Hooksiel (14. 4. 2026) – Gute Nachrichten vom Hooksieler Wochenmarkt. Wie Marktvogt Jens Dekena mitteilt, wird es ab Freitag dieser Woche wieder einen Obst- und Gemüsestand geben. „Unsere Beschicker konnten einen Marktkollegen davon überzeugen, nach Hooksiel zu kommen.“
Marktvogt Jens Dekena (links) (hier am Oliven-Stand) ist froh, dass es auf dem Wochenmarkt in Hooksiel künftig auch wieder Obst, Gemüse und Eier geben wird. Archiv-Foto: hol
Bei dem neuen Anbieter handelt es sich um Familie Kuhlmann aus Bockhorn, die ein Teil ihrer Produkte selbst anbaut und unter anderem einen Hofladen betreibt. Auch Eier aus dem eigenen Stall der Familie seien dann auf dem Markt zu haben.
Dekena erhofft sich für das Händler-Team jetzt „gutes Wetter und viele Kunden“. Der Wochenmarkt am ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat hat jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Obst, Gemüse und Eiern sind auf dem Markt Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Oliven und sonstige Spezialitäten, Lederwaren und Textilien sowie Blumen und Pflanzen aus einer Gärtnerei zu haben.
Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“.
Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol
Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.
31 Unfälle weniger
Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden.
Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.
Senioren häufig Verursacher
Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher.
Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.
E-Bikes werden unterschätzt
„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen.
Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt.
Viele Fälle von Fahrerflucht
„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.
Hooksiel (14. 4. 20226) – Die Regel „Rechts-vor-Links“ kennt jeder Verkehrsteilnehmer, der jemals einen Führerschein machen musste – aber nicht jeder beherzigt sie. Ein ganze Reihe von Lesern haben nach der jüngsten Folge der Serie „Hooksiel sicher“ darauf hingewiesen, dass es neben der Einmündung der Straße zum Parkplatz am Sengwarder Anteil noch weitere Ecken in Hooksiel gibt, an denen kaum jemand die Vorfahrt so achtet, wie es die Straßenverkehrsordnung vorsieht.
Das Achtung-Schild vor der Einmündung zum Sielhamm soll die Autofahrer daran erinnern, dass sich an der Einmündung Sielhamm in die Lange Straße die Vorfahrt mit der Einrichtung der Tempo-30-Zone geändert hat: Es gilt Rechts-vor-Links. Archiv-Foto: hol
In Tempo-30-Zonen gilt generell Rechts-vor-Links, so lange die Beschilderung nicht etwas anderes vorgibt. Die Lange Straße ist bekanntlich seit Herbst 2025 eine solche Zone. Ein Teil der Autofahrer hält sich seither an die vergebene Höchstgeschwindigkeit. Die Allermeisten rollen aber ortseinwärts ungebremst an der Einmündung des Sielhamm vorbei – häufig überrascht, das dort Verkehrsteilnehmer stehen, die sich „vordrängeln“ wollen.
Erst der zweite Gedanke bringt Erleuchtung: Die Sielhammer drängeln nicht, sie haben tatsächlich Vorfahrt. Warum? Weil sie von rechts kommen.
Es gibt Handlungsbedarf
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagt der Volksmund. Daran hat auch die Straßenverkehrsbehörde gedacht, als die die Einrichtung der Tempo-30-Zone im Zuge von Lange Straße/Pakenser Altendeich genehmigt hat. Um Unfällen vorzubeugen, wurden ortsauswärts vor der Nordstraße und dem Pakenser Hörn Vorfahrt-Schilder aufgestellt. Hier ist die Rechts-vor-Links-Regel bewusst aufgehoben.
Andernorts bereits bewährt: „Haifischzähne“ mahnen dazu, an Einmündungen die „Rechts-vor-Links“-Regel zu beachten. Foto: Jonas Abeldt
Auch am Sielhamm hat die Behörde Handlungsbedarf gesehen. Ortseinwärts steht vor der Einmündung ein „Achtung“-Schild mit dem Zusatz: „Vorfahrt geändert“. Dieser Hinweis sollte vor allem Hooksieler dafür sensibilisieren, dass sich an dieser Stelle nach Jahrzehnten etwas geändert hat. Die Botschaft: Bislang hattest Du Vorfahrt! Jetzt musst Du die Vorfahrt gewähren!
Vorfahrt regelmäßig missachtet
Vielleicht liegt es daran, dass viele Oster-Urlauber sich nicht mehr daran erinnern konnten, wie die Vorfahrtsfrage an der Einmündung Sielhamm früher geregelt war. „Geändert? Was? Wie? Warum?“. Das „Achtung“-Schild hat jedenfalls den Anteil derer, die die von rechts kommenden Verkehrsteilnehmer vorgelassen hat, allem Anschein nach nicht über die 50-Prozent-Marke gehoben. Die gute Nachricht: Zu Unfällen ist es trotzdem nicht gekommen.
„In acht von zehn Fällen wird mir die Vorfahrt nicht gewährt und es würde immer wieder zu Zusammenstößen kommen, wenn man hier nicht permanent wirklich anhält“, beschreibt Sielhamm-Anwohner Bruno Bölts die Lage. Und: „Bei Fahrradfahrern ist es noch schlimmer.“
Da das „Vorfahrt geändert“-Schild ohnehin nach den Vorgaben der Straßenverkehrsbehörde spätestens nach sechs Monaten (das wäre Mitte April) wieder demontiert werden soll, stellt sich die Frage, wie die Einmündung Sielhamm dauerhaft gesichert werden kann. Da gäbe es nach Ansicht von Anwohnern mehrere Möglichkeiten: Entweder man montiert auch hier ein „Vorfahrt“-Schild, dass die Rechts-vor-Links-Regel aufhebt – oder man unterstreicht die Rechts-vor-Links-Regel durch ein „Schutzmann“-Schild mit dem Zusatz „Vorfahrt gewähren“.
Vorbild: Haifischzähne
Eine weitere, in anderen Kommunen bereits verwendete Möglichkeit: Eine weiße, mit dreieckigen Markierungen gezackte Linie („Haifischzähne“) auf der Fahrbahn der Lange Straße vor der Einmündung Sielhamm. Sie würde zusätzlich signalisieren, dass man hier anzuhalten hat, weil von Rechts ein Auto, ein Motorrad- und Radfahrer kommen könnte.
Anmerkung:Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.
Hooksiel (13. 4. 2026) – Zehn Jahre ist eine respektable Zeit. So lange schon treffen sich die Aktiven des Hooksieler OKT (Oldtimer Klön Tag) einmal im Monat. Am Sonntag, 26. April, wollen die Oldtimerfreunde ihr Jubiläum mit einer Ausflugsfahrt nach Elsfleth begehen.
Der Hooksieler OKT um Sprecher Ulrich Nolzen (3. von rechts) freut sich auf seine Jubiläumsfahrt nach Elsfleth. Foto: OKT
Treffpunkt für alle Oldtimer-Freunde, die sich in eigener Verantwortung der Fahrt anschließen wollen, ist um 9.45 Uhr, auf dem Parkplatz der Bäckerei Ulfers-Eden am Hooksieler Kreisverkehr. Gern gesehen sind alle Autoliebhaber, die mit einem Fahrzeug mit „H“-Kennzeichen unterwegs sind. Pünktlich um 10.30 Uhr soll die Fahrt los gehen.
Als Zwischenstopps sind an einer Bäckerei in Zetel, an der Windmühle in Varel und im Mooriemer Landcafé vorgesehen, wo man bei Kaffe, Tee und Kuchen eine ausgiebige Pause einlegen will. Hier soll dann auch ein handsignierte Jubiläums-Pokal an den Organisator der Tour überreicht werden.
Auf dem Rückweg können die Teilnehmer der „touristischen Tagesausfahrt“ je nach Lust und Laune die historische St. Anna-Kirche in Bardenfleth, eine private Oldtimer-Halle oder das Hunte-Sperrwerk besichtigen. Zurück in Hooksiel will man sich zum gemeinsamen Ausklang im „Balkan-Grill“ treffen.
Hooksiel (13. 4. 2026) – Bei den landesweiten Aktionstagen zum Umwelt- und Gewässerschutz stehen die Einhaltung von Umwelt- und Abfallvorschriften in der See- und Binnenschifffahrt im Fokus. Wie die niedersächsische Wasserschutzpolizei (WSP) ankündigt, werde man eine Woche lang im gesamten Land entsprechende Kontrollen durchführen.
Die Wasserschutzpolizei kündigt intensive Kontrollen für den Umwelt- und Gewässerschtuz an. Archiv-Foto: hol
Der Betrieb von Schiffen, egal ob auf Flüssen, Seen oder dem Meer, erzeugt verschiedene Abfallarten. Dazu gehören Ölschlämme, Rückstände aus der Abgasreinigung, Abfälle aus dem Maschinenraum sowie Abwässer aus Bordtoiletten. „Diese Stoffe müssen fachgerecht entsorgt werden“, so die WSP.
In bestimmten Fällen dürften Rückstände wie Abgase, Waschwasser oder Küchenabfälle nur unter strengen Vorgaben ins Wasser oder in die Luft abgegeben werden. Um die Umweltbelastung möglichst gering zu halten, gelten dafür klare Regeln auf nationaler und internationaler Ebene. „Wer sich nicht an diese Vorschriften hält, belastet die Umwelt erheblich.“
Im Rahmen der Aktionstage wollen die Wasserschutzpolizeien bundesweit die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen kontrollieren. Neben Kontrollen setze man auf Aufklärung: In Gesprächen mit den Schiffsverantwortlichen wolle man Informationen vermittelt und das Bewusstsein schärfen, um Umweltverschmutzung schon im Vorfeld zu verhindern.
Ziel der Kontrollen sei es, die Gewässer sauber zu halten, Umweltverschmutzungen wirksam vorzubeugen und die maritime Sicherheit nachhaltig zu stärken.
Hooksiel (12. 4. 2026) – Kurioser Einsatz für die freiwillige Feuerwehr Hooksiel. Am heutigen Sonntag gegen 10.15 Uhr ereilte die Retter ein Alarmruf. Ein Vogel hatte sich in einem noch genutzten Schornstein verfangen und war ganz offensichtlich nicht in der Lage, sich selbst zu befreien.
Die rettende Idee für die Dohle: eine „Rabelvogel-Rettungstasche“. Oder genauer: Ein größerer Einkaufsbeutel, mit dem die Feuerwehrleute das Tier aus dem Kamin befreien und in den Garten bringen konnten. Von da aus ging es für die offenkundig unverletzte Dohle wieder in die Freiheit.
Wilhelmshaven/Hooksiel (12. 4. 2026) – Die Jade gilt als Wohnzimmer der Schweinswale. Die kleinen Wale kommen jedes Jahr im Frühjahr auf der Suche nach Nahrung in die Nähe der Küste. Von Wilhelmshaven und Hooksiel aus kann man ihre Rückenflossen dann häufig mit bloßen Augen sehen.
Naturschauspiel in der Jade: Immer wieder im Frühjahr lassen sich Schweinswale hier gut beobachten. Foto: Michael Hillmann
Bei den Schweinswal-Tagen, die von Freitag, 24. April, bis Sonntag, 3. Mai, zum zehnten Mal stattfinden, kann man dieses deutschlandweit einzigartige Naturschauspiel hautnah miterleben. Das Wattenmeer Besucherzentrum in Wilhelmshaven und seine Kooperationspartner informieren mit den Schweinswal-Tagen über das Leben und den Schutz von Deutschland einziger heimischer Walart.
Zehn Tage lang Programm
Für Naturinteressierte jeden Alters wird über die zehn Tage ein abwechslungsreiches Programm geboten. Tägliche Whale-watching Exkursionen mit Schiffen, begleitet durch Walexperten, gehören ebenso dazu wie Führungen durch die Walausstellung des Wattenmeer Besucherzentrums. Exklusive Erlebnisse sind auf dem Segelschiff „Nordwind“ oder auf einem Helgoländer Börteboot bei der Beobachtung der Schweinswale im Jade-Revier zu erwarten.
Wal-Olympiade
An den Wochenenden machen Walrufer Gäste am Wilhelmshavener Südstrand auf die Meeressäuger aufmerksam. Zudem findet dort die „Wal-Olympiade“ mit interaktiven Mitmach-Aktionen statt. Vorträge in Kombination mit Dinner oder Frühstück bieten in entspannter Atmosphäre Wissenswertes über die faszinierenden Tiere. Ergänzt wird das Programm durch Naturfilme sowie eine Fotoausstellung des JadeWale e.V..
Im Jubiläumsjahr übernimmt der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke die Schirmherrschaft der Schweinswal-Tage. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung unter www.schweinswaltage.de.
Horumersiel/Hooksiel (10. 4. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH sucht Investoren für Neubau eines Thermen-Hotels und den Betrieb des Thalassso Meere Spa (TMS) in Horumersiel. Durch die erhofften Einnahmen will sich das gemeindeeigene Unternehmen aus der finanziellen Schieflage befreien, die zur aktuellen Insolvenz in Eigenverwaltung geführt hat.
Die WTG sucht nach Investoren für Horumersiel. Im Fokus sehen dabei die Gebäude des bisherigen Kurzentrums mit Tourist-Info und Kursaal (lila), das Thalasso-Meeres-Spa (blau) und die Friesland-Therme (gelb). Repro: WTG
Der jetzt in eine europaweitem Vergabeverfahren angebotene Gebäudekomplex am Standort „Zum Hafen 3“ in Horumersiel umfasst den Kernbereich der bisherigen Kurverwaltung – den Sitz des Unternehmens selbst mit Büroräume, Tourist-Information, Bücherei und Kursaal.
Hotelneubau bis Ende 2028?
Auf diesem Grundstück könnte ein Käufer nach den Vorstellungen von Gläubigern, Insolvenzverwaltung und WTG „ein neues Kur- und Thermenhotel mit gesundheits- und tourismusorientierter Nutzung errichten“. Der Neubau soll möglichst schon Ende 2028 stehen.
Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum TMS und dem Schwimmbad „Friesland-Therme“. In dem erwünschten Kur- und Thermenhotel könnten – je nach Planung des Investors – auch wieder Einrichtungen wie zum Beispiel Büroräume für die WTG, eine Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Shops oder auch Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht werden.
Betreiber fürs TMS gesucht
In einem zweiten Los des Vergabeverfahrens geht es um den Betrieb des Thalasso Meeres Spa. Die Kostenexplosion beim Bau des Gesundheitstempels von veranschlagten 8,8 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro gilt als Hauptursache für die Schwierigkeiten der WTG.
Der Sanierungsplan sieht ausdrücklich nicht den Verkauf des TMS vor. Potenzielle Betreiber sollen vielmehr „ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“ für den Betrieb der Einrichtung von 2027 bis Ende 2041 vorlegen, das Synergien mit dem geplanten Thermen-Hotel herstellt. Das TMS selbst bliebe bei dieser Konstruktion weiter im Besitz der WTG, die sich dann um den Abtrag der Investitionskosten kümmern müsste.
Die „Friesland-Therme“ ist schon seit Monaten geschlossen. Mit einem entsprechenden Konzept eines benachbarten Kur- und Thermenhotels könnte das Bad auf vielleicht wieder eine Zukunft haben. Archiv-Foto: hol
Inwieweit Interessenten sich in der Lage sehen, einen kostendeckenden Betrieb des Thalasso Meeres Spa zu gestalten, dürfte sich erst im Vergabeverfahren selbst zeigen. Bei der WTG geht man aber offenkundig davon aus, dass man den künftigen Betreiber durch „ein Entgelt“ unterstützen muss. Umso wichtiger der Hinweis, dass man sich Synergien mit dem Neubau des Kurzentrums wünsche und einen Hotel- sowie Thalasso-Betrieb „aus einer Hand“ bevorzuge.
Architektur wichtig
Bei der Vergabe des Grundstückes für das Thermen-Hotel soll neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises auch die architektonische und städtebauliche Konzeption des Gebäudekomplexes stark gewichtet werden. Schon in der Vergangenheit waren Gewerbetreibende und Bürger in Horumersiel massiv gehen Pläne für überdimensionierte Hotelkomplexe vorgegangen.
Der Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 21. Mai ihre Teilnahme an dem Verfahren beantragen können. Bis Anfang August sollen dann erste Angebote vorliegen, die dann beraten und nachverhandelt werden können. Mit der Vertragsunterzeichnung mit einem Investor rechnet die WTG für Ende September/Anfang Oktober.
Der geplante Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ ist ein weiterer Schritt zur Sanierung der WTG. Bekanntlich hat das Unternehmen sich bereits vom Campingplatz in Hooksiel getrennt und Grundstücke in Tettens verkauft. Für den Campingplatz Schillig wird aktuell nach einem Käufer gesucht. Die beiden WTG-Schwimmbäder in Horumersiel und in Hooksiel sind seit Monaten geschlossen. Für das Hallenwellenbad-Hooksiel mit den umliegenden Flächen wird ebenfalls nach einem Investor gesucht.
Hooksiel (9. 4. 2026) – Beide Unternehmen sind seit Anfang 2025 zertifizierte Partner des Unesco Weltnaturerbe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ab sofort arbeiten die Hooksieler „Agentur am Meer“ und die PUUYU Nature Care GmbH aus Jever auch im praktischen Geschäft eng zusammen. Die gemeinsame Basis: Nachhaltigkeit.
Setzen beim Reinigen von Ferienwohnungen auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Alexandra Gölz und Matthias Suckert. Foto: hol
Die „Agentur am Meer“ am Meer betreut rund 120 Wohnungen und Feriendomizile in Hooksiel. Die wollen regelmäßig geputzt und gereinigt werden. „Nach jedem Bettenwechsel schicken wir eine Putzkolonne“, schildert Agenturbetreiber Matthias Suckert. Künftig werden die Putzkräfte nicht nur saubere Zimmer hinterlassen, sondern auch einen ökologisch einwandfreien Fußabdruck.
Nur ökologisch unbedenkliche Produkte
Dafür sollen die Produkte der PUUYU GmbH sorgen, die ausnahmslos mit natürlichen Inhaltsstoffen und Enzymen Verschmutzungen beseitigen, ohne die Umwelt oder die Anwender zu schädigen. Nach den Worten von Unternehmensgründerin Alexandra Gölz hat das Unternehmen eine ganze Reihe von Produkten entwickelt, die ohne Giftcocktail und Gaswolke reinigen. „Auf unserer Produkten findet man nicht einen einzigen Warnhinweis, die für potenziell giftige, ätzende oder wasserschädliche Stoffe vorgeschrieben sind.“
In einer Testphase wurden die Hooksieler Putzkolonnen für den Einsatz der neuen Allzweck-, Luft-, WC- oder Bodenreinigern geschult. „Das Motto ,viel hilft viel‘ gilt bei uns nicht“, sagt Alexandra Gölz. Soll heißen: Der richtige Umgang mit den Öko-Putzmitteln will gelernt sein. Zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit von Mensch und Tier, die in die frisch gereinigten Wohnungen einziehen.
Werte des Nationalparks Wattenmeer
Darauf setzt Suckert. Nach seinem Eindruck würden sich immer mehr Urlauber bewusst für eine Unterkunft entscheiden, die nachweislich im Einklang mit den Werte des Nationalparks Wattenmeer betrieben wird. 32 seiner Wohnungen seien entsprechend zertifiziert.
Gölz und Suckert, die sich erst bei der Verleihung ihrer Zertifikate durch die Nationalparkverwaltung kennen gelernt haben, wollen auch beim Vertrieb der nachhaltigen Putzmittel zusammenarbeiten. Die Putzmittel können künftig in einem Shop in der Agentur in der Lange Straße erworben werden.
Wangerland (8. 4. 2026) – Erneut haben mutmaßliche Betrüger versucht, per Telefonanruf an die Wertgegenstände älterer Bürger in der Gemeinde Wangerland zu gelangen. Wie die Polizei mitteilt, habe es am heutigen Mittwoch und am gestrigen Dienstag zahlreiche Anrufe gegeben, bei denen sich bislang unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgaben.
Betrüger als Polizisten getarnt
Die Anrufer hätten von angeblichen Festnahmen im Nahbereich der Wohnanschriften der Angerufenen berichtet. Im weiteren Verlauf der Gespräche, so die Polizei, hätten die Täter versucht, an Informationen zu Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern zu gelangen. „Teilweise wurden gezielt persönliche Informationen, wie etwa verstorbene Ehepartner, in die Gespräche eingebunden, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken“, so die Polizei.
In mehreren Fällen, so loben die Ermittler, hätten die Angerufenen umsichtig reagiert und die Gespräche beendet. So habe eine 88-jährige Frau aus Hooksiel Zweifel an der Echtheit des Anrufers geäußert und den Telefonhörer aufgelegt. Eine 57-jährige Frau aus Tettens habe den Anrufer darauf hingewiesen, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe. Auch sie beendete das Telefonat.
Ermittler geben Tipps
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen würden.
Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preis. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und legen Sie auf.“ Bei Zweifeln sollten Betroffene selbstständig ihre örtliche Polizeidienststelle unter der ihnen bekannten Rufnummer anrufen.