Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Alle Beiträge zum Thema “Theatergruppe”

Aasgeier im Anflug: Theatergruppe bereitet sich auf Premiere vor

Hooksiel (28. 11. 2025) – Viele Theaterschauspieler haben Lampenfieber vor ihren Auftritten. Sie stellen sich vor, was alles passieren könnte, wenn sie auf der Bühne stehen. Text vergessen, Einsatz verpasst, ein unverhofftes Stolpern und, und, und. 

An eine kleine Panne erinnert sich Reinhold Harms aus dem Technik-Team der Theatergruppe Hooksiel noch sehr gut. Der große Vorhang hatte gehakt und ließ sich nicht mehr per Knopfdruck schließen. Also selbst Hand anlegen. Vor die Bühne und den Vorhang zuziehen.

Reinhold Harms und Bodo Zeiger (vorn) haben über einen Bildschirm in ihrer Technik-Zentrale das Geschehen auf der Theaterbühne im Blick. Bei Probleme oder Störungen können sie jederzeit eingreifen. Foto: hol

Das Publikum hat es mit Humor genommen. Und auch die Schauspieler haben es überstanden. Aber genau dafür, dass solche Aussetzer, in welcher Form auch immer, nicht häufiger vorkommen, proben und tüfteln Schauspieler, Souffleusen sowie die für Maske, Technik, Bühnenbau und Catering zuständigen Mitglieder der Theatergruppe im Vorfeld der Saison intensiv.

Proben auf der Bühne

Jetzt wird es wieder erst. In Kürze beginnt der Kartenvorverkauf für das neue Stück. Der Titel: „Aasgeier över Hooksiel“. Um es vorweg zu nehmen – es geht nicht um die zahlreichen Investoren, die ins Wangerland einfallen, um sich ein Filetstück aus den Überresten der insolventen Wangerland Touristik GmbH zu sichern. 

Intendant und Regisseur Jan Gerjets ist mit seiner Schauspieltruppe schon seit Wochen dabei, das Stück zu lesen, das Bühnenbild zu gestalten, die Rollen zu besetzen und Abläufe ein wenig anzupassen. Denn natürlich wird das Originalstück auf Hooksiel umgemünzt. 

Bühne hat einen festen Platz

Ebenso wichtig wie inhaltliche Fragen sind die guten Rahmenbedingungen, für die viele der insgesamt 48 Mitglieder des Theatervereins sorgen. Reinhold Harms, Bodo Zeiger und Daniel Buchloh etwa sind unter anderem für die Technik zuständig, die jetzt – wo sich die Proben mehr und mehr auf die Bühne verlagern – immer wichtiger wird.

Der Aufbau der Bühne sei Dank der Unterstützung durch die Wangerland Touristik erheblich weniger aufwendig als früher, so Harms. Podest und Bühne haben im Saal des Gästehauses einen festen Platz gefunden, so dass es jetzt „nur“ noch darum geht, den „Dorfplatz“ möglichst authentisch zu gestalten. 

Glockengeläut im Gästehaus

Ebenso wichtig sind Licht-, Ton- und Bildtechnik. Allein sieben Scheinwerfer strahlen auf die Bühne und vermitteln, je nach Steuerung der Technik, den Eindruck von Morgenröte, Sonnenuntergang oder helllichtem Tag. Im Stück werden Kirchenglocken läuten und auch eine Sirene heult. „Die Akustik müssen wir natürlich vorher aufnehmen und abspeichern, damit wir sie im richtigen Moment einsetzen können“, schildert Harms. Hinzu kommen der Gong, der das Publikum zum nächsten Akt ruft, und die Pausenmusik. Die Schauspieler sprechen übrigens ohne technische Unterstützung. „Der Saal ist ja nicht allzu groß und hat eine gute Akustik“, sagt Bodo Zeiger.

Kamera zeichnet Stück auf

Extrem wichtig ist die Kameratechnik. Jede Probe und jede Aufführung wird von einer Kamera im Saal aufgenommen. Die Bilder werden direkt in die Technikzentrale hinter der Bühne und in den Masken- und Probenraum übermitteln, in dem die Schauspieler auf ihren Einsatz warten. Dank der Livebilder wissen stets alle Akteure, was gerade auf der Bühne passiert. 

Noch ein Vorteil: Die aufgezeichneten Bilder von Proben und Aufführungen sind ideale Grundlage für die Nachbesprechungen, bei denen Gerjets zusammen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern an jeder Geste, jeder Bewegung und an jedem Tonfall feilen kann. 

Die Stimmung im Team ist noch gut, aber die Nervosität steigt. Insgesamt sind zehn Vorführungen geplant. Die Premiere ist für Samstag, 27. Dezember, um 20 Uhr angesetzt.

Wertvolles Mineral gefunden

Die Theaterleute treffen sich jetzt mehrfach in der Woche im Gästehaus. Kabel wollen verlegt, die Technik getestet, das Bühnenbild optimiert werden. Die Schauspieler kennen ihre Texte inzwischen (fast) auswendig – was gerade für Darsteller, für die Plattdeutsch keine Muttersprache ist, ein Herausforderung ist. Die ersten Einzelproben haben bereits stattgefunden. Nach und nach werden komplette Szenen und das Zusammenspiel auf der Bühne einstudiert.

Das Publikum darf gespannt sein. Zum Inhalt sei noch nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Der Fund eines seltenen, wertvollen Minerals sorgt in Hooksiel für Aufregung und weckt Begehrlichkeiten. Gewissenlose Geschäftsleute wollen die Dorfgemeinschaft über den Tisch ziehen. Und der Gemeinderat? Der befindet sich gerade auf einer Weiterbildung … Also müssen die Hooksieler allein klar kommen. 

Karten gibt es ab dem 6. Dezember beim Frische Kiosk Dekena. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Schöne Bescherung für Schulen

Theatergruppe übergibt Spenden
Im Beisein einiger Schüler übergaben Reinhold Harms (links) und Joachim Janßen (hinter, 2. von rechts) von der Theatergruppe Hooksiel Spenden im Wert von jeweils 400 Euro an die Grundschulleiter Damir Nußbaum (Tettens, , 2. v. l), Peter Nußbaum (Hooksiel, 2. v. r) und Laura Krell (Hohenkirchen). Foto: Theatergruppe

Hooksiel (23. 12. 2024) – Eine schöne Bescherung für die Grundschulen im Wangerland. Die Thetergruppe Hooksiel hat Spenden und Geschenke zu ihrer 60-Jahr-Feier aufgestockt und in der Summe den drei Schulen 1200 Euro zur Verfügung gestellt, die vornehmlich für die Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaften und den Plattdeutsch-Lesewettbewerb gedacht sind. 

Beteiligt an der Spende waren die Hooksieler Vereine (Freiwillige Feuerwehr, Wassersportverein, Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe, FCN Hooksiel, Arbeitsgruppe Hooksiel und der Seebadeverein) sowie die Plattdeutsch-Theatergruppen aus dem Jeverland (Javenloch, Middoge, Tettens, Sillenstede, Antonslust), der Plattdeutsch-Beauftragter des Landkreises Friesland Hermann Wilken und die Gemeinde Wangerland. Die Bücherkisten wurden vom „De Spieker“ Heimatbund für niederdeutsche Kultur e.V. Oldenburg zusammengestellt und gestiftet.

 .