Wangerland/Schillig (13. 8. 2026) – Die Eröffnung des Anbaus am Wikinger-Cafe am Strand von Schillig könnte sich noch hinziehen. Auf der Baustelle herrscht seit einigen Wochen Ruhe. Der Grund dafür wurde am Mittwochabend bekannt.
Baustopp am Strand von Schillig: Aktuell ruhen die Arbeiten am fast fertigen Anbau (links) an das Bäckereigebäude. Foto: hol .
Nach einer entsprechenden Frage eines Zuhörers sagte Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland), dass es für das Projekt keine Baugenehmigung gebe. Deshalb seien die Arbeiten gestoppt worden. Dazu, wieso es bei dem Prestigeobjekt zu derartigen Schwierigkeiten kommen konnte, gab es keine Informationen. Auch der Landkreis Friesland als Baugenehmigungsbehörde hielt sich auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bedeckt. „Da es sich um ein privates Bauvorhaben handelt, ist der Landkreis nicht befugt, weitere Informationen zu veröffentlichen. Der Landkreis ist gegenüber dem Bauherrn bzw. Eigentümer zur Vertraulichkeit verpflichtet.“
Bauherr des Gebäudes, in dem eine Bäckerei und ein Eis- und Food-Café, jeweils mit Außenterrasse zum Strand, untergebracht sind, ist die Lorenz Bäcker Victobur GmbH (Aurich). Sie hatte das sehr gut angenommene Gebäude 2024 in Betrieb genommen. Anfang dieses Jahres sollte das Objekt um einen Anbau für 30 weitere Sitzplätze mit Blick aufs Meer erweitert werden.
Die Ursprungsinvestition erfolge in enger Absprache mit der Wangerland Touristik GmbH, die als Verpächter auftritt und für den gastronomischen Betrieb in einem Nebengebäude die Toiletten vorhält. Eine vor Tagen auf den Weg gebrachte Anfrage von „Hooksiel-Life“ bei dem Bäckerei-Unternehmen zu den aktuellen Problemen bliebt bislang unbeantwortet.
Friesland (13. 8. 2026) – Weniger Transporte von Kleinstmengen, besser gebündelte Fahrten und eine wirtschaftlichere Organisation der Sperrmüllabfuhr: Das verspricht sich der Landkreis Friesland von der Neuregelung, die zum 1. August Kraft getreten ist. Unabhängig davon bleiben pro Haushalt zwei Sperrmüll-Abholungen pro Kalenderjahr kostenfrei.
Zwei Sperrmüll-Abfuhren im Kalenderjahr pro Haushalt bleiben kostenfrei. Archiv-Foto. hol
Die Auswertung der bisherigen Sperrmüll-Anmeldungen hatte gezeigt, dass ein Teil der Haushalte das Angebot überdurchschnittlich häufig genutzt hat. Rund ein Viertel der Haushalte bestellte die Abfuhr mehr als zweimal jährlich. In Einzelfällen sei nahezu monatlich eine Abholung beauftragt worden. Zum Teil für sehr geringe Mengen wie etwa einzelne Möbelstücke oder Kleingeräte. Solche Kleinstmengen würden aber denselben organisatorischen und logistischen Aufwand wie größere Abholungen verursachen.
Dritte Abfuhr kostet 52,55 Euro
Zwei Sperrmüll-Abfuhren pro Kalenderjahr und Haushalt bleiben kostenfrei. Neu ist, so der Landkreis, dass für eine Anmeldung eine Mindestmenge von einem Kubikmeter gilt. Ab der dritten Anmeldung im Kalenderjahr wird eine Anfahrtsgebühr von 52,55 Euro je Auftrag erhoben. Auch eine gemeinsame Anmeldung mit Nachbarinnen und Nachbarn ist möglich.
Zum Sperrmüll zählen grundsätzlich sperrige Gegenstände aus privaten Haushalten, die zur Wohnungseinrichtung gehören und aufgrund ihrer Größe oder Beschaffenheit nicht über die Restabfall- oder Wertstofftonne entsorgt werden können. Nicht dazu gehören beispielsweise Türen, Fenster, Parkett, fest eingebaute Gegenstände oder Gartenbauten wie Zäune oder Schuppen.
Elektro-Altgeräte werden im Rahmen der Sperrmüllabfuhr mitgenommen. Darüber hinaus können sie auch über die gesetzliche Rückgabepflicht des Handels oder andere Entsorgungswege entsorgt werden.
Problemstoff-Sammlung im Wangerland
Farben, Lacke, Altmedikamente und andere Problemstoffe gehören nicht zum Sperrmüll und dürfen auch nicht über die Restabfall- oder Wertstofftonne entsorgt werden. Hierfür stehen die Entsorgungsanlagen sowie die mobile Problemstoff-Sammlung zur Verfügung. Einen entsprechenden Termin gibt es an diesem Freitag, 14. August, von 11.15 bis 12 Uhr am ZOB-Parkplatz an der Friesenstraße in Hooksiel (Hohenkirchen, Bismarckplatz 8.45 bis 9.30; Horumersiel, Zum Hafen, 10 bis 10.45 Uhr; Waddewarden, Bushaltestelle, 13.15 bis 14 Uhr)
Friesland (12. 8. 2026) – In Friesland treiben wieder „falsche Polizisten“ ihr Unwesen. Ihre Masche ist altbekannt. Die Unbekannten rufen zumeist ältere Bürger an, geb n sich am Telefon als Polizisten aus und versuchen dann mit verschiedenen Tricks an die Wertsachen ihrer Opfer heranzukommen.
Aktuell sind sie in Zetel zweimal gescheitert, weil die Angerufenen gut reagiert haben, so die Polizei. Am Dienstag seien gleich mehrere entsprechende Anrufe gemeldet worden. In einem Fall erhielt eine 76-jährige Frau gegen 10.55 Uhr einen von einem Mann, der sich als Kriminalpolizist des Polizeikommissariats ausgab. Der Anrufer berichtete von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft. Die Frau habe richtig reagiert und vorgegeben, dass sich die Polizei bereits bei ihr befinde. Daraufhin sei das Gespräch unmittelbar beendet worden, schildern die (echten) Ermittler.
Gegen 12.05 Uhr erhielt eine 82-Jährige einen ähnlichen Anruf. Auch hier gab sich der Anrufer als Polizeibeamter aus. Er berichtete von einem angeblichen Überfall auf eine Frau. Bei dieser sei ein Zettel mit den persönlichen Daten der 82-Jährigen gefunden worden. Unter dem Vorwand, ihr Vermögen schützen zu wollen, sollte die Seniorin ihr Geld an die vermeintliche Polizei übergeben. Auch sie ging nicht auf die Forderungen ein.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin: Echte Polizeibeamte fordern niemals am Telefon die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen. Auch werden Bürgerinnen und Bürger nicht aufgefordert, ihr Vermögen zur vermeintlichen Sicherung an Polizeibeamte zu übergeben.
Friesland/Wangerland (11. 8. 2026) – Frieslands Fischer hoffen auf die Unterstützung von Ministerpräsident Olaf Lies. In einem offenen Brief haben die Jadefischer an den SPD-Politiker aus Sande appelliert, sich für den Erhalt von Produktionsflächen und Fanggründen für die niedersächsischen Fischer einzusetzen – insbesondere im Jadebusen und im Wattenmeer vor der Gemeinde Wangerlrand.
Krabbenkutter vor der Küste des Wangerlandws gehören noch zum täglichen Bild. Künftig sollen weite Teile des Wattenmeeres für den Fischfang gesperrt werden. Für die Fischer aus Hooksiel und Horumersiel könnte das das Aus bedeuten. Archiv-Foto: Klaus Schreiber
Die aktuell vom Umweltministerium und vom Landwirtschaftsministerium, beide unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen, vorliegenden Entwürfe für Fischerei-Ausschlussgebiete würden die Existenz der Fischereibetriebe im Landkreis Friesland gefährden und das Ende des traditionellen Krabbenfangs vor Ort bedeuten.
Gespräch mit Ministerpräsidenten
Auf den Einfluss des Ministerpräsidenten hoffen auch die Kommunen. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, habe auf Initiative von Bürgermeister Mario Szlezak eine gemeinsame Videokonferenz mit Ministerpräsident Lies, Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Staatskanzlei stattgefunden. Ausgangspunkt dabei seien die Sorgen der Fischereibetriebe aus Hooksiel und Horumersiel gewesen, deren traditionelle Fanggründe unmittelbar vor Hooksiel, Horumersiel und im Bereich Minsener Oog betroffen sind.
