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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Straßen und Radwege weitgehend vom Schnee befreit

Hooksiel (14. 1. 2026) – Entwarnung an der Wetterfront. Bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad plus werden heute die letzten Schnee- und Eisreste wegtauen. Und, so die Prognose der Meteorologen: Die frühlingshaften Temperaturen sollen in den nächsten Tagen anhalten.

Viele Radwege um Hooksiel herum sind bereits wieder befahrbar. Die Räumdienste haben hier ganze Arbeit geleistet. Foto: hol

Erstaunlich: Selbst die Radwege entlang der Kreis- und Landesstraße im Umfeld von Hooksiel sind bereits weitgehend wieder befahrbar. Hier hatten die Räumtrupps um das vergangene Wochenende herum den von den Straßen geschobenen Schnee abgelagert – die weißen Berge türmten sich teilweise bis zu zwei Meter Höhe auf. 

Entspannen dürfte sich jetzt auch die Lage bei der Müllabfuhr. Bereits Dienstagfrüh, als durchaus noch Eisplatten auf den Nebenstraßen lagen, entsorgte die Firma Nehlsen in Hooksiel die Wertstofftonnen. Aufgrund der Wetterlage waren zuvor die Restmüll- und die Biotonnen stehen geblieben. 

Für den morgigen Donnerstag steht in Hooksiel der nächste reguläre Termin für die Leerung der Restmülltonnen an. Der Landkreis Friesland als Abfallbehörde hatte darauf hingewiesen, dass Bürger dann einmalig neben die Mülltonnen Abfallsäcke mit überschüssigem Restmüll stellen dürfen, der von der Firma Augustin kostenlos mit entsorgt werden soll. Gleiches gilt für die Biotonne, die allerdings erst wieder am 5. Februar geleert wird. 

Marode Georg-Adden-Straße meldet sich zurück

Hooksiel (14. 1. 2025) – Der Schnee ist weg, die Sorgen bleiben. Christiane Obst blickt besorgt aus dem Fenster ihres Wohnzimmers auf die Georg-Adden-Straße, die beim Besuch von „Hooksiel-life“ an diesem Montag noch von einer dicken Schneedecke bedeckt war.

Schnee zu schieben war nach den Worten von Christiane Obst in der Georg-Adden-Straße gar nicht möglich. Der Schneeschieber hätte die Klinker aus dem maroden Straßenbelag gezogen..Foto: hol

„Wir hätten gern einen Gehstreifen für Fußgänger frei geschoben“, schildert Christiane Obst. „Aber das geht beim besten Willen nicht.“ Warum? Die Klinkerstraße ohne separaten Gehweg ist nach Darstellung der Hooksielerin zumindest in Teilbereichen in einem derart desolatem Zustand, dass man beim Schneeschieben gleich etliche Klinkersteine mit aus der Straße reißen würde.

Stark sanierungsbedürftig

Die historische Straße gilt seit Jahren als dringend sanierungsbedürftig. Lange stand sie in einer Prioritätenliste der Gemeinde Wangerland ganz oben. Viel passiert ist in den vergangenen fünf Jahren dennoch nicht. Auch aus finanziellen Gründen. „An einigen Stellen wurden mal kaputte Klinker ausgetauscht“, erinnert sich Christiane Obst. Allerdings habe man dann offenbar nicht genug Steine für die gesamte Straße gehabt. Vor ihrem Haus jedenfalls sei der Zustand inzwischen untragbar.

Hilferuf an Gemeinde

Dass die Klinker durch vorbeifahrende Autos hochgeworfen würden, sei das eine. Das andere die desolate Entwässerung. Die Berme entlang der Straße könne das Wasser nicht aufnehmen. Immer wieder fließe Wasser auf ihr Grundstück und – trotz Drainage am Haus – in den Keller des Wohnhauses. Ihr grause es schon vor dem Tauwetter. „Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich das mal jemand vom Bauamt der Gemeinde ansieht, damit man mal gemeinsam überlegen kann, was hier geschehen kann und muss.“ 

Thalasso Meeres Spa: Rabatte für Gästekarten-Besitzer

Wangerland (13. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) verstärkt ihre Bemühungen, das Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel zu beleben. Ab sofort erhalten Besitzer einer gültigen Gästekarte zehn Prozent Rabatt auf alle Leistungen in dem Gesundheitstempel.

Das Thalassa Meeres Spa bietet neben verschiedenen Anwendungen Raum für Ruhe und Entspannung. Foto: WTG

„Der Vorteil gilt nicht nur für Übernachtungsgäste aus dem Wangerland, sondern für die gesamte Tano-Region. Alle Inhaberinnen und Inhaber einer NordseeCard können diesen Vorteil zukünftig nutzen“, erläutert WTG-Marketingleiterin Eske Gobes. Damit biete das Haus an der Nordsee einen zusätzlichen Anreiz, während des Urlaubs aktiv etwas für Gesundheit und Erholung zu tun. Die Tano-Region erstreckt sich über die gesamte niedersächsische Nordseeküste.

Marketing-Offensive

Das im Juni 2024 eröffnete TMS steht für authentische Thalasso-Therapie, die Ruhe, Gesundheit und die natürliche Kraft des Meeres miteinander verbindet. In die Schlagzeilen geraten ist das Projekt bislang allerdings fast ausnahmslos durch die Verdreifachung seiner Baukosten, die maßgeblich mit zur Insolvenz der WTG beigetragen hat. Die wohltuenden Anwendungen mit Meerwasser, Algen oder Schlick, die für Regeneration und Entspannung sorgen sollen, sind darüber zunächst in den Hintergrund getreten.

Die WTG hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine Marketing-Offensive angekündigt. Erklärtes Ziel von Geschäftsführung und Insolvenzverwalter ist es, den Betrieb des TMS aufrecht zu erhalten. Der Rabatt für Gästekarten-Inhaber ist ein Baustein dafür. 

Leistungen auch einzeln buchbar

Eine weitere Änderung: Wer nur wenig Zeit mitbringt, kann die Angebote im TMS künftig auch ohne längeren Aufenthalt wahrnehmen. „Ob Massage, Peeling, Kältekammer oder Kosmetik – alle Leistungen sind einzeln buchbar und ermöglichen es, gezielt kurze Entspannungsphasen in den Alltag zu integrieren“, heißt es in einer Mitteilung der WTG.

Aber, so wird das Spa-Team des Hauses zitiert: „Wir empfehlen den Gästen für das ganzheitliche Thalasso-Erlebnis ihre Anwendung immer mit einem Aufenthalt im TMS zu kombinieren. Die Symbiose aus wirkungsvollen Anwendungen und dem Zur-Ruhe-Kommen ist zentraler Aspekt unseres Konzepts.“

Bademantel und Snacks

Bei gebuchten Anwendungen mit Aufenthalt würden Gäste zusätzlich von zahlreichen Inklusivleistungen profitieren. Dazu würden Bademantel und Badetuch, kleine Snacks und Getränke, der Zugang zu Ruhebereichen sowie der Panoramablick auf die Nordsee von der Dachterrasse gehören. 

Wer die Rabatte nutzen möchte, muss seine Gästekarte vor Ort vorzeigen. Bei Online-Buchungen wird der Preisnachlass durch einen Code automatisch abgezogen, die Gästekarte wird dann vor Ort kontrolliert. Weitere Informationen hierzu unter wangerland.de/gaestekarte.

Leuchtfeuer Horumersiel
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Hooksiel-Life: Neues Angebot zur Kommunalwahl 2026

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (13. 1. 2025) – Ihre Netzzeitung „Hooksiel-life“ hat ein neues Angebot. Im Untermenü „Kommunalwahl 2026“ finden sie die wichtigsten Informationen zum Super-Wahltag 13. September 2026 aus Sicht des Wangerlandes. 

