Jever/Wangerland (10. 5. 2026) – Der nächste öffentliche politische Stammtisch des Ortsverbands Jeverland von Bündnis 90/Die Grünen widmet der Situation der Presse in Friesland und in Niedersachsen. Referent und Gesprächspartner ist Helmut Burlager, langjähriger Redaktionsleiter des „Jeverschen Wochenblatts“ und ausgewiesener Kenner der regional Presselandschaft. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 13. Mai, um 19 Uhr im Parkhotel in Jever in der Mühlenstraße 51 statt.
Burlager (Foto), der heute in Frankreich lebt, wird unter anderem über die Rolle unabhängiger Medien, die aktuellen Herausforderungen für den Journalismus sowie die Bedeutung von Medienethik und den Pressekodex sprechen.
Das Thema ist hochaktuell, haben doch das „Jeversche Wochenblatt“ und die „Wilhelmshavener Zeitung“ seit Mitte April mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) einen neuen Mantelpartner. Die NOZ liefert jetzt die überregionalen Seiten. Vorher hat das über Jahrzehnte die „Nordwest-Zeitung“ (NWZ) gemacht.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hooksiel (8. 5. 2026) – Vertrauen ist eine hohes Gut. Vor allem in einer Demokratie. Wählerinnen und Wähler delegieren mit ihren Stimmen Entscheidungsgewalt. Auf Zeit – und im Vertrauen darauf, dass die Mächtigen auf Zeit, seien es Ehrenamtliche oder Hauptamtliche, ihre Arbeit so gut wie möglich erledigen.
Die gewählten Vertreter an der Spitze des Wangerlandes laufen im Moment Gefahr, das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger zu verspielen. Deutlich spürbar ist der Unmut darüber, dass die Gemeinde sich dazu entschieden hat, den „vorläufige Abschlussbericht“ zum Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) entgegen ursprünglichen Zusagen doch nicht öffentlich zu machen. Aus ermittlungstechnischen Gründen, wie es heißt.
Es geht nicht nur um Straftaten
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen schon seit Monaten nach Ansatzpunkten für strafrechtlich relevante Taten im Umfeld der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH. Insolvenzverschleppung? Untreue? Verstöße gegen das Vergaberecht oder Buchhaltungspflichten?
Es ist schwer vorstellbar. Aber wenn es wirklich so sein sollte, dass die Veröffentlichung des Gutachtens zur Kostenexplosion beim Bau des TNS von 8,8 auf mindestens 23 Millionen diese Ermittlungen behindern würde, könnte man die Geheimniskrämerei um die WTG-Interna nachvollziehen. Zumindest teilweise.
Aber es geht beim Thalasso-Desaster ja nicht nur um Straftaten und Schuld. Mindestens genau so wichtig ist die Aufarbeitung von Verantwortlichkeiten, etwa durch Unterlassungen – und zwar nicht nur bei der Tourismus GmbH, sondern auch bei ihrer Mutter, der Gemeinde Wangerland.
Wer hat wann was gewusst?
Mit Ausnahme einer Teil-Chronik zu den Entscheidungsabläufen durch die Wählergruppe Pro Wangerland liegt bislang noch keine kritische Auseinandersetzung mit möglichen Versäumnissen im Rathaus vor. Gerade dazu gibt es aber jede Menge Aufklärungsbedarf.
Was hätte der Gemeinderat als Gesellschafterversammlung der WTG wissen müssen und was hat er tatsächlich zu welchem Zeitpunkt gewusst? Warum hat niemand in Politik und Verwaltung gemerkt, dass die WTG mit dem Bauvorhaben überfordert war und es faktisch offenbar so gut wie keine Bauaufsicht gab? Wer hätte wann Alarm schlagen müssen, als die Kosten aus dem Ruder liefen? Zumindest aus heutiger Sicht und mit Blick auf die gravierenden Folgen für die touristische Infrastruktur im Wangerland wäre wohl selbst ein später Ausstieg aus dem Projekt sinnvoller gewesen als ein „Augen zu und durch“.
Konzept war nie schlüssig
Wer hat die erheblichen Mehrausgaben – unabhängig davon, ob sie durch Zusatzwünsche des Bauherrn oder durch unerwartete Preisentwicklungen verursacht wurden – eigentlich abgesegnet? Nur der Architekt und der WTG-Geschäftsführer, der dem Vernehmen nach ja nur über ein sehr begrenztes Zeichnungsrecht verfügte? Oder auch der Verwaltungsausschuss im Rathaus?
