Friesland (12. 8. 2026) – In Friesland treiben wieder „falsche Polizisten“ ihr Unwesen. Ihre Masche ist altbekannt. Die Unbekannten rufen zumeist ältere Bürger an, geb n sich am Telefon als Polizisten aus und versuchen dann mit verschiedenen Tricks an die Wertsachen ihrer Opfer heranzukommen.
Aktuell sind sie in Zetel zweimal gescheitert, weil die Angerufenen gut reagiert haben, so die Polizei. Am Dienstag seien gleich mehrere entsprechende Anrufe gemeldet worden. In einem Fall erhielt eine 76-jährige Frau gegen 10.55 Uhr einen von einem Mann, der sich als Kriminalpolizist des Polizeikommissariats ausgab. Der Anrufer berichtete von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft. Die Frau habe richtig reagiert und vorgegeben, dass sich die Polizei bereits bei ihr befinde. Daraufhin sei das Gespräch unmittelbar beendet worden, schildern die (echten) Ermittler.
Gegen 12.05 Uhr erhielt eine 82-Jährige einen ähnlichen Anruf. Auch hier gab sich der Anrufer als Polizeibeamter aus. Er berichtete von einem angeblichen Überfall auf eine Frau. Bei dieser sei ein Zettel mit den persönlichen Daten der 82-Jährigen gefunden worden. Unter dem Vorwand, ihr Vermögen schützen zu wollen, sollte die Seniorin ihr Geld an die vermeintliche Polizei übergeben. Auch sie ging nicht auf die Forderungen ein.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin: Echte Polizeibeamte fordern niemals am Telefon die Übergabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen. Auch werden Bürgerinnen und Bürger nicht aufgefordert, ihr Vermögen zur vermeintlichen Sicherung an Polizeibeamte zu übergeben.
Friesland/Wangerland (11. 8. 2026) – Frieslands Fischer hoffen auf die Unterstützung von Ministerpräsident Olaf Lies. In einem offenen Brief haben die Jadefischer an den SPD-Politiker aus Sande appelliert, sich für den Erhalt von Produktionsflächen und Fanggründen für die niedersächsischen Fischer einzusetzen – insbesondere im Jadebusen und im Wattenmeer vor der Gemeinde Wangerlrand.
Krabbenkutter vor der Küste des Wangerlandws gehören noch zum täglichen Bild. Künftig sollen weite Teile des Wattenmeeres für den Fischfang gesperrt werden. Für die Fischer aus Hooksiel und Horumersiel könnte das das Aus bedeuten. Archiv-Foto: Klaus Schreiber
Die aktuell vom Umweltministerium und vom Landwirtschaftsministerium, beide unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen, vorliegenden Entwürfe für Fischerei-Ausschlussgebiete würden die Existenz der Fischereibetriebe im Landkreis Friesland gefährden und das Ende des traditionellen Krabbenfangs vor Ort bedeuten.
Gespräch mit Ministerpräsidenten
Auf den Einfluss des Ministerpräsidenten hoffen auch die Kommunen. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, habe auf Initiative von Bürgermeister Mario Szlezak eine gemeinsame Videokonferenz mit Ministerpräsident Lies, Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Staatskanzlei stattgefunden. Ausgangspunkt dabei seien die Sorgen der Fischereibetriebe aus Hooksiel und Horumersiel gewesen, deren traditionelle Fanggründe unmittelbar vor Hooksiel, Horumersiel und im Bereich Minsener Oog betroffen sind.
„Für mich war klar, dass wir diese Sorgen nicht einfach weiterreichen können. Wenn unsere Fischer deutlich machen, welche Folgen die geplanten Flächen für ihre Betriebe haben können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Situation auf Landesebene gehört und sorgfältig geprüft wird“, so Szlezak. Lies habe sich die Zeit genommen, die Anliegen aufzunehmen. Wangerland, Varel und der Landkreis hätten die besondere Situation der friesischen Küstenfischerei und die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Fischerei-Ausschlussgebiete ausführlich dargestellt. Der Ministerpräsident habe Unterstützung zugesagt, dass die friesischen Anliegen zumindest noch einmal geprüft werden.
Fischerei auch touristisch von Bedeutung
Es gehe nicht darum, Naturschutz und Fischerei gegeneinander auszuspielen. „Wir wollen ein geschütztes und intaktes Wattenmeer“, so Szlezak. „Gleichzeitig müssen unsere Fischer auch künftig eine wirtschaftliche Perspektive haben.“ Ähnlich Wagner: „Die Küstenfischerei ist für unsere Region wirtschaftlich, touristisch und kulturell von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Interessen der Fischer aus Varel und dem Wangerland gemeinsam vertreten. Bei der weiteren Flächenplanung muss genau geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Betriebe vor Ort hat.“
Rolf Neuhaus, Planungsdezernent beim Landkreis, machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Fischerei-Ausschlussgebiete nicht isoliert betrachtet werden dürften. Die Küstenfischerei werde bereits durch bestehende und künftig hinzukommende Nutzungen wie Schutzgebiete, Leitungstrassen, Offshore-Nutzungen und weitere Flächenansprüche im Küstenraum eingeschränkt. Neuhaus: „Entscheidend ist die Summe aller bestehenden und geplanten Nutzungen im Küstenmeer. Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welche Räume der Fischerei tatsächlich noch zur Verfügung stehen.“
Wangerland und Varel nicht gehört
Wangerland, Varel und der Landkreis sehen die Einbindung der unmittelbar betroffenen friesischen Kommunen in den „Fischereidialog“ kritisch. Zwar waren mit mit Greetsiel, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste drei Kommunen zum Dialog geladen. Die Bemühungen von Szlezak, ebenfalls dazukommen zu dürfen, waren jedoch mir dem Argument abgelehnt worden, man wolle eine arbeitsfähige Größe der Gesprächsrunde wahren.
Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: Krabbenkutter im Alten hafen von Hooksiel. Archiv-Foto: hol
Aus Sicht der Friesen wurden auch deshalb die Belange der konkret betroffenen friesischen Küstenkommunen nicht ausreichend abgebildet. Aus ihrer Sicht muss die bisherige Gebietskulisse im weiteren Verfahren noch einmal sorgfältig betrachtet werden. „Wir erwarten, dass diese Flächen noch einmal gemeinsam mit allen unmittelbar Betroffenen überprüft und diskutiert werden.“
Aus Sicht der Kommunen muss der weitere Dialog ergebnisoffen geführt werden. „Wenn sich aus den Gesprächen, den Erfahrungen der Fischer und der fachlichen Bewertung ergibt, dass bestimmte Flächen für die heimische Fischerei von besonderer Bedeutung sind oder alternative Gebietszuschnitte einen vergleichbaren naturschutzfachlichen Nutzen ermöglichen, muss es auch möglich sein, die bisher vorgesehenen Flächen zu verändern.“
Offener Brief der Fischer
Die Fischer würden über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit ihren Fanggebieten, den Strömungsverhältnissen, den Beständen und den Veränderungen im Küstenmeer verfügen. Dieses Wissen müsse ebenso in die Abwägung einfließen wie die naturschutzfachlichen Erkenntnisse.
Ihre Sicht der Dinge haben Frieslands Fischer bereits in einem offenen Brief an Ministerpräsident Lies dargelegt. Auch sie fordern: „Die jetzigen Gebietsvorschläge müssen überarbeitet werden.“
Der Suchraum für die geplanten fischereifreien Zonen vor der Küste des Wangerlandes Ende 2025 (links, „Blaue Balje“) im Vergleich zum aktuellen Vorschlag aus dem Juni dieses Jahres. Da reicht das Gebiet bis zum Hooksieler Außenhafen.
Die Fischerei habe sich intensiv und produktiv an dem Dialog beteiligt und auch die Ausweisung von zehn Prozent des Wattenmeers als Fischerei-Ausschlussgebiete akzeptiert – obwohl bereits zahlreiche Gebiete durch andere Nutzungen weggefallen seien. Man habe auch einem Sperrgebiet im Jadebusen zugestimmt, für das freiwillig eine Muschelkultur aufgegeben werden muss. Ebenso der Sperrung der „Blauen Balje“, obwohl dort vier Saatbänke der Muschelfischer und wichtige Fanggebiete der ortsansässigen Fischer betroffen wären.
Auf Wunsch der Umweltverbände sei dann aber das Sperrgebiet entlang der gesamten Küste vor der Gemeinde Wangerland bis zum Hooksieler Außenhafen erweitert worden. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, bedeute das, dass „die Krabbenkutter von Horumersiel und Hooksiel aufgeben und abwandern müssen“, heißt es in dem Brief an Lies.
Aus ökologischer Sicht sinnlos?
Besonders beklagen die Fischer, dass es aus ihrer Sicht für die Erweiterung des Sperrgebietes „keinerlei ökologisch sinnvolle Begründung“ gibt. Die Hoffnung, dass sich in dem Sperrgebiet wieder Borstenwürmer („Sabellaria“ ) ansiedeln könnten, sei illusorisch. „Das hat schon im bisherigen Sperrgebiet vor dem Außenhafen Hooksiel nicht geklappt und wird auch nicht durch eine flächenmäßige Erweiterung erfolgen.“ Gründe dafür seien unter anderem Hafenbaggerungen und die Fahrbahnvertiefung.
Das Argument, das zusätzliche fischereifreie Gebiete letztlich auch der Fischerei selbst zugute kämen, weil sich dort der Bestand an Krabben und Muschel besser erholen könne, ist nach Überzeugung der Fischer „ökologischer Unsinn“. Belege dafür seien das letzte Rekordjahr der Krabbenfischerei und der diesjährige Massenbrutfall der Miesmuscheln. „In dem extremen Lebensraum Wattenmeer verfügen die ansässigen Arten über eine Massenreproduktion, um auch nach Eiswintern oder extremen Witterungsverhältnissen die Fortpflanzung zu sichern.“
Krabbenfang vor dem Aus
In ihrem Brief an den Ministerpräsidenten bitten die Jadefischer Olaf Lies darum, ihnen zumindest die nötige Zeit zu verschaffen, den Fischerei-Dialog gerecht und fachlich fundiert zu Ende zu führen. Andernfalls drohe ihm, dass sein Wahlkreis zukünftig fischereifrei sei und die dortigen Häfen keine Kutter mehr beherbergen.
Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Festlegung möglicher Fischerei-Ausschlussgebiete soll im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Dafür sind weitere formale Beteiligungsschritte vorgesehen.
Wangerland (12. 8. 2026) – Wie gut sind wir im Wangerland aufgestellt, wenn plötzlich ein medizinischer Notfall eintritt? Das wollen die Grünen bei ihrem nächsten „Grünen Treffpunkt Wangerland“ besprechen. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 18. August, ab 19 Uhr im Bürger- und Kulturhaus Friederikensiel statt.
Im Rahmen der Veranstaltung soll unter anderem erörtert werden, wie öffentlich zugängliche Defibrillatoren möglichst flächendeckend in den Wangerländer Ortschaften verfügbar gemacht und Erste-Hilfe-Angebote und Schulungen zur Wiederbelebung gestärkt werden können. Vor Ort besteht auch die Möglichkeit, Wiederbelebungsmaßnahmen unter professioneller Anleitung selbst zu üben.
Bei der lockeren Gesprächsrunde können Bürger können ihre eigenen Erfahrungen und Ideen einbringen. Zugleich besteht die Gelegenheit, mit den Kandidierenden von Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen.
Hooksiel (10. 8. 2026) – Die Gemeinde Wangerland und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen, um die Entwässerungssituation im Wangerland und insbesondere in Hooksiel weiter zu untersuchen.
Immer wieder muss in Hooksiel nach Starkregenfällen die Feuerwehr ausrücken, um Gräben und Gärten leer zu pumpen. Gemeinde und OOWV wollen gemeinsam nach Wegen für eine verbesserte Entwässerung suchen. Archiv-Foto: Feuerwehr
Im Mittelpunkt stand laut einer gemeinsamen Pressemitteilung die Frage, wie die bestehenden Entwässerungsstrukturen weiter verbessert und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden können. Dabei wurden die bekannten Problembereiche in Hooksiel gemeinsam betrachtet und erste mögliche Lösungsansätze erörtert.
Situation soll genau untersucht werden
Grundlage für die weitere Arbeit ist unter anderem der Generalentwässerungsplan, mit dem die bestehenden Systeme umfassend untersucht und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden sollen. „Die vergangenen Starkregen-Ereignisse haben sehr deutlich gezeigt, wie belastend die Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hooksiel ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Mir ist wichtig, dass wir zu nachhaltigen und verlässlichen Lösungen kommen. Deshalb werden wir mit dem OOWV die Entwässerungssituation genau untersuchen und parallel dazu bereits konkrete Maßnahmen entwickeln, die fachlich sinnvoll sind und dauerhaft zu einer Verbesserung beitragen können.“
Versammlung mit Hooksielern geplant
„Eine leistungsfähige Entwässerung ist gerade mit Blick auf zunehmende Starkregen-Ereignisse von großer Bedeutung“, betont auch Bernd Janssen, Regionalleiter des OOWV. Wichtig sei eine gemeinsame Herangehensweise von gemeinde und Verband. „Deshalb ist es richtig, die vorhandenen Strukturen gemeinsam zu analysieren und mögliche Maßnahmen fachlich zu bewerten.“
Bereits erarbeiteten Ansätze sollen weiter vertieft und mit der unteren Wasserbehörde abgestimmt werden. Dabei sollen auch die Erfahrungen und Beobachtungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen werden. Gemeinde und OOWV planen deshalb zu einer Anwohnerversammlung in Hooksiel. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt, weitere Hinweise aufgenommen und mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert werden.
Über Termin und Ort der Veranstaltung wird die Gemeinde Wangerland rechtzeitig informieren.
Horumersiel (10. 8. 2026) – Der Seebadeverein Horumersiel und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe Horumersiel-Schillig wollen den Bürgermeister-Kandidaten auf den Zahn fühlen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Freitag, 28. August, wollen sie von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) und dessen Herausforderern Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) wissen, wie die Zukunft des Wangerlandes und Horumersiels aussehen soll.
Stellen sich den Fragen der Bürger: die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thies Fischer, Mario Szlezak und Bernd Abrahams. Foto: privat
Im Rahmen der Veranstaltungen sollen auch Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu richten. Schwerpunktthema dürfte dabei auch die touristische Entwicklung der Gemeinde werden.
Der Bürgermeister, der ab November acht Jahre lang an der Spitze der Gemeindeverwaltung stehen soll, wird bekanntlich im Rahmen der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, neu gewählt. Die öffentliche Podiumsdiskussion beginnt um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Horumersiel.
Wangerland (7. 8. 2026) – Krimifans sollten sich Freitag, den 14. August, vormerken. Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf lädt mit seiner Frau, der Liedermacherin Bettina Göschl, zu einer gemütlichen, literarisch-musikalischen Krimilesung in den Circus Axo in Schillig. Der Einlass ist ab 19 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.
Der „Brasilianer“ auf Borkum
Die literarisch-musikalischen Krimiabende des Paares sind weit mehr als klassische Lesungen. Klaus-Peter Wolf zelebriert seine Bücher und erzählt selbstironisch Geschichten über deren Entstehung. Bettina Göschl begleitet ihn mit Krimiliedern, die sie eigens für seine Romane geschrieben hat. Dabei entsteht eine Mischung aus Spannung, schwarzem Humor, persönlichen Anekdoten und Musik.
Wolf liest aus seinem Roman „Sommerfeldt Solo – Der Auftrag“, dem ersten Band seiner neuen Sommerfeldt-Trilogie: Ereignisse auf Borkum haben Dr. Bernhard Sommerfeldt zutiefst erschüttert. Jetzt ist die Zeit gekommen, gegen das organisierte Verbrechen in Ostfriesland vorzugehen. Dafür braucht er einen guten Plan, denn der neue Gangsterboss, den sie den „Brasilianer“ nennen, geht äußerst raffiniert vor. Aber Sommerfeldt hat mit Hauptkommissar Rupert einen bekannten Verbündeten. Ticket für die Veranstaltung gibt es online.
Abenteuer für Kinder
Am Samstag, 15. August, entführt die Kinderbuchautorin und Liedermacherin Bettina Göschl dann Klein und Groß in die Welt von Faugaz, Fregaz, Luna und Jonte. Im Störtebekerturm entfaltet sich eine geheimnisvolle Geschichte voller Abenteuer, Musik und Fantasie.
Faugaz ist in Sorge: Seine Cousine Sally wird in einem magischen Gemälde im alten Störtebekerturm gefangen gehalten. Ob der böse Zauberkrake dahintersteckt, der einst auch die „Wilde Hilde“, das Schiff der beiden Geister, in die Tiefe gezogen hat?
Die musikalische Lesung beginnt um 15 Uhr, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Tickets gibt es in den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel sowie online oder direkt vor Ort an der Tageskasse.
Hooksiel/Horumersiel (9. 8. 2026) – „Flächenbrand bei Horumersiel!“ Mit der Botschaft wurde am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. In der Nähe des Schöpfwerkes Hohenstiefersiel sollte es brennen.
Bei ihrer Anfahrt hätten sie zunächst kein Feuer entdecken können, berichten die Feuerwehrleute. Erst durch den Hinweis und das Foto eines aufmerksamen Passanten habe man die Einsatzstelle lokalisieren können. Diese habe sich an einer schwer einsehbaren und nur schwierig erreichbaren Stelle befunden.
„Vor Ort stellte sich heraus, dass Angler dort eine kleine, erlaubte Feuerstelle betrieben hatten“, schildert die Feuerwehr. „Durch die starke Rauchentwicklung wurde der Eindruck eines Flächenbrandes erweckt, weshalb besorgte Passanten den Notruf wählten.“
Die Feuerwehrleute brauchen nicht einzugreifen und konnte den Einsatz nach kurzer Zeit beenden. Aber dennoch sei die Alamierung richtig gewesen. „Wenn der Verdacht besteht, dass etwas brennt, ist es immer richtig, den Notruf 112 zu wählen. Im Ernstfall kann jede Minute entscheidend sein.“
Hooksiel (8. 8. 2026) – Mülltonnen versperren die Gehwege. Sperrmüll wartet in Grundstückseinfahrten wochenlang darauf, abgefahren zu werden. Kein schönes Bild. Schon gar nicht für einen Urlaubsort wie Hooksiel – und das in der Hauptsaison.
Am Montag der abgelaufenen Woche blieben die Papiertonnen stehen. Sie wurden erst am Dienstag abgeholt. Zumindest die, die noch an der Straße standen. Am Donnerstag waren die Biotonnen dran. Derselbe Ablauf: Die Tonnen wurden nicht wie geplant abgeholt. Die Fahrzeuge des vom Landkreis Friesland beauftragen Entsorgers rollten erst am Freitag durch Hooksiel. Immerhin recht früh am Tag.
Personalprobleme beim Entsorger
Der Landkreis Friesland als Untere Abfallbehörde räumt die Abfuhr-Verspätungen gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Hintergrund ist eine aktuell angespannte Personalsituation aufgrund von Urlaub und Krankheitsfällen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus.
Konsequenzen haben die Pannen für das Entsorgungsunternehmen offenbar nicht. Tourenabbrüche seien verständlicherweise ärgerlich, aber sofern diese am Folgetag nachgeholt würden, handle der Entsorger noch entsprechend des Vertrages, erläutert der Landkreis.
Von spontanen Terminverschiebungen oder nicht eingehaltenen Abfuhrterminen bei der Sperrmüll-Entsorgung sei dem Landkreis nichts bekannt. Betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollten sich direkt beim Landkreis unter abfallwirtschaft@friesland.de melden, falls es hier zu Problemen kommen sollte.
Barrieren für Senioren und Kinder
Gerade im Kreis von Bürgern und Unternehmern, denen Hooksiel als Urlaubsort am Herzen liegt, ist die Situation wenig befriedigend. Schon bei regulär ablaufenden Müllabfuhren versperren Tonnen die Gehwege fast einen ganzen Tag lang. Verschieben sich die Termine, sind die zum Teil recht schmalen Fußwege im Ort entsprechend länger blockiert – zumindest für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen und Rollatoren oder auch für Rad fahrende Kleinkinder.
Hinzu kommt, dass gerade bei vielen Ferienwohnungen, der Tonnendienst von Dienstleistern übernommen wird. Die wiederum können auf Verschiebungen der Abfuhrtermine kaum reagieren, so dass die verspätet geleerten Mülltonnen an den von ihnen betreuten Objekten auch schon mal eine ganze Woche lang nicht wieder auf die Grundstücke zurückgebracht werden. Ein Vermieter, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte: „So lange wir das Mülltonnen-Problem nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns über Barrierefreiheit im Ort keine Gedanken machen.“
Schillig (7. 8. 2026) – Ab heute trägt der Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) am Strand von Schillig seine 25. Beach-Tennis-Meisterschaften aus. Rund 150 Spielerinnen und Spieler werden den Strand bis Sonntag in Deutschlands größte Beach-Tennis-Bühne verwandelnt.
„25 Jahre Beach Tennis in Schillig stehen für sportliche Entwicklung, große Begeisterung und eine besondere Gemeinschaft“, sagt Turnierveranstalter Fabian Flügel. „Wir freuen uns auf ein Jubiläumswochenende, das den Wettbewerb auf dem Platz mit vielen außergewöhnlichen Erlebnissen am Strand verbindet.“
In der Herrenkonkurrenz treten 28 Teams an, bei den Damen haben 18 Doppel gemeldet. Besonders groß ist das Interesse an der gemischten Doppelkonkurrenz: Hier stehen derzeit 42 Teams in der Meldeliste. Kurzentschlossene können sich fürs Mixed noch bis Samstag, 8. August, um 11 Uhr vor Ort anmelden. Insgesamt stehen maximal 48 Startplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gehen vier Teams bei den U18-Junioren, drei Doppel bei den Herren 50, acht Teams bei den Damen 40 und elf Mannschaften bei den Herren 40 an den Start.
Auch abseits der Meisterschaftswettbewerbe bietet der TNB Möglichkeiten zum Mitspielen. Für das Hobbyturnier ist kein fester Doppelpartner erforderlich. Die Spielpartner werden in jeder Runde neu zugelost. Anmeldungen sind auch kurzfristig vor Ort möglich.
Am Samstag beginnt der sportliche Wettbewerb um 10 Uhr mit den Herren und dem Hobbyturnier. Die Damen starten um 11 Uhr, ehe ab 13.30 Uhr die gemischten Doppel auf die Plätze gehen. Ab 20 Uhr steht das 25-jährige Jubiläum im Mittelpunkt. Der TNB blickt mit Geschichten, Erinnerungen und unterhaltsamen Besonderheiten auf die Entwicklung des Beach-Tennis im Verband zurück.
Außerdem wird erstmals ein Schillig-Song präsentiert. Um 21 Uhr beginnt das Finale der gemischten Doppel unter Flutlicht. Danach wird das Jubiläum bei der großen Feier am Strand fortgesetzt.
Der Sonntag gehört den Entscheidungen bei Damen und Herren. Ab 9.30 Uhr werden die Haupt- und Nebenrunden fortgesetzt. Um 10 Uhr beginnen das zweite Hobbyturnier und die Konkurrenz der Herren 50.
Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.
Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.
Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol
Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.
Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter.