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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Pokale und Preise für erfolgreiche Segler im Jade-Revier

Hooksiel (19. 11. 2025) – Der Regattakalender war im Sommer gut gefüllt. Ambitionierten Teams bot er reichlich Möglichkeiten, Punkte zu sammeln. Zum einen für den „Jade-Pokal“, zum anderen für die „HookSail,“ die vom Wassersportverein Hooksiel veranstaltete Mittwochsregatta. Mit der Siegerehrung im Vereinsheim des WSV wurde ein Schlusspunkt unter die diesjährige Segelsaison gesetzt. 

Sieger, Platzierte und mit Sonderpreisen ausgezeichnete Regatta-Seglerinnen und Segler. Foto: Dörte Salverius

Die „HookSail“ erlebte in diesem Sommer bereits ihre 21. Auflage. An sieben Abenden gingen insgesamt 45 Jachten aus fünf Vereinen auf die Bahn rund um das Muschelzuchtgebiet. Da es unmittelbar vor dem Hooksieler Strand liegt, ziehen die spannenden Wettfahrten immer auch Publikum an. 

Die höchste Punktzahl erreichte in der Gruppe der weißen Segel (ohne Spinnaker) die „Jot’s“ von Jörg Bendiks (Segelkameradschaft Horumersiel), gefolgt von „Jole“ (Jan Gerdes, SKHS) auf Platz zwei und „Timpetu“ (Kea Müller, SKHS) auf Platz drei. Die Gruppe der bunten Segel (mit Spinnacker) führt die „Corroborree“ von Holger Liebert (WSV Hooksiel) an, hinter ihm auf Rang zwei „Eesay Race“ (Michael Blenk, Wilhelmshavener Segel-Club) und „Friesisch X“ (Tanno Kruse, SKHS). 

Das Ergebnis bei den Mehrrümpfern: 1. „Dreebeen“ (Henning Gerken, SKHS), 2. „Boaty“ (Nils Hicken, SKHS), 3. „Tribelle“ (Ulf Roßkamp, Sail-Lollipop Regatta-Verein). Bleibt noch die kleine Gruppe der sogenannten Racer, in der sich „Dienstreise“ von Mareike und Tammo Diebel (SKHS) an die Spitze setzte. 

Nach längerer Unterbrechung wird seit 2024 der Jade-Pokal wieder ausgesegelt. Wertete Regattawart Hendrik Busemann (WSV) dafür im vergangenen Jahr zwei Regatten aus, konnte er in diesem Jahr die Ergebnisse von sieben Wettbewerben einfließen lassen. Dabei handelt es sich um die im Jade-Revier veranstalteten Regatten und die Helgoländer Regatten. Als Erstplatzierte wurden Michael Blenk, Holger Liebert, Mareike und Tammo Diebel sowie Dirk Jacobs („Nynjago“, SLRV) ausgezeichnet. Wie Busemann ankündigte, werden im kommenden Jahr mit der Spiekerooger Seestern-Gedächtnisregatta und Rund Wangeroog zwei weitere Wettfahrten in die Jade-Pokal-Wertung einfließen. 

Bei der Siegerehrung ging übrigens niemand leer aus. Für die Platzierten gab es Pokale, außerdem hatte Busemann einige Sonderpreise – unter anderem für faires Verhalten – ausgelobt, und alle anderen „HookSail“-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer erhielten Sachpreise.

Die „HookSail“ 2026 wird am 21. Mai eröffnet. Geplant sind acht Wettfahrten, Wind und Wetter vorbehalten./sal

Hafenhaus, Hausboote und ein Ferienpark auf der Trabrennbahn?

Hooksiel (19. 11. 2025) – Sind die Tage der Trabrennbahn in Hooksiel gezählt? Auch wenn es noch keine konkreten Pläne für eine Bebauung des Areals an der Bäderstraße gibt, ist das Thema seit Dienstagabend auf dem Tisch. Der Grund: Ein von der Immobilienfirma Robert C. Spies (Bremen) im Auftrag der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts erarbeitetes Entwicklungskonzept für das Hooksieler Freizeitgelände sieht in dem vom Hooksieler Rennverein gepachteten Areal einen idealen Standort für einen Ferienpark oder ein Hotel.

Das Areal der Trabrennbahn Hooksiel wäre nach Ansicht von Immobilienexperten ein idealer Standort für einen Ferienpark. Archiv-Foto: hol

Das Konzept wurde jetzt im Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung erstmals öffentlich vorgestellt. Mathias Lüdicke, Leiter der NPorts-Niederlassung Wilhelmshaven, unterstrich, dass das Land Niedersachsen großes Interesse daran habe, das Areal touristisch weiter zu entwickeln – auch mit Blick auf die industriellen Vorhaben im benachbarten Wilhelmshaven.

Touristische Entwicklung

NPorts kümmert sich seit drei Jahren um die vor über 50 Jahren aufgespülten Flächen und das Hooksmeer. Aber nachdem ein städtebauliche Vertrag zwischen der Industrie auf dem Voslapper Groden, der Gemeinde Wangerland, dem Landkreis Friesland und dem Land abgeschlossen wurde, die Eigentumsverhältnisse endlich geklärt seien und die Gemeinde einen Flächennutzungsplan für einen Teilgebiet des Freizeitgeländes aufgestellt habe, bestehe jetzt erstmals die Grundlage für ein touristische Entwicklung, so Lüdicke.

Grundlage des von der Firma Spies erarbeiteten Masterplans ist ein Vergleich der Urlaubsgemeinde Wangerland mit anderen Destinationen wie Cuxhaven, Büsum, St.-Peter-Ording und Norderney. Wie haben sich die Urlaubsorte entwickelt? Woher kommen ihre Stammkunden? Was könnten neue Zielgruppen sei? Was wünschen sich die Urlauber? Die Antwort: Einen Mix aus Unterhaltung, Qualität, Genuss, Natur, Außergewöhnliches, sportliche Angebote, Nachhaltiges und so weiter.

Hafenhaus mit Büroräumen

Für das Freizeitgelände in Hooksiel haben die Fachleute daraus abgeleitet, dass Sportangebote auf und am Hooksmeer ausgebaut werden sollten. Dazu würden Hausboote passen. Im umgebenden Wald wäre ein Hochseilpark mit entsprechenden Unterkünften denkbar. Großes Potenzial habe auch der Außenhafen. Hier raten die Planer zum Bau eines zwei- bis dreigeschossigen „Hafenhauses“ als Multifunktionsgebäude: Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss könnten verschiedene Shops und gastronomische Angebote untergebracht werden. In den beiden Geschossen darüber wäre Platz für Büros (Coworking-Stationen), Konferenz- und Seminarräume etwa für Mitarbeiter aus Hafen- und Energiewirtschaft sowie der chemischen Industrie.

Das Wald-Erleben im Hooksieler Freizeitgelände könnte ausgebaut werden – etwa durch einen Hochseilpark. Archiv-Foto: hol

Lüdicke stellte klar, dass NPorts selbst weder für Hotel, Hochseilpark oder Multifunktionshaus als Investor auftreten wird. Mit der aktuellen Planung wolle man Möglichkeiten für andere aufzeigend. Ob es entsprechende Interessenten gibt, soll der Immobilienpartner Spies jetzt erkunden.

Unterstützung im Ausschuss

Im Ausschuss stieß der Masterplan fürs Freizeitgelände auf Zustimmung. Holger Ulfers, SPD-Ratsherr aus Hooksiel. „Ich bin froh, dass es einen Schritt weiter geht. Eine solche Entwicklung haben wir uns fürs Freizeitgelände schon immer gewünscht.“ Ähnlich äußerste sich Angelika Kirschner (Grüne) für die GfW-Gruppe Rat (CDU/Grüne/FDP). 

Etwas kritischer zeigte sich Immo Müller, Ratsherr der Unabhängigen und Vorsitzender des Rennvereins Hooksiel. Es stelle sich die Frage: „Muss man das haben?“ Einig war man sich dann im Ausschuss aber wieder zur Feststellung, dass zu jedem der Einzelprojekte der Gemeinderat über die nötige Bauleitplanung das letzte Wort habe.

Leuchtfeuer Horumersiel
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„Höegh Esperanza“ belädt Schwesterschiff mit LNG

Hooksiel (19. 11. 2025) – Seltenes Bild am LNG-Terrmial Wilhelmshaven 1. In unmittelbarer Nähe zum Hooksieler Außenhafen liegen seit Dienstag zwei Flüssigerdgas-Regasifizierungseinheiten (FSRU) im Päckchen nebeneinander.

Seit Dienstag liegen die Schwesterschiffe „Höegh Esperanza“ und „Höegh Gannet“ am LNG-Terminal Wilhelmshaven 1 im Päckchen nebeneinander. Foto: hol

Wie die  Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) mitteilt, hat die „Höegh Gannet“ für kurze Zeit längsseits der „Höegh Esperanza“ festgemacht. Während die „Hoegh Esperanza“ dauerhaft als Importeinheit für das verflüssigte Erdgas in der Jade liegt, bereitet sich die Crew ihres Schwesterschiffes auf ihre Rückkehr nach Brunsbüttel vor.

„Die Gannet wird zur Vorbereitung ihrer Rückkehr nach Brunsbüttel von der Esperanza mit rund 40.000 Kubikmeter LNG betankt“, teilt die DET mit. Zuvor habe das Schiff für technische Arbeiten in der dänischen Fayard-Werft gelegen. Die Gannet hatte während ihres zweimonatigen Aufenthalts in der Werft Katalysatoren erhalten, die die Emissionen von Luftschadstoffen reduzieren sollen. Ende November soll sie ihren Betrieb im Elbehafen Brunsbüttel wieder aufnehmen. „Alle notwendigen Genehmigungen für die Betankung der Gannet durch die Esperanza liegen vor“, beteuert die DET. 

Gemeinde bereitet Umfrage zu Betreuungszeiten vor

Wangerland/Hooksiel (18. 11. 2025) – Gibt es einen Bedarf für längere Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten der Gemeinde Wangerland? Eine Antwort auf diese Frage soll eine Umfrage erbringen, die die Gemeindeverwaltung in Kürze auf den Weg bringen will. 

Antrag der SPD-Fraktion

Wie Markus Gellert als zuständige Abteilungsleiter im Rathaus ankündigte, werden dazu zum einen alle Eltern der Kinder betragt, die derzeit schon in den Kindertagesstätten in Hohenkirchen, Hooksiel, Waddewarden, Horumersiel und Tettens betreut werden. Zudem werden alle bereits bekannten Eltern in den nächsten Wochen Post bekommen, deren Kinder in absehbarer Zeit in Krippe oder Kindergarten kommen werden.

Die SPD-Fraktion im Rat sieht zumindest für die Kindertagesstätte in Hohenkirchen einen entsprechenden Bedarf. In einem von Ratsfrau Stefanie Bremers (SPD) im Sozialausschuss des Gemeinderats vorgetragenen Antrag, wird die Erweiterung der dortigen Betreuungszeiten von 7.30 bis 16 Uhr gefordert. Derzeit endet die Betreuung in dem Kindergarten um 14.30 Uhr.

Probleme bei Berufstätigen

Bremers verweist auf die Bedürfnisse von berufstätigen Eltern, die nur dann einer Beschäftigung nachgehen können, wenn sie ihre Kinder gut versorgt wissen. Diese Problemlage dürfte es auch an anderen Kita-Standorten geben. Sollte im Zuge der Umfrage ein entsprechender Bedarf erkennbar sein, können die Betreuungszeiten ab Sommer 2026 geändert werden.

Nach Einschätzung von Gellert wäre eine Ausweitung der Betreuung „grundsätzlich möglich“. Dafür müssten dann allerdings die Mitarbeiterinnen in den Einrichtungen mehr Stunden arbeiten. Jede zusätzliche Betreuungsstunde, mit jeweils zwei Betreuerinnen, dürfte Mehrkosten von 50 bis 66 Euro verursachen. 

„Im Grundsatz ist es gut, wenn wir die Betreuungszeiten erweitern, wenn ein entsprechender Bedarf da ist“, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. Entscheiden werden man dann, wenn die Umfrageergebnisse und eine konkrete Kostenaufstellung vorliegen. 

Zum Auftakt deutliche Niederlage gegen Friedeburg

Hooksiel (17. 11. 2025) – Jan Alter ist zurück. Nach zweijähriger Pause hat der Hooksieler Tennisspieler am Wochenende erstmals wieder ein Punktspiel bestritten – und sein Einzel souverän mit 6:0, 6:2 gewonnen.

Allerdings blieb der Sieg von Alter an Position 3 das einige Erfolgserlebnis, das die Herren ü 50-Mannschaft des FC Nordsee Hooksiel in ihrem ersten Saisonspiel gegen den TV Friedeburg für sich verbuchen konnte. Besonders bitter: FCN-Spitzenspieler Thomas Otte zog sich nach wenigen Ballwechseln eine schwere Verletzung zu, musste sein Spiel beim Stand von 0:1 aufgeben und – was deutlich schwerer wiegt – dürfte mehrere Wochen lang ausfallen.

An Position 2 verlor Thorsten Csikos in einem offenen Spiel mit 2:6, 4:6. Chancenlos war Mirko Ortmanns an Position 4 (1:6, 1:6). Auch in den Doppeln konnten die Hooksieler die Partie nicht mehr drehen. Csikos/Alter unterlagen 2:6, 2:6, Ortmanns/Helmut Petermann mit 2:6, 3:6. 

Wasserschaden an der Grundschule

Hooksiel (17. 11. 2025) – Schreck an der Grundschule Hooksiel. Als die ersten Lehrkräfte und Schüle am Montagfrüh die Schule am Kreuzhamm betreten wollten, traten sie in Wasser. Offenbar war am Wochenende im Gebäude ein Wasserboiler geplatzt. In der Folge wurde das Erdgeschoss einige Zentimeter hoch unter Wasser gesetzt.

Der Unterricht fand trotzdem statt. Wie die Gemeinde Wangerland auf Nachfrage gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, habe der Hausmeister bis zum Nachmittag den Wasserschaden mit Pumpe und Feudel beheben können. Offenbar habe es auch keine Folgeschäden gegeben, so dass am morgigen Dienstag der Unterricht ebenfalls ganz normal stattfinden könne. 

Leuchtfeuer Horumersiel
Leuchtfeuer

Adventsmarkt im Walter-Spitta-Haus

Hooksiel (17. 11. 2025) – Kreative aus dem Walter-Spitta-Haus laden zum Adventsmarkt. Am Samstag, 22. November, wird sich das Gemeindehaus der ev.-luth. Kirche am Pakenser Altendeich in einen Basar verwandeln, auf dem es viele schöne Dingen gibt, die zur Vorweihnachtszeit passen. Beginn ist um 14 Uhr. 

Besucher dürfen sich zudem auf selbstgemachte Leckereien, auf Kaffee, Tee und Kuchen freuen, die in gemütlicher Atmosphäre genossen werden können. Der Erlös der Veranstaltung soll der Kreativ-Gruppe sowie den „Teamern“ der Kirchengemeinde zugute kommen, die die Konfirmanden betreuen. 

Adventsmarkt: Gute Stimmung trotzt Sturz von einer Leiter

Horumersiel/Hooksiel (16. 11. 2025) – Adventsmarkt in Horumersiel. Obwohl das Wetter über das Wochenende sehr wechselhaft war, haben offenbar viele Bürgerinnen und Bürger das weihnachtliche Angebot am Dorfplatz entdeckt.

Die Hooksieler Künstlerin und Floristin Magrete Karbiersche jedenfalls zeigte sich mit dem Umsatz zufrieden. Engel, Tannenbäume, Rentiere, dazu eine Fülle liebevoll gestalteter Kränze und Gestecke. Alles handgefertigt. Seit über 15 Jahren bietet Magrete Kabiersche in der Adventszeit ihre kleinen Kunstwerke an, die sie in den Monaten zuvor gestaltet hat. Meist als Unikate, immer mit viel Liebe.

Allerdings: In diesem Jahr wurde die Adventsstimmung durch einen Unfall getrübt. Die Hooksielerin stürzte beim Aufbau ihrer Ausstellung von einer Leiter und zog sich eine Bänderverletzung am Arm zu. 

Als Hilfskraft sprang ihre Tochter Nicole ein, die das Sortiment um von ihr selbst entwickelte und gestaltete Bücher bereicherte: Ein Kreativ-Malbuch für Kinder und ein „Drehbuch zur Selbsterkenntnis“ – eine Art Wegweiser, wie man seine Stimmungs- und Gemütslage verbessern kann, indem man den eigenen Betrachtungswinkel ändert. Wie die Designerin sagte, werde das Buch in Kürze auch im freien Handel erscheinen. 

Wichtige Weichenstellungen für Entwicklung von Hooksiel

Hooksiel/Wangerland (15. 11. 2025) – In der kommenden Wochen sind mehrere kommunalpolitische Weichenstellungen für Hooksiel zu erwarten. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung des Rates tagt gleich zweimal – nämlich am Dienstag, 18. November, und am Donnerstag, 20. November, jeweils ab 19.30 Uhr im Rathaus in Hohenkirchen.

Der Edeka-Markt an der Bäderstraße in Hooksiel soll erweitert werden. Gerade während der Hauptsaison ist es häufig extrem eng in dem Geschäft. Archiv-Foto: hol

In der Sitzung am Dienstag soll unter anderem die von der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts in Auftrag gegebene Potenzialstudie für das Hooksieler Freizeitgelände vorgestellt werden. Beraten wird zudem unter anderem über die Ausweisung weiterer Windenergie-Flächen im Gemeindegebiet.

Mehr Platz für Getränke und Frischenprodukte

Ein wichtiger Punkt am Donnerstag: Die geplante Erweiterung des Edeka-Marktes an der Bäderstraße in Hooksiel. Der Markt soll um etwa acht Meter in Richtung WiKi-Wohnheim verlängert werden. Die Verkaufsfläche, so die Planer, würde sich von derzeit 1550 auf an die 2000 Quadratmeter vergrößern. Der Grund: Gerade in der Hauptsaison wird der Markt häufig regelrecht überrannt. 

Im Zuge des Projektes sollen Verkaufs- und Lagerflächen sowie die Flächen für die Leergutannahme vergrößert werden. Geplant ist nach der Darstellung der Betreiber auch eine Sortimentserweiterung im Drogerieartikel-Bereich. Zudem sollen der Frischwarenbereich und die Getränkeabteilung geräumiger werden. Um die Erweiterung zu ermöglichen, müssen der Bebauungsplan geändert und etwaige Auswirkungen des Vorhabens auf den Einzelhandel in der Umgebung geprüft werden. 

Hotel-Planer Gast im Ausschuss

Der Ausschuss wird am Donnerstag eine Reihe weiterer Bauleitfragen im Gemeindegebiet beraten. Spannend auch: Mit Michael Moos ist der designierte Entwickler für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen von Hooksiel zu Gast. Der Planer soll, so die Erwartung, darüber berichten, ob er inzwischen einen Investor für den angestrebten Hotelbau auf dem Filetgrundstück gefunden hat. Das wäre eine der Voraussetzungen dafür, dass die Gemeinde ihm das Grundstück verkauft.

Ademes gibt die Hoffnung auf den „Roten Sand“ noch nicht auf

Hooksiel (14. 11. 2025) – Die Idee ist charmant: Der traditionsreiche Leuchtturm „Roter Sand“ könnte eine Touristenmagnet für Hooksiel werden. Heute hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) diesen Überlegungen mit Verweis auf Bedenken der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) eine Absage erteilt. Der Außenhafen Hooksiel ist als Standort für das noch in der Nordsee stehende Denkmal damit wohl aus dem Rennen. Oder doch noch nicht?

Wellen und Strömung nagen an dem unter Denkmalschutz stehenden Leuchtturm „Roter Sand“. An Land könnte zumindest der Turmschaft dauerhaft erhalten bleiben. Foto: Jan-Eike Doyen

Zumindest Wolfgang Ademes, 2. Vorsitzender des Seebadevereins Hooksiel und geistiger Vater der Idee, dem unter Denkmalschutz stehenden Turm aus der Nordsee nach Hooksiel zu holen, will sich noch nicht geschlagen geben. „Wir haben von der Stiftung noch keine Absage erhalten. Insofern ist Hooksiel auch noch nicht raus.“

Neuer Standort hinterm Deich

Die Vorbehalte der WSV gegen den Standort direkt am Hooksieler Deich sind bekannt. Angeblich stünde der Turm dort zu dicht am tiefen Fahrwasser der Jade. „Aber“, so Ademes „wir können den Turm auch ein Stück vom Deich zurücknehmend und auf den Parkplatz auf der anderen Seite der Bäderstraße stellen.“

Heute früh hatte die DSD eine Mitteilung verbreitet, die von vielen Medien und auch von Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak als Aus für Hooksiel gewertet wurde. Szlezak zeigte sich in einer ersten Reaktion „enttäuscht“. „Wir hätten uns sehr gewünscht, den Turm in unserer Gemeinde aufzunehmen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und einen überzeugenden Standort vorgeschlagen.“ Bei ihrer Bewerbung war die Gemeinde von allen Bürgermeistern des Landkreises Friesland unterstützt worden.

Bürgermeister enttäuscht

Szlezak hatte das Projekt zusammen mit Ademes und Wolf Hegemann vom Seebadeverein Hooksiel maßgeblich vorangetrieben. „Wenn die Entscheidung jetzt anders ausfällt, respektieren wir das.“ Aber man bleibe offen für weitere Gespräche. Ausdrücklich lobt der Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement seiner Mitstreiter. 

Ademes (auf dem Foto links zusammen mit Wolf Hegemann) hatte erst kürzlich ausgeführt, dass Hooksiel der einzige der vier Bewerber sei, der alle Standortanforderungen der DSD erfüllt. Logistisch wäre die Versetzung des Turms möglich – und der Gemeinde Wangerland entstünden nach seiner Überzeugung keine Kosten.

Wie die DSD mitteilte, sei die Bewertung der Standortvorschläge zur Versetzung des Leuchtturms „Roter Sand“ weitgehend abgeschlossen. Ursprünglich waren Bremerhaven, Wilhelmshaven, Fedderwardersiel und Hooksiel im Rennen. Das Aus für Bremerhaven war bereits vor einigen Tagen verkündet worden. Nach der Prüfung denkmalpflegerischer, genehmigungsrechtlicher und technischer Kriterien und nach Abwägung aller Argumente werde man sein weiteres Vorgehen auf die Standorte Fedderwardersiel und Wilhelmshaven konzentrieren, heißt von Seiten der Stiftung. 

Bedenken von Wasserstraßen- und Schifffahtsverwaltung

Warum nicht mehr auf Hooksiel? Bremerhaven sei ausgeschieden, weil die zuständigen Wasserstraßen- und Naturschutzbehörden die erforderlichen Genehmigungen nicht erteilt hätten, insbesondere weil eine Verwechselungsgefahr mit aktiven Seezeichen bestehe. Und auch für den Standort Hooksiel seien seitens des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes erhebliche Bedenken geäußert worden. Die Antwort auf die Nachfrage von „Hooksiel-life“, ob das bedeute, dass Hooksiel jetzt ganz aus dem Standort-Rennen raus sei. Pressesprecher Thomas Mertz: „Ganz aus dem Rennen würde ich nicht sagen …“.

Wie genau die Bedenken der WSV aktuell aussehen, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Das kritisiert auch Ademes: „Wie soll man Bedenken ausräumen, die man im Detail nicht kennt?“ Schon vor Monaten hatten WSV-Vertreter die Ansicht vertreten, dass in Hooksiel die Gefahr bestehe, dass der „Rote Sand“ mit anderen Seezeichen verwechselt werden könnte. Zudem würde der Turm andere Richtfeuer verdecken. Vertreter der Lotsenbrüderschaft Weser II/Jade hatten diese Befürchtungen allerdings als unbegründet zurückgewiesen. Als nicht beleuchtete Landmarke würde der Turm niemanden irritieren, ist auch Ademes überzeugt. 

Prüfungen gehen weiter

Die Entscheidung über den neuen Standort trifft die DSD gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Landesamt für Denkmalpflege Niedersachsen. Dabei gehe es derzeit noch nicht um Details zur technischen Umsetzung wie die Logistik des Umzugs und die Erlangung des Baurechts. Die würde erst im laufenden Bauantragsverfahren geprüft.

Klar ist aus Sicht der DSD aber: Die sich verändernden Verhältnisse von Strömung und Meeresboden, der Klimawandel und neuere Erkenntnisse zur Standsicherheit machen den Erhalt des Denkmals in der Nordsee laut gutachterlichen Aussagen zunehmend unmöglich. „Die dauerhafte und angemessene Bewahrung des Leuchtturms am jetzigen Standort ist daher nach gewissenhafter Prüfung nicht mehr gewährleistet.“ 

Die Umsetzung an Land sei notwendig, um zumindest den Turmschaft langfristig zu erhalten und weiterhin öffentlich zugänglich zu machen. Der Leuchtturm „Roter Sand“ wurde 1885 errichtet und gilt als technisches Meisterwerk der Ingenieurbaukunst. Er steht seit 1987 unter Denkmalschutz und ist ein bedeutendes Symbol maritimer Geschichte.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert.