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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Mülltonnen versperren über Tage Hooksieler Gehwege

Hooksiel (8. 8. 2026) – Mülltonnen versperren die Gehwege. Sperrmüll wartet in Grundstückseinfahrten wochenlang darauf, abgefahren zu werden. Kein schönes Bild. Schon gar nicht für einen Urlaubsort wie Hooksiel – und das in der Hauptsaison.

Am Montag der abgelaufenen Woche blieben die Papiertonnen stehen. Sie wurden erst am Dienstag abgeholt. Zumindest die, die noch an der Straße standen. Am Donnerstag waren die Biotonnen dran. Derselbe Ablauf: Die Tonnen wurden nicht wie geplant abgeholt. Die Fahrzeuge des vom Landkreis Friesland beauftragen Entsorgers rollten erst am Freitag durch Hooksiel. Immerhin recht früh am Tag.

Personalprobleme beim Entsorger

Der Landkreis Friesland als Untere Abfallbehörde räumt die Abfuhr-Verspätungen gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Hintergrund ist eine aktuell angespannte Personalsituation aufgrund von Urlaub und Krankheitsfällen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus.

Konsequenzen haben die Pannen für das Entsorgungsunternehmen offenbar nicht. Tourenabbrüche seien verständlicherweise ärgerlich, aber sofern diese am Folgetag nachgeholt würden, handle der Entsorger noch entsprechend des Vertrages, erläutert der Landkreis.

Von spontanen Terminverschiebungen oder nicht eingehaltenen Abfuhrterminen bei der Sperrmüll-Entsorgung sei dem Landkreis nichts bekannt. Betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollten sich direkt beim Landkreis unter abfallwirtschaft@friesland.de melden, falls es hier zu Problemen kommen sollte.

Barrieren für Senioren und Kinder

Gerade im Kreis von Bürgern und Unternehmern, denen Hooksiel als Urlaubsort am Herzen liegt, ist die Situation wenig befriedigend. Schon bei regulär ablaufenden Müllabfuhren versperren Tonnen die Gehwege fast einen ganzen Tag lang. Verschieben sich die Termine, sind die zum Teil recht schmalen Fußwege im Ort entsprechend länger blockiert – zumindest für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen und Rollatoren oder auch für Rad fahrende Kleinkinder.

Hinzu kommt, dass gerade bei vielen Ferienwohnungen, der Tonnendienst von Dienstleistern übernommen wird. Die wiederum können auf Verschiebungen der Abfuhrtermine kaum reagieren, so dass die verspätet geleerten Mülltonnen an den von ihnen betreuten Objekten auch schon mal eine ganze Woche lang nicht wieder auf die Grundstücke zurückgebracht werden. Ein Vermieter, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte: „So lange wir das Mülltonnen-Problem nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns über Barrierefreiheit im Ort keine Gedanken machen.“

Jubiläum: 25 Jahre Tennis-Meisterschaften am Strand von Schillig

Schillig (7. 8. 2026) – Ab heute trägt der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) am Strand von Schillig seine 25. Beach-Tennis-Meisterschaften aus. Rund 150 Spielerinnen und Spieler werden den Strand bis Sonntag in Deutschlands größte Beach-Tennis-Bühne verwandelnt.

„25 Jahre Beach Tennis in Schillig stehen für sportliche Entwicklung, große Begeisterung und eine besondere Gemeinschaft“, sagt Turnierveranstalter Fabian Flügel. „Wir freuen uns auf ein Jubiläumswochenende, das den Wettbewerb auf dem Platz mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen am Strand verbindet.“

In der Herrenkonkurrenz treten 28 Teams an, bei den Damen haben 18 Doppel gemeldet. Besonders groß ist das Interesse an der gemischten Doppelkonkurrenz: Hier stehen derzeit 42 Teams in der Meldeliste. Kurzentschlossene können sich fürs Mixed noch bis Samstag, 8. August, um 11 Uhr vor Ort anmelden. Insgesamt stehen maximal 48 Startplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gehen vier Teams bei den U18-Junioren, drei Doppel bei den Herren 50, acht Teams bei den Damen 40 und elf Mannschaften bei den Herren 40 an den Start.

Auch abseits der Meisterschaftswettbewerbe bietet der TNB Möglichkeiten zum Mitspielen. Für das Hobbyturnier ist kein fester Doppelpartner erforderlich. Die Spielpartner werden in jeder Runde neu zugelost. Anmeldungen sind auch kurzfristig vor Ort möglich.

Am Samstag beginnt der sportliche Wettbewerb um 10 Uhr mit den Herren und dem Hobbyturnier. Die Damen starten um 11 Uhr, ehe ab 13.30 Uhr die gemischten Doppel auf die Plätze gehen. Ab 20 Uhr steht das 25-jährige Jubiläum im Mittelpunkt. Der TNB blickt mit Geschichten, Erinnerungen und unterhaltsamen Besonderheiten auf die Entwicklung des Beach-Tennis im Verband zurück.

Außerdem wird erstmals ein Schillig-Song präsentiert. Um 21 Uhr beginnt das Finale der gemischten Doppel unter Flutlicht. Danach wird das Jubiläum bei der großen Feier am Strand fortgesetzt.

Der Sonntag gehört den Entscheidungen bei Damen und Herren. Ab 9.30 Uhr werden die Haupt- und Nebenrunden fortgesetzt. Um 10 Uhr beginnen das zweite Hobbyturnier und die Konkurrenz der Herren 50.

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Hunde und Pferd warteten vergebens auf Schildkröte

Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.

Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.

Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol

Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.

Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter. 

Gemeinde Wangerland fragt Bedarf an Gewerbeflächen ab

Wangerland (5. 8. 2025) –  Die Gemeinde Wangerland Woll über ein Interessenbekundungs-Verfahren den aktuellen und künftigen Bedarf an Gewerbeflächen im Gemeindegebiet ermitteln. Angesprochen sind sowohl bereits im Wangerland ansässige Betriebe als auch Unternehmen, Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Investoren von außerhalb, die an einer gewerblichen Entwicklung im Wangerland interessiert sind.

Onlineformular abrufbar

Vor der Sommerpause hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, nach potenziellen Gewerbeflächen sowie nach Flächen für Wohnbebauung zu suchen. Bevor konkrete Planungen und Erschließungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden, soll aber zunächst eine belastbare Grundlage zum tatsächlichen Flächenbedarf geschaffen werden. 

Interessierte Gewerbetreibende können ab sofort über ein Onlineformular auf der Internetseite der Gemeinde Angaben zu ihrem Unternehmen und zu ihrem geplanten Vorhaben machen. Abgefragt werden unter anderem die Art des Betriebes, die benötigte Grundstücksgröße, ein möglicher Bedarf an Hallen-, Büro- oder Lagerflächen sowie der geplante Zeitpunkt der Umsetzung. 

Entwicklungsmöglichkeiten ausloten

„Wir möchten nicht am Bedarf vorbei planen. Deshalb wollen wir möglichst genau wissen, welche Unternehmen Flächen benötigen, welche Anforderungen bestehen und in welchem Zeitraum eine Ansiedlung oder Erweiterung vorgesehen ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Dabei geht es sowohl um die Entwicklungsmöglichkeiten unserer bestehenden Wangerländer Betriebe als auch um neue Unternehmen, die sich eine Zukunft im Wangerland vorstellen können.“ 

Die Interessenbekundung ist unverbindlich und stellt noch keine Zusage für die Vergabe oder Bereitstellung einer Gewerbefläche dar. Die eingehenden Angaben dienen der Gemeinde und der Politik als Grundlage für die weitere Beratung und Planung. Das Onlineformular ist ab sofort aufrufbar. Interessenbekundungen können zunächst bis zum 5. September abgegeben werden. 

Ausschluss von Landratswahl: Sichert setzt auf Gericht

Friesland (5. 8. 2026) – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (Zetel) will juristisch erzwingen, dass er doch noch als Kandidat zur Landratswahl in Friesland am 13. September zugelassen wird. Um das zu erreichen, habe er eine „einstweilige Anordnung“ gegen den Ausschluss von der Wahl durch den Kreiswahlausschuss beim Verwaltungsgericht Oldenburg beantragt, teilt Sichert mit.

Fehler bei Entscheidung?

Der Kreiswahlausschuss hatte unter anderem auf der Basis von Informationen des Verfassungsschutzes entschieden, Sichert nicht zur Wahl ins Landratsamt und damit einem Beamtenverhältnis auf Zeit zuzulassen, da nicht gewährleistet sei, dass er jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehe. Der Verfassungsschutz stuft des AfD-Landesverband Niedersachen, zu dessen führenden Köpfen der Abgeordnete gehört, als „gesichert rechtsextrem“ ein.

In seinem Antrag hat Sichert nach einen Angaben auf 45 Seiten plus Anhängen zahlreiche vermeintliche Verstöße des Wahlausschusses aufgelistet. Unter anderem bemängelt er die fehlende Auseinandersetzung der Ausschussmitglieder mit den Ausschlussgründen. Der Ausschussvorsitzende habe in der Sitzung gesagt, dass die Prüfung der Landesregierung obliege.

Sichert: Demokratiefeindlich

„Die Betonung der Landesregierung als auch des Wahlausschusses, dass die Tätigkeit als Funktionär in einer zugelassenen Partei als Ausschlussgrund für die Landratswahl ausreicht, ist absolut demokratiefeindlich“, so Sichert, der sich als Opfer „politischer Willkür“ sieht. Er habe die einstweilige Anordnung auch eingereicht, um den Schaden zu vermeiden, der durch eine Wiederholung der Wahl entsteht, die dann erforderlich wird, wenn die Wahl im Nachgang als juristisch fehlerhaft bewertet werden sollte.

Sperrung von Autobahn und Bahnstrecke aufgehoben

Friesland (4. 8. 2026) – Seit gestern Abend ist die Gefahr vorbei. Die Autobahn 29 ist zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn wieder frei. Auch die Sperrungen auf den Nebenstraßen konnten aufgehoben werden. Auch die Züge zwischen Wilhelmshaven und Varel rollen wieder.

Kampfmittel entdeckt

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hatte gegen 18 Uhr seine Untersuchung und Entschärfung eines Kampfmittels aus dem Zweien Weltkrieg, einer 200-Kilogramm-Fliegerbombe, abgeschlossen, das um 11.37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel gefunden worden war. Der KBD hatte erklärt, dass das Objekt zunächst freigelegt werden müsse, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Dafür musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden.

Evakuierung im Sicherheitsradius

Innerhalb des Gefahrenbereichs liegen neben wenigen zu Zetel und Bockhorn gehörenden Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke Wilhelmshaven und Oldenburg. Deshalb waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der Anwohner erfolgte durch die Gemeinden. A 29 und die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.

Mehrere kleine Unfälle

Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen kontrollierte eine Polizeihubschrauber, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sperrzone aufhielten. Um 18.05 Uhr gab der KBD Entwarnung. Nach Mitteilung der Polizei wurden sämtliche Sperrmaßnahmen umgehend wieder aufgehoben. Während der Sperrungen kam es auf den Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei sei aber ausschließlich geringer Sachschaden entstanden, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.

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Szlezak: Nichts wird unter den Teppich gekehrt

Wangerland (3. 8. 2026) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Er habe sehr wohl einen Vorschlag zur künftigen Struktur der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) unterbreitet, der dann aber keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden habe. Zudem weist er die Forderung der SPD-Amtsinhabers in Forderung des CDU-Bürgermeister-Kandidaten Thies Fischer als unrealistisch zurück, dass ein Gutachten zur Ursache für die desolate Lage beim Projekt Thalasso Meeres Spa (TMS) schon jetzt zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Fischer hatte auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung die Ansicht vertreten, dass in beiden Fragen der Anstoß vom Bürgermeister hätte kommen müssen. „Bereits im August 2025 habe ich persönlich einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeitet, um die touristischen Leistungsträger stärker in die Arbeit und die Neuausrichtung der WTG einzubinden“, erinnert Szlezak (Foto) in einer Stellungnahmen zum Bericht von „Hooksiel-life“. 

Vorgesehen sei gewesen, zwei Mitglieder des WTG-Beirates mit beratender Funktion in die Lenkungsgruppe aufzunehmen. Sie sollten regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, Zugang zu relevanten Informationen erhalten und ihre kaufmännische sowie touristische Erfahrung unmittelbar in die Beratungen einbringen können.“

Vorschlag zur WTG-Struktur

Dieser Vorschlag fand seinerzeit keine Mehrheit im Rat – und stieß auch bei den Leistungsträgern nicht auf Begeisterung. Zumal die Beiratsmitglieder im Lenkungsauschuss zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wären. Der Rat verständigte sich darauf, so Szlezak, die Entscheidung aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst zurückzustellen. Begründet worden war dies damit, dass noch nicht absehbar war, wie die WTG nach Abschluss des Verfahrens strukturell und wirtschaftlich aufgestellt sein werde. Von dem Vorwurf, er habe diese Diskussion nicht angestoßen, habe ihn irritiert. Genau das habe ich getan.

Die Fragen nach den künftigen Aufgaben, der geeigneten Rechtsform, der Rolle der Politik und der Einbindung der touristischen Leistungsträger beschäftigen Rat und Verwaltung bereits seit Beginn des Sanierungs- und Insolvenzverfahrens beschäftigt. „Sie sind wesentlicher Bestandteil der notwendigen Neuaufstellung der Gesellschaft.“

Ermittlungen nicht gefährden

Zur Aufarbeitung der Kostenentwicklung beim bezieht Szlezak eindeutig Postion: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgearbeitet werden. Am Ende wird es ein Ergebnis geben, und dieses Ergebnis wird selbstverständlich öffentlich gemacht. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“

Die Position von Fischer, alle Teile des Thalasso-Gutachtens offen zu legen, die die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht gefährden, sei nicht neu. Aber, so der Bürgermeister: „Wer soll zum jetzigen Zeitpunkt rechtssicher beurteilen, welche Passagen veröffentlicht werden können und welche möglicherweise für das Ermittlungsverfahren, mögliche Ansprüche oder Persönlichkeitsrechte von Bedeutung sind?“

Die Forderung nach einer Veröffentlichung bei gleichzeitiger Einschränkung, dass die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen, löse dieses Problem nicht. Sie klinge zunächst plausibel. Sie müsse aber juristisch belastbar und mit den zuständigen Stellen abgestimmt sein. Szlezak: „Ich teile den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach umfassender Information. Transparenz bedeutet für mich jedoch nicht, im Wahlkampf Versprechen abzugeben, deren rechtliche Tragfähigkeit noch nicht geklärt ist. Transparenz bedeutet, vollständig, nachvollziehbar und rechtssicher zu informieren.“

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Ende des Kuschelwahlkampfs? Fischer sieht Szlezak in der Pflicht

Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.

Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.

Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.

Podiumsdebatten geplant

Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.

Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.

Fischer benennt Versäumnisse

Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. 

Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.

Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“

Wie sieht die WTG künftig aus?

Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?

„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.

Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“

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Umwelthilfe will Abschied vom Ultraschall-Verfahren verhindert

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 7. 2026) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will die geplante Einleitung von Chlor-Bioziden am Wilhelmshavener LNG-Terminal „Excelsior“ verhindern. Die Umweltschützer haben nach eigenen Angaben eine Einwendung gegen einen Antrag der Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhoben.

Die „Excelsior“, einer von zwei LNG-Terminals in der Jade, gilt als wichtiger Baustein der deutschen Erdgasversorgung. Foto: DET

Die DET will künftig eine Elektrochlorierungs-Anlage in Betreib nehmen, mit deren Hilfe verhindert werden soll, dass sich das schiffsinterne Rohrleitungssystem von Algen, Muschel und andere organischen Substanzen zusetzt. Ursprünglich war der Betrieb der „Excelsior“ – anders als beim benachbarten LNG-Terminal „Höegh Experanza“ an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel – nur mit Ultraschall-Reinigungsverfahren genehmigt worden. Aus Sicht der Betreiber hat sich dieses Verfahren allerdings nicht bewährt.

Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. Die Konzentration in der Jade wird behördlich überwacht.

„Die Einleitung von toxischen Bioziden in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und das Ökosystem der Jade“, hält der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraemer, dagegen. „Im Wasser bildet das Biozid chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen.“

Die DUH fordert die Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals. Die DET hält dagegen, dass es sich bei der Elektrochlorierung um ein Verfahren nach dem „Stand der Technik“ handelt.

Auto in Hohenkirchen beschädigt: Polizei sucht Zeugen

Hohenkirchen (30. 7. 2026) – Die Polizei im Wangerland ermittelt im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Verkehrsunfallflucht in Hohenkirchen. In der Zeit von Dienstag, 13 Uhr, bis zum gestrigen Mittwoch, 4.30 Uhr, wurde dabei ein an der Jeverschen Straße geparktes Auto beschädigt. 

Nach den Erkenntnissen der Polizei war ein Opel Corsa ordnungsgemäß auf einem Parkplatz in Höhe eines Farbenfachgeschäftes in Fahrtrichtung Mederns abgestellt. Als der Geschädigte sein Fahrzeug am frühen Mittwochmorgen beladen wollte, stellte er einen frischen Unfallschaden im vorderen linken Fahrzeugbereich fest.

Der unbekannte Unfallverursacher entfernte sich, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern oder die Polizei zu verständigen. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Wangerland unter Telefon 04463/808910 oder der Polizei Jever unter 04461/74490 in Verbindung zu setzen.

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