Friesland/Wangerland (9. 7. 2026) – Die Vielfalt von Nachhaltigkeit im Landkreis Friesland soll im Oktober bei der ersten „Küste & Moor. Nachhaltigkeitswoche“ vorgestellt werden. Ob Upcycling-Workshops, Tauschpartys, Energieberatungen, Müllsammeln oder eine Führung durch Wald und Moor – noch bis Sonntag, 26. Juli, können nachhaltige Aktionen und Veranstaltungen im Landkreis Friesland beim Regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ) per E-Mail an umwelt.aktiv@ruz-schortens.de angemeldet werden.
Die für den Zeitraum vom 3. bis 9. Oktober geplante „Nachhaltigkeitswoche“ soll nachhaltige Projekte und Initiativen in den Landkreisen Ammerland, Aurich, Friesland, Leer, Wittmund sowie in der Stadt Emden in den Mittelpunkt rücken. Der Landkreis Friesland nimmt gemeinsam mit dem RUZ teil und sucht weitere Partnerinnen und Partner, die ihr Engagement einem breiten Publikum präsentieren wollen.Mit Aktionen dabei sein können Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Vereine, Verbände, Kirchen, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Privatpersonen.
Wangerland (8. 7. 2026) – Die D 1-Fußballjugend des SC Wangerland steht vor einem großen Abenteuer. Vom 12. bis zum 19. Juli reist die „erfolgreichste Mannschaft des Wangerlandes“ nach Schweden. Das Ziel: Die Teilnahme am „Gothia-Cup“, dem weltweit größten Jugend-Fußballturnier der Welt.
Die Trainer Markus Tammen (hinten links) und Lars Reiners (hinten rechts) sind stolz auf ihr Meister-Team: (von links stehend) Matz Weber, Jerome Tammen, Louis Linderhaus, Benny Köster, Leif Reiners sowie davor Yakko Linderhaus, Noah Geisen, Fadilou Nuß, Mats Schulz, Hagen Kohl, Ben Tibke und davor der „Glücksbringer“ der D 1-Jugend Len-Tino Reiners. Foto: SCW
Die D1 hat sich am letzten Spieltag der Saison mit einem 18:0-Sieg gegen TuS Varel die Kreismeisterschaft gesichert. Dabei war die Höhe des Erfolges ausschlaggebend. Durch den Kanternsieg konnten die Wangerländer die punktgleiche Mannschaft Friesische Wehde noch von der Tabellenspitze verdrängen.
Beide Spitzenmannschaften hatten all ihre Saisonspiele gewonnen – mit Ausnahme des direkten Duells, das 2:2 unentschieden ausging. „Dieses Spiel war Klasse von beiden Mannschaften und eine Werbung für guten D-Jugend Fußball“, schwärmt Trainer Lars Reiners. „Es ging verdient mit 2:2 aus. Spielerisch hatten wir die Nase vorn und körperlich war der Gegner besser. Es wurde von beiden Seiten um jeden Ball gekämpft.“
Hooksiel/Horumersiel (8. 7. 2026) – Die Büchereien in Hooksiel und Horumersiel laden zu zwei besonderen Lesungen ein. Den Auftakt macht am Freitag, 10. Juli, eine atmosphärische Autorenlesung für Erwachsene in Horumersiel. Am Mittwoch, 15. Juli, steht dann eine liebevoll gestaltete Mitmachlesung für Kinder in Hooksiel auf dem Programm.
Der Autor Olaf Saathoff präsentiert in der Bücherei Horumersiel ab 19.30 Uhr seinen Roman „Badezeit“. Die Geschichte entführt auf eine ostfriesische Insel der 1970er Jahre und erzählt mit viel Herzenswärme, Humor und Nordsee-Flair von Familie, Sehnsucht und den kleinen wie großen Herausforderungen des Lebens. Im Anschluss an die Lesung findet eine Signierstunde statt. Einlass ist ab 19 Uhr.
Die Autorin Alessa Ullrich stellt bei der Mitmachlesung ab 15 Uhr ihr Kinderbuch „Flockis erster Mutzauber“ in die Bücherei Hooksiel. Gemeinsam mit dem kleinen Einhorn Flocki tauchen Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in eine zauberhafte Geschichte über Mut, Freundschaft und die kleinen Abenteuer des Alltags ein. Mitmachen, erzählen und staunen stehen dabei im Mittelpunkt. Einlass ist ab 14.40 Uhr.
Beide Veranstaltungen sind kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten. Kostenfreie Tickets sind in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de erhältlich.
Darüber hinaus dürfen sich alle Literatur-Fans bereits auf eine weitere besondere Lesung freuen. Im August erwartet die Wangerland Touristik GmbH den Ostfriesenkrimi-Autor Klaus-Peter Wolf zu einer Lesung. Am darauffolgenden Tag lädt seine Frau Bettina Göschl zu einer Kinderlesung ein.
Wangerland/Hooksiel (7. 7. 2026) – Das Wangerland wird sich dem Sirenen-Pakt im Landkreis Friesland anschließen. Der Verwaltungsausschuss habe beschlossen, dass die Gemeinde sich jetzt doch an der Sicherheitspartnerschaft von Landkreis, Städten und Gemeinden beteilige, teilte Bürgermeister Mario Szlezak mit. Der Grund dafür: Die inzwischen deutlich verbesserten Föderbedingugnen.
Die Sirenenanlage am Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg in Hooksiel steht bereits. Archiv-Foto: hol
Im gesamten Landkreis Friesland werden 65 Sirenen aufgestellt, davon 15 im Bereich der Gemeinde Wangerland. Die allermeisten wurden bereits installiert. Standorte in Hooksiel sind am neuen Feuerwehrgerätehaus und am Außenhafen. Die Gesamtkosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, von denen rund 536.000 Euro im Wangerland anfallen.
Die Kosten sollten sich nach einer Vereinbarung von 2021 Landkreis auf der einen sowie Städte und Gemeinden auf der anderen Seite teilen. Die Stadt Schortens und die Gemeinde Wangerland hatten sich dem Pakt mit Blick auf ihre angespannte Haushaltslage zunächst nicht angeschlossen.
Zuletzt hatte der Bund einen Zuschuss in Höhe von rund 737.000 Euro aus seinem Sirenenförderprogramm bewilligt, was den Kostenanteil aller Beteiligten entsprechend verringert. Kommunen, die sich nicht beteiligen, können ihre Bevölkerungen bei Katastrophenlagen in eigener Zuständigkeit nicht über die Sirenen warnen. Szlezak: „Mit dem Beitritt zur Sicherheitspartnerschaft leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und der Warninfrastruktur.“
Wangerland (7. 7. 2026) – Es bleibt in der Gemeinde Wangerland bei drei Bürgermeisterkandidaten. Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Siuts gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, hätten sich bis zum Ablauf der Meldefrist am 6. Juli keine weiteren Bewerberinnen oder Bewerber für das Amt des Hauptverwaltungsbeamten gemeldet.
Im Rahmen der Kommunalwahl am 13. September wird bekanntlich auch das Bürgermeisteramt neu vergeben. Neben Amtsinhaber Mario Szlezak (52/SPD) treten Thies Fischer (25/CDU) und Bernd Abrahams (56/Pro Wangerland) zu der Direktwahl an. Vor der offiziellen Bestätigung wird jetzt noch geprüft, ob Zweifel an der Verfassungstreue eines der Bewerber besteht.
Sollte kein Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, findet zwei Wochen später am 27. September eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten statt. Bei der Kommunalwahl 2021 hatte sich Szlezak in der Stichwahl mit 52 zu 48 Prozent der Stimmen gegen Abrahams durchgesetzt.
Friesland/Wangerland (7. 6. 2026) – Die SPD Friesland fordert ein Schutz- und Sicherheitskonzept für alle Mitarbeitenden des Landkreise, die unmittelbarem Publikumskontakt in Krisensituationen haben. Das gelte insbesondere für das Jugendamt, das Sozialamt, den Allgemeinen Sozialen Dienst, die Suchthilfe und die Wohnungslosenhilfe. Einen entsprechenden Antrag will die Fraktion in den Kreistag einbringen.
Reaktion auf Bluttat in Stade
„Fachkräfte der Sozialen Arbeit begleiten täglich Menschen in sozialen Ausnahmesituationen. Diese Nähe zu Krisen bringt reale Risiken für die eigene Sicherheit mit sich, die viel zu lange kaum benannt wurden”, so Jannes Wiesner (Wangerland), Fraktionsvorsitzender der SPD Friesland. „Die Tötung von sechs Fachkräften in einer Einrichtung in Stade hat auf tragische Weise deutlich gemacht, wie dringend wir dieses Thema angehen müssen.”
Der Antrag sieht unter anderem vor, dass die Kreisverwaltung regelmäßig standortbezogene Gefährdungsanalysen durchführt, verpflichtende Deeskalations- und Selbstschutzschulungen anbietet und klare Notfall- und Alarmierungspläne einführt. Auch technische und organisatorische Mindeststandards wie Fluchtwege, Alarmsysteme oder das Zwei-Personen-Prinzip bei Hausbesuchen in Risikofällen sollen verbindlich verankert werden.
Frage der Fürsorgepflicht
Darüber hinaus soll geprüft werden, mit welchem Personalschlüssel diese Schutzstandards realistisch umsetzbar sind. Für Mitarbeitende des Kreises solle zudem ein verbindliches Nachsorgekonzept eingeführt werden, das nach körperlichen oder verbalen Übergriffen greift, so Wiesner.
„Verbindliche Schutzkonzepte, ausreichende Personalausstattung und eine strukturierte Nachsorge nach Übergriffen sind keine Kür, sondern eine Frage der Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten”, betont SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold (Jever). „Der Landkreis trägt hier als Träger eigener sozialer Dienste und als Zuwendungsgeber freier Träger eine unmittelbare Verantwortung.“
Für landesweite Standards
Der Antrag sieht außerdem eine anonymisierte, jährliche Erfassung von Übergriffen auf Beschäftigte der Sozialen Arbeit im Kreisgebiet vor. Zudem soll der Landkreis einheitliche, landesweite Sicherheitsstandards sowie eine auskömmliche Finanzierung einfordern. „Echter Schutz kann nur gelingen, wenn auch Land und Bund einheitliche Standards und die dafür notwendigen Mittel bereitstellen”, so Wiesner.
Horumersiel/Wilhelmshaven (8. 7. 2026) – Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) lädt für Sonntag, 26. Juli, zum „Tag der Seenotretter“ ein. An zahlreichen Rettungsstationen an Nord- und Ostsee sind Vorführungen, Übungen und Gespräche geplant. Auch die DGzRS-Stationen Horumersiel und Wilhelmshaven beteiligen sich an der Aktion. Der in Hooksiel stationierte Rettungskreuzer „Bernhard Gruben“ ist in das Programm in Wilhelmshaven eingebunden.
Zu ihrem „Tag der Seenotretter“ lädt die DGzRS in diesem Jahr zum 28. Mal auf ihre Stationen ein. Unter anderem sind Vorführungen, Besichtigungen, Mitfahrten und vielen Gespräche geplant. Archiv-Foto: DGzRS, Andreas Rade
Gottesdienst in Horumersiel
In Horumersiel findet die Aktion am Hafen von 10.30 bis 17 Uhr statt. Zum Auftakt ist ein ökumenischer Gottesdienst geplant. Danach stehen die Freiwilligen der Station an einem Informationsstand für Fragen zur Verfügung. Dabei werden unter anderem „Tag-der-Seenotretter-T-Shirts“ verkauft.
Zum Programm am Helgolandkai in Wilhelmshaven (10 bis 17 Uhr) gehören zahlreichen Präsentationen und Vorführungen. Um 11 und 14 Uhr wird das Leinenwurfgerät aus der persönlichen Schutzausrüstung der Seenotretter am Stationsgebäude vorgestellt. Ab 12 Uhr ist eine Rettungsübung vor der Flutmole geplant.
Große Show vor der Flutmole
Um 15 Uhr beginnt eine große Rettungsübung mit allen Einheiten der DGzRS und einem Rettungshubschrauber vor der Flutmole. Abgerundet wird das Programm von einer Präsentation moderner und historischer Ausrüstung der Seenotretter, einem Infostand mit Filmvorführungen und einer Ausstellung von Schiffsmodellen. Für Kinder gibt es verschiedene Stationen mit Mitmachaktionen (Wurfleinen-Werfen, Knotenschule, Modell-Seenotrettungsbooten etc.).
Im vergangenen Jahr konnte die DGzRS zur „Tag der Seenotretter“ mehr als 40.000 Menschen begrüßen. Die Seenotretter unterhalten rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 53 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter rund 2.000 Einsätze. Ihre Arbeit wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.
Wangerland (6. 7. 2026) . Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen die Vorschläge aus Hannover zu Fischerei-Sperrgebieten vor dem Wangerland. Die Wangerländerin, die fischereipolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, reagiert damit einen „Hilferuf“, der Wangerländer Fischer, die ihrem Unmut in einem offenen Brief Luft gemacht hatten.
Krabbenkutter gehören zum maritimen Bild an der niedersächsischen Küste. Ein großflächiges Fischfangverbot im Wattenmeer vor dem Wangerland würde nicht nur die betroffenen Fischer, sondern auch den Tourismus treffen. Foto: Klaus Schreiber
„Die existenziellen Hilferufe der Küstenfischer werden immer lauter und verzweifelter“, sagt Jensen, die sich im „Weltnaturerbeportal Dangast“ mit Küstenfischern getroffen hat. „Die jetzt von den niedersächsischen Ministerien Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Fischereidialogs vorgelegte Karte mit künftigen Sperrgebieten bedroht die Existenzen der Küstenfischer vor Hooksiel, Horumersiel und Minsener Oog und bedeutet Einschränkungen für die restliche Flotte.“
Wangerland stark betroffen
Entgegen erster Entwürfe beträfen die vorgeschlagenen Sperrgebiete viel größere Teile der Fanggebiete direkt vor den Heimathäfen Hooksiel, Horumersiel bis hin zu Minsener Oog. „Für mich als Wangerländerin, die auch um die Bedeutung der Küstenfischerei für den Tourismus weiß, sind diese Pläne so nicht hinnehmbar.“
Jensen räumt ein, dass die Landesregierung die Anforderungen der „EU-Biodiversitätsstrategie 2030“ zur Ausweisung strenger Schutzgebiete umsetzen müsse. Demnach müssen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt und somit fischereifrei werden. Aber die konkrete Umsetzung obliege allein dem Land Niedersachsen. Ihr Vorwurf: „Was wir hier sehen, ist kein Dialog, sondern ein politisches Agieren mit der Brechstange über die Köpfe der Fischer hinweg.“
Wichtig auch für den Tourismus
Der jetzt vorliegen Vorschlag sei keineswegs „ausgewogen“ , wie von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) behauptet. Der „Fischereidialog“ dürfe im Ergebnis keine Existenzen gefährden. Das sei aber bei den vorgeschlagenen Gebieten der Fall.
Die Fischerei finde seit jeher im Gebiet des heutigen Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer statt. Bislang liegen nach Ansicht der CDU-Politikerin zudem keine Nachweise für nachhaltige Beeinträchtigungen der Meereslebensräume durch diese traditionelle Nutzung vor. Vor diesem Hintergrund sollte die Fischerei als integrierter Bestandteil des Nationalparks und seiner gewachsenen Kulturlandschaft betrachtet werden.
„Eine Küste ohne Küstenfischerei kann nur von Nachteil sein, für die Wirtschaft und für den Tourismus. Ziel muss also sein, die Küstenfischerei zukunfts- und krisenfest aufzustellen“, betont Jensen. „Neben Gebieten ohne Fischerei auf zehn Prozent der Fläche sollte es im Rest des Küstenmeeres die Zusicherung geben, dass die Fischerei dort auch in Zukunft stattfinden kann.“
Wangerland (6. 7. 2026) – Viele Familien nutzen die Sommerferien, um zu verreisen. Aber auch Kinder und Jugendliche, die in der schulfreien Zeit im Wangerland bleiben, brauchen sich nicht zu langweilen. Der „Ferienpass“ der Jugendpflege der Gemeinde zeigt für die Zeit bis zum 12. August eine Fülle von Veranstaltungen auf, die für Passinhaber zum Teil ermäßigt oder auch komplett kostenlos besucht werden können.
In den kleinem Heftchen, das zum Ferienbeginn an die Kinder und Jugendlichen ausgegeben wurde, sind über 70 Anregungen und Hinweise auf Angebote aufgeführt, mit denen sich die Ferien abwechslungsreich gestalten lassen.
Im Programm aufgeführt sind mehrere Ausflüge wie etwa eine Fahrt zum Kletterpark in Aurich oder zum Tierpark Thüle, Kreativ-Workshops zum Malen, Backen oder Fotografieren zum Beispiel im Künstlerhaus Hooksiel oder sportliche Herausforderungen an der Wasserskianlage Hooksiel, beim Wassersportverein Hooksiel, dem Hooksieler Surfclub oder auf dem Tennisplatz des MTV Hohenkirchen. Die Palette reicht vom Tauchlehrgang über Reitkurse bis zur Wildbeobachtung.
Besuche bei Polizei, THW und Feuerwehr
Spannend sicher auch die geplanten Besuche bei der Polizei und THW in Jever sowie der Feuerwehr in Hohenkirchen. Ein Änderung hat sich beim „Angelspaß“ des Angelvereins Jever ergeben. Für den Schnupperkursus am Sonntag, 12. Juli, haben sich Zeit, Treffpunkt und Ansprechpartner geändert. Anmeldungen nimmt Alexander Meinen (Tel. 0170/8121791) entgegen.
Für Jugendliche, die es in der Ferien ohne Bildungsangebote nicht aushalten können, empfiehlt sich vom 10. bis 12. August ein Besuch der „Erlebnishochschule“. Das Projekt der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren. Dabei geht es überwiegend um Zukunftsthemen wie Robotik, virtuelle Fabriken, Lasertechnik und Programmieren, aber auch in Soziale Arbeit, Finanzoptimierung und das „Fliegende Labor“ der Hochschule können die jungen Leute hineinschnuppern.
Kreativ-Workshops und Sport
Ein weitere Baustein der Ferienpass-Angebote sind die zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, die während der Ferien im Wangerland stattfinden – nicht nur, aber auch für Kinder und Jugendliche. Dazu gehören zum Beispiel das „Spielefest“ in Hooksiel, Drachenfest und Friesenfestival in Horumersiel/Schillig und die Vorstellungen des Circus Axo am Strand von Schillig. Die Artisten dort bieten übrigens auch Jonglierkurse für Kinder an.
Für eine Reihe der im Ferienpass aufgeführten Veranstaltungen sind Anmeldungen erforderlich. Zum Teil müssen Kinder und Jugendliche vor Ort den Pass vorzeigen, um freien Eintritt zu erhalten. Online ist das Angebot auf er Internetseite der Gemeinde Wangerland unter www.wangerland.org einsehbar.
Wangerland/Wilhelmshaven (6. 7. 2026) – Seit 20 Jahren durchkämmen Artenkenner am „Nationalpark-Tag der Artenvielfalt“ in einem jährlich wechselnden Teilgebiet des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer die Naturlandschaft. In diesem Jahr haben 35 Expertinnen und Experten Lebensräume vor Schillig im Wangerland ins Visier genommen und eine große Biodiversität vorgefunden. „Dass wir hier auf dem Festland unmittelbar neben touristisch stark genutzten Bereichen eine hohe Zahl an verschiedenen Arten nachweisen konnten, ist ein großartiges Zeichen: „Nationalpark wirkt!“, erklärte Benedikt Wiggering, Dezernent für Biodiversität, Forschung und Monitoring der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer.
Über 20 Jahre hat sich ein Netzwerk von Expertinnen und Experten entwickelt, das die Artenvielfalt dokumentiert. Foto: Michael Räder/NLPV
Der Küstenort bietet eine für das friesländische Festland eher untypische Lebensraumvielfalt. Der Grund: Durch die ursprünglich künstlich geschaffenen Sandvorspülungen grenzen hier auf kleinstem Raum am Festland Salzwiesen, Dünen, Sandstrand, kleine Waldgebiete und die Watten direkt aneinander. Viele Übergänge und Grenzlebensräume bedeuten eine Fülle ökologischer Nischen für die unterschiedlichsten Lebensformen.
Sechsstündige Suche rund um Schillig
Am Treffpunkt begrüßte Wiggering die Teilnehmenden. Gruppen aus Spezialisten für bestimmte Tier- und Pflanzenarten schwärmten in verschiedene Bereiche des Schutzgebietes aus. Ihre sechsstündige Suche im Watt und an Land brachte zahlreiche spannende Nachweise zutage. Die Ausbeute wurde anschließend in der Jugendherberge Schillig zusammengetragen.
Aus der Gesamtliste von über 600 Arten stechen einige Funde hervor: Pflanzenkundler dokumentierten knapp 160 Gefäßpflanzen- und vier Moosarten. Neben typischen Küstengewächsen wie Stranddistel oder Dorniger Hauhechel sorgte ein Fund für besondere Begeisterung: Die Experten stießen auf die Strandwinde und konnten das größte Vorkommen dieser Art am Festland bestätigen.
Erstnachweis für Niedersachsen
Pilzkundler Jörg Albers kartierte beachtliche 32 Arten. In den feuchteren Bereichen des nahegelegenen Waldstücks stieß er unter anderem auf den Natternstieligen Schleimfuß. Für den Höhepunkt des Tages sorgte jedoch ein anderer Fund: Mit der Entdeckung eines Graskernlings (ein pflanzenparasitischer Pilz) gelang ein Erstnachweis für ganz Niedersachsen – möglicherweise, denn die genaue Bestimmung dieser Pilzart muss noch bestätigt werden.
In Schillig konnte die Strandwinde in der höchsten bekannten Bestandsdichte nachgewiesen werden. Foto: Benedikt Wiggering/NLPV
Das Team im Watt habe rund 30 Arten dokumentieren können, darunter verschiedene Algen und Arten des Wattbodens. Die Ergebnisse dieser Gruppe zeigten, wie dynamisch sich der Lebensraum verändert: Bei rund 20 Prozent der kartierten Arten handelte es sich um Neobiota (nicht-heimische Arten). Dazu zählten etwa die etablierte Pazifische Auster oder die Manila-Teppichmuschel, die erst vor zwei Jahren in Schillig erstmalig nachgewiesen werden konnte.
16 Wildbienenarten
Auch bei den Fluginsekten erwies sich Schillig als artenreich. Die Entomologie-Gruppe kartierte neben drei Libellenarten und einer Florfliege rund 70 Fliegen- sowie bis zu 16 Wildbienenarten. Den herausragende Fund in dieser Gruppe entdeckte Jana Deierling: Sie konnte ein Exemplar der in Deutschland stark gefährdeten Mooshummel nachweisen – ein Fund, der für große Freude sorgte und die Bedeutung intakter, vielfältiger Lebensräume unterstreicht.
Der Nationalpark ist reich an Insekten. Die Artenkenner kartierten elf Heuschrecken-, rund 50 Wanzen und mehr als 40 Zikadenarten. Auch die Käfer-Spezialist kamen mit etwa 60 unterschiedlichen Arten voll auf ihre Kosten. Seltener sind in Schillig die Schmetterlinge. Das Team verzeichnete 13 verschiedene Tagfalter-, darunter den bekannten Admiral, sowie elf Nachtfalterarten wie das auffällige Taubenschwänzchen.
Raubseeschwalbe auf Durchreise
Auch ein vielfältiges Bild zeigte sich bei den Wirbeltieren. Neben zehn Säugetier- und einer Amphibienart konnte die Gruppe der Ornithologen 75 verschiedene Vogelarten nachweisen. Für den Höhepunkt sorgte dabei die Sichtung einer Raubseeschwalbe – ein seltener Durchzügler auf dem Weg zwischen Brutgebieten an der Ostsee und Überwinterungsgebieten am Mittelmeer und in Afrika.