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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Zu perfekte Kunstwerke begrenzen die Welt der Gedanken

Hooksiel (9. 8. 2026) – Noch bis zum kommenden Sonntag, 16. August, haben Kunstinteressierte Gelegenheit, sich anzuschauen, was Agnes Lörincz während ihres Aufenthaltes in Hooksiel geschaffen hat. Die Berlinerin mit rumänischen Wurzeln lebt und arbeitet seit Mitte Juli als Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel.

Collagen und Tonarbeiten – die Stipendiatin des Künstlerhauses Agnes Lörincz hat ihren Aufenthalt in Hooksiel kreativ genutzt. Foto: hol

Wie sie im Rahmen eines Künstlergesprächs am Samstag sagte, habe sie während dieser Zeit im Ort und am Strand viele Menschen gesehen, die sie inspiriert hätten. Die „Badende“ am Strand etwa, eine Frau mit einer hypermodernen Sonnenbrille, ein sich zugewandtes Paar bei den Krabbentagen, ein junger Mann mit einem Base-Cup – Szenen aus Hooksiel, in Gemälden und Collagen kombiniert mit klassischen, etwas aus der Zeit gefallenen Mustern von Spitzendecken. Ähnlichkeiten und Verfremdungen, die geheimnisvoll wirken und den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Motive von Spitzendecken

„Ganz frisch aus dem Ofen“ präsentierte Agnes Lörincz eine Serie von Tonarbeiten. Auch hier sorgen Spitzendecken-Motive für die Muster auf dem gebrannten Material. Mal liegen die Muster auf, mal bilden sie Vertiefungen. Den Stoff selbst findet man nicht mehr. Meist wirken die Arbeiten etwas unfertig. Die Tonscheibe ist nicht eben, das Muster endet abrupt. Genau so hat sie die Künstlerin für gut befunden. „Alles, was perfekt aussieht, schränkt die Gedankenwelt ein.“

Auf die Idee mit den Tonscheiben sei sie bei einem Besuch des Urzeitmeer-Museums am Aquarium in Wilhelmshaven gekommen, in dem Fossile längst ausgestorbener Tiere und Pflanzen zu bewundern sind. Heute. Ein Beleg für die Relativität der Zeit – wie in der Mode so in der Kunst. Agnes Lörincz: „Vielleicht findet ja jemand in ferner Zukunft diese Tonarbeiten und sie werden Fossile aus unserer Zeit.“

Das Künstlerhaus Hooksiel in der Lange Straße ist dienstags bis sonntags jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Vermeintlicher Flächenbrand entpuppt sich als Lagerfeuer

Hooksiel/Horumersiel (9. 8. 2026) – „Flächenbrand bei Horumersiel!“ Mit der Botschaft wurde am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. In der Nähe des Schöpfwerkes Hohenstiefersiel sollte es brennen. 

Bei ihrer Anfahrt hätten sie zunächst kein Feuer entdecken können, berichten die Feuerwehrleute. Erst durch den Hinweis und das Foto eines aufmerksamen Passanten habe man die Einsatzstelle lokalisieren können. Diese habe sich an einer schwer einsehbaren und nur schwierig erreichbaren Stelle befunden.

„Vor Ort stellte sich heraus, dass Angler dort eine kleine, erlaubte Feuerstelle betrieben hatten“, schildert die Feuerwehr. „Durch die starke Rauchentwicklung wurde der Eindruck eines Flächenbrandes erweckt, weshalb besorgte Passanten den Notruf wählten.“

Die Feuerwehrleute brauchen nicht einzugreifen und konnte den Einsatz nach kurzer Zeit beenden. Aber dennoch sei die Alamierung richtig gewesen. „Wenn der Verdacht besteht, dass etwas brennt, ist es immer richtig, den Notruf 112 zu wählen. Im Ernstfall kann jede Minute entscheidend sein.“

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Zahl der Bewohner im Wohnstift Hooksiel deutlich gestiegen

Hooksiel (8. 8. 2026) – Der „Ostfriesenjung Georg“ traf genau den richtigen Ton. Der Georg Galts spazierte mit seinem Mikrofon durch die Sitzreihen vor dem Wohnstift Hooksiel, schenkte den Bewohnern, deren Angehörigen sowie Gästen ein freundliches Lächeln und animierte dazu, bei den von ihm vorgetragenen Schlagern und Shantys mitzusingen.

„Ostfriesenjung Georg“ unterhielt die Bewohner und Besucher beim Sommerfest des Wohnstiftes Hooksiel musikalisch. Foto: hol

Dazu gab es Kuchen und Gegrilltes, Kaffee, Tee und Kaltgetränke. Beste Rahmenbedingungen für ein entspanntes Sommerfest. Die Leiterin des Wohnstiftes Hooksiel, Sabine Tepaß, begrüßte dazu am Freitag auch Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) und den Bürgermeisterkandidat der CDU, Thies Fischer. Beide unterstrichen die Bedeutung, die die Betreuungseinrichtung mit ihren 84 Plätzen für Hooksiel hat.

Überprüfung bestanden

Das Wohnstift, das seit gut einem Jahr zur Etvoila-Gruppe gehört, befinde sich auf einem guten Weg, versicherte Sabine Tepaß. Unmittelbar vor dem Sommerfest habe man eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst bestanden. „Das ist hervorragend gelaufen.“

Aktuell betreuen rund 60 Pflegerinnen und Pfleger und sonstige Mitarbeiter 80 Seniorinnen und Senioren. Damit habe man die Zahl der Bewohner deutlich steigern können, so Sabine Tepaß. Allerdings: „Wir brauchen dringend mehr Personal.“

Bedarfsabfrage für Spätbus

Angesichts des Fachkräftemangels im Pflegebereich sei es aber alles andere als einfach, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wie die Heimleiterin im Gespräch mit Szlezak und Fischer sagte, wäre eine in die Abendstunden erweiterte Busverbindung Richtung Wilhelmshaven dabei hilfreich.

Szlezak und Fischer zeigten sich für eine Bedarfsabfrage offen. Damit könne man feststellen, ob weitere Unternehmen wie etwa gastronomische Betriebe im Ort vergleichbare Probleme haben. Das Ergebnis könnte dann Grundlage für einen Antrag sein, einen Abendbus nach Wilhelmshaven einzusetzen. Gegebenenfalls, so Fischer, müssten sich die Nutznießer dann aber auch an den Kosten beteiligen.

Mülltonnen versperren über Tage Hooksieler Gehwege

Hooksiel (8. 8. 2026) – Mülltonnen versperren die Gehwege. Sperrmüll wartet in Grundstückseinfahrten wochenlang darauf, abgefahren zu werden. Kein schönes Bild. Schon gar nicht für einen Urlaubsort wie Hooksiel – und das in der Hauptsaison.

Am Montag der abgelaufenen Woche blieben die Papiertonnen stehen. Sie wurden erst am Dienstag abgeholt. Zumindest die, die noch an der Straße standen. Am Donnerstag waren die Biotonnen dran. Derselbe Ablauf: Die Tonnen wurden nicht wie geplant abgeholt. Die Fahrzeuge des vom Landkreis Friesland beauftragen Entsorgers rollten erst am Freitag durch Hooksiel. Immerhin recht früh am Tag.

Personalprobleme beim Entsorger

Der Landkreis Friesland als Untere Abfallbehörde räumt die Abfuhr-Verspätungen gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Hintergrund ist eine aktuell angespannte Personalsituation aufgrund von Urlaub und Krankheitsfällen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus.

Konsequenzen haben die Pannen für das Entsorgungsunternehmen offenbar nicht. Tourenabbrüche seien verständlicherweise ärgerlich, aber sofern diese am Folgetag nachgeholt würden, handle der Entsorger noch entsprechend des Vertrages, erläutert der Landkreis.

Von spontanen Terminverschiebungen oder nicht eingehaltenen Abfuhrterminen bei der Sperrmüll-Entsorgung sei dem Landkreis nichts bekannt. Betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollten sich direkt beim Landkreis unter abfallwirtschaft@friesland.de melden, falls es hier zu Problemen kommen sollte.

Barrieren für Senioren und Kinder

Gerade im Kreis von Bürgern und Unternehmern, denen Hooksiel als Urlaubsort am Herzen liegt, ist die Situation wenig befriedigend. Schon bei regulär ablaufenden Müllabfuhren versperren Tonnen die Gehwege fast einen ganzen Tag lang. Verschieben sich die Termine, sind die zum Teil recht schmalen Fußwege im Ort entsprechend länger blockiert – zumindest für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen und Rollatoren oder auch für Rad fahrende Kleinkinder.

Hinzu kommt, dass gerade bei vielen Ferienwohnungen, der Tonnendienst von Dienstleistern übernommen wird. Die wiederum können auf Verschiebungen der Abfuhrtermine kaum reagieren, so dass die verspätet geleerten Mülltonnen an den von ihnen betreuten Objekten auch schon mal eine ganze Woche lang nicht wieder auf die Grundstücke zurückgebracht werden. Ein Vermieter, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte: „So lange wir das Mülltonnen-Problem nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns über Barrierefreiheit im Ort keine Gedanken machen.“

„De Hooksieler“ laden ein: Drei Lokale – dreimal Livemusik

Hooksiel (7. 8. 2026) – Die Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ plant ein neues Veranstaltungsformat. Am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr soll „Hooksiel live“ Premiere feiern. Die Idee: „Drei Lokalitäten – drei Musikrichtungen“. Das Publikum kann dabei von Spielstätte zu Spielstätte pendeln oder auch in seiner Lieblings-Lokalität länger verweilen. 

Anke Müller (rechts) will mit „De Hooksieler“ ein neues Musikformat rund um den Alten Hafen etablieren. Auf dem Foto (von links) Kathrin Klostermann („Zum Schwarzen Bären“), Vanessa Müller (Feuerwehr), Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“,), Monika Stamer „Packhaus/Ahoi““ und davor Anja Dittmer („De Hooksieler“). Foto: privat

Als gastronomische Partner haben „De Hooksieler“ die Cocktailbar „Ahoi“ und das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ gewonnen. Als dritte Spielstätte ist das Alte Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen vorgesehen. Im „Ahoi“ spielt  Rolf Buers Kneipenmusik im „old american Style“. Sein Motto: Musik ohne Effekte, einfach nur Stimme und Gitarre, ehrlich und zu 100 Prozent live.

Im „Schwarzen Bären“ tritt das Duo „B.ART“ – Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec –  mit einer Mischung aus bekannten und unbekannten Songs aus dem Bereich Irish-Folk auf.
Im Alten Feuerwehrgebäude gastiert der Wangerländer Tom Thomssen (Foto), der unter anderem seine neue Single „Can I say“ vorstellen wird.  Hier wird die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für die Getränke sorgen.


Der Vorverkauf der Eintrittskarten (15 Euro) beginnt am kommenden Montag, 10. August, im Frische-Kiosk Dekena. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden nur vier Karten pro Person verkauft.

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Jubiläum: 25 Jahre Tennis-Meisterschaften am Strand von Schillig

Schillig (7. 8. 2026) – Ab heute trägt der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) am Strand von Schillig seine 25. Beach-Tennis-Meisterschaften aus. Rund 150 Spielerinnen und Spieler werden den Strand bis Sonntag in Deutschlands größte Beach-Tennis-Bühne verwandelnt.

„25 Jahre Beach Tennis in Schillig stehen für sportliche Entwicklung, große Begeisterung und eine besondere Gemeinschaft“, sagt Turnierveranstalter Fabian Flügel. „Wir freuen uns auf ein Jubiläumswochenende, das den Wettbewerb auf dem Platz mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen am Strand verbindet.“

In der Herrenkonkurrenz treten 28 Teams an, bei den Damen haben 18 Doppel gemeldet. Besonders groß ist das Interesse an der gemischten Doppelkonkurrenz: Hier stehen derzeit 42 Teams in der Meldeliste. Kurzentschlossene können sich fürs Mixed noch bis Samstag, 8. August, um 11 Uhr vor Ort anmelden. Insgesamt stehen maximal 48 Startplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gehen vier Teams bei den U18-Junioren, drei Doppel bei den Herren 50, acht Teams bei den Damen 40 und elf Mannschaften bei den Herren 40 an den Start.

Auch abseits der Meisterschaftswettbewerbe bietet der TNB Möglichkeiten zum Mitspielen. Für das Hobbyturnier ist kein fester Doppelpartner erforderlich. Die Spielpartner werden in jeder Runde neu zugelost. Anmeldungen sind auch kurzfristig vor Ort möglich.

Am Samstag beginnt der sportliche Wettbewerb um 10 Uhr mit den Herren und dem Hobbyturnier. Die Damen starten um 11 Uhr, ehe ab 13.30 Uhr die gemischten Doppel auf die Plätze gehen. Ab 20 Uhr steht das 25-jährige Jubiläum im Mittelpunkt. Der TNB blickt mit Geschichten, Erinnerungen und unterhaltsamen Besonderheiten auf die Entwicklung des Beach-Tennis im Verband zurück.

Außerdem wird erstmals ein Schillig-Song präsentiert. Um 21 Uhr beginnt das Finale der gemischten Doppel unter Flutlicht. Danach wird das Jubiläum bei der großen Feier am Strand fortgesetzt.

Der Sonntag gehört den Entscheidungen bei Damen und Herren. Ab 9.30 Uhr werden die Haupt- und Nebenrunden fortgesetzt. Um 10 Uhr beginnen das zweite Hobbyturnier und die Konkurrenz der Herren 50.

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Muster und Mimesis: Die „Badende“ aus Hooksiel

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die Zeit des Residenz-Stipendiums der Berliner Künstlerin Agnes Lörincz 
im Künstlerhaus Hooksiel neigt sich dem Ende zu. Bevor die Malerin und Designerin am Sonntag, 16. August, ihre Ausstellung abbaut, gibt sie interessierten Besuchern eine Woche vorher, 
am Sonnabend, 8. August, ab 15 Uhr einen Einblick in ihre in Hooksiel entstandenen Kunstwerke.

Wie angekündigt, hat Agnes Lörincz unter dem Titel „Muster und Mimesis“ Hooksiel und das Badeleben am Strand auf sich wirken.  Diese Impressionen hat sie künstlerisch verarbeitet.
Entstanden ist so unter anderem das Acrylbild „Badende“ (Foto). Die Ausstellung insgesamt ist noch bis zum kommenden Wochenende zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

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Wellen zu hoch: Reederei sagt Helgoland-Fahrt ab

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die für den morgigen Freitag, 7. August, geplante Helgoland-Fahrt ab Hooksiel fällt aus. Die Reederei Alder-Eils begründet die Entscheidung mit der Wetterprognose und der vorhergesagten Wellenhöhen.

Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich für  Umbuchungen oder Erstattungen mit ihrer jeweiligen Vorverkaufsstelle in Verbindung zu setzen. Wer sein Ticket online gekauft hat, hat bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich wegen einer gewünschten Umbuchung mit der Reederei in Verbindung zu setzen (per Mail unter info@adler-eils.de) und seinen neuen Wunschtermin für eine Helgoland-Reise zu übermitteln. „Danach werden alle online gekauften Tickets automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet“, so die Reederei. 

Die für Freitag geplanten Fahrt ab Wilhelmshaven (Abfahrt 12.30 Uhr / Rückfahrt 18.30 Uhr) findet nach aktuellem Stand wie geplant statt.

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Hunde und Pferd warteten vergebens auf Schildkröte

Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.

Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.

Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol

Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.

Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter. 

Die ersten Schollenfilets erhielten 60 Wattwanderer

Hooksiel (5. 8. 2026) – Mehr Erlebnis-Gastronomie geht nicht. Bei herrlichem Wetter genossen zahllose Menschen am Badestrand von Hooksiel leckere, mitten im Watt gebratene Schollenfilets. Dabei brachte der Ansturm der vierstelligen Zahl an Kunden die Köche und Servicekräfte der Wangerländer Betriebe, die sich für die Aktion zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben, heute sichtbar an ihre Grenzen.

Auf riesiges Interesse stieß heute das Schollenbraten am Strand von Hooksiel. Foto: hol

„Ich wollte mich bei ihnen recht herzlich bedanken“, sagt eine Urlauberin, die die Gastronomin Ute Eden vom „Friesland-Stern“ in Horum beim Tellerwaschen unterbricht. „Wir hatten von der Veranstaltung bisher nur gelesen. Aber das das so schön ist …“

Großer Andrang von Urlaubern

Ute Eden freut sich sichtbar über das Kompliment, das man an diesem Schollentag immer wieder hört. Zeit für ein Gespräche mit der Urlauberin hat sie aber nicht. Die Zeit drängt, die Teller wollen gespült werden. Nicht nur, weil noch eine lange Schlange von Fischfreunden an der Tellerausgabe steht.

Das Zeitfenster für das „Schollenbraten im Watt“ ist durch die Gezeiten begrenzt. Mit dem ablaufen Wasser hatten 30 bis 40 Mitarbeiter der Seesterne-Restaurants die Verkaufsstände im Watt aufgebaut. Dem zum Teil aufkommenden Wind zum Trotz lagen um 11 Uhr die ersten Schollenfilets in den Pfannen.

Das geduldige Warten im Watt wurde mit einem frisch gebratenen Schollenfilets belohnt. Foto Hol

Bis 13.30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. „Als der erste Priel hinter uns voll Wasser gelaufen war, mussten wird den Verkauf abbrechen“, sagte Sven Klostermann vom „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Da waren bereits über 300 Kilogramm Schollenfilets vertilgt. „Die letzen acht verbliebenen Schollen haben dann unsere Mitarbeiter gegessen.“

Insgesamt dürfte das Schollenbraten in Höhe des Strandhauses 2 in diesem Jahr eine rundum gelungene Sache gewesen sein. Die vergleichbare Aktion am Strand von Schillig hatte vor wenigen Tagen witterungsbedingt noch an den Strand verlegt werden müssen. Aber: Scholle mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße, dazu ein erfrischendes Kaltgetränk – für viele Urlauber ist das offenbar „Friesland-Urlaub pur“. Geduldig standen sie barfuß an, um im Anschluss das Menü auf Holzbänken am Strand zu genießen – und sich dann zu bedanken.

Geburtsstunde 2004

Die Gründung der „Seesterne“ geht auf die Initiative der Wangerland Touristik GmbH im Jahr 2004 zurück. Unter Federführung eines Gastronomieberaters suchten Vertreter von gut zehn Betrieben aus dem Jeverland ein Konzept für ein Angebot, das Kreativität und Erfahrung der jeweiligen Partner unter Beweis stellen sollte, ohne die jeweiligen Eigenarten zu verwässern.

Mit der Geburtsstunde der Gastronomie-Kooperation wurden Sprecher gewählt sowie ein Ehrenkodex, ein Logo und einige Direktiven entwickelt. Dazu gehört etwa die Überzeugung: „Zusammen sind wir Stärker“ und „Gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit“. 

Grundlage für Kooperation von Gastronomen

Im Sommer 2004 wurde das „Erste Schollenbraten im Watt vor Schillig“ ins Leben gerufen. Nach unzähligen Meetings, Meinungsverschiedenheiten, jeder Menge Vorarbeit und Probeläufe war der Tag X gekommen. „Im Morgengrauen des 23. August 2004 wurden Kocher, frische Fischfilet, Pfannen, Deko, Stühle, Bänke, Getränke, . . . eben alles was man so braucht, um die geplanten 60 Wattwanderer zu verpflegen, ins Watt gekarrt“, heißt es in einer Chronik.

Die Aktion fand schnell überregional Anklang, war Gegenstand von Presse- und Fernsehberichterstattung. Der Grundstein für die Kooperation und viele weitere Aktivitäten war gelegt wie etwa für gemeinsame Messebesuche, Kartoffelfeste oder die Entwicklung einer gemeinsamen Fahrradkarte. Aber das sind andere Geschichten.