Hooksiel (27. 3. 2026) – Man kann trotzt des Thalasso-Desasters unterschiedlicher Auffassung darüber sein, ob die Gremien der Gemeinde Wangerland Nachhilfeunterricht in punkto wirtschaftliches Handeln benötigen. Oder ob überhaupt exklusive Informationen für Entscheider für nicht demokratisch legitimierte Bürger zugänglich sein sollten. Verständnis könnte man auch für Zweifel daran haben, ob Interessenvertreter die besten Berater für Politiker sind – zumal dann, wenn es um Dinge geht, die die Ratgeber gegebenenfalls selbst betreffen.
Scheu vor der Öffentlichkeit
Ein echtes Armutszeugnis ist es aber, dass der Gemeinderat nicht die Traute hatte, diese und vielleicht auch noch andere kritische Argumente in öffentlicher Debatte zu benennen. Die einstimmige Entscheidung gegen den Antrag der Gewerbevereine aus Hooksiel, Horumersiel und Hohenkirchen, die gern Vertreter als beratende Mitglieder in den Wirtschaftsausschuss der Gemeinde entsandt hätten, fiel in der Ratssitzung am 17. März, im nicht-öffentlichen Teil. Zum Bild passt, dass die Gemeinde dann noch einmal über eine Woche benötigte, ihren Beschluss öffentlich zu machen.
Die Begründung ist klar: Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen des Wirtschaftsausschusses, an dem auch die beratende Mitglieder teilnehmen dürften, gehe es häufig um vertrauliche Informationen und um die Belange Dritter. So die Argumentation des Rates. Heißt übersetzt: Die gewählten Ratsvertreter glauben nicht, dass sich beratende Mitglieder an das Gebot der Vertraulichkeit halten, zu dem sie natürlich ebenso wie die ehrenamtlich tätigen Politiker vergattert würden.
Angst vor eigenen Argumenten?
Als Botschaft angekommen ist außerhalb des Rathauses, dass die Politiker bei der Beratung kniffliger Angelegenheiten – fehlendes Fachwissen hin oder hier – lieber unter sich bleiben. Ebenso wie bei der Beratung des im Vorfeld öffentlich verbreiteten Antrages der Gewebevereine, der zumindest nach den Vorgaben der niedersächsischen Kommunalverfassung fast schon zwingend öffentlich zu beraten gewesen wäre.
„Die Sitzungen der Vertretung sind öffentlich, soweit nicht das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner den Ausschluss der Öffentlichkeit erfordern“, heißt es im Niedersächsischen Kommunal-Verfassungsgesetz wörtlich. Dass eine Absage an die Gewerbetreibenden das „öffentliche Wohl“ gefährdet hätte, wird wohl niemand behaupten wollen. Und: Berechtigte Interessen Einzelner, die gegen einen Diskurs vor den drei Ratszuschauern gesprochen hätten, sind auch nicht zu erkennen.
Höchstens die Interesse jener Ratsmitglieder, die nur ungern öffentlich gegen ihnen nahe stehende Gewerbevereine argumentieren. Aber deren Sorge ist durch die Verbannung der Zuhörer nicht kleiner geworden. Da der Rat sich geschlossen gegen den Antrag der Wirtschaftsvertreter gestellt hat, ist ja das Abstimmungsverhalten eines jeden einzelnen Ratsmitgliedes bekannt.
Wangerland (26. 3. 2026) – Die gewählten Politiker und die Verwaltungsvertreter der Gemeinde Wangerland wollen bei den Beratungen im Wirtschaftsausschuss des Gemeinderates unter sich bleiben. Wie die Gemeinde heute mitteilte, habe der Rat bereits in seiner Sitzung am 17. März den Antrag der örtlichen Interessenvertretungen aus Handel, Handwerk und Gewerbe abgelehnt, die für sich einen Sitz mit beratender Stimme im Ausschusses für Wirtschaft, Finanzen und Energie beantragt hatten.
Vertrauliche Beratungen
Man habe hierzu eine grundsätzliche Entscheidung getroffen, heißt es in der Mitteilung. Offenbar im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung. Im öffentlichen Teil war der Antrag nicht Gegenstand der Beratungen. Nach der Entscheidung bleibt der Fachausschuss weiterhin ausschließlich mit gewählten Ratsmitgliedern besetzt.
Das niedersächsische Kommunalverfassungsrecht lässt es grundsätzlich zu, beratene Mitglieder zum Ausschuss hinzuzuziehen. Eine Verpflichtung dafür gibt es nicht. In anderen Ausschüssen wie etwa im Schul- und Sozialausschuss oder im Tourismusausschuss werden auch im Wangerland beratende Mitglieder eingebunden.
In diesen Gremien, so ein Argument der Gemeinde, stünden aber in der Regel keine vergleichbar sensiblen Inhalte in den nicht öffentlichen Beratungen auf der Tagesordnung. Beratende Mitglieder hätten auch Zugang zum nicht-öffentlichen Teil der Sitzungen. Darin gehe es häufig um vertrauliche Informationen oder um die Belange Dritter.
Einstimmige Entscheidung
Die Entscheidung des Rates gegen den Antrag der Wirtschaftsvertreter aus Horumersiel, Hohenkirchen und Hooksiel sei einstimmig gefallen, so die Gemeinde. Die Vereine hatten auch mit Blick auf das Desaster bei wirtschaftlichen Entscheidungen zur gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH die Ansicht vertreten, das Fachwissen in wirtschaftlichen Fragen den Entscheidungen im Rat gut tun könnte.
Der Austausch mit der örtlichen Wirtschaft bleibe trotz der negativen Entscheidung ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Gemeinde. „Externe Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden können weiterhin bei Bedarf zu einzelnen Themen hinzugezogen werden“, heißt es aus dem Rathaus Die Gemeinde Wangerland setze weiterhin auf eine „transparente, verantwortungsvolle und dialogorientierte Zusammenarbeit mit allen Akteuren vor Ort“.
Wangerland (26. 3. 2026) – Die Polizei im Wangerland sucht nach einem Tankbetrüger. Wie die Polizei heute mitteilte, habe ein Mann bereits am Mittwoch, 18. März, gegen 13.15 Uhr, an der Tankstelle in der Jeverschen Straße in Hohenkirchen für 40 Euro getankt, aber nicht bezahlt.
Der Beschuldigte habe einen silbernen Ford C Max mit tschechischem Kennzeichen (Länderkennung CZ) gefahren. Auf der Heckklappe rechts soll sich der Schriftzug „GO VEGAN“ befinden. Der Gesuchte soll zwischen 50 und 55 Jahr alt und schlank sein. Er hat kurze dunkle Haare, trug eine dunkle Latzhose und einen auffälligen weißen Pullover.
Die Ermittler bitten Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zur Identität des Fahrers beziehungsweise zum Fahrzeug machen können, sich bei der Polizeistation Wangerland unter der Rufnummer 04463/808910 zu melden.
Hooksiel (25. 3. 2026) – Schießlärm kann nerven. Und er nervt auch viele. Gerade in Hooksiel. Wenige Kilometer von der Ortsgrenze entfernt, auf Wilhelmshavener Grund, ist der Wurftaubenschießclub-Jade beheimatet. Sein 2002 eingeweihter Schießstand wird gut genutzt. Vor allem an den Wochenenden. Morgens bis abends. Bei schönem Wetter. Wenn andere Leute die Ruhe auf ihrer Terrasse genießen wollen.
Der Wurftaubenschießstand in Wilhelmshaven-Tammhausen. Der Seebadeverein will mit dem dortigen Verein nach Wegen suchen, wie die Lärmbelastung für Hooksiel verringert werden kann. Foto: Wurftaubenschießclub
Vor allem bei östlichen Winden sind die Schießgeräusche der Sportschützen, darunter auch Jäger aus dem Wangerland, in Hooksiel gut zu hören. In einigen Ecken mehr, in anderen weniger. Zu jenen, die die Schüsse gewaltig stören, gehört der Konrad Severin. Er lebt seit einem Jahr in Hooksiel und engagiert sich im örtlichen Seebadeverein – in der Arbeitsgruppe „Schießlärm“. Deren Ziel: Die Lärmbelastung reduzieren.
Bauschuttdeponie als Schutzwall
Am Dienstag trug Severin beim „Gäste- und Bürgersnak“ des Vereins den Stand der bisherigen Bemühungen vor. Er erzählte von Gesprächen mit ebenfalls Betroffenen, von Recherchen zu lange zurück liegenden juristischen Auseinandersetzungen, über ein Telefonat mit dem Vorsitzenden des Wurftaubenschieß-Clubs und über Bemühungen des Wangerländer Alt-Bürgermeisters Dietrich Gabbey, der sich erneut an die Stadt Wilhelmshaven gewendet habe in der Hoffnung, dass man dort im Zuge der laufenden Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Stadt etwas für den Schallschutz der Hooksieler tun könnte.
Die Idee: Ein Lärmschutzwall. Eine entsprechende Konstruktion hatten Gabbey, der heutige Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) und Vereinsvorsitzender Heinz Weerda sich schon vor einigen Jahren einmal in Osnabrück angesehen. Dort schützt eine riesige Erddeponie in unmittelbarer Nähe des Schießstandes die Nachbarn vor Lärm.
Gemeinsam nachdenken
Rechtlich, so der Eindruck von Severin, ist dem Schießstand ohnehin nicht beizukommen. Sinnvoller wäre es, mit dem Verein zusammen nach Möglichkeiten der Lärmminderungen zu suchen. Als Pate für solche Gespräche bot sich im Gästehaus Bernd Abrahams an. Der Bauingenieur und Bürgermeister-Kandidat der Unabhängigen ist Jäger und nutzt den Schießstand auch selbst. Er habe den Eindruck, dass man sich bislang dort zwar schon über Lärm dämmende Maßnahmen sehr viele Gedanken gemach, aber halt noch keine Lösung gefunden habe. Er sei überzeugt, so Abrahams: „Es gibt Möglichkeiten, die Situation für die Hooksieler Bürger zu verbessern.“
Denkbar seien leisere Munition oder Schalldämpfer oder auch bauliche Maßnahmen wie der Einsatz von schalldämpfenden Materialien oder der Bau von Lärmschutzwänden. Wenn der Schießbetrieb nicht eingeschränkt werde und auf den Verein keine Kosten zukämen, so Abrahams, wären die Schützen sicher kooperationsbereit.
Gartengeräusche werden Nebensache
Bürgermeister Szlezak, auch zu Gast beim Seebadeverein, bestätigte, dass die Lärmschutzsatzung der Gemeinde Wangerland keine Handhabe gegen den Schießlärm biete. Was allerdings vor Ort schon zu kuriosen Situationen führen kann, wie ein Hooksieler Bürgerin schilderte. Sie habe sich gerade Gedanken darüber gemacht, ob sie einen Nachbarn rügen solle, der während der offiziellen „Mittagsruhe“ in Hooksiel mit Gartengeräten hantierte. Dann setzte die Schießerei ein – und der Lärm von nebenan wurde zur Nebensache.
Hooksiel/Wilhelmshaven (25. 3. 2026) – Die Hooksieler Seeschleuse wird voraussichtlich nicht vor Pfingsten (24. Mai) für Boote und Schiffe passierbar sein. Als Grund für die Verzögerungen der Sanierungsarbeiten verweisen Holger Banik, Geschäftsführer der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts, und der Leiter der NPorts-Niederlassung Wilhelmshaven, Mathias Lüdicke, auf den strengen Winter. Acht Wochen lang habe an dem Wasserbauwerk nicht gearbeitet werden können. Nach der ursprünglichen Planung sollte die Schleuse ab Ende April wieder für Skipper nutzbar sein.
NPorts-Chef Holger Banik (links) und Mathias Lüdicke, Leiter der NPorts-Niederlassung Wilhelmshaven, stellten die Perspektiven für die Wilhelmshaven Häfen sowie geplante Investitionen vor. Foto: hol
Die Scheusenanlage aus dem Jahr 1975 wird mit mit einem finanziellen Aufwand in zweistelliger Millionenhöhe rundum saniert. Die Arbeiten laufen bereits seit 2022. Aktuell werden die sanierten Torlinien zwei bis fünf wieder in die Schleusenkammer eingelassen. Lüdicke bat heute im Rahmen der Jahrespressekonferenz seiner Niederlassung in der NPorts-Zentrale am Jade-Weser-Port um Verständnis dafür, dass im Zuge der Arbeiten auch der Straßenverkehr hier und dort kurzfristige gesperrt werden muss.
Schleusenöffnung erst Ende Mai
Neben der Schleusenkammer mit ihren hydraulischen Elementen soll auch die komplette Elektrik und Elektronik des technischen Bauwerkes erneuert werden. Vorgesehen ist auch die Runderneuerung des Schleusenwärter-Zentrale. Dieser Bauabschnitt sei allerdings erst für 2027/28 geplant.
Allein im laufenden Jahr investiert NPorts im Bereich der Niederlassung Wilhelmshaven, zu der Hooksiel gehört, 14 Millionen Euro. Weitere 11 Millionen Euro sind für Unterhaltungsarbeiten vorgesehen.
Banik und Lüdicke stellten eine Reihe von Großprojekten vor, die perspektivisch in Wilhelmshaven verwirklicht werden sollen. Möglich gemacht würden die auch durch ein 375-Millionen-Euro schweres Sonderpaket des Bundes für den Ausbau der Hafeninfrastruktur in Niedersachsen.
Großprojekte für die Energiewende
Ein Schwerpunkt dabei ist die Sicherung der Energieversorgung und die Umsetzung der Energiewende. So laufen derzeit die Planungen für einen neuen Anleger für sechs Großschiffe in der Jade, den Anleger für verflüssigte Gase (AVG), auf Hochtouren. NPorts arbeite derzeit an der Finanzierung des 650 Millionen Euro teuren Projektes und bereite die Planfeststellung vor. Wenn die privaten Kunden, ein Konsortium um das Energieunternehmen TES, ebenfalls ihre „Hausaufgaben“ machen, könne im zweiten Halbjahr 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Die Pläne für den Voslapper-Groden-Nord: Der geplante Anleger für verflüssigte Gase soll einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Die derzeit noch nördlich davon gelegene Umschlagbrücke mit dem LNG-Terminal Wilhelmshaven 1 ist auf der Skizze nicht mehr zu sehen. Grafik: NPorts
Über das AVG sollen unter anderem flüssige Gase wie Ammoniak (nötig für die Wasserstoff-Produktion) und flüssiges Erdgas (LNG) importiert und klimaschädliches Kohlendioxid (CO2), etwa auf dem Weg zur Verpressung unter der Nordsee, exportiert werden. Die privaten Investoren wollen dafür auf dem Voslapper Groden-Nord die notwendigen industriellen Anlagen bauen, darunter einen stationären LNG-Terminal. Vor dem Startschuss für den Bau des AVG müssten sie aber einen Kredit in Höhe von 100 Millionen Euro absichern, der neben den Mitteln von Land und Bund (je 275 Mio. Euro) für die Investition benötigt werde.
Mehrzweck-Terminal mit RoRo-Anlage
Zweites Großprojekt: Der Bau eines etwa 900 Meter langen „Multipurpose Terminal“ (MPT). Der Mehrzweck-Terminal soll in Verlängerung des Jade-Weser-Ports in Richtung Hooksiel entstehen. Damit will NPorts unter anderem die nötigen Platz für den Umschlag von Windkraftanlagen, von Spezialladungen – gegebenenfalls auch für militärische Zwecke –, für den Autoimport und für zusätzlichen Containerumschlag schaffen. Das MPT soll dafür mit einer RoRo-Anlage ausgestattet werden, über die rollende Ladung direkt zu den Logistikflächen hinter der Kaikante transportiert werden kann.
Ohne zusätzliche Umschlagflächen in Häfen seien die Ausbauziele für Windparks in der Nordsee, ein wichtiger Baustein der geplanten Energiewende, nicht zu erreichen, sagte Banik. Insgesamt würde ein MPT die Rolle Wilhelmshavens als Logistikstandort weiter stärken. NPorts rechnet für das bis zu eine Milliarde Euro teure Vorhaben mit einer Planungszeit von zwei Jahren. Dem dürfte sich ein zweijähriges Genehmigungsverfahren anschließen. Im aktuellen Haushalt des Unternehmens sind für das Projekt sieben Millionen Euro Planungskosten eingestellt.
Schlepperhafen an der Niedersachsenbrücke?
Im Zusammenhang mit den Plänen für ein AVG und den MPT stehen auch Überlegungen zur Betonsanierung und künftigen Nutzung der Niedersachsenbrücke, an der im Moment ausschließlich Kohle importiert wird. Ein Gedanke dabei: Hier, südlich des Jade-Weser-Ports, könnte ein neuer Schlepperhafen entstehen, der auf der Nordseite des Containerterminals durch den Bau des MPT wegfallen würde. Welche Funktion die Brücke künftig haben könnte, hänge maßgeblich von den Wünschen potenzieller Kunden ab, sagte Banik.
Hoch zufrieden zeigte sich Banik mit der Entwicklung der Umschlagzahlen am Jade-Weser-Port. An dem über Jahre als Geisterhafen verspotteten Containerterminal wurden 2025 1,47 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Die Prognose für das laufende Jahr: 1,5 bis 1,8 Millionen TEU. Zu verdanken sei das vor allem der Partnerschaft von Hafenbetreiber Eurogate mit der Hamburger Großreederei Hapag-Lloyd.
Gespräche über „Hafenhaus“ in Hooksiel
Einen festen Platz im neu erarbeiteten Perspektivpapier für die Wilhelmshavener Häfen hat auch Hooksiel. Wie Lüdicke sagte, könne er sich am Außenhafen sehr gut den Bau eines „Hafenhauses“ mit Büroräumen, kleiner Restauration und Informationspunkt zu Häfen und Energie vorstellen. Man führe bereits Gespräche mit potenziellen Investoren.
Eher „Platzhalter“ hingegen seien bislang Überlegungen zur Verlängerung der Nord- und der Südmole des Hafens. Jedenfalls gebe es hier noch keine Notwendigkeit für Liegeplätze etwa für Schlepper oder andere Dienstleister.
Völlig neu im Portfolio der NPorts-Niederlassung ist die Entwicklung und Vermarktung von Flächen für touristische Zwecke. für das Hooksieler Freizeitgelände zwischen zweiter Deichlinie und Außenhafen, zwischen Bäderstraße und Hooksmeer werden unter anderem Interessenten für den Bau zum Beispiel eines Hotel oder auch von naturnahen Übernachtungsmöglichkeiten wie „Wohnen auf dem Wasser“ oder „Hütten-Camping im Wald“ gesucht.
Bei dem Nebeneinander von Hafen- und Energiewirtschaft auf der Wilhelmshavener und Tourismus auf der Hooksieler Seite sehe er keinen Widerspruch, so Lüdicke. Aber bei der Entwicklung der Flächen im Freizeitgelände, für die man auch auf die Bauleitplanung der Gemeinde Wangerland angewiesen sei, rechne man schon mit Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren.
Wangerland (24. 3. 2026) – Es fehlt an aktiven Feuerwehrleuten. Dieses Thema beschäftigt alle Ortswehren im Wangerland. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Tettens will in diesem Jahr gezielt aktive Mitgliederwerbung betreiben und vor allem den jugendlichen Nachwuchs fördern.
Der Vorstand des Fördervereins der Feuerwehr Tettens mit (von links) Adolf Hirsch an der Spitze sowie Jan-Iko Jassen, Sabine Spelsberg und Viola Dorow wurde für zwei Jahre im Amt bestätigt. Foto: Feuerwehr
Auf der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus Tettens wurden dazu Ideen gesammelt: Tage der offenen Tür, von Tür-zu-Tür-Werbung, Schulaktionen. Angeregt wurde auch ein Treffen der Fördervereine aller Ortswehren im Wangerland, um gemeinsam mehr Reichweite zu erlangen.
Der Vorsitzende des Tettenser Fördervereins, Adolf Hirsch, berichtete, dass 2025 die aktive Feuerwehr mit nützlichem Werkzeug, Schonbezügen für den neuen Mannschafts-Transportwagen und Kleidung unterstützt werden konnte. Sein Dank galt den zahlreichen Unterstützern. Der Vorstand wurde für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.
Horumersiel (24. 3. 2026) – Zu Ostern füllen sich die Sielorte im Wangerland merklich. Hooksiel und auch Horumersiel bereiten sich darauf mit verschiedenen Veranstaltungsangeboten vor.
So werden in vielen Orten im Wangerland am Ostersamstag traditionell Osterfeuer entzündet werden. Neben dem gemütlichen Feuerschein werden die Gäste dabei auch heiße und kalte Getränke und andere Leckereien genießen können.
Strauchgut anliefern
Die Veranstalter des Osterfeuers am Strand von Horumersiel weisen darauf hin, dass Bürger sauberes Strauchgut an diesem Freitag, 27. März, von 14 bis 18 Uhr und am Samstag, 28. März, von 10 bis 14 Uhr anliefern können.
Über die Osterfeiertage wird am Alten Hafen von Hooksiel wieder ein Ostermarkt aufgebaut. Zu den Attraktionen im Ort zählt zudem am Ostersamstag die große Ostereier-Suchaktion der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“.
Bücherflohmarkt
Für Mittwoch, 1. April, lädt die Bücherei Horumersiel zum Bücherflohmarkt in den Kleinen Kursaal im Gästehaus Horumersiel ein. Von 10 bis 16 Uhr sind Lesebegeisterte eingeladen, nach spannender, unterhaltsamer und typisch friesischer Lektüre zu stöbern. Alle Einnahmen fließen in die Anschaffung neuer Bücher für die Bücherei. Der Eintritt ist frei. Vor Ort ist nur Barzahlung möglich.
Friesland/Wangerland (24. 3. 2026) – Am Samstag, 28. März, ist es wieder so weit: Zwischen 20.30 und 21.30 Uhr schalten Millionen Menschen weltweit das Licht aus und setzen damit ein Zeichen für den Klimaschutz. Auch der Landkreis Friesland sowie die Städte Jever und Varel und die Gemeinden Wangerland und Wangerooge sind dabei und folgen damit einem Aufruf des „World Wide Fund For Nature“ (WWF) Deutschland.
Friesland beteiligt sich an der WWF-Aktion „Earth Hour“. In der „Stunde des Erde“ wird das Licht ausgeschaltet. Foto: Landkreis
Egal ob als öffentliche Verwaltung, Unternehmen oder Privatperson: Jeder Mensch kann bei der symbolischen Aktion mitmachen und das Licht, wo möglich, für 60 Minuten ausschalten. Der Landkreis stellt in der „Stunde der Erde“ das Licht in und an kreiseigenen Liegenschaften ab, die damit wie so bekannte Bauwerke wie das Brandenburger Tor in Berlin, Big Ben in London oder die Christus-Statue in Rio de Janeiro in die Dunkelheit eintauchen.
Ziel von „Earth Hour“ ist es, deutlich zu machen, dass jeder einzelne Mensch einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten kann. Der WWF ruft dazu auf, sich in den 60 Minuten Zeit zu nehmen, um über die Thematik nachzudenken, sich auszutauschen oder zu diskutieren. Unter dem Hashtag #EarthHour kann in den Sozialen Netzwerken Solidarität bekundet werden. Wer möchte, kann sich auf der Seite des WWF anmelden: www.wwf.de/earth-hour
Die „Earth Hour“ findet dieses Jahr zum 20. Mal in weltweit 180 Ländern statt. Der Landkreis Friesland beteiligt sich bereits seit 2018 an der Aktion.
Hooksiel (23. 3. 2026) – Herrliches Wetter, ein packendes Fußballspiel, an die 250 Zuschauer am Rand und dann noch der richtige Sieger: Fußballerherz, was willst du mehr? Im Kreisligaderby zwischen SC Wangerland und FSV Jever hat sich am Sonntag auf dem Sportplatz an der Jaderennbahn in Hooksiel die Heimmannschaft mit 2:1 durchgesetzt.
Ausgelassene Freude nach dem Derby-Sieg in Hooksiel gegen Jever: die Kreisligamannschaft des SC Wangerland. Foto: Doyen
Nach der Darstellung von Bobachtern war der Sieg nicht unverdient, aber doch etwas glücklich, zumal kurz vor Schluss ein Tor des Jeveraners Malte Wobbe wegen eines angeblich vorausgegangenen Foulspiels aberkannt wurde. Lasse Patelt hatte den FSV in der 17. Minute in Führung geschossen. Doch der SCW dreht das Spiel noch vor der Halbzeit durch Tore von Lars Friedrichs (per Kopf, 27.) und Jan Rieken (37.).
SCW-Trainer Thorben Wehmeyer jedenfalls war mit der Leistung seiner Mannschaft und dem Ausgang der Partie zufrieden. Mit 33 Punkten liegen die Wangerländer jetzt zehn Spieltage vor Saisonende auf Platz 5 der Tabelle – fünf Plätze hinter einem Aufstiegsplatz. Nach der Verschmelzung von Eintracht Wangerland, Rot-Weiß Tettens und dem FCN Hooksiel zum SC Wangerland hätte das Team, das schon seit Jahren als Spielgemeinschaft zusammenspielt, tatsächlich die Berechtigung, auch auf Bezirksebene anzutreten.
Die Fußballer des neun Verein wollen die Sportanlage in Hooksiel weiterhin regelmäßig nutzen, sagte Vorstandssprecher Christian Doyen gegenüber „Hooksiel-life“. Der Platz sei in einem sehr guten Zustande und gerade im Spätherbst und Anfang des Jahres am besten zu bespielen. Während die 3. Mannschaft des SCW ihre Heimspiele vornehmlich in Tettens austrägt und die Senioren-Mannschaften in Horumersiel spielen, würden die 1. und 2. Mannschaft sowie die Jugend-Teams neben dem Sportplatz in Hohenkirchen auch die Anlage in Hooksiel immer wieder nutzen, versichert Doyen.
Interessierte finden die Ansetzungen der Heimspiele des SCW unter anderem online auf dem Fußball-Portal fussball.de.
Wilhelmshaven/Friesland (23. 3. 2026) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) zeichnet wieder Auszubildende aus der Jade-Wirtschaftsregion mit dem Hans-Bretschneider-Preis aus. Dafür sucht der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft junge Menschen, die bereits gute Leistungen nachgewiesen haben und sich darüber hinaus gesellschaftlich engagieren.
Der Preis ehrt neben der abgeschlossenen Ausbildung auch Bildungswege, die von besonderen Herausforderungen und großem Einsatz für die Gesellschaft geprägt sind. Ziel sei es , so der AWV, junge Talente zu unterstützen, die über den Tellerrand hinausschauen und motiviert sind, ihre eigene Fort- und Weiterbildung zu fördern.
Der Hans-Bretschneider-Preis ist dotiert mit 1250 Euro. Prämiert werden können Auszubildende aus AWV-Mitgliedsunternehmen, die ihre Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf abgeschlossen haben oder in diesem Jahr abschließen werden. Bewerbungen können bis zum 31. Mai eingereicht werden.