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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Wintertraum mit geschlossener Schneeschicht

Gästehaus Hooksiel im Winter
Der Schnee tauchte heute den Ort Hooksiel in malerisches Weiß. Foto: hol

Hooksiel (29. 11. 2023) – Weiße Pracht überall. Und das schon Ende November. Das hat hat es schon lange nicht mehr gegeben. Auch nicht im Wangerland.

Am Dienstag Abend gegen 20 Uhr viel der erste Schnee. Wenig später waren Landschaften, Wege und Straßen von einer etwa fünf Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt, die bis zum Morgen durch immer neue Schauer erhalten blieb.

Der Winterdienst war offenbar überrascht. Zumindest blieb der Schnee zunächst auf Auto- und Radwegen weitgehend unberührt. Viele Fußwege waren hingegen schon in den frühen Morgenstunden geräumt, von Anliegern oder auf von Räumdiensten. Laut einer Satzung der Gemeinde Wangerland haben Anlieger eine Reinigungspflicht. Danach müssen Schnee und Eis. auf Geh- und Radwegen, gegebenenfalls auch am Fahrbahnrand, einen ein Meter breiten Streifen beseitigt werden. Die Räumpflicht beginnt werktags um 8 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 9 Uhr.

Die Straßen waren zum Teil durch den matschigen Schnee sehr glatt. Überwiegend stellten sich die Verkehrsteilnehmer aber sehr gut auf die Witterungsbedingungen ein. Hier und dort wuchsen in den Vorgärten Schneemänner auf. Ihre Lebensdauer ist aber ungewiss.

Für die nächsten Tagen sollen die Temperaturen laut Wetterdienst weiter um den Gefrierpunkt pendeln. Die Wahrscheinlichkeit für weitere ergiebige Niederschläge wird aber als eher gering eingestuft. Die Frage, ob das Wangerland eine weiße Weihnacht erleben wird, bleibt also noch offen.

Temperaturen in den Schwimmbädern werden um zwei Grad erhöht

friesland-therme
Die Temperaturen in den Bädern der WTG werden um zwei Grad erhöht. Foto: WTG

Hooksiel/Horumersiel (28. 11. 2023) – Die Wangerland Touristik GmbH kehrt in ihren Bädern ab Donnerstag, dem 1. Dezember, zu den gewohnten Komfort-Temperaturen zurück. Sowohl die Friesland-Therme Horumersiel als auch das Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel sollen die Temperaturen wieder auf das von vor der Energiekrise gewohnte Niveau erreichen. Wasser- und Lufttemperatur werden um jeweils zwei Grad Celsius angehoben. 

„Selbstverständlich hatten wir ein schweres Herz damit, die Wassertemperaturen gesenkt zu halten“, erklärt Olaf Janssen, Schwimmbadleiter der Friesland-Therme. „Doch wir mussten und wollten aufgrund der Energiekrise Verantwortung übernehmen und haben daher, wie viele andere Bäder auch, Energiespar-Potentiale genutzt.“ 

„Nun ist die Freude groß, unseren Badegästen ab Anfang Dezember wieder ein behaglicheres Schwimmbaderlebnis bieten zu können“, so Janssen. Und noch ein Grund zur Freude: Die Eintrittspreise werden nicht erhöht, sondern bleiben auf dem Niveau der letzten Monate. Der Tipp des WTG-Teams: „Nichts wie los – Badetasche packen und auf in die, mit echtem Meerwasser gespeisten, Schwimmbäder im Wangerland.
“ 

Das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel ist seit dem heutigen Dienstag wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Das Bad war eine Woche geschlossen, da eine Bodenplatte repariert werden musste, um die reibungslose Wellenerzeugung zu gewährleisten. 

CDU: Land soll Kommunen bei Kosten für Ganztagsschulen helfen

Wangerland/Friesland (28. 11. 2023) – Ab 2026 hat jeder Erstklässler in Niedersachsen einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz – zumindest theoretisch, denn in der Praxis könnte ein enormes Finanzierungsdefizit diesen Anspruch noch vor seinem Inkrafttreten gefährden.

