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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Mülltonnen an der Oberschule gehen in Flammen auf

Wangerland/Hohenkirchen (2. 10. 2026) – Schon wieder meldet die Polizei Vandalismus-Vorfälle aus Hohenkirchen. Im Zeitraum von Mittwoch, 30. September, bis Donnerstag 7 Uhr haben Unbekannte zwei Fensterscheiben eines in der Jeverschen Straße abgestellten Reisebusses beschädigt. Zudem brannten am frühen Donnerstagmorgen Mülltonnen auf dem Schulhof der Oberschule.

Reisebus besprüht

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei entnahmen der oder die Täter vermutlich aus den nicht verschlossenen Ladeklappen des Busses einen Feuerlöscher. Mit diesem seien dann Löschmittel auf den Bus sowie in den Bereich vor dem Fahrzeug versprüht worden. „Vermutlich gelangten die Täter anschließend in den Innenraum des Busses und manipulierte dort die Fahrzeugverkabelung im Bereich des Cockpits“, so die Polizei. Hinweise auf ein gewaltsames Öffnen des Buses gebe es bislang nicht. 

Am Donnerstag gegen 5 Uhr sind aus bislang unbekannter Ursache zwei Mülltonnen auf dem Schulhof der Oberschule in der August-Hinrichs-Straße in Brand geraten. Die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen konnte das Feuer löschen. Die beiden Mülltonnen wurden vollständig zerstört. Personen wurden nicht verletzt.

Polizei sucht Zeugen

Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Zeugen für beide Vorfälle, die in den genannten Zeiträumen verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Jever unter Telefon 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.

Bereits Anfang der Woche waren Unbekannte in die Oberschule eingebrochen. Zeitgleich war Wechselgeld aus einem geparkten Transporter gestohlen worden.

Gemeinsame Checkliste für den Erhalt der Artenvielfalt

Friesland/Wangerland (1. 10. 2026) – Auch künftig werden die Straßen- und Wegeränder im Landkreis Friesland gepflegt und gemäht – allerdings nicht überall und nicht vollständig kurz. Die Idee dahinter: Wo ein Teil der Vegetation stehen bleiben darf, können Gräser, Kräuter und Wildblumen wachsen und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tiere schaffen.

Extensive Grünpflege
An geeigneten Stellen soll auf öffentlichen Flächen die natürliche Vegetation möglichst lange stehen bleiben. Archiv-Bild: hol

Im Landkreis Friesland arbeiten die Kommunen, darunter die Gemeinde Wangerland, seit mehreren Jahren daran, die Pflege ihrer öffentlichen Grünflächen und Wegeränder biodiversitätsfreundlicher zu gestalten. Nun haben die Projektpartner ihre Erfahrungen in einer gemeinsamen „Checkliste“ gebündelt, die künftig flächendeckend im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt werden soll.

Gemeinsam Schulungen

Seit 2020 finden unter dem Motto „Blühendes Friesland“ in Zusammenarbeit mit der Mobilen Umweltbildung (Mobilum) und dem Landkreis Friesland jährlich Schulungen für die Mitarbeiter der Bauhöfe der Kommunen sowie weitere Akteure statt. Was zunächst mit verschiedenen praktischen Maßnahmen und dem Sammeln von Erfahrungen begann, hat sich zu einem landkreisübergreifenden Gemeinschaftsprojekt entwickelt. Gemeinsam wurde ein Pflegekonzept erarbeitet, das nun in Form einer Checkliste veröffentlicht wird und konkrete Empfehlungen für eine natur- und insektenfreundliche Pflege von Straßen- und Wegrändern sowie öffentlichen Grünflächen enthält.  

Petra Walentowitz

„Wir stehen wir vor großen Herausforderungen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu erhalten“. sagt Petra Walentowitz (Foto) von der Mobilen Umweltbildung Mobilum.

Der Erhalts der Artenvielfalt sei von enormer Bedeutung. „Pro Tag sterben weltweit 150 Arten unwiederbringlich aus. In Niedersachsen gilt laut der Roten Liste derzeit rund die Hälfte der heimischen Pflanzen- und Tierarten als gefährdet. Dieses ist eine besorgniserregende Entwicklung, da jede einzelne Art wichtige Leistungen für ein stabiles ökologisches Netzwerk erbringt, in das auch wir eingebunden sind.“

Mahd möglichst spät

Das Konzept sieht unter anderem vor, die Vegetation auf geeigneten Flächen wachsen und sich entwickeln zu lassen und Pflegemaßnahmen grundsätzlich abschnittsweise durchzuführen. Die Mahd soll möglichst spät im Jahr erfolgen und mit einer Mahdhöhe von über 10 bis 15 Zentimetern – etwa einer Handbreite – durchgeführt werden. Zudem sollen bei den Pflegemaßnahmen mindestens zehn Prozent der Vegetation stehen bleiben, auch über den Winter hinweg. Dadurch können Pflanzen und Tiere ganzjährig auf Lebensräume, Rückzugsorte und ein vielfältiges Nahrungsangebot zurückgreifen. Pro Quadratmeter dieser naturnahen Flächen leben 100 bis über 500 Insektenindividuen. 

Mit der Umsetzung der Checkliste möchten die Projektpartner nicht nur auf den eigenen Flächen einen Beitrag zum Artenschutz leisten, sondern auch andere dazu ermutigen, geeignete Flächen naturnäher zu gestalten. Die Projektpartner sehen in der Checkliste daher auch einen Impuls für Privatpersonen, Unternehmen, Gewerbe- und Handwerksbetriebe, Institutionen und Vereine, die sich ebenfalls für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt einsetzen möchten. „Viele kleine, naturnah gepflegte Flächen können zusammen ein wertvolles Netz von Lebensräumen bilden“, so Walentowitz.

Die Checkliste ist beim Landkreis Friesland sowie bei den beteiligten Kommunen und Bauhöfen erhältlich hier einsehbar: https://nol.is/C9c. 

Vortrag über Ausgrabungen an Häuptlingsburg 

Wangerland/Horumersiel (1. 10. 2026) – Die Geschichtswerkstatt Wangerland e.V. lädt für Mittwoch, 7. Oktober, zu einem Vortrag über die aktuellen Ausgrabungen auf der mittelalterlichen Häuptlingsburg in Tengshausen (zwischen Minsen und Mederns) ein. Beginn ist um 18.30 Uhr im Kleien Kursaal im Gästehaus in Horumersiel.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Geschichtswerkstatt up Tour“ statt. Der Vortrag wird   von Dr. Stefan Krabath und Thorsten Becker vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung  (NIhK) in Wilhelmshaven gehalten.

Schwimmkursus für Kinder im Thalasso Meeres Spa

Wangerland/Horumersiel (1.10. 2026) – In den Herbstferien bietet die Wangerland Touristik GmbH im Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel einen „Seepferdchen-Kursus“ für Kinder ab fünf 5 Jahren an. Von Montag, 12., bis Freitag, 23. Oktober, lernen die Kinder jeweils von montags bis freitags von 9 bis 9.45 Uhr Schritt für Schritt die Grundlagen des Schwimmens.

Bei einem Schwimmkursus im Thalasso Meeres Spa können Kinder in den Herbstferien das Seepferdchenabzeichen erlangen. Foto: WTG

Bereits in den vergangenen Ferien fanden Kurse erfolgreich statt und stießen auf große Nachfrage. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sind die Plätze erfahrungsgemäß schnell vergeben. 

Im Mittelpunkt steht die spielerische und zugleich strukturierte Vorbereitung auf das selbstständige Schwimmen. Wassergewöhnung und -sicherheit, Atemtechnik, Schweben und Gleiten, Sprungübungen sowie erste Schwimmbewegungen in Bauch- und Rückenlage gehören zu den Kursus-Inhalten. Auch wichtige Baderegeln werden vermittelt. 

Nach zehn Trainingseinheiten im TMS legen die Kinder zum Schluss des Kurses das Seepferdchen-Abzeichen ab. Dafür werden unter anderem das sichere Schwimmen einer Strecke von 25 Metern sowie das Heraufholen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser geübt. 

Die Teilnahmegebühr beträgt 120 Euro je Kind. Darin enthalten sind alle zehn Trainingseinheiten sowie das Seepferdchen-Abzeichen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Tickets gibt es in den örtlichen Tourist-Informationen und online .

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Schäden am Flugplatz bedeuten Aus für das „Jade-Race“

Friesland/Mariensiel (30. 9. 2026) – Die spektakuläre Rennveranstaltung „Jade-Race“ ist zumindest für den Standort Mariensiel Geschichte. die Gesellschafterversammlung der Flugplatzbetreibergesellschaft JadeWeserAirport GmbH habe an diesem Dienstag entschieden, dass das Dragster-Rennen ab 2027 nicht mehr auf dem Flugplatzgelände in Sande-Mariensiel stattfinden kann, teilte heute der Geschäftsführer der GmbH, Frank Schnieder, mit.

Nutzung phasenweise eingeschränkt

„Wesentlicher Grund für die Entscheidung war, dass die auf einem Kleber aufgetragene Gummierung für das Rennen in diesem Jahr zu erheblichen Problemen geführt hat“, so Schnieder. Trotz der üblichen Reinigungsarbeiten des Veranstalters sei die Nutzbarkeit der Bahn im Bereich des Landepunktes aus Norden nach dem letzten Jade-Race insbesondere bei Feuchtigkeit nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet gewesen. Das hab bei der Landesluftfahrtbehörde zu der Entscheidung geführt, die Nutzbarkeit für Flugschüler und Maschinen ab zwei Tonnen Abfluggewicht einzuschränken.

Erst nach weiteren umfangreiche Reinigungsarbeiten und ein darauf durchgeführter Traktionstest konnten die Einschränkungen wieder aufgehoben werden. Schnieder: „Wirtschaftliche Schäden durch die eingeschränkte Nutzbarkeit bestimmter Kundengruppen sowie Reparaturen an der Landebahn wären somit in den kommenden Jahren nicht zu vermeiden.“ 

Attraktion für Tausende

Der Geschäftsführer der JadeWeserAirport GmbH bedauert mit Blick auf den Veranstalter Michael Behrens und sein Team die Entscheidung, da es in der Umsetzung der Veranstaltung immer ein starkes Miteinander gegeben habe.

In diesem Jahr hatte die spektakuläre Rennveranstaltung in seiner zwölften Auflage stattgefunden. Tausende Zuschauer aus der gesamten Region bejubelten die PS-starken Fahrzeuge, mit denen sich die Fahrer Kurzstrecken-Rennen lieferten. Das „Jade Race“ gehörte über Jahre trotz gelegentlicher Kritik an den ökologischen Belastungen der Umwelt zum festen Veranstaltungskalender auf dem Flugplatz.

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Unbekannter in Schule in Hohenkirchen eingedrungen

Hohenkirchen (30. 9. 2026) – Die Polizei sucht Zeugen für den Einbruch in eine Schule in Hohenkirchen. Ein Unbekannter sei zwischen Montag, 19 Uhr, und Dienstag, 6.40 Uhr, unbefugt in das Gebäude an der August-Hinrichs-Straße eingedrungen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde hierfür eine Fensterscheibe eingeschlagen.

Tablet aus Lehrerzimmer entwendet

Anschließend sei die unbekannte Person in das Lehrerzimmer gelangt. Dort wurden die Sporttasche eines Lehrers sowie ein Schultablet entwendet. „Das Diebesgut konnte im weiteren Verlauf aufgefunden und sichergestellt werden“, so die Ermittler.

Hinweise auf den bislang unbekannten Täter lägen derzeit nicht vor. Die Spurensuche und -sicherung wurde durch die Tatortgruppe der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland durchgeführt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Rufnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.

Wechselgeld aus Transporter gestohlen

Ebenfalls auf Hinweise von Zeugen setzt die Polizei bei der Aufklärung einer Straftat, die sich im gleichen Zeitraum in der Jeverschen Straße in Hohenkirchen ereignete. Hier ist ein Unbekannter auf bislang ungeklärte Weise in einen Transporter einer Firma eingedrungen. Er durchsuchte den Innenraum und versuchte, das Fahrzeug kurzzuschließen. „Das gelang jedoch nicht“, so die Polizei. Entwendet worden sei letztlich ein Aschenbecher mit etwa 40 Euro Kleingeld sowie ein Lederetui mit einer Zulassungsbescheinigung Teil I und einem rosa Führerschein.

Müller: Gemeinderäte müssen unbequem und kritisch sein

Wangerland (29. 9. 2026) – Zum 31. Oktober geht eine Ära in der Kommunalpolitik des Wangerlandes zu Ende. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Wangerland (UWW), zu deren Gründern vor über einem viertel Jahrhundert die langjährigen Gemeinderatsmitglieder Immo Müller, Ellmer Cramer und Jens Damm gehörten, wird im neuen Rat nicht mehr vertreten sein. 

Rathaus-Blockade mit Treckern

Ein Rückblick: März 2001. Vor dem Rathaus in Hohenkirchen stehen gut 70 Trecker. Über hundert aufgebrachte Landwirte protestieren im Vorfeld einer Ratssitzung geben den Plan der Gemeinde Wangerland, eine „touristische Schwerpunktzone“ auszuweisen, die die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe beeinträchtigen könnte. Vornehmlich geht es um den Bau von Geflügelmastställen.

Die Rathaustüren werden blockiert. Bürgermeister Joachim Gramberger, Kämmerer Erwin Ufken und einige Ratsmitglieder sind im Gebäude eingesperrt. Als Höhepunkt der Aktion, mit der die Landwirte – mittendrin Tierarzt Immo Müller – ihren Unmut kundtun, wird ein Güllefass ausgekippt … das allerdings nur mit Wasser gefüllt ist.

Heute, 25 Jahre später, ein anderes Bild. Der Ärger über die Tourismus-Zone ist längst verflogen. Und: Immo Müller (Foto) zieht sich als letzter UWW-Aktivist aus der Kommunalpolitik zurück. Ende Oktober wird er das Rathaus verlassen. Vermutlich unbehelligt.

20 Jahre lang war der 70-Jährige als Ratsherr aktiv. Zunächst 15 Jahre lang in einer Oppositionsrolle gegenüber wechselnden, mal von der SPD, mal von der CDU dominierten Mehrheiten im Rat. Dann – nach fünf Jahren Pause – ab 2021 in der Gruppe ZUW (Zusammenschluss unabhängiger Wählergemeinschaften), einen Verbund aus Pro Wangerland, UWW und BfB.

Sachorientierte Diskussionen

„Die Gründung der ZUW hat die Zusammenarbeit im Gemeinderat grundlegend verändert“, bilanziert Müller. Die Konstellation mit drei Machtblöcken im Rat – GfW (CDU/FDP/Grüne), SPD und ZUW – habe die Ratsmitglieder geradezu gezwungen, sachorientiert zu diskutieren, um möglichst gemeinsame Beschlüsse fassen zu können. Mit Ausnahme des leidigen Themas Bau des „Thalasso Meeres Spa“ habe das auch gut geklappt.

Müller, der aus Rücksicht auf seine Gesundheit und die Familie nicht mehr für den neuen Rat kandidiert hat, galt als kritischer Geist, der oft seine Meinungen gesagt hat, oftmals auch unbequeme. Vor allem seine aus professioneller Planung von Windparks erworbenen Kenntnisse in Baurechtsfragen und Baugenehmigungsverfahren waren für Ratspolitiker und Verwaltung häufig nützlich.

Nach 15 Jahren in Rats-Blase gefangen

„Gemeinderäte sollten diskutieren, Meinungen und Sichtweisen kundtun, dabei aber nicht unbedingt streiten“, betont Müller in seiner Rückschau. Wobei er für sich selbst festgestellt hat, dass die fünfjährige Pause in seiner Ratstätigkeit sehr gut war. „Nach meinem ersten Ausscheiden habe ich gemerkt, dass man nach 15 Jahren im Rat den Blick von außen verliert, also sich sozusagen in einer Rats-Blase befindet.“

Dabei können Sichtweisen von außerhalb dieser Blase auf Geschehnisse manchmal deutlich differenzierter sein. Müllers Empfehlung an alle langjährigen Kommunalpolitiker: „Nach längstens 15 Jahren sollte man mindestens ein Periode lang aussetzen.“

Künftigen Ratsvertretern rät der Unabhängige, Fragen zu stellen, noch mal Fragen zu stellen und sich selbst in komplizierte Themen einzuarbeiten, auch wenn das Zeit und Mühe koste. „Ratsvertreter sind ehrenamtlich tätig. Aber dennoch sollten sie nicht darauf vertrauen, dass so genannte Fachleute, Investoren und Verwaltungsfachleute belastbare und richtige Zahlen vorlegen und alle Risiken aufzeigen“, so Müller. „Gemeinderäte haben nach meiner Meinung unbequem und kritisch zu sein.“

Neue Pastorin beim Erntedank und beim Männerkreis

Wangerland/Hooksiel (29. 9. 2026) – Die evangelisch- lutherischen. Kirchengemeinde Wangerland lädt zum „Gottesdienst zum Erntedank“ am Sonntag, 4. Oktober, ein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr auf dem Hof Graalfs in der Nähe von Neugarmssiel (Kleinengroden 1).

Die geistliche Einführung werden Diakon Fredo Eilts und die neue Pastorin Vera Rosin übernehmen. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst von Jagdhornbläsern und dem Kirchenchor Hohenkirchen. Im Anschluss laden die Landfrauen zu einer warmer Suppe ein. Besucher werden gebeten, Suppenschalen und Löffel mitzubringen.

Wenige Tage später, am Dienstag, 20. Oktober, wird sich Vera Rosin beim Männerkreis der Bezirke Pakens-Hooksiel und St. Joost-Wüppels der ev.-luth. Kirchengemeinde in Hooksiel vorstellen. Der Organisator der Runde, Herbert Ulfers, lädt dazu für 19 Uhr ins Walter-Spitta-Gemeindehaus ein. Auch Männer, die der Runde noch nicht angehören, sind herzlich willkommen. Mit der Veranstaltung endet die Sommerpause des Männerkreises, der sich danach wieder einmal monatlich treffen wird.

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Europäischer Tourismus-Preis für den Nordsee-Reisepass

Wilhelmshaven/Wangerland (29. 9. 2026) – Der „Nordsee-Reisepass“ der Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) ist bei der 19. European Cultural Tourism Conference mit einem ECTN Award ausgezeichnet worden. Insgesamt hatten sich 72 Bewerber aus 23 Nationen Hoffnung auf den europäischen Branchen-Oscar gemacht. Die Verleihung fand auf der griechischen Insel Skiathos statt.

Branchen-Oscar für die TANO

Die Auszeichnung wird vom European Cultural Tourism Network in sechs Kategorien vergeben. In der Kategorie „Regenerative Tourism Synergies with Culture and Heritage“ ging die TANO als Sieger durchs Ziel. 

Das Bild zeigt TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein (links) mit Thodoris Tzoumas, Bürgermeister von Skiathos bei der Preisverleihung.

Foto: Tourismus-Agentur Nordsee GmbH

„Die Auszeichnung empfinden wir nicht nur als eine besondere Anerkennung für die gemeinsame Arbeit in unserer Region, sondern auch als Ansporn, das Projekt weiterzuentwickeln. Unser Dank gilt allen Kommunen, Einrichtungen und Betrieben, die mit uns ein Netzwerk gebildet haben. Es zeigt, dass wir gemeinsam sehr viel erreichen können“, sagte TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein.

Stempelstelle am Diedrichsberg

An mehr als 250 Stempelstellen, darunter auch im Bereich der Gemeinde Wangerland, können Gäste und Einheimische mit dem „Nordsee-Reisepas“s die Natur- und Kulturlandschaft der Nordseeküste kennenlernen und dabei Stempel sammeln. Das Angebot macht auch auf kleinere Orte, Museen und Naturräume aufmerksam, mit dem Ziel, die Besucherströme räumlich breiter über die Region zu verteilen.

Über 60 Stempelboxen in der Natur – unter anderem am Dietrichsberg im Hooksieler Freizeitgelände – ergänzen das analoge Erlebnis Hier werden mittels QR-Codes weitere Informationen zum Standort bereitgestellt, darunter auch KI-generierte Lernvideos zum Thema Klimaanpassung. Aus den Erlösen des Verkaufs der Reisepässe unterstützt die TANO Baumpflanzaktionen.

Die TANO mit Sitz in Wilhelmshaven wurde 2022 gegründet. Sie ist die flächendeckende touristische Organisation für Destinations-Management und -Marketing an der niedersächsischen Nordseeküste. Ihre Gesellschafter sind die sieben Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven und die Seestadt Bremerhaven.

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Noch-Bürgermeister verspricht geordneten Übergang im Rathaus

Wangerland (28. 9. 2026) – Sonntag kurz nach 19 Uhr. Die Bürgermeisterwahl im Wangerland ist so gut wie entschieden. Beim künftigen Bürgermeister Thies Fischer (CDU) klingelt das Telefon. Noch-Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) gratuliert seinem Nachfolger zum Wahlerfolg und verspricht einen geordneten Übergang.

Noch-Bürgermeister Mario Szlezak (rechts) zeigt sich als fairer Verlierer. Noch am Abend der Stichwahl gratulierte der SPD-Politiker seinem designierten Nachfolger Thies Fischer von der CDU. Archiv-Foto: hol

Wechsel vom Land in die Kommune

Fischer, der derzeit noch beim Finanzamt in Wilhelmshaven tätig ist, wird am 2. November auf dem Bürgermeistersessel im Rathaus in Hohenkirchen Platz nehmen. Was den 25-Jährigen dort erwartet, weiß er noch nicht so genau. Er hat bislang noch nicht für die Gemeinde gearbeitet – weder ehrenamtlich noch hauptberuflich. Auch deshalb will er, wie im Wahlkampf mehrfach angekündigt, mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung persönliche Gespräche führen.

Zunächst aber geht es um den Übergang. Fischer wollte am heutigen Montag mit seiner Chefin im Finanzamt sprechen und ihr seine neue berufliche Perspektive schildern. Üblicherweise endet in einem solchen Fall das Beamtenverhältnis beim Land passgenau. Der angehende hauptamtliche Bürgermeister muss also keine Kündigungsfrist einhalten und wird seine Aufgabe als Kommunalbeamter auf Zeit pünktlich antreten können.

Szlezak auf Jobsuche

Schwieriger ist die Lage für Mario Szlezak. Der 52-Jährige ist vor fünf Jahren aus der Industrie an die Spitze der Gemeindeverwaltung gewechselt. Dafür musste er seinen Job kündigen, den sein Arbeitgeber zwischenzeitlich neu besetzt haben dürfte. „Ich bin zuversichtlich, dass ich wieder einen guten Job in der Industrie finde. Es hat schon Gespräche gegeben und ich werde jetzt Bewerbungen schreiben“, sagte Szlezak heute im Gespräch mit „Hooksiel-life“.

Aktuell habe er noch zwei Wochen Urlaub. Danach werde er zurück ins Rathaus gehen, die nächste Ratssitzung (3. November) und die folgenden Ausschusssitzungen vorbereiten, seinen Schreibtisch aufräumen und die Amtsgeschäfte geordnet an seinen Nachfolger übergeben. Da Szlezak sich nicht um ein Mandat im künftigen Gemeinderat beworben hat, wird er künftig die Kommunalpolitik im Wangerland nur von außen verfolgen – aber sicher mit großem Interesse. Immerhin zieht seine Frau Gaby für die Grünen ins neue Kommunalparlament ein.

Hooksieler rückt in den Rat nach

Der scheidende Bürgermeister bedankte sich heute über die sozialen Medien bei den Menschen, die ihm in den vergangenen Jahren ihr Vertrauen geschenkt hätten. „Bürgermeister vom Wangerland sein zu dürfen, war für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe dieses Amt mit viel Herz, großer Verantwortung und voller Überzeugung ausgeübt. Die vielen gemeinsamen Momente dieser Jahre werden mir bleiben.“

Spürbare Enttäuschung hier, sichtbarer Freude dort. Thies Fischer feierte am Wahlabend mit Freunden aus seiner Partei und Unterstützern seinen Wahlsieg in der Gaststätte „Friesenkate“ in Hooksiel. Mit dabei der Hooksieler Mitstreiter Björn Christiansen, der unmittelbar vom Aufstieg Fischers ins Bürgermeisteramt profitiert. Fischer macht dadurch einen Platz in der CDU-Fraktion im Rat frei, auf den Christiansen nachrücken wird.

Wangerland Touristik Thalassa
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