„Für mich war klar, dass wir diese Sorgen nicht einfach weiterreichen können. Wenn unsere Fischer deutlich machen, welche Folgen die geplanten Flächen für ihre Betriebe haben können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Situation auf Landesebene gehört und sorgfältig geprüft wird“, so Szlezak. Lies habe sich die Zeit genommen, die Anliegen aufzunehmen. Wangerland, Varel und der Landkreis hätten die besondere Situation der friesischen Küstenfischerei und die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Fischerei-Ausschlussgebiete ausführlich dargestellt. Der Ministerpräsident habe Unterstützung zugesagt, dass die friesischen Anliegen zumindest noch einmal geprüft werden.
Fischerei auch touristisch von Bedeutung
Es gehe nicht darum, Naturschutz und Fischerei gegeneinander auszuspielen. „Wir wollen ein geschütztes und intaktes Wattenmeer“, so Szlezak. „Gleichzeitig müssen unsere Fischer auch künftig eine wirtschaftliche Perspektive haben.“ Ähnlich Wagner: „Die Küstenfischerei ist für unsere Region wirtschaftlich, touristisch und kulturell von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Interessen der Fischer aus Varel und dem Wangerland gemeinsam vertreten. Bei der weiteren Flächenplanung muss genau geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Betriebe vor Ort hat.“
Rolf Neuhaus, Planungsdezernent beim Landkreis, machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Fischerei-Ausschlussgebiete nicht isoliert betrachtet werden dürften. Die Küstenfischerei werde bereits durch bestehende und künftig hinzukommende Nutzungen wie Schutzgebiete, Leitungstrassen, Offshore-Nutzungen und weitere Flächenansprüche im Küstenraum eingeschränkt. Neuhaus: „Entscheidend ist die Summe aller bestehenden und geplanten Nutzungen im Küstenmeer. Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welche Räume der Fischerei tatsächlich noch zur Verfügung stehen.“
Wangerland und Varel nicht gehört
Wangerland, Varel und der Landkreis sehen die Einbindung der unmittelbar betroffenen friesischen Kommunen in den „Fischereidialog“ kritisch. Zwar waren mit mit Greetsiel, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste drei Kommunen zum Dialog geladen. Die Bemühungen von Szlezak, ebenfalls dazukommen zu dürfen, waren jedoch mir dem Argument abgelehnt worden, man wolle eine arbeitsfähige Größe der Gesprächsrunde wahren.
Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: Krabbenkutter im Alten hafen von Hooksiel. Archiv-Foto: hol
Aus Sicht der Friesen wurden auch deshalb die Belange der konkret betroffenen friesischen Küstenkommunen nicht ausreichend abgebildet. Aus ihrer Sicht muss die bisherige Gebietskulisse im weiteren Verfahren noch einmal sorgfältig betrachtet werden. „Wir erwarten, dass diese Flächen noch einmal gemeinsam mit allen unmittelbar Betroffenen überprüft und diskutiert werden.“
Aus Sicht der Kommunen muss der weitere Dialog ergebnisoffen geführt werden. „Wenn sich aus den Gesprächen, den Erfahrungen der Fischer und der fachlichen Bewertung ergibt, dass bestimmte Flächen für die heimische Fischerei von besonderer Bedeutung sind oder alternative Gebietszuschnitte einen vergleichbaren naturschutzfachlichen Nutzen ermöglichen, muss es auch möglich sein, die bisher vorgesehenen Flächen zu verändern.“
Offener Brief der Fischer
Die Fischer würden über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit ihren Fanggebieten, den Strömungsverhältnissen, den Beständen und den Veränderungen im Küstenmeer verfügen. Dieses Wissen müsse ebenso in die Abwägung einfließen wie die naturschutzfachlichen Erkenntnisse.
Ihre Sicht der Dinge haben Frieslands Fischer bereits in einem offenen Brief an Ministerpräsident Lies dargelegt. Auch sie fordern: „Die jetzigen Gebietsvorschläge müssen überarbeitet werden.“
Der Suchraum für die geplanten fischereifreien Zonen vor der Küste des Wangerlandes Ende 2025 (links, „Blaue Balje“) im Vergleich zum aktuellen Vorschlag aus dem Juni dieses Jahres. Da reicht das Gebiet bis zum Hooksieler Außenhafen.
Die Fischerei habe sich intensiv und produktiv an dem Dialog beteiligt und auch die Ausweisung von zehn Prozent des Wattenmeers als Fischerei-Ausschlussgebiete akzeptiert – obwohl bereits zahlreiche Gebiete durch andere Nutzungen weggefallen seien. Man habe auch einem Sperrgebiet im Jadebusen zugestimmt, für das freiwillig eine Muschelkultur aufgegeben werden muss. Ebenso der Sperrung der „Blauen Balje“, obwohl dort vier Saatbänke der Muschelfischer und wichtige Fanggebiete der ortsansässigen Fischer betroffen wären.
Auf Wunsch der Umweltverbände sei dann aber das Sperrgebiet entlang der gesamten Küste vor der Gemeinde Wangerland bis zum Hooksieler Außenhafen erweitert worden. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, bedeute das, dass „die Krabbenkutter von Horumersiel und Hooksiel aufgeben und abwandern müssen“, heißt es in dem Brief an Lies.
Aus ökologischer Sicht sinnlos?
Besonders beklagen die Fischer, dass es aus ihrer Sicht für die Erweiterung des Sperrgebietes „keinerlei ökologisch sinnvolle Begründung“ gibt. Die Hoffnung, dass sich in dem Sperrgebiet wieder Borstenwürmer („Sabellaria“ ) ansiedeln könnten, sei illusorisch. „Das hat schon im bisherigen Sperrgebiet vor dem Außenhafen Hooksiel nicht geklappt und wird auch nicht durch eine flächenmäßige Erweiterung erfolgen.“ Gründe dafür seien unter anderem Hafenbaggerungen und die Fahrbahnvertiefung.
Das Argument, das zusätzliche fischereifreie Gebiete letztlich auch der Fischerei selbst zugute kämen, weil sich dort der Bestand an Krabben und Muschel besser erholen könne, ist nach Überzeugung der Fischer „ökologischer Unsinn“. Belege dafür seien das letzte Rekordjahr der Krabbenfischerei und der diesjährige Massenbrutfall der Miesmuscheln. „In dem extremen Lebensraum Wattenmeer verfügen die ansässigen Arten über eine Massenreproduktion, um auch nach Eiswintern oder extremen Witterungsverhältnissen die Fortpflanzung zu sichern.“
Krabbenfang vor dem Aus
In ihrem Brief an den Ministerpräsidenten bitten die Jadefischer Olaf Lies darum, ihnen zumindest die nötige Zeit zu verschaffen, den Fischerei-Dialog gerecht und fachlich fundiert zu Ende zu führen. Andernfalls drohe ihm, dass sein Wahlkreis zukünftig fischereifrei sei und die dortigen Häfen keine Kutter mehr beherbergen.
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Festlegung möglicher Fischerei-Ausschlussgebiete soll im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Dafür sind weitere formale Beteiligungsschritte vorgesehen.
Wangerland (12. 8. 2026) – Wie gut sind wir im Wangerland aufgestellt, wenn plötzlich ein medizinischer Notfall eintritt? Das wollen die Grünen bei ihrem nächsten „Grünen Treffpunkt Wangerland“ besprechen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 18. August, ab 19 Uhr im Bürger- und Kulturhaus Friederikensiel statt.
Im Rahmen der Veranstaltung soll unter anderem erörtert werden, wie öffentlich zugängliche Defibrillatoren möglichst flächendeckend in den Wangerländer Ortschaften verfügbar gemacht und Erste-Hilfe-Angebote und Schulungen zur Wiederbelebung gestärkt werden können. Vor Ort besteht auch die Möglichkeit, Wiederbelebungsmaßnahmen unter professioneller Anleitung selbst zu üben.
Bei der lockeren Gesprächsrunde können Bürger können ihre eigenen Erfahrungen und Ideen einbringen. Zugleich besteht die Gelegenheit, mit den Kandidierenden von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen.
Hooksiel (11. 8. 2026) – Eine Strategie, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und dann ein beherzter Schlag. Das sind die Erfolgsgaranten beim Golf. Von alledem konnten die prominenten Testspieler bei der offiziellen Eröffnung der Adventure-Golf-Anlage mit dem Namen „Gulf-Golf“ an der Hooksieler Wasserskianlage etwas bieten. Aber halt (noch) nicht alles zusammen.
