Hooksiel (15. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel will als gemeinnützig anerkannt werden. Auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 18. März, stehen dafür Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Während sich der 113 Jahre alte Seebadeverein bislang laut Satzung vornehmlich um die „touristische Entwicklung“ gekümmert hat, sollen künftig die Denkmal- und Heimatpflege und die Pflege des Landschafts- und Ortsbildes von Hooksiel im Fokus stehen.
Szlezak und Riedel zu Gast
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Gästehaus. Als Gäste werden Bürgermeister Mario Szlezak und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, erwartet. Da sich die gemeindeeigene WTG in einer Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, darf von beiden Verantwortungsträgern eine Einschätzung zur aktuellen Lage erwartet werden. Unter anderem ist als Folge der finanziellen Schieflage der Tourismus-Tochter der Gemeinde das Hallenwellenbad in Hooksiel seit Oktober geschlossen. Das Bad und das gesamte Areal umzu stehen zum Verkauf.
Ideen fürs alte Feuerwehrareal
Ein weiteres Thema, mit dem der Seebadeverein sich seit Monaten intensiv beschäftigt: Die Entwicklung des ehemaligen Feuerwehrgeländes am Alten Hafen. Der erste Anlauf eines Planungsbüros, für das Filetgrundstück im Ortskern einen Hotelinvestor zu finden, war gescheitert.
Der Seebadeverein favorisiert nach zwei Diskussionsrunden mit Bürgern den Bau einer Markthalle oder eines Bürgerhauses, in dem – so einige der Gedanken aus der Ideensammlung – neben Marktständen auch kleine Geschäfte, eine Gastronomie, eine Tourist-Info und ein Treffpunkt für Vereine untergebracht werden könnten. Details sollen sich unter anderem aus einer Bedarfsanalyse ergeben, die wiederum Grundlage für einen Architekten-Wettbewerb und die Suche nach einem Investor sein könnte.
Hooksiel (14. 3. 2026) – Auf dem Bildschirm tobt das Verbrechen. Abend für Abend. Mal auf Usedom, mal im Erzgebirge, mal in Ostfriesland. Mehr oder weniger eigenwillige Ermittler lösen mehr oder weniger originelle Verbrechen. Meistens zumindest. Das Publikum vor den Fernsehern ist nur wenige Meter vom Geschehen entfernt, aber doch nicht wirklich dabei.
Hajo Hasbargen hat die Schauspielerei als sein Hobby entdeckt. Seit 2026 hat der Hooksieler als Komparse bereis an elf Krimi-Verfilmungen für das ZDF mitgewirkt. Foto: privat
Anders bei Hajo Hasbargen. Der Hooksieler hat seit Sommer 2016 an insgesamt elf Verfilmungen von „Ostfriesland-Krimis“ des Autors Klaus-Peter Wolf und zwei „Friesland- Krimis“ für das ZDF mitgewirkt. Als Komparse. Also als Schauspieler in der zweiten Reihe. Der wesentliche Unterschied zu „echten“ Schauspielern: Komparsen haben nur sehr selten Texte zu sprechen. Manchmal tauchen sie nur für wenige Sekunden in einem Film auf, meist im Hintergrund, häufig kaum wahrnehmbar – aber sie gehören dazu, sind wichtig für das stimmige Umfeld.
Drehorte in Ostfriesland
Der letzte Einsatz liegt erst wenige Tage zurück. Zuletzt in Norden und zuvor am Hafen von Bensersiel drehte Produzent Martin Lehwald von der Schiwago Film GmbH (Berlin) Szenen für „Ostfriesenzorn“ und „Ostfriesentod“. Beide Filme werden voraussichtlich 2027 ausgestrahlt werden. Mit dabei unter anderem Piccco von Groote als Kommissarin Kathrin Klaasen, Tom Radisch als Kommissar Frank Weller, Hajo Hasbargen als namenloser Polizist und – als zweiter Komparse aus Hooksiel – Krabbenfischer Sven Kaiser, der als Kapitän eines Wasserschutz-Bootes im Einsatz ist.
Blick hinter die Kulissen
„Es ist schon spannend, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können“, sagt Hajo Hasbargen. Der Elektrotechniker in Vorruhestand hatte sich vor acht Jahren eher aus Spaß auf eine Suchanzeigen hin erstmals als Komparse beworben. Warum er seinerzeit beim Casting aus den rund 500 Bewerbern ausgewählt wurde? Der Hooksieler weiß es nicht genau. Aber jedenfalls habe es ihn sehr gefreut, als wenig später der Anruf kam und jemand fragte: „Wann haben Sie Zeit?“
Eine Szene aus einem Krimi mit dem Hooksieler Hajo Hasbargen als Polizist in der zweiten Reihe. Foto: privat
Ja, Zeit braucht man beim Film. Als Mitarbeiter in der Produktion, an der Kamera, als Schauspieler und auch als Komparse. Immer wieder und wieder werden notfalls bestimmte Szenen gedreht, bis das letzte Detail passt. Der erste Drehtag bei „echtem Schietwetter“, so erinnert sich Hajo Hasbargen, begann um 18 Uhr und hätte eigentlich um 23 Uhr enden sollen. Zuhause war er dann um 6 Uhr morgens. Im Film selbst war er letztlich selbst kaum zu erkennen – er spielte einen Beamten der Spurensicherung, der aber eine Kapuze trug.
Komparsen für den Film unverzichtbar
Ohnehin wisse man kaum, was von dem gedrehten Material letztlich tatsächlich in den Film gelangt, schildert Hasbargen. Die Szenen werden nicht in der Reihenfolge aufgenommen, wie sie nachher im fertigen Film zu sehen sind. Oft werden alle Szenen zusammen gedreht, die an einem Ort spielen. Manchmal bestimmen aber auch das Wetter oder die Verfügbarkeit der Schauspieler den Drehplan.
Den Überblick hat die Regie, die aus dem Material am Ende ein spannendes Ganzes macht. Die Komparsen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle, sind aber für das Gesamtbild unverzichtbar. Mal sieht man sie nur von hinten, mal nur einzelne Körperteile, mal werden sie auch komplett herausgeschnitten.
Abschiedsgruß an Ubbo Heide
Aber es gibt für sie auch anspruchsvolle Aufgaben. „Als Polizist sollte ich den Ermittlern einen geschlossenen Koffer überreichen“, erinnert sich Hasbargen. „Aber der Koffer wollte nicht zu gehen.“ Die Anweisung von der Regie: „Dann tu so …“. Oder: Kommissar Ubbo Heide verlässt das Büro in Richtung Feierabend, geht vorbei an seinem uniformierten Kollegen (Hajo Hasbargen). Gehört es sich da nicht, dass man sich verabschiedet? Und schon hat der Hooksieler seinen ersten Sprech-Auftritt: „Tschüss!“
Für Hasbargen ist die Mitarbeit beim Film zu einem schönen Hobby geworden. Man lerne viele spannende und meist nette Leute kennen. Unter den Komparsen, aber auch aus dem Aufnahmeteam oder unter den Schauspielern, darunter etwa Filmgrößen wie Julia Jentsch, Christian Erdmann, Kai Maertens oder Felix Vörtler, der im „Friesland-Krimi“ Hauptkommissar Jan Brockhorst spielt.
Applaus vom ganzen Team
Nicht vergessen wird Hajo Hasbargen eine Szene, in der und zwei weitere Komparsen die Hauptrolle gespielt haben. Das Trio wurde während einer Drehpause in einen Raum gebeten. „Dort standen sie dann alle: Produzent, Regisseur, Schauspieler, Kameraleute – und haben uns applaudiert. Das ist schon ein besonderes Zeichen der Wertschätzung. Das vergisst man nicht“, sagt der Hooksieler, der nach wie vor auch gern selbst Krimis im Fernsehen guckt. „Aber man sieht einen Film anders, wenn man selbst mal dabei war.“
Hooksiel/Horumersiel (13. 3. 2026) – Es geht wieder los. „Live hinterm Deich“ startet mit einer Oster-Edition. Zwischen Dienstag, 24. März, und Donnerstag, 9. April, veranstaltet die Wangerland Touristik GmbH in Horumersiel und in Hooksiel Livemusik-Konzerte. Der Eintritt ist frei, für Getränke ist gesorgt.
Die Band „Intunes“ tritt am 9. April im Gästehaus in Hooksiel auf. Archiv-Foto: hol
Die beliebte Bühnenreihe ist fester Bestandteil im Kulturprogramm im Wangerland. An insgesamt sechs Abenden erwartet das Publikum in den Osterferien ein abwechslungsreicher Mix aus handgemachter Musik, bekannten Songs und frischen Sounds. Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr – dienstags im Kursaal Horumersiel und donnerstags im Gästehaus Hooksiel.
Das Rock- und Pop-Duo „Hey Brother“ garantiert am Dienstag, 24. März, mit tanzbarer und feierfreudiger Musik für Stimmung in Horumersiel. Die Oldenburger Band „Honeybird“, am Donnerstag, 24. März in Hooksiel, interpretiert bekannte, weniger bekannte, aber vor allem eingängige Songs aus verschiedenen Jahrzehnten.
Die Familienband „Adenalin“ aus Aurich trägt am 31. März in Horumersiel unterschiedlichste Titel der vergangenen Jahrzehnte vor. Am 2. April gibt die Wangerländer Band „Syracrus“ mit Oldies aus den 60er- und 70er Jahren ein Gastspiel in Hooksiel.
Der heimische „Shantychor Likedeeler“ gestaltet am 7. April einen Abend mit maritimen Liedern in Horumersiel. Abgeschlossen wird der Konzert-Reigen am 9. April von der Band „Intunes“ in Hooksiel. Das Publikum darf sich dann unter anderem auf Folk- und Rockmusik freuen.
Hooksiel (12. 3. 2026) – Zu den Reizen von Hooksiel gehört die Überschaubarkeit des Ortes. Wer einigermaßen gut zu Fuß ist, der kann an einem Tag fast das gesamte Nordseebad ablaufen. Schwieriger wird es für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen, die auf Rollatoren angewiesen sind. Die Fußwege sind zum Teil holprig, zum Teil sehr schmal. Hinzu kommt, dass stellenweise Hecken und Gebüsche von den anliegenden Grundstücken in den Gehweg hineinwachsen.
Kein Platz mehr für Fußgänger: Mülltonnen versperren vor einigen Häusern nicht nur in der Friesenstraße die Gehwege. Foto: hol
Doch das ist es nicht allein, was eine Hooksielerin ärgert, die sich mit ihrem Unmut an „Hooksiel-life“ gewandt hat, namentlich aber nicht genannt werden möchte. Die Frau geht gern vom Wohnstift kommend die Friesenstraße entlang – mal auf dem Weg zum Einkaufen im Supermarkt, mal zum reinen Zeitvertreib. Häufig wird ihr der Weg aber durch auf dem Gehweg stehende Mülltonnen versperrt.
Fußgänger müssen ausweichen
„Ich kann ja noch verstehen, wenn am Morgen des Abholtages die jeweilige Mülltonne auf dem Fußweg steht“, so die Hooksielerin. Aber sobald die Müllabfuhr die Tonnen entleert hat, sollten die Behälter möglichst schnell wieder auf den Grundstücken verschwinden, damit Fußgänger nicht permanent vom Gehweg auf die Straße wechseln müssen, um die Engstellen zu passieren.
Als „unmöglich“ empfindet es die Dame, dass vor einigen Häusern, wohl zumeist mit Ferienwohnungen, die Wertstoff-, Bio- und Restmülltonnen gefühlt die ganze Woche auf dem Fußweg stehen. „Da kann man dann beim besten Willen nicht mehr dran vorbei kommen.“
Häufig vor Ferienwohnungen
Die Ursache für das Ärgernis liege vermutlich darin, dass die Vermieter ihren Hausmeisterservice nur einmal in der Woche gebucht haben. Der würde dann, je nach Abholplan, alle Tonnen an jenem Tag an die Straße und eine Woche später wieder zurückstellen. „Das geht doch so nicht“, klagt die ältere Dame, die dabei nicht nur an sich selbst denkt. „Wir machen uns den ganzen Ort kaputt.“
Rechtslage eindeutig
Die Rechtslage ist dabei eindeutig. In Friesland ist der Umgang mit Mülltonnen in der Abfallentsorgungssatzung des Landkreises geregelt. Darin heißt es: „Die Abfallbehälter sind …am Abfuhrtag rechtzeitig so bereitzustellen, dass der Abfuhrwagen auf öffentlichen oder dem öffentlichen Verkehr dienenden privaten Straßen an die Aufstellplätze heranfahren kann und das Laden sowie der Abtransport ohne Schwierigkeiten und Zeitverlust möglich sind.“ Weiter heißt es: „Die Aufstellung (der Tonnen) muss so erfolgen, dass Fahrzeuge und Fußgänger nicht behindert oder gefährdetwerden.“ Und abschließend: „Nach der Entleerung sind die Abfallbehälter und eventuelle Abfallreste von den Anschlusspflichtigen . . . unverzüglich von der Straße zu entfernen.“
Hooksiel (11. 3. 2026) – Nach seinem überraschenden zweiten Platz Anfang Januar beim „KidsCup“ des Westdeutschen Skiverbandes gegen etablierte Konkurrenten aus den Skiclubs der Wintersport-Region Sauerland hatte sich Leonard Köster vom SC Wangerland für den Saisonabschluss in Willingen im Riesenslalom einiges vorgenommen. Nach sehr gutem Start ins Rennen hielt dann aber auf halber Strecke leider die Piste bei frühlingshaften Temperaturen nicht.
Das Training am Deich hat sich ausgezahlt: Auch wenn für den Hooksieler Leonard Köder die Skisaison etwas unglücklich endete, konnte er beweisen, dass auch Talente aus dem friesischen Flachland im Wintersport mithalten können. Archiv-Foto: privat
Der Hooksieler flog Mitte des Rennens bei hohem Tempo aus der Kurve. Leonard blieb zum Glück unverletzt. „Selbst die Videoanalyse ließ keinen Fahrfehler erkennen“, versicherte sein Vater Bernhard Köster gegenüber „Hooksiel-Life“.
Was möglich gewesen wäre, lässt die Zeit im zweiten Lauf erahnen, bei dem der Hooksieler trotz seines Sturzes noch einmal an den Start gehen durfte. Leonard, der den Durchgang etwas verhalten angegangen war, passierte trotzdem mit der drittbesten Zeit die Ziellinie.
Am Sonntag stand dann ein Slalom auf dem Programm. Den Sturz vom Samstag wohl noch im Kopf, fuhr Leonard zunächst eher verhalten. Dennoch reichte es im ersten Durchgang zum vierten Platz. Danach hieß die Devise für den zweien Lauf: Volles Risiko.
Diesmal deutlich ambitionierter kam der Hooksieler sehr gut in den Parcours rein. Doch das Pech blieb ihm treu. Am viertletzten Tor fädelte Leonard ein und stand somit am Ende mit leeren Händen da.
Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich im Zeitraum von Freitag, 6. März, gegen 13 Uhr bis Dienstag, 10. März, gegen 12 Uhr in der Viethstraße in Hooksiel ereignet haben soll. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei ein etwa kniehoher, seitlich angebrachter Maueraufsatz an der Zufahrt eines Grundstücks durch ein Fahrzeug beschädigt.
Der Schaden in der Viethstraße. Die betroffenen Mauerteile liegen im Straßengraben. Foto: Polizei
Vermutlich durch den Aufprall des Fahrzeugs stürzte ein Teil der Mauer ins Wasser des darunter verlaufenden Straßengrabens. Der Unfallverursacher entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und sich zu melden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeistation Wangerland unter der Telefon 04463/808910 in Verbindung zu setzen.
Wilhelmshaven/Hooksiel (11. 3. 2026) – Die Energiewende findet unmittelbar vor den Toren Hooksiels statt. Die zum „Energy Hub“ zusammen geschlossenen Unternehmen treiben dort die Transformation der Region voran – mit Risiken und Herausforderungen, aber auch mit Chancen.
Messe zur Berufsorientierung
Bei der Berufsorientierungsmesse „Energy Up 2026“ am Mittwoch, 19. März, stehen die Chancen gerade für heutige und künftige Arbeitnehmer im Mittelpunkt. Im Zuge der Veranstaltung, die von 10 bis 18 Uhr in der Nordseepassage in Wilhelmshaven stattfindet, stehen die beruflichen Perspektiven im Fokus.
Die Messe bietet Unternehmen aus den Bereichen Energie, Industrie, Handwerk und Zukunftstechnologien eine Plattform, um mit Interessierten sowie potenziellen künftigen Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachkräfte und Quereinsteigende Einblicke in Berufsbilder, Karrierewege und aktuelle Stellenangebote.
Perspektiven für die Region
„Mit der Energy Up 2026 verbinden wir regionale Wirtschaftsentwicklung, Fachkräftesicherung und Zukunftsthemen wie die Energiewende vor Ort auf erlebbare Weise“, sagt Susann Schäfer-Biscan, Netzwerkmanagerin des Energy Hub. „Die Messe soll Orientierung geben, Netzwerke stärken und Perspektiven für die Zukunft in unserer Region aufzeigen “, ergänzt Ingo Theilen vom gemeinsamen Arbeitgeber-Service Wilhelmshaven.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Energy Hub in Kooperation mit dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und des Jobcenters Wilhelmshaven sowie der Wirtschaftsförderung Wilhelmshaven GmbH.
Hooksiel (10. 3. 2026) – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland steht vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Mitglieder sinkt, die Kosten fürs Personal sowie den Unterhalt von Gebäuden und Friedhöfen seien kaum noch zu stemmen, sagte Fredo Eilts am Montagabend vor dem Männerkreis im Walter-Spitta-Haus. Vor diesem Hintergrund werde es immer schwerer, „die Kirche im Dorf“ zu lassen.
Diakon Fredo Eilts (rechts) stellte sich als neuer Seelsorger beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel vor. Links im Bild: Männerkreis-Leiter Herbert Ulfers. Foto: hol
Treffen könnte das auch Hooksiel, räumte der Diakon ein, der seit dem 1. Februar Teil des Seelsorge-Teams im Wangerland ist. Nach den aktuellen Plänen der Oldenburgischen Landeskirche soll das zentral gelegene Stephanus-Haus in Hohenkirchen das Gemeindehaus fürs ganze Wangerland werden. Es soll entsprechend erweitert und energetisch saniert werden. Vom 1983 gebauten, von zahlreichen kirchlichen und anderen Gruppen genutzten Walter-Spitta-Haus in Hooksiel wolle sich die Kirche mittelfristig trennen.
Walter-Spitta-Haus steht zum Verkauf
„Es gibt schon jetzt mehrere Interessenten“, sagte Eilts, der zusagte, sich dafür einsetzen zu wollen, dass die Menschen vor Ort bei den wirtschaftlich notwendig erscheinenden Veränderungen mitgenommen werden. Das Walter-Spitta-Haus gehört zur zentralen Infrastruktur im Ort. Vor allem dann, wenn die Wangerland Touristik GmbH das Gästehaus nicht mehr halten könne, sei das Haus als Treffpunkt für Vereine und Gruppen aller Art unverzichtbar, zumal es in Hooksiel kein Dorfgemeinschaftshaus gebe, hieß es aus der Runde des von Herbert Ulfers geleiteten Männerkreises.
Die ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland deckt nach dem Beitritt der Kirchengemeinden Wiarden und Minsen zum Jahresbeginn nahezu das gesamte Gemeindegebiet ab. Zu ihr gehören rund 4700 Christen, 13 überwiegend historische Kirchen sowie zahlreiche Friedhöfe und sonstige Gebäude. Wo sich früher acht Geistliche um das Seelenheil der Gläubigen kümmerten, war nach der Verabschiedung von Pastor Jürgen Walter (Hohenkirchen) und Sabine Kullik (Minsen) in den Ruhestand und dem Wechsel von Pastor Stefan Grünefeld (Hooksiel) nach Oldenburg Hanja Harke (Waddewarden), trotzt Unterstützung von einigen Interimskräften, weitgehend auf sich allein gestellt – mit einer Halbtagsstelle.
Diakon darf trauen und beerdigen
Fredo Eilts (57) besetzt jetzt eine der Stellen im künftigen interprofessionellen Team, das sich um die Aufgaben in der Kirchengemeinde kümmern soll. Der aus Ostfriesland stammende Diakon, der im nördlichen Wangerland lebt, hat sein Theologiestudium mit einem Diplom absolviert, aber keine kirchlichen Examen abgelegt. Als Angestellter der Kirche darf er aber alle Aufgaben von Pastoren erledigen: Also predigen, taufen, trauen, beerdigen, seelsorgerische Gespräche führen und, wie Eilts mit einem gewissen Bedauern schilderte, bürokratische Pflichten erfüllen.
Die Zukunft des Walter-Spitta-Hauses ist ungewiss. Die Kirche will sich von dem Gemeindehaus mittelfristig trennen. Foto: hol
Zurzeit sei er mit der energetischen Bestandsaufnahme aller Kirchengebäude beschäftigt. Die Oldenburgische Landeskirche möchte bis spätestens 2045 klimaneutral sein. Wichtiger für ihn seien aber die persönlichen Gespräche mit Menschen, versichert der Geistliche.
Weitere Pastorin in Sicht
Eilts hatte zuletzt mit einer halben Stelle als Diakon in Jever sowie einer halben Stelle als Religionslehrer gearbeitet. Das Wangerland, und auch Hooksiel, seien ihm aus der Jugendarbeit wohl vertraut, aber auch aus eigenem Erleben. „Ich habe noch zu Zeiten von Pastor Rudolf Brahms in meiner Studienzeit in Hooksiel Orgel gespielt.“
Möglicherweise bekommen Hanja Harke und Fredo Eilts demnächst weiter Verstärkung. Wie Eilts sagte, gebe es auf die erneut ausgeschriebene Stelle von Pastor Grünefeld eine Bewerbung einer erfahrenen Pastorin. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass die Geistliche künftig in der Pastorei in Hooksiel wohnen werde.
Hooksiel (10. 3. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zum Frühjahrsputz. Alle Freiwilligen, die sich an der Verschönerung des Ortsbildes beteiligen wollen, sind dazu für Samstag, 14. März, eingeladen. Treffpunkt ist um 13 Uhr an der Bühne neben dem Hooksieler Gästehaus.
Den Frühjahrsputz gibt es seit 1997. Getragen wird die einst von der „Wilhelmshavener Zeitung“ aus der Taufe gehobene Aktion heute von den Kommunen in der Region – der Stadt Wilhelmshaven sowie den Landkreisen Friesland und Wittmund. Zu den Teilnehmern gehören neben Vereinen, Schulen, Bundeswehr, Verbänden und anderen Institutionen auch Privatleute.
Geputzt wird in der Regel freitags und samstags. Der Seebadeverein würde sich über eine möglichst gute Beteiligung in Hooksiel freuen. Im Anschluss an den Putz- und Aufräumdienst ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Anmeldungen dazu per Mail möglichst umgehend unter info@seebadeverein-hooksiel.de.
Hooksiel (9. 3. 2026) – Die Feuerwehr warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr – und das nicht nur in Wäldern oder im Hooksieler Freizeitgelände. Erster Beleg dafür: Heute gegen 15 Uhr stand am Sielhamm eine Tuja-Hecke in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren und Waddewarden rückten aus und konnten verhindern, dass die Flammen ein etwa fünf Meter entfernt stehendes Gebäude erfassen konnten.
Trockene Hecken brennen zurzeit wie Zunder. Das Bild zeigt den Feuerwehreinsatz am Sielhamm. Foto: Feuerwehr
Etwa zehn Meter Hecke waren jedoch nicht mehr zu retten. Im Anschluss kontrollierten die Feuerwehrleute die Brandstelle mit Wärmebildkameras, um auszuschließen, dass sich Glutnester gebildet haben.
„Die Hecken sind von innen knochentrocken“, erläutert Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel das Gefahrenpotenzial. Da reiche häufig ein einziger Funke, um einen Brand auszulösen. Die Feuerwehr warnt insbesondere vor dem Einssatz von Unkraut-Brennern. Auch wer die ersten Sonnenstrahlen schon fürs Angrillen nutzen möchte, sollte aufpassen, dass die Hitze tatsächlich nur die Wurst trifft. Und Vorsicht beim Umgang mit der heißen Asche.
Sind das nicht alles Selbstverständlichkeiten? Aus Sicht der Feuerwehr nicht. Viele Menschen würden die Gefahren offenbar unterschätzen. „Wenn der Frühling naht, können wir die Uhr danach stellen, bis irgendwo eine Hecke brennt.“ Zu rund drei entsprechenden Einsätzen muss die Hooksieler Wehr jedes Jahr ausrücken. Und was war der Grund für das heutige Feuer am Sielhamm? „Das wissen wir nicht“, so Nöchel. „Die Brandursache ist noch völlig unklar.“ Darum kümmert sich jetzt die Polizei, die ebenfalls vor Ort war.
Glück im Unglück hatte heute ein Grundbesitzer am Sielhamm. Ein Feuer hat zwar einen Teil der Tuja-Hecke zerstört. Das Wohngebäude erreichten die Flammen aber nicht. Foto: Feuerwehr