Wangerland/Hooksiel (16. 6. 2025) – Einen intensiven Ausbildungstag im Realbrand-Ausbildungscontainer der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven erlebten am Wochenende zwölf Feuerwehrfrauen und -männer aus den Ortsfeuerwehren Hooksiel, Neugarmssiel, Waddewarden und Hohenkirchen. Ziel der Fortbildung war es, das taktische Vorgehen bei Brandeinsätzen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren – inklusive Einsatz unter Atemschutz, starker Hitze und eingeschränkter Sicht.
Feuerwehrleute aus dem Wangerland trainierten bei der Berufsfeuerwehr in Wilhelmshaven den Ernstfall. Foto: Feuerwehr
Organisiert worden war der Tag von Florian Harms, stellvertretender Gemeindebrandmeister der Feuerwehr Wangerland. Die Einsatzkräfte begannen mit einer „Wärmegewöhnung“ im Container. Dabei ging es darum, sich mit den extremen Bedingungen eines Löscheinsatzes im Inneren vertraut machten. Dann folgte eine anspruchsvolle Gesamteinsatzübung.
Trupps unter Atemschutz
In einer simulierten Industrieanlage musste eine unklare Rauchentwicklung über zwei Ebenen lokalisiert und bekämpft werden. Gleichzeitig galt es, einen leckgeschlagenen Kanister mit einer brennbaren Flüssigkeit zu finden und zu bergen. Unter der Leitung von zwei Gruppenführern arbeiteten fünf Trupps unter Atemschutz eng zusammen. Die Atemschutzüberwachung sorgte dabei durchgehend für die Sicherheit der Feuerwehrleute.
Vertrauen in die Ausrüstung
„Ein solcher Ausbildungstag ist enorm wertvoll für uns alle – er stärkt nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch das Vertrauen in die eigene Ausrüstung und das Team“, betont Gruppenführerin Marianne Kruse von der Feuerwehr Hooksiel.
Alle Beteiligten konnten wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall mitnehmen. Die Ausbildung im Brandübungscontainer ist inzwischen ein fester Bestandteil der regelmäßigen Fortbildungen der Feuerwehren im Wangerland – und ein wichtiges Element für mehr Sicherheit im Einsatzgeschehen.
Hooksiel (15. 6. 2025) – Keine Punkte konnten am Wochenende die Tennismannschaften des FC Nordsee Hooksiel einfahren. Die Heimspiele der Herren ü 50 und der A-Junioren wurden verloren. Dabei war der Nachwuchs des FCN einem Punktgewinn deutlich näher als die Senioren-Truppe um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns.
Die A-Junioren traten am Samstag bei hochsommerlichen Temperaturen gegen den bis dahin sieglosen TC Blau-Weiß Papenburg an. Aufgrund der Leistungsklassen der Akteure durften sich die Zuschauer auf eine ausgeglichene Partie freuen. Und genau die gab es.
Nach den ersten beiden Einzeln stand es eins zu eins. Tom Fiebig blieb bei seinem 1:6, 1:6 chancenlos. Dafür sicherte Mateo Doyen in einem dramatischen Spiel (0:6, 6:1 10:7) den ersten Punkt für Hooksiel. Während Lorenz Kramer sich in einem hochklassigen Spiel an Position eins gegen einen starken Gegner mit 1:6, 4:6 geschlagen geben musste, gewann Niklas Doyen seine Partie mit 7:5, 6:4 sicher.
Die Entscheidung über den Gesamtsieg musste in den beiden Doppeln fallen. Während das Duo Niklas Doyen/Tom Fiebig hier chancenlos blieb (1:6, 2:6), fehlte Lorenz Kramer/ Mateo Doyen bei ihrer 1:6, 6:4, 7:10 Niederlange nur das nötige Quäntchen Glück.
Viel weiter von einem Punktgewinn entfernt waren die Herren ü 50, die am Sonntag Brake zu Gast hatten. Die Gäste erwiesen sich im Vergleich mit den nicht in stärkster Besetzung angetretenen Hooksielern in allen Belangen als überlegen. Thomas Otte verlor in einem tollen Spitzenspiel 4:6, 2:6. Chancenlos blieben Mirko Ortmanns (2:6, 2:6), Gerd Abeldt (1:6, 0:6) und Torsten Riedel (2:6, 2:6). Auch das Doppel Torsten Riedel/Wolle Harke unterlag 2:6, 3:6. Das Spitzendoppel Otte/Ortmanns sicherte den Hooksielern den Ehrenpunkt zum 1:5 – aber auch nur, weil einer der Gegner beim Stand von 2:5 im ersten Satz verletzungsbedingt aufgeben musste.
Hooksiel (13. 6. 2025) – Der Anfang ist gemacht. Eine Gruppe von Freiwilligen aus der Mitgliederschaft des Seebadevereins Hooksiel hat damit begonnen, das historische Mudderboot am Alten Hafen zu überholen. Das Boot, das von 1837 bis 1949 in Hooksiel genutzt worden sein soll, wurde als Räumgerät eingesetzt, um das Hooksieler Binnentief, das Crildumer Außentief und die Zufahrt zum Sielhafen regelmäßig von Schlamm und Sediment zu befreien.
Für die Sanierung des historischen Mudderbootes haben sich zahlreiche Freiwillige gemeldet: Das Bild zeigt (von links) Ulrich Hellkuhl, Werner Doyen, Reinhold Harms, Bernd Ulrich und Uwe Gaudian vom Seebadeverein bei den Reinigungsarbeiten. Foto: hol
Das Hooksieler Mudderboot ist nach Recherchen des verstorbenen Heimatforschers Hans Ney das einzige noch erhaltene Räumgerät dieser Art in Deutschland. Es gilt seit 1992 als „geschütztes Baudenkmal“ im Sinne des niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes und ist eines der maritimen Anziehungspunkte am Alten Hafen. Das historische Boot wurde 1982 aus dem Schlamm des Binnentiefs geborgen, saniert und an der Südseite des Alten Hafens platziert.
Stauwelle als Antrieb genutzt
Das Wirkungs-Prinzip war einfach. Bei Hochwasser wurden die Fluttore im Sielbauwerk geöffnet. Es strömte Meerwasser ins Binnentief, das dort aufgestaut wurde, indem man die Sieltore wieder schloss. Eine Stunde vor Niedrigwasser kam dann das Mudderboot zum Einsatz, das mit seinen aufgestellten Seitenflügeln eine Breite von zwölf Meter maß. „Nach vorsichtigem Öffnen der Sieltore schob die einen Meter hohe Stauwelle aus dem Binnentief das Boot mit dem Schlick durch die Fahrrinne bis zum tiefen Wasser der Jade“, schreibt Ney in seinem Buch „450 Jahre Hooksiel“.
Aber der Zahn der Zeit nagt weiter an dem Denkmal. Auch wenn die Holzkonstruktion noch weitgehend intakt ist, gebe es Handlungsbedarf, sagte Uwe Gaudian, der als zweiter Vorsitzender des Seebadevereins das Sanierungs-Team leitet. Ein wesentlicher Punkt: Die Lackierung löst sich zunehmend vom Holz.
Denkmal bekommt neuen Anstrich
Im ersten Arbeitsschritt wurde das abgesperrte Boot gründlich gereinigt. Jetzt muss es erst einmal trocknen. In einem zweiten Schritt, so erläuterte Seebadevereins-Vorsitzender Wolf Hegemann, sollen kleinere Macken in der Holzkonstruktion beseitigt und Unebenheiten geglättet werden. Danach werden alle hölzernen und metallischen Teile am Mudderboot einen neuen Anstrich erhalten. Derzeit berate man noch über den genauen Farbton des Lacks.
„Eigentlich wollten wir das Projekt schon vor drei Jahren anpacken“, sagte Hegemann. Dann habe aber die Sanierung der historischen Kanone länger gedauert als gedacht. Er sei froh darüber, dass sich eine ganze Reihe von handwerklich geschickten Freiwilligen gefunden hätten, die das Projekt jetzt anpacken. Wann die Sanierung des Mudderbootes abgeschlossen sein wird, hänge vor allem vom Wetter ab.
Hooksiel/Wilhelmshaven (13. 6. 2025) – Die Landesstraße 810 von Hooksiel kommend in Richtung Wilhelmshaven ist wieder frei befahrbar. Die Bergung des am Vortag von der Hooksieler Landstraße in Höhe Windpark Westerhausen von der Fahrbahn abgekommen Lastwagen war im Laufe des heutigen Vormittags abgeschlossen.
Der voll beladene LKW war aus ungeklärter Ursache am Donnertag kurz nach 8 Uhr von der Fahrbahn abgekommen, in die Berne geraten und umgekippt. Der Fahrer wurde bei dem Vorfall leicht verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Wegen der Bergungsmaßnahmen war die L 810 bis heute gegen 11 Uhr vollständig gesperrt.
Hooksiel/Wilhelmshaven (12. 6. 2025) – Wer früh morgens durchs Wangerland streift, dem ist der schnelle Radfahrer mit seinem High-Tech-Fahrrad vielleicht schon einmal aufgefallen. Wolf-Dietrich Hufenbach von der „Zukunftswerkstatt Wilhelmshaven“ tritt für die Umwelt und den Klimaschutz in die Pedale. Das Motto des Film-Projektes „Litter to go“, mit dem er zusammen mit dem EU-Projekt Treasure das Bewusstsein für Belastungen durch Plastik und Wegwerf-Kunststoffe für die Natur schärfen will, heißt: „5000 Kilometer Lösungssuche“.
Wolf-Dietrich Hufenbach dokumentiert auf seinen Fahrrad-Rundtouren durch die Region für das Projekt „Litter to go“ die Ausmaße der Verhüllung der Landschaft mit Plastik-Rückständen. Foto: hol
Donnerstag früh, 7 Uhr. Hufenbach steuert aus Waddewarden kommend auf Hooksiel zu. Die Kreuzung in Schmidtshörn liegt auf dem über 125 Kilometer langen Rundkurs durchs Wangerland und das benachbarte Ostfriesland, den der Aktivist schon etliche Mal absolviert hat. Die Fahrzeit beträgt zwischen vier und sechs Stunden. Geplant sind mindestens 40 Fahrten. Möglichst früh morgens, da der Gegenwind da noch nicht allzu scharf sei.
Über 5000 Kilometer Gesamtstrecke
Mit gelbem Helm und schwarzem Rennanzug liegt Hufenbach auf dem Carbon-Triathlon-Rad, das ihm eine Werkstatt in Wilhelmshaven aus gebrauchten Einzelteilen anderer Räder zusammengebaut habe, schildert Hufenbach im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Das ist nachhaltig und kostet nur einen Bruchteil von einem neuen Rad – und das fährt auch noch gut und gern zehn Jahre.“
Das Projekt läuft bis Mitte nächsten Jahres. Auf der über 5000 Kilometer langen Gesamt-Fahrstrecke will Hufenbach vor allem eines: Aufmerksamkeit erregen. Aufmerksamkeit für die Aktion der unter anderem durch Spenden finanzierten Zukunfswerkstatt, die sich über weitere Unterstützer freuen würde. Aufmerksamkeit vor allem aber für das riesige Umweltproblem: Plastikmüll.
Kunststoffmüll ist langlebig
Hufenbach ist Diplom-Designer, Filmer und Fotograf, begeisterter Radfahrer und seit Jahren bekannt als kritischer Begleiter der Kommunalpolitik in Wilhelmshaven, insbesondere bei Fragen, die den Umwelt- und Naturschutz betreffen. Zu seiner ständigen Ausrüstung gehört eine Kamera, mit der er an der Radfahrsterecke liegende Kunststoff-Hinterlassenschaften aufnimmt und dokumentiert. Zum Teil immer wieder. „Ein Langzeitprojekt ist zum Beispiel ein am Straßenrand liegender Becher von Kentucky Fright Chicken. Der will irgendwie nicht kaputtgehen.“
Dokumentarfilm und Veranstaltungen
Aus den Fotos und Filmsequenzen wird ein Dokumentarfilm über das Thema Plastikvermeidung. Es gehe vor allem darum, sich Gedanken über den cleveren Einsatz von Kunststoffen Gedanken zu machen und Lösungen zu erarbeiten, wie Plastikmüll zu vermeiden ist. Hufenbach sucht auf seinen Rundtouren nach Ideen und guten Beispielen in der Praxis – sei es in Unternehmen, Schulen, Dörfern oder Vereinen. Darüber hinaus plant er Veranstaltungen und Vorträge in der Region zu dem Thema.
„Gerade hier bei uns direkt am Wasser ist Plastikvermeidung ein ganz wichtiges Thema. Nicht nur aus touristischen Gründen“, so Hufenbach. Das Makro-Plastikmüll an Land werde in den Meeren Mikro-Plastik, der inzwischen in nahezu allen Organismen nachweisbar sei. Auch im Menschen. „Ein nachhaltiger Umgang mit unserer ,Mutter Erde‘ sieht anders aus.“
Hooksiel (10. 6. 2025) – Die Hooksieler Schleuse ist das maritime Nadelöhr für Hooksiel. Alle Segler, sonstige Sportbootfahrer oder Kunden der Hooksieler Werft müssen das über 50 Jahre alte Bauwerk passieren, wenn sie aus der Jade ins Hooksmeer wollen. Wächter der Anlage sind vier Schleusenwärter in Diensten der Wangerland Touristik GmbH (WTG).
Arne Stoll ist einer von vier Schleusenwärtern das Wangerland Touristik. Auch sein Arbeitsplatz wird sich im Zuge der Rund-um-Sanierung des Schleusenbauwerkes komplett verändern. Foto: hol
Einen Arbeitsplatz mit schönerer Aussicht kann es kaum geben. Von der Schaltzentrale im Schleusenturm hat Arne Stoll einen freien Blick auf die Jade, auf den Hooksieler Strand und aufs Hooksmeer. Am Horizont tuckern ein paar Sportboote, im Hafen selbst liegen der Rettungskreuzer der DGzRS, ein Fischkutter und ein Arbeitsboot. Davor am Wilhelmshavener LNG-Terminal 1 die „Höegh Esperanza“.
Vier Schleusenwärter
Sportbootfahrer sind nicht in Sicht. Vornehmlich für sie werden die Tore zur 70 Meter langen und 8 Meter breiten Schleusenkammer nach einem festen Plan geöffnet. In Hooksiel sind allein drei Segelverein beheimatet, der Wassersportverein (WSV), der Wilhelmshavener Segelclub (WSC) und der Verein Lollipop, der für seine Mitglieder in der Marina der WTG zwei Stege gemietet hat. Hinzu kommen Gäste, die Hooksiel nur kurzfristig mit ihren Booten einen Besuch abstatten.
Viele der heimischen Skipper kennen Arne Stoll und seine Kollegen persönlich. Zumindest ihre Boote sind vom Turm aus erkennbar. Die Vereinsmitglieder zahlen anders als die Tagesgäste eine Saisonpauschale, müssen also nicht bei jeder Schleusung eine Gebühr entrichten, die zum Beispiel für ein Gastliegerboot ab zwölf Metern Länge bei 24 Euro liegt. Historische Fahrzeuge können übrigens die Schleuse kostenlos nutzen.
Bald digitale Bezahlmöglichkeit
Bislang muss die Gebühr noch händisch einkassiert werden. In Kürze, so WTG-Marketingleiterin Larissa Strangmann, werde die WTG für die Schleusennutzer eine digitale Bezahlmöglichkeit einrichten.
Eine echte Arbeitserleichterung für Stoll und seine Kollegen. Aber mit Blick auf die laufende Rund-um-Sanierung des Schleusenbauwerks eine eher kleine. Eigentümer der Schleuse ist die landeseigene Hafengesellschaft NPorts. Im Zuge der Millionen-Investition werden bis 2027 sämtliche Schleusentore sowie die komplette Steuerungstechnik für die hydraulisch bewegten Teile – etwa auch die Straßenbrücke über die Schleuse – erneuert.
Gewaltige Maschinen sorgen für die Kraft, die Schleusentore und die Straßenbrücke hydraulisch zu bewegen. Foto: hol
Die Schleusenwärter überwachen das Festmachen der Boote in der Schleusenkammer. Dabei gebe es dann auch schon mal „Schleusenkino“ zu bewundern, so Stoll. Soll heißen: Nicht immer sind sich die Hobbysegler an Bord einig. Da falle dann auch schon mal das eine oder andere laute Wort.
Fester Schleusenplan
Der Schleusenplan sieht an den Wochenenden in der Hauptsaison stündliche Schleusungen vor. An Wochentagen und außerhalb der Saison ist der Plan etwas ausgedünnt. Durch das Anheben bzw. Senken des Wasserstandes in der Schleusenkammer werden die Fahrzeuge auf das jeweilige Höhenniveau im tideunabhängige Hooksmeer und im Außenhafen gebracht. Zu den Aufgaben der Schleusenwärter gehört neben der Überwachung des Schleusvorgangs auch die technische Wartung der Antriebs- und Steuerungstechnik der Schleuse. Dazu gehören auch gewaltige Motoren im Schleusenturm.
Eine Zusatzaufgabe: Die Schleusenwärter betreuen auch noch die Hooksieler Marina mit, sind also Ansprechpartner für die Sportbootfahrer an den Stegen der WTG. „Aber der Schleusenplan hat Vorrang“, sagt Arne Stoll. „Wenn in der Marina eine Glühbirne ausgetauscht werden muss, muss das im Zweifelsfall mal warten.“
Hooksiel (10. 6. 2025) – „Wir sind mit zwei blauen Augen davon gekommen.“ In seiner Abschlussbilanz für die „Hooksieler Heringstage“ betonte Marco Knodel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, eine Fülle von positiven Aspekten bei den Festtagen. Trotz des schlechten Wetters sei die Stimmung bei der viertägigen Veranstaltung durchweg gut gewesen.
Zwischen den zahlreichen Schauern war der Festplatz am Alten Hafen über Pfingsten stets gut besucht. Foto: hol
Der Freitag und der Samstag seien sehr gut gelaufen. Vor allem am und um den Altern Hafen überwogen Jahrmarkts- und Partystimmung. Aufgrund mäßiger Wetterprognosen und infolge von Erkrankungen hatten einige der für die Lange Straße vorgesehenen Schausteller kurzfristig abgesagt. Aber auch am Sonntag und Montag sei noch ordentlich Lauf auf der Festmeile gewesen. „Hooksiel war voll und die Leute wollen einfach raus“, so Knodel. Und während der Schauer hätten sich die Besucher halt untergestellt oder seien irgendwo eingekehrt.
Witterungsbedingt konnte der Wiesenparkplatz am Sengwarden Anteil nicht genutzt werden. Auch der geplante Open-Air-Gottesdienst musste kurzfristig ins Walter-Spitta-Haus verlegt werden. Aber die übrigen Angebote seien auf großes Interesse gestoßen, so Knodel.
Dazu gehörten unter anderem Rundfahrten mit dem Traditionskutter „Lulu Meiners“, die Präsentation der Ortsgruppe Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die mit ihrem Boot „Wolfgang Paul Lorenz“ eine Rettungsübung „Mann über Bord“ präsentierte, und der Krabbenverkauf von Bord des Kutters „Trotz“.
Die Ortsgruppe Horumersiel der DGzRS präsentierte sich bei den Heringstagen unter anderem mit einer Rettungsübung. Foto: Sabine Greiff
Die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ verkaufte mit Unterstützung zahlreicher Hooksieler jede Menge Kuchen, der Förderverein für das Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ warb mit Bindfaden-Spielen um neue Mitglieder und die Dorfgemeinschaft selbst verkaufte Lose für eine gut bestückte Tombola. Dazwischen etliche Schausteller mit Fahrgeschäften, Spiel-, Ess- und Getränke-Ständen.
Insgesamt eine positive Bilanz für das ehrenamtliche Organisationsteam, das sich jetzt schon auf das nächste Fest vorbereitet: die Hooksieler Krabbentage, die von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. August gefeiert werden.
Hooksiel (9. 6. 2025) – Zwischen Freitag gegen 16.25 Uhr und Samstag, 0.15 Uhr, ist ein Unbekannter in ein Einfamilienhaus in der Hegemannstraße in Hooksiel eingebrochen. Wie die Polizei mitteilt, verschaffte sich der Täter über ein auf Kipp stehendes Fenster auf der Rückseite Zutritt zu dem Gebäude.
Anschließend habe er mehrere Räume durchsucht und durchwühlt. „Es wurde Diebesgut im sechsstelligen Bereich entwendet“, so die Ermittler. Nach der Tat entfernte sich der Täter unerkannt vom Tatort. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 04461/7449-0 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.
Hooksiel/Wilhelmshaven (9. 6. 2025) – Die Helgoland-Fahrten mit der „Fair Lady“ fallen die nächsten Wochen aus. Wie die Reederei „Adler & Eils“ (Büsum) auf ihrer Internetseite verkündet, ist das Seebäderschiff in Reparatur. „Leider sind wir gezwungen, alle Fahrten von und nach Helgoland ab Wilhelmshaven und ab Hooksiel mit MS ,Fair Lady‘ wegen Reparaturarbeiten bis vorerst Ende Juli 2025 abzusagen.“
Die MS „Fair Lady“ ist defekt und fällt voraussichtlich bis Ende Juli aus. Ab Hooksiel gibt es nur eine Ersatzfahrt am 20. Juni. Foto: hol
Die allermeisten der bis Ende Juli bereits gelösten Tickets werden storniert. Die Reederei bittet ihre Kunden, sich für die Erstattung des Fahrpreises an die Verkaufsstelle zu wenden, die das jeweilige Ticket verkauft hat. Das Geld für Online gekaufte Fahrkarten werde automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel zurücküberwiesen.
Die Reederei weist darauf hin, dass es einige Ersatzfahrten aus der Region nach Helgoland gibt. Und zwar jeweils freitags. Am 20. Juni (Abfahrt 9.30 Uhr) fährt ab Hooksiel der Katamaran „Adler Cat“. Alle bereits gebuchten Tickets für den 20. Juni seien jetzt für den Katamaran gültig und müssen nicht extra umgebucht werden.
Ab Freitag, 27. Juni, bis vorerst Ende Juli verweist die Reederei auf einen Sonderfahrplan für Ersatzfahrten mit dem Katamaran. Die „Adler Cat“ sticht dann jeweils ab Wilhelmshaven (Abfahrt 9.30 Uhr) in See und macht sich ohne Zwischenhalt in Hooksiel auf den Weg nach Helgoland
Hooksiel (8. 6. 2025) – Die „Hooksieler Heringstage“ sind trotz des wechselhaften Pfingstwetters gut angelaufen. Dazu trug vor allem bei, dass am Samstagabend pünktlich um 19.30 Uhr der Regen aussetzte. In der Folge füllte sich der Festplatz am Alten Hafen schnell. Maßgeblich zur guten Stimmung trug die tolle Musik der Band „4 live“ bei.
Soll niemand sagen, dass es auf den „Hooksieler Heringstagen“ gar keine Heringe gegeben hätte. Foto: hol
Der Startschuss für das Festwochenende war am Freitag gefallen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen eröffneten zusammen mit dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Hooksiel, Marco Knodel, die Veranstaltung. Dazu gab es eine Runde Freibier.
„Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich beeindruckend“, sagte Szlezak. In der Organisation, bei der Gestaltung des Bühnenprogramms und der gesamten Logistik stecke jede Menge Herzblut und ehrenamtliche Power. Gemeinsam stellten Jensen und Szlezak fest: So ein Engagement ist keine Selbstverständlichkeit, es verdiene Wertschätzung und Unterstützung.
Die Band „4 Live“ sorgte für Stimmung am Hafen. Gut zu tun hatte der Airbrush-Tätowierer. Fotos: hol
Die Heringstage werden noch bis Pfingstmontag gefeiert. Vom Festplatz am Alten Hafen mit Showbühne, Jahrmarktständen und Kinderprogramm zieht sich eine Meile mit fliegenden Händler bis in den Ortskern. Leider hatten zum Auftakt einige der Schausteller aufgrund der unschönen Wettervorhersagen ihren Stand gar nicht erst aufgebaut. Andere freuten sich hingegen über guten Zuspruch, darunter auch ein Airbrush-Tattoo-Stand der die Arme und Körper von Hunderten Kindern und Erwachsenen mit mehr oder weniger maritimen Motiven verschönerte.
Der Hafenplatz in Hooksiel war am Samstagabend gut gefüllt. Gefeiert wird noch bis Pfingstmontag. Foto: hol