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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

13-jährigen Schüler bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt

Friesland/Wangerland (18. 6. 2026) – Nachdem es an einer Schule in der Region zu einem so genannten „Choking-Game“-Vorfall gekommen ist, warnt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland vor dieser Art von gefährlichen Mutproben, die insbesondere über soziale Medien verbreitet werden. Ziel ist es, durch das Zudrücken des Halses oder andere Methoden die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bewusst einzuschränken, um einen kurzen Rauschzustand oder eine Bewusstseinsveränderung herbeizuführen. Die Handlungen werden dabei häufig gefilmt und anschließend in sozialen Netzwerken geteilt.

Polizei warnt vor gefährlichen Mutproben

In der vergangenen Woche habe ein 13-jähriger Schüler einen Mitschüler von hinten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Gegen den Jugendlichen werde jetzt d wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei heute mit.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass diese vermeintliche Mutprobe erhebliche gesundheitliche Risiken birgt. Bereits nach kurzer Zeit kann Sauerstoffmangel zu Bewusstlosigkeit, schweren Verletzungen, dauerhaften gesundheitlichen Schäden oder sogar zum Tod führen, „Kein Trend, keine Challenge und kein Video sind es wert, die eigene Gesundheit oder das eigene Leben aufs Spiel zu setzen.“

Eltern sollten mit ihren Kindern sprechen

Darüber hinaus können auch rechtliche Konsequenzen drohen, warnt die Polizei. Wer andere zu solchen Handlungen auffordert, diese unterstützt oder entsprechende Inhalte verbreitet, mache sich unter Umständen strafbar. Die Polizei appelliert insbesondere an Eltern und Erziehungsberechtigte, das Gespräch mit Kindern und Jugendlichen zu suchen und sie über die erheblichen Gefahren solcher Mutproben aufzuklären. „Ein offener Austausch kann dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gefährliche Nachahmungen zu verhindern.“

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Unbedingt gehörigen Abstand zu Robben im Watt halten

Wilhelmshaven/Wangerland (16. 6. 2026) – Jedes Jahr werden im deutschen Wattenmeer mehr als 7.000 Seehunde geboren. Die Hauptgeburtszeit liegt zwischen Anfang Juni und Mitte Juli. 
Immer wieder werden so genannte „Heuler“ aufgefunden, also Seehunde im Alter von bis zu sechs Wochen, die von ihrer Mutter getrennt sind. 

Nicht jeder einsame Seehund am Strand ist ein hilfsbedürftiger „Heuler“. Robben ruhen sich auch einfach nur aus. Foto: Martin Stock / LKN.SH 

Wichtig, so die Nationalpark-Verwaltung: „Nicht jede allein liegende Robbe ist ein hilfsbedürftiger Heuler. Ob ein Seehundjunges tatsächlich Unterstützung braucht, können nur erfahrene Fachleute beurteilen.“ Wer ein Jungtier entdeckt, sollte unbedingt Abstand halten, es nicht anfassen und auf keinen Fall aufnehmen.

Kontakt mit Menschen gefährlich

Schon der einfache Kontakt mit Menschen könne dazu führen, dass die Seehund-Mutter nicht mehr zurückkehrt und das Junge in Obhut genommen werden muss. „Außerdem können Robben beißen und Krankheiten übertragen, auch wenn sie gesund wirken“, warnen Seehund-Fachleute. 

Die Nationalparkverwaltung rät bei der Sichtung eines „Heulers“: Weiträumig Abstand halten (nach Möglichkeit 300 Meter), den Weg zum Wasser nicht versperren, ruhig bleiben, Hunde anleinen und von dem Tier fernhalten. „Das Jungtier soll unbedingt am Fundort belassen werden, damit die Mutter es gegebenenfalls wiederfinden kann.“

Ansprechpartner Seehundstation

Wer einen Heuler oder eine hilfsbedürftige Robbe findet, sollte den Fundort möglichst genau melden. Erster Ansprechpartner in Niedersachsen ist die Seehundstation Nationalpark-Haus Norddeich (Tel. 04931 97333-0).

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SPD-Politiker sagen Küstenfischern ihre Unterstützung zu

Jadebusen (15. 5. 2926) – Um küstennahe Fanggebiete ging es jetzt in einem Gespräch der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) aus Berne und dem Fischer Jan-Walke Schröder am Dangaster Hafen. Schröder machte deutlich, dass insbesondere Fischer, die mit kleineren Fahrzeugen unterwegs sind, auf Priele und andere küstennahe Fanggebiete angewiesen sind. Eine weitere Einschränkung sei existenzgefährdend.

