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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Bürgermeister und Ratspolitiker versprechen persönliche Konsequenzen

Wangerland/Horumersiel (30. 8. 2026) – Eine Reihe von Mitgliedern des aktuellen Wangerländer Gemeinderates haben ihren Rücktritt für den Fall angekündigt, das die Staatsanwaltschaft gegen sie im Zusammenhang mit dem Thalasso-Desaster Anklage erheben sollte. Das wurde bei eine Podiumsdiskussion mit den drei Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) am Freitagabend im Kursaal in Horumersiel bekannt.

Podiumsdiskussion im Kursaal

Zu der von Heiko Manott moderierten Veranstaltung hatten der örtliche Seebadeverein und der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe eingeladen. Amtsinhaber Szlezak und seine beiden Herausforderer stellten sich vor, unterstrichen ihre Qualifikation fürs Amt und stellten einige Schwerpunktthemen vor.

Das Motto von Abrahams (Foto): „Kleine Maßnahmen, große Wirkung“. Hier ein maroder Gehweg saniert, dort eine Mülltonne mehr und die Aufenthaltsqualität für Einheimische und Urlauber würde erheblich steigen. Touristisch setze er nicht auf die Erkenntnisse großer Agenturen, die den Touristen der Zukunft malen, sondern auf die Kompetenz der Leistungsträger vor Ort.

Szlezak erinnert daran, dass er sich schon für eine stärkere Einbeziehung der Leistungsträger in die touristischen Entscheidungsgremien wie der Lenkungsgruppe der Wangerland Touristik GmbH (WTG) stark gemacht habe. Er wolle in der nächsten Wahlperiode das 2017 erstellte touristische Leitbild umsetzten, das seither – auch aufgrund von Personalmangel im Rathaus – in irgendeiner Schublade verschwunden war.

Bislang, so beklagte Fischer (Foto), seien die Stimmen von Fachleuten etwa aus dem WTG-Beirat in dem gemeindeeigenen Unternehmen so gut wie nicht gehört worden. Horumersiel/Schillig sollte sich seiner Ansicht nach wieder auf den Familientourismus konzentrieren.

Das neue Thalasso Meeres Spa (TMS) spielt dabei aus Sicht vieler Horumersiel kaum eine Rolle. So zeigte sich Gastronom Frank Hensel überzeugt, dass das TMS keinen touristischen Mehrwert hat. Bevor dessen Betreib über Jahre mit Hunderttausenden Euro im Jahr subventioniert werde, sollte man die acht Millionen Euro Fördergelder lieber zurückzahlen. Auf keinen Fall sei es sinnvoll, eine Großteil der Gästebeiträge in den nur von sehr wenigen Gästen genutzten Gesundheitstempel zu stecken. Das Geld wäre für den Erhalt eines Schwimmbades sinnvoller eingestzt.

Szlezak (Foto) zeigte sich zuversichtlich, dass das Bad in Horumersiel wieder in Betrieb genommen werden kann. Die Verhaltungen der WTG mit drei bis vier Investoren für den Gesamtkomplex am Hafen 3 in Horumersiel sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

Über die Frage, was ein Investor dann konkret bauen darf, werde der künftige Rat mitbestimmen. „Die Bauleitplanung liegt in den Händen der Gemeinde.“ So sollte sich nach den Vorstellungen von Szlezak in einem neuen Komplex auch ein großer Versammlungssaal finden.

Probleme: Ferienwohnungen und Deichstraße

Auch Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen. Die Debatte dreht sich um lokale Themen. Wie und wo lässt sich bezahlbarer Wohnraum schaffen? Was wird aus Ferienwohnungen, die nach den Vorgaben der Gemeinde in bestimmten Straßenzügen von Horumersiel nicht mehr zulässig sind? Und was ist mit der schmalen Deichstraße, die man im Sommer kaum noch befahren kann, da sie von Autos zugeparkt wird? „Das ist seit zehn Jahren ein Thema. Und nichts ist passiert“, klagte ein Bürger. Bürgermeister Szlezak greift den Ball auf: „In 14 Tagen ist das erledigt!“

Viele Themen, fairer Austausch – aber grundlegende Unterschiede zwischen den Bewerbern um für das Amt des Verwaltungschefs sind kaum erkennbar, auch weil die Herausforderer sich weigern, Versprechen zu machen, die man nachher nicht halten kann, wie Abrahams es formuliert. Der Kommentar eines Zuhörer: „Das ist aber langweilig.“

Frontalangriff auf den Bürgermeister

Kurz vor 22 Uhr dann ein komplett verändertes Bild. Hans-Hugo Woltmann, Landwirt aus Förrien, greift Bürgermeister Szlezak mit Verweis auf den Thalasso-Skandal, die Insolvenz der WTG und die daraus erwachsenen Folgen wie die Schließung der Bäder und dem Verkauf von Gemeindevermögen frontal an. „Sie sind seit fünf Jahren im Amt und hier herrscht ein Chaos, wie wir es noch nicht erlebt haben.“

„Mich hier so an den Pranger zu stellen, ist nicht in Ordnung“, hält der sichtlich angefasste Bürgermeister dem entgegen. Sein Sakko hat er inzwischen abgelegt. Kommentar von Moderator Manott: „Jetzt ist hier Temperatur drin!“

Persönliche Konsequenzen aus Thalasso-Desaster

Szlezak verweist darauf, dass der Rat aus 25 Personen besteht und der Bürgermeister nur eine Stimme habe. „Ich ducke mich nicht weg. Aber ich bin überzeugt, dass der gesamte Rat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat.“

Auf die Frage nach persönlichen Konsequenzen des Desasters verkündet Fischer, dass in der CDU Einvernehmen darüber gestehe, dass Ratsmitglieder, die wiedergewählt werden, zurücktreten, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erheben sollte. Und auch Bürgermeister Szlezak kündigte an, sich zurückziehen zu wollen, wenn die noch laufenden Ermittlungen ergeben, dass er sich strafbar gemacht hat. 

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Alter Hafen: Ausgebranntes Sanitärgebäude wird saniert

Hooksiel (29. 8. 2026) – Vielen Urlaubern dürfte auch in diesem Sommer ein Besuch des alten Hafens in Hooksiel Freunde bereitet haben. Es sei denn, sie mussten auf Toilette. Bekanntlich ist das Sanitärgebäude am Hafen Anfang Mai Ziel einer Brandstiftung geworden. Toiletten- und Duschräume wurden dabei erheblich beschädigt.

Die Dixi-Klo-Zeiten am Alten Hafen sollen bald der Vergangenheit angehören. Die WTG hat angekündigt, dass die Sanierungsarbeiten im Toiletten- und Duschgebäude in der nächsten Woche beginnen sollen. Foto: hol

Jetzt, ein viertel Jahr später, wo sich die Saison ihrem Ende zuneigt, gibt die Wangerland Touristik GmbH das erlösenden Signal. Mit der Sanierung der Anlage soll in der nächsten Woche begonnen werden. Aber, so die WTG auf Anfrage von „Hooksiel-life“: „Da die Sanierung einige Zeit in Anspruch nehmen wird, lässt sich derzeit noch kein verlässlicher Fertigstellungstermin nennen.

Wir hoffen, dass die Arbeiten nun planmäßig durchgeführt und die Toiletten- und Duschanlage schnellstmöglich wieder in Betrieb genommen werden kann.“

Die Sanitäranlage wird von den Skippern von Freizeitbooten genutzt, die im Alten Hafen festmachen. Zudem ist sie Anlaufstelle für alle Besucher des denkmalgeschützten Ensembles. Als Alternative hatte die WTG ihre Sanitärmöglichkeiten in der Marina Hooksiel angeboten und am historischen Hafen ein nicht nur vom Erscheinungsbild gewöhnungsbedürftiges Dixi-Klo aufgestellt.

Dixi-Klos sind nicht jedermanns Sache. Auch deshalb dürfte die Zahl der Gäste, die die umliegenden gastronomischen Betriebe ausschließlich für einen Toiletten-Besuch besucht haben, deutlich angestiegen sein. 

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Vier Tage lang internationales „Watt’n-Country-Festival“ in Hooksiel

Hooksiel (29. 8. 2026) – Die Ikone der Szene, die US-Schauspielerin und Sängerin Dolly Parton, ist vor wenigen Tagen gestorben. Die Country-Wester-Musik bleibt aber weiter lebendig. Einen Beleg dafür wird das „Watt‘ Country Musikfestival“ liefern, das ab Donnerstag, 3. September, für vier Tage in Hooksiel stattfindet.

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Line-Dance-Formationen aus dem gesamten Nordwesten in Hooksiel erwartet. Archiv-Foto: hol

Bis zum Sonntag, 6. September, werden internationale Bands aus der Country-Szene das Areal am Rande der Trabrennbahn an der Bäderstraße in eine Festivalmeile verwandeln. Für die richtige Atmosphäre sorgen eine US-Showtruckbar, ein BBQ-Event-Smoker-Truck, Freizeitmobile, American Twins, Bullrider, Western-Mode und vielesmehr.

Zum Stammpublikum des inzwischen dritten Watt‘n Country-Festivals in Hooksiel gehören zahlreiche Line-Dance-Gruppen, die teilweise dafür eigens ihren Urlaub an der Nordseeküste verbringen. Als Schirmherr der Veranstaltung konnten Cheforganisator Peter Kramer aus Schortens und sein Partner Jan Alter den niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies gewinnen.

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung ist für Donnerstag um 19 Uhr angesetzt. Zuvor spielt auf der Großbühne bereits ab 15 Uhr die Band „Celtic Cowboys“. Den Abend gestaltet dann die Gruppe „Buffalo Drive“. Für Freitag haben sich zwei deutsche Bands angekündigt. Ab 15 Uhr steht „Gone Country“ auf der Bühne, ab 19.30 Uhr folgt „Siiri & Band“.

Am Samstag und Sonntag beginnt das Musikprogramm jeweils um 11 Uhr. Unter anderem werden die „Martha Fields Band“ und die „Watt‘n Country Allstars“ erwartet. Mit dabei sind Bands mit mehrfach ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland, unter anderem aus den USA, Großbritannien,  Frankreich, den Niederlanden und aus ganz Deutschland. Hooksiel wird dabei Schauplatz für mehrere Premieren werden:  Etwa Erstauftritte in Deutschland im Rahmen einer Europatour sowie Band- und Album-Neuvorstellungen.

Das komplette Programm findet sich im Internet unter www.countryfestival.info. Hier können auch Tickets erworben werden.

Berd Abrahams
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Skulptur aus dem „Garten der Generationen“ gestohlen

Hooksiel (28. 8. 2026) – Erst war sie irritiert, dann wütend. Als Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ am Donnerstagnachmittag ein Anrufer fragte, ob die Skulptur von Henning Gieseke im Garten der Generationen saniert werde, wusste sie damit nicht so recht etwas anzufangen. Erst vor Ort erschloss sich ihr dann der Grund der Frage: Die Bronzeskulptur mit dem Titel „Alles Leben entstammt dem Wasser“ ist verschwunden.

Die Skulptur „Alles entstammt aus dem Wasser“ gehörte seit 2013 zu dem Erholungsplatz im Garten der Generationen. Foto De Hooksieler

Offenbar haben Unbekannte das Kunstwerk aus der Verankerung gerissen und gestohlen. Die Bronze mit den zwei daneben stehenden Sitzbänken ist ein beliebter Ruheplatz für Hooksieler und ihre Gäste. Auch von den Bewohner des benachbarten Wohnstiftes wird das Ensemble gern für ein Päuschen genutzt.

„De Hooksieler“ erbitten Hinweise

„De Hooksieler“ haben umgehend die Polizei eingeschaltet. Anke Müller hofft zusätzlich auf die Unterstützung von Bürgern, denen möglicherweise etwas Verdächtiges im oder am Garten der Generationen an der Nee Straat aufgefallen ist. „Ich habe die Skulptur zuletzt am späten Dienstagvormittag gesehen“, sagt Anke Müller. Sie muss also zwischen Dienstagmittag und Donnerstagnachmittag gestohlen worden sein.

„Es wäre schon mal gut, wenn wir den möglichen Tatzeitraum weiter eingrenzen können“, so Anke Müller. Vermutlich seien die Täter nachts aktiv gewesen. Wer dazu Beobachtung gemacht hat, sollte sich ebenfalls melden. Nicht auszuschließen sei aber auch, dass das Kunstwerk von wem auch immer im Übermut abgebrochen wurde und jetzt irgendwo im Grünen oder in einem Graben liegt.

Werk von Henning Gieseke

Die Skulptur ist am 22. September 2013 im von „De Hooksieler“ betreuten Garten der Generationen aufgestellt worden. Bei der Enthüllung waren unter anderem Bürgermeister Harald Hinrichs und der seinerzeitige Vorsitzende des Fördervereins Künstler- und Erlebnispfad Norbert Wißing dabei. Gieseke hatte auf ein Honorar verzichtet. Die sonstigen Kosten in Höhe von 6000 Euro übernahm der Förderverein.

Erkrankten Segler von seiner Yacht ins Krankenhaus geflogen

Hooksiel (28. 8. 2026) – Die Seenotretter der Stationen Hooksiel und Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren am gestrigen Donnerstag gemeinsam mit der Bundespolizei See und einem Hubschrauber von NHC Northern Helicopter im Einsatz, um einem schwer erkrankten Einhandsegler zu helfen.

Mit vereinen Kräften halfen Bundespolizei und Seenotretter einem in Not geratenen Segler vor Hooksiel. Foto: DGzRS

Der Besatzung des Einsatzschiffes „Bad Düben“ der Bundespolizei war gegen 13.15 Uhr etwa 20 Seemeilen nordwestlich von Hooksiel die Segelyacht aufgrund ihres unklaren Fahrverhaltens aufgefallen. Zwei Bundespolizisten setzten mit einem Beiboot auf die 14 Meter lange Yacht über. „An Bord fanden sie einen älteren Segler vor, der dringend im Krankenhaus behandelt werden musste“, teilt die DGzRS mit.

Die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See alarmierte einen Hubschrauber sowie den auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“. Dieser nahm einen Notarzt, der auch freiwilliger Seenotretter ist, an Bord und lief sofort aus. Der Hubschrauber traf kurz kurz nach 14 Uhr vor Ort ein und nahm den Segler von der Segelyacht mit Hilfe einer Winde auf und brachte ihn ins Krankenhaus. 

Zwischenzeitlich hatte die Leitstelle See auch den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ aus Hooksiel hinzugezogen. Zwei Seenotretter gingen an Bord der Yacht und und brachten das Schiff, ausgerüstet mit Proviant und zusätzlicher Sicherungsausstattung, sicher nach Hooksiel. 

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Schlimmer Verdacht: Wurde verunglückte Frau bestohlen?

Hooksiel (28. 8. 2026) – Das Bild war dramatisch. Eine Frau liegt auf der Bäderstraße. Sie wimmert vor Schmerzen im Rückenbereich. Zuvor war sie nach einem Schwindelanfall vom Fahrrad gestürzt. Ersthelfer kümmern sich um die Frau. Wenig später kommt der Rettungsdienst und bringt die Frau ins Krankenhaus. Die Lage entspannt sich.

Portemonnaie verschwunden

Das war am Dienstagvormittag vergangener Woche, am 18. August. Inzwischen ist Bärbel Malinowki wieder zu Hause. Ihr Rücken tut noch weh. Die Wirbelsäule wurde beim Sturz verletzt. Aber sie ist gesundheitlich auf dem Weg der Besserung. Dennoch: Wenn sie an ihren Unfall an der Ampel in Höhe der Einmündung Hinrike-Lichterfeld-Straße denkt, ist sie schwer enttäuscht.

Der Grund: Die Hooksielerin vermisst seit ihrem Sturz ihr Portemonnaie. Die Geldbörse befand sich in einer verschlossenen Seitentasche ihres Fahrradkorbes, kann also beim Sturz nicht weggeschleudert worden sein. Doch Nachdem ein Nachbar das Rad nach Hause gefahren hatte, war das Portemonnaie weg. Auch die von der Polizei unterstützte Suche an der Unfallstelle blieb erfolglos.

Hoffnung auf ehrlichen Finder

Der Verdacht: Hat wirklich eine Helfer, ein Schaulustiger oder ein sonstiger Passant den Reißverschluss im Fahrradkorb geöffnet und das Portemonnaie gestohlen? „Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die eine verunglückte Frau bestehlen“, sagt Bärbel Malinowski. Ihr gehe es gar nicht so sehr um die rund 40 Euro Bargeld. Aber die Papiere!

Die Rennerei von Behörde zu Behörde, um an neue Dokumente zu kommen, die bereite ihr Angst – zumal sie noch nicht wieder voll belastbar sei. Ihre Bitte: Wenn jemand die Geldbörse findet, möge er sie an sie zurückgeben oder notfalls auch anonym in den Postkasten etwa einer Behörde einwerfen.

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Debatte über die Zukunft von Hooksiel: Viel Arbeit für die Politik

Hooksiel (26. 8. 2026) – Der Ort Hooksiel wird weiter wachsen. Davon jedenfalls sind die Kommunalpolitiker überzeugt, die sich am Dienstagabend auf Einladung des Hooksieler Seebadevereins zum „Parteien-Talk“ eingefunden hatten. Vor rund 80 Interessierten diskutierten sie zwei Stunden lang über Infrastrukturprojekte, in der nächsten Wahlperiode unbedingt angegangen werden müssen – oder halt auch nicht.

Auf dem Podium im Gästehaus die Kommunalpolitiker (von rechts) Fabian Ulbrich, Andy Strümpel, Gaby Szlezak, Holger Ulfers und Dieter Schäfermeier sowie der Moderator Gerd Abeldt von „Hooksiel-life“. Foto: hol

Thomas Leimkühler aus dem Seebadevereins-Vorstand begrüßte mit Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland), Andy Strümpel (CDU), Gaby Szlezak (Bündnis 90/Die Grünen), Holger Ulfers (SPD) und Fabian Ulbrich (Freie Wähler) Kandidatinnen und Kandidaten von Wählergruppen und Parteien, die sich bei der Kommunalwahl am 13. September um Mandate im Gemeinderat bemühen. Die Kandidatin der AfD war zeitlich verhindert. Und auch die FDP fehlte.

Großbaustelle Alter Hafen

Einigkeit besteht zum Thema Strandsicherung. In dem geplanten Bau eines Deckwerkes, das den von Strömung und Sturmfluten bedrohten Badestrand sichern sollt, sehen alle eine Chance für Hooksiel. Sehr wichtig ist nach der Einschätzung der Politiker auch die Entwicklung am Alten Hafen, insbesondere die zukünftige Nutzung des ehemalige Feuerwehrareals. Die Gemeinde sucht hierfür seit 2022 einen Investor. Bislang erfolglos. Aktuell wartet man auf die Präsentation von Plänen für den Bau einer Markthalle.

Hier überwog auf dem Podium die Skepsis. „Die schöne Markthalle in Aurich wurde schnell wieder geschlossen“, sagte Ulbrich. Eine Halle kombiniert mit Hotelzimmern im Obergeschoss? „Wer will schon über einem Markt wohnen, in dem immer Betrieb ist“, fragte Dieter Schäfermeier. Strümpel hofft weiterhin auf ein Hotel für dieses Filetgrundstück. Holger Ulfers und Gaby Szlezak rieten dazu, die Entscheidung nicht über Knie zu brechen. Ulfers: „Wir dürfen hier vor allem nichts falsch machen.“

Auch jenseits des Feuerwehrareals sehen die Politiker am Alten Hafen großen Handlungsbedarf. Der Hafenplatz sollte barrierefrei sein, das Kopfsteinpflaster ersetzt, die Sanitäranlage erneuert werden. Wie stabil ist die Kaimauern noch? Wie lässt sich auf Dauer die Wasserqualität sichern? Fragen über Fragen. Schäfermeiers Vorschlag „Wir sollten eine Arbeitsgruppe mit allen zuständigen Behörden und Institutionen bilden, um die Probleme anzugehen“ blieb unwidesprochen.

Knackpunkt Trabrennbahn

Klar Position bezogen die Politiker zur geplanten touristischen Entwicklung des Freizeitgeländes durch die landeseigene Hafengesellschaft NPorts. Zumindest zu einem Detail. Aus Sicht von SPD und Pro Wangerland soll die Trabrennbahn an der Bäderstraße auf jeden Fall dauerhaft erhalten bleiben. Andy Strümpel hielt für die CDU dagegen. Wenn sich ein Investor zum Beispiel für einen attraktiven Hotelbau an dieser Stelle finde, müsse die nur an drei Tagen im Jahr genutzte Pferdesportarena weichen. Zumal ohnehin niemand sagen könne, ob Trabrennsport eine Zukunft habe. Hotel hin oder her – die Grünen sehen den Tiersport ansich schon kritisch. Gaby Szlezak: „Wenn Pferde bei 35 Grad Rennen laufen müssen, ist das für mich fragwürdig.“

Weiteres Thema: Die Zukunft des ehemaligen Meerwasser-Hallenwellenbades und der umliegenden Flächen. Das Areal gehört der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und steht zum Verkauf. Der Einfluss der Politik auf die Auswahl des Investors sei nur gering, so Schäfermeier. Und die WTG brauche das Geld, um wieder auf die Beine zu kommen.

Hotel statt Hallenbad?

Dass an dem Standort ein Schwimmbad erhalten bleibt, gilt als ausgeschlossen. Wahrscheinlicher sei ein Hotelbau, der aber maximal vier Geschosse hoch sein dürfte, so Ulfers. Den Vorschlag von Ulbrich, die Fläche für Wohnbebauung zu nutzen, hält Schäfermeister für abwegig. Bei dem hohen Preis für Grundstück und Abrisskosten gebe es keine Alternative zu einer intensiven Nutzung,

Von großer Bedeutung für Hooksiel ist nach Überzeugung von Holger Ulfers der Einstieg in die Bauleitplanung für die Freifläche zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich. Hier könnten Grundstücke für Dauerwohner entstehen, möglicherweise sei auch Platz für den Neubau eines Kindergartens, den auch Gaby Szlezak und Andy Strümpel für in absehbarer Zeit erforderlich halten. Für den CDU-Politiker könnte ein Kindergarten eine sinnvolle Nachnutzung für das Gästehaus sein, das der WTG gehört. Ulfers sprach sich zudem für einen Discounter-Standort in der Nähe des neuen Feuerwehrgerätehauses aus, mitten im Ort. Strümpel und Szlezak würden sich auch über einen Netto-Markt im Gewerbegebiet freuen.

Wohnungen statt Walter-Spitta-Haus

Einigkeit in der Runde bestand darüber, dass vor allem auch bezahlbarer Wohnraum etwa für junge Leute oder für Senioren geschaffen werden müsse. Schäfermeier verwies darauf, dass die Gemeinde mit der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Friesland über die Nutzung der Freiflächen am Walter-Spitta-Haus im Gespräch sei. Die Kirche will das Gemeindehaus aufgeben. Denkbar wäre die Erweiterung der benachbarten Altenwohnanlage. Diskutiert wurde darüber hinaus über den Bau von Mehrfamilienhäusern und die Verdichtung der Bebauung im Ort, etwa durch die Nutzung großer Gärten oder – wie Strümpel anregte – den Abriss von maroden Altbauten.

In der Debatte wurden eine Reihe weiterer Positionen deutlich. Unter anderem forderte Andy Strümpel weitere Gewerbeflächen für Hooksiel, Holger Ulfers hält die Sanierung der maroden Georg-Adden-Straße sowie die Planung der Grundschul-Erweiterung für dringend erforderlich. Fabian Ulbrich unterstrich die Dringlichkeit des Baus eines Radweges entlang der Landesstraße von Hooksiel nach Waddewarden. Gaby Szlezak wies auf die große Bedeutung von Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen vor Ort hin.

Gemeinde hofft auf Geld von der WTG

Viele Projekte erfordern viel Geld. Wo soll das herkommen, zumal die Gemeinde schon jetzt einen hohen Schuldenstand hat? Dieter Schäfermeier zeigte sich optimistisch. Wenn das Insolvenzverfahren für die WTG gut laufe, werde die Gemeinde ihr Geld zurückbekommen, das sie der Tourismustochter einst geliehen hat. „Dann wird unser Handlungsrahmen deutlich besser.“

Im Anschluss hatte das Publikum Gelegenheit, weitere Fragen an die Politiker zu stellen: Inwieweit hat die Gemeinde Fördertöpfe im Blick? Gibt es eine Gesamtstrategie für die Entwicklung des Wangerlandes? Wer kümmert sich eigentlich um die Schafe am Deich, die unter der Hitze leiden? Fragen über Fragen, die deutlich machen, dass es noch viel Redebedarf gibt.

Nächste Podiumsdebatte

Die nächste Podiumsdiskussion des Seebadevereins ist für Dienstag, 8. September, ab 19 Uhr im Gästehaus angesetzt. Auf dem Podium werden dann die Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) erwartet. 

Gästestatistik erlaubt nur wenig Rückschlüsse auf Ursachen

Wangerland (25. 8. 2026) – Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos. Das ist die Botschaft, die man seit Wochen hinter vorgehaltener Hand zum Stand des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hört. Während Insolvenzverwaltung, Geschäftsführung und Gläubigerausschuss versuchen, die finanzielle Lage des gemeindeeigenen Tourimusunternehmens durch Personalabbau, Schließung defizitärer Unternehmenssparten und Verkäufe von Immobilien zu verbessern, lecken sich eine Reihe von Vermietern und Gastronomen schon die Wunden.

Noch ist nicht absehbar, wie sich die Gästezahlen in 2026 im Wangerland entwickeln. Bei der WTG geht man davon aus, dass die Vorjahreszahlen noch zu erreichen sind. Foto: hol

Insbesondere die Schließung der Schwimmbäder in Hooksiel und Horumersiel habe zu erheblichen Einbrüchen bei den Vermietungszahlen geführt, heißt es. Die WTG hält dem entgegen, dass sich dieser Trend aus der Gästestatistik auf Basis der gezahlten Gästebeiträge so nicht ableiten lasse. Gemeindeweit bewege sich die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen auf Vorjahresniveau.

Schwierige Analyse

Rückgänge der Gästezahlen in einzelnen Orten oder in einzelnen Betriebsarten könnten unterschiedliche Ursachen haben. So habe sich möglicherweise die Zahl der wirtschaftlichen Akteure verändert, Quartiere seinen geschlossen worden oder neue hinzugekommen. Auch längere Sanierungsphasen könnten die Zahlen der Übernachtungen beeinflussen. Schon deshalb seien Vergleiche und vor allem die Rückschlüsse auf Ursachen schwierig.

Noch schwieriger wird eine Analyse, weil die WTG sich aktuell weigert, absolute Zahlen für Ankünfte und Übernachtungen aufgeschlüsselt nach einzelnen Ortslagen wie etwa Horumersiel/Schillig, Hooksiel oder Hohenkirchen herauszugeben. „Aufgrund der teilweise geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben könnten aus einer solchen Darstellung Rückschlüsse auf einzelne Betriebe und deren Geschäftsentwicklung gezogen werden“, teilt das Unternehmen auf eine entsprechende Anfrage von „Hooksiel-life“ mit.

Viele Urlauber bedauern, dass es das Hallenwellenbad Hooksiel nicht mehr gibt. Inwieweit das fehlende Angebot die Zahl der Vermietungen im Umfeld beeinflusst, ist umstritten. Archiv-Foto

Dieses Argument dürfte vor allem für Hohenkirchen gelten. Dort ist das „Wangerland-Resort“ seit dem Frühjahr 2025 in Betrieb. Zuvor hatte es am Standort mindestens drei Jahre lang keine touristischen Übernachtungen gegeben. Auch wenn die große Zahl an Schülerinnen und Schülern, die das Resort im Rahmen von Klassenfahren besuchen, sich nicht in der Gästestatistik der WTG niederschlägt, wäre zu erwarten, dass die sonstigen Gäste in dem gut gebuchten Quartier die Übernachtungszahlen in der Gemeinde steigen lassen.

Mehr Übernachtungen in Hotels

Für diese Annahme spricht, dass nach der WTG-Gästestatistik die Zahl der Übernachtungen in Hotels im Wangerland insgesamt in den ersten sieben Monaten diese Jahres um 9,5 Prozent auf 110.637 zugenommen hat. Rund 20 Prozent der rund 796.000 Übernachtungen bis Ende Juli seien in Hotels gebucht worden. Inwieweit des Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Hotelstandorten gegeben hat, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen.

Hoteliers und Betreiber von Pensionen und Ferienanlage verweisen auf ihre Erkenntnisse aus persönlichen Gesprächen mit Gästen, die bedauern würden, dass es weder in Hooksiel noch in Horumersiel ein Schwimmbad mehr gebe. In der Hauptsaison schlage sich dieser Unmut nur bedingt in den Umsatzzahlen nieder, da die Häuser dann auch ohne Bäder noch nahezu ausgebucht seien.

Massive Einbrüche

Massive Einbrücke habe man aber in der Vorsaison erlebt und erwarte sie auch für die Nachsaison. Trotz der Beteuerungen der Vermieter gegenüber ihren Gästen, dass es im Radius von 20 Kilometern mehrere Hallenbäder gibt. „Viele Gäste planen ihren Urlaub inzwischen mit Hilfe der KI. Wenn wir dann kein Bad mehr vorweisen können, sind wir bei der Suche raus“, schildert eine Vermieterin.

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Schlechte oder zumindest zurückgehende Buchungszahlen können aber auch ganz anderer Ursachen habe, sagt Matthias Suckert. Der Inhaber der „Agentur am Meer“ in Hooksiel verweist auf eine Analyse von 1562 Buchungen von Ferienvermietungen. Eine Erkenntnis: „Die Wahrnehmung, dass die Buchungszahlen sinken, betrifft in der Regel Betriebe mit starren Mindestaufenthalten – zum Beispiel wochenweise – und langen Reaktionszeiten.“ Anbieter von Ferienwohnungen, die auch Aufenthalte unter fünf Tage zulassen und über Online-Kanäle schnell buchbar seien, würden eine starke und wachsende Nachfrage bedienen.

Immer mehr Kurzurlauber

Der Anteil der Kurzurlaube von bis zu fünf Tagen nehme deutlich zu und mache bereits 31 Prozent der Buchungen aus. 19,5 Prozent der Gäste würden für fünf bis sechs Nächte buchen. Der Anteil der „klassischen“ Buchungszeiten von einer oder zwei Wochen liege nur noch bei 39,5 Prozent.

Matthias Suckert

„Vermieter, die ihre Konditionen nicht an dieses veränderte Gästeverhalten anpassen, erleben Leerstände, die von flexiblen Anbietern problemlos gefüllt werden“, ist Suckert (auf dem Foto links) überzeugt.

Die WTG hält sich mit einer Prognose für das gesamte Jahr 2026 noch zurück. Bis Ende Juli hätten die Zahlen bei den Ankünften um 4 Prozent, die der Übernachtungen um 2,1 Prozent unter denen von 2025 gelegen. Das könne aber auch mit „Sondereffekten“ zu tun haben, die die Statistik verzerren. Dazu rechnet die WTG beispielsweise die unterschiedlichen Ferienzeiten, aber auch die schwierige Anlaufphase nach dem Verkauf des Campingplatzes in Hooksiel mit einer Reihe von Modernisierungen. „Solche Faktoren beeinflussen die nackten Zahlen erheblich, ohne dass die eigentliche touristische Attraktivität eines Ortes dadurch sinkt“, heißt es in der WTG-Stellungnahme.

Konkrete Entwicklungen und belastbare Daten wolle man zum Jahresende beziehungsweise zum Saisonabschluss präsentieren. „Sobald die Datenlage vollständig vorliegt.“

Schnuppertag für Tennis-Einsteiger mit Ballmaschine

Hooksiel (25. 8. 2026) – Tennis ist ein toller Sport. Das demonstrierten beim Tag der offenen Tür auf ihrer Anlage an der Jaderennbahn Sportler der Tennisabteilung des SC Wangerland. Neben einer Reihe von Aktiven hatten sich vor allen Mädchen und Jungen aus der Jugendabteilung für das Gelingen der Veranstaltung engagiert.

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Tag der offenen Tür auf der Hooksieler Tennisanlage. Foto: Csikos

Auf dem Platz wurden verschiedene Spiel- und Trainingsformen demonstriert. Neueinsteiger durften einfach einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, einen Tennisschläger in der Hand zu halten und einen Ball zu schlagen. Eine Ballmaschine des Vereins, die den Spieler Bälle punktgenau zuspielt, kam ebenso zum Einsatz wie ein Messgerät, mit dem man die Geschwindigkeit des eigenen Aufschlages messen kann. Am Spielfeldrand wurde gezeigt, wie Tennisschläger neu bespannt werden.

Ebenso wichtig für die zum Tag der offenen Tür erschienenen Mitglieder und potenziellen Neu-Mitglieder: Nette Gespräche am Spielfeldrand über Spiel- und Trainingsmöglichkeiten. Dazu gab es Kaffee und Kuchen sowie Leckereien vom Grill und Kaltgetränke.

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Bekannte Motive mit gewissen Überraschungsmomenten

Hooksiel (25. 8. 2026) – Der Junge ist wieder da. Vor dem Hooksieler Künstlerhaus steht seit wenigen Tagen wieder der Bronze-Junge, der zusammen mit einem auf dem Boden liegenden Fisch das Kunstwerk „Fischers Sohn“ bildet.

Der Bronze-Junge der Skulptur „Fischers Sohn“ steht wieder vor dem Künstlerhaus. Der Bildhauer Norbert Marten hat die bei einem Unfall erheblich beschädigte Figur saniert. Foto: hol

Die Leiterin des Künstlerhauses, Renate Janßen-Niemann, begrüßte zur Eröffnung der Ausstellung „Spielereien“ des Berliner Künstlers Marc Taschowsky neben über 50 Interessierten auch den Bildhauer Norbert Marten aus Westerstede, bei dem der „Junge“ gut anderthalb Jahre lang in Behandlung war. Ein unbedachter Autofahrer hatte die Skulptur offenbar beim Rangieren in der Lange Straße umgefahren. Arme und Beine waren gebrochen und mussten aufwändig geschweißt werden.

Im Zentrum der Vernissage stand allerdings ein anderer „Junge“, der Maler Marc Taschowsky (54). Der freischaffende Künstler, der an der Hochschule für freischaffende Künste in Braunschweig studiert hat, stellt in Hooksiel eine Vielzahl von Porträts von prominenten Personen und Figuren aus – darunter Friedrich Merz und Marilyn Monroe ebenso wie Comicfiguren wie Kermit der Frosch, Asterix oder Großmeister Yoda.

Faszinierende Gemälde und Gestaltungen stellt Marc Taschowsky im Künstlerhaus aus. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak (links) begrüßten den Maler in Hooksiel. Foto: hol

Taschowskys Bilder und Gestaltungen erinnern an Pop-Art-Kunst (Andy Warhol, Roy Lichtenstein etc.) – bekannte Motive, grelle Farben, aber immer auch Überraschungselemente, die bei seinen Arbeiten auch dadurch entstehen, dass er mit stark verdünnter Ölfarbe male, die hier und dort verlaufe, verriet der Künstler in einem originellen Vortrag, in dem Taschowsky „die 13 meist gestellten Fragen an ihn“ beantwortete – ohne dass ihn in Hooksiel tatsächlich jemand gefragt hätte. Unter anderem: „Ist das Pop-Art“ – Antwort: „Allenfalls Post-Pop-Art“; „Kann man von der Kunst leben?“ – Antwort: „Ja, aber ich verrate nicht wie …“

Die Inspirationen für die Motive seiner Arbeit von Biene Maja bis Heidi Klum entdecke er zumeist im Internet. Das dürfe auch für die aus Alltagsgegenstände zusammengestellten Skulpturen gelten – so entstehen durch Zusammenfügen und Weglassen farbenfrohe Tiere und Figuren wie Hund, Elefant, Käfer, Drache und Entchen aus Holz, Plastik, Metall, Kanister, Telefon oder Fahrradsattel. Alltag wird zur Kunst. So banal wie faszinierend.

Die Ausstellung ist bis zum 20. September jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

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