Hooksiel (11. 10. 2026) – Die Bildhauerin Nic Schaatsbergen, die aktuell im Künstlerhaus Hooksiel ausstellt, gibt am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, einen exklusiven Einblick in ihre Arbeitsweise.
Die Künstlerin aus Ostfriesland (auf dem Foto rechts; links Kunsthallenleiterin Renate Janßen-Niemann) bietet ab 15 Uhr eine Führung durch ihre Ausstellung „Körper“ an. Dabei zeigt sie, wie Backstein-Skulpturen entstehen und klingen.
Interessiere dürfen das Material gern einmal anfassen und sich selbst ausprobieren. Der Eintritt in die Ausstellung und die Teilnahme an dem Werkstattgespräch sind kostenfrei.
Hooksiel (9. 10. 2026) – Wer bislang noch Zweifel hatte, ob die Konzertreihe „Live hinterm Deich“ im Herbst wirklich eine kulturelle Bereicherung für Hooksiel ist, kann die seit diesem Donnerstag getrost beiseite schieben. „Die ungesteckerten 3“, die bereits einmal im Sommer auf der Musikbühne neben dem Gästehaus aufgetreten waren, begeisterten ihr Publikum mit einer über zweieinhalbstündigen Reise durch die internationale Musikgeschichte.
Ein wunderbares Konzert: „Die ungesteckerten 3“ überzeugten mit handgemachter Musik und guten Stimmen. Foto: hol
Der Dauerapplaus der gut 70 Besucherinnen und Besucher am Ende des Konzertes wurde mit zwei Zugaben belohnt. Mit zum Erfolg beigetragen haben dürfte die Wohnzimmer-Atmosphäre im Saal des Gästehauses. Das Publikum konnte aus nächster Nähe miterleben, wie Musik von Hand gemacht wird und welcher Sound zwei Gitarren, einem Cajon und einer zu einem Schlaginstrument umgebauten Holzkiste zu entlocken sind.
Die Dreistimmigkeit der Musiker aus Ihlow (Ostfriesland) sorgte dafür, dass manche der vorgetragenen Coverversionen besser klang als wie sie die Zuhörer in Erinnerung gehabt haben dürften. Dazu die Augen schließen und man könnte meinen, Pat Benetar („We belong“), Mick Jagger („Paint lt, Black“) oder John Lennon („Imagine“) treten direkt in Hooksiel auf.
Musikgenuss pur zum Vergnügen von Publikum und Künstlern auf der Bühne – und das zum Nulltarif. Zum nächsten von der Wangerland Touristik GmbH organisierten Konzert am kommenden Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr wird die Band „Honeybird“ in Hooksiel erwartet.
Wangerland/Hooksiel (9. 10. 2026) – Die Deiche in Friesland und Wilhelmshaven sind „schaufrei“. Diese beruhigende Feststellung stand gestern am Ende der Herbstdeichschau des III. Oldenburgischen Deichbandes. Das heißt: Die Sturmflutsaison über Herbst und Winter kann kommen, ohne dass sich die Menschen hinter der rund 60 Kilometer langen Hauptdeichlinie allzu große Sorgen um ihr Hab und Gut machen müssen.
Der zunehmende Bewuchs im Deichvorland bereitet den Deichschützern sorgen. Die Biomasse kann bei Sturmfluten zu Treibgut werden, das sich an den Deichen ablagert und deren Standsicherheit gefährdet. Archiv-Foto: hol
Insgesamt sind die Deiche in der Region in einem guten Zustand. Nahezu auf der gesamten Strecke wird die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) festgesetzte Bestickhöhe, also die vorgeschriebene Sollhöhe der Deiche, erfüllt. Einzige Ausnahme ist ein 2,4 Kilometer langes Teilstück im Bereich des Rüstersieler Grodens in Wilhelmshaven, der in den nächsten Jahren erhöht werden soll. Die Vorbereitungen für das wohl 15 bis 20 Millionen Euro teure Projekt laufen mit Hochdruck.
Ein Meter Klima-Zuschlag für die Deiche
Der Unterbestick, der am Rüstersieler Groden ausgeglichen werden soll, beträgt nach den Worten von Thorsten Wehrmann vom NLWKN1,35 Meter. In diese Berechnung ist bereits ein so genannter Klimazuschlag eingerechnet worden. Die Fachleute erwarteten mit Blick auf die Klimaerwärmung, dass die Deich in 100 Jahren einen Meter höher sein müssen als heute.
„Für die nächsten 15 bis 20 Jahre sind die Deich schon jetzt absolut sicher“, ist Rolf Neuhaus überzeugt. Der künftige Landrat nahm an der Deichschau teil, weil der Landkreis Friesland die Untere Deichschutzbehörde darstellt. Die Untere Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven war durch Ulrich Wegener vertreten.
Nach den Worten von Deichband-Vorsteher Eilt-Onno Garlichs hat der Deichband im laufenden Jahr rund sechs Millionen Euro aus dem eigene Haushalt sowie aus Küstenschutzmitteln von Bund und Land in die Unterhaltung seiner Deiche investiert. Alle Baumaßnahmen wurde pünktlich zum 15. September beendet. Laufende Projekte müsse bis zum 15. April nächsten Jahres ruhen.
Schwerpunkt Lahnungsbau
Ein Schwerpunkt im Wangerland war der Lahnungsbau im Elisabethaußengroden. Lahnungen sind kleine Anlagen aus Holzpfählen, Reisig und Wasserbausteinen, die im Deichvorland dafür sorgen, dass das Sediment nicht weggespült wird. Dadurch können Salzwiesen entstehen – und das auflaufende Wasser wird bereits im Vorfeld abgebremst, bevor es bei einer Sturmflut gegen den Deich läuft.
Zogen nach der Herbstdeichschau im „Deichgrafen“ in Förrien Bilanz: (von links) Thorsten Wehrmann (NLWKN), Ulrich Wegener (Stadt Wilhelmshaven), Deichbandvorsteher Eilt-Onno Garlichs und Rolf Neuhaus (Landkreis Friesland), Foto: hol
Sorge bereitet den Deichschützern vor diesem Hintergrund, dass die von Landwirten bewirtschaftet Fläche im Deichvorland immer weiter zurückgeht. Der Grund dafür ist die zunehmende Vernässung des Deichvorlandes, die selbst eine Nutzung der Flächen als Grünland unwirtschaftlich macht. „Als Folge der mangelnden Bewirtschaftung wächst immer mehr Vegetation im Deichvorland“, schildert Garlichs. Aus der anwachsenden Biomasse wird bei Sturmfluten Treibgut, das sich als „Teek“ am Deichfuß ablagert, mit der Folge, dass die darunter liegende Grasnarbe abstirbt und die Standfestigkeit des Deiches gefährdet.
Die Beseitigung des Teeks, so Garlichs, ist aufwendig und teuer. Die Mittel dafür könne der Deichband nicht aus seinen Haushaltsmitteln tragen. Rolf Neuhaus zeigte sich zuversichtlich, dass sich im Dialog mit den beteiligten Behörden von Land bis zur Nationalparkverwaltung eine Lösung für das Problem finden wird.
Wangerland (7. 10. 2026) – Der 27. September dieses Jahres war für Gastronomen und gewerbliche Vermieter ein wichtiges Datum. Und ein gefährliches dazu. Vor rund zwei Wochen ist die so genannte „Empco-Richtlinie“ in Deutschland in Kraft getreten, die das Europäische Parlament 2024 auf den Weg gebracht hat.
Der Hotelier Christian Fuchs will mit dem „Gästeforum“ eine Lücke im Informationsangebot für gewerbliche Anbieter in Gastronomie und Vermietung schließen und ein Forum für neue Netzwerke schaffen. Foto: hol
Der Gesetzgeber will damit die Verbraucher vor dem so genannten „Greenwashing“ schützen. Unter anderem vor irreführender Werbung etwa mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. „Solche Werbesprüche sind nur noch dann erlaubt, wenn sie offiziell zertifiziert sind“, erläutert Christian Fuchs, der zusammen mit seiner Frau das Landhotel Nakuk im Wiardergroden führt und sich unter anderem beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) engagiert.
Neue Gesetzgebung
Gerade im Tourismus und im Gastgewerbe sei man bislang mit solchen Versprechen oft leichtfertig umgegangen. Das Risiko, das jetzt daraus erwächst, so Fuchs: „Es stehen schon Hunderte von Anwälten bereit, entsprechende Verstöße etwa auf den Internetseiten der Unternehmen kostenpflichtig abzumahnen.“
Die „Empco-Richtlinie“ und ihre praktischen Folgen – das wäre aus Sicht von Fuchs ein Thema gewesen, über das die Wangerland Touristik GmbH (WTG) als lokale touristische Marketingorganisation die Betriebe im Wangerland hätte informieren können. Aber bekanntlich hat die insolvente WTG zurzeit andere Probleme und ist möglicherweise auf in Zukunft nicht mehr in der Lage. derartige Dienstleistungen für die Branche zu erbringen.
