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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Ausbildung in Hooksiel: Wo Azubis nebenbei auf Wettfahrt gehen

Von Theo Kruse

Hooksiel (21. 9. 2026) – Unbesetzte Ausbildungsplätze? Bewerbermangel? Das gilt nicht für die Werft Hooksiel. Und das hat auch mit dem Azubi-Projekt zu tun, das die Firma im vergangenen Jahr gestartet hat. Die Auszubildenden des Betriebs restaurierten in ihrer Freizeit ein stark beschädigtes Segelboot, das bei der Ostseesturmflut im Oktober 2023 in Kiel-Schilksee zum Wrack geworden war. Inzwischen schwimmt die „Azubi X“ wieder und wird von den Lehrlingen des Unternehmens aktiv gesegelt.

Die Auszubildenden Max Hesse (links) und Giuliano van Freeden haben einen Ausbildungsplatz auf der Werft Hooksiel gefunden und können in ihrer Freizeit mit der Firmenjacht Segeltörns auf der Nordsee unternehmen. Foto: Theo Kruse

„Unsere Überlegung war, ein Projekt aufzulegen, an dem sich die jungen Auszubildenden ausprobieren können und verschiedene Techniken der Restaurierung und Reparatur lernen können“, sagt Bootsbaumeister Tanno Kruse. Die Regattajacht vom „Typ X 79“ wies große Löcher im Rumpf und am Heck auf, das Ruderblatt war gebrochen, der Kiel beschädigt.

Unterschiedliche Materialien

Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkzeugen waren nötig, um das Boot zunächst wieder schwimmfähig zu machen. Als schließlich die umfangreiche Sanierung des GFK-Rumpfes abgeschlossen war, musste die glasfaserverstärkte Schale noch geschliffen und lackiert werden. 

Zum Ausbildungsbeginn im August fanden die neuen Azubis Giuliano van Freeden (18) und Max Hesse (17) das Boot jetzt regattafertig vor. „Wir haben die ersten Wettfahrten der Hooksail-Serie mitgemacht; das hat uns viel Spaß gemacht“, berichteten die jungen Azubis. Zwar habe das Angebot der Geschäftsführerin Bettina Kähler, in der Freizeit das Segeln zu lernen und eine schnelle Jacht zu segeln, ihre Berufswahl nicht allein beeinflusst; aber beide begrüßten diese Möglichkeit.

Arbeiten direkt am Wasser

„Die Arbeit hier macht Spaß, direkt am Wasser – und dann die Chance, mit dem Werftboot auf Tour zu gehen. Das ist super!“, sagt Max aus Jever und ist glücklich über seine Berufswahl. Mit Wasser und Booten hat Max zudem als aktives DLRG-Mitglied zu tun und will demnächst seinen Bootsführerschein machen.

Sein Kollege Giuliano ist auf Helgoland aufgewachsen und von daher mit dem Segeln bestens vertraut. „Die ,Azubi X´ ist wirklich ein schickes und schnelles Boot. Wir beide werden im nächsten Winter den Innenausbau realisieren“, sagt der Helgoländer. Die neuen Azubis hatten vor Beginn der Ausbildung ein Praktikum absolviert und dabei schon mal in den Werftbetrieb hinein geschnuppert. 

Kenntnisse für den Standort sichern

„Wir bilden unsere Fachkräfte selbst aus und nehmen gerne Bewerber/innen aus der Region, die wir später als versierte Fachkräfte behalten können“, sagt Betriebsleiter Tanno Kruse. Qualifizierte Werftarbeit entstehe durch Erfahrung, Ausbildung und langfristige Bindung von Fachkräften, ergänzt der Bootsbaumeister, selbst seit über 30 Jahren im Betrieb. Es sei Anliegen der Werft, die Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen wie Holz, Metall und glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) für den Standort Hooksiel zu sichern und an die nächste Generation weiterzugeben. 

„Hooksiel-life“ stellt in loser Folge Auszubildende vor, die in Hooksiel eine Lehre machen. Bereits erschienen sind Berichte über einen angehenden Einzelhandelskaufmann, eine Medizinische Fachangestellte, einen Maler, zwei Veranstaltungskauffrauen, eine Zimmerin, eine Bäckerei-Fachverkäuferin, einen Handelsfachwirt, einen Koch, einen Landwirt, einen angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe , eine Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA), einen Industriemechaniker, eine Bankkauffrau und eine Heilerziehungspflegerin.

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Grundschule: Förderverein beklagt maroden Zustand des Fahrradstandes

Hooksiel (24. 9. 2026) – Er hat über Jahrzehnte gute Dienste geleistet. Doch inzwischen ist der Fahrradunterstand an der Grundschule und Kindertagesstätte Hooksiel sichtbar in die Jahre gekommen. Der Förderverein der Schule hofft darauf, dass die Gemeinde Wangerland hier möglichst bald Abhilfe schafft. Tobias Geisen, Vorsitzender des Fördervereins: „Ein etwas vergrößerter Unterstand mit Solardach wäre unserer Meinung nach das Sinnvollste.“

Dringenden Handlungsbedarf am Fahrradunterstand sieht der Förderverein der Grundschule Hooksiel: (von links) Katja Thomßen, Marie Weissen und Tobias Geisen. Foto: Förderverein

Der Unterstand dient vielen Kindern, die selbstständig zur Schule fahren, als Unterstand für ihre Fahrrädern und Roller. Aber er wird auch von Eltern genutzt, die Kinder zur Kita bringen oder sie abholen. „Das Dach ist völlig löchrig und muss neu gemacht werden. Wir vom Förderverein der Grundschule haben uns nun schon mehrfach mit der Gemeinde zu dem Thema Erneuerung des Fahrradunterstandes getroffen und darüber diskutiert“, schildert Geisen. „Leider ist bis jetzt immer noch nichts passiert.“

Gespräche mit der Gemeinde

Markus Gellert, zuständiger Abteilungsleiter bei der Gemeinde, bestätigt, dass der Unterstand schon mehrfach Thema bei den Gesprächen mit dem Förderverein gewesen sei. Im Grundsatz sei man sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Angesichts des voraussichtlichen Investitionsvolumens sei es aber wohl nicht möglich, das Projekt aus Bordmitteln zu stemmen – selbst wenn der Förderverein sich durch seine Aktivitäten an den Kosten beteiligt.

„Die Mittel müssen in den Haushalt der Gemeinde eingestellt werden“, so Gellert. Dafür müsse über das Vorhaben zunächst in den politischen Gremien beraten werden. So könnte der Fahrradunterstand Thema des Schulausschusses des neuen Gemeinderates werden, der sich im November konstituiert.

Neubau oder Reparatur?

Parallel dazu müsse die Bauabteilung prüfen, ob eine Reparatur des vorhandenen Unterstandes noch möglich und sinnvoll sei oder ob nicht tatsächlich ein neues Schutzgebäude die bessere Wahl wäre. „Die Idee mit dem Solardach müssen wir prüfen. Aber auch dafür haben wird Fachleute im Haus“, so Gellert.

Für den Förderverein sind das gute Signale. „Wir würden uns wünschen, dass es jetzt bald losgeht mit der Renovierung oder zumindest der Planung dafür.“

Der Backstein als Verbindung von Mensch und Natur

Hooksiel (23. 9. 2026) – Es wird nicht gemauert oder ausgebessert, sondern gezeigt, wie die Diplom-Bildhauerin Nic Schaatsbergen aus Dornum eine Verbindung von Mensch und Natur herstellt. Die Skulptur als Fotografie: Die Künstlerin fängt den Moment, das Lebende im festen und starren, aber erdverbundenen Backstein ein.

Seit ihrem Diplom 2022 erforscht die Künstlerin den ostfriesischen Klinker als Material in der Bildhauerei. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und seine Lebendig- und Vergänglichkeit. 

Im Künstlerhaus zu sehen sein wird die Bandbreite des Ziegelsteins als Körper in der Kunst. Neben Skulpturen, Plastiken und Reliefs, die mal expressionistisch, mal abstrakt den menschlichen Körper zeigen, gibt es auch Tierdarstellungen, abstrahierte Körper und Installation, teilweise mit Natur- und Baumaterialien. 

Gezeigt werden die Werke im Künstlerhaus Hooskiel in der Lange Straße vom 27. September bis zum 1. November. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag 27. September, um 11.15 Uhr. Ins Werk einführen wird die Kunsthistorikerin Sarah Byl. Geöffnet ist das Künstlerhaus im Anschluss außer montags täglich von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

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Heidmühler Schwimmer stellten sich zum Jubiläum aufs Wasser

Hooksiel (22. 9. 2026) – Wasser ist für Schwimmer und für Wasserskifahrer gleichermaßen unverzichtbar. Insofern gibt eine gewisse Nähe beider Sportarten. Auch aus diesem Grunde haben Schwimmer aller Generationen zum 40-jährige Bestehen der Schwimmabteilung des Heidmühler FC die Skiterrassen in Hooksiel besucht und zunächst auf dem Wasser und danach auf der neuen Adventure-Golfanlage einen schönen Nachmittag verbracht.

Viel Spaß an der Wasserskianlage hatten vor allem die Nachwuchsschwimmer des Heidmühler FC. Foto: hol

Angeführt wurde die rund 30-köpfige Gruppe vom HFC-Vorsitzenden Reinhold Fischer und dem Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger. Die Idee für den Abstecher nach Hooksiel hatte allerdings Frank Wenzel, der in Heidmühle die Master-Schwimmer betreut, also die leistungs- und wettkampforientierten Athleten.

Seit 40 Jahren aktiv

Insgesamt hat die HFC-Schwimmabteilung derzeit rund 200 Mitglieder. Einen Einbruch bei der Zahl der Aktiven habe es während der Corona-Pandemie und durch den Umbau des Schortenser Hallenbades „Aqua Fit“ gegeben, schildert Fischer. Aber insgesamt habe die Schwimmer-Familie mit ihrem ganz besonderen Zusammenhalt diese Dellen gut überstanden. Ein Beleg dafür: Mit Claus Burmeister (88) und Fred Harms (83) waren auch zwei immer noch aktive Leistungsschwimmer mit nach Hooksiel gekommen, die von Anbeginn an beim HFC schwimmen.

HFC-Vorsitzender Reinhold Fischer (rechts) und der Leiter der Schwimmsparte, Arne Krüger (links), freuten sich besonders, dass mit Claus Burmeister (2. v. l.) und Fred Harms Schwimmer der ersten Stunde beim HFC den Jubiläumsausflug nach Hooksiel begleitet haben. Foto: hol

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liege bei der Schwimmausbildung, so Krüger. „Der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, ist sehr groß.“ Aktuell gebe man rund 50 Kindern Schwimmunterricht. Aber die Warteliste sei lang.

Schwerpunkt Schwimmausbildung

Wie wichtig eine anerkannte Schwimmausbildung ist, erfuhren die HFC-Mitglieder auch an der Wasserskianlage. Nur Kinder, die mit einem Bronze-Abzeichen ihre Schwimmfähigkeit nachweisen können, dürfen sich nach einer kurzen Einweisung auf Wasserski stellen und versuchen, eine Runde zu fahren. Warum das wichtig ist? Gerade die ersten Fahrten enden meist nach wenigen Metern im Wasser, so dass man mit seinen Skiern zurück an Land schwimmen muss. 

Wangerland Touristik Thalassa
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Trotz Platzregen: Erfolgreiche Premiere für „Hooksiel-Live“

Hooksiel (21. 9. 2026) – Die Premiere ist gelungen. Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“, zeigte sich gegenüber „Hookiel-Life“ hoch zufrieden. Von den 150 Besuchern der Erstauflage der Veranstaltung „Hooksiel-Live“ – das Kartenkontingent war limitiert – habe sie nur positive Rückmeldungen bekommen. „Gute Musik, gute Stimmung. Die Leute waren zufrieden.“

Das Duo „B.ART“ verwandelte das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ musikalisch in einen irischen Pub. Foto: hol

Am Samstag traten in drei Hooksieler Lokalitäten zeitgleich Musiker auf, die über drei Stunden lang Live-Musik darboten. In der Cocktailbar „Ahoi“ unterstrich Rolf Buers seine Qualitäten als Gitarrist und Sänger. Im Saal des Restaurants „Zum Schwarzen Bären“ animierte das Duo „B.ART“, bestehend aus Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec, das Publikum mit Irish-Folk-Klängen und modernen Shantys zum Mitsingen und Mitklatschen.

Den schwersten Stand hatte der Wangerländer Sänger und Song-Schreiber Tom Thomssen, der in der Halle des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen auftrat. Die für dieses Format etwas zu große Halle lässt auch akustisch zu wünschen übrig. Dennoch: Der Noch-Ratsherr mühte sich nach Kräften, den Raum musikalisch zu füllen und wurde dafür mit reichlich Applaus belohnt.

„Das Format hat sich bewährt“, so Anke Müller. Die Idee, eine Veranstaltung außerhalb der Hauptsaison, vornehmlich für Hooksieler anzubieten, sei gut angenommen worden. Schade sei es gewesen, dass der am Samstagabend vorherrschende Platzregen den einen oder anderen Besucher abgeschreckt haben dürfte, so dass gerade zum Start die Lokalitäten noch nicht voll besetzt waren. Wer einen Platz im Trocknen erobert hatte, verzichtete zudem zunächst darauf, zu den anderen Spielstätten zu pendeln. 

Ausdrücklich bedankten sich „De Hooksieler“ bei der Gemeinde Wangerland, die das ehemalige Feuerwehrgerätehaus als Musikbühne zur Verfügung gestellt hatte, und bei der örtlichen Feuerwehr, die die Bewirtung an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte übernahm. Ob und wann es eine zweite Auflage von „Hooksiel-Live“ gegen wird, steht noch nicht fest.

Hooksieler „Wolle“ Heibeck rast in Rekordtempo um Fünen

Von Theo Kruse und Dörte Salverius 

Hooksiel (21. 9. 2026) – Er hat es wieder geschafft: Der Hooksieler Segler Wolfram Heibeck hat mit seiner Rennjacht „Black Maggy“ beim größten Einhand-Rennen der Welt in Svendborg (Dänemark) einen neuen Rekord aufgestellt. Er lief bei der Regatta „Rund Fünen“ nach 134 Seemeilen mit seinem Boot als erster durchs Ziel und unterbot seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2021 um 26 Minuten und 16 Sekunden. Der Rekordpreis, das „Silverrudder“, ging erneut an den Hooksieler. „Es war meine elfte Verteidigung, und bei diesem Rennen konnte ich meinen alten Rekord noch verbessern“, freute sich Heibeck.

Der Hooksieler Bootsbaumeister Wolfram Heibeck gewann vor hunderte von Mitseglern die begehre Trophäe „Silverrudder“ in Dänemark zum wiederholten Mal. Bild: Christian Gossmann.

Die größte Solo-Regatta war am Freitag in Svendborg gestartet worden. Gemeldet waren 443 Segelboote; an den Start gingen letztendlich 332 Schiffe mit Skippern aus 15 Nationen, wovon 258 im Rahmen des Zeitlimits den Kurs um die größte dänische Insel schafften.

Nach über 17 Stunden im Ziel

Aus dem Jaderevier nahmen sechs Regatta-Cracks teil; unter ihnen zum wiederholten Mal Wolfram Heibeck (Wassersportverein Hooksiel/SK Horumersiel). Er war bereits 2015 und 2021 in den jeweiligen Bootsklassen Sieger geworden. „Wolle“ segelte nach 17:10:34 Stunden als erster über die Ziellinie und wurde im Morgengrauen des Sonnabends begrüßt. 

Am Vormittag des voran gegangenen Tages war vor Svendborg der Startschuss gefallen. Bei gutem Wind ging es zunächst durch den Großen Belt. „Im Norden der Insel war dann eine stramme Kreuz angesagt“, berichtete der Solosegler. Das hieß: Wendemanöver, dazu heftige Schauer, eine hackige See, starke Windböen mit bis zu 28 Knoten und wahnsinnige Winddreher, die immer wieder Wenden erforderten.“ Mit Dunkelwerden erreichte die „Black Maggy“ den Kleinen Belt. Danach folgte die für Heibeck anstrengendste Strecke. „Von Middelfart bis Horne Naes war reine Knüppelei.“ Um kurz vor 5 Uhr morgens erreichte er das Ziel.

Größte Einhand-Regatta der Welt

Gegründet im Jahr 2012 war die erste Auflage des inzwischen legendären Rennens mit 15 Einhand-Seglern gestartet. In den folgenden Jahren nahm die Zahl stetig zu. Inzwischen ist die Meldeliste auf 450 Boote begrenzt. Aktuell ist das „Silverrudder“ die größte internationale Einhand-Regatta der Welt. Die Wettfahrt gilt als Mutter der populär gewordenen Solo-Regatten und ist auch bei deutschen Solisten sehr beliebt. Der Rundkurs in der zeitlichen Nähe zum Herbstanfang stellt die Einhand-Segler vor besondere Herausforderungen. 

Die „Black Maggy“ aus Hooksiel raste erneut in neuer Rekordzeit um die dänische Insel Fünen. Bild: Kalle Klein 

Die Segelvereine an der Jade vermelden beachtliche Teilnehmerzahlen. Neben dem Favoriten Bootsbaumeister Wolfram Heibeck mit seinem Carbonracer „Black Maggy“ nahmen weitere fünf Soloseglerinnen und -segler aus dem Jaderevier teil.

Gute Platzierungen

In der Klasse der kleinen Kielboote ging Beke Katharina Eckert (Wilhelmshavener Segelclub) mit „Röde Orm“ erstmals an den Start und war damit eine von insgesamt nur fünf Frauen. Bei den mittelgroßen Jachten setzten sich „Arrabiata“ (Jochen Denkena, Sail Lollipop Regattaverein) auf Platz 15 und „Heartbeat2“ (Marlene Brudek, SLRV) auf Platz 17 gegen 105 Mitbewerber hervorragend durch. In der Klasse der großen Boote mit 71 Startern fuhr „Black Maggy“ einsam an die Spitze. „Njord“ (Matthias Müller, WSC) belegte den 41. Platz. Ulf Rosskamp (SLRV) verzichtete angesichts der Wetterprognosen mit seinem Trimaran „Tribelle“ auf den Start. 

Hoffnung auf Goldring hat sich schnell zerschlagen

Hooksiel (21. 9. 2026) – Der Hooksieler Badestrand ist sauber. Und das liegt nicht nur am „World Cleanup Days“, an dem sich Aktivistinnen und Aktivisten weltweit um den Schutz der Meere und Küsten kümmern. Dazu hatten sich am Sonntagnachmittag an die 20 Freiwillige aus dem gesamten Wangerland bei strammem Wind am Strandhaus 1 getroffen.

Ließen sich vom herbstlichen Wetter nicht am Sonntag nicht abhalten, den Hooksieler Badestrand von Müll und Abfall zu befreien. Foto: hol

Für sie war es nicht einfach, die Sammelbeutel mit Müll zu füllen. „Es lag hier wirklich nur sehr wenig Abfall herum“, sagte Julian Dreßel von „Weil wir Hooksieler sind“. Die Initiative hatte die Sammelaktion zusammen mit der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und der DLRG Jugend organisiert.

Das kurioseste Fundstück präsentierte eine Müllsammlerin aus Hooksiel: „Ein Goldring.“ Bei näherer Betrachtung zeigte sich allerdings, dass das Schmuckstück keine Punze hat und vermutlich eher aus einem Kaugummi-Automaten als aus einem Juweliergeschäft stammt. 

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Tennis: Markus Doyen nach Vater-Sohn-Duell Vereinsmeister

Hooksiel (20. 9. 2026) – Es war ein gewisses Risiko. Gibt es genug Interessenten für eine Herren-Vereinsmeisterschaft unter den Tennisspielern des SC Wangerland? Spielt das Wetter mit? Am Ende wurde der Mut von Organisator Andre Abels belohnt.

Spielten in Hooksiel die Tennis-Vereinsmeisterschaft aus: (von links) Marina Doyen, Markus Doyen, Niklas Doyen, Andre Abels, Leonard Köster und Mateo Doyen. Nicht auf dem Bild Cornelius Lorenz Kramer. Foto: hol

Trotz zweiter kurzfristiger Absagen nahmen an diesem Samstag immerhin noch sieben Aktive an dem Turnier auf der Hooksieler Tennisanlage teil. Und das Wetter hielt sich so, dass zumindest gut gespielt werden konnte.

Knappe Entscheidungen

Zum Vereinsmeister 2026 wurde Markus Doyen (Jahrgang 1983) gekürt. Der Hooksieler, der in der Punktrund für den MTV Jever spielt, war mit seiner Leistungsklasse 12,0 als Favorit ins Turnier gegangen und konnte auch alle vier ihm zugelosten Gegner schlagen. Besonders knapp war es dabei im Spiel gegen seinen Sohn Mateo (2010, LK 17,6). Im Vater-Sohn-Duell hatte Markus Doyen schließlich mit 29:27 die Nase vorn.

Ebenfalls vier Siege verbuchte bei den 30-Minuten-Spielen Cornelius Lorenz Kramer (2010, LK 16,0). Nur aufgrund der insgesamt weniger gewonnen Punkte musste der Nachwuchsspieler dem neuen Vereinsmeister den Vortritt lassen. Dem Turnier-Modus war es geschuldet, dass es zu keinem direkten Duell der beiden Bestplatzierten kam.

Sportwart zieht positive Bilanz

Auf den weiteren Plätzen folgten mit je zwei Siegen Mateo Doyen und Niklas Doyen (2009/ LK 18,7) sowie mit je einem Sieg Andre Abels (1966/ LK 18,4) und Leonard Köster (2010/ LK 25). Ohne Sieg blieb Marina Doyen, die kurzfristig für einen Ausfall eingesprungen war, um das Spielerfeld zu komplettieren.

„Es war ein schöner Tag mit vielen tollen, interessanten und auch knappen Spielen“, so Sportwart Abels. Sein Fazit: „Markus hat verdient gewonnen.“

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Neuausrichtung der Verlage sorgt für Wettbewerb in der Medienlandschaft

Von Gerd Abeldt

Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg

Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol

Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever  („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.

Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.

Zwei Abonnements nötig

Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.

Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.

Vertiefte Berichterstattung?

Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.

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Junge Läufer der Grundschule Hooksiel mit 500 Euro belohnt

Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 9. 2026) – Den Einsatz von vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern hat die Sparda-Bank West mit insgesamt 4.000 Euro gewürdigt, die jetzt an fünf Schulen und Vereine ausgezahlt wurde – darunter an die Grundschule Hooksiel. Belohnt wurde damit die Teilnahme am Vereins- und Schullauf des Gorch-Fock-Lauf e.V. im Juni, an dem – in seiner 21. Auflage – über 2.000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Vereins- und Schullaufs mit Inga Bernsau und Sven Minits vom Gorch-Fock-Lauf e. V. sowie Sabrina Feil und der Filialleiter Hendrik Lübbers von der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. Mit auf dem Bild die kommissarische Schulleiterin Johanna Donker und einige Kindern der GS Hooksiel.

Die Sparda-Bank West ist langjähriger Sponsor und Partner des Gorch-Fock-Laufs. Das höchste Preisgeld erhielt der Verein, der im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl die meisten teilnehmenden Kinder und Jugendliche aufweisen konnte. 

Dieses Jahr gingen 1.400 Euro an den ESV Wilhelmshaven. Hinter der GS Cäciliengroden und dem TSR Olympia belegte die Grundschule Hooksiel den vierten Platz und wurde mit 500 Euro belohnt. Die GS Sengwarden kam auf dem fünften Platz.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue großartig zu sehen, wie sich die Kinder mit so viel Freude und Spaß diesem Wettbewerb annehmen, um ihre Schule oder ihren Verein zu unterstützen“, sagt Hendrik Lübbers, Filialleiter der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven.