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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Seemannsmission lädt zum Tag der offenen Tür

Wilhelmshaven (4. 8. 2026) – Aus Anlass des 66-jährigen Bestehens des ehrenamtlichen Besuchsdienst der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven (DMS) besucht am Samstag, 8. August, ab 11 Uhr Ministerpräsident Olaf Lies das Wilhelmshavener Haus der Seemannsmission an der Hegelstraße 11 in Wilhelmshaven. Der Politiker möchte im Rahmen des Tages der offenen Tür (11 bis 16 Uhr) den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Mission, zu denen auch die Hooksieler Angela Homuth, Dörte Salverius und Günter Kallweit gehören, seinen Dank und Anerkennung  für ihre Arbeit auf den Schiffen auszusprechen.

Schiffsbesucher der Seemannsmission
Seit Jahren engagieren sich die Hooksieler Dörte Salverius, Günter Kallweit und Angela Homuth im Team der Schiffsbesucher der Deutschen Seemannsmission Wilhelmshaven. Archiv-Foto: hol

Am Tag der offenen Tür stehen Schiffsbesucher für Informationen und Führungen durch das Seemannsheim zur Verfügung. Ein Lichtblick werden auch viele Schiffsmodelle, die im ganzen Haus ausgestellt sind, sein. Eine Tombola, deren Einnahmen ausschließlich für die martim-soziale Arbeit ist, sowie Kaffee und Kuchen  sowie  Bratwürste werden zum Spendenpreis gereicht.

Gesprächsrunde mit Olaf Lies

Wer möchte, kann von Kapitän Dietmar Szech lernen, Seemannsknoten zu knüpfen. In einer Gesprächsrunde unter Leitung des DSM-Vorsitzenden Wilfrid Adam werden Ministerpräsident Lies und der langjährige Präsident des Zentralverbandes  der Deutschen Seehafenbetriebe, Detthold Aden, sich mit der Frage der Zukunftschancen des einzigen deutschen Tiefwasserhafens Wilhelmshaven beschäftigen.

Musikalisch umrahmen der Shantychor „Schlicktown Singers“, in dem auch Hooksieler aktiv sind , die Jazzband „Seaside Swing Combo“ und Reinhold Seyberth  auf dem Akkordeon die Veranstaltung. Für 15 Uhr ist ein Seefahrer-Gottesdienst mit Seemannspastor Dr. Klaus Lemke-Paetznick und den Schlicktown Singers im Garten des Seemannsheimes geplant.

Besuchsdienst steht vor Rekord

Ehrenamtliche Schiffsbesucher der DMS haben in diesem Jahr bereits 530 Schiffsbesatzungen in den Wilhelmshavener Häfen besucht und ihnen Präsente, Informationen oder auch andere Hilfeleistungen zukommen lassen. Adam geht davon aus, dass in diesem Jahr erstmals die 1000er-Marke geknackt werden könnte. 

Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand

Hooksiel (3. 8. 2026) – Die Wetter-Prognosen sind gut. Die Gastronomen bereiten sich für den kommenden Mittwoch, 5. August, auf das Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand vor. Geplanter Verkaufsbeginn ist um 11 Uhr. In Schillig hatte man die Aktion aufgrund der Witterung vor wenigen Tagen noch kurzfristig vom Watt an den Strand verlegen müssen. 

Das Schollenbraten im Watt vor Hooksiel ist eine ganz eigenwillige, aber sehr leckere Veranstaltung. Archiv-Foto: hol

Das „Schollenbraten im Watt“ ist eine echte Wangerländer Attraktion. Sie steht für die Leistungsfähigkeit der örtlichen Gastronomie, die sich zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben – und natürlich für die Frische der maritimen Produkte. Das Gourmeterlebnis zieht erfahrungsgemäß Tausende Menschen an. 

Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants ist der Aufwand für de Aktion erheblich:  Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut. 

Die Köche braten dann barfuss im Watt stehend die frischen Schollenfilets. Dazu gibt es Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße – und Kaltgetränke.

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Zu viel Alkohol: Camper versetzt Mitarbeiter eine Kopfmuss

Hooksiel (2. 8. 2026) – Zwei körperliche Auseinandersetzungen und ein Verkehrsunfall in Hooksiel haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. Am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, kam es zu einer Schlägerei in der Lange Straße. Dabei soll ein 18-Jähriger im Gesicht verletzt worden sein. Verantwortlich dafür ist mutmaßlich ein 17-Jähriger, der Verletzungen an der Hand aufwies.

Schlägerei auf der Lange Straße

Bei der Befragung der beteiligten Personen wurde als Grund für die Auseinandersetzung ein Wurf eines Glases von einer Gruppe in Richtung der anderen Gruppe genannt. Die Kontrahenten standen beide unter Alkoholeinfluss. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzungen ein.

Noch deftiger ging es bei einem Streit auf dem Hooksieler Campingplatz am Samstagabend zu. Gegen 19.37 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung und einer Bedrohung alarmiert. Vor Ort stellten die Beamten fest, das es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Dauercampern im Alter von 43 bzw. 49 Jahren gegeben hatte. Der 49-Jährige sei mutmaßlich aufgrund von Alkoholkonsum plötzlich aggressiv und ausfallend geworden, habe den Pavillon des Campingnachbarn leicht beschädigt und diesen mit dem Tode bedroht.

Wütende Reaktion auf Hausverbot

Die Polizei konnte den Verursacher zunächst nicht antreffen. Durch den Sicherheitsdienst vor Ort war ihm aufgrund seines Verhaltens ein Hausverbot ausgesprochen werden. Kurz vor 21 Uhr erschien der Aggressor dann erneut auf dem Campingplatz. Der verantwortliche Campingplatz-Mitarbeiter sprach ihm ein Hausverbot aus, was bei dem Betroffenen jedoch auf Unverständnis stieß. In der Folge habe er dem Campingplatz-Mitarbeiter einen „Kopfnuss“ versetzt. Der 49-Jährige muss sich jetzt wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Körperverletzung in mehreren Strafverfahren verantworten.

Angetrunken in Autos gefahren

Zu einem Unfall, bei dem eine Autofahrerin leicht verletzt wurde, kam es in der Nacht zum Sonntag. Gegen 3.40 Uhr befuhr die 42-Jährige, unter Alkohol stehende Frau aus Richtung Maihausen kommend die Landesstraße in Richtung Schmidtshörn. An der Kreuzung wollte sie nach rechts in Richtung Hooksiel abbiegen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit sei die Frau aber im Einmündungsbereich geradeaus gefahren und auf einem Firmengrundstück gegen drei dort abgestellte, nicht angemeldete Pkw geprallt.

Der Kleinwagen der Frau erlitt dabei einen Totalschaden, an den übrigen Fahrzeugen entstand geringerer Sachschaden. Der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergabt einen Wert von 2,11 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutproben an und beschlagnahmte den Führerschein der Frau. Sie muss sich in einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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Flotte Krabben lassen Drachen und Seeschnecken keine Chance

Hooksiel (2. 8. 2026) – „De flotten Krabben“ sind ganz schön schnell. Das mussten am Samstag die Konkurrenten beim Drachenbootrennen auf dem Hooksmeer zugeben. Mit der besten Zeit des Tages sicherte sich das Team aus Hooksiel um ihren Kapitän Axel Bendiks im Finallauf gegen die „Adden Crazy Crew“ aus dem Wangerland den Sieg.

Spannung pur auf dem Hooksmeer. zahlreiche Zuschauer und Anhänger der Teams verfolgten das Drachenbootrennen. Foto: hol

Hunderte von Schaulustigen verfolgen am Samstag vom Alten Hafen aus das von Jan-Eike Doyen organisierte Rennspektakel. Zehn zehnköpfige Teams (plus Steuermann) aus Friesland und Wilhelmshaven stellten sich der kraftraubenden Herausforderung. Nach jeweils zwei Vorläufen traten die Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Zeiten zum Finale an.

Zahllose Zuschauer am Hafen

Platz drei sicherten sich mit dem Team „HKSL“ ebenfalls ein durchweg mit Hooksielern besetztes Boot, darunter viele Mitglieder der Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Hier zogen die „Windwächter“ aus Wilhelmshaven den Kürzeren. Auf den Plätzen folgten die „Wiefken Dragons“, die „Neue Jade Drachen“, „Joshuas Seeschnecken“, die „Awo-Nauten“, die „Küsten Pinkis“ und mit den „Jade Dragons“ ein Team der Jade Hochschule.

Festivalatmosphäre auf dem Hooksieler Hafenplatz. die „Rock Shots“ sorgten für gehörig Stimmung. Foto: hol

Das Drachenbootrennen, das traditionell Bestandteil der der „FCN Hafenfeste“ ist, gehörte in diesem Jahr zu den Hauptattraktionen der von der Dorfgemeinschaft organisierten „Hooksieler Krabbentage“. Bei optimalen äußeren Bedingungen besuchten Tausende am Wochenende die Festmeile zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte. Die fliegenden Händler und die Gewerbetreibenden aus dem Ort entlang der Lange Straße und auf dem Hafenplatz hatten jede Menge zu tun und machten offenkundig gute Umsätze.

Festivalstimmung auf Hafenplatz

Im Mittelpunkt des Festes standen natürlich die Krabben. Im Hafen lagen gleich drei Krabbenkutter umringt von zahlreichen Sportbooten. Neben frischem Granat wurden zahlreiche Krabbengerichte angeboten. Hinzu kamen zahllose Gespräche über die Zukunft der Krabbenfischerei vor der wangerländischen Küste. 

Aber die Stimmung blieb trotz aller Sorgen bei Urlaubern und Einheimischen ausgelassen. Die Musiker auf der Showbühne am Hafen sorgten zum Teil für Festivalatmosphäre. Die „Rock Shots“ aus Wilhelmshaven etwa wurden am Freitag Abend bis in die Nacht hinein gefeiert. Ausklingen soll das Fest am späten Sonntagnachmittag mit etwas gesetzteren Klängen der Vareler Schlagersängerin Jasmine Meyer

Die lange Straße war über weite Teile des Wochenendes prall gefüllt mit Menschen. Foto: hol
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Ende des Kuschelwahlkampfs? Fischer sieht Szlezak in der Pflicht

Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.

Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.

Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.

Podiumsdebatten geplant

Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.

Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.

Fischer benennt Versäumnisse

Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. 

Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.

Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“

Wie sieht die WTG künftig aus?

Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?

„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.

Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“

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Sauerstoff-System im Alten Hafen muss saniert werden

Hooksiel (31. 7. 2026) – Seit Jahrzehnten sorgt eine Sauerstoffanlage dafür, dass das Wasser im Alten Hafen von Hooksiel nicht umkippt. Seit Montag ist das dafür erforderliche System nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Bei der landeseigenen Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) ist man trotzdem zuversichtlich, dass es nicht zu Fäulnisprozessen mit entsprechender Geruchsentwicklung kommen wird.

Schläuche beschädigt

Am Montagabend hatte sich ein Schiff mit seinem Kiel in den Schläuchen verhakt. Feuerwehr und DLRG-Taucher konnten das Schiff befreien. Allerdings, so bestätigt NPorts, wurde durch die Havarie „ein Teil der Schläuche nachhaltig beschädigt“. NPorts betreut das in den 1970er Jahren im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens künstlich geschaffene Hooksmeer und die Wasserflächen im Alten Hafen. 

Der Sauserstofftank ist in einem Container am Rand des Hafens (vorn) untergebracht. Von hier aus wird über ein Schlauchsystem Sauerstoff ins Wasser des Alten Hafens von Hooksiel geleitet. Foto: hol

Fachleuten ist es gelungen, den intakten Teil des Schlauchsystems wieder an den Sauerstofftank anzuschließen. „Die Kosten für die Erneuerung der Schläuche werden aktuell kalkuliert“, teilt das Unternehmen auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ mit.

Sättigung noch unkritisch

Bis zur Sanierung des Systems werde die Sauerstoffsättigung im Hafenwasser engmaschig geprüft. Der ökologische Zustand stehe in Abhängigkeit von der Wassertemperatur und der Nährstoffzufuhr von angrenzenden Grundstücken, so NPorts. „Aktuell gehen wir nicht von einer Gefahr aus, da weiterhin Sauerstoff zugeführt wird und die Sättigung unkritisch ist.“

Die Gefahr des Umkippens rührt daher, dass es sich zumindest beim Alten Hafen nahezu um ein stehendes Gewässer handelt. Das historische Sieltor ist verschlossen. Zwischen Binnentief und Alter Hafen/Hooksmeer gibt es keinen Wasseraustausch. Bedingt Bewegung ins Gewässer kommt lediglich durch das Öffnen der Schleuse am Außenhafen. Durch eine zu geringen Sauerstoffgehalt können am Grund Faulgase entstehen, die einen modrigen Geruch verursachen können.

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Jochen Holzschuh räumt zum Saisonfinale noch einmal richtig ab

Hooksiel (30. 7. 2026) – Die einen freuen sich über gute Platzierungen und geglückte Wetten. Die anderen machen sich Sorgen um das Wohl der Tiere. Mit 3.300 Zuschauern ist am Mittwoch die Rennsaison 2026 des Hooksieler Rennvereins erfolgreich zu Ende gegangen. Trotz Temperaturen bis an die 30 Grad gab es weder bei Fahrerinnen und Fahrern noch bei den Pferden Ausfälle. Der Rettungsdienst musste lediglich einem Zuschauer helfen.

Jochen Holzschuh (rechts) ist der Fahrer der Trabrennsaison in Hooksiel. Das Bild zeigt ihn bei einer der vielen Siegerehrungen am Mittwoch. Ganz links: Der 2. Vorsitzende des Hooksieler Rennvereins Timo Zippermayer. Foto: hol

Auch der dritte Renntag lockte wieder zahlreiche Besucher auf die Jaderennbahn. Der Rennverein spricht von einem „gelungenen Abschluss einer insgesamt sehr erfolgreichen Saison“. Die Saison umfasste drei Renntage. Insgesamt, so der Rennverein, habe man 8.800 Zuschauer am Hooksieler Grasgeläuf am Deich begrüßen können. 

Ronja Walter gewinnt Trabreiten

Erstmals zeichnete der Verein in diesem Jahr den erfolgreichsten Fahrer der Saison aus. Die Auszeichnung ging an Jochen Holzschuh, der sich mit seinen starken Leistungen den Titel des Seriensiegers 2026 sicherte. Am Mittwochabend gewann der der Profifahrer aus Dülmen mit unterschiedlichen Pferden alle sechs Trabrennen. In die Siegerliste der wettbaren Rennen eintragen konnte sich lediglich noch Ronja Walter beim Trabreiten. 

An der Bäderstraße vor der Rennbahn hielten Tierschützer eine Mahnwache ab. Für sie sollten „Tiere keine Sportgeräte“ sein. Foto: hol

Nicht bejubelt wurde der erfolgreiche Trabrennfahrer von der Gruppe von Tierschützern, die sich an allen drei Renntagen an der Bäderstraße zu einer Mahnwache eingefunden hatte. Ihre Botschaft konnte man auf Transparenten lesen: „Tiere sind keine Sportgeräte“ oder „Wetten ja, aber ohne Tiere“. Auslöser der Proteste ist nach den Worten von Tobias Thelemann ein Unfall auf der Trabrennbahn gewesen, bei dem 2023 ein Pferd tödlich verletzt wurde.

Rennverein dankt Sponsoren und Helfern

Der Hooksieler Rennverein zieht ein durchweg positives Fazit der diesjährigen Saison. An allen Renntagen habe eine hervorragende Stimmung geherrscht, die Rennen seien sportlich hochklassig besetzt gewesen und die Besucher hätten für eine besondere Atmosphäre auf der Jaderennbahn gesorgt. Zur guten Stimmung trug beim letzten Renntag auch ein Ponyrennen bei. Vereinsvorsitzender Immo Müller: „Der Verein bedankt sich bei allen Gästen, Sponsoren, Helfern sowie den Aktiven für die Unterstützung und freut sich bereits auf die Rennsaison 2027.“

Beim letzten Renntag der Saison erlebten 3300 Zuschauer packende Rennen, bei denen aber fast immer Jochen Holzschuh (Nummer 5) mit unterschiedlichen Pferden am Ende vorn lag. Foto: hol

Zumindest die Rennsaison 2027 dürfte noch nicht von den laufenden Bemühungen der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts als Grundeigentümerin und der Gemeinde Wangerland betroffen sein, das Areal der Trabrennbahn künftig für touristische Zwecke nutzen zu wollen. Sollte sich ein Investor etwa für ein Hotel oder eine Freizeitanlage finden, müsste zunächst über ein Bauleitverfahren Baurecht für ein entsprechendes Projekt geschaffen werden. So ein Verfahren dauert in der Regel mindestens zwei Jahre.

Umwelthilfe will Abschied vom Ultraschall-Verfahren verhindert

Wilhelmshaven/Hooksiel (30. 7. 2026) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will die geplante Einleitung von Chlor-Bioziden am Wilhelmshavener LNG-Terminal „Excelsior“ verhindern. Die Umweltschützer haben nach eigenen Angaben eine Einwendung gegen einen Antrag der Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) erhoben.

Die „Excelsior“, einer von zwei LNG-Terminals in der Jade, gilt als wichtiger Baustein der deutschen Erdgasversorgung. Foto: DET

Die DET will künftig eine Elektrochlorierungs-Anlage in Betreib nehmen, mit deren Hilfe verhindert werden soll, dass sich das schiffsinterne Rohrleitungssystem von Algen, Muschel und andere organischen Substanzen zusetzt. Ursprünglich war der Betrieb der „Excelsior“ – anders als beim benachbarten LNG-Terminal „Höegh Experanza“ an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel – nur mit Ultraschall-Reinigungsverfahren genehmigt worden. Aus Sicht der Betreiber hat sich dieses Verfahren allerdings nicht bewährt.

Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. Die Konzentration in der Jade wird behördlich überwacht.

„Die Einleitung von toxischen Bioziden in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und das Ökosystem der Jade“, hält der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller-Kraemer, dagegen. „Im Wasser bildet das Biozid chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen.“

Die DUH fordert die Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals. Die DET hält dagegen, dass es sich bei der Elektrochlorierung um ein Verfahren nach dem „Stand der Technik“ handelt.

Schiff verfängt sich an Sauerstoff-Leitung im Alten Hafen

Hooksiel (29. 7. 2026) – Im Zufahrtsbereich des Alten Hafen von Hooksiel hat sich am Montagabend ein Schiff mit dem Kiel in einem aufschwimmenden Sauerstoff-Schlauch verfangen. Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel rückten zusammen mit Tauchern der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Beamten der Wasserschutzpolizei und Mitarbeitern der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts aus, um dem Skipper zu helfen.

Ein Schiff in mit seinem Kiel an einer der Sauerstoffleitungen am Alten Hafen hängen geblieben. Feuerwehrleute und Taucher der DLRG rückten aus, um das Schiff zu befreien. Foto: Feuerwehr

Gemeinsam gelang es, das Schiff aus seiner misslichen Lage zu befreien, so dass es seine Fahrt fortsetzen konnte. Ob das Schlauchsystem in Hafenbecken beschädigt ist, blieb zunächst unklar. Bekanntlich wird vom Ufer des Alten Hafens aus über ein am Grund des Hafenbeckens verlegtes Schlauchsystem Sauerstoff eingetragen, um einem Umkippen des Gewässer mit entsprechender Geruchsentwicklung vorzubeugen.

Bereits am Sonntag waren Feuerwehrleute und DLRG gemeinsam zu einer technischen Hilfeleistung im Yachthafen Hooksiel ausgerückt. Hier hatte sich ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche gebildet, der sich bereits über das gesamte Hafengebiet ausgebreitet hatte.

Nachdem die Wasserschutzpolizei den mutmaßlichen Verursacher ermittelt hatte, richteten Feuerwehr und DLGR auf Anforderung der Unteren Wasserbehörde eine Ölsperre um das betreffende Boot ein. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung des Ölfilms eingedämmt werden.

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Ausgelassene Krabbentage in schwierigen Zeiten für die Fischer

Hooksiel (29. 7. 2026) – Hooksiel feiert ab Freitag, 31. Juli, die traditionellen „Krabbentage“. Drei Tage lang verwandelt sich das Dorf zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte zu einer Fest- und Flohmarktmeile. Die Markenzeichen des Festes: Gute Musik und ausgelassene Stimmung.

Die Hooskieler Krabbentage haben Tradition. Am kommenden Wochenende wird es wieder rund um die Garnelen gehen. Archiv-Foto: hol

Dennoch ziehen dunkle Wolken über Hooksiel. Werden es die letzten Krabbentage im Sielort sein? Nachdem die niedersächsische Landesregierung ihre Pläne verkündet hat, weite Teile der Fanggründe vor der Wangerländischen Küste aus ökologischen Gründen für den Fischfang sperren zu wollen, steht die Zukunft der örtlichen Krabbenfischer in den Sternen.

Gute Laune und viel Musik

Nils Schröder, Hooksieler Krabbenfischer und 2. Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, die die Herings- und die Krabbentage organisiert, will sich durch die Ungewissheiten die gute Lane nicht verderben lassen. „Jetzt feiern wird erst einmal. Was genau passiert, wissen wir noch nicht. Vielleicht sind wir in ein paar Wochen schlauer.“

Also wird gefeiert. Und zwar mit einer neuen Attraktion. Erstmals findet im Rahmen der Krabbentage an diesem Samstag das Drachenbootrennen statt, das ansonsten fester Bestandteil des „FCN Hafenfestes“ war. Da das Hafenfest in diesem Jahr eine Pause einlegt, hat Cheforganisator Jan-Eike Doyen die Drachenboot-Teams zu den Krabbentagen eingeladen.

Drachenbottrennen
Die Drachenboot-Rennen garantieren Spannung. Am Samstagnachmittag werden mehrere Teams gegeneinander antreten. Archiv-Foto: hol

Die Mannschaften werden in zwei gestellten Booten Rennen fahren, die jeweils im Alten Hafen enden. Das Publikum kann insofern die Ziel-Einläufe genau verfolgen. Beginn der Vorläufe ist um 12.30 Uhr. Mit dem Finalrennen wird gegen 17 Uhr gerechnet.

Eröffnung mit Freibier

Die Krabbentage beginnen am Freitagnachmittag. Ab 15 Uhr machen die „Tonic Brothers“ auf der Überland-Bühne am Alten Hafen Musik. Bernd Tscherney als Schriftführer der Dorfgemeinschaft wird die Gäste zur offiziellen Eröffnung um 17 Uhr begrüßen. Dazu spendieren die Veranstalter ein Faß Freibier. Erwartet werden dazu auch Delegationen der anderen Dorfgemeinschaften im Wangerland. Für gute Musik bis in die Nacht hinein wird ab 20 Uhr die Band „Rock Shots“ sorgen.

Für das musikalische Programm am Hafen sorgen am Samstag DJ Chris sowie am Abend die Band „4 Live“. Am Sonntag tritt – nach einem Gottesdienst am Alten Hafen – ab 12 Uhr der Shantychor „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven auf. Ab 15 Uhr dürfen sich Schlagerfans auf den Auftritt von Janine Meyer freuen. Die Varelerin gehört seit Jahren zu den Stammgästen der Feste in Hooksiel und hat sich in dieser Zeit eine feste Fangemeinde ersungen.

Zahlreiche fliegende Händler werden der gesamten Krabbentage in der Lange Straße ihre Waren anbieten. Mit dabei auch die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“, die Kuchen verkaufen wird. Die Ortsdurchfahrt ist für den Verkehr gesperrt. Parkplätze sind ausgewiesen.

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