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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Reparatur-Lösung aus einer Hand teurer als erwartet

Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.

led Leuchten Hooksiel
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol

Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.

Gemeinde hebt Ausschreibung auf

Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert. 

In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer. 

Bordsteine absenken?

Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden. 

Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet. 

Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“

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Scheune wird zur Bühne für klassische Musik und Lesungen

Wangerland/Wüppels (9. 6. 2025) – „Kulturscheune de Luxe“ heißt das Format, das Freunde von Kunst und Kultur am Samstag, 27. Juni, im Wangerland erleben können. Ganz praktisch heißt das: Eine ansonsten für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Lagerhalle verwandelt sich für einen Tag in eine Bühne für Musik und Literatur. 

Yevgeny Sapozhnikov lädt für den 27. Juni in die „Kulturscheune de luxe“ auf den Hof Oldeborg bei Wüppels ein. Foto: privat

Schauplatz für das Fest der Sinne ist wie im Vorjahr der Hof der Familie Ahmels in Wüppels bei Hooksiel. Das Programm sieht von 13 bis 19 Uhr mehrere Teilveranstaltungen vor, die Besucher einzelnd oder auch als Paket erleben können. 

Drei Teilveranstaltungen

Zum Auftakt ab 13 Uhr gibt es ein klassisches Konzert mit einer Lesung. Das „Duo Kashalot“ – Yevgeny Sapozhnikov (Violoncello) und Artem Kanke (Klavier) – eröffnet das Festival mit der Cellosonate von Sergei Prokofjew. Begleitet wird das Konzert von einer experimentellen Live-Video-Performance in Zusammenarbeit mit dem Grafikkünstler Serhiy Horobets. Im Anschluss liest Bestsellerautorin Giulia Endres aus ihrem neuen Buch „Organisch“. 

Der zweite Kulturblock beginnt um 15.30 Uhr. Der Pianist Christoph Soldan und die Schlesischen Kammersolisten präsentieren Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ sowie das neue Werk „Vivaldiana“ von Dariusz Zboch. Danach liest Angelika Klüssendorf aus ihrem Werk „Risse“.

Jazz in schönem Ambiente

Den Schlusspunkt setzt ab 18 Uhr ein Konzert der „Sheila Heyartz Band“ aus Jever – ein musikalischer Ausklang mit Jazz und Groove. 

Zwischen den Programmpunkten laden regionale Anbieter zum Verweilen auf dem über 250 Jahre alten Gulfhof mit seinem friesischen Ambiente ein: Dazu bietet der Rotary Club Jever-Jeverland internationale kalte und warme Spezialitäten an. Hausgebackene Kuchen gibt es von den Landfrauen. Dazu gibt es Getränke von Kaffee über Wein bis zum Bier. Karten im Vorverkauf für eines der drei Events (ab 25 Euro) oder für Kombi-Tickets (ab 65 Euro) gibt es im Internet .

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Eigener Hund wies den Weg in die Selbstständigkeit

Hooksiel (9. 6. 2026) – Ihr Start-Up „Bellari“ gilt als Musterbeispiel für eine Unternehmensgründung. Ihre Liebe zu Hunden kennt keine Grenzen. Vier Mal war die in Hooksiel lebende Unternehmerin Ann-Christin Schubert inzwischen mit einer Hilfsorganisation in der Ukraine, um Menschen und Vierbeinern in dem vom Krieg geschundenen Land zu helfen, teilweise nur wenige Hundert Meter hinter der Frontlinie.

Die Hooksieler Jungunternehmerin Ann-Christin Schubert schildert ihren Weg in die Selbstständigkeit in einem Podcast der „Gezeitengänger“.

Jetzt hat die 32-Jährige eine weitere Herausforderung gemeistert. Sie wurde von Jens Koch und Christopher Groß nach Bad Zwischenahn zum Format „Gezeitengänger“ eingeladen und hat sich fast eine Stunde lang einem Interview gestellt, das jetzt als Podcast kostenlos abgerufen werden kann (open.spotify.com). 

Nachgezeichnet wird in dem Gespräch der Weg und die Motivation der in Wilhelmshaven geborenen jungen Frau in die Selbstständigkeit – und zwar schon während ihres Wirtschaftsstudiums an der Jade-Hochschule. Wegweiser dafür waren ihr eigener Hund und die Idee, dass man aus alten Feuerwehrschläuchen besonders strapazierfähiges Hundespielzeug herstellen können müsste. 

Wo bekommt man die Schläuche her? Wie entsteht ein erster Prototyp? Wie kann eine Produktionslinie aussehen? Und wie findet man letztlich Käufer für das neue Produkt? Fragen über Fragen. Als Herzstück ihres Unternehmens hat Ann-Katrin Schubert 2021 den Online-Shop „bellarie.de“ aufgebaut. Ein Jahr später wurde sie mit dem „Gründerpreis Nordwest“ ausgezeichnet. Inzwischen haben auch verschiedene Ladengeschäfte ihre Produkte im Angebot. 

Wer im Internet bei den „Gezeitengängern“ vorbeischaut, hat zudem die Chance, – neben Produkten von anderen Gesprächspartnern – von Ann-Christin Schubert entwickelte Futterdummys für Hunde (Markenname: „Herr Schrödinger“) zu ersteigern. Die Erlöse der Benefizaktion sollen der NCL-Stiftung zugute kommen, die an Kinderdemenz erkrankte Kinder und deren Familien sowie die Forschung zu diesem Thema unterstützt. 

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Hooksieler Reiterinnen sichern sich Kreismeisterschaft

Hooksiel (8.6. 2026) – Die Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel ist neuer Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A* 2026. Die Meisterprüfung fand am Wochenende bei einem Turnier in Bockhorn/Grabstede statt.

Mannschaftsführerin Melanie Lüttge (ganz links) feierte mit den Reiterinnen (von links) Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie die Kreismeisterschaft. Foto: Elsbeth Noatzsch

Die Dressurmannschaft mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge errang am Samstag den zweiten Platz. Am Sonntag traten dann die drei besten Mannschaften um den Titel der Kreismeisterschaft des Kreisreiterverbandes (KRV) Friesland/Wilhelmshaven gegeneinander an.

Die Hooksielerinnen (Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie) errangen souverän den ersten Platz und wurden somit Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A*. Damit hat sich die Mannschaft auch das Startrecht beim Landesturnier in Rastede gesichert.

Betroffene beklagen willkürliche Festsetzungen der Gemeinde

Wangerland (6. 6. 2025) – Die Gemeinde-Entwicklungsplanung ist eines der Großprojekte, die der aktuelle Gemeinderat in großer Einhelligkeit in der laufenden Wahlperiode auf den Weg gebracht hat. Veränderungssperren wurden verhängt, neues Baurecht geschaffen, dutzende Bebauungspläne für verschiedene Ortschaften überarbeitet.

Ein Ziel: Den historisch gewachsenen Wildwuchs in etlichen Ortschaften rechtlich abzusichern. Unter anderem sollen bislang nicht ordnungsgemäß angemeldete Nutzungen etwa von Wohnungen und Anbauten als Feriendomizile legalisiert, Bereiche für Dauer- und Ferienwohnungen klar definiert und abgegrenzt werden.

Zahl der Ferienwohnungen begrenzt

Allerdings werden künftig nicht alle Ferienwohnungen weiterhin vermietet werden dürfen. Trotz Bestandsschutz. So wird etwa im neuen Bebauungsplan für Teilgebiete in „Horumersiel-Zentrum“ die maximal zulässige Zahl von Wohnungen je Grundstück auf zwei beschränkt. Nach Ansicht von Heiko Manott, Vorstand des Seebadevereins Horumersiel und beratendes Mitglied im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung des Gemeinderates, handelt es sich hierbei um einen massiven Eingriff in die Nutzungsrechte der Wohnungseigentümer.

Die Gemeinde provoziere mit den Neuregelungen geradezu Schwarzvemietungen, befürchtet Manott. Die angestrebte Umwidmung der überschüssigen Ferienwohnungen in Dauerwohnraum sei abwegig. „Viele der Ferienwohnungen sind schlichtweg als Dauerwohnung nicht geeignet.“

Entwertung von Immobilien

Bei vielen Horumersielern stößt vor allem sauer auf, dass die wundersame Vermehrung von Ferienwohnungen im Ort über Jahrzehnte unter den Augen von Wangerland Touristik GmbH und Gemeinde erfolgte. Wenn Dauerwohnungen zu Urlauber-Domizilen umfirmiert und Garagen zu touristischen Schlichtquartieren umgebaut wurden, sei das mit Blick auf die steigenden Übernachtungszahlen durchweg begrüßt worden. Vor diesem Hintergrund werden die neuen Regelungen als Willkür, als Teilenteignung, zumindest aber als massive Entwertung der Immobilen empfunden.

Die Kommunalpolitiker ließen sich von der Kritik nicht beirren. Der Satzungsbeschluss für den überarbeiteten Bebauungsplan wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig abgesegnet. Auch wenn es dabei nicht mehr darum gehe, das historische Ortsbild von Horumersiel zu sichern. Ratsherr Holger Ulfers (SPD): „Dann hätten wir damit schon vor 25 Jahren anfangen müssen.“ 

Wochenmärkte: Nur noch Strompauschale statt Standgebühr?

Wangerland/Hooksiel (4. 6. 2026) – Die Gemeinde Wangerland soll von Wochenmarkt-Beschickern künftig nur noch eine Pauschale für den Stromverbrauch erheben. Die klassischen Standgebühren hingegen sollen entfallen. Diese Empfehlung gab der Landwirtschaftsausschuss des Gemeinderates auf seiner Sitzung am Mittwoch. 

Wochenmarkt Hooksiel
Die Gemeinde Wangerland erwägt, die Standgebühren für Wochenmarkt-Beschicker zu streichen. Dadurch sollen die Stände für die Händler und damit letztlich auch für deren Kunden attraktiver werden. Archiv-foto: hol

Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, die Gebühren ersatzlos zu streichen, um die Märkte attraktiver zu machen. Insbesondere die Standbetreiber in Hohenkirchen würden immer wieder über die Kosten klagen, erläuterte Abteilungsleiter Markus Gellert für die Verwaltung. Gerade für die Wintermonate, wenn die Zahl der Kunden sehr gering sei, könne man das nachvollziehen. Auf den eher von der Urlaubssaison geprägten Märkten in Hooksiel und Horumersiel spielt das Standgeld offenbar einen geringere Rolle.

Einnahmen von 4000 Euro im Jahr

Aktuell müssen Händler je Markttag und je laufenden Meter Frontlänge ihrer Verkaufsfläche 1,20 Euro bezahlen, mindestens aber 6 Euro. Für einen zehn Meter langen Stand werden also 12 Euro fällig. Die Gebühr, die über das ganze Jahr gesehen für die Gemeinde zu Einnahmen von etwa 4000 Euro führt, wird vor Ort erhoben. Mit der Einnahme würde auch der Aufwand für das Erheben und das Verbuchen des Geldes entfallen, wobei, so betonte Gellert, die Posten der Marktvögte als wichtiges Bindeglied zu den Beschickern erhalten bleiben. 

„Falsches Signal“ korrigiert

Nach den Vorstellung der Verwaltung wäre es ratsam, die Standgebühr komplett zu streichen, da es es immer schwieriger werde, Marktbeschicker auf den Wochenmärkten zu halten oder neue zu gewinnen. Dem überschaubaren Einnahmeverlust würde eine Belebung der Märkte gegenüberstehen, die ein „wichtiger Aspekt der Daseinsvorsorge“ seien. Der Vorschlag der Verwaltung sah dabei vor, den Beschickern auch die Stromversorgung etwa für Kühlaggregate kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ratsherr Immo Müller (UWW) wertete das als „falsches Signal“. Seinem Antrag, von Beschickern, die den Stromanschluss nutzen, zumindest eine Energiepauschale zu erheben, folge der Ausschuss einmütig. Abschließend entscheiden wird voraussichtlich der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung am 30. Juni.

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Ausschuss stellt Weichen für Bauvorhaben in Hooksiel

Hooksiel/Wangerland (3. 6. 2026) – In einer über dreistündigen Sitzung hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung der Gemeinde Wangerland die Planungen für eine Reihe von Projekten im Wangerland vorangetrieben. Im Zentrum stand am Dienstagabend die Entwicklung der Windkraftnutzung. Darüber hinaus wurden aber auch Empfehlungen zu Vorhaben in Hooksiel verabschiedet.

Edeka-Markt Hooksiel
Der Supermarkt an der Bäderstraße kann jetzt erweitert werden. Archiv-Foto: hol

1. Projekt: Die Erweiterung des Supermarktes an der Bäderstraße. Mit dem Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans hat der Ausschuss den Weg für die geplante Erweiterung der Verkaufsfläche von 1550 auf 2000 Quadratmeter frei gemacht. SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers wertete das einstimmige Votum als „sehr erfreulich“. Mit der Vergrößerung werde eine Sortimentserweiterung des Edeka-Marktes möglich. Zudem könnten Einheimische und Gäste künftig während der Saison gemeinsam in dem phasenweise völlig überlaufenen Markt zum Einkaufen gehen. Ulfers: „Ich habe die Hoffnung, dass der Markt bis zum nächsten Jahr erweitert wird.“

Beispiel für „Bürokratieland Deutschland“

„Sehr froh“ zeigte sich auch Angelika Kirschner (Grüne) für die Gruppe Gemeinsam fürs Wangerland (GfW). Der Supermarkt soll um acht Meter in Richtung des benachbarten WiKi-Gebäudes verlängert werden. Dadurch würde auch mehr Lagerfläche entstehen.

Der Planungs- und Genehmigungsprozess für die überschaubare Investition hat sich über zwei Jahr hingezogen. Unter anderem musste gutachterlich ermittelt werden, ob die zusätzlich Verkaufsfläche in Hooksiel tatsächlich erforderlich ist und ob Verwerfungen im regionalen Einzelhandel zu erwarten seien. Für Immo Müller (UWW) ein abschreckendes Beispiel für das „Bürokratieland Deutschland“.

2. Projekt: Ebenfalls einmütig unterstützte der Ausschuss das Ziel der Betreiber der „Hooksieler Skiterrassen“ den gastronomischen Betrieb an der Wasserskianlage am Hooksmeer und die derzeit im Bau befindliche Adventure-Golfanlage baurechtlich abzusichern. Für die Flächen, die der landeseigene Hafengesellschaft NPorts gehören, soll auf Kosten des Nutzers ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Bislang gilt das Areal als so genannter Außenbereich, der nur über einen Flächennutzungsplan touristischen Zwecken vorbehalten ist.

Eckpunkte für Investoren

Die Bauleitplanung liegt in Händen der Gemeinde. Sie kann Bebauungspläne nach ihren Vorstellungen erstellen oder ändern. Damit werden die Eckpunkte für etwaige Investoren festgelegt, die im Rahmen der Festsetzungen dann Rechtssicherheit haben.

Der Adventure-Golfplatz an den „Hooksieler Skiterrassen“ nimmt Gestalt an. Mitte Juli soll er eingeweiht werden. Foto: hol

3. Projekt: Darauf setzt auch NPorts. Bekanntlich will die Hafengesellschaft die vor etwa 50 Jahren künstlich aufgespülten Flächen zwischen Hooksmeer und Bäderstraße sowie zwischen Außenhafen und zweiter Deichlinie touristisch erschließen. Inzwischen liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Erste potenzielle Interessenten haben sich gemeldet. NPorts-Manager Marko Meyer: „Der Zuspruch ist enorm.“

Voraussetzung für konkrete Gespräche mit Investoren sei ein Bebauungsplan, so Meyer, der auf Grundlage eines seit 2018 geltenden Flächennutzungsplanes entwickelt werden soll. Der Ausschuss stimmte einem städtebaulichen Vertrag zu. NPorts soll einen Bebauungsplan-Entwurf erstellen, über den dann die Gemeinde entscheidet. Der Plan soll beispielsweise Räume für Hotels, Freizeitparks, naturnahem Ferien-Wohnen oder Hausbooten auf dem Hooksmeer ausweisen.

Aus für die Trabrennbahn?

Den naturnahen Charakter des Waldgebietes wolle man aber auf jeden Fall erhalten, ebenso wie die schon vorhandenen Nutzungen, so Meyer. Denkbar sei aber, dass man die derzeit an den Rennverein Hooksiel verpachtete Trabrennbahn-Fläche in die Überlegungen einbeziehe. Soll heißen: Findet sich ein Investor, der dort etwa einen Freizeitpark bauen möchte, müsste der Rennverein weichen.

4. Projekt: Teil der NPorts-Überlegungen sind auch die landeseigenen Flächen am Hooksieler Außenhafen, der etwa durch Funktionsgebäude mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten aufgewertet werden könnte. Einen potenziellen Investor für ein derartigen Mehrzweckgebäude gibt es auch schon.

Der Hooksieler Tobias Geisen stellte seine Pläne für den Bau eines Mehrzweckgebäudes am Außenhafen vor, das zum Großteil aus dem Kohlestrukturfonds finanziert werden könnte. Die Idee von Geisen: Eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH baut das mehrgeschossige Gebäude, in dem zum Beispiel vermietbare Büroräume (Co-Working-Station), feste Büros etwa für touristische Anbieter, ein Kiosk und, und, und untergebracht werden könnten.

Gebäude am Außenhafen

Die Vorteile für die Gemeinde: Aufwertung des Hafens, fünf feste und etliche weitere Arbeitsplätze, gegebenenfalls Gewerbesteuereinahmen. Die Kosten für das Projekt bezifferte Geisen mit maximal 11,3 Millionen Euro. Bis zu 90 Prozent davon könnten durch den Kohlestrukturfonds finanziert werder. Den Fond hat der Bund zur Verfügung gestellt, damit daraus Projekte gefördert werden, die – als Entschädigung für den Ausstieg aus der Kohleverstromung – die Wertschöpfung in der Region stärken.

Geisen versicherte, dass der Gemeinde keine Kosten entstehen würden. Mit dem Leinerstift gebe es bereits einen potenziellen Betreiber. Dennoch lehnte der Ausschuss das Vorhaben einmütig ab. Der Grund: Im Rathaus hofft man, dass die geplante Befestigung des Hooksieler Badestrandes maßgeblich aus dem Kohlestrukturfonds finanziert wird. Es bestehe das Risiko, dass die Mittel dafür gekürzt werden, wenn es ein weiteres Projekt aus Hooksiel gebe. Angelika Kirschner (GfW): „Wir sollten uns nicht selbst kanibalisieren.“ Holger Ulfers (SPD): „Wir können uns das Projekt vorstellen, aber nicht zu diesem Zeitpunkt.“

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Tammen: Fahrlässiger Umgang mit Vermögen der WTG

Wangerland (27. 5. 2026) – Wer nach Schuldigen für das Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel und für die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG) sucht, darf nach Überzeugung von Reiner Tammen nicht nur Ereignisse der vergangenen vier Jahren in den Blick nehmen. In einer persönlichen Betrachtung weist der Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Landrat der Grünen darauf hin, dass sämtliche Entscheidungen zum Bau des TMS im Rat der Gemeinde einstimmig gefasst wurden.

Erste Fehler liegen lange zurück

Tammen (Foto, 71) war über Jahrzehnte führendes Mitglied im Rat der Gemeinde Wangerland. Nach einem Umzug nach Jever gab er im vergangenen Jahr sein Mandat nach 34 Jahren im Amt zurück. Nach seinem Eindruck seien die Wangerländer und die Kommunalpolitik nicht nur die zurückliegenden vier Jahre, sondern mindestens 35 oder sogar 45 Jahre „ziemlich ziellos, oder eher planlos mit der WTG umgegangen“. 

 Es sei nicht seine Absicht, irgendjemanden aus der Verantwortung zu nehmen, beteuert Tammen. „Natürlich sind auch in der WTG selbst Fehler gemacht worden. Aber nur dadurch ist die heutige Situation so nicht entstanden.“

Der Grünen-Politiker blickt unter anderem zurück auf das Jahr 1991, auf den Bau des Gästehauses in Hooksiel. Damals wehrte sich Tammen mit einigen Hooksieler Bürgerinnen gegen das Projekt. „Leider konnte der Bau aber nicht mehr verhindert werden.“ Das Gebäude habe sich aus seiner Sicht, und auch aus Sicht der WTG, wie erwartet als überflüssig erwiesen. „Die Kosten, die die WTG pro Jahr zuschießen muss, belaufen sich auf 400.000 bis 500.000 Euro.“

Der Bau des Gästehauses sei eine politische Entscheidung gewesen. Als dann WTG und Gemeinde vor einigen Jahren den Beschluss fassten, das Gebäude zu verkaufen, gingen die Hooksieler Bürger auf die Barrikaden. Einem Investor, der das Gästehaus zu einem Hotel umbauen wollte, musst abgesagt werden. Das Gebäude blieb im Eigentum der WTG. Das, so Tammen, sei „beispielhaft für den fahrlässigen Umgang mit dem Vermögen der WTG“. 

Horumersiel contra Hooksiel

Das Muster, das der Grüne als Motiv dahinter sieht: „Horumersiel hat ein Schwimmbad, Hooksiel braucht auch eins. Das gleiche gab es natürlich auch schon mal umgekehrt.“ Als das Wellenfreibad in Horumersiel fast fünf Jahre defekt gewesen sei, seien die Besucherzahlen im Wangerland nicht zurückgegangen. „Aber das neue Bad, die ,Friesland-Therme‘, wurde natürlich trotzdem gebaut, denn Hooksiel hatte ja auch eins.“

Als weiteres Beispiel verweist Tammen auf das Hallenwellenbad (HWB) in Hooksiel. Die WTG wollte das in die Jahre gekommene Bad schließen und die Räume für ein modernes Indoor-Spielzentrum nutzen. Aber wieder seien die Hooksieler Bürger auf die Barrikaden gegangen. „Hooksiel ohne Schwimmbad, geht ja gar nicht …“. Obwohl, so die Überzeugung von Tammen, die Gäste das Bad kaum nutzten. Das Bad habe jahrelang über 500.000 Euro Zuschuss von der WTG benötigt. Zuletzt sollen es 800.000 Euro gewesen sein.

Vor Protesten eingeknickt

Ähnlich die Geschichte vom Kurmittelhaus in Horumersiel. Wie Tammen sich erinnert, stand es seit langem leer und es gab keine Nutzungsmöglichkeiten. Die WTG habe zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Björn Mühlena (bis 2021) einen Investor gefunden, der das Haus kaufen, abreißen und durch ein großes Hotel ersetzen wollte. 

„Als das Projekt bekannt wurde, waren es dieses Mal die Horumersieler, die sich dagegenstellten. In der öffentlichen Sitzung des Gemeindeentwicklungs-, Planung- und Sanierungsausschusses, die ich leitete, waren im Saal des Gästehauses Horumersiel etwa 350 Gäste“, erinnert sich Tammen. Schnell sei klar gewesen, dass im Saal nicht ein einziger Gast war, der für das Projekt gewesen wäre. Er habe den 350 Gästen dann gesagt, dass nun die WTG selber etwas auf dem Gelände bauen müsse und dass das sicher nicht billig werden würde. „Mit 23 Millionen Euro hätte aber wohl niemand gerechnet, aber es gab ja auch noch gar keine Pläne für irgendwas.“

Widerstände überall

Ähnlich sei der Plan für einen Hotelbau am Speicherpolder gescheitert. „Wieder gab es einen Investor, wieder gab es großen Widerstand. Somit waren auch diese Pläne schnell vom Tisch.“ Beide Investoren wären auch bereit gewesen, die „Friesland-Therme“ zu übernehmen oder zumindest mit zu nutzen. Das Bad verursachte zuletzt nach der Darstellung von Tammen jährliche Kosten von um 1,2 Millionen Euro. 

Bei allen Versuchen, die WTG mit neuen Einnahmequellen zu versorgen, habe es Widerstand in der Bevölkerung gegeben. „Egal ob der Campingplatz in Hooksiel an der Bäderstraße, oder die Tiny-Houses in Schillig, nichts von allem wurde von den Hooksielern oder Horumersielern wirklich gewollt. All das wurde immer als Konkurrenz für die hiesigen Vermieter empfunden und somit abgelehnt und nur gegen großen Widerspruch durchgeboxt.“ 

Hinzu kam, dass durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht der Strandeintritt als Einnahmequelle wegbrach. Die daraufhin eingeführten Parkgebühren konnten das Loch nur bedingt stopfen.

Auf Einnahmen verzichtet

Und nicht nur das. Tammen erinnert daran, dass vor einigen Jahren die Fremdenverkehrsabgabe eingeführt wurde. Diese kommunale Abgabe wird von allen Unternehmen und Vermietern erhoben, die vom Tourismus Vorteile haben. Ihr Zweck ist die Finanzierung der touristischen Infrastruktur und Angebote in den Orten, die als Kur-, Erholungs- oder Küstenbadeort anerkannt sind. Die ermittelte Höhe der Abgabe habe bei 574.200 Euro gelegen. Das Volumen der erhobenen Abgabe sei dann aber, so Tammen, vor etwa zehn Jahren auf 350.000 Euro gesenkt worden. „Wieder ging eine politische Entscheidung zu Lasten der WTG.“

Die Entscheidung sei nachvollziehbar gewesen. Aber wieder hätten der WTG dadurch 224.000 Euro gefehlt. Die WTG habe vor ihrer Insolvenz jährlich über eine Million Euro allein fürs Marketing ausgegeben. Tammen: „Geld, dass der ganzen Gemeinde, der Region zugutekommt, der WTG aber nicht angemessen erstattet wurde.“

Jedes Jahr Loch von 3 Millionen

Die Kosten für die beiden Schwimmbäder, die Gästehäuser und die nicht ausgeschöpfte Fremdenverkehrsabgabe zusammengenommen, sei die WTG mit einem zu erwartenden Defizit von über 3,1 Millionen Euro in jedes neue Geschäftsjahr gegangen. Die letzten Geldbringer seien die Campingplätze gewesen. Die Überschüsse von dort seien benötigt worden, um die Ausfälle bei den Schwimmbädern und Gästehäusern zu kompensieren. „Das heißt aber wiederum, dass es in den letzten Jahren keine Investitionen in die Plätze gab. Was natürlich bedeutet, dass es einen riesigen Investitionsstau bei den Campingplätzen gibt“, so Tammen. 

„Ich behaupte, dass Politik und WTG sehenden Auges in die Insolvenz gelaufen sind. Das Thalasso Meeres Spa, das eigentlich neuen Anschub für die Gemeinde bringen sollte, hat das Fass zum Überlaufen gebracht“, stellt Tammen fest. Die Frage, ob es auch so gekommen wäre, wenn das TMS statt 23 Millionen Euro „nur“ 12 Millionen gekostet hätte, sei müßig. Zu den Gründen für die Kostenexplosion beim Bau des TMS bleibe abzuwarten, was die Gutachter ans Licht bringen. 

Alle Beschlüsse einstimmig

Als „nicht schön“ empfindet es der Grünen-Politiker aber, wenn heute Fraktionen oder Gruppen im Rat so täten, als hätten sie das Debakel schon immer so kommen sehen. Gerade aus den Reihen der Gruppe der Unabhängigen sei zwar immer wieder Zweifel angemeldet und Kritik geübt worden. „Aber nachdem die Geschäftsführung der WTG genauere, zusätzliche Zahlen und Informationen vorgelegt und erklärt hat, hat auch die ZUW immer allen Beschlussvorlagen zugestimmt“, erinnert sich Tammen. „Alle, absolut alle Beschlüsse das TMS betreffend, wurden im Rat einstimmig gefasst. Nur einmal hat sich eine Ratsfrau enthalten.“ 

Anmerkung: Reiner Tammen hat seinen Blick auf den Kontext des TMS-Debakels bereits im vergangenen Jahr zusammengefasst. Warum erscheint der Bericht darüber erst heute auf „Hooksiel-Life“? Weil ein Ende der Debatte über das Thema nicht abzusehen ist. Sein Beitrag erweitert den Blick über die Frage der „Schuld“ im juristischen Sinne und die Suche nach betriebswirtschaftlichen Fehlern in der WTG hinaus.

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Mitsing-Konzert in Kirche zu Pakens

Hooksiel (2. 6. 2026) – Die Heilig-Kreuz Kirche zu Pakens wird zur Showbühne. Für Mittwoch, 10. Juni, laden die Tenöre „Toni Di Napoli & Pietro Pato“ zu einem Mitsing-Konzert in das Gotteshaus ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf ab 24 Euro gibt es in Hooksiel unter anderem beim Frischekiosk Dekena und in der Apotheke.

Toni Di Napoli und Pietro Pato (Foto), als „Tenöre4you“ mit ihrem italiennischen Gesangsstil aus einer Reihe von Fernsehauftritten bekannt, laden alle Besucher zu ihrem Konzert ein, die Freude am Singen haben. Gesungen werden Liedern, die jeder kennt. Unter anderen stehen Lieder wie „Azzuro“, „May Way“, „Buona Sera“, „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und eine Reihe bekannter Musical-Hits auf der Agenda.

Landrat Ambrosy kandidiert für Wangerländer Gemeinderat

Wangerland (1. 6. 2026) – Die SPD Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl gewählt. Angeführt wird die Liste vom Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Holger Ulfers. Der prominenteste Name findet sich allerdings am Ende der Liste: Sven Ambrosy, aktuell noch amtierender Landrat im Landkreis Friesland.

Listen für Kommunalwahl aufgestellt

Für einen engen Schulterschluss zwischen Gemeinde- und Kreispolitik steht auch der Name Jannes Wiesner. Wiesner ist derzeit Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag. Ambrosy und Wiesner können, so die Hoffnung der Sozialdemokraten, neben ihrer kommunalpolitischen Erfahrung auch ihre Netzwerke auf Kreis- und Landesebene für die Gemeinde einsetzen, hofft die SPD.

Auf dem Foto stehend (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ronja Hildebrand, Jürgen Stille, Reiner Meints, Holger Ulfers, Sven Ambrosy (Kandidaten für den Gemeinderat), Heinz Martin (Kreistagskandidat) sowie vorn (von links) Viola Sambale (SPD Ortsvereinsvorsitzende), Florian Wirth (Ratskandidat), Marianne Kaiser-Fuchs (Kreistagskandidatin), Stefanie Bremers, Ina Janssen und Elke Brüggestrath (alle Ratskandidatinnen). Es fehlen auf dem Bild Jannes Wiesner und Jann-Peter Boomgaarden. Foto: SPD

„Wir haben eine starke Mannschaft zusammengestellt, die die Vielfalt unseres Wangerlandes widerspiegelt“, ist Viola Sambale, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wangerland überzeugt. „Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen beruflichen Hintergründen und aus vielen Ortschaften unserer Gemeinde bringen ihre Erfahrungen und Ideen ein.“

Bürgermeister setzt auf Sieg

Hinter Ulfers (Hooksiel) folgen auf der Kandidatenliste für den Gemeinderat, Stefanie Bremers (Javenloch), Florian Wirth (St. Joost), Ronja Hildebrand (Hohenkirchen), Jannes Wiesner (Minsen), Elke Brüggestrath (Hohenkirchen), Reiner Meints (Hooksiel), Ina Janssen (Tettens), Jann-Peter Boomgaarden (Oldorf), Jürgen Stille (Hohenkirchen) und Sven Ambrosy (Middoge), der bekanntlich am 13. September nicht noch einmal für das Amt des Landrats kandidiert. 

Ganz bewusst nicht auf der Kandidatenliste steht Bürgermeister Mario Szlezak, der erneut als Bürgermeister der Gemeinde direkt gewählt werden möchte und als solcher automatisch auch weiterhin dem Gemeinderat angehören würde. Nicht mehr für einen Posten im Rat kandidieren die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kaiser-Fuchs, Ratsvorsitzender Johann Wilhelm Peters, Viola Sambale und Wolfram Sandmeier.

Bildung und bezahlbarer Wohnraum

Im Mittelpunkt stehe für die SPD in den kommenden Jahren insbesondere die Sicherung und Weiterentwicklung der Bildungs- und Betreuungsangebote im Wangerland, der Neubau der Grundschule Hohenkirchen, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und Senioren, die Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren, Vereine und Dorfgemeinschaften sowie die nachhaltige Weiterentwicklung von Tourismus, Landwirtschaft und Wirtschaft, heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung. Als weiterer Schwerpunkt wird die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wangerland genannt.

Man wolle sich für gute Rahmenbedingungen für Handwerk, Mittelstand, Tourismusbetriebe und Landwirtschaft einsetzen. Dazu gehöre eine verlässliche kommunale Infrastruktur, die Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten, die Vermarktung heimischer Produkte sowie eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen. „Gleichzeitig sollen Chancen durch erneuerbare Energien, moderne Mobilitätsangebote und neue Technologien genutzt werden, um Arbeitsplätze zu sichern und neue Perspektiven zu schaffen.“

Digitalisierung als Wirtschaftsfaktor

Auch die Digitalisierung spielt für die SPD Wangerland eine zentrale Rolle. Schnelle Internetverbindungen, moderne digitale Verwaltungsangebote und eine bessere Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Verwaltung seien wichtige Voraussetzungen, damit das Wangerland auch künftig ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibe. Wiesner: „Eine moderne Gemeinde braucht nicht nur gute Straßen und Gebäude, sondern auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.“ 

Kandidaten für Kreistagswahl

Wiesner tritt zugleich bei der Kreistagswahl als Spitzenkandidat der SPD im Wahlbereich Wangerland, Jever und Wangerooge an. Unterstützt wird er aus dem Wangerland von der stellvertretenden Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs sowie Heinz Martin. Gemeinsam wollen sie die Interessen der Region auch auf Kreisebene vertreten und sich für eine starke Entwicklung des ländlichen Raumes, gute Bildungsangebote, eine moderne Mobilität und eine zukunftsfähige Wirtschaft einsetzen.

„Unsere Kandidatinnen und Kandidaten verbindet der Wunsch, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen. Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen entwickeln und das Wangerland zukunftsfähig gestalten. Dabei setzen wir auf Verlässlichkeit, Bürgernähe und ein starkes Miteinander“, so Viola Sambale.