Jever/Wangerland (2. 2. 2026) –Beim öffentlichen politischen Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen geht es am Mittwoch, 11. Februar, um „Lebendige Innenstädte“. Referent ist der Architekt und Städteplaner Herbert Weydringer, der auch schon viele Projekte im Wangerland begleitet hat.
Alle wünschen sich lebenswerte Innenstädte. Aber dennoch nimmt der Anteil der Online-Einkäufe zu. Nicht nur junge Menschen, auch Ältere suchen mehr und mehr den scheinbar bequemeren Weg des Einkauf von der Coach aus.
Weydringer kennt als Planer die Region sehr gut. Er berät unter anderem Kommunen, wie sie ihr Planungsrecht einsetzen können, um die Attraktivität der Innenstädte zu erhöhen. In seinem Vortrag wird der Referent die Themen Einzelhandel, Laufverhalten und Steuerungsmöglichkeiten an konkreten Beispielen aus Wittmund, Jever und den Grundzentren wie Hohenkirchen darstellen.
Im Anschluss ist eine Gesprächsrunde geplant, zu der neben Bürgern auch Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter eingeladen sind. Der grüne Stammtisch beginnt um 19 Uhr im Parkhotel in Jever in der Mühlenstraße 51. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Hohenkirchen (1. 2. 2026) – Am heutigen Sonntag, gegen 4.20 Uhr, gerieten im Bereich der Gorch-Fock-Straße 4 in Hohenkirchen zwei am Straßenrand stehende 1100-Liter-Müllcontainer in Brand. Auch wenn die Brandursache noch nicht abschließend geklärt ist, ist Brandstiftung nicht auszuschließen.
Wie die Polizei mitteilt, hätten Zeugen, die den Brand gemeldet haben, zwei Personen gesehen, die sich zu Fuß in Richtung Anton-Günther-Straße entfernt haben sollen. Eine der Personen habe eine weiße Kapuze getragen. Die Zeugen sollen zunächst weitere Container aus dem Gefahrenbereich gezogen haben.
Das Feuer wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen gelöscht. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Zeugen, die sachdienliche Angaben zu diesem Sachverhalt machen können, werden gebeten sich unter Telefon 04461/7449-0 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.
Wilhelmshaven/Friesland (31. 1. 2026) – Das „Klinikum Wilhelmshaven“ und die „Friesland Kliniken“ rücken medizinisch zusammen. Während die politischen Gremien von Stadt und Landkreis vor einer zentralen Weichenstellung für den Bau eines gemeinsamen Zentralklinikums stehen, haben die Geschäftsführungen beider Krankenhäuser verkündet, dass sie im Bereich der Behandlung von Brustkrebs ab sofort enger zusammenarbeiten.
Die „Friesland Kliniken“ und das „Klinikum Wilhelmshaven“ arbeiten bei der Brustkrebs-Behandlung zusammen. Operationen finden nur noch in Wilhelmshaven statt. Foto: Archiv-hol
Grünes Licht für die Kooperation beider Häuser haben die Aufsichtsräte der beiden kommunalen Kliniken bereits Ende vergangenen Jahres gegeben. „Damit sichern wir die regionale Versorgung bei Brustkrebsoperationen und damit der Behandlung der häufigsten Krebserkrankung von Frauen“, sagt die Geschäftsführerin der „Friesland Kliniken“, Petra Hohmann. Ihr Pendant im „Klinikum Wilhelmshaven“, Norman Schaaf: „Die Kooperation optimiert die Versorgung unserer Patientinnen und stärkt beide Standorte. Zudem ist es ein weiteres starkes Signal des Zusammenwachsens auf dem Weg zum geplanten Zentralklinikum.“
Kompetenzen gebündelt
Die Häuser bündeln ihre Kompetenzen im medizinischen Fachbereich der Senologie und damit der Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinome). Mit dieser Kooperation werde die zu beantragende Leistungsgruppe gesichert, heißt es. Gemeinsam würden beide Häuser die dafür geforderte Auflage von mindestens 100 Brustkrebsoperationen jährlich erfüllen. Damit werde die medizinische Versorgung in der Region in diesem Fachbereich erhalten.
Der Kern der Kooperation: Die chirurgischen Eingriffe werden in Wilhelmshaven konzentriert. Die Brustkrebspatienten der „Friesland Kliniken“ werden aber weiterhin durch Operateure der Geburtshilfe und Frauenheilkunde des St.-Johannes-Hospitals in Varel betreut, die des „Klinikums Wilhelmshaven“ durch deren Operateure. Sprechstunden, Behandlungen, Diagnostik und Therapie im Bereich der Senologie sollen wie gewohnt sowohl in Wilhelmshaven als auch in Varel stattfinden.
Leitende Ärzte zufrieden
Maßgeblich mit ausgehandelt hatten Vereinbarung die Leitenden Oberärzte Dr. Christoph Messner („Friesland Kliniken“) und Bert Hendrik Holmer („Klinikum Wilhelmshaven“). „Aus unserer Sicht ist das eine sehr gute Lösung, die sowohl die Gynäkologie im Klinikum Wilhelmshaven als auch in den Friesland Kliniken stärkt.“
Zum Hintergrund: Nach dem Krankenhausstrukturgesetz müssen sich Krankenhäuser für so genannte Leistungsgruppen bewerben. Davon gibt es 65. Die Leistungsgruppe 41 beinhaltet die Senologie. Durch die Bündelung der Kräfte und Kapazitäten des „Klinikums Wilhelmshaven“ und der „Friesland Kliniken“ am Standort St. Johannes-Hospital Varel werden die geforderten Mindestfallzahlen von 100 Brustkrebsoperationen erfüllt. Für diese Leistungsgruppe habe das Klinikum Wilhelmshaven einen entsprechenden Antrag gestellt. Diesen Antrag habe der Landesverband der Krankenkassen jetzt genehmigt.
Wichtige Weichenstellung
Für Mittwoch, 18. Februar, wird eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft beider Kliniken erwartet. Der Rat der Stadt Wilhelmshaven und der Kreistag des Landkreises Friesland wollen in einer gemeinsamen Sitzung die Modalitäten für die Suche nach einem Standort für ein neu zu bauendes Zentralklinikum verabschieden.
Der Allgemeine Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV) hat in dies Tagen darauf gepocht, den Beschluss nicht auf die lange Bank zu schieben. „Die Entscheidung ist überfällig und alternativlos-„
Hooksiel (30. 1. 2026) – Der Winter zeigt sich hartnäckig. Mit seinen schönen, aber auch seinen gefährlichen Seiten. Während die Gemeinden, Städte und Straßenmeistereien die Hauptstraßen inzwischen weitgehend eis- und schneefrei halten, haben sich viele Nebenstraßen – und auch einige Fußwege – zu spiegelplatten Einspisten entwickelt.
Schnee und Eis in der Hamburger Straße. Die Gemeinde Wangerland sieht sich nicht in der Lage, die spiegelglatten Nebenstraßen zu räumen oder mit Salz abzustreuen. Foto: Tobias Geisen
Die Ursache liegt auf dem Pflaster: Der Schnee wird festgefahren, taut oberflächlich an und wird dann bei den nächsten Minusgraden zur Eisbahn. Das gilt auch für die Hamburger Straße in Hooksiel, an der Tobias Geisen wohnt. Geisen sieht die Gemeinde in der Pflicht. „Ich verstehe, wenn Hauptstraßen nach Schneefällen Priorität haben und in den Nebenstraße dann ein oder zwei Tage lang nichts passiert. Aber auf unserer Straße ist diesen Winter noch überhaupt nichts passiert.“
Neben der Hamburger Straße sind auch viele andere Wohnstraßen in Hooksiel und im übrigen Wangerland spiegelglatt. Dabei habe es zuletzt am vergangenen Sonntag so richtig geschneit, so Geisen. Aber während die allermeisten Anwohner ihrer Schnee-Räumpflicht nachgekommen seien und die Gehwege geräumt hätten, sei von Seiten der Gemeinde nichts passiert.
Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak bestätigt hat die Darstellung der Situation, bitte aber um Verständnis dafür, dass die Gemeinde in den allermeisten Nebenstraßen keinen Winterdienst macht. „Das hat ökologische, aber auch ökonomische Gründe“, sagte der Bürgermeister gegenüber „Hooksiel-Life“.
Ähnlich wie in den anderen Kommunen der Region seien die Salzvorräte weitgehend aufgebraucht. Schon von daher könne man die Nebenstraßen nicht streuen. Schon vor dem Winter größere Salzvorräte anzulegen, sei logistisch schwierig und auch mit Blick auf die Kosten nur schwer vertretbar. Szlezak weist zudem auf die Umweltbelastungen hin, die mit dem Salzeinsatz in wenig befahrenen Nebenstraßen einhergehen würden. Der Bürgermeister bittet um Verständnis – und m Vorsicht auf den glatten Straßen.
Wangerland (30. 1. 2026) – Und da waren es nur noch drei. Christian A. Fuchs, unabhängiger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Wangerland, hat seine Kandidatur zurückgezogen. Der Gastronom begründet seine Entscheidung in einem offenen Brief an alle Bürger mit gesundheitlichen Problemen.
Fuchs (Foto) hatte bereits im August vergangenen Jahres seinen Hut in den Ring geworfen. Eines seiner Anliegen: Die schwierige Lage der touristischen Leistungsträger im Wangerland.
„Leider musste ich feststellen, dass meine Gesundheit mir einen Strich durch alle Pläne macht. Sie lässt aktuell nicht die Kraft zu, die ein intensiver Wahlkampf oder im Erfolgsfall das Amt des Bürgermeisters erfordert hätte. Nach vielen Gesprächen mit meiner Familie und Freunden über den Jahreswechsel und auf ärztlichen Rat hin, habe ich mich nun schweren Herzens dazu entschieden, meine Bürgermeister-Kandidatur zurückzuziehen“, heißt es in dem übers Internet verbreiteten Brief wörtlich
Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, beteuert Fuchs. Aber sie sei richtig. „Ein Bürgermeisteramt braucht volle Kraft und Verlässlichkeit. Beides kann ich im Moment nicht zusagen.“ Fuchs kündigt zugleich an, dass er sich als unabhängiger Kandidat für ein Mandat im künftigen Gemeinderat bewerben werde. Er wolle sich weiterhin für die Menschen vor Ort und ein funktionierendes Wangerland engagieren.
Als Kandidaten für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisteramtes bewerben sich aktuell neben Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland). Die Wahl findet am 13. September zusammen mit Gemeinderats-, Kreistags- und Landratswahl statt. Ein Überblick bietet „Hooksiel-Life“ auf der Unterseite „Kommunalwahl 2026“.
Hooksiel (28. 1. 2026) – Der Plan steht. Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier stellte beim „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebadevereins am Dienstagabend die im Dezember fertiggestellte Machbarkeitsstudie für die geplante Sicherung des Hooksieler Badestrandes vor. Das von mehreren Ingenieur- und Planungsbüros erstellte Konzept ist die Grundlage für Förderanträge, über die die Gemeinde Wangerland das Bauvorhaben finanzieren will.
So sieht die Machbarkeitsstudie aus: In die Jade hinausragende Buhnen sowie ein massives, 700 Meter langes Deckwerk (grau Linie), das sich um die Strandhäuser schmiegt, sollen den Hooksieler Strand für die nächsten 30 Jahre sichern. Grafik: Planungsbüros
Kern des Projektes sind der Bau von Buhnen und eines 700 Meter langen Deckwerks, mit dem die vorhandenen Strandhäuser und der Sand am Badestrand gesichert werden soll. Das massive Bauwerk würde fest im Untergrund verankert und bekäme die Höhe des derzeitigen Deichverteidigungsweges, so dass selbst bei Sturmfluten das Wasser aus der Jade nicht am Strand nagen könnte. Zwischen 2012 und 2024, so erläuterte Schäfermeier das Problem, habe die See im Bereich zwischen Strandhaus 1 und Hauptbadestrand rund 200 Meter Strandtiefe weggespült. Oder genauer: Der Sand hat sich in Richtung Hunde- und FKK-Strand verlagert.
Deckwerk wird Flaniermeile
Das Deckwerk selbst soll zu einer Flaniermeile werden. Den Weg zum Wasser beziehungsweise ins Wattenmeer ermöglichen drei Treppenanlagen. Wichtiger Baustein für das Gesamtprojekt ist Barrierefreiheit. Davon würden auch die Fördermittel abhängen, so Schäfermeier. Damit auch Menschen mit Beeinträchtigungen die See erreichen können, sind mehrere Übergänge über das Deckwerk und auch über den Deich entlang der Bäderstraße vorgesehen. So soll vom oberen Parkplatz am Außenhafen eine entsprechende Rampe bis hin zum Strandhaus 1 gebaut werden.
Entspannung, Spiele und Natur
Der Hooksieler Strand soll drei Nutzungszonen erhalten. Rund ums Strandhaus1 gilt das Motto „Genuss und Entspannung“. Im weiteren durch das Deckwerk geschützten Bereich sollen Erholungs- und Spielflächen sowie eine Veranstaltungsbühne entstehen. Hinter dem Deckwerk in Richtung FKK-Strand und Campingplatz dominiert die Natur. Hier sollen zusätzliche Sanddünen angelegt werden. Als Sanddepot für den ungeschützten Badestrand zwischen Standhaus 1 und Außenhafen, aber auch als Schutz für den Nacktbadebereich.
Ein Knackpunkt bei dem Projekt: die Kosten. Nach den Worten von Schäfermeier gehen die Planer von Maximalkosten in Höhe von 16,8 Millionen Euro aus. Noch im Herbst hatte der Ratsherr von voraussichtlichen Kosten zwischen 8 und 9 Millionen Euro gesprochen. Dennoch sei er zuversichtlich, dass das Projekt realisiert werden kann, zumal es neben der Sicherung des Strandes für die nächsten 30 Jahre auch um Küstenschutz gehe.
Hoffnung: Kohlestrukturfonds
Bei der Finanzierung hoffe man vor allem auf den Kohlestrukturfonds, mit dem der Bund Projekte in Regionen finanziert, die vom Ausstieg aus der Kohleverstromung betroffen sind. Zudem hat die Gemeinde nach den Worten von Schäfermeier bereits eine Zusage über drei Millionen Euro aus der Tourismusförderung des Landes. Er sei überzeugt, dass auch Ministerpräsident Olaf Lies hinter dem Projekt stehe.
Das notwendige Planfeststellungsverfahren soll vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt werden. Wenn das in einem beschleunigen Verfahren gelinge, könnten die Bauarbeiten 2027/2028 vorgenommen werden. Allerdings nicht während der Haupturlaubssaison. Gearbeitet werden könnte jeweils von Februar bis April sowie von September bis November.
Wangerland/Wilhelmshaven (27. 1. 2026) – Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (Tano) gibt den Startschuss für das Online-Voting des Tourismus-Awards „Goldenes Leuchtfeuer 2026“. Ab dem 30. Januar haben Tourismusexperten die Möglichkeit, ihren Favoriten für den Publikumspreis zu wählen. Die Abstimmung läuft bis zum 9. Februar 2026. Mit dem „Goldenen Leuchtfeuer“ werden herausragende Projekte und Initiativen im Nordsee-Tourismus auszeichnet. Der Preis wird in den Kategorien Publikumspreis und Jurypreis vergeben.
Darum geht es: den Tourismus-Award „Goldenes Leuchtfeuer“. Foto: Tano
Die eingereichten Projekte stammen aus der gesamten niedersächsischen Nordsee-Region und aus Bremerhaven. Insgesamt wurden 17 Projekte eingereicht, davon 11 für den Publikumspreis und 6 für den Jurypreis. Die Projekte sind auf der Webseite www.goldenesleuchtfeuer.de dargestellt und zeigen die Vielfalt und Innovationskraft des Nordsee-Tourismus.
17 kreative Projekte
„Der Award ist ein Schaufenster und eine Anerkennung für die kreative und angebotsorientierte Arbeit aller Tourismusakteure in der Region“, sagt Mario Schiefelbein, Geschäftsführer der Tano. „Er zeigt, welches Potenzial in der Region vorhanden ist. Zudem soll der Award und die dargestellten Projekte andere Akteure inspirieren“.
Abstimmungsberechtigt sind alle Empfänger des „Tano-B2B-Newsletters“. Die Anmeldung zum Newsletter ist bis zum Beginn der Abstimmungphase möglich.
KI-Postkarten aus Hooksiel
Die Projekte für den Publikumspreis zeigen die große Bandbreite moderner touristischer Kommunikation an der Nordsee. Eingereicht wurden unter anderem kreative Formate, wie die „Persönliche KI-Postkarte“ („Agentur am Meer“ aus Hooksiel), die Gäste nach ihrem Aufenthalt mit personalisierten Grußkarten erreicht, sowie das nachhaltige Kulinarik-Event „Bad Zwischenahn is(s)t leckerGRÜN“ (Bad Zwischenahner Touristik GmbH), das pflanzliche Ernährung und regionale Gastronomie verbindet.
Mit „Hafenplauderei – der Cuxhaven Podcast“ (Berger Touristik) und „Wie klingt Juist?“ (Kurverwaltung Juist) wurden gleich zwei Audio-Formate eingereicht, die über persönliche Geschichten eine emotionale Bindung zur Destination aufbauen. Die 360°-Panoramakamera auf Langlütjen I (Erlebnis Bremerhaven GmbH) ermöglicht digitale Einblicke in Stadt und Hafen und unterstützt die Reiseplanung.
Barrierefreie Stadtführung
Die „Entdeckertage Cuxhaven“ (Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH) öffnen gezielt Orte und Institutionen, die sonst nicht touristisch zugänglich sind. „Mit Stadtführung mal anders!“ (Stadt Jever/Tourist-Information) wurde ein barrierefreies Indoor-Format entwickelt, das Geschichte als Schauspiel erlebbar macht.
Das Projekt „Geisternetze“ (bessergrün GmbH) verbindet aktiven Meeresschutz mit touristischer Kommunikation und ermöglichte erstmals die direkte Beteiligung von Urlaubsgästen. Ergänzt wird das Spektrum durch den Bildband „Wanderungen durch Geestland und Umgebung“ (Verschönerungs-Verein Bad Bederkesa), der über 300 Kilometer Wanderwege vorstellt.
Verbindung von Stadt und Tourismus
Das Fliegerdeich Hotel & Restaurant in Wilhelmshaven präsentiert mit seinen „Community Building Events“ monatliche kreative Workshops, bei denen Touristen, Hotelgäste und Einheimische zusammenkommen. Wechselnde Formate wie Make-up & Drinks, Art Nights oder Gin-Tastings öffnen das Boutique-Hotel für die lokale Community und stärken die Verbindung zwischen Tourismus und Stadtgesellschaft.
Mit 175 Jahre Nordseeheilbad Borkum (Nordseeheilbad Borkum GmbH) wurde ein Jubiläum als ganzjähriges Erlebnis gestaltet. Täglich wurden historische Fakten sichtbar gemacht, begleitet von einem Festabend mit Film über die Inselgeschichte, einer Jubiläumsbroschüre und einer digitalen Rallye.
Jurypreis für Qualitätsentwicklung
Die Jurypreis-Projekte setzen ihren Schwerpunkt auf nachhaltige Struktur- und Qualitätsentwicklung. Mit dem Standesamt Borkum (Nordseeheilbad Borkum GmbH und Stadt Borkum) wurde ein neues standesamtliches Angebot direkt am Strand geschaffen. „Neywork– Tiny Workspaces (Staatsbad Norderney GmbH) erweitert das touristische Angebot um mobile Arbeitsräume. Das Gesundheits- und Veranstaltungsformat „Lücht un Lü“ (Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH) stärkt gezielt die Nebensaison durch qualitative Angebote rund um Licht, Kultur und Thalasso.
Die CRM-gestützte „User Journey“ (Berger Touristik aus Cuxhaven) zeigt, wie digitale Prozesse, Servicequalität und Gästebetreuung durch eine durchgängige Systemlösung strukturell weiterentwickelt werden können. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH setzt mit dem Nachhaltigen Strandkorb ein Zeichen für Umweltschutz. Die „grünen Strandkörbe“ bestehen aus heimischen Hölzern, verzichten auf chemischen Holzschutz und nutzen recyceltes Material.
Wandern durch Kultur und Natur
Das Projekt „Wandern, pilgern, Spuren finden“ (Kunsthalle Wilhelmshaven) verbindet bestehende Wege mit Kultur- und Naturorten sowie künstlerischen Beiträgen. Der von Wilhelmshaven über Jever und Aurich bis nach Emden geplante Weg wird von einem interaktiven Wanderbuch mit Stempelstationen begleitet.
Jeweils drei Nominierten in beiden Kategorien werden vor der Verleihung auf der Website bekannt gegeben. Die feierliche Preisvergabe findet auf dem „NordseeTourismusTag 2026“ in Leer statt. Gewinnen wird pro Kategorie ein Projekt.
Wangerland (26. 1. 2026) – Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt im Zusammenhang mit der Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH gegen einen „ehemals verantwortlich Handelnden der Gesellschaft“. Die Anklagebehörde bestätige heute gegenüber „Hooksiel-life“ einen entsprechenden Bericht im „Jeverschen Wochenblatt“ (Montag-Ausgabe), wonach nach zwei Strafanzeigen von Privatleuten der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung, der Untreue und des Verstoßes gegen die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung besteht.
Auf finanzielle Schieflage zu spät reagiert?
Im Fokus der Ermittlungen dürfte der ehemalige WTG-Geschäftsführer Armin Kanning stehen, der das Unternehmen Anfang 2025 verlassen hat. Ende Juni hatte die WTG dann mit Blick auf die Explosion der Baukosten für das „Thalasso Meere Spa“ in Horumersiel von geplanten 8,8 auf zuletzt vermutete 23 Millionen Euro einen Antrag auf Insolvenz in Eigenregie gestellt, dem das Amtsgericht Wilhelmshaven im September stattgab.
Von Insolvenzverschleppung spricht man dann, wenn trotz einer vorliegenden Überschuldung oder einer Zahlungsunfähigkeit nicht umgehend ein Insolvenzantrag gestellt wird. Der Tatbestand der Untreue liegt vor, wenn zum Beispiel ein Geschäftsführer einem Unternehmen schadet, indem er wirtschaftlich sinnlose oder schädliche Verträge schließt. Dabei ist es strafrechtlich unerheblich, ob politische Gremien die (Fehl-) Entscheidungen mitgetragen haben.
Untersuchungen stehen erst am Anfang
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft, die unter anderem die Insolvenz-Antragsunterlagen geprüft hat, befinden sich die Ermittlungen noch in einem sehr frühen Stadium. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es noch völlig offen, ob es überhaupt zu einer Anklage kommt. Auch gebe es derzeit noch keine Anhaltspunkte, die dazu führen könnten, die Ermittlungen auf weitere Beschuldigte zu erweitern. „Dies wird jedoch fortlaufend geprüft“, heißt es in einer „Hooksiel-life“ vorliegenden Stellungnahme der Behörde.
Gegen eine Insolvenzverschleppung spricht nach bisherigem Kenntnisstand, dass ein Wirtschaftsprüfer dem Gemeinderat und der WTG noch Ende 2024 bestätigt haben soll, dass kein Insolvenzgrund vorliegt. Aufgrund der vorhandenen Liegenschaften der WTG und der liquiden Mittel gebe es noch keinen Grund für einen Insolvenzantrag, hieß es damals nach Darstellung der ZUW-Gruppe im Gemeinderat.
Friesland (26. 1. 2026) – Die Polizei mahnt vor allem Autofahrer zur Vorsicht. Aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse und des teilweise sehr glatten Untergrundes sei es am heutigen Montag zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen. Der Landkreis Friesland verkündete kurz vor 12 Uhr, dass der Schulunterricht am Montag witterungsbedingt an allen allgemeinbildenden Schulen ab 13.15 Uhr (ab der 6. Stunde) ausfällt. Auch im Bereich der Müllabfuhr werden für die nächsten Tage wieder Beeinträchtigungen erwartet.
25 Unfälle im Landkreis
Insgesamt seien im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bis gegen 15.30 Uhr 25 Verkehrsunfälle registriert worden, davon 14 im Gebiet des Landkreises und 11 in der Stadt Wilhelmshaven, teilt die Polizei mit. „In den allermeisten Fällen blieb es bei Sachschäden, schwerwiegende Personenschäden sind derzeit nicht bekannt.“ Lediglich in zwei Fällen hätten Unfallbeteiligte leichte Verletzungen erlitten.
Man gehe davon aus, dass die Straßenlage weiterhin angespannt bleibe. In mehreren Bereichen sei die Fahrbahnen spiegelglatt, was insbesondere an Kreuzungen, Brücken und wenig befahrenen Nebenstraßen zu erhöhten Gefahren führe.
Auto möglichst stehen lassen
Die Polizei warnt ausdrücklich vor den aktuellen Straßenverhältnissen und appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, ihre Fahrweise den Gegebenheiten anzupassen. „Es sollte mit erhöhter Vorsicht gefahren, der Abstand vergrößert und, sofern möglich, auf nicht zwingend notwendige Fahrten verzichtet werden.“
Aufgrund der Wetterlage ist auch mit Beeinträchtigungen der Müllabfuhr zu rechnen. Archiv-Foto: hol
Aufgrund von Schnee und Eis könne es im gesamten Kreisgebiet erneut zu Einschränkungen und Ausfällen bei der Abfallentsorgung kommen, teilte der Landkreis Friesland mit. „In einzelnen Straßen – insbesondere in Seitenstraßen und Sackgassen – ist eine reguläre Abfuhr derzeit nicht möglich, da die sichere Zufahrt der Fahrzeuge nicht gewährleistet werden kann“, heißt es. Hauptverkehrsstraßen seien in der Regel weiterhin befahrbar.
Einschränkungen bei der Müllabfuhr
Im Landkreis werden der Restmüll, Bioabfall und das Altpapier durch die Firma Augustin sowie die Wertstofftonne durch die Firma Nehlsen abgefahren. Beide Unternehmen seien witterungsbedingt von Einschränkungen betroffen. Für Restmüll, Bioabfall und Altpapier gelte weiterhin: Bei der nächsten regulären Leerung dürfen zusätzlich bis zu 60 Liter fassende handelsübliche Abfallsäcke neben den Tonnen bereitgestellt werden. Die Säcke werden kostenlos mitentsorgt. Überschüssige Bioabfälle könnten in Säcken aus Papier, Altpapier zusätzlich in Kartons oder gebündelt bereitgestellt werden.
Sollten Straßen voraussichtlich nicht passierbar sein, so die Abfallbehörde, können Tonnen zum Abfuhrtermin auch an den nächstmöglichen befahrbaren Straßenabschnitt gebracht werden. Eine nachträgliche Leerung der ausgefallenen Touren könne aus organisatorischen Gründen nicht erfolgen.
Anmerkung:Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert
Wangerland (26. 1. 2026) – Am heutigen Montag, 26. Januar, hat es auf dem Schulgelände in der August-Hinrichs-Straße im Wangerland gebrannt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet ein Fahrradständer in Brand, wobei sich das Feuer teilweise auf eine angrenzende Hecke ausbreitete. In unmittelbarer Nähe befanden sich zudem Müllcontainer.
Die Feuerwehr Hohenkirchen hatte das Feuer auf dem Schulgelände in der Nacht zum Montag schnell im Griff. Foto: Feuerwehr Hohenkirchen
Der Brand konnte durch die Feuerwehr vollständig gelöscht werden. Ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Der Brandort wurde polizeilich beschlagnahmt. Die polizeilichen Maßnahmen dauern an.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Rufnummer 04461 7449-0 in Verbindung zu setzen.