Wangerland (29. 7. 2026) – Vogelgrippe-Alarm im Wangerland. Wie das Veterinäramt Jade-Weser heute mitgeteilt hat, ist am Dienstag in einer gewerblichen Geglügelhaltung in der Gemeinde die Vogelgrippe amtlich festgestellt worden. Von den gut 6.600 Puten des nördlich von Hohenkirchen gelegenen Betriebes waren bereits mehrere verendet.
Die Karte des Veterinäramtes zeigt die eingerichteten Schutzzonen zum den betroffenen Geflügelhalter-Betrieb.
„Die übrigen Tiere wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben tierschutzgerecht getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern“, so das Veterinäramt. „Zur Eindämmung der Tierseuche wurden eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet.“
Schutzonen eingerichtet
Die Schutzzone umfasst einen Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb und betrifft Teile der Gemeinde Wangerland. Neben Hobbyhaltungen ist auch ein größerer Geflügelbestand von den damit verbundenen Einschränkungen betroffen.
Um die Schutzzone wurde eine so genannte „Überwachungszone“ mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Diese umfasst weitere Teile der Gemeinde Wangerland sowie Teile der Stadt Wittmund und Teile des Stadtgebietes von Wilhelmshaven. Auch hier gelten besondere Schutzmaßnahmen.
Allgemeinverfügung gilt ab Donnerstag
In den eingerichteten Zonen gelten ab Donnerstag, 30. Juli, die Regelungen einer tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung: Alle Geflügelhalter in der „Schutzzone“, ob gewerblich oder hobbymäßig, müssen ihre Tiere unverzüglich aufstallen. In der „Überwachungszone“ ist Geflügel von Wildvögeln abzusondern, zum Beispiel durch das Aufstallung der Tiere oder durch eine Vorrichtung aus engmaschigen Netzen, die die freilaufenden Tiere schützt. „Der Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln ist strikt zu vermeiden“, warnt die Behörde.
Der Transport von Geflügel, Eiern und weiteren tierischen Produkten aus den betroffenen Zonen ist ausschließlich mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Auch für Verbringungen in die Zonen gelten Beschränkungen.
Angesichts der Gefahr des Eintrags der Geflügelinfluenza sind alle Vogelhalter in der Region gehalten, ihre Bestände zu schützen und ihre Tiere genau zu beobachten. Insbesondere ist die Hygiene beim Betreten von Geflügelhaltungen wichtig (Schuhwechsel, Schutzkleidung).
Informationen zum aktuellen Geflügelinfluenzausbruch (einschließlich interaktiver Karte der Restriktionszonen) sowie zu erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen finden sich auf der Homepage des Veterinäramtes unter www.jade-weser.de/tiergesundheit/gefluegelinfluenza.
Wangerland (28. 7. 2026) – Der neue Edeka-Markt in Hohenkirchen soll im Dezember eröffnet werden. Das kündigten die JPG Zwölfte Projektentwicklungs GmbH & Co. KG als Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes sowie der künftige Betreiber des Supermarktes, Carl Scheidemann, beim Richtfest auf der Baustelle an der Herderstraße an.
Im Dezember soll der neue Edeka-Supermarkt in Hohenkirchen eröffnet werden. Foto: hol
„Unser Ziel ist es, den Kundinnen und Kunden künftig ein modernes Einkaufserlebnis mit frischen Produkten, persönlichem Service und einem vielfältigen Sortiment zu bieten“, sagte Scheidemann vor Gästen. Das Richtfest sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. In den nächsten Bauabschnitten sollen die Gebäudehülle fertig gestellt sowie die Installationsarbeiten und der Innenausbau voran getrieben werden.
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
Zu dem Neubau gehören 130 Parkplätze, die kostenfrei angeboten werden sollen. Hinzu kommen überdachte Fahrradstellplätze sowie zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Auf dem Dach des rund 1800 Quadratmeter großen Gebäudes werde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs des Marktes decken soll. Beheizt werde der Markt über die Abwärme der Kälteanlagen. Das Verfahren nennt sich Betonkern-Temperierung. Warmes Wasser läuft durch im Beton verlegte Röhren. Die Wärme wird an den Beton abgegeben, dort gespeichert und ins Gebäude abgegeben.
Vollsortimenter mit Service
Scheidemann, der in der Region noch fünf weitere Märkte betreibt, verweist mit Blick auf die benachbarten Discounter Aldi und Lidl darauf, dass es sich bei dem neuen Edeka-Markt um einen Vollsortimenter handeln wird, den sich sehr viele Menschen schon lange für Hohenkirchen gewünscht hätten. In dem Markt sollen über 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Leitung werde Zeinab Fakih übernehmen, die aktuell stellvertretende Marktleiterin bei Edeka Scheidemann in Neuharlingersiel ist.
Auch der Edeka-Markt in Hooksiel wird von Scheidemann betrieben. Erst kürzlich hatte der Gemeinderat das Baurecht für eine geplante Verlängerung des Gebäudes um acht Meter geschaffen. Dazu, wann die Erweiterung umgesetzt werde, könne man derzeit noch keine Angaben machen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
Wangerland (27. 7. 2026) – Tolles Wetter, beste Stimmung, kulinarische Vielfalt und ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Das „Friesenfestival“ in Schillig war ein voller Erfolg für Gäste, Einheimische und Veranstalter gleichermaßen.
Über beste Stimmung bei Friesenfestival freute sich die Wangerland Touristik GmbH als Veranstalter. Foto: WTG
Gute Stimmung bereits am Freitag beim traditionellen Auftaktgastspiel des Shantychors Likedeeler und im Anschluss beim Konzert der „Ungesteckerten 3“ aus Aurich, die mit Klassikern aus den vergangenen Jahrzehnten für Mitsingmomente sorgten. „Brass von Monte Disco“ überzeugten mit kraftvollen Bläsersätzen und tanzbaren Arrangements, bevor die „Hitfluencer“ aus Hamburg als Headliner des Abends mit einer energiegeladenen Non-Stop-Show das Publikum bis in den späten Abend begeisterten.
Mitreißende Musikshow
Auch der Samstag bot musikalische Vielfalt: „Ed Sheeran Tribute“ aus Wilhelmshaven brachte die Songs des britischen Weltstars auf die Bühne, gefolgt von „Adenalin“ aus Aurich mit anspruchsvollen Titeln unter anderem von U2, Toto und Sting. Am Abend übernahmen die „BIG Maggas“ aus Hamburg das Kommando und präsentierten eine rund 90-minütige Show mit spürbarer Spielfreude. DJ Flöcki aus Wilhelmshaven sorgte anschließend für Festivalatmosphäre am Strand.
Der Sonntag stand im Zeichen der Familie. „De Platters“ aus dem Wangerland und „Honeybird“ aus Oldenburg gestalteten das musikalische Tagesprogramm. Aufgrund einer veränderten Wetterlage musste der Auftritt von „Honeybird“ kurzfristig abgesagt werden. Das Friesenfestival endete daher statt um 18 Uhr bereits um 14 Uhr.
1125 Läuferinnen und Läufern bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord für den Friesencross am Strand und im Watt vor Schillig. Foto: WTG
Der Samstag stand stand zudem im Zeichen des Laufsports: 1.125 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden folgten dem Ruf zum 21. Friesencross in Schillig. Damit verzeichnete der traditionsreiche Crosslauf einen neuen Teilnehmerrekord.
Lauf auf schlickigem Untergrund
Schon beim Bambinilauf und den Jugendläufen sorgten Familienangehörige uns sonstige Zuschauer für lautstarke Unterstützung. Dann schickte Moderator Heino Kröger mehr als 400 Laufbegeisterte auf die 10-Kilometer-Crossstrecke. Diese führte unter anderem entlang am Küstensaum zwischen Schillig und Horumersiel und schließlich direkt ins Watt. Der schlickige Untergrund verlangte den Teilnehmenden noch einmal alles ab und machte den Lauf zu einem ebenso fordernden wie besonderen Erlebnis im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.
Der Friesencross wurde unter anderem von Aktiven des MTV Hohenkirchen unterstützt. Das 17. Friesenfestival ist für den 16. bis 18. Juli 2027 geplant.
Jever/Wangerland (27. 7. 2026) – Der SPD Kreisverband Friesland lädt unter dem Motto „Auf ein Wort“ zu einer Wahlkampfveranstaltung mit dem Landesvorsitzenden der Partei, Ministerpräsident Olaf Lies (Sande), und dem Landratskandidaten für den Landkreis Friesland, Rolf Neuhaus (Jever), ein. Geplant ist eine Gesprächsrunde zu allen aktuellen Themen.
Gäste haben die Möglichkeit, Fragen loszuwerden. Das Prinzip ist einfach: Es gibt Bierdeckel auf denen Fragen notiert werden können. Lies und Neuhaus werden diese dann beantworten.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr im Parkhotel Jever, Mühlenstr. 51, statt. Die SPD weist darauf hin, dass es auf dem Hotelgelände keine Parkmöglichkeiten für die Veranstaltungsbesucher gibt. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad oder die Nutzung nahegelegener öffentlicher Parkplätze. Der Kreisverband bitten um Anmeldung per Mail unter spd-friesland@gmail.com bis zum 6. August.
Wangerland (27. 7. 2026) – Das Bündnis 90/Die Grünen im Wangerland lädt ein zu einem „Treffpunkt“. Dabei soll es um einen Erfahrungsaustausch rund um die Themen klimafreundliches Wohnen, nachhaltiges Bauen und erneuerbare sowie dezentrale Energien gehen.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli, ab 19 Uhr in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen direkt am Wangermeer statt. Dort hat die Familie Schweers 2022 ein Nullenergie-Haus gebaut. Mit dabei sein wird auch ein Vertreter der Firma PV Green, der Einblicke in moderne Photovoltaik-Lösungen gibt und für Fragen zur Verfügung steht.
Im Rahmen des „Treffpunkt“ sollen die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen vor, die bei der Kommunalwahl für den Gemeinderat kandidieren. Weitere „Treffpunkte“ sollen folgen.
Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.
Wahlprogramm vorstellt
Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.
Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol
Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.
Gemeindefinanzen stärken
Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.
Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.
Neue Rechtsform für die WTG?
Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.
Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“
Parksystem vereinheitlichen
Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde.
Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.
Historisch große Mannschaft
Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.
Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“
Wangerland (23. 7. 2026) – Die Kandidaten für die Kommunalwahl im Bereich der Gemeinde Wangerland stehen fest. Der Gemeindewahlausschuss hat am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung sämtliche von den Parteien und Wählervereinigungen angemeldeten Bewerberinnen und Bewerber für einen Sitz im künftigen Gemeinderat der Gemeinde Wangerland und für das Bürgermeisteramt abgesegnet, darunter auch eine Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD).
Wie die Prüfung der Listen ergab, erfüllen alle Kandidaten die formalen Voraussetzungen für die Bekleidung eines Ehrenamtes im Rat. Unter anderem müssen die Bewerberinnen und Bewerber ihren Wohnsitz im Wangerland haben. Deutlich strenger sind die Anforderungen an die Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister ist eine Beamter auf Zeit. Von ihm wird eine besondere Treuepflicht erwartet, die unter anderem ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung umfasst.
Besondere Treuepflicht
Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Situs erläuterte, bestehen daran bei den drei Bürgermeister-Kandidaten im Wangerland keine Zweifel. Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) wurde ebenso zur Wahl zugelassen wie seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).
Keine Beanstandungen gab es auch gegen die eingereichten Kandidatenlisten für den Rat. Die Liste der SPD umfasst elfNamen: Holger Ulfers, Stefanie Bremers, Florian Wirth, Ronja Hildebrand, Jannes Wiesner, Elke Brüggestrath, Reiner Meints , Ina Janssen, Jann-Peter Boomgaarden, Jürgen Stille und Sven Ambrosy.
CDU mit den meisten Kandidaten
Die CDU hat 23 Kandidaten benannt: Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek,Christian Burchardt, Beate Wedermann, Mario Krar, Andy Strümpel, Jan Wanowius, Dieter Behrens-Focken, Andree Lüken,Arndt Lowien, Katharina Jensen, Tobias Geisen, Marco Knodel, Rolf Bäuerle,Joachim Janßen, Wolfgang Weidemann, Björn Christiansen, Matthias Poth, Franz Höner, Matthias Suckert, Rolf Franzen, Romuald Samul und Theo Hakvoort.
Die Liste der Grünen umfasst acht Namen: Gaby Szlezak, Sven Pohle, Waltraud Rohde, Thomas Schweers, Geesche Janßen, Susanne Tibke sowie Robert und Michaela Lebin.
Freie Wähler und AfD dabei
Für Pro Wangerland treten zehn Kandidaten an: Dieter Schäfermeier, Géraldine Vogdt, Bernd Abrahams, Hermann Wilken, Carsten Ihnken, Marten Vogdt, Deike Müller, Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege.
Für die FDP werben mit Lübbo Meppen und Christian Fuchs zwei Bewerber um die Stimmen der Wähler.Bislang noch nicht öffentlich bekannt war, dass auch die Freien Wähler mit zwei Bewerbern (Fabian Ulbrich und Enno Peters) und die AfD mit einer Bewerberin (Martina Müller) ins Rennen geht.
Friesland (21.7. 2026) – Der AfD-Bewerber Martin Sichert darf nach dem Willen des Kreiswahlausschusses am 13. September nicht über als Landratskandidat antreten. Der Ausschuss entschied heute über die die eingereichten Wahlvorschläge für die Landratswahl und die Kreistagswahl.
Für die Landratswahl zugelassen sind danach lediglich Rolf Neuhaus (SPD), Sibylle Raquet (FDP) und Jan-Ole Möller (Die Partei). Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) tritt nicht wieder an. Vor der Ablehnung des Wahlvorschlags Sichert (Foto) hatte der Kreiswahlleiter die Kommunalaufsicht beim Innenministerium in Hannover eingeschaltet, um die Verfassungstreue des Bundestagsabgeordneten aus Zetel zu überprüfen.
Offenbar hält man es dort für nicht gewährleistet, dass der Bewerber zweifelsfrei am dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht. Das allerdings ist für die Wahl in ein Beamtenverhältnis Voraussetzung. Ein Rolle dabei dürfe gespielt haben, dass der AfD-Landesverband Niedersachen nach Einschätzung des Verfassungsschutzes als gesichert rechtsextrem gilt. Allerdings: Die Alternative für Deutschland ist dennoch eine zugelassene Partei.
Sichert kündigt Rechtsmittel an
„Ich bin fassungslos“, kommentierte Sichert seinen Ausschluss von der Landratswahl. „Ich werde dagegen selbstverständlich alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen, denn es geht hierbei nicht um mich, es geht um die Demokratie als solches.“ Es sei ein schwerer Verstoß gegen das Grundprinzip der freien und gleichen Wahl, einen Bewerber vor der Wahl auszuschließen. Offensichtlich sei in den anderen Parteien die Angst zu groß, dass er die Wahl gewinnen könnte.
Kreiswahlleiter Bernd Niebuhr und seine Stellvertreterin Andrea Jeske koordinieren gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die organisatorischen Vorbereitungen für die Kommunalwahl. Zu den Aufgaben der Kreiswahlleitung gehören unter anderem die Annahme und Prüfung der Wahlvorschläge, die Beschaffung der Stimmzettel für die Kreistags- und Landratswahl sowie die Organisation der Sitzungen des Kreiswahlausschusses.
46 Plätze im künftigen Kreistag
Im Landkreis Friesland sind derzeit 83.939 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt (Stand: Mai 2026). Je nach Wohnort erhalten sie bis zu vier Stimmzettel: für die Kreistagswahl, die Landratswahl, die Stadt- beziehungsweise Gemeinderatswahl sowie – in den Städten und Gemeinden Bockhorn, Sande, Schortens, Varel und Wangerland – zusätzlich für die Bürgermeisterwahl.
Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl des Landkreises auf über 100.000 werden in diesem Jahr erstmals 46 Mitglieder des Kreistages gewählt. Bei der vergangenen Kommunalwahl waren es noch 42 Sitze. Durch eine Änderung des Niedersächsischen Kommunalwahlrechtes ist in diesem Jahr erstmals die Prüfung der Verfassungstreue der Bewerberinnen und Bewerber für ein Amt als Hauptverwaltungsbeamter vorgesehen.
Nachricht bis zum 23. August
Die Wahlbenachrichtigungskarten werden durch die Städte und Gemeinden voraussichtlich Anfang August versandt. Spätestens bis zum 23. August müssen alle Wahlberechtigten ihre Benachrichtigung erhalten haben. Die Beantragung der Briefwahl sollte möglichst erst nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung erfolgen und kann vorzugsweise online bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde beantragt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Briefwahl direkt vor Ort in den Rathäusern auszuüben.
Wangerland (21. 7. 2026) – Die Gemeinde Wangerland bekundet „uneingeschränkte Solidarität mit den heimischen Fischereibetrieben aus Hooksiel und Horumersiel“. Der Verwaltungsausschuss hat sich gestern der Resolution des Landkreises Friesland für den Erhalt der heimischen Küstenfischerei angeschlossen. Die geplanten weiteren fischereifreien Schutzgebiete dürfen nicht dazu führen, dass traditionsreiche Familienbetriebe ihre wirtschaftliche Existenz verlieren.
Der Verkauf von fangfrischen Krabben in den Häfen im Wangerland gehört seit Jahrzehnten zur regionalen Kultur. Archiv-Foto: Klaus Schreiber
„Die Küstenfischerei ist weit mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie ist Teil unserer Geschichte, unserer Identität und prägt seit Generationen unsere Häfen, unsere Küstenorte und das Gesicht des Wangerlandes. Unsere Fischer leisten seit Generationen einen unverzichtbaren Beitrag für das Wangerland. Sie sichern Arbeitsplätze, schaffen regionale Wertschöpfung und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Tourismus“, stellt Bürgermeister Mario Szlezak fest. „Wer den Fischern ihre traditionellen Fanggründe nimmt, nimmt vielen Familien ihre wirtschaftliche Grundlage und gefährdet ein Stück norddeutscher Kultur.“
Keine Gegner des Naturschutzes
Die Gemeinde Wangerland bekenne sich ausdrücklich zum Schutz des Wattenmeeres und zur Verantwortung für den Natur und Meeresschutz. Gleichzeitig macht der Ausschuss aber deutlich, dass Naturschutz und nachhaltige Küstenfischerei keine Gegensätze sein dürften. „Unsere Fischer sind keine Gegner des Naturschutzes. Im Gegenteil. Sie leben seit Generationen mit und von der Natur und haben ein eigenes Interesse an einem gesunden Wattenmeer.“
„Für das Wangerland ist die Sache eindeutig: Wir stehen an der Seite unserer heimischen Fischer. Sie dürfen nicht die Leidtragenden einer Politik werden, die die Realität an unserer Küste aus dem Blick verliert“, so Szlezak.
Land bekräftigt Vorschlag
Grundlage der heiligen Gesprächsrunde im Fischereidialog war eine Karte mit den ausgewählten Gebietsvorschlägen für künftige fischereifreie Zonen in der Nordsee, die das niedersächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium heute mit Vertretern der teilnehmenden Verbände und Organisationen erörtert hat. Hintergrund sind Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie 2030, die umzusetzen sind.
Wie die Ministerien nach dem Gespräch ankündigten, werde man erneut „geringfügige Anpassungen“ vornehmen, um die Belange sowohl der Fischerei als auch des Meeresnaturschutzes noch besser zu berücksichtigen. Beispielsweise sollen Vorschläge im Bereich der Vogelinsel Mellum geprüft werden, die von Krabbenfischern und Umweltverbänden gemeinsam vorgeschlagen worden seien.
Umwelthilfe droht mit Klage
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte im Vorfeld des heutigen Fischereidialogs zwischen Landesbehörden, Fischernsowie Umweltverbände gefordert, die Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im Wattenmeer grundsätzlich zu untersagen. Die Vorschläge, diese Form der Fischerei nur in zehn Prozent des Nationalparks auszuschließen, würden nicht weit genug gegen.
Zu den vorgeschlagenen Gebieten gehören auch Fischgründe unmittelbar vor der Küste des Wangerlandes. Da die Wangerländer Fischer mit ihren kleinen Booten keine anderen Fanggebiete erreichen können, gefährdet der Vorschlag ihre Existenz. Für den Fall, dass die negativen Folgen der Krabbenfischerei nicht ausgeschlossen würden, kündigt die DUH an, den Klageweg beschreiten zu wollen.
Wangerland/Schillig (21. 7. 2926) – Am kommenden Wochenende, vom 24. bis 26. Juli, verwandelt sich der Strand von Schillig in ein Festivalgelände. Das „Friesenfestival“ lädt Einheimische und Gäste zu einem Wochenende mit Meerblick, Livemusik und kulinarischer Vielfalt ein.
Von Shantys bis Ed Sheeran
Am Freitag eröffnen der Shantycor Likedeeler, Die Ungesteckerten 3, Brass von Monte Disco und die Hitfluencer das Festivalwochenende mit maritimer Stimmung und tanzbaren Rhythmen. Der Samstag steht im Zeichen von Bühnenshows: Ed Sheeran Tribute, Adenalin und die Kultband BIG Maggas sorgen gemeinsam mit DJ Flöcki bis in den Abend für musikalische Vielfalt. Am Sonntag klingt das Festival mit dem Auftritt von De Platters, der Band Honeybird, einer Kinderdisco und der traditionellen Neptun-Taufe aus.
Aussteller und Food‑Stände sorgen für regionale Leckereien, handwerkliche Produkte und gesellige Momente. Die DLRG Wangerland gestaltet am Sonntag ein Kinderprogramm mit Drachenbemalen, Kinderschminken und spielerischen Aktionen am Strand.
Friesencross für alle Lauffreunde
Parallel dazu erwartet sportlich Aktive am Samstag der „21. Friesencross“, ein Lauf durch Sand, Wiesen und das Weltnaturerbe Wattenmeer. Laufbegeisterte, Naturfreunde und Familien können gemeinsam die Dynamik der Nordseeküste zu erleben. Beginnend am Strand führen die Strecken durch Sand, Dünen, Wiesen und zum Teil über den schlickigen Meeresboden.
Es gibt Wettbewerbe für verschiedenste Alters- und Leistungsgruppen. Für die Jüngsten werden Bambini-, U10- und U16-Läufe angeboten. Erwachsene können sich beim 5‑Kilometer-Strandlauf, beim 5‑Kilometer‑Walking oder beim 10‑Kilometer‑Strand‑ und Wattlauf messen. Hoch- und Niedrigwasserphasen machen den Lauf zusätzlich besonders und verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter.
Anmeldungen für alle Laufkategorien sind online unter wangerland.de/friesencross möglich. Weitere Informationen, Startzeiten und Teilnahmebedingungen sind dort ebenfalls abrufbar.