“ gegründet werden, die offene Fragen klären oder gegebenenfalls im Verbund mit der Gemeinde Aufgaben anpacken.

Als positives Beispiel verweisen Hegemann und Ademes auf die Bewerbung von Hooksiel als Standort für den historischen Leuchtturm „Roter Sand“. Beide gehören dem Kompetenzteam an, das die Bewerbung ausgearbeitet hat und engen Kontakt zur Eigentümerin des noch in der Wesermündung stehenden Denkmals, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, hält. 

Einsatz für Leuchtturm „Roter Sand“

Eine Standortentscheidung wird für Ende August, Anfang September erwartet. Aktuell sind neben Hooksiel noch Wilhelmshaven, Bremerhaven und Fedderwardersiel im Bewerbertopf. Beim Seebadeverein ist man überzeugt, dass Hooksiel sehr aussichtsreich im Rennen liegt, zumal der geplante Standort in der Nähe des Badestrandes von Urlaubern, aber auch für Unterhaltungsarbeiten, sehr gut zu erreichen wäre. 

„Wir sollten positiv denken“, so Ademes. Der Leuchtturm „Roter Sand“ könnte für Hooksiel ein echter Tourismusmagnet werden. Und, so beteuern die Seebadevereins-Verantwortlichen, auf die Gemeinde Wangerland würden durch das Projekt keinerlei Kosten zukommen. Abbau, Transport und Wiederaufbau mit allen Nebenkosten würde die Denkmalschutz-Stiftung übernehmen. „Das haben wir schriftlich.“ Danach würde sich ein Förderverein um den Betrieb, die Unterhaltung und die Bewirtschaftung des Turms kümmern.

Kompetenzen nutzen

Die Bewerbung um den Leuchtturm zeige, dass die Gemeinde gut beraten ist, auch auf Kompetenzen von Bürgern und Vereinen zurückzugreifen. Das könnte auch bei einer Vielzahl anderer Themen und Problemen hilfreich sein, bei denen der Verwaltung die Kapazitäten fehlen, sich zu kümmern. Ein weiteres Beispiel: Aktuell sanieren handwerklich geschickte Ehrenamtliche aus der Mitgliederschaft des Seebadevereins das historische Mudderboot im Alten Hafen.