Hooksiel (22. 4. 2026) – Die Umstellung auf H-Gas im Bereich der Gemeinde Wangerland hat reibungslos geklappt. Wie ein Sprecher des Gasnetzbetreibers EWE Netz gegenüber „Hooksiel-Life“ mitteilte, habe es an diesem Dienstag, dem dafür vorgesehenen Termin, keinerlei Probleme gegeben. „Die Versorgung der Haushalte läuft seitdem mit dem neuen, energiehaltigeren Erdgas stabil und ohne Komplikationen.“
Für die Verbraucher selbst sei die Umstellung grundsätzlich unproblematisch verlaufen, so der Sprecher. Wichtig sei jedoch, dass Kundinnen und Kunden, deren Erdgasgeräte im Zuge der Umstellung noch angepasst werden müssen, die bereits schriftlich angekündigten Termine unbedingt einhalten.
„Diese Anpassungen sind erforderlich, um einen weiterhin sicheren und effizienten Betrieb der Geräte zu gewährleisten.“ Für alle anderen Kunden sieht die EWE Netz keinen Handlungsbedarf.
Die Umstellung war seit Monaten geplant und intensiv vorbereitet worden. Notwendig geworden ist der Abschied vom so genannten L-Gas vor allem deshalb, weil die Niederlande angekündigt hatten, in den kommenden Jahren kein Erdgas mehr nach Deutschland exportieren zu können. Das energiehaltigere H-Gas kommt vornehmlich aus Norwegen – oder im steigenden Anteil auch über Importe von Flüssigerdgas (LNG).
Im Vorfeld hatten von der EWE beauftrage Techniker alle Gasverbraucher in den Haushalten inspiziert und sie auf die neue Gas-Art eingestellt. Nicht möglich ist die Umstellung nur bei sehr alten Heizungen, die im Fall der Fälle notfalls ausgetauscht werden müssen.
Wilhelmshaven/Friesland (22. 4. 2026) – Die allermeisten Unternehmen (97 Prozent) in der Jade-Region kämpfen mit steigenden Kosten. Als Konsequenz wollen über 40 Prozent der im Rahmen der „Wirtschaftsumfrage Frühjahr 2026“ befragten Unternehmen ihre eigenen Preise anpassen. Aber längst nicht alle gehen davon aus, dass sie ihre Umsätze steigern können. Als Unsicherheitsfaktor wird zudem die weltpolitische Lage wahrgenommen.
Im Durchschnitt verzeichneten die Unternehmen bei den Energiekosten eine Zunahme von 8,43 Prozent. Auch in anderen Bereichen sei der Kostendruck hoch. Die Materialkosten lagen im Schnitt um 7,64 Prozent über dem Vorjahresniveau, während sich die Lohnkosten durchschnittlich um 7,95 Prozent erhöht hätten.
Kostendruck gefährdet Investitionen
„Die Folgen der Kostensteigerungen zeigen sich bereits deutlich: Sinkende Margen und Erträge führen in einigen Fällen zu negativen Gewinnsituationen“, befürchtet Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV): „Viele Unternehmen verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, ihre Preise anzupassen, was langfristig dazu führen kann, dass sie notwendige Investitionen aufschieben. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbs- und Preisdruck im Vergleich zum europäischen Ausland hoch.“
Die Daten gehen aus der Wirtschaftsumfrage hervor, deren Ergebnisse jetzt vom AWV, vom Wirtschaftsförderkreis Harlingerland und dem Netzwerk Wirtschaft Varel vorgestellt wurden. An der Umfrage beteiligten sich 166 Unternehmen mit insgesamt über 33.265 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus der Stadt Wilhelmshaven, dem Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland.
Bei der Abfrage, die vor dem Ausbruch des Iran-Krieges stattfand, ging es um aktuelle politische Themen, die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, der Prognose für die kommenden sechs Monate und die Bewertung der Standort-Rahmenbedingungen in der Jade Wirtschaftsregion.
Knapp ein Drittel der Betriebe unzufrieden
Als gut bezeichnen 37 Prozent (39 %) der Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage – damit ähnlich viele wie im letzten Jahr. 43 Prozent (32 %) empfinden die Situation als befriedigend. 20 Prozent (29%) beschreiben ihre Lage als unbefriedigend bzw. schlecht.
25 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als „relativ hoch“. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert damit auf einem ähnlichen Niveau. 54 Prozent (52 %) bewerteten ihren derzeitigen Auftragsbestand als ausreichend, 21Prozent (25 %) als zu gering. Der Auftragsbestand reicht bei den Unternehmen durchschnittlich für die nächsten 10 Monate (12 Monate).
Für die kommenden sechs Monate gehen 9,9 Prozent (10,3 %) der Unternehmen von einem deutlichen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent aus. Weitere 34,2 Prozent (41,6 %) rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung zwischen drei bis zehn Prozent. Der größte Anteil (39,6 %) erwartet hingegen keine nennenswerten Veränderungen. 16,2 Prozent (11,7 %) gehen davon aus, dass sich ihre Umsätze negativ entwickeln.
Zurückhaltung bei Investitionen
Mit Blick auf die steigenden Kosten gaben 40,6 Prozent (37,8 %) der Befragten an, ihre Preise erhöhen zu wollen. Gleichzeitig rechnet fast die Hälfte der Unternehmen damit, ihre Verkaufspreise stabil halten zu können. Preissenkungen planen lediglich 2,8 Prozent der Antwortenden.
Bei den Investitionen zeigt sich die Wirtschaft weiter zurückhaltend. Nur 26,8 Prozent (24,7 %) der Befragten planen, ihr Investitionsbudget in der kommenden Zeit auszuweiten. Die Mehrheit der Betriebe beabsichtigt, ihr derzeitiges Investitionsniveau beizubehalten. Mit 14.3 Prozent deutlich geringer als im Vorjahr fällt der Anteil der Unternehmen aus, die ihre Investitionen zurückfahren wollen. 2025 waren es noch 25 Prozent.
Schlechte Noten für Bundesregierung
Kritisch sehen die Unternehmen die Arbeit der Bundesregierung. Nur ein Befragter bewertete die bisherige Arbeit der Koalition aus CDU und SPD als sehr gut, lediglich acht Prozent als gut. Weit über die Hälfte stellte den politisch Verantwortlichen ein befriedigendes oder nur ausreichendes Zeugnis aus (75,2 %). 16 Prozent der Unternehmen bewerteten den bisherigen Kurs der Bundesregierung sogar als mangelhaft.
Der Bedarf an politischer Unterstützung und spürbaren Entlastungen wird von den Unternehmen weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Mit großem Abstand an erster Stelle steht dabei wie im Vorjahr der Wunsch nach einem konsequenten Bürokratieabbau (91,1 %). Deutlich dahinter folgen Forderungen nach einer Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (48,8 %), Verbesserungen im Bildungssystem (33,1 %) sowie eine Reform der Unternehmensbesteuerung (32,2 %). Darüber hinaus wünschen sich 30,6 % der Unternehmen stärkere politische Impulse zur Förderung der Digitalisierung.
Unternehmen erwarten Unterstützung
Weitere Themen, bei denen viele Unternehmen Unterstützung erwarten, sind Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel (29,8 %), eine stärkere Förderung von Investitionen (29%) sowie Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur (28,2 %). Gefragt nach den wirksamsten Impulsen zur Belebung der Wirtschaft setzen die Unternehmen vor allem auf steuerliche Entlastungen.
Im Vergleich zur Bundesregierung schneidet die niedersächsische SPD/Grüne-Landesregierung besser ab. Knapp über 20 Prozent bewerten ihre Arbeit mit gut bis sehr gut und über die Hälfte der Unternehmen vergibt die Note drei. Lediglich 6,5 Prozent schätzen die Leistungen der Landesregierung als „mangelhaft“ ein.
Unsicherheiten durch Trump
Allgemeine Planungsunsicherheit befürchten viele Unternehmen von den Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump. Seine Zollpolitik könne sich auf den Handel insgesamt und auf die Lieferketten und die Rohstoffpreise auswirken. Auch die Stärkung der Verteidigungsausgaben/Rüstung wirke sich aus.
Die Bewertung der Standortattraktivität der Jade Wirtschaftsregion fällt überwiegend stabil aus. Drei Viertel der befragten Unternehmen (75,2 %) sehen derzeit keine Veränderungen. 18,1 Prozent (29,2 %) der Unternehmen nehmen hingegen eine positive Entwicklung wahr und sind der Ansicht, dass sich die Attraktivität des Standorts in letzter Zeit verbessert habe – auch für ansiedlungsinteressierte Betriebe.
Wangerland/Friesland (20.4. 2026) – Ab Sonntag, 3. Mai, ist es wieder so weit: Bis einschließlich Samstag, 23. Mai, sind alle Friesländerinnen und Friesländer aufgefordert, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen. Der Appell des Landkreises Friesland ist Teil der bundesweiten Klimaschutzkampagne „Stadtradeln“.
Neben dem Landkreis beteiligen sich die Städte Jever und Varel sowie die Gemeinden Wangerooge und Zetel an der Aktion. Die Gemeinde Wangerland hatte sich nach zuletzt sehr dürftigen Teilnehmerzahlen schon im vergangen Jahr aus der Aktion zurückgezogen.
Wangerländer können trotzdem mitradeln. Als Friesländer gelten alle, die im Landkreis leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen. „Durch die CO2-freie Fortbewegung mit dem Fahrrad leisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, wirbt der Landkreis.
Einzel- und Team-Preise warten auf die fleißigsten Radler. Zudem werden erneut gemeinsam mit der EWE als Sponsor Schulen bzw. Schulklassen mit den meist geradelten Kilometern pro Kopf in den drei Kategorien 1. bis 4. Klasse, 5. bis 9. Klasse und 10. bis 13. Klasse mit je 500 Euro für die Klassenkasse ausgezeichnet.
Eine Neuerung: In einem Stempelpass können Teilnehmende im Kreisgebiet Stempel sammeln. Es gibt 24 Stationen, an denen zum Kampagnenstart die Stempelpässe zum Mitnehmen bereit liegen. Im Wangerland gibt es die Pässe im Rathaus in Hohenkirchen, im Restaurant „8 Grad Ost“ in Schillig und bei Zweirad Lüpkes im Gewerbegebiet in Hooksiel. Wer die Karte ausfüllt und einreicht, hat eine weitere Chance auf attraktive Gewinne. Infos zum Stadtradeln unter www.stadtradeln.de und www.friesland.de/klimaschutz.
Hooksiel (19. 4. 2026) – Die DLRG Wangerland hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Im Oktober 2025 hat die Wangerland Touristik GmbH das Hallenwellenbad in Hooksiel geschlossen. Damit verloren die Lebensretter nicht nur ihr Ausbildungs- und Trainingsdomizil, sondern auch ein Stück Heimat. „Wir wussten nicht, wie es weiter geht und ob es weiter geht“, sagte Vorsitzender Sven Hannemann. „Aber es geht weiter.“
Seit 60 Jahren ist Reinhard Thomsson (4. v. l.) Mitglied in der DLRG. Er wurde zusammen mit anderen langjährigen und verdienten Mitgliedern sowie den neuen Bootsführerschein-Inhabern auf der Jahreshauptversammlung im Gästehaus Hooksiel geehrt. Foto: hol
Und das nicht so schlecht. Wie Hannemann am Samstag auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im Gästehaus Hooksiel sagte, hatte die DLRG Wangerland Ende vergangenen Jahres 759 Mitglieder – und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Und das trotz der erschwerten Bedingungen. Seit November findet die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung jeweils samstags und sonntags im „Aqua-Fit“ in Schortens statt. Die Wettkampfgruppe trainiert freitags im „Nautimo“ in Wilhelmshaven.
Dank an die Gemeinde
Der Wechsel ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Finanziell und organisatorisch. Müssen doch die Kinder und Jugendlichen regelmäßig mit einem Fahrdienst zu den Sportstätten gebracht werden. Hannemann danke Bürgermeister Mario Szlezak ausdrücklich dafür, dass die Gemeinde Wangerland die Hallenkosten für die DLRG übernimmt. „Wir sind froh, dass uns die Gemeinde nicht im Stich gelassen hat.“
Aus für Altkleider-Sammlung
Zu den weniger erfreulichen Botschaften des Vorsitzenden zählte auch die Ankündigung, dass die DLRG Wangerland zum Ende dieses Monates ihre Altkleider-Sammlungen einstellt. Das Partnerunternehmen, das die Sammelcontainer geleert habe, sei insolvent. Die Container selbst müssten erneuert werden und die Sammelplätze seien zunehmend verunreinigt gewesen. Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, auf die Altkleidersammlungen ganz zu verzichten. Die Sammlungen hatten der Ortsgruppe zuletzt noch zu 2700 Euro Einahmen im Jahr verholfen.
1500 Stunden am Beckenrand
Ausbildungsleiterin Marina Schmöckel berichtete von einem umfassenden Programm in der Schwimm- und Rettungsschwimmer-Ausbildung. Dabei seien 258 Anfänger und 193 Fortgeschrittene geschult und mit Abzeichen vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer-Abzeichen in Gold belohnt worden. Insgesamt hätten die Ausbilder über 1500 Stunden am Beckenrand gestanden. Hinzu gekommen seien Fachausbildungen für Wasserretter sowie eine ganze Reihe von geselligen Veranstaltungen von Spieleabenden bis zum Weihnachtspunsch.
Der Leiter Einsatz der DLRG, Thorsten Knebel, erinnerte daran, dass die Ortsgruppe im vergangenen Jahr mit der „Otto Gehrke“ ein neues Rettungsboot in Dienst gestellt hat und ein zweites Boot, die „Wangerland 1“, grundsanieren konnte. Zum Programm gehörten unter anderem Bootsführerschein-Ausbildungen sowie Funklehrgänge. Knebel dankte ebenso wie Schatzmeisterin Sandra Kaufeld den Sponsoren, die die Investitionen durch Spenden mit ermöglich hätten.
Surfer aus Notlagen gerettet
Katastrophenschutz-Beauftragter Luca Esch verweis auf sieben Rettungseinsätze, bei denen es in erster Linie darum gegangen sei, vor den Wangerländer Stränden in Not geratenen Surfern und Kitesurfern zu helfen. Zum letzten Einsatz seien die Lebensretter im Dezember gerufen worden. Esch: „Da war es dann auch entsprechend kalt.“ Jugendvorstand Felix Schmöckel berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr mit vielen Aktivitäten, Wettkämpfen und geselligen Veranstaltungen der Jugendlichen in der Ortsgruppe.
Zahlreiche Ehrungen
Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörten die Ehrungen. Für 60-jährige Mitgliedschaft in der DLRG Wangerland wurde Reinhard Thomssen geehrt. Das Urgestein der Ortsgruppe war zudem lange Jahre als Kurdirektor ein wichtiger Partner der DLRG vor Ort. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde der ehemalige Vorsitzende und Leiter Ausbildung Wolfgang Schumann mit einer goldenen Ehrennadel der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft e. V. ausgezeichnet. Entsprechende Nadeln in Silber dürfen sich Vorsitzender Sven Hannemann, sein Stellvertreter Arne Schmöckel,Jörn Poppen und Toben Manzke anstecken. Sie sind alle seit 40 Jahren dabei.
Für ihre Verdienste um die Ortsgruppe wurden zudem Julia Hannemann aus dem Orga-Team der Ortsgruppe, der langjährige Tauchausbilder Horst Janßen und Katastrophenschutz-Beauftragte Luca Esch ausgezeichnet.
Hooksiel (18. 4. 2026) – Offensichtlich erfolgreich war die Sprengung einer Luftmine auf der Störtebekerbank. Gegen 8 Uhr ertönte ein mächtiger Knall über die Jade, der auch in Hooksiel gut hörbar war.
Screenshot: Labusch
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wollte die Mine zunächst bergen, dann zu dem Sprengsatz südlich der Insel Mellum bringen, um sie dort unschädlich zu machen. Das gefährliche Kriegsutensil war bei der Sondierung einer Kabeltrasse durch die Jade entdeckt worden.
Eine offizielle Bewertung der Aktion lag am heutigen Vormittag noch nicht vor.
Hooksiel/Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – In der Jade liegt noch jede Menge Kriegsmunition. Dabei handelt es sich nicht nur um Fliegerbomben, die bei Angriffen der Alliierten auf den Marinestützpunkt Wilhelmshaven ihr Ziel verfehlt haben. Nach dem Krieg wurden zudem große Bestände an deutschen Waffen und Munition im Jade-Fahrwasser verklappt.
Altlasten in der Jade
Auch wenn die Bomben, Minen und Granaten in die Jahre gekommen sind. Gefährlich sind sie auch heute noch. „Bei jedem Bauvorhaben in der Jade muss das betroffene Gebiet zwingend auf Altlasten untersucht werden“, erläutert Stephan Hellwig von der Wasserstraßen- und Schifffahrsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee. Fündig wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) jetzt bei der Sondierung der geplanten Kabeltrasse für das „NeuConnect“-Projekt, mit dem eine Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland hergestellt werden soll.
Bei den aktuellen Sondierungen wurde unter anderem eine Luftmine (Typ LMA) aus deutschen Beständen mit einer Sprengladung von mehr als 250 Kilogramm entdeckt. Da die Bergung und ein Transport an Land als zu gefährlich eingeschätzt wird, soll die Mine von Tauchern geborgen und danach mit anderer Munition auf der Störtebekerbank südlich der Vogelschutzinsel Mellum vor Horumersiel gesprengt werden.
Fahrwasser wird gesperrt
Geplant ist die Explosion zwischen 6.30 bis 9.40 Uhr. Der genaue Zeitpunkt der per Funk ausgelösten Sprengung auf der Sandbank steht noch nicht fest. Er wird für den Schiffsverkehr über „Jade Traffik“ auf den UKW-Kanälen 20 und 63 übermittelt. Anderthalb Stunden davor und danach wird das Fahrwasser aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Das Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen Wangersiel in Horumersiel ist dann untersagt. Auf der Jade werden das WSV-Schiff „Mellum“ und Einheiten der Wasserschutzpolizei die Sprengung absichern.
Die vorbereitenden Arbeiten werden um 5.30 Uhr beginnen. Zunächst sind Taucher gefordert, die an der Mine Hebesäcke und Schläuche befestigen, mit deren Hilfe die Mine später zur Sandbank transportiert werden soll. An der Mine werden zudem noch zusätzliche Sprengladungen angebracht. Diese Arbeiten sind für die strörungsarme Stauwasserphase geplant. Im Anschluss wird die explosive Fracht dann per Schiff zur Störtebekerbank gezogen werden, wo sie dann bei Ebbe zerstört werden soll.
Friesland/Wangerland (17. 4. 2026) – Das Jugendparlament (JuPa) des Landkreises Friesland startet einen Design-Wettbewerb für ein neues Logo. Junge Menschen zwischen 11 und 21 Jahren können bis zum 26. April Entwürfe eingereicht werden. Danach entscheidet eine Jury, wer gewinnt.
Die besten drei Entwürfe werden mit Geldpreisen ausgezeichnet – mit 200, 100 beziehungsweise mit 50 Euro. Das Gewinner-Logo soll das JuPa künftig auf allen Kanälen repräsentieren und auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Social Media zu sehen sein. Eingereicht werden können sowohl digital als auch analog gestaltete Entwürfe. Wichtig ist, dass die Entwürfe einen Bezug zum Jugendparlament Friesland haben.
Alle Infos rund um Teilnahmebedingungen, Teilnahmebogen, technische Vorgaben usw. gibt es unter www.friesland.de/jugendparlament. Einsendungen sind mit dem Stichwort: „Design Wettbewerb“ per Mail oder postalisch möglich: Per E-Mail an jugendparlament@friesland.de und postalisch an die Geschäftsstelle des Jugendparlaments Friesland, Lindenallee 1, 26441 Jever.
Wangerland (16. 4. 2026) – Schwer verletzt wurde am Mittwoch ein Autofahrer, der mit seinem Wagen aus ungeklärter Ursache nahe Oldorf von der Kreisstraße 87 abgekommen und gegen einen Baum geprallt ist. Der 20-Jährige wurde dabei in seinem VW-Transporter eingeklemmt.
Schwer verletzt wurde der Fahrer eines VW-Transporters, der in der Nähe von Oldorf gegen einen Baum prallte. Foto: Feuerwehr
Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkirchen befreiten den Mann, der von Ersthelfern medizinisch versorgt wurde, mit Hilfe des Einsatzes von hydraulischen Rettungsgeräten. Der Rettungsdienst brachte den 20-Jährigen im Anschluss in ein Krankenhaus.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Der Wagen war gegen 7.45 Uhr nach Rechts von der Fahrbahn abgekommen. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Die Verbindungsstraße zwischen Jever und Hohenkirchen wurde für die Dauer der Bergung des Verletzten und des Wagens komplett gesperrt.
Der Transporter war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Erheblich beschädigt wurde zudem ein Leitpfosten und der Baum.
Wangerland/Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Die Deiche im Landkreis Friesland und im Bereich der Stadt Stadt Wilhelmshaven haben den Winter und die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes, der Deichschutzbehörden und der Kommunen am Dienstag bei der Frühjahrsdeichschau. Aber, auch das eine Erkenntnis: Es gibt mit Blick auf die Zukunft jede Menge Handlungsbedarf. Allein für 2026 plant der Deichband Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro.
Das Meer hat nach und nach weite Teile vom Hooksieler Badestrand abgetragen. Das Strandhaus 1 steht schon fast im Wasser. Eine Gefahr für den Küstenschutz sieht der III. Oldenburgische Deichband aber in der Entwicklung noch nicht. Foto: Jonas Abeldt
Im Fokus stehen dabei der Voslapper und der Rüstersieler Seedeich. Seit Jahren schon lässt der Deichband das Deckwerk des Deiches zwischen Hooksiel und dem Jade-Weser-Port erneuern. Stück für Stück. In 2026, so Verbandsvorsteher Eilt-Onno Garlichs, wird der etwa 350 Meter lange 15. Bauabschnitt angepackt. Veranschlagte Kosten: 3,8 Millionen Euro. In 2027, so die Planung, soll das Gesamtprojekt zum Schutz des Deichfußes gegen die anbrandende See dann abgeschlossen werden.
Kleidepots für Deicherhöhung
Abschließen will der Deichband in diesem Jahr auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Erhöhung und Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches. Das Bollwerk hat nach Berechnung von Experten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen so genannten Unterbestick von rund 1,4 Metern. Soll heißen: Damit der Deich auch mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg des Meerwasserspiegels Wilhelmshaven schützen kann, muss er erhöht werden.
Im Rahmen der Frühjahrsdeichschau besprach Deichbandvorstehder Eilt-Onno Garlichs (rechts) eine Reihe von Projekten mit Ulrich Wegener von der Unteren Deichbehörde der Stadt Wilhelmshaven. Foto: hol
Insgesamt, so erläuterten Garlichs und Ulrich Wegener von der Unterer Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven, werden dafür rund 200.000 Kubikmeter Klei als Deichbaustoff benötigt. „Auf Deponien an der Maade und in der Nähe des Jade-Weser-Ports haben wir schon 160.000 Kubikmeter gesammelt.“ Die benötige Restmenge soll im laufenden Jahr hinzukommen. Der Deichband rechnet für 2026 für das Projekt mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro.
Als weitere Großbaustelle zeichnet sich in Wilhelmshaven die Erneuerung des Deckwerkes auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Helgolandkai und dem Fliegerdeich ab. Auch hierfür sollen im laufenden Jahr die Vorarbeiten vorangetrieben werden.
Schlussrechnung für Hooksiel
Nach drei Jahren abgeschlossen worden ist im vergangenen Jahr die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches (zwischen Campingplatz und Strandhaus 1). Hier arbeite man aktuell nur noch an der Schlussrechnung, so Garlichs. Bei dem nächsten Großvorhaben in diesem Bereich, die Sicherung des Hooksieler Badestrandes, sieht er den Deichband selbst nur bedingt in der Pflicht. „Natürlich unterstützen wir das Projekt. Aber aus Sicht des Küstenschutzes ist es nicht notwendig. Insofern können wir auch keine Küstenschutzmittel dafür ausgeben.“
1,1 Millionen Euro will der Verband hingegen in diesem Jahr für den Schutz des Deichvorlandes zwischen Harlesiel und Schillig investieren. Hier sollen bestehende Lahnungsfelder instand gesetzt werden. Mit Hilfe des Verbundes aus Holzpfählen und Reisig wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und die Sedimentation, also die Ablagerung von Sand und Schlick, erhöht.
Im Rahmen ihrer ganztägigen Bereisung begutachteten die Fachleute die Deiche von Varel über Stand bis Wilhelmshaven und weiter von Hooksiel für Schillig bis Harlesiel. Dabei ließen sie sich auch über den Stand der Arbeiten an den Schleusen in Wilhelmshaven (4. Einfahrt) und Hooksiel informieren. Die Sanierung der Bauwerke liegt in der Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Landes. Die gute Botschaft für Hooksiel, so Garlichs: „NPorts hat angekündigt, dass die Schleuse wie zuletzt geplant zu Pfingsten wieder in Betrieb gehen kann.“
Waddewarden (15. 4. 2026) – Unbekannte sind im Zeitraum von Montag, 12.20 Uhr, bis Dienstag, 13.18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Wassenser Straße in Waddewarden eigebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude, so die Polizei. Im Inneren sei insbesondere das Schlafzimmer durchsucht worden.
Die Täter entwendeten nach ersten Angaben Schmuck in bislang unbekannter Menge und Wert sowie eine Kamera. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.