Hooksiel (18. 4. 2026) – Offensichtlich erfolgreich war die Sprengung einer Luftmine auf der Störtebekerbank. Gegen 8 Uhr ertönte ein mächtiger Knall über die Jade, der auch in Hooksiel gut hörbar war.
Screenshot: Labusch
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wollte die Mine zunächst bergen, dann zu dem Sprengsatz südlich der Insel Mellum bringen, um sie dort unschädlich zu machen. Das gefährliche Kriegsutensil war bei der Sondierung einer Kabeltrasse durch die Jade entdeckt worden.
Eine offizielle Bewertung der Aktion lag am heutigen Vormittag noch nicht vor.
Hooksiel (18. 4. 2026) – Einen guten Start hatten Hilke und Bernd Kuhlmann (rechts) in Hooksiel. Die Händler aus Bockhorn-Steindamm waren an diesem Freitag erstmals mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Hooksiel präsent. Ihr Sortiment: Kartoffeln, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sowie frische Eier von einem befreundeten Betrieb.
„Es waren eine ganze Reihe von Kunden da. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Bernd Kuhlmann am späten Nachmittag gegenüber „Hooksiel-Life“. Der Wochenmarkt findet jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat statt.
Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – Das Wilhelmshavener Unternehmen Turbotechnik profitiert von der geplanten Modernisiert der Marine. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller mitteilt, haben der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht für einen Auftrag „in Höhe vieler Millionen Euro“ gegeben.
Die Fregatten der Klasse F 124 gehören zu den modernsten Kampfschiffen der Marine. Das Bild zeig die „Sachsen“. Foto: Bundeswehr/Falk Plankenhorn
Konkret geht es um Anpassungen der Fregatten der Klasse F124, mit denen die Integration des neuen Bordhubschraubers NH 90 Sea Tiger ermöglicht werden soll. „Durch Projekte wie dieses sichern wir langfristig Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft, bauen Know-How auf und aus und können den Fachkräften hochwertige Industriearbeitsplätze bei uns an der Küste bieten“, so Möller.
Die auf die Luftverteidigung spezialisierten Fregatten der Klasse F124 sollen in den nächsten Jahren modernisiert werden. Ziel dabei sei es, so die Abgeordnete, die Werftliegezeit zu minimieren und Modernisierungs-Maßnahmen im Rahmen von regulären Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen.
Der Auftrag für Unternehmen Turbotechnik beziehe sich auf das Flugdeck am Heck der Fregatte. Hier sei für die Integration der neuen Bordhubschrauber NH 90 Sea Tiger ein umfassender Umbau erforderlich. „Das Unternehmen leistet damit einen entscheidenden Beitrag zu Deutschlands Anteil an den Nato-Fähigkeitszielen“, so Möller.
Hooksiel (17. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ dürfen sich auf eine neue Attraktion freuen. Der Förderverein der Hooksieler Kindertagesstätte hat ein originelles Vehikel in Empfang genommen, mit dem die Mädchen und Jungen der Einrichtung künftig sicherlich viel Spaß haben werden.
Haben für die Hooksieler Kindertagesstätte einen Kinderbus von Volksbank Jade-Weser in Empfang genommen: (von links) Stefanie Seiler, Sandra Müller und Claudia Bruns mit den Testfahrern Liv und Tammo. Foto: privat
„Wir als Förderverein des Kindergartens haben Ende 2026 an einer Verlosung der Volksbank Jade-Weser teilgenommen – und tatsächlich gewonnen“, schildert Stefanie Seiler. Den Gewinn hat die Vorsitzende des Fördervereins jetzt zusammen mit Schriftführerin ihrer Sandra Müller und Kita-Leiterin Claudia Bruns aus Jever abgeholt. Bank-Vorstand Waldemar Kelm überreichte den Hooksielerinnen einen „Kinderbus“ im Wert von über 3500 Euro.
Das Gefährt, das Platz für bis zu sechs Kindern bietet, soll erst einmal einen Ehrenplatz in der Kita erhalten, damit ihn alle Kinder in Augenschein nehmen können. Danach wird er sicherlich bei dem einen oder anderen Ausflug gute Dienste leisten.
Hooksiel/Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – In der Jade liegt noch jede Menge Kriegsmunition. Dabei handelt es sich nicht nur um Fliegerbomben, die bei Angriffen der Alliierten auf den Marinestützpunkt Wilhelmshaven ihr Ziel verfehlt haben. Nach dem Krieg wurden zudem große Bestände an deutschen Waffen und Munition im Jade-Fahrwasser verklappt.
Altlasten in der Jade
Auch wenn die Bomben, Minen und Granaten in die Jahre gekommen sind. Gefährlich sind sie auch heute noch. „Bei jedem Bauvorhaben in der Jade muss das betroffene Gebiet zwingend auf Altlasten untersucht werden“, erläutert Stephan Hellwig von der Wasserstraßen- und Schifffahrsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee. Fündig wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) jetzt bei der Sondierung der geplanten Kabeltrasse für das „NeuConnect“-Projekt, mit dem eine Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland hergestellt werden soll.
Bei den aktuellen Sondierungen wurde unter anderem eine Luftmine (Typ LMA) aus deutschen Beständen mit einer Sprengladung von mehr als 250 Kilogramm entdeckt. Da die Bergung und ein Transport an Land als zu gefährlich eingeschätzt wird, soll die Mine von Tauchern geborgen und danach mit anderer Munition auf der Störtebekerbank südlich der Vogelschutzinsel Mellum vor Horumersiel gesprengt werden.
Fahrwasser wird gesperrt
Geplant ist die Explosion zwischen 6.30 bis 9.40 Uhr. Der genaue Zeitpunkt der per Funk ausgelösten Sprengung auf der Sandbank steht noch nicht fest. Er wird für den Schiffsverkehr über „Jade Traffik“ auf den UKW-Kanälen 20 und 63 übermittelt. Anderthalb Stunden davor und danach wird das Fahrwasser aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Das Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen Wangersiel in Horumersiel ist dann untersagt. Auf der Jade werden das WSV-Schiff „Mellum“ und Einheiten der Wasserschutzpolizei die Sprengung absichern.
Die vorbereitenden Arbeiten werden um 5.30 Uhr beginnen. Zunächst sind Taucher gefordert, die an der Mine Hebesäcke und Schläuche befestigen, mit deren Hilfe die Mine später zur Sandbank transportiert werden soll. An der Mine werden zudem noch zusätzliche Sprengladungen angebracht. Diese Arbeiten sind für die strörungsarme Stauwasserphase geplant. Im Anschluss wird die explosive Fracht dann per Schiff zur Störtebekerbank gezogen werden, wo sie dann bei Ebbe zerstört werden soll.
Friesland/Wangerland (17. 4. 2026) – Das Jugendparlament (JuPa) des Landkreises Friesland startet einen Design-Wettbewerb für ein neues Logo. Junge Menschen zwischen 11 und 21 Jahren können bis zum 26. April Entwürfe eingereicht werden. Danach entscheidet eine Jury, wer gewinnt.
Die besten drei Entwürfe werden mit Geldpreisen ausgezeichnet – mit 200, 100 beziehungsweise mit 50 Euro. Das Gewinner-Logo soll das JuPa künftig auf allen Kanälen repräsentieren und auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Social Media zu sehen sein. Eingereicht werden können sowohl digital als auch analog gestaltete Entwürfe. Wichtig ist, dass die Entwürfe einen Bezug zum Jugendparlament Friesland haben.
Alle Infos rund um Teilnahmebedingungen, Teilnahmebogen, technische Vorgaben usw. gibt es unter www.friesland.de/jugendparlament. Einsendungen sind mit dem Stichwort: „Design Wettbewerb“ per Mail oder postalisch möglich: Per E-Mail an jugendparlament@friesland.de und postalisch an die Geschäftsstelle des Jugendparlaments Friesland, Lindenallee 1, 26441 Jever.
Hooksiel (16. 4. 2026) – Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt einer harmonischen Jahreshauptversammlung, zu der Vorsitzende Anne Frerichs im Gästehaus zahlreiche Mitglieder des MTV Hooksiel begrüßen konnte. Margrit Otto gehört seit 40 Jahren dem Männer-Turnverein an, der überwiegend Mädchen zu seinen Mitgliedern zählt. Geehrt wurde zudem Kristina Matzke für 25-jährige Mitgliedschaft.
Seit 40 Jahren ist Margrit Otto (Mitte) Mitglied im MTV Hooksiel. Sie wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung von der Vorsitzenden Anne Frerichs (rechts) und deren Stellvertreterin Bettina Schriever geehrt. Foto: MTV
Die Vorsitzende und die Übungsleiterinnen ließen in ihren Berichten das Vereinsjahr Revue passieren. Der MTV hat 317 Mitglieder, davon 235 Mädchen und Frauen. Zum sportlichen Angebot – zumeist in der Turnhalle der Grundschule – gehören Kinderturnen, Eltern-Kind-Turnen, Aerobik, Damen- und Gesundheitsgymnastik, Zumba und Fitnesstraining. Zudem treffen sich MTV-Mitglieder seit über 25 Jahren regelmäßig montags und donnerstags zum Walking im Freizeitgelände.
Über regen Zulauf freuen sich aktuell die Übungsleiterinnen in den Kinder-, Eltern-Kind-, Fitness- und Gymnastikgruppen. Abgerundet wird das sportliche Programm des Vereins durch gesellige Veranstaltungen. Dazu gehören Spielenachmittage und eine Boßeltour. Tradition hat auch der jährliche Ausflug zu jeweils einem Weihnachtsmarkt in einer anderen Stadt.
Wilhelmshaven (16. 4. 2026) – Zum 1. Mai übernimmt Holger Banik die Geschäftsführung der landeseigenen Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG (JWP-M). Er tritt damit die Nachfolge von Marc-Oliver Hauswald an, der die Geschicke der Gesellschaft seit August 2023 geleitet hat.
Banik (Foto: NPorts) ist gebürtiger Bremer. Bereits seit Anfang 2014 ist er Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG sowie der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts). Der 58-Jährige absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte im Anschluss an die Bundeswehrzeit Betriebswirtschaft in Marburg und Gießen.
Zwischen 1996 und 2007 sammelte er Führungserfahrungen im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG. Danach wechselte Banik zur Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports GmbH & Co. KG, wo er 2011 die kaufmännische Geschäftsführung übernahm. Am Jade-Weser-Port ist Banik künftig verantwortlich für die Vermarktung des Hafens, das Ansiedlungsmanagement und die Entwicklung der Flächen im Güterverkehrszentrum in der Logistikzone des Containerhafens.
Der Niedersächsische Wirtschaftsminister und Vorsitzende des Aufsichtsrats der JWP-M, Grant Hendrik Tonne zeigte sich überzeugt, dass sich der JadeWeserPort weiterhin positiv entwickeln wird. Im Fokus stünden jetzt die Ansiedlungsflächen im Güterverkehrszentrum und weitere im Eigentum der Gesellschaft stehende Flächen auf dem Voslapper Groden sowie Planungen für einen bedarfsgerechten Ausbau des Hafens. „Ich wünsche Holger Banik für seine neue Aufgabe viel Erfolg.“
Wangerland (16. 4. 2026) – Schwer verletzt wurde am Mittwoch ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache nahe Oldorf von der Kreisstraße 87 abgekommen und gegen einen Baum geprallt ist. Der 20-Jährige wurde dabei in seinem VW-Transporter eingeklemmt.
Schwer verletzt wurde der Fahrer eines VW-Transporters, der in der Nähe von Oldorf gegen einen Baum prallte. Foto: Feuerwehr
Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkirchen befreiten den Mann, der von Ersthelfern medizinisch versorgt wurde, mit Hilfe des Einsatzes von hydraulischen Rettungsgeräten. Der Rettungsdienst brachte den 20-Jährigen im Anschluss in ein Krankenhaus.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Wagen war gegen 7.45 Uhr nach Rechts von der Fahrbahn abgekommen. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Die Verbindungsstraße zwischen Jever und Hohenkirchen wurde für die Dauer der Bergung des Verletzten und des Wagens komplett gesperrt.
Der Transporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Erheblich beschädigt wurde zudem ein Leitpfosten und der Baum.
Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Wilhelmshaven kann einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Versorgungssicherheit leisten – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Der Unternehmens-Zusammenschluss „Energy Hub Wilhelmshaven“ fordert von der Bundesregierung zügige und verbindliche Entscheidungen, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft abzusichern.
Investitionen in Elektrolyse
„Wir stehen an einem kritischen Punkt“, betonte Maximilian Graf von Wedel, 2. Sprecher des Energy Hub auf der Hannover Messe. „Wenn jetzt keine klaren Entscheidungen getroffen werden, wandern Investitionen ab. Wenn wir jedoch handeln, kann Wilhelmshaven zu einem zentralen Baustein eines effizienten, resilienten und bezahlbaren Energiesystems werden.“
Nach den Vorstellungen des Energy Hub Wilhelmshaven können bis 2032 aus dem Jade-Raum rund 45 Prozent des deutschen Wasserstoff-Bedarfs gedeckt werden. Voraussetzung dafür sind aber die richtigen Rahmenbedingungen für die geplanten Investitionen. Grafik: EH
„Die Projekte sind da, die Technologie ist verfügbar und privates Kapital steht bereit – was fehlt, sind verlässliche politische Instrumente zur Absicherung der bestehenden Risiken“, erläutert Energy-Hub-Sprecher Uwe Oppitz. Ohne zusätzliche Investitions-Entscheidungen werde die installierte Elektrolyse-Leistung in Deutschland ab 2027 stagnieren, obwohl bis zu acht Gigawatt bis 2030 realisierbar wären .
Wilhelmshaven mit seinen leistungsfähigen Häfen, einer guten Energieinfrastruktur, seiner Nähe zu Offshore-Windparks sowie der Einbindung ins geplante Wasserstoff-Kernnetz sei als Standort prädestiniert für große, systemdienliche Elektrolyseprojekte die Stromüberschüsse aufnehmen und Netze entlasten könnten.
Wichtig für das Gesamtsystem
„Elektrolyse kann mehr als Wasserstoff produzieren – sie stabilisiert das Gesamtsystem“, so Oppitz. Allein im Jahr 2024 hätten über neun Terrawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom abgeregelt werden müssen, obwohl dieser vergütet wurde. Die Kosten für die Eingriffe in Energie-Erzeugungsanlagen zur Stabilisierung des Netzes beliefen sich auf mindestens 2,8 Milliarden Euro. „Diese volkswirtschaftlichen Verluste zeigen: Nicht zu handeln ist teurer als zu investieren.“
Ziel des Gesetzgebers sei es, überschüssigen Strom systemdienlich zu nutzen statt ihn abzuregeln. In der jetzigen Ausgestaltung reiche der Mechanismus jedoch nicht aus, um Investitionen auszulösen, so Oppitz. „Fehlende Planbarkeit bei Strommengen, Preisen und regulatorischen Rahmenbedingungen verhindert den Markthochlauf.“
Der Energy Hub fordert einen zielgerichteten Absicherungsmechanismus der regulatorische Risiken wirksam auffange, Projekte über 10 bis 20 Jahre finanzierbar mache, wettbewerblich ausgestaltet sei, volkswirtschaftliche Einsparungen fair verteile und private Investitionen in Deutschland mobilisiere. Richtig ausgestaltet könne systemdienliche Elektrolyse nicht nur Versorgungssicherheit stärken, sondern Netzkosten senken, den Bundeshaushalt entlasten und industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichern.