Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Alle Beiträge zum Thema “Renate Janßen-Niemann”

Wangerländer koordiniert Raumordnung und EU-Fördertöpfe

Wangerland/Oldenburg (19. 1. 2026) – Der Wangerländer Dr. Holger Janßen hat die Leitung des Dezernats 2 im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems in Oldenburg übernommen. Der Landesbeauftragte Nikolaus Jansen hat den promovierten Geographen und Diplom-Ingenieur der Stadt- und Regionalplanung als Nachfolger der langjährigen Dezernatsleiterin Talke Hinrichs-Fehrendt mit der Leitung betraut. 

Holger Janßen (Foto/ArL) ist der Sohn der ehemaligen Ratsfrau und stellvertretenden Bürgermeisterin Renate Janßen-Niemann, die aktuell das Künstlerhaus in Hooksiel leitet. Mit seiner neuen Aufgabe ist der 52-Jährige zugleich Stellvertreter des Landesbeauftragten als Behördenleiter des ArL mit knapp 300 Beschäftigten an den Standorten Oldenburg, Aurich, Meppen, Osnabrück und Norden. Bislang war Janßen seit 2021 Leiter des Domänenamtes im ArL

Von der Ostsee zurück in die Heimat

Jansen: „Von den Erfahrungen Dr. Janßens in Wissenschaft und Verwaltung, vor allem auch in der Raum- und Regionalplanung, haben wir bei unserer Aufgabe, den ländliche Raum zu stärken, schon bislang sehr profitiert. Hinzu kommt seine Verankerung in der Region.“

Janßen hatte vor seinem Wechsel nach Oldenburg unter anderem als Wissenschaftler am Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, als stellvertretender Referatsleiter im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und als Leiter des Amtes für Raumordnung und Landesplanung Region Rostock gearbeitet. 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Das Dezernat 2 des ArL Weser-Ems befasst sich mit der regionalen Koordination mehrerer EU-Förderprogramme und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vornehmlich mit den Niederlanden. Die Landesbehörde arbeitet in der Raumordnung und der Städtebauförderung eng mit den Kommunen der Region zusammen, betreibt das Europabüro und die Vertretung in der Metropolregion. Auch die Stiftungsaufsicht und die Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050 befinden sich im Dezernat 2 des ArL.

Janßens Vorgängerin, Talke Hinrichs-Fehrendt, hatte sich 2025 in den Ruhestand verabschiedet. 

Kunst kennt in Hooksiel keine Winterpause

Renate Janßen-Niemann leitet seit neun Jahren die Geschicke im Künstlerhaus Hooksiel. Foto: Wolfgang Niemann

Hooksiel (13.1.2023) – Kunst kennt in Hooksiel keine Pause. Auch keine Winterpause. Dass das so ist, liegt unter anderem am Künstlerhaus. Wie Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann ankündigt, wird auch in diesem Jahr die eher ruhige Zeit in dem Urlaubsort mit einer Ausstellung von vier regionalen Künstlerinnen überbrückt.

Unter dem Motto „Kunst kennt keine Winterpause“ stellen Christiane Keweritsch, Sigrid Weißenfels, Freya Nau (alle aus Hooksiel) und Andrea Gast (Oldorf) ab Sonntag, 22. Januar, Gemälde, Fotografien und kunsthandwerkliche Skulpturen aus. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. Bürgermeister Mario Szlezak wird in die Ausstellung einführen. Die Werke werden bis zum 12. März jeweils samstags und sonntags von 14. bis 17 Uhr zu sehen sein.

„Die Ausstellungen mit regionalen Künstlern sind ein wichtiger Baustein in unserem Programm. Das Künstlerhaus ist ein Schaufenster für unsere Kreativen. Und Kunstinteressierte haben dabei einen leichten Zugang zu den Künstlern“, schildert Renate Janßen-Niemann. Aber auch für Urlauber, die sich in der Vorsaison an der Küste aufhalten, ist die Ausstellung in dem ehemaligen Feuerwehrhaus an der Langen Straße erfahrungsgemäß ein beliebter Anlaufpunkt. „Und jeder Besucher im Künstlerhaus bringt ja auch Kaufkraft nach Hooksiel.“

Das Künstlerhaus Hooksiel gehört der Gemeinde Wangerland. Der Betrieb der kulturellen Einrichtung ist eine „freiwillige Leistung“, die nach Ansicht von Renate Janßen-Niemann gerade in finanziell schwierigen Zeiten Respekt verdient. Die Unterhaltung des Gebäudes, Ausgaben für die Ausstellungen, das Aufsichtspersonal … entsprechend froh ist die Einrichtungsleiterin über jede Spende oder und über Fördermittel verschiedener Institutionen aus der Region. 

Die pensionierte Grundschulleiterin, die sich über Jahrzehnte selbst im Gemeinderat engagiert hat, wurde vor neun Jahren durch einstimmigen Beschluss des Rates zur Künstlerhaus-Leiterin bestellt. Zusammen mit einem politisch besetzten Beirat, dem auch der Bürgermeister qua Amt, die Leiterin des Schlossmuseums Jever, Dr. Antje Sander und zwei Vertreter des Fördervereins Kunst- und Erlebnispfad angehören, wird das Jahresprogramm erarbeitet – aktuell das für 2025. 

Das Künstlerhaus ist überregional bekannt – und bei den Kulturschaffenden beliebt. Entsprechend groß ist die Zahl der Bewerbungen für eine der meist sechs Ausstellungs-Zeiten. Das Besondere: Das Künstlerhaus bietet in der Regel pro Jahr zwei Stipendien für Künstlerinnen und Künstler an, die während ihrer Ausstellungszeit kostenlos in einer Wohnung im Künstlerhaus-Ensemble wohnen und arbeiten könnten. „Soweit finanziell möglich kaufen wir dann eines der hier entstandenen Werke und übernehmen es in unseren Bestand“, schildert Renate Janßen-Niemann, die gerade in diesem Bereich froh ist über die Unterstützung durch den Förderverein.

Als Stipendiaten werden 2023 der Maler und Grafiker Michael Lampe (11. Juni bis 16. Juli) und die Näh-Künstlerin Stephanie Hüllmann (27. August bis 8. Oktober) in Hooksiel gastieren. Weitere Ausstellungen sind mit dem Finger-Maler Werner Meiners (26. März bis 23. April), dem Bildhauer Thorsten Schütt (30. April bis 4. Juni), dem Zeichner Ommo Wille (23. Juli bis 20. August) und dem Fotografen Dieter Schoof-Wetzig (15. Oktober bis 2. Januar 2024) geplant.

Zum Jahrsprogramm gehört schon traditionell zudem das „Kunstkarussell für Kinder“, das im Sommer verschiedene kreative Kinder-Ferienangebote umfasst – von Malerei über Fotografie bis zum Druck und zum Gestalten mit Ton.