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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Deichband sieht am Badestrand keine Gefahr für den Küstenschutz

Wangerland/Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Die Deiche im Landkreis Friesland und im Bereich der Stadt Stadt Wilhelmshaven haben den Winter und die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes, der Deichschutzbehörden und der Kommunen am Dienstag bei der Frühjahrsdeichschau. Aber, auch das eine Erkenntnis: Es gibt mit Blick auf die Zukunft jede Menge Handlungsbedarf. Allein für 2026 plant der Deichband Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro.

Das Meer hat nach und nach weite Teile vom Hooksieler Badestrand abgetragen. Das Strandhaus 1 steht schon fast im Wasser. Eine Gefahr für den Küstenschutz sieht der III. Oldenburgische Deichband aber in der Entwicklung noch nicht. Foto: Jonas Abeldt

Im Fokus stehen dabei der Voslapper und der Rüstersieler Seedeich. Seit Jahren schon lässt der Deichband das Deckwerk des Deiches zwischen Hooksiel und dem Jade-Weser-Port erneuern. Stück für Stück. In 2026, so Verbandsvorsteher Eilt-Onno Garlichs, wird der etwa 350 Meter lange 15. Bauabschnitt angepackt. Veranschlagte Kosten: 3,8 Millionen Euro. In 2027, so die Planung, soll das Gesamtprojekt zum Schutz des Deichfußes gegen die anbrandende See dann abgeschlossen werden.

Kleidepots für Deicherhöhung

Abschließen will der Deichband in diesem Jahr auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Erhöhung und Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches. Das Bollwerk hat nach Berechnung von Experten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen so genannten Unterbestick von rund 1,4 Metern. Soll heißen: Damit der Deich auch mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg des Meerwasserspiegels Wilhelmshaven schützen kann, muss er erhöht werden.

Im Rahmen der Frühjahrsdeichschau besprach Deichbandvorstehder Eilt-Onno Garlichs (rechts) eine Reihe von Projekten mit Ulrich Wegener von der Unteren Deichbehörde der Stadt Wilhelmshaven. Foto: hol

Insgesamt, so erläuterten Garlichs und Ulrich Wegener von der Unterer Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven, werden dafür rund 200.000 Kubikmeter Klei als Deichbaustoff benötigt. „Auf Deponien an der Maade und in der Nähe des Jade-Weser-Ports haben wir schon 160.000 Kubikmeter gesammelt.“ Die benötige Restmenge soll im laufenden Jahr hinzukommen. Der Deichband rechnet für 2026 für das Projekt mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro. 

Als weitere Großbaustelle zeichnet sich in Wilhelmshaven die Erneuerung des Deckwerkes auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Helgolandkai und dem Fliegerdeich ab. Auch hierfür sollen im laufenden Jahr die Vorarbeiten vorangetrieben werden.

Schlussrechnung für Hooksiel

Nach drei Jahren abgeschlossen worden ist im vergangenen Jahr die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches (zwischen Campingplatz und Strandhaus 1). Hier arbeite man aktuell nur noch an der Schlussrechnung, so Garlichs. Bei dem nächsten Großvorhaben in diesem Bereich, die Sicherung des Hooksieler Badestrandes, sieht er den Deichband selbst nur bedingt in der Pflicht. „Natürlich unterstützen wir das Projekt. Aber aus Sicht des Küstenschutzes ist es nicht notwendig. Insofern können wir auch keine Küstenschutzmittel dafür ausgeben.“

1,1 Millionen Euro will der Verband hingegen in diesem Jahr für den Schutz des Deichvorlandes zwischen Harlesiel und Schillig investieren. Hier sollen bestehende Lahnungsfelder instand gesetzt werden. Mit Hilfe des Verbundes aus Holzpfählen und Reisig wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und die Sedimentation, also die Ablagerung von Sand und Schlick, erhöht. 

Im Rahmen ihrer ganztägigen Bereisung begutachteten die Fachleute die Deiche von Varel über Stand bis Wilhelmshaven und weiter von Hooksiel für Schillig bis Harlesiel. Dabei ließen sie sich auch über den Stand der Arbeiten an den Schleusen in Wilhelmshaven (4. Einfahrt) und Hooksiel informieren. Die Sanierung der Bauwerke liegt in der Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Landes. Die gute Botschaft für Hooksiel, so Garlichs: „NPorts hat angekündigt, dass die Schleuse wie zuletzt geplant zu Pfingsten wieder in Betrieb gehen kann.“

Wangerland Touristik Thalassa
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Diebe stehlen Schmuck und Kamera aus Schlafzimmer

Waddewarden (15. 4. 2026) – Unbekannte sind im Zeitraum von Montag, 12.20 Uhr, bis Dienstag, 13.18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Wassenser Straße in Waddewarden eigebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude, so die Polizei. Im Inneren sei insbesondere das Schlafzimmer durchsucht worden. 

Die Täter entwendeten nach ersten Angaben Schmuck in bislang unbekannter Menge und Wert sowie eine Kamera. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.

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Zahl der Verkehrsunfälle im Wangerland rückläufig

Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“. 

Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol

Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.

31 Unfälle weniger

Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden. 

Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.

Senioren häufig Verursacher

Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher. 

Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.

E-Bikes werden unterschätzt

„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen. 

Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt. 

Viele Fälle von Fahrerflucht

„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.

„Watt mit Kultur“ unter freiem Himmel und im Zirkuszelt

Wangerland (13. 4. 2026) – Auch in diesem Jahr dürfen sich Wangerländer und ihre Gäste auf drei besondere Kulturveranstaltungen freuen. Zum dritten Mal werden die Landesbühne Niedersachsen-Nord aus Wilhelmshaven und die Wangerland Touristik GmbH die kleine Freilichtbühne im Kurgarten in Horumersiel in eine Open Air-Bühne verwandeln. Der Circus Axo in Schillig dient zudem erstmals als Spielstätte. 

Theater pur unter freiem Himmel im Kurgarten in Horumersiel. Bei „Watt mit Kultur“ im vergangenen Jahr war unter anderem Hildegard Knef zu Gast – und begeisterte ihr Publikum. Archiv-Foto: hol

„Watt mit Kultur“ ist ein Beispiel für gelebte Kooperation zwischen Landesbühne und Wangerland Touristik. „Die Veranstaltungsreihe hebt sich von anderen ab, weil sie Theater an Orten erlebbar macht, die die Landesbühne bisher nicht erreicht hat“, sagt Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne. Florian Wirth, Veranstaltungsmanager der WTG, betont die besondere Atmosphäre der Veranstaltungen unter freiem Himmel im Kurgarten. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, sich eine Picknickdecke mitzubringen und es sich auf der Rasenfläche gemütlich zu machen.“ 

Von Goethe bis Punk

Das Kultur-Programm läuft an drei Freitagen. Den Auftakt bildet am 12. Juni in Horumersiel die Vorführung des Stückes „Goethe und die Frauen“. Schauspielerin Ramona Marx und Chefdramaturg Marcel Krohn beleuchten die leidenschaftlichen Seiten des Dichters. Zwischen Briefen, Gedichten und Spielszenen entsteht ein atmosphärischer Abend, der neue Facetten Goethes zeigt. 

Am 19. Juni übernehmen Jeffrey von Laun und Stefan Faupel die Bühne. Ihr eigens für den Abend geschriebenes Stück „Herr von Laun und Herr Faupel sind schlecht vorbereitet“ feiert Premiere. Zwischen Theater, Musik und spontanen Einfällen entsteht eine Geschichte über die Unvollkommenheit des Lebens – über das Gefühl, eigentlich alles besser planen zu wollen, und doch mitten in die Improvisation zu geraten. „Mit feiner Selbstironie meistern die beiden Schauspieler ihr ,Nicht Vorbereitet Sein‘ mit sichtbarer Lust am Scheitern“, heißt es in der Ankündigung. 

Vergessene Songs im Zirkuszelt

Zum Finale am 26. Juni zieht die kleine Spielzeit weiter nach Schillig in den Circus Axo, direkt am Strand. Hier verabschiedet sich „Watt mit Kultur“ mit Musik: Die Wilhelmshavener Band  „The Golden Coats“ bringt Electric-Beat, Garage-Punk und Psychedelic-Sound auf die Zirkusbühne. Die Musiker graben vergessene Songs aus den 1960er-Jahren aus, mischen sie mit Power Pop und eigenen Kompositionen. 

Tickets für alle Abende sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de und in der Theaterkasse des Stadttheaters Wilhelmshaven bzw. deren Onlineticketshop. 

Wagen in einer Kurve von der Straße abgekommen

Wangerland (12. 4. 2026) – Auf dem Minser Osteraltendeich sind am Samstag gegen 21.30 Uhr zwei Männer mit einem Audi A 6 von der Straße abgekommen. Der Wagen prallte gegen einen Baum und blieb anschließend im Graben liegen. Wie die Polizei mitteilt, hätten sich die verletzten Insassen zunächst von der Unfallstelle entfernt. Der 21- und ein 27-jähriger Mann seien aber von der Polizei in der Nähe festgestellt worden. 

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Insassen hätte, so die Polizei, „zweifelhafte Angaben zur Eigenschaft des Fahrzeugführer zum Unfallzeitpunkt“ gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wagen bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen im Bereich einer Kurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkam. 

Bei Dunkelheit die Schönheit der natürlichen Nacht erleben

Wilhelmshaven/Wangerland (11. 4. 2026) – Um die die Schönheit der natürlichen Nacht geht es vom 13. bis 20. April, der weltweit zelebrierten „Dark Sky Week“. Auch die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer beteiligt sich an der Aktion und bietet dazu ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Einheimische als auch Gäste können kostenlos an Führungen und Vorträgen in der gesamten Wattenmeer-Region teilnehmen.

Dunkelheit ermöglicht wie hier von Spiekeroog aus einen wunderbaren Blick auf die Milchstraße. Foto: Stephan Sprinz

Die Aktionswoche soll dazu anregen, die natürliche Dunkelheit der Nacht bewusst zu erleben, ihren Wert für Natur und Mensch zu entdecken und zur Verringerung von Lichtverschmutzung beizutragen. Die Dark Sky Week wurde 2003 von der Organisation Dark Sky International ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt. Hintergrund ist die zunehmende Aufhellung der Nacht durch künstliche Lichtquellen. In Deutschland wächst die Lichtmenge jedes Jahr um etwa ein bis zwei Prozent – mit spürbaren Folgen für Umwelt und Mensch.

Katrin Kirfel, Projektkoordinatorin von „Darker Sky“ in der Nationalparkverwaltung: „Ob beim Besuch einer Veranstaltung, bei einer Nachtwanderung im Freundeskreis oder bei einer kleinen Sternenbeobachtung im eigenen Garten – schon das bewusste Ausschalten von Außenbeleuchtung kann einen Beitrag leisten und gleichzeitig neue Naturerlebnisse ermöglichen.“

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das Programm zur Dark Sky Week in der Wattenmeer-Region, unter anderm mit Veranstaltungen in Wilhelmshaven und Schillig, findet sich unter http://www.nationalpark-wattenmeer.de/idsw/

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WTG sucht Investor für Kur- und Thermenhotel in Horumersiel

Horumersiel/Hooksiel (10. 4. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH sucht Investoren für Neubau eines Thermen-Hotels und den Betrieb des Thalassso Meere Spa (TMS) in Horumersiel. Durch die erhofften Einnahmen will sich das gemeindeeigene Unternehmen aus der finanziellen Schieflage befreien, die zur aktuellen Insolvenz in Eigenverwaltung geführt hat.

Die WTG sucht nach Investoren für Horumersiel. Im Fokus sehen dabei die Gebäude des bisherigen Kurzentrums mit Tourist-Info und Kursaal (lila), das Thalasso-Meeres-Spa (blau) und die Friesland-Therme (gelb). Repro: WTG

Der jetzt in eine europaweitem Vergabeverfahren angebotene Gebäudekomplex am Standort „Zum Hafen 3“ in Horumersiel umfasst den Kernbereich der bisherigen Kurverwaltung – den Sitz des Unternehmens selbst mit Büroräume, Tourist-Information, Bücherei und Kursaal. 

Hotelneubau bis Ende 2028?

Auf diesem Grundstück könnte ein Käufer nach den Vorstellungen von Gläubigern, Insolvenzverwaltung und WTG „ein neues Kur- und Thermenhotel mit gesundheits- und tourismusorientierter Nutzung errichten“. Der Neubau soll möglichst schon Ende 2028 stehen. 

Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum TMS und dem Schwimmbad „Friesland-Therme“. In dem erwünschten Kur- und Thermenhotel könnten – je nach Planung des Investors – auch wieder Einrichtungen wie zum Beispiel Büroräume für die WTG, eine Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Shops oder auch Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht werden.

Betreiber fürs TMS gesucht

In einem zweiten Los des Vergabeverfahrens geht es um den Betrieb des Thalasso Meeres Spa. Die Kostenexplosion beim Bau des Gesundheitstempels von veranschlagten 8,8 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro gilt als Hauptursache für die Schwierigkeiten der WTG. 

Der Sanierungsplan sieht ausdrücklich nicht den Verkauf des TMS vor. Potenzielle Betreiber sollen vielmehr „ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“ für den Betrieb der Einrichtung von 2027 bis Ende 2041 vorlegen, das Synergien mit dem geplanten Thermen-Hotel herstellt. Das TMS selbst bliebe bei dieser Konstruktion weiter im Besitz der WTG, die sich dann um den Abtrag der Investitionskosten kümmern müsste.

Friesland-Therme
Die „Friesland-Therme“ ist schon seit Monaten geschlossen. Mit einem entsprechenden Konzept eines benachbarten Kur- und Thermenhotels könnte das Bad auf vielleicht wieder eine Zukunft haben. Archiv-Foto: hol

Inwieweit Interessenten sich in der Lage sehen, einen kostendeckenden Betrieb des Thalasso Meeres Spa zu gestalten, dürfte sich erst im Vergabeverfahren selbst zeigen. Bei der WTG geht man aber offenkundig davon aus, dass man den künftigen Betreiber durch „ein Entgelt“ unterstützen muss. Umso wichtiger der Hinweis, dass man sich Synergien mit dem Neubau des Kurzentrums wünsche und einen Hotel- sowie Thalasso-Betrieb „aus einer Hand“ bevorzuge. 

Architektur wichtig

Bei der Vergabe des Grundstückes für das Thermen-Hotel soll neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises auch die architektonische und städtebauliche Konzeption des Gebäudekomplexes stark gewichtet werden. Schon in der Vergangenheit waren Gewerbetreibende und Bürger in Horumersiel massiv gehen Pläne für überdimensionierte Hotelkomplexe vorgegangen.

Der Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 21. Mai ihre Teilnahme an dem Verfahren beantragen können. Bis Anfang August sollen dann erste Angebote vorliegen, die dann beraten und nachverhandelt werden können. Mit der Vertragsunterzeichnung mit einem Investor rechnet die WTG für Ende September/Anfang Oktober. 

Der geplante Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ ist ein weiterer Schritt zur Sanierung der WTG. Bekanntlich hat das Unternehmen sich bereits vom Campingplatz in Hooksiel getrennt und Grundstücke in Tettens verkauft. Für den Campingplatz Schillig wird aktuell nach einem Käufer gesucht. Die beiden WTG-Schwimmbäder in Horumersiel und in Hooksiel sind seit Monaten geschlossen. Für das Hallenwellenbad-Hooksiel mit den umliegenden Flächen wird ebenfalls nach einem Investor gesucht.

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Landkreis will ehrenamtliches Engagement sichtbar machen

Friesland/Wangerland (9. 4. 2026) –  Sport lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, die sich mit Zeit und Herzblut in Vereinen, Mannschaften und für sportliche Angebote einsetzen. Der Landkreis Friesland würdigt dieses Engagement mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“. Ab sofort können Bürger solche ehrenamtlich aktiven Menschen für die Auszeichnung vorschlagen. Möglich ist dies bis zum 28. September per E-Mail an info@ksb-friesland.de.

Vorschläge einreichen

Seit 2016 würdigt der Landkreis mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“ alle zwei Jahre engagierte Ehrenamtliche aus dem Sport-Bereich. Im Mittelpunkt stehen Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Weise um das sportliche Ehrenamt verdient gemacht haben – sei es durch langjähriges Engagement im Verein, besondere Projekte, außergewöhnlichen Einsatz im Hintergrund oder durch die Förderung des Nachwuchses.

„Jede und jeder Ehrenamtliche macht Friesland mit ihrem beziehungsweise seinem Einsatz lebendiger, verbindet Menschen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das oft über viele, viele Jahre hinweg. Ihr Engagement verdient öffentliche Anerkennung“, sagt Landrat Sven Ambrosy. Der „Tag des sportlichen Ehrenamts“ solle diese wertvolle Arbeit sichtbar machen.

Jury tagt im Herbst

Im Herbst trifft eine Jury aus Vertretern des Kreissportbundes Friesland, des Landkreises Friesland sowie der Politik eine Vorauswahl aus den Vorschlägen. Die endgültige Entscheidung über die Preisträger liegt beim Kreisausschuss des Landkreises Friesland. QWEitere Infos zu den kommunalen Ehrungen gibt es unter https://www.friesland.de/kommunale_ehrungen.

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Polizei lobt Hooksielerin: Telefonat nach Zweifeln sofort beendet

Wangerland (8. 4. 2026) – Erneut haben mutmaßliche Betrüger versucht, per Telefonanruf an die Wertgegenstände älterer Bürger in der Gemeinde Wangerland zu gelangen. Wie die Polizei mitteilt, habe es am heutigen Mittwoch und am gestrigen Dienstag zahlreiche Anrufe gegeben, bei denen sich bislang unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. 

Betrüger als Polizisten getarnt

Die Anrufer hätten von angeblichen Festnahmen im Nahbereich der Wohnanschriften der Angerufenen berichtet. Im weiteren Verlauf der Gespräche, so die Polizei, hätten die Täter versucht, an Informationen zu Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern zu gelangen. „Teilweise wurden gezielt persönliche Informationen, wie etwa verstorbene Ehepartner, in die Gespräche eingebunden, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken“, so die Polizei. 

In mehreren Fällen, so loben die Ermittler, hätten die Angerufenen umsichtig reagiert und die Gespräche beendet. So habe eine 88-jährige Frau aus Hooksiel Zweifel an der Echtheit des Anrufers geäußert und den Telefonhörer aufgelegt. Eine 57-jährige Frau aus Tettens habe den Anrufer darauf hingewiesen, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe. Auch sie beendete das Telefonat. 

Ermittler geben Tipps

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen würden. 

Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preis. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und legen Sie auf.“ Bei Zweifeln sollten Betroffene selbstständig ihre örtliche Polizeidienststelle unter der ihnen bekannten Rufnummer anrufen. 

„Wie mache ich meine Immobilie klimafit?“

Wangerland (8. 4. 2026) – Über Möglichkeiten, das eigene Zuhause klimafreundlich und zukunftsfähig zu gestalten, informiert der Landkreis Friesland am Mittwoch, 15. April, in der Veranstaltung „Energieeffizientes Sanieren – Wie mache ich meine Immobilie klimafit?“. Gemeinsam mit der Gemeinde Wangerland, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), der EWE, der Firma Brötje und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) lädt der Landkreis alle Interessierten in den Ratssaal im Rathaus der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen ein. 

Mehrere Vorträge

Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und endet gegen 20 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 10. April, erforderlich und möglich unter https://nol.is/zBL. Durch kurze Impulsvorträge und an Informationsständen erhalten Besucherinnen und Besucher einen Überblick über verschiedene Aspekte energieeffizienten Sanierens und können Fragen direkt an Fachleute richten.

„Klimaschutz geht nur gemeinsam und besteht aus vielen kleinen Schritten und Maßnahmen“, sagt Landrat Sven Ambrosy und ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Veranstaltung die regionale Expertise aus unserem Landkreis bündeln und den Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen anbieten können. So machen wir den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Zukunft für alle greifbar.“ Energieeffizientes Sanieren sei nicht nur gut für das Klima, so Ambrosy, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. „Es spart Energiekosten, schont den Geldbeutel und trägt zu unserer zukunftsfähigen Region bei.“

Firmen geben Überblick

„Klimaschutz fängt im Kleinen an“, sagt Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. „Wir sind alle gefragt, um nachfolgenden Generationen eine sichere Lebensgrundlage zu bieten.“ Gerade für eine Küstengemeinde habe das Thema besondere Relevanz. 

Die Veranstaltung bietet ein breites Themenspektrum. Patrick Lindner vom Landkreis informiert über die Möglichkeiten des Solar- und Geothermiekatasters des Landkreises Friesland. Die Firma Brötje gibt Einblicke in die Wärmewende im Gebäudebereich und erläutert, wie mit Wärmepumpen auch ohne fossile Brennstoffe effizient geheizt werden kann. 

Die EWE stellt das Konzept des energieautarken Zuhauses vor, bei dem Photovoltaikanlage und Stromspeicher für eine weitgehend unabhängige Energieversorgung sorgen. Der OOWV informiert über die zunehmende Bedeutung von Starkregen- und Trockenperioden. Die LzO ergänzt das Angebot mit Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Sanierungsvorhaben.