Wangerland/Hooksiel (16. 7. 2026) – Wangerländer Kinder mit Ferienpass können die Ferien dazu nutzten, die Wunder der Natur vor ihrer Haustür zu erkunden. Das Künstlerhaus Hooksiel lädt zusammen mit dem Nationalparkhaus Minsen zu zwei Ausflügen in die Salzwiesen ein. Die Leitung der Führungen übernimmt Sylke Barkmann, Nationalparkführerin und Hobbyforografin.
Die Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (am Dienstag, 4. August) beziehungsweise von 10 bis 14 Jahren (Mittwoch, 5. August) sind ausdrücklich aufgefordert, ein Smartphone oder eine Kamera mitzubringen, mit dem sie ihre Impressionen festhalten können. Zudem sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk ratsam.
Salzwiesen liegen am Rande des Nationalparks Niedersächsischen Wattenmeer. Sie werden mal vom Wasser überspült und mal nicht. Die extremen Lebensbedingungen der dort anssäsisgen Pflanzen haben mit zur Verleihung des Titels „Weltnaturerbe“ beigetragen.
Die im Rahmen des „Kunstkarussells 2026“ angebotenen, etwa dreistündigen Exkursionen starten jeweils um 10 Uhr am Nationalparkhaus. Der Unkostenbeitrag beträgt 3 Euro. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 04463/235.
Hooksiel (15. 7. 2026) – Unkräuter unter der Gartenhecke sind vielen Hauseigentümern ein Gräuel. Auch weil es extrem mühsam ist, die unliebsamen Gräser zu entfernen. Schon deshalb können die Feuerwehren ihre Uhren danach stellen, bis irgendein Bürger wieder auf die Idee kommt, den Gräsern mit einem Unkraut-Brenner zu Leibe zu rücken.
Hecken-Alarm in der Hooksieler Friesenstraße: Die Feuerwehrleute hatten das Feuer schnell im Griff. Foto: Feuerwehr
Gerade bei hochsommerlichen Temperaturen ist das keine gute Idee. So musst die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel heute an die Friesenstraße ausrücken, um eine brennende Gartenhecke zu löschen. Die im Inneren meist sehr trockenen Hecken fangen schnell Feuer, ätherische Öle können dann dazu beitragen, dass die Flammen sich schnell ausbreiten.
Hooksiel (15. 7. 2026) – Im Herbst dürfte Klarheit darüber bestehen, ob die Gemeinde Wangerland den geplanten Umbau des Badestrandes in Hooksiel auf den Weg bringen kann. Wie der Hochseile Ratsherr Dieter Schäfermeister (Pro Wangerland) am Montagabend vor der Männerrunde der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland um Herbert Ulfers sagte, werde im September das Vergabegremium für die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds tagen. Falls das Strandprojekt berücksichtig werden sollte, dürfe die Finanzierung des rund 16 Millionen Euro teuern Vorhabens gesichert sein.
Zusätzlichen Buhnen und eine kleinw Seebrücke sollen dabei helfen, den Sand am Hooksieler Badestrand dauerhaft zu sichern. Foto: hol
Der Hooksieler Badestrand verliert in Höhe des Strandhauses 1 seit Jahren an Tiefe. Durch den Abtrag durch Strömung und Sturmfluten habe sich allein seit 2012 die Tiefe des Strandes um rund 200 Meter verringert. Um den Strand dauerhaft zu sichern, soll nach den Worten von Schäfermeier ein massives, 680 Meter hohes Deckwerk gebaut werden.
Promenade auf dem Bollwerk
Das im Erdreich verankerte Bauwerk aus vergossenen Wasserbausteinen soll sich vom Standhaus 1 in einem Bogen um Strandhaus 2 herum erstrecken. Auf dem Bauwerk soll eine Promenade zum Flanieren einladen. Treppendurchlässe würden den Weg zum Wasser und zum Watt auch weiterhin barrierefrei ermöglichen.
Das Bollwerk gegen die Fluten könnte nach Überzeugung von Fachleuten den dahinter liegenden Sand schützen. Zwischen Deichverteidigungsweg und Deckwerk sollen 250.00 Kubikmeter Sand aus der Jade auf eine Höhe von 3,70 Meter aufgespült werden. Die geschützte Fläche könne dann für Gastronomie und Erholung sowie für Freizeit und Sport genutzt werden. Unter anderem soll eine Veranstaltungsbühne installiert werden.
Touristische Infrastruktur sichern
Aktuell laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung der Gemeinde Wangerland vorangetrieben wird. Dem liege die Überzeugung zugrunde, so Schäfermeier, dass der Strandumbau realisierbar ist und dass die neu geschaffene Infrastruktur den Tourismus in Hooksiel und der gesamten Region nützen würde.
„Allein an den Stränden in Hooksiel zählt die Wangerland Touristik rund 25.000 Auto im Jahr mit WHV-Kennzeichen“, sagte Schäfermeier. Damit sei der Nachweis erbracht, dass der Hooksieler Strand auch als Naherholungsgebiet von Wilhelmshavener Bürgern genutzt wird.
Der vom Bund mit 152 Millionen Euro gespeiste Kohlestrukturfonds soll Infrastruktur-Projekte ermöglichen, die die wirtschaftlichen Nachteile der Region ausgleichen, die durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung entstehen. Die Gemeinde Wangerland selbst fehlt das Geld, das Vorhaben zu realisieren. Aktuell stünden lediglich 3,5 Millionen Euro aus der Tourismus-Förderung des Landes bereit, so Schäfermeier. „Ohne Mittel aus dem Strukturfonds hat sich das Thema für uns erledigt.“
Hooksiel (13. 7.2026) – Spiel, Satz und Sieg. Spannendes Tennisspiel gibt es nicht nur in Wimbledon. Die Tennisabteilung des SC Wangerland hat auf ihrer Platzanlage in Hooksiel ein Herren-Doppelturnier ausgerichtet. Bei herrlichem Wetter ging es dabei bei allem sportlichen Ehrgeiz vor allem um Bewegung und Spaß am gemeinsamen Spiel.
Volle Konzentration beim Aufschlag. Beim Doppel-Tunier auf der Hooksieler Platzanlage gab es etliche schöne Ballwechsel. Foto: Abels
Für das von Sportwart Andre Abels organisierte Turnier hatten sich zehn Spiele gemeldet, die erst unmittelbar vor Spielbeginn per Los zu Doppeln zusammengestellt wurden. Das Ziel: Möglichst gleich starke Teams, so dass während der rund dreistündigen Spielzeit etliche spannende Matche zustande kamen.
Gespielt wurde nach Zeit im Modus: Jede gegen jeden. Ungeschlagen blieb dabei das Hooksieler Doppel Gerd Abeldt/Thorsten Csikos. Auf den Plätzen folgten Thomas Otte/Jonas Hegen, Andre Abels/Harald Fischer, Keno Schönbohm/Alex Scholz sowie Mirko Ortmanns/Stéphane Dondyas.
Statt eines großes Pokals und einer Siegprämie, wie in Wimbledon, erhielten die Gewinner allerdings nur eine Dose Tennisbälle.
Hooksiel (13. 7. 2026) – Drei Tage lang verwandelte sich das Hooksieler Gästehaus in einen Kunst- und Handwerkermarkt. Rund 20 Künstler, Handwerker und Händler boten eine Fülle von schönen Dingen an. Porzellanblümchen säumten die Graft, Filzfiguren, Dekoartikel und originell gestaltet Holz- und Emailleschilder, zumeist mit Nordseebezug, warben um die Gunst der Hooksieler und der Urlaubsgäste.
Hendrik Baumann zeigt seinen Kunden genau, wie seine Glas-Sand-Kunstwerke entstehen. Foto: hol
Vor dem Gästehaus und auch auf beiden Etagen in dem Domizil der Wangerland Touristik waren schöne Stände aufgebaut, an denen die Kreativen ihren Kunden die Machart ihrer Produkte erläuterten oder auch praktisch zeigten, wie ein kleines Kunstwerk entsteht. So etwa Hendrik Baumann aus Moormerland, der doppelwandige Glasgefäße zu Kunstwerken verwandelt, indem er den Hohlraum mit fluoreszierenden Sand befüllt. Sandkorn für Sandkorn, Schicht für Schicht.
Er zaubert vor den Augen seiner Kunden unterschiedlichste Landschaften, Muster, Himmel in die Gefäßwände, die dann im Dunkeln strahlen. Aber eben nicht durch die Kerze im Inneren, sondern durch das Licht von außen, das der Sand speichert und im Dunkeln wieder abgibt.
Ein schönes Bild: Die Graft am Gästehaus eingesäumt von Kunst-Blumen. Foto: hol
Mit dem Geschäft am vergangenen Wochenende in Hooksiel war Baumann nur bedingt zufrieden. „Am Freitag und Samstag war nur wenig los“, beklagt er. „Aber am Sonntag war dafür ordentlich Lauf.“ Dabei musste der Ostfriese für seine Umsatz richtig arbeiten. Die Kunden wollten ganz genau wissen, wie was entsteht und warum das Glas wie lange so schön leuchtet. Baumann erklärt und erklärt, füllt Sandkorn nach Sandkorn in seine Kunstobjekte. Der Grund: „Die Leute sollen schon mitbekommen, warum die Glas-Sandkunst auch einen bestimmten Preis hat und haben muss.“
Hooksiel (13. 7. 2026) – Kunst ist vielleicht nicht die Welt. Aber sie kann dabei helfen, sie zu verstehen. Einen Weg dahin zeigt Agnes Lörincz auf. Die in Berlin lebende Künstlerin ist die neue Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel. Am Sonntag eröffnete sie unterstützt von Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak ihre Ausstellung „Muster und Mimesis“, zwei Begriffe, die das künstlerische Wirken der gebürtigen Siebenbürgenerin maßgeblich bestimmen.
Die Stipendiatin Agnes Lörincz (Mitte) lebt und arbeitet bis Mitte August im Künstlerhaus Hooksiel. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak unterstützten die Künstlerin aus Berlin bei der Ausstellungseröffnung. Foto: hol
Muster steht für Agnes Lörincz für Wiederholungen, für stetig Wiederkehrendes und ein Stück weit auch für die Unendlichkeit. Mimesis hingegen verkörpert die Täuschung, das so sein als ob. Um das zu erkennen und zu entlarven, braucht es einen zweiten Blick. Der ist auch ratsam bei der Betrachtung der rund 30 Gemälde, Schnitte und Collagen der Künstlerin, die bis Mitte August im Künstlerhaus zu sehen sein werden.
Muster und Mimesis
Das Spannungsfeld von Schein und Sein ist ein philosophisches Kernthema. Schon Platon („Höhlengleichnis“) und sein Schüler Aristoteles haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie viel Wirklichkeit im Anschein der Dinge steckt. Agnes Lörincz setzt sich mit diesem Thema über Motive zu Mode, Lifestyle und Konsumgesellschaft auseinander. Der Schein des Schönen und Perfekten wird aus dem Unwirklichen in den Alltag, die Welt der immer wieder kehrenden Muster, überführt – hier durch die Maserungen des Holzes, auf dem die Künstlerin Frauenporträts malt, dort durch Tapeten- oder Stoffmuster, die den Hintergrund einiger ihrer Collagen bilden.
„Ich möchte die Dinge nicht nur abbilden, sondern neue Welten erschließen“, sagte Agnes Lörincz. Das gilt auch für die nächsten fünf Wochen, in denen sie in Hooksiel leben und arbeiten wird. Ihre Motive? Noch ungewiss. „Ich will erst einmal den Ort auf mich einwirken lassen. Wir werden sehen, was mich interessiert.“
Impressionen von Hooksiel
Erste Impressionen von Hooksiel hat die Künstlerin bereits am Samstag bei einem Spaziergang mit ihrem Mann vom Ortskern zum Strand gesammelt. Eine sportliche Strecke, wie Hiesige wissen. Dazu der Seenebel und Nebelhörner … Auf die künstlerische Umsetzung darf man gespannt sein.
Bürgermeister Szlezak unterstrich bei der Vernissage vor rund 30 Interessieren den hohen Stellenwert des Künstlerhauses Hooksiel, das zur überregionalen Bekanntheit des Ortes und der Gemeinde beitrage. Auch als Zeichen der Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements rund um den Kulturtempel im historischen Feuerwehrhaus von Hooksiel stehe die Gemeinde geschlossen zu dieser „freiwilligen Leistung“.
Leuchtturm für die Kunst
Renate Janßen-Niemann dankte Christine Keweritsch und Peter Lewald, die zusammen mit der Künstlerin deren Ausstellung gehängt haben. Dass mit Agnes Lörincz erneut eine Berlinerin in Hooksiel weilt, sei kein Zufall. Ganz offensichtlich habe sich in der Kunstszene der Hauptstadt herumgesprochen, dass das Künstlerhaus an der Nordsee ein Leuchtturm für Kunstschaffende ist.
Die Ausstellung „Muster und Mimesis“ ist bis zum 16. August dienstags bis sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr gelöffelt. Der Eintritt ist frei.
Hooksiel (13. 7. 2026) – Am kommenden Mittwoch, 15. Juli, um 18 Uhr, startet der Hooksieler Rennverein in die neue Saison. Mit sieben Trab- und einem Ponyrennen eröffnet das Team um Präsident Immo Müller die Saison 2026. Es folgen zwei weitere Meetings am 22. und 29. Juli mit Gästen aus den Niederlanden, Hamburg, Berlin und dem Traber-Westen.
Ausgeglichen besetzte Starterfelder versprechen spannende Renen auf der Hooksieler Trabrennbahn. Archiv-Foto: hol
Insgesamt haben sich nach Angaben des Hooksieler Rennvereins 52 Traber in die Veranstaltungsliste eingetragen, die dann auf der Rennbahn am Nordseedeich ihre Runden drehen werden und um Siege und Plätze fighten. Die Veranstalter versprechen „Spannung pur“. Die Rennen seien äußerst ausgeglichen besetzt, was auch Außenseiter Chancen eröffnet – was wiederum für hohe Wettquoten sorgen würde.
Verschiedene Wetten möglich
Die Rennen werden über eine Strecke von 2200 Meter ausgetragen. Sie können mit den üblichen Wettarten wie Sieg, Platz, Zweier- und Dreierwette bewettet werden. Eintrittskarten sind an der Tageskasse zum Preis von 10 Euro erhältlich. Zudem läuft ein Online-Ticket-Vorverkauf unter hooksieler-rennverein.de. An der Rennbahn gibt es ein reichhaltiges Gastronomieangebot.
Besuchern, die eher selten Rennsportveranstaltung besuchen und auf der Suche nach potenziellen Siegern sind, empfehlen die Experten vom Rennverein, Jochen Holzschuh aus Dülmen im Blick zu behalten. „Es gibt einfach keinen Renntag an der Bäderstraße, wo der Grasbahnspezialist nicht mindestens zwei Sieger durchs Ziel bringt!“ Am ersten Renntag geht er mit unterschiedlichen Pferden bei nahezu jedem Rennen an den Start.
Zweite Chance
Als Siegerin in Frage kommt auch die erfolgreichste Trabreit-Amazone Ronja Walter. Die deutsche Championesse legte in den vergangenen Tagen von der Fachwelt bejubelte Siegesserie hin. In nur einer Woche gewann die Physiotherapeutin nicht weniger als vier Rennen, war dabei in Berlin, Montecatini, Aalborg und Drensteinfurt siegreich.
Er beim Wetten auf Pferd und Fahrer weniger Glück hat, erhält übrigens noch eine „zweite Chance“. Die Veranstalter verlosen an zehn Wettgutscheine jeweils 20 Euro.
Hooksiel (12. 7. 2026) – So richtig fahrtüchtig sah das Auto nicht aus, das ein Kunde des Hooksieler Supermarktes am heutigen Sonntag kurz nach 11 Uhr auf den Parkplatz an der Bäderstraße rollen sah. Er informierte die Polizei, die seinen Verdacht bestätigte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten des Polizeikommissariats Jever gleich mehrere gravierende Mängel fest.
An dem Fahrzeug waren, so die Polizei, unter anderem vier völlig unterschiedliche Reifen montiert, die zudem noch überaltert und zum Teil so abgefahren waren, dass das Drahtgeflecht zum Vorschein kam. Der Schweller an der Fahrerseite sei so verrostet gewesen, dass Teile der Karosserie bereits herausgebrochen waren. Die Scheinwerfer seien aufgrund ihres Alters bereits matt und ausgeblichen gewesen.
Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt. Zunächst müssten die Mängel behoben werden. Da auch die Eigentumsverhältnisse beziehungsweise die Halterverantwortlichkeit für den Wagen vor Ort nicht abschließend zu klären gewesen seien, hätten die Beamten zudem die Fahrzeugschlüssel sichergestellt.
Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 7. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 810 kurz vor Hooksiel sind am heutigen Sonntagmorgen drei Menschen schwer verletz worden. Nach Darstellung der Polizei fuhr ein 21-jähriger Wilhelmshavener mit einem VW Caddy in Richtung Wilhelmshaven. Aus bislang ungeklärter Ursache sei er gegen 8.25 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Range Rover zusammengeprallt.
Die am Unfall beteiligen Autos wurden komplett zerstört. Die drei Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Foto: Polizei
Der Unfall ereignete sich auf der Hooksieler Landstraße in der Nähe der Einmündung „Klein Buschhausen“. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Range Rover gegen einen Baum und kam halb im Straßengraben zum Stillstand. Der Wagen wurde von einem 58-jährigen Mann aus Gütersloh gelenkt. Mit ihm im Auto befanden sich seine 59-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, und ein Hund, der den Unfall unverletzt überstand.
Feuerwehr befreit Insassen
Die beiden Insassen konnten das stark deformierte Fahrzeug nicht eigenständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät. „Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so die Polizei. Rettungskräfte versorgten die Opfer zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Die 59-jährige Beifahrerin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden.
L 810 zwei Stunden lang gesperrt
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Abschleppunternehmen bargen die völlig zerstörten Wagen. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel unterstützte bei der Absicherung der Einsatzstelle. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Hooksieler Landstraße für rund zwei Stunden vollständig. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Ausdrücklich lobt die Polizei die Ersthelfer, die sich unmittelbar nach dem Zusammenstoß um die Verletzten kümmerten und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich Unterstützung leisteten.
Friesland/Wangerland (9. 7. 2026) – Der Landkreis Friesland fordert die Landesregierung auf, den „Fischereidialog“ ernst zu nehmen. Insbesondere sollen das Landwirtschafts- und das Umweltministerium die Bedenken der betroffenen Fischer ernsthaft prüfen und die Planungen für die Fischfang-Schutzzonen entsprechend anpassen.
In einer Resolution unterstreicht der Landkreis Friesland die Bedeutung der Küstenfischerei für die Wirtschaft, den Tourismus und die regionale Identität in der Küstenregion. Foto: Klaus Schreiber
Der Kreisausschuss des Landkreises hat am Mittwochabend auf Initiative der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die europäische Biodiversitätsstrategie mit den geplanten „strengen Schutzgebieten“ führe in der Region zu erheblicher Verunsicherung. „Insbesondere in den Küstengemeinden wird befürchtet, dass die vorgesehenen Maßnahmen tiefgreifende Auswirkungen auf die traditionelle Küstenfischerei haben und deren wirtschaftliche Grundlage gefährden wird“, stellt der Kreisausschuss fest.
Pläne kämen Berufsverbot gleich
Nach den derzeitigen Planungen sollen zehn Prozent des Küstenmeeres unter strengen Schutz gestellt werden, darunter die küstennahe Fanggebiete um Minsener Oog direkt vor dem Wangerland. Die bislang bekannten Suchräume seien ohne ausreichende Einbindung der unmittelbar betroffenen Fischereibetriebe in Hooksiel, Horumersiel, Fedderwardersiel und Dangast entwickelt worden, für die deren Umsetzung gravierende Folgen hätte, heißt es in der Resolution. „Der Verlust zentraler Fanggebiete führt zu existenzbedrohenden Ausmaßen und käme faktisch einem Berufsverbot gleich.“
Die Küstenfischerei sei für Friesland nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, sondern auch ein prägender Bestandteil der regionalen Identität und des touristischen Angebots. Die Fischereibetriebe sicherten Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette – von der Fangtätigkeit über Verarbeitung und Logistik bis hin zur Vermarktung. „Ein Wegfall dieser Strukturen hätte wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen auf die gesamte Region.“
Land soll alle Daten offen legen
Der Landkreis fordert ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren bei der Ausweisung von Schutzgebieten, das alle relevanten Datengrundlagen offenlege und fachlich überprüfbar mache. Insbesondere müssten die betroffenen Fischereibetriebe sowie regionale Akteure aus Wirtschaft und Tourismus in die Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Man bekenne sich ausdrücklich zum Natur- und Umweltschutz, betont der Kreisausschuss. Aber: Nachhaltiger Naturschutz könne nur im Dialog mit den Menschen vor Ort und unter Wahrung ihrer wirtschaftlichen Existenz gelingen.