Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Der Kreisverband Friesland von Bündnis 90/Die Grünen hat seine 35 Kandidatinnen und Kandidaten für Wahl zum Kreistag bekannt gegeben. Insgesamt bewerben sich 67 Frauen und Männer für die Grünen bei der der Kommunalwahl am 13. September um Ämter auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene.
Zu den Spitzenkandidatinnen für den Kreistag gehören (von links) Waltraud Voß (Bockhorn), Janina Schönbohm (Jever), Sigrid Busch (Varel), Gaby Szlezak (Wangerland) und Linn Söderberg-Szymanski (Varel). Foto: Merve Court
Zur Aufstellungsversammlung in Jever waren knapp 50 Parteimitglieder gekommen. Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs zeigte sich hocherfreut über die große Zahl. Mehr als die Hälfte aller Kandidierenden (55 Prozent) bewerbe sich erstmals um ein Mandat. Das komme nicht unerwartet. Immerhin habe man in den vergangenen zwei Jahren einen Mitgliederzuwachs von mehr als 41 Prozent zu verzeichnen gehabt. Inzwischen habe die Partei in Friesland 232 Mitglieder. Helmerichs: „Das ist ein starkes Zeichen für ein grünes Friesland!“
Kandidaten im Wahlbereich IV
Die Kreistagsmitglieder werden in vier Wahlbereichen gewählt. Die Liste im Wahlbereich IV „Jever/Wangerland/Wangerooge“ führt für die Grünen Janina Schönbohm (Jever) an. Ihr folgen Reiner Tammen (Jever, früher Wangerland), Gaby Szlezak (Wangerland), Peter Kuchenbuch-Hanken (Wangerooge), Karl Oltmanns und Oliver de Neidels (beide Jever). Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Wangerland waren bereits zuvor nominiert worden.
Von Klimaschutz bis Gerechtigkeit
Inhaltlich wollen sich die Grünen nach den Worten von Heimrichs weiterhin für Klimaschutz, Artenvielfalt und den Küstenschutz einsetzen, für klimafreundliche und verlässliche Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, wohnortnahe Gesundheit und Pflege sowie hohe Lebensqualität in Friesland. „Wie werden den sozialen Zusammenhalt, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit fördern und unsere Demokratie stärken sowie unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln“, versprach die Kreisvorsitzende.
Hooksiel/Wangerland (12. 6. 2026) – Als „unhaltbaren Zustand“ bewertet der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) die Situation, dass es aktuell in der Gemeinde Wangerland keine freien Gewerbeflächen gibt. „Handwerksbetriebe können nicht wachsen oder müssen notgedrungen das Wangerland verlassen“, beklagt HHG-Vorsitzender Tobias Geisen. Das Problem müsse „schnellstmöglich durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen angegangen werden“.
Geisen kritisiert SPD und ZUW
Unternehmen und Unternehmern aus Handwerk, Handel und Gewerbe werde das Arbeiten und Wirtschaften durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen immer schwerer gemacht. Für Vieles seien Bund und Land verantwortlich, für Manches aber auch der Gemeinderat vor Ort. Enttäuscht zeigt sich Geisen in diesem Zusammenhang von dem Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Sanierung in der vergangenen Woche, an der er als beratendes Mitglied teilgenommen hat.
In der Sitzung hatte die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) einen Antrag eingebracht, wonach die Gemeindeverwaltung umgehend mit der Planung eines Gewerbegebietes in Tettens beginnen solle. Sprecher von SPD und ZUW (Unabhängige) waren zunächst skeptisch und verwiesen darauf, dass die Bauverwaltung der Gemeinde ohnehin überlastet sei und zunächst andere, zeitkritische Bauleitverfahren abarbeiten müsse.
Letztlich stimmte der Ausschuss dem Antrag aber doch einvernehmlich zu, was Geisen auf seine vehement Intervention zurückführt. Der HHG-Vorsitzende bewertet die zunächst gegen die Planung der neuen Gewerbeflächen eingebrachte Argumente als „fadenscheinig“, zumal auch Bürgermeister und Verwaltungschef Mario Szlezak (SPD) eingeräumt hatte, dass die Kapazitäten dafür im Rathaus vorhanden wären.
Müller weist Kritik zurück
Für die ZUW-Gruppe weist Ratsherr Immo Müller (UWW) die Vorwürfe des HHG zurück. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und Argumenten sei ein ganz normaler Bestandteil der demokratischen Willensbildung in einem Fachausschuss. Hier werde nicht nur zugestimmt oder abgelehnt. „Genau das ist geschehen“, stellt Müller in einer Erklärung fest.
„Nicht in Ordnung“ sei es und möglicherweise dem Vor-Wahlkampf geschuldet, dass Geisen im Nachhinein die Argumente von Ratsmitgliedern als fadenscheinig bezeichne. Die Ausweisung von Gewerbeflächen stehe schon lange im Fokus aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppen. „An welcher Stelle in der Gemeinde und ob in Tettens ist zu prüfen und vorzubereiten.“
Wilhelmshaven/Wangerland (12. 6. 2026) – Neben dem 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wird in diesem Jahr die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe vom 26. Juni 2009 gefeiert. Die in Wilhelmshaven beheimatete Nationalparkverwaltung lädt mit zertifizierten Nationalpark-Führerinnen oder -Führern zu einem vielfältigen Programm ein.
Im Rahmen des Weltnaturerbe-Geburtstages können Einheimische den Nationalpark bei Wattführungen erkunden. Foto: Melanka Helm/NLPVW
Von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Juni, finden entlang der niedersächsischen Küste und auf vielen Inseln Naturerlebnis-Veranstaltungen statt. Einheimische können kostenfrei an einer der Führungen teilnehmen und dabei das Wattenmeer vor ihrer Haustür unmittelbar erleben.
Zahlreiche Veranstaltungen
„Das Wattenmeer ist Wildnis von Weltrang im Großformat und von universellem Wert aus der Perspektive der Vereinten Nationen”, betont Florian Carius, Dezernent bei der Nationalparkverwaltung. „Nationalpark-Führungen unterstützen dabei, die auf den ersten Blick verborgenen Besonderheiten dieser veränderlichen Naturlandschaft zu entdecken und ihre Einzigartigkeit bewusst zu erleben.“ Ziel sei es, die globale Bedeutung des Weltnaturerbes zu vermitteln und so für seinen Schutz zu sensibilisieren.
Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zu Treffpunkten und Ausrüstung werden direkt von den jeweiligen Veranstaltenden bereitgestellt. Zudem werden Führungen für geschlossene Gruppen, etwa in Kooperation mit Seniorenheimen oder Schulklassen, angeboten.
Führungen im Wangerland
Im Bereich der Gemeinde Wangerland werden gleich mehrere Veranstaltungen angeboten: „Bequem Vögel beobachten“ heißt es etwa am 28. Juni ab 13.30 Uhr in Horumersiel. Treffpunkt ist am Horumersieler Hafen. Im Nahbereich hat man direkten Einblick in Hochwasserrastplätze, eine Salzwiese, das Watt mit den Lahnungen sowie auch das Wangertief als Süßwasserlebensraum. Diese Führung dauern etwa zwei Stunden. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.
Ebenfalls am 28. Juni um 11 Uhr startet in Minsen (Treff: Seewiefken-Skulptur) eine Salzwiesenführung in den Elisabethaußengroden. Anbieter ist das Nationalpark-Haus Wangerland. Anmeldung entweder per Mail (nationalparkhaus@wangerland.de )oder telefonisch unter 04426/90470-0.
In Schillig kann man am 26. Juni ab 20 Uhr eine „Vogelführung in den Sonnenuntergang“ erleben. Während der Führung werden an der Lagune und den Hochwasserrastplätzen Vögel beobachtet, etwa Regenpfeifer und andere Watvögel, Enten, Gänse, Möwen und Singvögel. Die Tour mit gemeinsamem Picknick dauert etwa drei Stunden. Treffpunkt ist am Deichaufgang bei der Jugendherberge. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.
Wanderungen mit Kind und Hund
Am 26. Juni um 14 Uhr, 27. Juni um 15 Uhr und am 28. Juni um 16 Uhr werden Wanderungen zur Vogelinsel Minsener Oog angeboten. Für Hin- und Rückweg werden etwa viereinhalb Stunden veranschlagt. Treffpunkt ist die Bäckerei „Lorenz Victorbur“ am Strand von Schillig. Die Führung übernimmt Nationalpark-Führer Rolf Tiegges. Rückfragen unter Telefon 0152/22633234 möglich.
