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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

„Gästeforum“ soll Informations-Lücke für Tourismus-Branche schließen

Wangerland (7. 10. 2026) – Der 27. September dieses Jahres war für Gastronomen und gewerbliche Vermieter ein wichtiges Datum. Und ein gefährliches dazu. Vor rund zwei Wochen ist die so genannte „Empco-Richtlinie“ in Deutschland in Kraft getreten, die das Europäische Parlament 2024 auf den Weg gebracht hat.

Der Hotelier Christian Fuchs will mit dem „Gästeforum“ eine Lücke im Informationsangebot für gewerbliche Anbieter in Gastronomie und Vermietung schließen und ein Forum für neue Netzwerke schaffen. Foto: hol

Der Gesetzgeber will damit die Verbraucher vor dem so genannten „Greenwashing“ schützen. Unter anderem vor irreführender Werbung etwa mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. „Solche Werbesprüche sind nur noch dann erlaubt, wenn sie offiziell zertifiziert sind“, erläutert Christian Fuchs, der zusammen mit seiner Frau das Landhotel Nakuk im Wiardergroden führt und sich unter anderem beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) engagiert.

Neue Gesetzgebung

Gerade im Tourismus und im Gastgewerbe sei man bislang mit solchen Versprechen oft leichtfertig umgegangen. Das Risiko, das jetzt daraus erwächst, so Fuchs: „Es stehen schon Hunderte von Anwälten bereit, entsprechende Verstöße etwa auf den Internetseiten der Unternehmen kostenpflichtig abzumahnen.“

Die „Empco-Richtlinie“ und ihre praktischen Folgen – das wäre aus Sicht von Fuchs ein Thema gewesen, über das die Wangerland Touristik GmbH (WTG) als lokale touristische Marketingorganisation die Betriebe im Wangerland hätte informieren können. Aber bekanntlich hat die insolvente WTG zurzeit andere Probleme und ist möglicherweise auf in Zukunft nicht mehr in der Lage. derartige Dienstleistungen für die Branche zu erbringen.

Praktischer Nutzen

Die sich daraus ergebende Informationslücke für die touristischen Leistungsträger in der Gemeinde will Fuchs mit einer App schließen, einem Informations-Portal, das er selbst in den vergangenen Wochen und Monaten konzipiert und programmiert hat – das „Gastgeberforum“. „Zurzeit befindet sich die App noch im Probelauf“, so Fuchs gegenüber „Hooksiel-life“. Aber er sei überzeugt davon, dass die Fülle von verschiedenen Informations- und Austauschmöglichkeiten für gewerbliche Gastronomen und Vermieter sehr nützlich seien und einen echten Mehrwert erbringen.

Über die App sollen eine Fülle von Informationen bereit gestellt werden – von einer Veranstaltungs- und Terminübersicht über einen Gezeiten-Kalender bis hin zu einer Personalbörse, auf der Unternehmen Stellen anbieten und sich Interessierte bewerben können. Ein anderes Beispiel: Ein Gast plant eine Hochzeit mit über 100 Gästen. Kann der angefragte Gastronom die Veranstaltung nicht darstellen, kann über das „Gästeforum“ eine Umfrage an die andren Betreibe im Wangerland stellen, ob sie dem Gast ein Angebot unterbreiten möchten. Fuchs: „Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.“

Eigene Hauszeitung

Oder die digitalisiert Hauszeitung: Mit ein paar Klicks generiert Fuchs den „Wangerland-Kurier“, ein Info-Blatt, das er jedem seiner Gäste auf den Frühstückstisch legen kann. Gefüllt von künstlicher Intelligenz mit Standardmeldungen aus der Region, angereichert etwa um das Tages-Menü des Hotels oder einen besonderen Tipp des Gastgebers.

Und natürlich das Forum mit allen für die Branche interessanten Neuigkeiten wie die Warnung vor der „Empco-Richtlinie“ oder die Folgen, die die geplante Reform des Minijob-Systems auf Bundesebene für die Personalkosten in Restaurants und Hotels bedeuten kann 

Fuchs sieht in dem Gastgeberforum mit seinen Marketing-Chancen und den verschiedenen Netzwerk-Möglichkeiten ein Tool, das nicht nur fürs Wangerland eine Bereicherung ist. Auch auf Destinationen wie Jever oder Wilhelmshaven könne die App ohne Probleme angepasst werden. Einen Eindruck erhalten Interessierte über die Internetseite Gastgeberforum.de. Für Rückfragen zu erreichen ist Christian Fuchs am besten über die Email-Adresse forum@wangerland.live.

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Trainingsanzüge für Fußballer des SC Wangerland gespendet

Wangerland/Hooksiel (5. 1. 2026) – Der Hooksieler Unternehmer Tobias Geisen unterstützt die von Lars Reiners trainierte Fußball-C-Jugend des SC Wangerland. Im Vorfeld des jüngsten Punktspiels am vergangenen Samstag überreichte der Geschäftsführer der Nojalu Infrastruktur GmbH der Mannschaft einen Satz Trainingsanzüge (Foto).

Die Spieler zahlten mit einer guten Leistung auf dem Rasen des Fußballplatzes an der Hooksieler Jaderennbahn zurück. Sie gewannen ihr Punktspiel gegen FC Medya Oldenburg mit 8:0 (2:0) und rückten damit auf den vierten Tabellenplatz. 

Am Montag läuft Kartenvorverkauf für „Hooksiel tanzt“ an

Hooksiel (4. 10. 2026) – Gerade steht mit dem „Herbstleuchten“ eine Großveranstaltung von „De Hooksieler“ vor der Tür, da läuft bereits der Countdown für die nächste: Am Samstag, 7. November, heißt es zum zweiten Mal „Hooksiel tanzt“. Die Interessengemeinschaft lädt dazu ab 19.30 Uhr (Enlass ab 19 Uhr) in die Eventhalle Langenhorst im Hooksieler Gewerbegebiet ein. Die Musik dazu steuert Discjockey Jes bei.

„De Hooksieler“ weisen darauf hin, dass am morgigen Montag, 5. Oktober, der Kartenvorverkauf im Kiosk Dekena anläuft. Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahren dürften die 150 Tickets schnell vergriffen sein. Im Vorverkauf können maximal vier Karten pro Person erworber werden. Der Entrittspreis betrgt 15 Euro.

Holger Ulfers bleibt Fraktionsvorsitzender der SPD

Wangerland/Hooksiel (4. 10. 2026) – Auch die SPD Wangerland setzt auf Kontinuität im künftigen Gemeinderat.

Ratsherr Holger Ulfers

Auf einer vorbereitenden Sitzung für die neue Ratsperiode wurde Holger Ulfers (Foto) als Fraktionsvorsitzender im Amt bestätigt. Zu seiner Stellvertreterin wählten die Sozialdemokraten Ratsfrau Stefanie Bremers (Hohenkirchen).

Die SPD erlitt bei der Kommunalwahl starke Verluste. Ihr Stimmenanteil von 25 Prozent reicht für sechs Sitze im neuen Gemeinderat, der ab dem 1. November seine Arbeit aufnehmen wird. Damit stellt die Partei nach der CDU die zweitgrößte Fraktion. Zu ihr wird unter anderem auch der noch amtierende Landrat Sven Ambrosy gehören.

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Stimmungsvolle Lichter und Musik von der grünen Insel

Hooksiel (4. 10. 2026) – Wenn am Alten Hafen in Hooksiel die ersten Lichter angehen und etliche Kürbisse leuchten, ist Zeit fürs „Hooksieler Herbstleuchten“. Zum 15. Mal lädt der Verein „De Hooksieler“ für Samstag, 10. Oktober, ab 12 Uhr zu seinem herbstlichen Hafenfest ein. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Hooksieler Theatergruppe, der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“, dem SC Wangerland und der Arbeitsgruppe Hooksiel.

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Beim „Herbstleuchten“ wird der Alte Hafen wieder herbstlich illuminiert werden. Archiv-Foto: hol

Programm für die ganze Familie

Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Am Nachmittag sorgt das Duo „De Platters“ mit Küsten- und Kinderliedern auf Hoch- und Plattdeutsch für musikalische Unterhaltung. Kleine Gäste können sich beim Kinderschminken und mit Glitzertattoos verwandeln lassen oder bei einer Rundfahrt mit einer historischen Friesenkutsche Hooksiel aus einer besonderen Perspektive kennenlernen. Am späten Nachmittag steht außerdem eine Kinderdisco auf dem Programm.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, verspricht Anke Müller von „De Hooksieler“: „Neben einer großen Auswahl an selbst gebackenem Kuchen gibt es unter anderem Flammkuchen und Flammlachs.“ Zudem laden Kunsthandwerker und verschiedene Marktstände zum Stöbern und Entdecken ein.

Feuershow und Musik

Ab 18 Uhr gehört die Bühne der Folk-Band „Beltane“. Mit einer Mischung aus irischen und schottischen Songs und Tunes nimmt die Band ihr Publikum musikalisch mit auf die „grüne Insel“ und in die schottischen Highlands. Für einen Höhepunkt sorgt bei einsetzender Dunkelheit eine Feuershow, die das musikalische Bühnenprogramm begleitet. Gleichzeitig verwandelt sich der Alte Hafen nach und nach in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Mit professioneller Unterstützung von MBO-Lichtdesign wird das Hafengelände eindrucksvoll ausgeleuchtet.

Individuell gestaltete Kürbisse

Für eine besondere Herbstatmosphäre sorgen zudem wieder zahlreiche individuell gestaltete Kürbisse. „Weil wir Hooksieler sind“ stellt sie gemeinsam mit dem Kindergarten, der Grundschule, dem Wohnstift und der WiKi auf und bringt sie passend zur einsetzenden Dunkelheit zum Leuchten.

Auch die Kreativität kommt nicht zu kurz: Von 17.30 bis 19 Uhr können Kinder bei einer herbstlich-maritimen Bastelaktion selbst aktiv werden.

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Sportflieger zwischen Hooksiel und Horumersiel abgestürzt

Wangerland/Crildumersiel (2. 10. 2026) – Dramatische Bilder über dem Wangerland. Von See kommend steuert heute gegen 17 Uhr ein Sportflugzeit in Höhe Horumersiel aufs Festland zu. Vom Boden aus erkennbar eine Rauchfahne, die es hinter sich herzieht. Der Pilot dreht eine große Runde über den Wiardergroden und Crildumersiel. Die Maschine verliert an Höhe, der Motor stottert verdächtig.

Glück im Unglück. Der Pilot konnte das abgestützte Flugzeug noch eigenständig verlassen. Foto: privat

Schließlich setzt der sehr erfahrene Pilot (69) auf einem Acker im Speicherpolder zwischen dem St. Joostergroden und dem Deich zwischen Hooksiel und Horumersiel zur Notlandung an. Offenbar ist der Untergrund für das Gewicht der Maschine zu weich. Die Räder sinken ein und versinken im Untergrund. Das Flugzeug überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen.

In banger Erwartung verfolgen Augenzeugen des Unfalls von Seedeich aus das Geschehen. Feuerwehr und Polizei werden alarmiert und rücken zügig an. Die gute Nachricht: Der Pilot ist offenbar unverletzt geblieben. „Er kam uns eigenständig und aufrecht entgegen“, schildert ein Feuerwehrmann.

Die Straße am Deich von Horumersiel in Richtung Hooksiel war heute am späten Nachmittag gesperrt. Feuerwehr und Polizei rückten an, um dem abgestürzten Flieger zu helfen. Foto: hol

Nach Mitteilung der Polizei vom Abend erlitt der Pilot lediglich leichte Hautabschürfungen. Die genaue Ursache der Motorprobleme des Flugzeuges steht noch nicht fest. Nach Einschätzung der Polizei hat der Pilot darauf „sehr besonnen“ reagiert und eine kontrollierte Notlandung eingeleitet. Nach dem ersten Eindruck könnte die historische Maschine einen Totalschaden erlitten haben.

Am Abend richteten Feuerwehrleute mit Unterstützung eines Rettungswagens der Feuerwehr Schortens das Flugzeug auf, so dass es wieder auf seinen eigenen Rädern stand. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel, Waddewarden und Schortens wurde gegen 20.45 Uhr beendet.

Laut Internet-Recherche handelt es sich bei der gelb-rot lackierten Maschine um ein Flugzeug der Marke „Fairchild“ vom Typ „Argus 6“, die auf dem Flugplatz Mariensiel beheimatet ist. Die viersitzige, mit einem 200-PS starken Motor ausgestattete Maschine, Baujahr 1943, wurde im Zweiten Weltkrieg von der Royal Air Force eingesetzt.

Anmerkung: Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

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CDU im Rat leitet Wechsel an der Fraktionsspitze ein

Wangerland (2. 10. 2026) – Alice Brandenburg-Bienek bleibt Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wangerland. Zum stellvertretenden Vorsitzenden haben die Christdemokraten, die als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl hervorgegangen sind, Björn Christiansen aus Hooksiel bestimmt. Der 33-Jährige wurde erstmals in den Rat gewählt.

Hooksieler soll nachrücken

Alice Brandenburg-Bienek

Laut Mitteilung der Fraktion hat Alice Brandenburg-Bienek (Foto) angekündigt, den Fraktionsvorsitz nach etwa der Hälfte der neuen Ratsperiode an ihren Stellvertreter übergeben zu wollen. „Damit soll frühzeitig ein geordneter Generationen- und Verantwortungswechsel eingeleitet werden“, so die Fraktionssprecherin.

„Ich freue mich über das Vertrauen der Fraktion und werde den Vorsitz mit voller Verantwortung weiterführen. Gleichzeitig ist für mich klar: Wir haben bei der Kommunalwahl ein deutliches Signal für Veränderung und neue Ideen bekommen. Deshalb möchte ich Björn Schritt für Schritt in diese verantwortungsvolle Aufgabe hineinwachsen lassen und ihm zur Mitte der Ratsperiode den Staffelstab übergeben“, erklärt Alice Brandenburg-Bienek.

Der Vorsitzende der CDU-Wangerland, Christian Burchardt, begrüßt diese Entscheidung: „Alice steht für Erfahrung, Verlässlichkeit und eine große Verbundenheit mit dem Wangerland. Gleichzeitig müssen wir den Wunsch der Wählerinnen und Wähler nach frischem Wind ernst nehmen. Der geplante Wechsel an der Fraktionsspitze verbindet beides: Erfahrung und Erneuerung.“

Erneut Gruppe mit der FDP

Mit acht (statt bislang sechs) Sitzen im künftig 22-köpfigen Rat stellt die CDU die stärkste Fraktion. Wie die Partei mitteilt, habe man mit FDP vereinbart, erneut eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die CDU-Fraktion und FDP-Ratsherr Lübbo Meppen werden unter dem Namen „Gemeinsam fürs Wangerland (GfW)“ zusammenarbeiten. Die übrigen Sitze: SPD (6), Pro Wangerland (4), Grüne (2) und AfD (1).

Aber, so Burchardt: „Für die künftige Ratsarbeit brauchen wir einen offenen Blick über Fraktionsgrenzen hinweg und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Die CDU lade ausdrücklich auch die anderen Fraktionen im Rat ein, an diesem Prozess mitzuwirken. „Wir stehen für Gespräche mit allen demokratischen Fraktionen zur Verfügung. Uns geht es nicht darum, Lager zu bilden, sondern darum, gute Entscheidungen für das Wangerland zu treffen“, so Burchardt.

Möglichst Konsens finden

Auch aus Sicht von Alice Brandenburg-Bienek habe die Arbeit mit wechselnden Mehrheiten in der vergangenen Ratsperiode gezeigt, dass man auch ohne feste Mehrheitsblöcke tragfähige Entscheidungen erreichen könne. „Das zwingt uns dazu, in der Sache zu argumentieren, andere mitzunehmen und am Ende einen möglichst breiten Konsens zu finden. Genau diese Kultur der Zusammenarbeit möchte ich erhalten.“

Das Wangerland stehe vor großen Herausforderungen, so Buchardt. „Dafür brauchen wir keine Parteipolitik um ihrer selbst willen, sondern gute Ideen, klare Entscheidungen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu tragen.“

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Schießanlage Tammhausen wird für Jäger noch wichtiger

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 9. 2026) – Es ist ruhig in Hooksiel. Eigentlich. Wenn nicht gerade Kampfjets der Bundeswehr am Himmel ihre Runden drehen und nebenan nicht geschossen wird. Nebenan, das ist in Tammhausen. Dort, auf Wilhelmshavener Gebiet, liegt die Schießanlage des Jade Wurftaubenclubs (JWTC) ein beliebter Trainingsplatz für ambitionierte Sportschützen und die Jägerschaft aus der ganzen Region. Auch aus dem Wangerland.

Heinz Weerda ist stolz auf die neue Kugelschießanlage des Jade Wurftaubenclubs. Das Millionenprojekt in Wilhelmshaven-Tammhausen wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. Foto: hol

„Es ist uns durchaus bewusst, dass man uns in Hooksiel bei südlichen Winden hören kann“, räumt Vereinsvorsitzender Heinz Weerda (79) ein. Problem dabei ist nach seiner Überzeugung nicht die Lautstärke der Schüsse, sondern das Geräuschmuster. „Pock“- und wenig später wieder „Pock“. Dann Ruhe. Und wieder „Pock, Pock“.

Ärger über Schießlärm

Nicht alles, was als störend empfunden wird, ist unzulässig. Die Genehmigung des Betriebs der 2002 eingeweihten Anlage in Tammhausen jedenfalls ist juristisch mehrfach überprüft und als rechtens eingestuft worden. Dennoch, so betont Weerda: „Wenn es eine Möglichkeit gibt, den Schießlärm einzudämmen, ohne den Betrieb selbst zu gefährden, sind wir die Letzten, die da etwas gegen haben.“

Zuletzt habe es dazu sehr konstruktive Gespräche mit Vertretern des Seebadeverein Hooksiel und mit Bürgermeister-Kandidat Bernd Abrahams (Pro Wangerland) gegeben. Eine Lösung sei aber noch nicht in Sicht, auch weil der Schall sich wellenförmig ausbreitet und mit einem Schutzwall in 100 Meter Entfernung kaum gedämmt werden kann.

Investition von 1,5 Millionen Euro

Anders stellt sich das beim neuen Kugelschießstand dar, der nach anderthalb Jahren Bauzeit vor wenigen Tagen offiziell in Betrieb genommen wurde. 1,5 Millionen Euro hat der Verein nach den Worten von Weerda in die Anlage investiert, die zu einem wichtigen Stück Infrastruktur vornehmlich für die Jägerschaft werden wird. Trainieren werden an dem Schießstand aber auch Polizisten, etwa von Sondereinsatzkommandos (SEK) und Mobilen Einsatzkommandos (MEK).

Entstanden ist aus Hooksieler Sicht hinter der Wurftauben-Schießanlage ein Schießstand, der aus einem festen Gebäude besteht, aus dem heraus die Schützen ihre Waffen abfeuern. Am Ende der 50 beziehungsweise 100 Meter langen Schießbahnen, die seitlich durch vier Meter hohe, durch massive Fundamente stabilisierte Betonwände abgesichert sind, befinden sich die Ziele – laufende Keiler oder auch Zielscheiben, an denen die Schützen die Treffgenauigkeit ihrer Waffen testen können.

Der Kugelschießstand liegt südlich von der Wurftaubenanlage, auf der Schützen mit Schrott auf Tontauben schießen. Foto JWTC

Eine entsprechende Schießanlage gibt es derzeit in der Region lediglich in Webershausen bei Aurich, die allerdings in den nächsten Jahren aufgegeben werden soll. Die Lücke will der WTC schließen, auch weil das Schießen mit Kugeln – neben dem mit Schrot – ein fester Bestandteil der Jägerausbildung ist. Aber auch für Meisterschafen sei die Anlage ausgelegt.

Weerda kündigt Rückzug an

Zur Einweihung des Kugelschießstandes konnte der 1998 gegründete WTV, der heute um die 340 Mitglieder hat, über 40 Gäste begrüßen. Darunter Vertreter der Jägerschaft mit Helmut Dammann-Tamke als Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV) an der Spitze sowie Markus Wallenhorst, Leiter des Polizeikommissariats Jever. Ausdrücklich betonte Weerda die stets gute Zusammenarbeit mit dem Rat und der Verwaltung der Stadt Wilhelmshaven bei Planung und Bau der Projekte, die der Verein nahezu vollständig aus eigenen Mitteln finanziert hat.

Von 1,6 Million Euro Baukosten für den Wurftaubenstand habe der JWTC 84 Prozent getragen. Der Zuschuss der Stadt zum Kugelschießstand lag bei 15.000 Euro. Weitere Mittel seien vom Landessportbund (100.000 Eure) sowie von der Jägerschaft geflossen. Rund eine Million Euro müsse der Verein selbst aufbringen. Mehrkosten in Höhe von rund 150.000 Euro seien durch eine kürzlich erlassene Vorgabe entstanden, dass die Anlage „bleifrei“ betrieben werden muss. Jetzt werde mit Stahlkugeln geschossen, für die der Schießstand mit Splitterschutz ausgelegt werden musste, so Weerda.

Im nächsten Jahr werde übrigens die Investition in die Wurftauben-Schießstand abbezahlt sein, sagte Weerda nicht ohne Stolz. Das werde er für sich zum Anlass nehmen werde, sich aus der ersten Reihe der Vereinsführung zurückzuziehen.

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Müller: Gemeinderäte müssen unbequem und kritisch sein

Wangerland (29. 9. 2026) – Zum 31. Oktober geht eine Ära in der Kommunalpolitik des Wangerlandes zu Ende. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Wangerland (UWW), zu deren Gründern vor über einem viertel Jahrhundert die langjährigen Gemeinderatsmitglieder Immo Müller, Ellmer Cramer und Jens Damm gehörten, wird im neuen Rat nicht mehr vertreten sein. 

Rathaus-Blockade mit Treckern

Ein Rückblick: März 2001. Vor dem Rathaus in Hohenkirchen stehen gut 70 Trecker. Über hundert aufgebrachte Landwirte protestieren im Vorfeld einer Ratssitzung geben den Plan der Gemeinde Wangerland, eine „touristische Schwerpunktzone“ auszuweisen, die die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe beeinträchtigen könnte. Vornehmlich geht es um den Bau von Geflügelmastställen.

Die Rathaustüren werden blockiert. Bürgermeister Joachim Gramberger, Kämmerer Erwin Ufken und einige Ratsmitglieder sind im Gebäude eingesperrt. Als Höhepunkt der Aktion, mit der die Landwirte – mittendrin Tierarzt Immo Müller – ihren Unmut kundtun, wird ein Güllefass ausgekippt … das allerdings nur mit Wasser gefüllt ist.

Heute, 25 Jahre später, ein anderes Bild. Der Ärger über die Tourismus-Zone ist längst verflogen. Und: Immo Müller (Foto) zieht sich als letzter UWW-Aktivist aus der Kommunalpolitik zurück. Ende Oktober wird er das Rathaus verlassen. Vermutlich unbehelligt.

20 Jahre lang war der 70-Jährige als Ratsherr aktiv. Zunächst 15 Jahre lang in einer Oppositionsrolle gegenüber wechselnden, mal von der SPD, mal von der CDU dominierten Mehrheiten im Rat. Dann – nach fünf Jahren Pause – ab 2021 in der Gruppe ZUW (Zusammenschluss unabhängiger Wählergemeinschaften), einen Verbund aus Pro Wangerland, UWW und BfB.

Sachorientierte Diskussionen

„Die Gründung der ZUW hat die Zusammenarbeit im Gemeinderat grundlegend verändert“, bilanziert Müller. Die Konstellation mit drei Machtblöcken im Rat – GfW (CDU/FDP/Grüne), SPD und ZUW – habe die Ratsmitglieder geradezu gezwungen, sachorientiert zu diskutieren, um möglichst gemeinsame Beschlüsse fassen zu können. Mit Ausnahme des leidigen Themas Bau des „Thalasso Meeres Spa“ habe das auch gut geklappt.

Müller, der aus Rücksicht auf seine Gesundheit und die Familie nicht mehr für den neuen Rat kandidiert hat, galt als kritischer Geist, der oft seine Meinungen gesagt hat, oftmals auch unbequeme. Vor allem seine aus professioneller Planung von Windparks erworbenen Kenntnisse in Baurechtsfragen und Baugenehmigungsverfahren waren für Ratspolitiker und Verwaltung häufig nützlich.

Nach 15 Jahren in Rats-Blase gefangen

„Gemeinderäte sollten diskutieren, Meinungen und Sichtweisen kundtun, dabei aber nicht unbedingt streiten“, betont Müller in seiner Rückschau. Wobei er für sich selbst festgestellt hat, dass die fünfjährige Pause in seiner Ratstätigkeit sehr gut war. „Nach meinem ersten Ausscheiden habe ich gemerkt, dass man nach 15 Jahren im Rat den Blick von außen verliert, also sich sozusagen in einer Rats-Blase befindet.“

Dabei können Sichtweisen von außerhalb dieser Blase auf Geschehnisse manchmal deutlich differenzierter sein. Müllers Empfehlung an alle langjährigen Kommunalpolitiker: „Nach längstens 15 Jahren sollte man mindestens ein Periode lang aussetzen.“

Künftigen Ratsvertretern rät der Unabhängige, Fragen zu stellen, noch mal Fragen zu stellen und sich selbst in komplizierte Themen einzuarbeiten, auch wenn das Zeit und Mühe koste. „Ratsvertreter sind ehrenamtlich tätig. Aber dennoch sollten sie nicht darauf vertrauen, dass so genannte Fachleute, Investoren und Verwaltungsfachleute belastbare und richtige Zahlen vorlegen und alle Risiken aufzeigen“, so Müller. „Gemeinderäte haben nach meiner Meinung unbequem und kritisch zu sein.“

Neue Pastorin beim Erntedank und beim Männerkreis

Wangerland/Hooksiel (29. 9. 2026) – Die evangelisch- lutherischen. Kirchengemeinde Wangerland lädt zum „Gottesdienst zum Erntedank“ am Sonntag, 4. Oktober, ein. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr auf dem Hof Graalfs in der Nähe von Neugarmssiel (Kleinengroden 1).

Die geistliche Einführung werden Diakon Fredo Eilts und die neue Pastorin Vera Rosin übernehmen. Musikalisch umrahmt wird der Gottesdienst von Jagdhornbläsern und dem Kirchenchor Hohenkirchen. Im Anschluss laden die Landfrauen zu einer warmer Suppe ein. Besucher werden gebeten, Suppenschalen und Löffel mitzubringen.

Wenige Tage später, am Dienstag, 20. Oktober, wird sich Vera Rosin beim Männerkreis der Bezirke Pakens-Hooksiel und St. Joost-Wüppels der ev.-luth. Kirchengemeinde in Hooksiel vorstellen. Der Organisator der Runde, Herbert Ulfers, lädt dazu für 19 Uhr ins Walter-Spitta-Gemeindehaus ein. Auch Männer, die der Runde noch nicht angehören, sind herzlich willkommen. Mit der Veranstaltung endet die Sommerpause des Männerkreises, der sich danach wieder einmal monatlich treffen wird.

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