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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Konzept fürs „Wangerland Resort“ geht offenbar auf

Wangerland (21. 2. 2026) – Das „Wangerland Resort“ will seine Infrastruktur für die Vereine in der Region öffnen. Das war die Botschaft eines Treffens mit Vereinsvertretern mit der Geschäftsführung der Urlaubsdestination in Hohenkirchen. Wie Geschäftsführer Bernd Niemeyer, zugleich Mitinhaber des Party- und Gruppenreise-Veranstalters Müller Touristik, gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, bekenne man sich zu dem Gedanken, die Angebote des Hauses auch für Einheimische und Urlauber zu öffnen, die in anderen Quartieren abgestiegen sind. „Damit erzeugen wir einen echten Mehrwert für alle.“ 

Bernd Niemeyer im Resort Wangerland
Bernd Niemeyer ist mit dem ersten Jahr des „Wangerland Resort“ sehr zufrieden. Archiv-Foto: ol

Das „Wangerland Resort“ ist offiziell zum 1. Juni 2025 eröffnet worden. Die ersten Gäste übernachteten in der Hotelanlage aber bereits ab April. Damals waren die Umbauarbeiten in der ehemaligen Kaserne (bis 2003), die zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, noch voll in Gang. Und auch derzeit würden noch Rest- und Feinarbeiten erledigt, so Niemeyer. So etwa in einigen der 231 Zimmern. Und vor allem in der „Spielstadt“.

Spielstadt wird überholt

Die „Spielstadt“ ist ein beliebtes Kinder-Spielparadies in einer der ehemaligen Bundeswehrhallen. Sie war bereits fester Bestandteil vom „Dorf Wangerland“, das der Niederländer Henny van der Most bis 2022 in Hohenkirchen betrieben hat. Allerdings: Auch dieser Teil der Anlage war in die Jahre gekommen. Eltern beschwerten sich zunehmend.

„Unser Fokus hat zunächst nicht auf der Spielstadt gelegen“, räumt Niemeyer ein. Aktuell laufen allerdings Sanierungsarbeiten. Die „Spielstadt“ ist zurzeit geschlossen. Unter anderem erhält die Halle eine komplett neue Heizung. Nach den Worten von Niemeyer werden sämtliche Karussells auseinander genommen und neu aufgebaut. Zudem habe man eine ganze Reihe von Kettcars für den Außenbereich angeschafft. Voraussichtlich im März soll die „Spielstadt“ wieder an den Start gehen.

Gruppen und Einzelurlauber

Nach der offiziellen Statistik wurden im vergangenen Jahr im „Wangerland Resort“ rund zehn Prozent aller Übernachtungen im Gemeindegebiet gebucht. Es habe sich gezeigt, so Niemeyer, dass das Konzept aufgeht. Schwerpunkt außerhalb der Ferienzeiten ist die Vermietung der Quartiere für Klassenfahren. In 2025 waren bereits über 10.000 Schülerinnen und Schüler in Hohenkirchen.

Zielgruppe innerhalb der Ferien sind Party-Gruppen, Familien und Einzelreisende, die die Unterkünfte über den Reiseanbieter Tui buchen können. Ein drittes wirtschaftliches Standbein sollen Tagungen, Fortbildungen und Konferenzen werden.

Vielfältiges Angebot

Das „Wangerland Resort“, direkt am Wangermeer gelegen, punktet dabei bei seinen Gästen mit dem vielfältigen Angebot in der 16 Hektar großen, von Wasserwegen durchzogenen Anlage, zu der neben mehreren Restaurants und einer Eventhalle auch verschiedenste Sport- und Wellnessangebote samt Pool, Tretboot- und Kanufahrten, Bowlingbahn, Fitnessräume mit Kletterwänden und Großtrampolin sowie eine Skaterbahn gehören.

Der Weihnachtsmarkt im „Wangerland Resort“ wurde bis weit ins neue Jahr hinein gebucht. Foto: WR

Noch stärker für das regionale Publikum öffnen möchten die Macher der Anlage auch ihr Veranstaltungsprogramm in der „Wangerland Halle“. Hier haben schon im vergangenen Jahr eine Reihe von Konzerten, Partyabenden und Weihnachtsfeiern stattgefunden. „Wir hatten einen eigenen Weihnachtsmarkt aufgebaut“, schildert Niemeyer. „Der wurde noch bis Ende Januar zum Beispiel für Firmenfeiern gebucht.“

Gastspiel von Ross Antony

Auch für das laufende Jahr hat der Partymanager bereits eine ganze Reihe von Attraktionen auf dem Zettel. Die Weihnachtsshow „Christmas Moments“ soll auch 2026 wieder in Hohenkirchen erlebbar sein. Fest gebucht sind zudem Gastspiele von „De Höhner“ (im Herbst), dem Lets-Dance-Star und Entertainer Ross Antony (6. März) und der Neue-Deutsche-Welle Kultband „Extrabreit“ (14. März).

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Elternkino und Ratschläge zu sexualisierter Gewalt

Wangerland (21. 2. 2026) – Das  Familien- und Kinderservicebüro (FamKi) des Landkreises Friesland lädt für Dienstag 24. Februar, zum Elternkino ein. Im Stephanushaus in Hohenkirchen, An der Kirche 1, wird ab 19.30 Uhr der Dokumentarfilm „Liebe, Wut & Geschwisterbande“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht und möglich per E-Mail an fruehehilfen@friesland.de.

Der Film aus dem Jahr 2025 von Domenik Schuster behandelt die Frage, warum Geschwisterstreit Eltern an den Rand des Wahnsinns treiben kann und wie ein friedliches Miteinander möglich ist. Dabei wird insbesondere die Rolle der Eltern beim Schlichten des Streits hinterfragt. 

Ein Elternabend zur Frage „Wie kann ich mein Kind vor sexueller Gewalt schützen und es stärken?“ folgt am Donnerstag, 5. März. Beginn ist um 19 Uhr im Sitzungssaal des Kreisamtes, Lindenallee 1, in Jever. Die Teilnahme ist auch hier kostenfrei. Um Anmeldung bis Montag, 2. März, wird gebeten. Teilnehmende erhalten unter anderem Ratschläge, wie sie behutsam mit Kindern über das Thema sexualisierte Gewalt sprechen können und wie sie Kinder im Umgang mit dem Thema stärken. 

AWV: Zentralklinikum braucht Standort mit Perspektive

Friesland/Wilhelmshaven (20. 2. 2026) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) drängt auf eine möglichst schnelle Entscheidung über den Standort des geplanten Zentralklinikums für die Region. Der Beschluss des Kreistags des Landkreises Friesland und des Rates der Stadt Wilhelmshaven, gemeinsam die nächsten Schritte bei der Suche gehen zu wollen, sei zu begrüßen. 

Nun gelte es, das Verfahren voranzubringen, um zeitnah eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Das sei um so wichtiger, da man von einem Realisierungszeitraum von rund zehn Jahren ausgehen müsse. 

Hinsichtlich der Standort-Kriterien sei, so der AWV, die Zukunftsfähigkeit der Jade Wirtschaftsregion entscheidend. Deshalb sollte ein Standort mit Entwicklungsperspektiven gewählt werden. „Wir brauchen ein leistungsfähiges Krankenhaus, das langfristig die Menschen der Region versorgen kann und Entwicklungsspielräume für kommende Generationen berücksichtigt“, heißt es in einer Erklärung.

Sollte es den Krankenhausträgern in Wilhelmshaven und Friesland nicht gelingen, eine Einigung herbeizuführen, erwarte der Verband, dass das Land Niedersachsen moderierend eingreife und Verantwortung übernehme, um eine zeitnahe Entscheidung sicherzustellen.

Falscher Polizist hatte es auf Wertsachen von Hooksieler abgesehen

Friesland/Wangerland (20. 2. 2026) – Die Polizei warnt vor Betrügern, die derzeit im Landkreis Friesland ihr Unwesen treiben. Die Unbekannten rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei haben sie es offenbar auf deren Wertgegenstände abgesehen.

Allein am Dienstag dieser Woche waren nach Polizeiangaben im Raum Zetel sieben derartige Fälle bekannt geworden. Inzwischen habe es auch mehrere Betrugsversuche mit Amtsanmaßung im Jeverland gegeben. 

Bekannte Betrugsmasche

So rief ein männlicher Täter am späten Donnerstagabend bei einem Landwirt aus Hooksiel an. Er gab sich als Polizist aus und erzählte, dass es drei Festnahmen gegeben habe. Zwei Verdächtige seien aber noch flüchtig. Man habe eine Liste mit möglichen Einbruchszielen sicher gestellt, auf der auch der Name des Hooksielers stehe. Dann wollten die vermeintlichen Beamten wissen, ob der Angerufene in seinem Haus Wertsachen habe …

Dem Hooksieler kam das suspekt vor. Er wimmelte die Anrufer mit dem Hinweis ab, dass er ohnehin keine wertvollen Dinge habe und informierte heute früh die Polizei. Wie das Polizeikommissariat Jever gegenüber „Hooksiel-life“ bestätigte, habe es mehrere entsprechende Anrufe in Kommunen im Jeverland gegeben. Bislang ist aber wohl noch kein Fall bekannt, bei dem die falschen Polizisten erfolgreich waren.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Die Polizei geht davon aus, dass es das Ziel des Anrufers ist, durch den Verweis auf angebliche Gefahrenlagen oder Ermittlungen von den Opfern Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen. Diese Betrugsmasche sei seit längerem bekannt. 

Bei unerwarteten Anrufen sei stets Misstrauen ratsam, so die Polizei. „Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.“ Betroffene sollten das Gespräch umgehend beenden und die ihnen bekannte Rufnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle anrufen. Erfreulich sei mit Blick auf die aktuellen Fälle, dass offenbar die Präventionsarbeit der Vergangenheit Wirkung zeige. Schließlich hätten sich alle Betroffenen richtig verhalten.

Landfrauenverein Hohenkirchen öffnet sich für Hooksieler Frauen

Wangerland/Hooksiel (20. 2. 2026) – Der LandFrauenverein Hohenkirchen hat einen neuen Vorstand. Auf der Jahreshauptversammlung im „Schützenhof“ in Jever bestätigten die rund 45 anwesenden Mitglieder Anneliese Leiner und Anke Eden-Jürgens im Amt. Neu hinzugewählt wurden Petra Janssen, Stefanie Reiland, Petra Hauer und Sabine Greiff.

Das Vorstandsteam des LandFrauenvereines Hohenkirchen: (von links) Petra Hauer, Petra Janssen, Sabine Greiff, Anke Eden-Jürgens, Stefanie Weiland und Anneliese Leiner. Foto: Landfrauen

Die Wahl der Hooksielerin Sabine Greiff steht dabei auch für das Angebot, das Wirken des Verein in Richtung Hooksiel auszuweiten. Bekanntlich hatte der eigenständige Landfrauenverein Hooksiel Ende 2025 seine Auflösung beschlossen. 

Christina Harms-Janssen, Marion Wragge, Insa Becker und Heike Haschenbger hatten nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Sie wurden geehrt und für ihr Engagement gewürdigt.

Verein hat 174 Mitglieder

Zuvor hatte das bisherige Vorstandsteam über die positive Entwicklung des Vereins berichtet. „Bei uns im LandFrauenverein läuft es einfach“, lautete das Fazit. Mit derzeit 174 Mitgliedern zählt der Verein zu den größten im KreislandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven.

In den vergangenen vier Jahren habe die Mitgliederzahl deutlich gesteigert werden können. Das Jahresprogramm umfasst kreative Workshops, Vorträge zu aktuellen Themen sowie Tagesfahrten mit dem Fahrrad oder dem Bus. Höhepunkt des vergangenen Jahres war eine zehntägige Rundreise per Bus und Schiff ins Baltikum, die den Teilnehmerinnen in besonderer Erinnerung geblieben ist.

Abwechslungsreiches Programm

Das neue Vorstandsteam zeigt sich hoch motiviert auch künftig ein abwechslungsreiches Programm für Frauen aus dem ländlichen Raum anzubieten. Der Termin für die erste große Veranstaltung steht bereits fest: Für Samstag, 7. März, lädt der LFV Hohenkirchen anlässlich des Internationalen Frauentages unter dem Motto „Auf uns – Landfrauen säen Zukunft“ zu einem Frauenfrühstück in den „Deichgrafen“ nach Förrienerloog (Wangerland) ein. Als Gäste werden Katja Laghusemann, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, sowie Olga Lauts erwartet, die einen Reisebericht über ihr Heimatland Kasachstan vortragen wird.

Verbindliche Anmeldungen werden unter Telefon 04425/2010429 bis zum 1. März angenommen. Weitere Infos zum aktuellen LandFrauen Programm unter www.landfrauen-friesland-wilhelmshaven.de.

Kunst- und Handwerkermarkt im Hooksieler Gästehaus

Hooksiel (20. 2. 2026) – Kunst, Geschenke, schöne Sachen – unter diesem Motto öffnet ein Kunst- und Handwerkermarkt am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Februar, im Gästehaus Hooksiel seine Türen. Verschiedene Aussteller und Ausstellerinnen bieten handgefertigte Arbeiten an. Die Vielfalt der handgefertigten Produkte reicht von besonderen Gemälden und farbenfrohem Patchwork über liebevoll gestaltete Holzarbeiten bis hin zu kunstvollem Schmuck und Kinderspielzeug. 

Wer möchte, kann den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, denn sie erzählen gerne von ihren Ideen, Materialien und den Techniken, mit denen ihre Werke entstehen. „So wird der Marktbesuch zu einem besonderen Erlebnis“, verspricht die Wangerland Touristik GmbH.. Geöffnet ist der Markt an beiden Tagen in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Fischer: Auch bei Investorenmodell bleiben finanzielle Belastungen

Wangerland (19. 2. 2026) – Der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer sieht in der in Erwägung gezogenen Finanzierung des Schulbaus in Hohenkirchen durch einen privaten Investor eine „sinnvolle Alternative“. Er begrüß den Vorschlag der CDU im Gemeinderat ausdrücklich. Es sei eine Möglichkeit, zeitnah zu einer Lösung zu kommen und dem Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule gerecht zu werden, verkündet Fischer in einer Pressemitteilung.

Neubau von Grundschule nötig

Die Grundschule am Alma-Rogge-Weg sei zu klein, um hier den ab August gesetzlich vorgesehenen Ganztagsbetrieb umsetzen zu können. Ein zweigeschossiger Neubau an der August-Hinrichs-Straße hingegen würde Platz für rund 120 Schülerinnen und Schüler samt Fachräumen, Mensa und Multifunktionsraum schaffen. „Ordentliche Unterrichtsräume sind für die Entwicklung unserer Kinder unabdingbar“, so Fischer. „Wenn wir den Ganztagsanspruch ernst nehmen, müssen wir auch die baulichen Grundlagen dafür schaffen.“

Die Empfehlung, einen privaten Investor einzubinden, bewertet Fischer grundsätzlich positiv. Man müsse aber die finanziellen Auswirkungen nüchtern betrachten. „Wir dürfen uns nichts vormachen: Das Problem wird durch ein Investorenmodell nicht gelöst, sondern zunächst verlagert. Eine Pacht ist ebenfalls zu zahlen. Die finanzielle Belastung bleibt – sie verteilt sich lediglich anders.“ 

Gemeinde braucht mehr Einnahmen

Das strukturelle Problem der Gemeinde bleibe. „Uns fehlen zunehmend die notwendigen finanziellen Mittel, um unsere Pflichtaufgaben und die Ertüchtigung unserer kommunalen Infrastruktur aus eigener Kraft zu bewältigen. Das betrifft nicht nur die Schule, sondern viele Bereiche.“ 

Um dem entgegen zu wirken, müsse die Gemeinde ihre Einnahmen stärken und die Ausgaben konsequent prüfen. Konkret fordert Fischer die Erschließung neuer Gewerbeflächen. „Wir müssen unseren Unternehmen vor Ort ermöglichen, sich zu erweitern, und gleichzeitig auswärtigen Betrieben die Ansiedlung im Wangerland attraktiv machen. Neue Gewerbegebiete kosten zunächst Geld und brauchen Zeit, bis sie sich rechnen. Aber langfristig sind sie ein entscheidender Baustein, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern.“ 

Debatte um automatische Anpassung der Krippengebühren

Wangerland (19. 2. 2026) – Der Begriff klingt sperrig: Krippenbenutzungs- und Verpflegungsgebührensatzung. Im Kern geht es darum, wie viel Geld Eltern dafür an die Gemeinde Wangerland zahlen müssen, dass ihr Kind in einer Krippe betreut und in der Kindertagesstätte oder der Grundschule mit Mittagessen versorgt wird. 

Zuletzt wurden diese je nach Einkommen der Eltern gestaffelten Gebühren im Sommer 2025 angehoben – nachdem sie zuvor über Jahre stabil gehalten worden waren. Künftig, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, soll die Anpassung mehr oder weniger automatisch von Jahr zu Jahr erfolgen. Der Vorschlag, die Gebühren an die vom Bundesamt für Statistik im Frühjahr ermittelte Preissteigerung zu koppeln, wurde jetzt im Sozialausschuss des Gemeinderates diskutiert. 

Während die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) mit Blick auf den Haushalt der Gemeinde der Beschlussvorlage zustimmte, lehnten die SPD-Vertreter die eigentlich schon 2025 vereinbarte Systemänderung mit dem Hinweis ab, dass viele Familien ohnehin schon finanziell stark belastet seien. Die in der ZUW zusammengeschlossenen Unabhängigen enthielten sich. Wie die Politik letztlich entscheidet, wird sich damit erst in der Ratssitzung zeigen.

Dabei geht es eher ums Prinzip. Die nach dem aktuellen Preisindex für August 2026 geplanten Anpassungen sind überschaubar. Danach würde die Krippennutzungsgebühr um 1,50 Euro im Monat auf 132,50 Euro steigen. Der Preis für die Verpflegung an den Grundschulen steigt zum Teil um 0,50 Euro im Monat.

Schwerverletzte in „Friesland-Kliniken“ gut aufgehoben

Sande/Wangerland (19. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ am Standort Sanderbusch sind erneut von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als regionales Traumazentrum (RTZ) zertifiziert worden. Damit nehmen sie in dem seit 2008 bestehenden Traumanetzwerk der Region Oldenburg-Ostfriesland als eines von vier RTZ weiter eine herausgehobene Stellung bei der Versorgung Schwerverletzter ein. 

Freut sich über die Anerkennung seiner Arbeit: Der Leitende Arzt des Regionalen Traumazentrums Egbert Stepanek. Foto: Friesland-Kliniken
 

Geschäftsführerin Petra Hohmann dankte dem Team der Unfallchirurgie und Orthopädie um Chefarzt Dr. Peter Bichmann und dem Leitenden Arzt Egbert Stepanek als Leiter des RTZ sowie den weiteren beteiligten Abteilungen. „Bei unseren fachlichen, technischen und strukturellen Voraussetzungen befinden wir uns in der Traumaversorgung auf einem sehr hohen Niveau und sind erstklassig auf die Behandlung von schweren und komplexen Verletzungen eingestellt“, betont Stepanek. Jährlich werden nach Klinikangaben im RTZ rund 70 schwerverletzte Patienten behandelt.

Kooperation mit Wilhelmshaven

Die Re-Zertifizierung war mit hohem Arbeitsaufwand verbunden. Dabei wurde unter anderem auch eine Kooperation im Bereich der Gefäßchirurgie mit dem „Klinikum Wilhelmshaven“ sowie der Aufbau einer radiologisch gestützten endovaskulären Gefäßversorgung umgesetzt, die vor allem bei Schlaganfällen eine wichtige Rolle spielt. 

Die externen Gutachter bescheinigen den „Friesland-Kliniken“ eine hohe Kompetenz und Qualität bei der Versorgung von Traumapatienten, die mit durch äußere Gewalt verursachten schweren Verletzungen eingeliefert werden. Zu komplexen Verletzungen zählen beispielsweise schwere Schädel-Hirn-Traumata, komplizierte Frakturen an Becken, Wirbelsäule, Armen oder Beinen, die operiert werden müssen, sowie Gefäßverletzungen oder schwere Verletzungen des Brustkorbs (Thorax). Auch Patientinnen und Patienten mit Polytrauma, also mit mehreren Verletzungen gleichzeitig, werden im Traumazentrum versorgt. 

Rund um die Uhr im Einsatz

Ein RTZ muss eine 24/7-Notfallversorgung von Schwerverletzten gewährleisten, einen Hubschrauberlandeplatz, bestimmte Fallzahlen sowie Spezialabteilungen inklusive entsprechender bildgebender Technik, hochwertig ausgestattete OP-Säle und Eingriffsräume sowie einen Schockraum mit umfassender und modernster Technik vorweisen können. Zudem spielt die personelle Ausstattung und Qualifikation und damit die kontinuierliche Fortbildung der Mediziner und Pflegekräfte eine wichtige Rolle. 

Wettspaß im Wiedel und mahnende Worte zum Aschermittwoch

Wangerland (18. 2. 2026) – Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in den Karneval-Hochburgen. In Norddeutschland fängt dann aber Manches erst so richtig an. Daran erinnerte Johann-Wilhelm Peters von der SPD-Wangerland bei der traditionellen, in diesem Jahr von den Wangerländern ausgerichteten Aschermittwochs-Wette, zu der sich seit über 40 Jahren Sozialdemokraten aus Wangerland, Schortens und Jever am gemeinsamen Grenzstein am „Dreiländereck“ im Wiedel treffen. Dabei auch die drei Bürgermeister Mario Szlezak (Wangerland), Gerhard Böhling (Schortens) und Jan Edo Albers (Jever).

Werteten die Aschwermittwochs-Wette im Wiedel aus: (von links) Jan Edo Albers (Jever), Hans Müller, Gerhard Böhling (beide Schortens) Wettpatin Ermana Nurkovic (Schortens) und Mario Szlezak (Wangerland). Foto: hol

Beim anschließenden Grünkohlessen im „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen erinnerte Peters im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies an Gerhard Schröder, der in seiner Karriere zweimal als Gast bei der Aschermittwochs-Wette dabei war. „Nach dem ersten Mal wurde er Ministerpräsident, nach dem zweiten Mal Bundeskanzler.“

Sorge um die Demokratie

Lies beteuerte, dass er trotz dieses Vorbilds keinen Wechsel nach Berlin anstrebe. Er appellierte aber an die Genossen aus den drei Kommunen, selbstbewusster mit den Traditionen der Region umzugehen. Dazu gehöre auch das Grünkohlessen.

Johann-Wilhelm Peters erinnerte Ministerpräsident Olaf Lies (links) daran, dass die Teilnahme an der Aschermittwochs-Wette durchaus ein politisches Sprungbrett sein kann. Foto: hol

Aber der Ministerpräsident schlug zum Karneval-Ausklang auch nachdenkliche Töne an. Er sorge sich um die Zukunft der Demokratie. Es werde immer schwieriger, im komplizierten Geflecht der Zuständigkeiten Themen zu vermitteln. „Den Bürgern ist es egal, ob die Straße dem Bund, dem Land oder der Gemeinde gehört – ihnen reicht es, wenn sie kaputt ist.“ Lies warb angesichts lauter werdender Rufen nach schnellen Entscheidungen dafür, für den demokratischen Weg zu werben: Mehrheiten suche, debattieren, Lösungen präsentieren.

Medienvielfalt in Gefahr

Es sei notwendig, die Demokratie vor ihren Feinden zu schützen, sagte Lies, und erinnerte an die Einstufung der niedersächsischen AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz. „Verfassungsfeinde haben bei uns keinen Platz, egal ob sie von Links kommen oder von Rechts.“

In Gefahr sieht Lies auch die Medienvielfalt im Land. Durch die Überflutung der Gesellschaft durch digitale Kanäle würde insbesondere lokalen Tageszeitungen und privaten Radio- und Fernsehsendern die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zudem müssten seiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche stärker vor Inhalten aus so genannten „Sozialen Medien“ im Internet geschützt werden. 

Wette am Grenzstein

Dass auch analoge Medien durchaus noch Anziehungskraft haben, bewies das kursierende Gästebuch, in dem sich die Teilnehmer der zurück liegenden Aschermittwochs-Wetten im Wiedel verewigt haben. Dabei ist das Prozedere seit Jahrzehnten unverändert. Die SPD-Fraktionen der drei Gebietskörperschaften geben im Vorfeld eine Wette ab, ob der Grenzstein trocknen Fußes zu erreichen ist oder nicht. Die Aufgabe der Wettpatin hatte Ermana Nurkovic inne, die in Schortens für die SPD fürs Bürgermeisteramt kandidiert. 

Wichtig bei der Auswertung der Wette ist dann, dass immer derjenige gewinnt, der die Veranstaltung im nächsten Jahre ausrichten soll. Insofern war es kein Zufall, dass die SPD Schortens Wettsieger wurde – obwohl auch die Jeveraner auf „nass“ gesetzt hatten. Die Entscheidung sei angesichts dieser Patt-Situation durch ein Schnick-Schnack-Schnuck gefallen, sagte die aus Hannover stammende Ermana Nurkovic und bewies damit, wie schnell man friesländische Sitten erlernen kann.