Hooksiel/Bremen (16. 1. 2026) – Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 mehr als 1700 Mal im Einsatz gewesen. Wie der Jahresbericht der Hilfsorganisation ausweist, haben die Seenotretter dabei nahezu 3400 Menschen geholfen.
TV-Moderatorin Laura Wontorra ist neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter auf Nord- und Ostsee. Neben ihr Felix Reder, Vormann der DGzRS-Station List. Foto: Die Seenotretter – DGzRS
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote – darunter die des in Hooksiel beheimateten Kreuzers „Bernhard Gruben“ und des Rettungsbootes „Wolfgang Paul Lorenz“ in Horumersiel – haben bei 476 (Vorjahr: 494) Einsatzfahrten 1186 (735) Menschen geholfen. Davon wurden 33 (13) Menschen aus Seenot gerettet und 67 (89) weitere aus Gefahrensituationen befreit.
Literarisches Denkmal
Die Seenotretter kamen Besatzungen von Fischereifahrzeugen ebenso zu Hilfe und wie Seeleuten von Handelsschiffen oder Passagieren von Fähren und Fahrgastschiffen. Auch etliche Wassersportler konnten sich auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.
Großartige Unterstützung haben die Seenotretter in 2025 von ihrem Botschafter Klaus-Peter Wolf erhalten. Der Autor der Ostfriesland-Krimis habe auf ungezählten Lesungen und Bühnenveranstaltungen für die DGzRS geworben. Mit seinem neuen Roman „Ostfriesenerbe“ setzt er den Seenotrettern ein literarisches Denkmal. Neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter ab 2026 ist Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra.
Spenden und Erbschaften
Die DGzRS wurde 1865 gegründet. Bereits seit 1875 wiederum gibt es die Sammelschiffchen. Die Organisation finanziert sich ausnahmslos durch Spenden. Von den Einnahmen, darunter auch eine Reihe von zweckgebundenen Erbschaften, müssen die Seenotretter unter anderem fortlaufend ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen.
2025 nahmen zwei neue Seenotrettungsboote in der Ostsee ihren Dienst auf. Im Bau befinde sich zudem der Prototyp eines etwa 12,75 Meter langen neuen Seenotrettungsbootes. „Er soll im Laufe dieses Jahres abgeliefert und zunächst auf vielen Stationen ,auf Herz und Nieren‘ erprobt werden“, heißt es in dem Bericht. Über seine anschließende Stationierung sei noch nicht entschieden.
Der Bau eines neuen Seenotrettungskreuzer-Typs mit Tochterboot wiederum steht kurz vor der Auftragsvergabe.
Horumersiel/Hooksiel (15. 1. 2025) – Wenn der Hooksieler Rolf Matthes von den Anfängen der „Likedeeler“ erzählt, wird die raue See lebendig, über die die Männer des Shantychores in ihren Liedern häufig berichten. Mitglieder der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) wollten um 1970 das Rettungsboot eines havarierten Frachters erwerben. Das Motorboot mit dem späteren Namen „Likedeeler“ sollte auf dem Seeweg von Bremen nach Horumersiel gebracht werden.
Das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes: Der Shantychor „Likedeeler“ bei einem Auftritt in Hooksiel. Archiv-Foto: hol
Ein gefährliches Unterfangen. Bei hohem Wellengang und kräftigem Wind spritzte die Gischt über das offene Boot. Die völlig durchnässten Männer erreichten ihr Ziel aber sicher und wärmten sich in ihrer Stammkneipe am Hafen wieder auf. Sie beschlossen, den Kaufpreis für das Boot „lik to deelen“. Das heißt: Zu gleichen Teilen zu übernehmen. Damit war auch der Name für das Gemeinschaftsboot gefunden.
Wurzeln in der Segelkameradschaft
„Segeln ist ja ein Sport für die schöne Jahreszeit“, schildert der langjährige Vorsitzende der „Likedeeler“, Hardwig Gerdes, im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Aber die Mitglieder der 1967 gegründeten Segelkameradschaft wollten auch an den Winterabenden ihr Vereinsleben pflegen. Damit sie für die Unterhaltung nicht bezahlen mussten, beschloss man, selbst zu singen.“ So riefen Segler um Ommo Siuts, Hans Luiken, Hans-Gerd Eilers und Gustav Mammen einen Shantychor ins Leben und nannten ihn ebenfalls „Likedeeler“. Die „Likedeeler“ waren der Überlieferung nach Freibeuter um den berüchtigten Kapitän Klaus Störtebeker, die ihre Beute gerecht unter sich aufteilten
Vorsitzender Hartwig Gerdes (links) erinnerte sich mit dem Hooksieler Rolf Matthes, einem Sänger der ersten Stunde, an eine Fülle von schönen Auftritten in der 55-jährigen Geschichte der „Likedeeler“. Unter anderem nahm der Shantychor auch Schallplatten auf. Foto: hol
„Charly“ Braun war der Wirt des Vereinslokals „Weiße Möwe“ und er konnte Akkordeon spielen. Er übte mit den Seglern die Lieder ein. Offizielles Gründungsdatum des Shantychores ist der 7. Januar 1971. In diesem Januar wird der Chor, dem seither stets 20 bis 25 Männer angehörten, 55 Jahre alt. Gefeiert wird der Geburtstag am kommenden Samstag mit einem Grünkohlessen im Restaurant „Zum Deichgrafen“ in Förrien.
Chor sucht Nachwuchs
Bei der Zusammenkunft mit rund 50 Personen werde aus zwei Gründen die Geschichte des Chores im Mittelpunkt stehen, so Gerdes. Zum einen habe man vor fünf Jahren das 50-jährige Jubiläum aufgrund der Corona-Pandemie nicht feiern können. Zum anderen sei es durchaus nicht sicher, wie lange die „Likedeeler“ noch auf der Bühne stehen können.
„Wir planen zunächst für die nächsten drei Jahre“, so der Vorsitzende. „Aber unsere Mitglieder werden immer älter. Wir haben allein drei Sänger, die 90 Jahre oder älter sind. Wir brauchen dringend Nachwuchs. Das Singen ist nachweislich gesund für die Lungen und auch für die Psyche und gilt ganz besonders für den Gesang in einer Chorgemeinschaft!“
Den letzten größeren Mitgliederschub erhielt die Formation vor einigen Jahren nach der Auflösung des Shantychors Hooksiel. Damals schlossen sich unter anderem Heinrich Theilen, Alfred Rohe und Wolfgang Schmuderer dem Chor im Nachbarort an.
Akkordeon als Begleitung
Zu den Männern der ersten Stunde gehörte Rolf Matthes (90). Der Hooksieler wurde damals in den Shantychor nur aufgenommen, weil er Vorschoter auf der „Likedeeler“ war. Hardwig Gerdes (71), der von Kindesbeinen an mit Musik aufgewachsen ist – sein Vater war der Schmied Anton Gerdes, der „singende Amboss“ –, wurde 1980 von Gerrit Mennen als Mitsänger geworben. „Ich war damals mit Abstand das jüngste Mitglied“, erinnert sich der Waddewarder. „Und ich musste noch vorsingen …“.
Über die Jahrzehnte wechselten Sänger, musikalische Leiter und die Akkordeonspieler mehrfach.
Aufnahme -Prüfungen gibt es bei den „Likedeelern“ längst nicht mehr. Interessierte könnten sich jederzeit bei einer Probe melden und schauen, ob der Chorgesang etwas für sie ist, so Gerdes. Zu den Chorproben trifft man sich jeden ersten, dritten und vierten Montag eines Monats, jeweils von 19 bis 21 Uhr, im Gemeindehaus der katholischen Kirche in Schillig.
Seit jeher, so Gerdes, lege man viel Wert auf musikalische Qualität. „Wir singen immer drei-, oft auch vierstimmig“, betont der Vorsitzende. Das sei ein Markenzeichen der „Likedeeler“. Entsprechend intensiv trainiere man. Musikalischer Leiter der Formation ist der ehemalige Berufsmusiker Ulrich Hellkuhl aus Hooksiel. Zu seinen Vorgängern gehörte Günther Dohrmann, damals Lehrer in Hohenkirchen, Werner Blisse, Peter Schmidt und Hans Gerhard.
Ebenso wichtig für einen maritimen Klangkörper: Eine gute Akkordeon-Begleitung. Viele Jahre übernahmen das Hajo Tjarks und Bernhard Polter. Als sich dann mal eine Vakanz ergab, fand man in der Waddewarder Keyboard- und Kirchenorgel-Spielerin Richtje van der Wielen einen sehr guten Ersatz. Auf die Frage: „Kannst du eigentlich auch Akkordeon spielen?“ kam von ihr die Antwort – „Nein, aber das kann ich ja lernen …“ Ein paar Monate später begleitete die gebürtige Niederländerin den Chor und übernahm auch die musikalische Leitung bevor sie leider viel zu früh verstarb.
Musikalisches Aushängeschild
„Im Gemeindehaus in Schillig fühlen wir uns sehr wohl“, sind sich Gerdes und Matthes einig. Die ersten Jahre habe man auf einem Bauernhof bei Horum geprobt, danach im Schuppen der Segelkameradschaft in Horumersiel, bis am Speicherpolder ein Hotelbau geplant wurde. Die Musiker zogen in den „Piratenkeller“ im Haus des Gastes um. Und wieder wurden sie Opfern von großen Investitionsplänen. Der Bau des Thalasso-Zentrum stand an und der Übungsraum wurde als Lager benötigt.
Über Jahrzehnte waren die „Likedeeler“ so etwas wie das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes. In Spitzenzeiten hatten sie zwischen 50 und 60 Auftritte im Jahr. Gut 25 Mal im Jahr seien sie allein von der Wangerland Touristik GmbH gebucht worden, etwa für Gastspiele bei der Bootsausstellung in Düsseldorf oder in den Niedersachsen-Vertretung in Bonn oder in Hannover. Auch fanden regelmäßig Hafenkonzerte in Hooksiel und Horumersiel statt.
Auftritte in ganz Deutschland
In guter Erinnerung habe man auch noch die Auftritte bei der „Eiswette“ in Bremen, beim Yachtclub Lemwerder oder bei der Einweihung neuer Hotels der Upstalsboom-Kette, mit der man über Jahre in enger Verbindung stand. „Aber Auslandsreisen haben wird nicht unternommen“, so Gerdes.
Auch auf eine Reihe von Shantychor-Treffen blicken die Musiker gern zurück. Ebenso auf eine schöne Chorfahrt mit dem Akkordeonorchester Schortens nach Bingen und auf etliche maritime Adventskonzerte in Schillig, Waddewarden, Tettens und Hooksiel. Zu den Höhepunkten aus den Anfangsjahren gehört für Matthes ein Auftritt zu einem runden Geburtstag der 2010 verstorbenen Volksmusik-Sängerin Maria Hellwig in Neuharlingersiel.
Schallplatten und CDs
Was die Erinnerungen überdauern wird, sind die Schallplatten und CDs, die der Shantychor produziert hat. Die erste Single mit vier Liedern wurde im Tonstudio von Rolf Simson in Bremen Anfang der 1970er Jahre aufgenommen. Sie trug den Namen „Y’heave ho!“ Die gesamte Produktion habe damals 600 D-Mark gekostet, erinnert sich Matthes. „Verkauft haben wir die Platten dann für 5 Mark.“
Neben der Single hat er in seiner privaten Sammlung noch einige Exemplare der vier später produzierten Langspielplatten mit maritimen Liedern aus dem Wangerland. Danach entstanden noch einige CD’s im Tonstudio Albrecht bei Eggelingen. Die letzte CD, die die „Likedeelers“ damals unter musikalischer Leitung von Werner Blisse aufnahmen, kam 2010 auf den Markt. Ihr Titel: „Fernweh“ – ein weiteres Dauerthema bei den Seglern und in den Shanties.
Hooksiel (14. 1. 2026) – Entwarnung an der Wetterfront. Bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad plus werden heute die letzten Schnee- und Eisreste wegtauen. Und, so die Prognose der Meteorologen: Die frühlingshaften Temperaturen sollen in den nächsten Tagen anhalten.
Viele Radwege um Hooksiel herum sind bereits wieder befahrbar. Die Räumdienste haben hier ganze Arbeit geleistet. Foto: hol
Erstaunlich: Selbst die Radwege entlang der Kreis- und Landesstraße im Umfeld von Hooksiel sind bereits weitgehend wieder befahrbar. Hier hatten die Räumtrupps um das vergangene Wochenende herum den von den Straßen geschobenen Schnee abgelagert – die weißen Berge türmten sich teilweise bis zu zwei Meter Höhe auf.
Entspannen dürfte sich jetzt auch die Lage bei der Müllabfuhr. Bereits Dienstagfrüh, als durchaus noch Eisplatten auf den Nebenstraßen lagen, entsorgte die Firma Nehlsen in Hooksiel die Wertstofftonnen. Aufgrund der Wetterlage waren zuvor die Restmüll- und die Biotonnen stehen geblieben.
Für den morgigen Donnerstag steht in Hooksiel der nächste reguläre Termin für die Leerung der Restmülltonnen an. Der Landkreis Friesland als Abfallbehörde hatte darauf hingewiesen, dass Bürger dann einmalig neben die Mülltonnen Abfallsäcke mit überschüssigem Restmüll stellen dürfen, der von der Firma Augustin kostenlos mit entsorgt werden soll. Gleiches gilt für die Biotonne, die allerdings erst wieder am 5. Februar geleert wird.
Wangerland (13. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) verstärkt ihre Bemühungen, das Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel zu beleben. Ab sofort erhalten Besitzer einer gültigen Gästekarte zehn Prozent Rabatt auf alle Leistungen in dem Gesundheitstempel.
Das Thalassa Meeres Spa bietet neben verschiedenen Anwendungen Raum für Ruhe und Entspannung. Foto: WTG
„Der Vorteil gilt nicht nur für Übernachtungsgäste aus dem Wangerland, sondern für die gesamte Tano-Region. Alle Inhaberinnen und Inhaber einer NordseeCard können diesen Vorteil zukünftig nutzen“, erläutert WTG-Marketingleiterin Eske Gobes. Damit biete das Haus an der Nordsee einen zusätzlichen Anreiz, während des Urlaubs aktiv etwas für Gesundheit und Erholung zu tun. Die Tano-Region erstreckt sich über die gesamte niedersächsische Nordseeküste.
Marketing-Offensive
Das im Juni 2024 eröffnete TMS steht für authentische Thalasso-Therapie, die Ruhe, Gesundheit und die natürliche Kraft des Meeres miteinander verbindet. In die Schlagzeilen geraten ist das Projekt bislang allerdings fast ausnahmslos durch die Verdreifachung seiner Baukosten, die maßgeblich mit zur Insolvenz der WTG beigetragen hat. Die wohltuenden Anwendungen mit Meerwasser, Algen oder Schlick, die für Regeneration und Entspannung sorgen sollen, sind darüber zunächst in den Hintergrund getreten.
Die WTG hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine Marketing-Offensive angekündigt. Erklärtes Ziel von Geschäftsführung und Insolvenzverwalter ist es, den Betrieb des TMS aufrecht zu erhalten. Der Rabatt für Gästekarten-Inhaber ist ein Baustein dafür.
Leistungen auch einzeln buchbar
Eine weitere Änderung: Wer nur wenig Zeit mitbringt, kann die Angebote im TMS künftig auch ohne längeren Aufenthalt wahrnehmen. „Ob Massage, Peeling, Kältekammer oder Kosmetik – alle Leistungen sind einzeln buchbar und ermöglichen es, gezielt kurze Entspannungsphasen in den Alltag zu integrieren“, heißt es in einer Mitteilung der WTG.
Aber, so wird das Spa-Team des Hauses zitiert: „Wir empfehlen den Gästen für das ganzheitliche Thalasso-Erlebnis ihre Anwendung immer mit einem Aufenthalt im TMS zu kombinieren. Die Symbiose aus wirkungsvollen Anwendungen und dem Zur-Ruhe-Kommen ist zentraler Aspekt unseres Konzepts.“
Bademantel und Snacks
Bei gebuchten Anwendungen mit Aufenthalt würden Gäste zusätzlich von zahlreichen Inklusivleistungen profitieren. Dazu würden Bademantel und Badetuch, kleine Snacks und Getränke, der Zugang zu Ruhebereichen sowie der Panoramablick auf die Nordsee von der Dachterrasse gehören.
Wer die Rabatte nutzen möchte, muss seine Gästekarte vor Ort vorzeigen. Bei Online-Buchungen wird der Preisnachlass durch einen Code automatisch abgezogen, die Gästekarte wird dann vor Ort kontrolliert. Weitere Informationen hierzu unter wangerland.de/gaestekarte.
Hooksiel (13. 1. 2025) – Ihre Netzzeitung „Hooksiel-life“ hat ein neues Angebot. Im Untermenü „Kommunalwahl 2026“ finden sie die wichtigsten Informationen zum Super-Wahltag 13. September 2026 aus Sicht des Wangerlandes.
An diesem Sonntag im kommenden Herbst nämlich werden alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerländer ab 16 Jahren aufgefordert sein, einen neuen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates zu bestimmen. Darüber hinaus entscheiden die Wähler über den künftigen Kreistag des Landkreises Friesland und wählen einen Nachfolger für den scheidenden Landrat Sven Ambrosy.
Wenn Sie auf dem Weg dorthin einmal den Überblick verlieren sollten, schauen Sie einfach ins neue Untermenü. Hier sammeln wir, neben der aktuellen Berichterstattung, die wichtigsten Daten und Fakten zu den verschiedenen Wahlgängen, zu Kandidatinnen und Kandidaten, zu Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerbern. Die Berichte dort werden in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig ergänzt und auf den jeweiligen Stand gebracht.
Schillig/Hooksiel (12. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) erweitert auf dem Nordsee-Campingplatz in Schillig ihr Angebot für Gäste mit Hund. Bisher war allein der Platz 1 direkt neben der Rezeption für Camperinnen und Camper mit Hund vorgesehen.
Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage, so die WTG, seien künftig auch auf Platz 2 Hunde erlaubt. Damit werde man die Zahl der Stellplätze für Gäste mit Hund verdoppeln. Es gebe einen anhaltenden Trend, den Campingurlaub an der Nordsee gemeinsam mit seinem Hund zu verbringen.
Für Hundehalter biete der Campingplatz bereits seit Längerem eine hundefreundliche Infrastruktur. Dazu gehören aus Sicht der WTG eine Hundedusche sowie eingezäunte Freilaufflächen, die genügend Platz zum Spielen und Toben böten. Der direkt hinter dem Deich gelegene Platz verfüge zudem über kurze Wege zum Hundestrand.
Die gemeindeeigene WTG betreibt seit Jahresbeginn nur noch den Campingplatz Schillig. Der Platz in Hooksiel wurde im Rahmen der laufenden Insolvenz in Eigenregie an einen privaten Betreiber verkauft.
Friesland (11. 1.2026)- Aufgrund der Wetterlage fällt der Präsenzunterricht an allen Schulen in Friesland (auf dem Festland) am Montag, 12. Januar, aus. Das hat der Landkreis am Nachmittag angekündigt. Die Regelung gilt für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Auch die Stadt Wilhelmshaven hat den Schulbetrieb für Montag abgesagt. Die Behörden rechnen mit Tauwetter. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Eisregen.
Wangerland (9. 1. 2025) – Meterhohe Schneewehen, chaotische Verhältnisse auf den Straßen, dazu ein eisiger Wind mit starken Böen. Das vom Wetterdienst angekündigte Winterwetter hat heute das Wangerland und weite Teile Frieslands und Wilhelmshavens lahm gelegt.
Im Laufe des Tages mussten eine ganze Reihe von Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden. Zum Teil waren Wagen von der Straße abgekommen, zum Teil blieben sie im Schnee stecken und blockierten den Verkehr. Räumdienste, Feuerwehren und Landwirte waren den ganzen Tag über im Einsatz, um die bis zu drei Meter hohen Wehen zu beseitigen, Betroffenen zu helfen und Fahrerinnen und Fahrern mit besonders dringlichen Anliegen den Weg zu bahnen. Dazu gehörten unter anderem mobile Pflegedienste, aber auch die Molkereifahrzeuge, die Milch von den landwirtschaftlichen Betrieben abholten.
Etliche Straßen nicht passierbar
Im Gebiet der Gemeinde Wangerland waren zahlreiche Straßen nicht mehr befahrbar. Bereits im Laufe des Vormittags war die Straße nach Mederns gesperrt worden. Besonders stark betroffen auch die Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Horumersiel. Zeitweise steckten hier nach Darstellung der Feuerwehren um die 20 Fahrzeuge fest. Gegen Abend fuhren sich im Bereich des Windparks Bassens ein Traktor und ein Lkw fest. Die Fahrbahn war zeitweise vollständig blockiert.
Ein generelles Fahrverbot gab es im Wangerland aber nicht. Bei entsprechenden Verlautbarungen in den sozialen Medien handelte es sich um so genannte Fake-News. Allerdings wurden der Busverkehr und die Abfallbeseitigung komplett eingestellt. Die Busse werden frühestens wieder am Sonntag fahren. Die Schule waren am Freitag ohnehin geschlossen.
Die Straßen im Wangerland waren stellenweise nicht passierbar. Räumdienste und Feuerwehren arbeiteten Hand in Hand, um Schneewehen zu beseitigen. Fotos: Feuerwehr
Dank an Landwirte
Katastrophenalarm löste die Stadt Wilhelmshaven am Nachmittag für ihre Dörfer Sengwarden und Fedderwarden aus. Beide Dörfer waren nach massiven Schneeverwehungen zeitweise abgeschnitten. Nach Darstellung der Polizei waren insbesondere die Hooksieler Landstraße, die Roffhauser Landstraße sowie die Langewerther Landstraße nahezu unpassierbar. Gleiches galt im friesländischen Südkreis für die die Blauhander Straße von Sande kommend in Richtung Zetel sowie die Bockhorner Straße zwischen Steinhausen und Bockhorn. Allein auf der Blauhander Straße hatten sich nach Polizeiangaben am späten Nachmittag 15 Pkw sowie zusätzlich drei Lkw festgefahren.
In der Nacht zum Samstag ereigneten sich nur noch wenige Verkehrsunfälle. Die Straßen blieben weitgehend leer. Ausdrücklich dankte die Polizei den Landwirten, die mit ihren Traktoren unter anderem geholfen haben, Straßen wieder passierbar zu machen.
Autobahn gesperrt
Auf der Autobahn 29 kam es kurz vor 18 Uhr in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Zetel und Sande zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war die Richtungsfahrbahn längere Zeit blockiert. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.
Nach dem Schnee kommt der Frost
Hinweise auf verletzte Personen oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht. Etliche Geschäfte und Einrichtungen hatten auf die Wetterwarnungen reagiert, frühzeitig geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Die Schulen waren geschlossen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak dankte ausdrücklich den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinde und den ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren, die sich an Hilfseinsätzen beteiligten bzw. dafür in Bereitschaft standen.
Der Winter hatte Hooskiel heute fest im Griff. Die meisten Bürger blieben zu Hause. Landwirte halfen unter anderem dabei, Molkereifahrzeugen den Weg zu den Bauernhöfen zu ebnen. Fotos: hol
Laut Wettervorhersage sollen Schneefall und starker Wind noch bis zum frühen Samstagmorgen anhalten. Danach kommt der Frost. Laut Vorhersage wird es in den nächsten Tagen merklich kälter. Für Sonntag sind fürs Wangerland Temperaturen von minus 11 Grad angekündigt.
Warnung vom OOWV
Vor diesem Hintergrund appelliert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dringend an die Verbraucher, Wasserzähler, freiliegende Leitungen und Wasserhähne umgehend frostsicher zu machen. Die Leitungen müssen nach Möglichkeit entleert oder mit dem richtigen Dämmmaterial vor Frost gesichert werden. Neben Installationen in Gärten, Gartenhäusern und unbeheizten Kellern seien insbesondere leer stehende Wohnungen oder Ferienhäuser gefährdet. Die Trinkwasser-Versorgungsleitungen des OOWV seien trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht in Gefahr, da sie ausreichend tief in der Erde verlegt wurden.
Hunde an die Leine nehmen
Die Kreisjägerschaft weist drauf hin, dass aufgrund der Wetterlage die Nahrungssuche und -aufnahme für Wildtiere nur eingeschränkt möglich ist. Bei Überfrieren der Schneedecke verschärfe sich die Situation für die Tiere zusätzlich. Kreisjägermeister Henning Frhr. von Schele bittet daher die Bevölkerung, bei Aufenthalten in der freien Landschaft Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen, zum Beispiel indem Hunde ausschließlich angeleint geführt werden.
Wangerland (9. 1. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) genießt das Vertrauen seiner Partei. Mit „einem starken und geschlossenen Votum“ hat der SPD-Ortsverein Wangerland ihn erneut als ihren Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Szlezak hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er sich bei der Kommunalwahl im September 2026 nach 2021 erneut um das Amt an der Spitze der Gemeinde bemühen werde.
Die SPD Wangerland unterstützt einmütig die erneute Kandidatur von Bürgermeister Mario Szlezak (3. von links) bei der nächsten Kommunalwahl im September 2026. Foto: SPD
Auf der Mitgliederversammlung der Partei habe der Bürgermeister 100 Prozent der Stimmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Das Ergebnis drücke Vertrauen, Rückhalt und gemeinsame Überzeugung aus.
Wahlprogramm vorgestellt
Szlezak habe in seiner Vorstellungsrede für ein Wangerland geworben, das zusammenhält, für eine Politik, die ehrlich mit Herausforderungen umgeht, und für Entscheidungen, die nicht laut, sondern richtig sind. Als Schwerpunkte seines Wahlprogramms habe er starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit den Menschen vor Ort genannt.
Lob für Bürgernähe
„Ich weiß, dass die vergangenen Jahre nicht leicht waren. Gerade deshalb ist mir dieses Votum so wichtig“, bedankte sich Szlezak für die Rückendeckung seiner Partei. „Es zeigt mir, dass Vertrauen gewachsen ist. Vertrauen, das aus Offenheit, aus Gesprächen und aus der Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.“
Der SPD-Vorstand würdigte die klare Haltung und die bürgernahe Arbeitsweise von Szlezak. Die Vorstandsmitglieder Ina Janssen, Marianne Kaiser Fuchs und Viola Dorow: „Mario Szlezak hört zu, bleibt ansprechbar und steht auch in schwierigen Situationen zu seiner Verantwortung.“
Friesland/Wangerland (9. 1. 2026) – Der Kreisvorstand der SPD im Landkreis Friesland hat in Rolf Neuhaus (48) einstimmig als Landratskandidaten nominiert. „Wir setzten auf Erfahrung, Kompetenz und kraftvolle inhaltliche Umsetzung“, so die Vorsitzende Lena Gronewold (Jever).
Neuhaus (Foto) ist parteilos und muss noch auf der Nominierungskonferenz der SPD Ende April gewählt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. Sollte die Parteibasis dem Vorschlag ihres Vorstandes folgen, würde er bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 antreten und für die Nachfolge von Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) kandidieren.
Erfahrung in der Kreisverwaltung
Neuhaus ist bereits seit über 16 Jahren beim Landkreis Friesland beschäftigt. In der Kreisverwaltung ist er für Planung und Infrastruktur (Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement) verantwortlich. Der Ingenieur hat nach dem Studium der Raumplanung in Dortmund in Nordrhein-Westfalen mehrere berufliche Stationen absolviert. Er war in einem Planungsbüro sowie in zwei Städten in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung beschäftigt. Der Familienvater und Handballsportler ist fest verwurzelt in Friesland und freut sich nach eigenen Worten auf die anstehende Herausforderung und den Wahlkampf in seiner Heimat.
„Rolf Neuhaus kennt die Verwaltung und den Landkreis wie seine Westentasche. Das wird helfen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und begonnene Projekte zum Erfolg zu führen“, so Gronewolds Stellvertreter Sören Mandel (Varel). Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jannes Wiesner (Wangerland), zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Wir haben bisher immer gut mit Rolf Neuhaus zusammengearbeitet und ich bin überzeugt, dass wir in ihm einen erfahrenen und kompetenten Kandidaten gefunden haben, der die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit uns anpacken wird.“
Verlässlichkeit und Kompetenz
Die SPD frühzeitige Nominierung für die Nachfolge des scheidenden, langjährigen Landrats Ambrosy sei wichtig, so Gronewold, um den Menschen im Landkreis Sicherheit zu geben. Neuhaus haben bei den Genossen durch seine Erfahrung, Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit und Kompetenz gepunktet. Das sei gerade für langfristige und strategische Projekte wichtig.
Als Ziele habe Neuhaus unter anderem benannt, so schnell wie möglich alle Haushalte im Landkreis an die Breitband-Versorgung anzuschließen. Mit Hilfe einer klugen Raumordnung wolle er gemeinsam mit den Gemeinden die Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen und Gesundheitsvorsorge entwickeln. Ein neues Zentralklinikum solle dabei Ankerpunkt für eine zukunftsfähige medizinisch-pflegerische Infrastruktur auch in Varel und der friesischen Wehde werden. Voraus schauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen sollen der Wirtschaft helfen, Investitionen erleichtern und mit dazu beitragen, dass die Region von der Energiewende profitiert.