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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Hohe Brennstoffpreise belasten Helgoland-Fahrten

Hooksiel (15. 10. 2026) – Die Reederei Adler & Eils will auch im kommenden Jahr Ausflugsfahrten von Hooksiel und Wilhelmshaven nach Helgoland anbieten. Mit welchem Schiff und zu welchen Terminen soll ab Mitte Januar feststehen. Reederei-Geschäftsführer Jannes Piepgras zeigte sich gegenüber „Hooksiel-life“ mit der ablaufenden Saison trotz eines schwierigen Starts zufriedend.

Die Reederei Adler & Eils will auch im kommenden Jahr Fahrten von Hooksiel nach Helgoland anbieten. Foto: Adler & Eins

Aufgrund eines technischen Schadens am Katamaran „Adler Cat“ hatte der geplanten Saisonstart auf Ende April verschoben werden müssen. Und auch im Laufe des Jahres kam es immer wieder zu kurzfristigen Absagen und Fahrplanänderungen. „Wellenbedingte Ausfälle nach Helgoland gehören zum Geschäft“, sagt Piepgras. Mit Ausnahme der Probleme in der Startphase sei das Schiff während der gesamten Saison ohne Defekt geblieben.

Gute Buchungslage

Insgesamt haben bis zum Saisonende Mitte September 20 von ursprünglich 34 geplanten Fahren ab Hooksiel stattgefunden. Ab Wilhelmshaven läuft die Saison noch bis Ende Oktober. Bis dahin dürften um die 50 Fahrten zusammenkommen. „Die Buchungslage war gut“, stellt Piepgras fest. „Das einzige Problem sehen wir Reeder momentan in dem extrem hohem Brennstoffpreis, der aber nicht nur unsere Branche stark belastet.“

Fahrplan abhängig von der Tide

Für die Saison 2027 wolle man einen Fahrplan mit mindestens so vielen Fahren wie in diesem Jahr anbieten. Piepgras: „Wir versuchen natürlich, Hooksiel noch öfter einzubinden, aber das können wir erst sagen, wenn wir die Tideverhältnisse für nächste Saison wissen.“

Der „Adler Cat“ hat einen Tiefgang von 2,2 Meter. Damit ist der Hooksieler Außenhafen nicht immer erreichbar. Gerade in der Hauptsaison, wenn Doppeltouren gefahren würden, könne Hooksiel im Gegensatz zu Wilhelmshaven nicht immer tideunabhängig angelaufen werden. „Das führt dazu, dass dann nur alle 14 Tage ab Hooksiel gefahren werden kann“, bedauert der Reederei-Geschäftsführer.

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Vorfahrt übersehen: Verletzte ins Krankenhaus gebracht

Wangerland (15. 10. 2026) – Am frühen Mittwochabend kam es im Einmündungsbereich in Gottels  (vor Hohenkirhcen) zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos. Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte ein 23-jähriger Pkw-Fahrer auf die Landesstraße 809 (Hohenkirchen-Horumersiel) abzubiegen und kollidierte hierbei mit einem von links kommenden vorfahrtsberechtigten Pkw.

Die Insassen beider beteiligten Fahrzeugen wurden nach Mitteilung der Polizei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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Vor Wangerlands Küste bleibt Krabbenfang zulässig

Wangerland/Hannover (14. 10. 2026) – Das Niedersächsische Umweltministerium hat mit dem Landwirtschaftsministerium die endgültige Flächenauswahl für fischereifreie Gebiete im niedersächsischen Küstenmeer festgelegt. Damit gilt nach rund anderthalb Jahren der so genannte „Fischereidialog“ als abgeschlossen. Die künftigen Fangverbots-Gebiete umfassen zehn Prozent des Küstenmeeres, darunter weite Teile des Jadebusens. Begründet wird die Ausweisung der Schutzgebiet mit der EU-Biodiversitätsstrategie.

Der „Fischereidialog“ ist beendet. Künftig sollen zehn Prozent der Küstengewässer vor Niedersachsen als fischereifreie Zonen ausgewiesen werden. Foto: Schreiber

Untersagt werden soll der Fischfang unter anderm im Bereich der Blauen Ballje zwischen Horumersiel und Wangerooge. Im Gegensatz zu zwischenzeitlichen Planungen können die Fischer aber einen Teil der Küste vor der Gemeinde Wangerland zwischen Horumersiel und Hooksiel weiter für ihre Fangfahrten nutzen.

Jensen: Der Druck hat sich ausgezahlt

„Der Protest, die vielen Gespräche und vor allem der öffentliche Druck haben sich ausgezahlt“, sagt die Wangerländer Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (CDU) gegenüber „Hooksiel-life“. Die ursprünglich geplanten Einschränkungen hätten deutlich abgemildert werden können. „Gar keine Einschränkungen wären mir natürlich lieber gewesen, aber das war ja illusorisch. Die Ministerien sind auf viele Anregungen aus der Fischerei eingegangen.“ 

Die Betroffenen im Jadegebiet hatten beklagt, dass die ursprünglichen Pläne gerade für Fischer mit kleinen Booten einem Berufsverbot gleichkommen würde. Der Landkreis Friesland und die Gemeinde Wangerland verfassten Resolutionen , in denen auch darauf hingewiesen wurde, dass die Krabbenfischerei für die Küste nicht nur ein Wirtschaftszweig sondern ein Stück Kulturgut mit hohem touristischen Wert sei.

Während Umweltverbände die jetzt ausgewiesenen Fischerei-Verbotszonen als nicht ausreichend kritisieren, hofft Katharina Jensen auf weitere Nachbesserungen im Rahmen es Gesetzgebungsverfahrens. „Wir brauchen meines Erachtens ausdrücklich ausgewiesene Gebiete, in denen unsere Küstenfischerei weiter bestehen kann.“ 

Im Rahmen des „Fischereidialogs“ hatten das niedersächsische Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium drei Dialogveranstaltungen mit Fischerei- und Umweltverbänden sowie Vertretern einiger Küstengemeinden ausgerichtet. Zudem gab es zwei Regionalkonferenzen mit Fischereibetrieben und den Hafenkommunen. 

Ministerien sehen guten Kompromiss

„Gerade die Hinweise auf regionale Betroffenheiten für kleinere Fischereifahrzeuge, die im Laufe des Dialogs eingebracht wurden, haben wir ernst genommen, um betriebliche Härten zu vermeiden“, so Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne). Das Flächenkonzept sei jetzt eine gute Grundlage für eine mit den Schutzzielen des Nationalparks niedersächsisches Wattenmeer konforme fischereiliche Nutzung. „Damit entsteht zugleich Planungssicherheit für die Krabben- und Muschelfischerei.“

Auch Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sieht ein „tragfähiges Flächenkonzept“, das sowohl fischereifreie Gebiete in dem angestrebten Flächenumfang als auch weiterhin befischbare Gebiete umfasse. Das Konzept sei geeignet, Naturschutz und Küstenfischerei gemeinsam in die Zukunft führen. „Mit den fischereifreien, strengen Schutzgebieten innerhalb des Nationalparks werden Rückzugsräume für marine Lebensräume und Arten geschaffen und wichtige europarechtliche Anforderungen umgesetzt.“ 

Landtag entscheidet

Die rechtliche Umsetzung der fischereifreien Gebiete soll durch eine Änderung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Den Gesetzentwurf hierfür wird das Umweltministerium vorlegen. Über die konkrete Ausgestaltung entscheidet anschließend der Landtag.

In Hooksiel gab es zu Beginn des Fischereidialogs noch drei Fischereibetriebe. Inzwischen hat ein Betrieb seine Tätigkeit eingestellt. Der Kutter „Trotz“ wurde stillgelegt. Ein weiterer Betreib hat in diese Woche seinen Fang vorübergehend eingestellt. „Es gibt zurzeit kein Krabben.“ Der Grund, Fischerei-Verbotszonen hin oder her: Wittlinge haben die Krabbenbestände weitgehend weggefressen.

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Letzter Blutspende-Termin im Walter-Spitta-Haus

Hooksiel (14. 10. 2026) – Am Montag, 19. Oktober, findet der letzte Blutspendetermin des DRK-Blutspendedienstes in diesem Jahr in Hooksiel statt. Freiwillige haben in der Zeit von 16 bis 20 Uhr Gelegenheit, im Walter-Spitta-Haus ihre Spende abzugeben. Belohnt werden sie im Anschluss mit einem Imbiss. Alle Spender müssen einen Personalausweis dabei haben.

Das Walter-Spitta-Haus ist am Montag, 19. Oktober, letztmalig Anlaufpunkt für Blutspende-Willige. Archiv-Foto: hol

Sieglinde Schandinat, die mit anderen Ehrenamtlichen aus Hooksiel die Blutspendetermin begleitet, weist darauf hin, dass das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche in der Lange Straße 60 letztmalig vom Blutspendedienst genutzt wird. „Ab 2027 werden die Blutspenden dann im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel durchgeführt.“

Hintergrund der Entscheidung dürften die Pläne der Kirchengemeinde sein, die das Walter-Spitta-Haus aus wirtschaftlichen Gründen mittelfristig aufgeben will. Mit Blick auf die hohen Kosten und die sinkende Zahl an Kirchenmitgliedern hat der Gemeindekirchenrat beschlossen, zukünftig nur noch ein Gemeindehaus im Wangerland zu unterhalten. Dafür soll das Stephanus-Haus in Hohenkirchen ausgebaut und energetisch saniert werden. 

Die „Höhner“ bringen kölsches Lebensgefühl ins Wangerland

Wangerland (14. 10. 2026) – Die „Höhner“ bringen kölsches Lebensgefühl ins Wangerland. Für Samstag, 31. Oktober, hat das „Wangerland Resort“ die bekannte Live-Band nach Hohenkirchen eingeladen. Neben dem Konzert wird dazu in mehreren Bereichen des Resorts gleichzeitig gefeiert – mit Live-Musik, DJs, Schlager und Partymusik. 

Sollen kölsche Lebensfreunde nach Hohenkirchen tragen: Die „Hühner“. Foto: Müller

Der musikalische Höhepunkt wird in der „Wangerland Halle“ erwartet: Die „Höhner“ bringen in ihrer Live-Show eine Mischung aus kölscher Lebensfreude, Partyhits und bekannten Klassikern auf die Bühne. In der „Cheers Bar“ sorgt Marcel Dunker für beste Unterhaltung und Partystimmung. Am Anleger steht ein DJ an den Plattentellern und bringt die Gäste mit Schlager- und Partymusik zum Tanzen. 

Die Idee der Veranstalter: Die Besucher können im Laufe des Abends zwischen den verschiedenen Bereichen wechseln und sich ihre ganz persönliche Partynacht zusammenstellen – von kölscher Live-Musik über Live-Entertainment bis hin zu Schlager und aktuellen Partyhits. 

Wer nicht im Resort übernachtet, kann sich ein Abendticket sichern. Der Zugang ist ab 20.30 Uhr möglich. Im Ticketpreis von 69 Euro sind alle Getränke sowie ein Mitternachtssnack enthalten. Die Tickets sind online erhältlich.

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Kommunalaufsicht hat Gemeinde weitere Kredite für die WTG untersagt

Friesland/Wangerland (13. 10. 2026) – Licht am Ende des Tunnels? Der Sanierungsprozess der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geht in eine entscheidende Phase. Sollte es gelingen, solvente Investoren für die noch zum Verkauf stehenden Immobilien des gemeindeeigenen Tourismus-Marketing-Unternehmen zu finden, könnte das Ende der „Insolvenz in Eigenverantwortung“ nahen.

Thalasso vor Eröffnung
Eigentlich war der Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) als „Attaktivierung des Kurmittelhauses Horumersiel“ gedacht. In die Schlagzeilen geraten ist es aber bislang vornehmlich durch die extreme Verteuerung der Baukosten. Auch über zwei Jahre nach der Eröffnung des Gesundheitstempels sind dazu noch jede Menge Fragen ungeklärt. Foto: hol

In der aktuell laufenden Verkaufsrunde geht es vornehmlich um das Areal Zum Hafen 3 in Horumersiel, dem Komplex, auf dem heute noch die WTG ihren Hauptsitz hat. Hier könnte, so eine Vision, ein Hotel entstehen, das dem neuen Thalasso Meeres Spa (TMS) das Leben einhaucht, das der Gesundheitstempel verdient hätte. Ebenfalls zu dem Komplex gehört das öffentliche Schwimm- und Hallenbad „Friesland -Therme“, das mit dem TMS unter anderem über die Wasserversorgung verknüpft ist.

Weichenstellung für das Ende der Insolvenz

Weitere Immobilien, die in einem Gesamtpaket oder auch als einzelne Objekte den Besitzer wechseln sollen, sind der Campingplatz Schillig und das ebenfalls längst geschlossene Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel mit dem umliegenden Areal. Maßgebliche Weichenstellungen in dem von WTG-Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung angeschobenen Verkauf werden in den nächsten Wochen erwartet. Danach dürfte sich eine zwingend öffentliche Debatte über die Bauleitplanung für Neubau-Vorhaben anschließen. Hier wäre dann der neue Gemeinderat gefragt, der für Investoren das Baurecht schaffen müsste.

Unabhängig davon bleibt das „Thalasso-Desaster“ bundesweit Thema. Zuletzt hat der Bund der Steuerzahler (BdSt) das Projekt in seinem „Schwarzbuch“ als Beispiel für Steuergeldverschwendung aufgeführt. Die Botschaft: Neben vielen anderen Faktoren hätten die Fördergelder vom Land falsche Anreize gesetzt und damit die Entscheidet vor Ort in eine falsche Richtung gelenkt, was letztlich zu der Fehlinvestition geführt habe.

Mario Barth am 21. Oktober

Noch mehr Aufmerksamkeit dürfte das spektakulär gescheitere Projekt durch die Sendung „Mario Barth deckt auf“ bekommen. Die humorvoll verpackten Recherche-Ergebnisse sollen auf RTL am Mittwoch, 21. Oktober, ab 20.15 Uhr ausgestrahlt werden.

Parallel dazu laufen die strafrechtlichen Ermittlungen gegen einzelne Akteure. Und die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen vor Ort stehen vor einer Fülle offener Fragen. Wie sieht die die Zukunft einer wie dann auch immer organisierten WTG aus? Welche Aufgaben kann sie, welche soll sie künftig noch übernehmen? Ebenso wichtig der Blick zurück. Wie konnte es zu der enormen Kostenexplosion beim Bau des TMS von 8,8 auf rund 23 Millionen Euro kommen? Wie lässt sich verhindern, dass Ähnliches sich wiederholt?

Noch viele offene Fragen

Wer hätte wann Alarm schlagen können oder vielleicht sogar müssen, um das Bauvorhaben zu stoppen oder neu auszurichten? Und wem hätte wann auffallen können, dass das TMS – unabhängig von den Baukosten – nach seiner ursprünglichen Konzeption niemals wirtschaftlich zu betreiben sein würde? Der insolvenzrechtliche Berater der WTG-Geschäftsführung Dr. Christian Kaufmann bezifferte das zu erwartende jährliche Betriebsdefizit auf rund 1,3 Millionen Euro.

Kommunalaufsicht eingeschaltet

Immer wieder fällt im Zusammenhang möglicher Kontrollen der Begriff „Kommunalaufsicht“. Was ist das? Und wer hätte sie in Marsch setzten können? War sie vielleicht sogar im Einsatz? Ja, sie war.

Wie der Landkreis Friesland auf Anfrage von „Hooksiel life“ bestätigte, hat ein Bürger 2024 mit Verweis auf die erheblichen Kostensteigerungen beim Bau des TMS den Landkreis beziehungsweise die Kommunalaufsicht eingeschaltet. „Daraufhin wurde die Gemeinde Wangerland zur Stellungnahme zu den Investitions- und Betriebskosten des TMS aufgefordert. Es folgten weitere Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde und der Wangerland Touristik GmbH sowie eine förmliche Unterrichtung der Kommunalaufsicht.“

Der Landkreis habe der Gemeinde angesichts der wirtschaftlichen Situation des TMS dringend davon abgeraten, weitere finanzielle Mittel über eine Kreditaufnahme der WTG bereitzustellen. Untermauert worden sei der Rat durch den Hinweis, dass es hierfür auch keine haushaltsrechtliche Genehmigung geben würde. In der Konsequenz bleib damit der WTG nur der Weg in die Insolvenz.

Eine Prüfung des TMS selbst fällt nicht in den unmittelbaren Zuständigkeitsbereich der Kommunalaufsicht, da die WTG GmbH rechtlich eigenständig ist. Die Behörde ist Teil des Landkreises Friesland. Sie untersteht dem Landrat. Die Kommunalaufsicht prüft regelmäßig die Haushalte- und das Finanzgebaren der Kommunen. 

Kontrollpflicht liegt bei der Gemeinde

„Kommunale Eigengesellschaften, auch wenn sie sich vollständig oder mehrheitlich in kommunaler Hand befinden, unterliegen nicht unmittelbar der staatlichen Kommunalaufsicht, da es sich um rechtlich eigenständige Gesellschaften handelt“, so der Landkreis. Die Kontrolle und Steuerung erfolge hier grundsätzlich durch die Kommune als Gesellschafterin. Die Kommunalaufsicht könne allerdings die Rechtmäßigkeit des Handelns der Kommune im Zusammenhang mit einer solchen Gesellschaft prüfen, etwa mit Blick auf die wirtschaftliche Betätigung oder gesetzliche Anzeige- und Genehmigungspflichten.

Grundsätzlich könne die Kommunalaufsicht von Akteuren einer Gemeinde – wie etwa vom Bürgermeister, von einzelnen Ratsmitgliedern oder Kommunalbeamtinnen – angerufen und über mögliche Sachverhalte informiert werden. „Ein Anspruch darauf, dass die Kommunalaufsicht anschließend tätig wird, besteht jedoch nicht.“ Ob und in welcher Form die Kommunalaufsicht tätig wird, entscheidet sie nach pflichtgemäßem Ermessen im Einzelfall.

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Bauweise von heute entscheidet über Lebensqualität von morgen

Jever/Wangerland (13. 10. 2026) – Wie kann Bauen im Spannungsfeld von Klimaschutz und demografischem Wandel gelingen? Dieser zentralen Zukunftsfrage widmet sich beim politischen Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen Dr. Martin Dehrendorf, ehemaliger Bau- und Umweltdezernent des Landkreises Friesland. Die öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Oktober, ab 19 Uhr im „Parkhotel“ in Jever in der Mühlenstraße 51 statt.

Die Ausgangsthese: Die Art, in der heute gebaut wird, entscheidet ganz wesentlich über die Lebensqualität, die Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Nutzungsmöglichkeiten von morgen. Eigentlich sind Gebäude nötig, die Ressourcen schonen, Energie effizient nutzen und gleichzeitig über Generationen hinweg den unterschiedlichen und sich verändernden Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Im Gespräch will man sich dann der Antwort auf die Frage nähern: Welche Lösungen gibt es konkret vor Ort in Friesland? 

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Flucht in Selbstständigkeit aus Ärger über Entlassungen

Wangerland/Hooksiel (12. 10. 2026) – Schlechtes Wetter bedeutete für Klaus-Dieter Wallat immer schon mehr als eine Antwort auf die Frage, welche Jacke zieht man sich an. Als Beschäftigter im Tief- und Straßenbau hing immer wieder sein Job davon ab, ob Außenarbeiten möglich sind. Häufig genug zogen die Unternehmer die Reißleine. Wallat und einige seiner Kollegen wurden zum Winter hin entlassen und erst zum Frühjahr wieder eingestellt.

Seit 25 Jahren selbstständiger Unternehmer: Klaus-Dieter Wallat (rechts) mit Sohn und Enkel, Patrik und Leon Haartje. Foto: hol

„Auf dieses ewige Hin und Her hatte ich irgendwann keine Lust mehr“, sagt der 73-jährige Wangerländer heute. Vor 25 Jahren traf er eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat. Er machten sich als Alleinunternehmen für Garten- und Landschaftsbau selbstständig. Dokumentiert durch eine Ehrenurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg.

Alles Handarbeit

Zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Lebensgefährtin baute Wallat einen Familienbetrieb auf, in dem er heute noch mit seinem Sohn Patrik Haartje, einem handwerklichen Tausendsasser, und seinem Enkel Leon täglich Aufträge vornehmlich von privaten Haushalten in der Region Wilhelmshaven/Friesland erledigt – soweit das Wetter und seine Gesundheit es zulassen.

Hier einen Graben aufreinigen, dort eine Garagenzufahrt pflastern und nächste Woche eine Mauer als Einfassung für ein Hochbeet im Garten setzten. Aktuell arbeitet das Team auf einem Anwesen in der Nähe von Hooksiel. Eine Terrasse samt Zuwegung wird neu gestaltet. Alles aus historischen Klinkern. „Da ist jeder Stein unterschiedlich“, schildert Wallat. „Das ist alles Handarbeit. Das kann nicht jeder.“

Dem Pferdesport verbunden

Mit Hooksiel verbindet Wallat vor allem auch der Pferdesport. Über viele Jahre stellte Wallat in Neu Folkertshausen gezüchtete Ponys dem Reit- und Fahrverein Hooksiel zur Verfügung und fuhr auf dem Vereinsgelände mit seiner Kutsche. Hier lernten die Kinder reiten und fahren – und Klaus Wallert pflasterte selbstverständlich die Flächen am Reitstall. 

Gesprächsrunde zum Klimaschutz im Landkreis Friesland

Friesland/Wangerland (12. 10. 2026) – Wie kann die Region beim Klimaschutz vorankommen und gleichzeitig besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen? Darum geht es bei einem Informations- und Austauschabend am Mittwoch 21. Oktober, zu dem der Landkreis Friesland alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einlädt. Los geht es um 17 Uhr im Sitzungssaal des Kreisamts (1. Obergeschoss), Lindenallee 1 in Jever. Um Anmeldungen wird bis zum Montag, 19. Oktober unter folgendem Link gebeten: https://lmy.de/yyszO

Ein heißer Tag im Büro, das sich kaum noch abkühlt; Ernte aus dem Gemüsebeet, die aufgrund der Trockenheit nur gering ausfällt; Starkregen, bei dem das Wasser nicht mehr versickern kann: Der Klimawandel macht sich auch im Alltag bemerkbar.

Bei der Veranstaltung soll es vor allem um die Erfahrungen und die Perspektive der Teilnehmenden gehen. Wo beobachten und erleben sie den Klimawandel? Wie gehen sie damit um? Was braucht es aus ihrer Sicht vor Ort? Die Ideen und Erfahrungen sollen n die weitere Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung im Landkreis Friesland einfließt.

Im Rahmen der Veranstaltung informiert das Klima-Team des Landkreises zudem über das Klimaschutzkonzept und das Klimaanpassungskonzept. Dabei geht es zum Beispiel darum, was bereits getan wurde und wird, wie die Inhalte weiterentwickelt werden und wo die Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Außerdem gibt es Tipps dazu, welche Fördermittel Eigentümerinnen und Eigentümer nutzen können, wenn sie ihr Zuhause (klima-)fit für die Zukunft machen möchten.

Hooksiel leuchtet selbst bei herbstlichem Dauerregen

Hooksiel (11. 10. 2026) – Herbstlich war es, stimmungsvoll und nass. Phasenweise sehr nass. So nass, dass Feuerschlucker Rüdiger Krüger anbot, seinen Auftritt lieber ausfallen zu lassen. Aber Anke Müller und Anja Dittmer, die Macherinnen von der Interessengemeinschaft De Hooksieler, ließen sich nicht beirren. „Der Feuerschlucker tritt auf!“

Immerhin: Zwischen den Schauern am Samstagnachmittag zeigte sich am Himmel ein wunderschöner Regenbogen. Foto: Köster

Die Veranstalter hatten bei der 15. Auflage ihrer Veranstaltung „Herbstleuchten“ tatsächlich ein wenig Pech. Die Wetterlage am Samstag schwankte zwischen Schauern und Dauerregen. „Immer, wenn es trocken war, war der Platz gut gefüllt“, schildert eine Schaustellerinnen, die ihren Verkaufswagen am Alten Hafen aufgebaut hatten.

Der Ort war rappelvoll, die Parkplätze ausgebucht. Und auch die gastronomischen Betriebe im Ortskern, so der Eindruck, brauchten über mangelnde Umsätze nicht zu klagen. Schließlich hatten sie Plätze im Trocknen anzubieten.

Die waren am Alten Hafen eher knapp. Das Kuchen- und Pfannkuchenzelt boten Schutz. Dazu die Überdachungen der Verkaufsstände und -zelte. Wer dort ein Plätzchen ergattern hatte, konnte sich an dem Programm erfreuen, zu dem am Nachmittag Musik von „De Platters“ sowie verschiedene Kinderspiel- und Bastelangebote gehörten.

Fackeln am Deich und Installation auf dem Wasser

Mit Einbruch der Dunkelheit dann das fürs Herbstleuchten typische Bild. Der gesamte Hafenbereich samt der historischen Packhäuser stimmungsvoll illuminiert. Zur Zahl 15 zusammengestellte Fackeln am Deich und eine von der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ kreierte Installation zu dem kleinen Jubiläum rundeten das Bild ab.

Dazu die zur Jahreszeit gut passende Folkmusik der Band „Beltane“ und – als Höhepunkt des Abends die Feuershow. Im Anschluss zogen Jugendlichen mit selbst gebastelten Lichtfiguren mit einem „Walkact“ quer durch die Menge. Kommentar des Feuerspuckers: „Es ist schon etwas ganz Besonderes hier.“

Der stimmungsvollen Illumination verdankt das „Herbstleuchten“ seinen Namen. Foto: hol

„Das Wetter war schlecht, die Stimmung war trotzdem gut“, fasste eine Besucherin ihre Eindrücke zusammen. Sie hatte vorsorglich eine dicke Jacke angezogen und einen Regenschirm dabei. Ähnlich das Fazit von Anke Müller: „Es war wirklich toll, wie viele Helfer und Unterstützer wir hatten. Und eigentlich ist auch alles gut gelaufen. Aber das schlechte Wetter drückt dann doch ein wenig die Stimmung.“

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