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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Polizei zufrieden: Weniger Straftaten, hohe Aufklärungsquote

Jeverland/Wangerland (18. 3. 2026) – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Gemeinde Wangerland zurückgegangen. Nach der heute vom Polizeikommissariat (PK) Jever vorgelegten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 wurden im Wangerland insgesamt 347 Fälle registriert. Im Vorjahr waren es noch 362.

2338 Delikte im Jeverland

Die Entwicklung deckt sich mit dem Trend im gesamten Jeverland. Hier erfasste die Polizei 2338 Delikte. Das entspricht einem Minus von 152 Fällen gegenüber dem Vorjahr (2024: 2490 Fälle). Damit habe man den zweitniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Gleichzeitig liege die Aufklärungsquote bei fast 70 Prozent weiter auf sehr hohem Niveau.

Polizei Prävention
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jeverland 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Foto: Polizei-Prävention

Die Statistik des PK Jever bildet die bekannt gewordenen Straftaten, das so genannte „Hellfeld“, der Städte Jever und Schortens sowie der Gemeinden Sande, Wangerland und Wangerooge ab. Die tatsächliche Kriminalitätslage zeigt sie nicht, da niemand weiß, wie hoch die Zahl der nicht gemeldeten Taten („Dunkelfeld“) ist. 

In Schortens wurden 780 Straftaten (- 65 gegenüber 2024), in Jever 681 (- 772), in Sande 439 (+ 3) und auf Wangerooge 91 (+ 16) gemeldet. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner sank im Jeverland damit auf 4285 (Vorjahr: 4531). Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland liegt dieser Wert bei 6831. 

Effektive Polizeiarbeit

Die aktuellen Zahlen, so die Polizei, würden das weiterhin vergleichsweise niedrige Kriminalitätsniveau in der Region bestätigen. Die hohe Aufklärungsquote bei 69,38 Prozent (1622 Fälle) unterstreiche die hohe Effektivität der Arbeit des Polizeikommissariats Jever. Kommissariatsleiter Markus Wallenhorst dankte den Bürgern der Region, die die Polizei häufig durch wertvolle Hinweise unterstützen und damit einen Beitrag zur Aufklärung von Straftaten leisten.

Der Rückgang bei den Straftaten spiegelt sich bei verschiedenen Delikten wieder. So wurden 2025 „nur“ 580 Diebstähle registriert, 52 weniger als im Vorjahr. Rückläufig sei insbesondere die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen gewesen. Als erfreulich wertet es die Polizei, dass mehr als ein Drittel der registrierten Einbrüche im Versuchsstadium scheiterte. „Das deutet auf verbesserte Sicherungsmaßnahmen und einen erhöhten technischen Einbruchsschutz hin.“

24 Attacken mit einem Messer

Bei den so genannten Rohheitsdelikten (Raub, Körperverletzung, Straftaten gegen die persönliche Freiheit) habe es nur einen leichten Rückgang gegeben. Insgesamt wurden 495 Straftaten registriert, 39 Fälle weniger als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem 337 Körperverletzungen, wobei es sich in 257 Fällen um einfache Körperverletzungen gehandelt habe.

Bei 24 Straftaten (2024: 36) hätten die Täter Messer eingesetzt. Von diesen Fällen konnten nach Angaben der Polizei 20 aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 83,3 Prozent entspricht.

1386 Tatverdächtige

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1386 Tatverdächtige ermittelt (2024:1328), davon 1110 mit deutscher Staatsangehörigkeit. 276 Verdächtige besaßen keinen deutschen Pass (2024: 232). Darüber hinaus hätten 54 Tatverdächtige einen Aufenthaltsstatus (68) besessen.

Der Großteil der Straftaten sei von Erwachsenen ab dem 21 Lebensjahr (77,4 %) begangen worden. Kinder (bis 14) gehörten mit 5,4 %, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) mit 10,25 % und Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) mit 6,9 % zum Kreis der Verdächtigen. 

Mehr Fälle von Kinderpornografie

Einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr weist die Statistik für den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte aus, zu denen insbesondere Betrugsstraftaten zählen. Für 2025 wurden 441 Betrugsfälle registriert, was einem Anstieg um 29 Fälle entspricht. Deutlich zugenommen habe die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Hier seien 96 Fälle angezeigt worden, ein Zuwachs von 25 Taten. Mit in diesem Bereich erfasst werden unter anderem Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten.

Dem Feld der „häuslichen Gewalt“, zu der alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in familiären und partnerschaftlichen Beziehungen gehören, wurden im Polizeikommissariat Jever 151 Taten zugeordnet, sechs weniger als im Vorjahr. Hierbei ging es vornehmlich um Körperverletzungen. Die Zahl der Fälle von „Widerstand und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte“ bewege sich im Jahr 2025 mit 21 auf Vorjahresniveau (19). 

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Gemeinde treibt Pläne für Sicherung des Badestrandes voran

Wangerland (18. 3. 2025) – Die Finanzlage der Gemeinde Wangerland ist angespannt. Die Schulden steigen. Dennoch verabschiedete der Rat am Dienstag einstimmig den Haushaltsansatz für 2026. Mehr noch: Sprecher von SPD, GfW (CDU, Grüne, FDP) und ZUW (Unabhängige) bedankten sich ausdrücklich bei der Verwaltung für deren gute Arbeit und die erhellende Klausurtagung, zu der sich alle drei politischen Lager vor einigen Tagen getroffen hatten.

Der Rat der Gemeinde Wangerland will die Planung für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes vorantreiben. Für das nötige Verfahren stellt die Gemeinde 500.000 Euro bereit. Grafik: Planungsbüro

Die Finanzverwaltung geht für das laufende Jahr von Erträgen in Höhe von 26,4 Millionen Euro aus. Dem werden voraussichtlich Aufwendungen in Höhe von 27,6 Millionen Euro gegenüber stehen. Der Finanzhaushalt weist unter anderem Investitionen in Höhe von 8,1 Millionen Euro aus, die zum Teil durch neue Kredite finanziert werden müssen. 

Drei weitere Buhnen

Damit entsprach die Vorlage für den Rat dem vom Finanzausschuss empfohlenen Zahlenwerk. Mit einer Ausnahmen. Das Kommunalparlament bewilligte einvernehmlich auf Antrag der ZUW weitere 0,5 Millionen Euro. Wie ZUW-Sprecher Dieter Schäfermeier erläuterte, werde das Geld für die Finanzierung des Planfeststellungsverfahrens benötigt, das den Weg für die Sicherung des Hooksieler Badestrandes freimachen soll.

„Das Projekt Strandumbau wird nach wie vor sehr positiv bewertet“, versicherte Schäfermeier, der das Gemeinschaftsprojekt mit verschiedenen Landes- und Bundesbehörden seit über einem Jahr im Auftrag der Gemeinde begleitet. Die Nationalparkverwaltung habe grundsätzlich zugestimmt, drei weitere Buhnen zur Sicherung des Sandes zu bauen, wenn dadurch das Wattenmeer keinen Schaden nehme. 

Hoffnungen ruhen auf Kohlestrukturfonds

Grundlage für das Planfeststellungsverfahren, das im Auftrag der Gemeinde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben werden soll, wird eine Machbarkeitsstudie sein, die Fachbüros im vergangenen Jahr erarbeitet haben. Für die Finanzierung des bis zu 20 Millionen Euro teuren Vorhabens setzt die Gemeinde Wangerland auf den Kohlestrukturfonds, mit dem der Bund Regionen unterstützt, in denen Kohlekraftwerke stillgelegt wurden. Aus diesem Topf sollen später auch die Planungskosten rückerstattet werden.

Die steigende Verschuldung der Gemeinde sei nicht vermeidbar, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. Das habe strukturelle Gründe. Zum einen gebe es in der Gemeinde auch als Folge des Entschuldungsvertrages mit dem Land (2012 bis 2022) erheblichen Nachholbedarf beim Unterhalt der Infrastruktur. Zum anderen stünden mit dem Bau eines Feuerwehrhauses und einer Grundschule in Hohenkirchen unvermeidbare Ausgaben im Bereich der Pflichtaufgaben der Gemeinde an. 

Zusätzliche Einnahmen aus Windenergie?

Dennoch sei nach seiner Überzeugung die Gemeinde Wangerland „finanziell grundsätzlich solide“ aufgestellt. Mit Blick in die Zukunft müsse aber auch die Einnahmeseite des Haushalts gestärkt werden. Dabei komme der Weiterentwicklung der Nutzung der Windenergie eine besondere Rolle zu. Bekanntlich gibt es mehrere Interessenten, die weitere Windparks bauen wollen. Es werde darauf ankommen, so Szlezak, die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen und gleichzeitig den Schutz des Landschaftsbildes angemessen zu berücksichtigen.

Feuerwehrhaus und Grundschule

Um Platz für das Baufeld für das Feuerwehrgerätehaus zu bekommen, sollen im April die vorhandenen Gebäude auf dem Grundstück im Gewerbegebiet abgerissen werden. Geplant ist der Bau einer „Bunten Wache“, in der neben der Feuerwehr als Mieter auch die Polizei einquartiert werden soll. Der Neubau sei unverzichtbar und auch nicht von der Höhe möglicher Fördermittel abhängig zu machen, betonte der Bürgermeister. Das vorhandene Gerätehaus entspreche nicht mehr den Vorgaben der Feuerwehr-Unfallkasse, der Betrieb dort werde nur noch geduldet.

Einvernehmlich stellte der Rat sich auch hinter den geplanten Bau einer neuen Grundschule in der Nähe des Sportplatzes am Schulzentrum. Im Altbau am Alma-Rogge-Weg gebe es gerade mit Blick auf einen künftigen Ganztags-Schulbetrieb zu wenig Platz. Vor diesem Hintergrund lobte SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers ausdrücklich die Neubaulösung. Nur sie biete die Möglichkeit, auf künftige Bedarfe zu reagieren. Soll heißen: Steigt die Kinderzahl in Hohenkirchen in 10 oder 15 Jahren, könnte man den Neubau problemlos erweitern. 

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Zwischenbericht zum Thalasso-Desaster nach Ostern erwartet

Wangerland (18. 3. 2026) – Wie konnten die Kosten für den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) so explodieren? Wer hat nicht aufgepasst? Wer hat welche Entscheidungen getroffen? Das sind die Fragen, die spätestens seit der dadurch verursachten Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) ganz oben auf der Agenda stehen.

Thalasso metres Spa Logo

„Nach den Osterferien“, so verkündete Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak während der Ratssitzung am Dienstagabend, werde der damit beauftragte Gutachter einen „vorläufigen Bericht“ vorlegen.

Der solle dann zunächst von Gemeindeverwaltung und WTG auswertet und eingeordnet werden. „Im Anschluss ist vorgesehen, die Ergebnisse transparent darzustellen.“

Gesamtkosten noch unklar

Das im Herbst 2024 eröffnete TMS hatte statt der kalkulierten 8,8 Millionen Euro zuletzt geschätzte 23 Millionen Euro gekostet. Vielleicht auch mehr. Genaues dazu kann auch der Gutachter trotz monatelanger Recherche im Moment noch nicht sagen. Die Zahlen seien noch nicht abschließend geprüft und ausgewertet, so Szlezak.

Rechnungen ohne Leistungen?

Wie kann das angehen? Dem Vernehmen nach gibt es eine Fülle von Rechnungen, bei denen unklar ist, wer die entsprechenden Leistungen beauftragt hat oder – noch krasser – ob die in Rechnung gestellten Leistungen überhaupt jemals erbracht worden sind. Durchgesickert ist allerdings bereits, dass die externen Preistreiber wie die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg nur für einen Bruchteil der Kostensteigerung verantwortlich waren. Da die Prüfungen Teil des nicht-öffentlichen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung sind, sind Details aber noch nicht bekannt. 

Umfassende Aufarbeitung

Aber die Konsequenzen sind offenkundig: Die WTG muss ihr Tafelsilber wie etwa die Campingplätze in Hooksiel und Schillig verkaufen und ihre Bäder in Horumersiel und Hooksiel schließen, um ihre Verbindlichkeiten zahlen zu können und das Debakel als Unternehmen zu überleben.

Auch wenn der Gutachter nach Ostern noch keine finalen Zahlen liefen werde, so der Bürgermeister, werde sein Bericht „bereits belastbare Erkenntnisse zum Ablauf des Verfahrens sowie zu den Hintergründen liefern“, ist der Bürgermeister überzeugt. Klares Ziel sei es, die Vorgänge umfassend aufzuarbeiten, um daraus die notwendigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

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Neuer Großverein will sein Gewicht in der Gemeinde einbringen

Wangerland /Hooksiel (17. 3. 2026) – Die schlechte Nachricht aus Hooksieler Sicht vorweg: 2026 wird es kein „FCN-Hafenfest“ geben. Diese Entscheidung verkündete der Sprecher des Vorstandes des Sportclub Wangerland, Christian Doyen, am Montag am Ende der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung des Großvereins.

De SC Wangerland will weiterhin Traditionen pflegen: Auf der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins wurden eine Reihe langjähriger Mitglieder vom FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland geehrt. Foto: hol

Der SC Wangerland ist aus der Verschmelzung der drei Traditionsvereine Rot-Weiß Tettens, Eintracht Wangerland und FC Nordsee Hooksiel hervorgegangen. Mit der Eintragung ins Vereinsregister im November 2025 war ein vierjähriger Prozess der Annäherung zu Ende gegangen.

880 Mitglieder in 14 Abteilungen

Doyen erinnerte an eine Vielzahl von Gesprächen zwischen den Vereinsvertretern, Beratungen mit dem Landessportbund und dem begleitenden Notar sowie Beschlüsse in den Einzelvereinen. Mitgliederlisten mussten aktualisiert, Satzungen neu geschrieben, Buchhaltungen und Beiträge harmonisiert, Sportverbände informiert und bürokratische Hemmnisse überwunden werden.

Ein Großteil der Arbeit ist erledigt. Entstanden ist der mit gut 880 Mitgliedern wohl größte Verein im Wangerland, der Gewicht habe und das im Sinne seiner Mitglieder auch einbringen wolle, so Doyen. 

Wie Vorstandsmitglied Dieter Gerken vor 40 Anwesenden im Tettenser „Hof von Wangerland“ ausführte, gehören dem SCW aktuell 330 Fußballer, 147 Breitensportler, 121 Kampfsportler, 55 Tennisspieler sowie 227 nicht-aktive Mitglieder an. Zum Verein gehören insgesamt 14 Abteilungen und Sparten. Angeboten werden neben Fußball – von der G-Jugend bis zum Geh-Fußball für Senioren –, Kampfsport und Tennis Tischtennis, Handball, Volleyball, Tanzen, Fitness, Show-Dance, Hip-Hop, Freizeitsport und Kinderturnen. 

Kampfsportler ziehen um

Wie Sabrina Perl als zuständige Abteilungsleiterin ankündige, werden die Kampfsportler des Vereins zum 1. April vom Alma-Rogge-Weg in ihr neues Domizil im „Welthus“ umziehen. Als weitere Großprojekte plant der Verein ab 2027 den Bau einer Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Tettens und eines neuen Umkleidegebäudes am Sportplatz Hooksiel.

Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörte die Ehrung zahlreicher langjähriger Mitglieder. Dieter Gerken überreichte Präsente für 20-, 30-, 40-, 50- und 60-jährige Treue. 

FCN Hafenfest erst wieder 2027

Die Bindung des SCW an die Traditionen der drei Alt-Vereine unterstrich auch Christian Doyen. Der Vorstand gehe nach Rücksprache mit dem Organisationsteam des FCN-Hafenfestes fest davon aus, dass das Fest im August 2027 wieder gefeiert werden kann. So hätten sich eine Reihe von Ehrenamtliche gemeldet, die helfen wollen, die Lücken im Orga-Team zu schließen. Ein Schnellschuss für 2026 wäre aber nicht ratsam und auch nicht fair gegenüber den neuen Mitstreitern gewesen, so Doyen. 

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Offshore-Windparks verändern die Strömung in der Nordsee

Friesland/Varel (16. 3. 2026) – Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) warnt vor einer übermäßigen Windkraft-Ausbeute auf See. „Schon früh haben wir vor diesem extremen Industrie-Ausbau in unserer Nordsee gewarnt“, so SDN-Vorsitzender Gerd-Christian Wagner, Bürgermeister der Stadt Varel. „Nun zeigt sich in einer Studie zur Gesamtwirkung der riesigen Offshore-Windparks auf die Meeres- und Luftströmungen, wie berechtigt unsere Forderungen waren und sind.“

Der Wind auf der Nordsee gilt als umweltfreundliche Energiequelle. Das Bild zeigt den Offshore-Windpark Riffgat. Foto: Matthias Ibeler/EWE

Die wissenschaftliche Studie, auf die sich die SDN bezieht, wurde Mitte Februar im Nature-Fachjournal „Communications Earth & Environment“ vorgestellt. Sie zeige, dass die Rotoren dem Wind Energie entziehen und dadurch die Oberflächenströmungen in der Nordsee um bis zu 20 Prozent verlangsamt werden. Zudem würden die Turbinenpfeiler unter Wasser Hindernisse bilden, die die Gezeitenströmungen und -frequenzen verändern. In der Summe der Effekte könne es zu großräumigen Veränderungen im Sedimenttransport und der Durchmischung des Meerwassers kommen.

Risiken lassen sich begrenzen

Die Studie gebe aber auch erste Hinweise darauf, wie sich strömungsbedingte Risiken für die Meeresumwelt begrenzen ließen. Nach den vorliegenden Modellsimulationen, so die SDN, spielen vor allem der Abstand der Turbinen, die Standortwahl der Windparks sowie die lokalen Gezeitenbedingungen eine zentrale Rolle dafür, wie stark sich Strömungen, Temperaturverhältnisse und die Durchmischung des Wassers verändern.

SDN warnt vor Industrialisierung

„Diese Ergebnisse sind wenig überraschend“, so der 2. SDN-Vorsitzende, Kapitän Ulrich Birstein. „Wer die Energiewende auf See vorantreibt, muss auch die Folgen für Strömungen, Sedimenttransport und Ökosysteme ehrlich benennen.“ Birstein warnt davor, die Auswirkungen einzelner Projekte isoliert zu betrachten. „Die Industrialisierung der Nordsee schreitet in vielen Bereichen gleichzeitig voran. Offshore-Windparks sind dabei nur ein Teil des Problems.“ Hinzu kämen unter anderem noch Unterwasserlärm, Müllbelastungen, Öl- und Gasförderung, Schlickverklappungen sowie der Ausbau von Rohrleitungen und Kabeltrassen durch die Nordsee und das Wattenmeer.


Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) ist ein überregionaler Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen 
wurde. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit. 

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Zwei Frauen bei Unfällen leicht verletzt

Wangerland (15. 3. 2026) –Bei zwei Unfällen im Wangerland gab es mehrere Verletzte. Am Freitag gegen 10.50 Uhr berührte auf der Landesstraße 812 im Bereich Waddewarden eine 79-jährige Autofahrerin bei einem Überholvorgang ein in gleiche Richtung fahrendes Traktorgespann. Danach kam die Frau mit ihrem Pkw nach links lvon der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, ihr Wagen war nicht mehr fahrbereit. 

Wenig später gegen 11.24 Uhr kam es im Kreuzungsbereich Landesstraße 808/Wegshörne zu einem weiteren Unfall. Nach derzeitigen Erkenntnissen, so die Polizei, befuhren eine 22-Jährige und ihre 25-jährige Beifahrerin die L 808 in Fahrtrichtung Jever. An der Unfallstelle kreuzte ein 46-Jähriger mit seinem Auto die Fahrbahn von links. Beide Auto stießen zusammen und mussten abgeschleppt werden. Die Beifahrerin wurde leicht verletzt.

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Wasserleitung im Watt im Wettlauf mit den Gezeiten repariert

Wangerland/Wangerooge (13. 3. 2026) – Der Wettlauf mit den Gezeiten ist geglückt: Mit eingespielter Teamarbeit und vollem Maschineneinsatz ist die Reparatur einer defekten Trinkwasserleitung zwischen der Insel Wangerooge und dem Wangerland gelungen. 

Drei Baggerführer arbeiteten zusammen, um die defekte Trinkwasserleitung im Wettlauf mit den Gezeiten freizulegen. Foto: OOWV

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Meeresboden kann der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) die Insel wieder über drei parallel verlaufende Leitungen mit frischem Trinkwasser beliefern. Das bedeutet volle Versorgungssicherheit rechtzeitig vor dem Beginn der Osterferien, wenn zusätzlich zu den knapp 1100 Einheimischen zahlreiche Feriengäste Wasser benötigen. Insgesamt sind es etwa 190.000 Kubikmeter Wasser im Jahr, die aus den OOWV-Wasserwerken Harlingerland und Sandelermöns durch die 7,5 Kilometer langen Leitungen nach Wangerooge strömen.

Zeitfenster von drei Stunden

Drei mit extrabreiten Kettenlaufwerken ausgestattete Bagger und ein Bautrupp aus Wilhelmshaven unterstützen das OOWV-Team an diesem Mittwoch bei den Arbeiten mitten im Watt, gut vier Kilometer vom Festland entfernt. „Das Zeitfenster für die Reparatur war kurz, es standen maximal drei Stunden zur Verfügung, bis das Wasser wiederkommt“, beschreibt Matthias Ziegs, Leiter der OOWV-Betriebsstelle Schortens, die Herausforderung. 

Der Leitungsdefekt war in der Ferne durch den gemessenen Druckabfall aufgefallen. Die präzise Schadensstelle hatte dann die Fernerkundungsstaffel der Ortsgruppe Varel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Rahmen eines Ausbildungsflugs mit einer Rettungsdrohne ermittelt. Sie entdeckte den Punkt, an dem das wärmere Trinkwasser ins noch winterlich kalte Meer sprudelte. 

DLRG-Drohne liefert exakte Daten

Die beim Drohneneinsatz gesammelten Daten, Bilder und Videos halfen, auf Anhieb exakt den richtigen Abschnitt der mehrere Meter unter dem Meeresboden verlaufenden Leitung freizulegen. Erst mit Baggern und später mit Spaten tastete sich der Bautrupp an die Schadstelle heran. Dann galt es, das defekte Rohrstück herauszutrennen und die Versorgungsleitung mit zwei Muffen und einem Stück neuen Rohr wieder zu verbinden. 

Schließlich hieß es „Wasser marsch“ – zunächst testweise, denn bevor die reparierte Leitung wieder ans Netz genommen werden kann, sind noch Spülungen nötig.

Rock, Folk, Shantys und mehr: Sechs Konzerte zu Ostern

Hooksiel/Horumersiel (13. 3. 2026) – Es geht wieder los. „Live hinterm Deich“ startet mit einer Oster-Edition. Zwischen Dienstag, 24. März, und Donnerstag, 9. April, veranstaltet die Wangerland Touristik GmbH in Horumersiel und in Hooksiel Livemusik-Konzerte. Der Eintritt ist frei, für Getränke ist gesorgt.

Band "Intunes"
Die Band „Intunes“ tritt am 9. April im Gästehaus in Hooksiel auf. Archiv-Foto: hol

Die beliebte Bühnenreihe ist fester Bestandteil im Kulturprogramm im Wangerland. An insgesamt sechs Abenden erwartet das Publikum in den Osterferien ein abwechslungsreicher Mix aus handgemachter Musik, bekannten Songs und frischen Sounds. Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr – dienstags im Kursaal Horumersiel und donnerstags im Gästehaus Hooksiel. 

Das Rock- und Pop-Duo „Hey Brother“ garantiert am Dienstag, 24. März, mit tanzbarer und feierfreudiger Musik für Stimmung in Horumersiel. Die Oldenburger Band „Honeybird“, am Donnerstag, 24. März in Hooksiel, interpretiert bekannte, weniger bekannte, aber vor allem eingängige Songs aus verschiedenen Jahrzehnten. 

Die Familienband „Adenalin“ aus Aurich trägt am 31. März in Horumersiel unterschiedlichste Titel der vergangenen Jahrzehnte vor. Am 2. April gibt die Wangerländer Band „Syracrus“ mit Oldies aus den 60er- und 70er Jahren ein Gastspiel in Hooksiel. 

Der heimische „Shantychor Likedeeler“ gestaltet am 7. April einen Abend mit maritimen Liedern in Horumersiel. Abgeschlossen wird der Konzert-Reigen am 9. April von der Band „Intunes“ in Hooksiel. Das Publikum darf sich dann unter anderem auf Folk- und Rockmusik freuen. 

Vogelgrippe bei privatem Hühnerhalter im Wangerland

Wangerland (12. 3. 2026) – In einer Geflügelhaltung in der Gemeinde Wangerland ist heute das Virus der Geflügelinfluenza („Vogelgrippe“) nachgewiesen worden. Wie das Veterinäramt Jade-Weser mitteilte, handelt es sich bei dem betroffenen Betrieb um eine Hobbyhaltung mit 20 Hühnern. Die Tiere hätten sich wahrscheinlich bei Wildvögeln infiziert. 

Tiere musste getötet weden

„Das Veterinäramt hat nach der Verdachtsmeldung unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet“, heißt es in der Mitteilung. Einige Tiere seien bereits an der Geflügelinfluenza gestorben. Die verbliebenen Hühner hätten getötet werden müssen. Die Behörde hat zudem Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen veranlasst. 

Vogelgrippe ist bei Wildvögeln weit verbreitet. In den letzten Monaten hat es im Verbandsgebiet zahlreiche Nachweise bei Wildvögeln gegeben. Allein in den vergangenen drei Wochen ist das Virus in vier Hobbyhaltungen im Verbandsgebiet nachgewiesen worden. 

Kein Kontakt zu Wildvögeln

„Die Ermittlungen haben ergeben, dass keine relevanten Kontakte zu anderen Geflügelhaltungen bestehen. Daher kann auf die Einrichtung weiterer Sperrzonen verzichtet werden“, so das Veterinäramt. Aufgrund der weiten Verbreitung des Virus sei es wichtig, dass alle Vogelhalter ihre Bestände schützen und ihre Tiere genau beobachten. Insbesondere sei die Hygiene beim Betreten von Geflügelhaltungen wichtig. Hausgeflügel dürfe keinen Kontakt zu Wildvögeln haben und dürfe nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel unzugänglich sind. 

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Anbau schafft mehr Sitzplätze in Gastronomie am Strand

Wangerland (12. 3. 2026) – Das gastronomische Angebot am Strand von Schillig wird erweitert. Das Eis-Café mit Imbiss erhält einen Anbau (Foto). Dort sollen 30 weitere Sitzplätze im Inneren entstehen.

Eis-Café und Imbiss sind an die Wickinger-Bäckerei samt Café und Außenterrasse angegliedert, die die Lorenz Bäcker Victorbur GmbH 2024 eröffnet hat. Das ganzjährig geöffnete Angebot wird offenbar gut angenommen, gerade auch von Nordseefreunden aus der Region, die in der Nebensaison gern an Strand und Deich frische Luft schnappen wollen.

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