Friesland (11. 1.2026)- Aufgrund der Wetterlage fällt der Präsenzunterricht an allen Schulen in Friesland (auf dem Festland) am Montag, 12. Januar, aus. Das hat der Landkreis am Nachmittag angekündigt.
Die Regelung gilt für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Auch die Stadt Wilhelmshaven hat den Schulbetrieb für Montag abgesagt. Die Behörden rechnen mit Tauwetter. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Eisregen.
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Wangerland (9. 1. 2025) – Meterhohe Schneewehen, chaotische Verhältnisse auf den Straßen, dazu ein eisiger Wind mit starken Böen. Das vom Wetterdienst angekündigte Winterwetter hat heute das Wangerland und weite Teile Frieslands und Wilhelmshavens lahm gelegt.

Im Laufe des Tages mussten eine ganze Reihe von Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden. Zum Teil waren Wagen von der Straße abgekommen, zum Teil blieben sie im Schnee stecken und blockierten den Verkehr. Räumdienste, Feuerwehren und Landwirte waren den ganzen Tag über im Einsatz, um die bis zu drei Meter hohen Wehen zu beseitigen, Betroffenen zu helfen und Fahrerinnen und Fahrern mit besonders dringlichen Anliegen den Weg zu bahnen. Dazu gehörten unter anderem mobile Pflegedienste, aber auch die Molkereifahrzeuge, die Milch von den landwirtschaftlichen Betrieben abholten.
Etliche Straßen nicht passierbar
Im Gebiet der Gemeinde Wangerland waren zahlreiche Straßen nicht mehr befahrbar. Bereits im Laufe des Vormittags war die Straße nach Mederns gesperrt worden. Besonders stark betroffen auch die Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Horumersiel. Zeitweise steckten hier nach Darstellung der Feuerwehren um die 20 Fahrzeuge fest. Gegen Abend fuhren sich im Bereich des Windparks Bassens ein Traktor und ein Lkw fest. Die Fahrbahn war zeitweise vollständig blockiert.
Ein generelles Fahrverbot gab es im Wangerland aber nicht. Bei entsprechenden Verlautbarungen in den sozialen Medien handelte es sich um so genannte Fake-News. Allerdings wurden der Busverkehr und die Abfallbeseitigung komplett eingestellt. Die Busse werden frühestens wieder am Sonntag fahren. Die Schule waren am Freitag ohnehin geschlossen.


Dank an Landwirte
Katastrophenalarm löste die Stadt Wilhelmshaven am Nachmittag für ihre Dörfer Sengwarden und Fedderwarden aus. Beide Dörfer waren nach massiven Schneeverwehungen zeitweise abgeschnitten. Nach Darstellung der Polizei waren insbesondere die Hooksieler Landstraße, die Roffhauser Landstraße sowie die Langewerther Landstraße nahezu unpassierbar. Gleiches galt im friesländischen Südkreis für die die Blauhander Straße von Sande kommend in Richtung Zetel sowie die Bockhorner Straße zwischen Steinhausen und Bockhorn. Allein auf der Blauhander Straße hatten sich nach Polizeiangaben am späten Nachmittag 15 Pkw sowie zusätzlich drei Lkw festgefahren.
In der Nacht zum Samstag ereigneten sich nur noch wenige Verkehrsunfälle. Die Straßen blieben weitgehend leer. Ausdrücklich dankte die Polizei den Landwirten, die mit ihren Traktoren unter anderem geholfen haben, Straßen wieder passierbar zu machen.
Autobahn gesperrt
Auf der Autobahn 29 kam es kurz vor 18 Uhr in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Zetel und Sande zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war die Richtungsfahrbahn längere Zeit blockiert. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.
Nach dem Schnee kommt der Frost
Hinweise auf verletzte Personen oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht. Etliche Geschäfte und Einrichtungen hatten auf die Wetterwarnungen reagiert, frühzeitig geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Die Schulen waren geschlossen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak dankte ausdrücklich den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinde und den ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren, die sich an Hilfseinsätzen beteiligten bzw. dafür in Bereitschaft standen.


Laut Wettervorhersage sollen Schneefall und starker Wind noch bis zum frühen Samstagmorgen anhalten. Danach kommt der Frost. Laut Vorhersage wird es in den nächsten Tagen merklich kälter. Für Sonntag sind fürs Wangerland Temperaturen von minus 11 Grad angekündigt.
Warnung vom OOWV
Vor diesem Hintergrund appelliert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dringend an die Verbraucher, Wasserzähler, freiliegende Leitungen und Wasserhähne umgehend frostsicher zu machen. Die Leitungen müssen nach Möglichkeit entleert oder mit dem richtigen Dämmmaterial vor Frost gesichert werden. Neben Installationen in Gärten, Gartenhäusern und unbeheizten Kellern seien insbesondere leer stehende Wohnungen oder Ferienhäuser gefährdet. Die Trinkwasser-Versorgungsleitungen des OOWV seien trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht in Gefahr, da sie ausreichend tief in der Erde verlegt wurden.
Hunde an die Leine nehmen
Die Kreisjägerschaft weist drauf hin, dass aufgrund der Wetterlage die Nahrungssuche und -aufnahme für Wildtiere nur eingeschränkt möglich ist. Bei Überfrieren der Schneedecke verschärfe sich die Situation für die Tiere zusätzlich. Kreisjägermeister Henning Frhr. von Schele bittet daher die Bevölkerung, bei Aufenthalten in der freien Landschaft Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen, zum Beispiel indem Hunde ausschließlich angeleint geführt werden.
Anmerkung: Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert
Wangerland (9. 1. 2025) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) genießt das Vertrauen seiner Partei. Mit „einem starken und geschlossenen Votum“ hat der SPD-Ortsverein Wangerland ihn erneut als ihren Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Szlezak hatte bereits vor einigen Monaten verkündet, dass er sich bei der Kommunalwahl im September 2026 nach 2021 erneut um das Amt an der Spitze der Gemeinde bemühen werde.

Auf der Mitgliederversammlung der Partei habe der Bürgermeister 100 Prozent der Stimmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD. Das Ergebnis drücke Vertrauen, Rückhalt und gemeinsame Überzeugung aus.
Wahlprogramm vorgestellt
Szlezak habe in seiner Vorstellungsrede für ein Wangerland geworben, das zusammenhält, für eine Politik, die ehrlich mit Herausforderungen umgeht, und für Entscheidungen, die nicht laut, sondern richtig sind. Als Schwerpunkte seines Wahlprogramms habe er starke Dorfgemeinschaften, gute Bildung und Betreuung, bezahlbares Wohnen, eine verlässliche Infrastruktur sowie eine nachhaltige Entwicklung von Tourismus und Wirtschaft im Einklang mit den Menschen vor Ort genannt.
Lob für Bürgernähe
„Ich weiß, dass die vergangenen Jahre nicht leicht waren. Gerade deshalb ist mir dieses Votum so wichtig“, bedankte sich Szlezak für die Rückendeckung seiner Partei. „Es zeigt mir, dass Vertrauen gewachsen ist. Vertrauen, das aus Offenheit, aus Gesprächen und aus der Bereitschaft entsteht, Verantwortung zu übernehmen – auch dann, wenn es unbequem wird.“
Der SPD-Vorstand würdigte die klare Haltung und die bürgernahe Arbeitsweise von Szlezak. Die Vorstandsmitglieder Ina Janssen, Marianne Kaiser Fuchs und Viola Dorow: „Mario Szlezak hört zu, bleibt ansprechbar und steht auch in schwierigen Situationen zu seiner Verantwortung.“
Friesland/Wangerland (9. 1. 2026) – Der Kreisvorstand der SPD im Landkreis Friesland hat in Rolf Neuhaus (48) einstimmig als Landratskandidaten nominiert. „Wir setzten auf Erfahrung, Kompetenz und kraftvolle inhaltliche Umsetzung“, so die Vorsitzende Lena Gronewold (Jever).

Neuhaus (Foto) ist parteilos und muss noch auf der Nominierungskonferenz der SPD Ende April gewählt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. Sollte die Parteibasis dem Vorschlag ihres Vorstandes folgen, würde er bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 antreten und für die Nachfolge von Amtsinhaber Sven Ambrosy (SPD) kandidieren.
Erfahrung in der Kreisverwaltung
Neuhaus ist bereits seit über 16 Jahren beim Landkreis Friesland beschäftigt. In der Kreisverwaltung ist er für Planung und Infrastruktur (Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement) verantwortlich. Der Ingenieur hat nach dem Studium der Raumplanung in Dortmund in Nordrhein-Westfalen mehrere berufliche Stationen absolviert. Er war in einem Planungsbüro sowie in zwei Städten in der Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung beschäftigt. Der Familienvater und Handballsportler ist fest verwurzelt in Friesland und freut sich nach eigenen Worten auf die anstehende Herausforderung und den Wahlkampf in seiner Heimat.
„Rolf Neuhaus kennt die Verwaltung und den Landkreis wie seine Westentasche. Das wird helfen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen und begonnene Projekte zum Erfolg zu führen“, so Gronewolds Stellvertreter Sören Mandel (Varel). Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Jannes Wiesner (Wangerland), zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: „Wir haben bisher immer gut mit Rolf Neuhaus zusammengearbeitet und ich bin überzeugt, dass wir in ihm einen erfahrenen und kompetenten Kandidaten gefunden haben, der die Herausforderungen der nächsten Jahre gemeinsam mit uns anpacken wird.“
Verlässlichkeit und Kompetenz
Die SPD frühzeitige Nominierung für die Nachfolge des scheidenden, langjährigen Landrats Ambrosy sei wichtig, so Gronewold, um den Menschen im Landkreis Sicherheit zu geben. Neuhaus haben bei den Genossen durch seine Erfahrung, Durchsetzungsstärke, Verlässlichkeit und Kompetenz gepunktet. Das sei gerade für langfristige und strategische Projekte wichtig.
Als Ziele habe Neuhaus unter anderem benannt, so schnell wie möglich alle Haushalte im Landkreis an die Breitband-Versorgung anzuschließen. Mit Hilfe einer klugen Raumordnung wolle er gemeinsam mit den Gemeinden die Daseinsvorsorge mit Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen und Gesundheitsvorsorge entwickeln. Ein neues Zentralklinikum solle dabei Ankerpunkt für eine zukunftsfähige medizinisch-pflegerische Infrastruktur auch in Varel und der friesischen Wehde werden. Voraus schauende Planung und verlässliche Rahmenbedingungen sollen der Wirtschaft helfen, Investitionen erleichtern und mit dazu beitragen, dass die Region von der Energiewende profitiert.
Friesland/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um umsichtiges Verhalten, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Angesichtes der Eis- und Schneeglätte sollten insbesondere Autofahrer ihre Fahrweise anpassen und besonders vorsichtig sein. Bereits kleinere Unachtsamkeiten könnten bei winterlichen Straßenverhältnissen zu Verkehrsunfällen führen.

Allein im Landkreis Friesland kam es im am heutigen Donnerstag bereits zu 15 witterungsbedingten Verkehrsunfällen. 13 davon im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever und zwei im Bereich Varel. „Überwiegend handelte es sich um Bagatellunfälle“, teil die Polizei mit. Aber: „In drei Fällen wurden Unfallbeteiligte leicht verletzt.“
Auto gegen Baum geprallt
Bereits am Mittwochnachmittag war auf der Landesstraße 809 zwischen Hohenkirchen und Altgarmssiel ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Feuerwehren Hohenkirchen und Neugarmssiel wurden zur Unfallstelle gerufen. Der Fahrer musste aus dem Wagen geborgen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Landesstraße war zeitweise gesperrt.
Verkehrsteilnehmende werden gebeten, für notwendige Fahrten mehr Zeit einzuplanen und ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anzupassen. Mit Blick auf die prognostizierten Schneefälle am Freitag sollten Fahrten möglichst sorgfältig geplant oder, sofern möglich, zeitlich verschoben werden. Die Deutsche Bahn hat vorsorglich bereits alle Fährverbindungen nach Wangerooge abgesagt.
Polizei gibt Tipps
Darüber hinaus gibt die Polizei Autofahrern folgende Ratschläge: „Halten Sie einen deutlich größeren Sicherheitsabstand ein. Vermeiden Sie abrupte Lenk-, Brems- und Beschleunigungsmanöver. Nutzen Sie ausschließlich Fahrzeuge mit Winterbereifung. Rechnen Sie insbesondere auf Nebenstraßen, Brücken, schattigen Strecken und Geh- beziehungsweise Radwegen mit erhöhter Glätte.“ Aber auch Fußgänger sowie Radfahrern sollten besondere Vorsicht walten lassen.

Wangerland (8. 1. 2026) – Die Gemeinde Wangerland treibt die Planung für mögliche weitere Windparks im Gemeindegebiet voran. Während aktuelle Überlegungen für einen Windpark bei Wiarden vorerst auf Eis gelegt wurden, hat der Verwaltungsausschuss der Gemeinde für zwei schon länger geplante Projekte jetzt die nächste Stufe der Bauleitplanung beschlossen.
Projekte bei Oldorf und Haddien
Für die geplanten Windparks „Nenndorf“ und „Haddien Nord“ wurden die so genannten Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne gefasst und eine „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit“ eingeleitet. Mit der Einleitung der Verfahren ist noch keine Entscheidung in der Sache getroffen.

Die Planentwürfe samt Umweltberichten liegen ab heute bis einschließlich 9. Februar an der Information im Rathaus der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen aus, können aber auch im Internet auf der Homepage der Gemeinde (www.wangerland.org) eingesehen werden. Im Rahmen dieses Verfahrensschrittes können Bürger Stellungnahmen oder Anregungen zu den Plänen einreichen.
500 Meter Abstand zu Häusern
Der Windpark Nenndorf soll in der Nähe von Oldorf beidseitig der Kreisstraße 87 entstehen, der Windpark Haddien Nord westlich des Ortes Haddien zwischen Hooksiel und Waddewarden. Für beide Parks ist ein Mindestabstand der Anlagen von 500 Metern zu benachbarten Wohnhäusern vorgesehen. Dabei soll nach dem Willen der Gemeinde das Prinzip „Rotor-in“ gelten. Das bedeutet: Der Abstand zu den Häusern wird von der Rotorspitze der bis zu 250 Meter hohen Anlagen gemessen und nicht vom Mast aus. Ob die Parks genehmigungsfähig sind und wie viele Anlagen jeweils in ihnen gebaut werden können, wird sich erst im Laufe des weiteren Verfahrens ergeben.
Während die Gemeinde für neue Windparks selbst Baurecht schaffen muss, können ein Großteil der in der Gemeinde stehenden älteren Einzelanlagen aufgrund von bundesrechtlichen Regelungen erneuert werden, ohne dass die Kommunalpolitik darauf entscheiden Einfluss hat. Derzeit ist noch unklar, wie viele Betreiber ihr Recht auf „Repowering“ auch in Anspruch nehmen wollen.
Friesland/Wangerland (7. 1. 2026) – Witterungsbedingt fällt am Donnerstag, 8. Januar, sowie Freitag, 9. Januar, der Präsenzunterricht an allen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis Friesland aus. Das teilte die Behörde heute mit. Bereits am heutigen Mittwoch hatte der Landkreis aufgrund einer akuten Verschlechterung der Straßenverhältnisse den Schulbusverkehr nach der sechsten Schulstunde eingestellt.
Es soll weiter schneien
Die Entscheidung über Schulausfälle aufgrund der Wetterlage fällt der Landkreis nach eigenem Bekunden nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie Leitstelle und Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen. Maßgeblichen Einfluss haben auch die Prognosen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD). Danach soll es weiterhin schneien. Aktuelle Entscheidungen werden bis spätestens 6 Uhr morgens unter anderem auf der Internetseite des Landkreises (www.friesland.de) veröffentlicht.
Müllabfuhr nur eingeschränkt möglich
Aufgrund der Wetterlage konnte heute auch die Müllabfuhr nur eingeschränkt arbeiten. Betroffen waren vor allem Seitenstraßen und Sackgassen sowie aufgrund der Witterung nicht sicher befahrbare Straßen. Wie die Abfallbehörde mitteilt, werden die betroffenen Tonnen erst mit der regulären nächsten Abfuhr mitgenommen. Bürger können dann überschüssigen Restmüll und Bioabfall in zusätzlichen Tüten neben die Tonnen stellen. Bioabfall sollte dabei in Papiertüten gesammelt werden.
Wangerland/Jever (7. 1. 2026) – Um das „Zuhören“ geht es beim nächsten öffentlichen Stammtisch des grünen Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen im „Parkhotel“ in Jever am Mittwoch, 14. Januar, ab 19 Uhr. Es gilt als Grundlage für einen konstruktiven politischen Dialog.

Referent ist Jürgen Walter (Foto, 67), bis Sommer 2025 Pfarrer in der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland und ausgebildeter Trauerbegleiter. Während seines über 40-jährigen pfarramtlichen Wirkens waren die persönliche Begleitung von Menschen in Belastungssituationen und das seelsorgliche Gespräch Schwerpunkte seiner Tätigkeit.
Nachdem er bereits in Oldenburg als Leiter der Telefonseelsorge gearbeitet hat, ist er bis zu einer Neubesetzung der Leitungsstelle in der Telefonseelsorge Wilhelmshaven dort ehrenamtlich als Leiter tätig.
Miteinander zu reden scheint das Einfachste der Welt zu sein. Doch häufig fühlen sich Menschen missverstanden. Auch in der Politik ist aktives und aufmerksames Zuhören eine Herausforderung, obwohl viele Politiker es als zentral für ihre Arbeit ansehen, die Interessen von Bürgern aufzunehmen. Doch die politische Polarisierung erschwert oft ein echtes, konstruktives Zuhören. Das kann dann leicht zu Politikverdrossenheit führen.
Zum grünen Stammtisch sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Friesland/Hooksiel (6. 1. 2026) – Aufgrund der aktuellen Witterungs- und Straßenverhältnisse kann es zu Verspätungen im Busverkehr und auch zum Wegfall von einzelnen Haltestellen kommen. Darauf weist der Landkreis Friesland hin. Informationen über die jeweiligen Fahrtmöglichkeiten seien im Internet unter www.fahrplaner.de oder über die Fahrplaner-App zu erhalten.
Eltern können für Kinder entscheiden
Über Schulausfälle werde mit Blick auf die jeweilige Wetterlage nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie der Leitstelle und den Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen entschieden, heißt es. „Eine Entscheidung fällt zeitlich so, dass spätestens um 6 Uhr die Information veröffentlicht wird.“
Eltern werden gebeten, auf entsprechende Meldungen im Radio zu achten beziehungsweise sich auf den Internetseiten der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/Region Hannover (www.vmz-niedersachsen.de/schulausfall) zu informieren. Zusätzlich erfolge eine Information auch über die App Katwarn und über die Seite www.friesland.de.
Grundsätzlich gelte, dass Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern im Primarbereich und im Sekundarbereich I, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist.

Verteidigt hat der Landkreis als Abfallbehörde die vielerorts kritisierte Entscheidung, dass die am Samstag und am Montag witterungsbedingt ausgefallenen Müllabfuhrtermine nicht nachgefahren werden. Betroffen davon waren unter anderem weite Teile des Wangerlandes, darunter Hooksiel.
Müllabfuhr: Straßen nicht sicher
„Die betroffenen Straßen waren zum Zeitpunkt der Abfuhr nicht ausreichend geräumt, so dass eine sichere Durchfahrt der Abfuhrfahrzeuge nicht möglich war“, stellt der Landkreis fest. Diese Situation sei für alle Beteiligten unbefriedigend. Die Entscheidung, die Abfuhr auszusetzen, habe jedoch ausschließlich der Sicherheit gedient. Das beauftragte Entsorgungsunternehmen Augustin habe darauf keinen Einfluss gehabt. „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallabfuhr sind auf sichere Straßenverhältnisse angewiesen.“
Die ausgefallene Leerung könne aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt werden, stellt die Abfallbehörde fest. Die Entsorgung erfolge mit der nächsten regulären Abfuhr, bei der zusätzlich handelsübliche Abfallsäcke neben die Tonnen gestellt werden dürften, die dann kostenfrei entsorgt würden.
Hooksiel (6. 1. 2026) – Der Tourismus im Wangerland steckt in der Krise. Zumindest sind im Zuge der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH erhebliche Veränderungen zu erwarten – und nötig. Eine Anforderung an die Branche: Nach der Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades in Hooksiel benötigt der Standort neue Alleinstellungsmerkmale.

Pünktlich zum neuen Jahr hat der Schnee den Ort und die gesamte Nordseeküste in winterliches Weiß gehüllt. „Während die deutschen Adler bei der Vierschanzen-Tournee in den Alpen hinterherspringen, trainiert der Nachwuchs im Skistadion an der Jaderennbahn“, ist dem Hooksieler Bernhard Köster aufgefallen. „Auf der Deichschanze erreicht mein Sohn Leonard Weiten von bis zu fünf Metern. Und im Anschluss geht es auf die Runden in der Winter-Trabrennbahn nebenan.“



Damit könnte ein neuer Trend zum Ganzjahres-Tourismus in Hooksiel gesetzt werden, stellt Köster scherzhaft fest. „Nach der notwendigen Deicherhöhung im Zuge des Klimawandels kann auch ein Snowbard-Parcours angelegt werden. Dazu eine Skihalle auf der alten Mülldeponie an der Grenze zur Stadt Wilhelmshaven, ähnlich wie das Vorbild in Neuss – und das Wintersport-Eldorado wäre perfekt.“ Eine echte Perspektive, so Köster, zumal auch die Graft um das Gästehaus das Potenzial für ein Eisstadion habe.
