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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Auto rammt Mauer in Viethstraße: Polizei sucht Zeugen

Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich im Zeitraum von Freitag, 6. März, gegen 13 Uhr bis Dienstag, 10. März, gegen 12 Uhr in der Viethstraße in Hooksiel ereignet haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei ein etwa kniehoher, seitlich angebrachter Maueraufsatz an der Zufahrt eines Grundstücks durch ein Fahrzeug beschädigt. 

Der Schaden in der Viethstraße. Die betroffenen Mauerteile liegen im Straßengraben. Foto: Polizei

Vermutlich durch den Aufprall des Fahrzeugs stürzte ein Teil der Mauer ins Wasser des darunter verlaufenden Straßengrabens. Der Unfallverursacher entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und sich zu melden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefon 04463/808910 in Verbindung zu setzen.

Energiewende vor Ort schafft neue berufliche Perspektiven

Wilhelmshaven/Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Energiewende findet unmittelbar vor den Toren Hooksiels statt. Die zum „Energy Hub“ zusammen geschlossenen Unternehmen treiben dort die Transformation der Region voran – mit Risiken und Herausforderungen, aber auch mit Chancen. 

Messe zur Berufsorientierung

Bei der Berufsorientierungsmesse „Energy Up 2026“ am Mittwoch, 19. März, stehen die Chancen gerade für heutige und künftige Arbeitnehmer im Mittelpunkt. Im Zuge der Veranstaltung, die von 10 bis 18 Uhr in der Nordseepassage in Wilhelmshaven stattfindet, stehen die beruflichen Perspektiven im Fokus. 

Die Messe bietet Unternehmen aus den Bereichen Energie, Industrie, Handwerk und Zukunftstechnologien eine Plattform, um mit Interessierten sowie potenziellen künftigen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachkräfte und Quereinsteigende Einblicke in Berufsbilder, Karrierewege und aktuelle Stellenangebote.

Perspektiven für die Region

„Mit der Energy Up 2026 verbinden wir regionale Wirtschaftsentwicklung, Fachkräftesicherung und Zukunftsthemen wie die Energiewende vor Ort auf erlebbare Weise“, sagt Susann Schäfer-Biscan, Netzwerkmanagerin des Energy Hub. „Die Messe soll Orientierung geben, Netzwerke stärken und Perspektiven für die Zukunft in unserer Region aufzeigen “, ergänzt Ingo Theilen vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service Wilhelmshaven. 

Organisiert wird die Veranstaltung vom Energy Hub in Kooperation mit dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und des Jobcenters Wilhelmshaven sowie der Wirtschaftsförderung Wilhelmshaven GmbH. 

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Es wird immer schwerer, die Kirche im Dorf zu lassen

Hooksiel (10. 3. 2026) – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Mitglieder sinkt, die Kosten fürs Personal sowie den Unterhalt von Gebäuden und Friedhöfen seien kaum noch zu stemmen, sagte Fredo Eilts am Montagabend vor dem Männerkreis im Walter-Spitta-Haus. Vor diesem Hintergrund werde es immer schwerer, „die Kirche im Dorf“ zu lassen. 

Diakon Fredo Eilts (rechts) stellte sich als neuer Seelsorger beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel vor. Links im Bild: Männerkreis-Leiter Herbert Ulfers. Foto: hol

Treffen könnte das auch Hooksiel, räumte der Diakon ein, der seit dem 1. Februar Teil des Seelsorge-Teams im Wangerland ist. Nach den aktuellen Plänen der Oldenburgischen Landeskirche soll das zentral gelegene Stephanus-Haus in Hohenkirchen das Gemeindehaus fürs ganze Wangerland werden. Es soll entsprechend erweitert und energetisch saniert werden. Vom 1983 gebauten, von zahlreichen kirchlichen und anderen Gruppen genutzten Walter-Spitta-Haus in Hooksiel wolle sich die Kirche mittelfristig trennen. 

Walter-Spitta-Haus steht zum Verkauf

„Es gibt schon jetzt mehrere Interessenten“, sagte Eilts, der zusagte, sich dafür einsetzen zu wollen, dass die Menschen vor Ort bei den wirtschaftlich notwendig erscheinenden Veränderungen mitgenommen werden. Das Walter-Spitta-Haus gehört zur zentralen Infrastruktur im Ort. Vor allem dann, wenn die Wangerland Touristik GmbH das Gästehaus nicht mehr halten könne, sei das Haus als Treffpunkt für Vereine und Gruppen aller Art unverzichtbar, zumal es in Hooksiel kein Dorfgemeinschaftshaus gebe, hieß es aus der Runde des von Herbert Ulfers geleiteten Männerkreises.

Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland deckt nach dem Beitritt der Kirchengemeinden Wiarden und Minsen zum Jahresbeginn nahezu das gesamte Gemeindegebiet ab. Zu ihr gehören rund 4700 Christen, 13 überwiegend historische Kirchen sowie zahlreiche Friedhöfe und sonstige Gebäude. Wo sich früher acht Geistliche um das Seelenheil der Gläubigen kümmerten, war nach der Verabschiedung von Pastor Jürgen Walter (Hohenkirchen) und Sabine Kullik (Minsen) in den Ruhestand und dem Wechsel von Pastor Stefan Grünefeld (Hooksiel) nach Oldenburg Hanja Harke (Waddewarden), trotzt Unterstützung von einigen Interimskräften, weitgehend auf sich allein gestellt – mit einer Halbtagsstelle. 

Diakon darf trauen und beerdigen

Fredo Eilts (57) besetzt jetzt eine der Stellen im künftigen interprofessionellen Team, das sich um die Aufgaben in der Kirchengemeinde kümmern soll. Der aus Ostfriesland stammende Diakon, der im nördlichen Wangerland lebt, hat sein Theologiestudium mit einem Diplom absolviert, aber keine kirchlichen Examen abgelegt. Als Angestellter der Kirche darf er aber alle Aufgaben von Pastoren erledigen: Also predigen, taufen, trauen, beerdigen, seelsorgerische Gespräche führen und, wie Eilts mit einem gewissen Bedauern schilderte, bürokratische Pflichten erfüllen.

Die Zukunft des Walter-Spitta-Hauses ist ungewiss. Die Kirche will sich von dem Gemeindehaus mittelfristig trennen. Foto: hol

Zurzeit sei er mit der energetischen Bestandsaufnahme aller Kirchengebäude beschäftigt. Die Oldenburgische Landeskirche möchte bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Wichtiger für ihn seien aber die persönlichen Gespräche mit Menschen, versichert der Geistliche.

Weitere Pastorin in Sicht

Eilts hatte zuletzt mit einer halben Stelle als Diakon in Jever sowie einer halben Stelle als Religionslehrer gearbeitet. Das Wangerland, und auch Hooksiel, seien ihm aus der Jugendarbeit wohl vertraut, aber auch aus eigenem Erleben. „Ich habe noch zu Zeiten von Pastor Rudolf Brahms in meiner Studienzeit in Hooksiel Orgel gespielt.“ 

Möglicherweise bekommen Hanja Harke und Fredo Eilts demnächst weiter Verstärkung. Wie Eilts sagte, gebe es auf die erneut ausgeschriebene Stelle von Pastor Grünefeld eine Bewerbung einer erfahrenen Pastorin. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass die Geistliche künftig in der Pastorei in Hooksiel wohnen werde. 

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Seebadeverein lädt für Samstag zum Frühjahrsputz

Hooksiel (10. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zum Frühjahrsputz. Alle Freiwilligen, die sich an der Verschönerung des Ortsbildes beteiligen wollen, sind dazu für Samstag, 14. März, eingeladen. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Bühne neben dem Hooksieler Gästehaus.

Den Frühjahrsputz gibt es seit 1997. Getragen wird die einst von der „Wilhelmshavener Zeitung“ aus der Taufe gehobene Aktion heute von den Kommunen in der Region – der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland und Wittmund. Zu den Teilnehmern gehören neben Vereinen, Schulen, Bundeswehr, Verbänden und anderen Institutionen auch Privatleute. 

Geputzt wird in der Regel freitags und samstags. Der Seebadeverein würde sich über eine möglichst gute Beteiligung in Hooksiel freuen. Im Anschluss an den Putz- und Aufräumdienst ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Anmeldungen dazu per Mail möglichst umgehend unter info@seebadeverein-hooksiel.de.

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Feuerwehr warnt: Trockene Hecken brennen wie Zunder

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Feuerwehr warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr – und das nicht nur in Wäldern oder im Hooksieler Freizeitgelände. Erster Beleg dafür: Heute gegen 15 Uhr stand am Sielhamm eine Tuja-Hecke in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren und Waddewarden rückten aus und konnten verhindern, dass die Flammen ein etwa fünf Meter entfernt stehendes Gebäude erfassen konnten. 

Trockene Hecken brennen zurzeit wie Zunder. Das Bild zeigt den Feuerwehreinsatz am Sielhamm. Foto: Feuerwehr

Etwa zehn Meter Hecke waren jedoch nicht mehr zu retten. Im Anschluss kontrollierten die Feuerwehrleute die Brandstelle mit Wärmebildkameras, um auszuschließen, dass sich Glutnester gebildet haben.

„Die Hecken sind von innen knochentrocken“, erläutert Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel das Gefahrenpotenzial. Da reiche häufig ein einziger Funke, um einen Brand auszulösen. Die Feuerwehr warnt insbesondere vor dem Einssatz von Unkraut-Brennern. Auch wer die ersten Sonnenstrahlen schon fürs Angrillen nutzen möchte, sollte aufpassen, dass die Hitze tatsächlich nur die Wurst trifft. Und Vorsicht beim Umgang mit der heißen Asche. 

Sind das nicht alles Selbstverständlichkeiten? Aus Sicht der Feuerwehr nicht. Viele Menschen würden die Gefahren offenbar unterschätzen. „Wenn der Frühling naht, können wir die Uhr danach stellen, bis irgendwo eine Hecke brennt.“ Zu rund drei entsprechenden Einsätzen muss die Hooksieler Wehr jedes Jahr ausrücken. Und was war der Grund für das heutige Feuer am Sielhamm? „Das wissen wir nicht“, so Nöchel. „Die Brandursache ist noch völlig unklar.“ Darum kümmert sich jetzt die Polizei, die ebenfalls vor Ort war. 

Glück im Unglück hatte heute ein Grundbesitzer am Sielhamm. Ein Feuer hat zwar einen Teil der Tuja-Hecke zerstört. Das Wohngebäude erreichten die Flammen aber nicht. Foto: Feuerwehr

SV Brake eine Nummer zu groß über FCN-Tennisspieler

Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Herren ü50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel haben eine Überraschung verpasst. Gegen den Bezirksklassen-Meister SV Brake kam das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte am Sonntag über ein 1:5 nicht hinaus. Aufgabe im letzten Saisonspiel am 22. März gegen Varel wird es jetzt sein, den eigenen Mittelfeldplatz zu festigen.

Gegen Brake konnte lediglich Jan Alter an Postion 3 punkten. Mit einem souveränen 6:1/6:1-Sieg fügte er seinem Gegenüber die erste Saisonniederlage zu und bewies damit, dass er selbst nach längerer Verletzungspause auf dem Weg zu alter Form ist. Die anderen Einzel gingen klar an Brake. Thomas Otte an 1 (2:6/1:6), Torsten Csikos an 2 (2:6, 3:6) und Mirko Ortmanns an 4 (2:6, 3:6) mussten die Überlegenheit ihrer Gegner anerkennen.

Auch in den Doppeln blieben Thomas Otte/Helmut Petermann (2:6/3:6) und Torsten Csikos/Jörg Kase (1:6, 1:6) ohne echte Chance. Der FCN belegt mit nunmehr 2:6 Punkten den vierten Tabellenplatz.

Klimaschutz statt Konzernprofite: Schulterschluss gegen LNG-Importe

Hooksiel (8. 3. 2026) – Ein rotes Band zieht sich auf der Südseite des Hooksieler Außenhafens. Gehalten wird es von einer Menschenkette, die sich vom Radweg Richtung Wilhelmshöhe bis zum Hafenbecken aufgebaut hat. Die rund 100 Aktivisten verschiedener Umwelt- und Naturschutzverbände halten Plakate und Schilder in die Höhe. „Stop Gas“ ist darauf zu lesen. 

Rund 100 Umweltschutzaktivisten aus der Region warnten zusammen mit ausländischen Gästen vor den weltweiten ökologischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen Folgen von LNG-Importen. Foto: hol

Dazu erklingen Gesänge und Parolen, teils auf Englisch, teils auf Deutsch. Die Aktivisten eint die Sorge um das Klima, die Umwelt, aber auch um die Menschen, die im Umfeld von Im- und Exporteinrichtungen für fossile Energieträger wohnen. 

Großes Sicherheitsaufgebot

„LNG ist Kacke. Attacke!“ lautet eine der Kampfansagen. Wobei sich der Kampf an diesem Samstagvormittag auf Reden und Appelle beschränkt. Die Wilhelmshavener LNG-Terminals mit den Import-Fabrikschiffen „Höegh Esperanza“ und „Excelsior“ sind nicht in Gefahr. Aufgrund des dichten Nebels auf der Jade sind sie ohnehin kaum zu sehen. 

Gut erkennbar ist nur ein Wachboot der Wasserschutzpolizei, was zwischen Außenhafen und LNG-Terminal patrouilliert. Und auch an Land haben sich eine Reihe von Polizisten eingefunden, die die „kritische Infrastruktur“ schützen sollen. Immerhin gelten die LNG-Terminals als Garanten dafür, dass die Versorgung Deutschlands mit Energie gewährleistet bleibt.

Friedliche Demonstration

Oder geht es gar nicht in erster Linie um eine sichere Energieversorgung? Geht es vielmehr um die Profite von weltweit agierenden Großkonzernen, die nicht auf ihre Geschäfte mit Öl und Gas verzichten wollen? Trotz aller Warnungen vor einem Klimakollaps. Trotz der Folgen für künftige Generationen. Trotz der Beeinträchtigungen von Natur und Mensch schon heute – weltweit.

Anlass für die auch nach Wahrnehmung der Sicherheitskräfte friedliche Demonstration am Hooksieler Außenhafen unter dem Motto „Stoppt den LNG-Wahn und die fossile Ausbeutung“ waren die Pläne eines Energiekonsortiums, in Wilhelmshaven ein drittes Importterminal für flüssige Gase wie LNG zu bauen. Dafür soll das als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesene Naturschutzgebiet auf dem Voslapper Groden-Nord geopfert werden. Dagegen – aber auch gegen die Industrialisierung des Wattenmeeres insgesamt etwa durch Ölbohrungen – laufen unter anderen die Initiative „Fridays for Future“, der Naturschutzbund (Nabu) und das Netzwerk Energiedrehscheibe, einem Bündnis aus 28 Verbänden und 180 Einzelpersonen, seit Wochen Sturm. 

Demonstrieren am Hooksieler Außenhafen den ökologischen Schulterschluss von Küste zu Küste: Stefanie Eilers, des Netzwerkes Energiedrehscheibe, und der US-Umweltaktivist James Hiatt aus Louisiana. Foto: hol

Unterstützt werden sie von internationalen Aktivisten, die ihrerseits vor den globalen Folgen des „Gasrausches“, so Martin Lüdders von Fridays for Future, warnten. Nach Ansicht von Milena Pressentin (Deutsche Umwelthilfe) sei der geplante Energiepark im Voslapper Groden-Nord ein Teil des Problems – und entgegen aller Versprechung kein Wegweiser hin zur Nutzung von „grünem Wasserstoff“. 

Fracking macht Menschen krank

Für einen Schulterschluss für eine globale Energiewende warb der US-Amerikaner James Hiatt, der in Louisiana am Golf von Texas mit der Umweltschutzgruppe „For A Better Bayou“ gegen die LNG-Industrie kämpft, die durch das so genannte Fracking und den Bau von Gasexport-Infrastruktur paradiesische Natur zerstöre sowie Gesundheit und Wohlstand von Menschen gefährde. Das allermeiste über Wilhelmshaven importierte Flüssigerdgas kommt aus den USA. Hiatt berichtete von giftigen Chemikalien, von Methan-Austritten und verdreckter Luft – und das bei steigenden Preisen für Lebensmittel und Energie. Es gehe nicht um Wohlstand, sondern nur um Profite. Dagegen müssten sich die Menschen wehren – von Küste zu Küste. 

Die ukrainische Klimaaktivistin Dr. Svitlana Romanko, Gründerin der Umweltkampagne „Razom We Stand“, wies auf die machtpolitischen Folgen hin. Das Festhaltens an fossilen Energieträgern nütze Exportländern wie Russland. Sie würden dadurch Milliarden über Milliarden verdienen. Geld, mit dem Russland unter anderem den Angriffskrieg auf die Ukraine finanziere. Die Rednerin forderte vor diesem Hintergrund ein lückenloses und dauerhaftes Embargo für fossile Brennstoffe aus Russland.

Im Anschluss an die Demonstration kamen die Aktivisten in Wilhelmshaven zu einer Buchlesung zusammen. Autorin Kathrin Hartmann, die auch in Hooksiel dabei war, stellte ihr Buch „Öl ins Feuer“ vor. Darin geht es um die verfehlte Klimapolitik und deren globalen Folgen. 

Tennisverein stellt für den Sommer Damen-Mannschaft

Hooksiel (7. 3. 2026) – Für die Tennisspielerinnen und Tennisspieler in Hooksiel fängt eine neue Ära an. Ab der Sommersaison werden sie auch in den Punktspiel-Runden der Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen (TNB) als SC Wangerland geführt werden – eine Folge der Verschmelzung des FC Nordsee Hooksiel mit Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland zu dem neuen Großverein.

Aufbau auf dem Tennisplatz Hooksiel
Die Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel spielen künftig unter dem neuen Vereinsnamen SC Wangerland. Archiv-Foto: hol

Wie Sportwart André Abels auf der Mitgliederversammlung ausführte, wird der SCW mit vier Mannschaften an der Sommerrunde teilnehmen: einer Herren ü 50, einer Damen-Mannschaft und zwei A-Junioren-Teams. „Es ist Jahre her, dass wir eine Damen-Mannschaft stellen konnten“, freute sich Abels darüber, dass es gelungen ist, aus Juniorinnen und erfahreneren Spielerinnen eine Liste mit elf Aktiven zusammen zu bekommen. Einige ü 60 Spieler des Vereins werden zudem als Gastspieler beim MTV Hohenkirchen auf Punktejagd gehen.

Neuer Schriftführer

Im Zentrum der gut besuchten Abteilungsversammlung standen Neuwahlen. Vorsitzender Gerd Abeldt wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie Sportwart André Abels und Jugendwartin Fenja Funke. Zum neuen Schriftführer wurde Helge Buss gewählt. Er tritt die Nachfolge von Christiane Völkers-Luhr an, die nach zehn Jahren im Amt mit Dank verabschiedet wurde. Neu im Team ist Keno Schönboom, der sich in die Organisation des Arbeitsdienstes einbringen möchte.

Abeldt hatte in seinem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass die Belege der Zwei-Feld-Tennisanlage dringend grundsaniert werden müssen. Die Hoffnung auf eine tragbare Finanzierung ruht dabei auf einem Förderprogramm des Bundes, der Kommunen bei der Sanierung von Sportanlagen unterstützt. Ob und wann die Hooksieler Sportanlagen davon profitieren, ist allerdings noch offen, sagte Werner Funke, der sich als Mitglied im SCW-Vorstand mit um das Thema kümmert. 

28 Mädchen und Jungen

Erfreulich sei auf jeden Fall, dass die Gemeinde Wangerland das Ansinnen unterstützt und die Fußball- und Tennisplätze in Hooksiel planerisch langfristig gesichert sind. Das passt zu der guten Jugendarbeit im Verein. Wie Fenja Funke sagte, nähmen aktuell 28 Mädchen und Jungen ab sechs Jahren am Tennis-Jugendtraining teil, das im Winter in der Halle der Grundschule und spätestens ab Mai wieder auf den Außenplätzen angeboten wird. 

Die nächste Aktivität der Abteilung startet bereit am nächsten Samstag, 14. März. Um 10 Uhr treffen sich die Abteilungsmitglieder auf der Tennisanlage zum ersten Arbeitsdienst in diesem Jahr. 

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Deutsche Küche mit Pfiff – und ein Herz für Kinder

Hooksiel (6. 3. 2026) – Die ersten Tage an der neuen Wirkungsstätte sind gut gelaufen – auch wenn es bei den Abläufen zwischen Küche, Service und Gast hier und dort noch ein wenig gehakt hat. „Aber unser ersten Gäste waren zufrieden“, ist Jaqueline Bauer überzeugt. Mit ihrem Mann Kevin hat die Hooksielerin am vergangenen Sonntag in der Lange Straße das Speiserestaurant „An Deck“ eröffnet.

Jaqueline und Kevin Bauer wagen mit dem Restaurant „An Deck“ den Sprung in die Selbstständigkeit. Foto: hol

Das Konzept: Gepflegte Deutsche Küche mit Pfiff. Die Speisekarte ist überschaubar. Frische geht den Gastronomen vor Masse. Neben Fisch- und Fleischgerichten können sich die Gäste auf kreative Vorspeisen und Salate mit leckeren Dips freuen. Und natürlich steht auch eine „Hooksieler Krabbensuppe“ auf dem Speiseplan.

Lebenstraum erfüllt

Mit der eigenen Gaststätte im „blauen Haus“, in dem bis zum Herbst vergangenen Jahres „Siggis Restaurant“ untergebracht war, erfüllen sich Jaqueline (34) und Kevin Bauer (35) einen Lebenstraum. Sie ist gelernte Restaurantfachfrau und hat in den vergangenen Jahren in verschiedenen gastronomischen Betrieben im Wangerland und der Region Erfahrungen gesammelt. Er ist gelernter Koch, war zuletzt aber im Baugewerbe aktiv. 

„Ich habe mir gesagt, wenn ich noch einmal wieder als Koch arbeite, dann nur in einer eigenen Gaststätte in Hooksiel“, sagt Kevin Bauer. Als das Paar dann im November auf die Kleinanzeige stießt, in der Nachfolger für das Hooksieler Restaurant gesucht wurden, stand ihr Plan. Sie bewarben sich bei dem Eigentümer der Immobilie und erhielten den Zuschlag für einen Pachtvertrag.

Sanierung und neues Mobiliar

Zunächst aber ging es an den Umbau und die Einrichtung. Die Wände wurden neu verputzt, die Sanitäranlagen saniert, das Mobiliar komplett erneuert. 34 Sitzplätze im Inneren laden täglich ab 17 Uhr (mittwochs Ruhetag) zum Verweilen ein – und zwar das ganze Jahr über. Darüber hinaus wird es Außen-Plätze mit Blick auf die Fußgängerzone Lange Straße geben. Zum „An Deck“-Team gehören ein weiterer Koch und eine Servicekraft. 

Zu den Zielgruppen der Inhaber, selbst Eltern von zwei Kindern, zählen auch Familien. „Wir haben im Restaurant extra eine kleine Spielecke eingerichtet“, schildert Jaqueline Bauer. Eine offene Bar mit Sitzgelegenheiten soll Gäste zudem zu gemütlichen Plauderrunden animieren – auch wenn die Küche am späten Abend schon geschlossen haben sollte. 

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Großinvestitionen treiben Schuldenstand der Gemeinde in die Höhe

Wangerland (5. 3. 2026) – Aus Sicht des Kämmerers ist das Jahr 2025 sehr erfreulich gelaufen. Dennoch bleibt die finanzielle Lage der Gemeinde Wangerland angespannt. Für 2026 wird ein deutlicher Anstieg der Verschuldung erwartet. Dennoch stimmten die Mitglieder des Finanzausschusses des Gemeinderat dem Haushaltsentwurf am Mittwochabend einstimmig zu. 

Feuerwehrgerätehaus Hohenkirchen
Das Feuerwehrgerätehaus in Hohenkirchen ist zu klein. Die Gemeinde Wangerland muss in einen Neubau investieren. Archiv-Foto: hol

Der Entwurf sieht Einnahmen in Höhe von 26,4 Millionen Euro und Ausgaben von 27,6 Millionen Euro vor. Die Hebesätze etwa für die Gewerbe- und Grundsteuern sollen mit 480 beziehungsweise 390 Prozent unverändert bleiben.

Ausdrücklich bedankten sich Bürgermeister Mario Szlezak und einige Ausschussmitglieder bei Kämmerer Arthur Wichmann zu seinem Team in der Verwaltung für die gute Vorbereitung des Zahlenwerks. Auf einer Haushaltsklausur am vergangenen Samstag waren die Ansätze für den Ergebnis- und den Finanzhaushalt sowie die geplanten Investitionen der Gemeinde in vertraulicher Runde vorgestellt und eingehend diskutiert worden. 

Im von Hermann Wilken geleiteten Finanzausschuss meldete sich inhaltlich lediglich Geraldine Vogdt (ZUW) zu Wort. Sie wies darauf hin, dass die Unabhängigen einen Ratsbeschluss für den Ankauf von Flächen durch die Gemeinde in der Nähe des Andelweges in Horumersiel fordern. Das erworbene Areal sei größer als zuvor angenommen – und vergleichsweise teuer.

Leichtes Plus im vergangenen Jahr

Wichmann stellte zunächst den Jahresabschluss für 2025 vor. Statt eines erwarteten Fehlbetrages von 1,1 Millionen Euro habe man ein Plus von gut 200.000 Euro erwirtschaften können. Gründe dafür seien unter anderem Mehreinnahmen etwa bei Gewerbesteuer (+ 1 Mio. Euro) und ein höherer Anteil an der Einkommensteuer (0,3 Mio.) gewesen. Negativ sei unter anderem zu Buche geschlagen, dass die insolvente Wangerland Touristik GmbH keine Zinsen auf die ihr von der Gemeinde bereitgestellten Kredite in Höhe von 4,3 Millionen Euro zahlen konnte.

Eigentlich hätte der Schuldenstand der Gemeinde bereits im vergangenen Jahr steigen sollen, so Wichmann. Da aber Großinvestitionen wie der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Hohenkirchen und einer neuen Grundschule in Hohenkirchen noch nicht angefangen wurden, mussten geplante Kredite in Höhe von 6,3 Millionen Euro nicht aufgenommen werden. Im Gegenteil: Die Gemeinde konnte sogar noch 0,6 Mio. Euro Schulden tilgen (Schuldenstand Ende 2025: 12,21 Mio. Euro).

Finanzieller Druck steigt

Das laufende Jahr, so Wichmann, stehe aber „unter deutlichem finanziellen Druck“. Für den Ergebnishaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben abgebildet werden, rechnet der Kämmerer mit einem Fehlbedarf von knapp 1,2 Millionen Euro – obwohl man mit steigenden Schlüsselzuweisungen vom Land (2,6 Mio), einer niedrigen Kreisumlage (Abgabe an den Landkreis, 6 Mio) sowie guten Gewerbe- (5,4 Mio.) und Einkommensteuereinnahmen (4,6 Mio) plant. Dem stünden im Haushaltsplan sinkende Zuschüsse für Kindertagesstätten, niedrigere Einnahmen aus dem Gästebeitrag sowie weiterhin Zinsausfälle für den WTG-Kredit gegenüber. 

Zuschuss für die DLRG

Steigen werden zudem die Personalkosten (+ 0,46 Mio auf 10,4 Mio) und die Kosten für den Winterdienst (+ 126.000 Euro). Eine Zuschuss in Höhe von 58.000 Euro hat der Kämmerer zudem für die Deutsche Lebensrettung-Gesellschaft (DLRG) eingeplant. Damit sollen die erhöhten Kosten fürs Schwimmtraining aufgefangen werden, die dadurch entstehen, dass die DLRG Wangerland nach der Schließung des Hallenwellenbades Hooksiel zum Training ins „Aqua-Fit“ in Schortens ausweichen muss. 

Neue Kredite über 5 Millionen Euro

Um die geplanten Investitionen (Feuerwehrgebäude und -fahrzeuge, Grundschule, Straßenunterhaltung, Sanierung Hooksieler Strand etc.) bezahlen zu können, hat die Kämmerei neue Kredite über fünf Millionen Euro eingeplant. Abzüglich der Tilgung anderer Kredite würde damit die Gesamtverschuldung der Gemeinde einschließlich der Verbindlichkeiten des Eigenbetriebes Wangermeer bis Ende 2026 auf über 21 Millionen Euro klettern. 

„Die Spielräume werden enger“, sagte Wichmann, der betonte, dass auch die Liquidität, also die Zahlungsfähigkeit, angespannt sei. Steigende Zinsen und weitere Kredite würden künftige Haushalte zusätzlich belasten. Ein genehmigungsfähiger Haushalt sei vor diesem Hintergrund nur möglich, wenn die Gemeinde ihre sich selbst gesteckten Konsolidierungskonzepte konsequent umsetze. 

Strukturelle Probleme

Als Ursache für die angespannte Finanzlage verwies Bürgermeister Szlezak auf „strukturell Probleme“. In der Verwaltung werde gespart, wo es nur gehe. Aber neue Gesetze, so etwa der Anspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen oder neue Anforderungen an die Feuerwehren, würden im Bereich der Pflichtaufgaben Großinvestitionen auslösen, die die Kommune nur schwer stemmen könne.

Um so wichtiger sei es, so Wichmann und Szlezak einvernehmlich, die Einnahmen der Gemeinde zu stärken. Neben dem Tourismus würden dabei die Erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle spielen. Die Betreiber von Windkraftanlagen zählen im Wangerland zu den großen Steuerzahlern. Gegen den Bau weiterer Windparks gibt es aber mit Blick aufs Landschaftsbild und die Belastung von Anwohnern erhebliche Vorbehalte.