Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Kinder gehen auf Streifzug durch die Salzwiesen

Wangerland/Hooksiel (16. 7. 2026) – Wangerländer Kinder mit Ferienpass können die Ferien dazu nutzten, die Wunder der Natur vor ihrer Haustür zu erkunden. Das Künstlerhaus Hooksiel lädt zusammen mit dem Nationalparkhaus Minsen zu zwei Ausflügen in die Salzwiesen ein. Die Leitung der Führungen übernimmt Sylke Barkmann, Nationalparkführerin und Hobbyforografin.

Die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (am Dienstag, 4. August) beziehungsweise von 10 bis 14 Jahren (Mittwoch, 5. August) sind ausdrücklich aufgefordert, ein Smartphone oder eine Kamera mitzubringen, mit dem sie ihre Impressionen festhalten können. Zudem sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk ratsam.

Salzwiesen liegen am Rande des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer. Sie werden mal vom Wasser überspült und mal nicht. Die extremen Lebensbedingungen der dort anssäsisgen Pflanzen haben mit zur Verleihung des Titels „Weltnaturerbe“ beigetragen.

Die im Rahmen des „Kunstkarussells 2026“ angebotenen, etwa dreistündigen Exkursionen starten jeweils um 10 Uhr am Nationalparkhaus. Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 04463/235.

Finanzierung des Strandumbaus hängt am Kohlestrukturfonds

Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.

Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol

Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Promenade auf dem Bollwerk

Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.

Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.

Touristische Infrastruktur sichern

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.

„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.

Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“

Feucht- und Hygienetücher gehören nicht in die Toilette

Wangerland (15. 7. 2026) – Unappetitlich aussehende Klumpen kleben an der Pumpe, die der Ausleger des Spülfahrzeugs aus dem Schmutzwasserschacht zieht. Verfilzte Stränge hängen herunter, als das Gerät in die Höhe schwebt. „Kein Wunder, dass die Schmutzwasserpumpe nicht mehr reibungslos läuft“, sagt Sergei Schmidt, Fachkraft für Abwassertechnik beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

Zu zähen Strängen verdrehte Feuchttücher blockieren die Schmutzwasserpumpen und verursachen Störungen. Foto: OOWV

Regelmäßig müssen Kläranlagen-Teams ausrücken, um Pumpen zu reinigen und Störungen in der Abwasserentsorgung zu beseitigen. Häufige Ursache: Unrat und vor allem reißfeste Feucht- und Hygienetücher, die Menschen in der Toilette herunterspülen, verstopfen die Schmutzwasserpumpen.

Verstopfungen verursachen erhebliche Kosten

Verstopfungen durch Feuchttücher und andere Störstoffe verursachen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Manche Pumpwerke müssen OOWV-Mitarbeiter, teils unterstütz von Fremdfirmen, alle drei Monate statt geplant halbjährlich säubern. Es gibt Pumpwerke im OOWV-Verbandsgebiet, die sogar alle sechs Wochen gereinigt werden müssen. Selbst wenn die Pumpe noch läuft, verbraucht ein verdrecktes Gerät mehr Energie und hat einen deutlich höheren Verschleiß, sodass sie früher ausgetauscht werden muss. 

Die unsachgemäße Entsorgung von Feuchttüchern und anderem Müll hat auch Konsequenzen für die Allgemeinheit – und das nicht erst dann, wenn ein Pumpwerk durch die Verstopfung ausfällt und es zu einem Rückstau kommt. „Das Beseitigen der zähen Stränge in den Pumpen verursacht unnötige Kosten, die am Ende von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern mit den Abwassergebühren zu tragen sind“, erklärt Hubertus Weißer (OOWV). Schon zwei zusätzliche Reinigungen jährlich an einem einzelnen Pumpwerk belaufen sich inklusive Fahrzeugeinsatz, Mitarbeiterstunden, Entsorgungskosten und Pumpenverschleiß auf einen soliden vierstelligen Betrag. Hochgerechnet auf die Vielzahl der Pumpwerke kommt da einiges zusammen.

