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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Schneewehen sorgten für Chaos auf den Straßen

Wangerland (9. 1. 2025) – Meterhohe Schneewehen, chaotische Verhältnisse auf den Straßen, dazu ein eisiger Wind mit starken Böen. Das vom Wetterdienst angekündigte Winterwetter hat heute das Wangerland und weite Teile Frieslands und Wilhelmshavens lahm gelegt.

Im Laufe des Tages mussten eine ganze Reihe von Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden. Zum Teil waren Wagen von der Straße abgekommen, zum Teil blieben sie im Schnee stecken und blockierten den Verkehr. Räumdienste, Feuerwehren und Landwirte waren den ganzen Tag über im Einsatz, um die bis zu drei Meter hohen Wehen zu beseitigen, Betroffenen zu helfen und Fahrerinnen und Fahrern mit besonders dringlichen Anliegen den Weg zu bahnen. Dazu gehörten unter anderem mobile Pflegedienste, aber auch die Molkereifahrzeuge, die Milch von den landwirtschaftlichen Betrieben abholten.

Etliche Straßen nicht passierbar

Im Gebiet der Gemeinde Wangerland waren zahlreiche Straßen nicht mehr befahrbar. Bereits im Laufe des Vormittags war die Straße nach Mederns gesperrt worden. Besonders stark betroffen auch die Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Horumersiel. Zeitweise steckten hier nach Darstellung der Feuerwehren um die 20 Fahrzeuge fest. Gegen Abend fuhren sich im Bereich des Windparks Bassens ein Traktor und ein Lkw fest. Die Fahrbahn war zeitweise vollständig blockiert.

Ein generelles Fahrverbot gab es im Wangerland aber nicht. Bei entsprechenden Verlautbarungen in den sozialen Medien handelte es sich um so genannte Fake-News. Allerdings wurden der Busverkehr und die Abfallbeseitigung komplett eingestellt. Die Busse werden frühestens wieder am Sonntag fahren. Die Schule waren am Freitag ohnehin geschlossen.

Dank an Landwirte

Katastrophenalarm löste die Stadt Wilhelmshaven am Nachmittag für ihre Dörfer Sengwarden und Fedderwarden aus. Beide Dörfer waren nach massiven Schneeverwehungen zeitweise abgeschnitten. Nach Darstellung der Polizei waren insbesondere die Hooksieler Landstraße, die Roffhauser Landstraße sowie die Langewerther Landstraße nahezu unpassierbar. Gleiches galt im friesländischen Südkreis für die die Blauhander Straße von Sande kommend in Richtung Zetel sowie die Bockhorner Straße zwischen Steinhausen und Bockhorn. Allein auf der Blauhander Straße hatten sich nach Polizeiangaben am späten Nachmittag 15 Pkw sowie zusätzlich drei Lkw festgefahren.

In der Nacht zum Samstag ereigneten sich nur noch wenige Verkehrsunfälle. Die Straßen blieben weitgehend leer. Ausdrücklich dankte die Polizei den Landwirten, die mit ihren Traktoren unter anderem geholfen haben, Straßen wieder passierbar zu machen.

Autobahn gesperrt

Auf der Autobahn 29 kam es kurz vor 18 Uhr in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Zetel und Sande zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war die Richtungsfahrbahn längere Zeit blockiert. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.

Nach dem Schnee kommt der Frost

Hinweise auf verletzte Personen oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht. Etliche Geschäfte und Einrichtungen hatten auf die Wetterwarnungen reagiert, frühzeitig geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Die Schulen waren geschlossen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak dankte ausdrücklich den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinde und den ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren, die sich an Hilfseinsätzen beteiligten bzw. dafür in Bereitschaft standen.

Laut Wettervorhersage sollen Schneefall und starker Wind noch bis zum frühen Samstagmorgen anhalten. Danach kommt der Frost. Laut Vorhersage wird es in den nächsten Tagen merklich kälter. Für Sonntag sind fürs Wangerland Temperaturen von minus 11 Grad angekündigt. 

Warnung vom OOWV

Vor diesem Hintergrund appelliert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dringend an die Verbraucher, Wasserzähler, freiliegende Leitungen und Wasserhähne umgehend frostsicher zu machen. Die Leitungen müssen nach Möglichkeit entleert oder mit dem richtigen Dämmmaterial vor Frost gesichert werden. Neben Installationen in Gärten, Gartenhäusern und unbeheizten Kellern seien insbesondere leer stehende Wohnungen oder Ferienhäuser gefährdet. Die Trinkwasser-Versorgungsleitungen des OOWV seien trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht in Gefahr, da sie ausreichend tief in der Erde verlegt wurden. 

Hunde an die Leine nehmen

Die Kreisjägerschaft weist drauf hin, dass aufgrund der Wetterlage die Nahrungssuche und -aufnahme für Wildtiere nur eingeschränkt möglich ist. Bei Überfrieren der Schneedecke verschärfe sich die Situation für die Tiere zusätzlich. Kreisjägermeister Henning Frhr. von Schele bittet daher die Bevölkerung, bei Aufenthalten in der freien Landschaft Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen, zum Beispiel indem Hunde ausschließlich angeleint geführt werden.

Anmerkung: Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert

SPD Wangerland nominiert Bürgermeister Szlezak

Wangerland (9. 1. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) genießt das Vertrauen seiner Partei. Mit „einem starken und geschlossenen Votum“ hat der SPD-Ortsverein Wangerland ihn erneut als ihren Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Szlezak hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er sich bei der Kommunalwahl im September 2026 nach 2021 erneut um das Amt an der Spitze der Gemeinde bemühen werde. 

Die SPD Wangerland unterstützt einmütig die erneute Kandidatur von Bürgermeister Mario Szlezak (3. von links) bei der nächsten Kommunalwahl im September 2026. Foto: SPD

Auf der Mitgliederversammlung der Partei habe der Bürgermeister 100 Prozent der Stimmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Das Ergebnis drücke Vertrauen, Rückhalt und gemeinsame Überzeugung aus.

Wahlprogramm vorgestellt

Szlezak habe in seiner Vorstellungsrede für ein Wangerland geworben, das zusammenhält, für eine Politik, die ehrlich mit Herausforderungen umgeht, und für Entscheidungen, die nicht laut, sondern richtig sind. Als Schwerpunkte seines Wahlprogramms habe er starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit den Menschen vor Ort genannt.

Lob für Bürgernähe

„Ich weiß, dass die vergangenen Jahre nicht leicht waren. Gerade deshalb ist mir dieses Votum so wichtig“, bedankte sich Szlezak für die Rückendeckung seiner Partei. „Es zeigt mir, dass Vertrauen gewachsen ist. Vertrauen, das aus Offenheit, aus Gesprächen und aus der Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.“

Der SPD-Vorstand würdigte die klare Haltung und die bürgernahe Arbeitsweise von Szlezak. Die Vorstandsmitglieder Ina Janssen, Marianne Kaiser Fuchs und Viola Dorow: „Mario Szlezak hört zu, bleibt ansprechbar und steht auch in schwierigen Situationen zu seiner Verantwortung.“ 

SPD-Vorstand schlägt Neuhaus als künftigen Landrat vor

Friesland/Wangerland (9. 1. 2026) – Der Kreisvorstand der SPD im Landkreis Friesland hat in Rolf Neuhaus (48) einstimmig als Landratskandidaten nominiert. „Wir setzten auf Erfahrung, Kompetenz und kraftvolle inhaltliche Umsetzung“, so die Vorsitzende Lena Gronewold (Jever).

Neuhaus (Foto) ist parteilos und muss noch auf der Nominierungskonferenz der SPD Ende April gewählt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. Sollte die Parteibasis dem Vorschlag ihres Vorstandes folgen, würde er bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 antreten und sich für die Nachfolge von Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) kandidieren. 

Erfahrung in der Kreisverwaltung

Neuhaus ist bereits seit über 16 Jahren beim Landkreis Friesland beschäftigt. In der Kreisverwaltung ist er für Planung und Infrastruktur (Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement) verantwortlich. Der Ingenieur nach dem Studium der Raumplanung in Dortmund in Nordrhein-Westfalen mehrere berufliche Stationen absolviert. Er war in einem Planungsbüro sowie in zwei Städten in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung beschäftigt. Der Familienvater und Handballsportler ist fest verwurzelt in Friesland und freut sich nach eigenen Worten auf die anstehende Herausforderung und den Wahlkampf in seiner Heimat. 

„Rolf Neuhaus kennt die Verwaltung und den Landkreis wie seine Westentasche. Das wird helfen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und begonnene Projekte zum Erfolg zu führen“, so Gronewolds Stellvertreter Sören Mandel (Varel). Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jannes Wiesner (Wangerland), zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Wir haben bisher immer gut mit Rolf Neuhaus zusammengearbeitet und ich bin überzeugt, dass wir in ihm einen erfahrenen und kompetenten Kandidaten gefunden haben, der die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit uns anpacken wird.“

Verlässlichkeit und Kompetenz

Die SPD frühzeitige Nominierung für die Nachfolge des scheidenden, langjährigen Landrats Ambrosy sei wichtig, so Gronewold, um den Menschen im Landkreis Sicherheit zu geben. Neuhaus haben bei den Genossen durch seine Erfahrung, Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit und Kompetenz gepunktet. Das sei gerade für langfristige und strategische Projekte wichtig.

Als Ziele habe Neuhaus unter anderem benannt, so schnell wie möglich alle Haushalte im Landkreis an die Breitband-Versorgung anzuschließen. Mit Hilfe einer klugen Raumordnung wolle er gemeinsam mit den Gemeinden die Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen und Gesundheitsvorsorge entwickeln. Ein neues Zentralklinikum solle dabei Ankerpunkt für eine zukunftsfähige medizinisch-pflegerische Infrastruktur auch in Varel und der friesischen Wehde werden. Voraus schauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen sollen der Wirtschaft helfen, Investitionen erleichtern und mit dazu beitragen, dass die Region von der Energiewende profitiert. 

Theatergruppe Hooksiel sagt Freitag-Vorstellung ab

Hooksiel (9. 1. 2026) – Die Theatergruppe Hooksiel hat ihren für den heutigen Freitag geplanten Auftritt im Gästehaus witterungsbedingt abgesagt. Wie Speelbaas Jan Gerjets gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, gibt es einen Ersatztermin: Die geplante Vorstellung des Stücks „Aasgeier över Hooksiel“ wird am Donnerstag, 15. Januar, ab 20 Uhr nachgeholt. Gerjets: „Die Karten für heute behalten ihre Gültigkeit.“ 

Heute Abend fliegen im Gästehaus keine Aasgeier. Die Theatergruppe hat witterungsbedingt die heutige Vorstellung abgesagt. Auf dem Bild eine Szene mit (von links) Karin Ortmann, Andreas Westerman und Sarah Janßen. Foto: hol

Die Theatergruppe hatte bis zum Samstag, 17. Januar, insgesamt elf Vorführen geplant. Nicht zuletzt aufgrund der sehr erfolgreichen Premiere Ende Dezember waren alle Vorstellungen nahezu ausverkauft.

Auch die Wangerland Touristik GmbH reagiert auf die Wetterlage. Wie das Unternehmen heute mitteilte, bleiben die Touristik-Informationen in Horumersiel und Hooksiel sowie das Nationalpark-Haus in Minsen am heutigen Tag geschlossen. Ebenso nicht geöffnet werden heute und auch morgen die Gästehäuser in Horumersiel und Hooksiel.

