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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Ende des Kuschelwahlkampfs? Fischer sieht Szlezak in der Pflicht

Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.

Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.

Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.

Podiumsdebatten geplant

Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.

Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.

Fischer benennt Versäumnisse

Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. 

Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.

Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“

Wie sieht die WTG künftig aus?

Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?

„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.

Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“

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Umwelthilfe will Abschied vom Ultraschall-Verfahren verhindert

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 7. 2026) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will die geplante Einleitung von Chlor-Bioziden am Wilhelmshavener LNG-Terminal „Excelsior“ verhindern. Die Umweltschützer haben nach eigenen Angaben eine Einwendung gegen einen Antrag der Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhoben.

Die „Excelsior“, einer von zwei LNG-Terminals in der Jade, gilt als wichtiger Baustein der deutschen Erdgasversorgung. Foto: DET

Die DET will künftig eine Elektrochlorierungs-Anlage in Betreib nehmen, mit deren Hilfe verhindert werden soll, dass sich das schiffsinterne Rohrleitungssystem von Algen, Muschel und andere organischen Substanzen zusetzt. Ursprünglich war der Betrieb der „Excelsior“ – anders als beim benachbarten LNG-Terminal „Höegh Experanza“ an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel – nur mit Ultraschall-Reinigungsverfahren genehmigt worden. Aus Sicht der Betreiber hat sich dieses Verfahren allerdings nicht bewährt.

Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. Die Konzentration in der Jade wird behördlich überwacht.

„Die Einleitung von toxischen Bioziden in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und das Ökosystem der Jade“, hält der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraemer, dagegen. „Im Wasser bildet das Biozid chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen.“

Die DUH fordert die Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals. Die DET hält dagegen, dass es sich bei der Elektrochlorierung um ein Verfahren nach dem „Stand der Technik“ handelt.

Auto in Hohenkirchen beschädigt: Polizei sucht Zeugen

Hohenkirchen (30. 7. 2026) – Die Polizei im Wangerland ermittelt im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Verkehrsunfallflucht in Hohenkirchen. In der Zeit von Dienstag, 13 Uhr, bis zum gestrigen Mittwoch, 4.30 Uhr, wurde dabei ein an der Jeverschen Straße geparktes Auto beschädigt. 

Nach den Erkenntnissen der Polizei war ein Opel Corsa ordnungsgemäß auf einem Parkplatz in Höhe eines Farbenfachgeschäftes in Fahrtrichtung Mederns abgestellt. Als der Geschädigte sein Fahrzeug am frühen Mittwochmorgen beladen wollte, stellte er einen frischen Unfallschaden im vorderen linken Fahrzeugbereich fest.

Der unbekannte Unfallverursacher entfernte sich, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern oder die Polizei zu verständigen. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Wangerland unter Telefon 04463/808910 oder der Polizei Jever unter 04461/74490 in Verbindung zu setzen.

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Vogelgrippe auf Geflügelhof im Wangerland festgestellt

Wangerland (29. 7. 2026) – Vogelgrippe-Alarm im Wangerland. Wie das Veterinäramt Jade-Weser heute mitgeteilt hat, ist am Dienstag in einer gewerblichen Geglügelhaltung in der Gemeinde die Vogelgrippe amtlich festgestellt worden. Von den gut 6.600 Puten des nördlich von Hohenkirchen gelegenen Betriebes waren bereits mehrere verendet.

Die Karte des Veterinäramtes zeigt die eingerichteten Schutzzonen zum den betroffenen Geflügelhalter-Betrieb.

„Die übrigen Tiere wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben tierschutzgerecht getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern“, so das Veterinäramt. „Zur Eindämmung der Tierseuche wurden eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet.“ 

Schutzonen eingerichtet

Die Schutzzone umfasst einen Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb und betrifft Teile der Gemeinde Wangerland. Neben Hobbyhaltungen ist auch ein größerer Geflügelbestand von den damit verbundenen Einschränkungen betroffen. 

Um die Schutzzone wurde eine so genannte „Überwachungszone“ mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Diese umfasst weitere Teile der Gemeinde Wangerland sowie Teile der Stadt Wittmund und Teile des Stadtgebietes von Wilhelmshaven. Auch hier gelten besondere Schutzmaßnahmen. 

Allgemeinverfügung gilt ab Donnerstag

In den eingerichteten Zonen gelten ab Donnerstag, 30. Juli, die Regelungen einer tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung: Alle Geflügelhalter in der „Schutzzone“, ob gewerblich oder hobbymäßig, müssen ihre Tiere unverzüglich aufstallen. In der „Überwachungszone“ ist Geflügel von Wildvögeln abzusondern, zum Beispiel durch das Aufstallung der Tiere oder durch eine Vorrichtung aus engmaschigen Netzen, die die freilaufenden Tiere schützt. „Der Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln ist strikt zu vermeiden“, warnt die Behörde. 

Der Transport von Geflügel, Eiern und weiteren tierischen Produkten aus den betroffenen Zonen ist ausschließlich mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Auch für Verbringungen in die Zonen gelten Beschränkungen. 

Angesichts der Gefahr des Eintrags der Geflügelinfluenza sind alle Vogelhalter in der Region gehalten, ihre Bestände zu schützen und ihre Tiere genau zu beobachten. Insbesondere ist die Hygiene beim Betreten von Geflügelhaltungen wichtig (Schuhwechsel, Schutzkleidung). 

Informationen zum aktuellen Geflügelinfluenzausbruch (einschließlich interaktiver Karte der Restriktionszonen) sowie zu erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen finden sich auf der Homepage des Veterinäramtes unter  www.jade-weser.de/tiergesundheit/gefluegelinfluenza.

Wangerland Touristik Thalassa
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Edeka schafft mit Vollsortimenter über 40 neue Arbeitsplätze

Wangerland (28. 7. 2026) – Der neue Edeka-Markt in Hohenkirchen soll im Dezember eröffnet werden. Das kündigten die JPG Zwölfte Projektentwicklungs GmbH & Co. KG als Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes sowie der künftige Betreiber des Supermarktes, Carl Scheidemann, beim Richtfest auf der Baustelle an der Herderstraße an.

Im Dezember soll der neue Edeka-Supermarkt in Hohenkirchen eröffnet werden. Foto: hol

„Unser Ziel ist es, den Kundinnen und Kunden künftig ein modernes Einkaufserlebnis mit frischen Produkten, persönlichem Service und einem vielfältigen Sortiment zu bieten“, sagte Scheidemann vor Gästen. Das Richtfest sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. In den nächsten Bauabschnitten sollen die Gebäudehülle fertig gestellt sowie die Installationsarbeiten und der Innenausbau voran getrieben werden.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach

Zu dem Neubau gehören 130 Parkplätze, die kostenfrei angeboten werden sollen. Hinzu kommen überdachte Fahrradstellplätze sowie zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Auf dem Dach des rund 1800 Quadratmeter großen Gebäudes werde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs des Marktes decken soll. Beheizt werde der Markt über die Abwärme der Kälteanlagen. Das Verfahren nennt sich Betonkern-Temperierung. Warmes Wasser läuft durch im Beton verlegte Röhren. Die Wärme wird an den Beton abgegeben, dort gespeichert und ins Gebäude abgegeben.

Vollsortimenter mit Service

Scheidemann, der in der Region noch fünf weitere Märkte betreibt, verweist mit Blick auf die benachbarten Discounter Aldi und Lidl darauf, dass es sich bei dem neuen Edeka-Markt um einen Vollsortimenter handeln wird, den sich sehr viele Menschen schon lange für Hohenkirchen gewünscht hätten. In dem Markt sollen über 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Leitung werde Zeinab Fakih übernehmen, die aktuell stellvertretende Marktleiterin bei Edeka Scheidemann in Neuharlingersiel ist.

Auch der Edeka-Markt in Hooksiel wird von Scheidemann betrieben. Erst kürzlich hatte der Gemeinderat das Baurecht für eine geplante Verlängerung des Gebäudes um acht Meter geschaffen. Dazu, wann die Erweiterung umgesetzt werde, könne man derzeit noch keine Angaben machen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Wangerland Touristik Thalassa
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Beste Stimmung auf Festival-Gelände am Strand und im Watt

Wangerland (27. 7. 2026) – Tolles Wetter, beste Stimmung, kulinarische Vielfalt und ein abwechslungsreiches Musikprogramm. Das „Friesenfestival“ in Schillig war ein voller Erfolg für Gäste, Einheimische und Veranstalter gleichermaßen.

Über beste Stimmung bei Friesenfestival freute sich die Wangerland Touristik GmbH als Veranstalter. Foto: WTG

Gute Stimmung bereits am Freitag beim traditionellen Auftaktgastspiel des Shantychors Likedeeler und im Anschluss beim Konzert der „Ungesteckerten 3“ aus Aurich, die mit Klassikern aus den vergangenen Jahrzehnten für Mitsingmomente sorgten. „Brass von Monte Disco“ überzeugten mit kraftvollen Bläsersätzen und tanzbaren Arrangements, bevor die „Hitfluencer“ aus Hamburg als Headliner des Abends mit einer energiegeladenen Non-Stop-Show das Publikum bis in den späten Abend begeisterten.

Mitreißende Musikshow

Auch der Samstag bot musikalische Vielfalt: „Ed Sheeran Tribute“ aus Wilhelmshaven brachte die Songs des britischen Weltstars auf die Bühne, gefolgt von „Adenalin“ aus Aurich mit anspruchsvollen Titeln unter anderem von U2, Toto und Sting. Am Abend übernahmen die „BIG Maggas“ aus Hamburg das Kommando und präsentierten eine rund 90-minütige Show mit spürbarer Spielfreude. DJ Flöcki aus Wilhelmshaven sorgte anschließend für Festivalatmosphäre am Strand. 


Der Sonntag stand im Zeichen der Familie. „De Platters“ aus dem Wangerland und „Honeybird“ aus Oldenburg gestalteten das musikalische Tagesprogramm. Aufgrund einer veränderten Wetterlage musste der Auftritt von „Honeybird“ kurzfristig abgesagt werden. Das Friesenfestival endete daher statt um 18 Uhr bereits um 14 Uhr.

1125 Läuferinnen und Läufern bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord für den Friesencross am Strand und im Watt vor Schillig. Foto: WTG

Der Samstag stand stand zudem im Zeichen des Laufsports: 1.125 Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden folgten dem Ruf zum 21. Friesencross in Schillig. Damit verzeichnete der traditionsreiche Crosslauf einen neuen Teilnehmerrekord.

Lauf auf schlickigem Untergrund

Schon beim Bambinilauf und den Jugendläufen sorgten Familienangehörige uns sonstige Zuschauer für lautstarke Unterstützung. Dann schickte Moderator Heino Kröger mehr als 400 Laufbegeisterte auf die 10-Kilometer-Crossstrecke. Diese führte unter anderem entlang am Küstensaum zwischen Schillig und Horumersiel und schließlich direkt ins Watt. Der schlickige Untergrund verlangte den Teilnehmenden noch einmal alles ab und machte den Lauf zu einem ebenso fordernden wie besonderen Erlebnis im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Der Friesencross wurde unter anderem von Aktiven des MTV Hohenkirchen unterstützt. Das 17. Friesenfestival ist für den 16. bis 18. Juli 2027 geplant.

SPD: Fragenrunde mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus in Jever

Jever/Wangerland (27. 7. 2026) – Der SPD Kreisverband Friesland lädt unter dem Motto „Auf ein Wort“ zu einer Wahlkampfveranstaltung mit dem Landesvorsitzenden der Partei, Ministerpräsident Olaf Lies (Sande), und dem Landratskandidaten für den Landkreis Friesland, Rolf Neuhaus (Jever), ein. Geplant ist eine Gesprächsrunde zu allen aktuellen Themen.

Gäste haben die Möglichkeit, Fragen loszuwerden. Das Prinzip ist einfach: Es gibt Bierdeckel auf denen Fragen notiert werden können. Lies und Neuhaus werden diese dann beantworten.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr im Parkhotel Jever, Mühlenstr. 51, statt. Die SPD weist darauf hin, dass es auf dem Hotelgelände keine Parkmöglichkeiten für die Veranstaltungsbesucher gibt. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad oder die Nutzung nahegelegener öffentlicher Parkplätze. Der Kreisverband bitten um Anmeldung per Mail unter spd-friesland@gmail.com bis zum 6. August. 

Kandidaten der Grünen stellen sich am Wangermeer vor

Wangerland (27. 7. 2026) – Das Bündnis 90/Die Grünen im Wangerland lädt ein zu einem „Treffpunkt“. Dabei soll es um einen Erfahrungsaustausch rund um die Themen klimafreundliches Wohnen, nachhaltiges Bauen und erneuerbare sowie dezentrale Energien gehen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli, ab 19 Uhr in der Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen direkt am Wangermeer statt. Dort hat die Familie Schweers 2022 ein Nullenergie-Haus gebaut. Mit dabei sein wird auch ein Vertreter der Firma PV Green, der Einblicke in moderne Photovoltaik-Lösungen gibt und für Fragen zur Verfügung steht.

Im Rahmen des „Treffpunkt“ sollen die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen vor, die bei der Kommunalwahl für den Gemeinderat kandidieren. Weitere „Treffpunkte“ sollen folgen.

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CDU sieht Eigenständigkeit der Gemeinde Wangerland in Gefahr

Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.

Wahlprogramm vorstellt

Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.

Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol

Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.

Gemeindefinanzen stärken

Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.

Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.

Neue Rechtsform für die WTG?

Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.

Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“

Parksystem vereinheitlichen

Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde. 

Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.

Historisch große Mannschaft

Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.

Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“ 

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Wahlausschuss lässt alle Wangerländer Kandidaten zu

Wangerland (23. 7. 2026) – Die Kandidaten für die Kommunalwahl im Bereich der Gemeinde Wangerland stehen fest. Der Gemeindewahlausschuss hat  am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung sämtliche von den Parteien und Wählervereinigungen angemeldeten Bewerberinnen und Bewerber für einen Sitz im künftigen Gemeinderat der Gemeinde Wangerland und für das Bürgermeisteramt abgesegnet, darunter auch eine Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD).

Wie die Prüfung der Listen ergab, erfüllen alle Kandidaten die formalen Voraussetzungen für die Bekleidung eines Ehrenamtes im Rat. Unter anderem müssen die Bewerberinnen und Bewerber ihren Wohnsitz im Wangerland haben. Deutlich strenger sind die Anforderungen an die Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister ist eine Beamter auf Zeit. Von ihm wird eine besondere Treuepflicht erwartet, die unter anderem ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung umfasst.

Besondere Treuepflicht

Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Situs erläuterte, bestehen daran bei den drei Bürgermeister-Kandidaten im Wangerland keine Zweifel. Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) wurde ebenso zur Wahl zugelassen wie seine Herausforderer Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).

Keine Beanstandungen gab es auch gegen die eingereichten Kandidatenlisten für den Rat. Die Liste der SPD umfasst elfNamen: Holger Ulfers, Stefanie BremersFlorian WirthRonja Hildebrand, Jannes Wiesner, Elke BrüggestrathReiner Meints , Ina JanssenJann-Peter BoomgaardenJürgen Stille und Sven Ambrosy.

CDU mit den meisten Kandidaten

Die CDU hat 23 Kandidaten benannt: Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek, Christian BurchardtBeate WedermannMario KrarAndy StrümpelJan WanowiusDieter Behrens-FockenAndree Lüken, Arndt LowienKatharina JensenTobias GeisenMarco KnodelRolf Bäuerle, Joachim JanßenWolfgang WeidemannBjörn ChristiansenMatthias PothFranz HönerMatthias SuckertRolf FranzenRomuald Samul und Theo Hakvoort.

Die Liste der Grünen umfasst acht Namen: Gaby Szlezak, Sven PohleWaltraud Rohde, Thomas Schweers, Geesche JanßenSusanne Tibke sowie Robert und Michaela Lebin.

Freie Wähler und AfD dabei

Für Pro Wangerland treten zehn Kandidaten an: Dieter Schäfermeier,  Géraldine Vogdt, Bernd Abrahams, Hermann Wilken, Carsten Ihnken, Marten Vogdt, Deike Müller, Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege. 

Für die FDP werben mit Lübbo Meppen und Christian Fuchs zwei Bewerber um die Stimmen der Wähler. Bislang noch nicht öffentlich bekannt war, dass auch die Freien Wähler mit zwei Bewerbern (Fabian Ulbrich und Enno Peters) und die AfD mit einer Bewerberin (Martina Müller) ins Rennen geht.

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