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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

AWV: Stadt Wilhelmshaven soll Weg für Energiepark ebnen

Wilhelmshaven/Hooksiel (15. 1. 2025) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV) fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, die Bauleitplanung für die Entwicklung eines Energieparks auf dem Voslapper Groden zügig voranzutreiben. Derzeit beschäftigen sich die kommunalen Gremien des Rates der Stadt mit den notwenigen Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes sowie der Naturschutzregelungen. 

So könnte einer der wichtigen Bausteine des TES-Energieparks auf dem Voslapper Groden-Nord aussehen: Ein Terminal für den Import von LNG und anderen verflüssigten Gasen gepaart mit einem Anleger für den Export von CO2. Grafik: TES

Der einst für industrielle Zwecke aufgespülte Voslapper Groden-Nord in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hooksiel ist als EU-Vogelschutzgebiet eingestuft. Ein Konsortium um das Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) will hier am tiefen Fahrwasser der Jade unter anderem Anlage schaffen, die den Import und die Weiterverarbeitung von so genannten „grünen Gasen“ ermöglichen, die als wesentlicher Baustein für die Energiewende gelten.

Milliarden-Investition

Die Investoren wollen nach eigenen Angaben mehrere Milliarden Euro investieren. Zu den geplanten Komponenten gehört neben dem Import von verflüssigten Gasen die Produktion von Wasserstoff und der Export von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zum Beispiel in Richtung von Lagerstätten unter der Nord- und Ostsee. Der Energiepark soll 2030 mit seinen Betrieb starten und nach und nach weiter ausgebaut werden. 

Der AWV unterstützt das Projekt. Es sei ein Beitrag zur langfristigen Sicherung von Beschäftigung, Wertschöpfung und Investitionsfähigkeit in der Region. Als Energie- und Logistikdrehscheibe, als sicherheitsrelevanter Standort und als industrieller Anker im Nordwesten nehme Wilhelmshaven eine herausgehobene Stellung ein. „Die Stadt ist bereits heute Teil der kritischen Infrastruktur dieses Landes“, so AWV-Präsident Tom Nietiedt. „Energie kommt hier an, Sicherheit wird hier gewährleistet und Versorgung wird hier organisiert. Investitionsentscheidungen sind dabei auf verlässliche Rahmenbedingungen, Flächenverfügbarkeit und Planungssicherheit angewiesen. Verzögerungen oder Verlagerungen schwächen den Standort nachhaltig.“

Perspektive für die Stadt

Die Entwicklung der Grodenflächen sei eine Voraussetzung für die langfristige wirtschaftliche Perspektive der Stadt. Sie diene nicht einzelnen Unternehmen, sondern schaffe die planerische Grundlage für Ansiedlungen, Wertschöpfung, Beschäftigung und industrielle Entwicklung. „Ohne verfügbare und zusammenhängende Flächen sind diese Perspektiven für zukünftige Generationen nicht realisierbar“, ist der AWV überzeugt. 

Der Verband mit mehr als 420 Mitgliedsunternehmen pocht auf zügige Beschlüsse der städtischen Gremien. Man erkenne an, dass die Entwicklung in bestehende Natur- und Landschaftsräume eingreife. Daher erfordere das Projekt eine rechtlich geprüfte Abwägung, umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen sowie langfristige ökologische Begleitung. Ziel müsse es sein, wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz miteinander zu verbinden, so der AWV.

Ein Verschieben von Entscheidungen sei keine Lösung, zumal damit nach Ansicht von AWV-Vizepräsident Thomas Bruns das Risiko einher gehe, dass die notwendigen Entwicklungen andernorts realisiert werden.

Kritik von Naturschützern

Die finale Entscheidung des Rates der Stadt über die Bauleitplanung ist für den 21. Januar vorgesehen. Umwelt- und Naturschutzverbände sehen die Pläne mit Blick auf die Folgen für das Naturschutzgebiet und den dort lebenden seltenen Vogelarten kritisch. Die Ratsgruppe „Gemeinsam Bunt“ erwägt rechtliche Schritte, fordert aber zumindest eine Verschiebung der Entscheidung. 

Hooksieler Weihnachtssterne wieder eingemottet

Hooksiel (15. 1. 2026) – Die Weihnachtszeit ist endgültig vorbei. Untrügliches Zeichen dafür: Die Arbeitsgruppe Hooksiel hat die Weihnachtststerne entfernt, die seit dem ersten Advent den Ort beleuchtet haben. Insgesamt hingen an den Straßenlaternen 66 Sterne, die jetzt demontiert und für das nächste Weihnachtsfest eingemottet wurden.

Eigentlich hätte die Arbeitsgruppe die Sterne bereits in der vergangenen Woche bergen wollen. Aufgrund des Winterwetters wurde die Aktion dann um eine Woche verschoben. Das Bild zeigt Sabine Greiff und Heinrich Theilen von der Arbeitsgruppe bei ihrem Einsatz an der Viethstraße.

Straßen und Radwege weitgehend vom Schnee befreit

Hooksiel (14. 1. 2026) – Entwarnung an der Wetterfront. Bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad plus werden heute die letzten Schnee- und Eisreste wegtauen. Und, so die Prognose der Meteorologen: Die frühlingshaften Temperaturen sollen in den nächsten Tagen anhalten.

Viele Radwege um Hooksiel herum sind bereits wieder befahrbar. Die Räumdienste haben hier ganze Arbeit geleistet. Foto: hol

Erstaunlich: Selbst die Radwege entlang der Kreis- und Landesstraße im Umfeld von Hooksiel sind bereits weitgehend wieder befahrbar. Hier hatten die Räumtrupps um das vergangene Wochenende herum den von den Straßen geschobenen Schnee abgelagert – die weißen Berge türmten sich teilweise bis zu zwei Meter Höhe auf. 

Entspannen dürfte sich jetzt auch die Lage bei der Müllabfuhr. Bereits Dienstagfrüh, als durchaus noch Eisplatten auf den Nebenstraßen lagen, entsorgte die Firma Nehlsen in Hooksiel die Wertstofftonnen. Aufgrund der Wetterlage waren zuvor die Restmüll- und die Biotonnen stehen geblieben. 

Für den morgigen Donnerstag steht in Hooksiel der nächste reguläre Termin für die Leerung der Restmülltonnen an. Der Landkreis Friesland als Abfallbehörde hatte darauf hingewiesen, dass Bürger dann einmalig neben die Mülltonnen Abfallsäcke mit überschüssigem Restmüll stellen dürfen, der von der Firma Augustin kostenlos mit entsorgt werden soll. Gleiches gilt für die Biotonne, die allerdings erst wieder am 5. Februar geleert wird. 

Marode Georg-Adden-Straße meldet sich zurück

Hooksiel (14. 1. 2025) – Der Schnee ist weg, die Sorgen bleiben. Christiane Obst blickt besorgt aus dem Fenster ihres Wohnzimmers auf die Georg-Adden-Straße, die beim Besuch von „Hooksiel-life“ an diesem Montag noch von einer dicken Schneedecke bedeckt war.

Schnee zu schieben war nach den Worten von Christiane Obst in der Georg-Adden-Straße gar nicht möglich. Der Schneeschieber hätte die Klinker aus dem maroden Straßenbelag gezogen..Foto: hol

„Wir hätten gern einen Gehstreifen für Fußgänger frei geschoben“, schildert Christiane Obst. „Aber das geht beim besten Willen nicht.“ Warum? Die Klinkerstraße ohne separaten Gehweg ist nach Darstellung der Hooksielerin zumindest in Teilbereichen in einem derart desolatem Zustand, dass man beim Schneeschieben gleich etliche Klinkersteine mit aus der Straße reißen würde.

Stark sanierungsbedürftig

Die historische Straße gilt seit Jahren als dringend sanierungsbedürftig. Lange stand sie in einer Prioritätenliste der Gemeinde Wangerland ganz oben. Viel passiert ist in den vergangenen fünf Jahren dennoch nicht. Auch aus finanziellen Gründen. „An einigen Stellen wurden mal kaputte Klinker ausgetauscht“, erinnert sich Christiane Obst. Allerdings habe man dann offenbar nicht genug Steine für die gesamte Straße gehabt. Vor ihrem Haus jedenfalls sei der Zustand inzwischen untragbar.

Hilferuf an Gemeinde

Dass die Klinker durch vorbeifahrende Autos hochgeworfen würden, sei das eine. Das andere die desolate Entwässerung. Die Berme entlang der Straße könne das Wasser nicht aufnehmen. Immer wieder fließe Wasser auf ihr Grundstück und – trotz Drainage am Haus – in den Keller des Wohnhauses. Ihr grause es schon vor dem Tauwetter. „Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich das mal jemand vom Bauamt der Gemeinde ansieht, damit man mal gemeinsam überlegen kann, was hier geschehen kann und muss.“ 

Thalasso Meeres Spa: Rabatte für Gästekarten-Besitzer

Wangerland (13. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) verstärkt ihre Bemühungen, das Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel zu beleben. Ab sofort erhalten Besitzer einer gültigen Gästekarte zehn Prozent Rabatt auf alle Leistungen in dem Gesundheitstempel.

Das Thalassa Meeres Spa bietet neben verschiedenen Anwendungen Raum für Ruhe und Entspannung. Foto: WTG

„Der Vorteil gilt nicht nur für Übernachtungsgäste aus dem Wangerland, sondern für die gesamte Tano-Region. Alle Inhaberinnen und Inhaber einer NordseeCard können diesen Vorteil zukünftig nutzen“, erläutert WTG-Marketingleiterin Eske Gobes. Damit biete das Haus an der Nordsee einen zusätzlichen Anreiz, während des Urlaubs aktiv etwas für Gesundheit und Erholung zu tun. Die Tano-Region erstreckt sich über die gesamte niedersächsische Nordseeküste.

Marketing-Offensive

Das im Juni 2024 eröffnete TMS steht für authentische Thalasso-Therapie, die Ruhe, Gesundheit und die natürliche Kraft des Meeres miteinander verbindet. In die Schlagzeilen geraten ist das Projekt bislang allerdings fast ausnahmslos durch die Verdreifachung seiner Baukosten, die maßgeblich mit zur Insolvenz der WTG beigetragen hat. Die wohltuenden Anwendungen mit Meerwasser, Algen oder Schlick, die für Regeneration und Entspannung sorgen sollen, sind darüber zunächst in den Hintergrund getreten.

Die WTG hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine Marketing-Offensive angekündigt. Erklärtes Ziel von Geschäftsführung und Insolvenzverwalter ist es, den Betrieb des TMS aufrecht zu erhalten. Der Rabatt für Gästekarten-Inhaber ist ein Baustein dafür. 

Leistungen auch einzeln buchbar

Eine weitere Änderung: Wer nur wenig Zeit mitbringt, kann die Angebote im TMS künftig auch ohne längeren Aufenthalt wahrnehmen. „Ob Massage, Peeling, Kältekammer oder Kosmetik – alle Leistungen sind einzeln buchbar und ermöglichen es, gezielt kurze Entspannungsphasen in den Alltag zu integrieren“, heißt es in einer Mitteilung der WTG.

Aber, so wird das Spa-Team des Hauses zitiert: „Wir empfehlen den Gästen für das ganzheitliche Thalasso-Erlebnis ihre Anwendung immer mit einem Aufenthalt im TMS zu kombinieren. Die Symbiose aus wirkungsvollen Anwendungen und dem Zur-Ruhe-Kommen ist zentraler Aspekt unseres Konzepts.“

Bademantel und Snacks

Bei gebuchten Anwendungen mit Aufenthalt würden Gäste zusätzlich von zahlreichen Inklusivleistungen profitieren. Dazu würden Bademantel und Badetuch, kleine Snacks und Getränke, der Zugang zu Ruhebereichen sowie der Panoramablick auf die Nordsee von der Dachterrasse gehören. 

Wer die Rabatte nutzen möchte, muss seine Gästekarte vor Ort vorzeigen. Bei Online-Buchungen wird der Preisnachlass durch einen Code automatisch abgezogen, die Gästekarte wird dann vor Ort kontrolliert. Weitere Informationen hierzu unter wangerland.de/gaestekarte.

Leuchtfeuer Horumersiel
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Hooksiel-Life: Neues Angebot zur Kommunalwahl 2026

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (13. 1. 2025) – Ihre Netzzeitung „Hooksiel-life“ hat ein neues Angebot. Im Untermenü „Kommunalwahl 2026“ finden sie die wichtigsten Informationen zum Super-Wahltag 13. September 2026 aus Sicht des Wangerlandes. 

An diesem Sonntag im kommenden Herbst nämlich werden alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerländer ab 16 Jahren aufgefordert sein, einen neuen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates zu bestimmen. Darüber hinaus entscheiden die Wähler über den künftigen Kreistag des Landkreises Friesland und wählen einen Nachfolger für den scheidenden Landrat Sven Ambrosy.

Wenn Sie auf dem Weg dorthin einmal den Überblick verlieren sollten, schauen Sie einfach ins neue Untermenü. Hier sammeln wir, neben der aktuellen Berichterstattung, die wichtigsten Daten und Fakten zu den verschiedenen Wahlgängen, zu Kandidatinnen und Kandidaten, zu Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerbern. Die Berichte dort werden in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig ergänzt und auf den jeweiligen Stand gebracht. 

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Trauerfall überschattet Hooksieler Püttbierfest

Hooksiel (13. 1. 2026) – Eigentlich hätte es eine fröhliche Feier werden sollen, das Püttbierfest der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Tatsächlich wurde es ein besinnliches Treffen, bei dem eines im Vordergrund stand: Die Trauer um den kurz zuvor an den Folgen einer Erkrankung verstorbenen Alterskameraden Werner Tammen.

Trauerten an der „Hafen-Pütt“: Die Alterskameraden der Feuerwehr Hooksiel (von links) Günter Schmöckel, Püttmeister Fred Bergmeyer, Hans Frerichs, Herbert Gruben, Johann Ubben und Harald Zinn. Foto: hol

Tammen habe zu den Aktivposten der Gruppe gehört, sagte der Sprecher der Alterskameraden, Günter Schmöckel: „Ein verlässlicher Kamerad, ein Freund und stets hilfsbereit.“ Unter anderem habe er zu jenen gehört, die im vergangenen Jahr tatkräftig mit angepackt haben, die Hooksieler „Hafen-Pütt“ an ihrem bisherigen Standort auf dem ehemaligen Feuerwehrgrundstück an der Lange Straße abzubauen und an ihrem neuen Platz an der Ecke Lange Straße/Obernstraße wieder aufzubauen.

Auch als Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste sollte Tammen an diesem Montag zum neuen Püttmeister gewählt werden. Püttmeister waren früher in der Region für die Wasserqualität der Brunnen verantwortlich. Mit dem 2006 in Hooksiel errichteten Pütt-Nachbau, der selbst keinen Wasseranschluss hat, wollen die Feuerwehrkameraden die große Bedeutung von Wasser fürs Leben unterstreichen – und beim jährlichen Püttbierfest ein wenig feiern. 

An der „Hafen-Pütt“ stießen die Feuerwehrleute auf ihren verstorbenen Alterskameraden an. Anschließend fuhren aktive Feuerwehrleute sie zum gemeinsamen Essen zum neuen Feuerwehrgerätehaus. Püttmeister bleibt für ein weiteres Jahr Fred Bergmeyer.

Nach Training an der Jaderennbahn Platz 2 im Sauerland

Hooksiel (12. 1. 2026) – Das Training im „Wintersport-Stadion“ an der Hooksieler Jaderennbahn hat sich aus ausgezahlt. Beim „Saturday-Night-Race“ in Winterberg im Sauerland am vergangenen Samstag hat der Hooksieler Leonard Köster einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. 

Beim KidsCup des Westdeutschen Skiverbandes konnte sich Leonard vom Sportverein SC Wangerland über einen Platz auf dem Podium freuen. Mit seinem beherzten unkonventionellen Stil überflügelte er in seinem ersten Skirennen überhaupt zahlreiche Teilnehmer aus den etablierten Skiclubs wie dem SK Winterberg oder dem Snowteam Neuss und sicherte sich die Silbermedaille.

Müller folgt auf Müller: Wechsel in Tierarztpraxis

Hooksiel (12. 1. 2026) – Tierarztpraxis Müller bleibt Tierarztpraxis Müller. Nur der Doktor tritt ins zweite Glied. Dr. Hans-Ulrich Müller (67) hat seine Hooksieler Praxis an Tierarzt Janto Müller (35) übergeben, der schon in den vergangenen Monaten bei ihm mitgearbeitet hat. Hans-Ulrich Müller wird seinerseits auch künftig noch ein bis zwei Tage in der Woche und als Urlaubsvertretung Patienten in der Kleintierpraxis betreuen.

Das Mitarbeiterinnen- und Helferinnenteam der Tierarztpraxis Müller begleitete den Inhaber-Wechsel von Dr. Haus-Ulrich Müller (4. von links) auf Janto Müller (3. v. l.) mit einer originellen Inszenierung. Fotos: Praxis

Beide Tiermediziner sind gebürtige Wangerländer. Als Sohn seines Cousins hatte Hans-Ulrich Müller seinen potenziellen Nachfolger schon seit längerem im Blick. Für einen harmonischen Übergang sprechen auch ein Reihe von Gemeinsamkeiten. 

Landwirtschaftliche Lehre vor dem Studium

Beide Mediziner haben Abitur am Mariengymnasium in Jever gemacht und danach zunächst eine landwirtschaftliche Lehre absolviert. Hans-Ulrich Müller, Sohn der Wangerländer Trabrennsport-Legende Heinz-Friedrich Müller, widmete sich vor dem Studium an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover ein Jahr lang dem Pferdesport. Hier sammelte er Erfahrungen, die ihm bei seiner Doktorarbeit zugute kamen. Das Thema: Die Auswirkungen des Hufbeschlags auf die Bewegungsabläufe von Rennpferden. Janto Müller studierte nach der Lehre zunächst in Budapest, bevor er nach Hannover wechselte, wo er sein Studium 2019 abschloss. 

Praxis-Inhaber Janto Müller (rechts) wird künftig von den angestellten Tierärzten Dr. Hans-Ulrich Müller und Dr. Kathrin Lange unterstützt.

Schon während seiner Promotion arbeitete Hans-Ulrich Müller für Tierärzte in ganz Deutschland als Urlaubsvertretung. 1987 eröffnete er seine eigene Praxis in der Nordstraße in Hooksiel – damals mit Schwerpunkt Pferd. 1988 kam die Kleintierpraxis hinzu. 1990 zog Hans-Ulrich Müller mit Familie und Praxis in einen Neubau am Pakenser Altendeich um. Behandelt wurden Rinder, Pferde und Kleintiere, wobei der Schwerpunkt sich mehr und mehr hin zu Kleintieren verlagerte. Heute werden hier ausschließlich Kleintiere behandelt.

Schwerpunkt bei Hunden und Katzen

An dieser Ausrichtung will Janto Müller festhalten. Er arbeitete nach dem Studium zunächst als angestellter Arzt in Bramsche, bevor er 2023 in eine Praxis in Jever wechselte, in der vornehmlich Rinder betreut wurden, wobei der Mediziner auch Erfahrung mit Kleintieren hat. Sein Ziel sei die Selbstständigkeit gewesen, so Janto Müller. Für die Kunden wichtig: „Die Praxis bleibt unabhängig.“ Das Versprechen des Inhabers: „Wir haben den Patienten im Blick und stehen für eine faire Beratung.“ 

„Hunde und Katzen sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu Familienmitgliedern geworden“, beschreibt Dr. Müller den gesellschaftlichen Trend. Aktuell gehören zur Tierarztpraxis, neben Inhaber Janto Müller die angestellten Tierärzte Dr. Kathrin Lange und Dr. Hans-Ulrich Müller sowie ein fünfköpfiges Helferteam. Behandelt werden vornehmlich Hunde und Katzen, von der Halter-Beratung bis hin zu Operationen. Die Kunden kommen zum größten Teil aus dem gesamten Jeverland und aus Wilhelmshaven.

WTG verdoppelt Zahl der Stellplätze für Camper mit Hund

Schillig/Hooksiel (12. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) erweitert auf dem Nordsee-Campingplatz in Schillig ihr Angebot für Gäste mit Hund. Bisher war allein der Platz 1 direkt neben der Rezeption für Camperinnen und Camper mit Hund vorgesehen. 

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage, so die WTG, seien künftig auch auf Platz 2 Hunde erlaubt. Damit werde man die Zahl der Stellplätze für Gäste mit Hund verdoppeln. Es gebe einen anhaltenden Trend, den Campingurlaub an der Nordsee gemeinsam mit seinem Hund zu verbringen.

Für Hundehalter biete der Campingplatz bereits seit Längerem eine hundefreundliche Infrastruktur. Dazu gehören aus Sicht der WTG eine Hundedusche sowie eingezäunte Freilaufflächen, die genügend Platz zum Spielen und Toben böten. Der direkt hinter dem Deich gelegene Platz verfüge zudem über kurze Wege zum Hundestrand. 

Die gemeindeeigene WTG betreibt seit Jahresbeginn nur noch den Campingplatz Schillig. Der Platz in Hooksiel wurde im Rahmen der laufenden Insolvenz in Eigenregie an einen privaten Betreiber verkauft.