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Beiträge veröffentlicht in “Wilhelmshaven”

Polizei stellt bei Großrazzia Drogen und Waffen sicher

Friesland/Wilhelmshaven (29. 10. 2026) – Bei einer Großrazzia im Bereich Wilhelmshaven und Friesland haben Polizeibeamte gestern früh 14 Objekte durchsucht und zahlreiche Beweise für Drogendelikte gesichert. Das unter Federführung der Staatsanwaltschaft Osnabrück geführte Ermittlungsverfahren ist beim Polizeikommissariat Varel aufgehängt. Polizei hervorgeht, richtet sich der Verdacht gegen insgesamt zehn Beschuldigte.

14 Objekte durchsucht

Ermittelt wird bereits seit Anfang wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Durchsucht wurden Objekte in Varel (11), Schortens (1) und Wilhelmshaven (2). Vorausgegangen seien in den vergangenen Monaten intensive und teilweise verdeckt geführte Ermittlungen. Einzelne Beschuldigte werden nach bisherigen Erkenntnissen dem Rockermilieu beziehungsweise „familiär verbundenen kriminellen Strukturen“, so genannten Clans, zugeordnet. 

Ein Teil den Durchsuchungen in Friesland und Wilhelmshaven beschlagnahmten Gegenstände. Foto: Polizei

Bei den Razzien wurden die Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland durch die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen und die Polizeidirektion Oldenburg unterstützt. Durchsucht worden seinen zum Teil Privatwohnungen, aber als auch gewerblich genutzte Räume, darunter ein Kiosk, eine Shisha-Bar sowie ein Betrieb zur Fahrzeugaufbereitung.

Zwei vorläufige Festnahmen

Als Beweismittel sichergestellt worden seien unter anderem Cannabis-Produkte im Kilogramm-Bereich, mehrere Schreckschuss-, Reizgas- und CO₂-Waffen sowie Anscheinswaffen und Munition, ein verbotenes Butterflymesser, zahlreiche Mobiltelefone, Datenträger und ein Computer, mehrere hochwertige Smartwatches, unverzollte E-Zigaretten und Bargeld im unteren vierstelligen Eurobereich.

Zwei Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen, aber nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Darüber hinaus seien fünf Beschuldigte erkennungsdienstlich behandelt worden, so die Polizei. „Die sichergestellten Gegenstände, insbesondere die elektronischen Datenträger und Mobiltelefone, werden nun ausgewertet.“

Ermittler sprechen von Erfolg

„Die heutigen Maßnahmen sind das Ergebnis einer intensiven und über mehrere Monate geführten Ermittlungsarbeit. Mit den umfangreichen Durchsuchungen und Sicherstellungen ist uns ein wichtiger Schritt gelungen“, wird Polizeiführer Franz Polifke zitiert. Weitere Ermittlungen dauern an.

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Keine gütliche Einigung über Kündigung von AfD-Politikerin in Sicht

Wangerland/Wilhelmshaven (28. 10. 2026) – Damit hatten die Vertreter der Mission Lebenshaus gGmbH offenbar nicht gerechnet. Bei der heutigen Güteverhandlung zur Kündigung der AfD-Kommunalpolitikerin Martina Müller ließ Arbeitsrichterin Dorothea Vincetis durchblicken, dass nach ihrer derzeitigen Einschätzung eine Kandidatur bei der Kommunalwahl allein kein rechtmäßiger Grund für die Entlassung der Wangerländerin war und ist.

Martina Müller (hier mit ihrem Rechtsbeistand Dr. Christian Wirth) rückt nächste Woche für die AfD in den Wangerländer Gemeinderat und den frieisländischen Kreistag ein. Ob ihr Arbeitgeber, die Mission Lebenshaus, ihr deshalb kündigen durfte, ist fraglich. Foto: hol

Die Kündigung hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Saal 42 des Arbeitsgerichtes Wilhelmshaven war entsprechend gut gefüllt, unter anderem mit zahlreichen Medienvertretern. Einige schafften es allerdings nicht bis zum Beginn der Verhandlung in den Saal zu gelangen. Sie mussten sich im Eingangsbereich des Gerichtes ausgiebiger Kontrollen durch Justizmitarbeiter unterziehen.

Durch Kandidatur Loyalität verletzt?