Eine küstennahe Wattwanderung am 28. Juni ab 15.30 Uhr ab Schillig (Weltentor) trägt den Nahmen „Watt zum Schnuppern – Wattwanderung für Zwei- und Vierbeiner“. Sie ist insbesondere für Familien mit Kindern ab 6 Jahre (mit oder ohne Hund) geeignet. Begleiterin ist Nationalparkführerin Sandra Dunkmann. Anmeldung unter 0157/81797261 oder per Mail an WattwandernmitSandra@web.de.
Besuch bei den Vogelwarten
Der Nationalpark-Führer Jürgen Wackwitz nimmt am 28. Juni ab 15:30 Uhr Interessierte mit zu einer etwa fünfstündigen Wattwanderung nach Minsener Oog. Die Themen: Was sagen die Vogelwärter? Welche Zugvögel sind da? Und was macht das Brutgeschäft? Treffpunkt ist das Weltentor in Schillig. Anmeldung telefonisch unter 04461/3149 (mit AB) oder 0162-3449878 sowie per Mail (miniorarts@gmx.de).
Friesland/Wangerland (11.6. 2026) – Die Pflege von schwererkrankten, nicht heilbaren Menschen stellt für viele betroffene Familien, Angehörige und Freunde eine große Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
Über die Möglichkeiten der ambulanten palliativen Versorgung informiert Beate Richter, examinierte Krankenschwester, ausgebildete Palliativfachkraft und Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Frieslandam Mittwoch, 17. Juni, von 14 bis 15.30 Uhr. Die Fortbildung- und Informationsveranstaltung im Hörsaal des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch richtet sich an Ärzte, Pflegefachkräfte und Mitarbeitende im Sozialdienst sowie an Betroffene und interessierte Menschen.
Es geht um die Möglichkeit, schwersterkrankten Menschen ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu ermöglichen. Pflegedienste und Hausärzte helfen dabei im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ein Patient in seiner letzten Lebensphase hat jedoch besondere Bedürfnisse, die im Pflegealltag häufig zu kurz kommen. Angehörige sind dabei häufig überfordert, verunsichert und in Zeitnot. Unterstützen kann das Palliativ-Netzwerk.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen werden erbeten an das Bildungszentrum der Friesland Kliniken (Tel. 04422/80-1836) oder per E-Mail an bildungszentrum@friesland-kliniken.de.
Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol
Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.
Gemeinde hebt Ausschreibung auf
Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert.
In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer.
Bordsteine absenken?
Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden.
Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet.
Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“
Jever/Wangerland (10. 6. 2026) – Neue Perspektiven entdecken und berufliche Chancen in der Pflege nutzen: Das Jobcenter des Landkreises Friesland lädt für Mittwoch, 17. Juni, von 9 bis 12 Uhr, zur Berufs- und Weiterbildungsmesse „PerspektivePflege Nord“ ins Theater am Dannhalm in der Schulstraße in Jever. Der Besuch der Messe ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Ob Quereinstieg, Wiedereinstieg oder berufliche Neuorientierung – Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort um Berufsmöglichkeiten rund um das Thema Pflege informieren und mit regionalen Ausstellern ins Gespräch kommen. Circa 15 Unternehmen und Netzwerkpartner stellen im Theatherfoyer die Vielfalt des Pflegeberufs vor. Die Betriebe aus dem Bereich der ambulanten und stationären Pflege, die Pflegeschule der Friesland Kliniken sowie Bildungsinstitutionen im Pflegebereich stehen mit Informationen und für individuelle Fragen bereit. Des Weiteren ist der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Friesland für einen Austausch vor Ort.
Die Veranstaltung knüpft an die erfolgreiche Messe „PerspektivePflege“ an, die im Oktober 2025 in Varel stattgefunden hat. Die Messe soll dazu beitragen, die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in der Pflege sichtbar zu machen und Menschen für den Beruf zu begeistern.
Wangerland/Wüppels (9. 6. 2025) – „Kulturscheune de Luxe“ heißt das Format, das Freunde von Kunst und Kultur am Samstag, 27. Juni, im Wangerland erleben können. Ganz praktisch heißt das: Eine ansonsten für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Lagerhalle verwandelt sich für einen Tag in eine Bühne für Musik und Literatur.
Yevgeny Sapozhnikov lädt für den 27. Juni in die „Kulturscheune de luxe“ auf den Hof Oldeborg bei Wüppels ein. Foto: privat
Schauplatz für das Fest der Sinne ist wie im Vorjahr der Hof der Familie Ahmels in Wüppels bei Hooksiel. Das Programm sieht von 13 bis 19 Uhr mehrere Teilveranstaltungen vor, die Besucher einzelnd oder auch als Paket erleben können.
Drei Teilveranstaltungen
Zum Auftakt ab 13 Uhr gibt es ein klassisches Konzert mit einer Lesung. Das „Duo Kashalot“ – Yevgeny Sapozhnikov (Violoncello) und Artem Kanke (Klavier) – eröffnet das Festival mit der Cellosonate von Sergei Prokofjew. Begleitet wird das Konzert von einer experimentellen Live-Video-Performance in Zusammenarbeit mit dem Grafikkünstler Serhiy Horobets. Im Anschluss liest Bestsellerautorin Giulia Endres aus ihrem neuen Buch „Organisch“.
Der zweite Kulturblock beginnt um 15.30 Uhr. Der Pianist Christoph Soldan und die Schlesischen Kammersolisten präsentieren Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ sowie das neue Werk „Vivaldiana“ von Dariusz Zboch. Danach liest Angelika Klüssendorf aus ihrem Werk „Risse“.
Jazz in schönem Ambiente
Den Schlusspunkt setzt ab 18 Uhr ein Konzert der „Sheila Heyartz Band“ aus Jever – ein musikalischer Ausklang mit Jazz und Groove.
Zwischen den Programmpunkten laden regionale Anbieter zum Verweilen auf dem über 250 Jahre alten Gulfhof mit seinem friesischen Ambiente ein: Dazu bietet der Rotary Club Jever-Jeverland internationale kalte und warme Spezialitäten an. Hausgebackene Kuchen gibt es von den Landfrauen. Dazu gibt es Getränke von Kaffee über Wein bis zum Bier. Karten im Vorverkauf für eines der drei Events (ab 25 Euro) oder für Kombi-Tickets (ab 65 Euro) gibt es im Internet .
Horumersiel (8. 6. 2026) – Trotz des wechselhaften Wetters war die Sielortfete in Horumersiel an allen Veranstaltungstagen gut besucht. Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag tummelten sich auf dem Dorfplatz, auf der Festwiese auf dem Zentralparkplatz und entlang der Goldstraße zahlreiche Menschen, die der Musik lauschten, sich an den verschiedenen Ständen mit Leckereien und Getränken stärkten oder das Showprogramm auf der Bühne verfolgten.
Der „Shantychor Likedeeler“ unterhielt die Besucher der Sielortfete am Sonntagnachmittag. Foto: hol
Der „Bingo Bär“ Michael Thürnau vom NDR erhielt ebenso reichlich Beifall wie zum Beispiel der Spielmannszug Sillenstede, die Live-Bands „Sonic & Smoke“ und „Rinderhagen“ oder DJ Toddy. Am Samstag wurde bis 1 Uhr nachts gefeiert. Am Sonntag ging es mit bedächtigeren Tönen weiter. Nach dem ökumenischen Gottesdienst sangen der „Shantychor Likedeeler“ unter Leitung von Hardwig Gerdes und das Wangerländer Duo „De Platters“.
Abgerundet wurde das Programm unter anderem durch „Open Ships“ beim Küstenwachboot 19 der örtlichen Marinekameradschaft sowie beeindruckenden Ausstellungen und Vorführungen von Soldatinnen und Soldaten des Objektschutz-Regiments der Luftwaffe auf dem Festplatz. Eine wichtige Rolle im Showprogramm spielte auch CDU-Bürgermeister-Kandidat Theis Fischer. Er wurde im Rahmen der traditionellen Neptuntaufe unter dem Namen „Poseidon“ zum Wattkönig gekürt.
Traditionell präsentiert sich die Bundeswehr bei der Sielorfete. Zu Gast in Horumersiel war das Objektschutzregiment der Luftwaffe. Foto: hol
Frank Hensel aus dem Organisationsteam zeigte sich mit dem Zuspruch an Besuchern zufrieden – auch angesichts der Konkurrenz durch das Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen die USA und das Tennis-Endspiels in Paris mit deutscher Beteiligung. Vergleichsweise schlecht seien allerdings die Umsätze der Gastronomen gewesen. Hensel: „Der Trend, dass sich immer mehr Gäste ihre Getränke selbst zur Sielortfete mitbringen, hält an. Das ist wenig erfreulich.“
Wangerland/Hohenkirchen (8. 56. 2026) – Die Baugenehmigung für den Bau der „Bunten Wache“ im Gewerbegebiet in Hohenkirchen liegt vor. Darüber informierte der Leiter der technischen Bauabteilung der Gemeinde Wangerland, Torsten Meuer, die Mitglieder des Feuerwehrausschusses des Rates. Jetzt könne mit dem Abriss des noch auf dem Grundstück stehenden Gebäudes begonnen und die erforderliche EU-weite Ausschreibung für den Neubau vorbereitet werden.
So sieht der Entwurf der „Bunten Wache“ aus, die in Hohenkirchen entstehen soll. Grafik: Architekturbüro
Feuerwehr drückt aufs Tempo
In der „Bunten Wache“ soll künftig die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen mit ihren Fahrzeugen sowie die Polizeistation Wangerland als Mieterin einziehen. Das alte Feuerwehrgerätehaus im Ortskern in zu klein und kann am bisherigen Standort nicht erweitert werden. Die Kosten für den Neubau hatte die Gemeinde zuletzt mit 5,7 Millionen Euro veranschlagt.
Gemeindebrandmeister Eike Eilers unterstrich in der Ausschusssitzung noch einmal die Dringlichkeit des Projektes. Die Feuerwehrfahrzeuge seien einfach zu groß für das alte Gebäude. Dadurch käme es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Bedauerlich sei, dass der ursprüngliche Zeitplan kaum noch zu halten sei. Dabei war man von einer Fertigstellung des Gebäudes Mitte 2027 ausgegangen. Eilers: „Ich befürchte, dass in diesem Jahr auf der Baustelle außer dem Abbruch nicht mehr viel passiert.“
Alternative für Flachdach?
Nicht unbedingt weiter verzögert würde das Projekt nach Überzeugung von Meuer, wenn die Dachkonstruktion noch einmal überplant wird. CDU-Ratsherr Arndt Lowien hatte mit Erstaunen festgestellt, dass der Entwurf für das zweigeschossige Gebäude ein Flachdach vorsieht. Damit wären nach seiner Überzeugung künftige Probleme mit der Dachentwässerung vorprogrammiert. Der Ausschuss regte an zu prüfen, ob nicht doch lieber ein Schräg- oder Spitzdach gebaut werden sollte. Die Baugenehmigung müsste dann entsprechend angepasst werden.
Wangerland/Oldorf (8. 6. 2026) – Der landwirtschaftliche Schwerlastverkehr soll künftig nur noch die Ortsumgehung in Oldorf nutzen. Einvernehmlich empfahlen die Mitglieder des Wegeausschusses des Rates, die Straßen in dem Ort zu zu beschildern, dass die Anwohner der bisherigen Durchgangsstraße entlastet werden.
Die kleine Ortsumgehung, die im Rahmen des Flurbereiniungsverfahren Oldorf-St. Joost gebaut worden war, soll zuvor förmlich als Gemeindestraße gewidmet werden. Ihr offizieller Name „Bertha-Cornelia-Weg“ fiel dabei im Ausschuss nicht.
Die Namensgebung Ende 2024 war etwas unglücklich gelaufen. Der Gemeinderat hatte die Straße mit dem Namen der verstobenen Bürgerin bedacht, um deren Verdienste für das Schlossmuseum Jever zu würdigen. Erst im Abstimmungsverfahren war ins Rathaus durchgedrungen, dass viele Oldorfer diese Namensgebung nicht gut fanden.