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Beiträge veröffentlicht in “Wilhelmshaven”

Schäden am Flugplatz bedeuten Aus für das „Jade-Race“

Friesland/Mariensiel (30. 9. 2026) – Die spektakuläre Rennveranstaltung „Jade-Race“ ist zumindest für den Standort Mariensiel Geschichte. die Gesellschafterversammlung der Flugplatzbetreibergesellschaft JadeWeserAirport GmbH habe an diesem Dienstag entschieden, dass das Dragster-Rennen ab 2027 nicht mehr auf dem Flugplatzgelände in Sande-Mariensiel stattfinden kann, teilte heute der Geschäftsführer der GmbH, Frank Schnieder, mit.

Nutzung phasenweise eingeschränkt

„Wesentlicher Grund für die Entscheidung war, dass die auf einem Kleber aufgetragene Gummierung für das Rennen in diesem Jahr zu erheblichen Problemen geführt hat“, so Schnieder. Trotz der üblichen Reinigungsarbeiten des Veranstalters sei die Nutzbarkeit der Bahn im Bereich des Landepunktes aus Norden nach dem letzten Jade-Race insbesondere bei Feuchtigkeit nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet gewesen. Das hab bei der Landesluftfahrtbehörde zu der Entscheidung geführt, die Nutzbarkeit für Flugschüler und Maschinen ab zwei Tonnen Abfluggewicht einzuschränken.

Erst nach weiteren umfangreiche Reinigungsarbeiten und ein darauf durchgeführter Traktionstest konnten die Einschränkungen wieder aufgehoben werden. Schnieder: „Wirtschaftliche Schäden durch die eingeschränkte Nutzbarkeit bestimmter Kundengruppen sowie Reparaturen an der Landebahn wären somit in den kommenden Jahren nicht zu vermeiden.“ 

Attraktion für Tausende

Der Geschäftsführer der JadeWeserAirport GmbH bedauert mit Blick auf den Veranstalter Michael Behrens und sein Team die Entscheidung, da es in der Umsetzung der Veranstaltung immer ein starkes Miteinander gegeben habe.

In diesem Jahr hatte die spektakuläre Rennveranstaltung in seiner zwölften Auflage stattgefunden. Tausende Zuschauer aus der gesamten Region bejubelten die PS-starken Fahrzeuge, mit denen sich die Fahrer Kurzstrecken-Rennen lieferten. Das „Jade Race“ gehörte über Jahre trotz gelegentlicher Kritik an den ökologischen Belastungen der Umwelt zum festen Veranstaltungskalender auf dem Flugplatz.

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Schießanlage Tammhausen wird für Jäger noch wichtiger

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 9. 2026) – Es ist ruhig in Hooksiel. Eigentlich. Wenn nicht gerade Kampfjets der Bundeswehr am Himmel ihre Runden drehen und nebenan nicht geschossen wird. Nebenan, das ist in Tammhausen. Dort, auf Wilhelmshavener Gebiet, liegt die Schießanlage des Jade Wurftaubenclubs (JWTC) ein beliebter Trainingsplatz für ambitionierte Sportschützen und die Jägerschaft aus der ganzen Region. Auch aus dem Wangerland.

Heinz Weerda ist stolz auf die neue Kugelschießanlage des Jade Wurftaubenclubs. Das Millionenprojekt in Wilhelmshaven-Tammhausen wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Foto: hol

„Es ist uns durchaus bewusst, dass man uns in Hooksiel bei südlichen Winden hören kann“, räumt Vereinsvorsitzender Heinz Weerda (79) ein. Problem dabei ist nach seiner Überzeugung nicht die Lautstärke der Schüsse, sondern das Geräuschmuster. „Pock“- und wenig später wieder „Pock“. Dann Ruhe. Und wieder „Pock, Pock“.

Ärger über Schießlärm

Nicht alles, was als störend empfunden wird, ist unzulässig. Die Genehmigung des Betriebs der 2002 eingeweihten Anlage in Tammhausen jedenfalls ist juristisch mehrfach überprüft und als rechtens eingestuft worden. Dennoch, so betont Weerda: „Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Schießlärm einzudämmen, ohne den Betrieb selbst zu gefährden, sind wir die Letzten, die da etwas gegen haben.“

Zuletzt habe es dazu sehr konstruktive Gespräche mit Vertretern des Seebadeverein Hooksiel und mit Bürgermeister-Kandidat Bernd Abrahams (Pro Wangerland) gegeben. Eine Lösung sei aber noch nicht in Sicht, auch weil der Schall sich wellenförmig ausbreitet und mit einem Schutzwall in 100 Meter Entfernung kaum gedämmt werden kann.

Investition von 1,5 Millionen Euro

Anders stellt sich das beim neuen Kugelschießstand dar, der nach anderthalb Jahren Bauzeit vor wenigen Tagen offiziell in Betrieb genommen wurde. 1,5 Millionen Euro hat der Verein nach den Worten von Weerda in die Anlage investiert, die zu einem wichtigen Stück Infrastruktur vornehmlich für die Jägerschaft werden wird. Trainieren werden an dem Schießstand aber auch Polizisten, etwa von Sondereinsatzkommandos (SEK) und Mobilen Einsatzkommandos (MEK).

Entstanden ist aus Hooksieler Sicht hinter der Wurftauben-Schießanlage ein Schießstand, der aus einem festen Gebäude besteht, aus dem heraus die Schützen ihre Waffen abfeuern. Am Ende der 50 beziehungsweise 100 Meter langen Schießbahnen, die seitlich durch vier Meter hohe, durch massive Fundamente stabilisierte Betonwände abgesichert sind, befinden sich die Ziele – laufende Keiler oder auch Zielscheiben, an denen die Schützen die Treffgenauigkeit ihrer Waffen testen können.

Der Kugelschießstand liegt südlich von der Wurftaubenanlage, auf der Schützen mit Schrott auf Tontauben schießen. Foto JWTC

Eine entsprechende Schießanlage gibt es derzeit in der Region lediglich in Webershausen bei Aurich, die allerdings in den nächsten Jahren aufgegeben werden soll. Die Lücke will der WTC schließen, auch weil das Schießen mit Kugeln – neben dem mit Schrot – ein fester Bestandteil der Jägerausbildung ist. Aber auch für Meisterschafen sei die Anlage ausgelegt.

Weerda kündigt Rückzug an

Zur Einweihung des Kugelschießstandes konnte der 1998 gegründete WTV, der heute um die 340 Mitglieder hat, über 40 Gäste begrüßen. Darunter Vertreter der Jägerschaft mit Helmut Dammann-Tamke als Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV) an der Spitze sowie Markus Wallenhorst, Leiter des Polizeikommissariats Jever. Ausdrücklich betonte Weerda die stets gute Zusammenarbeit mit dem Rat und der Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven bei Planung und Bau der Projekte, die der Verein nahezu vollständig aus eigenen Mitteln finanziert hat.

Von 1,6 Million Euro Baukosten für den Wurftaubenstand habe der JWTC 84 Prozent getragen. Der Zuschuss der Stadt zum Kugelschießstand lag bei 15.000 Euro. Weitere Mittel seien vom Landessportbund (100.000 Eure) sowie von der Jägerschaft geflossen. Rund eine Million Euro müsse der Verein selbst aufbringen. Mehrkosten in Höhe von rund 150.000 Euro seien durch eine kürzlich erlassene Vorgabe entstanden, dass die Anlage „bleifrei“ betrieben werden muss. Jetzt werde mit Stahlkugeln geschossen, für die der Schießstand mit Splitterschutz ausgelegt werden musste, so Weerda.

Im nächsten Jahr werde übrigens die Investition in die Wurftauben-Schießstand abbezahlt sein, sagte Weerda nicht ohne Stolz. Das werde er für sich zum Anlass nehmen werde, sich aus der ersten Reihe der Vereinsführung zurückzuziehen.

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Auszeichnung für gute Leistungen und Engagement für andere

Wilhelmshaven/Friesland (24. 9. 2026) – Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand im Mittelpunkt der Verleihung des Hans-Bretschneider-Preises 2026 an den Berufsbildenden Schulen in Varel.

AWV-Präsident Tom Nietiedt überreicht den Hans-Bretshneider-Preis an Luca Fynn Jauernig. Foto: AWV

Mit der Auszeichnung würdigte der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) erneut einen jungen Menschen aus der Jade Wirtschaftsregion, der durch seinen erfolgreichen Bildungsweg und sein gesellschaftliches Engagement überzeugt. „Alle Nominierten und Preisträgerinnen und Preisträger zeigen beispielhaft, was mit Engagement, Ausdauer und der richtigen Unterstützung erreicht werden kann“, so der AWV. „Ihre Leistungen sind ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Bildung und ein positives Beispiel für andere junge Menschen.“

Chemikant bei Vynova

Im feierlichen Rahmen an der BBS Varel wurde Luca Fynn Jauernig ausgezeichnet. Er habe seine Ausbildung zum Chemikanten bei der Vynova Wilhelmshaven GmbH (heute: Westlake Vinnolit GmbH & Co KG.) mit Bestnote abgeschlossen und dabei nicht nur fachlich überzeugt, sondern sich auch weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Jauernig brachte im Werk vor den Toren von Hooksiel die Digitalisierung des Schichtplans voran und verbesserte damit die Einsatzplanung der Auszubildenden sowie den internen Informationsaustausch. Gleichzeitig wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und arbeitete in dieser Rolle eng mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zusammen, um die Interessen der Auszubildenden zu vertreten.

Schlüssel für Chancengleichheit 

Der Preisträger unterstützt zudem in einer inklusiven Kampfsportgruppe Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, Techniken der Selbstverteidigung zu lernen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. darüber hinaus engagiert er sich in der Ortsgruppe seiner Gewerkschaft.

Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des AWV eine Gesprächsrunde. Dabei wurde deutlich: Berufliche Bildung kann ein Schlüssel für Chancengleichheit sein. „Die Berufsbildenden Schulen bieten Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen die Möglichkeit, ihren Weg zu finden, Talente zu entdecken und berufliche Ziele zu verfolgen“ so der AWV. „Gerade diese Offenheit macht sie zu einem wichtigen Baustein für mehr Chancengerechtigkeit.“ 

Neuausrichtung der Verlage sorgt für Wettbewerb in der Medienlandschaft

Von Gerd Abeldt

Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg

Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol

Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever  („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.

Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.

Zwei Abonnements nötig

Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.

Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.

Vertiefte Berichterstattung?

Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.

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Junge Läufer der Grundschule Hooksiel mit 500 Euro belohnt

Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 9. 2026) – Den Einsatz von vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern hat die Sparda-Bank West mit insgesamt 4.000 Euro gewürdigt, die jetzt an fünf Schulen und Vereine ausgezahlt wurde – darunter an die Grundschule Hooksiel. Belohnt wurde damit die Teilnahme am Vereins- und Schullauf des Gorch-Fock-Lauf e.V. im Juni, an dem – in seiner 21. Auflage – über 2.000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Vereins- und Schullaufs mit Inga Bernsau und Sven Minits vom Gorch-Fock-Lauf e. V. sowie Sabrina Feil und der Filialleiter Hendrik Lübbers von der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. Mit auf dem Bild die kommissarische Schulleiterin Johanna Donker und einige Kindern der GS Hooksiel.

Die Sparda-Bank West ist langjähriger Sponsor und Partner des Gorch-Fock-Laufs. Das höchste Preisgeld erhielt der Verein, der im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl die meisten teilnehmenden Kinder und Jugendliche aufweisen konnte. 

Dieses Jahr gingen 1.400 Euro an den ESV Wilhelmshaven. Hinter der GS Cäciliengroden und dem TSR Olympia belegte die Grundschule Hooksiel den vierten Platz und wurde mit 500 Euro belohnt. Die GS Sengwarden kam auf dem fünften Platz.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue großartig zu sehen, wie sich die Kinder mit so viel Freude und Spaß diesem Wettbewerb annehmen, um ihre Schule oder ihren Verein zu unterstützen“, sagt Hendrik Lübbers, Filialleiter der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. 

Seeschiff kollidiert mit Mittelbrücke im Fluthafen

Wilhelmshaven (15. 9. 2026) – Am gestrigen Dienstag um 10.20 Uhr kollidierte ein noch unter der Werftflagge fahrendes Seeschiff beim Anlegemanöver im Fluthafen mit der Mittelbrücke. Bei der Kollision wurde nach Angaben der Wasserschutzpolizei (WSP) das Seeschiff und die Mittelbrücke beschädigt. Betroffen sind nach Angaben des Hafenbetreibers Niedersachsen Ports (NPorts) im wesentlichen die Verbindungselemente zwischen dem Ponton und den Dalben. „Diese müssen instand gesetzt werden.“ Aber, so NPorts, die Schwimmfähigkeit der Anlage sei nicht beeinträchtigt.

