Wangerland (15. 5. 2026) – Einen ganz anderen Blick haben Tennisfreunde seit dieser Woche auf die Platzanlage des MTV Hohenkirchen. In ehrenamtlicher Arbeit haben Aktive um den Abteilungsvorsitzenden Robert Meints eine Sitztribüne aufgebaut, die es den Zuschauerinnen und Zuschauern ermöglicht, über die Platzeinfassungen hinweg die Ballwechsel auf den beiden Plätzen zu verfolgen.
Verfolgten die Spiele beim Vatertags-Doppeltunier des MTV Hohenkirchen von der neuen Tribüne aus: (Von links) Hannes Sommer, Harald Fischer, Helmut Petermann, Alexander Scholz und Robert Meints. Foto: hol
Die Tribüne hat beim fast schon traditionelle Vatertags-Doppelturnier für Herren ihre Bewährungsprobe bestanden. Insgesamt zwölf Doppel traten dabei in den Altersklassen ü40 und ü50 an. Jedes Duo hatte dabei zwei Spiele zu absolvieren, meist gegen ein als etwas stärker und ein als etwas schwächer eingestuftes Team. Die Turnerleitung lag in den Händen von Nina Tjarks und Britta Taddigs, die mit den durchweg fairen Partien keine Probleme hatten.
Gewinner waren am Ende alle Teilnehmer der Veranstaltung, die aus dem Wangerland, aus Jever, Wilhelmshaven, Varel und Friedeburg angereist waren. Bei sehr gutem Tenniswetter konnten die Aktiven im Erfolgsfall ihre Leistungsklasse verbessern, zumindest aber Erfahrungen sammeln und sich im Anschluss beim gemeinsamen Essen austauschen.
In der Herren-ü50-Konkurrenz trafen die Wangerländer Doppel Alexander Scholz/Robert Meints und Mirko Ortmanns/Jörg Kase gleich zum Turnierauftakt aufeinander. Scholz/Meints gewannen 6:1/6:3, verloren ihr zweites Spiel gegen Carsten Biskupek/Rainer Dörnath dann aber mit 2:6/2:6. Ortmanns/Kase verpasste im Anschluss gegen das favorisierte Wangerländer Doppel Helmut Petermann/Harald Fischer eine Überraschung nur knapp (6:2, 1:6, 4:10).
Das Hooksieler Doppel Thorsten Csikos (links) und Thomas Otte blieb trotz guten Spiels ohne Erfolg. Foto: hol
Auch ohne Sieg zeigte das Hooksieler Doppel Thomas Otte/Thorsten Csikos gutes Tennis. Gegen das Friedeburger Duo Carsten Viehweger-Sick/Youssef El-Zein reichte es aber nur zu einem 2:6/4:6. Im zweiten Spiel unterlag man knapp mit 3:6/6:1/8:10 geben die Jeveraner Andreas Struß und Christian Horn, die zuvor Petermann/Fischer mit 6:1/6:1 geschlagen hatten. Alle Spielergebnisse des Turniers lassen sich im Internet unter www.tennis.de finden.
Das nächste Doppeltunier auf der Platzanlage des MTV Hohenkirchen ist für Samstag, 1. August, angesetzt. Dann werden Damen-Doppel der Altersklassen ü30 bis ü70 auf dem Platz stehen. Anmeldungen sind noch möglich.
Jever/Wangerland (15. 5. 2025) – Die Zeitungslandschaft im Landkreis Friesland verändert sich. Der Journalist Helmut Burlager (69), langjähriger Redaktionsleiter und Chefredakteur des „Jeverschen Wochenblatt“, erwartet nach der in dieser Woche angekündigten Mehrheitsbeteiligung der NOZ/mh:n Medien („Neue Osnabrücker Zeitung“) am Medienhaus BruneMettcker GmbH mehr Wettbewerb in der Region.
Almuth Thomßen von den Grünen bedankte sich bei Referent Helmut Burlager. Foto: Reiner Tammen
Burlager, seit 2020 Ruheständler mit Wohnsitz in Frankreich, war zu Gast beim politischen Stammtisch der Grünen/Bündnis 90 in Jever. Neben Mitgliedern und Anhängern der Partei waren weitere Journalisten vor Ort. In einem gut zweistündigen Austausch wurden die Gründe, die Chancen und Risiken der sich abzeichnenden Entwicklung diskutiert.
Neuer Partner für BruneMettcker Medienhaus
Zum Hintergrund: Das BruneMettcker Medienhaus gibt das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ heraus. Mit der NWZ-Ausgabe „Jeverlandbote“ erscheint im nördlichen Landkreis Friesland eine weitere, personell aber sehr dünn aufgestellte Zeitung. Im Südkreis ist die „Nordwest-Zeitung“ mit Sitz in Oldenburg ohnehin führendes Zeitungshaus. Die NWZ war auch seit Jahrzehnten so genannter Mantelpartner der Lokalzeitungen in der Region, lieferte also die überregionalen Nachricht etwa aus Politik und Sport.
Nach den ursprünglichen Überlegungen hätte diese Kooperation weiter vertieft werden sollen. Das BruneMettcker Medienhaus besteht in seiner aktuellen Form seit 2021. Hervorgegangen ist es aus der 1999 gegründeten Brune-Mettcker Druck- und Verlags GmbH, die zu jeweils 50 Prozent den Verlegerfamilien Brune/Adrian (Wilhelmshaven) und Allmers (Jever) gehörte. Nach dem Tod des WZ-Verlegers Manfred Adrian übernahm die Familie Allmers dessen Anteile und verkaufte dafür den bis dahin ebenfalls zum Unternehmen gehörenden „Anzeiger für Harlingerland“ (Wittmund) an die NWZ.
Veto vom Bundeskartellamt
In der Folge ging der Druck der Zeitungen nach Oldenburg. Anzeigengeschäft, Vertrieb und Internetauftritt wurden mit Blick auf eine geplante Verzahnung der Unternehmen und allgemein sinkenden Auflagenzahlen weitgehend von der NWZ organisiert. Doch aus der Fusion wurde nichts. Das Bundeskartellamt der NWZ untersagte die Übernahme des Mittbewerbers in Friesland. Dadurch sei die Medienvielfalt in der Region in Gefahr.
Bewegung in die Angelegenheit kam Anfang dieses Jahres. Die Madsack Mediengruppe (Hannover), einer der größten Regionalmedienverlage Deutschlands, übernahm die NWZ – offenbar ein schwerer Schlag für die Kooperation zwischen Oldenburg und Jever. Jedenfalls dürfte das das Signal für die Annäherung von BruneMettcker und NOZ gewesen sein.
NWZ stockt Redaktionen auf
Seit Mitte April liefert die NOZ, die schon mehrere Titel in Ostfriesland erworben hat, den Mantel für WZ und Wochenblatt. Vor wenigen Tagen wurde die geplante Übernahme von 50,01 Prozent, und damit der Mehrheit, der Anteile am BruneMettcker Medienhaus durch die NOZ verkündet – vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, die aber in diesem Fall als reine Formsache eingestuft wird.
Schließlich, so nicht nur die Einschätzung von Burlager, dürfte die Fusion den Wettbewerb in der Medienlandschaft in Wilhelmshaven und Friesland eher beleben. Die Konstellation: Die von Hannover aus gesteuerte NWZ gegen die dann zu Osnabrück gehörenden Lokalzeitungen WZ und Wochenblatt. Dafür spricht, dass die NWZ offenbar bereits dabei ist, ihre Redaktionen in Jever und Wilhelmshaven personell zu stärken.
Erhebliche Veränderungen
Abzuwarten bleibt, wie die Entflechtung der übrigen Geschäftsfelder zwischen NWZ und BruneMettcker abläuft. Wie sieht der künftige Internetauftritt der hiesigen Zeitungen aus? Wo erscheinen künftig welche Todesanzeigen? Wer organisiert die Verteilung der Print-Zeitungen vor Ort?
Schwierige, aber aus Sicht von Burlager lösbare Aufgaben. Ungewiss ist allerdings, wie die Leser auf das veränderte Angebot regieren werden. Klar dürfte aber sein: Kurz- und mittelfristig läuft die Region nicht Gefahr, zu einem „Ein-Zeitungs-Kreis“ zu werden. Das wäre ganz im Sinne der Kartellbehörden. Pressevielfalt gilt als ein wichtige Voraussetzung für demokratische Meinungs- und Willensbildung.
