Hooksiel (31. 8. 2026) – Die Herren ü50 der Tennisabteilung des SC Wangerland haben den Staffelsieg in der 1. Regionsklasse verpasst. Im letzten Saisonspiel verlor das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte beim TV BW Augustfehn mit 1:5. Das Gesamtergebnis spiegelt den Verlauf der Begegnung allerdings nur bedingt wider. Otte: „Ein Unentschieden war auf jeden Fall drin.“ Ein Punktgewinn hätte den SCW-Spielern zum Titel gereicht.
Zum Leidwesen der Hooksieler hatten die Gastgeber ihr Team eigens für das Spiel um die Meisterschaft durch zwei Spieler aus Westerstede verstärkt. Die Folge: Thomas Otte und Thorsten Csikos verloren ihre Spiele an den Positionen 1 und 2 gegen drei beziehungsweise fünf Leistungsklassen besser eingestufte Gegner mit 1:6, 7:6 und 2:6, 3:6.
Nachdem Jan Alter an Position 4 sein Einzel souverän mit 6:3, 6:1 gewonnen hatte, hing fiel am Spiel von Andre Abels an Position drei, der seinen ebenfalls drei Leistungsklassen besseren Gegner lange im Griff hatte, dann aber den ersten Satz trotz einer 6:3-Führung im Tiebreak noch abgab. Am Ende stand es 6:7, 3:6.
Ähnlich eng verliefen die Doppel. Das erste Doppel mit Thomas Otte/ Jan Alter musste sich trotz einer sehr guten Leistung mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. Das zweite Doppel mit Thorsten Csikos/Gerd Abeldt verlor 6:4, 2:6, 8:10. Der SCW belegt jetzt mit 3:5 Punkten den fünfen Tabellenplatz.
Wangerland/Hohenkirchen (31. 8. 2026) – Die Tennisanlage des MTV Hohenkirchen soll künftig Heinz-Uden-Arena heißen. Das kündigte MTV-Vorsitzender Thorsten Mielke auf dem Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Tennisabteilung an. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung wolle man mit der Namensgebung die Verdienste des Ehrenvorsitzenden der Abteilung würdigen.
Ausgelassene Stimmung zum Jubiläum. Die Tennisabteilung des MTV-Hohenkirchen wird 50 Jahre alt. Foto: hol
Die Vorsitzende der Tennisabteilung Marita Meints begrüßte am Samstag zahlreiche Mitglieder und geladene Gäste auf den Tennisplätze am Alma-Rogge-Weg, darunter auch Bürgermeister Mario Szlezak. Mielke, der als Jugendlicher selbst auf der Anlage trainiert hat, dankte insbesondere Marita Meints und ihrem Ehemann, Sportwart Robert Meints. „Ihr habt den Tennissport in Hohenkirchen wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt.“
Die 1975 aus der Taufe gehobene Abteilung hatte Ende der 1980er Jahre deutlich über 200 Mitgliedern. Zwischenzeitlich war der Bestand auf 40 gesunken. Inzwischen liegt man bei rund 70 Mitgliedern mit steigender Tendenz und überlegt, ob nicht der stillgelegte dritte Platz wieder aktiviert werden sollte.
Die Hohenkichener Tennisanlage soll künftig den Namen des Ehrenvorsitzenden Heinz Uden (rechts) tragen. Das verkündeten der MTV-Vorsitzende Thorsten Mielke und Tennis-Abteilungsvorsitzende Marita Meints. Fotos: hol
„Der MTV hat mein Leben geprägt“, sagte Heinz Uden (88), der auch heute noch gern mal zum Schläger greift. In seiner Ansprache ließ Uden die Geschichte der Tennisabteilung Revue passieren. 1975 sei Tennis noch ein „elitärer Sport“ gewesen, erinnerte der pensionierte Polizeibeamte. Nach ersten Anfängen in der Hohenkirchener Sporthalle habe man mit dem Bau der Platzanlage begonnen: ein geeignetes Grundstück gesucht, jede Menge Sand aufgefahren, Wälle für den Windschutz angelegt und bepflanzt, ein abgängiges Kantinen-Gebäude vom ICI-Werk geordert und im Mai 1983 eingeweiht.
132.000 D-Mark habe man damals verbaut. Eine Bürgerschaft für 80.000 Euro übernahmen vier Vorstandsmitglied persönlich. Der zunächst ebenfalls geplante Bau einer Tennishalle war nicht zu finanzieren. Dennoch strömten im Zuge des Tennisbooms in Deutschland Spieler von der Bundeswehr, aber auch aus Horumersiel und Hooksiel in den Verein.
Im Anschluss an den Festakt feierte der Verein das Jubiläum mit einem bunten Tennistag.
Wangerland/Horumersiel (30. 8. 2026) – Eine Reihe von Mitgliedern des aktuellen Wangerländer Gemeinderates haben ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, das die Staatsanwaltschaft gegen sie im Zusammenhang mit dem Thalasso-Desaster Anklage erheben sollte. Das wurde bei eine Podiumsdiskussion mit den drei Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Freitagabend im Kursaal in Horumersiel bekannt.
Podiumsdiskussion im Kursaal
Zu der von Heiko Manott moderierten Veranstaltung hatten der örtliche Seebadeverein und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe eingeladen. Amtsinhaber Szlezak und seine beiden Herausforderer stellten sich vor, unterstrichen ihre Qualifikation fürs Amt und stellten einige Schwerpunktthemen vor.
Das Motto von Abrahams (Foto): „Kleine Maßnahmen, große Wirkung“. Hier ein maroder Gehweg saniert, dort eine Mülltonne mehr und die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Urlauber würde erheblich steigen. Touristisch setze er nicht auf die Erkenntnisse großer Agenturen, die den Touristen der Zukunft malen, sondern auf die Kompetenz der Leistungsträger vor Ort.
Szlezak erinnert daran, dass er sich schon für eine stärkere Einbeziehung der Leistungsträger in die touristischen Entscheidungsgremien wie der Lenkungsgruppe der Wangerland Touristik GmbH (WTG) stark gemacht habe. Er wolle in der nächsten Wahlperiode das 2017 erstellte touristische Leitbild umsetzten, das seither – auch aufgrund von Personalmangel im Rathaus – in irgendeiner Schublade verschwunden war.
Bislang, so beklagte Fischer (Foto), seien die Stimmen von Fachleuten etwa aus dem WTG-Beirat in dem gemeindeeigenen Unternehmen so gut wie nicht gehört worden. Horumersiel/Schillig sollte sich seiner Ansicht nach wieder auf den Familientourismus konzentrieren.
Das neue Thalasso Meeres Spa (TMS) spielt dabei aus Sicht vieler Horumersiel kaum eine Rolle. So zeigte sich Gastronom Frank Hensel überzeugt, dass das TMS keinen touristischen Mehrwert hat. Bevor dessen Betreib über Jahre mit Hunderttausenden Euro im Jahr subventioniert werde, sollte man die acht Millionen Euro Fördergelder lieber zurückzahlen. Auf keinen Fall sei es sinnvoll, eine Großteil der Gästebeiträge in den nur von sehr wenigen Gästen genutzten Gesundheitstempel zu stecken. Das Geld wäre für den Erhalt eines Schwimmbades sinnvoller eingestzt.
Szlezak (Foto) zeigte sich zuversichtlich, dass das Bad in Horumersiel wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Verhaltungen der WTG mit drei bis vier Investoren für den Gesamtkomplex am Hafen 3 in Horumersiel sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.
Über die Frage, was ein Investor dann konkret bauen darf, werde der künftige Rat mitbestimmen. „Die Bauleitplanung liegt in den Händen der Gemeinde.“ So sollte sich nach den Vorstellungen von Szlezak in einem neuen Komplex auch ein großer Versammlungssaal finden.
Probleme: Ferienwohnungen und Deichstraße
Auch Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen. Die Debatte dreht sich um lokale Themen. Wie und wo lässt sich bezahlbarer Wohnraum schaffen? Was wird aus Ferienwohnungen, die nach den Vorgaben der Gemeinde in bestimmten Straßenzügen von Horumersiel nicht mehr zulässig sind? Und was ist mit der schmalen Deichstraße, die man im Sommer kaum noch befahren kann, da sie von Autos zugeparkt wird? „Das ist seit zehn Jahren ein Thema. Und nichts ist passiert“, klagte ein Bürger. Bürgermeister Szlezak greift den Ball auf: „In 14 Tagen ist das erledigt!“
Viele Themen, fairer Austausch – aber grundlegende Unterschiede zwischen den Bewerbern um für das Amt des Verwaltungschefs sind kaum erkennbar, auch weil die Herausforderer sich weigern, Versprechen zu machen, die man nachher nicht halten kann, wie Abrahams es formuliert. Der Kommentar eines Zuhörer: „Das ist aber langweilig.“
Frontalangriff auf den Bürgermeister
Kurz vor 22 Uhr dann ein komplett verändertes Bild. Hans-Hugo Woltmann, Landwirt aus Förrien, greift Bürgermeister Szlezak mit Verweis auf den Thalasso-Skandal, die Insolvenz der WTG und die daraus erwachsenen Folgen wie die Schließung der Bäder und dem Verkauf von Gemeindevermögen frontal an. „Sie sind seit fünf Jahren im Amt und hier herrscht ein Chaos, wie wir es noch nicht erlebt haben.“
„Mich hier so an den Pranger zu stellen, ist nicht in Ordnung“, hält der sichtlich angefasste Bürgermeister dem entgegen. Sein Sakko hat er inzwischen abgelegt. Kommentar von Moderator Manott: „Jetzt ist hier Temperatur drin!“
Persönliche Konsequenzen aus Thalasso-Desaster
Szlezak verweist darauf, dass der Rat aus 25 Personen besteht und der Bürgermeister nur eine Stimme habe. „Ich ducke mich nicht weg. Aber ich bin überzeugt, dass der gesamte Rat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat.“
Auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen des Desasters verkündet Fischer, dass in der CDU Einvernehmen darüber gestehe, dass Ratsmitglieder, die wiedergewählt werden, zurücktreten, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erheben sollte. Und auch Bürgermeister Szlezak kündigte an, sich zurückziehen zu wollen, wenn die noch laufenden Ermittlungen ergeben, dass er sich strafbar gemacht hat.
Hooksiel (29. 8. 2026) – Vielen Urlaubern dürfte auch in diesem Sommer ein Besuch des alten Hafens in Hooksiel Freunde bereitet haben. Es sei denn, sie mussten auf Toilette. Bekanntlich ist das Sanitärgebäude am Hafen Anfang Mai Ziel einer Brandstiftung geworden. Toiletten- und Duschräume wurden dabei erheblich beschädigt.
Die Dixi-Klo-Zeiten am Alten Hafen sollen bald der Vergangenheit angehören. Die WTG hat angekündigt, dass die Sanierungsarbeiten im Toiletten- und Duschgebäude in der nächsten Woche beginnen sollen. Foto: hol
Jetzt, ein viertel Jahr später, wo sich die Saison ihrem Ende zuneigt, gibt die Wangerland Touristik GmbH das erlösenden Signal. Mit der Sanierung der Anlage soll in der nächsten Woche begonnen werden. Aber, so die WTG auf Anfrage von „Hooksiel-life“: „Da die Sanierung einige Zeit in Anspruch nehmen wird, lässt sich derzeit noch kein verlässlicher Fertigstellungstermin nennen.
Wir hoffen, dass die Arbeiten nun planmäßig durchgeführt und die Toiletten- und Duschanlage schnellstmöglich wieder in Betrieb genommen werden kann.“
Die Sanitäranlage wird von den Skippern von Freizeitbooten genutzt, die im Alten Hafen festmachen. Zudem ist sie Anlaufstelle für alle Besucher des denkmalgeschützten Ensembles. Als Alternative hatte die WTG ihre Sanitärmöglichkeiten in der Marina Hooksiel angeboten und am historischen Hafen ein nicht nur vom Erscheinungsbild gewöhnungsbedürftiges Dixi-Klo aufgestellt.
Dixi-Klos sind nicht jedermanns Sache. Auch deshalb dürfte die Zahl der Gäste, die die umliegenden gastronomischen Betriebe ausschließlich für einen Toiletten-Besuch besucht haben, deutlich angestiegen sein.
Hooksiel (29. 8. 2026) – Die Ikone der Szene, die US-Schauspielerin und Sängerin Dolly Parton, ist vor wenigen Tagen gestorben. Die Country-Wester-Musik bleibt aber weiter lebendig. Einen Beleg dafür wird das „Watt‘ Country Musikfestival“ liefern, das ab Donnerstag, 3. September, für vier Tage in Hooksiel stattfindet.
Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Line-Dance-Formationen aus dem gesamten Nordwesten in Hooksiel erwartet. Archiv-Foto: hol
Bis zum Sonntag, 6. September, werden internationale Bands aus der Country-Szene das Areal am Rande der Trabrennbahn an der Bäderstraße in eine Festivalmeile verwandeln. Für die richtige Atmosphäre sorgen eine US-Showtruckbar, ein BBQ-Event-Smoker-Truck, Freizeitmobile, American Twins, Bullrider, Western-Mode und vielesmehr.
Zum Stammpublikum des inzwischen dritten Watt‘n Country-Festivals in Hooksiel gehören zahlreiche Line-Dance-Gruppen, die teilweise dafür eigens ihren Urlaub an der Nordseeküste verbringen. Als Schirmherr der Veranstaltung konnten Cheforganisator Peter Kramer aus Schortens und sein Partner Jan Alter den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies gewinnen.
Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung ist für Donnerstag um 19 Uhr angesetzt. Zuvor spielt auf der Großbühne bereits ab 15 Uhr die Band „Celtic Cowboys“. Den Abend gestaltet dann die Gruppe „Buffalo Drive“. Für Freitag haben sich zwei deutsche Bands angekündigt. Ab 15 Uhr steht „Gone Country“ auf der Bühne, ab 19.30 Uhr folgt „Siiri & Band“.
Am Samstag und Sonntag beginnt das Musikprogramm jeweils um 11 Uhr. Unter anderem werden die „Martha Fields Band“ und die „Watt‘n Country Allstars“ erwartet. Mit dabei sind Bands mit mehrfach ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, unter anderem aus den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und aus ganz Deutschland. Hooksiel wird dabei Schauplatz für mehrere Premieren werden: Etwa Erstauftritte in Deutschland im Rahmen einer Europatour sowie Band- und Album-Neuvorstellungen.
Das komplette Programm findet sich im Internet unter www.countryfestival.info. Hier können auch Tickets erworben werden.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Erst war sie irritiert, dann wütend. Als Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ am Donnerstagnachmittag ein Anrufer fragte, ob die Skulptur von Henning Gieseke im Garten der Generationen saniert werde, wusste sie damit nicht so recht etwas anzufangen. Erst vor Ort erschloss sich ihr dann der Grund der Frage: Die Bronzeskulptur mit dem Titel „Alles Leben entstammt dem Wasser“ ist verschwunden.
Die Skulptur „Alles entstammt aus dem Wasser“ gehörte seit 2013 zu dem Erholungsplatz im Garten der Generationen. Foto De Hooksieler
Offenbar haben Unbekannte das Kunstwerk aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Die Bronze mit den zwei daneben stehenden Sitzbänken ist ein beliebter Ruheplatz für Hooksieler und ihre Gäste. Auch von den Bewohner des benachbarten Wohnstiftes wird das Ensemble gern für ein Päuschen genutzt.
„De Hooksieler“ erbitten Hinweise
„De Hooksieler“ haben umgehend die Polizei eingeschaltet. Anke Müller hofft zusätzlich auf die Unterstützung von Bürgern, denen möglicherweise etwas Verdächtiges im oder am Garten der Generationen an der Nee Straat aufgefallen ist. „Ich habe die Skulptur zuletzt am späten Dienstagvormittag gesehen“, sagt Anke Müller. Sie muss also zwischen Dienstagmittag und Donnerstagnachmittag gestohlen worden sein.
Offenbar wurde die Skulptur mit roher Gewalt aus der Verankerung gerissen. Fotos: De Hooskieler
„Es wäre schon mal gut, wenn wir den möglichen Tatzeitraum weiter eingrenzen können“, so Anke Müller. Vermutlich seien die Täter nachts aktiv gewesen. Wer dazu Beobachtung gemacht hat, sollte sich ebenfalls melden. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass das Kunstwerk von wem auch immer im Übermut abgebrochen wurde und jetzt irgendwo im Grünen oder in einem Graben liegt.
Werk von Henning Gieseke
Die Skulptur ist am 22. September 2013 im von „De Hooksieler“ betreuten Garten der Generationen aufgestellt worden. Bei der Enthüllung waren unter anderem Bürgermeister Harald Hinrichs und der seinerzeitige Vorsitzende des Fördervereins Künstler- und Erlebnispfad Norbert Wißing dabei. Gieseke hatte auf ein Honorar verzichtet. Die sonstigen Kosten in Höhe von 6000 Euro übernahm der Förderverein.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Die Seenotretter der Stationen Hooksiel und Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am gestrigen Donnerstag gemeinsam mit der Bundespolizei See und einem Hubschrauber von NHC Northern Helicopter im Einsatz, um einem schwer erkrankten Einhandsegler zu helfen.
Mit vereinen Kräften halfen Bundespolizei und Seenotretter einem in Not geratenen Segler vor Hooksiel. Foto: DGzRS
Der Besatzung des Einsatzschiffes „Bad Düben“ der Bundespolizei war gegen 13.15 Uhr etwa 20 Seemeilen nordwestlich von Hooksiel die Segelyacht aufgrund ihres unklaren Fahrverhaltens aufgefallen. Zwei Bundespolizisten setzten mit einem Beiboot auf die 14 Meter lange Yacht über. „An Bord fanden sie einen älteren Segler vor, der dringend im Krankenhaus behandelt werden musste“, teilt die DGzRS mit.
Die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See alarmierte einen Hubschrauber sowie den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“. Dieser nahm einen Notarzt, der auch freiwilliger Seenotretter ist, an Bord und lief sofort aus. Der Hubschrauber traf kurz kurz nach 14 Uhr vor Ort ein und nahm den Segler von der Segelyacht mit Hilfe einer Winde auf und brachte ihn ins Krankenhaus.
Zwischenzeitlich hatte die Leitstelle See auch den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel hinzugezogen. Zwei Seenotretter gingen an Bord der Yacht und und brachten das Schiff, ausgerüstet mit Proviant und zusätzlicher Sicherungsausstattung, sicher nach Hooksiel.
Hooksiel (28. 8. 2026) – Das Bild war dramatisch. Eine Frau liegt auf der Bäderstraße. Sie wimmert vor Schmerzen im Rückenbereich. Zuvor war sie nach einem Schwindelanfall vom Fahrrad gestürzt. Ersthelfer kümmern sich um die Frau. Wenig später kommt der Rettungsdienst und bringt die Frau ins Krankenhaus. Die Lage entspannt sich.
Portemonnaie verschwunden
Das war am Dienstagvormittag vergangener Woche, am 18. August. Inzwischen ist Bärbel Malinowki wieder zu Hause. Ihr Rücken tut noch weh. Die Wirbelsäule wurde beim Sturz verletzt. Aber sie ist gesundheitlich auf dem Weg der Besserung. Dennoch: Wenn sie an ihren Unfall an der Ampel in Höhe der Einmündung Hinrike-Lichterfeld-Straße denkt, ist sie schwer enttäuscht.
Der Grund: Die Hooksielerin vermisst seit ihrem Sturz ihr Portemonnaie. Die Geldbörse befand sich in einer verschlossenen Seitentasche ihres Fahrradkorbes, kann also beim Sturz nicht weggeschleudert worden sein. Doch Nachdem ein Nachbar das Rad nach Hause gefahren hatte, war das Portemonnaie weg. Auch die von der Polizei unterstützte Suche an der Unfallstelle blieb erfolglos.
Hoffnung auf ehrlichen Finder
Der Verdacht: Hat wirklich eine Helfer, ein Schaulustiger oder ein sonstiger Passant den Reißverschluss im Fahrradkorb geöffnet und das Portemonnaie gestohlen? „Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die eine verunglückte Frau bestehlen“, sagt Bärbel Malinowski. Ihr gehe es gar nicht so sehr um die rund 40 Euro Bargeld. Aber die Papiere!
Die Rennerei von Behörde zu Behörde, um an neue Dokumente zu kommen, die bereite ihr Angst – zumal sie noch nicht wieder voll belastbar sei. Ihre Bitte: Wenn jemand die Geldbörse findet, möge er sie an sie zurückgeben oder notfalls auch anonym in den Postkasten etwa einer Behörde einwerfen.
Hohenkirchen (27. 8. 2026) – Lehrer sind sportliche Leute. Zumindest im Wangerland. Diesen Schluss lässt die Chronik der Tennisabteilung der MTV Hohenkirchen zu. Unter den 20 Personen, die die Abteilung im November 1976 aus der Taufe hoben, waren auffällig viele Pädagogen, die sich zunächst in der gerade eingeweihten Großraum-Turnhalle in Hohenkirchen zum Spielen trafen.
Seit 50 Jahren wird beim MTV Hohenkirchen Tennis gespielt. Das Jubiläum wird am Samstag gefeiert. Foto: Verein
Für das erste Tennisnetz mussten seinerzeit 278 D-Mark investiert werden, verraten die Analen. Die Leitung der Abteilung lag in Händen von Günter Barth. Ihm folgten über die Jahre Peter Foerste, Jürgen Thelen, Martina Janssen, Erwin Poth, Reiner Lehmann, Heinz Uden, Robert Meints und Marita Meints als aktuelle Abteilungsleiterin.
Festakt in Hohenkirchen
Das 50-jährige Vereinsjubiläum soll an diesem Samstag mit geladenen Gästen an der Tennisanlage in Hohenkirchen gefeiert werden. Bei der Gelegenheit werde Heinz Uden, Mitglied der ersten Stunde, auch auf die Vereinsgeschichte zurückblicken, verriet Sportwart Robert Meints einen Baustein des abwechslungsreichen Programms.
Zu den Höhepunkten gehörte der Vereinsgeschichte gehörte Bau der Zwei-Feld-Tennisanlage 1979, die 1987 im Zuge des Boris-Becker-Booms um einen dritten Platz erweitert wurde. Die Mitgliederzahl der Abteilung, die heute bei 70 liegt, kletterte seinerzeit auf über 200. Zu einem Vereinsheim umfunktioniert wurde mit viel Eigenleistung der Mitglieder im übrigen eine ehemalige Kantinenbaracke, die auf dem Gelände des ICI-Chemiewerkes im Voslapper Groden stand.
Punktspiele, Turniere und Training
Der dritte Platz wurde 2017 wieder zurückgebaut. Dennoch findet auf der Tennisanlage reger sportlicher Betrieb statt. Der MTV nimmt in dieser Sommersaison mit einer Herrenmannschaft ü 60 sowie mit zwei Damen-Mannschaften (ü 30 und ü 40) am Punktspielbetrieb teil. Zudem treffen sich Erwachsene (dienstags und donnerstags), Jugendliche und Kinder (freitags) regelmäßig zum Training.
Einen sportlichen Schub hat die Tennisabteilung des MTV durch verschiedene Leistungsklassen-Turniere erlebt, die Robert Meints mit zahlreichen Mitstreiten aus dem Verein seit einigen Jahren organisiert: Die Teilnehmerfelder der Damendoppel-, Herrendoppel- und Mixeddoppel-Turniere sind in der Regel wenige Tage nach der Ausschreibung ausgebucht. Inzwischen haben Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten Bundesgebiet die Turniere im Blick, zum Teil auch, weil sie so einen Küstenurlaub mit der sportlichen Herausforderung verbinden können.
Wilhelmshaven (27. 8. 2026) – In Wilhelmshaven ist am Mittwoch ein Mann getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, ist der Tote gegen 17.30 Uhr in einer Wohnung in der Heppenser Straße gefunden worden. Der Leichnam im Badezimmer gelegen und erheblichen Verletzungen aufgewiesen.
In der Wohnung habe sich zudem ein 55-jährigen Mann aus Wilhelmshaven aufgehalten. Aufgrund der ersten Erkenntnisse habe sich gegen ihn ein Tatverdacht ergeben. „Der Mann wurde vorläufig festgenommen“, so die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf einen weiteren Tatverdächtigen ergeben. Der 63-jährige Mann aus Wilhelmshaven hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Bremen auf. Dort sei er in Zusammenarbeit mit den Bremer Polizeibehörden durch Spezialkräfte vorläufig festgenommen worden.
Beide Tatverdächtige wurden am heutigen Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Wilhelmshaven erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten. Sie wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Zu möglichen Hintergründen, den Tatablauf sowie die jeweiligen Beteiligungen machte die Polizei noch keine Angaben. Das sei Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.