Friesland (4. 8. 2026) – Seit gestern Abend ist die Gefahr vorbei. Die Autobahn 29 ist zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn wieder frei. Auch die Sperrungen auf den Nebenstraßen konnten aufgehoben werden. Auch die Züge zwischen Wilhelmshaven und Varel rollen wieder.
Kampfmittel entdeckt
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hatte gegen 18 Uhr seine Untersuchung und Entschärfung eines Kampfmittels aus dem Zweien Weltkrieg, einer 200-Kilogramm-Fliegerbombe, abgeschlossen, das um 11.37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel gefunden worden war. Der KBD hatte erklärt, dass das Objekt zunächst freigelegt werden müsse, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Dafür musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden.
Evakuierung im Sicherheitsradius
Innerhalb des Gefahrenbereichs liegen neben wenigen zu Zetel und Bockhorn gehörenden Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke Wilhelmshaven und Oldenburg. Deshalb waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der Anwohner erfolgte durch die Gemeinden. A 29 und die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.
Mehrere kleine Unfälle
Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen kontrollierte eine Polizeihubschrauber, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sperrzone aufhielten. Um 18.05 Uhr gab der KBD Entwarnung. Nach Mitteilung der Polizei wurden sämtliche Sperrmaßnahmen umgehend wieder aufgehoben. Während der Sperrungen kam es auf den Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei sei aber ausschließlich geringer Sachschaden entstanden, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.
Wangerland (3. 8. 2026) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Er habe sehr wohl einen Vorschlag zur künftigen Struktur der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) unterbreitet, der dann aber keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden habe. Zudem weist er die Forderung der SPD-Amtsinhabers in Forderung des CDU-Bürgermeister-Kandidaten Thies Fischer als unrealistisch zurück, dass ein Gutachten zur Ursache für die desolate Lage beim Projekt Thalasso Meeres Spa (TMS) schon jetzt zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.
Fischer hatte auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung die Ansicht vertreten, dass in beiden Fragen der Anstoß vom Bürgermeister hätte kommen müssen. „Bereits im August 2025 habe ich persönlich einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeitet, um die touristischen Leistungsträger stärker in die Arbeit und die Neuausrichtung der WTG einzubinden“, erinnert Szlezak (Foto) in einer Stellungnahmen zum Bericht von „Hooksiel-life“.
Vorgesehen sei gewesen, zwei Mitglieder des WTG-Beirates mit beratender Funktion in die Lenkungsgruppe aufzunehmen. Sie sollten regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, Zugang zu relevanten Informationen erhalten und ihre kaufmännische sowie touristische Erfahrung unmittelbar in die Beratungen einbringen können.“
Vorschlag zur WTG-Struktur
Dieser Vorschlag fand seinerzeit keine Mehrheit im Rat – und stieß auch bei den Leistungsträgern nicht auf Begeisterung. Zumal die Beiratsmitglieder im Lenkungsauschuss zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wären. Der Rat verständigte sich darauf, so Szlezak, die Entscheidung aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst zurückzustellen. Begründet worden war dies damit, dass noch nicht absehbar war, wie die WTG nach Abschluss des Verfahrens strukturell und wirtschaftlich aufgestellt sein werde. Von dem Vorwurf, er habe diese Diskussion nicht angestoßen, habe ihn irritiert. Genau das habe ich getan.
Die Fragen nach den künftigen Aufgaben, der geeigneten Rechtsform, der Rolle der Politik und der Einbindung der touristischen Leistungsträger beschäftigen Rat und Verwaltung bereits seit Beginn des Sanierungs- und Insolvenzverfahrens beschäftigt. „Sie sind wesentlicher Bestandteil der notwendigen Neuaufstellung der Gesellschaft.“
Ermittlungen nicht gefährden
Zur Aufarbeitung der Kostenentwicklung beim bezieht Szlezak eindeutig Postion: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgearbeitet werden. Am Ende wird es ein Ergebnis geben, und dieses Ergebnis wird selbstverständlich öffentlich gemacht. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“
Die Position von Fischer, alle Teile des Thalasso-Gutachtens offen zu legen, die die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht gefährden, sei nicht neu. Aber, so der Bürgermeister: „Wer soll zum jetzigen Zeitpunkt rechtssicher beurteilen, welche Passagen veröffentlicht werden können und welche möglicherweise für das Ermittlungsverfahren, mögliche Ansprüche oder Persönlichkeitsrechte von Bedeutung sind?“
Die Forderung nach einer Veröffentlichung bei gleichzeitiger Einschränkung, dass die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen, löse dieses Problem nicht. Sie klinge zunächst plausibel. Sie müsse aber juristisch belastbar und mit den zuständigen Stellen abgestimmt sein. Szlezak: „Ich teile den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach umfassender Information. Transparenz bedeutet für mich jedoch nicht, im Wahlkampf Versprechen abzugeben, deren rechtliche Tragfähigkeit noch nicht geklärt ist. Transparenz bedeutet, vollständig, nachvollziehbar und rechtssicher zu informieren.“
Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.
Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.
Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.
Podiumsdebatten geplant
Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.
Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.
Fischer benennt Versäumnisse
Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel.
Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.
Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“
Wie sieht die WTG künftig aus?
Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?
„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.
Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“
Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 7. 2026) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will die geplante Einleitung von Chlor-Bioziden am Wilhelmshavener LNG-Terminal „Excelsior“ verhindern. Die Umweltschützer haben nach eigenen Angaben eine Einwendung gegen einen Antrag der Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhoben.
Die „Excelsior“, einer von zwei LNG-Terminals in der Jade, gilt als wichtiger Baustein der deutschen Erdgasversorgung. Foto: DET
Die DET will künftig eine Elektrochlorierungs-Anlage in Betreib nehmen, mit deren Hilfe verhindert werden soll, dass sich das schiffsinterne Rohrleitungssystem von Algen, Muschel und andere organischen Substanzen zusetzt. Ursprünglich war der Betrieb der „Excelsior“ – anders als beim benachbarten LNG-Terminal „Höegh Experanza“ an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel – nur mit Ultraschall-Reinigungsverfahren genehmigt worden. Aus Sicht der Betreiber hat sich dieses Verfahren allerdings nicht bewährt.
Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. Die Konzentration in der Jade wird behördlich überwacht.
„Die Einleitung von toxischen Bioziden in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und das Ökosystem der Jade“, hält der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraemer, dagegen. „Im Wasser bildet das Biozid chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen.“
Die DUH fordert die Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals. Die DET hält dagegen, dass es sich bei der Elektrochlorierung um ein Verfahren nach dem „Stand der Technik“ handelt.
Hohenkirchen (30. 7. 2026) – Die Polizei im Wangerland ermittelt im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Verkehrsunfallflucht in Hohenkirchen. In der Zeit von Dienstag, 13 Uhr, bis zum gestrigen Mittwoch, 4.30 Uhr, wurde dabei ein an der Jeverschen Straße geparktes Auto beschädigt.
Nach den Erkenntnissen der Polizei war ein Opel Corsa ordnungsgemäß auf einem Parkplatz in Höhe eines Farbenfachgeschäftes in Fahrtrichtung Mederns abgestellt. Als der Geschädigte sein Fahrzeug am frühen Mittwochmorgen beladen wollte, stellte er einen frischen Unfallschaden im vorderen linken Fahrzeugbereich fest.
Der unbekannte Unfallverursacher entfernte sich, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern oder die Polizei zu verständigen. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Wangerland unter Telefon 04463/808910 oder der Polizei Jever unter 04461/74490 in Verbindung zu setzen.
Wangerland (29. 7. 2026) – Vogelgrippe-Alarm im Wangerland. Wie das Veterinäramt Jade-Weser heute mitgeteilt hat, ist am Dienstag in einer gewerblichen Geglügelhaltung in der Gemeinde die Vogelgrippe amtlich festgestellt worden. Von den gut 6.600 Puten des nördlich von Hohenkirchen gelegenen Betriebes waren bereits mehrere verendet.
Die Karte des Veterinäramtes zeigt die eingerichteten Schutzzonen zum den betroffenen Geflügelhalter-Betrieb.
„Die übrigen Tiere wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben tierschutzgerecht getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern“, so das Veterinäramt. „Zur Eindämmung der Tierseuche wurden eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet.“
Schutzonen eingerichtet
Die Schutzzone umfasst einen Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb und betrifft Teile der Gemeinde Wangerland. Neben Hobbyhaltungen ist auch ein größerer Geflügelbestand von den damit verbundenen Einschränkungen betroffen.
Um die Schutzzone wurde eine so genannte „Überwachungszone“ mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Diese umfasst weitere Teile der Gemeinde Wangerland sowie Teile der Stadt Wittmund und Teile des Stadtgebietes von Wilhelmshaven. Auch hier gelten besondere Schutzmaßnahmen.
Allgemeinverfügung gilt ab Donnerstag
In den eingerichteten Zonen gelten ab Donnerstag, 30. Juli, die Regelungen einer tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung: Alle Geflügelhalter in der „Schutzzone“, ob gewerblich oder hobbymäßig, müssen ihre Tiere unverzüglich aufstallen. In der „Überwachungszone“ ist Geflügel von Wildvögeln abzusondern, zum Beispiel durch das Aufstallung der Tiere oder durch eine Vorrichtung aus engmaschigen Netzen, die die freilaufenden Tiere schützt. „Der Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln ist strikt zu vermeiden“, warnt die Behörde.
Der Transport von Geflügel, Eiern und weiteren tierischen Produkten aus den betroffenen Zonen ist ausschließlich mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Auch für Verbringungen in die Zonen gelten Beschränkungen.
Angesichts der Gefahr des Eintrags der Geflügelinfluenza sind alle Vogelhalter in der Region gehalten, ihre Bestände zu schützen und ihre Tiere genau zu beobachten. Insbesondere ist die Hygiene beim Betreten von Geflügelhaltungen wichtig (Schuhwechsel, Schutzkleidung).
Informationen zum aktuellen Geflügelinfluenzausbruch (einschließlich interaktiver Karte der Restriktionszonen) sowie zu erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen finden sich auf der Homepage des Veterinäramtes unter www.jade-weser.de/tiergesundheit/gefluegelinfluenza.
Wangerland (28. 7. 2026) – Der neue Edeka-Markt in Hohenkirchen soll im Dezember eröffnet werden. Das kündigten die JPG Zwölfte Projektentwicklungs GmbH & Co. KG als Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes sowie der künftige Betreiber des Supermarktes, Carl Scheidemann, beim Richtfest auf der Baustelle an der Herderstraße an.
Im Dezember soll der neue Edeka-Supermarkt in Hohenkirchen eröffnet werden. Foto: hol
„Unser Ziel ist es, den Kundinnen und Kunden künftig ein modernes Einkaufserlebnis mit frischen Produkten, persönlichem Service und einem vielfältigen Sortiment zu bieten“, sagte Scheidemann vor Gästen. Das Richtfest sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. In den nächsten Bauabschnitten sollen die Gebäudehülle fertig gestellt sowie die Installationsarbeiten und der Innenausbau voran getrieben werden.
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
Zu dem Neubau gehören 130 Parkplätze, die kostenfrei angeboten werden sollen. Hinzu kommen überdachte Fahrradstellplätze sowie zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Auf dem Dach des rund 1800 Quadratmeter großen Gebäudes werde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs des Marktes decken soll. Beheizt werde der Markt über die Abwärme der Kälteanlagen. Das Verfahren nennt sich Betonkern-Temperierung. Warmes Wasser läuft durch im Beton verlegte Röhren. Die Wärme wird an den Beton abgegeben, dort gespeichert und ins Gebäude abgegeben.
Vollsortimenter mit Service
Scheidemann, der in der Region noch fünf weitere Märkte betreibt, verweist mit Blick auf die benachbarten Discounter Aldi und Lidl darauf, dass es sich bei dem neuen Edeka-Markt um einen Vollsortimenter handeln wird, den sich sehr viele Menschen schon lange für Hohenkirchen gewünscht hätten. In dem Markt sollen über 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Leitung werde Zeinab Fakih übernehmen, die aktuell stellvertretende Marktleiterin bei Edeka Scheidemann in Neuharlingersiel ist.
Auch der Edeka-Markt in Hooksiel wird von Scheidemann betrieben. Erst kürzlich hatte der Gemeinderat das Baurecht für eine geplante Verlängerung des Gebäudes um acht Meter geschaffen. Dazu, wann die Erweiterung umgesetzt werde, könne man derzeit noch keine Angaben machen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
Wangerland (27. 7. 2026) – Tolles Wetter, beste Stimmung, kulinarische Vielfalt und ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Das „Friesenfestival“ in Schillig war ein voller Erfolg für Gäste, Einheimische und Veranstalter gleichermaßen.
Über beste Stimmung bei Friesenfestival freute sich die Wangerland Touristik GmbH als Veranstalter. Foto: WTG
Gute Stimmung bereits am Freitag beim traditionellen Auftaktgastspiel des Shantychors Likedeeler und im Anschluss beim Konzert der „Ungesteckerten 3“ aus Aurich, die mit Klassikern aus den vergangenen Jahrzehnten für Mitsingmomente sorgten. „Brass von Monte Disco“ überzeugten mit kraftvollen Bläsersätzen und tanzbaren Arrangements, bevor die „Hitfluencer“ aus Hamburg als Headliner des Abends mit einer energiegeladenen Non-Stop-Show das Publikum bis in den späten Abend begeisterten.
Mitreißende Musikshow
Auch der Samstag bot musikalische Vielfalt: „Ed Sheeran Tribute“ aus Wilhelmshaven brachte die Songs des britischen Weltstars auf die Bühne, gefolgt von „Adenalin“ aus Aurich mit anspruchsvollen Titeln unter anderem von U2, Toto und Sting. Am Abend übernahmen die „BIG Maggas“ aus Hamburg das Kommando und präsentierten eine rund 90-minütige Show mit spürbarer Spielfreude. DJ Flöcki aus Wilhelmshaven sorgte anschließend für Festivalatmosphäre am Strand.
Der Sonntag stand im Zeichen der Familie. „De Platters“ aus dem Wangerland und „Honeybird“ aus Oldenburg gestalteten das musikalische Tagesprogramm. Aufgrund einer veränderten Wetterlage musste der Auftritt von „Honeybird“ kurzfristig abgesagt werden. Das Friesenfestival endete daher statt um 18 Uhr bereits um 14 Uhr.
1125 Läuferinnen und Läufern bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord für den Friesencross am Strand und im Watt vor Schillig. Foto: WTG
Der Samstag stand stand zudem im Zeichen des Laufsports: 1.125 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden folgten dem Ruf zum 21. Friesencross in Schillig. Damit verzeichnete der traditionsreiche Crosslauf einen neuen Teilnehmerrekord.
Lauf auf schlickigem Untergrund
Schon beim Bambinilauf und den Jugendläufen sorgten Familienangehörige uns sonstige Zuschauer für lautstarke Unterstützung. Dann schickte Moderator Heino Kröger mehr als 400 Laufbegeisterte auf die 10-Kilometer-Crossstrecke. Diese führte unter anderem entlang am Küstensaum zwischen Schillig und Horumersiel und schließlich direkt ins Watt. Der schlickige Untergrund verlangte den Teilnehmenden noch einmal alles ab und machte den Lauf zu einem ebenso fordernden wie besonderen Erlebnis im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.
Der Friesencross wurde unter anderem von Aktiven des MTV Hohenkirchen unterstützt. Das 17. Friesenfestival ist für den 16. bis 18. Juli 2027 geplant.
Jever/Wangerland (27. 7. 2026) – Der SPD Kreisverband Friesland lädt unter dem Motto „Auf ein Wort“ zu einer Wahlkampfveranstaltung mit dem Landesvorsitzenden der Partei, Ministerpräsident Olaf Lies (Sande), und dem Landratskandidaten für den Landkreis Friesland, Rolf Neuhaus (Jever), ein. Geplant ist eine Gesprächsrunde zu allen aktuellen Themen.
Gäste haben die Möglichkeit, Fragen loszuwerden. Das Prinzip ist einfach: Es gibt Bierdeckel auf denen Fragen notiert werden können. Lies und Neuhaus werden diese dann beantworten.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr im Parkhotel Jever, Mühlenstr. 51, statt. Die SPD weist darauf hin, dass es auf dem Hotelgelände keine Parkmöglichkeiten für die Veranstaltungsbesucher gibt. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad oder die Nutzung nahegelegener öffentlicher Parkplätze. Der Kreisverband bitten um Anmeldung per Mail unter spd-friesland@gmail.com bis zum 6. August.
Wangerland (27. 7. 2026) – Das Bündnis 90/Die Grünen im Wangerland lädt ein zu einem „Treffpunkt“. Dabei soll es um einen Erfahrungsaustausch rund um die Themen klimafreundliches Wohnen, nachhaltiges Bauen und erneuerbare sowie dezentrale Energien gehen.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli, ab 19 Uhr in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen direkt am Wangermeer statt. Dort hat die Familie Schweers 2022 ein Nullenergie-Haus gebaut. Mit dabei sein wird auch ein Vertreter der Firma PV Green, der Einblicke in moderne Photovoltaik-Lösungen gibt und für Fragen zur Verfügung steht.
Im Rahmen des „Treffpunkt“ sollen die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen vor, die bei der Kommunalwahl für den Gemeinderat kandidieren. Weitere „Treffpunkte“ sollen folgen.