Hooksiel (29. 7. 2026) – Im Zufahrtsbereich des Alten Hafen von Hooksiel hat sich am Montagabend ein Schiff mit dem Kiel in einem aufschwimmenden Sauerstoff-Schlauch verfangen. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel rückten zusammen mit Tauchern der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Beamten der Wasserschutzpolizei und Mitarbeitern der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts aus, um dem Skipper zu helfen.
Ein Schiff in mit seinem Kiel an einer der Sauerstoffleitungen am Alten Hafen hängen geblieben. Feuerwehrleute und Taucher der DLRG rückten aus, um das Schiff zu befreien. Foto: Feuerwehr
Gemeinsam gelang es, das Schiff aus seiner misslichen Lage zu befreien, so dass es seine Fahrt fortsetzen konnte. Ob das Schlauchsystem in Hafenbecken beschädigt ist, blieb zunächst unklar. Bekanntlich wird vom Ufer des Alten Hafens aus über ein am Grund des Hafenbeckens verlegtes Schlauchsystem Sauerstoff eingetragen, um einem Umkippen des Gewässer mit entsprechender Geruchsentwicklung vorzubeugen.
Bereits am Sonntag waren Feuerwehrleute und DLRG gemeinsam zu einer technischen Hilfeleistung im Yachthafen Hooksiel ausgerückt. Hier hatte sich ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche gebildet, der sich bereits über das gesamte Hafengebiet ausgebreitet hatte.
Nachdem die Wasserschutzpolizei den mutmaßlichen Verursacher ermittelt hatte, richteten Feuerwehr und DLGR auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde eine Ölsperre um das betreffende Boot ein. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung des Ölfilms eingedämmt werden.
Hooksiel (29. 7. 2026) – Hooksiel feiert ab Freitag, 31. Juli, die traditionellen „Krabbentage“. Drei Tage lang verwandelt sich das Dorf zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte zu einer Fest- und Flohmarktmeile. Die Markenzeichen des Festes: Gute Musik und ausgelassene Stimmung.
Die Hooskieler Krabbentage haben Tradition. Am kommenden Wochenende wird es wieder rund um die Garnelen gehen. Archiv-Foto: hol
Dennoch ziehen dunkle Wolken über Hooksiel. Werden es die letzten Krabbentage im Sielort sein? Nachdem die niedersächsische Landesregierung ihre Pläne verkündet hat, weite Teile der Fanggründe vor der Wangerländischen Küste aus ökologischen Gründen für den Fischfang sperren zu wollen, steht die Zukunft der örtlichen Krabbenfischer in den Sternen.
Gute Laune und viel Musik
Nils Schröder, Hooksieler Krabbenfischer und 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, die die Herings- und die Krabbentage organisiert, will sich durch die Ungewissheiten die gute Lane nicht verderben lassen. „Jetzt feiern wird erst einmal. Was genau passiert, wissen wir noch nicht. Vielleicht sind wir in ein paar Wochen schlauer.“
Also wird gefeiert. Und zwar mit einer neuen Attraktion. Erstmals findet im Rahmen der Krabbentage an diesem Samstag das Drachenbootrennen statt, das ansonsten fester Bestandteil des „FCN Hafenfestes“ war. Da das Hafenfest in diesem Jahr eine Pause einlegt, hat Cheforganisator Jan-Eike Doyen die Drachenboot-Teams zu den Krabbentagen eingeladen.
Die Drachenboot-Rennen garantieren Spannung. Am Samstagnachmittag werden mehrere Teams gegeneinander antreten. Archiv-Foto: hol
Die Mannschaften werden in zwei gestellten Booten Rennen fahren, die jeweils im Alten Hafen enden. Das Publikum kann insofern die Ziel-Einläufe genau verfolgen. Beginn der Vorläufe ist um 12.30 Uhr. Mit dem Finalrennen wird gegen 17 Uhr gerechnet.
Eröffnung mit Freibier
Die Krabbentage beginnen am Freitagnachmittag. Ab 15 Uhr machen die „Tonic Brothers“ auf der Überland-Bühne am Alten Hafen Musik. Bernd Tscherney als Schriftführer der Dorfgemeinschaft wird die Gäste zur offiziellen Eröffnung um 17 Uhr begrüßen. Dazu spendieren die Veranstalter ein Faß Freibier. Erwartet werden dazu auch Delegationen der anderen Dorfgemeinschaften im Wangerland. Für gute Musik bis in die Nacht hinein wird ab 20 Uhr die Band „Rock Shots“ sorgen.
Für das musikalische Programm am Hafen sorgen am Samstag DJ Chris sowie am Abend die Band „4 Live“. Am Sonntag tritt – nach einem Gottesdienst am Alten Hafen – ab 12 Uhr der Shantychor „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven auf. Ab 15 Uhr dürfen sich Schlagerfans auf den Auftritt von Janine Meyer freuen. Die Varelerin gehört seit Jahren zu den Stammgästen der Feste in Hooksiel und hat sich in dieser Zeit eine feste Fangemeinde ersungen.
Zahlreiche fliegende Händler werden der gesamten Krabbentage in der Lange Straße ihre Waren anbieten. Mit dabei auch die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“, die Kuchen verkaufen wird. Die Ortsdurchfahrt ist für den Verkehr gesperrt. Parkplätze sind ausgewiesen.
Wangerland (28. 7. 2026) – Der neue Edeka-Markt in Hohenkirchen soll im Dezember eröffnet werden. Das kündigten die JPG Zwölfte Projektentwicklungs GmbH & Co. KG als Bauherrin und Eigentümerin des Gebäudes sowie der künftige Betreiber des Supermarktes, Carl Scheidemann, beim Richtfest auf der Baustelle an der Herderstraße an.
Im Dezember soll der neue Edeka-Supermarkt in Hohenkirchen eröffnet werden. Foto: hol
„Unser Ziel ist es, den Kundinnen und Kunden künftig ein modernes Einkaufserlebnis mit frischen Produkten, persönlichem Service und einem vielfältigen Sortiment zu bieten“, sagte Scheidemann vor Gästen. Das Richtfest sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dorthin. In den nächsten Bauabschnitten sollen die Gebäudehülle fertig gestellt sowie die Installationsarbeiten und der Innenausbau voran getrieben werden.
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
Zu dem Neubau gehören 130 Parkplätze, die kostenfrei angeboten werden sollen. Hinzu kommen überdachte Fahrradstellplätze sowie zwei Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Auf dem Dach des rund 1800 Quadratmeter großen Gebäudes werde eine Photovoltaik-Anlage installiert, die einen Großteil des Strombedarfs des Marktes decken soll. Beheizt werde der Markt über die Abwärme der Kälteanlagen. Das Verfahren nennt sich Betonkern-Temperierung. Warmes Wasser läuft durch im Beton verlegte Röhren. Die Wärme wird an den Beton abgegeben, dort gespeichert und ins Gebäude abgegeben.
Vollsortimenter mit Service
Scheidemann, der in der Region noch fünf weitere Märkte betreibt, verweist mit Blick auf die benachbarten Discounter Aldi und Lidl darauf, dass es sich bei dem neuen Edeka-Markt um einen Vollsortimenter handeln wird, den sich sehr viele Menschen schon lange für Hohenkirchen gewünscht hätten. In dem Markt sollen über 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Leitung werde Zeinab Fakih übernehmen, die aktuell stellvertretende Marktleiterin bei Edeka Scheidemann in Neuharlingersiel ist.
Auch der Edeka-Markt in Hooksiel wird von Scheidemann betrieben. Erst kürzlich hatte der Gemeinderat das Baurecht für eine geplante Verlängerung des Gebäudes um acht Meter geschaffen. Dazu, wann die Erweiterung umgesetzt werde, könne man derzeit noch keine Angaben machen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
Hooksiel (28. 7. 2026) – Bei der 31- Hooksmeer-Regatta passte am vergangenen Sonnabend alles zusammen: Bei gutem Wind und viel Sonnenschein gingen mehr als 30 Wind-Surferinnen und -Surfer an den Start. Am Ende belegten die Aktiven des Windsurfing-Clubs Jade (WCJ) aus Wilhelmshaven wenig überraschend die ersten Plätze.
Ordentlich Wind und strahlende Sonne – bei der Regatta auf dem Hooksmeer herrschten beste Surf-Bedingungen. Foto: Klaus Heimann
Die Sportlerinnen und und Sportler dieses Clubs nehmen regelmäßig an nationalen und auch internationalen Wettbewerben teil. Erst vor wenigen Wochen durchbrach Lasse Brudek (WCJ) bei der Speed-Challange im niederländischen Lauwersoog die 70 km/h-Grenze. Locker ließ Brudek die Konkurrenz auch auf dem Hooksmeer hinter sich.
Vorsitzender Heinrich Schüler vom gastgebenden Hooksieler Surf-Club (HSC) und HSC-Sportwart Boris Tessmer freuten sich über die Teilnahme der Wilhelmshavener und die damit verbundene Werbung für das Windsurfen auf dem Heimatrevier des HSC. Lasse Brudek dankte im Namen der Jadestädter für die gelungene Regatta. Im Sinne guter Nachbarschaft lud er die Hooksieler zu den regelmäßigen Mittwochs-Regatten auf dem Banter See ein.
Conny Fricke und Lasse Brudek vorn
Zu den Ergebnissen der HSC-Regatta: Bei den Frauen gewann Conny Fricke, vor Britta Janßen und Dr. Nathalie Kürten (alle WCJ). Die Plätze vier und und fünf gingen an die Teilnehmerinnen des HSC, Sonja Heimann und Marje Hölscher. Den Herren-Wettstreit entschied Lasse Brudek vor Mario Lehmann (beide WCJ) für sich. Dritter wurde Boris Tessmer (HSC). Die Plätze vier und fünf gingen an Andreas Rullmann (HSC) und Bernd Abken (WCJ).
An der Hooksmeer-Regatte nahem auch eine Reihe von Surfern aus Wilhelmshaven teil. Foto: Klaus Heimann
Vereinsintern — und diese Disziplin hat Tradition beim HSC — wurde der Wettbewerb im Tandem-Windsurfen ausgetragen: Den Sieg sicherte sich das Duo Christoph Heimann/Fabian Krüger. Zweite wurden Alena Mühlmeister/Lasse Hölscher vor Kim und Andreas Rullmann sowie den Viertplatzierten Michael Mühlmeister und Claas Oetjen./kdh
Hooksiel (27. 7. 2026) – Trabrennfreunde dürfen sich auf einen weiteren Renntag in Hooksiel freuen. Am Mittwoch, 29. Juli, richtet der Rennverein Hooksiel seine dritte und letzte Rennveranstaltung in diese Saison aus. Beginn ist um 18 Uhr. Insgesamt stehen sieben Trabrennen auf dem Programm.
Lukrative Wettquoten
Dass sich ein Besuch der Hooksieler Renntage lohnen kann, haben die beiden ersten Renntage an der Bäderstraße bewiesen. Neben kulinarischen Leckerbissen, spannendem Trabrennsport und der beliebten Wettgutschein-Verlosung sorgten lukrative Wettquoten für Gesprächsstoff.
Am letzten Renntag der Saison in Hooksiel steht auch ein Ponyrennen auf dem Programm. Foto: Rennverein
Selbst für gut und leicht zu wettende Favoriten beziehungsweise Mitfavoriten wurden teilweise doppelt bis dreifach höhere Auszahlungen erzielt, als man sie von anderen Bahnen gewohnt ist. Als „geradezu spektakulär“ bewerten die Veranstalter die Quoten, die am zweiten Renntag vor allem in den Königsdisziplinen – Zweier- und Dreierwette – erzielt wurden. Gleich im ersten Rennen des Tages, einem Trabreiten, setzte sich der haushohe Favorit „DeAngelo For Children“ mit Ronja Walter erwartungsgemäß durch. Dahinter belegten „Nitro Greenwood“ und „Marco’s Wish“ die Plätze zwei und drei. Wer diese Reihenfolge exakt vorausgesagt hatte, erhielt für 10 Euro Einsatz mehr als 1.000 Euro zurück.
Spannendes Finale
Etwas einfacher zu treffen ist die Zweierwette, bei der lediglich Sieger und Zweitplatzierter in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden müssen. Quotentechnisch muss sie sich aber keineswegs hinter der Dreierwette verstecken. So wurden für den Einlauf „Zaafar“ (Danny den Dubbelden) vor „Nitro Greenwood“ im „Großen Preis der Volksbank Jade-Weser eG“ beachtliche 605:10 ausgezahlt, die passende Dreierwette brachte sogar 3.786:10.
Am dritten Renntag will Jochen Holzschuh den begehrten Titel „Fahrer des Jahres in Hooksiel“ nach Dülmen entführen. Der gebürtige Schwabe begann seine berufliche Laufbahn einst als Schreiner, ehe er in den Trabrennsport wechselte. Nach seinen Erfolgen mit Shanty (2), Cracker Jack, Ito und Zapado S führt er die Fahrerwertung souverän an. Einzig Frank Westerveldt kann ihm den Titel noch streitig machen.
Müller nicht am Start
Auf einen Lokalmatadoren müssen die Hooksieler unterdessen weiter verzichten. Rennvereins-Vorsitzender Immo Müller wird entgegen der ursprünglichen Planung auch am dritten Renntag nicht mit seinem Pferd „Elma OE“ an den Start gehen.
Sportlichen Höhepunkt des Tages dürfte das mit 2.100 Euro dotierte Rennen um den „Großen Preis der LzO“ werden. Dort vertraut Holzschuh auf die zweimalige Hooksiel-Siegerin „Shanty“. Aber die zehnjährige „Joan Collins“ mit Christa Louwersheimer wird sich kaum kampflos geschlagen geben. Auch „Napoleon“ mit Thies Cordes zählt zu den ausgewiesenen Hooksiel-Spezialisten.
Freunde einer Überraschung sollten „Sky Dance“ mit Hans-Jürgen von Holdt im Blick behalten, raten die Fachleute vom Rennverein. Das Gespann sah vor Wochenfrist bereits wie der sichere Sieger aus, verlor den möglichen Erfolg jedoch durch einen unglücklichen Galoppsprung unmittelbar vor der Ziellinie. Keineswegs abzuschreiben ist auch „Let it be Petnic“ mit Frank Westerveldt.
Attraktion Ponyrennen
Ein weiterer Höhepunkt des Abends dürfte das traditionelle Ponyrennen werden. Zehn Ponys und ihre jungen Reiterinnen und Reiter gehen dabei ohne Sulky auf die Strecke und kämpfen mit viel Ehrgeiz um die besten Platzierungen. Das Rennen wird außerhalb des Toto ausgetragen, sodass hierfür keine Wetten angeboten werden.
Hooksiel (26. 7. 2026) – Ein historischer Erfolg für den Reit- und Fahrverein Hooksiel: Die Dressurmannschaft des Vereins hat sich an diesem Samstag erstmals den Titel des „Oldenburger Landesmeisters in der Mannschaftsdressur“ gesichert.
Errangen der größten sportlichen Erfolge der Vereinsgeschichte des Reit- und Fahrvereins Hooksiel: (von links) Freya Heinen, Reena Kutsche, Mannschaftsführerin Melanie Lüttge, Rieke Scherf und Simone Gehm-Dettmann. Foto: Elsbeth Noatzsch
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits am Donnerstag gelegt, als sich das Team für das Finale der Kür der Klasse A* qualifizierte. Im entscheidenden Wettbewerb präsentierten sich die Reiterinnen in hervorragender Form und überzeugten mit einer harmonischen und ausdrucksstarken Vorstellung. Die Leistung wurde mit dem Landesmeistertitel belohnt.
Die Hooksieler setzten sich in einem spannenden Finale gegen die Mannschaften des RV Höven und des RUFV Holdorf durch. Die Bewertungsrichter benoteten die Leistung der Hooksieler mit der Wertnote 8,5, das Team aus Höven kam mit einer Note von 8,25 auf Platz zwei.
Zur erfolgreichen Mannschaft gehören Simone Gehm-Dettmann mit „Pretty Valerie“, Rieke Scherf mit „Unlimited Passion“, Freya Heinen mit „Chico Saltando“ und Reena Kutsche mit „Red Rosie“ mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge.
Mit dem Gewinn der Landesmeisterschaft setzt die Mannschaft einen besonderen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Noch nie zuvor konnte eine Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins Hooksiel den Titel des Oldenburger Landesmeisters erringen. Der Erfolg ist das Ergebnis engagierter Trainingsarbeit, großer Teamleistung und des hervorragenden Zusammenspiels zwischen Reiterinnen und Pferden.
Hooksiel (25. 7. 2027) – Im Zentrum des Geschehens steht eine Promi-Party am Hooksieler Campingplatz. Oder ist Party der falsche Ausdruck? Nach kurzer Recherche der Ermittler der Polizei stellt sich heraus, dass es sich wohl eher um eine Massenorgie gehandelt hat.
Regionalkrimi mit Tatort Hooksiel
Die Veranstalter vom Kiez in Hamburg bieten zahlungskräftigen Männern alles, was sie wünschen. Vom Champagner bis zu hübschen Frauen – zum Plaudern, Tanzen, Anfassen und mehr. Am Ende liegt eine der leichten Mädchen, die Sängerin Mia Mautzi, tot in den Dünen in der in der Nähe des Strandhauses 1. Nackt, mit Fischresten beschmiert, von Möwen zerhackt … die Mordermittlungen beginnen.
„Dünenblut“ heißt der Regionalkrimi, den Lars Naber (Foto) aus Sandhausen in der Nähe von Heidelberg in diesen Tagen veröffentlicht hat. Vier Kriminalromane mit Tatorten im Rhein-Neckar-Kreis hat der Hobbyautor bereits veröffentlicht. „Dünenblut“ ist sein erster Hooksiel-Krimi. Ein zweiter ist bereits in Arbeit.
Die Verbindung im Roman bildet der jungen Sandhauser Polizeimeister Fabian Junker, der mit seiner Freundin Ricarda Delicante Urlaub in Hooksiel machen will, um hier am traditionellen Beach-Bowl-Turnier am Hooksieler Strand teilnehmen zu können. Bei der Inspektion der Strandfläche, auf der sich in den nächsten Tagen die American Footballer tummeln sollen, entdeckt Ricarda die Leiche – und mangels eigener fähiger Ermittler verpflichtet der Oldenburger Kommissar Torge Petterson kurzerhand Fabian Junker als Aushilfsermittler.
Autor beim Beach-Bowl dabei
Realistisch? Egal. Auch bei der Beschreibung der Hooksieler Örtlichkeiten nimmt sich der Autor, der selbst schon mehrfach am Hooksieler Beach-Bowl-Turnier teilgenommen hat, seine künstlerischen Freiheiten. Wer vom Hotel Packhaus direkt auf die Nordsee blicken will, der muss im wirklichen Leben schon sehr gute Augen haben. Dem Leservergnügen schadet das nicht. Wen einige Hardcore-Formulierungen aus dem Zuhälter-Milieu nicht abschrecken, kann sich auf kurzweilige Krimi-Unterhaltung freuen.
„Dünenblut“ hat 260 Seiten. Das Buch kann über die Amazon-Seite des Autors für 12,99 Euro erworben werden – oder am Spielfeldrand beim nächsten Beach-Bowl-Turnier am ersten September-Wochenende in Hooksiel, bei dem Lars Naber als Schiedsrichter mitwirken wird. Ein Teil der Verkaufserlöse geht an die Organisation „Flugkraft“, die krebskranke Menschen und deren Familien unterstützt.
Hooksiel (25. 7. 2026) – Herrliches Wetter, weißer Sand, weites Watt. Der Hooksieler Badestrand zeigte sich am Freitagnachmittag von seiner schönsten Seite. Die größte Anziehungskraft im Rund hatte aber, zumindest auf Kinder, eine andere Attraktion: Eine Parcours mit Spielen und Geschicklichkeitsübungen im Rahmen des DLRG/Nivea Strandfestes. Am Auffälligsten dabei: eine große, blaue Hüpfburg.
Kam bei den Kindern sehr gut an: Das Nivea-DLRG-Strandfest am Hooksieler Badestrand. Foto: hol
Bei dem Strandfest, das über den Sommer etliche Urlaubsorte an Nord- und Ostsee besucht, animiert eine großes Zahl von Teamern die Kinder dazu, sich verschiedenen Übungen und Herausforderungen zu stellen. Alle Stationen haben dabei etwas mit Wasser zu den, dem Hauptmetier der Lebensretter von der DLRG.
Hier geht es ums Wiederbeleben eines Ertrunkenen, dort ums Knüpfen von Seemannsknoten. An einigen Stationen sind Körperbeherrschung und Gleichgewichtsgefühl gefragt. Dazu gab es jede Mengen Informationen zur Arbeit der Hilfsorganisation und der großen Bedeutung des Schwimmtrainings für Kinder.
Hooksiel (24. 7. 2026) – Das Musik-Talent Benny Köster hat am Donnerstag im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ sein Können unter Beweis gestellt. Der Hooksieler trat mit seinem Saxophon und mit einer Gitarre auf der Bühne am Gästehaus vor der Band „Adenalin“ auf und heimste dabei sehr viel Beifall ein.
Der Nachwuchsmusiker Benny Köster hab im Rahmen der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ ein Gastspiel. Foto: privat
Bereits am Vortag hatte der junge Mann das Sommerabschlussfest der Arbeitsgruppe Hooksiel durch einen kleinen Auftritt bereichert. Einem größeren Publikum ist Benny Köster durch seinen Fernsehauftritt bei der Show „Klein gegen Groß“ bekannt geworden. Dabei hatte er mit seinem musikalischen Wissen den Weltstar Amy McDonald alt aussehen lassen.
Konzertreihe „Live hinterm Deich“ wird am nächsten Donnerstag , 30. Juli, ab 19 Uhr mit dem Shantychor Likedeeler fortgesetzt. Der Eintritt ist frei.
Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.
Wahlprogramm vorstellt
Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.
Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol
Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.
Gemeindefinanzen stärken
Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.
Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.
Neue Rechtsform für die WTG?
Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.
Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“
Parksystem vereinheitlichen
Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde.
Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.
Historisch große Mannschaft
Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.
Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“