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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Politik nach gewaltsamem Angriff auf Kandidaten schockiert

Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.

Stein in Autoscheibe geworfen

Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.

Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“

Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar

Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“

Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“

„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert

Vandalismus am Alten Hafen: Feuer in Toilette gelegt

Hooksiel (3. 5. 2026) – In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte in der öffentlichen Toilettenanlage am Alten Hafen von Hooksiel Feuer gelegt. Gegen 1.15 Uhr ging die Alarm-Meldung bei der Leitstelle ein. Die Botschaft: „Das ehemalige Feuerwehrgebäude an der Lange Straße brennt.“

Erleichterung dann bei Feuerwehr und Polizei am Einsatzort. Es brannte lediglich die benachbarte Toilette. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Durch das Brandgeschehen entstand Schaden am Gebäude. Niemand wurde verletzt. 

Die Brandursache ist bislang noch unbekannt. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever (Tel: 04461/7449-0) in Verbindung zu setzen.

Christenfeldt beklagt Missmanagement

Fest stehen dürfte aber, dass die von der Wangerland Touristik GmbH betreute Sanitäranlage vorerst nicht genutzt werden kann. Zum Leidwesen von Steve Cristenfeldt, der das nahe gelegene Hotel „Packhaus“ betreibt. „Der Alten Hafen braucht unbedingt eine ordentliche Toilette und einen Duschraum. Wir wollen nicht das öffentliche Klo von Hooksiel sein.“

Wie Christenfeld schildert, habe er der WTG in den vergangenen Jahren mehrfach angeboten, die Toilettenanlage zu betreuen, sie vor allem abends abzuschließen, um Vandalismus vorzubeugen – und sie morgens wieder aufzuschließen. Es sei schon mehrfach zu Zerstörungen gekommen. Zuletzt habe die Anlage zu Ostern ganz schlimm ausgesehen. Für Christenfeldt ist das auch die Folge von Missmanagement bei der WTG.

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Spannender Einblick in die Welt der Comics

Hooksiel (4. 5. 2026) – Am Samstag, 9. Mai, beteiligt sich die Bücherei Hooksiel am deutschlandweiten „Gratis Comic Tag“. Von 10 bis 16 Uhr sind dazu Comic-Fans und Neugierige ins Gästehaus eingeladen, wo sie in die vielfältige Welt der gezeichneten Geschichten eintauchen und ausgewählte Comics kostenlos mitnehmen können. 

Verschiedene Verlage stellen speziell für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren eine Auswahl an Comic-Heften verschiedener Genres zur Verfügung. Die kostenlosen Exemplare werden solange der Vorrat reicht ausgegeben. 

Darüber hinaus richtet sich der Aktionstag an alle, die sich für Comics begeistern und die Vielfalt dieses Mediums entdecken möchten. Ergänzend bietet die Bücherei einen Einblick in ihr bestehendes Comic-Sortiment.  Der Eintritt ist frei. 

Nachruf: Meinolf Cohn – Aufstieg mit Mut und Geschick

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (2. 5. 2026) – Wenn Meinolf Cohn sich einmal entschieden hatte, blieb er seinem Weg treu. Erst vor wenigen Tagen wurde der 89-Jährige für seine 70-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel geehrt. Etliche Jahrzehnte war er auch Mitglied in der SPD im Wangerland. Mit seiner Frau Helma feiere er vor zwei Jahren eiserne Hochzeit.

Am vergangenen Sonntag ist der gebürtige Hooksieler nach kurzer Krankheit so gestorben, wie er es sich selbst vermutlich gewünscht hätte – allerdings erst in 10 oder auch 20 Jahren. In seinem Haus am Langengrodener Weg in den Armen seiner Frau Helma. 

Meinolf Cohn (Foto) gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten im Ort. Mutter Wilma brachte ihren Sohn 1937 in der Obernstraße zur Welt. Vater Emil, Inhabern eines Schlachtbetriebes und Bauernhofes wurde von den damals herrschten Nationalsozialisten als „Jude“ eingestuft und zweimal in Konzentrationslager gesteckt. Die Ehe mit einer Christin und das gemeinsame Kind rettete ihm das Leben.

Der kleine Meinolf hatte trotz der dramatischen äußeren Umstände eine behütete Kindheit, mit einer Schulzeit, aus der er nur wenig mitgenommen hat. Wichtiger seien ihm damals Armdrücken, Wettlaufen und Fingerhakeln gewesen, sagte er später.

Sein Lehrmeister war das Leben

Lehrmeister waren für ihn sein Vater und das Leben selbst. Emil Cohn 1945 kam aus dem KZ nach Hause zurück und verzieh seinen Nachbarn, die zum Teil zu jenen Nazis gehört hatten, die Haus und Hof der Cohns geplündert hatten. Eine Großherzigkeit, die Meinolf Cohn bis ins eigene Alter nur schwer nachvollziehen konnte.

Meinolf Cohn wuchs auf dem kleinen Hof an der Obernstraße auf, besuchte die Landwirtschaftsschule und heiratete 1959. Bereits 1960 musste er nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für den Betrieb selbst übernehmen. Keine leichte Aufgabe für den jungen Familienvater. Längst war klar: Milchviehbetriebe mit gerade einmal 16 Kühen haben keine Zukunft.

Mit Mut, Kreativität, Tatkraft und Verhandlungsgeschick gingen Helma und Meinolf Cohn neue, am Ende sehr erfolgreiche Wege. Am Ortsrand bauten sie den Meyer-Hof, auf den der Betrieb – mit dann bis zu 60 Kühen – umgesiedelt wurde. Eine weitere Einnahmequelle der auf sechs Personen aufwachsenden Familie: Urlaub auf dem Bauernhof. 

Vom Bauern zum Lohnunternehmer

Wichtiger noch aber dürfte die Weiterentwicklung des Bauernhofes zum landwirtschaftlichen Lohnunternehmen gewesen sein. Cohn übernahm die Klärschlamm-Entsorgung aus den Kläranlagen für die Stadt Jever und später auch für die Gemeinde Wangerland. Die nährstoffreiche Fracht war seinerzeit begehrt als Dünger für die neue aufgespülten Grodenflächen vor Wilhelmshaven und Hooksiel.

1989 übertrug Meinolf Cohn Hof und Lohnunternehmen auf seine Kinder, denen er aber auch danach mit Rat und Tat zur Seite stand. Etwa bei den Verhandlungen über die von der Gemeinde benötigten Flächen für den Bau der Ortsumgehung – die unmittelbar am Meyer-Hof vorbei führt. 

Präsident mit phänomenalem Gedächtnis

Helma und Meinolf Cohn zogen sich in ein schmuckes Häuschen am Langengrodener Weg zurück, nahmen aber weiter am gesellschaftlichen Leben teil. Über die Familie, die Landwirtschaft, die Feuerwehr, die SPD und über den traditionsreichen „Sonntags-Stammtisch“ im „Schwarzen Bären“. Cohn verfolgte die Entwicklung von Hooksiel genau, hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg und unterstützte Projekte, die ihm am Herzen lagen.

Dem „Sonntags-Stammtisch“ stand Meinolf Cohn als Präsident über Jahrzehnte vor. Hier glänzte er bis zu seinem Tod immer wieder durch sein phänomenales Gedächtnis. Sei es mit Kenntnissen aus der Ortsgeschichte oder aus dem Leben zahlloser Wangerländer Bürgern, von denen er in aller Regel auch das Geburtsdatum präsent hatte. Meinolf Cohn, geboren am 12. Januar 1937, hat es verdient, dass auch sein Lebensweg und sein Wirken nicht so schnell in Vergessenheit geraten. 

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Aufmerksame Wächter: Maibaum-Diebe hatten keinen Erfolg

Hooksiel (1. 5. 2026) – Die Walpurgisnacht ist vorbei und am Alten Hafen von Hooksiel steht der Maibaum – immer noch. Keine Selbstverständlichkeit. Der am Donnerstag unter großer Beteiligung der Hooksieler aufgestellte Baum hätte in der Nacht zum Freitag durchaus auch geklaut werden können.

Der Maibaum steht. Zahlreiche Bürger verfolgten am Donnerstagabend die Pflanzaktion auf dem Alten Hafen. Foto: Sascha Kemmann

Dass es dazu nicht gekommen ist, ist vor allem den jungen Leuten der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der Ortsgruppe Wangerland der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) zu verdanken. Beide haben den Baum der Dorfgemeinschaft die ganze Nacht hindurch erfolgreich bewacht – und unter anderem eine Attacke von jungen Leuten aus Hohenkirchen abgewehrt.

Im Gegenzug blieb aber auch er „Raubzug“ der Hooksieler erfolglos. Zu später Stunde hat sich der Organisator des diesjährigen Maibaum-Festes Julian Dreßel mit Mitstreitern auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: Wiefels. Doch auch dort waren die Baumwächter wachsam. „Nach zwei Spatenstichen wurde mir der Spaten aus der Hand geschlagen.“ 

Nach altem Brauch gilt ein Baum dann als „geklaut“, wenn es den potenziellen Dieben gelingt, drei Spatenstiche an ihm zu setzen. Der Baum muss dann später gegen viel (flüssiges) „Lösegeld wieder ausgelöst werden. Nach dem gescheiterten Anlauf von WWHS brauchte der Kran, den die Hooksieler schon vorsorglich für den Abtransport des Baumes organisiert hatten, nicht mehr anrücken.

Die eigentliche Maifeier verlief nach nach bewährter Regie. Treffpunkt am ZOB. Umzug mit Musik, Baum und vielen, vielen Menschen zum Alten Hafen, wo der bunt geschmückte Mast mit Unterstützung der Feuerwehr und der Firma Langenhorst in seine Hülse gesteckt wurde. Zum bunten Bild der Zeremonie trugen die ehrenamtlichen Hexen (Foto/Röder) aus dem „Gruseleum“ bei, die – typisch für die Walpurgisnacht – um den Baum tanzten und andere dazu animierten, es ihnen gleich zu tun.

Nachbarschaftstreffen am 1.Mai: Bereits zum dritten Mal stellen die Anwohner Hinrike-Lichterfeld- und Irma-Cornelßen-Straße einen Maibaum auf. Foto: hol

Gesitteter ging es heute im Neubaugebiet zwischen Hinrike-Lichterfeld-Straße und Irma-Cornelßen-Straße zu. Bereits zum dritten Mal feierten hier die Neubürger das Maifest – auch um sich noch besser kennen zu lernen und das Miteinander zu stärken. 

Ute und Wilfried Nowatzki dankten den zahlreichen Helfern, die im Vorfeld beim Aufstellen des Zeltes geholfen, den Baum geschmückt, Salate und andere Speisen zubereitet hatten. Warum wird der Maibaum hier erst am Feiertag selbst aufgestellt? „Wir wollen keine Konkurrenz-Veranstaltung zur Dorfgemeinschaft ausrichten“, sagt Ute Nowatzki. Und, noch ein Vorteil: Am 1. Mai darf ein Maibaum nicht mehr gestohlen werden.

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Erstes Saisonspiel auf der Hooksieler Tennisanlage

Hooksiel (1. 5. 2026) – Voraussichtlich bei herrlichem Wetter beginnt an diesem Wochenende die Tennis-Freiluftsaison. Auf der Tennisanlage des SC Wangerland in Hooksiel schlagen an diesem Samstag die A-Jugendlichen des Vereins ab 10 Uhr gegen den Nachwuchs des TC Esens auf. Die Damen-Mannschaft des SCW muss am Samstagnachmittag in Esens antreten. Die Herren ü50 reisen am Sonntag zum Auswärtsspiel zum SV Strücklingen.

Die A-Jugend um Spitzenspieler Lorenz Cornelius Kramer geht als Favorit in ihr erstes Spiel. Alle vier Spieler – neben Kramer sind Niko Gauzel sowie Mateo und Nikas Doyen nominiert – sind in besseren Leistungsklassen eingestuft als ihre Gegner.

Genau umgekehrt sind die Voraussetzungen vor dem ersten Spiel der neu formierten Damen-Mannschaft des SCW. Das Team um Spitzenspielerin Kiara Krause dürfe beim TC Esens nur Außenseiterchancen haben. 

Ebenfalls ein schweres Spiel kommt voraussichtlich auch auf die Herren ü50 zu, die ohne ihren verletzten Spitzenspieler Thomas Otte ins Saterland reisen müssen. Nominell ist die Heimmannschaft als stärker einzuschätzen. Aber auch im Tennis müssen die Spiele bekanntlich erst gespielt werden, bevor man sich über Siege freuen darf.

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Feuerwehr brachte Brand schnell unter Kontrolle

Wangerland/Hooksiel (1. 5. 2026) – Mitten in der Maibaum-Feier der Einsatzalarm. Am Donnerstag kurz nach 18 Uhr wurde die Freiwillig Feuerwehr Hooksiel zusammen mit den Wehren aus Minsen, Hohenkirchen und Jever nach Schillig gerufen. Von dort hatten Anwohner eine massive Rauchentwicklung in einem Gebäude gemeldet. 

Unter schwerem Atemschutz rückten Feuerwehrleute zum Brandherd im Obergeschoss des Gebäudes in Schillig vor. Foto: Feuerwehr

Vor Ort nahmen die Feuerwehrleute wahr, dass Teile der Außenfassade eines Hauses in Höhe des ersten Obergeschosses brannte. Auch deshalb hatte die Leitstelle vorsorglich die Drehleiter aus Jever mit angefordert. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.

Die Feuerwehren setzten für die Löscharbeiten zwei Trupps unter schweren Atemschutz ein, die jeweils mit einem Löschschlauch vorrückten. „Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden“, schildert ein Sprecher der Feuerwehr Hohenkirchen. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten habe man Teile des Gebäudes öffnen müssen. Hierfür wurde dann unter anderem die Drehleiter eingesetzt. 

Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.

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Bündnis für Bau und Betrieb von Gas- und Stromnetzen

Wangerland (30. 4. 202) – Die Gemeinde Wangerland und EWE Netz verlängern ihre Wegenutzungs-Verträge für die Strom- und Gasversorgung. Die neuen Verträge treten im Dezember 2027 in Kraft und haben eine Laufzeit von jeweils 20 Jahren. Damit bleibt EWE Netz auch künftig für Bau und Betrieb der Energienetze in der Gemeinde verantwortlich. 

Bürgermeister Mario Szlezak (lins) und EWE-Netz-Regionsleiter Thorsten Wieting unterzeichnen den Wegenutzungsvertrag für die Strom- und Gasversorgung für die nächsten 20 Jahre. Foto: EWE

Das Stromleitungsnetz im Gemeindegebiet ist rund 712 Kilometer lang. Es garantiert eine Stromversorgung für 6.186 Hausanschlüsse. Gasnetz hat ein Länge von rund 382 Kilometer. Es umfasst 4.736 Hausanschlüsse.

Grundlage des Vertrages sei die bewährte Zusammenarbeit beider Partner, die seit vielen Jahren für eine zuverlässige Versorgung gesorgt habe, sagte Bürgermeister Mario Szlezak und EWE-Netz- Regionsleiter Thorsten Wieting. Für die Gemeinde ergeben sich daraus jährlich Einnahmen von an die 400.000 Euro.

„Die Verlängerung der Konzessionsverträge ist ein wichtiges Signal für Kontinuität und Versorgungssicherheit in unserer Gemeinde. Gemeinsam mit EWE Netz schaffen wir eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung unserer Infrastruktur“, so Szlezak. Wieting: „Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist ein starkes Zeichen des gegenseitigen Vertrauens. Gemeinsam mit der Gemeinde werden wir die Energienetze weiterhin zuverlässig betreiben und mit Blick auf die Anforderungen der Energiewende zukunftsorientiert weiterentwickeln.“

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Durch Feiertage verschieben sich die Termine für die Müllabfuhr

Wangerland (30. 4. 2026) – Die Abfallwirtschaft des Landkreises Friesland weist darauf hin, dass sich die Abfallabfuhren aufgrund der Feiertage im Mai wie folgt verschieben: Die Abfuhren von Freitag, 1. Mai, werden auf Samstag, 2. Mai verschoben. Die Tonnen, die üblicherweise donnerstags abgeholt werden, werden statt am 14. Mai erst am Samstag, 16. Mai, geleert. Die Abfuhren von Montag, 25. Mai, verschieben sich auf Samstag, 30. Mai.

Die Abfallbehälter müssen, so der Landkreis, bereits am Vorabend zur Abholung bereitgestellt werden, da die Entsorgungsfahrzeuge mit erhöhter Fahrzeuganzahl in den Gebieten unterwegs seien und es dadurch zu abweichenden Abfuhrzeiten kommen könne. Autofahrer werden gebeten, die Straßen und Abfallbehälter nicht durch parkende Fahrzeuge zu blockieren.

Die Entsorgungsanlagen wie etwa in Wiefels sind außerhalb der Feiertage zu den regulären Zeiten geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist weiterhin erforderlich.

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Überland-Gruppe stellt sich der Kritik von Hooksieler Campern

Hooksiel (29. 4. 2026) – Wie erwartet war der Saal im Hooksieler Gästehaus am Dienstagabend rappelvoll. 120 Interessierte, davon gefühlt zwei Drittel Camper, wollen sich den ersten öffentlichen Auftritt eines Geschäftsführers der Überland-Gruppe vor Ort nicht entgehen lassen.

Einen schweren Stand hatte Überland-Geschäftsführer Jan Wittlinger (mit Mikrophon) in der Diskussion mit zahlreichen Dauercampern im Hooksieler Gästehaus. Der Manager sagte zu, über die eine oder andere Anregung nachdenken zu wollen. Foto: hol

Jan Wittlinger, extra aus Hamburg angereist, musste sich dann eine gute Stunde lange massive Kritik an den Plänen der neuen Eigentümer des Nordsee Campingplatzes anhören. Deutlich wurden mehrere Betroffene vor allem in punkto Kommunikation zwischen Betreiber und Kunden. „Das ist unmöglich.“

Gewerbe lobt Investitionen

Aber es gab auch lobte Worte. Der Hooksieler Tobias Geisen, Vorsitzender des Vereines für Handel, Handwerg und Gewerbe und einer der Macher in der örtlichen Dorfgemeinschaft, versuchte eine Lanze für die „Jungs von Überland“ zu brechen. „Wir sind froh, dass Sie so viel Geld in Hooksiel investieren.“ Erfreulich sei auch, dass die Überland-Gruppe sich über den Campingplatz hinaus in Hooksiel engagieren wolle. So trete das Unternehmen, das den Campingplatz zum 1. Januar von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen hat, als Sponsor für die bevorstehenden Herings- und Krabbentage auf.

Wittlinger war Gast der Veranstaltungsreihe „Gäste- und Bürgersnak“ des Hooksieler Seebadevereins. Nach der Begrüßung durch Moderator Thomas Leimkühler stellte er die erst 2024 gegründete Überland-Gruppe und deren Pläne für den Hooksieler Campingplatz vor. Überland betreibt aktuell sieben Campingplätze mit rund 5000 Stellplätzen in besten Lagen in ganz Deutschland. „Wir stehen für das traditionelle Campen mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt.“ 

Oberstes Ziel: Familienfreundlichkeit

Ein angestrebtes Markenzeichen: Familienfreundlichkeit. Dafür investiere man unter anderem in Spielplätze und Minigolfanlagen. Und jedes dritte Kind campe umsonst. Auf dem Hooksieler Platz gebe es zudem einen hohen Sanierungsstau. Sanitärgebäude müssten saniert, die Netze für Strom-, Wasser- und Abwasser komplett erneuert werden. Ziel sei es, „Hooksiel zu einem Vorzeigeplatz für Familien und Naturliebhaber“ zu entwickeln.

Das Sanitärgebäude B sei bereits fertig, sagte Wittlinger. Die Aufwertung der „Kajüte“ als Restaurant vor Ort werde Anfang Mai, der Bau von Abenteuerspielplatz, 1-Loch-Minigolf-Anlage und eines „Pumptracks“ (ein Rundkurs zum Beispiel für Mountainbikes und Skater), Ende Mai abgeschlossen sein. Im Juni soll die Einrichtung eines Hunde-Agility-Parcours folgen.

Kritik an strategischen Entscheidungen

Eine Reihe von Fragen lösten die strategischen Pläne der Überland-Gruppe aus, die den FKK-Campingbereich ab 2027 aus wirtschaftlichen Gründen aufzugeben und die Stellplätze für Saisoncamper und touristische Camper neu zu ordnen – unter anderem um mehr Ruhe auf dem Platz zu schaffen. 

Spielende Kinder schützen wolle man auch durch die Änderung der Schließzeiten der Schranke am Eingangsbereich. Sie bleibt ab 20 Uhr für Autofahrer gesperrt, was viele Camper als massive Beeinträchtigung ihrer Bewegungsfreiheit empfinden. Gerade ältere Menschen und Camper mit Beeinträchtigungen seien darauf abgewiesen, dass sie mit dem Auto zu ihren Stellplätzen fahren könnten – auch wenn sie abends von einer Veranstaltung oder einem Restaurantbesuch im Ort zurückkehren. Das Argument Kinderschutz sei vorgeschoben. „Seit Jahrzehnten hat sich niemand über die Auto beschwert. Hier werden doch keine Rennen gefahren“, stellte eine Camperin fest.

Unklarheiten bei Preisgestaltung

Ein Eindruck, den offenbar nicht alle teilen. Wie eine Rezeptions-Mitarbeiterin schilderte, gebe es immer wieder Beschwerden, dass sich einige Camper nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h auf dem Platz halten würden. Und es sei auch schon mal ein Kind angefahren worden …

Ein weiterer Knackpunkt: die Preisgestaltung, die für viele Camper nach eigenem Bekunden nicht transparent ist. Künftig, so Wittlinger, werde es auf dem Platz mit seinen 1500 Stellplätzen zwei Preiskategorien geben. Gehobene Preis müssten für Stellplätze direkt am Wattenmeer und am Natursaum gezahlt werden. 

Eine Camperin, die bislang 700 Euro für ihren Saisonplatz zahlt, muss sich für 2027 auf eine Erhöhung um 250 Euro einstellen, wie der Überland-Manager bestätigte. Weitere 250 Euro kämen hinzu, sobald ihr Stellplatz zu einem Komfortplatz mit eigener Strom- und Wasserversorgung ausgebaut sei. Allerdings, so Wittlinger, würden im Gegenzug die Personengebühren je Camper deutlich sinken. 

Als unangemessen empfinde sie es, dass die Camper zudem noch einen Gästebeitrag pro Person zahlen müssen, klagte eine Betroffene. Der liegt aktuell bei 3,20 Euro je Tag. „Der Gästebeitrag wird von der Gemeinde Wangerland erhoben“, erläuterte Wittlinger. „Den müssen wir kassieren und weiterleiten.“

Fehler in der Kommunikation

Wittlinger räume in der Debatte Fehler in der bisherigen Kommunikation ein. Es sei unter anderem falsch gewesen, in den Sozialen Medien mit Fotos von Leuchttürmen aus Schleswig-Holstein für den Campingplatz in Hooksiel zu werbe. Damit hatte sich Überland viel Spott eingehandelt. „Das werden wir so nicht wieder machen.“ Auch Unklarheiten bei Preisen und Nutzungsregeln wolle man schnellstmöglich durch maximale Transparenz beseitigen. Und, so eine weitere Zusage des Geschäftsführers, über die eine oder andere Neuerung werde man noch einmal nachdenken. 

FKK-Bereich halbieren?

Dazu dürften die Schranken-Schließzeiten gehören. Vielleicht ja auch die Entscheidung über die Schließung des FKK-Bereichs, der ein Alleinstellungsmerkmal des Platzes an der Nordseeküste sei und seit Jahrzehnten zu Hooksiel gehöre. Der örtliche Nudistenverein übergab Wittlinger eine Resolution mit weit über Tausend Unterschriften mit der Forderung, den FKK-Bereich als Kulturgut aufrecht zu erhalten. Der Kompromissvorschlag: Vielleicht lasse sich die FKK-Fläche halbieren, damit sie wirtschaftlicher betrieben werden kann.

Nach Ansicht von Sonja Janßen, Tourismus-Managerin aus Hooksiel, wären die Betreiber gut beraten, die „gewachsenen Familienstrukturen“ auf dem Campingplatz möglichst zu erhalten. Und noch wichtiger: Statt einer Kommunikation per Email sollten sie unbedingt das direkte Gespräch mit den Campern suchen. „Sonst bekommen Sie die Missstimmung hier nie weg.“