Wangerland/Hooksiel (15. 2. 2026) – Im Rahmen einer Gemeindekommando-Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland hat Bürgermeister Mario Szlezak in Wiarden zahlreiche Ernennungsurkunden und Bestellungsurkunden an die Funktionsträger der Feuerwehr ausgehändigt. Unter anderem an Jörg Nöchel. Die Amtszeit des Ortsbrandmeisters der Ortswehr Hooksiel verlängert sich damit um fünf Jahre bis Mitte 2031.
Weitere Ernennungen erhielten Jörn Peters für seine Funktion als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen sowie Harald Scheuern als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen.
Darüber überreichte Szlezak an weitere Funktionsträger die Bestellungsurkunde zum Verwaltungsvollzugsbeamten und Brandbekämpfung im Gebiet der Gemeinde Wangerland: Carsten Held, Tim Becker (beide Neugarmssiel), Dr. Thomas Große (Hooksiel), Jens Brämer und Harald Scheuern (beide Minsen), Jörn Peters und Carsten Rohlfs (beide Hohenkirchen), Ihno Gerdes und Malte Schürmann (beide Waddewarden) sowie Frank Szlezak (Tettens).
Friesland/Wangerland (13. 2. 2026) – Der Verbraucherschutz gehört zu den Kernaufgaben der Veterinärämter. Allein im Zeckverbandsgebietes des Veterinäramtes Jade Weser (Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund, Wesermarsch) sind etwa 4.600 Betriebe im Lebensmittelbereich überwachungspflichtig. Wie aus dem Jahresbericht des Amtes hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 2012 Kontrollen durchgeführt.
Jahresbericht des Veterinäramtes
Dabei gab es eine Fülle von Beanstandungen. Bemerkenswert sind insbesondere Verstöße wegen unzureichender Einhaltung der Basishygiene und Mängeln bei der Reinigung und Desinfektion der Betriebe. „Dies führte im Jahr 2025 zu insgesamt 14 vorübergehenden Betriebsschließungen, die in manchen Fällen über mehrere Tage und mehrere Nachkontrollen aufrechterhalten werden mussten“, heißt es im Bericht.
Von den 14 Betreiben, die zumindest zeitweise schließen mussten, lagen nach Angaben des Amtes sieben in Wilhelmshaven, drei in der Wesermarsch, einer in Wittmund und drei im Landkreis Friesland; davon einer in Jever und zwei im Wangerland. Auch ein Hooksieler Betrieb musste zeitweise schließen.
Beschwerden von Kunden
Grund für Kontrollen sind häufig Beschwerden von Kunden. Bei einer Inspektion in einer Speisegaststätte etwa seien zahlreiche gravierende Hygienemängel festgestellt worden, die umgehend behoben werden mussten. Die Fußböden waren mit angetrockneten Rückständen behaftet, die Küchenräume sowie die Arbeitsflächen extrem verunreinigt. In den Kühlschränken lagerten nicht abgedeckte Lebensmittel, die teilweise bereits angetrocknet waren. Besonders besorgniserregend sei der Zustand einer Wandfläche sowie der Bierkühlung gewesen, die schimmelähnlich verunreinigt waren, berichtet das Veterinäramt.
Der Betreiber der Gaststätte habe sich entschlossen, eine zum Zeitpunkt der Kontrolle laufende Feier aufzulösen und die Gasstätte freiwillig für eine gründliche Reinigung zu schließen. Schon am Folgetag habe er sein Restaurant nach Abnahme durch die Überwachungsbehörde wieder öffnen können.
Nach Grundreinigung wieder geöffnet
Etwa vier Wochen dauerten die nötigen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in einer Pizzeria. Hier war die Lebensmittel-Überwachung auf erhebliche Hygienemängel nach einem Brand aufmerksam geworden. Arbeitsflächen, Fußböden, die verwendete Geräte und insbesondere auch die Kühl- und Tiefkühleinrichtungen seien stark verunreinigt und die Decke mit dunkelbraunen Rückständen bedeckt gewesen. Zudem habe man abgelaufene und teilweise schimmelige Lebensmittel gefunden. Die Warmwasserzufuhr zum Abwaschen des Geschirrs habe nicht funktioniert und auch die sanitäre Einrichtung wies erhebliche Mängel auf.
Eine Teilschließung des Betriebes und ein hohes Bußgeld verhängten die Kontrolleure gegen einen Fleischereibetrieb. Dem Veterinäramt waren Bilder von einem privaten Pkw zugespielt worden, in dessen Kofferraum eine große Menge Fleisch unverpackt und ungekühlt transportiert worden war. „Neben dem unhygienischen Transport konnte auch die Herkunft des Fleisches nicht vollständig geklärt werden. Somit musste dieses Fleisch unschädlich entsorgt werden“, berichten die Kontrolleure.
Umgehend schließen und eine umfangreiche Grundreinigung vornehmen musste ein gut besuchter Fischimbiss. Auch hier sei eine Beschwerde eines Kunden der Auslöser für eine Kontrolle gewesen. „In den sehr beengten Räumlichkeiten war eine ordnungsgemäße Herstellung von Fischerzeugnissen aufgrund der Hygienemängel und Fehler im Herstellungsprozess nicht möglich gewesen.“
Strafanzeige gegen Imbiss-Betreiber
Ein besonders uneinsichtiger Wiederholungstäter, so die Lebensmittel-Kontrolleure, sei erneut auf einem Wochenmarkt angetroffen worden. Er habe trotz bestehender Ordnungsverfügung wiederholt kühlpflichtige Lebensmittel ungekühlt verkauft. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt, Proben zur Untersuchung an ein Labor geschickt und ein Bußgeldverfahren eröffnet.
Aufgrund massiver hygienischen Mängel vorübergehend geschlossen worden sei auch ein kleiner asiatischer Imbiss. Hier seien bei Proben des benutzten Frittieröls wiederholt starke Mängel festgestellt worden. Bei Untersuchungen wurden in den den Ölen immer wieder potenziell gesundheitsschädliche Stoffe festgestellt. Das Veterinäramt habe gegen den Betreiber Strafanzeige erstattet. Gegen ihn sei in der Folge ein Strafbefehl ergangen. Der Betrieb wurde nicht wieder eröffnet.
Wilhelmshaven/Hooksiel (13. 2. 2026) – Spaziergänger rund um Hooksiel sollten aufpassen. Möglicherweise treffen sie im Hooksieler Wäldchen am Hooksmeer auf das ein oder andere Wildschwein. Konkret ist die Gefahr nicht. Aber auszuschließen ist es auch nicht, dass Schwarzkittel auf ihrer Flucht vom Voslapper Groden in Wilhelmshöhen den Weg ist die sicherere Nachbarkommune gesucht haben.
Der Voslapper Groden Süd ist nach Überzeugung der Stadt Wilhelmshaven jetzt schwarzwildfrei. Nicht auszuschließen ist aber, dass einigen der Wildschweine die Flucht in Richtung Hooksiel gelungen ist. Archiv-Foto: hol
Über Jahre haben die einst im Voslapper Groden ausgesetzten Wildschweine Jäger, Natur- und Umweltschützer in Wilhelmshaven beschäftigt. In diesem Donnerstag hat die Stadtverwaltung Entwarnung gegeben und Vollzug gemeldet: Das Gebiet sei endlich wieder frei von Schwarzwild.
Rund 90 Tiere geschossen
Zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Februar 2026 habe eine von der Stadt Wilhelmshaven beauftragte Fachfirma die letzten 19 Wildschweine geschossen. Damit sei die so genannte „Totalentnahme“ erfolgreich beendet worden. Schon zuvor hatten die Jäger in dem unwegsamen Gelände rund 70 Schwarzkittel aufgespürt und geschossen.
Ein wildschweinfreier Voslapper Groden Süd ist nach Darstellung der Stadt eine wichtige Voraussetzung zum Erhalt des Natur- und Vogelschutzgebietes im Norden der Stadt. Jenes Vogelschutzgebietes wohl gemerkt, dass zumindest im Voslapper Groden Nord aktuell wegen der geplanten Ansiedlung eines Energieunternehmens aufgehoben werden soll.
Schutz für Pflanzen, Vögel und Hafen
Wie dem auch sei: Die Jagd auf die Wildschweine soll auch eine Präventionsmaßnahme gegen die immer weiter fortschreitende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sein. Dadurch wollte man auch möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen für den JadeWeserPort vorbeugen, so die Stadt.
Die Wildschweine waren vor gut zehn Jahren auf den Grodenflächen illegal ausgesetzt und möglicherweise auch mit Hausschweinen gekreuzt und gefüttert worden. Sie vermehrten sich rasant und pflügten das Gebiet um – zum Schaden seltener Pflanzen und auf dem Boden brütender Vögel. Selbst der Deich blieb von den Wühltätigkeiten der Wildtiere nicht verschont. Zeitweise hatten sich die Wildschweine sogar bis ins angrenzende Wohngebiet vorgewagt, weswegen die Stadt im Herbst 2023 aus Sicherheitsgründen einen Spazierweg sperrte und Zäune setzte.
Zäume haben Lücken
In einem langwierigen Rechtsstreit konnte die Stadt erreichen, dass der Wildschweinbestand auf null gesetzt werden soll und darf – was jetzt geschehen ist. Allerdings: Der Zaun um das Areal habe etliche Schäden aufgewiesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Tiere in umliegende Gebiete abgewandert sind, warnt die Stadt. Also: Vorsicht im Hooksieler Wäldchen.
Wangerland (13. 2. 2026) – Der Vorschlag des Landeswahlleiters, die Gemeinde Wangerland für künftige Landtagswahlen der Stadt Wilhelmshaven zuzuordnen, ist offenbar vom Tisch. Laut Medienberichten aus Hannover hat die rot-grüne Regierungsfraktion sich offenbar entschieden, den Wahlkreis 69 (Wilhelmshaven) unverändert zu lassen, auch wenn dort eigentlich zu wenig Wahlberechtigte leben.
Nicht verfassungskonform
Zum Hintergrund: Ende 2024 hat der Niedersächsische Staatsgerichtshof entschieden, dass der Zuschnitt der Landtagswahl-Wahlkreise nicht mehr verfassungskonform ist. Er verletze den Grundsatz der Wahlgleichheit, da die Zahl der Wahlberechtigten in einigen Kreisen über und in anderen unter einem Toleranzbereich von 15 Prozent um den Mittelwert liegt. Dadurch, so die Juristen, erhielten einzelne Wählerstimmen unterschiedliches Gewicht.
Der Vorschlag des Landeswahlleiters: Dem Wahlkreis 69 (- 16,5 Prozent) sollten die Gemeinden Wangerland und Wangerooge zugeordnet werden, da im Wahlkreis 70 (Landkreis Friesland/Gemeinde Jade) ohnehin zu viele Wählerinnen und Wähler leben würden ( + 24,8 Prozent).
Unterschiede zu Wilhelmshaven
In Wangerland und Wangerooge war der Vorschlag auf massive Kritik gestoßen. Die ländlich geprägten Kommunen befürchten unter anderen, dass ihre Interessen in einem insgesamt dann eher städtisch geprägten Wahlkreis nur noch bedingt berücksichtigt werden würden. Dem folgen SPD und Grüne in ihrem Änderungsvorschlag: „Die ländlich geprägten Wangerland und Wangerooge unterscheiden sich erheblich von der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven.“
Der aktuelle Vorschlag der Regierungskoalition sieht vor, den Wahlkreis Wilhelmshaven als „Sonderfall“ unbehelligt zu lassen. Das Ungleichgewicht der Wählerstimmen insgesamt im Land könnte durch drei neue Wahlkreise gemildert werden. Neu entstehen soll unter anderm ein Wahlkreis Rastede/Varel, zu dem künftig Teile der Landkreise Friesland (Stadt Varel), der Wesermarsch (Jade, Oevelgönne) und des Ammerlandes (Rastede, Wiefelstede) gehören würden.
Über den künftigen Zuschnitt der Wahlkreise soll der niedersächsische Landtag Anfang März abstimmen.
Wangerland/Hooksiel (11. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland ist mit der Erhebung der Tourismusbeiträge in Verzug. Aktuell werden die fälligen Beiträge für die vergangenen Jahre eingefordert. Für die „zeitliche Verschiebung“ der Veranlagungen gebe es aber nachvollziehbare Faktoren, beteuert Gemeindekämmerer Arthur Wichmann. er betont insbesondere, dass den Nachforderungen keine „Versäumnisse“ in der Verwaltung oder „ungeklärte Sachverhalte“ zugrunde liegen.
Wer vom Tourismus im Wangerland direkt oder indirekt profitiert, der muss sich mit einer Gebühr an den Marketingkosten im Bereich Fremdenverkehr beteiligen. Die Gemeinde Wangerland treibt jetzt die Abgaben für die Vorjahre ein. Archiv-Foto: hol
Geld fürs Marketing
Den Tourismusbeitrag, der unter anderem für das Tourismus-Marketing eingesetzt wird, muss jeder im Wangerland zahlen, der direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr profitiert. Also Hoteliers und Gastronomen, aber auch zum Beispiel Vermieter oder Handwerksbetriebe. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Vorteil der unterschiedlichen Branchen.
Während der Corona-Pandemie seien in den Jahren 2020 und 2022 zunächst nur Vorauszahlungen erhoben worden, so die Gemeinde. Für das Jahr 2021 habe man auf Beschluss des Gemeinderates vollständig auf Vorauszahlungen verzichtet, um die Beitragszahler in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu entlasten.
Corona und Personalausfälle
Die dadurch entstandenen Abrechnungen mussten in den Folgejahren zusätzlich bearbeitet werden. Parallel dazu hätten langfristige krankheitsbedingte Personalausfälle sowie die Bindung von Personal durch große gesetzliche Projekte, insbesondere die Umsetzung der Grundsteuerreform, zu weiteren Verzögerungen geführt, erläutert Wichmann. „Da mussten wir Prioritäten setzen.“
Aktuell würden jetzt die Tourismusbeiträge für die Jahre 2022 bis 2024 festgesetzt. „Bei der Festsetzung für 2022 handelt es sich lediglich um die Endabrechnung bereits geleisteter Vorauszahlungen“, so der Kämmerer. Hier seien überwiegend geringe Nachzahlungen oder teilweise auch Erstattungen zu erwarten. „Die Festsetzungen für 2023 und 2024 führen zu regulären Beitragsforderungen. Für den überwiegenden Teil der Betriebe bewegen sich diese im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich pro Beitragsjahr.“
Insgesamt, so Wichmann, entstehe der Gemeinde Wangerland durch die Verzögerung bei den Veranlagungen kein finanzieller Schaden. „Von einer Verjährung der Forderungen sind wir weit entfernt.“
Fälligkeit erst zum September
Um die wirtschaftliche Situation der Beitragszahler zu berücksichtigen, habe man das Fälligkeitsdatum bewusst auf den 1. September 2026 gelegt. Damit bleibe den Betroffenen ausreichend Zeit, die Einnahmen in der laufenden Saison zu erwirtschaften. Das Angebot der Gemeinde: „Sollte die gleichzeitige Festsetzung mehrerer Jahre im Einzelfall zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen, besteht auf Antrag die Möglichkeit einer Ratenzahlung.“
Ziel sei es, den Bearbeitungsstand schrittweise wieder an den regulären Veranlagungsrhythmus heranzuführen, beteuert die Gemeinde. Zur Aufklärung beitragen soll ein Informationsblatt, das die Verwaltung den Bescheiden an die Beitragspflichtigen beilegt.
Hooksiel (10. 2. 2026) – Der Straßenverkehr ist gefährlich. Nicht nur im Winter. 2025 sind in Deutschland rund 2780 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Insgesamt erlitten etwa 364.000 Menschen Verletzungen. Ein Grund dafür: Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung – weil sie es, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollen oder nicht können. Vielleicht auch, weil sie die Regeln gar nicht so genau kennen.
Das blaue Schild vor der Einfahrt signalisiert: Von der Bäderstraße aus kommend fahre ich in einen Kreisverkehr. Die Vorfahrt wird durcb das rot-weiße Schild „Vorfahrt gewähren“ geregelt. Ein Zuatzschild weist darauf hin, dass Radfahrer queren können. Foto: hol
Mit der Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ möchte „Hooksiel-life“ dazu beitragen, die Kenntnisse bei den Verkehrsteilnehmern zu verbessern. In loser Folge werden in den nächsten Wochen Beiträge über mehr oder weniger knifflige Fragen rund ums Verkehrsrecht erscheinen. Dabei geht es um Themen, die unmittelbar mit Straßen und Beschilderungen in Hooksiel zu tun haben.
Auftakt zu Artikelserie
Den Auftakt bilden Fragen zum Thema Vorfahrt. „Vorfahrtsverletzungen sind Ursache für einen Großteil der Unfälle auf unseren Straßen“, sagte Karl Erdmann, Verkehrssicherheitsberater in Diensten der Verkehrswacht, am Montagabend vor dem Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel.
Längst nicht alle Auto- und Zweiradfahrer kennen die Regelungen im Detail. Auch deshalb der Appell von Erdmann (Foto): Im Zweifelsfall auf den anderen Rücksicht nehmen und gegebenenfalls auf sein „Recht“ verzichten, um einen Unfall zu vermeiden.
Allerdings: Verzichten kann man nur auf etwas, was man auch kennt. In diesem Sinne soll die Serie „Hooksiel sicher!“ den allgemeinen Kenntnisstand verbessern.
Zum Einstieg geht es um das Thema Kreisverkehr. Woran erkennt man einen Kreisverkehr? Genau: Am blauen, runden Verkehrsschild mit drei weißen Pfeilen. Das heißt im Umkehrschluss: Wo diese Schilder an den Einmündungen in ein Straßenrondel nicht stehen, existiert kein Kreisverkehr – auch wenn die Straßenführung es vermuten lässt.
Am „Phantom-Kreisel“ im Verlauf der Friesenstraßen ist kein echter Kreisverkehr. Hier dürfen Autofahrer auch schon vor dem Pflanzbeet links abbiegen – wenn die Verkehrslage es erlaubt. Foto: hol
Einen solchen „Phantom-Kreisel“, einen so genannten „unechten Kreisverkehr“, gibt es in Hooksiel an der Kreuzung Friesenstraße/Daunstraße/Oldenburger Straße. Mitten auf der Kreuzung steht ein aufgepflastertes Pflanzbeet mit einem Baum drin. Das Hindernis zwingt die Autofahrer in der Tempo-30-Zone dazu, an der Kreuzung besonders aufmerksam zu fahren. Als Vorfahrtsregel gilt, wie überall in Tempo-30-Zonen, das Prinzip Rechts-vor-Links.
Abbiegen vor dem Pflanzbeet möglich
Allerdings müssen Linksabbieger nicht zwingend erst das Pflanzbeet umfahren, wenn sie etwa von der Bäderstraße kommend in die Oldenburger Straße oder von der Daunstraße kommend nach links in die Friesenstraße in Richtung Bäderstraße abbiegen wollen. Wir sind nicht im Kreisverkehr!
Anders am echten Kreisverkehr an der Kreuzung Bäderstraße/Pakenser Altendeich/Ortsumgehung im Bereich der Tankstelle. Hier weist die Beschilderung an den Zufahrten eindeutig den Weg in den Kreisverkehr – der entsprechend auch nur rechtsherum befahren werden darf. Aber Achtung: Die Vorfahrt regeln die blauen Kreisverkehr-Schilder nicht. Deshalb steht an jeder Zufahrt zusätzlich das dreieckige Schild „Vorfahrt gewähren!“
Auch Radfahrer haben Vorfahrt
Wer also in den Kreisverkehr einfährt, muss auf die Vorfahrt von Autos und Zweirädern achten, die bereits im Kreisel unterwegs sind. Zusatzschilder weisen zudem auf den teilweise um den Kreisel geführten Radweg hin. Auch die Radfahrer, die zum Beispiel aus der Bäderstraße kommend in Richtung Gewerbegebiet unterwegs sind und dafür den Pakenser Altendeich queren müssen, haben Vorfahrt – und zwar vor den in den Kreisel einfahrenden Autos ebenso wie vor den ausfahrenden Verkehrsteilnehmern.
Zur Sicherheit trägt bei, wenn Autofahrer – wie vorgeschrieben – vor der Ausfahrt aus dem Kreisel blinken und damit anzeigen, dass sie den Kreisel verlassen wollen. Bei der Einfahrt hingegen ist das Setzen des Blinkers unzulässig.
Anmerkung:Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Serie oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Hooksiel (9. 2. 2026) – Die ü60-Tennispieler des FC Nordsee Hooksiel haben den Sprung ins Mittelfeld geschafft. Nach einem verkorksten Saisonstart gelang dem Team um Mannschaftsführer Reiner Meints am Sonntag in der Halle in Varel der zweite Sieg – ein deutliches 5:1 gegen den TV Varel. Mi 4:8 Punkten belegt man jetzt Platz vier in der Tabelle der Bezirksklasse. Eine Position, die man beim letzten Saisonspiel in zwei Wochen in Wardenburg festigen kann.
Beim Spiel in Varel kam den Hooksielern allerdings auch das Verletzungspech der Gegner zugute. Beim TV Varel konnten zwei der stärksten Spieler nicht antreten. Spitzenspieler Thomas Otte hatte in einem gutklassigen Spiel seinen Gegner jederzeit im Griff (6:2/6:0). Etwas enger war es bei Harald Fischer (6:1/7:5 an Position 2) und bei Helmut Petermann (6:4/6:3). Sein Einzel verlor lediglich Gerd Abeldt an Position 3, der sich seinem Gegner im dritten Satz geschlagen geben musste, nachdem er im Matchtiebreak schon deutlich geführt hatte (2:6:7:6, 8:10).
Die endgültige Entscheidung dann in den Doppeln. Otte/Abeldt (6:4/6:0) ließen ebenso wenig etwas anbrennen wie Fischer/Petermann (6:2/6:4).
Hooksiel (7. 2. 2026) – Die Seenotretter der Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind in der Nacht zu Sonntag für eine Frau mit einem medizinischen Notfall im Einsatz gewesen. Nördlich der Ostfriesischen Inseln holte der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ die Engländerin vom Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte sie nach Hooksiel, von wo aus sie in eine Spezialklinik gebracht wurden.
Auf hoher See übernahm die „Bernhard Gruben“ eine Patientin vom deutlich größeren Kreuzfahrtschiff „Poesia“ und brachte die Frau nach Hooksiel. Foto: DGzRS
Auf dem Weg von Southampton nach Hamburg war eine Passagierin des Kreuzfahrtschiffes plötzlich auf einem Auge erblindet. Der schnellstmögliche Transport in eine Spezialklinik war erforderlich. Hubschrauber konnten aufgrund der Temperaturverhältnisse wegen Vereisungsgefahr nicht fliegen.
Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte den Seenotrettungskreuzer. Die „Poesia“ befand sich zu diesem Zeitpunkt nördlich der Ostfriesischen Inseln. Während der Seenotrettungskreuzer unter Höchstgeschwindigkeit auslief, lief das Kreuzfahrtschiff ihm entgegen. Gegen 22.30 Uhr trafen sich die Schiffe nördlich von Langeoog.
Für das Revier relativ ruhige Seegangsbedingungen mit etwa einem Meter See ermöglichten die sichere Übergabe der Patientin von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff auf den 23 Meter langen Seenotrettungskreuzer.
Mit 24 Knoten Geschwindigkeit (knapp 45 km/h) lief der Seenotrettungskreuzer nach Hooksiel zurück. Gegen Mitternacht traf nahezu zeitgleich der angeforderte Rettungswagen im Hafen ein. Er brachte die Patientin in eine Spezialklinik.
Hooksiel (8. 2. 2026) – Das traditionelle „FCN Hafenfest“ steht vor dem Aus. Zumindest für 2026. Marina Doyen und Christian Doyen aus dem Vorstand des SC Wangerland haben am Wochenende einen letzten Aufruf auf den Weg gebracht, um doch noch Verstärkung für das Organisationsteam zu finden. Spätestens bis Ende Februar müssten sich danach noch ein paar Frauen und Männer melden, die Lust darauf haben, ehrenamtlich ein Fest für einen guten Zweck zu organisieren.
Christian Doyen (Mitte), der bislang unter anderem die Tombola für das „FCN Hafenfest“ organisiert hat, hofft, dass sich für das Organisationsteam des Volksfestes neue Mitstreiter finden. Archiv-Foto: hol
Die Krise kommt nicht ganz unerwartet. Seit über zehn Jahren managte das derzeitige Orga-Team das Fest am Alten Hafen in nahezu unveränderter Zusammensetzung. Mit Christian Doyen und Mirko Ortmanns hatten zwei Aktivposten nach dem Hafenfest 2025 ihren Rückzug angekündigt. Nach einer beruflichen Veränderung musste jetzt auch Vereins-Geschäftsführerin Marina Doyen passen. Ein erster Hilferuf im Herbst 2025 blieb ohne die erhoffte Resonanz.
Große Lücken im Orga-Team
Die personellen Ausfälle reißen große Lücken ins Orga-Team. Wer kümmert sich um die Tombola? Wer um die Cocktailbar? Wer besorgt Bands und Musik? Wer spricht mit der Gemeinde Wangerland, mit der Brauerei, mit den Schaustellern? Wer koordiniert den Aufbau des Festplatzes? Die verbliebenen Mitglieder des ursprünglich achtköpfigen Teams würden sich zwar weiter um ihre bisherigen Aufgaben wie etwa die Ausrichtung des Drachenboot-Rennens, die Organisation der Arbeitsdienste der Vereinsmitglieder sowie den Auf- und Abbau der Festmeile kümmern. Kapazitäten für Zusatzaufgaben haben sie aber nicht.
Drachenboot-Rennen im Alten Hafen von Hooskiel sind seit etlichen Jahren ein fester Programmpunkt der FCN Hafenfeste. Archiv-Foto: hol
„Selbstverständlich werden Neueinsteiger mit Rat und Tat unterstützt“, versichert Christian Doyen. Aber benötigt würden weniger Mitläufer, sondern Macher, die Lust haben, in den nächsten Jahren Verantwortung für die Gestaltung des FCN-Hafenfestes zu übernehmen. Gern auch mit neuen Ideen. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0172/1663370 oder per Email unter c.doyen@sc-wangerland.de zu melden.
Erlös für die Jugendarbeit
Das FCN Hafenfest wird seit Jahrzehnten jeweils von Freitag bis Sonntag am dritten August-Wochenende gefeiert. Die Großveranstaltung ist dabei weit mehr als ein Vereinsfest. Sie ist bislang ein fester Bestandteil des touristischen Jahreskalenders des Ortes gewesen. Lohn der Mühe: Da ein Großteil der Mitglieder des Sportvereins FC Nordsee Hooksiel das Fest durch ehrenamtliche Arbeit oder Spenden unterstützt haben, konnte jährlich ein stattlicher Überschuss erwirtschaftet werden, der vornehmlich der Jugendarbeit des Verein zugute kam.
Kein Zusammenhang besteht laut Christian Doyen zwischen dem drohenden Aus der Hafenfestes und der Verschmelzung des FCN Hooksiel mit den Nachbarvereinen Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zum SC Wangerland Ende vergangenen Jahres. „Als SCW haben wir uns ausdrücklich auf die Fahnen geschrieben, die Traditionen der Altvereine weiter zu pflegen“, so Doyen. „Schon in den vergangenen Jahren haben Kollegen aus Hohenkirchen und Tettens bei der Besetzung der Buden geholfen. Aber die Gesamtverantwortung für das Fest sollte schon in Hooksieler Hand liegen.“
Hooksiel (7. 2. 2025) – Wenn man von den Tücken auf Wegen und Straßen sowie den hohen Heizkosten einmal absieht, kann Winterwetter durchaus Spaß machen. Schneefiguren bauen, mit Schlitten Hügel herunter rutschen, Ski fahren. Sogar Eislauf und „Ganzjahres-Wasserski“ ist in Hooksiel möglich – zumindest wenn man Bernhard Köster folgt und alle behördlichen Warnungen in den eisigen Wind schlägt.
Die Behörden warnen nachdrücklich vor dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen. Die zugefrorenen Feuchtwiesen im Freizeitgelände eignen sich aber zumindest aus Sicht vieler Hooksieler bestens zum Eishockeyspielen. Foto: privat
Der Landkreis Friesland und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland jedenfalls warnen dringend vor den Gefahren, die vom Betreten zugefrorener Seen, Teiche und sonstiger Gewässer ausgehen. Derzeit seien kaum Eisflächen freigegeben und – auch gerade vor dem Hintergrund der leicht steigenden Temperaturen – sei deren Tragfähigkeit in der Regel nicht ausreichend. „Das Betreten solcher Flächen stellt eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar.“
Noch keine Freigaben
Eine sichere Eisdecke bilde sich erst nach längeren Perioden mit durchgängigen Minusgraden. Gegenwärtig würden unter anderem die Bodentemperaturen, Strömungen, Gasblasen, Zu- und Abflüsse sowie punktuelle Wärmequellen eine verlässliche Eisbildung noch verhindern, mahnen die Behörden und weisen darauf hin: „Eisflächen dürfen erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die zuständigen Städte und Gemeinden betreten werden.“
Bernhard Köster testet das Potenzial des Hooksieler Freizeitgeländes für Wintersportarten. Mit seinen Landlauf-Skiern hat er dabei sogar den Dietrichtsberg erklommen. Foto: privat
Bei stehenden Gewässern gilt eine Mindest-Eisdicke von etwa 15 Zentimetern als Voraussetzung für eine ausreichende Tragfähigkeit. Diese Bedingungen seien derzeit nicht erfüllt, so Landkreis und Polizei. Eltern werden gebeten, ihre Kinder ausdrücklich über die Gefahren aufzuklären und auf ein entsprechendes Verhalten hinzuwirken. Hundebesitzer sollten auf ihre Tiere achten. Auch sie können im Eis einbrechen.
Im Notfall 112 wählen
Wenn es dennoch zu gefährlichen Situationen kommt, sollten Betroffene den Notruf 112 wählen. „Rettungsmaßnahmen auf Eis sind äußerst gefährlich und sollten ausschließlich durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehr oder der DLRG durchgeführt werden, die über entsprechende Schutzausrüstung verfügen.“
Gefahrlos geschöfelt werden kann unterdessen unter anderem auf einer eigens von der Feuerwehr aufgespülten Eisfläche am Wangermeer in Hohenkirchen. Oder im Freizeitgelände in Hooksiel, wie der Wintersport erfahrene Hooksieler Bernhard Köster beteuert. Pünktlich mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Italien sei auch das Hooksieler Eisstadion „Die Kuhle“ zugefroren – ein Flachgewässer in dem weitgehend naturbelassenen Areal. In den vergangenen Tagen hätten sich dort zahlreiche Menschen getummelt, wären Schlittschuh gelaufen oder hätten Eishockey gespielt.
Viele Wintersportarten möglich
Köster weist schon seit Wochen dafür hin, dass Hooksiel bei der aktuellen Wetterlage Potenzial für eine ganze Reihe von Wintersportarten habe. Rodeln am Deich oder am Dietrichsberg etwa, Skispringen an der Jaderennbahn, Skilanglauf durchs Freizeitgelände und eben Eislaufen auf zugefrorenen, sehr flachen Feuchtgebieten. Als verwegen, wenn nicht gar als etwas verrückt, darf man wohl den Versuch von Köster aus der ablaufenden Woche bewerten, sich mit Skiern aufs Hooksmeer zu begeben. „Zumindest die ersten 15 Meter hat das Eis gehalten.“
Obwohl: Ältere Hooksieler werden sich daran erinnern, dass es noch bis in die 1990er Jahren durchaus Winter gab, in denen das Hooksmeer komplett zugefroren war. Derzeit aber dürfen die Bedingungen für sichere Schlittschuhfahrten vom Alten Hafen bis zur Wasserskianlage noch längst nicht gegeben sein.