Die WSP Wilhelmshaven hat die Ermittlungen aufgenommen sowie die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) sowie die BG Verkehr – Dienststelle Schiffssicherheit – informiert. „Ein zunächst erteiltes Weiterfahrverbot für das Seeschiff konnte nach der Besichtigung wieder aufgehoben werden“, so die WSP. Das Seeschiff befinde sich schon wieder auf dem Weg in die Werft, wo der Schaden repariert werden soll. Als Unfallursache kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Weitere Befragungen des Schiffsführers stehen noch aus. Die Ermittlungen dauern an.

Die durch die Kollision entstandene Schadenshöhe an dem Seeschiff kann noch nicht beziffert werden. Ziel sei es, so NPorts, die Mittelbrücke bis Ende der Woche wieder sicher in Betrieb nehmen zu können. Die Anlage wird überwiegend von Behörden- und Einsatzschiffen genutzt.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages päzisiert.

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Polizei spielt Bingo: Gewinn besteht in mehr Sicherheit

Wilhelmshaven/Friesland (15. 9. 2026) – Trickbetrüger setzen auf Angst, Zeitdruck und Überraschung. Besonders lebensältere Menschen werden immer wieder gezielt angesprochen und mit wechselnden Betrugsmaschen konfrontiert. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland geht deshalb in der Präventionsarbeit einen neuen Weg: Betrugsprävention mit Bingo.

Beim so genannten „Beratungs-Bingo“ steht nicht der klassische Vortrag im Mittelpunkt. Stattdessen werden bekannte Betrugsmaschen spielerisch aufgegriffen. Die Teilnehmer ziehen Bingo-Kugeln (Foto), in denen sich Begriffe, konkrete Alltagssituationen oder Aussagen befinden.

Dazu gehören beispielsweise Schockanrufe, der Enkeltrick, falsche Polizei- oder Bankmitarbeiter, Gewinnversprechen, Messenger-Betrug oder falsche Handwerker an der Haustür. So kann etwa die Situation gezogen werden: „Ich bekomme einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, der mein Geld sichern möchte.“ Gemeinsam wird anschließend besprochen: Kenne ich diese Situation? Woran erkenne ich den Betrug? Wie sollte ich reagieren?

Spielerische Prävention

„Klassische Informationsveranstaltungen erreichen nicht immer die Menschen, die besonders von Trickbetrug betroffen sein können“, erklärt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Der spielerische Ansatz senkt die Hemmschwelle. Die Teilnehmenden machen aktiv mit, bringen eigene Erfahrungen ein und lernen auch voneinander.“

Dabei werden entscheidende Verhaltensregeln immer wieder aufgegriffen: Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen, keine persönlichen Daten, PINs, TANs oder Passwörter herausgeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Die Polizei fordert weder Bargeld noch Schmuck zur vermeintlichen „Sicherung“.

Tipps zum richtigen Verhalten

Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch beendet und die betreffende Person, Bank oder Behörde anschließend selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktiert werden. „Beim Bingo geht es ausdrücklich nicht um einen materiellen Gewinn, sondern um einen anderen Gewinn: Sicherheit“, so Reents.

Das erste „Beratungs-Bingo“ mit fast 30 Teilnehmern fand bereits beim Bauverein Rüstringen in Wilhelmshaven statt. Die Spielmaterialien wurden durch den Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V. (VKP) finanziert. Der Bauverein stellte die Bingo-Gewinne zur Verfügung.

Der nächste Termin steht bereits fest: Am Freitag, 2. Oktober, heißt es im Mehrgenerationenhaus Bant wieder: „Bingo!“Vereine, Verbände und andere Institutionen können das Beratungsbingo für eigene Veranstaltungen anfragen. Interessierte können sich an Katja Reents unter 04421 942-108 oder per E-Mail an praevention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de wenden.

Strategie für Sicherheit, Innovation und Wertschöpfung

Friesland/Wilhelmshaven/Hannover (11.9. 2026) – Beim traditionellen Parlamentarischen Abend der Jade Wirtschaftsregion kamen in Hannover am Donnerstagabend über 250 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Alten Rathaus zusammen. Zum siebten Mal versuchten die regionalen Partner, Zukunftsthemen der Küstenregion in die Landespolitik zu tragen. Zu Gast waren Ministerpräsident Olaf Lies sowie Mitgliedern des Landtages.

Wollen ihre Kooperation am Sicherheitsrat- und Innovationsstandort Jade Wirtschaftsraum stärken: (von links): Holger Saß (Jade Hochschule), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Heymann (Landrat Landkreis Wittmund), Tom Nietiedt (Präsident des AWV), Christoph Müller-Meinhard (Marineunterstützungskommando), Rainer Sacher (Leitender Direktor des Marinearsenals), und Prof. Dr. Frederic Stahl (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz). Foto: AWV Jade e.V.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zur Stärkung des maritimen Sicherheits- und Innovationsstandorts Jade Wirtschaftsregion. Mit der Vereinbarung bekennen sich die Partner dazu, die besonderen Stärken der Region künftig noch enger miteinander zu verknüpfen und daraus neue wirtschaftliche Perspektiven zu entwickeln.

Stärkung des Jade Wirtschaftsraumes

Im Mittelpunkt steht das Ziel, die einzigartige Kombination aus Deutschlands größter Bundeswehrregion mit Marine, Marinearsenal sowie den Standorten der Luftwaffe in Upjever und Wittmund, dem JadeWeserPort, dem „Energy Hub“ Port of Wilhelmshaven und der Jade Hochschule zu einer gemeinsamen Sicherheits-, Innovations- und Wertschöpfungsstrategie weiterzuentwickeln. Geplant ist unter anderem die Stärkung der Jade Hochschule sowie der Aufbau eines maritimen Sicherheits- und Innovationscampus auf Grundlage der vorgesehenen Landesinvestition in Höhe von 25 Millionen Euro.

Darüber hinaus soll mit dem „Wehrcluster Jade“ ein regionaler Unternehmens- und Projektverbund entstehen, der die Bedarfe von Marine und Bundeswehr mit den Kompetenzen der regionalen Wirtschaft zusammenführt. Ein weiterer Schwerpunkt der Erklärung ist die stärkere Einbindung der Jade Wirtschaftsregion in eine norddeutsche maritime Innovationsarchitektur. Dazu soll die Region als Marinearsenal-Standort und möglicher Satellit eines geplanten Innovationszentrums der Bundeswehr für maritime Systeme positioniert werden. 

Idealer Standort für Rechenzentren

Weite Themen des Parlamentarischen Abends waren die Chancen und Herausforderungen einer Region, die sich zu einem wichtigen Standort für Energiewirtschaft, Hafenlogistik und industrielle Entwicklung entwickelt hat. Wittmunds Landrat Holger Heymann: „Die Jade Wirtschaftsregion ist schon so weit – dahin muss sich die gesamte Bundesrepublik erst noch entwickeln.“ Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade (AWV), Tom Nietiedt, unterstrich die Bedeutung der Region für die Energiewende. Die vorhandene Infrastruktur und hohe Verfügbarkeit von Energie böten ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung energieintensiver Unternehmen und die Nutzung überschüssiger Energiemengen.

In einem „landespolitischen Dialog“ diskutierte Moderator Christian Wilhelm Link mit Lies. Der Ministerpräsident in Sande zu Hause ist, bestätigte die Rolle der Jade Wirtschaftsregion als wichtiger Energiestandort: „Dank guter Infrastruktur und großer Flächenpotentiale ist die Region ist das Tor zur Welt und zur Energie.“ Lies vertrat die Ansicht, dass Rechenzentren dort entstehen müssten, wo die Voraussetzungen in Sachen Flächen, Anbindung und Energieverfügbarkeit gut sind. „Die Investoren, die Interesse haben, wollen wir gewinnen.“

Kurs für den Neubau eines Zentralklinikums abgesteckt

Friesland/Wilhelmshaven (10. 9. 2026) – Der Fahrplan für den Bau des neuen Zentralklinikum für die Region Wilhelmshaven/Friesland steht. Der friesländische Kreistag und der Rat der Stadt Wilhelmshaven haben am Mittwochnachmittag jeweils mit großer Mehrheit einem gleichlautenden Beschlussvorschlag zugestimmt, der den Kurs für Standortsuche und Finanzierung absteckt.

Favorisierter Standort in Sande

Beide Gebietskörperschaften betreiben derzeit mit dem Klinikum Wilhelmshaven und den Friesland Kliniken mit Standorten in Sande und Varel eigene Krankenhäuser, die die Haushalte der Kommunen aktuell jeweils mit jährlichen Zuschussbedarfen in Millionenhöhe belasten. Nach der Ansicht von Fachleuten könnte ein gemeinsames, hoch modernes Zentralklinikum wirtschaftlicher betrieben werden.

So könnte das geplante Zentralklinikum aussehen, dass Wilhelmshaven und Friesland gemeinsam bauen wollen. Grafik: Landkreis

Aber wo soll der Neubau errichtet werden? Gutachter hatten zuletzt sechs mögliche Standorte nach vorher festgelegten Kriterien bewertet, darunter die beiden Bestands-Krankenhäuser in Wilhelmshaven und Sanderbusch. Die Gremien haben gestern den von den Gutachtern empfohlenen Standort „C – Wilhelmshavener Kreuz Ost“ am Oldenburger Damm in Sande „als Vorzugsstandort für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Zentralklinikums“ festgelegt. Der Standort gilt insbesondere für das gesamte Einzugsgebiet von Varel bis Hohenkirchen sowie von Jever ist Wilhelmshaven aus gut erreichbar.

Förderung durchs Land entscheidend

Der Beschluss ist allerdings noch keine finale Standortentscheidung. Sollte sich in der weiteren Planungs- und Genehmigungsphase rechtliche, bautechnische oder wirtschaftlich Gründe ergeben, die den Neubau am „Wilhelmshavener Kreuz Ost“ unmöglich machen, soll die Planung für das gemeinsame Großprojekt automatisch am nächstbest bewerteten Standort vorangetrieben werden. Der liegt zwischen der Hooksieler Landstraße und der Maade in Wilhelmshaven.

Entscheidend für das Projekt dürften aber auch die Rahmenbedingungen für dessen Finanzierung sein. Die politischen Gremien beauftragten ihre Verwaltungen, zusammen mit den Krankenhausgesellschaften mit dem Sozialministerium in Hannover Kontakt aufzunehmen, um möglichst schnell verbindliche Aussagen zu Fördermöglichkeiten durch das Land Niedersachen zu erhalten. Wilhelmshaven und Friesland hoffen auf eine Förderquote von 90 Prozent für das mehrere Hundert Millionen Euro teuer Projekt, das die stationäre Gesundheitsvorsorge der Region für die nächsten Generationen sichern soll. Bis zur Einweihung dürfe es aber im besten Fall wohl noch mindestens zehn Jahre dauern.

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Menü-Tage bringen kulinarische Kultur der Küste auf den Tisch

Wilhelmshaven/Wangerland (8. 9. 2026) – „Regional, saisonal, nich’ egal“: Noch bis zum bis Sonntag, 13. September, wird im Rahmen der „Biosphären-Menü-Tage“ die kulinarische Vielfalt der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. 15 Partner-Betriebe zwischen Cuxhaven und Weener sowie auf den Ostfriesischen Inseln servieren besondere Gerichte und Menüs, bei denen regionale und saisonale Zutaten im Mittelpunkt stehen. Aus dem Wangerland dabei ist das nahe Horumersiel gelegene Landhotel und Restaurant Nakuk. 

Die besonderen Bedingungen an der Nordseeküste haben über Generationen hinweg eine eigene kulinarische Kultur geprägt. Salzige Luft, stürmische Winde und ein raues Klima stellen die Landwirtschaft seit jeher vor Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich robuste, an die Küstenbedingungen angepasste Sorten entwickelt. Traditionelle Produkte wie die „Kleikartoffel“ zeugen noch heute von dieser besonderen Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Landwirtschaft.

„Mit den Biosphären-Menü-Tagen wollen wir zeigen, wie vielfältig und besonders die Küche unserer Region ist. Wer regionale Produkte auf dem Teller genießt, bekommt nicht nur einen Geschmack von der Landschaft, sondern unterstützt gleichzeitig die Menschen, die hier nachhaltig wirtschaften und unsere Region prägen“, sagt Kim Lüdtke, Koordinatorin für das Partner-Netzwerk bei der Nationalparkverwaltung. 

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