Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Auch Dorfgemeinschaft für ein Hotel

Hooksiel (10. 2. 2025) – Nach dem örtlichen Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) hat sich auch die Dorfgemeinschaft Hooksiel für ein Hotel am Alten Hafen ausgesprochen. In einem Schreiben an den Rat der Gemeinde Wangerland äußert der Vorstand der Gemeinschaft die Sorge, dass das konkurrierende Health-Care-Projekt auf Sicht die traditionell am Hafen stattfindenden Großveranstaltungen der örtlichen Vereine gefährden könnte. 

Bei dem Verkauf des ehemaligen Feuerwehr-Areals am Rand des Hafens an einen Hotelinvestor sehe man bessere Chancen für eine Zusammenarbeit. Bei einem Appartement-Projekt mit möglicherweise 15 verschiedenen Teil-Eigentümern bestehe stets die Gefahr, dass einer davon gegen die Festivitäten wie Herings- und Krabbentage, Weihnachtsmarkt oder Herbstleuchten in seiner unmittelbaren Nachbarschaft klagen könnte.

Am Dienstagabend, 11. Februar, will der Ausschuss für Gemeindeentwicklung eine Empfehlung für den Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks aussprechen. Im Bewerbertopf übrig geblieben sind ein Hotel-Investor und der Betreiber für einer Health-Care-Appartement-Anlage. 

Aktualisierung: Nach Informationen des „Jeverschen Wochenblatts“ (Dienstag-Ausgabe) haben die IInvestoren für das Health-Care-Gebäude ihr Angebot zurückgezogen. Sie wollen ihr Projekt heute Abend nicht mehr vorstellen, da der Ort und der Rat sich ohnehin schon für ein Hotel entschieden hätten.

Was bleibt von der Kunst, wenn die KI die Gestaltung vorschlägt?

Winterausstellung im Künstlerhaus Hooksiel
Kunst oder nicht? Diese Frage werfen die mit Hilfe von KI gefertigten Arbeiten von Manfred Rautenberg (links) auf. Er stellt neben Andreas Brauer (rechts) im Künstlerhaus Hooksiel aus. Renate Janßen-Niemann zeigt zudem ein Werk von Anna aus der Ukraine. Daneben: Bürgermeister Mario Szlezak. Foto: hol

Hooksiel (10. 2. 2025) – Was ist Kunst? Und was nicht? Diese Fragen bewegt Menschen vermutlich schon so lange wie es Kunst gibt. Mit der am Wochenende eröffneten „Winterausstellung“ schiebt das Künstlerhaus Hooksiel die Debatte neu an. Kann KI Kunst erschaffen?

Künstlerhausleiterin Renate Janßen-Niemann begrüßte zu der Vernissage rund 50 Interessierte, darunter Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und zwei der drei ausstellenden Künstler: Andreas Brauer aus Hooksiel und Manfred Rauternberg aus Wilhelmshaven waren vor Ort. Bilder der 12-jährigen Anna aus der Ukraine haben Mitstreiter der Ukraine-Hilfe „Friesen helfen grenzenlos“ aus dem Kriegsgebiet nach Hooksiel gebracht. 

„Buko bestand auf Ölmalerei“

Brauer, Vermessungsingenieur in Ruhestand, hat das Malen beim Wilhelmshavener Künstler Buko Königshoff erlernt. Seit dessen Erkrankung lässt er sich in einer Malgruppe um Bernd Nöhre inspirieren. „Buko bestand auf Ölmalerei“, verriet Brauer. Und er erkannte das Talent seines Schützlings für das Malen von Portraits. So blicken jetzt unter anderem Jack Nicholson, Keith Richards und William Dafoe lebensecht auf die Besucher des Künstlerhauses. Unstrittig Kunst sind auch die Landschaftsbilder von Brauer.

Bei den Arbeiten von Rautenberg lässt sich darüber streiten. „Für reine Puristen ist das sicherlich keine Kunst“, räumte der 78-Jährige ein. Reine Fotografie? Pure Malerei? Damit kann der Gestalter nicht dienen. Seine Wurzeln liegen in der Fotografie und der Bildgestaltung am Computer. Die Drucke, die Ölgemälden täuschend ähnlich sehen, nennt er DigitalArt-Bilder. „Der künstlerische Fokus liegt auf der kreativen, unkonventionelle Umsetzung der Wirklichkeit“, sagt Rautenberg, einer „sorgfältig ausbalancierten Mischung aus menschlicher Kreativität und technologischer Innovation“. 

„Eigener Stil muss erhalten bleiben“

Ein Foto zeigt eine Lahnung im Watt. Die „künstliche Intelligenz“ verfremdet das Bild im Computer, ordnet die Elemente neu, legt vielleicht einen Nebel über das Geschehen – und stellt dem Gestalter so eine Reihe möglicher „Kunstwerke“ zur Verfügung. „Die KI unterstützt lediglich den künstlerischen Prozess“, sagt Rautenberg, der als Kurator den besten KI-Vorschlag auswählt und ihm den letzten Schliff verpasst. „Es gibt unendliche Möglichkeiten der Bildgestaltung. Aber der eigene Stil, der muss erhalten bleiben.“

Abgerundet wird die Ausstellung durch kleinformatige Landschaftsbilder der in der Ukraine schon prämierten Nachwuchskünstlerin Anna. Wie Renate Janßen-Niemann versichert, gehen die Erlöse aus dem Verkauf dieser Bilder zurück in das vom Krieg gepeinigte Land, in dem Anna mit einer kranken Schwester und einem beinamputierten Vater ausharrt.

Die Ausstellung ist bis Mitte März jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Wie bei der vor zehn Jahren ins Leben gerufenen Winterausstellung-Serie üblich, werden die Künstler zu den Öffnungszeiten vor Ort und ansprechbar sein. 

Großalarm nach starker Rauchentwicklung

Feuerwehr in Hooksiel
Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen dem Rettungsdienst in der Goedeke-Michel-Straße. Foto: hol

Hooksiel/Wangerland (9. 2. 2025) – Großalarm. Heute Mittag kurz vor 13 Uhr wurden alle sieben Feuerwehren im Wangerland nach Hooksiel gerufen. Zusätzlich angefordert wurden die Drehleiter der Feuerwehr Jever und ein Rettungswagen.

Der Grund: Ein „Feuer im Kuhstall“. Auf einem Bauernhof brannten Bauteile einer Photo-Voltaik Anlage mit sehr großer Rauchentwicklung und Flammenbildung. „Glücklicherweise konnte der betroffene Landwirt den Brand noch mit einem Pulverlöscher bekämpfen, so dass alle anderen Feuerwehren noch auf der Anfahrt umdrehen konnten“, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel. Feuerwehrleute der hiesigen Wehr hätten die Brandstelle noch einmal gründlich mit der Wärmebildkamera kontrolliert. Danach konnten sie endgültig Entwarnung geben. 

In der Nacht zum Freitag war die Hooksieler Wehr gegen Mitternacht vom Rettungsdienst in die Goedeke-Michel-Straße gerufen worden. Die Helfer sollten eine Tür öffnen. Die gute Nachricht: Der betroffenen Person geht es wieder gut. Die Bilanz der Feuerwehr: „Wir konnten schnell und ohne Schaden helfen“

Auto auf Parkplatz beschädigt

Wangerland/Hohenkirchen (9. 2. 2025) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich am Freitag, 7. Februar, zwischen 17 und 17.30 Uhr in der Heinrich-Steinberg-Straße in Hohenkirchen ereignet haben soll. Ein auf einem Parkplatz abgestellter blauer Opel Meriva mit FRI-Kennung sei dabei mutmaßlich beim Ein- oder Ausparken auf der Beifahrerseite beschädigt worden.

Der entstandene Schaden wird auf eine niedrige vierstellige Summe geschätzt. Der unbekannte Verursacher hat sich nach Darstellung der Polizei von der Unfallstelle entfernt, ohne seiner Mitteilungspflicht nachzukommen. Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04461/74490 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.

DLRG mahnt: Hallenbad Hooksiel ist unverzichtbar für die Ausbildung

DLRG Wangerland ehrt Mitglieder
Der DLRG-Vorsitzende Sven Hannemann (rechts) und sein Stellvertreter Arne Schmöckel (links) ehrten langjährige Mitglieder: (von links) Iris Künken (40 Jahre), Hans-Dieter Hannemann (50 Jahre), Karsten Mewes und Nils Hicken (beide 40 Jahre). Foto: hol

Hooksiel (9. 2. 2025) – Die DLRG Ortsgruppe ist mit 619 Mitgliedern aktuell der größte Verein im Wangerland. Und sicherlich einer der harmonischsten. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstag im Gästehaus in Hooksiel wurde der gesamte Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Vorsitzender bleibt Sven Hannemann, sein Stellvertretender Arne Schmöckel. Sandra Kaufeld kümmert sich weiterhin um die Kasse, Eckhard Kaufeld um die Öffentlichkeit, Marina Schmöckel (Stellvertreter Jonas Jankowski) um die Ausbildung, Thorsten Knebel (Stellvertreter Dirk Daniel) um Einsatzfragen. Als Beisitzer in den Vorstand gewählt wurden Luca Esch, Sandra Gerdes und Karsten Mewes. 

Wangerland Bürgermeister Mario Szlezak dankte den Lebensrettern, dass sie an den Stränden und in den Bädern im Wangerland einen sicheren Badebetrieb gewährleisten. Neben der Schwimmausbildung und der Aufklärungsarbeit hob der Bürgermeister die gute Jugendarbeit hervor.

Arne Schmöckel spielte für die DLRG den Ball in Richtung Gemeinde und Wangerland Touristik GmbH (WTG) zurück. Er dankte für die Möglichkeit zur kostenlosen Nutzung des Hallenwellenbades in Hooksiel. Unter anderem bietet die DLRG hier jeden Sonntag fünf Stunden Ausbildung an. Wohl mit Blick auf die angespannte Finanzlage bei Gemeinde und WTG sagte Schmöckel: „Wir hoffen, dass das noch möglichst lange so bleibt.“ 

Wettkampfgruppe der DLRG
Die Wettkampfgruppe der DLRG-Wangerland präsentiert sich stolz mit ihren neuen Jacken. Foto: hol

Der Bürgermeister versicherte, dass den Ratsmitgliedern bewusst sei, dass die DLRG auf das Bad angewiesen ist. „Wir werden alles versuchen, was geht. Niemand wird das Bad leichtfertig schließen.“ Für den Landkreis Friesland dankte die Kreistagsabgeordnete Marianne Kaiser-Fuchs für das Engagement der Wangerländer, die auch in den Katastrophenschutz des Kreises eingebunden sind. 

Den meisten Applaus für ihr Grußwort erntete Roswitha Hannemann. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Horumersiel kündigte an, dass die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr für die DLRG-Jugendgruppe die Buskosten für den Besuch des Heideparks in Soltau übernehmen werde. Jugendwart Felix Schmöckel hatte zuvor mitgeteilt, dass der beliebte Ausflug wegen der gestiegenen Kosten ausfallen müsse.

Im Rahmen der Hauptversammlung hatten zuvor die Vorstandsmitglieder das zurückliegende Jahr Revue passieren lassen. Ein Höhepunkt: Der Zulauf des neuen Rettungsbootes „Otto Gehrke“. Das Boot hat nach den Worten von Hannemann in der vergangenen Saison schon gute Dienste geleistet, ist aktuell aber wieder beim Hersteller, der einige Schwachstellen nachbessert. „Wir werden in diesem Jahr die Taufe nachholen.“Auch das zweite Boot der DLRG, die „Wangerland 1“, sei derzeit für Sanierungsarbeiten in Schleswig-Holstein. Gut voran gekommen sei auch der Umbau der zentralen DLRG-Unterkunft im Hooksieler Gewerbegebiet.

Stolz ist die Ortsgruppe auch auf ihre mit 33 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern sehr starke Wettkampfgruppe, die intensiv für die Bezirks- und Landesmeisterschaften trainiert. Auch diese Gruppe wird von Sponsoren unterstützt. So habe ein Ambulanter Pflegedienst neue Flossen für die Wettkämpfe beschafft. Augenoptiker Fielmann stattete zudem die gesamte Gruppe mit Jacken aus. 

Vorstand der DLRG-Wangerland
Der alte und neu Vorstand der DLRG-Ortsgruppe Wangerland. Von links (stehend): Felix Schmöckel (Jugendwart), Marina Schmöckel (Ausbildung), Sandra Kaufeld (Schatzmeisterin), Karsten Mewes (Beisitzer), Sven Hannemann (Vorsitzender), Thorsten Knebel (Einsatz), Arne Schmöckel (2. Vorsitzender) sowie davor Sandra Gerdes (Beisitzerin) und Eckhard Kaufeld (Öffentlichkeitsarbeit). Foto: hol

Zu den Kernaufgaben der DLRG gehört die Schwimmausbildung. In 2024 habe man 142 Abzeichen abgenommen – vom „Seepferdchen“ bis zum Deutschen Rettungsschwimmer-Abzeichen, so Marina Schmöckel. Ausgebildet worden seien unter anderem auch fünf Schnorcheltaucher. Die Ausbildungsleiterin berichtete von einer Fülle von Aktivitäten, wozu auch etliche gesellige Veranstaltungen wie Spieleabende, Ausflüge und Grillfeste gehörten. 

Knebel danke als Leiter Einsatz für die zahlreichen Spenden und Fördergelder, die die Anschaffung eines neuen Rettungsbootes erst ermöglicht hätten. Mit den beiden Rettungsbooten der Ortsgruppe habe man im vergangenen Jahr 248 Wachstunden geleistet. Zu den üblichen Einsätzen am Strand gehöre die Rettung von erschöpften Kitesurfern, die Suche von im Watt vermissten Personen sowie das Bergen diverser Luftmatratzen und Schlauchboote. Insgesamt hätten die Retter der DLRG 1276 Einsatzstunden geleistet. Dazu gehöre auch die Beteiligung am Katastrophenschutz-Einsatz im Januar 2004 im von Hochwasser bedrohten Heidekreis.

Schmucker Baustein für den Bildungscampus eingeweiht

Kita Hohenkirchen
5,5 Millionen Euro hat die Gemeinde Wangerland in die Kindertagesstätte „Mäusenest“ in Hohenkirchen investiert, in der 95 Kinder betreut werden. Foto: hol.

Wangerland/Hohenkirchen (8. 2. 2025) – Großer Bahnhof im kleinen Hohenkirchen. Am Freitag Nachmittag hat die Gemeinde Wangerland die neue Kindertagesstätte (Kita) „Mäusenest“ im Beisein von zahlreichen Kindern und deren Eltern offiziell eingeweiht. Bürgermeister Mario Szlezak sprach von Gesamtkosten von 5,5 Millionen Euro, von denen das Land Niedersachsen 2,5 Millionen Euro übernommen habe. Damit sei das Projekt, dessen Fertigstellung sich mehrfach verzögert hatte, annähern im Kostenrahmen geblieben.

Seit Anfang Januar werden in dem großzügig ausgelegten, lichtdurchfluteten Gebäude 95 Kinder in fünf Gruppen (zwei Kita-, zwei Krippen- und eine Integrationsgruppe) betreut. Kita-Leiterin Maren Schlieker zeigte sich begeistert. „Wow, es ist toll, dass wir jetzt so viel Platz haben.“

Das „Mäusenest“ ist Teil des Bildungscampus‘ in Hohenkirchen. Die Kita liegt in unmittelbarer Nähe zur Grundschule und zur Oberschule. In der Nachbarschaft befindet sich zudem eine Altenwohnanlagen. Gerade der Austausch zwischen den Generationen könne befruchtet sein, hofft Szlezak.

Für die Kita wurden Teile des alten Grundschulgebäudes barrierefrei und ressourcenschonend umgebaut, sagte Ramona Kohl vom beauftragten Planungsbüro. Entstanden sei ein Gebäude „aus einem Guss“. 

Landrat Sven Ambrosy, eigentlich für den gemeindeeigenen Kindergarten nicht zuständig, sagte zu, dass der Kreis sich an den Sanierungskosten für den Grundschul-Altbau beteiligen werde. Zudem hätten sich Grundschule und die in Trägerschaft des Kreises liegende Oberschule inzwischen auf eine gemeinsame Nutzung von Räumen verständigt. „Wir tragen unabhängig von verschiedenen Zuständigkeiten eine Gesamtverantwortung“, betonte Ambrosy. „Der Bildungscampus Hohenkirchen ist ein Zukunftsmodell.“ 

Pfarrer segnete neue Kita in Hohenkirchen
Der Hohenkirchener Pastor Jürgen Walter segnete zur offiziellen Einweihung den Neubau und besprach mit Kindern die Erwartungen an das Leben in einer Kindertagesstätte. Foto: hol

Es gibt doch Nachfrage nach LNG

Wilhelmshaven/Hooksiel (8. 2. 2025) – Die Befürchtung, dass das Fabrikschiff „Höegh Esperanza“ am LNG-Terminal vor der Hooksieler Hafeneinfahrt liegt, aber gar kein Bedarf mehr für importiertes Flüssigerdgas besteht, bestätigt sich offenbar nicht. Wie die staatliche Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) mitteilt, wurden in zwei Vermarktungsrunden sämtliche für die Terminals Brunsbüttel und Wilhelmshaven angebotenen Regasifizierungs-Slots vergeben.

Höegh Esperanza
Soll die Energieversorgung in Deutschland absichern: die FSRU „Höegh Esperanza“ vor Hooskiel.

Die DET ist verantwortlich für die Vermarktung und den Betrieb der vier schwimmenden LNG-Terminals (FSRU) in Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven. Die Regasifizierungs-Kapazitäten für 2025 waren über die digitale Vermarktungsplattform Prisma angeboten worden, am 23. Dezember und zuletzt vom 4. bis 6. Februar. 

An den vier Vermarktungstagen hätten insgesamt 17 Marktteilnehmer bei Auktionen sämtliche 50 angebotenen Zeit-Fenster für die Regasifizierung des verflüssigten Erdgases erworben. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir unter hohem Zeitdruck die aktuelle Vermarktungsrunde realisieren und erfolgreich abschließen konnten“, wird Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer der DET, in einer Pressemitteilung zitiert. Die DET leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit für Deutschland und Europa. 

Umweltverbände hatten vor unnötigen Investitionen in LNG-Infrastruktur gewarnt. Als Beleg dafür, dass es auch ohne Flüssigerdgas genügend Energieträger in Deutschland gäbe, hatten sie auf nicht ausgelastete Regasifizierungs-Kapazitäten verwiesen.

Das Konzept steht: Künftig werden deutlich mehr E-Ladestationen benötigt

Ladestation auf dem Edeka-Parkplatz in hooksiel
Derzeit gibt es nur drei öffentliche Normal-Ladestationen für E-Autos in Hooksiel. Um den künftigen Bedarf zu decken, muss die Infrastruktur deutlich erweitert werden. Foto: hol

Wangerland/Hooksiel (7. 2. 2025) – Die Energiewende läuft. Auch beim Thema Mobilität. Die Kommunen müssen sich darauf vorbereiten, wenn sie irgendwann einmal klimaneutral werden sollen. Auch aus diesem Grund hat der Landkreis Friesland gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) ein Konzept für den Aufbau der Ladeinfrastruktur für das Jahr 2030 erarbeitet. 

Wie viele E-Ladesäulen werden voraussichtlich benötigt? Wo könnten diese stehen? Wie viel würde das alles kosten und wann könnte es umgesetzt werden? Das sind einige der Fragen, die die von einer Arbeitsgruppe aus Vertreter der kreisangehörigen Städte und Gemeinden unterstützen Fachleute beschäftigt haben.

Standorte identifiziert

Unter anderem sind für das Konzept die vorhandenen und künftigen Standorte für E-Ladestationen erfasst und der Fahrzeugbestand und dessen Entwicklung bis 2030 analysiert worden. Für das Wangerland zum Beispiel spielt dabei neben dem Fuhrpark der Einheimischen auch der Ladebedarf von Urlaubern eine wichtig Rolle.

Anfang 2024 waren in Friesland 67.916 Pkw zugelassen, davon 1722 als batterieelektrische Fahrzeuge. Weitere 759 Autos wurden als Plug-In-Hybride geführt. In der Summe entspricht das einem Elektrifizierungsgrad von 3,7 Prozent. Für ganz Deutschland erwarten Experten für 2030 eine E-Quote von 48 Prozent.

Im Wangerland waren im vergangenen Jahr 6588 Pkw gemeldet. 228 davon Voll- oder Teil-Elektrofahrzeuge (Anteil 3,5 Prozent). Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sieben Normal-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von 22 kW (Kilowatt) und einer installierten Gesamtleistung von 154 kW. Drei der Anlagen stehen in Hooksiel (Parkplätze Nee Straat, Edeka und Apotheke). Für den künftigen Bedarf wird das bei weitem nicht ausreichen.

Deckungsgrad von 8 Prozent

Nach dem Konzept besteht im Wangerland im Jahr 2030 ein Ladebedarf für hiesige Fahrzeuge von 2573 Kilowattstunden (kWh) am Tag. Hinzu kommen voraussichtlich 5146 kWh, die für die Wagen von Urlaubern und sonstigen Gästen benötigt werden. Die jetzige Ladeinfrastruktur decke lediglich 8 Prozent des künftigen Bedarfs ab. 

Im Rahmen der Arbeit an dem Konzept haben sich für das Wangerland insgesamt 48 mögliche Standorte für weitere Ladestationen herauskristallisiert. 15 davon wären öffentliche Standorte, 25 halb-öffentliche und acht weitere würden sich auf kommunalen Liegenschaften befinden. Im gesamten Landkreis sollen 343 Ladestandorte neu angeboten werden.

Unwägbarkeiten gibt es noch bei den nicht unerheblichen Kosten, zumal jede Ladestation einen fünfstelligen Betrag kosten dürfe. Allerdings gibt es auch verschiedene Fördertöpfe, aus denen die in Friesland erforderlichen Investitionen bezuschusst werden können.

Fahrt zum Landtag nach Hannover

Wangerland/Hooksiel (7. 2. 2025) – Die CDU-Wangerland lädt für Mittwoch, den 26. Februar, zu einer Fahrt zum Niedersächsischen Landtag in Hannover ein. Der Bus startet um 11.30 Uhr an der Bushaltestelle an der Bahnhofstraße (beim „Brillenmacher“) in Hohenkirchen. Die Rückfahrt ist für 18.30 Uhr geplant.

„Für den Tag ist ein interessantes Programm geplant“, verspricht CDU-Vorsitzender Thies Fischer. Unter anderem können die Teilnehmer von der Besuchertribüne des Plenarsaales aus eine Sitzung des Landtages verfolgen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit Landtagsabgeordneten ins Gespräch zu kommen.

Für Mitglieder der CDU ist die Teilnahme kostenlos. Nicht-Mitglieder müssen einen Kostenbeitrag von 20 Euro zahlen. Anmeldungen werden bis zum 12. Februar unter info@cdu-wangerland.de entgegen genommen.

Erneuter Fall von Vogelgrippe im Wangerland: 12000 Hennen getötet

Wangerland (6. 2. 2025) – In einem Legehennen-Betrieb in der Gemeinde Wangerland ist am Mittwoch die Vogelgrippe amtlich festgestellt worden. Nach Mitteilung des Veterinäramtes Jade-Weser zeigen die betroffenen Tiere die für die Aviären Influenza (HPAI) typischen Symptome, darunter erhöhte Sterblichkeit, Apathie und Fieber. 

Nach dem Verdacht seien umgehend Proben entnommen und an das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg übermittelt worden. Das Vogelgrippevirus wurde in den Proben nachgewiesen. Der Befunde sei am heutigen Donnerstag vom Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts offiziell bestätigt. 

Der Geflügelbestand von 12.000 Legehennen wurde entsprechend den gesetzlichen Vorgaben tierschutzgerecht getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Zur Eindämmung der Tierseuche wurden um den nördlich von Hohenkirchen gelegenen Betreib eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet.

Schutzzone eingerichtet

Diese Zone umfasst einen Radius von drei Kilometern. Innerhalb dieser Zone gelten strenge Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Neben Hobbyhaltungen sind auch Betriebe mit großen Geflügelbeständen von den damit verbundenen Einschränkungen betroffen.

An die Schutzzone schließt sich die Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern an. Sie umfasst Teile der Gemeinde Wangerland, der Stadt Wittmund, der Samtgemeinde Esens sowie der Inseln Wangerooge und Spiekeroog. Hooksiel liegt knapp außerhalb der Zonen.

Auflagen für Geflügelhalter

In den eingerichteten Zonen müssen alle Geflügelhalter, ob gewerblich oder hobbymäßig, ihre Tiere unverzüglich aufstallen. In der Überwachungszone ist Geflügel von Wildvögeln abzusondern. Der Kontakt von Geflügel zu Wildvögeln ist strikt zu vermeiden. Der Transport von Geflügel, Eiern und weiteren tierischen Produkten aus den betroffenen Zonen ist ausschließlich mit behördlicher Genehmigung erlaubt. Das Veterinäramt hat für den betroffenen Bereich eine Ineraktive Karte ins Netz gestellt.

Erst im Dezember vergangenen Jahres war wenige Kilometer entfernt auf einem Wangerländer Betreib ebenfalls die Vogelgrippe aufgetreten. Aktuell ist auch ein Legehennenbetrieb im Landkreis Aurich an der Kreisgrenze zu Wittmund betroffen.