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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Wangerland bekundet Solidarität mit heimischen Fischern

Wangerland (21. 7. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bekundet „uneingeschränkte Solidarität mit den heimischen Fischereibetrieben aus Hooksiel und Horumersiel“. Der Verwaltungsausschuss hat sich gestern der Resolution des Landkreises Friesland für den Erhalt der heimischen Küstenfischerei angeschlossen. Die geplanten weiteren fischereifreien Schutzgebiete dürfen nicht dazu führen, dass traditionsreiche Familienbetriebe ihre wirtschaftliche Existenz verlieren.

Der Verkauf von fangfrischen Krabben in den Häfen im Wangerland gehört seit Jahrzehnten zur regionalen Kultur. Archiv-Foto: Klaus Schreiber

„Die Küstenfischerei ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist Teil unserer Geschichte, unserer Identität und prägt seit Generationen unsere Häfen, unsere Küstenorte und das Gesicht des Wangerlandes. Unsere Fischer leisten seit Generationen einen unverzichtbaren Beitrag für das Wangerland. Sie sichern Arbeitsplätze, schaffen regionale Wertschöpfung und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tourismus“, stellt Bürgermeister Mario Szlezak fest. „Wer den Fischern ihre traditionellen Fanggründe nimmt, nimmt vielen Familien ihre wirtschaftliche Grundlage und gefährdet ein Stück norddeutscher Kultur.“

Keine Gegner des Naturschutzes

Die Gemeinde Wangerland bekenne sich ausdrücklich zum Schutz des Wattenmeeres und zur Verantwortung für den Natur und Meeresschutz. Gleichzeitig macht der Ausschuss aber deutlich, dass Naturschutz und nachhaltige Küstenfischerei keine Gegensätze sein dürften. „Unsere Fischer sind keine Gegner des Naturschutzes. Im Gegenteil. Sie leben seit Generationen mit und von der Natur und haben ein eigenes Interesse an einem gesunden Wattenmeer.“ 

„Für das Wangerland ist die Sache eindeutig: Wir stehen an der Seite unserer heimischen Fischer. Sie dürfen nicht die Leidtragenden einer Politik werden, die die Realität an unserer Küste aus dem Blick verliert“, so Szlezak.

Land bekräftigt Vorschlag

Grundlage der heiligen Gesprächsrunde im Fischereidialog war eine Karte mit den ausgewählten Gebietsvorschlägen für künftige fischereifreie Zonen in der Nordsee, die das niedersächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium heute mit Vertretern der teilnehmenden Verbände und Organisationen erörtert hat. Hintergrund sind Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, die umzusetzen sind.

Wie die Ministerien nach dem Gespräch ankündigten, werde man erneut „geringfügige Anpassungen“ vornehmen, um die Belange sowohl der Fischerei als auch des Meeresnaturschutzes noch besser zu berücksichtigen. Beispielsweise sollen Vorschläge im Bereich der Vogelinsel Mellum geprüft werden, die von Krabbenfischern und Umweltverbänden gemeinsam vorgeschlagen worden seien.

Umwelthilfe droht mit Klage

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Vorfeld des heutigen Fischereidialogs zwischen Landesbehörden, Fischernsowie Umweltverbände  gefordert, die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im Wattenmeer grundsätzlich zu untersagen. Die Vorschläge, diese Form der Fischerei nur in zehn Prozent des Nationalparks auszuschließen, würden nicht weit genug gegen.

Zu den vorgeschlagenen Gebieten gehören auch Fischgründe unmittelbar vor der Küste des Wangerlandes. Da die Wangerländer Fischer mit ihren kleinen Booten keine anderen Fanggebiete erreichen können, gefährdet der Vorschlag ihre Existenz. Für den Fall, dass die negativen Folgen der Krabbenfischerei nicht ausgeschlossen würden, kündigt die DUH an, den Klageweg beschreiten zu wollen.

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„Friesenfestival“ mit viel Musik und Crossläufen durchs Watt

Wangerland/Schillig (21. 7. 2926) – Am kommenden Wochenende, vom 24. bis 26. Juli, verwandelt sich der Strand von Schillig in ein Festivalgelände. Das „Friesenfestival“ lädt Einheimische und Gäste zu einem Wochenende mit Meerblick, Livemusik und kulinarischer Vielfalt ein.

Von Shantys bis Ed Sheeran

Am Freitag eröffnen der Shantycor Likedeeler, Die Ungesteckerten 3, Brass von Monte Disco und die Hitfluencer das Festivalwochenende mit maritimer Stimmung und tanzbaren Rhythmen. Der Samstag steht im Zeichen von Bühnenshows: Ed Sheeran Tribute, Adenalin und die Kultband BIG Maggas sorgen gemeinsam mit DJ Flöcki bis in den Abend für musikalische Vielfalt. Am Sonntag klingt das Festival mit dem Auftritt von De Platters, der Band Honeybird, einer Kinderdisco und der traditionellen Neptun-Taufe aus.

Aussteller und Food‑Stände sorgen für regionale Leckereien, handwerkliche Produkte und gesellige Momente. Die DLRG Wangerland gestaltet am Sonntag ein Kinderprogramm mit Drachenbemalen, Kinderschminken und spielerischen Aktionen am Strand.

Friesencross für alle Lauffreunde

Parallel dazu erwartet sportlich Aktive am Samstag der „21. Friesencross“, ein Lauf durch Sand, Wiesen und das Weltnaturerbe Wattenmeer. 
Laufbegeisterte, Naturfreunde und Familien können gemeinsam die Dynamik der Nordseeküste zu erleben. Beginnend am Strand führen die Strecken durch Sand, Dünen, Wiesen und zum Teil über den schlickigen Meeresboden.

Es gibt Wettbewerbe für verschiedenste Alters- und Leistungsgruppen. Für die Jüngsten werden Bambini-, U10- und U16-Läufe angeboten. Erwachsene können sich beim 5‑Kilometer-Strandlauf, beim 5‑Kilometer‑Walking oder beim 10‑Kilometer‑Strand‑ und Wattlauf messen. Hoch- und Niedrigwasserphasen machen den Lauf zusätzlich besonders und verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter.

Anmeldungen für alle Laufkategorien sind online unter wangerland.de/friesencross möglich. Weitere Informationen, Startzeiten und Teilnahmebedingungen sind dort ebenfalls abrufbar.



Wangerland Touristik Thalassa
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Zeugen gesucht: Schlauchboot am Wangermeer gestohlen

Wangerland (20. 7. 2026) – Unbekannte haben am Wangermeer in Hohenkirchen ein Schlauchboot gestohlen. Nach Mitteilung der Polizei muss sich der Einbruchdiebstahl in der Zeit von Donnerstag, 16. Juli, 18 Uhr, bis Freitag, 17. Juli, 10.30 Uhr, zugetragen haben. 

Die Täter öffneten am Tatort mehrere Verschlüsse einer Sichtplane, die als Fenster- und Seitenwand eines Betriebs- und Aufenthaltsgebäudes für Wassersport dient. Durch diese Öffnung hätte sie sich Zutritt zum Innenraum des Gebäudes verschafft und zwei schwarz-blaue Paddel entwendet. Zudem hätten sie ein auf dem Außengelände abgestelltes, weiß-graues Schlauchboot der Marke Suzumar gestohlen.

Die Polizei bittet Zeugen, die im relevanten Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge am Wangermeer beobachtet haben oder Angaben zum Verbleib des auffälligen weiß-grauen Schlauchbootes machen können, sich mit der Polizei in Jever unter der Rufnummer 04461/74490 in Verbindung zu setzen.

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Köche laden ins Watt: Schollenbraten als Gourmeterlebnis

Schillig/Hooksiel (17. 7. 2026) – Ebbe und Flut kann man vorhersagen. Mit dem Wetter ist das schon ein wenig schwieriger. Aber noch die „Seesterne“ zuversichtlich, dass die geplanten Termine für das diesjährige Schollenbraten im Watt gehalten werden können. 

Ein echtes Erlebnis für Einheimische und Gäste: Das „Schollenbraten im Watt“ der Seesterne-Gastronomen. Foto: Seesterne

Am kommenden Montag, 20. Juli, bauen die Gastronomen ihre Stände am Strand von Schillig auf. Niedrigwasser ist für 11.38 Uhr vorhergesagt. Der Verkauf soll um 11 Uhr starten. Ähnlich ist das Zeitfester für die zweite Auflage des maritimen Speisefestes am Mittwoch, 5. August, am Strand von Hooksiel. Niedrigwasser um 11.36 Uhr, geplanter Verkaufsbeginn um 11 Uhr.

Abhängig von den Gezeiten

„Schollenbraten im Watt“ ist längst zu einer Marke fürs Wangerland geworden. Tausende Menschen, Einheimische und Gäste, sind in den vergangenen Jahren jeweils an die Strände und ins Watt gezogen, um sich mit dem frisch gebratenen Schollen plus Beilagen zu versorgen. Ein echtes Gourmeterlebnis. 

Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants, ein Zusammenschluss von Gastronomiebetrieben aus dem Wangerland, ist die Aktion Teil ihrer Qualitätsoffensive. Dabei ist ihr Aufwand erheblich:  Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut. 

Frische als Markenzeichen

Die Köche aus den Kooperationsbetrieben werden dann mit hochgekrempelten Kochhosen barfuss im Watt stehend frische Schollenfilets braten und dazu leckeren Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße anbieten. „Noch frischer kann man wohl Fisch nicht zubereiten“, sind sich die Seesterne-Sprecher Mario Krar („Leuchtfeuer“) und Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“) sicher. 

Zeitlich beschränkt wird die Veranstaltung durch die Gezeiten. Mit auflaufendem Wasser am Nachmittag müssen das letzte Schollenfilet gegessen, die Kochstellen, Zelte, Tische, Bänke und anderen Utensilien aus dem Watt verschwunden sein. 

Für den Fall, dass das Wetter wider Erwarten doch schlecht werden sollte, behalten sich die Veranstalter vor, die Veranstaltung abzusagen.

Kinder gehen auf Streifzug durch die Salzwiesen

Wangerland/Hooksiel (16. 7. 2026) – Wangerländer Kinder mit Ferienpass können die Ferien dazu nutzten, die Wunder der Natur vor ihrer Haustür zu erkunden. Das Künstlerhaus Hooksiel lädt zusammen mit dem Nationalparkhaus Minsen zu zwei Ausflügen in die Salzwiesen ein. Die Leitung der Führungen übernimmt Sylke Barkmann, Nationalparkführerin und Hobbyforografin.

Die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (am Dienstag, 4. August) beziehungsweise von 10 bis 14 Jahren (Mittwoch, 5. August) sind ausdrücklich aufgefordert, ein Smartphone oder eine Kamera mitzubringen, mit dem sie ihre Impressionen festhalten können. Zudem sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk ratsam.

Salzwiesen liegen am Rande des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer. Sie werden mal vom Wasser überspült und mal nicht. Die extremen Lebensbedingungen der dort anssäsisgen Pflanzen haben mit zur Verleihung des Titels „Weltnaturerbe“ beigetragen.

Die im Rahmen des „Kunstkarussells 2026“ angebotenen, etwa dreistündigen Exkursionen starten jeweils um 10 Uhr am Nationalparkhaus. Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 04463/235.

Finanzierung des Strandumbaus hängt am Kohlestrukturfonds

Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.

Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol

Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.

Promenade auf dem Bollwerk

Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.

Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.

Touristische Infrastruktur sichern

Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.

„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.

Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“

Feucht- und Hygienetücher gehören nicht in die Toilette

Wangerland (15. 7. 2026) – Unappetitlich aussehende Klumpen kleben an der Pumpe, die der Ausleger des Spülfahrzeugs aus dem Schmutzwasserschacht zieht. Verfilzte Stränge hängen herunter, als das Gerät in die Höhe schwebt. „Kein Wunder, dass die Schmutzwasserpumpe nicht mehr reibungslos läuft“, sagt Sergei Schmidt, Fachkraft für Abwassertechnik beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

Zu zähen Strängen verdrehte Feuchttücher blockieren die Schmutzwasserpumpen und verursachen Störungen. Foto: OOWV

Regelmäßig müssen Kläranlagen-Teams ausrücken, um Pumpen zu reinigen und Störungen in der Abwasserentsorgung zu beseitigen. Häufige Ursache: Unrat und vor allem reißfeste Feucht- und Hygienetücher, die Menschen in der Toilette herunterspülen, verstopfen die Schmutzwasserpumpen.

Verstopfungen verursachen erhebliche Kosten

Verstopfungen durch Feuchttücher und andere Störstoffe verursachen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Manche Pumpwerke müssen OOWV-Mitarbeiter, teils unterstütz von Fremdfirmen, alle drei Monate statt geplant halbjährlich säubern. Es gibt Pumpwerke im OOWV-Verbandsgebiet, die sogar alle sechs Wochen gereinigt werden müssen. Selbst wenn die Pumpe noch läuft, verbraucht ein verdrecktes Gerät mehr Energie und hat einen deutlich höheren Verschleiß, sodass sie früher ausgetauscht werden muss. 

Die unsachgemäße Entsorgung von Feuchttüchern und anderem Müll hat auch Konsequenzen für die Allgemeinheit – und das nicht erst dann, wenn ein Pumpwerk durch die Verstopfung ausfällt und es zu einem Rückstau kommt. „Das Beseitigen der zähen Stränge in den Pumpen verursacht unnötige Kosten, die am Ende von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern mit den Abwassergebühren zu tragen sind“, erklärt Hubertus Weißer (OOWV). Schon zwei zusätzliche Reinigungen jährlich an einem einzelnen Pumpwerk belaufen sich inklusive Fahrzeugeinsatz, Mitarbeiterstunden, Entsorgungskosten und Pumpenverschleiß auf einen soliden vierstelligen Betrag. Hochgerechnet auf die Vielzahl der Pumpwerke kommt da einiges zusammen.

Problem erhöht die Abwassergebühren

Dabei ist die Lösung für das Problem einfach: Feucht- und Hygienetücher, die nicht aus Papier bestehen, gehören nicht in die Toilette. Sie müssen über den Hausmüll entsorgt werden, ebenso wie feuchtes Toilettenpapier, das aus Polyester-Viskose-Gemisch oder aus mit Kunstharz gefestigten Fasern besteht. „Diese Tücher sind Abfall – auch wenn auf der Verpackung etwas anderes steht“, so Weißer. Da sie sich nicht oder viel zu langsam im Wasser auflösen, verstopfen sie Rohre und Pumpen und verursachen Mehrarbeit und höhere Kosten. „Zusammen mit anderen Hygieneartikeln, Haaren und Fetten ergeben sich fast unlösbare Verbindungen, die nur mit Zangen oder Sägen zu entfernen sind.“

Geschieht so eine Rohrverstopfung auf privatem Grund, tragen Hauseigentümer beziehungsweise Mieter übrigens direkt die anfallenden Kosten – passiert es im öffentlichen Kanalnetz, zahlen sie über die Abwassergebühren mit.

Drachenkünstler erobern den Himmel über Schillig

Wangerland/Schillig (14. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelt sich der Himmel über der Nordsee in ein buntes Schauspiel aus Formen, Farben und fantasievollen Figuren. Der Grund: Von Freitag bi Sonntag, 17. bis 19. Juli, findet am Strand von Schillig das 19. Internationale Drachenfest statt. 

Ein Himmel voller Drachen. Darauf dürfen sich de Besucher des Internationalen Drachenfestes in Schillig freuen. Archiv-Foto: hol

Hunderte von Drachen steigen in die Luft und sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis in maritimer Kulisse. Internationale und nationale Drachenkünstler präsentieren ihre aufwendig gestalteten Flugobjekte.

Ein Höhepunkt ist am Samstagabend die spektakuläre Nachtflugshow mit Feuereffekten, bei der leuchtende Drachen und Lichtelemente den Abendhimmel in Szene setzen. Darüber hinaus lädt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zum Mitmachen und Entdecken ein. Für Kinder gibt es unter anderem eine „Flightschool“, in der erste Flugversuche und kleine Tricks erlernt werden können, sowie die Möglichkeit, eigene Drachen zu gestalten und direkt vor Ort steigen zu lassen.

Neben dem farbenfrohen Treiben am Himmel bietet das Drachenfest ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein. Gastronomie- und Verkaufsstände sorgen für das leibliche Wohl und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen oder in aller Ruhe durch das vielfältige Angebot an handgefertigten Produkten und Drachenaccessoires zu störbern.

Kreiswahlleiter lässt Verfassungstreue von Sichert prüfen

Friesland (14. 7. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) hält die laufende Prüfung seiner Verfassungstreue durch das niedersächsische Innenministerium für paradox. „Derzeit bin ich auf Einladung der US-Regierung in Washington und führe dort als Vertreter des deutschen Parlaments zahlreiche Gespräche mit Regierungs- und Parlamentsvertretern“, schreibt Sichert in einer Presseerklärung. „.Gleichzeitig wird in meinem eigenen Wahlkreis meine Verfassungstreue angezweifelt, weil ich von der AfD als Kandidat nominiert wurde.“

Sichert (Foto) kandidiert für die vom Verfassungsschutz in Niedersachsen als rechtsextrem eingestufte AfD bei der Kommunalwahl am 13. September für das Amt des Landrates im Landkreis Friesland. Offenbar hegt die Kreiswahlleitung Zweifel daran, ob er auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht und hat Anhaltspunkte dafür an die Kommunalaufsicht weitergeleitet.

Das Niedersächsische Kommunalwahlgesetz (NKWG) sieht entsprechende Überprüfungen bei potenziellen künftigen Wahlbeamten vor. Bei Bedarf kann die Kommunalaufsicht für ihre Bewertung von Kandidaten Rücksprache mit dem Verfassungsschutz halten. Sichert, der 2022 seinen Wohnsitz aus privaten Gründen aus Bayern nach Friesland verlegt hat, ist sei 2024 Vorsitzender des AfD-Verbandes Friesland-Wittmund.

„Sollte ich tatsächlich nicht als Landratskandidat zugelassen werden, werde ich gegen diesen undemokratischen Ausschluss klagen“, kündigt Sichert an. „Meine Nicht-Zulassung wäre reine Willkür, um die derzeit größte deutsche Partei zu schwächen.“ Der AfD-Bewerber sieht die Überprüfung als Schikane und als einen Beleg dafür, dass SPD, Grüne und CDU Angst vor einem AfD-Landrat haben. 

Land saniert Straßen in Friesland – aber nicht die L 812

Jever/Wangerland (12. 7. 2026) – Bis 2029 will das Land Niedersachsen rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege investieren. Das Geld für die Sanierung stamme neben Landesmitteln auch aus dem Sondervermögen des Bundes, so die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland). Davon würden auch mehrere Straßen im Landkreis Friesland profitieren. „Geplant sind Sanierungen der L 815 zwischen Sande und Schortens (2026), Neuenburg und Zetel (2027) sowie Blauhand und Sande (2028).“ 

Die Landesstraße 812 zwischen Jever und Hohenkirchen, ebenfalls in sanierungsbedürftigem Zustand, werde aber nicht berücksichtigt, bedauert die Abgeordnete. „Bereits im Vorfeld der nun angekündigten großen Sanierungsvorhaben hatte ich deswegen eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt, da ich mehrfach auf den Zustand der Strecke angesprochen wurde“, so Jensen. „Ich begrüße ausdrücklich, dass kräftig in unsere Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Dennoch bedauere ich, dass die L 812 nicht dabei ist.“

Nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums liegen an der L 812 keine außergewöhnlichen witterungsbedingten Schäden vor. Lediglich in einem rund einen Kilometer langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt Waddewarden werden punktuell zu sanierende Bereiche genannt. 

Positiv sei aus Sicht der CDU-Abgeordneten auch, dass die Landesregierung für die Kreisstraße 87 zwischen Oldorf und Poggenburg eine Deckenerneuerung vorbereitet. Nach Angaben des Landes befindet sich dieser Abschnitt in einem deutlich schlechteren Zustand als die Landesstraße 812. Derzeit werde eine Ausschreibung für die Maßnahme vorbereitet.