An diesem Sonntag im kommenden Herbst nämlich werden alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerländer ab 16 Jahren aufgefordert sein, einen neuen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates zu bestimmen. Darüber hinaus entscheiden die Wähler über den künftigen Kreistag des Landkreises Friesland und wählen einen Nachfolger für den scheidenden Landrat Sven Ambrosy.

Wenn Sie auf dem Weg dorthin einmal den Überblick verlieren sollten, schauen Sie einfach ins neue Untermenü. Hier sammeln wir, neben der aktuellen Berichterstattung, die wichtigsten Daten und Fakten zu den verschiedenen Wahlgängen, zu Kandidatinnen und Kandidaten, zu Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerbern. Die Berichte dort werden in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig ergänzt und auf den jeweiligen Stand gebracht. 

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Trauerfall überschattet Hooksieler Püttbierfest

Hooksiel (13. 1. 2026) – Eigentlich hätte es eine fröhliche Feier werden sollen, das Püttbierfest der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Tatsächlich wurde es ein besinnliches Treffen, bei dem eines im Vordergrund stand: Die Trauer um den kurz zuvor an den Folgen einer Erkrankung verstorbenen Alterskameraden Werner Tammen.

Trauerten an der „Hafen-Pütt“: Die Alterskameraden der Feuerwehr Hooksiel (von links) Günter Schmöckel, Püttmeister Fred Bergmeyer, Hans Frerichs, Herbert Gruben, Johann Ubben und Harald Zinn. Foto: hol

Tammen habe zu den Aktivposten der Gruppe gehört, sagte der Sprecher der Alterskameraden, Günter Schmöckel: „Ein verlässlicher Kamerad, ein Freund und stets hilfsbereit.“ Unter anderem habe er zu jenen gehört, die im vergangenen Jahr tatkräftig mit angepackt haben, die Hooksieler „Hafen-Pütt“ an ihrem bisherigen Standort auf dem ehemaligen Feuerwehrgrundstück an der Lange Straße abzubauen und an ihrem neuen Platz an der Ecke Lange Straße/Obernstraße wieder aufzubauen.

Auch als Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste sollte Tammen an diesem Montag zum neuen Püttmeister gewählt werden. Püttmeister waren früher in der Region für die Wasserqualität der Brunnen verantwortlich. Mit dem 2006 in Hooksiel errichteten Pütt-Nachbau, der selbst keinen Wasseranschluss hat, wollen die Feuerwehrkameraden die große Bedeutung von Wasser fürs Leben unterstreichen – und beim jährlichen Püttbierfest ein wenig feiern. 

An der „Hafen-Pütt“ stießen die Feuerwehrleute auf ihren verstorbenen Alterskameraden an. Anschließend fuhren aktive Feuerwehrleute sie zum gemeinsamen Essen zum neuen Feuerwehrgerätehaus. Püttmeister bleibt für ein weiteres Jahr Fred Bergmeyer.

Nach Training an der Jaderennbahn Platz 2 im Sauerland

Hooksiel (12. 1. 2026) – Das Training im „Wintersport-Stadion“ an der Hooksieler Jaderennbahn hat sich aus ausgezahlt. Beim „Saturday-Night-Race“ in Winterberg im Sauerland am vergangenen Samstag hat der Hooksieler Leonard Köster einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. 

Beim KidsCup des Westdeutschen Skiverbandes konnte sich Leonard vom Sportverein SC Wangerland über einen Platz auf dem Podium freuen. Mit seinem beherzten unkonventionellen Stil überflügelte er in seinem ersten Skirennen überhaupt zahlreiche Teilnehmer aus den etablierten Skiclubs wie dem SK Winterberg oder dem Snowteam Neuss und sicherte sich die Silbermedaille.

Müller folgt auf Müller: Wechsel in Tierarztpraxis

Hooksiel (12. 1. 2026) – Tierarztpraxis Müller bleibt Tierarztpraxis Müller. Nur der Doktor tritt ins zweite Glied. Dr. Hans-Ulrich Müller (67) hat seine Hooksieler Praxis an Tierarzt Janto Müller (35) übergeben, der schon in den vergangenen Monaten bei ihm mitgearbeitet hat. Hans-Ulrich Müller wird seinerseits auch künftig noch ein bis zwei Tage in der Woche und als Urlaubsvertretung Patienten in der Kleintierpraxis betreuen.

Das Mitarbeiterinnen- und Helferinnenteam der Tierarztpraxis Müller begleitete den Inhaber-Wechsel von Dr. Haus-Ulrich Müller (4. von links) auf Janto Müller (3. v. l.) mit einer originellen Inszenierung. Fotos: Praxis

Beide Tiermediziner sind gebürtige Wangerländer. Als Sohn seines Cousins hatte Hans-Ulrich Müller seinen potenziellen Nachfolger schon seit längerem im Blick. Für einen harmonischen Übergang sprechen auch ein Reihe von Gemeinsamkeiten. 

Landwirtschaftliche Lehre vor dem Studium

Beide Mediziner haben Abitur am Mariengymnasium in Jever gemacht und danach zunächst eine landwirtschaftliche Lehre absolviert. Hans-Ulrich Müller, Sohn der Wangerländer Trabrennsport-Legende Heinz-Friedrich Müller, widmete sich vor dem Studium an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover ein Jahr lang dem Pferdesport. Hier sammelte er Erfahrungen, die ihm bei seiner Doktorarbeit zugute kamen. Das Thema: Die Auswirkungen des Hufbeschlags auf die Bewegungsabläufe von Rennpferden. Janto Müller studierte nach der Lehre zunächst in Budapest, bevor er nach Hannover wechselte, wo er sein Studium 2019 abschloss. 

Praxis-Inhaber Janto Müller (rechts) wird künftig von den angestellten Tierärzten Dr. Hans-Ulrich Müller und Dr. Kathrin Lange unterstützt.

Schon während seiner Promotion arbeitete Hans-Ulrich Müller für Tierärzte in ganz Deutschland als Urlaubsvertretung. 1987 eröffnete er seine eigene Praxis in der Nordstraße in Hooksiel – damals mit Schwerpunkt Pferd. 1988 kam die Kleintierpraxis hinzu. 1990 zog Hans-Ulrich Müller mit Familie und Praxis in einen Neubau am Pakenser Altendeich um. Behandelt wurden Rinder, Pferde und Kleintiere, wobei der Schwerpunkt sich mehr und mehr hin zu Kleintieren verlagerte. Heute werden hier ausschließlich Kleintiere behandelt.

Schwerpunkt bei Hunden und Katzen

An dieser Ausrichtung will Janto Müller festhalten. Er arbeitete nach dem Studium zunächst als angestellter Arzt in Bramsche, bevor er 2023 in eine Praxis in Jever wechselte, in der vornehmlich Rinder betreut wurden, wobei der Mediziner auch Erfahrung mit Kleintieren hat. Sein Ziel sei die Selbstständigkeit gewesen, so Janto Müller. Für die Kunden wichtig: „Die Praxis bleibt unabhängig.“ Das Versprechen des Inhabers: „Wir haben den Patienten im Blick und stehen für eine faire Beratung.“ 

„Hunde und Katzen sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu Familienmitgliedern geworden“, beschreibt Dr. Müller den gesellschaftlichen Trend. Aktuell gehören zur Tierarztpraxis, neben Inhaber Janto Müller die angestellten Tierärzte Dr. Kathrin Lange und Dr. Hans-Ulrich Müller sowie ein fünfköpfiges Helferteam. Behandelt werden vornehmlich Hunde und Katzen, von der Halter-Beratung bis hin zu Operationen. Die Kunden kommen zum größten Teil aus dem gesamten Jeverland und aus Wilhelmshaven.

WTG verdoppelt Zahl der Stellplätze für Camper mit Hund

Schillig/Hooksiel (12. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) erweitert auf dem Nordsee-Campingplatz in Schillig ihr Angebot für Gäste mit Hund. Bisher war allein der Platz 1 direkt neben der Rezeption für Camperinnen und Camper mit Hund vorgesehen. 

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage, so die WTG, seien künftig auch auf Platz 2 Hunde erlaubt. Damit werde man die Zahl der Stellplätze für Gäste mit Hund verdoppeln. Es gebe einen anhaltenden Trend, den Campingurlaub an der Nordsee gemeinsam mit seinem Hund zu verbringen.

Für Hundehalter biete der Campingplatz bereits seit Längerem eine hundefreundliche Infrastruktur. Dazu gehören aus Sicht der WTG eine Hundedusche sowie eingezäunte Freilaufflächen, die genügend Platz zum Spielen und Toben böten. Der direkt hinter dem Deich gelegene Platz verfüge zudem über kurze Wege zum Hundestrand. 

Die gemeindeeigene WTG betreibt seit Jahresbeginn nur noch den Campingplatz Schillig. Der Platz in Hooksiel wurde im Rahmen der laufenden Insolvenz in Eigenregie an einen privaten Betreiber verkauft. 

Schule fällt am Montag aus

Friesland (11. 1.2026)- Aufgrund der Wetterlage fällt der Präsenzunterricht an allen Schulen in Friesland (auf dem Festland) am Montag, 12. Januar, aus. Das hat der Landkreis am Nachmittag angekündigt.
Die Regelung gilt für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Auch die Stadt Wilhelmshaven hat den Schulbetrieb für Montag abgesagt. Die Behörden rechnen mit Tauwetter. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Eisregen.

Nebelhörner trotz Radar wichtiger Sicherheitsfaktor

Hooksiel (11. 1. 2026) – Die einen nervt es. Für die anderen gehört das Tuten der Nebelhörner zum Leben an der Küste einfach dazu. Nebelhörner sollen bei schlechter Sicht das Befahren der Jade sicherer machen.

Die Betreiber der Verladebrücken in der Jade sind verpflichtet, bei schlechter Sicht Nebelhörner in Betrieb zu nehmen. Archiv-Foto: hol

Erst immer wieder dichter Nebel. Dann das Schneetreiben. „Tut, tut, tut“ – und das über Stunden. Die tieftönigen Warnsignale von der Wasserseite sind auch im Ortskern von Hooksiel gut zu vernehmen. Die Frage einer Neu-Bürgerin: „Was soll das? Die Schiffe haben doch alle Radaranlagen?“

Nicht alle. Stephan Hellwig, Fachbereichsleiter Schifffahrt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Weser-Jade-Nordsee, weist im Gespräch mit „Hooksiel-life“ darauf hin, dass auf der Jade selbst bei schlechter Sicht auch kleinere Boote und Sportschiffer unterwegs sind, die nicht unbedingt über Radaranlagen verfügen. Und auch für größere Schiffe seien die akustischen Signale ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor.

Das WSA ist als Aufsichtsbehörde für die Nebelhörner verantwortlich, die auf den Verladebrücken in der Jade installiert sind – etwas an den LNG-Terminals, bei der HES-Brücke oder auch beim NWO-Anleger. Diese Alarmanlagen seien Teil der Genehmigungsbescheide für den Betrieb der Anlagen und müssten insofern von den Betreibern der Brücken vorgehalten werden. Ausgelöst werden sie meist über automatische Sichtweitenmess-Sensoren. Anhand ihrer Tonfolge seien dann einzelne potenzielle Hindernisse in Fahrwassernähe identifizierbar.

Etwas anderes sei es, so Hellwig, wenn – wie zum Beispiel am Silvesterabend – Kapitäne von in der Jade liegenden Schiffen Signale abgeben. „Das hat weniger mit dem Thema Sicherheit zu tun. Aber zum Jahreswechsel ist das international Tradition.“