Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Drei Schwerverletzte bei Unfall unmittelbar vor Hooksiel

Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 7. 2026) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 810 kurz vor Hooksiel sind am heutigen Sonntagmorgen drei Menschen schwer verletz worden. Nach Darstellung der Polizei fuhr ein 21-jähriger Wilhelmshavener mit einem VW Caddy in Richtung Wilhelmshaven. Aus bislang ungeklärter Ursache sei er gegen 8.25 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal mit einem entgegenkommenden Range Rover zusammengeprallt.

Die am Unfall beteiligen Autos wurden komplett zerstört. Die drei Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Foto: Polizei

Der Unfall ereignete sich auf der Hooksieler Landstraße in der Nähe der Einmündung „Klein Buschhausen“. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Range Rover gegen einen Baum und kam halb im Straßengraben zum Stillstand. Der Wagen wurde von einem 58-jährigen Mann aus Gütersloh gelenkt. Mit ihm im Auto befanden sich seine 59-jährige Ehefrau, die auf dem Beifahrersitz saß, und ein Hund, der den Unfall unverletzt überstand.

Feuerwehr befreit Insassen

Die beiden Insassen konnten das stark deformierte Fahrzeug nicht eigenständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät. „Alle drei Unfallbeteiligten erlitten schwere, nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so die Polizei. Rettungskräfte versorgten die Opfer zunächst an der Unfallstelle und brachten sie anschließend in umliegende Krankenhäuser. Die 59-jährige Beifahrerin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert werden.

L 810 zwei Stunden lang gesperrt

An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Abschleppunternehmen bargen die völlig zerstörten Wagen. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel unterstützte bei der Absicherung der Einsatzstelle. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Hooksieler Landstraße für rund zwei Stunden vollständig. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Ausdrücklich lobt die Polizei die Ersthelfer, die sich unmittelbar nach dem Zusammenstoß um die Verletzten kümmerten und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich Unterstützung leisteten.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Landkreis pocht auf Anpassung der Fischerei-Schutzzonen

Friesland/Wangerland (9. 7. 2026) – Der Landkreis Friesland fordert die Landesregierung auf, den „Fischereidialog“ ernst zu nehmen. Insbesondere sollen das Landwirtschafts- und das Umweltministerium die Bedenken der betroffenen Fischer ernsthaft prüfen und die Planungen für die Fischfang-Schutzzonen entsprechend anpassen.

In einer Resolution unterstreicht der Landkreis Friesland die Bedeutung der Küstenfischerei für die Wirtschaft, den Tourismus und die regionale Identität in der Küstenregion. Foto: Klaus Schreiber

Der Kreisausschuss des Landkreises hat am Mittwochabend auf Initiative der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) eine entsprechende Resolution verabschiedet. Die europäische Biodiversitätsstrategie mit den geplanten „strengen Schutzgebieten“ führe in der Region zu erheblicher Verunsicherung. „Insbesondere in den Küstengemeinden wird befürchtet, dass die vorgesehenen Maßnahmen tiefgreifende Auswirkungen auf die traditionelle Küstenfischerei haben und deren wirtschaftliche Grundlage gefährden wird“, stellt der Kreisausschuss fest.

Pläne kämen Berufsverbot gleich

Nach den derzeitigen Planungen sollen zehn Prozent des Küstenmeeres unter strengen Schutz gestellt werden, darunter die küstennahe Fanggebiete um Minsener Oog direkt vor dem Wangerland. Die bislang bekannten Suchräume seien ohne ausreichende Einbindung der unmittelbar betroffenen Fischereibetriebe in Hooksiel, Horumersiel, Fedderwardersiel und Dangast entwickelt worden, für die deren Umsetzung gravierende Folgen hätte, heißt es in der Resolution. „Der Verlust zentraler Fanggebiete führt zu existenzbedrohenden Ausmaßen und käme faktisch einem Berufsverbot gleich.“

