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Alle Beiträge zum Thema “Im Fokus”

Kurs für den Neubau eines Zentralklinikums abgesteckt

Friesland/Wilhelmshaven (10. 9. 2026) – Der Fahrplan für den Bau des neuen Zentralklinikum für die Region Wilhelmshaven/Friesland steht. Der friesländische Kreistag und der Rat der Stadt Wilhelmshaven haben am Mittwochnachmittag jeweils mit großer Mehrheit einem gleichlautenden Beschlussvorschlag zugestimmt, der den Kurs für Standortsuche und Finanzierung absteckt.

Favorisierter Standort in Sande

Beide Gebietskörperschaften betreiben derzeit mit dem Klinikum Wilhelmshaven und den Friesland Kliniken mit Standorten in Sande und Varel eigene Krankenhäuser, die die Haushalte der Kommunen aktuell jeweils mit jährlichen Zuschussbedarfen in Millionenhöhe belasten. Nach der Ansicht von Fachleuten könnte ein gemeinsames, hoch modernes Zentralklinikum wirtschaftlicher betrieben werden.

So könnte das geplante Zentralklinikum aussehen, dass Wilhelmshaven und Friesland gemeinsam bauen wollen. Grafik: Landkreis

Aber wo soll der Neubau errichtet werden? Gutachter hatten zuletzt sechs mögliche Standorte nach vorher festgelegten Kriterien bewertet, darunter die beiden Bestands-Krankenhäuser in Wilhelmshaven und Sanderbusch. Die Gremien haben gestern den von den Gutachtern empfohlenen Standort „C – Wilhelmshavener Kreuz Ost“ am Oldenburger Damm in Sande „als Vorzugsstandort für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Zentralklinikums“ festgelegt. Der Standort gilt insbesondere für das gesamte Einzugsgebiet von Varel bis Hohenkirchen sowie von Jever ist Wilhelmshaven aus gut erreichbar.

Förderung durchs Land entscheidend

Der Beschluss ist allerdings noch keine finale Standortentscheidung. Sollte sich in der weiteren Planungs- und Genehmigungsphase rechtliche, bautechnische oder wirtschaftlich Gründe ergeben, die den Neubau am „Wilhelmshavener Kreuz Ost“ unmöglich machen, soll die Planung für das gemeinsame Großprojekt automatisch am nächstbest bewerteten Standort vorangetrieben werden. Der liegt zwischen der Hooksieler Landstraße und der Maade in Wilhelmshaven.

Entscheidend für das Projekt dürften aber auch die Rahmenbedingungen für dessen Finanzierung sein. Die politischen Gremien beauftragten ihre Verwaltungen, zusammen mit den Krankenhausgesellschaften mit dem Sozialministerium in Hannover Kontakt aufzunehmen, um möglichst schnell verbindliche Aussagen zu Fördermöglichkeiten durch das Land Niedersachen zu erhalten. Wilhelmshaven und Friesland hoffen auf eine Förderquote von 90 Prozent für das mehrere Hundert Millionen Euro teuer Projekt, das die stationäre Gesundheitsvorsorge der Region für die nächsten Generationen sichern soll. Bis zur Einweihung dürfe es aber im besten Fall wohl noch mindestens zehn Jahre dauern.

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Wissenschaftliche Umfrage zum Alten Hafen von Hooksiel

Hooksiel (2. 9. 2026) – Wie groß ist das touristische Potenzial des Alten Hafens von Hooksiel? Dieser Frage geht Ottilie Dreischke nach. Für ihrer Bachelorarbeit an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven untersucht die Studentin die bisherige Entwicklung des Hafens und die aktuellen touristischen Bedarfe und Perspektiven für seine zukünftige Entwicklung.

Alter Hafen
Der Alte Hafen von Hooksiel hat großes touristisches Potenzial – aber auch eine Reihe von Problemen. Archiv-Foto: hol

Ein Riesenthema, wie die junge Frau schnell feststellen konnte. Für ihre Arbeit hat sie bereits sechs Interviews mit Personen aus dem Dorf und dem Umfeld geführt, die unterschiedliche Bezüge zu dem denkmalgeschützten Ensemble haben, das einst als Hafenumschlagplatz die wirtschaftliche Keimzelle Hooksiels war. Heute dürfte es kaum einen Hooksiel-Urlauber geben, der nicht einen Blick auf den Hafen wirft.

Experten-Gespräche

Ein Gesprächspartner war dabei Alt-Bürgermeister Dietrich Gabbey als Zeitzeuge der Eindeichung des Voslapper Grodens, dem Bau des Außenhafens und der Schaffung des Hooksmeeres.  Ottilie Dreischke möchte ihre Erkenntnisse aus den Experten-Gesprächen durch die Perspektiven von Bürgern aus Hooksiel und Umgebung sowie Urlaubsgästen abrunden.

Online-Umfrage für Bürger

Dazu hat die Studentin am heutigen Mittwoch eine Online-Umfrage gestartet: Wie werd der Alte Hafen genutzt? Welche Wünsche und Anregungen gibt es für seine künftige Entwicklung? Wie steht es um die Aufenthaltsqualität? Was soll aus dem ehemaligen Feuerwehrareal am Rand des Hafengeländes werden?

Fragen über Fragen, auf die mit Sicherheit auch Hooksiel-life-Nutzer kluge Antworten geben können. Die Umfrage ist bis zum 15. September im Internet zu finden. Zur Umfrage. Die Teilnahme dauert circa fünf Minuten, ist freiwillig und anonym.

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Welche Perspektiven sieht die Politik für Hooksiel?

Hooksiel (17. 8. 2026) – Hooksiel steht vor einer Reihe von Debatte zur Kommunalwahl. Im Gästehaus werden in den nächsten Wochen gleich drei Podiumsdiskussionen stattfinden – alle mit unterschiedlichen Ausrichtugnen.

Feuerwehrgerätehaus zum Verkauf
Die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrareals am Alten Hafen von Hooksiel ist bislang ungeklärt. Archiv-Foto: hol

Den Auftakt macht eine Debatte im Rahmen des „Gäste- und Bürgersnak“ des Hooksieler Seebadevereins am Dienstag, 25. August. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, die Polit-Debatte aber erst um 19.30 Uhr. Der Seebadeverein um den Vorsitzenden Wolfgang Ademes hat dazu Vertreter alle Parteien und Wählergruppen eingeladen, die sich bei der Kommunalwahl am 13. September um ein Mandat im Rat der Gemeinde Wangerland bemühen.

Drei Debatten im Gästehaus

Die Moderation übernimmt der Journalist Gerd Abeldt. In der Vorstellungs- und Diskussionsrunde, in deren Verlauf auch die Bürger selbst Fragen stellen können, soll es ausdrücklich um Fragen rund um den Ort Hooksiel gehen – unter anderem um Vorstellungen der Parteien für die Entwicklung am Alten Hafen und die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrareals. Was wird aus dem ehemaligen Hallenwellenbad? Wie bekommt Hooksiel bezahlbaren Wohnraum? Kommt ein Netto-Markt? Fragen über Fragen, denen die Politik sich stellen soll.

Für eine zweite Diskussionsveranstaltung hat der Seebadeverein für Dienstag, 8. September, die drei Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) eingeladen. Diese Diskussion wird vom Journalisten Sebastian Urbanczyk moderiert. Beginn ist um 19 Uhr. Auch hierbei werden natürlich Themen im Vordergrund stehen, die gerade für Hooksiel wichtig sind. Hinzu kommt aber die Vorstellung der Personen, die sich um das Amt des Hauptverwaltungsbeamten und damit des Chefs der Gemeindeverwaltung für die nächsten acht Jahre bewerben.

Fragerunde für junge Leute

Neuland betritt die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) mit ihrem Debattenformat. Die Veranstaltung am Freitag, 4. September, mit dem Titel „Fragen an die Bürgermeister-Kandidaten“ richtet sich ausdrücklich an junge Wähler. Beginn ist um 18 Uhr.

Während der Sprecher der Initiative Julian Dreßel die Bürgermeister-Kandidaten auf dem Podium betreuen wird, sind als Zuhörer ausnahmslos junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren geladen. Den Fragenkatalog an die Kandidaten erarbeitet die Initiative im übrigen in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Jever. Natürlich können auch Zuhörer direkt Fragen an die Kandidaten richten. Mit der Veranstaltung will die Initiative vor allem Interesse bei jungen Leuten für die Kommunalwahlen wecken.

Wie berichtet, findet am am Freitag, 28. August, eine weitere Bürgermeister-Debatte in Horumersiel statt. Dabei wollen der dortige Seebadeverein und die Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe die Perspektiven der Kandidaten für Horumersiel erfahren. Beginn im dortigen Kursaal ist um 20 Uhr.

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„Hooksiel sicher“: Straßenbelag regelt keine Vorfahrt

Hooksiel (25. 6. 2026) – Autofahrer sind gut beraten, sich nicht von ihren Gefühlen leiten zu lassen. Manchmal nämlich täuschen einen die Sinne. In der Folge kann es zu brenzlichen Situationen im Straßenverkehr kommen.

Der Straßenbelag täuscht. Linksabbieger aus der Viethstraße in die Nee Start haben keine Vorfahrt. Foto: hol

Ein Beispiel dafür: Der Einmündungsbereich Viethstraße/Nee Straat in der Nähe des Alten Hafens. Die Nee Straat wurde einst als Innerorts-Umgehung für die Fußgängerzone Lange Straße gebaut. Der Hauptstrom des innerörtlichen Verkehrs bewegt sich seither vom Sengwarder Anteil kommend um den Alten Hafen herum, ein kurzes Stück über die Viethstraße und von dort nach links über die Nee Straat in Richtung Friesenstraße.

Linksabbieger müssen warten

Gut erkennbar ist dieser Straßenverlauf durch seine einheitlich asphaltierte Oberfläche. Die Verlängerung der Viethstraße entlang des Deiches in Richtung Soltwarf und Marina ist geklinkert. Der Eindruck aber, dass der asphaltierte Straßenverlauf wohl auch vorfahrtberechtigt sein müsste, trügt. An der Einmündung Viethstraße/Nee Straße gilt zur Überraschung vieler Verkehrsteilnehmer die „Rechts vor Links“-Regel.

Wer also etwa von der Marina kommend die Viethstraße geradeaus in Richtung Alter Hafen befährt, muss die Vorfahrt der von rechts aus der Nee Straat kommenden Autos und Radfahrer achten – hat aber Vorfahrt vor dem entgegen kommenden Verkehr, der nach links in die Nee Straat abbiegen möchte. Umgekehrt: Wer vom Alten Hafen kommt und nach links in die Nee Straße abbiegen möchte, muss blinken (!) und den aus der Viethstraße entgegen kommenden Verkehr passieren lassen.

Keine „Abknickende Vorfahrt“

Auch wenn sich gerade in Zeiten der Hochsaison sehr viele Verkehrsteilnehmer die Vorfahrtsregel in diesem Bereich sehr häufig missachtet wird, kommt es nur äußerst selten zu Problemen oder gar Unfällen. Zum einen glauben die aus der Viehtstraße kommenden Autofahrer und Radler wohl selbst nicht so recht daran, dass sie Vorfahrt haben könnten – und verhalten sich entsprechend vorsichtig. Zum anderen liegt der gesamte Bereich in einer Tempo-30-Zone.

Das ist übrigens auch der Grund dafür, dass die Gemeinde nicht einfach ein Schild „Abknickende Vorfahrt“ aufstellen darf, durch das dann tatsächlich der Hauptverkehrsstrom vorfahrtsberechtigt wäre. Eine solche Beschilderung ist in Tempo-30-Zonen grundsätzlich nicht zulässig. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wer die bereits erschienen Artikel im Rahmen der Serie „Hooksiel sicher“ lesen möchte, sollte im Suchfeld (oben links auf der Startseite) einfach „Hooksiel sicher“ eingeben. Anregungen, Hinweise oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.

US-Konzern will insolventen PVC-Hersteller Vynova übernehmen

Wilhelmshaven (4. 5. 2026) – Hoffnung für die insolvente Vynova Wilhelmshaven GmbH. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH heute mitteilte, hat der börsennotierte US-Chemiekonzern Westlake Corporation eine Absichtserklärung (Letter of Intent) über den Erwerb des Produktionsstandorts für Polyvinylchlorid und Vinylchloridmonomer in Wilhelmshaven unterzeichnet.

Hoffnung für Vynova. Der US-Konzern Westlake Vinnolit will das Werk mit allen 350 Mitarbeitern übernehmen. Foto: Vynova

Die Westlake Vinnolit GmbH & Co. KG (Westlake Vinnolit), eine deutsche Tochtergesellschaft der Westlake Corporation, beabsichtige die Übernahme des Geschäftsbetriebs sowie aller rund 350 Mitarbeiter der Vynova Wilhelmshaven. „Die geplante Übernahme wurde bei den zuständigen Behörden zur Freigabe angemeldet“, so Kaufmann. 

Behördliche Prüfung der Transaktion läuft

Der Abschluss des Kaufvertrags und der Vollzug der Transaktion sollen danach unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie der Erteilung der erforderlichen regulatorischen Freigaben erfolgen. Bis zu der angestrebten Übernahme bleibe die Vynova Wilhelmshaven GmbH operativ in die Vynova-Gruppe eingebunden.

Im Verfahren seien einige Herausforderungen zu meistern gewesen. Aber der Geschäftsbetrieb habe erfolgreich stabilisiert und die Produktion der PVC-Produkte weitergeführt werden können, so Kaufmann: „In den vergangenen Wochen haben wir gute Gespräche mit Westlake geführt und ich freue mich, dass dieser strategische Investor den Betrieb übernehmen will.“

Lob für Moral der Mitarbeiter

Ausdrücklich bedankte der Sanierungsfachmann bei den Vynova-Mitarbeitern, die seit der Insolvenzanmeldung im Dezember 2025 trotz aller Unsicherheiten immer vollen Einsatz gezeigt hätten. Der strukturierte Investorenprozess wurde begleitet von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Das Pluta-Team geht davon aus, nach der regulatorischen Freigaben die Transaktion noch im Juni vollziehen zu können. Der Geschäftsbetrieb von Vynova Wilhelmshaven gehe nahtlos weiter und die Produktion werde auch im Mai und Juni vollumfänglich fortgeführt.

Während des bisherigen Verfahrens habe man im engen Austausch mit der niedersächsischen Landesregierung gestanden, heißt es in der Pluta-Mitteilung. Zudem sei ein Massekredit der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG ein wesentlicher Baustein gewesen, um die weitere Betriebsfortführung zu ermöglichen.

Das Vynova Werk liegt an der Stadtgrenze zu Hooksiel. Es gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Vynova Wilhelmshaven betreibt seit 1981 eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. 

Weltweit tätiger Konzern

Westlake Vinnolit ist ein führender europäischer Hersteller von PVC und wichtiger Partner für Natronlauge. Die Kunden des Unternehmens kommen unter anderem aus dem Bausektor, der Automobilindustrie, dem Gesundheitswesen oder der Zellstoff- und Papierindustrie. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1.400 Mitarbeiter in der Zentrale in Ismaning bei München sowie an seinen vier Produktionsstandorten in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Westlake Vinnolit ist Mitglied der Westlake Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Housten sowie Betrieben in Asien, Europa und Nordamerika. Der 1986 gegründete Konzern beschäftigt weltweit rund 14.600 Mitarbeiter.

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Insolvenzverwalter zuversichtlich: Mehrere Angebote für Vynova-Werk

Wilhelmshaven/Hooksiel (3. 2. 2026) – Die Chancen stehen offenbar nicht schlecht, dass die Produktion am Standort der Insolventen Vynova Wilhelmshaven GmbH gerettet werden kann. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH am heutigen Dienstag mitteilte, gebe es mehrere Interessenten, die eine Vertraulichkeitserklärung abgegeben haben. „Es liegen auch schon erste unverbindliche Angebote vor.“ Auf Basis der Angebote werde man weiter gehende Verhandlungen führen. 

Insolvenzverwalter Dr. Kaufmann ist zuversichtlich, bis März einen Käufer für das insolvente Vynova-Werk in Wilhelmshaven finden zu können. Archiv-Foto: Vynova

Der strukturierte Investorenprozess wird begleitet von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um Dr. Stefan Weniger und Merlin Smeenk. Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am 12. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. Das Pluta-Team führte in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche, um die weitere Fortführung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.

Produktion läuft stabil

„Trotz einiger Herausforderungen haben wir den Geschäftsbetrieb stabilisiert und die Produktion der PVC-Produkte läuft derzeit planmäßig weiter“, so Rechtsanwalt Kaufmann: „Die Belegschaft arbeitet sehr engagiert und motiviert. Wir fokussieren uns nun auf den Investorenprozess und streben möglichst bis März eine Lösung an. Aufgrund der Entwicklung des Verkaufs-Prozesses bin ich sehr zuversichtlich, dass dies gelingt.“

Das der Vynova Wilhelmshaven GmbH gehörende Chemie-Werk mit gut 350 Mitarbeitern in Sichtweite von Hooksiel gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Die seit 1981 bestehende Produktionsstätte gilt als eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. 

Ministerpräsident Lies: Vynova braucht eine Perspektive

Wilhelmshaven (15. 12. 2025) – Die niedersächsische Landesregierung will alle Möglichkeiten prüfen, das Vynova-Werk in Wilhelmshaven zu retten. Das betont Ministerpräsident Olaf Lies in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Landtagsabgeordneten Marten Gäde und der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (alle SPD). Auf dem Voslapper Groden stünden 356 tarifgebundene Arbeitsplätze und die Zukunft eines der größten PVC-Produktionsstandorte Europas auf dem Spiel. 

Unterstützung zugesichert

Lies (Sande), Gäde (Wilhelmshaven) und Möller (Varel) haben nach eigenem Bekunden unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht vom Insolvenzantrag der Vynova Wilhelmshaven GmbH am vergangenen Freitag Gespräche aufgenommen und politische Unterstützung zugesichert. „Vynova steht exemplarisch für viele chemische Unternehmen, die derzeit unter massiven Kosten- und Marktdruck geraten. Wir dürfen nicht zulassen, dass solide Industriearbeitsplätze wegbrechen“, so Lies. 

Industrielles Rückgrat

„Wir müssen dafür sorgen, dass strategisch wichtige Industriearbeitsplätze erhalten bleiben“, bekräftigt Siemtje Möller. „Der Energy Hub, dem Vynova angehört, zeigt, welche Zukunftschancen Wilhelmshaven hat. Vynova ist nicht nur ein Arbeitgeber, sondern Teil der wirtschaftlichen Zukunft unserer Region.“ Und, so betont Gäde, das PVC-Werk sei das industrielle Rückgrat Wilhelmshavens. „Die Menschen hier leisten seit Jahren engagierte Arbeit unter schwierigen Marktbedingungen. Sie jetzt im Stich zu lassen, kommt für uns nicht infrage.“

Strukturelle Verwerfungen

Aus Sicht der drei Politiker ist das Unternehmen nicht durch Misswirtschaft, sondern durch strukturelle Marktverwerfungen in die Schieflage geraten. Das Beispiel zeige, wie wichtig ein europäischer Schulterschluss bei der Reform des Strommarktes und des industriellen Wettbewerbsrechts sei. Es gehe hier nicht nur um ein einzelnes Unternehmen, sondern um eine ganze Region, so Lies: „Vynova braucht jetzt eine Perspektive.“



Gleichberechtigung in Niedersachsen nur Frauensache?

Hooksiel (21. 10. 2025) – Sollten in Niedersachsen nicht auch Männer Gleichstellungsberauftragte werden können? Über dieser Thema hat sich „Hooksiel-Life“ mit dem Hooksieler Jan Gerjets (Foto) unterhalten.

Er ist seit über 30 Jahren als Lehrer für Holztechnik, Mathematik und Spanisch an den Berufsbildenden Schulen in Wilhelmshaven tätig. Die BBS beschäftigt für rund 170 Lehrkräfte und etwa 20 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Peronal gehören zwei Gleichstellungsbeauftragte. 

Hooksiel-Life: Herr Gerjets, im nächsten Jahr werden Sie 67 Jahre alt und könnten in Ruhestand gehen. Aber das wollen Sie nicht. Warum?
Jan Gerjets: Ja, ich möchte gerne noch etwas länger arbeiten, der Beruf macht mir einfach Spaß, das Unterrichten macht einfach Spaß. 

Hooksiel-Life: Jetzt wollten Sie neben ihrer Lehrtätigkeit noch eine zusätzliche Aufgabe übernehmen. Sie haben sich um einen Posten als Gleichstellungsbeauftragter der Schule beworben. Sind sie genommen worden?
Gerjets: Leider nicht. Ich hätte die Aufgabe gern übernommen … Aber wie mir von der Landesschulbehörde mitgeteilt wurde, ist das aus rechtlichen Gründen nicht möglich. In Niedersachsen dürfen nur Frauen Gleichstellungsbeauftragte werden.

Hooksiel-Life: Gleichstellung meint doch die Gleichstellung von Frau und Mann. Warum solle sich nicht auch ein Mann um dieses wichtig Thema kümmern können?
Gerjets: Das versteht ich auch nicht. Vermutlich rührt das daher, dass irgendwann einmal aus der Frauenbeauftragten die Gleichstellungsbeauftragte geworden ist …

Hooksiel-Life: Halten Sie das für angemessen?
Gerjets: Meines Erachtens ist das nicht mehr zeitgemäß. Natürlich stimmt es, dass in vielen Bereichen immer noch Frauen stärker unter ungleichen Bedingungen leiden als Männer. Zum Beispiel verdienen Frauen bei gleicher Qualifikation im Durchschnitt immer noch weniger. Und auch von sexueller Gewalt oder Stalking am Arbeitsplatz sind Frauen mit Sicherheit stärker betroffen als Männer …

Hooksiel-Life: Also ist es doch ganz gut, dass der Job der Gleichstellungsbeauftragten Frauen vorbehalten ist?
Gerjets: Nein, das sehe ich nicht so. Ich glaube, ich kann mich als aufgeklärter Mann ebenso gut für die Belange meiner Kolleginnen einsetzen. Besonders am Herzen liegt mir die Förderung einer offenen und respektvollen Schulkultur, in der alle Mitglieder der Schulgemeinschaft unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Merkmalen gleichwertig behandelt werden. Ich bin überzeugt, dass eine vielfältige und inklusive Umgebung nicht nur das Lernen fördert, sondern auch die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen unterstützt.

Hooksiel-Life: Was muss sich Ihrer Ansicht nach ändern?
Gerjets: Meiner Meinung nach hängt es nicht vom Geschlecht ab, ob jemand erfolgreich gegen Ungerechtigkeiten vorgehen kann, sondern vom Engagement und der Qualifikation des Bewerbers. Ich halte es für an der Zeit, dass der Gesetzgeber den entsprechenden Passus im Gesetz zeitnah ändert. Es hat schon einen Hauch von Diskriminierung, wenn Männern pauschal unterstellt wird, sie würden sich nicht für die Belange ihrer weiblichen Kollegen einsetzen können. Und was passiert, wenn es einmal um die Belange eines Mannes geht? Wie sieht denn da der Umkehrschluss aus?

Kommentar: Gemeinde und Leistungsträger müssen endlich ihre Hausaufgaben machen

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (23. 8. 2025) – Es wird höchste Zeit, dass die Gemeinde Wangerland eine touristische Zukunftsstrategie entwickelt. Jetzt! Und nicht erst nach den Kommunalwahl im kommenden Jahr, und auch nicht erst nach dem Ende der finanziellen Schieflage der Wangerland Touristik GmbH (WTG). 

Wenn in den vergangenen Tagen eines klar geworden ist: Die gemeindeeigene WTG wird nach dem hoffentlich erfolgreichen Abschluss der „Insolvenz in Eigenregie“ völlig anders aussehen als bislang. Der Verkauf des Immobilienbesitzes und ganzer Betriebsteile hat begonnen – und wird weiter gehen. Das ist das erklärte Ziel von Geschäftsführung und des Gläubigerausschusses.

WTG wird sich komplett verändern

Nachdem man einen Investor für den Campingplatz Hooksiel (samt Hallenwellenbad) und Interessenten für die Strandkorb-Bewirtschaftung gefunden hat, werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Campingplatz in Schillig, die „Friesland-Therme“ und das Thalasso Meeres Spa, in Horumersiel, vielleicht auch der Sitz der Kurverwaltung sowie das Gästehaus Hooksiel ins Verkaufs-Schaufenster gestellt werden. 

Ob sich jeweils Investoren finden, wird sich zeigen. Klar ist aber, dass die WTG ein völlig anderes Unternehmen werden wird – weg vom Immobilienverwalter, hin zu Tourismus-Dienstleister und Marketing-Zentrale. 

Gemeinde hat als Unternehmer versagt

Das operative Tourismusgeschäft soll privatisiert werden. Gut so. Die WTG und die Gemeinde Wangerland als ihr einziger Gesellschafter haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie nicht in der Lage sind, die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen einer Branche im Umbruch zu meistern.

Beleg dafür ist nicht nur das Desaster um den Bau des Thalasso-Zentrums, dessen Baukosten sich bekanntlich verdreifachen haben. Schon zuvor fehlte die Kraft, und der politische Wille, zur Neuausrichtung der WTG. So schreckte man nach Protesten vor dem Bau eines 4-Sterne-plus-Hotels in Horumersiel zurück, das als Ergänzung zu einem Thalasso-Tempel zwingend notwendig wäre. In Hooksiel verliefen die Bemühungen der WTG nach Vorbehalten in der Politik im Sande, die Zukunft des Hallenwellenbades durch einen privaten Hotelinvestor abzusichern. Der Verkauf des von der WTG ohnehin ungeliebten Gästehauses scheiterte am Widerstand der Bürger, auch weil eine groß angelegte Seniorenanlage nicht vermittelt werden konnte. 

WTG zwischen Wunschdenken und Überforderung

Hinzu kommt, dass die Gemeinde ihre Tourismus-Tochter immer wieder mit Dingen überforderte, die politisch gewünscht, aber wirtschaftlich fragwürdig waren. Was soll die WTG mit einem Acker in Tettens, auf dem potenziell einmal ein Campingplatz entstehen könnte? Warum steckte die WTG zwei Millionen Euro in der Bau der Brücke über das Wangermeer in Hohenkirchen, statt mit dem Geld eine Rücklage für absehbar notwendige Sanierungen an den Campingplätzen oder in den Bädern zu bilden?

Der Eindruck, der sich aufdrängt: Die Marschrichtung der WTG ist viel zu lange vom Wunschdenken in Politik und Geschäftsführung bestimmt worden und nicht von wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Das dürfe sich bei einer Privatisierung weiter Teile des Unternehmens ändern. Wobei natürlich das Risiko besteht, dass nicht jeder Investor zwingend ein guter Unternehmer ist, und vor allem: dass nicht jedes auf Rendite bedachte Privatunternehmen bei seiner Kapitalanlage auch die Belange der Bürger und der anderen touristischen Leistungsträger im Gemeindegebiet im Blick hat. 

Zukunftsstrategie zwingend erforderlich

Um so wichtiger ist eine touristische Zukunftsstrategie der Gemeinde. Hier muss der öffentliche Rahmen für private Investoren abgesteckt werden, etwa durch entsprechende Bebauungspläne. Wohl wissend, dass Tourismus die einheimischen Bürgerinnen und Bürger auch nicht überfordern darf. Nicht jeder sieht in der Ferienwohnung nebenan eine Bereicherung seines Umfelds. 

Was kann und soll mit zum Verkauf stehenden WTG-Immobilien passieren? Sind neue Hotels erwünscht? Wo und in welcher Größenordnung? Will und kann die Gemeinde zumindest ein öffentliches Hallenbad absichern – als Wirtschaftsförderung für den Tourismus, aber auch als Daseinsvorsorge für die Wangerländer Bürger? Fragen über Fragen, auf die die Kommunalpolitik Antworten finden muss. 

Leistungsträger brauchen gemeinsame Stimme

Gut beraten sind die demokratisch legitimierten Gemeindevertreter, wenn sie bei der Suche nach dem richtigen Kurs die lokalen Akteure wie Hoteliers, Gastronomen, Vermieter, aber auch Seebade- und Gewerbevereine intensiv mit einbindet und deren Knowhow nutzen. Dafür braucht es kein Stimmrecht der „Leistungsträger“ im nur beratenden Tourismusausschuss des Rates und auch keine Sitze in der WTG-Lenkungsgruppe, deren Einfluss aller Voraussicht nach in Zukunft ohnehin deutlich abnehmen wird.

Viel wichtiger wäre eine regelmäßige Kommunikation zwischen Politik und Leistungsträgern auf Augenhöhe, geprägt von Respekt und überlappenden Interessen. Der Tourismus ist nun einmal der wichtiges Wirtschaftszweig und bedeutendste Arbeitgeber in der Gemeinde. Dafür müssten die betroffenen Unternehmen, Vereine und Verbände, die derzeit auf zumeist auf Ortsebene – in Hooksiel, Horumersiel-Schillig, Minsen und Hohenkirchen – agieren, aber endlich mit einer Stimme sprechen. 

Auch die Leistungsträger müssen ihre Hausaufgaben machen und Barrieren überwinden. Erst der Zusammenschluss zu einem Tourismus-Verein fürs ganze Wangerland garantiert einen wirkungsvolleren Zugang zur Politik und entsprechenden Einfluss auf die künftige Tourismusstrategie der Gemeinde. 

Riedel: Wie bislang kann die WTG nicht weitergeführt werden

Wangerland (2. 7. 2025) – Das Amtsgericht Wilhelmshaven hat dem Antrag der Wangerland Touristik GmbH (WTG) auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung entsprochen und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Damit wird das Unternehmen, wie von der Gemeinde Wangerland angestrebt, ein strukturiertes Sanierungsverfahren durchlaufen.

WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel ist zuversichtlich, dass die Wangerland Touristik GmbH im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung mit einem Sanierungsplan wieder auf einen wirtschaftlich soliden Kurs gebracht werden kann. Archiv-Foto: hol

Die operative Geschäftsführung bleibt dabei in der Verantwortung der bisherigen Geschäftsleitung. Zur Aufsicht hat das Gericht Rechtsanwalt Michael Waculik (Jever) als vorläufigen Sachwalter bestellt. Er werde den Prozess konstruktiv begleiten und insbesondere die Interessen der Gläubiger sichern und überwachen, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung der WTG. 

Abstimmungen mit den Gläubigern

„Die Eigenverwaltung erlaubt es uns, den Sanierungsprozess im Unternehmen gemeinsam mit der Geschäftsleitung aktiv zu gestalten und notwendige Maßnahmen zügig umzusetzen. Unsere Rolle besteht darin, das Verfahren insolvenzrechtlich zu begleiten, insbesondere den Insolvenzplan vorzubereiten und mit den Gläubigern abzustimmen“, erklärt der Generalhandlungsbevollmächtigte und erfahrene Sanierungsexperte Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH. 

Die WTG ist als 100-prozentige Tochter der Gemeinde wesentlich für die touristische Infrastruktur verantwortlich. Bereits vor der Antragstellung wurde an einem umfassenden Sanierungskonzept gearbeitet. Der nun eingeleitete formelle Verfahrensweg ermögliche es, dieses unter dem Schutz der Insolvenzordnung umzusetzen. „Wir verfolgen einen klaren Plan, der auch mehrere Alternativszenarien berücksichtigt. Ziel ist es immer, die WTG so aufzustellen, dass sie ihren Zweck weiterhin erfüllt und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig und mindestens kostendeckend arbeitet“, ergänzt Geschäftsführer Torsten Riedel, der erst seit April an der Spitze des in Schieflage geratenen Unternehmens steht.

Alle Kostenpositionen stehen auf dem Prüfstand

Im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung liegt der Fokus laut WTG insbesondere auf der wirtschaftlichen Analyse kostenintensiver Bereiche wie der Bäderbetriebe sowie einzelner Immobilien und Flächen. Ziel sei es, Liquidität zu garantieren und eine solide Grundlage für die Erfüllung bestehender Verbindlichkeiten zu schaffen. „Alle Kostenpositionen müssen auf den Prüfstand gestellt werden“, so die WTG. Erste Analysen und Gespräche würden bereits laufen. Damit sollen fundierte Entscheidungen zur nachhaltigen Stabilisierung des Unternehmens vorbereitet werden. 

„Die Situation ist nicht leicht. Wir verzeichnen seit längerem hohe Verluste“, so Riedel. Bemerkenswert daran: Bislang war die finanzielle Schieflage der WTG fast ausschließlich auf die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ von 8,8 auf mindestens 23 Millionen Euro zurückgeführt worden. Eine Unterdeckung in sechsstelliger Höhe hat zudem seit Jahren der Betrieb der Hallenbäder in Hooksiel und Horumersiel. Beide Einrichtungen galten bislang aber als touristisch unverzichtbar.

Ziel: Sanierung bis Mitte 2026

„Wie bisher kann die Wangerland Touristik GmbH nicht fortgeführt werden“, betont Riedel. „Wir sind jedoch zuversichtlich, dass am Ende des Verfahrens eine tragfähige Lösung steht und arbeiten hier eng mit allen Beteiligten zusammen, um dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen.“

Der angestrebte Zeitplan sieht vor, das Verfahren bis Mitte 2026 abzuschließen. Derzeit sind rund 180 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt. Die Verantwortlichen hätten sie gestern über den aktuellen Stand informiert. 

Der Rat der Gemeinde Wangerland als Gesellschafterversammlung der WTG sei in alle Schritte eingebunden und trage die Sanierung mit. Die Verantwortung für die operativen Sanierungsschritte liege aber im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung bei der Geschäftsführung und dem Generalhandlungsbevollmächtigten. Die Gläubiger könnten nach der Eröffnung des Verfahrens ihre Forderungen beim Sachwalter zur Insolvenztabelle anmelden.