Hans-Ott Vogt und Anja Seidl-Vogt (auf dem Kutter rechts) begrüßten zahlreiche Gäste zu Einweihung ihrer Adventure-Golf-Anlage. Neben ihnen (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ministerpräsident Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland. Foto: hol
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies benötige den einen oder anderen Schlag mehr als gewünscht, um die maritim gestalteten Hindernisbahnen zu bewältigen und den Ball letztlich einzulochen. Aber nicht nur deshalb dürfte er dem Inhaber der Wasserskisanlage Hans-Ott Vogt und dessen Frau Anja Seidl-Vogt versprochen haben. „Ich komme am Wochenende wieder zum Familienausflug.“
Abschlag vom Deck eines Kutters
Die neue Adventure-Golf-Anlage ist allemal einen Besuch wert. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern stellen 18, liebevoll gestaltete Bahnen die Spielerinnen und Spieler vor sportliche Herausforderungen. So sind die mit 2500 Quadratmetern Kunstrasen belegten Spielflächen länger als die von herkömmlichen Minigolf-Anlagen – und die individuell gestalteten Hindernisse stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Hier muss der Ball vom Deck eines elf Meter langen, zerbrochenen Fischkutters abgeschlagen werden, dort führt die Spielbahn unter einem Brücke hindurch. Wenige Meter weitere verschwindet der Ball in einem Leuchtturm.
Eine ruhige Hand und ein gutes Auge bewies Olaf Lies bei einer Proberunde auf der Golfbahn an der Wasserskianlage. Foto: hol
150 Tonnen Wasserbausteine, Möwen, Tampen, Seehunde, Fischernetze. Dazu ein gebrochener Deich und ein Kojer, der die Spieler beobachtet. „Gulf-Golf“ steht ganz im Zeichen des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeres. „Das ist fast schon ein kleiner außerschulischer Lernort“, sagte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der die Anlage zusammen mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland eröffnete.
Tourismus schafft Mehrwert
Lies würdigte den unternehmerischen Mut der Familie Vogt und die Bedeutung von immer neuen Ideen für den Tourismus. Dabei seien die touristischen Angebote nicht nur für Urlauber attraktiv, sie erhöhten auch die Lebensqualität für die Menschen an der Küste. „Tourismus schafft für uns alle einen Mehrwert.“
Hans-Ott Vogt blickte in seiner Begrüßungsrede vor gut Hundert geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Ratsmitglieder und Behördenvertreter, am Montagnachmittag auf die 46-jährige Geschichte des Familienbetriebes zurück. Wasserskianlage, Aqua-Park, eine mehrfach erweiterte Gastronomie – und jetzt die Millionen-Investition in die Golfanlage, durch die in erster Linie die Saison verlängert werden soll. „Adventure-Golf kann bei fast jedem Wetter gespielt werden“, sagte Vogt. Durch die Investition, an der sich das Land Niedersachsen mit rund 400.000 Euro beteiligt hat, würden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene ganzjährig gesichert.
Noch Resstarbeiten
Die Anlage ist barrierefrei und ganzjährig nutzbar. Was noch aussteht, ist die ausführliche Beschilderung der 18 Bahnen sowie der Bau einer Flutlichtanlage und eines kleinen Betreuungsgebäudes, in dem unter anderem 250 Golfschläger und 450 Golfbälle ausgegeben werden sollen. „Dafür benötigen wir einen Bebauungsplan“, sagte Vogt. Daran, dass das nötige Baurecht zügig eingelocht werden wird, ließen die Festredner von Land, Landkreis und Gemeinde keinen Zweifel. Vogt: „Ich bin stolz und glücklich.“
Hooksiel (10. 8. 2026) – Die Gemeinde Wangerland und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen, um die Entwässerungssituation im Wangerland und insbesondere in Hooksiel weiter zu untersuchen.
Immer wieder muss in Hooksiel nach Starkregenfällen die Feuerwehr ausrücken, um Gräben und Gärten leer zu pumpen. Gemeinde und OOWV wollen gemeinsam nach Wegen für eine verbesserte Entwässerung suchen. Archiv-Foto: Feuerwehr
Im Mittelpunkt stand laut einer gemeinsamen Pressemitteilung die Frage, wie die bestehenden Entwässerungsstrukturen weiter verbessert und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden können. Dabei wurden die bekannten Problembereiche in Hooksiel gemeinsam betrachtet und erste mögliche Lösungsansätze erörtert.
Situation soll genau untersucht werden
Grundlage für die weitere Arbeit ist unter anderem der Generalentwässerungsplan, mit dem die bestehenden Systeme umfassend untersucht und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden sollen. „Die vergangenen Starkregen-Ereignisse haben sehr deutlich gezeigt, wie belastend die Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hooksiel ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Mir ist wichtig, dass wir zu nachhaltigen und verlässlichen Lösungen kommen. Deshalb werden wir mit dem OOWV die Entwässerungssituation genau untersuchen und parallel dazu bereits konkrete Maßnahmen entwickeln, die fachlich sinnvoll sind und dauerhaft zu einer Verbesserung beitragen können.“
Versammlung mit Hooksielern geplant
„Eine leistungsfähige Entwässerung ist gerade mit Blick auf zunehmende Starkregen-Ereignisse von großer Bedeutung“, betont auch Bernd Janssen, Regionalleiter des OOWV. Wichtig sei eine gemeinsame Herangehensweise von gemeinde und Verband. „Deshalb ist es richtig, die vorhandenen Strukturen gemeinsam zu analysieren und mögliche Maßnahmen fachlich zu bewerten.“
Bereits erarbeiteten Ansätze sollen weiter vertieft und mit der unteren Wasserbehörde abgestimmt werden. Dabei sollen auch die Erfahrungen und Beobachtungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen werden. Gemeinde und OOWV planen deshalb zu einer Anwohnerversammlung in Hooksiel. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt, weitere Hinweise aufgenommen und mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert werden.
Über Termin und Ort der Veranstaltung wird die Gemeinde Wangerland rechtzeitig informieren.
Hooksiel (10. 8. 2026) – Ein Camper in Hooksiel muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten. Dem Hundehalter wird vorgeworfen, seinen Hund am Sonntagmorgen gegen 8.41 Uhr unbeaufsichtigt über einen Campingplatz in Hooksiel laufen gelassen zu haben. Der Vierbeiner verletzte zwei andere Camper. Die Polizei ermittelt.
Nach bisherigen Erkenntnissen lief der Hund unbeaufsichtigt über die Zeltwiese. Als eine Frau ihr Kind schützen wollte, so die Polizei, sei sie von dem Hund in den linken Oberarm gebissen worden. Kurz darauf habe der Hund einen weiteren Campinggast in den linken Oberschenkel gebissen, als dieser versucht hatte, den Hund von seinen persönlichen Gegenständen fernzuhalten.
Beide Geschädigten erlitten Bissverletzungen und wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an.
Hooksiel (10. 8. 2026) – Und schon wieder hat es im Hooksieler Freizeitgelände unweit der Wasserskianlage gebrannt. Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden aus, um das Feuer zu löschen. Zuvor war eine Rauchentwicklung in dem Waldgebiet gemeldet worden.
Mit vereinten Kräften bekämpften Mitarbeiter der Wasserskianlage und der Feuerwehen aus Hooksiel und Waddewarden den Vegetationsbrand im Hooksieler Freizeitgelände. Gemeinsam gelang es, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Foto: Feuerwehr
Bereits am 15. Juli hatte es nahezu an derselben Stelle einen Vegetationsbrand gegeben. Auch dieses Mal, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, hätten die Mitarbeitenden der Skiterassen vorbildlich reagiert und bereits vor Eintreffen der Feuerwehren erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern eingeleitet. „Dadurch konnte das Feuer frühzeitig eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.“
Wärmebildkamera im Einsatz
Während die Hooksieler Feuerwehrleute gegen das Feuer vorrückten, stellte die Feuerwehr aus Waddewarden sicher, dass genügend Löschwasser zur Verfügung stand. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von vier mal zehn Meter ausgebreitet. Nach den eigentlichen Löscharbeiten wurden die betroffene Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei wurden noch mehrere Glutnester identifizier. Nöchel: „Auch tiefer im Erdreichhaben wir noch Temperaturen von 50 bis 60 Grad gemessen.“
Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Skiterrassen wurde der betroffene Boden mithilfe eines Radladers aufgewühlt. Dadurch konnten auch tieferliegende Glutnester freigelegt und anschließend mit reichlich Wasser abgelöscht werden.
Brandstiftung nicht auszuschließen
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Fachleute halten eine Selbstentzündung von trockenem Gras oder eine technische Ursache, etwa ein defektes Gerät, für unwahrscheinlich. Eine fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung ist nicht auszuschließen.
Horumersiel (10. 8. 2026) – Der Seebadeverein Horumersiel und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe Horumersiel-Schillig wollen den Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn fühlen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Freitag, 28. August, wollen sie von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und dessen Herausforderern Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) wissen, wie die Zukunft des Wangerlandes und Horumersiels aussehen soll.
Stellen sich den Fragen der Bürger: die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thies Fischer, Mario Szlezak und Bernd Abrahams. Foto: privat
Im Rahmen der Veranstaltungen sollen auch Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu richten. Schwerpunktthema dürfte dabei auch die touristische Entwicklung der Gemeinde werden.
Der Bürgermeister, der ab November acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen soll, wird bekanntlich im Rahmen der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, neu gewählt. Die öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Horumersiel.