Was auch zum Strauß an offenen Fragen gehört: Wer hat eigentlich beim Land Niedersachsen und beim Landkreis Friesland wie geprüft, ob das Thalasso-Konzept tatsächlich zuschussfähig war? Offenbar niemand, denn wie lässt sich sonst erklären, dass der inzwischen fertig gestellte Gesundheitstempel – und zwar auch ohne Baukostenexplosion – nicht wirtschaftlich auskömmlich zu betreiben ist, selbst wenn er komplett ausgelastet wäre.
Quittung droht am Wahltag
Fragen über Fragen also, die nicht oder nur am Rande etwas mit den Ermittlungen von Polizei und Anklagebehörde zu tun haben. Ohne Antworten darauf wird es den Verantwortlichen bei der Gemeinde Wangerland aber kaum gelingen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Fatal wäre es, wenn – unabhängig von der juristischen Aufarbeitung – die nötige Aufklärung zu Verantwortlichkeiten und möglichen Fehlern im Rathaus nicht vor der Kommunalwahl am 13. September erfolgen sollte. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was dann passiert. Die Wählerinnen und Wähler bekunden ihren Unmut an den Wahlurnen – zu Lasten aller unter Generalverdacht stehenden Kommunalpolitikern – und der Demokratie.
Was heißt das? Aufklärung tut Not. Und zwar so schnell wir möglich. Für Fehler, die man begangen hat, kann man sich entschuldigen. Auch das kann Vertrauen schaffen. Berechtigte Fragen aber, auf die Antworten verweigert werden, sind der Nährboden für Misstrauen und Unmut.
Wangerland (8. 5. 2026) – Die CDU Wangerland fordert größtmögliche Transparenz bei der Aufarbeitung der erheblichen Kostensteigerungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) aus. Nachdem Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) mitgeteilt hat, dass die angekündigte öffentliche Vorstellung des Gutachtens dazu vorerst nicht stattfinden wird, sieht die CDU die Gemeinde in der Verantwortung, die Öffentlichkeit im rechtlich möglichen Rahmen über den aktuellen Stand zu informieren.
„Die Entwicklung der Projektkosten und die daraus entstandenen Folgen für die Gemeinde beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger bis heute“, so der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer (Foto). „Deshalb ist es wichtig, die bisherigen Erkenntnisse nachvollziehbar darzustellen und offene Fragen transparent aufzuarbeiten.“
Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 8,8 Millionen Euro waren im Verlauf des Projekts auf zuletzt rund 23 Millionen Euro angestiegen. Die wirtschaftlichen Folgen hätten erhebliche Auswirkungen auf die Wangerland Touristik GmbH sowie auf verschiedene kommunale Entscheidungen.
Transparente Aufarbeitung
Nach Auffassung der CDU wäre es sinnvoll gewesen, zumindest die Inhalte des vorliegenden Zwischengutachtens soweit möglich öffentlich einzuordnen. Fischer. „Dabei geht es nicht um Vorverurteilungen, sondern um eine transparente Aufarbeitung.“
Selbstverständlich dürfe eine Veröffentlichung keine laufenden Ermittlungen oder mögliche rechtliche Ansprüche beeinträchtige. „Dennoch sollte die Gemeinde die Öffentlichkeit über alle Inhalte informieren, die rechtlich bereits offengelegt werden können“, stellt der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Christian Burchardt fest.
Probleme beim Projektmanagement
Bereits frühere Untersuchungen hatten organisatorische und strukturelle Probleme beim Projektmanagement des TMS thematisiert. Im Raum standen unter anderem Fragen zur Projektsteuerung, zu Rechnungsprüfungen sowie zu Nachforderungen während der Bauphase.
„Eine umfassende Aufarbeitung ist wichtig, damit aus den Vorgängen die notwendigen Konsequenzen gezogen werden können“, soFischer. Gerade bei Projekten dieser Größenordnung brauche es nachvollziehbare Abläufe und eine transparente Kommunikation.
Die CDU Wangerland sieht die Gemeindeverwaltung weiterhin in der Verantwortung, den angekündigten Aufklärungsprozess offen und nachvollziehbar zu gestalten. Burchardt. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Fragen noch geprüft werden.“
Friesland/Wangerland (8. 5. 2026) – Der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen Friesland unterstützt die Empfehlung der grünen Kreistagsfraktion für die Landratswahl im September. Das Gremium hat sich einstimmig für Rolf Neuhaus (parteilos) als Kandidaten ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft die Mitgliederversammlung der Partei Ende Mai. Die SPD-Delegiertenkonferenz hat Neuhaus bereits zu ihrem Kandidaten erkoren.
