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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Flucht in Selbstständigkeit aus Ärger über Entlassungen

Wangerland/Hooksiel (12. 10. 2026) – Schlechtes Wetter bedeutete für Klaus-Dieter Wallat immer schon mehr als eine Antwort auf die Frage, welche Jacke zieht man sich an. Als Beschäftigter im Tief- und Straßenbau hing immer wieder sein Job davon ab, ob Außenarbeiten möglich sind. Häufig genug zogen die Unternehmer die Reißleine. Wallat und einige seiner Kollegen wurden zum Winter hin entlassen und erst zum Frühjahr wieder eingestellt.

Seit 25 Jahren selbstständiger Unternehmer: Klaus-Dieter Wallat (rechts) mit Sohn und Enkel, Patrik und Leon Haartje. Foto: hol

„Auf dieses ewige Hin und Her hatte ich irgendwann keine Lust mehr“, sagt der 73-jährige Wangerländer heute. Vor 25 Jahren traf er eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat. Er machten sich als Alleinunternehmen für Garten- und Landschaftsbau selbstständig. Dokumentiert durch eine Ehrenurkunde der Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg.

Alles Handarbeit

Zusammen mit seiner inzwischen verstorbenen Lebensgefährtin baute Wallat einen Familienbetrieb auf, in dem er heute noch mit seinem Sohn Patrik Haartje, einem handwerklichen Tausendsasser, und seinem Enkel Leon täglich Aufträge vornehmlich von privaten Haushalten in der Region Wilhelmshaven/Friesland erledigt – soweit das Wetter und seine Gesundheit es zulassen.

Hier einen Graben aufreinigen, dort eine Garagenzufahrt pflastern und nächste Woche eine Mauer als Einfassung für ein Hochbeet im Garten setzten. Aktuell arbeitet das Team auf einem Anwesen in der Nähe von Hooksiel. Eine Terrasse samt Zuwegung wird neu gestaltet. Alles aus historischen Klinkern. „Da ist jeder Stein unterschiedlich“, schildert Wallat. „Das ist alles Handarbeit. Das kann nicht jeder.“

Dem Pferdesport verbunden

Mit Hooksiel verbindet Wallat vor allem auch der Pferdesport. Über viele Jahre stellte Wallat in Neu Folkertshausen gezüchtete Ponys dem Reit- und Fahrverein Hooksiel zur Verfügung und fuhr auf dem Vereinsgelände mit seiner Kutsche. Hier lernten die Kinder reiten und fahren – und Klaus Wallert pflasterte selbstverständlich die Flächen am Reitstall. 

Gesprächsrunde zum Klimaschutz im Landkreis Friesland

Friesland/Wangerland (12. 10. 2026) – Wie kann die Region beim Klimaschutz vorankommen und gleichzeitig besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen? Darum geht es bei einem Informations- und Austauschabend am Mittwoch 21. Oktober, zu dem der Landkreis Friesland alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einlädt. Los geht es um 17 Uhr im Sitzungssaal des Kreisamts (1. Obergeschoss), Lindenallee 1 in Jever. Um Anmeldungen wird bis zum Montag, 19. Oktober unter folgendem Link gebeten: https://lmy.de/yyszO

Ein heißer Tag im Büro, das sich kaum noch abkühlt; Ernte aus dem Gemüsebeet, die aufgrund der Trockenheit nur gering ausfällt; Starkregen, bei dem das Wasser nicht mehr versickern kann: Der Klimawandel macht sich auch im Alltag bemerkbar.

Bei der Veranstaltung soll es vor allem um die Erfahrungen und die Perspektive der Teilnehmenden gehen. Wo beobachten und erleben sie den Klimawandel? Wie gehen sie damit um? Was braucht es aus ihrer Sicht vor Ort? Die Ideen und Erfahrungen sollen n die weitere Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung im Landkreis Friesland einfließt.

Im Rahmen der Veranstaltung informiert das Klima-Team des Landkreises zudem über das Klimaschutzkonzept und das Klimaanpassungskonzept. Dabei geht es zum Beispiel darum, was bereits getan wurde und wird, wie die Inhalte weiterentwickelt werden und wo die Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Außerdem gibt es Tipps dazu, welche Fördermittel Eigentümerinnen und Eigentümer nutzen können, wenn sie ihr Zuhause (klima-)fit für die Zukunft machen möchten.

