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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Tennis: Markus Doyen nach Vater-Sohn-Duell Vereinsmeister

Hooksiel (20. 9. 2026) – Es war ein gewisses Risiko. Gibt es genug Interessenten für eine Herren-Vereinsmeisterschaft unter den Tennisspielern des SC Wangerland? Spielt das Wetter mit? Am Ende wurde der Mut von Organisator Andre Abels belohnt.

Spielten in Hooksiel die Tennis-Vereinsmeisterschaft aus: (von links) Marina Doyen, Markus Doyen, Niklas Doyen, Andre Abels, Leonard Köster und Mateo Doyen. Nicht auf dem Bild Cornelius Lorenz Kramer. Foto: hol

Trotz zweiter kurzfristiger Absagen nahmen an diesem Samstag immerhin noch sieben Aktive an dem Turnier auf der Hooksieler Tennisanlage teil. Und das Wetter hielt sich so, dass zumindest gut gespielt werden konnte.

Knappe Entscheidungen

Zum Vereinsmeister 2026 wurde Markus Doyen (Jahrgang 1983) gekürt. Der Hooksieler, der in der Punktrund für den MTV Jever spielt, war mit seiner Leistungsklasse 12,0 als Favorit ins Turnier gegangen und konnte auch alle vier ihm zugelosten Gegner schlagen. Besonders knapp war es dabei im Spiel gegen seinen Sohn Mateo (2010, LK 17,6). Im Vater-Sohn-Duell hatte Markus Doyen schließlich mit 29:27 die Nase vorn.

Ebenfalls vier Siege verbuchte bei den 30-Minuten-Spielen Cornelius Lorenz Kramer (2010, LK 16,0). Nur aufgrund der insgesamt weniger gewonnen Punkte musste der Nachwuchsspieler dem neuen Vereinsmeister den Vortritt lassen. Dem Turnier-Modus war es geschuldet, dass es zu keinem direkten Duell der beiden Bestplatzierten kam.

Sportwart zieht positive Bilanz

Auf den weiteren Plätzen folgten mit je zwei Siegen Mateo Doyen und Niklas Doyen (2009/ LK 18,7) sowie mit je einem Sieg Andre Abels (1966/ LK 18,4) und Leonard Köster (2010/ LK 25). Ohne Sieg blieb Marina Doyen, die kurzfristig für einen Ausfall eingesprungen war, um das Spielerfeld zu komplettieren.

„Es war ein schöner Tag mit vielen tollen, interessanten und auch knappen Spielen“, so Sportwart Abels. Sein Fazit: „Markus hat verdient gewonnen.“

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Neuausrichtung der Verlage sorgt für Wettbewerb in der Medienlandschaft

Von Gerd Abeldt

Wangerland/Friesland (19. 9. 2026) – Die Leser von Tageszeitungen in der Region Wilhelmshaven/Friesland müssen sich ab dem 1. Oktober auf erhebliche Veränderungen einstellen. Auslöser ist die Übernahme der Blätter „Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ durch die NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück). Bislang erschienen beide vom Medienhaus BruneMettcker (Wilhelmshaven/Jever) herausgegebenen Zeitungen im Verbund mit der seit Anfang 2026 zur Madsack-Gruppe (Hannover) gehörenden Nordwest-Zeitung (NWZ) aus Oldenburg

Die Trennung zwischen der NWZ (Madsack Mediengruppe) auf der einen sowie Wilhelmshavener Zeitung“ und „Jeversches Wochenblatt“ (NOZ-Mediengruppe) auf der anderen Seiten wird Ende September offenkundig. Auch die digitalen Plattformen werden getrennt. Foto: hol

Mit dem Ende dieser Kooperation endet für die Leser der NWZ der Zugriff auf die Inhalte von WZ und Wochenblatt. Die redaktionellen Angebote aus Wilhelmshaven und dem Jeverland sollen dann vollständig durch eigene Reporterteams erstellt werden, heißt es aus Oldenburg. Die NWZ hat auch eine Redaktion in Jever  („Jeverland-Bote“) und baut eine weitere in Wilhelmshaven auf.

Für Digital-Leser ärgerlich: Die nicht mehr zur jeweiligen Verlagsgruppe gehörenden Titel (Epaper-Ausgaben) werden nicht mehr im Digitalangebot der jeweils anderen Gruppe enthalten sein. Abonnenten der NWZ haben also keinen Zugriff mehr auf die Ausgaben von WZ und Wochenblatt. WZ-und Wochenblatt-Abonnenten müssen im Gegenzug unter anderem auf den Zugriff auf die NWZ und der zu ihr gehörenden Titel wie „Emder Zeitung“ und „Anzeiger fürs Harlingerland“ verzichten. Dafür ergänzen die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und die „Rheiderland Zeitung“ aus dem Portfolio der NOZ-Mediengruppe künftig ihr Angebot.

Zwei Abonnements nötig

Konkret bedeutet das: Für Leser, die ausschließlich gedruckte Zeitungen lesen, ändert sich nichts. Menschen, die auf alle in Friesland erscheinenden Zeitungen Zugriff haben möchten – sei es in der Print- oder in einer Epaper-Ausgabe -, benötigen dafür künftig wieder zwei Abonnements.

Beide Verlags-Gruppen versichern, dass sie den Verlust für ihre Leserinnen und Leser durch neue digitale Angebote ausgleichen werden. So hat etwa die NWZ ihr Angebot unter anderem um ein digitales Wochenmagazin mit dem Titel „Leben in Wilhelmshaven“ erweitert. Die Online-Auftritte von WZ und Wochenblatt ziehen zum 1. Oktober auf ein eigenes Portal um. Als Neuerung soll dabei unter anderem ein Mitmachportal mit dem Titel „Wir von hier“ etabliert werden. Hier erhalten künftig Vereine, Initiativen und ehrenamtlich engagierte Gruppen die Gelegenheit, sich als eine Art Leser-Reporter kostenlos selbst zu präsentieren.

Vertiefte Berichterstattung?

Das Bemerkenswerte an der aktuellen Entwicklung mit einem sich abzeichnen Konkurrenzkampf auf dem Medienmarkt der Region: Während sich in weiten Teilen der Republik Tageszeitungsverlage aus der Fläche zurückziehen und die Berichterstattungen ausdünnen, dürfen sich die Leser in der Region Wilhelmshaven/Friesland auf einen redaktionellen Wettbewerb freuen, der – so steht zu erwarten – tendenziell eher zu einer vertieften Berichterstattung führen dürfte … zumindest für die nächsten Monate.

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Junge Läufer der Grundschule Hooksiel mit 500 Euro belohnt

Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 9. 2026) – Den Einsatz von vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern hat die Sparda-Bank West mit insgesamt 4.000 Euro gewürdigt, die jetzt an fünf Schulen und Vereine ausgezahlt wurde – darunter an die Grundschule Hooksiel. Belohnt wurde damit die Teilnahme am Vereins- und Schullauf des Gorch-Fock-Lauf e.V. im Juni, an dem – in seiner 21. Auflage – über 2.000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Vereins- und Schullaufs mit Inga Bernsau und Sven Minits vom Gorch-Fock-Lauf e. V. sowie Sabrina Feil und der Filialleiter Hendrik Lübbers von der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. Mit auf dem Bild die kommissarische Schulleiterin Johanna Donker und einige Kindern der GS Hooksiel.

Die Sparda-Bank West ist langjähriger Sponsor und Partner des Gorch-Fock-Laufs. Das höchste Preisgeld erhielt der Verein, der im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl die meisten teilnehmenden Kinder und Jugendliche aufweisen konnte. 

Dieses Jahr gingen 1.400 Euro an den ESV Wilhelmshaven. Hinter der GS Cäciliengroden und dem TSR Olympia belegte die Grundschule Hooksiel den vierten Platz und wurde mit 500 Euro belohnt. Die GS Sengwarden kam auf dem fünften Platz.

„Es ist jedes Jahr aufs Neue großartig zu sehen, wie sich die Kinder mit so viel Freude und Spaß diesem Wettbewerb annehmen, um ihre Schule oder ihren Verein zu unterstützen“, sagt Hendrik Lübbers, Filialleiter der Sparda-Bank West in Wilhelmshaven. 

DUH kritisiert Einleitung weiterer Chlor-Biozide in die Jade

Wilhelmshaven/Hooksiel (17. 9. 2026) – Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die geplante Einleitung von mit Chlor-Bioziden behandeltem Prozesswasser des LNG-Terminalschiffs „Excelsior“ in die Jade vorläufig zugelassen. Der Umweltschutzverband hält das für gefährlich und fahrlässig.

Das LNG-Terminalschiff „Excelsior“ setzt jetzt ebenso wie die „Höegh Esperanza“ auf Elektrochlorierung. Das zunächst für die Reiniung des schiffsinneren Rohrleitungssystems vorgesehene Ultraschall-Verfahren hatte sich aus Sicht der Betreiber nicht bewährt. Foto: DET

Die bundeseigene „Deutsche Energy Terminal“ (DET) hatte für die „Exelsior“ den Betrieb einer  Elektrochlorierungs-Anlage an Bord des Regasifizierungsschiffes beantragt, da sich das ursprünglich vorgesehene, von Umweltverbänden favorisierte Ultraschall-Verfahren beim Schutz des schiffsinternen Rohrleitungssystems vor Algen, Muschel und andere organischen Substanzen nicht bewährt habe. Das benachbarte LNG-Terminal „Höegh Esperanza“, das an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel liegt, arbeitet ebenfalls mit der Elektrochlorierung, die als „Stand der Technik“ gilt.

Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. 

„Wir halten Biozid-Einleitungen durch die LNG-Terminals in Wilhelmshaven für gefährlich und die bereits erteilte vorläufige Zulassung durch die Genehmigungsbehörde für fahrlässig“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Laut den Genehmigungsunterlagen sollen künftig zusätzlich rund 170 Millionen Kubikmeter behandeltes Prozesswasser pro Jahr aus dem Betrieb der ‚Excelsior‘ in die Innenjade eingeleitet werden.“

Es sei die Pflicht der Behörden, empfindliche Gewässer zu schützen und dafür zusätzliche Schadstoffeinträge zu reduzieren. Kraenner: „Wir fordern den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf, den Schutz der Natur zu priorisieren, Schäden am Weltnaturerbe zu verhindern und den Zulassungsantrag für Biozid abzulehnen.“

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Selbsthilfe mit Herz, Verstand und ganz viel Freunde

Wangerland/Jever (17. 9. 2026) – Es gibt viele Lebenssituationen, in denen Menschen andere Menschen besonders dringend brauchen. Als Helfer, Tröster oder ganz einfach als Gesprächspartner. Gerade in solchen Situationen können Selbsthilfegruppen sehr hilfreich sein, weiß Anne Philipp. Die Wangerländerin, die ihren von einem Schlaganfall betroffenen Mann bis zu dessen Tod begleitet und betreut hat, ist Gründerin und Gruppensprecherin der Herz- und Hirninfarkt Selbsthilfegruppe.

Anne Philipp aus Westrum managt seit Oktober 2023 die Selbsthilfegruppe Herz- und Hininfarkt, in der sich Betroffene und deren Angehörige regelmäßig austauschen. Foto: hol

Die im Oktober 2023 gegründete Gruppe versteht sich als Ansprechpartnerin für Betroffene und deren Angehörige im gesamten Jeverland – und somit auch für das Wangerland samt Hooksiel. Die um die 20 Mitglieder starke Gemeinschaft trifft sich jeden ersten und jeden dritten Dienstag im Monat, jeweils von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, in den Räume des „Paritätischen“ in der Mühlenstraße 20 in Jever. „Mal laden wir uns einen Referenten ein. Mal besuchen wir ein Unternehmen, machen einen Ausflug oder wir plaudern nur so miteinander“, beschreibt Anne Philipp das lockere Miteinander. 

Führung durchs Schloss

Die nächste Veranstaltung ist am Dienstag, 17. November, um 13.30 Uhr in Jever. Geplant ist eine Führung mit einem Vortrag durch das Schlossmuseum Jever. Gern erinnert sich Anne Philipp an eine Großveranstaltung mit dem Titel „Das begehbare Herz“ im August 2024. Schirmherrin war seinerzeit die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Die Fachvorträge hielt Dr. med. Claus Lüers, Chefarzt der Kardiologie  und Internistischen Intensivmedizin im NWK Sanderbusch. 

Viele Menschen, die einen Hirn- oder Herzinfarkt erlitten haben, würden sich völlig zurückziehen, schildert Anne Philipp. Die Isolation führe zu Depressionen. Bei den völlig unverbindlichen Gruppentreffen gehe es um das gegenseitige Zuhören, darum, Hoffnung zu machen, aber auch um Erfahrungsberichte oder Tipps zu Hilfestellung. „Aber wir haben auch viel Spaß miteinander.“

Engagement im Beirat

Die Selbsthilfegruppe ist Mitglied etwa in der Herzstiftung, der Hirnstiftung und der Deutschen Stiftung Schlaganfall-Hilfe. Als langjährige Sekretärin eines Verlagshauses habe sie einfach Freude am Organisieren und am Umgang mit Menschen, sagt Anne Philipp. Neben der Selbsthilfegruppe engagiert sie sich auch noch im „Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung“ des Landkreises Friesland, in den sie gerade für fünf Jahre gewählt wurde. Zudem arbeitet sie in der Freiwilligenagentur des Paritätischen in Jever, wo sie für die ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig ist.

Weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe finden sich auf der Internetseite  www.wege-finden.org . Telefonisch ist Anne Philipp unter 04461-9847755 (AB) zu erreichen.

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Aktion: Müll sammeln am Strand zum Schutz der Meere

Hooksiel (16. 9. 2026) – Am Sonntag, 20. September, steht in Hooksiel der Schutz von Küste und Meer im Mittelpunkt. Im Rahmen des weltweiten „World Cleanup Days“ findet von 15 bis 17 Uhr eine gemeinsame Strandreinigung statt. 

Organisiert wird die Aktion von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) gemeinsam mit der DLRG Jugend und „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Gäste und Einheimische sind eingeladen, sich an der Sammelaktion zu beteiligen und damit einen Beitrag zum Schutz der Küste und des Meeres zu leisten. 

Der „World Cleanup Day“ gilt als eine der größten Bürgerbewegungen weltweit gegen Umweltverschmutzung. Millionen Menschen in zahlreichen Ländern beteiligen sich jedes Jahr an den gemeinsamen Sammelaktionen. 

Treffpunkt für die Sammelaktion in Hooksiel ist das Strandhaus 1. Für die Müllsammlung sollten eigene Handschuhe sowie eine Mülltüte oder ein Eimer mitgebracht werden. „Ein kleiner Grundbedarf steht aber auch vor Ort zu Verfügung“, so die WTG. 

Im Anschluss klingt der Nachmittag gemütlich am Strandhaus 1 aus. Bei einer Wurst und/oder einem Getränk besteht Gelegenheit zum Austuasch und zur Stärkung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Polizei spielt Bingo: Gewinn besteht in mehr Sicherheit

Wilhelmshaven/Friesland (15. 9. 2026) – Trickbetrüger setzen auf Angst, Zeitdruck und Überraschung. Besonders lebensältere Menschen werden immer wieder gezielt angesprochen und mit wechselnden Betrugsmaschen konfrontiert. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland geht deshalb in der Präventionsarbeit einen neuen Weg: Betrugsprävention mit Bingo.

Beim so genannten „Beratungs-Bingo“ steht nicht der klassische Vortrag im Mittelpunkt. Stattdessen werden bekannte Betrugsmaschen spielerisch aufgegriffen. Die Teilnehmer ziehen Bingo-Kugeln (Foto), in denen sich Begriffe, konkrete Alltagssituationen oder Aussagen befinden.

Dazu gehören beispielsweise Schockanrufe, der Enkeltrick, falsche Polizei- oder Bankmitarbeiter, Gewinnversprechen, Messenger-Betrug oder falsche Handwerker an der Haustür. So kann etwa die Situation gezogen werden: „Ich bekomme einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, der mein Geld sichern möchte.“ Gemeinsam wird anschließend besprochen: Kenne ich diese Situation? Woran erkenne ich den Betrug? Wie sollte ich reagieren?

Spielerische Prävention

„Klassische Informationsveranstaltungen erreichen nicht immer die Menschen, die besonders von Trickbetrug betroffen sein können“, erklärt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Der spielerische Ansatz senkt die Hemmschwelle. Die Teilnehmenden machen aktiv mit, bringen eigene Erfahrungen ein und lernen auch voneinander.“

Dabei werden entscheidende Verhaltensregeln immer wieder aufgegriffen: Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen, keine persönlichen Daten, PINs, TANs oder Passwörter herausgeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Die Polizei fordert weder Bargeld noch Schmuck zur vermeintlichen „Sicherung“.

Tipps zum richtigen Verhalten

Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch beendet und die betreffende Person, Bank oder Behörde anschließend selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktiert werden. „Beim Bingo geht es ausdrücklich nicht um einen materiellen Gewinn, sondern um einen anderen Gewinn: Sicherheit“, so Reents.

Das erste „Beratungs-Bingo“ mit fast 30 Teilnehmern fand bereits beim Bauverein Rüstringen in Wilhelmshaven statt. Die Spielmaterialien wurden durch den Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V. (VKP) finanziert. Der Bauverein stellte die Bingo-Gewinne zur Verfügung.

Der nächste Termin steht bereits fest: Am Freitag, 2. Oktober, heißt es im Mehrgenerationenhaus Bant wieder: „Bingo!“Vereine, Verbände und andere Institutionen können das Beratungsbingo für eigene Veranstaltungen anfragen. Interessierte können sich an Katja Reents unter 04421 942-108 oder per E-Mail an praevention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de wenden.

Antje Backhaus Kreismeisterin im Einzelspringen

Hooksiel (14. 9. 2026) – Spannender Pferdesport bestimmten am Wochenende das Dressur- und Springturnier des Reit- und Fahrvereins Hooksiel auf der Anlage Oesterdieken. Besonders erfolgreich war der RuF Hooksiel bei den Kreismeisterschaften. Antje Backhaus mit Charly the Fox setzte sich im Einzelspringen der Klasse A durch und sicherte sich den Kreismeistertitel für den heimischen Verein.

Die stolze Kreismeisterin Antje Backhaus mit Charly the Fox. Foto: Elsbeth Noatzsch

Den Titel in der E-Kombination, bestehend aus Dressur- und Stilspringwettbewerb, gewann Mia Groß mit Petite Diadem ML vom RC Grün-Weiß Moorhausen. Für einen besonderen Höhepunkt am Samstagabend sorgte die Mannschafts-Springprüfung der Klasse A* unter Flutlicht. Den Sieg holte sich der Ammerländer Reitclub, gefolgt von der Mannschaft des RuF Hooksiel.

Beim anschließenden „Jump and Drive“ kamen Reiter und die zahlreichen Zuschauer noch einmal voll auf ihre Kosten. Der Wettbewerb erwies sich als Publikumsmagnet und sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss des Turnierabends.

Auch das wechselhafte Wetter konnte die gute Stimmung nicht trüben. Die hervorragend vorbereitete Anlage und der reibungslose Ablauf wurden von den Teilnehmern positiv aufgenommen. „Die Teamleistung in unserem Verein ist hervorragend und macht solch ein Turnier erst möglich“, betonte der 1. Vorsitzende Stephan Mohrmann. Besonders die Reiterinnen und Reiter der höheren Klassen hätten sich von den Bedingungen und dem professionellen Umfeld beeindruckt gezeigt.

Zum Abschluss gehörte die Aufmerksamkeit am Sonntagnachmittag dem Nachwuchs. In der Führzügelklasse zeigten die jüngsten Teilnehmer mit viel Freude ihr Können und erhielten dafür kräftigen Applaus von Eltern, Großeltern und Freunden.

Ergebnisübersicht

1/1. Führzügel-Wettbewerb: 1. Zoe Eisenhauer (Jever /RSG Jever-Friesland) auf Maja , 2. Junia Streicher (RUFV Hooksiel) auf Tyno, 3. Alena Sterrenberg (RUFV Hooksiel) auf Nancy. 1/2. Führzügel-WB: 1. Yuna Bessonov (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Peppa, 2. Amelie Rabenstein (RUFV Hooksiel) auf Toddy, 3. Lieke Nieswand (RUFV Hooksiel) auf Nancy. 1/3. Führzügel-WB: 1. Charlotte Frank (RUFV Hooksiel) auf Nancy, 2. Matti Beckmann (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Kleiner Donner, 3. Hailey Olm (Schortens /Grün-Weiss-Grün Husum) auf Urmel. 1/4. Führzügel-WB: 1. Neele Schneider (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Kleiner Donner,2. Lina Gründl (Neukamperfehn/RUFV Leer) auf Southmoor Pepper DHP, 3. Ishaac Fakhro (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Loucero.

2/1. Reiter-Wettbewerb Schritt – Trab – Galopp:1. Aglaia Jaros (Grün-Weiss-Grün Husum e.V.) auf Loucero, 2. Stella Rheia (Sande/RUFV Jever Moorhausen) auf Heaven´s Light 8,3. Michelle Habben (RUFV Hooksiel) auf Call me Campino 5, 4. Sabrina Stiller (Wilhelmshaven / RUFV Hooksiel) auf Felino. 2/2. Reiter-WB Schritt – Trab – Galopp:1. Romy Marburger (RV Bockhorn) auf Chantal, 2. Marisol Hogenkamp (RUFV Hooksiel) auf Nancy, 3. Leni Beckmann (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Kleiner Donner. 2/3. Reiter-WB Schritt – Trab – Galopp: 1. Reentje Weerda (RUFV Knyphausen) auf Gogo Delight E, 2. Femke Dietz (Grün-Weiss-Grün Husum ) auf Peppa, 3. Jule Lüder (RUFV Hooksiel) auf Toddy, Magdalena Wilhelmine Schmidt (RUFV Hooksiel) auf Strohgirl. 2/4. Reiter-WB Schritt – Trab – Galopp: 1. Lilly Biber (RUFV Hooksiel) auf Takara,2. Maya Bertram (Schortens/RC Grün-Weiß Moorhausen) auf Jonny Blue, 3. Amy Müller (RUFV Hooksiel) auf Romke, 4. Maila Stroisch (RUFV Hooksiel) auf Toddy. 2/5. Reiter-WB Schritt – Trab – Galopp: 1. Mailin Feldkamp (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Finja, 2. Leni Severin (RUFV Knyphausen) auf Alina, 3. Leni Marburger (RV Bockhorn) auf Chantal, 4. Lotte Wübbelt (RUFV Hooksiel) auf Nancy.

3/1. Reiter-Wettbewerb Schritt -Trab: 1. Mira Weigel (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Feiner Max XL, 2. Clara Hildebrand (RUFV Hooksiel) auf Nicolet, 3. Bennet Thaden (Grün-Weiss-Grün Husum) auf Loucero. 3/2. Reiter-WB Schritt – Trab: 1. Maja Janssen (Grün-Weiss-Grün Husum e.V.) auf Peppa, 2. Jaike Schemering-Donker (RUFV Hooksiel) auf Golden Melina, 3. Mia Mehrmann (RUFV Hooksiel) auf Nicolet.

4. Dressurreiter-Wettbewerb (DRW 1, 2 bis 4 Reiter): 1. Charlotte Warns (RG Dangast) auf Deep Red M, 2. Ella Sophie Haschen (RUFV Hooksiel) auf Henry, 3. Tamara Fochtler (RUFV Jever Moorhausen) auf Diomedes, 4. Teelke Oletti (RUFV Hooksiel) auf Felino 78.

5. Dressur-Wettbewerb (DW 2, 2 bis 4 Reiter): 1. Mia Groß (RC Grün-Weiß Moorhausen e.V.) auf Petite Diademe ML, 2. Charlotte Warns (RG Dangast) auf Deep Red M, 3. Juna Heyen (Ammerländer RC v.06) auf Fürst Scheps.

6. Stilspring-Wettbewerb – mit erlaubter Zeit 80cm: 1. Metje Funke (RG Dangast) auf Miss Milkyway 2, 2. Laurenz Plog (RUFV Merzen) auf Gala 173, 3. Milena Koren (RG Dangast e.V.) auf Crashlady.

7. Stilspringprüfung Kl.E 80 cm: 1. Lea Sophie Filipczyk (FuRV Timmel) auf Coer Junior, 2. Hannah Schnittger (RG Dangast) auf Dark Lady 65, 3. Wilma Tess Ligthart (RG Dangast) auf Toni 295.

8. Dressurprüfung Kl.A* 1. Savina Hibbeler (RV Hoeven) auf Finest of choice,2. Saskia Bräckelmann (RUFV Hooksiel) auf Deichkind L, 3. Annika Eisenhauer (RSG Jever-Friesland) auf Sandalphon, 4. Denise Iken (RUFV Knyphausen) auf Fanta 71.

9. Dressurprüfung Kl.A**: 1. Anna Logemann (RUFV Ostiem) auf Incendio 2, 2. Ramona Fröhlich (RUFV Wilhelmshaven) auf Indipendent 5, 3. Annika Eisenhauer (RSG Jever-Friesland) auf Sandalphon.

10. Dressurpferdeprüfung Kl.A: 1. Lientje Schüler (Moorriemer RC) auf Fine Future, 2. Tomke Mehrtens (RC Friederikensiel) auf Tiffany Bond, 3. Jana Lange (RUFV Hooksiel) auf Je suis Fatima, 3. Louisa Wedermann (RC Friederikensiel) auf Philenia. 

Dreifacherfolg für den RUF Hooksiel bei der Springprüfung Klasse* über Hindernisse bis 90 Zentimeter Höhe: Alina Frerichs gewann vor Lale Scharfenberger und Antje Backhaus. Foto: hol

11. Amateur-Springprüfung Kl.A* 90cm: 1. Alina Frerichs auf Olivia 157, 2. Lale Scharfenberger auf Baron Baco, 3. Antje Backhaus auf Charly the Fox 3 (alle RUFV Hooksiel).

12. Stilspringprüfung Kl.A* 90cm: 1. Jaike de Buhr (PSV Ihlow) auf Kira O, 2. Lea Sophie Filipczyk (FuRV Timmel) auf Coer Junior, 3. Antje Backhaus (RUFV Hooksiel) auf Charly the Fox 3 

13. Springprüfung Kl. A** 100cm: 1. Jana Lange (RUFV Hooksiel) auf Darc’osi, 2. Katharina Brüggemann (TG Bad Zwischenahn) auf Dynamite Deluxe, 3. Antje Backhaus (RUFV Hooksiel) auf Charly the Fox 3. 

14. Amateur-Punktespringprüfung. Kl.A** 100cm: 1. Lale Scharfenberger (RUFV Hooksiel) auf Baron Baco Ma, 2. Margret Oltmanns (PSV Ihlow) auf Diva H 4, 3. Antje Backhaus (RUFV Hooksiel) auf Charly the Fox.

15. Springpferdeprüfung Kl.A* m. Clear-Round Modus 90cm: 1. Doreen Spalthoff (RV Ganderkesee) auf Carla Columna 49, 2. Jasmin Nonnenmacher (Ammerländer RC v.06) auf Lady Casira, 3. Eske Rowehl (Stedinger RUFV Sturmvogel Berne) auf Hannah von Hollen, 3. Lasse Thormählen (RV Hoeven) auf Granate 68 

16. Springpferdeprüfung Kl.A** 100 cm: 1. Mareike Thunert (Ammerländer RC v.06) auf Contina Blue, 2. Eske Rowehl (Stedinger RUFV Sturmvogel Berne) auf Olivia 206, 3. Jasmin Nonnenmacher (Ammerländer RC v.06) auf Lady Casira.

17. Springpferdeprüfung Kl.L 110 cm: 1. Mayra Ubben (Harlinger PS Corps 1857 Esens) auf Cool Deern, 2. Eske Rowehl (Stedinger RUFV Sturmvogel Berne) auf Olivia 206, 3. Charlotte Allmers (RC Grün-Weiß Moorhausen) auf Daily Cocaine.

18. Springprüfung Kl.L 110 cm: 1. Emma Duhm (Butjadinger RV Stollhamm) auf Cador’s Carlo, 2. Lea-Marie Hanken (RV Brookmerland) auf La Fermosa 2, 3. Jasmin Nonnenmacher (Ammerländer RC v.06) auf Lacortina S.

19. Springprüfung Kl.M* m. St. 120 cm: 1. Silvio Wascher (RFV Landgestüt Redefin) auf Careo 3, 2. Mareike Thunert (Ammerländer RC v.06) auf Conrouet 3, 3. Mia-Sophie Abrahams (Ammerländer RC v.06) auf Funtime’s Felica.

20. Amateur-Dressurprüfung . Kl. L* – Trense: 1. Tyra Bieniek (Reitverein St. Arminius) auf Si Bon 2, 2. Savina Hibbeler (RV Hoeven) auf Finest of choice, 3. Ailke Behrens (RFV Vogtei-Ruthe) auf Condor 624.

21. Dressurprüfung Kl. L*: 1. Nadine Seebauer (RuFV Saterland) auf Die oder Keine TH, 2. Lana Nitschke (RSC Norden Nordsee) auf Ulegra 3, 3. Kristin Moritz (RUFV Knyphausen) auf Vitali ST.

22. Dressurprüfung Kl. M* Kandare: 1. Nadine Seebauer (RuFV Saterland) auf San Chocolat, 2. Inga Kroon (RC Helle) auf Deejay 14, 3. Jessica Dartsch (RUFV Wilhelmshaven) auf Casiranga.

23. Dressurprüfung Kl. M** Kandare: 1. Jelske Hartmann (RUFV Hooksiel) auf Bryan D, 2. Viola Abrahams (RC Oldenburger Land) auf Mollegardens Kappa, 3. Sandra Torhorst (TG Weser-West ) auf Flying Angel 20, 4. Jelske Hartmann (RUFV Hooksiel) auf Caba 6.

24. Dressurprüfung Kl.S* Kandare: 1. Jantje Gerdes-Fürup (TG Bad Zwischenahn) auf First Comfort, 2. Rebecca Horstmann (RV Ganderkesee) auf Sympatico S 3, 3. Marina Richter (RUFG Falkenberg) auf Sunrise MR.

25. Jump and Drive: 1. Finja Strangmann (RG Dangast ) auf Quinn.

26. Mannschaft-Springprüfung  Kl. A* 90cm: 1. Ammerländer RC v.06: Tomke Brunken auf Gintonik, Mareike Lange auf Der kleine Olaf, Leefke Lau auf Clio Quidam, Emilya-Gabriele Klawonn auf White Moor Dicken Dually; 2. RUFV Hooksiel: Jana Lange auf Darc’osi, Melissa Künkennauf Cheval aimant, Antje Backhaus auf Charly the Fox, Alina Frerichs auf Olivia 15.

Kreismeisterschaften E-Kombi (Dressur WB und Stilspring WB): 1. Mia Groß mit Petite Diadem ML (RC Grün-Weiß Moorhausen), 2. Metje Funke mit Miss Milkyway (RG Dangast), 3. Wilma Ligthart mit Toni 295 ( RG Dangast).

Kreismeisterschaften A-Springen Einzel (Stilspringprfg. Kl. A und Springprfg. Kl. A): 1. Antje Backhaus mit Charly the Fox, 2. Jana Lange mit Darc’osi, 3. Irma Backhaus mit Contoki (alle vom RUFV Hooksiel).

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CDU stärkste Kraft im neuen Rat – Einbußen für die SPD

Wangerland (14. 9. 2026) – Die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates der Gemeinde Wangerland wird sich stark verändern. Ein Ergebnis der Kommunalwahl: Zwei der insgesamt 25 Sitze in dem Kommunalparlament werden unbesetzt bleiben.

Zwei AfD-Sitze unbesetzt

Der Grund dafür: Der Stimmenanteil der AfD (14,1 Prozent) hätte drei Kandidaten der Partei den Einzug in den Rat ermöglicht. Da die Alternativen aber mit Martina Müller nur einer Bewerberin ins Rennen geschickt haben, bleiben zwei Sitz unbesetzt.

Das vorläufige Wahlergebnis für den Gemeinderat lag um 2.32 Uhr vor. Sieger ist die CDU mit 33,1 Prozent der Stimmen. Starke Verluste musste die SPD hinnehmen, die auf 25 Prozent kam. Der Wählergemeinschaft Pro Wangerland (WPW) gaben 15 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme, der AfD, die bislang nicht im Rat vertreten war, 14,1 Prozent, den Grünen 8,8 Prozent. Für die Sitzverteilung bedeutet das: CDU: 8 Sitze, SPD: 6, WPW: 4, AfD: 3 (davon nur einer besetzt), Grüne: 2 und FDP 1.

SPD verliert Hooksiel

Im Wahlbezirk Hooksiel, der bislang als SPD-Hochburg galt, stimmten 30,1 Prozent der Wähler für die CDU, 21,7 Prozent für die SPD, 18,1 Prozent für die Wählerinitiative pro Wangerland und 15,7 Prozent für die AfD. Nicht berücksichtigt sind dabei die per Briefwahl abgegebenen Stimmen, die keinem Wahlbezirk zugeordnet werden.

Der neue Gemeinderat

In den neuen Gemeinderat gewählt wurden: Thies Fischer, Katharina Jensen, Arndt Lowien, Dieter Behrens-Focken, Mario Krar, Joachim Janßen, Christian Burchardt und Alice Brandenburg-Bienek (alle CDU), Sven Ambrosy, Jannes Wiesner, Ronja Hildebrand, Holger Ulfers, Stefanie Bremers und Florian Wirth (alle SPD), Bernd Abrahams, Dieter Schäfermeier, Geraldine Vogdt und Hermann Wilken (alle Pro Wangerland), Martina Müller (AfD), Gaby Szlezak und Sven Pohle (Grüne) sowie Lübbo Meppen (FDP).

Fischer gewinnt Bürgermeisterwahl deutlich vor Szlezak

Wangerland (13. 9. 2026) – Es ist das erwartet enge Rennen geworden. Im ersten Wahlgang zur Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Wangerland für die nächsten acht Jahre hat es am heutigen Sonntag noch keine Entscheidung gegeben. Keiner der drei Bewerber erreichte die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Dennoch: Sieger der Wahl ist Thies Fischer.

Mit 42,1 Prozent (2262 Stimmen) entschied der erst 25-jährige Fischer (CDU) den Wahlgang für sich. Er muss jetzt im zweiten Wahlgang in zwei Wochen, am Sonntag, 27. September, gegen Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) antreten, der auf 30,8 Prozent der Stimmen (1655) kam und sich damit beim Rennen um Platz nur zwei knapp gegen Bernd Abrahams (Pro Wangerland) mit 27,1 Prozent der Stimmen (1454) durchsetzte.

Stichwahl in zwei Wochen

Entscheidend für den Ausgang der Stichwahl dürfte werden, wie sich die Abrahams-Wähler dann orientieren. Eine erste Analyse der Wahlergebnisse zeigt, dass einzelne Ortschaften im Wangerland ganz unterschiedliche Präferenzen haben.

Der Vorsteher des Wahlbezirks Hooksiel, Torsten Meuer (links), und seine ehrenamtlich tätigen Wahlhelfer hatten beim Auszählen der Stimmen für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl sowie für die Landrats- und Kreistagswahl alle Hände voll zu tun. Foto: hol

So entschied Szlezak die Wahl im Bereich Tettens-Oldorf-Wiefels mit 48,2 Prozent der Stimmen eindeutig für sich. Auch in Hohenkirchen sprachen sich 41,7 Prozent der Wähler für den Amtsinhaber aus. Fischer hingegen konnte die Wahlbereiche Hooksiel (40,9 Prozent), Minsen-Friederikensiel-Neugarmssiel (52,3 %) und Waddewarden (44,5 %) gewinnen. In Horumersiel-Altebrücke-Wiarden hatte Abrahams mit 38,6 Prozent der Stimmen die Nase vorn.

Abrechnung für Thalasso-Desaster?

Detaillierte Aussagen über das Wählerverhalten in den einzelnen Orten geben die veröffentlichten Wahlergebnisse allerdings nicht her. Weit über 2000 Wähler hatten im Vorfeld des Wahltages ihr Votum bereits per Briefwahl abgegeben. Diese Stimmen können im Nachhinein nicht mehr den Wohnsitzen der Wähler zugeordnet werden.

Klar aber dürfte sein, dass das Thalasso-Desaster großen Einfluss auf den Ausgang der Wahl hatte. Szlezak war der einzige der drei Kandidaten, der zum Zeitpunkt der Entscheidungen über den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel und im Zeitraum der Kostenexplosion für das Projekt bei der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) schon politische Verantwortung trug. Möglicherweise haben ihn einige der Wähler auch für die Schließung des Hallenwellenbades in Hooksiel mitverantwortlich gemacht. Jedenfalls gaben hier, im größten Wahlbezirk, nur 23,7 Prozent der Wähler ihre Stimme dem amtierenden Bürgermeister.

Abrahams hingegen gehörte schon bei der Wahl 2021, bei der er Szlezak denkbar knapp unterlag, zum Kreis der Skeptiker des Thalasso-Projektes, das die WTG in die Insolvenz gerissen hat. Die CDU-Fraktion im Gemeinderat, die hinter Fischer steht, hatte das Vorhaben lange im Vertrauen auf die Geschäftsführung als alternativlos unterstützt, aber zuletzt – ebenso wie Abrahams und Szlezak – uneingeschränkte Transparenz bei der Klärung der Verantwortlichkeiten zugesagt.

Abrahams knapp geschlagen

Bis 19.30 Uhr – zu diesem Zeitpunkt lagen die Ergebnisse von sechs der acht Wahlbezirke vor – lag noch Abrahams mit drei Stimmen vor Szlezak auf Platz zwei. Nach der Auszählung in Tettens, wo nur 16 Prozent der Wähler für Abrahams stimmten, zog der Bürgermeister aber an Abrahams vorbei und hatte vor der Auszählung des zweiten Briefwahlbezirks einen Vorsprung von 176 Stimmen. Um 20.34 Uhr dann das Gesamtergebnis. Szlezak liegt nach Auszählung aller acht Wahlbezirke um 201 Stimmen vor Abrahams auf Platz zwei.

Für Abrahams ist der Bürgermeisterwahlkampf damit beendet. Szlezak tritt in zwei Wochen gegen Fischer an. Alle drei Bewerber hatten sich in den vergangenen Wochen einen intensiven, aber durchweg fairen Wahlkampf geliefert.

Neuhaus neuer Landrat

Bei der zweiten Direktwahl bei der heutigen Kommunalwahl, der Wahl des friesländischen Landrates, hat sich das Wangerland eindeutig für Rolf Neuhaus ausgesprochen. Dem Parteilosen, der aktuell bereits als Dezernent in der Kreisverwaltung arbeitet, sprachen über 54 Prozent der Wangerländer Wählerinnen und Wähler ihr Vertrauen aus. Neuhaus gewann die Wahl letztlich mit kreisweit mit 57,5 Prozent der Stimmen, also der absoluten Mehrheit der Stimmen. Sibylle Raquet (FDP) holte 23,8 Prozent der Stimmen, Jan Ole Möller (Die Partei) 18,7 Prozent.

Inwieweit das Wahlergebnis letztlich einer bereits angekündigten rechtlichen Anfechtung standhalten wird, bleibt abzuwarten. Im Vorfeld war Martin Sichert (Zetel) als Kandidat der AfD vom Wahlausschuss als weiterer Bewerber für das Landratsamt abgelehnt worden. Als Grund dafür wurden Zweifel an seiner Verfassungstreue angegeben, die einer Berufung in ein Beamtenverhältnis entgegen stehen würde.

Weitere Wahlergebnisse aus der Region

In der Gemeinde Sande setzt sich Annika Ramke (SPD) mit 68 Prozent der Stimmen gegen Hanno Jelken (CDU) durch und wird damit ab dem 1. November Nachfolgerin von Stephan Eiklenborg.

In Schortens gelingt der erst seit einigen Monaten in der Stadt lebenden SPD-Bewerberin Ermana Nurkovic ein Kantersieg gegen den langjährigen CDU-Kommunalpolitiker Axel Homfeldt, der mit nur 18 Prozent der Stimmen sogar noch hinter dem Einzelbewerber Karsten Töpel (18,5 Prozent) rangiert. Ermana Nurkovic wird Nachfolgerin von Gerhard Böhling, der in den Ruhestand geht.

In Varel muss SPD-Bürgermeister Gerd-Christian Wagner nach fast 20 Jahren im Amt seinen Posten räumen. Er unterlag in der Wahl Gesche Charlotte Wittkowski von der Wählergemeinschaft „Zukunft Varel“, die auf 64,7 Prozent der Stimmen kam.

In Wilhelmshaven hat sich bei der Oberbürgermeisterwahl Dr. Eva Maria Haarmann im ersten Wahlgang mit 55,5 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Sie war von einem Bündnis aus mehreren Parteien, darunter die CDU, getragen worden. SPD-Bewerber Volker Block kam lediglich auf rund 22 Prozent der Stimmen. Eva Maria Haarmann, bislang Geschäftsführerin der Wiki gGmbH, wird Nachfolgerin von Carsten Feist, der sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte.

Alle vorläufigen Ergebnisse der Kommunalwahl finden sich im Internet.

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