Die Küstenfischerei sei für Friesland nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, sondern auch ein prägender Bestandteil der regionalen Identität und des touristischen Angebots. Die Fischereibetriebe sicherten Arbeitsplätze entlang der Wertschöpfungskette – von der Fangtätigkeit über Verarbeitung und Logistik bis hin zur Vermarktung. „Ein Wegfall dieser Strukturen hätte wirtschaftliche und strukturelle Auswirkungen auf die gesamte Region.“

Land soll alle Daten offen legen

Der Landkreis fordert ein transparentes und nachvollziehbares Verfahren bei der Ausweisung von Schutzgebieten, das alle relevanten Datengrundlagen offenlege und fachlich überprüfbar mache. Insbesondere müssten die betroffenen Fischereibetriebe sowie regionale Akteure aus Wirtschaft und Tourismus in die Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden. 

Man bekenne sich ausdrücklich zum Natur- und Umweltschutz, betont der Kreisausschuss. Aber: Nachhaltiger Naturschutz könne nur im Dialog mit den Menschen vor Ort und unter Wahrung ihrer wirtschaftlichen Existenz gelingen. 

Oldtimer-Freunde erkunden Moorlandschaften in Ostfriesland

Hooksiel (9. 7. 2026) – Die Oldtimerfreunde des Hooksieler OKT-Kreises erkunden weiterhin des Nordwestens. Das Ziel ihren jüngsten Ausfahrt: Das „Große Meer“ in Südbrookmerland in Ostfriesland. Bei trockner Witterung starteten sieben historische Fahrzuge traditionell vom Bäcker am Hooksieler Kreisverkehr. Der Küsten entlang ging zunächst nach Neßmersiel, weiter über die Theener Oststreek nach Hagermarsch auf den Alten Postweg nach Hagerwilde, Rechtsupweg, Ost Vicotbur nach Südbrookmerland.

Treffpunkt für die OKT-Ausfahrten ist stets der Parkplatz am Hooksieler Kreisverkehr. Foto: OKT

Dann begann es zu regnen. In einem Landhaus ließen sich die Hooksieler und ihre Mitstreiter aus der Region Kaffee, Tee, Kuchen und Waffeln schmecken und genossen den Blick aufs Große Meer. Der natürlich entstandene Niedermoorsee ist mit einer Wasserfläche von 290 Hektar der größte Binnensee Ostfrieslands. Umzu ist ein wunderbares Freizeit- und Erholungsgebiet entstanden.

Gemütliche Runde bei Kaffee, Tee und Kuchen in einem Café am Großen Meer in Ostfriesland. Foto: OKT

Für die Rücktour wählten die OKT-Freunde, begleitet von Sonnenstrahlen, die Innenlandsroute über Landstraßen zurück nach Hooksiel, wo alle Teilnehmer nach 153 Kilometer wohlbehalten wieder ankamen. Ende Mai hatten die OKT-Freunde bereits eine Ausfahrt zum „Ewigen Meer“ bei Eversmeer in Ostfriesland unternommen. Von Hooksiel aus ging es über Oldorf, Tettens, Middoge, Funnnix. Buttforde, Burhafe, und Dunum über Moorweg und Blomberg nach Eversmeer, wo man sich im Café „Zum Ewigen Meer“ stärkte. Dem schloss sich eine Spaziergang über die bekannten Moor-Bohlenwege um Deutschlands größten Hochmoorsee an.

Als nächstes Ziel ist der „Silbersee“ in Bernuthsfeld geplant . Der Oltimer-Klön-Treff findet jeden ersten Sonntag eines Monats ab 11 Uhr in der Bäckerei Ulfers.Eden in Hooksiel statt. 

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Ausflug in alte Badezeiten und Abenteuer mit Einhorn Flocki

Hooksiel/Horumersiel (8. 7. 2026) – Die Büchereien in Hooksiel und Horumersiel laden zu zwei besonderen Lesungen ein. Den Auftakt macht am Freitag, 10. Juli, eine atmosphärische Autorenlesung für Erwachsene in Horumersiel. Am Mittwoch, 15. Juli, steht dann eine liebevoll gestaltete Mitmachlesung für Kinder in Hooksiel auf dem Programm. 

Der Autor Olaf Saathoff präsentiert in der Bücherei Horumersiel ab 19.30 Uhr seinen Roman „Badezeit“. Die Geschichte entführt auf eine ostfriesische Insel der 1970er Jahre und erzählt mit viel Herzenswärme, Humor und Nordsee-Flair von Familie, Sehnsucht und den kleinen wie großen Herausforderungen des Lebens. Im Anschluss an die Lesung findet eine Signierstunde statt. Einlass ist ab 19 Uhr. 

Die Autorin Alessa Ullrich stellt bei der Mitmachlesung ab 15 Uhr ihr Kinderbuch „Flockis erster Mutzauber“ in die Bücherei Hooksiel. Gemeinsam mit dem kleinen Einhorn Flocki tauchen Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in eine zauberhafte Geschichte über Mut, Freundschaft und die kleinen Abenteuer des Alltags ein. Mitmachen, erzählen und staunen stehen dabei im Mittelpunkt. Einlass ist ab 14.40 Uhr. 

Beide Veranstaltungen sind kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten. Kostenfreie Tickets sind in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de erhältlich. 

Darüber hinaus dürfen sich alle Literatur-Fans bereits auf eine weitere besondere Lesung freuen. Im August erwartet die Wangerland Touristik GmbH den Ostfriesenkrimi-Autor Klaus-Peter Wolf zu einer Lesung. Am darauffolgenden Tag lädt seine Frau Bettina Göschl zu einer Kinderlesung ein.

Wangerland beteiligt sich doch an Sirenen-Partnerschaft

Wangerland/Hooksiel (7. 7. 2026) – Das Wangerland wird sich dem Sirenen-Pakt im Landkreis Friesland anschließen. Der Verwaltungsausschuss habe beschlossen, dass die Gemeinde sich jetzt doch an der Sicherheitspartnerschaft von Landkreis, Städten und Gemeinden beteilige, teilte Bürgermeister Mario Szlezak mit. Der Grund dafür: Die inzwischen deutlich verbesserten Föderbedingugnen.

Die Sirenenanlage am Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg in Hooksiel steht bereits. Archiv-Foto: hol

Im gesamten Landkreis Friesland werden 65 Sirenen aufgestellt, davon 15 im Bereich der Gemeinde Wangerland. Die allermeisten wurden bereits installiert. Standorte in Hooksiel sind am neuen Feuerwehrgerätehaus und am Außenhafen. Die Gesamtkosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, von denen rund 536.000 Euro im Wangerland anfallen.

Die Kosten sollten sich nach einer Vereinbarung von 2021 Landkreis auf der einen sowie Städte und Gemeinden auf der anderen Seite teilen. Die Stadt Schortens und die Gemeinde Wangerland hatten sich dem Pakt mit Blick auf ihre angespannte Haushaltslage zunächst nicht angeschlossen.

Zuletzt hatte der Bund einen Zuschuss in Höhe von rund 737.000 Euro aus seinem Sirenenförderprogramm bewilligt, was den Kostenanteil aller Beteiligten entsprechend verringert. Kommunen, die sich nicht beteiligen, können ihre Bevölkerungen bei Katastrophenlagen in eigener Zuständigkeit nicht über die Sirenen warnen. Szlezak: „Mit dem Beitritt zur Sicherheitspartnerschaft leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und der Warninfrastruktur.“

Es bleibt beim Dreikampf um das Bürgermeisteramt

Wangerland (7. 7. 2026) – Es bleibt in der Gemeinde Wangerland bei drei Bürgermeisterkandidaten. Wie Gemeindewahlleiterin Bianca Siuts gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, hätten sich bis zum Ablauf der Meldefrist am 6. Juli keine weiteren Bewerberinnen oder Bewerber für das Amt des Hauptverwaltungsbeamten gemeldet.

Im Rahmen der Kommunalwahl am 13. September wird bekanntlich auch das Bürgermeisteramt neu vergeben. Neben Amtsinhaber Mario Szlezak (52/SPD) treten Thies Fischer (25/CDU) und Bernd Abrahams (56/Pro Wangerland) zu der Direktwahl an. Vor der offiziellen Bestätigung wird jetzt noch geprüft, ob Zweifel an der Verfassungstreue eines der Bewerber besteht.

Sollte kein Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, findet zwei Wochen später am 27. September eine Stichwahl der beiden Bestplatzierten statt. Bei der Kommunalwahl 2021 hatte sich Szlezak in der Stichwahl mit 52 zu 48 Prozent der Stimmen gegen Abrahams durchgesetzt.

Neue Stipendiatin stellt sich im Künstlerhaus vor

Hooksiel (7. 7. 2026) – Hooksiel bekommt eine neue Stipendiatin. Am Sonntag, 12. Juli, stellt sich die Künstlerin  Agnes Lörincz ab 11.15 Uhr mit einer Vernissage im Künstlerhaus Hooksiel vor. Danach wird die Berlinerin bis zum 16. August in dem Sielort residieren und arbeiten.

Die Künstlerin Agnes Lörincz wird in den nächsten Wochen in Hooksiel leben und arbeiten. Foto: privat

Agnes Lörincz, Jahrgang 1959, lebt in Berlin. In ihrer Malerei greift sie gesellschaftliche Fragen auf. In ihrer Ausstellung mit dem Titel „Muster und Mimesis“ dreht sich Vieles um Mode, Werbung und Nachrichten. Ihre Bilder sind Collagen, die ihre Betrachter zu einem genauen Blick auffordern.

Die Künstlerin, die bereits eine Vielzahl von Ausstellungen gestaltet hat, wurde in den vergangenen Jahren ducch eine Reihe von Stipendiaten im In- und Ausland gefördert.  Agnes Lörincz stammt gebürtig aus Siebenbürgen (Rumänien). Hier studierte sie von 1978 bis 1983 an der Kunsthochschule in Klausenburg, Seit 1985 lebt und wirkt sie in Deutschland, seit 2008 in Berlin.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Künstler gewähren Einblick in ihre Arbeitsweise

Hooksiel (7. 6. 2026) – Am kommenden Wochenende findet im und am Gästehaus Hooksiel ein Kunst- und Handwerkermarkt statt. Von Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. Juli, jeweils von 11 bis 18 Uhr, lädt der Markt mit seiner Vielfalt an handgefertigten Arbeiten und besonderen Produkten zu einem Bummel ein. Der Eintritt ist frei.

Die Wangerland Touristik GmbH erwartet zahlreiche Aussteller, die ihre Arbeiten präsentieren und Einblick in ihr kreatives Schaffen geben Das Angebot reicht von außergewöhnlichen Malereien über buntes Patchwork, Holzarbeiten und Kleidungsstücken bis hin zu Kinderspielzeugen und glänzendem Schmuck. Während des Marktes besteht die Möglichkeit, den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und das Entstehen der Werke hautnah mitzuerleben.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

Mitarbeiter bei Brand in Lagerhalle schwer verletzt

Hooksiel (6. 7. 2026) – Großalarm im Hooksieler Gewerbegebiet. In einer Lagerhalle war es heute gegen 12.20 Uhr zu einem Brand gekommen. Eine Person wurde dabei schwer verletzt, zwei Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens erlitten zudem leichte Rauchverletzungen.

Zu einem Großeinsatz rückten am Montagmittag sämtliche Feuerwehren des Wangerlandes ins Gewerbegebiet Hooksiel aus. Der Brand in einer Lagerhalle konnte aber schnell gelöscht werden. Der Sachschaden blieb überschaubar. Fotos: Feuerwehr

Im Zuge eines gemeindeweiten Alarms war neben der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel weiteren sechs Feuerwehren der Gemeinde Wangerland sowie die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Jever alarmiert worden. Wie Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel schildert, sei das Feuer aber bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits durch die Mitarbeitenden des Unternehmen weitgehend erfolgreich gelöscht worden.

Der schwer verletzte Mitarbeiter wurde mit dem ADAC-Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. „Wir können uns nur beim Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel bedanken“, so Nöchel. „Nur Dank seiner Unterstützung verfügen wir über erweiterte medizinische Ausrüstung, die es uns ermöglicht, Verletzte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes noch umfassender zu versorgen.“

Die Mitarbeitenden, die sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen haben, wurden durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Wilhelmshaven medizinisch betreut. Der Brand war offenbar durch Arbeiten in der Halle entstanden. Angaben zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.

Jensen: Fischereidialog darf keine Existenzen gefährden

Wangerland (6. 7. 2026) . Als „nicht hinnehmbar“ bezeichnet die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen die Vorschläge aus Hannover zu Fischerei-Sperrgebieten vor dem Wangerland. Die Wangerländerin, die fischereipolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, reagiert damit einen „Hilferuf“, der Wangerländer Fischer, die ihrem Unmut in einem offenen Brief Luft gemacht hatten.

Krabbenkutter gehören zum maritimen Bild an der niedersächsischen Küste. Ein großflächiges Fischfangverbot im Wattenmeer vor dem Wangerland würde nicht nur die betroffenen Fischer, sondern auch den Tourismus treffen. Foto: Klaus Schreiber

„Die existenziellen Hilferufe der Küstenfischer werden immer lauter und verzweifelter“, sagt Jensen, die sich im „Weltnaturerbeportal Dangast“ mit Küstenfischern getroffen hat. „Die jetzt von den niedersächsischen Ministerien Umwelt und Landwirtschaft im Rahmen des Fischereidialogs vorgelegte Karte mit künftigen Sperrgebieten bedroht die Existenzen der Küstenfischer vor Hooksiel, Horumersiel und Minsener Oog und bedeutet Einschränkungen für die restliche Flotte.“ 

Wangerland stark betroffen

Entgegen erster Entwürfe beträfen die vorgeschlagenen Sperrgebiete viel größere Teile der Fanggebiete direkt vor den Heimathäfen Hooksiel, Horumersiel bis hin zu Minsener Oog. „Für mich als Wangerländerin, die auch um die Bedeutung der Küstenfischerei für den Tourismus weiß, sind diese Pläne so nicht hinnehmbar.“ 

Jensen räumt ein, dass die Landesregierung die Anforderungen der „EU-Biodiversitätsstrategie 2030“ zur Ausweisung strenger Schutzgebiete umsetzen müsse. Demnach müssen zehn Prozent des Küstenmeeres streng geschützt und somit fischereifrei werden. Aber die konkrete Umsetzung obliege allein dem Land Niedersachsen. Ihr Vorwurf: „Was wir hier sehen, ist kein Dialog, sondern ein politisches Agieren mit der Brechstange über die Köpfe der Fischer hinweg.“

Wichtig auch für den Tourismus

Der jetzt vorliegen Vorschlag sei keineswegs „ausgewogen“ , wie von Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) behauptet. Der „Fischereidialog“ dürfe im Ergebnis keine Existenzen gefährden. Das sei aber bei den vorgeschlagenen Gebieten der Fall. 

Die Fischerei finde seit jeher im Gebiet des heutigen Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer statt. Bislang liegen nach Ansicht der CDU-Politikerin zudem keine Nachweise für nachhaltige Beeinträchtigungen der Meereslebensräume durch diese traditionelle Nutzung vor. Vor diesem Hintergrund sollte die Fischerei als integrierter Bestandteil des Nationalparks und seiner gewachsenen Kulturlandschaft betrachtet werden. 

„Eine Küste ohne Küstenfischerei kann nur von Nachteil sein, für die Wirtschaft und für den Tourismus. Ziel muss also sein, die Küstenfischerei zukunfts- und krisenfest aufzustellen“, betont Jensen. „Neben Gebieten ohne Fischerei auf zehn Prozent der Fläche sollte es im Rest des Küstenmeeres die Zusicherung geben, dass die Fischerei dort auch in Zukunft stattfinden kann.“ 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –