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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Jobcenter will Frauen berufliche Perspektiven aufzeigen

Friesland (5. 9. 2026) – Neue berufliche Perspektiven entdecken, Kontakte zu regionalen Arbeitgebern knüpfen und sich über Unterstützungsangebote informieren: Das Jobcenter des Landkreises Friesland lädt für Donnerstag, 10. September, von 9 bis 12 Uhr zur Jobmesse „PerspektiveNEUSTART – Frauen und Beruf“ in den Vortragsraum des Kreisdienstleistungszentrums, Karl-Nieraad Straße 1, in Varel ein.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Frauen, die auf der Suche nach einer Arbeitsstelle oder einem Ausbildungsplatz sind. Sie erhalten auf der Messe vielfältige Informationen für ihren beruflichen Neustart oder Wiedereinstieg.

Außerdem können sie sich zu Kinderbetreuungsangeboten im Landkreis informieren. Insgesamt sind rund 20 regionale Unternehmen, Bildungsträger und Beratungsstellen für Gespräche vor Ort. Der Besuch der Messe ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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Landratswahl: OVG weist Beschwerde von Sichert zurück

Friesland/Lüneburg (4. 9. 2026) – Der 10. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) hat am heutigen Freitag die Beschwerde des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert (Zetel) gegen seine Nichtzulassung als Kandidat für die Landratswahl im Landkreis Friesland zurückgewiesen. Sichert hatte hatte ebenso wie zwei andere abgewiesene Bewerbern aus dem Landkreis Lüneburg und der Stadt Harzberg am Harz gehofft, dass das OVG Entscheidungen der jeweils zuständigen Verwaltungsgerichte aufhebt, die eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Nichtzulassung auf nach die Kommunalwahl verschoben hatten.

Entscheidung erst nach der Wahl

Die Beschwerden blieben ohne Erfolg, so das OVG, weil nach dem niedersächsischen Kommunalwahlrecht sich auf das Wahlverfahren beziehende einstweilige Anordnungen im Vorfeld der Wahl nicht vorgesehen seien. Entscheidungen und Maßnahmen, die das Wahlverfahren beträfen, könnten nach dem Niedersächsisches Kommunalwahlgesetz nur mit einem Wahleinspruch innerhalb von zwei Wochen nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses angefochten werden.

Hierdurch solle der reibungslose Ablauf der Wahlen, ihre gleichzeitige und termingerechte Durchführung sowie die zeitnahe Feststellung der Ergebnisse gewährleistet werden. Dies würde nicht der Fall sein, wenn alle Entscheidungen, die sich unmittelbar auf die Vorbereitung und Durchführung der Wahlen bezögen, vor dem Wahltermin mit Rechtsmitteln angreifbar wären.

Zweifel an Verfassungstreue

Die Beschlüsse des Senats sind nicht anfechtbar. Das OVG weist aber ausdrücklich darauf hin, dass mit den Beschlüssen keine Aussagen über die  Rechtmäßigkeit der gegebenenfalls in einem späteren Wahlprüfungsverfahren zu überprüfenden Nichtzulassungen der Bewerber getroffen wurde. 

Sichert war nicht nicht zur Landratswahl zugelassen worden, weil der Wahlausschuss Zweifel an seiner Treue zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung hatte. Ein Argument dafür war sein Engagement in einem von Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuften Landesverband der AfD. Die Verfassungstreue ist Voraussetzung für die Berufung in ein Beamtenverhältnis bei einer Kommune.

Sichert will Wahl anfechten

Sichert kündigte an, seinen juristischen Weg weiter gehen zu wollen. Konkret dürfte das heißen, dass er das Ergebnis der Landratswahl im Nachgang anfechten will. Im Erfolgsfall müsste dann die Wahl wiederholt werden.

Der AfD-Politiker sieht sich als Opfer eines „undemokratischen Verfahrens“, mit dem SPD-geführte Landesregierungen versuchen würden, politische Opposition über Wahlausschüsse auszuschalten. „Es geht hierbei um nichts weniger als die Frage, ob wir künftig in einer Demokratie leben wollen oder ob Regierungen mittels Behörden und Wahlausschüssen nach Belieben politische Konkurrenten ausschalten können.“

Anmerkung: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Razzia bei der WTG: Ermittler stellen Unterlagen sicher

Wangerland/Horumersiel (4. 9. 2026) – Heute früh, gegen 9.20 Uhr. Die Tür zum Haus des Gastes in Horumersiel öffnet sich. Ein halbes Dutzend Polizeibeamte betritt das Gebäude der Wangerland Touristik GmbH. Ihr Ziel: Die Verwaltungsräume des insolventen Unternehmens. Dort werden sie Dokumente, Kommunikationsdaten und sonstige Unterlagen beschlagnahmen, die Licht ins Dunkel um die Gründe und Verantwortlichkeiten für das Finanz-Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) bringen sollen.

Polizeibeamte beschlagnahmten heute im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa an mehreren Orten Unterlagen und Dokumente. Auch die Wangerland Touristik GmbH in Horumermsiel bekam Besuch von der Polizei. Foto: hol

Wie Thorsten Stein, Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg, gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, suchen die Ermittler nach einem Beschluss des Amtsgerichtes Oldenburg nach Hinweisen und Beweisen, die den Anfangsverdacht einer möglichen Insolvenzverschleppung oder der Untreue erhärten – oder eben auch nicht. Ein wichtiger Aspekt dabei: „Wer wusste wann was?“

Aktionen an mehreren Orten

Vergleichbare Aktionen habe es heute früh an mehreren Orten gegeben, bestätigt Stein. Namen nennt der Staatsanwalt nicht. Mutmaßlich dürften aber auch der ehemalige WTG-Geschäftsführer und die am Bau des TMS beteiligen Architekten Besuch von der Polizei bekommen haben.

Die Explosion der Baukosten beim TMS von 8,8 Millionen auf bis zu 23 Millionen Euro hat die gemeindeeigene WTG in eine finanzielle Schieflage gebracht, die zu einer noch laufenden Insolvenz in Eigenregie geführt hat. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich auf mögliche strafrechtliche Verfehlungen von Beteiligten.

Unabhängig davon zu sehen sind Fragen rund um mögliche Schadensersatzansprüche der Gemeinde Wangerland, der die WTG gehört, oder der WTG selbst gegen Dritte sowie die Debatte um politische Verantwortlichkeiten.

Auto auf Parkplatz der Gemeinde beschädigt

Hohenkirchen (4. 9. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen eines möglichen Verkehrsunfalls, der sich am Donnerstag, 3. September, auf dem Parkplatz der Gemeinde Wangerland in der Bismarckstraße in Hohenkirchen ereignet haben soll. Gegen den Verursacher wird wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt.

Eine Frau aus Jever hatte ihren blauen BMW gegen 8.30 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt. Als sie gegen 19.15 Uhr zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, stellte sie Beschädigungen in Form von Kratzern an der Fahrertür fest.

Der bislang unbekannte Verursacher entfernte sich von der Unfallstelle. Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum verursachenden Fahrzeug beziehungsweise dessen Fahrer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04461/74490 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.

Wangerland Touristik Thalassa
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Zentralklinikum: Gutachten für Entscheidung öffentlich

Friesland/Wangerland (3. 9. 2026) – Nachdem der Kreistag des Landkreises Friesland und der Rat der Stadt Wilhelmshaven im Juli 2025 die Errichtung einer gemeinsamen Zentralklinik beschlossen, liegen nun die Ergebnisse des Standortgutachtens vor. Auch zur Fusion der bestehenden Krankenhausgesellschaften liegen Empfehlungen eines Sachverständigen vor. „Die Gutachten bieten eine wichtige Grundlage für die weiteren Beratungen und Entscheidungen der politischen Gremien“, stellen Stadt und Landkreis in einer gemeinsamen Presseerklärung fest..

So könnte das geplante gemeinsame Zentralklinikum für Wilhelmshaven und Friesland aussehen. Grafik: Landkreis

Auch die Bürger der Region können sich ein eigenes Bild machen. Die Ergebnisse der beiden Gutachten können im Kreistagsinformationssystem unter  buergerinfo.friesland.de/info.asp und im Ratsinformationssystem unter ratsinformation.wilhelmshaven.de/bi abgerufen werden. Zudem gibt es unter friesland.de/zentralklinik die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand und die Hintergründe zu informieren. Hier stehen zusätzlich Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung. Die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert und ergänzt, sobald neue Informationen oder Entscheidungen vorliegen.

Beratungen nächste Woche

Die Ergebnisse der Gutachten stellen keine abschließende Entscheidung dar. Über den künftigen Standort der Zentralklinik und die konkrete Ausgestaltung der rechtlichen Fusion entscheiden der Kreistag des Landkreises Friesland und der Stadtrat der Stadt Wilhelmshaven. Zunächst werden die Themen in den zuständigen Fachausschüssen am Montag, 7. September, beraten. Danach stehen sie in den jeweiligen Sitzungen von Kreistag und Stadtrat am Mittwoch, 9. September, auf der Tagesordnung.

Weitere Informationen zu den Sitzungen sind im jeweiligen Bürgerinformationssystem abrufbar unter buergerinfo.friesland.de/info.asp (Landkreis Friesland) und ratsinformation.wilhelmshaven.de/bi (Stadt Wilhelmshaven). Die Sitzungen der Fachausschüsse, des Kreistags und des Stadtrats sind öffentlich. Die Sitzung des Ausschusses Finanzen und Digitalisierung sowie des Ausschusses für Klimaschutz, Klimafolgenanpassung, Planung und Kreisentwicklung des Landkreises Friesland beginnt am 7. September um 15.30 Uhr in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (großer Lehrsaal), Wangerländische Straße 40,  in Jever. Der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Haushalt der Stadt Wilhelmshaven tagt ebenfalls am Montag ab 15 Uhr im Ratssaal  im Rathaus.

Interessierte können zudem der Sitzung des Kreistags des Landkreises Friesland am 9. September ab 14.30 Uhr im Dienstleistungszentrum des Landkreises Friesland, Karl-Nieraad-Straße 1, in Varel sowie der Sitzung des Stadtrats um 15 Uhr im Ratssaal in Wilhelmshaven beiwohnen. Radio Jade überträgt die Sitzung aus Wilhelmshaven im Live-Stream, der auch später noch online angehört werden kann.

Gutachter für Standort in Sande

Im Rahmen des Standortgutachtens wurden sechs potenzielle Standorte anhand eines einheitlichen und transparenten Bewertungsmodels untersucht und miteinander verglichen. Das Gutachten wurde durch einen unabhängigen und neutralen Dienstleister erarbeitet. Vier der Standorte liegen im Landkreis Friesland, zwei auf dem Gebiet der Stadt Wilhelmshaven.

Aufgeteilt in die beiden übergeordneten Kategorien Standorteignung und Wirtschaftlichkeit wurden unter anderem die Erreichbarkeit, Verkehrsanbindung, Entwicklungsmöglichkeiten, Natur- und Umweltaspekte sowie zu erwartende Investitionskosten betrachtet und bewertet. Darauf basierend kamen für die beiden Oberkategorien Punkte zusammen, die jeweils zur Hälfte in die Gesamtwertung einflossen. Auf dieser Grundlage spricht das Gutachten eine Empfehlung für einen Vorzugsstandort aus. Er liegt am Oldenburger Damm (Landesstraße 815 ) in Sande. Das Ergebnis ist Teil der Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien.

Im Rahmen des Fusions-Gutachtens wurde geprüft, welche Rechtsform für die Fusion am besten geeignet wäre. Hierbei wurden die Rechtsgebiete Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Krankenhausrecht, Förderrecht und Kommunalverfassungsrecht betrachtet. Das Ergebnis des Gutachtens liegt nun vor und ist Teil der Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien.

Über Gästekarte Vergünstigung für Wangerooge-Ausflug

Wangerland/Hooksiel (3. 9. 2026) – Wer seinen Urlaub im Wangerland verbringt und Lust auf einen Tagesausflug nach Wangerooge hat, kann sich ab sofort über einen neuen Gästekartenvorteil freuen: Mit der Wangerländer Gästekarte erhalten Urlauber zehn Prozent Ermäßigung auf Tagesfahrten zur autofreien Insel Wangerooge.

Der Gutschein, der die Vergünstigung ermöglicht, ist in den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel erhältlich.
 Den ausgestellten „Voucher“ können die Gäste gegen ein reguläres Ticket vor der Abfahrt am Hafen in Harlesiel eintauschen.

Weite Sandstrände, frische Meeresluft und eine beeindruckende Dünenlandschaft machen Wangerooge zu einem attraktiven Ziel. Fernab von Hektik und Straßenverkehr erwartet die Besucher eine besondere Verbindung aus Natur, maritimem Flair und friesischer Gastfreundschaft.

Für die Tagesfahrt gelten folgende Vergünstigungen: Erwachsene: 31,50 statt 35,00 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren: 18,90 statt 21,00 Euro; Kinder unter 6 Jahren: kostenfreie Beförderung.

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Pro Wangerland berichtet erneut aus Thalasso-Guachten

Wangerland (1. 9. 2026) – Pro-Wangerland lädt für Donnerstag 3. September, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Veranstaltung in den Kleinen Kursaal im Haus des Gastes in Horumersiel ein. Die Wählergemeinschaft will ihr Wahlprogramm für die nächsten fünf Jahre im Rat vorstellen und über den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) berichten, vor allem über die Gründe der Kostensteigerungen bei dem Projekt vor und während der Bauphase.

Grundlage dafür sind auch Erkenntnisse aus dem Bericht eines externen Gutachters. Die Versammlung, die in ähnlicher Form vor wenigen Tagen auch in Hohenkirchen stattfand, beginnt um 19 Uhr. 

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Tennisabteilung aus einem Dornröschenschlaf geweckt

Wangerland/Hohenkirchen (31. 8. 2026) – Die Tennisanlage des MTV Hohenkirchen soll künftig Heinz-Uden-Arena heißen. Das kündigte MTV-Vorsitzender Thorsten Mielke auf dem Empfang zum 50-jährigen Bestehen der Tennisabteilung an. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung wolle man mit der Namensgebung die Verdienste des Ehrenvorsitzenden der Abteilung würdigen.

Ausgelassene Stimmung zum Jubiläum. Die Tennisabteilung des MTV-Hohenkirchen wird 50 Jahre alt. Foto: hol

Die Vorsitzende der Tennisabteilung Marita Meints begrüßte am Samstag zahlreiche Mitglieder und geladene Gäste auf den Tennisplätze am Alma-Rogge-Weg, darunter auch Bürgermeister Mario Szlezak. Mielke, der als Jugendlicher selbst auf der Anlage trainiert hat, dankte insbesondere Marita Meints und ihrem Ehemann, Sportwart Robert Meints. „Ihr habt den Tennissport in Hohenkirchen wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt.“

Die 1975 aus der Taufe gehobene Abteilung hatte Ende der 1980er Jahre deutlich über 200 Mitgliedern. Zwischenzeitlich war der Bestand auf 40 gesunken. Inzwischen liegt man bei rund 70 Mitgliedern mit steigender Tendenz und überlegt, ob nicht der stillgelegte dritte Platz wieder aktiviert werden sollte.

Die Hohenkichener Tennisanlage soll künftig den Namen des Ehrenvorsitzenden Heinz Uden (rechts) tragen. Das verkündeten der MTV-Vorsitzende Thorsten Mielke und Tennis-Abteilungsvorsitzende Marita Meints. Fotos: hol

„Der MTV hat mein Leben geprägt“, sagte Heinz Uden (88), der auch heute noch gern mal zum Schläger greift. In seiner Ansprache ließ Uden die Geschichte der Tennisabteilung Revue passieren. 1975 sei Tennis noch ein „elitärer Sport“ gewesen, erinnerte der pensionierte Polizeibeamte. Nach ersten Anfängen in der Hohenkirchener Sporthalle habe man mit dem Bau der Platzanlage begonnen: ein geeignetes Grundstück gesucht, jede Menge Sand aufgefahren, Wälle für den Windschutz angelegt und bepflanzt, ein abgängiges Kantinen-Gebäude vom ICI-Werk geordert und im Mai 1983 eingeweiht.

132.000 D-Mark habe man damals verbaut. Eine Bürgerschaft für 80.000 Euro übernahmen vier Vorstandsmitglied persönlich. Der zunächst ebenfalls geplante Bau einer Tennishalle war nicht zu finanzieren. Dennoch strömten im Zuge des Tennisbooms in Deutschland Spieler von der Bundeswehr, aber auch aus Horumersiel und Hooksiel in den Verein.

Im Anschluss an den Festakt feierte der Verein das Jubiläum mit einem bunten Tennistag. 

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Bürgermeister und Ratspolitiker versprechen persönliche Konsequenzen

Wangerland/Horumersiel (30. 8. 2026) – Eine Reihe von Mitgliedern des aktuellen Wangerländer Gemeinderates haben ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, das die Staatsanwaltschaft gegen sie im Zusammenhang mit dem Thalasso-Desaster Anklage erheben sollte. Das wurde bei eine Podiumsdiskussion mit den drei Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Freitagabend im Kursaal in Horumersiel bekannt.

Podiumsdiskussion im Kursaal

Zu der von Heiko Manott moderierten Veranstaltung hatten der örtliche Seebadeverein und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe eingeladen. Amtsinhaber Szlezak und seine beiden Herausforderer stellten sich vor, unterstrichen ihre Qualifikation fürs Amt und stellten einige Schwerpunktthemen vor.

Das Motto von Abrahams (Foto): „Kleine Maßnahmen, große Wirkung“. Hier ein maroder Gehweg saniert, dort eine Mülltonne mehr und die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Urlauber würde erheblich steigen. Touristisch setze er nicht auf die Erkenntnisse großer Agenturen, die den Touristen der Zukunft malen, sondern auf die Kompetenz der Leistungsträger vor Ort.

Szlezak erinnert daran, dass er sich schon für eine stärkere Einbeziehung der Leistungsträger in die touristischen Entscheidungsgremien wie der Lenkungsgruppe der Wangerland Touristik GmbH (WTG) stark gemacht habe. Er wolle in der nächsten Wahlperiode das 2017 erstellte touristische Leitbild umsetzten, das seither – auch aufgrund von Personalmangel im Rathaus – in irgendeiner Schublade verschwunden war.

Bislang, so beklagte Fischer (Foto), seien die Stimmen von Fachleuten etwa aus dem WTG-Beirat in dem gemeindeeigenen Unternehmen so gut wie nicht gehört worden. Horumersiel/Schillig sollte sich seiner Ansicht nach wieder auf den Familientourismus konzentrieren.

Das neue Thalasso Meeres Spa (TMS) spielt dabei aus Sicht vieler Horumersiel kaum eine Rolle. So zeigte sich Gastronom Frank Hensel überzeugt, dass das TMS keinen touristischen Mehrwert hat. Bevor dessen Betreib über Jahre mit Hunderttausenden Euro im Jahr subventioniert werde, sollte man die acht Millionen Euro Fördergelder lieber zurückzahlen. Auf keinen Fall sei es sinnvoll, eine Großteil der Gästebeiträge in den nur von sehr wenigen Gästen genutzten Gesundheitstempel zu stecken. Das Geld wäre für den Erhalt eines Schwimmbades sinnvoller eingestzt.

Szlezak (Foto) zeigte sich zuversichtlich, dass das Bad in Horumersiel wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Verhaltungen der WTG mit drei bis vier Investoren für den Gesamtkomplex am Hafen 3 in Horumersiel sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

Über die Frage, was ein Investor dann konkret bauen darf, werde der künftige Rat mitbestimmen. „Die Bauleitplanung liegt in den Händen der Gemeinde.“ So sollte sich nach den Vorstellungen von Szlezak in einem neuen Komplex auch ein großer Versammlungssaal finden.

Probleme: Ferienwohnungen und Deichstraße

Auch Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen. Die Debatte dreht sich um lokale Themen. Wie und wo lässt sich bezahlbarer Wohnraum schaffen? Was wird aus Ferienwohnungen, die nach den Vorgaben der Gemeinde in bestimmten Straßenzügen von Horumersiel nicht mehr zulässig sind? Und was ist mit der schmalen Deichstraße, die man im Sommer kaum noch befahren kann, da sie von Autos zugeparkt wird? „Das ist seit zehn Jahren ein Thema. Und nichts ist passiert“, klagte ein Bürger. Bürgermeister Szlezak greift den Ball auf: „In 14 Tagen ist das erledigt!“

Viele Themen, fairer Austausch – aber grundlegende Unterschiede zwischen den Bewerbern um für das Amt des Verwaltungschefs sind kaum erkennbar, auch weil die Herausforderer sich weigern, Versprechen zu machen, die man nachher nicht halten kann, wie Abrahams es formuliert. Der Kommentar eines Zuhörer: „Das ist aber langweilig.“

Frontalangriff auf den Bürgermeister

Kurz vor 22 Uhr dann ein komplett verändertes Bild. Hans-Hugo Woltmann, Landwirt aus Förrien, greift Bürgermeister Szlezak mit Verweis auf den Thalasso-Skandal, die Insolvenz der WTG und die daraus erwachsenen Folgen wie die Schließung der Bäder und dem Verkauf von Gemeindevermögen frontal an. „Sie sind seit fünf Jahren im Amt und hier herrscht ein Chaos, wie wir es noch nicht erlebt haben.“

„Mich hier so an den Pranger zu stellen, ist nicht in Ordnung“, hält der sichtlich angefasste Bürgermeister dem entgegen. Sein Sakko hat er inzwischen abgelegt. Kommentar von Moderator Manott: „Jetzt ist hier Temperatur drin!“

Persönliche Konsequenzen aus Thalasso-Desaster

Szlezak verweist darauf, dass der Rat aus 25 Personen besteht und der Bürgermeister nur eine Stimme habe. „Ich ducke mich nicht weg. Aber ich bin überzeugt, dass der gesamte Rat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat.“

Auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen des Desasters verkündet Fischer, dass in der CDU Einvernehmen darüber gestehe, dass Ratsmitglieder, die wiedergewählt werden, zurücktreten, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erheben sollte. Und auch Bürgermeister Szlezak kündigte an, sich zurückziehen zu wollen, wenn die noch laufenden Ermittlungen ergeben, dass er sich strafbar gemacht hat. 

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Zum Start 278 D-Mark in ein Tennisnetz investiert

Hohenkirchen (27. 8. 2026) – Lehrer sind sportliche Leute. Zumindest im Wangerland. Diesen Schluss lässt die Chronik der Tennisabteilung der MTV Hohenkirchen zu. Unter den 20 Personen, die die Abteilung im November 1976 aus der Taufe hoben, waren auffällig viele Pädagogen, die sich zunächst in der gerade eingeweihten Großraum-Turnhalle in Hohenkirchen zum Spielen trafen.

Seit 50 Jahren wird beim MTV Hohenkirchen Tennis gespielt. Das Jubiläum wird am Samstag gefeiert. Foto: Verein

Für das erste Tennisnetz mussten seinerzeit 278 D-Mark investiert werden, verraten die Analen. Die Leitung der Abteilung lag in Händen von Günter Barth. Ihm folgten über die Jahre Peter Foerste, Jürgen Thelen, Martina Janssen, Erwin Poth, Reiner Lehmann, Heinz Uden, Robert Meints und Marita Meints als aktuelle Abteilungsleiterin.

Festakt in Hohenkirchen

Das 50-jährige Vereinsjubiläum soll an diesem Samstag mit geladenen Gästen an der Tennisanlage in Hohenkirchen gefeiert werden. Bei der Gelegenheit werde Heinz Uden, Mitglied der ersten Stunde, auch auf die Vereinsgeschichte zurückblicken, verriet Sportwart Robert Meints einen Baustein des abwechslungsreichen Programms.

Zu den Höhepunkten gehörte der Vereinsgeschichte gehörte Bau der Zwei-Feld-Tennisanlage 1979, die 1987 im Zuge des Boris-Becker-Booms um einen dritten Platz erweitert wurde. Die Mitgliederzahl der Abteilung, die heute bei 70 liegt, kletterte seinerzeit auf über 200. Zu einem Vereinsheim umfunktioniert wurde mit viel Eigenleistung der Mitglieder im übrigen eine ehemalige Kantinenbaracke, die auf dem Gelände des ICI-Chemiewerkes im Voslapper Groden stand. 

Punktspiele, Turniere und Training

Der dritte Platz wurde 2017 wieder zurückgebaut. Dennoch findet auf der Tennisanlage reger sportlicher Betrieb statt. Der MTV nimmt in dieser Sommersaison mit einer Herrenmannschaft ü 60 sowie mit zwei Damen-Mannschaften (ü 30 und ü 40) am Punktspielbetrieb teil. Zudem treffen sich Erwachsene (dienstags und donnerstags), Jugendliche und Kinder (freitags) regelmäßig zum Training.

Einen sportlichen Schub hat die Tennisabteilung des MTV durch verschiedene Leistungsklassen-Turniere erlebt, die Robert Meints mit zahlreichen Mitstreiten aus dem Verein seit einigen Jahren organisiert: Die Teilnehmerfelder der Damendoppel-, Herrendoppel- und Mixeddoppel-Turniere sind in der Regel wenige Tage nach der Ausschreibung ausgebucht. Inzwischen haben Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten Bundesgebiet die Turniere im Blick, zum Teil auch, weil sie so einen Küstenurlaub mit der sportlichen Herausforderung verbinden können. 

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