Problem erhöht die Abwassergebühren

Dabei ist die Lösung für das Problem einfach: Feucht- und Hygienetücher, die nicht aus Papier bestehen, gehören nicht in die Toilette. Sie müssen über den Hausmüll entsorgt werden, ebenso wie feuchtes Toilettenpapier, das aus Polyester-Viskose-Gemisch oder aus mit Kunstharz gefestigten Fasern besteht. „Diese Tücher sind Abfall – auch wenn auf der Verpackung etwas anderes steht“, so Weißer. Da sie sich nicht oder viel zu langsam im Wasser auflösen, verstopfen sie Rohre und Pumpen und verursachen Mehrarbeit und höhere Kosten. „Zusammen mit anderen Hygieneartikeln, Haaren und Fetten ergeben sich fast unlösbare Verbindungen, die nur mit Zangen oder Sägen zu entfernen sind.“

Geschieht so eine Rohrverstopfung auf privatem Grund, tragen Hauseigentümer beziehungsweise Mieter übrigens direkt die anfallenden Kosten – passiert es im öffentlichen Kanalnetz, zahlen sie über die Abwassergebühren mit.

Drachenkünstler erobern den Himmel über Schillig

Wangerland/Schillig (14. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelt sich der Himmel über der Nordsee in ein buntes Schauspiel aus Formen, Farben und fantasievollen Figuren. Der Grund: Von Freitag bi Sonntag, 17. bis 19. Juli, findet am Strand von Schillig das 19. Internationale Drachenfest statt. 

Ein Himmel voller Drachen. Darauf dürfen sich de Besucher des Internationalen Drachenfestes in Schillig freuen. Archiv-Foto: hol

Hunderte von Drachen steigen in die Luft und sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis in maritimer Kulisse. Internationale und nationale Drachenkünstler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Flugobjekte.

Ein Höhepunkt ist am Samstagabend die spektakuläre Nachtflugshow mit Feuereffekten, bei der leuchtende Drachen und Lichtelemente den Abendhimmel in Szene setzen. Darüber hinaus lädt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zum Mitmachen und Entdecken ein. Für Kinder gibt es unter anderem eine „Flightschool“, in der erste Flugversuche und kleine Tricks erlernt werden können, sowie die Möglichkeit, eigene Drachen zu gestalten und direkt vor Ort steigen zu lassen.

Neben dem farbenfrohen Treiben am Himmel bietet das Drachenfest ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein. Gastronomie- und Verkaufsstände sorgen für das leibliche Wohl und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen oder in aller Ruhe durch das vielfältige Angebot an handgefertigten Produkten und Drachenaccessoires zu störbern.

Kreiswahlleiter lässt Verfassungstreue von Sichert prüfen

Friesland (14. 7. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) hält die laufende Prüfung seiner Verfassungstreue durch das niedersächsische Innenministerium für paradox. „Derzeit bin ich auf Einladung der US-Regierung in Washington und führe dort als Vertreter des deutschen Parlaments zahlreiche Gespräche mit Regierungs- und Parlamentsvertretern“, schreibt Sichert in einer Presseerklärung. „.Gleichzeitig wird in meinem eigenen Wahlkreis meine Verfassungstreue angezweifelt, weil ich von der AfD als Kandidat nominiert wurde.“

Sichert (Foto) kandidiert für die vom Verfassungsschutz in Niedersachsen als rechtsextrem eingestufte AfD bei der Kommunalwahl am 13. September für das Amt des Landrates im Landkreis Friesland. Offenbar hegt die Kreiswahlleitung Zweifel daran, ob er auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und hat Anhaltspunkte dafür an die Kommunalaufsicht weitergeleitet.

Das Niedersächsische Kommunalwahlgesetz (NKWG) sieht entsprechende Überprüfungen bei potenziellen künftigen Wahlbeamten vor. Bei Bedarf kann die Kommunalaufsicht für ihre Bewertung von Kandidaten Rücksprache mit dem Verfassungsschutz halten. Sichert, der 2022 seinen Wohnsitz aus privaten Gründen aus Bayern nach Friesland verlegt hat, ist sei 2024 Vorsitzender des AfD-Verbandes Friesland-Wittmund.

„Sollte ich tatsächlich nicht als Landratskandidat zugelassen werden, werde ich gegen diesen undemokratischen Ausschluss klagen“, kündigt Sichert an. „Meine Nicht-Zulassung wäre reine Willkür, um die derzeit größte deutsche Partei zu schwächen.“ Der AfD-Bewerber sieht die Überprüfung als Schikane und als einen Beleg dafür, dass SPD, Grüne und CDU Angst vor einem AfD-Landrat haben. 

Land saniert Straßen in Friesland – aber nicht die L 812

Jever/Wangerland (12. 7. 2026) – Bis 2029 will das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investieren. Das Geld für die Sanierung stamme neben Landesmitteln auch aus dem Sondervermögen des Bundes, so die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland). Davon würden auch mehrere Straßen im Landkreis Friesland profitieren. „Geplant sind Sanierungen der L 815 zwischen Sande und Schortens (2026), Neuenburg und Zetel (2027) sowie Blauhand und Sande (2028).“ 

Die Landesstraße 812 zwischen Jever und Hohenkirchen, ebenfalls in sanierungsbedürftigem Zustand, werde aber nicht berücksichtigt, bedauert die Abgeordnete. „Bereits im Vorfeld der nun angekündigten großen Sanierungsvorhaben hatte ich deswegen eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt, da ich mehrfach auf den Zustand der Strecke angesprochen wurde“, so Jensen. „Ich begrüße ausdrücklich, dass kräftig in unsere Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Dennoch bedauere ich, dass die L 812 nicht dabei ist.“

Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums liegen an der L 812 keine außergewöhnlichen witterungsbedingten Schäden vor. Lediglich in einem rund einen Kilometer langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt Waddewarden werden punktuell zu sanierende Bereiche genannt. 

Positiv sei aus Sicht der CDU-Abgeordneten auch, dass die Landesregierung für die Kreisstraße 87 zwischen Oldorf und Poggenburg eine Deckenerneuerung vorbereitet. Nach Angaben des Landes befindet sich dieser Abschnitt in einem deutlich schlechteren Zustand als die Landesstraße 812. Derzeit werde eine Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet. 

Konzept für Medizinisches Versorgungszentrum in Varel steht

Friesland/Varel (12. 7. 2026) – Im Streit um die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Varel zeichnet sich eine Lösung ab. Nach der geplanten Schließung des St.-Johannes-Hospitals soll ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) etabliert werden. Wie der Landkreis Friesland mitteilt, stehen jetzt die Strukturen für das künftige Gesundheitszentrum. Mit der Gründung der neuen MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH sei die Versorgung am Standort des St. Johannes-Hospitals langfristig gesichert. 

Kassenarzt-Sitze übertragen

Der Kreisausschuss sowie der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Friesland-Kliniken haben danach dem Verkauf der MVZ-Betriebe Chirurgie mit einem Kassenarzt-Sitz (KV-Sitz), Pädiatrie (ein KV-Sitz) und Gynäkologie (ein KV-Sitz) von den Friesland Kliniken gGmbH in die neue MVZ Gesundheitszentrum Varel GmbH zugestimmt. Gesellschafter des MVZ sind die Stadt Varel sowie die beiden Vareler Ärzte Dr. Tim Brinkmann und Dr. Arne Richter. Die Geschäftsführung solle die Medoplan GmbH (Hameln) übernehmen, die Expertise in der Organisation von MVZ habe.Der Kaufvertrag sei von den beiden Geschäftsführenden Petra Hohmann (Friesland Kliniken) und Tammo Horn (medoplan GmbH) unterzeichnet worden.

Unabhängig davon ist nach der Mitteilung des Landkreises der Gesundheitscampus Varel geplant, in dem auch das Ambulante Operationszentrum (AOZ) sowie die Frauenklinik angesiedelt werden sollen. Der Gesundheitscampus mit AOZ und Frauenklinik sowie MVZ ist als zentraler Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Landkreis vorgesehen.

Gesundheitsvorsorge für den Südkreis

„Unser Ziel ist es, tragfähige und finanzierbare Modelle zur Sicherung der regionalen medizinischen Versorgung vor Ort zu etablieren, um den Menschen eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung vor Ort zu bieten“, betont Landrat Sven Ambrosy, der als Motor der der neuen Versorgungsstruktur gilt. Auch aus Sicht von Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner stärke das Konzept die Bemühungen für den Erhalt und den Ausbau der Versorgung in Varel. „Alle müssen jetzt den eingeschlagenen Weg aktiv beschreiten und das Angebot nutzen, damit es insgesamt mit Leben gefüllt wird“.

Petra Hohmann betont, dass die Zukunftsfähigkeit nur mit einer erhöhten Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig hoher medizinischer Versorgungsqualität gesichert werden könne. Dafür seien jetzt die Strukturen geschaffen worden.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Verfassungstreue von AfD-Kandidaten auf dem Prüfstand

Friesland (12. 7. 2026) – Um das Amt des Landrats des Landkreises Friesland bewerben sich vier Kandidatinnen und Kandidaten. Ob die Wählerinnen und Wähler am 13. September dann tatsächlich die Auswahl zwischen vier Bewerberinnen und Bewerbern haben werden, ist noch offen. Zumindest bis zum 21. Juli. Dann entscheidet der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge.

Zur Wahl vorgeschlagen worden sind von der SPD Rolf Neuhaus, von der FDP Sibylle Raquet, von „Die Partei“ Ole Möller und von der AfD Martin Sichert. Rolf Neuhaus wird zudem von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt, Sibylle Raquet von der CDU.

Wahlvorschläge für Mitglieder des künftigen Kreistages können übrigens noch bis zum 20. Juli eingereicht werden. Der Grund für die unterschiedlichen Fristen: Landrätinnen und Landräte sind, anders als „einfache“ KreistagsmitgliederWahlbeamte. Bei den Bewerbern um einen Posten als Hauptverwaltungsbeamter wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten.

Gespannt sein darf man auf die Prüfung der AfD-Bewerber. Die AfD ist einerseits eine zugelassene Partei. Andererseits stuft der Verfassungsschutz des Landesverband Niedersachen als rechtsextrem ein.

So hat etwa die Stadtverwaltung in Wilhelmshaven bereits betätigt, dass man die Verfassungstreue des Oberbürgermeister-Kandidaten der AfD, dem Landtagsabgeordneten, Thorsten Moriße durch das Innenministerium überprüfen lassen werde. Ob der Landkreis Friesland ähnlich Zweifel gegen die AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert hegt, ist unklar. Eine Überprüfung könnte aber auch unabhängig von einem konkreten Verdachtsmoment erfolgen.

Verkauf perfekt: Rundinsel soll Attraktion mit Strahlkraft werden

Wangerland (10. 7. 2026) – Der Verkauf der Rundinsel im Wangermeer ist perfekt.  Mit der notariellen Beurkundung haben Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und Unternehmer Dirk Boll den Kaufvertrag für die Rundinsel im Wangermeer am Rande von Hohenkirchen unterzeichnet. Damit ist der Verkauf offiziell abgeschlossen. Szlezak sprach von einem „entscheidenden Meilenstein“, auf den Politik und Verwaltung über viele Jahre hingearbeitet hätten.

Die Rundinsel im Wangermeer soll zu einer Erlebnis- und Abendteuerinsel entwickelt werden. Foto: Gemeinde

Mehr als zehn Jahre lang wurde nach einer tragfähigen Zukunftsperspektive für die Rundinsel gesucht. Unterschiedlichste Ideen wurden entwickelt, Konzepte diskutiert und Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. Unter anderem war die Urkunde schon einmal fast verkauft. Dann aber kam der potenzielle Investor in wirtschaftliche Schwierigkeiten und zog sich wieder zurück.

Langer Weg bis zum Verkauf

In einer neuerlichen Bewerbungsrunde hatte sich der Unternehmer und Touristiker Dirk Boll durchgesetzt, der in Hohenkirchen bereits als Geschäftsführer des „Wangerland Resorts“ engagiert ist. Er will die Rundinsel um künstlich geschaffenen Wangermeer zu einer hochwertigen Abenteuer- und Erlebnisinsel entwickeln, die Familien, Tagesgästen und Urlaubern außergewöhnliche Erlebnisse bieten und das Angebot des Hotels und Freizeitparks „Wangerland Resorts“ ergänzen soll. Gemeinde und Boll erwarten von dieser Verbindung wertvolle Synergien für den Tourismus und neue Impulse für die gesamte Region. 

Bürgermeister Mario Szlezak und Unternehmer Dirk Boll haben heute den Kaufvertrag für die Rundinsel unterzeichnet. Foto: Gemeinde

Die Insel solle mit Augenmaß entwickelt werden. Eine massive, flächendeckende Bebauung der Insel sei nicht geplant. Der Gemeinderat hatte dem Verkauf bereits in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Mit der notariellen Beurkundung soll jetzt die konkrete Planung beginnen. Unmittelbar nach der Sommerpause werde der Fachausschuss den Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung beraten, hieß es. 

Grundstein für Projekt gelegt

„Viele Menschen haben sich Gedanken über die Zukunft der Rundinsel gemacht, zahlreiche Ideen wurden entwickelt und unterschiedlichste Konzepte diskutiert“, so Szlezak. „Heute können wir sagen: Wir haben einen starken Partner gefunden und den Grundstein für ein Projekt gelegt, das das Wangerland nachhaltig prägen kann.“ Die geplante Abenteuer- und Erlebnisinsel werde eine Strahlkraft weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus entwickeln. „Davon werden nicht nur unsere Gäste profitieren, sondern auch unsere heimische Wirtschaft, unsere Gastronomie, unsere Beherbergungsbetriebe und viele weitere Unternehmen im Wangerland.“

Die Rundinsel biete eine einmalige Chance, etwas Besonderes für das Wangerland zu schaffen, sagte Boll bei der Unterzeichnung. „Unser Ziel ist es, einen Ort zu entwickeln, an dem Familien, Urlauber und Tagesgäste unvergessliche Erlebnisse sammeln können. Die Abenteuer- und Erlebnisinsel soll begeistern, überraschen und Menschen jeden Alters ansprechen.“

Geplant sei ein abwechslungsreiches Angebot mit Erlebnis- und Abenteuerattraktionen, Spiel- und Aufenthaltsbereichen sowie einzelnen Übernachtungsmöglichkeiten. „Uns geht es darum, die Insel mit Leben zu füllen und ein Ausflugsziel zu schaffen, das Menschen immer wieder gerne besuchen. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass sich das Projekt harmonisch in die Landschaft einfügt und den besonderen Charakter des Wangermeeres bewahrt.“

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Achtsamkeit, Bewegung und Erleben der Natur

Horumersiel/Schillig (10. 7. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH weist auf zwei neue Angebote im sommerlichen Aktivprogramm hin. Ab dem 20. Juli stehen dabei in Horumersiel und Schillig Bewegung, Achtsamkeit und das Erleben der Natur im Mittelpunkt. 

Kinder dürfen sich in Schillig auf eine kreative Ferienwoche mit Yoga, Bewegung und Naturerlebnisse freuen. Von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 12 Uhr, stehen Yogaeinheiten am Strand, Musik- und Rhythmusspiele sowie kreative Bastelaktionen auf dem Programm. Dabei sollen Beweglichkeit, Fantasie und Achtsamkeit gleichermaßen gefördert werden. 

Am Grünstrand in Horumersiel können Interessiere ab dem 3. August von Montag bis Samstag, jeweils von 9 bis 10 Uhr die Qigong-Formen „Daoyin Yangsheng Gong“ erproben. Dabei geht es darum, fließende Bewegungen, Atmung und geistige Konzentration zu vereinen. Die Kursleitung übernimmt Ewald Reginek, Trainer für Taijiquan und Qigong. Die Teilnahme ist an einzelnen Tagen, aber auch die gesamte Woche über möglich. 

Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Diese ist online unter wangerland.de sowie in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel möglich.