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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Wellen zu hoch: Reederei sagt Helgoland-Fahrt ab

Hooksiel (6. 8. 2026) – Die für den morgigen Freitag, 7. August, geplante Helgoland-Fahrt ab Hooksiel fällt aus. Die Reederei Alder-Eils begründet die Entscheidung mit der Wetterprognose und der vorhergesagten Wellenhöhen.

Betroffene Fahrgäste werden gebeten, sich für  Umbuchungen oder Erstattungen mit ihrer jeweiligen Vorverkaufsstelle in Verbindung zu setzen. Wer sein Ticket online gekauft hat, hat bis 14.30 Uhr die Möglichkeit, sich wegen einer gewünschten Umbuchung mit der Reederei in Verbindung zu setzen (per Mail unter info@adler-eils.de) und seinen neuen Wunschtermin für eine Helgoland-Reise zu übermitteln. „Danach werden alle online gekauften Tickets automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet“, so die Reederei. 

Die für Freitag geplanten Fahrt ab Wilhelmshaven (Abfahrt 12.30 Uhr / Rückfahrt 18.30 Uhr) findet nach aktuellem Stand wie geplant statt.

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Hunde und Pferd warteten vergebens auf Schildkröte

Hooksiel (6. 8. 2026) – Browny ist ein Pferd. Der Wallach lebt seit 23 Jahren bei Inken Müller. Vielleicht lag es daran, dass seine Halterin eng an seiner Seite den Gottesdienst auf einer Koppel in Oesterdieken mit verfolgte. Oder die Musik vom Organisten Axel Scholz hat ihm so gut gefallen. Auf jeden Fall begleitete der Vierbeiner geduldig und mit fröhlichen Schnaufen die kirchliche Veranstaltung bis zu ihrem Höhepunkt. Der Tiersegnng.

Pastor i. R. Jürgen Walter segnete das Pony Browny und deren Halterin Inken Müller. Foto: hol

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland hatte für Mittwochabend Mensch und Tier zu dem außergewöhnlichen Gottesdienst auf dem Anwesen in Sichtweite der Reitanlage des Reit- und Fahrverein Hooksiel geladen. Gekommen waren eine Reihe von Hunden und das Pony Browny. „Eigentlich war noch eine Schildkröte angemeldet“, sagte Diakon Fredo Eilts, der zusammen mit Pastorin Hanja Harke und Pastor i. R. Jürgen Walter den geistlichen Teil des Gottesdienstes gestaltete. Aber rechtzeitig zur Segnung schaffte es das Reptil nicht mehr.

Mensch und Tier sind bei der Rettungshundestaffel ein untrennbares Team. Diakon Fredo Eilts verband mit dem Segen das Dankeschön für das Engagement der Staffel bei der Suche und der Rettung von Menschen. Foto: hol

Tiere sind nicht nur wie Menschen Teil der Schöpfung, sie sind häufig genug auch Begleiter, Freunde und Seelentröster ihrer menschlichen Bezugspersonen. Oder auch echte Partner, wie etwa die Hunde der Mitglieder der Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die mit einer großen Abordnung an dem Gottesdienst teilnahmen. Der Segen, so Eilts, sei auch ein Dankeschön an die Hunde, die schon vielen Menschen in schwierigen Situationen geholfen haben.

Hanja Harke, Fredo Eilts und Jürgen Walter sprachen zum Abschluss der Veranstaltung Gottes Segen für jedes einzelne Tier und seinen Halter aus, verbunden mit der Bitte um Schutz und Gesundheit. Gerade Gesundheit ist auch für Browny ein wichtiges Thema. Schließlich ist das Pony mit 28 Jahren schon im gehobenen Seniorenalter. 

Die ersten Schollenfilets erhielten 60 Wattwanderer

Hooksiel (5. 8. 2026) – Mehr Erlebnis-Gastronomie geht nicht. Bei herrlichem Wetter genossen zahllose Menschen am Badestrand von Hooksiel leckere, mitten im Watt gebratene Schollenfilets. Dabei brachte der Ansturm der vierstelligen Zahl an Kunden die Köche und Servicekräfte der Wangerländer Betriebe, die sich für die Aktion zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben, heute sichtbar an ihre Grenzen.

Auf riesiges Interesse stieß heute das Schollenbraten am Strand von Hooksiel. Foto: hol

„Ich wollte mich bei ihnen recht herzlich bedanken“, sagt eine Urlauberin, die die Gastronomin Ute Eden vom „Friesland-Stern“ in Horum beim Tellerwaschen unterbricht. „Wir hatten von der Veranstaltung bisher nur gelesen. Aber das das so schön ist …“

Großer Andrang von Urlaubern

Ute Eden freut sich sichtbar über das Kompliment, das man an diesem Schollentag immer wieder hört. Zeit für ein Gespräche mit der Urlauberin hat sie aber nicht. Die Zeit drängt, die Teller wollen gespült werden. Nicht nur, weil noch eine lange Schlange von Fischfreunden an der Tellerausgabe steht.

Das Zeitfenster für das „Schollenbraten im Watt“ ist durch die Gezeiten begrenzt. Mit dem ablaufen Wasser hatten 30 bis 40 Mitarbeiter der Seesterne-Restaurants die Verkaufsstände im Watt aufgebaut. Dem zum Teil aufkommenden Wind zum Trotz lagen um 11 Uhr die ersten Schollenfilets in den Pfannen.

Das geduldige Warten im Watt wurde mit einem frisch gebratenen Schollenfilets belohnt. Foto Hol

Bis 13.30 Uhr ging es dann Schlag auf Schlag. „Als der erste Priel hinter uns voll Wasser gelaufen war, mussten wird den Verkauf abbrechen“, sagte Sven Klostermann vom „Schwarzen Bären“ in Hooksiel. Da waren bereits über 300 Kilogramm Schollenfilets vertilgt. „Die letzen acht verbliebenen Schollen haben dann unsere Mitarbeiter gegessen.“

Insgesamt dürfte das Schollenbraten in Höhe des Strandhauses 2 in diesem Jahr eine rundum gelungene Sache gewesen sein. Die vergleichbare Aktion am Strand von Schillig hatte vor wenigen Tagen witterungsbedingt noch an den Strand verlegt werden müssen. Aber: Scholle mit Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße, dazu ein erfrischendes Kaltgetränk – für viele Urlauber ist das offenbar „Friesland-Urlaub pur“. Geduldig standen sie barfuß an, um im Anschluss das Menü auf Holzbänken am Strand zu genießen – und sich dann zu bedanken.

Geburtsstunde 2004

Die Gründung der „Seesterne“ geht auf die Initiative der Wangerland Touristik GmbH im Jahr 2004 zurück. Unter Federführung eines Gastronomieberaters suchten Vertreter von gut zehn Betrieben aus dem Jeverland ein Konzept für ein Angebot, das Kreativität und Erfahrung der jeweiligen Partner unter Beweis stellen sollte, ohne die jeweiligen Eigenarten zu verwässern.

Mit der Geburtsstunde der Gastronomie-Kooperation wurden Sprecher gewählt sowie ein Ehrenkodex, ein Logo und einige Direktiven entwickelt. Dazu gehört etwa die Überzeugung: „Zusammen sind wir Stärker“ und „Gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit“. 

Grundlage für Kooperation von Gastronomen

Im Sommer 2004 wurde das „Erste Schollenbraten im Watt vor Schillig“ ins Leben gerufen. Nach unzähligen Meetings, Meinungsverschiedenheiten, jeder Menge Vorarbeit und Probeläufe war der Tag X gekommen. „Im Morgengrauen des 23. August 2004 wurden Kocher, frische Fischfilet, Pfannen, Deko, Stühle, Bänke, Getränke, . . . eben alles was man so braucht, um die geplanten 60 Wattwanderer zu verpflegen, ins Watt gekarrt“, heißt es in einer Chronik.

Die Aktion fand schnell überregional Anklang, war Gegenstand von Presse- und Fernsehberichterstattung. Der Grundstein für die Kooperation und viele weitere Aktivitäten war gelegt wie etwa für gemeinsame Messebesuche, Kartoffelfeste oder die Entwicklung einer gemeinsamen Fahrradkarte. Aber das sind andere Geschichten. 

Zeugen für einen Unfall auf einem Fahrradweg gesucht

Hooksiel/Sengwarden (5. 8. 2026) – Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen für einen Fahrrad-Unfall, der sich am vergangenen Samstag, 1. August , gegen 14.20 Uhr auf dem Radweg der Hooksieler Landstraße zwischen Sengwarden und Hooksiel ereignet hat. Dabei sollen zwei Fahrradfahrer zusammengestoßen sein.

Bei der Kollision sei eine Person verletzt worden, berichtet die Polizei. Zudem entstand Sachschaden. Der Unfallverursacher habe sich anschließend von der Unfallstelle entfernt, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Die Polizei in Wilhelmshaven bittet Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Radfahrer machen können, sich unter der Telefonnummer 04421/942-0 zu melden.

Seemannsmission lädt zum Tag der offenen Tür

Wilhelmshaven (4. 8. 2026) – Aus Anlass des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven (DMS) besucht am Samstag, 8. August, ab 11 Uhr Ministerpräsident Olaf Lies das Wilhelmshavener Haus der Seemannsmission an der Hegelstraße 11 in Wilhelmshaven. Der Politiker möchte im Rahmen des Tages der offenen Tür (11 bis 16 Uhr) den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Mission, zu denen auch die Hooksieler Angela Homuth, Dörte Salverius und Günter Kallweit gehören, seinen Dank und Anerkennung  für ihre Arbeit auf den Schiffen auszusprechen.

Schiffsbesucher der Seemannsmission
Seit Jahren engagieren sich die Hooksieler Dörte Salverius, Günter Kallweit und Angela Homuth im Team der Schiffsbesucher der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven. Archiv-Foto: hol

Am Tag der offenen Tür stehen Schiffsbesucher für Informationen und Führungen durch das Seemannsheim zur Verfügung. Ein Lichtblick werden auch viele Schiffsmodelle, die im ganzen Haus ausgestellt sind, sein. Eine Tombola, deren Einnahmen ausschließlich für die martim-soziale Arbeit ist, sowie Kaffee und Kuchen  sowie  Bratwürste werden zum Spendenpreis gereicht.

Gesprächsrunde mit Olaf Lies

Wer möchte, kann von Kapitän Dietmar Szech lernen, Seemannsknoten zu knüpfen. In einer Gesprächsrunde unter Leitung des DSM-Vorsitzenden Wilfrid Adam werden Ministerpräsident Lies und der langjährige Präsident des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe, Detthold Aden, sich mit der Frage der Zukunftschancen des einzigen deutschen Tiefwasserhafens Wilhelmshaven beschäftigen.

Musikalisch umrahmen der Shantychor „Schlicktown Singers“, in dem auch Hooksieler aktiv sind , die Jazzband „Seaside Swing Combo“ und Reinhold Seyberth  auf dem Akkordeon die Veranstaltung. Für 15 Uhr ist ein Seefahrer-Gottesdienst mit Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick und den Schlicktown Singers im Garten des Seemannsheimes geplant.

Besuchsdienst steht vor Rekord

Ehrenamtliche Schiffsbesucher der DMS haben in diesem Jahr bereits 530 Schiffsbesatzungen in den Wilhelmshavener Häfen besucht und ihnen Präsente, Informationen oder auch andere Hilfeleistungen zukommen lassen. Adam geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals die 1000er-Marke geknackt werden könnte. 

Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand

Hooksiel (3. 8. 2026) – Die Wetter-Prognosen sind gut. Die Gastronomen bereiten sich für den kommenden Mittwoch, 5. August, auf das Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand vor. Geplanter Verkaufsbeginn ist um 11 Uhr. In Schillig hatte man die Aktion aufgrund der Witterung vor wenigen Tagen noch kurzfristig vom Watt an den Strand verlegen müssen. 

Das Schollenbraten im Watt vor Hooksiel ist eine ganz eigenwillige, aber sehr leckere Veranstaltung. Archiv-Foto: hol

Das „Schollenbraten im Watt“ ist eine echte Wangerländer Attraktion. Sie steht für die Leistungsfähigkeit der örtlichen Gastronomie, die sich zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben – und natürlich für die Frische der maritimen Produkte. Das Gourmeterlebnis zieht erfahrungsgemäß Tausende Menschen an. 

Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants ist der Aufwand für de Aktion erheblich:  Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut. 

Die Köche braten dann barfuss im Watt stehend die frischen Schollenfilets. Dazu gibt es Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße – und Kaltgetränke.

Wangerland Touristik Thalassa
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Zu viel Alkohol: Camper versetzt Mitarbeiter eine Kopfmuss

Hooksiel (2. 8. 2026) – Zwei körperliche Auseinandersetzungen und ein Verkehrsunfall in Hooksiel haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. Am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, kam es zu einer Schlägerei in der Lange Straße. Dabei soll ein 18-Jähriger im Gesicht verletzt worden sein. Verantwortlich dafür ist mutmaßlich ein 17-Jähriger, der Verletzungen an der Hand aufwies.

