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Beiträge veröffentlicht in “Wilhelmshaven”

Ein Flugzeugträger als Symbol für Völkerverständigung

Hooksiel/Wilhelmshaven (21. 4. 2026) – Er war das Symbol militärischer Stärke – und zugleich wurde er zum Botschafter für verlässliche Bündnispolitik und transatlantische Freundschaft. Der amerikanische Flugzeugträger „USS Nimitz“ war zuletzt vor knapp 40 Jahren, im September 1986, zu Gast in Wilhelmshaven. 

Christa Klostermann präsentiert eine „Nimitz“-Kappe, die an den Besuch von US-Navy-Soldaten 1978 in Hooksiel erinnert. Foto: hol

Wie bei den Besuchen zuvor in den Jahren 1975, 1978 und 1980 zog das 333 Meter lange Kriegsschiff Tausende Schaulustige an. Zeitzeugen berichten, dass der Deich voller Menschen stand, um das Einlaufen des mit Nuklearreaktoren angetriebenen Flugzeugträgers und seiner über 5000-köpfigen Besatzung zu verfolgen. Interessierte aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, sich beim „Open Ship“ oder bei kleinen Bootstouren auf der Jade einen Eindruck von dem Meeresgiganten zu verschaffen.

Während der Besuche der Besatzungsmitglieder an Land kam es dann zu unzähligen Begegnungen und Gesprächen von Menschen – von Deutschen und Amerikanern, aus denen auch dauerhafte Freundschaften bis hin zu Ehen entstanden. Viele Erinnerungen daran sind bis zum heutigen Tag lebendig. Deutlich wird das in einer aktuellen Artikelserie der „Wilhelmshavener Zeitung“, in der Leser zu Wort kommen, die erzählen, wie sie die „Nimitz“-Besuche erlebt haben.

Das alterst Kriegsschiff der US-Navy, der Flugzeugträger „Nimtz“, soll 2027 außer Dienst gestellt werden. Das gigantische Schiff war vier Mal zu Besuch in Wilhelmshaven, zuletzt vor knapp 40 Jahren. Foto: privat

Zeugnisse des Truppenbesuchs von 1978 kann man auch in der Hooksieler Gaststätte „Zum schwarzen Bären“ bewundern. Stolz zeigt Christa Klostermann an eine Wand mit Analen, an der ein Blechschild mit dem Schriftzug „Nimitz“ verewigt ist – eingerahmt von den Flaggen der USA und dem Rüstringer Friesen aus Wilhelmshaven. Daneben hängt die Kappe eines Besatzungsmitglieds. „Bei uns war damals eine Gruppe von Offizieren de US-Navy zum Essen zu Gast. Ich glaube, die haben sich ganz wohl gefühlt“, erinnert sich die Gastronomin.

Die Tage der 1975 in Dienst gestellten „Nimitz“ sind inzwischen gezählt. Das Kriegsschiff soll im nächsten Jahr ausrangiert werden.

Saisonstart für Helgoland-Ausflüge verschiebt sich weiter

Hooksiel/Wilhelmshaven (20. 4. 2026) – Der Start in die Helgoland-Saison steht aus Hooksieler Sicht unter einem schlechten Stern. Auch für diese Woche hat die Rederei Adler & Eils (Büsum) alle geplanten Fahren von Hooksiel und Wilhelmshaven aus zur „roten Insel“ abgesagt.

Als Begründung verweist die Reederei auf die „aktuelle weltpolitische Lage“. Dadurch würde sich die Lieferung eines Ersatzteils verzögern, das für den sicheren Betrieb des Katamarans „Adler Cat“ zwingend erforderlich sei. Angaben dazu, wann das Ersatzteil voraussichtlich eintreffen wird und ab wann Interessierte einen Helgoland-Ausflug sicher planen können, macht das Unternehmen nicht.

„Bereits gekaufte Tickets können kostenfrei bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden“, teilt die Reederei mit. Online gekaufte Tickets würden automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet.

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Großübung auf der Jade: Schiffbrüchige suchen, retten und bergen

Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 4. 2026) – Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“. Die Abkürzung SAREx steht dabei für =Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung.

Trainingsszenarien wie am „Havaristen“ längsseits gehen erwarten die Seenotretter bei der Großübung „SAREx Wilhelmshaven“. In der Luft darüber ein NH90-Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Foto: DGzRS/Alexander Krüger

Ausrichter der Übung, die von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. April, auf der Jade stattfinden wird, ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sieben Rettungseinheiten der DGzRS sowie einige externe Schiffe und Hubschrauber nehmen daran teil.

Während der Übung trainieren die Seenotretter vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Besatzungen erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Auch die medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der geplanten Trainings an den Kernübungstagen Donnerstag, Freitag und Samstag.

Am Donnerstag- und Freitagmorgen trainieren die Besatzungen im Wechsel wichtige Handgriffe und Fertigkeiten im Hafen an Bord und an Land, darunter die Übergabe Schiffbrüchiger von Schiff zu Schiff, die Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, international einheitliche SAR-Einsatzverfahren wie Suchmuster und Führungsaufgaben sowie technische Navigation.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Größere Übungen dieser Art fanden in den vergangenen Jahren auch in der Lübecker Bucht, in der Eckernförder Bucht, vor Büsum und im Greifswalder Bodden statt. Wilhelmshaven ist in diesem Jahr zum insgesamt sechsten Mal Gastgeber der SAREx.

An der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmann“, „Eugen“ (Station Norderney) und „Pider Lüng“ (List) sowie die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven), „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel), „Secretarius“ (Langeoog) und „Paul Nesse“ (Eiderdamm).

Außerdem werden das Zollschiff „Friesland“ sowie drei Rettungshubschrauber erwartet. Für realistische Szenarien stehen mehrere Schiffe als Havaristen-Darsteller zur Verfügung, darunter der Schlepper „Fairplay 34“ der Fairplay Towage Group.

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Fregatte F124 wird modernisiert: Großauftrag für Turbotechnik

Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – Das Wilhelmshavener Unternehmen Turbotechnik profitiert von der geplanten Modernisiert der Marine. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller mitteilt, haben der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht für einen Auftrag „in Höhe vieler Millionen Euro“ gegeben.

Die Fregatten der Klasse F 124 gehören zu den modernsten Kampfschiffen der Marine. Das Bild zeig die „Sachsen“. Foto: Bundeswehr/Falk Plankenhorn

Konkret geht es um Anpassungen der Fregatten der Klasse F124, mit denen die Integration des neuen Bordhubschraubers NH 90 Sea Tiger ermöglicht werden soll. „Durch Projekte wie dieses sichern wir langfristig Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft, bauen Know-How auf und aus und können den Fachkräften hochwertige Industriearbeitsplätze bei uns an der Küste bieten“, so Möller.

Die auf die Luftverteidigung spezialisierten Fregatten der Klasse F124 sollen in den nächsten Jahren modernisiert werden. Ziel dabei sei es, so die Abgeordnete, die Werftliegezeit zu minimieren und Modernisierungs-Maßnahmen im Rahmen von regulären Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. 

Der Auftrag für Unternehmen Turbotechnik beziehe sich auf das Flugdeck am Heck der Fregatte. Hier sei für die Integration der neuen Bordhubschrauber NH 90 Sea Tiger ein umfassender Umbau erforderlich. „Das Unternehmen leistet damit einen entscheidenden Beitrag zu Deutschlands Anteil an den Nato-Fähigkeitszielen“, so Möller.

NPorts-Chef übernimmt Vermarktung des JadeWeserPorts

Wilhelmshaven (16. 4. 2026) – Zum 1. Mai übernimmt Holger Banik die Geschäftsführung der landeseigenen Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG (JWP-M). Er tritt damit die Nachfolge von Marc-Oliver Hauswald an, der die Geschicke der Gesellschaft seit August 2023 geleitet hat. 

Banik (Foto: NPorts) ist gebürtiger Bremer. Bereits seit Anfang 2014 ist er Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG sowie der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts). Der 58-Jährige absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte im Anschluss an die Bundeswehrzeit Betriebswirtschaft in Marburg und Gießen.

Zwischen 1996 und 2007 sammelte er Führungserfahrungen im Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn AG. Danach wechselte Banik zur Hafenmanagement-Gesellschaft bremenports GmbH & Co. KG, wo er 2011 die kaufmännische Geschäftsführung übernahm. Am Jade-Weser-Port ist Banik künftig verantwortlich für die Vermarktung des Hafens, das Ansiedlungsmanagement und die Entwicklung der Flächen im Güterverkehrszentrum in der Logistikzone des Containerhafens.

Der Niedersächsische Wirtschaftsminister und Vorsitzende des Aufsichtsrats der JWP-M, Grant Hendrik Tonne zeigte sich überzeugt, dass sich der JadeWeserPort weiterhin positiv entwickeln wird. Im Fokus stünden jetzt die Ansiedlungsflächen im Güterverkehrszentrum und weitere im Eigentum der Gesellschaft stehende Flächen auf dem Voslapper Groden sowie Planungen für einen bedarfsgerechten Ausbau des Hafens. „Ich wünsche Holger Banik für seine neue Aufgabe viel Erfolg.“

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Wasserstoff-Projekte am Scheideweg: „Energie Hub“ fordert Entscheidungen

Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Wilhelmshaven kann einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Versorgungssicherheit leisten – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Der Unternehmens-Zusammenschluss „Energy Hub Wilhelmshaven“ fordert von der Bundesregierung zügige und verbindliche Entscheidungen, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft abzusichern. 

Investitionen in Elektrolyse

„Wir stehen an einem kritischen Punkt“, betonte Maximilian Graf von Wedel, 2. Sprecher des Energy Hub auf der Hannover Messe. „Wenn jetzt keine klaren Entscheidungen getroffen werden, wandern Investitionen ab. Wenn wir jedoch handeln, kann Wilhelmshaven zu einem zentralen Baustein eines effizienten, resilienten und bezahlbaren Energiesystems werden.“ 

Nach den Vorstellungen des Energy Hub Wilhelmshaven können bis 2032 aus dem Jade-Raum rund 45 Prozent des deutschen Wasserstoff-Bedarfs gedeckt werden. Voraussetzung dafür sind aber die richtigen Rahmenbedingungen für die geplanten Investitionen. Grafik: EH

„Die Projekte sind da, die Technologie ist verfügbar und privates Kapital steht bereit – was fehlt, sind verlässliche politische Instrumente zur Absicherung der bestehenden Risiken“, erläutert Energy-Hub-Sprecher Uwe Oppitz. Ohne zusätzliche Investitions-Entscheidungen werde die installierte Elektrolyse-Leistung in Deutschland ab 2027 stagnieren, obwohl bis zu acht Gigawatt bis 2030 realisierbar wären . 

Wilhelmshaven mit seinen leistungsfähigen Häfen, einer guten Energieinfrastruktur, seiner Nähe zu Offshore-Windparks sowie der Einbindung ins geplante Wasserstoff-Kernnetz sei als Standort prädestiniert für große, systemdienliche Elektrolyseprojekte die Stromüberschüsse aufnehmen und Netze entlasten könnten. 

Wichtig für das Gesamtsystem

„Elektrolyse kann mehr als Wasserstoff produzieren – sie stabilisiert das Gesamtsystem“, so Oppitz. Allein im Jahr 2024 hätten über neun Terrawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom abgeregelt werden müssen, obwohl dieser vergütet wurde. Die Kosten für die Eingriffe in Energie-Erzeugungsanlagen zur Stabilisierung des Netzes beliefen sich auf mindestens 2,8 Milliarden Euro. „Diese volkswirtschaftlichen Verluste zeigen: Nicht zu handeln ist teurer als zu investieren.“

Ziel des Gesetzgebers sei es, überschüssigen Strom systemdienlich zu nutzen statt ihn abzuregeln. In der jetzigen Ausgestaltung reiche der Mechanismus jedoch nicht aus, um Investitionen auszulösen, so Oppitz. „Fehlende Planbarkeit bei Strommengen, Preisen und regulatorischen Rahmenbedingungen verhindert den Markthochlauf.“ 

Der Energy Hub fordert einen zielgerichteten Absicherungsmechanismus der regulatorische Risiken wirksam auffange, Projekte über 10 bis 20 Jahre finanzierbar mache, wettbewerblich ausgestaltet sei, volkswirtschaftliche Einsparungen fair verteile und private Investitionen in Deutschland mobilisiere. Richtig ausgestaltet könne systemdienliche Elektrolyse nicht nur Versorgungssicherheit stärken, sondern Netzkosten senken, den Bundeshaushalt entlasten und industrielle Wertschöpfung in Deutschland sichern.

Deichband sieht am Badestrand keine Gefahr für den Küstenschutz

Wangerland/Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Die Deiche im Landkreis Friesland und im Bereich der Stadt Stadt Wilhelmshaven haben den Winter und die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes, der Deichschutzbehörden und der Kommunen am Dienstag bei der Frühjahrsdeichschau. Aber, auch das eine Erkenntnis: Es gibt mit Blick auf die Zukunft jede Menge Handlungsbedarf. Allein für 2026 plant der Deichband Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro.

Das Meer hat nach und nach weite Teile vom Hooksieler Badestrand abgetragen. Das Strandhaus 1 steht schon fast im Wasser. Eine Gefahr für den Küstenschutz sieht der III. Oldenburgische Deichband aber in der Entwicklung noch nicht. Foto: Jonas Abeldt

Im Fokus stehen dabei der Voslapper und der Rüstersieler Seedeich. Seit Jahren schon lässt der Deichband das Deckwerk des Deiches zwischen Hooksiel und dem Jade-Weser-Port erneuern. Stück für Stück. In 2026, so Verbandsvorsteher Eilt-Onno Garlichs, wird der etwa 350 Meter lange 15. Bauabschnitt angepackt. Veranschlagte Kosten: 3,8 Millionen Euro. In 2027, so die Planung, soll das Gesamtprojekt zum Schutz des Deichfußes gegen die anbrandende See dann abgeschlossen werden.

Kleidepots für Deicherhöhung

Abschließen will der Deichband in diesem Jahr auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Erhöhung und Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches. Das Bollwerk hat nach Berechnung von Experten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen so genannten Unterbestick von rund 1,4 Metern. Soll heißen: Damit der Deich auch mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg des Meerwasserspiegels Wilhelmshaven schützen kann, muss er erhöht werden.

Im Rahmen der Frühjahrsdeichschau besprach Deichbandvorstehder Eilt-Onno Garlichs (rechts) eine Reihe von Projekten mit Ulrich Wegener von der Unteren Deichbehörde der Stadt Wilhelmshaven. Foto: hol

Insgesamt, so erläuterten Garlichs und Ulrich Wegener von der Unterer Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven, werden dafür rund 200.000 Kubikmeter Klei als Deichbaustoff benötigt. „Auf Deponien an der Maade und in der Nähe des Jade-Weser-Ports haben wir schon 160.000 Kubikmeter gesammelt.“ Die benötige Restmenge soll im laufenden Jahr hinzukommen. Der Deichband rechnet für 2026 für das Projekt mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro. 

Als weitere Großbaustelle zeichnet sich in Wilhelmshaven die Erneuerung des Deckwerkes auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Helgolandkai und dem Fliegerdeich ab. Auch hierfür sollen im laufenden Jahr die Vorarbeiten vorangetrieben werden.

Schlussrechnung für Hooksiel

Nach drei Jahren abgeschlossen worden ist im vergangenen Jahr die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches (zwischen Campingplatz und Strandhaus 1). Hier arbeite man aktuell nur noch an der Schlussrechnung, so Garlichs. Bei dem nächsten Großvorhaben in diesem Bereich, die Sicherung des Hooksieler Badestrandes, sieht er den Deichband selbst nur bedingt in der Pflicht. „Natürlich unterstützen wir das Projekt. Aber aus Sicht des Küstenschutzes ist es nicht notwendig. Insofern können wir auch keine Küstenschutzmittel dafür ausgeben.“

1,1 Millionen Euro will der Verband hingegen in diesem Jahr für den Schutz des Deichvorlandes zwischen Harlesiel und Schillig investieren. Hier sollen bestehende Lahnungsfelder instand gesetzt werden. Mit Hilfe des Verbundes aus Holzpfählen und Reisig wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und die Sedimentation, also die Ablagerung von Sand und Schlick, erhöht. 

Im Rahmen ihrer ganztägigen Bereisung begutachteten die Fachleute die Deiche von Varel über Stand bis Wilhelmshaven und weiter von Hooksiel für Schillig bis Harlesiel. Dabei ließen sie sich auch über den Stand der Arbeiten an den Schleusen in Wilhelmshaven (4. Einfahrt) und Hooksiel informieren. Die Sanierung der Bauwerke liegt in der Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Landes. Die gute Botschaft für Hooksiel, so Garlichs: „NPorts hat angekündigt, dass die Schleuse wie zuletzt geplant zu Pfingsten wieder in Betrieb gehen kann.“

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Umwelt im Fokus: Wasserschützer kündigen Kontrollen an

Hooksiel (13. 4. 2026) – Bei den landesweiten Aktionstagen zum Umwelt- und Gewässerschutz stehen die Einhaltung von Umwelt- und Abfallvorschriften in der See- und Binnenschifffahrt im Fokus. Wie die niedersächsische Wasserschutzpolizei (WSP) ankündigt, werde man eine Woche lang im gesamten Land entsprechende Kontrollen durchführen.

Wasserschutzpolizei Jade
Die Wasserschutzpolizei kündigt intensive Kontrollen für den Umwelt- und Gewässerschtuz an. Archiv-Foto: hol

Der Betrieb von Schiffen, egal ob auf Flüssen, Seen oder dem Meer, erzeugt verschiedene Abfallarten. Dazu gehören Ölschlämme, Rückstände aus der Abgasreinigung, Abfälle aus dem Maschinenraum sowie Abwässer aus Bordtoiletten. „Diese Stoffe müssen fachgerecht entsorgt werden“, so die WSP.

In bestimmten Fällen dürften Rückstände wie Abgase, Waschwasser oder Küchenabfälle nur unter strengen Vorgaben ins Wasser oder in die Luft abgegeben werden. Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, gelten dafür klare Regeln auf nationaler und internationaler Ebene. „Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, belastet die Umwelt erheblich.“

Im Rahmen der Aktionstage wollen die Wasserschutzpolizeien bundesweit die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kontrollieren. Neben Kontrollen setze man auf Aufklärung: In Gesprächen mit den Schiffsverantwortlichen wolle man Informationen vermittelt und das Bewusstsein schärfen, um Umweltverschmutzung schon im Vorfeld zu verhindern. 

Ziel der Kontrollen sei es, die Gewässer sauber zu halten, Umweltverschmutzungen wirksam vorzubeugen und die maritime Sicherheit nachhaltig zu stärken.

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Beeindruckendes Naturschauspiel vor der Haustür

Wilhelmshaven/Hooksiel (12. 4. 2026) – Die Jade gilt als Wohnzimmer der Schweinswale. Die kleinen Wale kommen jedes Jahr im Frühjahr auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Küste. Von Wilhelmshaven und Hooksiel aus kann man ihre Rückenflossen dann häufig mit bloßen Augen sehen.

Naturschauspiel in der Jade: Immer wieder im Frühjahr lassen sich Schweinswale hier gut beobachten. Foto: Michael Hillmann

Bei den Schweinswal-Tagen, die von Freitag, 24. April, bis Sonntag, 3. Mai, zum zehnten Mal stattfinden, kann man dieses deutschlandweit einzigartige Naturschauspiel hautnah miterleben. Das Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven und seine Kooperationspartner informieren mit den Schweinswal-Tagen über das Leben und den Schutz von Deutschland einziger heimischer Walart.

Zehn Tage lang Programm

Für Naturinteressierte jeden Alters wird über die zehn Tage ein abwechslungsreiches Programm geboten. Tägliche Whale-watching Exkursionen mit Schiffen, begleitet durch Walexperten, gehören ebenso dazu wie Führungen durch die Walausstellung des Wattenmeer Besucherzentrums. Exklusive Erlebnisse sind auf dem Segelschiff „Nordwind“ oder auf einem Helgoländer Börteboot bei der Beobachtung der Schweinswale im Jade-Revier zu erwarten. 

Wal-Olympiade

An den Wochenenden machen Walrufer Gäste am Wilhelmshavener Südstrand auf die Meeressäuger aufmerksam. Zudem findet dort die „Wal-Olympiade“ mit interaktiven Mitmach-Aktionen statt. Vorträge in Kombination mit Dinner oder Frühstück bieten in entspannter Atmosphäre Wissenswertes über die faszinierenden Tiere. Ergänzt wird das Programm durch Naturfilme sowie eine Fotoausstellung des JadeWale e.V..

Im Jubiläumsjahr übernimmt der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft der Schweinswal-Tage. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter www.schweinswaltage.de.

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Schlüsselprojekte für Energiewende auf den Weg gebracht

Wilhelmshaven (10. 4. 2026) – Baubeginn für zwei Kernprojekte der Energiewende. Im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wurde am Donnerstag in Wilhelmshaven der erste Spatenstich für einen 50-Megawatt-Batteriespeicher auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerkes gesetzt. Zuvor feierte die Firma TenneT in Sengwarden den offiziellen Baustart für eine Milliarden-Investition – einen Netzverknüpfungspunkt, über den auf See erzeugter Windstrom ins Netz eingespeist werden soll.

So soll der Batteriespeicher aussehen, der neben dem ehemaligen Uniper-Kohlekraftwerk errichtet wird. Repro: hol

Beide Projekte, so betone Lies, würden die Bedeutung Wilhelmshavens als Energiedrehscheibe mit zentraler Bedeutung für das gelingen der Energiewende unterstreichen.Wichtig wäre es aber auch, dass der Standort selbst auch in Form von Wertschöpfung und Steuereinnahmen profitiere. 

Versorgungssicherheit im Fokus

Bislang sei es bei der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen fast nur um den Klimaschutz gegangen. Heute stehe die Versorgungssicherheit im Vordergrund. „Aber Klimaschutz machen wir trotzdem“, so Lies. „Wie wichtig eine saubere, aber vor allem auch unabhängige Energieversorgung ist, wird uns derzeit drastisch vor Augen geführt.“ 

Ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende sei die Verlässlichkeit der politische und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ohne die kein Unternehmen in den Ausbau von regenerativen Energien, in Elektrolyseure, in Batteriespeicher oder die Wasserstoff-Herstellung investiere. Nach seiner Einschätzung werde es eine lange Übergangszeit geben, in der zum Beispiel Gaskraftwerke noch nötig sind. Wenig Hoffnung setzt Lies darauf, dass Kernkraftwerke der neuesten Generation den Weg in eine CO2-freie Stromproduktion erleichtern könnten. „Die sind ganz einfach viel zu teuer.“

Batterie speichert überschüssige Energie

Der Batteriespeicher, den Uniper mit der Partnerfirma NGEN auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Kraftwerks baut, soll eine Leistung von 50 Megawatt (100 MWh) haben. Das Speicher-System soll künftig kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, die durch die Einspeisung von Wind- und Solarenergie entstehen. Damit würde die Anlage die Integration erneuerbarer Energien sowie die Netzstabilität nachhaltig stärken. Die Nutzung von phasenweise überschüssigem Strom würde zudem die Erneuerbaren insgesamt günstiger machen.

Jan Taschenberger, Uniper-COO New Green Power & Gas (links), beim symbolischen Spatenstich für den Batteriespeicher mit (von links) Mirjam Bernard (NGEN), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Kreetz (COO Uniper), Roman Bernard (CEO NGEN), Oberbürgermeister Carsten Feist,  Marco Scholz (NGEN) und Harald Poppinga (Uniper). Foto: hol

Der Batteriespeicher könne überschüssigen Wind- oder Sonnenstrom aufnehmen und ihn wieder bereitstellen, wenn er benötigt wird, sagte Jan Taschenberger. Der Uniper-COO wies bei der Begrüßung der Gäste darauf hin, dass der Bau der Anlage ursprünglich für einen anderen Standort geplant gewesen sein. Ausdrücklich danke er den beteiligten Behörden, Netzbetreibern und Projektpartner NGEN für die gute Zusammenarbeit am Standort Wilhelmshaven. Aktuell läuft auf dem Gelände noch die Kampfmittelbeseitigung. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen. 

Nordsee-Windstrom wird gebündelt

Ein Schlüsselprojekt für die Energiewende ist das Energiedrehkreuz, das der Stromnetzbetreiber TenneT Germany über die nächsten Jahre auf einer Flüche von rund 70 Hektar baut. Über den Netzverknüpfungspunkt Sengwarden an der Utterser Landstraße zwischen Voslapp und Sengwarden sollen künftig bis zu vier Gigawatt Offshore-Windleistung aus der Nordsee in das Stromnetz integriert werden. Rechnerisch können damit rund fünf Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden.

Tim Meyerjürgens, Vorsitzender der Geschäftsführung von TenneT Germany: „Hier in Sengwarden schaffen wir zentrale Infrastruktur, auf der Wirtschaft, Energieversorgung und industrielle Entwicklung der kommenden Jahrzehnte aufbauen können.“

In Sengwarden werden künftig die Offshore-Netzanbindungssysteme BalWin3 und LanWin4 zusammengeführt. Der Windstrom aus der Nordsee soll hier gebündelt, in das Höchstspannungsnetz eingespeist und dorthin transportiert werden, wo Haushalte, Wirtschaft und Industrie ihn benötigen. Dafür werden zwei Konverteranlagen gebaut, die den Offshore-Gleichstrom für den Weitertransport im Stromnetz in Wechselstrom umwandeln. Darüber hinaus entsteht ein 380-kV-Umspannwerk, das den Strom über die neue 380-kV-Leitung Wilhelmshaven2-Conneforde in das überregionale Stromnetz einspeist. 

Konverter wandeln Strom um

Einen dritten Konverter am Standort Sengwarden wird der Übertragungsnetzbetreiber Amprion bauen, um den Wechselstrom aus dem dort entstehenden Umspannwerk aufzunehmen und über den Korridor B von Wilhelmshaven nach Hamm in Nordrhein-Westfalen abtransportieren zu können. 

Das Projekt, davon zeigten sich auch Ministerpräsident Lies und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist überzeugt, werde auch wirtschaftliche Impulse für die hiesige Region setzen. Es schaffe die Voraussetzungen für Industrie- und Technologieansiedlungen und stärke die Rolle des Standorts als Energieknoten von nationaler und europäischer Bedeutung. 

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