Dämmerungs-Rodeln am Deich begeistert zahllose Kinder

Hooksiel (8. 1. 2026) – Ein Deich schützt nicht nur vor Wasser. Er kann auch gewaltig Spaß bereiten. Den Beleg dafür lieferte das „Dämmerungs-Rodeln“, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für Mittwochabend eingeladen hatte

Der Deich an der Hooksieler Pferderennbahn wurde am Mittwochabend in eine Rodel-Arena umgewandelt. Foto: Sascha Keemann

Die Idee dafür sei erst am Mittwochmorgen spontan in den Reihen der Jugendfeuerwehr entstanden, schilderte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dr. Thomas Große im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die kurzfristige Mobilisierung über die sozialen Medien hatte jedenfalls Erfolg. Zigfach wurde die Ankündigung im Netz geteilt,

Rund 350 Eltern und Kinder trafen sich gegen 18 Uhr an der zweiten Deichlinie, die parallel zum Gelände der Hooksieler Trabrennbahn verläuft. In Höhe Meerwasser-Hallenwellenbad nutzten die Kinder die breite und ebene Abfahrt in Richtung Trabsportanlage für zahllose Abfahrten. Einziger Gefahrenpunkt: Am Fuß des Deiches verläuft ein Graben, vor dem die Rodler rechtzeitig abbremsen mussten. Für eine besondere Atmosphäre der von zahlreichen Feuerwehrleuten begleiteten Aktion sorgten leistungsstarke Strahler, mit denen die Wehr die Piste ausleuchtete.

„Eine tolle Sache“, lobte eine Mutter, die zuvor mit ihren Kinder zusammen auf einem Schlitten den Deich heruntergerutscht war. „Das macht riesigen Spaß.“ Hoch zufrieden zeigte sich auch der Hooksieler Bernhard Köster, der tags zuvor in einer Glosse auf „Hooksiel-life“ angeregt hatte, das Wintersport-Potenzial von Hooksiel auch touristisch zu nutzen. „Damit, dass der Vorschlag so schnell umgesetzt wird, hatte ich gar nicht gerechnet.“

Unterstützung für Rettung des Vynova-Chemiewerks

Wilhelmshaven/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller hat politische Unterstützung für das in finanzielle Schieflage geratene Vynovo-Chemiewerk vor den Toren Hooksiels angekündigt. Die SPD-Politikerin besuchte die Vynova Wilhelmshaven GmbH, die im Dezember einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Dabei tauschte sie sich im Gespräch mit Dr. Benno Krüger (Standortleiter), Petra Tjardes (Personal- und Communication Managerin) und Volker Neumann (Betriebsratsvorsitzender) über die aktuelle Lage aus. 

Sehen trotz der aktuell schwierigen Lage Entwicklungspotenziale für die insolvente Vynova Wilhelmshaven GmbH: (von links) Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann, die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, Personalchefin Petra Tjardes und Standortleiter Dr. Benno Krüger. Foto: Lena Gronewold

„Vynova steht exemplarisch für viele chemische Unternehmen, die derzeit unter massiven Kosten- und Marktdruck geraten. Insbesondere in unserer Region müssen wir aber alles daransetzen, Unternehmen wie dieses zu unterstützen und Industriearbeitsplätze zu sichern“, sagte Möller. Die Menschen hier würden seit Jahren engagierte Arbeit unter schwierigen Marktbedingungen leisten. „Um so wichtiger ist es, dass die Politik an ihrer Seite steht.“

„Wir müssen jetzt die Weichen stellen“

Möller betonte, dass sie im aktuellen Verfahren auch Chancen für die Region, das Unternehmen und die Belegschaft sehe. Standortleiter Krüger: „Wir müssen jetzt die Weichen stellen für eine starke norddeutsche Chemieindustrie und den Erhalt wichtiger Wertschöpfungsketten. Unser Standort hier in Wilhelmshaven bietet zahlreiche Vorteile und Entwicklungspotenziale für weitere Ansiedlungen der Chemischen Industrie wie auch der Energiegewinnung.“ Gemeinsam müsse man jetzt alles daransetzen, diese Potenziale zu heben.

Belegschaft will kämpfen

Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann wies eindringlich auf die Bedeutung der Industriearbeitsplätze für die Region hin. Bei Vynovo sind rund 365 Menschen beschäftigt. Zudem sichert das Unternehmen durch Aufträge zahlreiche weitere Arbeitsplätze in der Umgebung. „Die Belegschaft hat in den letzten Jahren viel einstecken müssen“, so Neumann. „Trotz aller Unsicherheiten stehen wir aber zusammen und wollen gemeinsam für unseren Standort kämpfen. Wir blicken optimistisch auf das Entwicklungspotenzial und setzen uns gemeinsam für den Erhalt unserer Arbeitsplätze ein.“

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Polizei rät: Am Freitag das Auto möglichst stehen lassen

Friesland/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um umsichtiges Verhalten, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Angesichtes der Eis- und Schneeglätte sollten insbesondere Autofahrer ihre Fahrweise anpassen und besonders vorsichtig sein. Bereits kleinere Unachtsamkeiten könnten bei winterlichen Straßenverhältnissen zu Verkehrsunfällen führen. 

Die Polizei mahnt zur Vorsicht. Autofahrer sollten ihre Fahrweite der Eis- und Schneeglätte anpassen. Zum Glück sei es in Friesland bislang fast nur zu Bagatellfällen gekommen. Foto: Polizei

Allein im Landkreis Friesland kam es im am heutigen Donnerstag bereits zu 15 witterungsbedingten Verkehrsunfällen. 13 davon im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever und zwei im Bereich Varel. „Überwiegend handelte es sich um Bagatellunfälle“, teil die Polizei mit. Aber: „In drei Fällen wurden Unfallbeteiligte leicht verletzt.“

Auto gegen Baum geprallt

Bereits am Mittwochnachmittag war auf der Landesstraße 809 zwischen Hohenkirchen und Altgarmssiel ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Feuerwehren Hohenkirchen und Neugarmssiel wurden zur Unfallstelle gerufen. Der Fahrer musste aus dem Wagen geborgen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Landesstraße war zeitweise gesperrt. 

Verkehrsteilnehmende werden gebeten, für notwendige Fahrten mehr Zeit einzuplanen und ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anzupassen. Mit Blick auf die prognostizierten Schneefälle am Freitag sollten Fahrten möglichst sorgfältig geplant oder, sofern möglich, zeitlich verschoben werden. Die Deutsche Bahn hat vorsorglich bereits alle Fährverbindungen nach Wangerooge abgesagt.

Polizei gibt Tipps

Darüber hinaus gibt die Polizei Autofahrern folgende Ratschläge: „Halten Sie einen deutlich größeren Sicherheitsabstand ein. Vermeiden Sie abrupte Lenk-, Brems- und Beschleunigungsmanöver. Nutzen Sie ausschließlich Fahrzeuge mit Winterbereifung. Rechnen Sie insbesondere auf Nebenstraßen, Brücken, schattigen Strecken und Geh- beziehungsweise Radwegen mit erhöhter Glätte.“ Aber auch Fußgänger sowie Radfahrern sollten besondere Vorsicht walten lassen.

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Pläne für Windparks im Wangerland liegen ab heute aus

Wangerland (8. 1. 2026) – Die Gemeinde Wangerland treibt die Planung für mögliche weitere Windparks im Gemeindegebiet voran. Während aktuelle Überlegungen für einen Windpark bei Wiarden vorerst auf Eis gelegt wurden, hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde für zwei schon länger geplante Projekte jetzt die nächste Stufe der Bauleitplanung beschlossen. 

Projekte bei Oldorf und Haddien

Für die geplanten Windparks „Nenndorf“ und „Haddien Nord“ wurden die so genannten Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne gefasst und eine „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit“ eingeleitet. Mit der Einleitung der Verfahren ist noch keine Entscheidung in der Sache getroffen. 

Die immer größer werdenden Windräder können saubere Energie liefern, werden aber auch den Blick auf die Landschaft im Wangerland verändern. Archiv-Foto: hol

Die Planentwürfe samt Umweltberichten liegen ab heute bis einschließlich 9. Februar an der Information im Rathaus der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen aus, können aber auch im Internet auf der Homepage der Gemeinde (www.wangerland.org) eingesehen werden. Im Rahmen dieses Verfahrensschrittes können Bürger Stellungnahmen oder Anregungen zu den Plänen einreichen.

500 Meter Abstand zu Häusern

Der Windpark Nenndorf soll in der Nähe von Oldorf beidseitig der Kreisstraße 87 entstehen, der Windpark Haddien Nord westlich des Ortes Haddien zwischen Hooksiel und Waddewarden. Für beide Parks ist ein Mindestabstand der Anlagen von 500 Metern zu benachbarten Wohnhäusern vorgesehen. Dabei soll nach dem Willen der Gemeinde das Prinzip „Rotor-in“ gelten. Das bedeutet: Der Abstand zu den Häusern wird von der Rotorspitze der bis zu 250 Meter hohen Anlagen gemessen und nicht vom Mast aus. Ob die Parks genehmigungsfähig sind und wie viele Anlagen jeweils in ihnen gebaut werden können, wird sich erst im Laufe des weiteren Verfahrens ergeben.

Während die Gemeinde für neue Windparks selbst Baurecht schaffen muss, können ein Großteil der in der Gemeinde stehenden älteren Einzelanlagen aufgrund von bundesrechtlichen Regelungen erneuert werden, ohne dass die Kommunalpolitik darauf entscheiden Einfluss hat. Derzeit ist noch unklar, wie viele Betreiber ihr Recht auf „Repowering“ auch in Anspruch nehmen wollen.

Landkreis: Donnerstag und Freitag fällt die Schule aus

Friesland/Wangerland (7. 1. 2026) – Witterungsbedingt fällt am Donnerstag, 8. Januar, sowie Freitag, 9. Januar, der Präsenzunterricht an allen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis Friesland aus. Das teilte die Behörde heute mit. Bereits am heutigen Mittwoch hatte der Landkreis aufgrund einer akuten Verschlechterung der Straßenverhältnisse den Schulbusverkehr nach der sechsten Schulstunde eingestellt.

Es soll weiter schneien

Die Entscheidung über Schulausfälle aufgrund der Wetterlage fällt der Landkreis nach eigenem Bekunden nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie Leitstelle und Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen. Maßgeblichen Einfluss haben auch die Prognosen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD). Danach soll es weiterhin schneien. Aktuelle Entscheidungen werden bis spätestens 6 Uhr morgens unter anderem auf der Internetseite des Landkreises (www.friesland.de) veröffentlicht.

Müllabfuhr nur eingeschränkt möglich

Aufgrund der Wetterlage konnte heute auch die Müllabfuhr nur eingeschränkt arbeiten. Betroffen waren vor allem Seitenstraßen und Sackgassen sowie aufgrund der Witterung nicht sicher befahrbare Straßen. Wie die Abfallbehörde mitteilt, werden die betroffenen Tonnen erst mit der regulären nächsten Abfuhr mitgenommen. Bürger können dann überschüssigen Restmüll und Bioabfall in zusätzlichen Tüten neben die Tonnen stellen. Bioabfall sollte dabei in Papiertüten gesammelt werden. 

Heute: Rodeln am Deich mit der Feuerwehr Hooksiel

Hooksiel (7. 1. 2026) – Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel lädt zum Schlittenfahren ein. Am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr soll der Deich an der Pferderennbahn in eine Rodelbahn verwandelt werden. Für die nötige Beleuchtung sorgt die Feuerwehr, die über entsprechende mobile Lampen verfügt, mit denen ansonsten unter anderem Unfallstellen ausgeleuchtet werden. 

Eingeladen zu der Veranstaltung sind sowohl Kinder wie auch Jugendliche und Erwachsene. „Mit dem Dämmerungs-Rodeln wollen wir den Schnee noch einmal richtig ausnutzen“, verkündet die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite. 

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