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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Fischer und Kommunen bitten Olaf Lies um Hilfe

Friesland/Wangerland (11. 8. 2026) – Frieslands Fischer hoffen auf die Unterstützung von Ministerpräsident Olaf Lies. In einem offenen Brief haben die Jadefischer an den SPD-Politiker aus Sande appelliert, sich für den Erhalt von Produktionsflächen und Fanggründen für die niedersächsischen Fischer einzusetzen – insbesondere im Jadebusen und im Wattenmeer vor der Gemeinde Wangerlrand.

Krabbenkutter vor der Küste des Wangerlandws gehören noch zum täglichen Bild. Künftig sollen weite Teile des Wattenmeeres für den Fischfang gesperrt werden. Für die Fischer aus Hooksiel und Horumersiel könnte das das Aus bedeuten. Archiv-Foto: Klaus Schreiber

Die aktuell vom Umweltministerium und vom Landwirtschaftsministerium, beide unter Führung von Bündnis 90/Die Grünen, vorliegenden Entwürfe für Fischerei-Ausschlussgebiete würden die Existenz der Fischereibetriebe im Landkreis Friesland gefährden und das Ende des traditionellen Krabbenfangs vor Ort bedeuten.

Gespräch mit Ministerpräsidenten

Auf den Einfluss des Ministerpräsidenten hoffen auch die Kommunen. Wie die Gemeinde Wangerland mitteilt, habe auf Initiative von Bürgermeister Mario Szlezak eine gemeinsame Videokonferenz mit Ministerpräsident Lies, Landrat Sven Ambrosy, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises und der Staatskanzlei stattgefunden. Ausgangspunkt dabei seien die Sorgen der Fischereibetriebe aus Hooksiel und Horumersiel gewesen, deren traditionelle Fanggründe unmittelbar vor Hooksiel, Horumersiel und im Bereich Minsener Oog betroffen sind.

„Für mich war klar, dass wir diese Sorgen nicht einfach weiterreichen können. Wenn unsere Fischer deutlich machen, welche Folgen die geplanten Flächen für ihre Betriebe haben können, müssen wir dafür sorgen, dass ihre Situation auf Landesebene gehört und sorgfältig geprüft wird“, so Szlezak. Lies habe sich die Zeit genommen, die Anliegen aufzunehmen. Wangerland, Varel und der Landkreis hätten die besondere Situation der friesischen Küstenfischerei und die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Fischerei-Ausschlussgebiete ausführlich dargestellt. Der Ministerpräsident habe Unterstützung zugesagt, dass die friesischen Anliegen zumindest noch einmal geprüft werden. 

Fischerei auch touristisch von Bedeutung

Es gehe nicht darum, Naturschutz und Fischerei gegeneinander auszuspielen. „Wir wollen ein geschütztes und intaktes Wattenmeer“, so Szlezak. „Gleichzeitig müssen unsere Fischer auch künftig eine wirtschaftliche Perspektive haben.“ Ähnlich Wagner: „Die Küstenfischerei ist für unsere Region wirtschaftlich, touristisch und kulturell von großer Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Interessen der Fischer aus Varel und dem Wangerland gemeinsam vertreten. Bei der weiteren Flächenplanung muss genau geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Betriebe vor Ort hat.“ 

Rolf Neuhaus, Planungsdezernent beim Landkreis, machte darauf aufmerksam, dass die geplanten Fischerei-Ausschlussgebiete nicht isoliert betrachtet werden dürften. Die Küstenfischerei werde bereits durch bestehende und künftig hinzukommende Nutzungen wie Schutzgebiete, Leitungstrassen, Offshore-Nutzungen und weitere Flächenansprüche im Küstenraum eingeschränkt. Neuhaus: „Entscheidend ist die Summe aller bestehenden und geplanten Nutzungen im Küstenmeer. Erst diese Gesamtbetrachtung zeigt, welche Räume der Fischerei tatsächlich noch zur Verfügung stehen.“ 

Wangerland und Varel nicht gehört

Wangerland, Varel und der Landkreis sehen die Einbindung der unmittelbar betroffenen friesischen Kommunen in den „Fischereidialog“ kritisch. Zwar waren mit  mit Greetsiel, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste drei Kommunen zum Dialog geladen. Die Bemühungen von Szlezak, ebenfalls dazukommen zu dürfen, waren jedoch mir dem Argument abgelehnt worden, man wolle eine arbeitsfähige Größe der Gesprächsrunde wahren.

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehören könnte: Krabbenkutter im Alten hafen von Hooksiel. Archiv-Foto: hol

Aus Sicht der Friesen wurden auch deshalb die Belange der konkret betroffenen friesischen Küstenkommunen nicht ausreichend abgebildet. Aus ihrer Sicht muss die bisherige Gebietskulisse im weiteren Verfahren noch einmal sorgfältig betrachtet werden. „Wir erwarten, dass diese Flächen noch einmal gemeinsam mit allen unmittelbar Betroffenen überprüft und diskutiert werden.“

Aus Sicht der Kommunen muss der weitere Dialog ergebnisoffen geführt werden. „Wenn sich aus den Gesprächen, den Erfahrungen der Fischer und der fachlichen Bewertung ergibt, dass bestimmte Flächen für die heimische Fischerei von besonderer Bedeutung sind oder alternative Gebietszuschnitte einen vergleichbaren naturschutzfachlichen Nutzen ermöglichen, muss es auch möglich sein, die bisher vorgesehenen Flächen zu verändern.“

Offener Brief der Fischer

Die Fischer würden über jahrzehntelange praktische Erfahrung mit ihren Fanggebieten, den Strömungsverhältnissen, den Beständen und den Veränderungen im Küstenmeer verfügen. Dieses Wissen müsse ebenso in die Abwägung einfließen wie die naturschutzfachlichen Erkenntnisse.

Ihre Sicht der Dinge haben Frieslands Fischer bereits in einem offenen Brief an Ministerpräsident Lies dargelegt. Auch sie fordern: „Die jetzigen Gebietsvorschläge müssen überarbeitet werden.“

Der Suchraum für die geplanten fischereifreien Zonen vor der Küste des Wangerlandes Ende 2025 (links, „Blaue Balje“) im Vergleich zum aktuellen Vorschlag aus dem Juni dieses Jahres. Da reicht das Gebiet bis zum Hooksieler Außenhafen.

Die Fischerei habe sich intensiv und produktiv an dem Dialog beteiligt und auch die Ausweisung von zehn Prozent des Wattenmeers als Fischerei-Ausschlussgebiete akzeptiert – obwohl bereits zahlreiche Gebiete durch andere Nutzungen weggefallen seien. Man habe auch einem Sperrgebiet im Jadebusen zugestimmt, für das freiwillig eine Muschelkultur aufgegeben werden muss. Ebenso der Sperrung der „Blauen Balje“, obwohl dort vier Saatbänke der Muschelfischer und wichtige Fanggebiete der ortsansässigen Fischer betroffen wären.

Auf Wunsch der Umweltverbände sei dann aber das Sperrgebiet entlang der gesamten Küste vor der Gemeinde Wangerland bis zum Hooksieler Außenhafen erweitert worden. Sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden, bedeute das, dass „die Krabbenkutter von Horumersiel und Hooksiel aufgeben und abwandern müssen“, heißt es in dem Brief an Lies.

Aus ökologischer Sicht sinnlos?

Besonders beklagen die Fischer, dass es aus ihrer Sicht für die Erweiterung des Sperrgebietes „keinerlei ökologisch sinnvolle Begründung“ gibt. Die Hoffnung, dass sich in dem Sperrgebiet wieder Borstenwürmer („Sabellaria“ ) ansiedeln könnten, sei illusorisch. „Das hat schon im bisherigen Sperrgebiet vor dem Außenhafen Hooksiel nicht geklappt und wird auch nicht durch eine flächenmäßige Erweiterung erfolgen.“ Gründe dafür seien unter anderem Hafenbaggerungen und die Fahrbahnvertiefung.

Das Argument, das zusätzliche fischereifreie Gebiete letztlich auch der Fischerei selbst zugute kämen, weil sich dort der Bestand an Krabben und Muschel besser erholen könne, ist nach Überzeugung der Fischer „ökologischer Unsinn“. Belege dafür seien das letzte Rekordjahr der Krabbenfischerei und der diesjährige Massenbrutfall der Miesmuscheln. „In dem extremen Lebensraum Wattenmeer verfügen die ansässigen Arten über eine Massenreproduktion, um auch nach Eiswintern oder extremen Witterungsverhältnissen die Fortpflanzung zu sichern.“ 

Krabbenfang vor dem Aus

In ihrem Brief an den Ministerpräsidenten bitten die Jadefischer Olaf Lies darum, ihnen zumindest die nötige Zeit zu verschaffen, den Fischerei-Dialog gerecht und fachlich fundiert zu Ende zu führen. Andernfalls drohe ihm, dass sein Wahlkreis zukünftig fischereifrei sei und die dortigen Häfen keine Kutter mehr beherbergen.

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Festlegung möglicher Fischerei-Ausschlussgebiete soll im Rahmen einer Novellierung des Gesetzes über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erfolgen. Dafür sind weitere formale Beteiligungsschritte vorgesehen.

Neue „Gulf-Golf“-Bahn bietet ganzjährig maritime Abenteuer

Hooksiel (11. 8. 2026) – Eine Strategie, ein gutes Auge, eine ruhige Hand und dann ein beherzter Schlag. Das sind die Erfolgsgaranten beim Golf. Von alledem konnten die prominenten Testspieler bei der offiziellen Eröffnung der Adventure-Golf-Anlage mit dem Namen „Gulf-Golf“ an der Hooksieler Wasserskianlage etwas bieten. Aber halt (noch) nicht alles zusammen.

Hans-Ott Vogt und Anja Seidl-Vogt (auf dem Kutter rechts) begrüßten zahlreiche Gäste zu Einweihung ihrer Adventure-Golf-Anlage. Neben ihnen (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ministerpräsident Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland. Foto: hol

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies benötige den einen oder anderen Schlag mehr als gewünscht, um die maritim gestalteten Hindernisbahnen zu bewältigen und den Ball letztlich einzulochen. Aber nicht nur deshalb dürfte er dem Inhaber der Wasserskisanlage Hans-Ott Vogt und dessen Frau Anja Seidl-Vogt versprochen haben. „Ich komme am Wochenende wieder zum Familienausflug.“

Abschlag vom Deck eines Kutters

Die neue Adventure-Golf-Anlage ist allemal einen Besuch wert. Auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern stellen 18, liebevoll gestaltete Bahnen die Spielerinnen und Spieler vor sportliche Herausforderungen. So sind die mit 2500 Quadratmetern Kunstrasen belegten Spielflächen länger als die von herkömmlichen Minigolf-Anlagen – und die individuell gestalteten Hindernisse stellen immer wieder neue Herausforderungen dar. Hier muss der Ball vom Deck eines elf Meter langen, zerbrochenen Fischkutters abgeschlagen werden, dort führt die Spielbahn unter einem Brücke hindurch. Wenige Meter weitere verschwindet der Ball in einem Leuchtturm.

Eine ruhige Hand und ein gutes Auge bewies Olaf Lies bei einer Proberunde auf der Golfbahn an der Wasserskianlage. Foto: hol

150 Tonnen Wasserbausteine, Möwen, Tampen, Seehunde, Fischernetze. Dazu ein gebrochener Deich und ein Kojer, der die Spieler beobachtet. „Gulf-Golf“ steht ganz im Zeichen des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeres. „Das ist fast schon ein kleiner außerschulischer Lernort“, sagte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der die Anlage zusammen mit Olaf Lies und Rolf Neuhaus vom Landkreis Friesland eröffnete.

Tourismus schafft Mehrwert

Lies würdigte den unternehmerischen Mut der Familie Vogt und die Bedeutung von immer neuen Ideen für den Tourismus. Dabei seien die touristischen Angebote nicht nur für Urlauber attraktiv, sie erhöhten auch die Lebensqualität für die Menschen an der Küste. „Tourismus schafft für uns alle einen Mehrwert.“

Hans-Ott Vogt blickte in seiner Begrüßungsrede vor gut Hundert geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Ratsmitglieder und Behördenvertreter, am Montagnachmittag auf die 46-jährige Geschichte des Familienbetriebes zurück. Wasserskianlage, Aqua-Park, eine mehrfach erweiterte Gastronomie – und jetzt die Millionen-Investition in die Golfanlage, durch die in erster Linie die Saison verlängert werden soll. „Adventure-Golf kann bei fast jedem Wetter gespielt werden“, sagte Vogt. Durch die Investition, an der sich das Land Niedersachsen mit rund 400.000 Euro beteiligt hat, würden neue Arbeitsplätze geschaffen und vorhandene ganzjährig gesichert.

Noch Resstarbeiten

Die Anlage ist barrierefrei und ganzjährig nutzbar. Was noch aussteht, ist die ausführliche Beschilderung der 18 Bahnen sowie der Bau einer Flutlichtanlage und eines kleinen Betreuungsgebäudes, in dem unter anderem 250 Golfschläger und 450 Golfbälle ausgegeben werden sollen. „Dafür benötigen wir einen Bebauungsplan“, sagte Vogt. Daran, dass das nötige Baurecht zügig eingelocht werden wird, ließen die Festredner von Land, Landkreis und Gemeinde keinen Zweifel. Vogt: „Ich bin stolz und glücklich.“

OOWV und Gemeinde stellen Entwässerung auf Prüfstand

Hooksiel (10. 8. 2026) – Die Gemeinde Wangerland und der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) haben sich zu einem Arbeitsgespräch getroffen, um die Entwässerungssituation im Wangerland und insbesondere in Hooksiel weiter zu untersuchen.

feuerwehr in der Viethstraße
Immer wieder muss in Hooksiel nach Starkregenfällen die Feuerwehr ausrücken, um Gräben und Gärten leer zu pumpen. Gemeinde und OOWV wollen gemeinsam nach Wegen für eine verbesserte Entwässerung suchen. Archiv-Foto: Feuerwehr

Im Mittelpunkt stand laut einer gemeinsamen Pressemitteilung die Frage, wie die bestehenden Entwässerungsstrukturen weiter verbessert und auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet werden können. Dabei wurden die bekannten Problembereiche in Hooksiel gemeinsam betrachtet und erste mögliche Lösungsansätze erörtert. 

Situation soll genau untersucht werden

Grundlage für die weitere Arbeit ist unter anderem der Generalentwässerungsplan, mit dem die bestehenden Systeme umfassend untersucht und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden sollen. „Die vergangenen Starkregen-Ereignisse haben sehr deutlich gezeigt, wie belastend die Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hooksiel ist“, so Bürgermeister Mario Szlezak. „Mir ist wichtig, dass wir zu nachhaltigen und verlässlichen Lösungen kommen. Deshalb werden wir mit dem OOWV die Entwässerungssituation genau untersuchen und parallel dazu bereits konkrete Maßnahmen entwickeln, die fachlich sinnvoll sind und dauerhaft zu einer Verbesserung beitragen können.“

