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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Schmerzfreie Geburt auch ohne Kaiserschnitt und Medikamente

Friesland (22. 6. 2026) – Die Frauenklinik der Friesland Kliniken am Standort St. Johannes-Hospital Varel erweitert ihr geburtshilfliches Angebot um einen „Hebammengeleiteten Kreißsaal“ (HKS). Der Start ist im Herbst dieses Jahres geplant.

Das Hebammenteam der Friesland Kliniken am Standort St. Johannes-Hospital in Varel freut sich auf das geplante neue Angebot des „Hebammengeleiteten Kreißsaals“.       Foto: Friesland Kliniken

Im Mittelpunkt steht die Förderung der selbstbestimmten und natürlichen Geburt. Die werdenden Mütter erhalten eine durchgehende Eins-zu-eins-Betreuung durch eine qualifizierte Hebamme. Dabei kommen ausschließlich medikamentenfreie Methoden der Schmerzlinderung zum Einsatz, etwa Wasser- und Wärmetherapie, Nervenstimulation über schwache elektrische Impulse sowie Atem- und Entspannungstechniken.

Neues Angebot in Frauenklinik

Eine ärztliche Unterstützung ist dabei auch im HKS jederzeit möglich, wird aber nur hinzugezogen, wenn dies medizinisch erforderlich ist oder die Gebärende dies ausdrücklich wünscht. „Der HKS ergänzt das bestehende Angebot der Frauenklinik damit auf eine sinnvolle und verantwortungsvolle Weise“, betont Geschäftsführerin Petra Hohmann. Mit drei Kreißsälen verfügt das St. Johannes-Hospital insgesamt über umfangreiche Möglichkeiten und bietet bei der Wahl der Geburtsmethode eine hohe Flexibilität.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Zertifizierung als HKS, erläutert die Leitende Hebamme der Frauenklinik, Helgrit Sudholz. Hebammen, Pflegepersonal sowie Ärztinnen und Ärzte werden speziell geschult und es werden entsprechende organisatorische Abläufe aufgebaut. 

Alternative für Hausgeburt

„Wir schaffen mit dem HKS ein zusätzliches Angebot, das den Wünschen vieler Familien nach einer selbstbestimmten und natürlichen Geburt entspricht. Gleichzeitig profitieren Eltern und Neugeborene von der umfassenden medizinischen Sicherheit unseres Hauses“, sagt Sudholz und ergänzt, dass der HKS auch eine gute Alternative für Frauen darstelle, die eine Hausgeburt in Erwägung ziehen.

Die Einführung des HKS wird durch das landesweite und vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung geförderte Projekt „Bauchgefühl 3.0“, das vom Hebammenverbandes Niedersachsen federführend geleitet wird. Die Friesland Kliniken sind daran als Projektpartner beteiligt. Ziel des Projektes ist es, die Rate natürlicher Geburten zu erhöhen und den Anteil an Kaiserschnittgeburten zu reduzieren.

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Tennisdamen gehen mit Niederlage in die Sommerpause

Hooksiel (22. 6. 2026) – Die Tennis-Damen des SC Wangerland haben gegen den Wilhelmshavener THC eine deutliche Niederlage kassiert. Beim 1:5 auf der eigener Platzanlage in Hooksiel konnte lediglich das Doppel Petra Csikos/Lena Taddigs sein Spiel gewinnen.

Martha Sophie Kramer verlor ihr Einzel nach gutem Spiel nur sehr knapp im Match-Tiebreak. Foto: Andre Abels

In den Einzeln hatten die Wangerländerinnen gegen ihre durchweg in bessere Leistungsklassen eingestuften Gegnerinnen einen schweren Stand. Petra Csikos musste ihr Spiel an Position 1 mit 4:6 und 2:6 abgeben. Martha Sophie Kramer an Position 2 verpasste eine Überraschung nur denkbar knapp. Nach ausgeglichenem Spiel verlor sie erst im entscheidenden Match-Tiebreak (6:4/3:6/6:10). Lena Taddigs (1:6/0:6) und Rosalie Weber (0:6/0:6) an den Postionen 3 und 4 blieben chancenlos.

Während das erste Doppel mit 6:3/3:6/10:8 den Ehrenpunkt für die Heimmannschaft sicherte, verlor das zweite Doppel Martha Sophie Kramer/Rosalie Weber deutlich mit 2:6/0:6.

Nach vier Spielen und 4:4 Punkten stehen die Wangerländerinnen in der 2. Regionsklasse auf dem zweiten Tabellenplatz. Das letzte Saisonspiel findet erst im August statt.

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Live hinterm Deich: Von Shantys über Pop und Rock bis zum Punk

Hooksiel/Horumersiel (20. 6. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH richtet auch in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe von eintrittsfreien Konzerten aus. Die Veranstaltungsreihe „Live hinterm Deich“ startet am Dienstag 23. Juni, in Horumersiel und endet am Donnerstag, 17. September, in Hooksiel.

Die Band „Beltane“ hat sich im Wangerland bereits eine feste Fangemeinde erspielt. Foto: WTG

Eine ganze Reihe unterschiedlicher Bands und Künstler treten den gesamten Sommer über jeweils dienstags im Kurpark in Horumersiel und donnerstags am Gästehaus in Hooksiel auf. Beginn ist stets um 19 Uhr. Bei schlechtem Wetter finden die Konzerte im Saal statt.

„Die Konzertreihe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms im Wangerland entwickelt und begeistert mit musikalischer Vielfalt“, heißt es in der Mitteilung der WTG. Insgesamt dürfen sich Einheimische und Gäste auf 14 verschiedene „Acts“ freuen. Dabei sind sechs Künstlerinnen und Künstler, die erstmals Teil der Reihe sind. Das Programm reicht von maritimen Shantys über akustische Interpretationen bekannter Klassiker bis hin zu modernen Sounds. 

Folgende Künstler und Gruppen aus der Region treten in der Konzertreihe auf: Acoustic-Duo „Queerbeat“ (Oldies, Country & Classic Rock), „Acoustic Moment Trio“ (Covers moderner Hits und Klassiker), „Adenalin“ (Familienband mit Covers und eigenen Songs), „Beltane“ (Keltische Musik mit Irish & Scottish Folk), „Die Ungesteckerten 3“ (70 Jahre Musikgeschichte), „Hey Brother“ (Rock & Pop Cover-Duo), „Honeybird“ (Cover mit mehrstimmigem Gesang und Groove), „Intunes“ (Handgemachter Rock & Pop), „It´s M.E.“ ( Blues, Soul, Jazz und Rock Covers), „Klassik trifft Moderne“ (Pop-, Chanson- und Klassik-Crossover), „MiddnMang“ (Kreative Cover-Arrangements), „Raketenrampe“ (Punk- und Rock-Covers), „Shantychor Likedeeler“ (Maritime Shantys und Seemannslieder), „Syracrus“ (Oldies aus den 60ern und 70ern).

Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es unter wangerland.de/live-hinterm-deich.

Küstenkinder haben viel Spaß mit „Mama Muh“

Hooksiel (20. 6. 2026) – Ganz im Zeichen der Milchviehhaltung stand das Sommerfest der Kindertagesstätte „Küstenkinder“. Der Höhepunkt: Die Taufe einer lebensgroßen Kuhattrappe auf den Namen „Mama Muh“. Statt Wasser wurde dem geduldigen Tier dabei eine Tasse Milch über den Kopf gegossen.

„Mama Muh“ ist der neue Star in der Hooksieler Kindertagesstätte „Küstenkinder“. Im Rahmen des Sommerfestes wurde sie getauft. Foto: hol

Den „Küstenkindern“, ihren Eltern und Großeltern sowie den Erzieherinnen aus Kindergarten und Krippe hat es gefallen. Kita-Leiterin Claudia Bruns bedankte sich bei allen, die das bunte Fest möglich gemacht haben: allen voran ihren Mitarbeiterinnen, Frauen der Elternvertretung und der Hooksieler Arbeitsgruppe, die in den vergangenen Wochen die Kuh im Kita-Garten positioniert und zudem noch Hochbeete für den Gemüseanbau aufgestellt hatte.

Bei herrlichen Wetter tummelten sich die Mädchen und Jungen an verschiedenen Spielstationen – vom Bällewerfen übers Sackhüpfen, Malen und bemalt werden bis hin zum beliebten Melkstand, an dem einer Holzkuh durch den richtige Griff an die Zitzen des Euters Wasser entlockt werden konnte. Dazu gab es die passende Stärkung: Ein von den Eltern gefülltes Büfett – aber auch zahlreiche Milchprodukte wie Erdbeermilch und Käste, die die Molkerei Ammerland auf Vermittlung von Landwirts-Familien aus dem Kita-Umfeld zur Feier des Tages gesponsert hatte.

Landwirtschaft und Lebensmittel sollen weiter Projekt-Thema bleiben. So werden einige der Küstenkinder in der nächsten Woche des Bauernhof von Familie Haschen in Crildumersiel besuchen und echte Kälber streicheln können. Und natürlich muss die noch schneeweiße „Mama Muh“ noch angemalt werden.

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Nur noch zwei kostenlose Sperrmüllabfuhren im Jahr

Friesland/Wangerland (19. 6. 2026) – Die Tage der kostenfreien Sperrmüll-Abfuhr im Landkreis Friesland dürften gezählt sein. Es gilt als sicher, dass der Kreistag auf seiner Sitzung am Mittwoch, 1. Juli, einem entsprechenden Antrag der Verwaltung zustimmt. Damit würde die Abfallentsorgungs-Satzung so geändert, dass ab dem 1. August für die dritte und jede weitere Sperrmüll-Abholung in einem Jahr pro Haushalt eine Gebühr von 52,55 Euro fällig wird.

Künftig sollen Bürger in Friesland den Abholungservice erst dann in Anspruch nehmen können, wenn sie mindestens ein Volumen von einem Kubikmeter Sperrmüll gesammelt haben. Foto: hol

Derzeit ist die Zahl der kostenlosen Sperrmüllabfuhren pro Jahr und Haushalt nicht begrenzt. Es gibt keine Mindestmenge, ab der der Service in Anspruch genommen werden kann, jedoch eine Obergrenze für die Müllmenge von fünf Kubikmeter je Abfuhr.

Häufig werden Kleinstmengen angemeldet

Nach den Erhebungen des Landkreises gibt es in Friesland sehr viele Sperrmüll-Anmeldungen bei vergleichsweise geringen Mengen je Einzelauftrag. Nach Auswertung des beauftragten Entsorgungsunternehmens liegt das durchschnittliche Gewicht pro Abfuhr bei rund 220 Kilogramm. Rund 30 Prozent der angemeldeten Aufträge betreffen Kleinstmengen von weniger als 0,5 Kubikmeter. Aus Sicht der Verwaltung verdeutlichen die Zahlen, dass in erheblichem Umfang logistische Ressourcen, Personal und Fahrzeuge eingesetzt werden, obwohl teilweise nur sehr geringe Mengen zur Abholung bereitgestellt werden.

Die Auswertung zeige auch, dass die intensive Nutzung nicht flächendeckend erfolgt. Im betrachteten Zeitraum von neun Monaten hätten lediglich 344 von den rund 50.000 Haushalten mehr als zwei Sperrmüll-Anmeldungen vorgenommen. Spitzenreiter seien zwei Haushalte mit jeweils zwölf Anmeldungen innerhalb des Auswertungszeitraums gewesen.

