Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Beiträge veröffentlicht in “Wilhelmshaven”

Strategie für Sicherheit, Innovation und Wertschöpfung

Friesland/Wilhelmshaven/Hannover (11.9. 2026) – Beim traditionellen Parlamentarischen Abend der Jade Wirtschaftsregion kamen in Hannover am Donnerstagabend über 250 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft im Alten Rathaus zusammen. Zum siebten Mal versuchten die regionalen Partner, Zukunftsthemen der Küstenregion in die Landespolitik zu tragen. Zu Gast waren Ministerpräsident Olaf Lies sowie Mitgliedern des Landtages.

Wollen ihre Kooperation am Sicherheitsrat- und Innovationsstandort Jade Wirtschaftsraum stärken: (von links): Holger Saß (Jade Hochschule), Ministerpräsident Olaf Lies, Holger Heymann (Landrat Landkreis Wittmund), Tom Nietiedt (Präsident des AWV), Christoph Müller-Meinhard (Marineunterstützungskommando), Rainer Sacher (Leitender Direktor des Marinearsenals), und Prof. Dr. Frederic Stahl (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz). Foto: AWV Jade e.V.

Den Höhepunkt des Abends bildete die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zur Stärkung des maritimen Sicherheits- und Innovationsstandorts Jade Wirtschaftsregion. Mit der Vereinbarung bekennen sich die Partner dazu, die besonderen Stärken der Region künftig noch enger miteinander zu verknüpfen und daraus neue wirtschaftliche Perspektiven zu entwickeln.

Stärkung des Jade Wirtschaftsraumes

Im Mittelpunkt steht das Ziel, die einzigartige Kombination aus Deutschlands größter Bundeswehrregion mit Marine, Marinearsenal sowie den Standorten der Luftwaffe in Upjever und Wittmund, dem JadeWeserPort, dem „Energy Hub“ Port of Wilhelmshaven und der Jade Hochschule zu einer gemeinsamen Sicherheits-, Innovations- und Wertschöpfungsstrategie weiterzuentwickeln. Geplant ist unter anderem die Stärkung der Jade Hochschule sowie der Aufbau eines maritimen Sicherheits- und Innovationscampus auf Grundlage der vorgesehenen Landesinvestition in Höhe von 25 Millionen Euro.

Darüber hinaus soll mit dem „Wehrcluster Jade“ ein regionaler Unternehmens- und Projektverbund entstehen, der die Bedarfe von Marine und Bundeswehr mit den Kompetenzen der regionalen Wirtschaft zusammenführt. Ein weiterer Schwerpunkt der Erklärung ist die stärkere Einbindung der Jade Wirtschaftsregion in eine norddeutsche maritime Innovationsarchitektur. Dazu soll die Region als Marinearsenal-Standort und möglicher Satellit eines geplanten Innovationszentrums der Bundeswehr für maritime Systeme positioniert werden. 

Idealer Standort für Rechenzentren

Weite Themen des Parlamentarischen Abends waren die Chancen und Herausforderungen einer Region, die sich zu einem wichtigen Standort für Energiewirtschaft, Hafenlogistik und industrielle Entwicklung entwickelt hat. Wittmunds Landrat Holger Heymann: „Die Jade Wirtschaftsregion ist schon so weit – dahin muss sich die gesamte Bundesrepublik erst noch entwickeln.“ Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade (AWV), Tom Nietiedt, unterstrich die Bedeutung der Region für die Energiewende. Die vorhandene Infrastruktur und hohe Verfügbarkeit von Energie böten ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung energieintensiver Unternehmen und die Nutzung überschüssiger Energiemengen.

In einem „landespolitischen Dialog“ diskutierte Moderator Christian Wilhelm Link mit Lies. Der Ministerpräsident in Sande zu Hause ist, bestätigte die Rolle der Jade Wirtschaftsregion als wichtiger Energiestandort: „Dank guter Infrastruktur und großer Flächenpotentiale ist die Region ist das Tor zur Welt und zur Energie.“ Lies vertrat die Ansicht, dass Rechenzentren dort entstehen müssten, wo die Voraussetzungen in Sachen Flächen, Anbindung und Energieverfügbarkeit gut sind. „Die Investoren, die Interesse haben, wollen wir gewinnen.“

Kurs für den Neubau eines Zentralklinikums abgesteckt

Friesland/Wilhelmshaven (10. 9. 2026) – Der Fahrplan für den Bau des neuen Zentralklinikum für die Region Wilhelmshaven/Friesland steht. Der friesländische Kreistag und der Rat der Stadt Wilhelmshaven haben am Mittwochnachmittag jeweils mit großer Mehrheit einem gleichlautenden Beschlussvorschlag zugestimmt, der den Kurs für Standortsuche und Finanzierung absteckt.

Favorisierter Standort in Sande

Beide Gebietskörperschaften betreiben derzeit mit dem Klinikum Wilhelmshaven und den Friesland Kliniken mit Standorten in Sande und Varel eigene Krankenhäuser, die die Haushalte der Kommunen aktuell jeweils mit jährlichen Zuschussbedarfen in Millionenhöhe belasten. Nach der Ansicht von Fachleuten könnte ein gemeinsames, hoch modernes Zentralklinikum wirtschaftlicher betrieben werden.

So könnte das geplante Zentralklinikum aussehen, dass Wilhelmshaven und Friesland gemeinsam bauen wollen. Grafik: Landkreis

Aber wo soll der Neubau errichtet werden? Gutachter hatten zuletzt sechs mögliche Standorte nach vorher festgelegten Kriterien bewertet, darunter die beiden Bestands-Krankenhäuser in Wilhelmshaven und Sanderbusch. Die Gremien haben gestern den von den Gutachtern empfohlenen Standort „C – Wilhelmshavener Kreuz Ost“ am Oldenburger Damm in Sande „als Vorzugsstandort für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Zentralklinikums“ festgelegt. Der Standort gilt insbesondere für das gesamte Einzugsgebiet von Varel bis Hohenkirchen sowie von Jever ist Wilhelmshaven aus gut erreichbar.

Förderung durchs Land entscheidend

Der Beschluss ist allerdings noch keine finale Standortentscheidung. Sollte sich in der weiteren Planungs- und Genehmigungsphase rechtliche, bautechnische oder wirtschaftlich Gründe ergeben, die den Neubau am „Wilhelmshavener Kreuz Ost“ unmöglich machen, soll die Planung für das gemeinsame Großprojekt automatisch am nächstbest bewerteten Standort vorangetrieben werden. Der liegt zwischen der Hooksieler Landstraße und der Maade in Wilhelmshaven.

Entscheidend für das Projekt dürften aber auch die Rahmenbedingungen für dessen Finanzierung sein. Die politischen Gremien beauftragten ihre Verwaltungen, zusammen mit den Krankenhausgesellschaften mit dem Sozialministerium in Hannover Kontakt aufzunehmen, um möglichst schnell verbindliche Aussagen zu Fördermöglichkeiten durch das Land Niedersachen zu erhalten. Wilhelmshaven und Friesland hoffen auf eine Förderquote von 90 Prozent für das mehrere Hundert Millionen Euro teuer Projekt, das die stationäre Gesundheitsvorsorge der Region für die nächsten Generationen sichern soll. Bis zur Einweihung dürfe es aber im besten Fall wohl noch mindestens zehn Jahre dauern.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Menü-Tage bringen kulinarische Kultur der Küste auf den Tisch

Wilhelmshaven/Wangerland (8. 9. 2026) Regional, saisonal, nich’ egal: noch b s zum bis Sonntag, 13. September, wird im Rahmen der „Biosphären-Menü-Tage“ die kulinarische Vielfalt der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer. 15 Partner-Betriebe zwischen Cuxhaven und Weener sowie auf den Ostfriesischen Inseln servieren besondere Gerichte und Menüs, bei denen regionale und saisonale Zutaten im Mittelpunkt stehen. Aus dem Wangerland dabei ist das nahe Horumersiel gelegene Landhotel und Restaurant Nakuk. 

Die besonderen Bedingungen an der Nordseeküste haben über Generationen hinweg eine eigene kulinarische Kultur geprägt. Salzige Luft, stürmische Winde und ein raues Klima stellen die Landwirtschaft seit jeher vor Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich robuste, an die Küstenbedingungen angepasste Sorten entwickelt. Traditionelle Produkte wie die „Kleikartoffel“ zeugen noch heute von dieser besonderen Verbindung zwischen Mensch, Landschaft und Landwirtschaft.

„Mit den Biosphären-Menü-Tagen wollen wir zeigen, wie vielfältig und besonders die Küche unserer Region ist. Wer regionale Produkte auf dem Teller genießt, bekommt nicht nur einen Geschmack von der Landschaft, sondern unterstützt gleichzeitig die Menschen, die hier nachhaltig wirtschaften und unsere Region prägen“, sagt Kim Lüdtke, Koordinatorin für das Partner-Netzwerk bei der Nationalparkverwaltung. 

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

Zentralklinikum: Gutachten für Entscheidung öffentlich

Friesland/Wangerland (3. 9. 2026) – Nachdem der Kreistag des Landkreises Friesland und der Rat der Stadt Wilhelmshaven im Juli 2025 die Errichtung einer gemeinsamen Zentralklinik beschlossen, liegen nun die Ergebnisse des Standortgutachtens vor. Auch zur Fusion der bestehenden Krankenhausgesellschaften liegen Empfehlungen eines Sachverständigen vor. „Die Gutachten bieten eine wichtige Grundlage für die weiteren Beratungen und Entscheidungen der politischen Gremien“, stellen Stadt und Landkreis in einer gemeinsamen Presseerklärung fest..

So könnte das geplante gemeinsame Zentralklinikum für Wilhelmshaven und Friesland aussehen. Grafik: Landkreis

Auch die Bürger der Region können sich ein eigenes Bild machen. Die Ergebnisse der beiden Gutachten können im Kreistagsinformationssystem unter  buergerinfo.friesland.de/info.asp und im Ratsinformationssystem unter ratsinformation.wilhelmshaven.de/bi abgerufen werden. Zudem gibt es unter friesland.de/zentralklinik die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand und die Hintergründe zu informieren. Hier stehen zusätzlich Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung. Die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert und ergänzt, sobald neue Informationen oder Entscheidungen vorliegen.

Beratungen nächste Woche

Die Ergebnisse der Gutachten stellen keine abschließende Entscheidung dar. Über den künftigen Standort der Zentralklinik und die konkrete Ausgestaltung der rechtlichen Fusion entscheiden der Kreistag des Landkreises Friesland und der Stadtrat der Stadt Wilhelmshaven. Zunächst werden die Themen in den zuständigen Fachausschüssen am Montag, 7. September, beraten. Danach stehen sie in den jeweiligen Sitzungen von Kreistag und Stadtrat am Mittwoch, 9. September, auf der Tagesordnung.

Weitere Informationen zu den Sitzungen sind im jeweiligen Bürgerinformationssystem abrufbar unter buergerinfo.friesland.de/info.asp (Landkreis Friesland) und ratsinformation.wilhelmshaven.de/bi (Stadt Wilhelmshaven). Die Sitzungen der Fachausschüsse, des Kreistags und des Stadtrats sind öffentlich. Die Sitzung des Ausschusses Finanzen und Digitalisierung sowie des Ausschusses für Klimaschutz, Klimafolgenanpassung, Planung und Kreisentwicklung des Landkreises Friesland beginnt am 7. September um 15.30 Uhr in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (großer Lehrsaal), Wangerländische Straße 40,  in Jever. Der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Haushalt der Stadt Wilhelmshaven tagt ebenfalls am Montag ab 15 Uhr im Ratssaal  im Rathaus.

Interessierte können zudem der Sitzung des Kreistags des Landkreises Friesland am 9. September ab 14.30 Uhr im Dienstleistungszentrum des Landkreises Friesland, Karl-Nieraad-Straße 1, in Varel sowie der Sitzung des Stadtrats um 15 Uhr im Ratssaal in Wilhelmshaven beiwohnen. Radio Jade überträgt die Sitzung aus Wilhelmshaven im Live-Stream, der auch später noch online angehört werden kann.

Gutachter für Standort in Sande

Im Rahmen des Standortgutachtens wurden sechs potenzielle Standorte anhand eines einheitlichen und transparenten Bewertungsmodels untersucht und miteinander verglichen. Das Gutachten wurde durch einen unabhängigen und neutralen Dienstleister erarbeitet. Vier der Standorte liegen im Landkreis Friesland, zwei auf dem Gebiet der Stadt Wilhelmshaven.

Aufgeteilt in die beiden übergeordneten Kategorien Standorteignung und Wirtschaftlichkeit wurden unter anderem die Erreichbarkeit, Verkehrsanbindung, Entwicklungsmöglichkeiten, Natur- und Umweltaspekte sowie zu erwartende Investitionskosten betrachtet und bewertet. Darauf basierend kamen für die beiden Oberkategorien Punkte zusammen, die jeweils zur Hälfte in die Gesamtwertung einflossen. Auf dieser Grundlage spricht das Gutachten eine Empfehlung für einen Vorzugsstandort aus. Er liegt am Oldenburger Damm (Landesstraße 815 ) in Sande. Das Ergebnis ist Teil der Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien.

Im Rahmen des Fusions-Gutachtens wurde geprüft, welche Rechtsform für die Fusion am besten geeignet wäre. Hierbei wurden die Rechtsgebiete Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht, Krankenhausrecht, Förderrecht und Kommunalverfassungsrecht betrachtet. Das Ergebnis des Gutachtens liegt nun vor und ist Teil der Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien.

In Wilhelmshaven werden 13.600 Menschen evakuiert

Wilhelmshaven (31. 8. 2026) – Bei Arbeiten im Marinearsenal wurde am heutigen Montagnachmittag eine Bombe gefunden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bestätigte laut Mitteilung der Polizei, dass es sich bei dem Kampfmittel um eine amerikanische 5-Zentner-Bombe handelt, die über zwei Zünder verfügt. Auch wenn es sich dabei um keine Langzeitzünder handle, bestehe ein Restrisiko des Zündsystems.

Bombe wird Dienstag entschärft

Damit die Bombe zeitnah entschärft werden kann, muss ein Radius von 1.000 Metern um die Bombe evakuiert werden. Die Evakuierung beginnt am Dienstag, 1. September, um 8 Uhr. Bis 11 Uhr muss das Gebiet komplett geräumt sein. Betroffen sind rund 13.600 Menschen, die in der Südstadt, der Innenstadt und Heppens leben.

Die Polizei wird mit der Unterstützung weiterer Einsatzkräfte kontrollieren, ob das Gebiet (Karte) geräumt ist. Die großen Zufahrtsstraßen in dem betroffenen Bereich werden ab 11 Uhr abgesperrt. Sobald alles frei ist, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst dann mit der Entschärfung beginnen.

„Wer nicht weiß, wo er hinsoll, findet in den angrenzenden Sporthallen am Mühlenweg, an der Bremer Straße und am Gotthilf-Hagen-Platz Unterschlupf. Die drei Sporthallen werden als Notunterkünfte ab 8 Uhr öffnen“, heißt es in der Mitteilung.

Schulen bleiben geschlossen

Die in dem Gebiet liegenden Schulen (Grundschule Rheinstraße und Schule an der Deichbrücke) bleiben am Dienstagvormittag ebenso geschlossen wie die Kindertagesstätten Lüttje Oog, Arche Noah, Inselviertel, Christuskindergarten und Kinderspielhaus. 

Der Krisenstab der Stadt Wilhelmshaven kümmert sich um die betroffenen Alten- und Pflegeheime und stellt sicher, dass die dort lebenden und arbeitenden Personen, wenn nötig, evakuiert werden. Dabei werden sie von den Rettungsdiensten sowie den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben unterstützt. Der Linienverkehr wird aus diesem Grund am Dienstagmorgen ab 8 Uhr eingestellt. Die Schülerbeförderung findet zuvor aber regulär statt.

Drohnenflüge untersagt

„Drohnenüberflüge über das Gebiet sind verboten“, heißt es in der Mitteilung. Die Polizei und die Bundeswehr würden Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbots durchführen.

Der Krisenstab der Stadt tagte am Abend und bereitete die bevorstehende Evakuierung in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden vor. Weitere Informationen folgen ab Dienstagmorgen. Die Stadt richtet unter der Telefonnummer 04421/161616 ein Bürgertelefon ein, das am Montagabend bis 23 Uhr und am Dienstagmorgen ab 6 Uhr erreichbar ist.

Aktualisierung: Am heutigen Dienstag um 13.42 Uhr, also deutlich später als ursprünglich geplant, hat der Krisentag der Stadt dem Kampfmittelbeseitigungsdienst mitgeteilt, dass der Sicherheitsbereich um die Bombe evakuiert ist. Die Fachleute könnten jetzt mit der Entschärfung der Bombe beginnen. Offenbar hatte sich die Räumung der Gebäude im Radius von 1000 Meter schwieriger gestaltet als erwartet, weil einige Bewohner ihre Wohnungen nicht verlassen wollten.

Kurz vor 17 Uhr meldet die Stadt, dass die Bombe erfolgreich entschärft worden sein. Die betroffenen Bürger dürfen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Vier Verletzte bei schwerem Unfall auf Landesstraße 810

Hooksiel/Wilhelmshaven (31. 8. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am gestrigen Sonntag auf der Landesstraße 810 vier Personen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 9.45 Uhr auf der Hooksieler Landstraße im Bereich Sengwarden kurz vor Hooksiel.

Nach bisherigen Erkenntnissen beabsichtigte habe ein Pkw-Fahrer versuch, von der Straße Klein Buschhausen nach links auf die Hooksieler Landstraße einzubiegen. „Dabei übersah er einen von links kommenden, bevorrechtigten Pkw“, so die Polizei.

Die Fahrerin des vorfahrtberechtigten Fahrzeugs habe noch versucht, durch ein Ausweichmanöver einen Zusammenstoß zu verhindern. Dennoch kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge. Infolge des Aufpralls kam ihr Wagen von der Fahrbahn ab und landete in einem Graben.

Bei dem Verkehrsunfall seien insgesamt vier Personen verletzt worden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die L 810 wurde kurzzeitig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Mann in Wilhelmshaven getötet: Zwei Festnahmen

Wilhelmshaven (27. 8. 2026) – In Wilhelmshaven ist am Mittwoch ein Mann getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, ist der Tote gegen 17.30 Uhr in einer Wohnung in der Heppenser Straße gefunden worden. Der Leichnam im Badezimmer gelegen und erheblichen Verletzungen aufgewiesen.

In der Wohnung habe sich zudem ein 55-jährigen Mann aus Wilhelmshaven aufgehalten. Aufgrund der ersten Erkenntnisse habe sich gegen ihn ein Tatverdacht ergeben. „Der Mann wurde vorläufig festgenommen“, so die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf einen weiteren Tatverdächtigen ergeben. Der 63-jährige Mann aus Wilhelmshaven hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Bremen auf. Dort sei er in Zusammenarbeit mit den Bremer Polizeibehörden durch Spezialkräfte vorläufig festgenommen worden.

Beide Tatverdächtige wurden am heutigen Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht Wilhelmshaven erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten. Sie wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten gebracht.

Zu möglichen Hintergründen, den Tatablauf sowie die jeweiligen Beteiligungen machte die Polizei noch keine Angaben. Das sei Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Container-Umschlag am Jade-Weser-Port wächst um 36 Prozent

Wilhelmshaven (14. 8. 2026) – Die Seehäfen in Niedersachsen haben im ersten Halbjahr 2026 ein Umschlagsplus zu verzeichnen. Nach Angaben der Marketingorganisation Seaports of Niedersachsen GmbH stieg der Gesamtumschlag im Seeverkehr um sieben Prozent auf 31,1 Millionen Tonnen.

Massengüter rückläufig

Treiber der positiven Entwicklung sei der gesteigerte Umschlag von Stückgütern und Containern gewesen. Der Massengüterumschlag habe sich hingegen marktbedingt leicht rückläufig entwickelt. In Niedersachsen gibt es insgesamt neun Seehäfen. 

In Wilhelmshaven wurden von Januar bis Juni 2026 mit rund 20,6 Millionen Tonnen rund 14 Prozent mehr Güter umgeschlagen als im ersten Halbjahr 2025 (18 Mio. Tonnen). Der Umschlag von Containern belief sich auf mehr als 898.000 TEU, was einem Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Auch der Automobilumschlag konnte mit knapp 68.000 Neufahrzeugen weiter ausgebaut werden. Während der Umschlag von Rohöl und Mineralölprodukten rückläufig ist, stiegen die Importe von Kohle und Baustoffen weiter an.  

Märkte weiter unter Druck

„Insgesamt können wir zur Jahresmitte ein positives Fazit zur Entwicklung des Ladungsaufkommens in den niedersächsischen Seehäfen ziehen“, so Seaports-Geschäftsführerin Inke Onnen-Lübben. „Nicht zuletzt zeugt dieses von hoher Kundenzufriedenheit, die unsere Hafenwirtschaft durch ein gutes Angebot und flexible Services erreichen konnte. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Märkte weiterhin unter Druck sind.“ Während die Umschlagsvolumen von Containern, Komponenten im Bereich der Erneuerbaren Energien und auch bestimmten Massengütern deutlich gewachsen sei, hätten sich bei anderen Gütergruppen Zollbeschränkungen, Veränderungen von Warenströmen aufgrund hoher Energiekosten sowie eine überbordende Regulatorik und globale Krisen ausgewirkt.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Lies betont gute Zukunftschancen für Wilhelmshaven

Wilhelmshaven (9. 8. 2026) – Die Deutsche Seemannsmission Wilhelmshaven ist eine für Stadt und maritime Wirtschaft gleichermaßen wichtige wie anerkannte Institution in der Region. Das wurde am Wochenende beim Tag der offenen Tür anlässlich des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Mission deutlich. Zu den Gratulanten gehörte auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), selbst Mitglied der Mission, der sich bei den Helfern für deren ehrenamtliches Engagement bedankte.

Der Vorsitzende des Seemannsmission Wilhelmshaven, Wilfrid Adam (3. von links) begrüßte neben Detthold Aden auch Niedersachsens Ministerpräsidenten Olaf Lies (Mitte) zum Tag der offenen Tür im Seemannsheim. Foto: hol

Wilfrid Adam begrüßte als Vorsitzender der Seemannsmission Hunderte Interessierte und Freunde im Seemannsheim an der Hegelstraße 11. Auch wenn die Verweildauer von Seeleuten in Häfen im Vergleich zu früher deutlich kürzer geworden ist, ist das Heim eine wichtige Zentrale für die Arbeit des Besuchsdienstes und für Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick.

Besuch bei der Seemannsmission

Lies unterstrich in einer von Adam moderierten Gespräch mit dem langjährigen Präsidenten des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Detthold Aden, die zentrale und weiter zunehmende Bedeutung des Hafens Wilhelmshaven für Niedersachsen und ganz Deutschland. Auch mit Blick auf die Belange des größten Bundeswehr- und Marinestandortes Deutschlands gelte es, die sich daraus ergebenen Zukunftschancen für die Stadt zu entwickeln.

Der Containerhafen Jade-Weser-Port (JWP), bei seiner Einweihung 2012 noch als Geisterhafen verspottet, komme auch dank der Reederei Hapag Lloyd richtig in Fahrt. Immer mehr Güter werden über Wilhelmshaven umgeschlagen. Hinzu komme, so Lies, die Bedeutung des Hafens als Energiedrehscheibe – neben Öl und Kohle werde es in Zukunft vornehmlich um verflüssigte Gase und um Strom von Offshore-Windparks gehen.

Der Jade-Weser-Port hat sich längst zu einem wichtigen Umschlagplatz für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Archiv-Foto: hol

Hier übernehme die Stadt eine nationale Aufgabe. „Der Strom muss aber auch in Zukunft weiter per Erdkabel durch die Küstenregion geleitet werden, wenn wir die Akzeptanz nicht verlieren wollen“, sagte Lies mit Verweis auf andere Überlegungen in Berlin. Als Stärke des Hafens sieht Lies auch die großen Flächenpotenziale auf dem Voslapper Groden. Die einst für Industriezwecke aufgespülte Fläche ist aktuell noch EZ-Vogelschutzgebiet. „Wir werden dafür an anderer Stellen ein größeres Naturschutzgebiet entwickeln, wo tatsächlich Naturschutz stattfinden kann“, versicherte der Ministerpräsident.

Pläne für Mehrzweckhafen

Der Wilhelmshavener Aden, der unter anderem als Vorstandschef der Bremer BLG Logistics Group, maßgeblichen Anteil am Bau des JWP hatte, warb für den zügigen Bau des geplante Multipurpose-Terminal (MPT). Auf dem 900 Meter langen Terminal in Verlängerung des JWP könnten ab voraussichtlich 2038 neben Containern auch Schwerlastgüter, Autos oder im Bedarfsfall militärische Ausrüstung umgeschlagen werden.

Derzeit stünden in Wilhelmshaven rund 35.000 Import-Autos, die im inneren Hafen umgeschlagen und auf der Straße zur ehemaligen Geniusbank in Sichtweite des JWP gebracht werden, so Aden. Ein Fortschritt: Die Abstellflächen würden in Kürze einen Gleisanschluss bekommen, so das der Weitertransport per Bahn erfolgen kann.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür bot die Seemannsmission in Haus und Garten ein abwechslungsreiches Programm, das musikalisch vom Shantychor „Schlicktown Singers“ und der Jazzband „Seaside Swing Combo“ umrahmt wurde.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Wellen zu hoch: Reederei sagt Helgoland-Fahrt ab

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die für den morgigen Freitag, 7. August, geplante Helgoland-Fahrt ab Hooksiel fällt aus. Die Reederei Alder-Eils begründet die Entscheidung mit der Wetterprognose und der vorhergesagten Wellenhöhen.

Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich für  Umbuchungen oder Erstattungen mit ihrer jeweiligen Vorverkaufsstelle in Verbindung zu setzen. Wer sein Ticket online gekauft hat, hat bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich wegen einer gewünschten Umbuchung mit der Reederei in Verbindung zu setzen (per Mail unter info@adler-eils.de) und seinen neuen Wunschtermin für eine Helgoland-Reise zu übermitteln. „Danach werden alle online gekauften Tickets automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet“, so die Reederei. 

Die für Freitag geplanten Fahrt ab Wilhelmshaven (Abfahrt 12.30 Uhr / Rückfahrt 18.30 Uhr) findet nach aktuellem Stand wie geplant statt.

– Werbeanzeige –