Die Landtagsabgeordnete Karin Logemann sprach am Dangaster Hafen mit Fischer Jan-Walke Schröder. Foto: Jan Lehmann

Die Politikerin aus der Wesermarsch, die unter anderem Fraktionssprecherin für Fischereipolitik ist, sagte den Fischern ihre Unterstützung zu. Sie wurde begleitet von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, dessen Stellvertreterin Anke Kück (beide SPD), Manfred Hoffmann vom Kurverein Dangast und den Vareler Sozialdemokraten Sören Mandel und Jan Lehmann

Alle versicherten Jan-Walke Schröder ihre Unterstützung zum Erhalt von Fanggebieten im Jadebusen und in der Jade zu. „Es darf keine faktischen Berufsverbote geben“, betonte Wagner, der die wirtschaftliche Bedeutung der Küstenfischerei für Varel besonders hervorhob. Erst kürzlich hatte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) dafür ausgesprochen, bei der Auswahl möglicher Schutzgebiete unbedingt die Fischer mit einzubeziehen.

Verunsichert sind die Niedersächsischen Küstenfischer wegen einer EU-Vorgabe, die die Ausweisung weiterer strenger Schutzgebiete vorsieht und vom Land Niedersachsen umgesetzt werden muss. Suchräume für mögliche Schutzgebiete werden derzeit identifiziert. Die Fischer fordern, dabei beteiligt zu werden.

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Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland in Not

Helgoland (13. 6. 2026) – Für rund 70 Menschen an Bord eines Seebäderschiffes auf dem Weg von Büsum nach Helgoland ist ihre Seereise am heutigen Samstag mit einer Abschleppaktion zu Ende gegangen. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, musste der auf Helgoland stationierte Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ die manövrierunfähige „Funny Girl“ auf den Haken nehmen, um sie zu sichern.

Mit dem Leinenwurfgerät stellen die Seenotretter eine Leinenverbindung zwischen dem Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ und dem manövrierunfähigen Seebäderschiff „Funny Girl“ her. Foto: Die Seenotretter/DGzRS

Technische Probleme

Gegen 12.45 Uhr habe die Besatzung der „Funny Girl“ den Seenotrettern technische Probleme an Bord des gut 68 Meter langen Seebäderschiffes gemeldet. Bei westlichen Winden bis sieben Beaufort (etwa 60 km/h Windgeschwindigkeit) und vorhergesagten bis zu drei Metern Seegang trieb die „Funny Girl“ manövrierunfähig rund vier Seemeilen östlich von Helgoland. Zudem erhielten die Seenotretter die Information, dass eine chronisch kranke Passagierin möglicherweise medizinische Hilfe benötigt.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, koordinierte die Hilfsmaßnahmen für die „Funny Girl“. Im Helgoländer Südhafen legte unverzüglich der Seenotrettungskreuzer ab. Der vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Bergungsschlepper „Nordic“ und das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bad Düben“ blieben in der Nähe des Havaristen, bis die Seenotretter eintrafen.

Nach Cuxhaven geschleppt

Die „Hermann Marwede“ nahm die „Funny Girl“ zunächst auf den Haken. Die Büsumer Reederei Adler-Eils, die auch die Helgoland-Fahrten von Wilhelmshaven und Hooksiel nach Helgoland organisiert, entschied, den Havaristen in Cuxhaven reparieren zu lassen. Die „Nordic“ übernahm den Schleppanhang mit Ziel Außenelbe-Reede. Dorthin hat die Reederei den Schlepper „Wulf IV“ beauftragt, um den Havaristen zu übernehmen und in den Hafen zu bringen.

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CDU: Die Zeit ist reif für Politikwechsel in Friesland

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Die CDU Friesland hat die personellen Weichen für die Kreistagswahl am 13. September gestellt. Auf ihrer Aufstellungsversammlung nominierte die Partei 49 Frauen und Männer für die Wahl zum Kreistag. Das Ziel: Ein echter Politikwechsel im Landkreis.„Wir spüren überall, dass viele Menschen sich Veränderung wünschen“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer (Wangerland). „Friesland wird seit Jahrzehnten von derselben Partei geprägt. Das hat Spuren hinterlassen. Einer Demokratie tut es gut, wenn Verantwortung auch einmal wechselt.“

Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder die 55-jährige Juristin aus Jever Sybille Raquet als Kandidatin von CDU und FDP für das Amt der Landrätin. „Sybille Raquet steht für Kompetenz, Führungsstärke und Bodenständigkeit. Sie kennt die Region, sie kennt Verwaltung und sie wird ihre ganze Kraft in diese Aufgabe investieren“, ist Fischer überzeugt.

Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven

Als eine der wichtigsten Aufgaben nennen die Christdemokraten die Umsetzung des gemeinsamen Zentralklinikums für Friesland und Wilhelmshaven. Nur damit könne es gelingen, den Menschen in der Region auch in zehn oder zwanzig Jahren noch moderne Medizin auf höchstem Niveau anzubieten, so Fischer. „Ob Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Wohnungsbau oder Fachkräftemangel – wir stehen im Wettbewerb mit anderen Regionen. Diesen Wettbewerb werden wir nur gewinnen, wenn Friesland und Wilhelmshaven enger zusammenarbeiten als bisher.“

Auch mit Blick auf die Kreisverwaltung fordert die CDU einen Kurswechsel. Nach Auffassung der Christdemokraten habe die Verwaltung in den vergangenen Jahren zu oft unter fehlender Führung gelitten. „Ein Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern und eine Verwaltung mit hunderten Beschäftigten brauchen eine Verwaltungschefin, die vor Ort präsent ist und die Verwaltung tatsächlich führt“, sagte Fischer.

Kandidaten für den Kreistag

Bei der Kreistagswahl stimmen die Bürgerinnen und Bürger in vier Wahlbezirken ab. Für den Wahlbezirk IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) bieten die CDU folgende Kandidatinnen und Kandidaten an: Katharina Jensen (Wangerland), Dirk Zillmer (Jever), Kai Ulferts (Jever), Alice Brandenburg-Bienek (Wangerland), Matthias Bollmeyer (Jever), Wolfgang Weidemann (Wangerland), Christopher Popken (Jever), Thies Fischer (Wangerland).

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Grüne nominieren Kandidaten-Riege für den Kreistag

Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Der Kreisverband Friesland von Bündnis 90/Die Grünen hat seine 35 Kandidatinnen und Kandidaten für Wahl zum Kreistag bekannt gegeben. Insgesamt bewerben sich 67 Frauen und Männer für die Grünen bei der der Kommunalwahl am 13. September um Ämter auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene. 

Zu den Spitzenkandidatinnen für den Kreistag gehören (von links) Waltraud Voß (Bockhorn), Janina Schönbohm (Jever), Sigrid Busch (Varel), Gaby Szlezak (Wangerland) und Linn Söderberg-Szymanski (Varel). Foto: Merve Court

Zur Aufstellungsversammlung in Jever waren knapp 50 Parteimitglieder gekommen. Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs zeigte sich hocherfreut über die große Zahl. Mehr als die Hälfte aller Kandidierenden (55 Prozent) bewerbe sich erstmals um ein Mandat. Das komme nicht unerwartet. Immerhin habe man in den vergangenen zwei Jahren einen Mitgliederzuwachs von mehr als 41 Prozent zu verzeichnen gehabt. Inzwischen habe die Partei in Friesland 232 Mitglieder. Helmerichs: „Das ist ein starkes Zeichen für ein grünes Friesland!“

Kandidaten im Wahlbereich IV

Die Kreistagsmitglieder werden in vier Wahlbereichen gewählt. Die Liste im Wahlbereich IV „Jever/Wangerland/Wangerooge“ führt für die Grünen Janina Schönbohm (Jever) an. Ihr folgen Reiner Tammen (Jever, früher Wangerland), Gaby Szlezak (Wangerland), Peter Kuchenbuch-Hanken (Wangerooge), Karl Oltmanns und Oliver de Neidels (beide Jever). Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Wangerland waren bereits zuvor nominiert worden.

Von Klimaschutz bis Gerechtigkeit

Inhaltlich wollen sich die Grünen nach den Worten von Heimrichs weiterhin für Klimaschutz, Artenvielfalt und den Küstenschutz einsetzen, für klimafreundliche und verlässliche Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, wohnortnahe Gesundheit und Pflege sowie hohe Lebensqualität in Friesland. „Wie werden den sozialen Zusammenhalt, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit fördern und unsere Demokratie stärken sowie unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln“, versprach die Kreisvorsitzende. 

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HHG-Hooksiel pocht auf Ausweisung von Gewerbeflächen

Hooksiel/Wangerland (12. 6. 2026) – Als „unhaltbaren Zustand“ bewertet der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) die Situation, dass es aktuell in der Gemeinde Wangerland keine freien Gewerbeflächen gibt. „Handwerksbetriebe können nicht wachsen oder müssen notgedrungen das Wangerland verlassen“, beklagt HHG-Vorsitzender Tobias Geisen. Das Problem müsse „schnellstmöglich durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen angegangen werden“. 

Geisen kritisiert SPD und ZUW

Unternehmen und Unternehmern aus Handwerk, Handel und Gewerbe werde das Arbeiten und Wirtschaften durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen immer schwerer gemacht. Für Vieles seien Bund und Land verantwortlich, für Manches aber auch der Gemeinderat vor Ort. Enttäuscht zeigt sich Geisen in diesem Zusammenhang von dem Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Sanierung in der vergangenen Woche, an der er als beratendes Mitglied teilgenommen hat. 

In der Sitzung hatte die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) einen Antrag eingebracht, wonach die Gemeindeverwaltung umgehend mit der Planung eines Gewerbegebietes in Tettens beginnen solle. Sprecher von SPD und ZUW (Unabhängige) waren zunächst skeptisch und verwiesen darauf, dass die Bauverwaltung der Gemeinde ohnehin überlastet sei und zunächst andere, zeitkritische Bauleitverfahren abarbeiten müsse. 

Letztlich stimmte der Ausschuss dem Antrag aber doch einvernehmlich zu, was Geisen auf seine vehement Intervention zurückführt. Der HHG-Vorsitzende bewertet die zunächst gegen die Planung der neuen Gewerbeflächen eingebrachte Argumente als „fadenscheinig“, zumal auch Bürgermeister und Verwaltungschef Mario Szlezak (SPD) eingeräumt hatte, dass die Kapazitäten dafür im Rathaus vorhanden wären.

Müller weist Kritik zurück

Für die ZUW-Gruppe weist Ratsherr Immo Müller (UWW) die Vorwürfe des HHG zurück. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und Argumenten sei ein ganz normaler Bestandteil der demokratischen Willensbildung in einem Fachausschuss. Hier werde nicht nur zugestimmt oder abgelehnt. „Genau das ist geschehen“, stellt Müller in einer Erklärung fest. 

„Nicht in Ordnung“ sei es und möglicherweise dem Vor-Wahlkampf geschuldet, dass Geisen im Nachhinein die Argumente von Ratsmitgliedern als fadenscheinig bezeichne. Die Ausweisung von Gewerbeflächen stehe schon lange im Fokus aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppen. „An welcher Stelle in der Gemeinde und ob in Tettens ist zu prüfen und vorzubereiten.“ 

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Einheimische können Verborgenes im Wattenmeer entdecken

Wilhelmshaven/Wangerland (12. 6. 2026) – Neben dem 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wird in diesem Jahr die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe vom 26. Juni 2009 gefeiert. Die in Wilhelmshaven beheimatete Nationalparkverwaltung lädt mit zertifizierten Nationalpark-Führerinnen oder -Führern zu einem vielfältigen Programm ein. 

Im Rahmen des Weltnaturerbe-Geburtstages können Einheimische den Nationalpark bei Wattführungen erkunden. Foto: Melanka Helm/NLPVW

Von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Juni, finden entlang der niedersächsischen Küste und auf vielen Inseln Naturerlebnis-Veranstaltungen statt. Einheimische können kostenfrei an einer der Führungen teilnehmen und dabei das Wattenmeer vor ihrer Haustür unmittelbar erleben.

Zahlreiche Veranstaltungen

„Das Wattenmeer ist Wildnis von Weltrang im Großformat und von universellem Wert aus der Perspektive der Vereinten Nationen”, betont Florian Carius, Dezernent bei der Nationalparkverwaltung. „Nationalpark-Führungen unterstützen dabei, die auf den ersten Blick verborgenen Besonderheiten dieser veränderlichen Naturlandschaft zu entdecken und ihre Einzigartigkeit bewusst zu erleben.“ Ziel sei es, die globale Bedeutung des Weltnaturerbes zu vermitteln und so für seinen Schutz zu sensibilisieren. 

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zu Treffpunkten und Ausrüstung werden direkt von den jeweiligen Veranstaltenden bereitgestellt. Zudem werden Führungen für geschlossene Gruppen, etwa in Kooperation mit Seniorenheimen oder Schulklassen, angeboten.

Führungen im Wangerland

Im Bereich der Gemeinde Wangerland werden gleich mehrere Veranstaltungen angeboten: „Bequem Vögel beobachten“ heißt es etwa am 28. Juni ab 13.30 Uhr in Horumersiel. Treffpunkt ist am Horumersieler Hafen. Im Nahbereich hat man direkten Einblick in Hochwasserrastplätze, eine Salzwiese, das Watt mit den Lahnungen sowie auch das Wangertief als Süßwasserlebensraum. Diese Führung dauern etwa zwei Stunden. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.

Ebenfalls am 28. Juni um 11 Uhr startet in Minsen (Treff: Seewiefken-Skulptur) eine Salzwiesenführung in den Elisabethaußengroden. Anbieter ist das Nationalpark-Haus Wangerland. Anmeldung entweder per Mail (nationalparkhaus@wangerland.de )oder telefonisch unter 04426/90470-0. 

In Schillig kann man am 26. Juni ab 20 Uhr eine „Vogelführung in den Sonnenuntergang“ erleben. Während der Führung werden an der Lagune und den Hochwasserrastplätzen Vögel beobachtet, etwa Regenpfeifer und andere Watvögel, Enten, Gänse, Möwen und Singvögel. Die Tour mit gemeinsamem Picknick dauert etwa drei Stunden. Treffpunkt ist am Deichaufgang bei der Jugendherberge. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.

Wanderungen mit Kind und Hund

Am 26. Juni um 14 Uhr, 27. Juni um 15 Uhr und am 28. Juni um 16 Uhr werden Wanderungen zur Vogelinsel Minsener Oog angeboten. Für Hin- und Rückweg werden etwa viereinhalb Stunden veranschlagt. Treffpunkt ist die Bäckerei „Lorenz Victorbur“ am Strand von Schillig. Die Führung übernimmt Nationalpark-Führer Rolf Tiegges. Rückfragen unter Telefon 0152/22633234 möglich.

Eine küstennahe Wattwanderung am 28. Juni ab 15.30 Uhr ab Schillig (Weltentor) trägt den Nahmen „Watt zum Schnuppern – Wattwanderung für Zwei- und Vierbeiner“. Sie ist insbesondere für Familien mit Kindern ab 6 Jahre (mit oder ohne Hund) geeignet. Begleiterin ist Nationalparkführerin Sandra Dunkmann. Anmeldung unter 0157/81797261 oder per Mail an WattwandernmitSandra@web.de.

Besuch bei den Vogelwarten

Der Nationalpark-Führer Jürgen Wackwitz nimmt am 28. Juni ab 15:30 Uhr Interessierte mit zu einer etwa fünfstündigen Wattwanderung nach Minsener Oog. Die Themen: Was sagen die Vogelwärter? Welche Zugvögel sind da? Und was macht das Brutgeschäft? Treffpunkt ist das Weltentor in Schillig. Anmeldung telefonisch unter 04461/3149 (mit AB) oder 0162-3449878 sowie per Mail (miniorarts@gmx.de). 

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Informationen zur Betreuung nicht mehr heilbarer Menschen

Friesland/Wangerland (11.6. 2026) – Die Pflege von schwererkrankten, nicht heilbaren Menschen stellt für viele betroffene Familien, Angehörige und Freunde eine große Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. 

Über die Möglichkeiten der ambulanten palliativen Versorgung informiert Beate Richter, examinierte Krankenschwester, ausgebildete Palliativfachkraft und Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Friesland am Mittwoch, 17. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr. Die Fortbildung- und Informationsveranstaltung im Hörsaal des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch richtet sich an Ärzte, Pflegefachkräfte und Mitarbeitende im Sozialdienst sowie an Betroffene und interessierte Menschen.

Es geht um die Möglichkeit, schwersterkrankten Menschen ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu ermöglichen. Pflegedienste und Hausärzte helfen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ein Patient in seiner letzten Lebensphase hat jedoch besondere Bedürfnisse, die im Pflegealltag häufig zu kurz kommen. Angehörige sind dabei häufig überfordert, verunsichert und in Zeitnot. Unterstützen kann das Palliativ-Netzwerk. 

Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten an das Bildungszentrum der Friesland Kliniken (Tel. 04422/80-1836) oder per E-Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de.

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Reparatur-Lösung aus einer Hand teurer als erwartet

Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.

led Leuchten Hooksiel
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol

Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.

Gemeinde hebt Ausschreibung auf

Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert. 

In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer. 

Bordsteine absenken?

Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden. 

Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet. 

Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“

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