Landkreis will System besser lenken

Die Einführung der Abfuhrgebühr solle auch mit dazu beitragen, die Stoffströme im Bereich des Sperrmüllsystems effektiver zu lenken, heißt es in der Beschlussvorlage. Mit der Änderung der Satzung wolle man die Entsorgung der Sperrmüllfraktion dauerhaft wirtschaftlich halten und Müllgebühren-Erhöhungen begrenzen. Eine stärkere Bündelung von Sperrmüllmengen reduziere zudem unnötige Fahrwege und leiste damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Künftig sollen pro Haushalt und Kalenderjahr zwei Sperrmüll-Termine kostenfrei bleiben. Die Begrenzung erfolgeausdrücklich haushaltsbezogen und nicht adressbezogen, um Konflikte insbesondere bei Mehrfamilienhäusern zu vermeiden, heißt es in der Vorlage. Ab der dritten Sperrmüll-Abholung wird eine Gebühr von 52,55 Euro erhoben.

Zum Vergleich: Im Landkreis Wittmund werden  25 Euro je Sperrmüllabfuhr fällig, im Landkreis Aurich 70 Euro in der Stadt Emden 38 Euro. Als weitere Neuerung soll die Sperrmüllabfuhr künftig grundsätzlich erst ab einer angemeldeten Mindestmenge von einem Kubikmeter erfolgen. Damit wolle man die Zahl unwirtschaftlicher Abholfahrten für Kleinstmengen reduzieren.

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13-jährigen Schüler bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Friesland/Wangerland (18. 6. 2026) – Nachdem es an einer Schule in der Region zu einem so genannten „Choking-Game“-Vorfall gekommen ist, warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland vor dieser Art von gefährlichen Mutproben, die insbesondere über soziale Medien verbreitet werden. Ziel ist es, durch das Zudrücken des Halses oder andere Methoden die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst einzuschränken, um einen kurzen Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Die Handlungen werden dabei häufig gefilmt und anschließend in sozialen Netzwerken geteilt.

Polizei warnt vor gefährlichen Mutproben

In der vergangenen Woche habe ein 13-jähriger Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Gegen den Jugendlichen werde jetzt d wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei heute mit.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass diese vermeintliche Mutprobe erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Bereits nach kurzer Zeit kann Sauerstoffmangel zu Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen, „Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.“

Eltern sollten mit ihren Kindern sprechen

Darüber hinaus können auch rechtliche Konsequenzen drohen, warnt die Polizei. Wer andere zu solchen Handlungen auffordert, diese unterstützt oder entsprechende Inhalte verbreitet, mache sich unter Umständen strafbar. Die Polizei appelliert insbesondere an Eltern und Erziehungsberechtigte, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. „Ein offener Austausch kann dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gefährliche Nachahmungen zu verhindern.“

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Kreativität ausleben: Frauen entdecken Spaß an der Malerei

Hooksiel (18. 6. 2026) – Großes kann auch in kleinsten Räumen entstehen. Dafür gibt es in der Kunst- und Kulturgeschichte jede Menge Beispiele. Ob die Teilnehmerinnen den Workshops „Pinsel und Prosecco“ daran allerdings anknüpfen können, bleibt abzuwarten.

Die Ergebnisse des zweiten Kunstworkshops „Pinsel und Prosecco“ können sich durchaus sehen lassen. Foto: Marion Hinz

Zum zweiten Mal haben sich jetzt acht Mal-Interessierte in einem Nebenraum der Hooksieler Gaststätte „Balkan-Grill“ getroffen. Unter Anleitung der ambitionierten Hobby-Künstlerinnen Marion Hinz (Waddewarden) und Silvia Mackenberg (Hooksiel) greifen die Frauen zu Farbe, Pinsel oder Schwamm – werden kreativ und haben dabei jede Menge Spaß. Nicht nur wegen des Proseccos.

Die Frauen, die durchweg zuvor noch nie „öffentlich“ gemalt haben, erhalten im Rahmen der Sitzungen klare Aufträge und kleine Hilfestellungen. So entstanden während der ersten Zusammenkünfte acht Gemälde vom Hooksieler Strand – alle ähnlich, aber im Detail doch jeweils anders.

Der Auftrag für die zweite Sitzung: Malen mit Alltagsgegenständen. Mit Schwämmen trugen die Kreativen die Grundfarbe auf ihre Leinwand und zauberten darauf im Anschluss eine Blumenlandschaft. „Wichtig ist für uns, dass alle Teilnehmerinnen Spaß haben“, sagt Marion Hinz. Sie habe zusammen mit Silvia Mackenberg ein Kreativ-Angebot für Einheimische und Gäste schaffen wollen. Weitere Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Unser Anleitung von Silvia Mackenberg und Marin Hinz (stehend, von links) werden die Frauen des Kunstworkshops kreativ. Foto: hol

Am kommenden Montag, 22. Juni, heißt die Aufgabe ab 17.30 Uhr: „Wir malen ein Sommerbild.“ Und wenn der Raum dann doch zu klein werden sollte? „Kein Problem“, so Marion Hinz. „Dann teilen wir die Gruppe und treffen uns an zwei Terminen.“

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Feuerwehr an Skiterrassen: Kabelbrand schnell gelöscht

Hooksiel (17. 6. 2026) – Schreck in den Morgenstunden. Am Mittwoch morgen kurz nach 9 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. An den Hooksieler Skiterrassen brannte ein Bagger.

Ein Kabelbrand war offenbar die Ursache für einen Brand an einem Bagger auf dem Gelände der Adventure-Golf-Anlage. Foto: Feuerwehr

Wie Ortsbrandmeister Jörg Nöchel mitteilte, brauchte die Wehr aber nicht mehr aktiv einzugreifen, um das Feuer zu löschen. „Das Feuer war bereits durch das schnelle und besonnene Eingreifen der Mitarbeiter vor Ort sowie der Bauarbeiter mit Hilfe von Feuerlöschern gelöscht worden.“

Offenbar hatte ein Kabelbrand das Feuer an dem Arbeitsgerät ausgelöst, das auf dem Gelände der neuen Adventure-Golf-Anlage eingesetzt war. Die Feuerwehr habe den betroffenen Bagger mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei hätten aber keine Glutnester oder andere Gefahrenstellen mehr entdeckt werden können, so Nöchel.

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Zoll tauft neues Wachschiff auf den Namen „Friesland“

Wilhelmshaven (17. 6. 2026) – Der Zoll hat heute mit einem feierlichen Festakt am Marinestützpunkt in Wilhelmshaven sein neues LNG-Einwachenschiff „Friesland“ getauft und in Dienst gestellt. Taufpatin war die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) aus Varel. Sie wünschte dem Schiff im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dennis Rohde, „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. 

Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller tauft das neue Schiff des Zolls in Wilhelmshaven auf den Namen „Friesland“. Foto: Zoll

Das über 55 Meter lange und zehn Meter breite Einsatzschiff wird künftig von Wilhelmshaven aus in der Nordsee eingesetzt. Zu den zentralen Aufgaben der zehnköpfigen Besatzung, darunter zwei Kontrollbeamte, gehören die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs sowie die Durchsetzung der Zollvorschriften bis in die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ).

Emissionsarmer Antrieb

Die 25,5 Knoten schnelle „Friesland“ wurde auf der Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) gebaut und verfügt über einen emissionsarmen LNG-Antrieb (LNG, liquefied natural gas), der, anders als die herkömmlichen Dieselantriebe, nahezu keine Schwefeldioxide sowie deutlich weniger Stickoxide und Feinstaub ausstößt. Auch die Emission von Kohlenstoffdioxid liegt um bis zu 20 Prozent niedriger.

Das neue Zollschiff ist mit modernster Kontroll- und Überwachungstechnik ausgestattet. An Bord befindet sich zudem Festrumpf-Schlauchboot mit dem Namen „Klaas“ ein als Tochterboot, das
insbesondere bei Kontrollen und Boarding-Manövern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

Überwachung des Seeeraumes

„Die ,Friesland‘ zeigt sehr anschaulich, wie wir in moderne und nachhaltige Einsatzmittel in der Seeraumüberwachung investieren – und damit in Schutz und Ordnung auf See“, sagte Dennis Rohde. „Die an Bord eingesetzten Zöllnerinnen und Zöllner sorgen für Gerechtigkeit und für Sicherheit hier an ihrem Einsatzort auf dem Jadebusen, auf dem Küstenmeer der ostfriesischen Inseln bis in die Ausschließliche Wirtschaftszone.“

Die Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer: „Ich freue mich sehr, dass uns mit der Indienststellung der ,Friesland’ nunmehr auch am Standort Wilhelmshaven ein hochmodernes maritimes Einsatzmittel zur Verfügung steht.“ Der Kapitän des Zollschiffs, Marlon Unnold, bedankte sich bei der Taufpatin, den Gästen und bei der Werft.

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Segeltour gegen die Industrialisierung des Wattenmeeres

Hooksiel/Wilhelmshaven (17. 6. 2026) – Ein besonderes Segelboot hat am Dienstagnachmittag Hooksiel in Richtung Wilhelmshaven passiert – die „Malizia Explorer“. Mit der Tour „Segel setzen für den Meeresschutz“ will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf die industrielle Übernutzung der deutschen Nordsee aufmerksam machen. Mit an Bord: Bekannte Umwelt- und Klimaschutzaktivisten wie Luisa Neubauer und Nathan Goldblat sowie Meeresschutz- und Energieexperten.

Die „Malizia Explorer“, ein Segelschiff mit Forschern und Umweltschutzaktivisten an Bord, passierte auf ihre Protestfahrt gegen die Industrialisierung der Nordsee nach Wilhelmshaven den Außenhafen von Hooksiel, in dessen Sichtweite sich die LNG-Terminals befinden.

Ihre Botschaft: „Die Nordsee darf nicht weiter zur Industriezone für fossile Projekte und zerstörerische Nutzung gemacht werden. Klima- und Meeresschutz müssen Vorrang haben – besonders in Schutzgebieten.“

Von Borkum bis Brunsbüttel

Die Umweltschützer warnen vor neuen Gasbohrungen vor Borkum in unmittelbarer Nähe zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Ein Dorn im Auge sind ihnen auch die zunehmende Zahl an LNG-Terminals. Obwohl der Gasverbrauch sinke und bestehende Terminals nur gering ausgelastet sind, würden weitere LNG-Kapazitäten geplant – etwa in Stade. „Damit drohen fossile Überkapazitäten, neue Abhängigkeiten und zusätzliche Belastungen für Küstenökosysteme.“

Belastung durch Lärm, Licht und Biozide

Die Segeltour mit dem 26 Meter langen Expeditionsschiff führt die Aktivisten von Borkum über die LNG-Anleger in der Jade weiter zur Ölförder-Plattform Mittelplate vor Friedrichskoog bis zum LNG-Terminal in Brunsbüttel. Vor der Hafeneinfahrt nach Wilhelmshaven wurden sie von Aktivisten des Bündnisses von Klima- und Umweltschutzverbänden „Netzwerk Energiedrehscheibe“ begrüßt. Wilhelmshaven mit seinen zwei Flüssigerdgas-Regasifizierungsschiffen stehe exemplarisch für den massiven Ausbau von LNG-Infrastruktur an der deutschen Küste. Zudem ist ein weiteres landseitiges Terminal in Planung.

Belastungen für das sensible Küstenökosystemen und den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sehen die Naturschützer unter anderem durch Schiffsverkehr, Lärm, Licht, Schadstoffe, Biozide sowie neue Hafen- und Pipelineinfrastruktur. Aus Sicht der DUH zeigt Wilhelmshaven, wie fossile Überkapazitäten geschaffen und langfristige Gasabhängigkeiten zementiert werden.

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