Praktischer Nutzen
Die sich daraus ergebende Informationslücke für die touristischen Leistungsträger in der Gemeinde will Fuchs mit einer App schließen, einem Informations-Portal, das er selbst in den vergangenen Wochen und Monaten konzipiert und programmiert hat – das „Gastgeberforum“. „Zurzeit befindet sich die App noch im Probelauf“, so Fuchs gegenüber „Hooksiel-life“. Aber er sei überzeugt davon, dass die Fülle von verschiedenen Informations- und Austauschmöglichkeiten für gewerbliche Gastronomen und Vermieter sehr nützlich seien und einen echten Mehrwert erbringen.
Über die App sollen eine Fülle von Informationen bereit gestellt werden – von einer Veranstaltungs- und Terminübersicht über einen Gezeiten-Kalender bis hin zu einer Personalbörse, auf der Unternehmen Stellen anbieten und sich Interessierte bewerben können. Ein anderes Beispiel: Ein Gast plant eine Hochzeit mit über 100 Gästen. Kann der angefragte Gastronom die Veranstaltung nicht darstellen, kann über das „Gästeforum“ eine Umfrage an die andren Betreibe im Wangerland stellen, ob sie dem Gast ein Angebot unterbreiten möchten. Fuchs: „Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.“
Eigene Hauszeitung
Oder die digitalisiert Hauszeitung: Mit ein paar Klicks generiert Fuchs den „Wangerland-Kurier“, ein Info-Blatt, das er jedem seiner Gäste auf den Frühstückstisch legen kann. Gefüllt von künstlicher Intelligenz mit Standardmeldungen aus der Region, angereichert etwa um das Tages-Menü des Hotels oder einen besonderen Tipp des Gastgebers.
Und natürlich das Forum mit allen für die Branche interessanten Neuigkeiten wie die Warnung vor der „Empco-Richtlinie“ oder die Folgen, die die geplante Reform des Minijob-Systems auf Bundesebene für die Personalkosten in Restaurants und Hotels bedeuten kann
Fuchs sieht in dem Gastgeberforum mit seinen Marketing-Chancen und den verschiedenen Netzwerk-Möglichkeiten ein Tool, das nicht nur fürs Wangerland eine Bereicherung ist. Auch auf Destinationen wie Jever oder Wilhelmshaven könne die App ohne Probleme angepasst werden. Einen Eindruck erhalten Interessierte über die Internetseite Gastgeberforum.de. Für Rückfragen zu erreichen ist Christian Fuchs am besten über die Email-Adresse forum@wangerland.live.
Wangerland/Hooksiel (5. 1. 2026) – Der Hooksieler Unternehmer Tobias Geisen unterstützt die von Lars Reiners trainierte Fußball-C-Jugend des SC Wangerland. Im Vorfeld des jüngsten Punktspiels am vergangenen Samstag überreichte der Geschäftsführer der Nojalu Infrastruktur GmbH der Mannschaft einen Satz Trainingsanzüge (Foto).
Die Spieler zahlten mit einer guten Leistung auf dem Rasen des Fußballplatzes an der Hooksieler Jaderennbahn zurück. Sie gewannen ihr Punktspiel gegen FC Medya Oldenburg mit 8:0 (2:0) und rückten damit auf den vierten Tabellenplatz.
Hooksiel (4. 10. 2026) – Gerade steht mit dem „Herbstleuchten“ eine Großveranstaltung von „De Hooksieler“ vor der Tür, da läuft bereits der Countdown für die nächste: Am Samstag, 7. November, heißt es zum zweiten Mal „Hooksiel tanzt“. Die Interessengemeinschaft lädt dazu ab 19.30 Uhr (Enlass ab 19 Uhr) in die Eventhalle Langenhorst im Hooksieler Gewerbegebiet ein. Die Musik dazu steuert Discjockey Jes bei.
„De Hooksieler“ weisen darauf hin, dass am morgigen Montag, 5. Oktober, der Kartenvorverkauf im Kiosk Dekena anläuft. Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahren dürften die 150 Tickets schnell vergriffen sein. Im Vorverkauf können maximal vier Karten pro Person erworber werden. Der Entrittspreis betrgt 15 Euro.
Wangerland/Hooksiel (4. 10. 2026) – Auch die SPD Wangerland setzt auf Kontinuität im künftigen Gemeinderat.
Auf einer vorbereitenden Sitzung für die neue Ratsperiode wurde Holger Ulfers (Foto) als Fraktionsvorsitzender im Amt bestätigt. Zu seiner Stellvertreterin wählten die Sozialdemokraten Ratsfrau Stefanie Bremers (Hohenkirchen).
Die SPD erlitt bei der Kommunalwahl starke Verluste. Ihr Stimmenanteil von 25 Prozent reicht für sechs Sitze im neuen Gemeinderat, der ab dem 1. November seine Arbeit aufnehmen wird. Damit stellt die Partei nach der CDU die zweitgrößte Fraktion. Zu ihr wird unter anderem auch der noch amtierende Landrat Sven Ambrosy gehören.
Hooksiel (4. 10. 2026) – Wenn am Alten Hafen in Hooksiel die ersten Lichter angehen und etliche Kürbisse leuchten, ist Zeit fürs „Hooksieler Herbstleuchten“. Zum 15. Mal lädt der Verein „De Hooksieler“ für Samstag, 10. Oktober, ab 12 Uhr zu seinem herbstlichen Hafenfest ein. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Hooksieler Theatergruppe, der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“, dem SC Wangerland und der Arbeitsgruppe Hooksiel.
Beim „Herbstleuchten“ wird der Alte Hafen wieder herbstlich illuminiert werden. Archiv-Foto: hol
Programm für die ganze Familie
Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Am Nachmittag sorgt das Duo „De Platters“ mit Küsten- und Kinderliedern auf Hoch- und Plattdeutsch für musikalische Unterhaltung. Kleine Gäste können sich beim Kinderschminken und mit Glitzertattoos verwandeln lassen oder bei einer Rundfahrt mit einer historischen Friesenkutsche Hooksiel aus einer besonderen Perspektive kennenlernen. Am späten Nachmittag steht außerdem eine Kinderdisco auf dem Programm.
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, verspricht Anke Müller von „De Hooksieler“: „Neben einer großen Auswahl an selbst gebackenem Kuchen gibt es unter anderem Flammkuchen und Flammlachs.“ Zudem laden Kunsthandwerker und verschiedene Marktstände zum Stöbern und Entdecken ein.
Feuershow und Musik
Ab 18 Uhr gehört die Bühne der Folk-Band „Beltane“. Mit einer Mischung aus irischen und schottischen Songs und Tunes nimmt die Band ihr Publikum musikalisch mit auf die „grüne Insel“ und in die schottischen Highlands. Für einen Höhepunkt sorgt bei einsetzender Dunkelheit eine Feuershow, die das musikalische Bühnenprogramm begleitet. Gleichzeitig verwandelt sich der Alte Hafen nach und nach in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Mit professioneller Unterstützung von MBO-Lichtdesign wird das Hafengelände eindrucksvoll ausgeleuchtet.
Individuell gestaltete Kürbisse
Für eine besondere Herbstatmosphäre sorgen zudem wieder zahlreiche individuell gestaltete Kürbisse. „Weil wir Hooksieler sind“ stellt sie gemeinsam mit dem Kindergarten, der Grundschule, dem Wohnstift und der WiKi auf und bringt sie passend zur einsetzenden Dunkelheit zum Leuchten.
Auch die Kreativität kommt nicht zu kurz: Von 17.30 bis 19 Uhr können Kinder bei einer herbstlich-maritimen Bastelaktion selbst aktiv werden.
Wangerland/Crildumersiel (2. 10. 2026) – Dramatische Bilder über dem Wangerland. Von See kommend steuert heute gegen 17 Uhr ein Sportflugzeit in Höhe Horumersiel aufs Festland zu. Vom Boden aus erkennbar eine Rauchfahne, die es hinter sich herzieht. Der Pilot dreht eine große Runde über den Wiardergroden und Crildumersiel. Die Maschine verliert an Höhe, der Motor stottert verdächtig.
Glück im Unglück. Der Pilot konnte das abgestützte Flugzeug noch eigenständig verlassen. Foto: privat
Schließlich setzt der sehr erfahrene Pilot (69) auf einem Acker im Speicherpolder zwischen dem St. Joostergroden und dem Deich zwischen Hooksiel und Horumersiel zur Notlandung an. Offenbar ist der Untergrund für das Gewicht der Maschine zu weich. Die Räder sinken ein und versinken im Untergrund. Das Flugzeug überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen.
In banger Erwartung verfolgen Augenzeugen des Unfalls von Seedeich aus das Geschehen. Feuerwehr und Polizei werden alarmiert und rücken zügig an. Die gute Nachricht: Der Pilot ist offenbar unverletzt geblieben. „Er kam uns eigenständig und aufrecht entgegen“, schildert ein Feuerwehrmann.
Die Straße am Deich von Horumersiel in Richtung Hooksiel war heute am späten Nachmittag gesperrt. Feuerwehr und Polizei rückten an, um dem abgestürzten Flieger zu helfen. Foto: hol
Nach Mitteilung der Polizei vom Abend erlitt der Pilot lediglich leichte Hautabschürfungen. Die genaue Ursache der Motorprobleme des Flugzeuges steht noch nicht fest. Nach Einschätzung der Polizei hat der Pilot darauf „sehr besonnen“ reagiert und eine kontrollierte Notlandung eingeleitet. Nach dem ersten Eindruck könnte die historische Maschine einen Totalschaden erlitten haben.
Am Abend richteten Feuerwehrleute mit Unterstützung eines Rettungswagens der Feuerwehr Schortens das Flugzeug auf, so dass es wieder auf seinen eigenen Rädern stand. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel, Waddewarden und Schortens wurde gegen 20.45 Uhr beendet.
Laut Internet-Recherche handelt es sich bei der gelb-rot lackierten Maschine um ein Flugzeug der Marke „Fairchild“ vom Typ „Argus 6“, die auf dem Flugplatz Mariensiel beheimatet ist. Die viersitzige, mit einem 200-PS starken Motor ausgestattete Maschine, Baujahr 1943, wurde im Zweiten Weltkrieg von der Royal Air Force eingesetzt.
Anmerkung:Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert.
Wangerland (2. 10. 2026) – Alice Brandenburg-Bienek bleibt Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wangerland. Zum stellvertretenden Vorsitzenden haben die Christdemokraten, die als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl hervorgegangen sind, Björn Christiansen aus Hooksiel bestimmt. Der 33-Jährige wurde erstmals in den Rat gewählt.
Hooksieler soll nachrücken
Laut Mitteilung der Fraktion hat Alice Brandenburg-Bienek (Foto) angekündigt, den Fraktionsvorsitz nach etwa der Hälfte der neuen Ratsperiode an ihren Stellvertreter übergeben zu wollen. „Damit soll frühzeitig ein geordneter Generationen- und Verantwortungswechsel eingeleitet werden“, so die Fraktionssprecherin.
„Ich freue mich über das Vertrauen der Fraktion und werde den Vorsitz mit voller Verantwortung weiterführen. Gleichzeitig ist für mich klar: Wir haben bei der Kommunalwahl ein deutliches Signal für Veränderung und neue Ideen bekommen. Deshalb möchte ich Björn Schritt für Schritt in diese verantwortungsvolle Aufgabe hineinwachsen lassen und ihm zur Mitte der Ratsperiode den Staffelstab übergeben“, erklärt Alice Brandenburg-Bienek.
Der Vorsitzende der CDU-Wangerland, Christian Burchardt, begrüßt diese Entscheidung: „Alice steht für Erfahrung, Verlässlichkeit und eine große Verbundenheit mit dem Wangerland. Gleichzeitig müssen wir den Wunsch der Wählerinnen und Wähler nach frischem Wind ernst nehmen. Der geplante Wechsel an der Fraktionsspitze verbindet beides: Erfahrung und Erneuerung.“
Erneut Gruppe mit der FDP
Mit acht (statt bislang sechs) Sitzen im künftig 22-köpfigen Rat stellt die CDU die stärkste Fraktion. Wie die Partei mitteilt, habe man mit FDP vereinbart, erneut eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die CDU-Fraktion und FDP-Ratsherr Lübbo Meppen werden unter dem Namen „Gemeinsam fürs Wangerland (GfW)“ zusammenarbeiten. Die übrigen Sitze: SPD (6), Pro Wangerland (4), Grüne (2) und AfD (1).
Aber, so Burchardt: „Für die künftige Ratsarbeit brauchen wir einen offenen Blick über Fraktionsgrenzen hinweg und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Die CDU lade ausdrücklich auch die anderen Fraktionen im Rat ein, an diesem Prozess mitzuwirken. „Wir stehen für Gespräche mit allen demokratischen Fraktionen zur Verfügung. Uns geht es nicht darum, Lager zu bilden, sondern darum, gute Entscheidungen für das Wangerland zu treffen“, so Burchardt.
Möglichst Konsens finden
Auch aus Sicht von Alice Brandenburg-Bienek habe die Arbeit mit wechselnden Mehrheiten in der vergangenen Ratsperiode gezeigt, dass man auch ohne feste Mehrheitsblöcke tragfähige Entscheidungen erreichen könne. „Das zwingt uns dazu, in der Sache zu argumentieren, andere mitzunehmen und am Ende einen möglichst breiten Konsens zu finden. Genau diese Kultur der Zusammenarbeit möchte ich erhalten.“
Das Wangerland stehe vor großen Herausforderungen, so Buchardt. „Dafür brauchen wir keine Parteipolitik um ihrer selbst willen, sondern gute Ideen, klare Entscheidungen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu tragen.“