Hooksiel (23. 9. 2026) – Es wird nicht gemauert oder ausgebessert, sondern gezeigt, wie die Diplom-Bildhauerin Nic Schaatsbergen aus Dornum eine Verbindung von Mensch und Natur herstellt. Die Skulptur als Fotografie: Die Künstlerin fängt den Moment, das Lebende im festen und starren, aber erdverbundenen Backstein ein.
Seit ihrem Diplom 2022 erforscht die Künstlerin den ostfriesischen Klinker als Material in der Bildhauerei. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und seine Lebendig- und Vergänglichkeit.
Im Künstlerhaus zu sehen sein wird die Bandbreite des Ziegelsteins als Körper in der Kunst. Neben Skulpturen, Plastiken und Reliefs, die mal expressionistisch, mal abstrakt den menschlichen Körper zeigen, gibt es auch Tierdarstellungen, abstrahierte Körper und Installation, teilweise mit Natur- und Baumaterialien.
Gezeigt werden die Werke im Künstlerhaus Hooskiel in der Lange Straße vom 27. September bis zum 1. November. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag 27. September, um 11.15 Uhr. Ins Werk einführen wird die Kunsthistorikerin Sarah Byl. Geöffnet ist das Künstlerhaus im Anschluss außer montags täglich von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Hooksiel (22. 9. 2026) – Wasser ist für Schwimmer und für Wasserskifahrer gleichermaßen unverzichtbar. Insofern gibt eine gewisse Nähe beider Sportarten. Auch aus diesem Grunde haben Schwimmer aller Generationen zum 40-jährige Bestehen der Schwimmabteilung des Heidmühler FC die Skiterrassen in Hooksiel besucht und zunächst auf dem Wasser und danach auf der neuen Adventure-Golfanlage einen schönen Nachmittag verbracht.
Viel Spaß an der Wasserskianlage hatten vor allem die Nachwuchsschwimmer des Heidmühler FC. Foto: hol
Angeführt wurde die rund 30-köpfige Gruppe vom HFC-Vorsitzenden Reinhold Fischer und dem Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger. Die Idee für den Abstecher nach Hooksiel hatte allerdings Frank Wenzel, der in Heidmühle die Master-Schwimmer betreut, also die leistungs- und wettkampforientierten Athleten.
Seit 40 Jahren aktiv
Insgesamt hat die HFC-Schwimmabteilung derzeit rund 200 Mitglieder. Einen Einbruch bei der Zahl der Aktiven habe es während der Corona-Pandemie und durch den Umbau des Schortenser Hallenbades „Aqua Fit“ gegeben, schildert Fischer. Aber insgesamt habe die Schwimmer-Familie mit ihrem ganz besonderen Zusammenhalt diese Dellen gut überstanden. Ein Beleg dafür: Mit Claus Burmeister (88) und Fred Harms (83) waren auch zwei immer noch aktive Leistungsschwimmer mit nach Hooksiel gekommen, die von Anbeginn an beim HFC schwimmen.
HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer (rechts) und der Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger (links), freuten sich besonders, dass mit Claus Burmeister (2. v. l.) und Fred Harms Schwimmer der ersten Stunde beim HFC den Jubiläumsausflug nach Hooksiel begleitet haben. Foto: hol
Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liege bei der Schwimmausbildung, so Krüger. „Der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, ist sehr groß.“ Aktuell gebe man rund 50 Kindern Schwimmunterricht. Aber die Warteliste sei lang.
Schwerpunkt Schwimmausbildung
Wie wichtig eine anerkannte Schwimmausbildung ist, erfuhren die HFC-Mitglieder auch an der Wasserskianlage. Nur Kinder, die mit einem Bronze-Abzeichen ihre Schwimmfähigkeit nachweisen können, dürfen sich nach einer kurzen Einweisung auf Wasserski stellen und versuchen, eine Runde zu fahren. Warum das wichtig ist? Gerade die ersten Fahrten enden meist nach wenigen Metern im Wasser, so dass man mit seinen Skiern zurück an Land schwimmen muss.
Hooksiel (21. 9. 2026) – Die Premiere ist gelungen. Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“, zeigte sich gegenüber „Hookiel-Life“ hoch zufrieden. Von den 150 Besuchern der Erstauflage der Veranstaltung „Hooksiel-Live“ – das Kartenkontingent war limitiert – habe sie nur positive Rückmeldungen bekommen. „Gute Musik, gute Stimmung. Die Leute waren zufrieden.“
Das Duo „B.ART“ verwandelte das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ musikalisch in einen irischen Pub. Foto: hol
Am Samstag traten in drei Hooksieler Lokalitäten zeitgleich Musiker auf, die über drei Stunden lang Live-Musik darboten. In der Cocktailbar „Ahoi“ unterstrich Rolf Buers seine Qualitäten als Gitarrist und Sänger. Im Saal des Restaurants „Zum Schwarzen Bären“ animierte das Duo „B.ART“, bestehend aus Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec, das Publikum mit Irish-Folk-Klängen und modernen Shantys zum Mitsingen und Mitklatschen.
Den schwersten Stand hatte der Wangerländer Sänger und Song-Schreiber Tom Thomssen, der in der Halle des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen auftrat. Die für dieses Format etwas zu große Halle lässt auch akustisch zu wünschen übrig. Dennoch: Der Noch-Ratsherr mühte sich nach Kräften, den Raum musikalisch zu füllen und wurde dafür mit reichlich Applaus belohnt.
Die Musiker (links Rolf Buers und rechts Tom Thomssen) sorgten bei der Premiere von „Hooksiel-Live“ für gute Stimmung unter den Besuchern. Fotos: hol
„Das Format hat sich bewährt“, so Anke Müller. Die Idee, eine Veranstaltung außerhalb der Hauptsaison, vornehmlich für Hooksieler anzubieten, sei gut angenommen worden. Schade sei es gewesen, dass der am Samstagabend vorherrschende Platzregen den einen oder anderen Besucher abgeschreckt haben dürfte, so dass gerade zum Start die Lokalitäten noch nicht voll besetzt waren. Wer einen Platz im Trocknen erobert hatte, verzichtete zudem zunächst darauf, zu den anderen Spielstätten zu pendeln.
Ausdrücklich bedankten sich „De Hooksieler“ bei der Gemeinde Wangerland, die das ehemalige Feuerwehrgerätehaus als Musikbühne zur Verfügung gestellt hatte, und bei der örtlichen Feuerwehr, die die Bewirtung an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte übernahm. Ob und wann es eine zweite Auflage von „Hooksiel-Live“ gegen wird, steht noch nicht fest.
Hooksiel (21. 9. 2026) – Er hat es wieder geschafft: Der Hooksieler Segler Wolfram Heibeck hat mit seiner Rennjacht „Black Maggy“ beim größten Einhand-Rennen der Welt in Svendborg (Dänemark) einen neuen Rekord aufgestellt. Er lief bei der Regatta „Rund Fünen“ nach 134 Seemeilen mit seinem Boot als erster durchs Ziel und unterbot seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2021 um 26 Minuten und 16 Sekunden. Der Rekordpreis, das „Silverrudder“, ging erneut an den Hooksieler. „Es war meine elfte Verteidigung, und bei diesem Rennen konnte ich meinen alten Rekord noch verbessern“, freute sich Heibeck.
Der Hooksieler Bootsbaumeister Wolfram Heibeck gewann vor hunderte von Mitseglern die begehre Trophäe „Silverrudder“ in Dänemark zum wiederholten Mal. Bild: Christian Gossmann.
Die größte Solo-Regatta war am Freitag inSvendborg gestartet worden. Gemeldet waren 443 Segelboote; an den Start gingen letztendlich 332 Schiffe mit Skippern aus 15 Nationen, wovon 258 im Rahmen des Zeitlimits den Kurs um die größte dänische Insel schafften.
Nach über 17 Stunden im Ziel
Aus dem Jaderevier nahmen sechs Regatta-Cracks teil; unter ihnen zum wiederholten Mal Wolfram Heibeck (Wassersportverein Hooksiel/SK Horumersiel). Er war bereits 2015 und 2021 in den jeweiligen Bootsklassen Sieger geworden. „Wolle“ segelte nach 17:10:34 Stunden als erster über die Ziellinie und wurde im Morgengrauen des Sonnabends begrüßt.
Am Vormittag des voran gegangenen Tages war vor Svendborg der Startschuss gefallen. Bei gutem Wind ging es zunächst durch den Großen Belt. „Im Norden der Insel war dann eine stramme Kreuz angesagt“, berichtete der Solosegler. Das hieß: Wendemanöver, dazu heftige Schauer, eine hackige See, starke Windböen mit bis zu 28 Knoten und wahnsinnige Winddreher, die immer wieder Wenden erforderten.“ Mit Dunkelwerden erreichte die „Black Maggy“ den Kleinen Belt. Danach folgte die für Heibeck anstrengendste Strecke. „Von Middelfart bis Horne Naes war reine Knüppelei.“ Um kurz vor 5 Uhr morgens erreichte er das Ziel.
Größte Einhand-Regatta der Welt
Gegründet im Jahr 2012 war die erste Auflage des inzwischen legendären Rennens mit 15 Einhand-Seglern gestartet. In den folgenden Jahren nahm die Zahl stetig zu. Inzwischen ist die Meldeliste auf 450 Boote begrenzt. Aktuell ist das „Silverrudder“ die größte internationale Einhand-Regatta der Welt. Die Wettfahrt gilt als Mutter der populär gewordenen Solo-Regatten und ist auch bei deutschen Solisten sehr beliebt. Der Rundkurs in der zeitlichen Nähe zum Herbstanfang stellt die Einhand-Segler vor besondere Herausforderungen.
Die „Black Maggy“ aus Hooksiel raste erneut in neuer Rekordzeit um die dänische Insel Fünen. Bild: Kalle Klein
Die Segelvereine an der Jade vermelden beachtliche Teilnehmerzahlen. Neben dem Favoriten Bootsbaumeister Wolfram Heibeck mit seinem Carbonracer „Black Maggy“ nahmen weitere fünf Soloseglerinnen und -segler aus dem Jaderevier teil.
Gute Platzierungen
In der Klasse der kleinen Kielboote ging Beke Katharina Eckert (Wilhelmshavener Segelclub) mit „Röde Orm“ erstmals an den Start und war damit eine von insgesamt nur fünf Frauen. Bei den mittelgroßen Jachten setzten sich „Arrabiata“ (Jochen Denkena, Sail Lollipop Regattaverein) auf Platz 15 und „Heartbeat2“ (Marlene Brudek, SLRV) auf Platz 17 gegen 105 Mitbewerber hervorragend durch. In der Klasse der großen Boote mit 71 Startern fuhr „Black Maggy“ einsam an die Spitze. „Njord“ (Matthias Müller, WSC) belegte den 41. Platz. Ulf Rosskamp (SLRV) verzichtete angesichts der Wetterprognosen mit seinem Trimaran „Tribelle“ auf den Start.
Hooksiel (21. 9. 2026) – Der Hooksieler Badestrand ist sauber. Und das liegt nicht nur am „World Cleanup Days“, an dem sich Aktivistinnen und Aktivisten weltweit um den Schutz der Meere und Küsten kümmern. Dazu hatten sich am Sonntagnachmittag an die 20 Freiwillige aus dem gesamten Wangerland bei strammem Wind am Strandhaus 1 getroffen.
Ließen sich vom herbstlichen Wetter nicht am Sonntag nicht abhalten, den Hooksieler Badestrand von Müll und Abfall zu befreien. Foto: hol
Für sie war es nicht einfach, die Sammelbeutel mit Müll zu füllen. „Es lag hier wirklich nur sehr wenig Abfall herum“, sagte Julian Dreßel von „Weil wir Hooksieler sind“. Die Initiative hatte die Sammelaktion zusammen mit der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der DLRGJugend organisiert.
Das kurioseste Fundstück präsentierte eine Müllsammlerin aus Hooksiel: „Ein Goldring.“ Bei näherer Betrachtung zeigte sich allerdings, dass das Schmuckstück keine Punze hat und vermutlich eher aus einem Kaugummi-Automaten als aus einem Juweliergeschäft stammt.
Hooksiel (20. 9. 2026) – Es war ein gewisses Risiko. Gibt es genug Interessenten für eine Herren-Vereinsmeisterschaft unter den Tennisspielern des SC Wangerland? Spielt das Wetter mit? Am Ende wurde der Mut von Organisator Andre Abels belohnt.
Spielten in Hooksiel die Tennis-Vereinsmeisterschaft aus: (von links) Marina Doyen, Markus Doyen, Niklas Doyen, Andre Abels, Leonard Köster und Mateo Doyen. Nicht auf dem Bild Cornelius Lorenz Kramer. Foto: hol
Trotz zweiter kurzfristiger Absagen nahmen an diesem Samstag immerhin noch sieben Aktive an dem Turnier auf der Hooksieler Tennisanlage teil. Und das Wetter hielt sich so, dass zumindest gut gespielt werden konnte.
Knappe Entscheidungen
Zum Vereinsmeister 2026 wurde Markus Doyen (Jahrgang 1983) gekürt. Der Hooksieler, der in der Punktrund für den MTV Jever spielt, war mit seiner Leistungsklasse 12,0 als Favorit ins Turnier gegangen und konnte auch alle vier ihm zugelosten Gegner schlagen. Besonders knapp war es dabei im Spiel gegen seinen Sohn Mateo (2010, LK 17,6). Im Vater-Sohn-Duell hatte Markus Doyen schließlich mit 29:27 die Nase vorn.
Ebenfalls vier Siege verbuchte bei den 30-Minuten-Spielen Cornelius Lorenz Kramer (2010, LK 16,0). Nur aufgrund der insgesamt weniger gewonnen Punkte musste der Nachwuchsspieler dem neuen Vereinsmeister den Vortritt lassen. Dem Turnier-Modus war es geschuldet, dass es zu keinem direkten Duell der beiden Bestplatzierten kam.
Sportwart zieht positive Bilanz
Auf den weiteren Plätzen folgten mit je zwei Siegen Mateo Doyen und Niklas Doyen (2009/ LK 18,7) sowie mit je einem Sieg Andre Abels (1966/ LK 18,4) und Leonard Köster (2010/ LK 25). Ohne Sieg blieb Marina Doyen, die kurzfristig für einen Ausfall eingesprungen war, um das Spielerfeld zu komplettieren.
„Es war ein schöner Tag mit vielen tollen, interessanten und auch knappen Spielen“, so Sportwart Abels. Sein Fazit: „Markus hat verdient gewonnen.“
Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg
Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol
Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.
Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.
Zwei Abonnements nötig
Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.
Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.
Vertiefte Berichterstattung?
Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.
Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 9. 2026) – Den Einsatz von vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern hat die Sparda-Bank West mit insgesamt 4.000 Euro gewürdigt, die jetzt an fünf Schulen und Vereine ausgezahlt wurde – darunter an die Grundschule Hooksiel. Belohnt wurde damit die Teilnahme am Vereins- und Schullauf des Gorch-Fock-Lauf e.V. im Juni, an dem – in seiner 21. Auflage – über 2.000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen.
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Vereins- und Schullaufs mit Inga Bernsau und Sven Minits vom Gorch-Fock-Lauf e. V. sowie Sabrina Feil und der Filialleiter Hendrik Lübbers von der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. Mit auf dem Bild die kommissarische Schulleiterin Johanna Donker und einige Kindern der GS Hooksiel.
Die Sparda-Bank West ist langjähriger Sponsor und Partner des Gorch-Fock-Laufs. Das höchste Preisgeld erhielt der Verein, der im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl die meisten teilnehmenden Kinder und Jugendliche aufweisen konnte. Dieses Jahr gingen 1.400 Euro an den ESV Wilhelmshaven. Hinter der GS Cäciliengroden und dem TSR Olympia belegte die Grundschule Hooksiel den vierten Platz und wurde mit 500 Euro belohnt. Die GS Sengwarden kam auf dem fünften Platz.
„Es ist jedes Jahr aufs Neue großartig zu sehen, wie sich die Kinder mit so viel Freude und Spaß diesem Wettbewerb annehmen, um ihre Schule oder ihren Verein zu unterstützen“, sagt Hendrik Lübbers, Filialleiter der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven.
Wilhelmshaven/Hooksiel (17. 9. 2026) – Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die geplante Einleitung von mit Chlor-Bioziden behandeltem Prozesswasser des LNG-Terminalschiffs „Excelsior“ in die Jade vorläufig zugelassen. Der Umweltschutzverband hält das für gefährlich und fahrlässig.
Das LNG-Terminalschiff „Excelsior“ setzt jetzt ebenso wie die „Höegh Esperanza“ auf Elektrochlorierung. Das zunächst für die Reiniung des schiffsinneren Rohrleitungssystems vorgesehene Ultraschall-Verfahren hatte sich aus Sicht der Betreiber nicht bewährt. Foto: DET
Die bundeseigene „Deutsche Energy Terminal“ (DET) hatte für die „Exelsior“ den Betrieb einer Elektrochlorierungs-Anlage an Bord des Regasifizierungsschiffes beantragt, da sich das ursprünglich vorgesehene, von Umweltverbänden favorisierte Ultraschall-Verfahren beim Schutz des schiffsinternen Rohrleitungssystems vor Algen, Muschel und andere organischen Substanzen nicht bewährt habe. Das benachbarte LNG-Terminal „Höegh Esperanza“, das an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel liegt, arbeitet ebenfalls mit der Elektrochlorierung, die als „Stand der Technik“ gilt.
Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser.
„Wir halten Biozid-Einleitungen durch die LNG-Terminals in Wilhelmshaven für gefährlich und die bereits erteilte vorläufige Zulassung durch die Genehmigungsbehörde für fahrlässig“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Laut den Genehmigungsunterlagen sollen künftig zusätzlich rund 170 Millionen Kubikmeter behandeltes Prozesswasser pro Jahr aus dem Betrieb der ‚Excelsior‘ in die Innenjade eingeleitet werden.“
Es sei die Pflicht der Behörden, empfindliche Gewässer zu schützen und dafür zusätzliche Schadstoffeinträge zu reduzieren. Kraenner: „Wir fordern den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf, den Schutz der Natur zu priorisieren, Schäden am Weltnaturerbe zu verhindern und den Zulassungsantrag für Biozid abzulehnen.“
Wangerland/Jever (17. 9. 2026) – Es gibt viele Lebenssituationen, in denen Menschen andere Menschen besonders dringend brauchen. Als Helfer, Tröster oder ganz einfach als Gesprächspartner. Gerade in solchen Situationen können Selbsthilfegruppen sehr hilfreich sein, weiß Anne Philipp. Die Wangerländerin, die ihren von einem Schlaganfall betroffenen Mann bis zu dessen Tod begleitet und betreut hat, ist Gründerin und Gruppensprecherin der Herz- und Hirninfarkt Selbsthilfegruppe.
Anne Philipp aus Westrum managt seit Oktober 2023 die Selbsthilfegruppe Herz- und Hininfarkt, in der sich Betroffene und deren Angehörige regelmäßig austauschen. Foto: hol
Die im Oktober 2023 gegründete Gruppe versteht sich als Ansprechpartnerin für Betroffene und deren Angehörige im gesamten Jeverland – und somit auch für das Wangerland samt Hooksiel. Die um die 20 Mitglieder starke Gemeinschaft trifft sich jeden ersten und jeden dritten Dienstag im Monat, jeweils von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, in den Räume des „Paritätischen“ in der Mühlenstraße 20 in Jever. „Mal laden wir uns einen Referenten ein. Mal besuchen wir ein Unternehmen, machen einen Ausflug oder wir plaudern nur so miteinander“, beschreibt Anne Philipp das lockere Miteinander.
Führung durchs Schloss
Die nächste Veranstaltung ist am Dienstag, 17. November, um 13.30 Uhr in Jever. Geplant ist eine Führung mit einem Vortrag durch das Schlossmuseum Jever. Gern erinnert sich Anne Philipp an eine Großveranstaltung mit dem Titel „Das begehbare Herz“ im August 2024. Schirmherrin war seinerzeit die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Die Fachvorträge hielt Dr. med. Claus Lüers, Chefarzt der Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin im NWK Sanderbusch.
Viele Menschen, die einen Hirn- oder Herzinfarkt erlitten haben, würden sich völlig zurückziehen, schildert Anne Philipp. Die Isolation führe zu Depressionen. Bei den völlig unverbindlichen Gruppentreffen gehe es um das gegenseitige Zuhören, darum, Hoffnung zu machen, aber auch um Erfahrungsberichte oder Tipps zu Hilfestellung. „Aber wir haben auch viel Spaß miteinander.“
Engagement im Beirat
Die Selbsthilfegruppe ist Mitglied etwa in der Herzstiftung, der Hirnstiftung und der Deutschen Stiftung Schlaganfall-Hilfe. Als langjährige Sekretärin eines Verlagshauses habe sie einfach Freude am Organisieren und am Umgang mit Menschen, sagt Anne Philipp. Neben der Selbsthilfegruppe engagiert sie sich auch noch im „Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung“ des Landkreises Friesland, in den sie gerade für fünf Jahre gewählt wurde. Zudem arbeitet sie in der Freiwilligenagentur des Paritätischen in Jever, wo sie für die ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig ist.
Weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe finden sich auf der Internetseite www.wege-finden.org . Telefonisch ist Anne Philipp unter 04461-9847755 (AB) zu erreichen.