Nach einem Treffen mit Vertretern von Grundschulen und Kommunen sind die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund) und die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) skeptisch. „Der Ausbau der Ganztagsbetreuung ist maßgeblich für eine Entlastung der Familien und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Scheitern würde fehlende Betreuung und fehlende Planungssicherheit bedeuten“, so die CDU-Politikerinnen. „Mit einem Finanzierungsanteil von 3,5 Milliarden Euro leistet der Bund zwar einen erheblichen Beitrag. Leider macht die aktuell verfahrene Haushaltslage der Ampel auch jeden sinnvollen Anspruch aktuell zu einer nicht absehbaren Aufgabe.“

Die Ganztagsgrundschule soll anteilig durch Bund, Länder und Kommunen finanziert werden. Das offenkundige Problem: Die bislang beschlossenen Anteile könnten für die Kommunen nicht umsetzbar sein.

„Wir sehen deutlich: Das Geld bei den Kommunen reicht nicht“, so Katharina Jensen. Deswegen habe die CDU im Landtag in ihrem Haushaltsentwurf für 2024 gefordert, dass die Mittel, die das Land zur Verfügung stellt, um 15 Millionen Euro aufgestockt werden. „Damit stünden rund 25 Millionen Euro statt bisher 10 Millionen Euro von Landesseite bereit“, so die Abgeordnete. 

Die Kommunen, auch die in Friesland, seien teilweise nicht in der Lage, die teils enormen Investitionssummen zu stemmen. Auch dann nicht, wenn sie „nur“ 15 Prozent der Gesamtkosten übernehmen müssten. Für den Landkreis Friesland inklusive seiner Städte und Gemeinden belaufen sich die Kosten aktuellen Zahlen zufolge auf etwa 733.000 Euro. 

2024 wieder „Hooksieler Renntage“

Hooksieler Renntage
Spannung und Unterhaltung pur versprechen die „Hooksieler Renntage“. Archiv-Foto: Eric Janßen

Hooksiel (28.11.2023) – Auch im nächsten Jahr wird er auf der Jade-Rennbahn in Hooksiel spannende Pferderennen geben. Der Hooksieler Rennverein e.V. hat jetzt die Termine für die „Hooksieler Renntage 2024“ bekannt zu geben. 

„Nach einem erfolgreichen Jahr 2023 mit beeindruckender Resonanz auf den Online-Ticketverkauf startet jetzt der Vorverkauf für die kommende Saison“, teilt der Verein mit. Man habe in zurückliegenden Saison eine „überwältigende Nachfrage“ nach Online-Tickes verzeichnen können. Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Rückmeldungen setze der Verein auch für 2024 auf den Verkauf über eventim.de.

Die Renntage finden alle an Mittwoch-Abenden im Juli statt. Und zwar am 17., 24. und 31. Juli 2024. Die Trabrenn-Veranstaltungen mit unterschiedlichen Einlagen gelten als Erlebnis für die ganze Familie – für Einheimische, aber auch für Urlauber: Kinder bis zu 14 Jahren haben freien Eintritt.

Biotonne wird im Winter nur noch alle vier Wochen geleert

Friesland (26. 11. 2023) – Die Abfallberatung des Landkreises Friesland weist darauf hin, dass die Biotonnen ab Dezember bis einschließlich Februar 2024 nur alle vier Wochen statt alle zwei Wochen geleert werden. Damit kein festgefrorener Abfall die Entleerung der Biotonne erschwert, bittet die Abfallberatung darum, folgende Hinweise zu beachten:

Tipps der Abfallberatung für die Winterzeit

Feuchte, organische Abfälle angetrocknet oder in Papier eingewickelt in die Biotonne geben. 

Abfälle nicht in die Biotonnen pressen; die gepressten Bioabfälle fallen beim Schütten der Tonne meist nicht oder nur zum Teil heraus. 

Den Boden der Biotonne gegebenenfalls mit wenigen Lagen geknülltem Zeitungspapier (kein Farb-/Hochglanzdruck) bedecken.

Wem ein Balkon oder Garten zur Verfügung steht, kann den Bioabfall, bevor er in die Tonne gegeben wird, für circa eine Stunde ins Freie stellen. Abgekühlter oder angefrorener Bioabfall enthält weniger Feuchtigkeit und friert in der Tonne seltener fest.

Kurz vor Entleerung kann man bei Bedarf mit einem Spaten durch seitliches Herunterfahren an den Innenwänden der Tonne die Abfälle lösen. Vorsicht, bei starkem Frost wird der Kunststoff spröde und die Tonne kann dabei beschädigt werden!

Die Biotonne bis zur Abfuhr (ab 6 Uhr) an einer wärmeren Stelle aufstellen, zum Beispiel an der Hauswand.

Bioabfälle dürfen nicht in Kunststoffbeuteln in die Biotonne geworfen werden. Das gilt auch für Beutel, die aus so genannten kompostierfähigen Biokunststoffen mit Hinweisen wie zum Beispiel „biologisch abbaubar“ bestehen. Biokunststoffe können in der Kompostanlage in Wiefels nicht abgebaut werden. Dadurch wird der Kompost verunreinigen.

Sollten Abfälle in der Tonne angefroren sein, bestünden keine Ansprüche auf nachträgliche Entsorgung dieser Abfälle. „Dem Abfuhrunternehmen und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann nicht zugemutet werden, die Abfälle aufzulockern oder Anhaftungen zu lösen“, so Stephan Heidemann, Abfallberater beim Landkreis Friesland.

Die Abfuhrtermine sind unter anderem unter www.friesland.de/kalender zu finden.

Verdienter Punktgewinn für Ü50-Team

Hooksiel (26.11.2023) – Einen Auswärtssieg knapp verpasst hat die Herrn Ü 50-Tennismannschaft des FC Nordsee Hooksiel. Am Sonntag langte es bei zum Teil sehr knappen Spielverläufen immerhin zu einem 3:3-Unetschieen beim SV Nordenham. Die Ü 60 blieb bereits am Samstag beim TC RW Haren chancenlos und verlor mit 0:6.

Jan Alter (6:1/6:0) und Thorsten Csikos (5:7/7:5/11:9) steuerten in ihren Einzeln an Positionen zwei und vier die ersten beiden Siege bei. Das Quäntchen Glück, was Csikos im Matchtiebreak hatte, fehle Spitzenspieler Thomas Otte. Er verlor sein Einzel mit 6:2/3:6/6:10. Mirko Ortmanns musste an Position drei anerkennen, dass sein Gegner für ihn zu stark war (2:6/0:6).

Das erste Hooksieler Doppel (Otte/Alter) gewann im Anschluss mühelos 6:3/6:0. Und auch Ortmanns/Csikos standen knapp vor einem Erfolg. An Ende reichte es dann aber doch nicht ganz (6:4/3:6/5:10). Die Freude über den Auswärtspunkt wurde geschmälert durch eine Verletzung von Thomas Otte, der sich eine Zerrung zuzog.

Bis auf Uwe Frerichs kam aus dem Ü60-Team beim Spitzenreiter im Emsland kein Spieler überhaupt nur in die Nähe eines Satzgewinns. Robert Meints (1:6/1:6). Harald Fischer (1:6/1:6) und Reiner Meints (0:6/1:6) musst anerkennen, dass ihre Gegner zurecht deutlich höheren Leistungsklassen zugeordnet sind. Uwe Frerichs verlor nach gutem Spiel 3:6/4:6. Die Doppel waren wieder eindeutig: Robert Meints/Uwe Frerichs (1:6/1:6), Harald Fischer/Alexander Scholz (2:6/2:6). 

Unfall mit Sommerreifen: Autofahrer droht empfindliches Bußgeld

Friesland/Hooksiel (26. 11. 2023) – Der erste Frost ist da. Am Wochenende kam es auf den Straßen im Landkreis Friesland zu den ersten Glätteunfällen. Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht. Glätte kann durchaus auch schon dann entstehen, wenn das Thermometer noch Plusgrade anzeigt. Ein wichtiger Hinweis: Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, gefährdet sich und andere.

Besonders glatt war es am Wochenenden auf der Bundesstraße 210. Am Freitagabend gegen 18.15 Uhr fuhr ein 19jähriger Mann aus Schortens kommend in Richtung Wittmund. Im zweispurigen Bereich hinter der Anschlussstelle Jever Ost wollte er einen Pkw zu überholen. Dabei kam der Wagen auf hagelbedeckter Fahrbahn ins Schleudern und kam erst auf dem Gegenfahrstreifen zum Stehen. Eine entgegen kommende 21jährige Autofahrerin konnte ihren Wagen nicht mehr rechtzeitig stoppen. Nach Polizeiangaben zogen sich beide Fahrzeugführer beim Zusammenprall leichte Verletzungen zu. Die B 210 wurde bis gegen 19.45 Uhr teilweise gesperrt. 

Zu einem weiteren glättebedingten Verkehrsunfall kam es am frühen Samstag. Gegen 4.45 Uhr geriet ein 34jähriger Wilhelmshavener auf der B 210 im Bereich Schortens, Höhe Auffahrt zur Autobahn, ins Schleudern, stieß gegen die Mittelplanke und drehte sich um 360 Grad. Der Pkw war danach nicht mehr fahrbereit. Der Mann wurde leicht verletzt.

Polizeibeamten stellten bei der Unfallaufnahme fest, dass der betroffene Pkw noch mit Sommerreifen versehen war. „Den Fahrzeugführer erwartet dementsprechend ein empfindliches Bußgeld“, heißt es in der Polizeimeldung.

Wie das Smartphone den Schutz vor Einbrüchen verbessern kann

Friesland/Hooksiel (26. 11. 2023) – Digitale Technik kann helfen, das Einbruchrisiko zu verringern und damit eigene Heim sicherer zu machen. Die Polizeiinspektion (PI) Wilhelmshaven/Friesland und der Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) gegen in ihrer Informationsoffensive Tipps zum Thema Einbruchschutz. Heute geht es um „Smart Home-Lösungen“.

„Immer mehr Menschen statten ihren Wohnraum mit so genannten Smart-Home-Systemen aus“, sagt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention in der PI. „Damit werden Komponenten aus der Haustechnik, Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik miteinander vernetzt und (fern-)gesteuert, um auf diese Weise automatisierte Abläufe zu ermöglichen.“

Von der Ferne aus Anwesenheit vortäuschen

Ganz bequem ließen sich dann die meisten Geräte im „Smart Home“ über das Smartphone steuern: So könnten etwa die Heizung von unterwegs aus angeschaltet werden, Fenster, Türen und Rollläden öffnen bzw. schließen automatisch oder eine Kamera gibt ein Warnsignal, wenn sich jemand an der Eingangstür zu schaffen macht.

Allerdings: Smart-Home-Lösungen allein stellen kein durchgängiges und damit zuverlässiges Einbruchmelde- bzw. Gefahrenwarnsystem dar, warnen die Präventions-Fachleute. Zudem berge jedes IT-gestützte System Sicherheitsrisiken. Katja Reents: „Ein Einsatz dieser Technik ist aus polizeilicher Sicht nur zur Anwesenheitssimulation zu empfehlen, das heißt, das System spielt einem äußeren Betrachter beispielsweise durch Rollladen- und Lichtsteuerung ein bewohntes Haus vor.“ Ratsam sei aber gegebenenfalls eine Alarmanlage mit Smart-Home-Funktionen.

Smart-Home können zum Beispiel absichern, dass ein Alarm einer Alarmanlage auch bei Stromausfall, hoher Luftfeuchtigkeit oder großen Temperaturunterschieden störungsfrei übermittelt wird. Über die Notruf- und Serviceleitstelle können auf digitalem Weg Steuerbefehle für Smart-Home-Komponenten versendet werden – so kann etwa die Spannung des Herds abgeschaltet oder ein Ventil an der Hauptwasserleitung geschlossen werden. Bei der Kombination von einer Alarmanlage und Smart Home, so rät die Polizei, sollte man aber ausschließlich zertifizierte Alarmanlagen und eine zertifizierte App nutzen.

Schutz vor Hackern wichtig

Smart-Home-Anwendungen, die nicht die genannten Voraussetzungen erfüllen, bieten keinen Einbruchschutz. Im Gegenteil. Sie können zum Einfallstor für Hacker werden, die sensible Daten auszuspähen oder die Geräte für kriminelle Zwecke missbrauchen wollen. „Ungeschützte Systeme, ob mit oder ohne Zugang zum Internet, bergen Risiken“, erläutert Katja Reents. „So können Täter Zugriff auf Videokameras erhalten und Daten mitlesen, die online zwischen einem Endgerät des Verbrauchers (z.B. Kühlschrank) und der Steuerungszentrale ausgetauscht werden. Dadurch erhalten sie Einblicke in die Privatsphäre der Bewohner.“

Als Ansprechpartner für Einbruch-Prävention stehen bei der PI Wilhelmshaven/Friesland Katja Reents für Wilhelmshaven (Tel. 04421/942-108) und Anja Kienetz vom Polizeikommissariat Jever (Tel. 04461/7449-181) als Ansprechpartnerin zur Verfügung. VKP-Geschäftsführerin Teelke Battermann ist unter der Telefonnummer 04421/7780942 zu erreichen. 

Gemeinde profitiert von hohen Energiepreisen

Wangerland/Hooksiel (24. 11. 2003) – Die hohen Energiepreise machen sich auch im Haushalt der Gemeinde Wangerland bemerkbar. Aber nicht nur durch gestiegene Kosten für Heizung und Beleuchtung, sondern auch durch erhöhte Steuereinnahmen.

Die Produzenten von erneuerbarer Energie – aus Windkraft, Sonne oder Biogas – haben offenbar von dem hohen Preisniveau profitiert. Endsprechend steigen die Gewerbesteuer-Einnahmen der Gemeinde. Wie Kämmerer Arthur Wichmann vor dem Finanzausschuss erläuterte, seinen zudem offenbar viele Betriebe besser durch die Corona-Krise gekommen als zuvor angenommen.

Unter dem Strich darf sich die Gemeinde für das laufende Jahr über Gewebesteuereinnahmen in Höhe von über 5,3 Millionen Euro freuen. Erwartet worden waren Anfang des Jahres lediglich 4,15 Millionen Euro. Der Mehrerlös von knapp 1,2 Millionen Euro kann jetzt dazu verwendet werden, Löcher an anderen Stellen in der Gemeindekasse zu stopfen.

Alle übrigen Ansätze der Finanzverwaltung haben sich im Laufe des Jahres zum Teil fast punktgenau bestätigt. Landwirtschaftliche Betriebe werden etwa 410.000 Euro Grundsteuer A zahlen. Alle anderen Immobilienbesitzer 2,33 Millionen Euro (Grundsteuer B). Die Hundesteuer schlägt mit 15.000 Euro zu Buche, die Zweitwohnungssteuer mit rund 1 Million Euro und die Vergnügungssteuer mit an die 30.000 Euro. 

Hinzu kommen der Gemeindeanteile an der Einkommensteuer der Wangerländer Bürger (etwa 4 Mio. Euro), der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (482.000 Euro), Schlüsselzuweisungen vom Land (2,2 Mio. Euro), Zuweisungen für Aufgaben, die die Gemeinde für andere Behörden erledigt (200.000 Euro) sowie Einnahmen aus Konzessionsabgaben für Strom und Gas, die die Energieversorger zu zahlen haben (etwa 400.000 Euro). 

Die Bilanz für 2023 spielt eine besondere Rolle bei der Diskussion, wo Hebesätze ab 2024 erhöht werden können, um die Einnahmesituation der Gemeinde insgesamt zu verbessern. Im zweiten Teil der Debatte wird es um die Frage gehen, wo die Gemeinde Ausgaben einsparen kann etwa indem sie gewisse Aufgaben nicht mehr, im verringerten Umfang oder effizienter erledigen kann. 

Info-Abend im Gästehaus: Gefährdet Ultraschall die Schweinswale?

Hooksiel (24. 11. 2023) – Die Gemeinde Wangerland und das Netzwerk Energiedrehscheibe, ein Bündnis aus 17 Klima- und Umweltschutzverbänden, laden gemeinsam unter dem Titel „Saubere See – Chloreinleitung in die Jade“ zu einer Informations-Veranstaltung ins Gästehaus Hooksiel ein. Am Donnerstag, 30. November, werden dazu auch Jan Kelling vom Ultraschallanbieter Hasytec Electronics AG (Kiel) sowie Christian Kopp, Schiffsexperte vom NABU Bundesverband, als Referenten erwartet. Bürgermeister Mario Szlezak wird ein Grußwort sprechen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Bevölkerung über die Sorgen bezüglich des Wattenmeeres, der Wasserqualität und der zukünftigen Schiffsbewegungen in der Jade zu informieren. Insbesondere wird die Frage diskutiert, ob eine zweite Saison mit Chlor-Einleitungen vom LNG-Terminal droht und wie der Schweinswal mit der Belästigung durch Lärm und Ultraschall umgeht. 

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, in den Austausch mit Fachleuten zu kommen und gemeinsam zu diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.