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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Auch ohne Hallenbad: Die Lebensretter machen weiter

Hooksiel (19. 4. 2026) – Die DLRG Wangerland hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Im Oktober 2025 hat die Wangerland Touristik GmbH das Hallenwellenbad in Hooksiel geschlossen. Damit verloren die Lebensretter nicht nur ihr Ausbildungs- und Trainingsdomizil, sondern auch ein Stück Heimat. „Wir wussten nicht, wie es weiter geht und ob es weiter geht“, sagte Vorsitzender Sven Hannemann. „Aber es geht weiter.“

Seit 60 Jahren ist Reinhard Thomsson (4. v. l.) Mitglied in der DLRG. Er wurde zusammen mit anderen langjährigen und verdienten Mitgliedern sowie den neuen Bootsführerschein-Inhabern auf der Jahreshauptversammlung im Gästehaus Hooksiel geehrt. Foto: hol

Und das nicht so schlecht. Wie Hannemann am Samstag auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im Gästehaus Hooksiel sagte, hatte die DLRG Wangerland Ende vergangenen Jahres 759 Mitglieder – und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Und das trotz der erschwerten Bedingungen. Seit November findet die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung jeweils samstags und sonntags im „Aqua-Fit“ in Schortens statt. Die Wettkampfgruppe trainiert freitags im „Nautimo“ in Wilhelmshaven.

Dank an die Gemeinde

Der Wechsel ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Finanziell und organisatorisch. Müssen doch die Kinder und Jugendlichen regelmäßig mit einem Fahrdienst zu den Sportstätten gebracht werden. Hannemann danke Bürgermeister Mario Szlezak ausdrücklich dafür, dass die Gemeinde Wangerland die Hallenkosten für die DLRG übernimmt. „Wir sind froh, dass uns die Gemeinde nicht im Stich gelassen hat.“

Aus für Altkleider-Sammlung

Zu den weniger erfreulichen Botschaften des Vorsitzenden zählte auch die Ankündigung, dass die DLRG Wangerland zum Ende dieses Monates ihre Altkleider-Sammlungen einstellt. Das Partnerunternehmen, das die Sammelcontainer geleert habe, sei insolvent. Die Container selbst müssten erneuert werden und die Sammelplätze seien zunehmend verunreinigt gewesen. Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, auf die Altkleidersammlungen ganz zu verzichten. Die Sammlungen hatten der Ortsgruppe zuletzt noch zu 2700 Euro Einahmen im Jahr verholfen.

1500 Stunden am Beckenrand

Ausbildungsleiterin Marina Schmöckel berichtete von einem umfassenden Programm in der Schwimm- und Rettungsschwimmer-Ausbildung. Dabei seien 258 Anfänger und 193 Fortgeschrittene geschult und mit Abzeichen vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer-Abzeichen in Gold belohnt worden. Insgesamt hätten die Ausbilder über 1500 Stunden am Beckenrand gestanden. Hinzu gekommen seien Fachausbildungen für Wasserretter sowie eine ganze Reihe von geselligen Veranstaltungen von Spieleabenden bis zum Weihnachtspunsch.

Der Leiter Einsatz der DLRG, Thorsten Knebel, erinnerte daran, dass die Ortsgruppe im vergangenen Jahr mit der „Otto Gehrke“ ein neues Rettungsboot in Dienst gestellt hat und ein zweites Boot, die „Wangerland 1“, grundsanieren konnte. Zum Programm gehörten unter anderem Bootsführerschein-Ausbildungen sowie Funklehrgänge. Knebel dankte ebenso wie Schatzmeisterin Sandra Kaufeld den Sponsoren, die die Investitionen durch Spenden mit ermöglich hätten.

Surfer aus Notlagen gerettet

Katastrophenschutz-Beauftragter Luca Esch verweis auf sieben Rettungseinsätze, bei denen es in erster Linie darum gegangen sei, vor den Wangerländer Stränden in Not geratenen Surfern und Kitesurfern zu helfen. Zum letzten Einsatz seien die Lebensretter im Dezember gerufen worden. Esch: „Da war es dann auch entsprechend kalt.“ Jugendvorstand Felix Schmöckel berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr mit vielen Aktivitäten, Wettkämpfen und geselligen Veranstaltungen der Jugendlichen in der Ortsgruppe.

Zahlreiche Ehrungen

Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörten die Ehrungen. Für 60-jährige Mitgliedschaft in der DLRG Wangerland wurde Reinhard Thomssen geehrt. Das Urgestein der Ortsgruppe war zudem lange Jahre als Kurdirektor ein wichtiger Partner der DLRG vor Ort. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde der ehemalige Vorsitzende und Leiter Ausbildung Wolfgang Schumann mit einer goldenen Ehrennadel der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft e. V. ausgezeichnet. Entsprechende Nadeln in Silber dürfen sich Vorsitzender Sven Hannemann, sein Stellvertreter Arne Schmöckel,Jörn Poppen und Toben Manzke anstecken. Sie sind alle seit 40 Jahren dabei.

Für ihre Verdienste um die Ortsgruppe wurden zudem Julia Hannemann aus dem Orga-Team der Ortsgruppe, der langjährige Tauchausbilder Horst Janßen und Katastrophenschutz-Beauftragte Luca Esch ausgezeichnet. 

Arbeitsgruppe stellt die Infrastruktur in Hooksiel auf den Prüfstand

Hooksiel (18. 4. 2026) – Hooksiel ist ein schöner Ort. Aber er hat auch eine ganze Reihe von Macken. Kleinere und größere. Die Arbeitsgruppe „Infrastruktur“ des Seebadevereins Hooksiel will dazu beitragen, dass die Probleme erkannt und Lösungen angegangen werden. „Damit der Ort, in dem wir leben, am Ende noch schöner wird“, sagt Frank Müller.

Stolz sind die Mitglieder der Infrastruktur-Arbeitsgruppe des Hooksieler Seebadevereins darauf, dass die Gemeinde Wangerland auf ihre Anregung hin den viel genutzten Gehweg vom Hallenbad in Richtung Deich saniert hat. Auf dem Bild (von links) Frank Müller, Christine Ulbrich, Nicole Kutscher, Stefan Mampilly, Volker Meyer und Barbara Köster. Foto: hol

Müller ist Lotse der im vergangenen Jahr gegründeten Gruppe, die sich in seinem Haus in der Hinrike-Lichtenfeld-Straße trifft. Zur Sitzung sind an diesem Abend Nicole Kutscher, Stefan Mampilly und Volker Meyer erschienen, allesamt wie Müller Neubürger, die im Neubaugebiet zwischen Hohe Weg und Bäderstraße ein neues Zuhause gefunden haben.

Mit Zwischenbilanz zufrieden

Zur Runde gehören zudem Barbara Köster, die seit 2019 in Hooksiel lebt, sowie Kira Zucher und Christine Ulbrich, die in Hooksiel bzw. in Hohenkirchen aufgewachsen sind. Barbara Köster sucht nach einem günstigen Raum, der von der Musikschule Friesland genutzt werden könnte. Kira Sucher möchte die Bedingungen für die Wassersportler in Hooksiel verbessern und Christina Ulbrich hält ein größeres Betreuungsangebot der Jugendpflege im Ort für dringend geboten – und einen neuen Basketballkorb auf dem Skaterplatz. 

Im Zentrum der über dreistündigen Beratung steht eine Zwischenbilanz. Müller berichtet über einen Rundgang durch Hooksiel, zu dem der Seebadeverein kürzlich Bürgermeister Mario Szlezak und weitere Vertreter der Gemeinde eingeladen hatte. Dabei habe man sich etliche Ecken im Ort angesehen, an denen Handlungsbedarf besteht.

Tor zum Wangerland

„Insgesamt haben wir im Moment 17 Projekte auf dem Schirm“, so Müller. Einige Themen wie die Sanierung der Geländer am Sieltor oder die Erneuerung des marode Gehwegs vor dem Hallenbad zum Deich hätten sich dank der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde inzwischen bereits erledigt. Auf dem Rundgang seien verdreckte oder falsch positionierte Schilder, marode Fuß- und Radwege sowie einige unschöne Ecken thematisiert worden. Ein „Tor zum Wangerland“ am südlichen Ortseingang, würde sich Müller wünschen, vielleicht in Form eines an Land gesetzten Fischkutters. Und ein oder zwei Strandkörbe wären seiner Ansicht nach eine echte Bereicherung für die Fußgängerzone Lange Straße.

Aber der Seebadeverein will auch bei den großen Themen mitmischen, die für Hooksiel auf der Agenda stehen. Für die Aufwertung des Alten Hafens – von der Verbesserung der Wasserqualität über das Thema Barrierefreiheit bis hin zur Sanierung der Kaimauer und der Bebauung des ehemaligen Feuerwehrareals – hat der Verein eine weitere Arbeitsgruppe gebildet. Und auch für die Lösung des Dauerproblems „Parken“ will man eigene Ideen einbringen.

Kurzzeit-Parktaste fürs Fischbrötchen

Ziel müsse ein einheitliches Parksystem von Gemeinde und Wangerland Touristik GmbH (WTG) sein, so Müller. Damit könnten Gäste, die am Strand parken, ihr Parkticket auch für den Besuch in einem der Orte nutzen. Wünschenswert wären aus Sicht der selbst ernannten Infrastruktur-Experten auch eine Kurzzeit-Parktaste („Für das schnelle Fischbrötchen am Hafen“) und eine Regelung für freies Parken für Einheimische („Kann doch nicht sein, dass wir für einen Spaziergang an unserem eigenen Strand zahlen müssen …“). Es sei erfreulich, dass Gemeinde und WTG bereits eine Arbeitsgruppe gebildet hätten, um die Parkregeln an den Stränden und in der Gemeinde zu vereinheitlichen. Vielleicht könne man dort auch die Wünsche der Bürger einbringen?

Alter Hafen, Parkregelung, Ortsverschönerungen – alles Themen, die die Gemeinde Wangerland und deren politischen Gremien schon seit Jahren umtreiben. Woher nehmen gerade die Neubürger im Seebadeverein den Optimismus, hier schnell zu guten Lösungen zu kommen? 

„Wir haben den Eindruck, dass viele Alt-Wangerländer die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus gar nicht so richtig einschätzen“, sagt Müller. Neubürger seien aber oft gerade wegen der Attraktivität der Orte zum Beispiel nach Hooksiel gezogen. Sie würden Verbesserungspotenziale erkennen, wo Einheimische vielleicht schon etwas „betriebsblind“ seien, wie es Bürgermeister Szlezak kürzlich einmal formuliert hat. Müller: „Am Ende wollen wir alle doch nur, dass Hooksiel noch schöner wird.“ 

Luftmine auf Sandbank in der Jade gesprengt

Hooksiel (18. 4. 2026) – Offensichtlich erfolgreich war die Sprengung einer Luftmine auf der Störtebekerbank. Gegen 8 Uhr ertönte ein mächtiger Knall über die Jade, der auch in Hooksiel gut hörbar war.

Screenshot: Labusch

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) wollte die Mine zunächst bergen, dann zu dem Sprengsatz südlich der Insel Mellum bringen, um sie dort unschädlich zu machen. Das gefährliche Kriegsutensil war bei der Sondierung einer Kabeltrasse durch die Jade entdeckt worden.

Eine offizielle Bewertung der Aktion lag am heutigen Vormittag noch nicht vor.

Guter Start für Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt

Hooksiel (18. 4. 2026) – Einen guten Start hatten Hilke und Bernd Kuhlmann (rechts) in Hooksiel. Die Händler aus Bockhorn-Steindamm waren an diesem Freitag erstmals mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Hooksiel präsent. Ihr Sortiment: Kartoffeln, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sowie frische Eier von einem befreundeten Betrieb. 

„Es waren eine ganze Reihe von Kunden da. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Bernd Kuhlmann am späten Nachmittag gegenüber „Hooksiel-Life“. Der Wochenmarkt findet jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat statt.

Förderverein gewinnt Kinderbus für die „Küstenkinder“

Hooksiel (17. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ dürfen sich auf eine neue Attraktion freuen. Der Förderverein der Hooksieler Kindertagesstätte hat ein originelles Vehikel in Empfang genommen, mit dem die Mädchen und Jungen der Einrichtung künftig sicherlich viel Spaß haben werden.

Haben für die Hooksieler Kindertagesstätte einen Kinderbus von Volksbank Jade-Weser in Empfang genommen: (von links) Stefanie Seiler, Sandra Müller und Claudia Bruns mit den Testfahrern Liv und Tammo.  Foto: privat


„Wir als Förderverein des Kindergartens haben Ende 2026 an einer Verlosung der Volksbank Jade-Weser teilgenommen – und tatsächlich gewonnen“, schildert Stefanie Seiler. Den Gewinn hat die Vorsitzende des Fördervereins jetzt zusammen mit Schriftführerin ihrer Sandra Müller und Kita-Leiterin Claudia Bruns aus Jever abgeholt. Bank-Vorstand Waldemar Kelm überreichte den Hooksielerinnen einen „Kinderbus“ im Wert von über 3500 Euro.

Das Gefährt, das Platz für bis zu sechs Kindern bietet, soll erst einmal einen Ehrenplatz in der Kita erhalten, damit ihn alle Kinder in Augenschein nehmen können. Danach wird er sicherlich bei dem einen oder anderen Ausflug gute Dienste leisten.

Luftmine in Kabeltrasse gefunden: Sprengung am Samstag

Hooksiel/Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – In der Jade liegt noch jede Menge Kriegsmunition. Dabei handelt es sich nicht nur um Fliegerbomben, die bei Angriffen der Alliierten auf den Marinestützpunkt Wilhelmshaven ihr Ziel verfehlt haben. Nach dem Krieg wurden zudem große Bestände an deutschen Waffen und Munition im Jade-Fahrwasser verklappt.

Altlasten in der Jade

Auch wenn die Bomben, Minen und Granaten in die Jahre gekommen sind. Gefährlich sind sie auch heute noch. „Bei jedem Bauvorhaben in der Jade muss das betroffene Gebiet zwingend auf Altlasten untersucht werden“, erläutert Stephan Hellwig von der Wasserstraßen- und Schifffahrsamt (WSA) Weser-Jade-Nordsee. Fündig wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) jetzt bei der Sondierung der geplanten Kabeltrasse für das „NeuConnect“-Projekt, mit dem eine Stromverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland hergestellt werden soll. 

Bei den aktuellen Sondierungen wurde unter anderem eine Luftmine (Typ LMA) aus deutschen Beständen mit einer Sprengladung von mehr als 250 Kilogramm entdeckt. Da die Bergung und ein Transport an Land als zu gefährlich eingeschätzt wird, soll die Mine von Tauchern geborgen und danach mit anderer Munition auf der Störtebekerbank südlich der Vogelschutzinsel Mellum vor Horumersiel gesprengt werden.

Fahrwasser wird gesperrt

Geplant ist die Explosion zwischen 6.30 bis 9.40 Uhr. Der genaue Zeitpunkt der per Funk ausgelösten Sprengung auf der Sandbank steht noch nicht fest. Er wird für den Schiffsverkehr über „Jade Traffik“ auf den UKW-Kanälen 20 und 63 übermittelt. Anderthalb Stunden davor und danach wird das Fahrwasser aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. Das Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen Wangersiel in Horumersiel ist dann untersagt. Auf der Jade werden das WSV-Schiff „Mellum“ und Einheiten der Wasserschutzpolizei die Sprengung absichern.

Die vorbereitenden Arbeiten werden um 5.30 Uhr beginnen. Zunächst sind Taucher gefordert, die an der Mine Hebesäcke und Schläuche befestigen, mit deren Hilfe die Mine später zur Sandbank transportiert werden soll. An der Mine werden zudem noch zusätzliche Sprengladungen angebracht. Diese Arbeiten sind für die strörungsarme Stauwasserphase geplant. Im Anschluss wird die explosive Fracht dann per Schiff zur Störtebekerbank gezogen werden, wo sie dann bei Ebbe zerstört werden soll. 

Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft im MTV Hooksiel

Hooksiel (16. 4. 2026) – Eine besondere Ehrung stand im Mittelpunkt einer harmonischen Jahreshauptversammlung, zu der Vorsitzende Anne Frerichs im Gästehaus zahlreiche Mitglieder des MTV Hooksiel begrüßen konnte. Margrit Otto gehört seit 40 Jahren dem Männer-Turnverein an, der überwiegend Mädchen zu seinen Mitgliedern zählt. Geehrt wurde zudem Kristina Matzke für 25-jährige Mitgliedschaft.

Seit 40 Jahren ist Margrit Otto (Mitte) Mitglied im MTV Hooksiel. Sie wurde jetzt auf der Jahreshauptversammlung von der Vorsitzenden Anne Frerichs (rechts) und deren Stellvertreterin Bettina Schriever geehrt. Foto: MTV

Die Vorsitzende und die Übungsleiterinnen ließen in ihren Berichten das Vereinsjahr Revue passieren. Der MTV hat 317 Mitglieder, davon 235 Mädchen und Frauen. Zum sportlichen Angebot – zumeist in der Turnhalle der Grundschule – gehören Kinderturnen, Eltern-Kind-Turnen, Aerobik, Damen- und Gesundheitsgymnastik, Zumba und Fitnesstraining. Zudem treffen sich MTV-Mitglieder seit über 25 Jahren regelmäßig montags und donnerstags zum Walking im Freizeitgelände. 

Über regen Zulauf freuen sich aktuell die Übungsleiterinnen in den Kinder-, Eltern-Kind-, Fitness- und Gymnastikgruppen. Abgerundet wird das sportliche Programm des Vereins durch gesellige Veranstaltungen. Dazu gehören Spielenachmittage und eine Boßeltour. Tradition hat auch der jährliche Ausflug zu jeweils einem Weihnachtsmarkt in einer anderen Stadt. 

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Deichband sieht am Badestrand keine Gefahr für den Küstenschutz

Wangerland/Wilhelmshaven (15. 4. 2026) – Die Deiche im Landkreis Friesland und im Bereich der Stadt Stadt Wilhelmshaven haben den Winter und die Sturmflutsaison gut überstanden. Davon überzeugten sich Vertreter des III. Oldenburgischen Deichbandes, der Deichschutzbehörden und der Kommunen am Dienstag bei der Frühjahrsdeichschau. Aber, auch das eine Erkenntnis: Es gibt mit Blick auf die Zukunft jede Menge Handlungsbedarf. Allein für 2026 plant der Deichband Investitionen in Höhe von sechs Millionen Euro.

Das Meer hat nach und nach weite Teile vom Hooksieler Badestrand abgetragen. Das Strandhaus 1 steht schon fast im Wasser. Eine Gefahr für den Küstenschutz sieht der III. Oldenburgische Deichband aber in der Entwicklung noch nicht. Foto: Jonas Abeldt

Im Fokus stehen dabei der Voslapper und der Rüstersieler Seedeich. Seit Jahren schon lässt der Deichband das Deckwerk des Deiches zwischen Hooksiel und dem Jade-Weser-Port erneuern. Stück für Stück. In 2026, so Verbandsvorsteher Eilt-Onno Garlichs, wird der etwa 350 Meter lange 15. Bauabschnitt angepackt. Veranschlagte Kosten: 3,8 Millionen Euro. In 2027, so die Planung, soll das Gesamtprojekt zum Schutz des Deichfußes gegen die anbrandende See dann abgeschlossen werden.

Kleidepots für Deicherhöhung

Abschließen will der Deichband in diesem Jahr auch die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Erhöhung und Verstärkung des Rüstersieler Seedeiches. Das Bollwerk hat nach Berechnung von Experten des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen so genannten Unterbestick von rund 1,4 Metern. Soll heißen: Damit der Deich auch mit Blick auf den zu erwartenden Anstieg des Meerwasserspiegels Wilhelmshaven schützen kann, muss er erhöht werden.

Im Rahmen der Frühjahrsdeichschau besprach Deichbandvorstehder Eilt-Onno Garlichs (rechts) eine Reihe von Projekten mit Ulrich Wegener von der Unteren Deichbehörde der Stadt Wilhelmshaven. Foto: hol

Insgesamt, so erläuterten Garlichs und Ulrich Wegener von der Unterer Deichschutzbehörde der Stadt Wilhelmshaven, werden dafür rund 200.000 Kubikmeter Klei als Deichbaustoff benötigt. „Auf Deponien an der Maade und in der Nähe des Jade-Weser-Ports haben wir schon 160.000 Kubikmeter gesammelt.“ Die benötige Restmenge soll im laufenden Jahr hinzukommen. Der Deichband rechnet für 2026 für das Projekt mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro. 

Als weitere Großbaustelle zeichnet sich in Wilhelmshaven die Erneuerung des Deckwerkes auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge zwischen dem Helgolandkai und dem Fliegerdeich ab. Auch hierfür sollen im laufenden Jahr die Vorarbeiten vorangetrieben werden.

Schlussrechnung für Hooksiel

Nach drei Jahren abgeschlossen worden ist im vergangenen Jahr die Erhöhung des Hooksieler Seedeiches (zwischen Campingplatz und Strandhaus 1). Hier arbeite man aktuell nur noch an der Schlussrechnung, so Garlichs. Bei dem nächsten Großvorhaben in diesem Bereich, die Sicherung des Hooksieler Badestrandes, sieht er den Deichband selbst nur bedingt in der Pflicht. „Natürlich unterstützen wir das Projekt. Aber aus Sicht des Küstenschutzes ist es nicht notwendig. Insofern können wir auch keine Küstenschutzmittel dafür ausgeben.“

1,1 Millionen Euro will der Verband hingegen in diesem Jahr für den Schutz des Deichvorlandes zwischen Harlesiel und Schillig investieren. Hier sollen bestehende Lahnungsfelder instand gesetzt werden. Mit Hilfe des Verbundes aus Holzpfählen und Reisig wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers gedrosselt und die Sedimentation, also die Ablagerung von Sand und Schlick, erhöht. 

Im Rahmen ihrer ganztägigen Bereisung begutachteten die Fachleute die Deiche von Varel über Stand bis Wilhelmshaven und weiter von Hooksiel für Schillig bis Harlesiel. Dabei ließen sie sich auch über den Stand der Arbeiten an den Schleusen in Wilhelmshaven (4. Einfahrt) und Hooksiel informieren. Die Sanierung der Bauwerke liegt in der Verantwortung des Bundes beziehungsweise des Landes. Die gute Botschaft für Hooksiel, so Garlichs: „NPorts hat angekündigt, dass die Schleuse wie zuletzt geplant zu Pfingsten wieder in Betrieb gehen kann.“

Wangerland Touristik Thalassa
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Weiterer Händler: Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt

Hooksiel (14. 4. 2026) – Gute Nachrichten vom Hooksieler Wochenmarkt. Wie Marktvogt Jens Dekena mitteilt, wird es ab Freitag dieser Woche wieder einen Obst- und Gemüsestand geben. „Unsere Beschicker konnten einen Marktkollegen davon überzeugen, nach Hooksiel zu kommen.“

Wochenmarkt Hooksiel
Marktvogt Jens Dekena (links) (hier am Oliven-Stand) ist froh, dass es auf dem Wochenmarkt in Hooksiel künftig auch wieder Obst, Gemüse und Eier geben wird. Archiv-Foto: hol

Bei dem neuen Anbieter handelt es sich um Familie Kuhlmann aus Bockhorn, die ein Teil ihrer Produkte selbst anbaut und unter anderem einen Hofladen betreibt. Auch Eier aus dem eigenen Stall der Familie seien dann auf dem Markt zu haben.

Dekena erhofft sich für das Händler-Team jetzt „gutes Wetter und viele Kunden“. Der Wochenmarkt am ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat hat jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Obst, Gemüse und Eiern sind auf dem Markt Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Oliven und sonstige Spezialitäten, Lederwaren und Textilien sowie Blumen und Pflanzen aus einer Gärtnerei zu haben. 

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Zahl der Verkehrsunfälle im Wangerland rückläufig

Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“. 

Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol

Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.

31 Unfälle weniger

Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden. 

Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.

Senioren häufig Verursacher

Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher. 

Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.

E-Bikes werden unterschätzt

„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen. 

Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt. 

Viele Fälle von Fahrerflucht

„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.