Versammlung mit Hooksielern geplant

„Eine leistungsfähige Entwässerung ist gerade mit Blick auf zunehmende Starkregen-Ereignisse von großer Bedeutung“, betont auch Bernd Janssen, Regionalleiter des OOWV. Wichtig sei eine gemeinsame Herangehensweise von gemeinde und Verband. „Deshalb ist es richtig, die vorhandenen Strukturen gemeinsam zu analysieren und mögliche Maßnahmen fachlich zu bewerten.“

Bereits erarbeiteten Ansätze sollen weiter vertieft und mit der unteren Wasserbehörde abgestimmt werden. Dabei sollen auch die Erfahrungen und Beobachtungen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen werden. Gemeinde und OOWV planen deshalb zu einer Anwohnerversammlung in Hooksiel. Dort sollen die bisherigen Erkenntnisse vorgestellt, weitere Hinweise aufgenommen und mögliche Lösungswege gemeinsam diskutiert werden. 

Über Termin und Ort der Veranstaltung wird die Gemeinde Wangerland rechtzeitig informieren. 

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Zwei Camper von frei laufendem Hund gebissen

Hooksiel (10. 8. 2026) – Ein Camper in Hooksiel muss sich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten. Dem Hundehalter wird vorgeworfen, seinen Hund am Sonntagmorgen gegen 8.41 Uhr unbeaufsichtigt über einen Campingplatz in Hooksiel laufen gelassen zu haben. Der Vierbeiner verletzte zwei andere Camper. Die Polizei ermittelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen lief der Hund unbeaufsichtigt über die Zeltwiese. Als eine Frau ihr Kind schützen wollte, so die Polizei, sei sie von dem Hund in den linken Oberarm gebissen worden. Kurz darauf habe der Hund einen weiteren Campinggast in den linken Oberschenkel gebissen, als dieser versucht hatte, den Hund von seinen persönlichen Gegenständen fernzuhalten.

Beide Geschädigten erlitten Bissverletzungen und wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen dauern an.

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Schon wieder ein Waldbrand im Freizeitgelände

Hooksiel (10. 8. 2026) – Und schon wieder hat es im Hooksieler Freizeitgelände unweit der Wasserskianlage gebrannt. Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden aus, um das Feuer zu löschen. Zuvor war eine Rauchentwicklung in dem Waldgebiet gemeldet worden.

Mit vereinten Kräften bekämpften Mitarbeiter der Wasserskianlage und der Feuerwehen aus Hooksiel und Waddewarden den Vegetationsbrand im Hooksieler Freizeitgelände. Gemeinsam gelang es, eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Foto: Feuerwehr

Bereits am 15. Juli hatte es nahezu an derselben Stelle einen Vegetationsbrand gegeben. Auch dieses Mal, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, hätten die Mitarbeitenden der Skiterassen vorbildlich reagiert und bereits vor Eintreffen der Feuerwehren erste Löschmaßnahmen mit Feuerlöschern eingeleitet. „Dadurch konnte das Feuer frühzeitig eingedämmt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.“

Wärmebildkamera im Einsatz

Während die Hooksieler Feuerwehrleute gegen das Feuer vorrückten, stellte die Feuerwehr aus Waddewarden sicher, dass genügend Löschwasser zur Verfügung stand. Das Feuer hatte sich auf einer Fläche von vier mal zehn Meter ausgebreitet. Nach den eigentlichen Löscharbeiten wurden die betroffene Fläche mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Dabei wurden noch mehrere Glutnester identifizier. Nöchel: „Auch tiefer im Erdreichhaben wir noch Temperaturen von 50 bis 60 Grad gemessen.“

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Skiterrassen wurde der betroffene Boden mithilfe eines Radladers aufgewühlt. Dadurch konnten auch tieferliegende Glutnester freigelegt und anschließend mit reichlich Wasser abgelöscht werden.

Brandstiftung nicht auszuschließen

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Fachleute halten eine Selbstentzündung von trockenem Gras oder eine technische Ursache, etwa ein defektes Gerät, für unwahrscheinlich. Eine fahrlässige oder absichtliche Brandstiftung ist nicht auszuschließen.

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Zu perfekte Kunstwerke begrenzen die Welt der Gedanken

Hooksiel (9. 8. 2026) – Noch bis zum kommenden Sonntag, 16. August, haben Kunstinteressierte Gelegenheit, sich anzuschauen, was Agnes Lörincz während ihres Aufenthaltes in Hooksiel geschaffen hat. Die Berlinerin mit rumänischen Wurzeln lebt und arbeitet seit Mitte Juli als Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel.

Collagen und Tonarbeiten – die Stipendiatin des Künstlerhauses Agnes Lörincz hat ihren Aufenthalt in Hooksiel kreativ genutzt. Foto: hol

Wie sie im Rahmen eines Künstlergesprächs am Samstag sagte, habe sie während dieser Zeit im Ort und am Strand viele Menschen gesehen, die sie inspiriert hätten. Die „Badende“ am Strand etwa, eine Frau mit einer hypermodernen Sonnenbrille, ein sich zugewandtes Paar bei den Krabbentagen, ein junger Mann mit einem Base-Cup – Szenen aus Hooksiel, in Gemälden und Collagen kombiniert mit klassischen, etwas aus der Zeit gefallenen Mustern von Spitzendecken. Ähnlichkeiten und Verfremdungen, die geheimnisvoll wirken und den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Motive von Spitzendecken

„Ganz frisch aus dem Ofen“ präsentierte Agnes Lörincz eine Serie von Tonarbeiten. Auch hier sorgen Spitzendecken-Motive für die Muster auf dem gebrannten Material. Mal liegen die Muster auf, mal bilden sie Vertiefungen. Den Stoff selbst findet man nicht mehr. Meist wirken die Arbeiten etwas unfertig. Die Tonscheibe ist nicht eben, das Muster endet abrupt. Genau so hat sie die Künstlerin für gut befunden. „Alles, was perfekt aussieht, schränkt die Gedankenwelt ein.“

Auf die Idee mit den Tonscheiben sei sie bei einem Besuch des Urzeitmeer-Museums am Aquarium in Wilhelmshaven gekommen, in dem Fossile längst ausgestorbener Tiere und Pflanzen zu bewundern sind. Heute. Ein Beleg für die Relativität der Zeit – wie in der Mode so in der Kunst. Agnes Lörincz: „Vielleicht findet ja jemand in ferner Zukunft diese Tonarbeiten und sie werden Fossile aus unserer Zeit.“

Das Künstlerhaus Hooksiel in der Lange Straße ist dienstags bis sonntags jeweils 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Vermeintlicher Flächenbrand entpuppt sich als Lagerfeuer

Hooksiel/Horumersiel (9. 8. 2026) – „Flächenbrand bei Horumersiel!“ Mit der Botschaft wurde am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel alarmiert. In der Nähe des Schöpfwerkes Hohenstiefersiel sollte es brennen. 

Bei ihrer Anfahrt hätten sie zunächst kein Feuer entdecken können, berichten die Feuerwehrleute. Erst durch den Hinweis und das Foto eines aufmerksamen Passanten habe man die Einsatzstelle lokalisieren können. Diese habe sich an einer schwer einsehbaren und nur schwierig erreichbaren Stelle befunden.

„Vor Ort stellte sich heraus, dass Angler dort eine kleine, erlaubte Feuerstelle betrieben hatten“, schildert die Feuerwehr. „Durch die starke Rauchentwicklung wurde der Eindruck eines Flächenbrandes erweckt, weshalb besorgte Passanten den Notruf wählten.“

Die Feuerwehrleute brauchen nicht einzugreifen und konnte den Einsatz nach kurzer Zeit beenden. Aber dennoch sei die Alamierung richtig gewesen. „Wenn der Verdacht besteht, dass etwas brennt, ist es immer richtig, den Notruf 112 zu wählen. Im Ernstfall kann jede Minute entscheidend sein.“

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Zahl der Bewohner im Wohnstift Hooksiel deutlich gestiegen

Hooksiel (8. 8. 2026) – Der „Ostfriesenjung Georg“ traf genau den richtigen Ton. Der Georg Galts spazierte mit seinem Mikrofon durch die Sitzreihen vor dem Wohnstift Hooksiel, schenkte den Bewohnern, deren Angehörigen sowie Gästen ein freundliches Lächeln und animierte dazu, bei den von ihm vorgetragenen Schlagern und Shantys mitzusingen.

„Ostfriesenjung Georg“ unterhielt die Bewohner und Besucher beim Sommerfest des Wohnstiftes Hooksiel musikalisch. Foto: hol

Dazu gab es Kuchen und Gegrilltes, Kaffee, Tee und Kaltgetränke. Beste Rahmenbedingungen für ein entspanntes Sommerfest. Die Leiterin des Wohnstiftes Hooksiel, Sabine Tepaß, begrüßte dazu am Freitag auch Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) und den Bürgermeisterkandidat der CDU, Thies Fischer. Beide unterstrichen die Bedeutung, die die Betreuungseinrichtung mit ihren 84 Plätzen für Hooksiel hat.

Überprüfung bestanden

Das Wohnstift, das seit gut einem Jahr zur Etvoila-Gruppe gehört, befinde sich auf einem guten Weg, versicherte Sabine Tepaß. Unmittelbar vor dem Sommerfest habe man eine Überprüfung durch den Medizinischen Dienst bestanden. „Das ist hervorragend gelaufen.“

Aktuell betreuen rund 60 Pflegerinnen und Pfleger und sonstige Mitarbeiter 80 Seniorinnen und Senioren. Damit habe man die Zahl der Bewohner deutlich steigern können, so Sabine Tepaß. Allerdings: „Wir brauchen dringend mehr Personal.“

Bedarfsabfrage für Spätbus

Angesichts des Fachkräftemangels im Pflegebereich sei es aber alles andere als einfach, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wie die Heimleiterin im Gespräch mit Szlezak und Fischer sagte, wäre eine in die Abendstunden erweiterte Busverbindung Richtung Wilhelmshaven dabei hilfreich.

Szlezak und Fischer zeigten sich für eine Bedarfsabfrage offen. Damit könne man feststellen, ob weitere Unternehmen wie etwa gastronomische Betriebe im Ort vergleichbare Probleme haben. Das Ergebnis könnte dann Grundlage für einen Antrag sein, einen Abendbus nach Wilhelmshaven einzusetzen. Gegebenenfalls, so Fischer, müssten sich die Nutznießer dann aber auch an den Kosten beteiligen.

Mülltonnen versperren über Tage Hooksieler Gehwege

Hooksiel (8. 8. 2026) – Mülltonnen versperren die Gehwege. Sperrmüll wartet in Grundstückseinfahrten wochenlang darauf, abgefahren zu werden. Kein schönes Bild. Schon gar nicht für einen Urlaubsort wie Hooksiel – und das in der Hauptsaison.

Am Montag der abgelaufenen Woche blieben die Papiertonnen stehen. Sie wurden erst am Dienstag abgeholt. Zumindest die, die noch an der Straße standen. Am Donnerstag waren die Biotonnen dran. Derselbe Ablauf: Die Tonnen wurden nicht wie geplant abgeholt. Die Fahrzeuge des vom Landkreis Friesland beauftragen Entsorgers rollten erst am Freitag durch Hooksiel. Immerhin recht früh am Tag.

Personalprobleme beim Entsorger

Der Landkreis Friesland als Untere Abfallbehörde räumt die Abfuhr-Verspätungen gegenüber „Hooksiel-life“ ein. „Hintergrund ist eine aktuell angespannte Personalsituation aufgrund von Urlaub und Krankheitsfällen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Kreishaus.

Konsequenzen haben die Pannen für das Entsorgungsunternehmen offenbar nicht. Tourenabbrüche seien verständlicherweise ärgerlich, aber sofern diese am Folgetag nachgeholt würden, handle der Entsorger noch entsprechend des Vertrages, erläutert der Landkreis.

Von spontanen Terminverschiebungen oder nicht eingehaltenen Abfuhrterminen bei der Sperrmüll-Entsorgung sei dem Landkreis nichts bekannt. Betroffenen Bürgerinnen und Bürger sollten sich direkt beim Landkreis unter abfallwirtschaft@friesland.de melden, falls es hier zu Problemen kommen sollte.

Barrieren für Senioren und Kinder

Gerade im Kreis von Bürgern und Unternehmern, denen Hooksiel als Urlaubsort am Herzen liegt, ist die Situation wenig befriedigend. Schon bei regulär ablaufenden Müllabfuhren versperren Tonnen die Gehwege fast einen ganzen Tag lang. Verschieben sich die Termine, sind die zum Teil recht schmalen Fußwege im Ort entsprechend länger blockiert – zumindest für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen und Rollatoren oder auch für Rad fahrende Kleinkinder.

Hinzu kommt, dass gerade bei vielen Ferienwohnungen, der Tonnendienst von Dienstleistern übernommen wird. Die wiederum können auf Verschiebungen der Abfuhrtermine kaum reagieren, so dass die verspätet geleerten Mülltonnen an den von ihnen betreuten Objekten auch schon mal eine ganze Woche lang nicht wieder auf die Grundstücke zurückgebracht werden. Ein Vermieter, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte: „So lange wir das Mülltonnen-Problem nicht in den Griff bekommen, brauchen wir uns über Barrierefreiheit im Ort keine Gedanken machen.“

„De Hooksieler“ laden ein: Drei Lokale – dreimal Livemusik

Hooksiel (7. 8. 2026) – Die Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ plant ein neues Veranstaltungsformat. Am Samstag, 19. September, ab 19.30 Uhr soll „Hooksiel live“ Premiere feiern. Die Idee: „Drei Lokalitäten – drei Musikrichtungen“. Das Publikum kann dabei von Spielstätte zu Spielstätte pendeln oder auch in seiner Lieblings-Lokalität länger verweilen. 

Anke Müller (rechts) will mit „De Hooksieler“ ein neues Musikformat rund um den Alten Hafen etablieren. Auf dem Foto (von links) Kathrin Klostermann („Zum Schwarzen Bären“), Vanessa Müller (Feuerwehr), Sven Klostermann („Zum Schwarzen Bären“,), Monika Stamer „Packhaus/Ahoi““ und davor Anja Dittmer („De Hooksieler“). Foto: privat

Als gastronomische Partner haben „De Hooksieler“ die Cocktailbar „Ahoi“ und das Restaurant „Zum Schwarzen Bären“ gewonnen. Als dritte Spielstätte ist das Alte Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen vorgesehen. Im „Ahoi“ spielt  Rolf Buers Kneipenmusik im „old american Style“. Sein Motto: Musik ohne Effekte, einfach nur Stimme und Gitarre, ehrlich und zu 100 Prozent live.

Im „Schwarzen Bären“ tritt das Duo „B.ART“ – Berko Barnes und Andreas Reinhold Tomec –  mit einer Mischung aus bekannten und unbekannten Songs aus dem Bereich Irish-Folk auf.
Im Alten Feuerwehrgebäude gastiert der Wangerländer Tom Thomssen (Foto), der unter anderem seine neue Single „Can I say“ vorstellen wird.  Hier wird die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für die Getränke sorgen.


Der Vorverkauf der Eintrittskarten (15 Euro) beginnt am kommenden Montag, 10. August, im Frische-Kiosk Dekena. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden nur vier Karten pro Person verkauft.

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