Dr. Dr. Dieter Ahlers, Rechtsbeistand der zur Diakonie gehörenden Mission Lebenshaus (Bremen), erläuterte den Kündigungsgrund. Martina Müller (60) arbeitete in der Verwaltung des Friedel-Orth-Hospizes in Jever als Sekretärin der Geschäftsführung. Als ihre Kandidatur für die vom niedersächsischen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte AfD für den Wangerländer Gemeinderat und den Kreistag bekannt geworden sei, habe man die Mitarbeiterin zunächst abgemahnt – und dann zum 17. August fristlos gekündigt, nachdem sie es abgelehnt habe, von den Kandidaturen zurückzutreten. Mit dem öffentlichen Bekenntnis zur AfD stellt sich die Mitarbeiterin nach Ansicht der Mission gegen zentrale Werte des Unternehmens.

AfD ist nicht verboten 

Die Betroffene klagt gegen die Kündigung. Ihr Rechtsanwalt Dr. Christian Wirth, zugleich Bundestagsabgeordneter der AfD, betonte, dass seine Mandantin über 15 Jahre gute Arbeit geleistet habe. Das Engagement für eine nicht verbotene Partei dürfe nicht zu ihrem Nachteil ausgelegt werden. Schon gar nicht mit Hinweis auf die Beurteilung der AfD durch den Verfassungsschutz. Der Verfassungsschutz unterstehe dem politisch geführten Innenministerium. Mit einer Bewertung der Verfassungstreue der Partei durch das Bundesverfassungsgericht habe die Einstufung als „rechtsextrem“ nichts zu tun.

Der juristische Austausch im Saal drehte sich vor allem um zwei Komplexe. Zum einen: Hätte der Arbeitgeber bei der Kündigung nicht auch eine Stellungnahme des Betriebsrates einholen müssen? Das Problem: Martina Müller selbst war die Mitarbeitervertreterin im Hospiz in Jever.

Zum zweiten: Nach dem Mitarbeitenden-Vertretungsgesetz (MVG) der Evangelischen Kirchen in Deutschland sind die Mitarbeitenden in kirchlichen Unternehmen zu Loyalität und vertrauensvoller Zusammenarbeit verpflichtet. In Kirchen hänge das Maß der geforderten Loyalität von der „Verkündungsnähe“ ab, so die Richterin, also von der Außenwirkung, die ein Mitarbeiter für das Unternehmen hat. Im konkreten Fall stellt sich die Frage, inwieweit eine Sekretärin der Verwaltungsleitung tatsächlich Außenkontakte hat.

Verhandlung im April

Die Logik, die dahinter steht: Um so mehr ein Mitarbeiter in der öffentlichen Wahrnehmung für das diakonisch-kirchliche Unternehmen steht, um so glaubwürdiger muss er hinter den zentralen Werten der Kirche stehen. Inwieweit gilt das für eine Sekretärin der Geschäftsführung? Sollte dieser Aspekt eine Rolle spielen, so ein Hinweis von Rechtsanwalt Wirth, hätte die Mission Lebenshaus vor einer Kündigung ein interne Versetzung prüfen können und müssen.

Eine außergerichtliche Einigung der Parteien etwa auf eine Trennung mit einer finanziellen Abfindung zeichnete sich gestern nicht ab. Die Richterin setzte den Verhandlungstermin in der Hauptsache für den 14. April 2027 fest.

Im Nachgang zum Gütetermin zeigte sich die Mission Lebenshaus gGmbH zuversichtlich, dass die Kündigung rechtes war. „Nach dem Verlauf der Verhandlung sehen wir uns weiterhin in unserer Entscheidung zur Kündigung bestätigt und gehen davon aus, dass diese rechtlich Bestand haben wird.“

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Nach 50 Jahren Kraftwerk: Schornstein wird im Frühjahr 2027 gesprengt

Wilhelmshaven – Das ehemalige Uniper Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven ist in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden. Es wurde am 24. September 1976 von der Nordwestdeutschen Kraftwerke AG in Betrieb genommen und zuletzt von Uniper betrieben. Im Rahmen des deutschen Kohleausstiegsbeschlusses wurde das Steinkohlekraftwerk am 7. Dezember 2021 stillgelegt.

Rückbau beginnt im Herbst

Das Unternehmen Uniper hat sich Ende 2025 dazu entschlossen, das Kraftwerk zurückzubauen. Damit werden die Weichen für die nächste Phase der Entwicklung des ehemaligen Kraftwerksstandorts gestellt. Der Rückbau soll im Herbst 2026 beginnen und bis voraussichtlich Ende 2029 abgeschlossen werden. Ein wesentlicher Meilenstein ist die für das Frühjahr 2027 vorgesehene Sprengung des 275 Meter hohen Schornsteins. 

ex-Uniper-Kohlekraftwerk
Ein Stück Energie-Geschichte der Stadt. Das erste Wilhelmshaven Steinkohlekraftwerk wurde 1976 in Betrieb genommen. Foto: Piper

Das Wilhelmshavener Steinkohlekraftwerk war 45 Jahre lang Bestandteil der deutschenStromversorgung. Mit einer Leistung von zuletzt 777 Megawatt gehörte das Kraftwerk zu den leistungsstärksten Steinkohlekraftwerken Deutschlands. In dieser Zeit wurden mehr als 58 Millionen Tonnen Steinkohle verbrannt und über 151 Millionen Megawattstunden Strom erzeugt. Mit der endgültigen Stilllegung im Dezember 2021 endete die Stromproduktion am Standort. 

Raum für neue Projekte

Nicolai Bülles, Leiter des Standortes Wilhelmshaven: „Hinter 50 Jahren Kraftwerksgeschichte stehen Generationen engagierter Kolleginnen und Kollegen. Sie haben die Stilllegung verantwortungsvoll gemeistert und zugleich die Zukunft des Standorts vorbereitet. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank und Respekt. Mit dem geplanten Start des Rückbaus Anfang Oktober beginnt nun ein neues Kapitel für unseren Standort.“ 

Mit dem Rückbau entsteht auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände schrittweise Raum für die Umsetzung von neuen Projekten. Uniper entwickelt das rund 100 Hektar große Areal im Rahmen der Energiewende weiter. Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur für neue Energie- und Industrieprojekte zu nutzen und am Standort neue Ansiedlungen zu schaffen.

Der Solarpark Voslapper Groden auf der ehemaligen Aschedeponie des Kraftwerks befindet sich bereits in der Fertigstellung. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von rund 17 Megawatt-Peak. Ein weiteres Projekt, das sich bereits im Bau befindet, ist ein Batteriespeicher (BESS) mit einer Leistung von 50 Megawatt bzw. einer Speicherkapazität von 100 Megawattstunden. Für Oktober ist die Anlieferung von 26 Batterien geplant. 

Batteriespeicher im Bau

Harald Poppinga, Projektleiter BESS: „Mit der Anlieferung der Batterien erreichen wir einen wichtigen Meilenstein beim Bau unseres Batteriespeichers in Wilhelmshaven. Die Anlage zeigt, wie wir den traditionsreichen Energiestandort konsequent für die Anforderungen eines zunehmend erneuerbaren Energiesystems weiterentwickeln. Mit 50 Megawatt Leistung beziehungsweise 100 Megawatt-Stunden Speicherkapazität wird der Batteriespeicher künftig einen wichtigen Beitrag zu Flexibilität und Stabilität im Stromnetz leisten.“ 

So soll der Batteriespeicher künftig aussehen. Grafik: Uniper

Darüber hinaus sind am Standort weitere Projekte zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energie vorgesehen. Dazu zählt unter anderem eine Großelektrolyse zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff aus Offshore-Strom. Die Projekte sind Bestandteil der Entwicklung des Energy Transformation Hubs Nordwest in Wilhelmshaven und sollen an die künftige Wasserstoffinfrastruktur angebunden werden. 

Aus- und Fordbildungszentrum

Der Rückbau des Kraftwerks umfasst die ehemaligen Anlagen des Steinkohleblocks und des Gasturbinenkraftwerks. Vor dem maschinellen Abbruch ist eine Schadstoffsanierung vorgesehen. Verwaltungsgebäude, Werkstatt- und Lagergebäude sowie einzelne für die künftige Nutzung relevante Gebäude und Einrichtungen sollen erhalten bleiben.

Insbesondere das Werkstattgebäude ist von besonderer Bedeutung, da der Kraftwerksstandort seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen Heimat einer Ausbildungsstätte ist. Diese wurde im Zuge der Transformation zu einem Aus- und Fortbildungszentrum weiterentwickelt, um junge Menschen in technischen Berufen auszubilden und Fachkräfte für die Energiewende zu qualifizieren. 

Caro Hilbert, Gesamtprojektleiterin des Rückbauprojektes: „Das Rückbaukonzept setzt auf einen sicheren mechanischen Rückbau durch den Einsatz von speziellen Longfrontbaggern und minimiert Arbeiten von Personal in der Höhe. Darüber hinaus fiel die Wahl auf Rückbauexperten, die in der jüngeren Vergangenheit vergleichbare Projekte bei Uniper als auch anderen großen Kraftwerksbetreibern sicher durchgeführt haben.“ 

Uniper mit Sitz in Düsseldorf ist ein europäisches Energieunternehmen mit globaler Reichweite. Mit rund 7000 Mitarbeitern spielt das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Energieversorgung in Europa – insbesondere in seinen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. 

Faszinierende Leistungen der Zugvögel im Visier

Wilhelmshaven/Wangerland (9. 10. 2026) – Mit einer festlichen Auftaktveranstaltung im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven sind heute die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eröffnet worden. Bis zum 18. Oktober,dreht sich an der Küste und auf den Inseln alles um die faszinierende Welt der Zugvögel. Mehr als 300 Veranstaltungen laden dazu ein, den Vogelzug im Wattenmeer hautnah zu erleben. 

Die Küstenseeschwalbe ist der Titelvogel der 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Ingo Arndt

Nationalpark-Leiter Peter Südbeck begrüßte annähernd 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Umweltbildung, Wissenschaft, Umweltverbänden und Tourismus. In diesem Jahr stehen die Zugvogeltage im Zeichen der Küstenseeschwalbe als Titelvogel – einer Art, die wie kaum eine andere für die außergewöhnlichen Leistungen des Vogelzugs steht. Partnerland der 18. Zugvogeltage ist Namibia, ein bedeutender Durchzugsraum der Küstenseeschwalbe auf dem Ostatlantischen Zugweg. 

Wattenmeer als Drehscheibe

In einer Videobotschaft hob Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer die Bedeutung des Wattenmeers als Drehscheibe des internationalen Vogelzugs hervor. Daraus erwachse für Niedersachsen eine besondere Verantwortung, diesen einzigartigen Lebensraum zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren. Weitere Grußworte sprachen Avril Coetzee, Botschaftsrätin der Republik Namibia, sowie Ralf Kohlwes, Leiter des Fachbereichs „Umwelt- und Klimaschutz“ der Stadt Wilhelmshaven. 

Den fachlichen Schwerpunkt bildete ein Vortrag von Ruben Fijn von der Universität Amsterdam. Er zeigte, welche enormen Distanzen Seeschwalben auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten zurücklegen und wie moderne Forschung dazu beiträgt, ihre Zugwege besser zu verstehen.

Zugvogelfest in Horumersiel

Für die nächste Tagen sind eine Fülle von Exkursionen, Vorträgen, Führungen, Mitmachaktionen, Filmvorführungen und Veranstaltungen für Familien geplant. Ab Samstag treten die ostfriesischen Inseln sowie die Festlandsregionen entlang der Küste beim „Aviathlon“gegeneinander an. Gesucht wird die Region, in der während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten beobachtet werden. Die Gewinnerregion wird beim Zugvogelfest am Sonntag, 18. Oktober, 10 bis 18 Uhr, im Gästehaus in Horumersiel bekannt gegeben.

Unter dem Motto „Eine lebenswerte Welt für Zugvögel“ sind Kinder bis 14 Jahre eingeladen, kreativ zu zeigen, was Zugvögel brauchen, um sich für ihre langen Reisen zu stärken und unterwegs geschützt zu sein. Noch bis zum 14. Oktober können Beiträge bei der Nationalparkverwaltung eingereicht werden. 

Am Freitag, 16. Oktober, um 8 Uhr startet in Schillig einen vogelkundliche Wanderung zur Vogelschutzinsel Minsener Oog. Begleitet wie die Tür um Umweltschutzverband WWF. Das vollständige Veranstaltungsprogramm der 18. Zugvogeltage sowie aktuelle Informationen sind online verfügbar.

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Anwachsende Biomasse im Vorland wird zur Gefahr für die Deiche

Wangerland/Hooksiel (9. 10. 2026) – Die Deiche in Friesland und Wilhelmshaven sind „schaufrei“. Diese beruhigende Feststellung stand gestern am Ende der Herbstdeichschau des III. Oldenburgischen Deichbandes. Das heißt: Die Sturmflutsaison über Herbst und Winter kann kommen, ohne dass sich die Menschen hinter der rund 60 Kilometer langen Hauptdeichlinie allzu große Sorgen um ihr Hab und Gut machen müssen.

Der zunehmende Bewuchs im Deichvorland bereitet den Deichschützern sorgen. Die Biomasse kann bei Sturmfluten zu Treibgut werden, das sich an den Deichen ablagert und deren Standsicherheit gefährdet. Archiv-Foto: hol

Insgesamt sind die Deiche in der Region in einem guten Zustand. Nahezu auf der gesamten Strecke wird die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) festgesetzte Bestickhöhe, also die vorgeschriebene Sollhöhe der Deiche, erfüllt. Einzige Ausnahme ist ein 2,4 Kilometer langes Teilstück im Bereich des Rüstersieler Grodens in Wilhelmshaven, der in den nächsten Jahren erhöht werden soll. Die Vorbereitungen für das wohl 15 bis 20 Millionen Euro teure Projekt laufen mit Hochdruck.

Ein Meter Klima-Zuschlag für die Deiche

Der Unterbestick, der am Rüstersieler Groden ausgeglichen werden soll, beträgt nach den Worten von Thorsten Wehrmann vom NLWKN1,35 Meter. In diese Berechnung ist bereits ein so genannter Klimazuschlag eingerechnet worden. Die Fachleute erwarteten mit Blick auf die Klimaerwärmung, dass die Deich in 100 Jahren einen Meter höher sein müssen als heute.

„Für die nächsten 15 bis 20 Jahre sind die Deich schon jetzt absolut sicher“, ist Rolf Neuhaus überzeugt. Der künftige Landrat nahm an der Deichschau teil, weil der Landkreis Friesland die Untere Deichschutzbehörde darstellt. Die Untere Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven war durch Ulrich Wegener vertreten.

Nach den Worten von Deichband-Vorsteher Eilt-Onno Garlichs hat der Deichband im laufenden Jahr rund sechs Millionen Euro aus dem eigene Haushalt sowie aus Küstenschutzmitteln von Bund und Land in die Unterhaltung seiner Deiche investiert. Alle Baumaßnahmen wurde pünktlich zum 15. September beendet. Laufende Projekte müsse bis zum 15. April nächsten Jahres ruhen.

Schwerpunkt Lahnungsbau

Ein Schwerpunkt im Wangerland war der Lahnungsbau im Elisabethaußengroden. Lahnungen sind kleine Anlagen aus Holzpfählen, Reisig und Wasserbausteinen, die im Deichvorland dafür sorgen, dass das Sediment nicht weggespült wird. Dadurch können Salzwiesen entstehen – und das auflaufende Wasser wird bereits im Vorfeld abgebremst, bevor es bei einer Sturmflut gegen den Deich läuft.

Zogen nach der Herbstdeichschau im „Deichgrafen“ in Förrien Bilanz: (von links) Thorsten Wehrmann (NLWKN), Ulrich Wegener (Stadt Wilhelmshaven), Deichbandvorsteher Eilt-Onno Garlichs und Rolf Neuhaus (Landkreis Friesland), Foto: hol

Sorge bereitet den Deichschützern vor diesem Hintergrund, dass die von Landwirten bewirtschaftet Fläche im Deichvorland immer weiter zurückgeht. Der Grund dafür ist die zunehmende Vernässung des Deichvorlandes, die selbst eine Nutzung der Flächen als Grünland unwirtschaftlich macht. „Als Folge der mangelnden Bewirtschaftung wächst immer mehr Vegetation im Deichvorland“, schildert Garlichs. Aus der anwachsenden Biomasse wird bei Sturmfluten Treibgut, das sich als „Teek“ am Deichfuß ablagert, mit der Folge, dass die darunter liegende Grasnarbe abstirbt und die Standfestigkeit des Deiches gefährdet.

Die Beseitigung des Teeks, so Garlichs, ist aufwendig und teuer. Die Mittel dafür könne der Deichband nicht aus seinen Haushaltsmitteln tragen. Rolf Neuhaus zeigte sich zuversichtlich, dass sich im Dialog mit den beteiligten Behörden von Land bis zur Nationalparkverwaltung eine Lösung für das Problem finden wird.

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Schäden am Flugplatz bedeuten Aus für das „Jade-Race“

Friesland/Mariensiel (30. 9. 2026) – Die spektakuläre Rennveranstaltung „Jade-Race“ ist zumindest für den Standort Mariensiel Geschichte. die Gesellschafterversammlung der Flugplatzbetreibergesellschaft JadeWeserAirport GmbH habe an diesem Dienstag entschieden, dass das Dragster-Rennen ab 2027 nicht mehr auf dem Flugplatzgelände in Sande-Mariensiel stattfinden kann, teilte heute der Geschäftsführer der GmbH, Frank Schnieder, mit.

Nutzung phasenweise eingeschränkt

„Wesentlicher Grund für die Entscheidung war, dass die auf einem Kleber aufgetragene Gummierung für das Rennen in diesem Jahr zu erheblichen Problemen geführt hat“, so Schnieder. Trotz der üblichen Reinigungsarbeiten des Veranstalters sei die Nutzbarkeit der Bahn im Bereich des Landepunktes aus Norden nach dem letzten Jade-Race insbesondere bei Feuchtigkeit nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet gewesen. Das hab bei der Landesluftfahrtbehörde zu der Entscheidung geführt, die Nutzbarkeit für Flugschüler und Maschinen ab zwei Tonnen Abfluggewicht einzuschränken.

Erst nach weiteren umfangreiche Reinigungsarbeiten und ein darauf durchgeführter Traktionstest konnten die Einschränkungen wieder aufgehoben werden. Schnieder: „Wirtschaftliche Schäden durch die eingeschränkte Nutzbarkeit bestimmter Kundengruppen sowie Reparaturen an der Landebahn wären somit in den kommenden Jahren nicht zu vermeiden.“ 

Attraktion für Tausende

Der Geschäftsführer der JadeWeserAirport GmbH bedauert mit Blick auf den Veranstalter Michael Behrens und sein Team die Entscheidung, da es in der Umsetzung der Veranstaltung immer ein starkes Miteinander gegeben habe.

In diesem Jahr hatte die spektakuläre Rennveranstaltung in seiner zwölften Auflage stattgefunden. Tausende Zuschauer aus der gesamten Region bejubelten die PS-starken Fahrzeuge, mit denen sich die Fahrer Kurzstrecken-Rennen lieferten. Das „Jade Race“ gehörte über Jahre trotz gelegentlicher Kritik an den ökologischen Belastungen der Umwelt zum festen Veranstaltungskalender auf dem Flugplatz.

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Schießanlage Tammhausen wird für Jäger noch wichtiger

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 9. 2026) – Es ist ruhig in Hooksiel. Eigentlich. Wenn nicht gerade Kampfjets der Bundeswehr am Himmel ihre Runden drehen und nebenan nicht geschossen wird. Nebenan, das ist in Tammhausen. Dort, auf Wilhelmshavener Gebiet, liegt die Schießanlage des Jade Wurftaubenclubs (JWTC) ein beliebter Trainingsplatz für ambitionierte Sportschützen und die Jägerschaft aus der ganzen Region. Auch aus dem Wangerland.

Heinz Weerda ist stolz auf die neue Kugelschießanlage des Jade Wurftaubenclubs. Das Millionenprojekt in Wilhelmshaven-Tammhausen wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Foto: hol

„Es ist uns durchaus bewusst, dass man uns in Hooksiel bei südlichen Winden hören kann“, räumt Vereinsvorsitzender Heinz Weerda (79) ein. Problem dabei ist nach seiner Überzeugung nicht die Lautstärke der Schüsse, sondern das Geräuschmuster. „Pock“- und wenig später wieder „Pock“. Dann Ruhe. Und wieder „Pock, Pock“.

Ärger über Schießlärm

Nicht alles, was als störend empfunden wird, ist unzulässig. Die Genehmigung des Betriebs der 2002 eingeweihten Anlage in Tammhausen jedenfalls ist juristisch mehrfach überprüft und als rechtens eingestuft worden. Dennoch, so betont Weerda: „Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Schießlärm einzudämmen, ohne den Betrieb selbst zu gefährden, sind wir die Letzten, die da etwas gegen haben.“

Zuletzt habe es dazu sehr konstruktive Gespräche mit Vertretern des Seebadeverein Hooksiel und mit Bürgermeister-Kandidat Bernd Abrahams (Pro Wangerland) gegeben. Eine Lösung sei aber noch nicht in Sicht, auch weil der Schall sich wellenförmig ausbreitet und mit einem Schutzwall in 100 Meter Entfernung kaum gedämmt werden kann.

Investition von 1,5 Millionen Euro

Anders stellt sich das beim neuen Kugelschießstand dar, der nach anderthalb Jahren Bauzeit vor wenigen Tagen offiziell in Betrieb genommen wurde. 1,5 Millionen Euro hat der Verein nach den Worten von Weerda in die Anlage investiert, die zu einem wichtigen Stück Infrastruktur vornehmlich für die Jägerschaft werden wird. Trainieren werden an dem Schießstand aber auch Polizisten, etwa von Sondereinsatzkommandos (SEK) und Mobilen Einsatzkommandos (MEK).

Entstanden ist aus Hooksieler Sicht hinter der Wurftauben-Schießanlage ein Schießstand, der aus einem festen Gebäude besteht, aus dem heraus die Schützen ihre Waffen abfeuern. Am Ende der 50 beziehungsweise 100 Meter langen Schießbahnen, die seitlich durch vier Meter hohe, durch massive Fundamente stabilisierte Betonwände abgesichert sind, befinden sich die Ziele – laufende Keiler oder auch Zielscheiben, an denen die Schützen die Treffgenauigkeit ihrer Waffen testen können.

Der Kugelschießstand liegt südlich von der Wurftaubenanlage, auf der Schützen mit Schrott auf Tontauben schießen. Foto JWTC

Eine entsprechende Schießanlage gibt es derzeit in der Region lediglich in Webershausen bei Aurich, die allerdings in den nächsten Jahren aufgegeben werden soll. Die Lücke will der WTC schließen, auch weil das Schießen mit Kugeln – neben dem mit Schrot – ein fester Bestandteil der Jägerausbildung ist. Aber auch für Meisterschafen sei die Anlage ausgelegt.

Weerda kündigt Rückzug an

Zur Einweihung des Kugelschießstandes konnte der 1998 gegründete WTV, der heute um die 340 Mitglieder hat, über 40 Gäste begrüßen. Darunter Vertreter der Jägerschaft mit Helmut Dammann-Tamke als Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV) an der Spitze sowie Markus Wallenhorst, Leiter des Polizeikommissariats Jever. Ausdrücklich betonte Weerda die stets gute Zusammenarbeit mit dem Rat und der Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven bei Planung und Bau der Projekte, die der Verein nahezu vollständig aus eigenen Mitteln finanziert hat.

Von 1,6 Million Euro Baukosten für den Wurftaubenstand habe der JWTC 84 Prozent getragen. Der Zuschuss der Stadt zum Kugelschießstand lag bei 15.000 Euro. Weitere Mittel seien vom Landessportbund (100.000 Eure) sowie von der Jägerschaft geflossen. Rund eine Million Euro müsse der Verein selbst aufbringen. Mehrkosten in Höhe von rund 150.000 Euro seien durch eine kürzlich erlassene Vorgabe entstanden, dass die Anlage „bleifrei“ betrieben werden muss. Jetzt werde mit Stahlkugeln geschossen, für die der Schießstand mit Splitterschutz ausgelegt werden musste, so Weerda.

Im nächsten Jahr werde übrigens die Investition in die Wurftauben-Schießstand abbezahlt sein, sagte Weerda nicht ohne Stolz. Das werde er für sich zum Anlass nehmen werde, sich aus der ersten Reihe der Vereinsführung zurückzuziehen.

Wangerland Touristik Thalassa
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Auszeichnung für gute Leistungen und Engagement für andere

Wilhelmshaven/Friesland (24. 9. 2026) – Gute Leistungen verdienen Anerkennung. Besonders dann, wenn sie mit persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und dem Einsatz für andere verbunden sind. Genau diese Verbindung stand im Mittelpunkt der Verleihung des Hans-Bretschneider-Preises 2026 an den Berufsbildenden Schulen in Varel.

AWV-Präsident Tom Nietiedt überreicht den Hans-Bretshneider-Preis an Luca Fynn Jauernig. Foto: AWV

Mit der Auszeichnung würdigte der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. (AWV) erneut einen jungen Menschen aus der Jade Wirtschaftsregion, der durch seinen erfolgreichen Bildungsweg und sein gesellschaftliches Engagement überzeugt. „Alle Nominierten und Preisträgerinnen und Preisträger zeigen beispielhaft, was mit Engagement, Ausdauer und der richtigen Unterstützung erreicht werden kann“, so der AWV. „Ihre Leistungen sind ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Bildung und ein positives Beispiel für andere junge Menschen.“

Chemikant bei Vynova

Im feierlichen Rahmen an der BBS Varel wurde Luca Fynn Jauernig ausgezeichnet. Er habe seine Ausbildung zum Chemikanten bei der Vynova Wilhelmshaven GmbH (heute: Westlake Vinnolit GmbH & Co KG.) mit Bestnote abgeschlossen und dabei nicht nur fachlich überzeugt, sondern sich auch weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Jauernig brachte im Werk vor den Toren von Hooksiel die Digitalisierung des Schichtplans voran und verbesserte damit die Einsatzplanung der Auszubildenden sowie den internen Informationsaustausch. Gleichzeitig wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und arbeitete in dieser Rolle eng mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat zusammen, um die Interessen der Auszubildenden zu vertreten.

Schlüssel für Chancengleichheit 

Der Preisträger unterstützt zudem in einer inklusiven Kampfsportgruppe Menschen mit Beeinträchtigungen dabei, Techniken der Selbstverteidigung zu lernen und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. darüber hinaus engagiert er sich in der Ortsgruppe seiner Gewerkschaft.

Im Rahmen der Preisverleihung veranstaltete der Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des AWV eine Gesprächsrunde. Dabei wurde deutlich: Berufliche Bildung kann ein Schlüssel für Chancengleichheit sein. „Die Berufsbildenden Schulen bieten Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen die Möglichkeit, ihren Weg zu finden, Talente zu entdecken und berufliche Ziele zu verfolgen“ so der AWV. „Gerade diese Offenheit macht sie zu einem wichtigen Baustein für mehr Chancengerechtigkeit.“ 

Neuausrichtung der Verlage sorgt für Wettbewerb in der Medienlandschaft

Von Gerd Abeldt

Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg

Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol

Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever  („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.

Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.

Zwei Abonnements nötig

Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.

Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.

Vertiefte Berichterstattung?

Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.

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Junge Läufer der Grundschule Hooksiel mit 500 Euro belohnt

Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 9. 2026) – Den Einsatz von vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern hat die Sparda-Bank West mit insgesamt 4.000 Euro gewürdigt, die jetzt an fünf Schulen und Vereine ausgezahlt wurde – darunter an die Grundschule Hooksiel. Belohnt wurde damit die Teilnahme am Vereins- und Schullauf des Gorch-Fock-Lauf e.V. im Juni, an dem – in seiner 21. Auflage – über 2.000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Vereins- und Schullaufs mit Inga Bernsau und Sven Minits vom Gorch-Fock-Lauf e. V. sowie Sabrina Feil und der Filialleiter Hendrik Lübbers von der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. Mit auf dem Bild die kommissarische Schulleiterin Johanna Donker und einige Kindern der GS Hooksiel.

Die Sparda-Bank West ist langjähriger Sponsor und Partner des Gorch-Fock-Laufs. Das höchste Preisgeld erhielt der Verein, der im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl die meisten teilnehmenden Kinder und Jugendliche aufweisen konnte. 

Dieses Jahr gingen 1.400 Euro an den ESV Wilhelmshaven. Hinter der GS Cäciliengroden und dem TSR Olympia belegte die Grundschule Hooksiel den vierten Platz und wurde mit 500 Euro belohnt. Die GS Sengwarden kam auf dem fünften Platz.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue großartig zu sehen, wie sich die Kinder mit so viel Freude und Spaß diesem Wettbewerb annehmen, um ihre Schule oder ihren Verein zu unterstützen“, sagt Hendrik Lübbers, Filialleiter der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven.