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Alle Beiträge zum Thema “Wochenmarkt”

Wangerland streicht die Standgebühren für Wochenmärkte

Wangerland (1. 7. 2026) – Die Marktbeschicker dürfen sich freuen. Der Rat der Gemeinde Wangerland hat am Dienstagabend beschlossen, die Standgebühren auf Wochenmärkten abzuschaffen. Die entsprechende Satzung wurde einvernehmlich aufgehoben.

Wochenmarkt Hooksiel
Der Hooksieler Marktvogt Jens Dekana (links) braucht künftig keine Standgebühren mehr von den Marktbeschickern kassieren. Archiv-Foto: hol

Die Politik folgte mit dem Beschluss einem Vorschlag der Gemeindeverwaltung. Ziel ist es dabei, die Wochenmärkte für die Marktbeschicker und damit letztlich auch für die Kunden – Einheimische wie Urlauber – attraktiver zu machen.

Märkte sollen attraktiver werden

Aktuell gibt es regelmäßig Wochenmärkte in Hooksiel, Horumersiel und Hohenkirchen. Bislang mussten die Beschicke eine Standgebühr von 1,20 Euro je laufenden Meter für ihre Verkaufsstände, mindestens aber 6 Euro, zahlen. In der Summe beliefen sich die Einnahmen bei der Gemeinde im Jahr auf rund 4000 Euro.

Die Verwaltung hatte argumentiert, dass der Einnahmeausfall verkraftbar sei, da ja auch der Aufwand vom Einkassieren bis zum Verbuchen des Geldes entfalle. Die Marktvögte, die die Märkte betreuen, sollen auf auch weiterhin als Ansprechpartner vor Ort bleiben, beteuerte Markus Gellert aus der Verwaltung.

Die Empfehlung aus dem Landwirtschafts-Ausschuss, wonach die Marktbeschicker künftig zumindest noch eine Pauschale für ihren Stromverbrauch vor Ort zahlen sollten, hatte im Vorfeld der Ratssitzung bereits der Verwaltungsausschuss einvernehmlich verworfen. Der Verbrauch sei so gering, dass die Kosten dafür vernachlässigenswert seien.

Baurecht für Supermarkt

In zwei weiteren Beschlüssen befasste sich der Rat mit der Bauleitplanung. Zum einen wurden Bebauungspläne an der Hooksieler Bäderstraße so geändert, dass der dortige Supermarkt um acht Meter verlängert werden darf. Zum anderen verabschiedete der Rat einvernehmlich die nicht unumstrittene Änderung von Flächenutzngs- und Bebauungsplan für den Bereich „Horumersiel Zentrum“ (Goldstraße, Pommernweg, Am Tief). Hier ging es vor allem darum, im Rahmen der Gemeindeentwickluungsplanung den über Jahrzehnte entstandenen Wildwuchs an Ferien- und Zweitwohnungen zu ordnen und das Dauerwohnen zu sichern.

Weniger Ferienwohnungen

Ziel sei es gewesen, so Bürgermeister Mario Szlezak, den aktuellen Bestand zu legalisieren. „Aber wir konnten nicht alle retten.“ Ratsherr Carsten Ihnken hatte auf gefühlte Ungerechtigkeiten hingewiesen. Im Pommernweg etwa, eine Wohnstraße, seien von 16 Häusern nur drei Dauerwohnungen. Zudem sei die Zahl der künftig zulässigen Ferienwohnungen je Grundstücken stark.

SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers hielt dem entgegen, dass es zu den Kernaufgaben eines Gemeinderates gehöre, negative Entwicklungen in einem Ort zu erkennen und diese möglichst umzukehren. Wie die Verwaltung ergänzte, gelte für derzeit genehmigte Zweit- und Ferienwohnungen Bestandsschutz. Die neuen Regelungen würden erst bei Umbauten oder dem Verkauf der Immobilien greifen.

Wochenmärkte: Nur noch Strompauschale statt Standgebühr?

Wangerland/Hooksiel (4. 6. 2026) – Die Gemeinde Wangerland soll von Wochenmarkt-Beschickern künftig nur noch eine Pauschale für den Stromverbrauch erheben. Die klassischen Standgebühren hingegen sollen entfallen. Diese Empfehlung gab der Landwirtschaftsausschuss des Gemeinderates auf seiner Sitzung am Mittwoch. 

Wochenmarkt Hooksiel
Die Gemeinde Wangerland erwägt, die Standgebühren für Wochenmarkt-Beschicker zu streichen. Dadurch sollen die Stände für die Händler und damit letztlich auch für deren Kunden attraktiver werden. Archiv-foto: hol

Die Gemeindeverwaltung hatte vorgeschlagen, die Gebühren ersatzlos zu streichen, um die Märkte attraktiver zu machen. Insbesondere die Standbetreiber in Hohenkirchen würden immer wieder über die Kosten klagen, erläuterte Abteilungsleiter Markus Gellert für die Verwaltung. Gerade für die Wintermonate, wenn die Zahl der Kunden sehr gering sei, könne man das nachvollziehen. Auf den eher von der Urlaubssaison geprägten Märkten in Hooksiel und Horumersiel spielt das Standgeld offenbar einen geringere Rolle.

Einnahmen von 4000 Euro im Jahr

Aktuell müssen Händler je Markttag und je laufenden Meter Frontlänge ihrer Verkaufsfläche 1,20 Euro bezahlen, mindestens aber 6 Euro. Für einen zehn Meter langen Stand werden also 12 Euro fällig. Die Gebühr, die über das ganze Jahr gesehen für die Gemeinde zu Einnahmen von etwa 4000 Euro führt, wird vor Ort erhoben. Mit der Einnahme würde auch der Aufwand für das Erheben und das Verbuchen des Geldes entfallen, wobei, so betonte Gellert, die Posten der Marktvögte als wichtiges Bindeglied zu den Beschickern erhalten bleiben. 

„Falsches Signal“ korrigiert

Nach den Vorstellung der Verwaltung wäre es ratsam, die Standgebühr komplett zu streichen, da es es immer schwieriger werde, Marktbeschicker auf den Wochenmärkten zu halten oder neue zu gewinnen. Dem überschaubaren Einnahmeverlust würde eine Belebung der Märkte gegenüberstehen, die ein „wichtiger Aspekt der Daseinsvorsorge“ seien. Der Vorschlag der Verwaltung sah dabei vor, den Beschickern auch die Stromversorgung etwa für Kühlaggregate kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ratsherr Immo Müller (UWW) wertete das als „falsches Signal“. Seinem Antrag, von Beschickern, die den Stromanschluss nutzen, zumindest eine Energiepauschale zu erheben, folge der Ausschuss einmütig. Abschließend entscheiden wird voraussichtlich der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung am 30. Juni.

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Geflügelstand schließt Lücke auf Hooksieler Wochenmarkt

Hooksiel (31. 5. 2026) – Der Hooksieler Wochenmarkt ist um einen Anbieter reicher. Seit vergangenen Freitag bietet der Betrieb „Pille Landwirtschaft“ aus einem Verkaufswagen heraus unter anderem Geflügel, Wild, Lammfleisch und selbstgemachte Salate an. Zudem setze man mit Blick auf die hohe Zahl von Urlaubern unter den Kunden in Hooksiel auf besondere Grillspezialitäten, so André Neubauer.

Über guten Zuspruch freute sich André Neubauer von „Pille Landwirtschaft“ beim ersten Tag auf dem Hooksieler Wochenmarkt. Foto: hol

Neubauer, der den Betreib mit einem Partner zusammen führt, zeigte sich mit der Nachfrage am ersten Verkaufstag in Hooksiel sehr zufrieden. Die Reaktion der Kunden war entsprechend:„Schön, dass Sie da sind. Ein Geflügelstand hat uns hier wirklich noch gefehlt.“

Der Betrieb „Pille“, der in Bockhorn einen Hofladen betreibt, ist inzwischen auf einer ganzen Reihe von Wochenmärkten in der Region präsent – in Bockhorn, Zetel, Emden, Norden, Jaderberg, Bad Zwischenahn und jetzt auch in Hooksiel. Wieso gerade Hooksiel? „Andere Marktbeschicker haben uns angesprochen und gefragt, ob wir nicht auch nach Hooksiel kommen wollen“, so Neugebauer. „Auf Wochenmärkten nützt es am Ende ja allen, wenn ein breites Sortiment präsentiert wird.“ 

Einer von den befreundeten Marktbeschickern ist Bernd Kuhlmann, er ebenfalls aus Bockhorn kommen und am Stand nebenan Kartoffeln, Obst und Gemüse auch Eier von freilaufenden Hühnern verkauft – vom Hof „Pille“. Neubauer: „Die haben wir bei uns dann natürlich nicht mehr im Sortiment.“

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Guter Start für Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt

Hooksiel (18. 4. 2026) – Einen guten Start hatten Hilke und Bernd Kuhlmann (rechts) in Hooksiel. Die Händler aus Bockhorn-Steindamm waren an diesem Freitag erstmals mit einem Stand auf dem Wochenmarkt in Hooksiel präsent. Ihr Sortiment: Kartoffeln, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sowie frische Eier von einem befreundeten Betrieb. 

„Es waren eine ganze Reihe von Kunden da. Wir sind sehr zufrieden“, sagte Bernd Kuhlmann am späten Nachmittag gegenüber „Hooksiel-Life“. Der Wochenmarkt findet jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz hinter dem ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat statt.

Weiterer Händler: Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt

Hooksiel (14. 4. 2026) – Gute Nachrichten vom Hooksieler Wochenmarkt. Wie Marktvogt Jens Dekena mitteilt, wird es ab Freitag dieser Woche wieder einen Obst- und Gemüsestand geben. „Unsere Beschicker konnten einen Marktkollegen davon überzeugen, nach Hooksiel zu kommen.“

Wochenmarkt Hooksiel
Marktvogt Jens Dekena (links) (hier am Oliven-Stand) ist froh, dass es auf dem Wochenmarkt in Hooksiel künftig auch wieder Obst, Gemüse und Eier geben wird. Archiv-Foto: hol

Bei dem neuen Anbieter handelt es sich um Familie Kuhlmann aus Bockhorn, die ein Teil ihrer Produkte selbst anbaut und unter anderem einen Hofladen betreibt. Auch Eier aus dem eigenen Stall der Familie seien dann auf dem Markt zu haben.

Dekena erhofft sich für das Händler-Team jetzt „gutes Wetter und viele Kunden“. Der Wochenmarkt am ZOB an der Ecke Friesenstraße/Nee Straat hat jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Obst, Gemüse und Eiern sind auf dem Markt Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Oliven und sonstige Spezialitäten, Lederwaren und Textilien sowie Blumen und Pflanzen aus einer Gärtnerei zu haben. 

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Gebrochene Achse wirft Hooksieler Geflügelhändler aus der Bahn

Werner Poppen
Ohne seinen Verkaufswagen kann Werner Poppen (links) nur auf dem Wochenmarkt in Hooksiel verkaufen. Den Kern seines Angebots bilden dabei frische Eier.

Hooksiel (30. 8. 2024) – Es hat einmal laut geknackt – und das Leben von Werner Poppen hat sich verändert. Aus einem selbstständigen Unternehmer mit einem florierenden Verkaufswagen ist ein Bürgergeld-Empfänger geworden. 

Seit 1999, seit 25 Jahren, ist der Hooksieler als Händler auf den Wochenmärkten der Region unterwegs. Aus seinem Verkaufswagen heraus bietet er unter anderem Geflügel, Wurstwaren und Eier an. Auf seinem Tourenplan stehen normalerweise acht Märkte zwischen Wilhelmshaven, Aurich und Rhauderfehn. Aktuell finden seine Kunden Poppen nur noch freitags auf dem Wochenmarkt in Hooksiel. Aus einem Pavillon heraus verkauft er Eier. Nur Eier.

Der schmucke, 13 Jahre alte Verkaufswagen der Familie Poppen ist nicht mehr fahrbereit. Der Grund: Ein abgesenkter Gully in Wilhelmshaven. „Es hat einmal laut gekracht als ich darüber gefahren bin“, erinnert sich Poppen. An dem Renault war eine Achse gebrochen. 

Ein teurer Schaden. Allein das Ersatzteil kostet nach der Schätzung eines Gutachters rund 8000 Euro. Noch schlimmer: Die Lieferzeit für die Achse beträgt sechs Monate. „Diese Fahrzeuge werden in vergleichsweise kleiner Stückzahl gebaut. Da haben die Händler nicht mal eben so eine Achse auf Lager liegen.“

Verkauf aus einem Anhänger heraus? Wer soll den ziehen …? Leihwagen? Ist so teuer, dass sich der ganze Verkauf nicht mehr lohnen würde. Werner Poppen hat sich entschieden zu warten. Er verkauft in Hooksiel Eier aus einem Pavillon heraus, Fleisch- und Wurstwaren gibt es nur auf Bestellung. „Der Erlös ist aber nur ein kleines Taschengeld. Leben müssen wir aktuell von Bürgergeld.“ 

Und dennoch halten viele Stammkunden etwa aus Wilhelmshaven ihrem Händler die Treue. Einige kommen auf der Suche nach dem beliebten Poppen-Geflügelsalat sogar bis nach Hooksiel. Für ihre Fragen wie „Wann sind Sie wieder bei uns auf dem Markt?“ hat der Händler einen humorvollen Flyer gefertigt. „Wir würden gern machen auf dicken Maxe, geht nur nicht mit gebrochener Achse.“

Hooksieler Wochenmarkt: Komplettes Sortiment und nette Menschen

Wochenmarkt Hooksiel
Marktvogt Jens Dekena probiert die leckeren Oliven, die Chief Do auf dem Wochenmarkt in Hooksiel anbietet. Foto: hol

Hooksiel (9. 5. 2023) – Warum kaufen Menschen ihre Marmelade auf dem Wochenmarkt und nicht in einer Verbrauchermarkt, obwohl sie da sicher ein paar Cent günstiger ist? Für Wilhelm Poppen ist das ganz klar: „Weil die Menschen hier wissen, was in den Gläsern drin ist!“

Wilhelm Poppen gehört seit Jahren zum Kreis der Beschicker des Wochenmarktes in Hooksiel. Der einarmige Mann sitzt auf einem Stuhl, davor ein schlichter Tisch. Darauf eine ganze Reihe von Gläsern mit Fruchtaufstrich. „Marmelade ist ein geschützter Begriff. So darf ich meine Ware nicht nennen.“

Aber der Name ist zweitrangig. Wichtig ist, worauf sich die Kunden freuen dürfen. Und das weiß Wilhelm Poppen genau: „Früchte aus der Region. Äpfel, Pflaumen, Kirchen, Erdbeeren … Alles nach der Ernte eingefroren. Im Winter, wenn ich Zeit habe, werden die Früchte dann im Verhältnis von 2:1 mit Zucker eingekocht.“ Damit nicht genug. Der Obstkenner gestaltet die Deckel selbst und beklebt die Gläser liebevoll mit Inhalts- und Rezeptaufklebern. Lohnt sich der Aufwand? Vielleicht. Wenn das Wetter gut ist und man die Arbeitsstunden auf dem Markt nicht rechnet. 

Wochenmarkt Hooksiel
Selbst gemachte Fruchtaufstriche verkauft der Hooksieler Wilhelm Poppen. Foto: hol

Die Stimmung auf dem Hooksieler Wochenmarkt ist gelassen. Viele der acht bis neun Beschicker kommen seit Jahrzehnten jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr auf den Platz am ZOB, im Dreieck von Friesenstraße und Nee Straat. Betreut werden sie von Marktmeister Dekena. 

Die ersten Jahre von Walter Dekena, dem Wirt der damaligen Hooksieler Kultkneipe „Friesenkate“. „Damals trafen sich die Marktbeschicker vor Beginn des Verkaufs bei meinem Vater in der Gaststätte zum Essen. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum wir hier eine eingeschworene Gemeinschaft haben“, sagt Jens Dekena, der seit dem Tod seines Vaters 2011 den Markt bereut. „So ein Wochenmarkt ist ja nicht nur ein Platz zum Einkaufen, sondern auch ein Ort der Kommunikation“, sagt Jens Dekena, der in Sichtweite des Markts einen Frische-Kiosk betreibt.

Entspannt einkaufen, Neuigkeiten erfahren, mit Menschen klönen – das zeichnet den Hooksieler Wochenmarkt aus. Anders als an vielen anderen Orten in Wilhelmshaven und Friesland verfügt der Hooksieler Markt noch über ein komplettes Warensortiment: Fisch, Käse, Antipasti, Fruchtaufstriche, Blumen und Pflanzen, Geflügel und Eier, Lederwaren, Mode und gelegentlich auch mal Kleinkunst. „Was uns im Moment fehlt, ist ein Bäcker“, bedauert Dekena. „Der wäre schon wichtig …“

Wochenmarkt Hooksiel
Fühlt sich wohl auf dem Markt in Hooksiel: Alitarar Khan. Foto: hol

Auf seinem Rundgang spricht der Markvogt mit jedem der Beschicker, erfährt deren Sorgen und Nöte, aber auch spannende Lebensgeschichten, wie die von Alitarar Khan. Der gebürtige Pakistani hat schon in etlichen Ländern auf mehreren Kontinenten gelebt und gearbeitet. Auf dem Wochenmarkt verkauft er Gürtel, Taschen und Lederwaren aller Art. Nebenbei betreibt er eine Reinigungsfirma. 

Oder die von Chiem Do, der an seinem Stand Antipasti und maritime Köstlichkeiten wie eingelegte Oliven, Käse oder selbst gemachte Salate und Dicke Bohnen verkauft. Chiem Do (59) wohnt in Jever. Geboren wurde er in Vietnam. Seine Frau sei seinerzeit mit der „Cap Anamur“ geflogen. Inzwischen lebt das Paar schon gut 40 Jahre in Deutschland. 

Mit strahlendem Gesicht zahlt Chiem Do die acht Euro, die Markvogt Dekena an Standgebühr kassiert. Dafür dürfen die Beschicker einen sauberen Platz mit Wasser- und Stromanschluss erwarten. „Sogar eine Toilette ist in der Nähe. Und hier gibt es keine Poller, die einem die Zufahrt zum Stellplatz schwer machen“, sagt Werner Poppen, der seit 1999 als selbstständiger Händler unterwegs ist. In seinem Verkaufswagen bietet er unter anderem Geflügel, Wurstwaren und Eier an. „Ein Renner ist unser Geflügelsalat. Den wollte sich eine Urlauberin sogar schon nach Hause nachschicken lassen.“

Wochenmarkt Hooksiel
Geflügel, Wurstwaren, Eier – Werner Poppen (hier mit Frau und Sohn Catrin und Phillipp Hansen) ist mit seinem Verkaufswagen im ganzen Nordwesten unterwegs. Foto: hol

Werner Poppen beschickt in der Woche acht Märkte zwischen Wilhelmshaven, Aurich und Rhauderfehn. Zum Wochenende baut der Hooksieler seinen Stand dann dann am liebsten heimatnah auf, wo er viele Stammkunden hat.

Ebenso wie Klaus Koehler, der zusammen mit seiner Mutter Ingrid Blumen und Planzen anbietet, die im eigenen Gartenbaubetrieb in Zetel-Schweinebrück gezogen werden. „Wir haben nicht immer alles. Aber was wir haben, kommt direkt aus der eigenen Zucht“, verspricht Klaus Köhler, der sich um die Zukunft des Hooksieler Wochenmarktes keine Sorgen macht. „Das ist ein sehr gute Markt hier – im Sommer wie im Winter.“

Wochenmarkt Hooksiel
Klaus Koehler beliefert seine Kunden mit Blumen und Pflanzen aus eigener Zucht. Foto: hol

Das hört Jens Dekena natürlich gern. Denn jedem Recht machen kann es auch der redegewandte Marktvogt nicht immer. „Keine Hunde! Keine Fahrräder“ steht auf einem Hinweisschild am Eingang des Marktes. „Die Lebensmittelhändler wollen keine Hunde in ihre Nähe. Aber nicht jeder Hundehalter ist einsichtig“, schildert Dekena. Dann höre man schon mal: „Komm Bello, die mögen uns hier nicht. Wir gehen …“