Abgeordnete auf der Suche nach richtigem Ort für die eigene Energie

Jever/Wangerland (10. 10. 2026) – Sina Beckmanns Tage als Landtagsabgeordnete sind gezählt. Die Grünen-Politikerin aus Jever wird für die Landtagswahl 2027 nicht erneut kandidieren. Das hat die 45-Jährige, die dem Parlament seit 2022 angehört, jetzt mitgeteilt. „Ich möchte nicht einfach ein politisches Mandat verlängern, nur weil ich es bereits habe. Fünf weitere Jahre Landtag sind fünf Jahre Lebenszeit. Dafür muss man wirklich überzeugt sein, dass genau das der richtige Ort für die eigene Energie ist.“

Sina Beckmann kandidiert nicht erneut

Was nach dem Ende ihres Landtagsmandates kommt, habe sie noch nicht entschieden. Eine Rückkehr ins Unternehmertum könne sie sich ebenso vorstellen wie neue Projekte an der Schnittstelle von Wirtschaft, Innovation und Gesellschaft.

Auch ein späteres politisches Amt wolle sie nicht grundsätzlich ausschließen, so Sina Beckmann (Foto). „Ich habe mit Mitte vierzig noch keine Lust, meinen Lebenslauf zu verwalten. Ich möchte etwas Neues anfangen und aufbauen.

Beckmanns Weg in die Politik begann spät und verlief dann schnell. 2018 trat die Unternehmerin, die ein Laborunternehmen aufgebaut und im Bereich der Erneuerbaren Energien gearbeitet hat, den Grünen bei und übernahm noch im selben Jahr den Vorsitz des Kreisverbandes Friesland. 2021 kandidierte sie für den Bundestag und wurde in den Rat der Stadt Jever sowie den Kreistag Friesland gewählt. 2022 folgte der Einzug in den Landtag. Bis dahin war sie zudem Sprecherin der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen. 

KI-Grundsatzpapier

Im Landtag engagierte sich in der Finanzpolitik, kümmerte sich um Häfen und Schifffahrt und arbeitet als stellvertretende Vorsitzende im Tourismusausschuss. 2025 wechselte sie in den Petitionsausschuss. Inhaltlich setzte Beckmann zunehmend Schwerpunkte bei Startups, Innovation und Künstlicher Intelligenz. Zu den Arbeiten, die ihr besonders wichtig sind, gehören ihr umfangreicher Startup-Antrag und das KI-Grundsatzpapier der grünen Landtagsfraktion.

Weiter in Jever aktiv

Aus der Politik zieht sich Beckmann aber nicht komplett zurück. Sie wurde bei der Kommunalwahl in Jevers Stadtrat gewählt und wird dort den Vorsitz der grünen Ratsfraktion übernehmen. „Ich mag Kommunalpolitik, weil sie unmittelbar ist“, so Beckmann. „Man kennt die Menschen, über deren Anliegen man entscheidet. Man sieht die Straße, das Unternehmen oder den Platz in Jever, um den es gerade geht. Und irgendwann muss man gemeinsam eine Lösung finden. Das liegt mir.“ 

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Faszinierende Leistungen der Zugvögel im Visier

Wilhelmshaven/Wangerland (9. 10. 2026) – Mit einer festlichen Auftaktveranstaltung im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven sind heute die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eröffnet worden. Bis zum 18. Oktober,dreht sich an der Küste und auf den Inseln alles um die faszinierende Welt der Zugvögel. Mehr als 300 Veranstaltungen laden dazu ein, den Vogelzug im Wattenmeer hautnah zu erleben. 

Die Küstenseeschwalbe ist der Titelvogel der 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Ingo Arndt

Nationalpark-Leiter Peter Südbeck begrüßte annähernd 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Umweltbildung, Wissenschaft, Umweltverbänden und Tourismus. In diesem Jahr stehen die Zugvogeltage im Zeichen der Küstenseeschwalbe als Titelvogel – einer Art, die wie kaum eine andere für die außergewöhnlichen Leistungen des Vogelzugs steht. Partnerland der 18. Zugvogeltage ist Namibia, ein bedeutender Durchzugsraum der Küstenseeschwalbe auf dem Ostatlantischen Zugweg. 

Wattenmeer als Drehscheibe

In einer Videobotschaft hob Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer die Bedeutung des Wattenmeers als Drehscheibe des internationalen Vogelzugs hervor. Daraus erwachse für Niedersachsen eine besondere Verantwortung, diesen einzigartigen Lebensraum zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren. Weitere Grußworte sprachen Avril Coetzee, Botschaftsrätin der Republik Namibia, sowie Ralf Kohlwes, Leiter des Fachbereichs „Umwelt- und Klimaschutz“ der Stadt Wilhelmshaven. 

Den fachlichen Schwerpunkt bildete ein Vortrag von Ruben Fijn von der Universität Amsterdam. Er zeigte, welche enormen Distanzen Seeschwalben auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten zurücklegen und wie moderne Forschung dazu beiträgt, ihre Zugwege besser zu verstehen.

Zugvogelfest in Horumersiel

Für die nächste Tagen sind eine Fülle von Exkursionen, Vorträgen, Führungen, Mitmachaktionen, Filmvorführungen und Veranstaltungen für Familien geplant. Ab Samstag treten die ostfriesischen Inseln sowie die Festlandsregionen entlang der Küste beim „Aviathlon“gegeneinander an. Gesucht wird die Region, in der während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten beobachtet werden. Die Gewinnerregion wird beim Zugvogelfest am Sonntag, 18. Oktober, 10 bis 18 Uhr, im Gästehaus in Horumersiel bekannt gegeben.

Unter dem Motto „Eine lebenswerte Welt für Zugvögel“ sind Kinder bis 14 Jahre eingeladen, kreativ zu zeigen, was Zugvögel brauchen, um sich für ihre langen Reisen zu stärken und unterwegs geschützt zu sein. Noch bis zum 14. Oktober können Beiträge bei der Nationalparkverwaltung eingereicht werden. 

Am Freitag, 16. Oktober, um 8 Uhr startet in Schillig einen vogelkundliche Wanderung zur Vogelschutzinsel Minsener Oog. Begleitet wie die Tür um Umweltschutzverband WWF. Das vollständige Veranstaltungsprogramm der 18. Zugvogeltage sowie aktuelle Informationen sind online verfügbar.

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Polizei sucht Zeugen für Einbruchversuch

Horumersiel (9. 10. 2026) – In dem Zeitraum von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 5. Oktober, 9.30 Uhr, haben bislang unbekannte Täter versucht, in einen zu diesem Zeitpunkt geschlossenen Souvernirladen in der Goldstraße in Horumersiel einzudringen. Nach Angaben der Polizei wurden an der Eingangstür mehrere Hebelmarken festgestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien die Täter aber nicht in die Geschäftsräume gelangt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei in Jever unter Telefon 04461/7449-0 zu melden.

Anwachsende Biomasse im Vorland wird zur Gefahr für die Deiche

Wangerland/Hooksiel (9. 10. 2026) – Die Deiche in Friesland und Wilhelmshaven sind „schaufrei“. Diese beruhigende Feststellung stand gestern am Ende der Herbstdeichschau des III. Oldenburgischen Deichbandes. Das heißt: Die Sturmflutsaison über Herbst und Winter kann kommen, ohne dass sich die Menschen hinter der rund 60 Kilometer langen Hauptdeichlinie allzu große Sorgen um ihr Hab und Gut machen müssen.

Der zunehmende Bewuchs im Deichvorland bereitet den Deichschützern sorgen. Die Biomasse kann bei Sturmfluten zu Treibgut werden, das sich an den Deichen ablagert und deren Standsicherheit gefährdet. Archiv-Foto: hol

Insgesamt sind die Deiche in der Region in einem guten Zustand. Nahezu auf der gesamten Strecke wird die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) festgesetzte Bestickhöhe, also die vorgeschriebene Sollhöhe der Deiche, erfüllt. Einzige Ausnahme ist ein 2,4 Kilometer langes Teilstück im Bereich des Rüstersieler Grodens in Wilhelmshaven, der in den nächsten Jahren erhöht werden soll. Die Vorbereitungen für das wohl 15 bis 20 Millionen Euro teure Projekt laufen mit Hochdruck.

Ein Meter Klima-Zuschlag für die Deiche

Der Unterbestick, der am Rüstersieler Groden ausgeglichen werden soll, beträgt nach den Worten von Thorsten Wehrmann vom NLWKN1,35 Meter. In diese Berechnung ist bereits ein so genannter Klimazuschlag eingerechnet worden. Die Fachleute erwarteten mit Blick auf die Klimaerwärmung, dass die Deich in 100 Jahren einen Meter höher sein müssen als heute.

„Für die nächsten 15 bis 20 Jahre sind die Deich schon jetzt absolut sicher“, ist Rolf Neuhaus überzeugt. Der künftige Landrat nahm an der Deichschau teil, weil der Landkreis Friesland die Untere Deichschutzbehörde darstellt. Die Untere Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven war durch Ulrich Wegener vertreten.

Nach den Worten von Deichband-Vorsteher Eilt-Onno Garlichs hat der Deichband im laufenden Jahr rund sechs Millionen Euro aus dem eigene Haushalt sowie aus Küstenschutzmitteln von Bund und Land in die Unterhaltung seiner Deiche investiert. Alle Baumaßnahmen wurde pünktlich zum 15. September beendet. Laufende Projekte müsse bis zum 15. April nächsten Jahres ruhen.

Schwerpunkt Lahnungsbau

Ein Schwerpunkt im Wangerland war der Lahnungsbau im Elisabethaußengroden. Lahnungen sind kleine Anlagen aus Holzpfählen, Reisig und Wasserbausteinen, die im Deichvorland dafür sorgen, dass das Sediment nicht weggespült wird. Dadurch können Salzwiesen entstehen – und das auflaufende Wasser wird bereits im Vorfeld abgebremst, bevor es bei einer Sturmflut gegen den Deich läuft.

Zogen nach der Herbstdeichschau im „Deichgrafen“ in Förrien Bilanz: (von links) Thorsten Wehrmann (NLWKN), Ulrich Wegener (Stadt Wilhelmshaven), Deichbandvorsteher Eilt-Onno Garlichs und Rolf Neuhaus (Landkreis Friesland), Foto: hol

Sorge bereitet den Deichschützern vor diesem Hintergrund, dass die von Landwirten bewirtschaftet Fläche im Deichvorland immer weiter zurückgeht. Der Grund dafür ist die zunehmende Vernässung des Deichvorlandes, die selbst eine Nutzung der Flächen als Grünland unwirtschaftlich macht. „Als Folge der mangelnden Bewirtschaftung wächst immer mehr Vegetation im Deichvorland“, schildert Garlichs. Aus der anwachsenden Biomasse wird bei Sturmfluten Treibgut, das sich als „Teek“ am Deichfuß ablagert, mit der Folge, dass die darunter liegende Grasnarbe abstirbt und die Standfestigkeit des Deiches gefährdet.

Die Beseitigung des Teeks, so Garlichs, ist aufwendig und teuer. Die Mittel dafür könne der Deichband nicht aus seinen Haushaltsmitteln tragen. Rolf Neuhaus zeigte sich zuversichtlich, dass sich im Dialog mit den beteiligten Behörden von Land bis zur Nationalparkverwaltung eine Lösung für das Problem finden wird.

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Hinweisschilder werben für mehr Respekt und Rücksichtnahme

Wangerland (8. 10. 2026) – Gerade während der Erntezeit sind viele landwirtschaftliche Maschinen auf den Wegen unterwegs. Gleichzeitig nutzen zahlreiche Menschen die ländlichen Wege für Spaziergänge, Fahrradtouren und Freizeitfahrten. Ein respektvoller Umgang miteinander hilft dabei, dass alle sicher ans Ziel kommen.

Wollen für mehr Rücksichtnahme auf den Straßen im Wangerland werben. Von links: Jörg Fathke (stellv. Bauhofsleiter), Landwirt Burkhard Mennen, und Ordnungsamtleiter Markus Gellert. Foto: Gemeinde

Das Wangerland will deshalb ein Zeichen für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer setzen. Im Gemeindegebietwerden in den kommenden Wochen insgesamt 50 Hinweisschilder aufgestellt. Die Botschaft und der Appell: Rücksicht nehmen, aufmerksam sein und miteinander unterwegs sein. 

Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto oder mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen – auf den Straßen und Wegen treffen täglich ganz unterschiedliche Verkehrsteilnehmer aufeinander. Besonders auf schmalen Straßen und Wegen im Außenbereich kann es dabei schnell eng werden. 

„Dabei steht für uns ganz klar das Miteinander im Vordergrund“, betont Burkhard Mennen, Landwirt im Wangerland. Er setzt sich bereits seit längerer Zeit für mehr Rücksichtnahme und Verständnis im Straßenverkehr ein. „Es geht nicht darum, dass jemand die Wege nicht nutzen soll. Vielmehr geht es darum, dass wir alle aufeinander achten und Verständnis haben.“ 

Die neuen Schilder sollen deshalb nicht belehren, sondern daran erinnern, im Straßenverkehr aufmerksam und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Das ist gerade dort wichtig, wo unterschiedliche Interessen und Geschwindigkeiten aufeinandertreffen. 

Markus Gellert, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Wangerland, Jörg Fathke, stellvertretender Bauhofsleiter, und das Team vom Bauhof der Gemeinde kümmern sich um die Aufstellung der Schilder. Diese werden an verschiedenen Punkten im gesamten Wangerland angebracht und sollen sowohl Einheimische als auch Gäste für das Thema sensibilisieren. 

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Kreisverband der Grünen hat einen neuen Vorsitzenden

Friesland (8. 10. 2026) – Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Friesland hat einen neuen Vorsitzenden: Jan Szymanski (50) aus Varel wurde am Mittwoch von der Kreismitgliederversammlung einstimmig gewählt. Er war der einzige Kandidat.

Co-Vorsitzende Dr. Jutta Helmerichs gehörte zu den ersten Gratulanten des neuen Kreisvorsitzenden der Grünen, Jan Szymanski. Foto: Grüne

Szymanski löst Cornelius Geertsema aus Bockhorn ab, der aus familiären Gründen sein Amt niedergelegt hatte. Der neue Kreisvorsitzende ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Seine Amtszeit beträgt zwei Jahre. 

Szymanski, von Beruf Förderschullehrer, berichtete von seinem Engagement in der Anti-Atomkraft-Bewegung Mitte der 1990er Jahre, seinem Einsatz für Demokratie und Transparenz, gegen Diskriminierung jeder Art und für eine bessere Art der Energieerzeugung: „Ich bringe viel Erfahrung aus zivilgesellschaftlichem Engagement mit. Das beinhaltet Austausch und Erfahrung in der Vernetzung mit anderen Gruppen.“

Szymanski kündigte an, sich im Kreisverband der Grünen für Demokratie und echte Teilhabe engagieren zu willen. „Wir müssen klar gegen Rechtsextremismus und Desinformation stehen.“ 

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„Gästeforum“ soll Informations-Lücke für Tourismus-Branche schließen

Wangerland (7. 10. 2026) – Der 27. September dieses Jahres war für Gastronomen und gewerbliche Vermieter ein wichtiges Datum. Und ein gefährliches dazu. Vor rund zwei Wochen ist die so genannte „Empco-Richtlinie“ in Deutschland in Kraft getreten, die das Europäische Parlament 2024 auf den Weg gebracht hat.

Der Hotelier Christian Fuchs will mit dem „Gästeforum“ eine Lücke im Informationsangebot für gewerbliche Anbieter in Gastronomie und Vermietung schließen und ein Forum für neue Netzwerke schaffen. Foto: hol

Der Gesetzgeber will damit die Verbraucher vor dem so genannten „Greenwashing“ schützen. Unter anderem vor irreführender Werbung etwa mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. „Solche Werbesprüche sind nur noch dann erlaubt, wenn sie offiziell zertifiziert sind“, erläutert Christian Fuchs, der zusammen mit seiner Frau das Landhotel Nakuk im Wiardergroden führt und sich unter anderem beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) engagiert.

Neue Gesetzgebung

Gerade im Tourismus und im Gastgewerbe sei man bislang mit solchen Versprechen oft leichtfertig umgegangen. Das Risiko, das jetzt daraus erwächst, so Fuchs: „Es stehen schon Hunderte von Anwälten bereit, entsprechende Verstöße etwa auf den Internetseiten der Unternehmen kostenpflichtig abzumahnen.“

Die „Empco-Richtlinie“ und ihre praktischen Folgen – das wäre aus Sicht von Fuchs ein Thema gewesen, über das die Wangerland Touristik GmbH (WTG) als lokale touristische Marketingorganisation die Betriebe im Wangerland hätte informieren können. Aber bekanntlich hat die insolvente WTG zurzeit andere Probleme und ist möglicherweise auf in Zukunft nicht mehr in der Lage. derartige Dienstleistungen für die Branche zu erbringen.

Praktischer Nutzen

Die sich daraus ergebende Informationslücke für die touristischen Leistungsträger in der Gemeinde will Fuchs mit einer App schließen, einem Informations-Portal, das er selbst in den vergangenen Wochen und Monaten konzipiert und programmiert hat – das „Gastgeberforum“. „Zurzeit befindet sich die App noch im Probelauf“, so Fuchs gegenüber „Hooksiel-life“. Aber er sei überzeugt davon, dass die Fülle von verschiedenen Informations- und Austauschmöglichkeiten für gewerbliche Gastronomen und Vermieter sehr nützlich seien und einen echten Mehrwert erbringen.

Über die App sollen eine Fülle von Informationen bereit gestellt werden – von einer Veranstaltungs- und Terminübersicht über einen Gezeiten-Kalender bis hin zu einer Personalbörse, auf der Unternehmen Stellen anbieten und sich Interessierte bewerben können. Ein anderes Beispiel: Ein Gast plant eine Hochzeit mit über 100 Gästen. Kann der angefragte Gastronom die Veranstaltung nicht darstellen, kann über das „Gästeforum“ eine Umfrage an die andren Betreibe im Wangerland stellen, ob sie dem Gast ein Angebot unterbreiten möchten. Fuchs: „Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.“

Eigene Hauszeitung

Oder die digitalisiert Hauszeitung: Mit ein paar Klicks generiert Fuchs den „Wangerland-Kurier“, ein Info-Blatt, das er jedem seiner Gäste auf den Frühstückstisch legen kann. Gefüllt von künstlicher Intelligenz mit Standardmeldungen aus der Region, angereichert etwa um das Tages-Menü des Hotels oder einen besonderen Tipp des Gastgebers.

Und natürlich das Forum mit allen für die Branche interessanten Neuigkeiten wie die Warnung vor der „Empco-Richtlinie“ oder die Folgen, die die geplante Reform des Minijob-Systems auf Bundesebene für die Personalkosten in Restaurants und Hotels bedeuten kann 

Fuchs sieht in dem Gastgeberforum mit seinen Marketing-Chancen und den verschiedenen Netzwerk-Möglichkeiten ein Tool, das nicht nur fürs Wangerland eine Bereicherung ist. Auch auf Destinationen wie Jever oder Wilhelmshaven könne die App ohne Probleme angepasst werden. Einen Eindruck erhalten Interessierte über die Internetseite Gastgeberforum.de. Für Rückfragen zu erreichen ist Christian Fuchs am besten über die Email-Adresse forum@wangerland.live.

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Janssen: Höhere Tabaksteuer muss die Prävention stärken

Friesland/Wilhelmshaven (6. 10. 2026) – Weniger junge Menschen sollen mit dem Rauchen anfangen, mehr Raucher Unterstützung beim Aufhören bekommen: Daran sollte sich nach Ansicht der CDU-Bundestagsabgeordneten Anne Janssen (Wittmund) die geplante Erhöhung der Tabaksteuer messen lassen. Gemeinsam mit Facharzt Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Ärztevereins Wilhelmshaven-Friesland, setzt sie sich dafür ein, den Gesundheitsschutz in den Mittelpunkt zu stellen. 

Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss fordert Janssen, zusätzliche Einnahmen vollständig für den Gesundheitsbereich und besonders für die Prävention zu verwenden. Allgemeine Haushaltslöcher dürften damit nicht gestopft werden.

„Wir müssen verhindern, dass junge Menschen überhaupt mit dem Rauchen anfangen. Und wer aufhören möchte, braucht wirksame Unterstützung“, sagt Janssen (Foto) . Die auch für das Wangerland zuständige Abgeordnete kennt die Folgen des Tabakkonsums aus ihrem Berufsleben.

„Als ehemalige Krankenpflegerin weiß ich, wie viel Leid hinter vermeidbaren Erkrankungen steht. Deshalb setze ich mich mit Nachdruck für eine starke Präventionsarbeit ein“, so Janssen.  Auch Schaps hält eine höhere Tabaksteuer aus ärztlicher Sicht für sinnvoll. Steigende Preise könnten dazu beitragen, den Konsum zu verringern und schwere Folgeerkrankungen zu verhindern. Er beschreibt, was Rauchen für Betroffene bedeuten kann: „Deutliche Leistungsminderung, Luftnot, künstlicher Sauerstoffbedarf und zuletzt der vorzeitige Tod können häufig Folge des Rauchens sein.“ 

Besonders der Schutz junger Menschen beschäftigt den Mediziner. Dabei richtet sich der Blick auch auf E-Zigaretten und das sogenannte Vapen. Diese Produkte sind ebenfalls mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Für Janssen reicht es deshalb nicht, Tabakprodukte teurer zu machen. „Höhere Preise müssen durch besser finanzierte Aufklärung und Hilfen zum Rauchstopp begleitet werden“, betont sie. 

Nach Angaben des Parlamentskreises Prävention sterben in Deutschland jährlich rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Die gesellschaftlichen Kosten werden auf fast 100 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Mehr als 30 Milliarden Euro davon entfallen unmittelbar auf das Gesundheitssystem. Der Gesetzentwurf sieht vor, die Tabaksteuer von 2027 bis 2030 in vier jährlichen Schritten anzuheben. 

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