Wangerland/Horumersiel (13. 5. 2026) – Die Stimmungslage in Horumersiel war deutlich wahrzunehmen. Thalasso hin oder her – der Ort braucht dauerhaft einen Versammlungs- und Veranstaltungsort. Vor diesem Hintergrund begleiten viele Bürger die Bemühungen der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) mit Skepsis, das komplette Areal „Zum Hafen 3“ in dem Sielort an einen Investor zu verkaufen, der dort zum Beispiel ein Hotel bauen könnte, dessen Gäste das benachbarte Thalasso Meeres Spa (TMS) beleben sollen.
Kann Horumersiel ohne sein Gäste- und Dorfgemeinschaftshaus leben? Viele der Gäste im Kursaal hielten das neue Thalasso Meeres Spa für weniger wichtig als die Begegnungs- und Versammlungsstätte im Ort. Foto: hol
Rund 500 Interessierte aus dem gesamten Wangerland waren am Dienstagabend der Einladung des Seebadevereins Horumersiel-Schillig und des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe in den Kursaal gefolgt. Das Ziel, so Holger Meyer vom Seebadeverein: „Ein ehrliche Bürgergespräch zur Zukunft von Horumersiel.“
Zentraler Veranstaltungsort
Dabei spielt die Zukunft des Grundstücks, auf dem WTG-Zentrale, Touristen-Information, Bücherei, Kurpark und auch der Kursaal untergebracht sind, eine Schlüsselrolle. „Für die Urlauber ist es das Gästehaus, für die Einheimischen das Dorfgemeinschaftshaus“, sagte Frank Hensel, der den Kursaal im Auftrag der WTG betreibt. Das 1967 als DGH eingeweihte Gebäude sei der zentrale Veranstaltungsort für das ganze Wangerland mit um die 20.000 Besuchern im Jahr. Theater, Comedy, Kino, Bälle, Feten, Märkte, Tagungen, Ausstellungen …
Die Frage des Abends: Kann, will oder muss die Gemeinde auf das DGH verzichten? Hensel vertrat die Ansicht, dass man das Gebäude lieber (mit Fördermitteln) sanieren und so lange weiter betreiben sollte, wie es geht, damit Urlauber und Einheimische eine zentrale Anlaufstelle behalten. Energetisch modernisiert und um neue Angebote bereichert ließe sich das DGH nach seiner Überzeugung fast kostendeckend betreiben. Notfalls könnte ein Defizit durch den Gästebeitrag abgedeckt werden, den alle Urlauber im Wangerland zahlen müssen.
Dr. Christian Kaufmann (Foto), juristischer Berater für die Insolvenz in Eigenregie der WTG, hielt dem entgegen, dass das DGH sehr wohl erhebliche Kosten verursache. Zudem dürfe man den Gebäudekomplex nicht allein betrachten. „Das Problem steht nebenan.“
„Das Problem“ ist das Thalasso Meeres Spa (TMS). „Ohne Investor können wir das TMS nicht retten“, so Kaufmann. Im laufenden Ausschreibungsverfahren für den Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ hätten sich bislang sechs Interessenten gemeldet. In der nächsten Woche sollen die ihre Vorstellungen in punkto Kaufpreis und Projektidee erstmals präzisieren.
14 Mio. Euro offene Forderungen
Die Kostenexplosion beim Bau des TMS von 8,8 auf zuletzt genannte 23 Millionen Euro gilt als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage der WTG. Um ihre Gläubiger zu befriedigen, muss sich das gemeindeeigene Unternehmen von seinen Liegenschaften wie Campingplätze, Bäder und Grundstücke trennen. Zahlreiche Mitarbeiter wurden bereits entlassen.
Wie groß die Probleme der WTG sind, verdeutlichen Zahlen, die Kaufmann erstmals öffentlich nannte. So hätten Bauunternehmen und Architekt aktuell noch Forderungen in Höhe von 14 Millionen Euro angemeldet, die aber nach Überzeugung der Insolvenzverwaltung nicht alle berechtigt sind. Hinzu kämen Zuschüsse des Landes Niedersachsen in Höhe von 8,5 Millionen Euro, die die WTG zurückzahlen müsste, wenn das TMS nicht als Thalasso-Zentrum genutzt werde. Die Summe von Baukosten, noch offener Forderungen und mögliche Zuschuss-Rückzahlungen bezifferte Kaufmann auf rund 37 Millionen Euro.
Suche nach Investor läuft
Die jährlichen Belastungen für die WTG aus dem TMS – unabhängig davon, ob man es betreibt oder nicht – lägen bei 1,3 Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund könne es durchaus sinnvoll sein, so Kaufmann, einem Hotelinvestor zum Beispiel einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro im Jahr zu zahlen, wenn der dafür die betriebswirtschaftliche Verantwortung für das TMS übernimmt. Und die Gemeinde würde zudem von den touristischen Impulsen profitieren, die man sich einst vom Bau des TMS versprochen hat.
Ein Großteil der Besucher im Saal – so der Eindruck – bezweifeln, ob es derartige Impulse wirklich gibt. Sie warnten von einer zusätzlichen Bettenburg, glauben nicht daran, dass betuchte Thalasso-Gäste tatsächlich den Weg nach Horumersiel finden – mit oder ohne 5-Sterne-Hotel. „Wir sollten uns vielleicht lieber auf unser vorhandenes 3-Stern-plus-Publikum konzentrieren und dem mehr bieten“, sagte der Moderator des Abends, Heiko Manott.
Lösung für „Friesland-Therme“?
Vermieter im Saal beklagten immer schlechter werdende Gästezahlen. In den Wintermonaten sei der Ort tot. Es gebe keine Apotheke, keinen Friseur, nicht einmal ein gutes Café. Mit der Schließung der „Friesland-Therme“ sei ein weiteres Angebot vor allem für Familien mit Kindern weggebrochen.
Wie im Rahmen des Bürgergesprächs bekannt wurde, gibt es aber offenbar im Hintergrund Bemühungen, das Bad wieder zu öffnen. Eine Idee, so sagte Bürgermeister Mario Szlezak, sei es, den Gästebeitrag (derzeit 3,30 Euro am Tag) um 30 Cent zu erhöhen, um mit den Mehreinnahmen das Defizit des Bades zu decken.
Szlezak sagte, dass ein Hotelbau nicht in Stein gemeißelt sei. „Den Erhalt des Gebäudes des DGH kann ich nicht versprechen“, so Szlezak. Aber über die Planungshoheit könne die Gemeinde dafür sorgen, dass ein Neubau zu Horumersiel passt. Die Gemeinde habe einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst, der Raum für ein Hotel, aber auch für andere Projekte bieten könnte.
Wenn es andere Ideen gebe, wie das TMS zu retten sei, sei man offen, so der Bürgermeister. Ein Vorschlag aus dem Saal: Eine Genossenschaft aus Bürgern der Gemeinde Wangerland gründen. Ein anderer: Die WTG als GmbH komplett in Insolvenz gehen lassen. „Wenn die Banken dann ihr Geld nicht bekommen, ist das deren Problem …“.
Versammlungsraum im Hotel-Komplex
Insolvenzfachmann Kaufmann warnte davor, mit den Banken zu brechen. Die Kreditgeber hätten in der Regel Pfändungsrechte. Und wenn die Banken die Grundstücke der WTG dann verkaufen würden, habe die Gemeinde darauf noch weniger Einfluss.
Ebenso wie weitere Kommunalpolitiker betonten die Ratsfrauen Alice Brandenburg-Bienek (CDU) und Geraldine Vogdt (Pro Wangerland), dass die Gemeinde darauf setzt, dass ein Investor gefunden wird, der in seinem Hotel-Projekt auch einen öffentlich nutzbaren Versammlungsraum und Elemente des Dorfgemeinschaftshauses vorsieht. Letztlich habe die Gemeinde Wangerland als Herrin der Bauleitplanung das letzte Wort darüber, was auf dem Grundstück „Zum Hafen 3“ gebaut werden darf und was nicht.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen warb für Vertrauen in die Kommunalpolitik. Ja, der Rat habe zusätzlichen Millionen für den Bau des TMS im Gemeinderat zugestimmt. Man habe Fachleuten vertraut und Angst vor der Gefahr gehabt, dass ein Abbruch der Arbeiten zu einer Bauruine geführt hätte.
Hooksiel (11. 5. 2026) – „Was? Die haben gar keine Autos?“ Verwundert reibt sich ein Kind im im Hooksieler Kindergarten die Augen. Auf einer Weltkarte sieht er Menschen, die mit Pferd und Wagen ihre Kakao-Ernte einfahren.
Anka Müller (links) von der Fairtrade Lenkungsgruppe möchte den Wert von fair gehandelten Produkten möglichst früh bei den Bürgern verankern. Hooksieler Kindergartenkinder (hier mit Erzieherin Marlies Möllmann) dürfen in dieser Woche entsprechen Leckereien probieren. Foto: hol
Aktion für 256 Kinder
„Faires Frühstück“ ist das Thema der bundesweiten Fairtrade-Kampagne. Die Lenkungsgruppe für den Bereich der Fairtrade-Gemeinde Wangerland beteiligt sich daran mit einer Aktion für Kinder. Drei Tage lang beschäftigen sich insgesamt 256 Kinder in den Kindergärten Hooksiel, Horumersiel, Tettens und Hohenkirchen mit den Produkten, die den Einrichtungen für deren Frühstückstische zur Verfügung gestellt wurden.
Das Programm umfasst zahlreiche fair gehandelte Produkte wie Kakao, Müsli, Nougatcreme, Orangensaft und auch Kaffee (für die Erwachsenen). Dazu regionale Produkte wie Brötchen, Butter und Milch. Abgerundet wird das heute von der Lenkungsgruppe in den Kitas vorgestellte Sortiment durch Bananen.
Thema in Kindergärten
Die Erzieherinnen in den Kitas haben die Aktion gut vorbereitet. Die Lebensmittel, ihre Herkunft samt Produktions- und Handelsbedingungen werden zum Gegenstand des Tagesprogramms. Wie Lenkungsgruppen-Sprecherin Anke Müller sagte, habe Fairtrade Deutschland dazu Informationen, Karten und Malunterlagen beigesteuert.
Am heutigen Montag stand bei den Kits im Wangerland das Müsli im Mittelpunkt, Dienstag wird der Bananentag und am Mittwoch gibt es frische Brötchen vom Bäcker vor Ort. Die Botschaft: Der Start in den Tag sollte möglichst lecker sein – aber auch fair.
Wangerland (11. 5. 2026) – Nach einer Radarkontrolle durch Beamte des Polizeikommissariats Jever am Samstag zwischen 15 und 16.15 Uhr leitete die Polizei drei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit ein. An der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Haddien wurden in Höhe Bottens rund 50 Fahrzeuge gemessen. In einem Fall konnten die Beamten einen 42-jährigen Motorradfahrer feststellen, der im auf auf 70 km/h beschränkten Bereich mit 105 Stundenkilometern unterwegs war.
Bei einer Fahrzeugkontrolle in Wiefels ermittelte die Polizei am Samstag einen 36-jährigen Autofahrer, der ohne Führerschein unterwegs war. Der Mann beteuerte aber, einen Führerschein zu besitzen, was die Beifahrerin und Halterin des Fahrzeuges bestätigte. Eine EDV-Überprüfung hingegen ergab dann, dass dem Fahrzeugführer der Führerschein bereits vor rund zehn Jahren rechtskräftig entzogen worden ist und er aktuell über keine Fahrerlaubnis verfügt.
Die Polizei leitete Strafverfahren sowohl gegen den Fahrer als auch gegen die Halterin ein. Der Fahrzeugführer kündigte unterdessen an, seinen vorgeblichen Führerschein zu seiner Entlastung noch am gleichen Tag vorzeigen zu wollen – was letztlich nicht erfolgte.
Wangerland (10. 5. 2026) – Die CDU Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum nächsten Gemeinderat im September benannt. Angeführt wird die 23-köpfige Liste von Bürgermeisterkandidat Thies Fischer. Nicht mehr unter den Bewerbern ist der bisherige Ratsherr Tom-Oliver Thomssen.
Ein Teil der Bewerber der CDU für die Kommunalwahl: (von links) Christian Burchardt, Mario Krar, Jan Wanowius, Beate Wedermann, Dieter Behrens-Focken, Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek, und Andy Strümpel. Foto: CDU
Die Nominierung erfolgte auf einer Mitgliederversammlung. Nach den Worten des CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzenden Christian Burchardt, habe die Partei versucht, eine Mischung aus Erfahrung, Kompetenz und neuen Impulsen zusammenzustellen.
Partei setzt auf Neuanfang
„Wir habe den Wunsch der Wangerländerinnen und Wangerländer nach einem Neuanfang laut und deutlich vernommen“, so Burchardt. Das spiegele sich in der Kandidatenliste wider. „Neben dem Bürgermeisterkandidaten Thies Fischer, finden sich viele engagierte Leistungsträger sowie zahlreiche neue Kandidatinnen und Kandidaten aus dem gesamten Wangerland – Menschen mit Fachwissen aus allen Bereichen, mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen.“
Hinter Fischer stehen auf der Liste die bisherige Fraktionsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek, Vorsitzender Burchardt und Ratsfrau Beate Wedermann. Es folgen Mario Krar, Andy Strümpel, Jan Wanowius, Dieter Behrens-Focken (Ratsherr), Andree Lüken, Arndt Lowien (Ratsherr), MdL Katharina Jensen (Ratsfrau), Tobias Geisen, Marco Knodel, Rolf Bäuerle, Joachim Janßen, Wolfgang Weidemann, Björn Christiansen, Matthias Poth, Franz Höner, Matthias Suckert, Rolf Franzen, Romuald Samul und Theo Hakvoort.
Mit Strümpel, Geisen, Knodel, Weidemann, Christiansen, Suckert und Franzen haben acht der Bewerber ihren Wohnsitz in Hooksiel. Derzeit stellen die Christdemokraten sechs Vertreter im Rat, die mit Grünen und FDP in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ zusammenarbeiten.
Zukunftsplan aufgestellt
Die CDU sieht sich mit ihrer Mannschaft personell breit aufgestellt. Ziel sei es, das Wangerland weiterzuentwickeln und Herausforderungen mit Sachverstand, Verlässlichkeit und neuen Ideen anzugehen. Die Partei habe die vergangenen Monate intensiv genutzt, um sich für die Zukunft des Wangerlandes aufzustellen. Im Rahmen einer Klausurtagung sei ein Plan erarbeitet worden, mit dem Ziel, die Gemeinde finanziell und touristisch besser aufzustellen, so Burchardt. Insbesondere gehe es darum, die Gemeinde für Unternehmen attraktiver zu machen, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.
Gleichzeitig, so heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung, müsse die Gemeinde auch für Familien sowie die hier lebenden Bürgerinnen und Bürger lebenswert bleiben. Themen wie Infrastruktur, Wohnraum, Lebensqualität, Vereinsleben und eine verlässliche kommunale Entwicklung würden dabei eine zentrale Rolle spielen.
Jever/Wangerland (10. 5. 2026) – Der nächste öffentliche politische Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen widmet der Situation der Presse in Friesland und in Niedersachsen. Referent und Gesprächspartner ist Helmut Burlager, langjähriger Redaktionsleiter des „Jeverschen Wochenblatts“ und ausgewiesener Kenner der regional Presselandschaft. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 13. Mai, um 19 Uhr im Parkhotel in Jever in der Mühlenstraße 51 statt.
Burlager (Foto), der heute in Frankreich lebt, wird unter anderem über die Rolle unabhängiger Medien, die aktuellen Herausforderungen für den Journalismus sowie die Bedeutung von Medienethik und den Pressekodex sprechen.
Das Thema ist hochaktuell, haben doch das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ seit Mitte April mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) einen neuen Mantelpartner. Die NOZ liefert jetzt die überregionalen Seiten. Vorher hat das über Jahrzehnte die „Nordwest-Zeitung“ (NWZ) gemacht.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hooksiel (8. 5. 2026) – Vertrauen ist eine hohes Gut. Vor allem in einer Demokratie. Wählerinnen und Wähler delegieren mit ihren Stimmen Entscheidungsgewalt. Auf Zeit – und im Vertrauen darauf, dass die Mächtigen auf Zeit, seien es Ehrenamtliche oder Hauptamtliche, ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen.
Die gewählten Vertreter an der Spitze des Wangerlandes laufen im Moment Gefahr, das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger zu verspielen. Deutlich spürbar ist der Unmut darüber, dass die Gemeinde sich dazu entschieden hat, den „vorläufige Abschlussbericht“ zum Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) entgegen ursprünglichen Zusagen doch nicht öffentlich zu machen. Aus ermittlungstechnischen Gründen, wie es heißt.
Es geht nicht nur um Straftaten
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen schon seit Monaten nach Ansatzpunkten für strafrechtlich relevante Taten im Umfeld der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH. Insolvenzverschleppung? Untreue? Verstöße gegen das Vergaberecht oder Buchhaltungspflichten?
Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dass die Veröffentlichung des Gutachtens zur Kostenexplosion beim Bau des TNS von 8,8 auf mindestens 23 Millionen diese Ermittlungen behindern würde, könnte man die Geheimniskrämerei um die WTG-Interna nachvollziehen. Zumindest teilweise.
Aber es geht beim Thalasso-Desaster ja nicht nur um Straftaten und Schuld. Mindestens genau so wichtig ist die Aufarbeitung von Verantwortlichkeiten, etwa durch Unterlassungen – und zwar nicht nur bei der Tourismus GmbH, sondern auch bei ihrer Mutter, der Gemeinde Wangerland.
Wer hat wann was gewusst?
Mit Ausnahme einer Teil-Chronik zu den Entscheidungsabläufen durch die Wählergruppe Pro Wangerland liegt bislang noch keine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Versäumnissen im Rathaus vor. Gerade dazu gibt es aber jede Menge Aufklärungsbedarf.
Was hätte der Gemeinderat als Gesellschafterversammlung der WTG wissen müssen und was hat er tatsächlich zu welchem Zeitpunkt gewusst? Warum hat niemand in Politik und Verwaltung gemerkt, dass die WTG mit dem Bauvorhaben überfordert war und es faktisch offenbar so gut wie keine Bauaufsicht gab? Wer hätte wann Alarm schlagen müssen, als die Kosten aus dem Ruder liefen? Zumindest aus heutiger Sicht und mit Blick auf die gravierenden Folgen für die touristische Infrastruktur im Wangerland wäre wohl selbst ein später Ausstieg aus dem Projekt sinnvoller gewesen als ein „Augen zu und durch“.
Konzept war nie schlüssig
Wer hat die erheblichen Mehrausgaben – unabhängig davon, ob sie durch Zusatzwünsche des Bauherrn oder durch unerwartete Preisentwicklungen verursacht wurden – eigentlich abgesegnet? Nur der Architekt und der WTG-Geschäftsführer, der dem Vernehmen nach ja nur über ein sehr begrenztes Zeichnungsrecht verfügte? Oder auch der Verwaltungsausschuss im Rathaus?
Was auch zum Strauß an offenen Fragen gehört: Wer hat eigentlich beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Friesland wie geprüft, ob das Thalasso-Konzept tatsächlich zuschussfähig war? Offenbar niemand, denn wie lässt sich sonst erklären, dass der inzwischen fertig gestellte Gesundheitstempel – und zwar auch ohne Baukostenexplosion – nicht wirtschaftlich auskömmlich zu betreiben ist, selbst wenn er komplett ausgelastet wäre.
Quittung droht am Wahltag
Fragen über Fragen also, die nicht oder nur am Rande etwas mit den Ermittlungen von Polizei und Anklagebehörde zu tun haben. Ohne Antworten darauf wird es den Verantwortlichen bei der Gemeinde Wangerland aber kaum gelingen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Fatal wäre es, wenn – unabhängig von der juristischen Aufarbeitung – die nötige Aufklärung zu Verantwortlichkeiten und möglichen Fehlern im Rathaus nicht vor der Kommunalwahl am 13. September erfolgen sollte. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was dann passiert. Die Wählerinnen und Wähler bekunden ihren Unmut an den Wahlurnen – zu Lasten aller unter Generalverdacht stehenden Kommunalpolitikern – und der Demokratie.
Was heißt das? Aufklärung tut Not. Und zwar so schnell wir möglich. Für Fehler, die man begangen hat, kann man sich entschuldigen. Auch das kann Vertrauen schaffen. Berechtigte Fragen aber, auf die Antworten verweigert werden, sind der Nährboden für Misstrauen und Unmut.
Wangerland (8. 5. 2026) – Die CDU Wangerland fordert größtmögliche Transparenz bei der Aufarbeitung der erheblichen Kostensteigerungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) aus. Nachdem Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) mitgeteilt hat, dass die angekündigte öffentliche Vorstellung des Gutachtens dazu vorerst nicht stattfinden wird, sieht die CDU die Gemeinde in der Verantwortung, die Öffentlichkeit im rechtlich möglichen Rahmen über den aktuellen Stand zu informieren.
„Die Entwicklung der Projektkosten und die daraus entstandenen Folgen für die Gemeinde beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger bis heute“, so der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer (Foto). „Deshalb ist es wichtig, die bisherigen Erkenntnisse nachvollziehbar darzustellen und offene Fragen transparent aufzuarbeiten.“
Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 8,8 Millionen Euro waren im Verlauf des Projekts auf zuletzt rund 23 Millionen Euro angestiegen. Die wirtschaftlichen Folgen hätten erhebliche Auswirkungen auf die Wangerland Touristik GmbH sowie auf verschiedene kommunale Entscheidungen.
Transparente Aufarbeitung
Nach Auffassung der CDU wäre es sinnvoll gewesen, zumindest die Inhalte des vorliegenden Zwischengutachtens soweit möglich öffentlich einzuordnen. Fischer. „Dabei geht es nicht um Vorverurteilungen, sondern um eine transparente Aufarbeitung.“
Selbstverständlich dürfe eine Veröffentlichung keine laufenden Ermittlungen oder mögliche rechtliche Ansprüche beeinträchtige. „Dennoch sollte die Gemeinde die Öffentlichkeit über alle Inhalte informieren, die rechtlich bereits offengelegt werden können“, stellt der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Christian Burchardt fest.
Probleme beim Projektmanagement
Bereits frühere Untersuchungen hatten organisatorische und strukturelle Probleme beim Projektmanagement des TMS thematisiert. Im Raum standen unter anderem Fragen zur Projektsteuerung, zu Rechnungsprüfungen sowie zu Nachforderungen während der Bauphase.
„Eine umfassende Aufarbeitung ist wichtig, damit aus den Vorgängen die notwendigen Konsequenzen gezogen werden können“, soFischer. Gerade bei Projekten dieser Größenordnung brauche es nachvollziehbare Abläufe und eine transparente Kommunikation.
Die CDU Wangerland sieht die Gemeindeverwaltung weiterhin in der Verantwortung, den angekündigten Aufklärungsprozess offen und nachvollziehbar zu gestalten. Burchardt. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Fragen noch geprüft werden.“
Friesland/Wangerland (8. 5. 2026) – Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Friesland unterstützt die Empfehlung der grünen Kreistagsfraktion für die Landratswahl im September. Das Gremium hat sich einstimmig für Rolf Neuhaus (parteilos) als Kandidaten ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung der Partei Ende Mai. Die SPD-Delegiertenkonferenz hat Neuhaus bereits zu ihrem Kandidaten erkoren.
Der Kreisvorstand der Grünen unterstützt Rolf Neuhaus als Landrats-Kandidat. Mit ihm im Bild Martina Esser (li.) und Dr. Jutta Helmerichs. Foto Reiner Tammen
Die Grünen sehen in Neuhaus den Kandidaten mit der größten inhaltlichen Schnittmenge für eine zukunftsorientierte Entwicklung Frieslands. „Für uns war entscheidend, wer die besten Voraussetzungen mitbringt, um Klimaschutz, Natur- und Artenschutz, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises verbindlich voranzubringen“, wird Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs in einer Mitteilung zitiert. Neuhaus, der seit über 16 Jahren beim Landkreis beschäftigt ist, ist in als Dezernent in der Kreisverwaltung aktuell für die Bereiche Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement verantwortlich.
Mit Blick auf die zukünftige Rolle des Landkreises sehen die Grünenn die Notwendigkeit, Klimaschutz strukturell zu verankern und zu verstetigen. „Klimaschutz und Klimafolgeanpassung müssen von punktuellen Projektmaßnahmen zur Regelaufgabe des Landkreises Friesland werden“, so Helmerichs und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Martina Esser.Der Kreisvorstand der Partei hatte vor dem Votum für Neuhaus auch mit Sibylle Raquet, Kandidatin von CDU/FDP, und Jan Ole Möller, Kandidat von „Die Partei“, gesprochen.