Hooksiel (14. 6. 2026) – Nicht nur mit ihren Gegnern, sondern auch mit böigem Wind und Regenschauern hatten die Hooksieler Tennisspieler an diesem Wochenende zu kämpfen. Mit unterschiedlichem Erfolg. Während sich die AI- Junioren bei ihrem Auswärtsspiel in der Regionsliga am Samstag in Metjendorf souverän mit 6:0 durchsetzten, unterlagen die AII-Junioren beim Wilhelmshavener WTHC mit 0:3.
Spitzenspielerin Alina Fiebig vom SCW zeigte ein gutes Spiel, musste sich aber ihrer starken Gegnerin am Ende doch beugen. Foto: hol
Auch die Paarungen der Damenmannschaft des SC Wangerland gegen TuS Aurich-Ost musste auf der Tennisanlage in Hooksiel heute musste mehrfach unterbrochen werden. Am Ende setzen sich die Hooksielerinnen nach spannenden Spielen mit 5:1 durch.
Klarer Sieg für A-Junioren
Gegen den TV Metjendorf benötigte A-Junioren-Spitzenspieler Lorenz Kramer eine gewisse Anlaufzeit. Nach verlorenem ersten Satz gewann er den zweiten und den entscheidenden Matchtiebreak aber klar (4:6/6:1/10:6). Nico Gauzel (6:0/6:0), Mateo Doyen (6:2/6:3) sowie Niklas Doyen (6:1/6:0) hatten keine Probleme mit ihren Gegnern. Auch in den Doppeln ließen die Hooksieler nichts anbrennen: Nico Gauzel/Mateo Doyen gewannen 6:0/6:1, Lorenz Kramer/Niklas Doyen 6:2/6:0. Mit nunmehr 4:4 Punkten belegt die AI vor dem letzten Spieltag den dritten Tabellenplatz.
Das Spiel der AII musste aufgrund des Regens kurzfristig nach drinnen verlegt werden. Auf dem ungewohnten Hartplatzbelag in der Halle des WTHC fühlen sich die Hooksieler gar nicht wohl. Entsprechend deutlich fiel die Niederlage gegen den Tabellenführer in der Regionsklasse aus. Tom Fiebig (4:6/3:6) und Leonard Köster (1:6/3:6) blieben in den Einzeln und auch im gemeinsamen Doppel (2:6/3:6) ohne echte Siegchance.
Entscheidung in den Doppeln
Mit Siegen in den Einzeln an Position 2 und 4 starteten die Damen des SCW gegen Aurich. Martha Kramer setzte sich bei schwierigen äußeren Bedingungen mit 6:4/6:1, Lena Taddigs mit 6:1/6:2 durch. Auch Dilber Kocas an Position 4 war klar überlegen (6:1/6:0). Lediglich Spitzenspielerin Alina Fiebig musste sich nach tapferer Gegenwehr ihrer starken Gegnerin geschlagen geben (5:7/0:6).
Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Im ersten Doppel spielten Lena Taddigs und Petra Csikos (6:3/7:6) stark auf und sicherten sich das Match im Tiebreak des zweiten Satzes. Und auch Alina Fiebig und Dilber Kocas setzen sich ebenso knapp mit 6:4/7:6 durch. Die SCW-Damen rücken mit dem Sieg und nunmehr 4:2 Punkten auf Platz zwei der Tabelle vor.
Hooksiel (13. 6. 2026) – Tanzen mit den Füßen im Sand. Am Samstag, 20. Juni, verwandelt sich der Strand von Hooksiel in eine ganz besondere Tanzfläche. Zur Feier der Mittsommernacht kehrt das elektronische Open-Air-Festival „Waves & Sand“ zurück und lädt Musikbegeisterte zu einer unvergesslichen Nacht unter freiem Himmel ein – und das bei freiem Eintritt.
Party am Hooksieler Strand – das verspricht das Open-Air-Festival „Waves & Sand“. Foto: Hicken
Die Geburtsstunde des Events liegt im Sommer 2018. Damals stand Strandbar-Betreiber Nils Hicken mit seinem Kumpel Andrè am heutigen „Strandhaus1“ in Hooksiel und blickte aufs Meer. Aus dem spontanen Gedanken „Hier müssten wir eigentlich mal eine Techno-Party machen“ entwickelte sich rasch ein Herzensprojekt.
Aussteiger-Pärchen als Wegbereiter
Der Zufall spielte den Gründern in die Karten: Ein schwedisches Aussteiger-Pärchen, Oskar und Anja, war zu diesem Zeitpunkt mit seinem Segelboot im Hooksieler Hafen gestrandet. Oskar, selbst DJ, hatte das passende Mischpult direkt an Bord; Anja bewies ein außergewöhnliches Händchen für die stimmungsvolle Dekoration. Mit etwas extra technischem Equipment und einer Mobilisierung über die sozialen Medien war die erste Party geboren – über 100 Musikbegeisterte feierten bis tief in die Nacht einen magischen Einstand. Schon im Folgejahr 2019 knackte die zweite Auflage die Marke von 250 Gästen.
Nach einer mehrjährigen Pause wird das Strand-Festival jetzt zu neuem Leben erweckt. Mit Lucas von Northlight-Eventtechnik und seinem Team haben sich erneut Musikbegeisterte gefunden, die den Strandabend mit elektronischen Klängen füllen und die Vision der Gründer fortführen.
Gehörschutz für Besucher
Unterstützung erhält das Event in diesem Jahr von der Wangerland-Touristik GmbH, die das Open-Air logistisch und organisatorisch begleitet. Um das Festival für jeden zugänglich zu machen, verzichten die Veranstalter bewusst auf Eintrittsgelder.
Die Kosten für die DJs und die Ton- und Lichttechnik werden über den Verkauf von Speisen und Getränken vor Ort gedeckt. Da es gegen Abend am Strand ordentlich laut und festivaltypisch dynamisch wird, gegen die Veranstalter kostenlos Gehörschutz-Pfropfen an die Besucher aus. Die gibt es zudem auch auf den Campingplätzen in Hooksiel sowie beim Frische-Kiosk-Dekena.
Hooksiel (12. 6. 2026) – Einen schönen Blumenstrauß, ein dickes Dankeschön und eine Ehrenurkunde der Gemeinde Wangerland brachte Bürgermeister Mario Szlezak in die Kindertagesstätte Hooksiel. Der Grund: ein Dienstjubiläum.
Erzieherin Tanja Brämer-Neumann (auf dem Foto mit dem Bürgermeister) arbeitet seit 25 Jahre als Kindergärtnerin für die Gemeinde. „Ein Vierteljahrhundert Einsatz für die Kinder, für die Familien und unsere Gemeinde verdienst größten Respekt“, betonte Szlezak. Gerade in den Kindertagesstätten der Gemeinde würden die Mitarbeiterinnen unglaublich wertvolle Arbeit leisten oft mit viel Herz, Geduld und Engagement.
Hooksiel/Wangerland (12. 6. 2026) – Als „unhaltbaren Zustand“ bewertet der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) die Situation, dass es aktuell in der Gemeinde Wangerland keine freien Gewerbeflächen gibt. „Handwerksbetriebe können nicht wachsen oder müssen notgedrungen das Wangerland verlassen“, beklagt HHG-Vorsitzender Tobias Geisen. Das Problem müsse „schnellstmöglich durch die Ausweisung neuer Gewerbeflächen angegangen werden“.
Geisen kritisiert SPD und ZUW
Unternehmen und Unternehmern aus Handwerk, Handel und Gewerbe werde das Arbeiten und Wirtschaften durch politisch gesetzte Rahmenbedingungen immer schwerer gemacht. Für Vieles seien Bund und Land verantwortlich, für Manches aber auch der Gemeinderat vor Ort. Enttäuscht zeigt sich Geisen in diesem Zusammenhang von dem Verlauf der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Sanierung in der vergangenen Woche, an der er als beratendes Mitglied teilgenommen hat.
In der Sitzung hatte die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) einen Antrag eingebracht, wonach die Gemeindeverwaltung umgehend mit der Planung eines Gewerbegebietes in Tettens beginnen solle. Sprecher von SPD und ZUW (Unabhängige) waren zunächst skeptisch und verwiesen darauf, dass die Bauverwaltung der Gemeinde ohnehin überlastet sei und zunächst andere, zeitkritische Bauleitverfahren abarbeiten müsse.
Letztlich stimmte der Ausschuss dem Antrag aber doch einvernehmlich zu, was Geisen auf seine vehement Intervention zurückführt. Der HHG-Vorsitzende bewertet die zunächst gegen die Planung der neuen Gewerbeflächen eingebrachte Argumente als „fadenscheinig“, zumal auch Bürgermeister und Verwaltungschef Mario Szlezak (SPD) eingeräumt hatte, dass die Kapazitäten dafür im Rathaus vorhanden wären.
Müller weist Kritik zurück
Für die ZUW-Gruppe weist Ratsherr Immo Müller (UWW) die Vorwürfe des HHG zurück. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen und Argumenten sei ein ganz normaler Bestandteil der demokratischen Willensbildung in einem Fachausschuss. Hier werde nicht nur zugestimmt oder abgelehnt. „Genau das ist geschehen“, stellt Müller in einer Erklärung fest.
„Nicht in Ordnung“ sei es und möglicherweise dem Vor-Wahlkampf geschuldet, dass Geisen im Nachhinein die Argumente von Ratsmitgliedern als fadenscheinig bezeichne. Die Ausweisung von Gewerbeflächen stehe schon lange im Fokus aller im Rat vertretenen Parteien und Gruppen. „An welcher Stelle in der Gemeinde und ob in Tettens ist zu prüfen und vorzubereiten.“
Wilhelmshaven/Wangerland (12. 6. 2026) – Neben dem 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wird in diesem Jahr die Anerkennung des Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe vom 26. Juni 2009 gefeiert. Die in Wilhelmshaven beheimatete Nationalparkverwaltung lädt mit zertifizierten Nationalpark-Führerinnen oder -Führern zu einem vielfältigen Programm ein.
Im Rahmen des Weltnaturerbe-Geburtstages können Einheimische den Nationalpark bei Wattführungen erkunden. Foto: Melanka Helm/NLPVW
Von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Juni, finden entlang der niedersächsischen Küste und auf vielen Inseln Naturerlebnis-Veranstaltungen statt. Einheimische können kostenfrei an einer der Führungen teilnehmen und dabei das Wattenmeer vor ihrer Haustür unmittelbar erleben.
Zahlreiche Veranstaltungen
„Das Wattenmeer ist Wildnis von Weltrang im Großformat und von universellem Wert aus der Perspektive der Vereinten Nationen”, betont Florian Carius, Dezernent bei der Nationalparkverwaltung. „Nationalpark-Führungen unterstützen dabei, die auf den ersten Blick verborgenen Besonderheiten dieser veränderlichen Naturlandschaft zu entdecken und ihre Einzigartigkeit bewusst zu erleben.“ Ziel sei es, die globale Bedeutung des Weltnaturerbes zu vermitteln und so für seinen Schutz zu sensibilisieren.
Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen zu Treffpunkten und Ausrüstung werden direkt von den jeweiligen Veranstaltenden bereitgestellt. Zudem werden Führungen für geschlossene Gruppen, etwa in Kooperation mit Seniorenheimen oder Schulklassen, angeboten.
Führungen im Wangerland
Im Bereich der Gemeinde Wangerland werden gleich mehrere Veranstaltungen angeboten: „Bequem Vögel beobachten“ heißt es etwa am 28. Juni ab 13.30 Uhr in Horumersiel. Treffpunkt ist am Horumersieler Hafen. Im Nahbereich hat man direkten Einblick in Hochwasserrastplätze, eine Salzwiese, das Watt mit den Lahnungen sowie auch das Wangertief als Süßwasserlebensraum. Diese Führung dauern etwa zwei Stunden. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.
Ebenfalls am 28. Juni um 11 Uhr startet in Minsen (Treff: Seewiefken-Skulptur) eine Salzwiesenführung in den Elisabethaußengroden. Anbieter ist das Nationalpark-Haus Wangerland. Anmeldung entweder per Mail (nationalparkhaus@wangerland.de )oder telefonisch unter 04426/90470-0.
In Schillig kann man am 26. Juni ab 20 Uhr eine „Vogelführung in den Sonnenuntergang“ erleben. Während der Führung werden an der Lagune und den Hochwasserrastplätzen Vögel beobachtet, etwa Regenpfeifer und andere Watvögel, Enten, Gänse, Möwen und Singvögel. Die Tour mit gemeinsamem Picknick dauert etwa drei Stunden. Treffpunkt ist am Deichaufgang bei der Jugendherberge. Anmeldung erforderlich bei Nationalpark-Führerin und Ornithologin Susanne Mickstein (Tel. 04421/7728240) oder per E-Mail an susanne.mickstein@gmx.de.
Wanderungen mit Kind und Hund
Am 26. Juni um 14 Uhr, 27. Juni um 15 Uhr und am 28. Juni um 16 Uhr werden Wanderungen zur Vogelinsel Minsener Oog angeboten. Für Hin- und Rückweg werden etwa viereinhalb Stunden veranschlagt. Treffpunkt ist die Bäckerei „Lorenz Victorbur“ am Strand von Schillig. Die Führung übernimmt Nationalpark-Führer Rolf Tiegges. Rückfragen unter Telefon 0152/22633234 möglich.
Eine küstennahe Wattwanderung am 28. Juni ab 15.30 Uhr ab Schillig (Weltentor) trägt den Nahmen „Watt zum Schnuppern – Wattwanderung für Zwei- und Vierbeiner“. Sie ist insbesondere für Familien mit Kindern ab 6 Jahre (mit oder ohne Hund) geeignet. Begleiterin ist Nationalparkführerin Sandra Dunkmann. Anmeldung unter 0157/81797261 oder per Mail an WattwandernmitSandra@web.de.
Besuch bei den Vogelwarten
Der Nationalpark-Führer Jürgen Wackwitz nimmt am 28. Juni ab 15:30 Uhr Interessierte mit zu einer etwa fünfstündigen Wattwanderung nach Minsener Oog. Die Themen: Was sagen die Vogelwärter? Welche Zugvögel sind da? Und was macht das Brutgeschäft? Treffpunkt ist das Weltentor in Schillig. Anmeldung telefonisch unter 04461/3149 (mit AB) oder 0162-3449878 sowie per Mail (miniorarts@gmx.de).
Hooksiel (11. 6. 2026) – Das Leben von Tobias Geisen ist voller Energie. Beruflich und privat. Als Unternehmer setzt der Hooksieler auf Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende. Privat will er Hooksiel in Schwung bringen – sei es als Vorsitzender des örtlichen Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe, im Vorstand von Dorfgemeinschaft und Förderverein der Grundschule oder auch als Initiator des Projekts „Hooksmeer 2.0“.
Trassen wie etwa die für die Gaspipeline von Hooksiel nach Etzel wollen genau geplant sein. Die Hooksieler Nojalu Infrastruktur GmbH unterstützt dabei die Investoren. Foto: Nojalu
Geisen (47) ist in der Eifel in der Nähe von Koblenz geboren. Nach der Schule hat er an der Technischen Universität Clausthal im Harz Bergbau mit den Schwerpunkten Tiefbau und Bohrtechnik studiert und im Anschluss ab 2005 als Bergbau-Ingenieur gearbeitet. „Als Steiger im Schichtdienst in K+S-Bergwerken in Neuhof bei Fulda und Zielitz bei Magdeburg“, erinnert sich Geisen. Sechs Jahre lang habe er danach im Salzbergwerk Bernburg an der Saale sein Geld verdient, zuletzt als stellvertretender Produktionsleiter.
Als Steiger in Bergwerken gearbeitet
Danach ging es nach Kanada, wo der Kasseler K+S-Konzern ein neues Kali-Bergwerk aus dem Boden stampfen wollte. Ein Milliarden-Projekt mitten in der Prärie, an dessen Planung und Bau Geisen beteiligt war. Nach Fertigstellung des untertägigen Bereichs im neuen Solfeld kehrte der Ingenieur aber mit Frau und dem ersten Kind im Gepäck 2015 nach Deutschland zurück und arbeite hier noch bis 2018 für den K+S-Konzern.
Der Weg in die Selbstständigkeit begann 2018 mit dem Einstieg als Geschäftsführer und Mitgesellschafter in ein Planungsunternehmen in Esens. Die Familie Geisen mit damals zwei Kindern zog nach Hooksiel. Das Unternehmen wuchs schnell von zehn auf 45 Mitarbeiter. „Zu schnell“, sagt Geisen aus heutiger Sicht. Es gab Unstimmigkeiten zwischen den Gesellschaftern. Man trennte sich 2021. Und Tobias Geisen gründete mit der Nojalu Infrastruktur GmbH sein eigenes Planungs- und Ingenieurbüro. Nojalu steht übrigens für die ersten Buchstaben der mittlerweile drei Söhne von Familie Geisen.
Planung von Trassen für Kabel und Pipelines
Die acht bis neun Mitarbeiter des Unternehmens begleiten heute in ganz Deutschland Vorhaben, vornehmlich Infrastrukturplanungen wie etwa für die Verlegung von Erdkabeln oder den Bau von Rohrleitungen und Pipelines für Strom, Gas oder Wasser. Von Windrädern auf See gewonnener Strom muss per Kabel an Land gebracht, per Schiff importiertes Flüssigerdgas (LNG) zu Kavernen gepumpt werden. Hier kreuzen andere Kabel, dort müssen Straßen- oder Bahngleise passiert werden.
Bergbau-Ingenieur Tobias Geisen betreut mit seinem Unternehmen zahlreiche Projekte rund um die Energiewende. Aus seiner Sicht ergeben sich daraus auch Chancen für Hooksiel. Fotos: Nojalu
Zur Planung gehört viel technisches Wissen, aber auch die Begleitung von Genehmigungsverfahren oder Gespräche mit Kommunen und betroffenen Grundeigentümern. „Meist verstärken wir die Teams der Investoren. Wir sind die Antwort auf den Fachkräftemangel“, so Geisen. „Über einen Mangel an Aufträgen brauchen wir uns die nächsten 20 Jahre keine Sorgen machen.“
Großprojekte in ganz Deutschland
Zur Expertise des Unternehmens gehören auch Planungen im Bereich der Geothermie, also der Nutzung der im Erdinneren erzeugten Wärme. Geschäftsführer Geisen selbst arbeitet mit an den Planungen für den „Suedlink“, eine der gewaltigen Stromleitungen, über die in einigen Jahren Windstrom aus dem Norden in den Süden der Republik transportiert werden soll. Eingebunden sei sein Unternehmen auch in die Planung eines Infrastruktur-Tunnels in Berlin. Hinzu kommen Investitionen im Bereich der „Energiedrehscheibe“ Wilhelmshaven wie etwa das NeuConnect-Projekt. Ziel ist es, die Stromnetze Großbritanniens und Deutschlands mit einem Seekabel zu verbinden. Dafür müssen aber auch landseitig geeignete Kabeltrassen gefunden werden.
Geisen ist überzeugt davon, dass die zahlreichen Energieprojekte im Raum Wilhelmshaven die Region verändern. Dabei sieht er auch Chancen für das benachbarte Hooksiel. Etwa für Gastronomie und Hotellerie oder für die Ansiedlung von Unternehmen. „Es werden viele Firmen in die Region kommen, auch kleinere. Die benötigen sofort Büroräume – und später vielleicht auch ein Grundstück in einem Gewerbegebiet.“
Bedarf an „Co-Working-Büros“
Gerade in der Startphase seien da so genannte „Co-Working-Büros“ interessant, also voll ausgestattete Büroräume, die die Unternehmen für eine bestimmte Zeit mieten. Nach den Vorstellungen von Geisen könnten einige davon in einem Mehrzweckgebäude am Hooksieler Außenhafen untergebracht werden – mit Blick auf die Jade und den Voslapper Groden.
Ausdrücklich unterstützt er die Pläne der Hafengesellschaft NPorts, den Außenhafen durch ein Mehrzweckgebäude aufzuwerten. Da NPorts selbst nicht als Investor auftreten will, hatte Geisen kürzlich im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss seine Idee vorgetragen, das Gebäude mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes durch eine noch zu gründende gemeinnützige GmbH zu errichten. Im ersten Anlauf verfing der Vorschlag bei den Politkern noch nicht. Ob es einen zweiten Vorstoß geben wird, bleibt abzuwarten.
Wangerland/Horumersiel (10. 9. 2026) – Immer wieder fallen Straßenlaternen aus. Das Licht flackert oder ganze Straßenzüge bleiben komplett im Dunkeln. Die Suche nach der Ursache dafür gestaltet sich oft als aufwendig. Häufig sei es günstiger, so Torsten Meuer aus der technischen Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland, einen Kabelstrang komplett zu erneuern als nach der eigentlichen Schadstelle zu suchen, um das Kabel gegebenenfalls reparieren zu können.
Wenn Straßenlaternen nicht leuchten, ist das ärgerlich. Häufig liegt die Ursache dafür aber nicht in der Elektrik der Lampe selbst, sondern in einer schadhaften Erdverkabelung. Archiv-Foto: hol
Die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, das leidige Thema durch einen Dienstleistungsvertrag mit Fixkosten an einen externen Handwerksbetrieb auslagern zu können, haben sich zunächst zerschlagen. Wie Meuer vor dem Wegeausschuss sagte, habe eine entsprechende Ausschreibung aufgehoben werden müssen, da die Preise in den Angeboten deutlich höher lagen als von der Gemeinde erwartet.
Gemeinde hebt Ausschreibung auf
Die LED-Straßenlaternen selbst seien meist nicht die Ursache für Ausfälle. Häufig lägen diese im Bereich der Erdkabel. Eine Reihe von Kabeln für die Straßenbeleuchtung wurden zum Beispiel im Zuge der Verlegung von Glasfaserkabeln beschädigt. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde gezielt Unternehmen um Angebote gebeten, die sowohl Elektro- als auch Erdarbeiten anbieten. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung ist die Suche nach der „Lösung aus einer Hand“ aufgrund der deutlich zu hohen Preisforderungen aber vorerst gescheitert.
In einer neuerlichen Ausschreibung wolle man jetzt wieder die reinen Elektro-Arbeiten vergeben. Für Erdarbeiten müssten dann separate Firmen gesucht werden. „Hier und da kann sicher auch mal der Bauhof der Gemeinde einspringen“, hofft Meuer.
Bordsteine absenken?
Komplexer als von dem einen oder anderen Kommunalpolitiker erhofft gestaltet sich auch ein anderes Projekt. Ein Bürger mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen Sohn hatte den Antrag gestellt, die Fußwege im Bereich von Übergängen in Horumersiel barrierefrei umzugestalten. Dafür müssten nach seiner Einschätzung 16 Bordsteine abgesenkt werden.
Mit dem Thema „Barrierefreies Horumersiel“ werden sich jetzt nach den Worten Meuer Studierende der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven befassen. Das Projekt werde aber erst im Semester 2027 auf dem Lehrplan stehen. Die Hoffnung der Gemeinde: Die Studierenden erarbeiten ein Konzept, das Barrierefreiheit umfassend betrachtet.
Nicht nur aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, sondern zum Beispiel auch aus der Sicht von Sehbehinderten. „Die Bordsteine, die wir sonst gegebenenfalls absenken würden, sind vielleicht genau die, die Sehbehinderte für ihre Orientierung brauchen“, so Meuer. Mit einem Konzept in der Hand könne die Gemeinde möglicherweise auch Fördergelder anzapfen. Denn, so der Baufachmann: „Allein für jede Absenkung eines Bordsteins muss man Kosten von 1000 Euro veranschlagen.“
Wangerland/Wüppels (9. 6. 2025) – „Kulturscheune de Luxe“ heißt das Format, das Freunde von Kunst und Kultur am Samstag, 27. Juni, im Wangerland erleben können. Ganz praktisch heißt das: Eine ansonsten für landwirtschaftliche Zwecke genutzte Lagerhalle verwandelt sich für einen Tag in eine Bühne für Musik und Literatur.
Yevgeny Sapozhnikov lädt für den 27. Juni in die „Kulturscheune de luxe“ auf den Hof Oldeborg bei Wüppels ein. Foto: privat
Schauplatz für das Fest der Sinne ist wie im Vorjahr der Hof der Familie Ahmels in Wüppels bei Hooksiel. Das Programm sieht von 13 bis 19 Uhr mehrere Teilveranstaltungen vor, die Besucher einzelnd oder auch als Paket erleben können.
Drei Teilveranstaltungen
Zum Auftakt ab 13 Uhr gibt es ein klassisches Konzert mit einer Lesung. Das „Duo Kashalot“ – Yevgeny Sapozhnikov (Violoncello) und Artem Kanke (Klavier) – eröffnet das Festival mit der Cellosonate von Sergei Prokofjew. Begleitet wird das Konzert von einer experimentellen Live-Video-Performance in Zusammenarbeit mit dem Grafikkünstler Serhiy Horobets. Im Anschluss liest Bestsellerautorin Giulia Endres aus ihrem neuen Buch „Organisch“.
Der zweite Kulturblock beginnt um 15.30 Uhr. Der Pianist Christoph Soldan und die Schlesischen Kammersolisten präsentieren Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ sowie das neue Werk „Vivaldiana“ von Dariusz Zboch. Danach liest Angelika Klüssendorf aus ihrem Werk „Risse“.
Jazz in schönem Ambiente
Den Schlusspunkt setzt ab 18 Uhr ein Konzert der „Sheila Heyartz Band“ aus Jever – ein musikalischer Ausklang mit Jazz und Groove.
Zwischen den Programmpunkten laden regionale Anbieter zum Verweilen auf dem über 250 Jahre alten Gulfhof mit seinem friesischen Ambiente ein: Dazu bietet der Rotary Club Jever-Jeverland internationale kalte und warme Spezialitäten an. Hausgebackene Kuchen gibt es von den Landfrauen. Dazu gibt es Getränke von Kaffee über Wein bis zum Bier. Karten im Vorverkauf für eines der drei Events (ab 25 Euro) oder für Kombi-Tickets (ab 65 Euro) gibt es im Internet .
Hooksiel (9. 6. 2026) – Ihr Start-Up „Bellari“ gilt als Musterbeispiel für eine Unternehmensgründung. Ihre Liebe zu Hunden kennt keine Grenzen. Vier Mal war die in Hooksiel lebende UnternehmerinAnn-Christin Schubert inzwischen mit einer Hilfsorganisation in der Ukraine, um Menschen und Vierbeinern in dem vom Krieg geschundenen Land zu helfen, teilweise nur wenige Hundert Meter hinter der Frontlinie.
Die Hooksieler Jungunternehmerin Ann-Christin Schubert schildert ihren Weg in die Selbstständigkeit in einem Podcast der „Gezeitengänger“.
Jetzt hat die 32-Jährige eine weitere Herausforderung gemeistert. Sie wurde von Jens Koch und Christopher Groß nach Bad Zwischenahn zum Format „Gezeitengänger“ eingeladen und hat sich fast eine Stunde lang einem Interview gestellt, das jetzt als Podcast kostenlos abgerufen werden kann (open.spotify.com).
Nachgezeichnet wird in dem Gespräch der Weg und die Motivation der in Wilhelmshaven geborenen jungen Frau in die Selbstständigkeit – und zwar schon während ihres Wirtschaftsstudiums an der Jade-Hochschule. Wegweiser dafür waren ihr eigener Hund und die Idee, dass man aus alten Feuerwehrschläuchen besonders strapazierfähiges Hundespielzeug herstellen können müsste.
Wo bekommt man die Schläuche her? Wie entsteht ein erster Prototyp? Wie kann eine Produktionslinie aussehen? Und wie findet man letztlich Käufer für das neue Produkt? Fragen über Fragen. Als Herzstück ihres Unternehmens hat Ann-Katrin Schubert 2021 den Online-Shop „bellarie.de“ aufgebaut. Ein Jahr später wurde sie mit dem „Gründerpreis Nordwest“ ausgezeichnet. Inzwischen haben auch verschiedene Ladengeschäfte ihre Produkte im Angebot.
Wer im Internet bei den „Gezeitengängern“ vorbeischaut, hat zudem die Chance, – neben Produkten von anderen Gesprächspartnern – von Ann-Christin Schubert entwickelte Futterdummys für Hunde (Markenname: „Herr Schrödinger“) zu ersteigern. Die Erlöse der Benefizaktion sollen der NCL-Stiftung zugute kommen, die an Kinderdemenz erkrankte Kinder und deren Familien sowie die Forschung zu diesem Thema unterstützt.
Hooksiel (8.6. 2026) – Die Dressurmannschaft des Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel ist neuer Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A* 2026. Die Meisterprüfung fand am Wochenende bei einem Turnier in Bockhorn/Grabstede statt.
Mannschaftsführerin Melanie Lüttge (ganz links) feierte mit den Reiterinnen (von links) Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie die Kreismeisterschaft. Foto: Elsbeth Noatzsch
Die Dressurmannschaft mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge errang am Samstag den zweiten Platz. Am Sonntag traten dann die drei besten Mannschaften um den Titel der Kreismeisterschaft des Kreisreiterverbandes (KRV) Friesland/Wilhelmshaven gegeneinander an.
Die Hooksielerinnen (Simone Gehm-Dettmann mit Pretty Valerie, Rieke Scherf mit Unlimited Passion, Freya Heinen mit Chico Saltando und Reena Peters mit Red Rosie) errangen souverän den ersten Platz und wurden somit Kreismeister in der Mannschaftsdressur Klasse A*. Damit hat sich die Mannschaft auch das Startrecht beim Landesturnier in Rastede gesichert.