Schlägerei auf der Lange Straße

Bei der Befragung der beteiligten Personen wurde als Grund für die Auseinandersetzung ein Wurf eines Glases von einer Gruppe in Richtung der anderen Gruppe genannt. Die Kontrahenten standen beide unter Alkoholeinfluss. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzungen ein.

Noch deftiger ging es bei einem Streit auf dem Hooksieler Campingplatz am Samstagabend zu. Gegen 19.37 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung und einer Bedrohung alarmiert. Vor Ort stellten die Beamten fest, das es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Dauercampern im Alter von 43 bzw. 49 Jahren gegeben hatte. Der 49-Jährige sei mutmaßlich aufgrund von Alkoholkonsum plötzlich aggressiv und ausfallend geworden, habe den Pavillon des Campingnachbarn leicht beschädigt und diesen mit dem Tode bedroht.

Wütende Reaktion auf Hausverbot

Die Polizei konnte den Verursacher zunächst nicht antreffen. Durch den Sicherheitsdienst vor Ort war ihm aufgrund seines Verhaltens ein Hausverbot ausgesprochen werden. Kurz vor 21 Uhr erschien der Aggressor dann erneut auf dem Campingplatz. Der verantwortliche Campingplatz-Mitarbeiter sprach ihm ein Hausverbot aus, was bei dem Betroffenen jedoch auf Unverständnis stieß. In der Folge habe er dem Campingplatz-Mitarbeiter einen „Kopfnuss“ versetzt. Der 49-Jährige muss sich jetzt wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Körperverletzung in mehreren Strafverfahren verantworten.

Angetrunken in Autos gefahren

Zu einem Unfall, bei dem eine Autofahrerin leicht verletzt wurde, kam es in der Nacht zum Sonntag. Gegen 3.40 Uhr befuhr die 42-Jährige, unter Alkohol stehende Frau aus Richtung Maihausen kommend die Landesstraße in Richtung Schmidtshörn. An der Kreuzung wollte sie nach rechts in Richtung Hooksiel abbiegen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit sei die Frau aber im Einmündungsbereich geradeaus gefahren und auf einem Firmengrundstück gegen drei dort abgestellte, nicht angemeldete Pkw geprallt.

Der Kleinwagen der Frau erlitt dabei einen Totalschaden, an den übrigen Fahrzeugen entstand geringerer Sachschaden. Der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergabt einen Wert von 2,11 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutproben an und beschlagnahmte den Führerschein der Frau. Sie muss sich in einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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Flotte Krabben lassen Drachen und Seeschnecken keine Chance

Hooksiel (2. 8. 2026) – „De flotten Krabben“ sind ganz schön schnell. Das mussten am Samstag die Konkurrenten beim Drachenbootrennen auf dem Hooksmeer zugeben. Mit der besten Zeit des Tages sicherte sich das Team aus Hooksiel um ihren Kapitän Axel Bendiks im Finallauf gegen die „Adden Crazy Crew“ aus dem Wangerland den Sieg.

Spannung pur auf dem Hooksmeer. zahlreiche Zuschauer und Anhänger der Teams verfolgten das Drachenbootrennen. Foto: hol

Hunderte von Schaulustigen verfolgen am Samstag vom Alten Hafen aus das von Jan-Eike Doyen organisierte Rennspektakel. Zehn zehnköpfige Teams (plus Steuermann) aus Friesland und Wilhelmshaven stellten sich der kraftraubenden Herausforderung. Nach jeweils zwei Vorläufen traten die Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Zeiten zum Finale an.

Zahllose Zuschauer am Hafen

Platz drei sicherten sich mit dem Team „HKSL“ ebenfalls ein durchweg mit Hooksielern besetztes Boot, darunter viele Mitglieder der Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Hier zogen die „Windwächter“ aus Wilhelmshaven den Kürzeren. Auf den Plätzen folgten die „Wiefken Dragons“, die „Neue Jade Drachen“, „Joshuas Seeschnecken“, die „Awo-Nauten“, die „Küsten Pinkis“ und mit den „Jade Dragons“ ein Team der Jade Hochschule.

Festivalatmosphäre auf dem Hooksieler Hafenplatz. die „Rock Shots“ sorgten für gehörig Stimmung. Foto: hol

Das Drachenbootrennen, das traditionell Bestandteil der der „FCN Hafenfeste“ ist, gehörte in diesem Jahr zu den Hauptattraktionen der von der Dorfgemeinschaft organisierten „Hooksieler Krabbentage“. Bei optimalen äußeren Bedingungen besuchten Tausende am Wochenende die Festmeile zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte. Die fliegenden Händler und die Gewerbetreibenden aus dem Ort entlang der Lange Straße und auf dem Hafenplatz hatten jede Menge zu tun und machten offenkundig gute Umsätze.

Festivalstimmung auf Hafenplatz

Im Mittelpunkt des Festes standen natürlich die Krabben. Im Hafen lagen gleich drei Krabbenkutter umringt von zahlreichen Sportbooten. Neben frischem Granat wurden zahlreiche Krabbengerichte angeboten. Hinzu kamen zahllose Gespräche über die Zukunft der Krabbenfischerei vor der wangerländischen Küste. 

Aber die Stimmung blieb trotz aller Sorgen bei Urlaubern und Einheimischen ausgelassen. Die Musiker auf der Showbühne am Hafen sorgten zum Teil für Festivalatmosphäre. Die „Rock Shots“ aus Wilhelmshaven etwa wurden am Freitag Abend bis in die Nacht hinein gefeiert. Ausklingen soll das Fest am späten Sonntagnachmittag mit etwas gesetzteren Klängen der Vareler Schlagersängerin Jasmine Meyer

Die lange Straße war über weite Teile des Wochenendes prall gefüllt mit Menschen. Foto: hol
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Ende des Kuschelwahlkampfs? Fischer sieht Szlezak in der Pflicht

Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.

Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.

Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.

Podiumsdebatten geplant

Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.

Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.

Fischer benennt Versäumnisse

Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. 

Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.

Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“

Wie sieht die WTG künftig aus?

Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?

„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.

Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“

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Sauerstoff-System im Alten Hafen muss saniert werden

Hooksiel (31. 7. 2026) – Seit Jahrzehnten sorgt eine Sauerstoffanlage dafür, dass das Wasser im Alten Hafen von Hooksiel nicht umkippt. Seit Montag ist das dafür erforderliche System nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Bei der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) ist man trotzdem zuversichtlich, dass es nicht zu Fäulnisprozessen mit entsprechender Geruchsentwicklung kommen wird.

Schläuche beschädigt

Am Montagabend hatte sich ein Schiff mit seinem Kiel in den Schläuchen verhakt. Feuerwehr und DLRG-Taucher konnten das Schiff befreien. Allerdings, so bestätigt NPorts, wurde durch die Havarie „ein Teil der Schläuche nachhaltig beschädigt“. NPorts betreut das in den 1970er Jahren im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens künstlich geschaffene Hooksmeer und die Wasserflächen im Alten Hafen. 

Der Sauserstofftank ist in einem Container am Rand des Hafens (vorn) untergebracht. Von hier aus wird über ein Schlauchsystem Sauerstoff ins Wasser des Alten Hafens von Hooksiel geleitet. Foto: hol

Fachleuten ist es gelungen, den intakten Teil des Schlauchsystems wieder an den Sauerstofftank anzuschließen. „Die Kosten für die Erneuerung der Schläuche werden aktuell kalkuliert“, teilt das Unternehmen auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ mit.

Sättigung noch unkritisch

Bis zur Sanierung des Systems werde die Sauerstoffsättigung im Hafenwasser engmaschig geprüft. Der ökologische Zustand stehe in Abhängigkeit von der Wassertemperatur und der Nährstoffzufuhr von angrenzenden Grundstücken, so NPorts. „Aktuell gehen wir nicht von einer Gefahr aus, da weiterhin Sauerstoff zugeführt wird und die Sättigung unkritisch ist.“

Die Gefahr des Umkippens rührt daher, dass es sich zumindest beim Alten Hafen nahezu um ein stehendes Gewässer handelt. Das historische Sieltor ist verschlossen. Zwischen Binnentief und Alter Hafen/Hooksmeer gibt es keinen Wasseraustausch. Bedingt Bewegung ins Gewässer kommt lediglich durch das Öffnen der Schleuse am Außenhafen. Durch eine zu geringen Sauerstoffgehalt können am Grund Faulgase entstehen, die einen modrigen Geruch verursachen können.

Wangerland Touristik Thalassa
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