Der Kreisvorstand der Grünen unterstützt Rolf Neuhaus als Landrats-Kandidat. Mit ihm im Bild Martina Esser (li.) und Dr. Jutta Helmerichs. Foto Reiner Tammen
Die Grünen sehen in Neuhaus den Kandidaten mit der größten inhaltlichen Schnittmenge für eine zukunftsorientierte Entwicklung Frieslands. „Für uns war entscheidend, wer die besten Voraussetzungen mitbringt, um Klimaschutz, Natur- und Artenschutz, soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises verbindlich voranzubringen“, wird Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs in einer Mitteilung zitiert. Neuhaus, der seit über 16 Jahren beim Landkreis beschäftigt ist, ist in als Dezernent in der Kreisverwaltung aktuell für die Bereiche Planung und Bauen, Klimaschutz, Umwelt, Straßenverkehr und Gebäudemanagement verantwortlich.
Mit Blick auf die zukünftige Rolle des Landkreises sehen die Grünenn die Notwendigkeit, Klimaschutz strukturell zu verankern und zu verstetigen. „Klimaschutz und Klimafolgeanpassung müssen von punktuellen Projektmaßnahmen zur Regelaufgabe des Landkreises Friesland werden“, so Helmerichs und die Vorsitzende der Kreistagsfraktion Martina Esser.Der Kreisvorstand der Partei hatte vor dem Votum für Neuhaus auch mit Sibylle Raquet, Kandidatin von CDU/FDP, und Jan Ole Möller, Kandidat von „Die Partei“, gesprochen.
Wangerland (7. 5. 2026) – Die Hoffnung auf eine möglichst schnelle Klärung der Ursachen und Verantwortlichkeiten für die Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) sind zerplatzt. Wie Bürgermeister Mario Szlezak heute mitteilte, wird es die für „nach Ostern“ angekündigte öffentliche Präsentation eines Gutachtens zum Sachverhalt nicht geben.
Die Ursachen für die Kostenexplosion beim Bau des Thalasso-Zentrums in Horumersiels liegen weiter Im Dunkeln. Die Gemeinde Wangerland will ein aktuelles Gutachten dazu entgegen ursprünglichen Zusagen nicht öffentlich machen. Archiv-Foto: hol
Der Kostenanstieg von geplanten 8,8 auf zuletzt genannten 23 Millionen Euro gilt als maßgeblicher Baustein für die Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und damit für die erheblichen Umbrüche im touristischen Angebote der Gemeinde seither. Unter anderem wurden der Campingplatz Hooksiel privatisiert und die öffentlichen Schwimmbäder geschlossen. Eine Reihe weiterer Immobilien stehen zum Verkauf.
Verantwortlichkeiten ungeklärt
Bürgermeister und Gemeinderat hatten mehrfach größtmögliche Transparenz und eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit versprochen und angekündigt. Unter anderem sollte dabei die Frage geklärt werden, wer wann welche Entscheidungen getroffen oder nicht getroffen hat, um vergleichbare Pannen für die Zukunft ausschließen zu können. Dabei sollte auch geklärt werden, inwieweit es die Gemeinde selbst versäumt hat, Fehlentwicklungen bei ihrem Tochterunternehmen frühzeitig entgegen zu wirken.
Ein Fachbüro prüft seit deutlich über einem Jahr die Vorgänge rund um den Bau des TMS. Beschlüsse, Aufträge, Rechnungen, Überweisungen, die Plausibilität von Preissteigerungen, Versäumnisse und, und, und. Aber auch bei einem jetzt der Gemeinde vorliegenden Gutachten handle es sich lediglich um einen „vorläufigen Abschlussbericht“, heißt es in der Mitteilung. „Dieser Status ergibt sich daraus, dass das zugrunde liegende Zahlenwerk noch nicht abschließend belastbar ist, da einzelne Rechnungen weiterhin geprüft werden.“
Es fehlen immer noch Rechnungen
Es lägen noch nicht alle prüfbaren Abschlussrechnungen vor. Eine abschließende Bewertung der abgerechneten Leistungen sei daher derzeit noch nicht in allen Fällen möglich. Aber, so wörtlich: „Das Gutachten ermöglicht bereits eine erste Einordnung der Kostenentwicklung. Teilaspekte lassen sich im Kontext allgemeiner Entwicklungen im Bauwesen nachvollziehen. Gleichzeitig enthält das Gutachten Hinweise und Bewertungen, aus denen sich weiterer rechtlicher Prüfbedarf ergibt.“
Angaben zum aktuellen Kostenstand oder zu möglicherweise strafbaren Handlungen einzelner Akteure machte die Gemeinde heute nicht. Man stehe dazu „im engen und konstruktiven Austausch mit den zuständigen Ermittlungsbehörden“, denen man bereis sämtliche relevanten Unterlagen, Dokumente und Protokolle vollständig zur Verfügung gestellt habe, heißt es.
Rechtliche Prüfung läuft
Die Inhalte des Gutachtens seien bei der Gemeinde in den vergangenen Wochen intensiv ausgewertet und eingeordnet worden, so Szlezak. „Nach sorgfältiger rechtlicher Prüfung sowie in enger Abstimmung mit den beratenden Juristen ist die Gemeinde Wangerland zu der Auffassung gelangt, dass eine Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt nicht angezeigt ist. Hintergrund hierfür ist, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“
Parallel zu den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft lasse die Gemeinde die Sachverhalte rechtlich im Hinblick auf mögliche zivilrechtliche Ansprüche prüfen. „Ziel ist es, etwaige Forderungen zu sichern und sofern erforderlich geltend zu machen.“ Eine abschließende rechtliche Bewertung möglicher Verantwortlichkeiten sei aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.
Inkompetente Projektleitung
Klar war schon bisher: Nur ein Teil der immensen Kostensteigerungen lassen sich durch die allgemeine Preisentwicklung im Bausektor während der Corona-Pandemie erklären. Schon in einem ersten Gutachten waren eine Fülle von Fragen von Fehlern und Versäumnissen von Seiten der WTG aus Auftraggeberin und dem beauftragten Architektenbüro aufgeworfen worden. So habe es offenbar keine kompetente Projektleitung geben, Rechnungen und Nachforderungen von Unternehmen seien nicht oder nicht hinreichend geprüft worden. Letztlich soll auch das Honorar für die Architekten selbst strittig sein.
Friesland/Hooksiel (6. 5. 2026) – Ein neues, arbeitsmarktnahes Format des Arbeitgeberservice des Jobcenters des Landkreises Friesland zeigt bereits bei seiner Premiere Wirkung: Bei der ersten „JobTour“ im Hotel- und Gastronomiebereich fanden drei Teilnehmende noch am selben Tag einen passenden Job.
Unternehmer und Arbeitsplatz–Suchende lernen sich bei der „JobTour“ des Arbeitgeberservice direkt kennen. Das Bild zeigt Steve Christenfeldt (rechts) vom Hooksieler „Hotel Packhaus“ im Gespräch mit den Bewerbern. Foto: Landkreis Friesland.
Beim Auftakt der „JobTour“ in der Gemeinde Wangerland starteten neun Teilnehmende vom Jobcenter in Jever in Richtung Küste. Dort besuchten sie gemeinsam mit dem Arbeitgeberservice mehrere Betriebe im Hotel- und Gastronomiebereich. Sie erhielten praxisnahe Einblicke in die Tätigkeiten, stellten Fragen und kamen direkt mit Verantwortlichen ins Gespräch. Stationen waren die „Hooksieler Skiterrassen“, das „Hotel Packhaus“ in Hooksiel sowie das „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen.
Mit dem neuen Angebot will der Arbeitgeberservice einen Impuls für die Integration in den regionalen Arbeitsmarkt setzten. „Solche Formate bauen Hemmschwellen ab, schaffen direkte Kontakte und eröffnen realistische Perspektiven. Gerade in Branchen mit hohem Personalbedarf lassen sich so neue Wege der Ansprache erfolgreich nutzen“, sagt Anne Hanenkamp, Leiterin des Arbeitgeberservices.
Dass das funktionieren kann, belege die Vermittlung von gleich drei Teilnehmenden während der Tour. Auch die anderen Bewerberinnen und Bewerber würden weiterhin intensiv vom Jobcenter des Landkreises Friesland begleitet, um passende Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.
Auch bei den Beteiligten sei das Projekt gut angekommen. Die Job-Suchenden schätzten insbesondere die Möglichkeit, Betriebe unmittelbar vor Ort kennenzulernen – statt ausschließlich über Stellenangebote auf dem Papier. Lob auch von den Unternehmen: „Das ist ein gutes Format. Die Menschen kommen direkt zu uns, sehen den Betrieb live und wir kommen unkompliziert ins Gespräch. Genau so wünscht man sich das“, sagt Anja Seidel-Vogt, Geschäftsführerin der „Hooksieler Skiterrassen“.
Nach dem erfolgreichen Auftakt ist bereits eine Fortsetzung geplant: Eine weitere „JobTour“ im südlichen Landkreis Friesland soll weitere Unternehmen einbinden und das Angebot ausweiten. Interessierte Unternehmen können sich an den Arbeitgeberservice wenden, per E-Mail an arbeitgeberservice-jobcenter@friesland.de sowie telefonisch unter: 04461 919-5292.
Hooksiel (3. 5. 2026) – Bilderbuchstart für die A-Junioren des SC Wangerland. Mit einem 6:0-Sieg gegen den TC Esens hat die von Andre Abels trainierte Mannschaft am Samstag die Tennis-Saison eröffnet.
Konnte nach fehlerhaftem Start sein Spiel noch gewinnen: SCW-Spitzenspieler Lorenz Kramer. Foto: hol
Auf der Platzanlage in Hooksiel bezwangen Lorenz Conrad Kramer (5:7/6:3/10:7), Niko Gauzel (6:4/6:1), Mateo Doyen (6:2/7:5) und Niklas Doyen (6:2/6:0) alle Einzelpaarungen. Lediglich Kramer musste einen Satz abgeben. Und auch bei den beiden folgenden Doppeln ließen die Hooksieler nichts anbrennen. Kramer/Gauzel (6:0/6:0) und Doyen/Doyen (6:0/6:3) gewannen deutlich. Mehr gefordert werden dürfte das Team am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel beim TV Varel. Die Vareler gewannen am Samstag ihr erstes Spiel mit 5:1.
Erwartungsgemäß einen schweren Stand hatte die neu formierte Damen-Mannschaft des SCW. Sie verlor ihr Auswärtsspiel in Esens mit 1:5. Den Ehrenpunkt sicherte Martha Sophie Kramer, die an Position drei mit 6: /6:4 gewinnen konnte. Alina Fiebig, Marina Doyen und Lena Taddigs musste die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen anerkennen. Auch die beiden Doppeln blieben chancenlos.
Am Sonntag, 10. Mai, erwartet die Damen-Mannschaft SV Eintracht Ihlow zum Heimspiel. Beginn auf der Hooksieler Platzanlage ist um 10 Uhr.
In die Verlängerung geht das ü50-Spiel Stücklingen gegen SC Wangerland. Nach den vier am heutigen Sonntag ausgetragenen Einzeln steht es 2:2. Die Doppel konnten aufgrund einsetzen Regens nicht mehr gespielt werden. Die Hooksieler werden voraussichtlich am 29. Mai erneut ins Saterland reisen müssen, um den Spieltag abzuschließen.
Die beiden Siege für den SCW holten der an Postion 1 spielende Andre Abels, der seinen um einige Leistungsklassen höher eingestuften Gegner mit 7:5, 5:7, 10:8 niederringen konnte. Weniger Mühe hatte Jan Alter, der an Position 2 nach 0:3 Rückstand sicher mit 6:4/6:2 gewann. Chancenlos blieben hingegen in ihren Speilen Mirko Ortmanns und Gerd Abeldt.
Anmerkung:Der Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert
Hooksiel (5. 5. 2026) – Gedenktage richtet man häufig für Dinge ein, um die man sich Sorgen macht. Die Tage für Gleichberechtigung, für Menschenrechte, fürs Wassers und für die Pressefreiheit sind Beispiele dafür. Der heutige 5. Mai gilt als „Tag des Lokaljournalismus“.
Müssen wir uns um den Lokaljournalismus Sorgen machen? Ja, müssen wir. International, national und auch direkt vor Ort. Das hat auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Gesprächsrunde mit Journalistinnen und Journalisten im Schloss Bellevue unterstrichen.
Printmedien im Überlebenskampf
Der morgendliche Griff zur Lokalzeitung sei für ihn über Jahre mehr als ein Ritual gewesen, „es war Teil des Ankommens im neuen Tag“. Aber: Heute gebe es in vielen Regionen schon keine klassische Lokalzeitung mehr. Die Printmedien stünden unter wirtschaftlichem Druck. Ein Überlebenskampf, der nach Überzeugung von Steinmeier nicht nur für Verlage, sondern auch für die Demokratie wichtig ist.
„Ohne Lokaljournalismus gibt es kein gemeinsames Fundament vor Ort, das die Demokratie braucht; gibt es kein Bewusstsein, dass es Menschen sind, die vor Ort in der Gemeinde, in der Kleinstadt das Leben lebenswert halten, Tradition bewahren und für die Zukunft vorsorgen. Dass Demokratie vom Machen und Mitmachen lebt, vom gemeinsamen Engagement, nicht von allfälliger Empörung.“
Wahrheitsgehalt überprüfbar
Und, so der Bundespräsident weiter: „In Zeiten erodierenden Vertrauens in Politik, Medien, Kirchen und Institutionen hat die Lokalzeitung etwas Besonderes: Sie bewahrt Überschaubarkeit im Nahraum, der die eigentliche Befindlichkeit noch mehr prägt als die so genannte große Politik. Lokalzeitung ist im besten Sinne ein Stück Heimat – mit einem besonderen Verhältnis zu ihren Leserinnen und Lesern. Was die Lokalzeitung berichtet, lässt sich fast immer an Ort und Stelle auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Reporter und Redakteure, die zu haltlosen Übertreibungen neigen, müssen damit rechnen, schon am nächsten Morgen beim Bäcker zur Rede gestellt zu werden. Dieses Vertrauen ist ein hohes Gut. Mehr: Das Lokale ist – weil leicht und von vielen überprüfbar – eine kleine, aber wichtige Bastion gegen das Postfaktische.“
Demokratische Strukturen stärken
In diesem Sinne versucht auch die Netzzeitung „Hooksiel-life“ den Lokaljournalismus zu stärken – auch wenn sie ganz ohne Papier auskommt. Sogar ohne Verlag und Abogebühren. Aber, was gerade am „Tag des Lokaljournalismus“ wichtig ist zu betonen: „Hooksiel-life“ versteht sich als Ergänzung zur kommerziellen Lokalpresse – auch und gerade um die Kommunikation vor Ort zu stärken und damit demokratische Strukturen zu schützen.
Wenn Fakten beliebig würden, zwischen schnellem Like und lauter Empörung kein Raum mehr bliebe für Zwischentöne; wenn die Suche nach dem täglichen Skandal den Blick auf das Wichtige vernebelte, dann, so Frank-Walter Steinmeier, dann drohe ein Kommunikationsinfarkt. Dann gerate in Gefahr, was jede Demokratie brauche: die Fähigkeit zum Kompromiss.
„In einer Gesellschaft der Verschiedenen können wir nicht alle einer Meinung sein. Aber umso wichtiger ist dieses gemeinsame Fundament, das eine gemeinsame Wahrnehmung der Wirklichkeit voraussetzt. Und diese gemeinsame Wahrnehmung entsteht nicht durch Klicks, sondern durch unabhängige Information. Dafür stehen viele Journalistinnen und Journalisten in vielen Medien in unserem Land.“ Wir als „Hooksiel-life“ sind stolz darauf, seit fast vier Jahren dazuzugehören.
Horumersiel (30. 4. 2026) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) trennt sich von dem Großteil ihrer Immobilien, um sich wirtschaftlich neu aufstellen zu können. Aktuell wird unter anderem ein Investor für das das Grundstück „Zum Hafen 3“ in Horumersiel gesucht. Die Hoffnung: Es findet sich jemand, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen „Thalasso Meeres Spa“ ein Hotel bauen und den Gesundheitstempel gleich mit nutzen möchte.
Die WTG will sich von ihrem Grundstück in Horumersiel trennen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Thalassa Meeres Spa (weißes Gebäude rechts) könnte ein Hotel entstehen. Die Überlegungen lösten im Ort nicht nur Freune aus. Foto: hol
Um ein derartiges Projekt zu verwirklichen, müssten voraussichtlich die vorhandenen Gebäude wie der Verwaltungskomplex der WTG, das Haus des Gastes und der Kursaal abgerissen werden. Das hätte nach Ansicht eine Reihe von Horumersielern, ganz unabhängig von Größe und Architektur eines Neubaus, erhebliche Auswirkungen auf das Leben im Ort.
Der Handel, Handwerk und Gewerbeverein veranstaltet vor diesem Hintergrund zusammen mit dem Seebadeverein Horumersiel-Schillig ein „Bürgergespräch“, in dem es um die Zukunft Horumersiels gehen soll. Es wird am Dienstag, 12. Mai, ab 20 Uhr im Kursaal im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort sowie sonstige Interessierte.
Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.
Stein in Autoscheibe geworfen
Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.
Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“
Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar
Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“
Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“
„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“
Anmerkung:Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert