Hooksiel (25. 12. 2025) – „Wenn man zusammen etwas anpackt, kann man einiges auf die Beine stellen.“ Diese Feststellung von Pastor Stefan Grünefeld unterstrichen an Heiligabend in der voll besetzten Kirche zu Pakens gut 200 Christinnen und Christen mit donnerndem Applaus.
Mit einem Krippenspiel wurden die Christen in Hooksiel in der Kirche zu Pakens auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Foto: hol
Zuvor hatten der von Barbara Köster geleitete Kinderchor sowie eine große Gruppe von Krippenspielerinnen und Krippenspieler ihr Publikum mit nach Bethlehem genommen, direkt in den Stall, in dem vor über 2000 Jahren Jesus Christus geboren worden ist. Maria und Josef, Hirten und Heilige, natürlich auch Engel wurden lebendig. Toll gesungene Lieder, rührend vorgetragene Texte – Weihnachtsstimmung pur.
Während der Kinderchor regelmäßig probt, hatten sich die Krippenspieler eigens für den Weihnachtsgottesdienst zusammengefunden. Unter Anleitung von Frauke Janßen-Effertz, Sandra Müller und Stefanie Seiler übten die Mädchen und Jungen im Alter von drei bis zehn Jahren ihre Rollen seit den Herbstferien.
Insgesamt neun Mal trafen sich die kleinen Darsteller dafür in der Kirche zu Pakens – Texte lernen, vortragen, singen, Übergänge abgstimmen und Kostüme anprobieren. Die Kostüm stammten teils aus dem Fundus der Kirche, teils wurden sie aber auch von Eltern neu kreiert. Zum Erfolg der Aufführung maßgeblich mit beigetragen haben Martha und Greta aus dem Konfirmanden-Team, die mit ihren Texten den roten Pfaden der Weihnachtsgeschichte spannen.
Der Hooksieler Kinderchor sang zum Fest wunderschöne Lieder. Foto: hol
Es ist wieder so weit. Weihnachten. Erneut kein Schnee. Aber immerhin ist es kalt. Und am Abend irgendwann soll der Weihnachtsmann kommen. Mit Bescherungen.
Auch das noch. Bescherungen. Hatten wir davon im ablaufenden Jahr nicht schon genug? Die Welt brennt. Krieg, Gewalt, Hunger und Armut überall. Selbst unsere Wohlstandsblase Deutschland scheint bedroht. Auch das Wangerland ist betroffen, sogar Hooksiel.
Unsicherheiten und Ängste
Die schlechte Nachricht des Jahres: Die Wangerland Touristik GmbH ist insolvent. Die Versuche, das gemeindeeigene Unternehmen in Eigenregie zu retten, werden Spuren hinterlassen. Der Campingplatz in Hooksiel ist an private Investoren verkauft. Das Ende des Meerwasser-Hallenwellenbades scheint besiegelt. Und was aus dem Gästehaus wird, steht in den Sternen …
Vieles bei der kommunalen Tourismus-Tochter wird sich verändern. Ob für Gemeinde, Bürger und Gäste zum Besseren oder zum Schlechteren muss sich erweisen. Betroffen sind auf jeden Fall eine ganze Reihe von Beschäftigten der WTG, denen bereits gekündigt wurde. Obwohl sie einen guten Job gemacht haben, zum Teil über Jahrzehnte. Das löst Unsicherheiten aus, auch Ängste. Schöne Bescherung.
Wir wünschen uns allen gegenseitig „Frohe Weihnachten“. Es ist schwer, sich über Weihnachten zu freuen, wenn man nicht weiß, wie der Alltag danach aussieht.
Wunder sind möglich
Und dennoch: Weihnachten ist das Fest der Hoffnung. Die Christenheit glaubt an das Wunder der jungfräulichen Geburt, an die Versöhnung der Mächtigen an der Krippe von Jesus. Lasst uns die Zuversicht behalten, dass am Ende alles gut werden kann. Auch wenn es dazu ab und zu mal Wunder braucht.
Zumindest wir in Hooksiel haben Grund dazu. Wir leben in einem schönen Ort, in dem auch viele andere gern leben möchten; zumindest zeitweise. Wir haben eine gute Infrastruktur – Schule, Kindergarten, Arztpraxen, Apotheke, Geschäfte, Tankstelle, Gastronomie, Sport- und Freizeitangebote. Ebenso wichtig: Viele Hooksieler engagieren sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl, bei den Kirchen und sozialen Institutionen, in Vereinen, in Arbeitsgruppen. Es gibt einen guten Zusammenhalt, kaum Gewalttätigkeiten und einen offenen Diskurs über den richtigen Weg in die Zukunft. Gut so!
Frische Ideen
Mich würde es nicht wundern, wenn sich Vieles im neuen Jahr zum Besseren wendet. Private Investoren müssen nicht die Vorboten für den Untergang des Wangerlandes sein. Im Gegenteil. Sie bringen möglicherweise frische Ideen, schaffen neue Arbeitsplätze und damit Wohlstand.
Wir selbst sind aber auch gefordert. Bei der Aufklärung des Desasters rund um den Bau des Thalasso-Zentrums in Horumersiel etwa oder bei der Auswahl unseres künftigen politischen Führungspersonals. Im nächsten Herbst sind Kommunalwahlen. Wir sollten schon jetzt wirklich engagierten Mitbürgern Mut machen, sich als Kandidatinnen oder Kandidaten aufstellen zu lassen – damit wir die Wahl (und nicht die Qual) haben, einen guten Gemeinderat zu nominieren.
Den Zusammenhalt in den Ort müssen wir uns aber weiterhin selbst bescheren. Dazu gehört eine gute und offene Kommunikation. Als „Hooksiel-Life“ werden wir uns auch 2026 darum bemühen, unseren Teil dazu beizutragen. In diesem Sinne: „Frohe Weihnacht Hooksiel, frohe Weihnacht Wangerland!“
Wilhelmshaven/Hooksiel (23. 12. 2025) – Das Team des Insolvenzverwalters der Vynova Wilhelmshaven GmbH sucht nach einem Käufer für das Wilhelmshavener PVC-Werk. Man führe erste Gespräche mit Interessenten, die sich bezüglich der Übernahme des Unternehmens von sich aus gemeldet hätten, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaumann von der Pluta Rechtsanwalt GmbH heute mit. Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am 12. Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet.
Banken sichern Massekredit
Die gute Nachricht: Der energieintensive und damit kostenintensive Geschäftsbetrieb konnte vorerst stabilisiert werden. Dafür habe Pluta-Team in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche mit Banken, dem Land Niedersachsen sowie weiteren Lieferanten und Dienstleistern sowie den anderen Gesellschaften der Vynova-Gruppe geführt. Ein Massekredit der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG sichere den Weiterbetrieb der Anlagen. Bei Vynova in Wilhelmshöhen sind rund 360 Menschen beschäftigt.
Der Insolvenzverwalter sucht nach einem Käufer für das Vynova-Werk. Die Produktion ist vorläufig durch einen Massekredit gesichert. Archiv-Foto: Vynova GmbH
„Ich bin sehr dankbar, dass die Nord/LB und die Volksbank Wilhelmshaven bereit sind, das Verfahren durch einen Massekredit zu unterstützen“, wird Kaufmann in der Mitteilung zitiert. „Damit sind wir in der Lage, die erheblichen Vorkasseforderungen der Strom- und Gaslieferanten zu erfüllen und so den Geschäftsbetrieb aufrechtzuhalten. Damit können wir auch den Schutz von Mensch, Umwelt und Anlagen zunächst gewährleisten.“ Neben Kaufmann arbeiten im Pluta-Team die Rechtsanwälte Ingo Thurm, Dr. Oliver Liersch, André Gildehaus sowie die Betriebswirte Nicole Neumerkel und Vivien Doll.
Lösung bis März angestrebt
Die Gespräche mit den potenziellen Interessenten für eine Übernahme werden von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um Dr. Stefan Weniger begleitet. Die offizielle Marktansprache ist für Anfang Januar vorgesehen. Kaufmann: „Unser Ziel ist es, möglichst bis März eine tragfähige Lösung zu finden. Ich bin guter Dinge, dass dies gelingt. Die Anlage ist in einem guten Zustand, die Belegschaft trotz der schwierigen Situation sehr engagiert.“
Bausteine für PVC-Produktion
Die Vynova Wilhelmshaven GmbH gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Vynova Wilhelmshaven betreibt seit 1981 eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird.
Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. Ein weitere Pfund: Der Standort Wilhelmshaven, der in direkter Nachbarschaft zu Hooksiel liegt, hat direkten Zugang zum einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands.
Die Pluta Restrukturierungsgesellschaft, die unter anderem auch die Insolvenz in Eigenregie der Wangerland Touristik GmbH begleitet, berät in Schwierigkeiten geratne Unternehmen rechtlich und betriebswirtschaftlich in Sanierungs- und Insolvenzsituationen. Das Unternehmen hat rund 500 Mitarbeiter, darunter mehr als 290 Kaufleute, Betriebswirte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Ökonomen und Ingenieure.
Wilhelmshaven (23. 12. 2025) – Die Polizei in Wilhelmshaven meldet eine erneute Festnahme im Zusammenhang mit einer Brandstiftung. Am Montag, kurz nach 23 Uhr, kam es in einem Mehrparteienhaus in der Werftstraße zu Bränden in zwei voneinander unabhängigen Kellerräumen.
Die Serie von Brandstiftungen in Wilhelmshaven reißt nicht ab. In diesem Haus in der Marktstraße starb im Juni ein Kind. Archiv-Foto: hol
Zuvor hatte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei einen Mann bemerkt, der sich auffällig im Eingangsbereich des Wohnhauses aufhielt und sich anschließend von dort entfernte. Kurz darauf wurde der Brand gemeldet. Das Gebäude wurde umgehend evakuiert, die Feuerwehr alarmiert und eine Fahndung eingeleitet. „Der verdächtige Mann konnte rund 500 Meter vom Brandort entfernt angetroffen und vorläufig festgenommen werden“, so die Polizei. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,68 Promille ergeben.
Ermittlungen dauern an
Die Feuerwehr löschte die Brände im Keller. Die Wohnungen darüber blieben unbeschädigt und grundsätzlich bewohnbar. Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren, Ersatzunterkünfte waren nicht erforderlich.
Die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung gegen den Festgenommenen dauern an, teilte die Polizei heute früh mit. Insbesondere geht es um die Frage, ob es Zusammenhänge zu weiteren Bränden in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten Wochen gibt. Das werde derzeit von den spezialisierten Brandermittlern der Polizei Wilhelmshaven geprüft.
Große Zahl von Brandstiftungen
Die Brandermittler in Wilhelmshaven hatten in den zurückliegenden Monaten jede Menge zu tun. Immer wieder kam es zu Brandstiftungen, bei denen Unbekannte etwa Müllbehälter, Fahrzeuge oder an Wohnhäuser anzündeten. Die Suche nach den Tätern oder den Tätergruppen blieb bislang weitgehend erfolglos.
Zuletzt hatte die Polizei im Zusammenhang mit dem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Mitscherlichstraße am Mittwoch, 17. Dezember, einen Mann festgenommen. Der Verdacht gegen ihn konnte in der Folge aber noch erhärtet werden.
Immer noch nicht aufgeklärt ist auch der Brand in der Marktstraße 81 im Juni dieses Jahres, bei dem ein Kind gestorben ist. Unbekannte hatten gegen 2 Uhr nachts im Eingangsbereich eines leer stehenden Spielzeuggeschäftes Sperrmüll angezündet. Der Rauch zog über das Treppenhaus in die darüber liegenden Wohnungen und schnitt den dort lebenden Menschen den Rettungsweg ab. Vier Erwachsene und vier Kinder wurden zum Teil schwer verletzt.
Wilhelmshaven (22. 12. 2025) – Im Rahmen des traditionellen Opulenten Frühstücks des Clubs zu Wilhelmshaven (CzW) wurde Lutz Bauermeister im November in Abwesenheit mit dem Ehrenschild des Clubs ausgezeichnet. Nun überreichte der Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade (AWV), Tom Nietiedt, die Ehrung persönlich im Rahmen eines Weihnachtsfrühstücks.
Tom Nietiedt (links), Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade, überreicht das Ehrenschild des Clubs zu Wilhelmshaven an den ehemaligen Hauptgeschäftsführer des AWV, Lutz Bauermeister. Foto: AWV e. V.
Mit der Auszeichnung würdigt der Club das langjährige und außergewöhnliche Engagement von Bauermeister – sowohl als Hauptgeschäftsführer des AWV, aber auch im Rahmen zahlreicher ehrenamtlicher Tätigkeiten. Bauermeister hat sich über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz für das wirtschaftliche und kulturelle Leben in der Region Wilhelmshaven/Friesland stark gemacht und zahlreiche Initiativen angestoßen, die bis heute Wirkung zeigen.
Helgoland/Wilhelmshaven (21. 12. 2025) – Was Resolutionen und diplomatische Verhandlungen nicht erreichten, das vollbrachten zwei Heidelberger Studenten vor 75 Jahren. Mit einer Aufsehen erregenden Aktion hissten sie die deutsche und die Flagge des Europarates auf der von Trümmern übersäten Felseninsel. Das Bild ging um die Welt und zwei Monate später gab der britische Hochkommissar, Sir Ivone Augustine Kirkpatrick, die geplante Rückgabe der Insel bekannt.
Ein Foto, das millionenfach in aller Welt gedruckt wurde, und die britische Regierung zur Rückgabe von Helgoland zwang. Die Heidelberger Studenten René Leudesdorff und Georg von Hatzfeld schaftten das, was Politiker und Diplomaten nicht zuwege gebracht hatten. Foto: dpa
Die Kraft der Bilder ist auch heute unumstritten. Aber damals gab es keine Fake-News. Die Bilder waren echt und zwei mitgereiste Reporter, unter anderem von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sorgten dafür, dass diese Bilder durch die Weltpresse verbreitet wurden.
Protest von Sudenten
Kurz vor Weihnachten 1950 setzen der damals 22-jährige René Leudesdorff und der 21-jährige Georg von Hatzfeld in Begleitung zweier Journalisten auf die unbewohnte Insel über. In einer „friedlichen Invasion“ besetzen sie den Roten Felsen, hissen die deutsche, die europäische und die Helgoländer Flagge und harren zwei Tage und Nächte in eisiger Kälte inmitten von Trümmern und Bombenkratern aus.
Die Aktion der Studenten aus Heidelberg brachte die Verhandlungen zur Rückgabe Helgolands in Bewegung. Am 20. Dezember 1950 wollte sie gegen Adenauers Wiederbewaffnungspläne demonstrieren und forderten die Rückgabe Helgolands, das seit Ende des 2. Weltkrieges unter britischer Verwaltung stand.
Rückkehr im März 1952
Die Helgoländer Bevölkerung war 1945 evakuiert worden. Nach sieben Jahren britischer Besatzung konnten die Helgoländerinnen und Helgoländer am 1. März 1952 wieder auf ihre Insel – es ist es eine Heimkehr auf ein Trümmerfeld. Was offizielle Eingaben der Bundesrepublik nicht zu bewerkstelligen vermochten, hatten die beiden Heidelberger Studenten mit ihrer Protestaktion erreicht. Die Briten sahen dich unter dem internationalen Druck zur Rückgabe Helgolands gezwungen. Bis dahin hatten die Besatzer das Eiland in der Nordsee als Bombenziel für die britische Luftwaffe – Royal Air Force – genutzt.
Ausflüge zum Roten Felsen
Von Wilhelmshaven aus pendelte nach der Freigabe der Insel 1952 zunächst das ehemalige Minenräumboot „Arngast“ nach Helgoland, bevor zwei Jahre später die „Rüstringen“ als Neubau in Dienst gestellt wurde. 1962 schließlich bot die städtische Schifffahrtsgesellschaft „Jade“ die neue „Wilhelmshaven“ an, die 20 Jahre später an die Carolinensieler Reederei Bernhard Warrings, veräußert wurde.
Das Schiff blieb bis 1983 im Helgoland-Verkehr eingesetzt und wurde anschließend in die Türkei verkauft. Dort wurde sie 2014 als „Leviathan“ verschrottet. Auch heute noch legen Bäderschiffe und Katamarane am Wilhelmshavener Helgolandkai und im Hooksieler Außenhafen an, um den Roten Felsen anzusteuern – Deutschlands einzige Hochseeinsel.
Friesland/Wangerland (21. 12. 2025) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor Betrugsversuchen mit Geldanlagen in Krypto-Währungen. In mehreren bekannt gewordenen Fällen seien teils erhebliche Vermögensschäden entstanden, so die Ermittler.
Anzeigen als Lockmittel
Nach bisherigen Erkenntnissen werden die Geschädigten häufig durch professionell wirkende Werbeanzeigen im Internet auf angeblich seriöse Krypto-Handelsplattformen aufmerksam. Nach einer Registrierung erfolgt zeitnah eine telefonische Kontaktaufnahme durch vermeintliche „Broker“. Diese überzeugen die Betroffenen von der Anlagemöglichkeit und bewegen sie zunächst zu einer vergleichsweise geringen Einzahlung. „Durch vorgetäuschte oder tatsächlich ausgezahlte kleinere Gewinne wird Vertrauen aufgebaut“, so die Polizei. Im weiteren Verlauf würden die Geschädigten dann zu deutlich höheren Investitionen gedrängt.
Unter anderem böten die Täter Unterstützung durch Fernzugriffs-Software an, die auf den Endgeräten der Geschädigten installiert werden soll. Durch diesen Zugriff erhalten die Täter umfassende Kontrolle über Computer oder Smartphones.
Geld geht auf ausländische Konten
Die angeblichen Investitionen auf Krypto-Plattformen finden tatsächlich gar nicht statt, so die Polizei. Stattdessen werde das Geld auf ausländische Konten transferiert und anschließend über Krypto-Währungen verschleiert. Die eingezahlten Beträge seien in der Regel vollständig verloren.
Die Polizei rät dringend zu besonderer Vorsicht. „Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei ungewöhnlich hohen Gewinnversprechen! Sprechen Sie vor finanziellen Entscheidungen mit Vertrauenspersonen! Geben Sie keine persönliche Daten und Zugangsdaten weiter!“
Warnsignale
Typische Warnsignale für Anlagebetrug seien Versprechen wie „hohe Gewinne bei geringem Risiko“; Kontaktaufnahmen über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen; sehr schnelle telefonische Betreuung nach einer Registrierung sowie die Aufforderung zur Installation von Fernzugriffs-Programmen wie TeamViewer oder AnyDesk. Weitere Indizien, die misstrauisch machen sollten: Fehlende Angaben im Impressum der Internet-Plattform der Anbieter; die Aufforderung zu Überweisungen auf Privatkonten sowie Auszahlungs-Versprechen, die an weitere Gebühren oder Steuern geknüpft sind.
Ermittler bitten um Hinweise
Zudem warnt die Polizei vor sogenannten Anschluss- oder „Recovery“-Betrügereien. Dabei melden sich nach einem bereits erfolgten Anlagebetrug angebliche Dienstleister, die versprechen, verlorenes Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen. Auch hierbei handle es sich regelmäßig um Betrug.
Die Zahl entsprechender Betrugsversuche habe in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Die Ermittler bitten Betroffene oder Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich an ihre örtliche Polizeidienststelle zu wenden.
Hooksiel (22. 12. 2025) – Die Tage der Party-Scheune am Campingplatz Hooksiel sind gezählt. Wo am Samstag noch die Campingplatz-Gastronomen Irene und Jens Unger im Rahmen ihrer „Kinder Weihnachts-Party“ bespaßen, werden im nächsten Jahr die Kinder allein das Sagen haben. Wie Jens Unger gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, soll aus der Scheune ein Allwetter-Indoor-Spielplatz werden.
Viel Spaß hatten die Besucher bei der „Kinder Weihnachts-Party“ in der Camper-Scheune. Foto: hol
Bekanntlich bekommt der zurzeit winterbedingt geräumte Campingplatz zum Jahreswechsel neue Besitzer. Die insolvente Wangerland Touristik GmbH hat den Platz vor dem Deich mit gut 1500 Stellplätzen samt seiner Gebäude an die Überland GmbH verkauft. Bislang haben sich die neuen Besitzer zu ihrem Konzept noch weitgehend bedeckt gehalten. Ungers sind nach ersten Gesprächen mit den neuen Eigentümern aber zuversichtlich, dass der Platz insgesamt eine gute Zukunft haben wird.
Letzte Scheunen-Fete am 3. Januar
Daran will das Gastronomen-Paar, das die Camper bereits seit über 16 Jahren betreut, mitwirken. Auch wenn sich Irene und Jens Unter am Samstag, 3. Januar, mit ihrer letzten „Scheunen-Fete“ aus der Party-Scheune verabschieden werden, geht es für sie weiter. Auch künftig werden die Hooksieler die Gaststätte „Kajüte“ mit Verkaufsshop auf dem Campingplatz betreiben. „Der Biergarten dort soll erweitert werden“, schildern Ungers. „Wir werden einen Großteil unserer Veranstaltung künftig dort anbieten können.“
Die Party-Scheune am Campingplatz Hooksiel soll zu einem Indoor-Spielplatz für Kinder werden. Archiv-Foto: hol
Entsprechend entspannt war die Stimmung bei der „Kinder Weihnachts-Party“, bei der viele Hooksieler Kinder ihren Spaß hatten. Zumal ja auch der Weihnachtsmann schon vor Ort war und kleine Präsente brachte.
Über Weihnachten und den Jahreswechsel gibt es noch eine ganze Reihe von Bingo- und Party-Abende in der Scheune. Höhepunkt könnte die Silvester-Party im Rahmen des „Wangerländer Deichleuchtens“ werden. Das Angebot findet sich im Internet unter www.camper-scheune.de.
Wangerland (22. 12. 2025) – Das Rathaus der Gemeinde Wangerland bleibt am Montag, 29. Dezember 2025, sowie am Dienstag, 30. Dezember, aufgrund der Feiertags- und Jahreswechselregelungen geschlossen. Die Verwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger, dies bei der Planung von Behördengänge zu berücksichtigen.
Für dringende Anliegen, die nicht aufschiebbar sind, wird empfohlen, sich frühzeitig mit den zuständigen Stellen in Verbindung zu setzen. Ab Freitag, 2. Januar, stehen die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeitern im Rathaus wieder zu den regulären Öffnungszeiten zur Verfügung.
Wangerland (21. 12. 2025) – Am Freitagabend haben möglicherweise Brandstifter eine Mülltonne auf dem Gelände der Oberschule in Hohenkirchen in Brand gesteckt. Die Ortsfeuerwehr Hohenkirchen rückte gegen 20.20 Uhr zur August-Hinrichs-Straße aus. Beim Eintreffen der Wehr habe ein 1000-Liter-Mülltonne bereits in voller Ausdehnung in Flammen gesunden.
Durch die Löscharbeiten der Feuerwehrleute habe verhindert werden können, dass das Feuer auf benachbarte Mülltonnen übergreifen konnte, lobt die Polizei. So sei lediglich ein geringer Schaden entstand. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Zeugen mit Hinweisen werden gebeten, sich unter 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.