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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

SPD ehrt Sven Ambrosy mit Willy-Brandt-Medaille

Friesland/Wangerland (28. 6. 2026) – Lena Gronewold bleibt Kreisvorsitzende der SPD Friesland. Auf dem Kreisparteitag am Samstag wurde die Amtsinhaberin mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch ihre StellvertreterInnen Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner wurden bestätig.

Frieslands SPD hat Landrat Sven Ambrosy (3. von links) die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Auf dem Bild (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, die wiedergewählte Kreisvorsitzende Lena Gronewold, MdB Siemtje Möller, der Landratskandidat Rolf Neuhaus und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner. Foto: SPD

Wiesner, auch Vorsitzender von Fraktion und Mehrheitsgruppe im Kreis, umriss die politischen Ziele: „Wir wollen den Menschen in Friesland den Rücken freihalten. Keine Moralpredigten oder erhobener Zeigefinger, sondern Politik, die im Alltag ankommt.“ Als Beispiele nannte er gute Bildung durch moderne Schulen, sichere Arbeitsplätze durch eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft, eine funktionsfähige Infrastruktur auf der Straße und im Netz und eine Gesundheitsversorgung, die auch in zehn Jahren noch trage.

Gronewold setzt auf Sieg

Gronewold steckte das Ziel für die Kommunalwahl am 13. September ab. „Wir wollen erneut stärkste Kraft in Friesland zu werden“, sagte die Vorsitzende. Ihre Kampfansage gegen Rechts: „Wir überlassen unser Land nicht den Feinden unserer Demokratie – und weichen keinen Zentimeter zurück. Wir stehen ein für unsere Demokratie, für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Friesland bleibt rot.

Über eine Auszeichnung durfte sich Sven Ambrosy freuen. Der langjährige Landrat, der im Herbst nicht wider für das Amt kandidiert, erhielt im Beisein der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller und Ministerpräsident Olaf Lies und der Kreisvorsitz die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Ehrung der SPD für besonderes Engagement. Lies betonte in seiner Laudatio den unermüdlichen und beispiellosen Einsatz Ambrosys und zeigte noch einmal auf, wie er sich seit Jahren mit Engagement, Überzeugung und Leidenschaft für den Landkreis einsetzt. 

Kreisvorstand neu gewählt

In den neuen Kreisvorstand der SPD gewählt wurden der Vorsitzenden Lena Gronewold und ihren Stellvertretern Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner Torsten Claaßen (Kassierer), Manfred Buss (stv. Kassierer), Janina Furchert (Schriftführerin), Jens Franzen (stv. Schriftführer), Thomas Elderts, Heino Janssen, Marianne Kaiser-Fuchs, Paul Lonzen, Ole Mattausch, Georg Ralle und Annika Ramke (alle Beisitzer) gwählt.

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Kostenlose Bustickets für alle Schüler ab der 5. Klasse

Friesland/Wangerland (27. 6. 2026) – Der Landkreis Friesland weist darauf hin, dass die Jugendtickets für das kommende Schuljahr von allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse neu beantragt werden müssen. Hintergrund ist, dass die hinterlegten Porträtfotos und Daten der Nutzerinnen und Nutzer teilweise veraltet sind. Um Verzögerungen bei der Ausstellung und Ausgabe zu vermeiden, sollten die Anträge bis Freitag, 31. Juli, online unter https://nol.is/lso gestellt werden.

Neue Anträge stellen

Die Aktualisierung der Fotos und Daten sei wichtig, um die Kontrollen in den Bussen zu erleichtern, Missverständnisse zu vermeiden und Missbrauch vorzubeugen. Die Ausgabe erfolge wie gewohnt zum Schuljahresbeginn und über die jeweilige Schule. „Da nicht alle Tickets gleichzeitig gedruckt und versendet werden können, kann das Verteilen bis Anfang September dauern“, teilt der Landkreis mit. Um einen reibungslosen Start in das neue Schuljahr 2026/2027 zu gewährleisten, würden die Busfahrer angewiesen, zunächst keine Kontrollen vorzunehmen.

Rückfragen können per E-Mail an schuelerbefoerderung@friesland.de gestellt werden. Alle Informationen zum Jugendticket sowie das Antragsformular stehen auf der Homepage des Landkreises zur Verfügung unter https://nol.is/lso. 

Fahrten auch in der Freizeit möglich

Mit dem Jugendticket ermöglicht der Landkreis Friesland (unterstützt durch das Land Niedersachsen) allen Schülerinnen und Schülern ab der 5. Klasse sowie Auszubildenden mit Wohnsitz in Friesland kostenfreie Fahrten im Bereich des Verkehrsverbundes Ems-Jade (VEJ). Dazu zählen die Landkreise Friesland, Wittmund, Aurich und Leer sowie die Städte Emden und Wilhelmshaven.

Das Ticket gilt an allen Tagen der Woche, einschließlich der Ferien, rund um die Uhr. Es kann also sowohl für den Weg zur Schule als auch für Fahrten in der Freizeit genutzt werden.

AWV pocht auf zügige Entscheidung über Krankenhaus-Standort

Wilhelmshaven/Friesland (26. 6. 2026) – Im 107. Jahr seines Bestehens hielt der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. gestern seine Mitgliederversammlung im Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven ab. Präsident Tom Nietiedt und Hauptgeschäftsführer Henning Wessels blicken auf das vergangene Verbandsjahr zurück, nahmen wichtige Weichenstellungen für die Zukunft in den Fokus und ordneten die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Jade Wirtschaftsregion ein. 

Sind zufrieden mit der Entwicklung des Arbeitgeber- und Wirtschaftsver Bandes Jade: (von links) Thomas Bruns (Vizepräsident), Henning Wessels (Hauptgeschäftsführer), Tom Nietiedt (Präsident), und Maximilian von Wedel (Vizepräsident) Foto: AWV Jade e.V.

Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Jade stehen im vierten Jahr der Rezession weiterhin vor erheblichen Herausforderungen – das spiegele sich auch in den Ergebnissen der diesjährigen Wirtschaftsumfrage. Nietiedt: „Die Stimmung in den Unternehmen hat sich eingetrübt.“ Deutlich gestiegene Kosten würden für zunehmenden Druck auf die Margen sorgen. Die Erwartungshaltung für die kommenden Monate sei überwiegt vorsichtig bis zurückhaltend. 

Verband fordert schlankere Verfahren

Der Präsident des AWV erneuerte die wichtigste Forderung der Unternehmen: Abbau von überbordender Bürokratie. Dabei gehe es nicht um die Abschaffung notwendiger Regeln, sondern um effizientere, schlankere Verfahren. 

In der Diskussion um die künftige Krankenhausstruktur werde deutlich, wie wichtig klare Entscheidungen und verlässliche Rahmenbedingungen auch auf kommunaler Ebene sind. „Die Entscheidung über den Standort des neuen Krankenhauses muss noch in diesem Sommer getroffen werden. Es darf nicht zu einem Verschiebebahnhof kommen – dafür ist die Bedeutung für die medizinische Versorgung und für den Standort insgesamt schlicht zu groß“, so Nietiedt.

426 Unternehmen

Im Anschluss berichteten Nietiedt und Wessels über die positive Entwicklung des Verbandes und die erfolgreiche Arbeit der Geschäftsstelle. Die Mitgliederzahl sei weiter gestiegen. Aktuell gehören dem Verband 426 Unternehmen an. 

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung waren dann die Nachwahlen des Vorstandes, Rechnungsprüfers und des Beirats. Die Mitgliederversammlung wählte Carsten Rinne (Sparkasse Leer/Wittmund) erneut in den Vorstand und übergab die Rolle des Rechnungsprüfers an Boris Behrens (Oldenburgische Landesbank). Darüber hinaus bestimmte die Mitgliederversammlung folgende neue Beiratsmitglieder: Philipp Brandstrup (Nordfrost), Jana Dumke-Waldschmidt (Ambulanter Pflegedienst Dumke), Tobias Gölz (Bio Pin), Jörn Henselmanns (Manitowoc Crane Group Germany), Sina Leuchte (TBD Technische Bau Dienstleistungen), Jasper Strauß (Kirchner Holding) sowie Frank Voßhoff (Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven). 

Im Anschluss an den förmlichen Teil der Versammlung fand eine schon traditionelle „Gesellige Fahrt in See“ statt. Rund 180 Gäste gingen am Helgolandkai an Bord der „MS Harle Kurier“, um bei einer gemeinsamen Rundfahrt den JadeWeserPort sowie das LNG-Terminal aus nächster Nähe zu erleben. 

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Polizei warnt vor tödlicher Hitze in Fahrzeugen

Friesland/Wangerland (26. 6. 2026) – Die Polizei warnt vor lebensgefährlichen Temperaturen in aufgeheizten Autos. Bereits nach wenigen Minuten könne sich der Innenraum eines in der Sonne abgestellten Fahrzeugs extrem aufheizen – selbst dann, wenn die Außentemperatur vergleichsweise moderat erscheint oder ein Fenster einen Spalt geöffnet ist.

Kinder und Tiere besonders gefährdet

„Bei den derzeit vorhergesagten sommerlichen Temperaturen können im Fahrzeuginneren innerhalb kurzer Zeit deutlich über 50 Grad Celsius erreicht werden“, mahnt die Polizei. Besonders gefährdet seien Kinder und Tiere. Ihre Körper könnten die Hitze deutlich schlechter regulieren als gesunde Erwachsene. „Bereits ein kurzer Aufenthalt in einem verschlossenen Fahrzeug kann zu Kreislaufversagen, Hitzschlag oder lebensbedrohlichen gesundheitlichen Schäden führen.“

Notfalls einen Notruf absetzen

Die Polizei appelliert an Eltern, Kinder niemals, auch nicht für wenige Minuten, allein in einem geparkten Fahrzeug zurückzulassen. Das gelte auch für Tiere. Autofahrer sollen ihr Fahrzeug möglichst im Schatten abstellen. Die Bitte der Ordnungshüter an die Allgemeinheit: „Sollten Sie ein Kind oder ein Tier in einem offensichtlich überhitzten Fahrzeug bemerken und eine akute Gefahr erkennen, verständigen Sie umgehend den Notruf.“

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CDU lädt zum Dorfrundgang durch Minsen/Förrien

Wangerland (26. 6. 2026) – Die CDU-Wangerland lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Dorfrundgang durchMinsen/Förrien ein. Start ist am Montag, 29. Juni, um 19.30 Uhr am Nationalparkhaus in Minsen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht Bürgermeisterkandidat Thies Fischer, der sich den Bürgern persönlich vorstellen und seine Ziele sowie Schwerpunkte für die Entwicklung des Wangerlandes präsentieren wird. Dabei möchte er mit den Teilnehmern ins Gespräch kommen, Anregungen aufnehmen und Fragen beantworten.

Neben Fischer werden auch einige Kandidatinnen und Kandidaten für künftigen den Rat der Gemeinde Wangerland anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Im Anschluss an den Rundgang lädt die CDU alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein bei Bratwurst und kühlen Getränken ein.

Managementplan für den Schutz von Rotschenkel und Kiebitz

Wangerland (26. 6. 2026) – Was ist ein „Managementplan“ und wie können Naturschutz und Landwirtschaft zusammenarbeiten, um den Vogelschutz zu fördern? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der Landkreis Friesland bei einem öffentlichen Informationsabend am Dienstag, 30. Juni, ab 19.30 Uhr im „Café Schild“ am Elisabethgroden im Wangerland. Alle Interessierten sind willkommen.

Vogelschutzgebiet

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises erarbeitet derzeit den „Managementplan“ für das Vogelschutzgebiet „V02 Wangerland binnendeichs“. Ein Managementplan ist eine naturschutzfachliche Planung, die Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung eines Schutzgebietes sowie seiner besonders schützenswerten Arten und Lebensräume beschreibt. Im Mittelpunkt stehen dabei die für das Gebiet besonders bedeutsamen Wiesenvogelarten wie Wiesenweihe, Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe. 

Rücksicht auf Küken und Gelege

Während des Informationsabends erläutern die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde die Ziele und Inhalte der Managementplanung. Sie erklären, was ein Managementplan ist, welchem Zweck er dient und welche Maßnahmen grundsätzlich infrage kommen. Dazu gehören beispielsweise eine angepasste Bewirtschaftung von Flächen sowie Maßnahmen zum Küken- und Gelegeschutz.

Im Anschluss haben die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Wo gibt es Fördermittel für Dörfer, Vereine und das Ehrenamt?

Jever/Wangerland (25. 6. 2026) – Wie können Dörfer, Vereine und ehrenamtlich Engagierte von Förderprogrammen profitieren? Welche Unterstützungsmöglichkeiten stehen Kommunen und Dorfgemeinschaften aktuell zur Verfügung? 

Diesen Fragen widmet sich eine Informations- und Austauschveranstaltung, zu der die Wangerländer CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen gemeinsam mit dem CDU-Kreisverband Friesland und Nikolaus Jansen vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems einlädt. Interessierte sind dazu für Montag, 29. Juni, ab 16 Uhr ins „Dörphuus“ in Sandelermöns willkommen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen sollen aktuelle Fördermöglichkeiten für Dörfer, Vereine und ehrenamtliches Engagement stehen. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit zum direkten Austausch mit den Teilnehmenden.

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Rollatortraining beim Senioren-Stützpunkt Friesland

Jever/Wangerland (25. 6. 2026) – Der Landkreis Friesland lädt für Dienstag, 30. Juni, von 14 bis 16 Uhr, zu einem Rollatortraining beim Senioren- und Pflegestützpunkt Friesland in Jever (Am Kirchplatz 19) ein. Ziel der Veranstaltung ist es, die sichere Nutzung des Rollators im Alltag und insbesondere im Straßenverkehr zu fördern.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und dem Senioren- und Pflegestützpunkt Friesland angeboten. Unter der Leitung von Anja Kienetz, Präventionsbeauftragte des Polizeikommissariats Jever, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle Hinweise zur richtigen Einstellung des Rollators, zum sicheren Überwinden von Hindernissen sowie zu wichtigen Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Nach einer theoretischen Einführung werden die Inhalte in der Praxis erprobt. Zusätzlich stehen Handreichungen und Broschüren zum Thema zur Verfügung.

Interessierte werden gebeten, sich bis Freitag, 26. Juni, anzumelden. Ansprechpartnerin ist Marina Kyaw vom Senioren- und Pflegestützpunkt Friesland, Tel. 04461/919 6042, E-Mail: . pflegestuetzpunkt@friesland.de

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Wasser sparen und Mülltonnen rechtzeitig an die Straße stellen

Hooksiel (24. 6. 2026) – Aufgrund der erwarteten hohen  Temperaturen und der damit verbundenen Hitzebelastung beginnt die Abfallabfuhr im Landkreis Friesland am Donnerstag und Freitag, 25./26. Juni, bereits ab 5 Uhr morgens. Die Abfallbehörde bittet die Bürger, ihre Abfallbehälter rechtzeitig bereitzustellen – idealerweise bereits am Vorabend. 

Insbesondere bei Hitze ist es besser, Pflanzen gezielt zu wässern und dafür die Abendstunden zu wählen. Foto: Michael Bahlow 

Mit der Vorverlegung der Abfuhrzeit sollen die Mitarbeiter der Abfallentsorgung vor hohen Temperaturen geschützt werden. Während die Fahrer von Seitenladern in klimatisierten Fahrzeugen arbeiten, sind die Besatzungen von Heckladern über weite Strecken im Freien tätig. 

Direkte Sonneneinstrahlung meiden

Der Landkreis Friesland bittet zudem alle Bürgerinnen und Bürger, während der Hitzewelle auf sich und andere zu achten, insbesondere ausreichend zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung meiden. Insbesondere  ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich beeinträchtigte Personen können durch die Hitze gesundheitlich belastet werden.

Der Oldenburgisch‑Ostfriesische Wasserverbands(OOWV) versichert unterdessen, dass der während der Hitzeperiode erfahrungsgemäß höhere Wasserbedarf gedeckt werden kann. „Viele Menschen duschen häufiger, bewässern ihre Gärten oder nutzen Wasser intensiver im Haushalt“, weiß man beim Verband, der darum bittet, besonders in den kommenden Tagen bewusst mit Wasser umzugehen, um die Infrastruktur zu entlasten und Ressourcen zu schonen.

Rasensprenger abschalten

„Wir haben genug Wasser für alle, wenn jeder sorgsam damit umgeht“, stellt Olaf Sonnenschein klar. Er ist Leiter der Betriebssteuerung des OOWV. „Engpässe lassen sich vermeiden, wenn vor allem auf die Bewässerung des Rasens mit Trinkwasser verzichtet wird.“ Hilfreich sei es auch, den Wasserverbrauch zu den Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu reduzieren und das Duschen oder Wäschewaschen beispielsweise auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Trinkflaschen auffüllen

Das Regionalportal „einfach‑heimat.de“ des OOWV mit der Initiative „Trinkwasser mobil“ bieten übrigens eine Möglichkeit, Menschen kostenlos mit Leitungswasser zu versorgen. Über 300 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und öffentliche Einrichtungen im Verbandsgebiet würden bereits als Trinkwasserstationen zur Verfügung stehen. „Dort können Menschen ihre Trinkflaschen kostenfrei auffüllen – ein praktischer Service an heißen Tagen und ein Beitrag zur Vermeidung von Einwegplastik.“

Teilnehmende Betriebe sind an einem Aufkleber erkennbar und auf einer digitalen Karte verzeichnet. Weitere Informationen für potenzielle Teilnehmer dazu gibt es unter der E-Mail-Adresse service@einfach-heimat.de.

Steht der Gemeinderat zum „Strandumbau Hooksiel“?

Hooksiel/Wangerland (23. 6. 2026) – Das Projekt „Strandumbau Hooksiel“ kommt in die entscheidende Phase. In der nächsten Sitzung des Rates der Gemeinde Wangerland am kommenden Dienstag, 30. Juni, ab 18 Uhr im Ratssaal in Hohenkirchen steht das Thema auf der Tagesordnung. Bevor die offizielle Planung beginnt und Anträge für Fördergelder gestellt werden können, muss die Gemeinde einen Grundsatzbeschluss fassen, dass sie zu dem laut Kostenschätzung 16 Millionen Euro teurem Vorhaben steht.

So könnte das Deckwerk verlaufen, das den Hooskieler Badestrand sichern soll. Grafik: Planungsbüro

Worum geht es? Der Hooksieler Badestrand am Strandhaus 1 ist in den vergangenen Jahrzehnten immer schmaler geworden. Sturmfluten und Strömung nagen am Strand, tragen Sand ab und gefährden inzwischen auch das Strandgebäude selbst. In dem von einer Vielzahl von Behörden und Verwaltungen unter Leitung des Hooksieler Ratsherren Dieter Schäfermeier entwickelten Projekt geht es im Kern darum, den Strand durch ein massives Betonbauwerk zu sichern. 

650 Meter langes Deckwerk

Eine Machbarkeitsstudie sieht ein etwa 650 Meter langes Deckwerk aus Schüttsteinen in Beton vor, das am Fuß durch eine Spundwand gesichert werden soll. Auf dem Deckwerk ist ein 4,5 Meter breiter Promenadenweg geplant. Drei zusätzlich in die Jade gesetzte Buhnen sollen weiteren Sandabtrag verhindern. 

In das Areal hinter dem Deckwerk werden rund 100.000 Kubikmeter Sand gespült werden. Hier könnten zum Beispiel Spiel- oder Veranstaltungsflächen entstehen. Ein wichtiger Punkt: Strand und Wasser sollen barrierefrei erreichbar sein.  Dafür ist eine Rampenanlage über den Hauptdeich und das Deckwerk vorgesehen.

Geld aus dem Kohlestrukturfonds

Finanziert werden soll das Projekt vornehmlich aus dem Kohlestrukturfonds des Bundes, durch den die Nachteile für die Region aus dem Ausstieg aus der Kohleverstromumg ausgeglichen werden sollen. Angestrebt wird eine maximale Förderquote von 90 Prozent. Zehn Prozent müsste die Gemeinde stemmen, gegebenenfalls auch mit Hilfe von Dritten wie dem Land Niedersachsen.

Vor dem Baubeginn stehen aber – neben dem Grundsatzbeschluss der Gemeinde – noch einige Hürden. So wird das NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserbau und Küstenschutz Nord) ein Planfeststellungsverfahren einleiten, in dem unter anderem in Modellen die Auswirkungen aufs Wattenmeer, auf Strömungen und Sandverschiebungen untersucht werden müssen.

Modelle zu den Auswirkungen

Allein diese Studien und Modelle dürften rund 500.000 Euro kosten, für die zunächst die Gemeinde als Antragstellerin gerade stehen muss. Falls das Projekt genehmig wird, können auch die im Rahmen der Planfeststellung anfallenden Untersuchungskosten über Fördergelder abgedeckt werden. Aber, so ein Risiko, das die Gemeindeverwaltung in der Beschlussvorlage für den Rat benennt: Wenn es am Ende keine Genehmigung gibt, gibt es auch kein Projekt und damit auch keine Projektförderung – die Gemeinde bliebe auf den Kosten für Modelle und Studien sitzen.

Verkauf der Rundinsel

Ob die Gemeinde dieses Risiko eingehen will, dürfte in der öffentlichen Ratssitzung diskutiert und entschieden werden. In weiteren Tagesordnungspunkten geht es unter anderem um die Bauleitplanung für Horumersiel, die Abschaffung der Wochenmarkt-Gebühren und die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen in Tettens.

Wichtigster Punkt im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung dürfte der geplante Verkauf der Rundinsel im Wangermeer in Hohenkirchen werden. Mit einem finalen Beschluss sollen die monatelangen Verhandlungen über die Vertragskonditionen mit Dieter Boll, Mitgesellschafter im „Wangerland-Ressort“, abgeschlossen werden. 

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