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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Nach Fehler von Ratsherrn: CDU befürchtet Imageschaden für Gemeinde

Hooksiel (20. 2. 2025) – Die CDU Wangerland macht sich Sorgen um das Image der Gemeinde bei potenziellen Investoren. Das könnte nach Ansicht der Christdemokraten durch das Fehlverhalten eines SPD-Ratsherrn im Rahmen der Suche nach einen Investor für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen in Hooksiel Schaden genommen haben.

„Wir alle sind Menschen und Menschen machen Fehler“, so Thies Fischer, Vorsitzender der CDU-Wangerland. „Es gibt aber Fehler, die einem Ratsherrn nicht passieren dürfen. Passieren sie doch, so steht man in der jeweiligen Ausschusssitzung auf, steht zu seinem Fehlverhalten und entschuldigt sich zumindest öffentlich dafür.“

Gelegenheit dafür hätte der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers auf der Sitzung des Ratsausschusses für Gemeindeentwicklung im Gästehaus gehabt. In der Sitzung hatte die Planungsgesellschaft „Moss & Kumbrink“ ihren Plan für den Bau eines Vier-Sterne-Hotels vorgestellt. Eigentlich hätte als zweiter Bewerber die Bremer „Specht-Gruppe“ ihr Konzept für eine Health-Care-Appartementanlage präsentieren sollen. 

Telefonnummern vertauscht

Die „Specht-Gruppe“ hatte ihr Angebot aber kurz vor der Sitzung nach einen voran gegangenen Telefonat mit dem SPD-Kommunalpolitiker zurückgezogen. Wie Ulfers einräumt, hatte er die Telefonnummern der beiden Bewerber vertauscht und – im Glauben, er spreche mit dem Büro „Moss & Kumbrink“ – gegenüber Sprecht-Geschäftsführer Heinz Beekmann Unterstützung für das Hotelprojekt signalisiert. Ob nur seine persönliche, die seiner Fraktion oder gar die des gesamten Rates, darüber gehen die Darstellung auseinander. In einem Zeitungsinterview hatte Ulfers seinen Fehler eingeräumt, aber beteuert, nur für sich selbst gesprochen zu haben.

„Bei uns bleiben nach diesem ganzen Schauspiel viele Fragen offen“, so CDU-Vorsitzender Fischer. „Wieso nimmt ein einzelner Ratsherr ohne ausdrücklichen Auftrag des Gemeinderats mit potenziellen Investoren Kontakt auf? Warum suggeriert dieser Ratsherr im Namen einer Mehrheit des Gemeinderats zu sprechen? Welche Auswirkungen hat das für den Investitionsstandort Wangerland?“

Die Auswirkungen auf die Gemeinde seien noch nicht abschätzbar. „Es droht aber ein großer Imageschaden für die Gemeinde und es sind langfristig negative wirtschaftliche Auswirkungen möglich“, so Andy Strümpel, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Wangerland. „Solche Fehler und diese Handlungsweise hat einen Abschreckungscharakter für Investoren und lässt unsere Gemeinde in keinem guten Licht stehen.“

Dankbar für Offenheit des HHG

Die öffentliche Positionierung des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Hooksiel für einen Hotelbau halten die CDU-Vertreter hingegen für in Ordnung. Fischer: „Diese Rückmeldungen aus den örtlichen Vereinen haben für uns bei der Entscheidungsfindung eine große Bedeutung und werden auch regelmäßig in persönlichen Gesprächen mit den örtlichen Vereinen von uns eingefordert. Daher sind wir erstmal dem Verein für seine Offenheit dankbar. Die Veröffentlichung dieser Stellungnahme hat sicherlich bei den Investoren der Specht-Gruppe für Unmut gesorgt, wird aber nur der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.“ 

Der Ausschuss hatte sich für das noch verbliebene Projekt der Planungsgesellschaft „Moss & Kumbrink“ ausgesprochen. Das solle positiv begleitet werden. „Verbliebene Fragen nach Investoren, Betreiber und Bauzeit hoffen wir nun, in den kommenden Sitzungen klären zu können“, so die CDU-Vertreter. Fischer: „Es geht darum, für das Dorf Hooksiel die beste Lösung für das Grundstück am Alten Hafen zu finden.“ 

Wahllokal in Hooksiel in der Turnhalle

Hooksiel (19. 2. 2024) – Zahlreiche Wangerländer haben sich schon entschieden. Bereits 2166 Briefwahl-Stimmen für die Bundestagswahl sind bis Mittwoch früh bei der Gemeinde Wangerland eingegangen. Damit liegt der Briefwahl-Anteil schon jetzt bei nahezu 30 Prozent.

Insgesamt sind rund 7800 Frauen und Männer ab 18 Jahren stimmberechtigt. Die sechs Wahllokale in der Gemeinde werden am kommenden Sonntag, 23. Februar, von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Voten von Briefwählern werden nach den Worten des Wahl-Organisators bei der Gemeinde, Thomas Hayen, ebenfalls noch bis Sonntag, 18 Uhr, angenommen. 

„Die Post wird uns an diesem Wochenende Briefe auch am Samstag und Sonntag zustellen“, sagt Hayen. Wer darauf nicht vertrauen möchte und nicht in sein Wahllokal gehen will, kann seinen Briefwahl-Umschlag auch bis zum Ablauf der Wahlfrist am Sonntag selbst im Postkasten des Rathauses in Hohenkirchen einwerfen. 

Für das Auszählen der Briefwahl-Stimmen sind eigens zwei Wahlvorstände gebildet worden. Die Stimmen der Briefwähler werden im Wahlergebnis extra ausgewiesen. Eine Zuordnung dieser Stimmen zu den Wohnorten der jeweiligen Wähler findet nicht statt. 

Die Wahlurnen für Stimmabgabe in Hooksiel werden übrigens wieder in der Turnhalle der Grundschule aufgestellt werden. Damit will die Gemeinde verhindert, dass Menschen in der Kälte auf dem Schulhof warten müssen, wenn sich Schlangen vor dem Wahllokal bilden sollten.

Zu wenig Platz für Ganztags-Angebot in Grundschule Hohenkirchen

Hohenkirchen/Hooksiel (19. 2. 2025) – Die Grundschule in Hohenkirchen hat nicht genügend Platz für ein Ganztagsangebot. Davon hat sich der Schulausschuss des Gemeinderates bei einer Begehung der Räumlichkeiten am Dienstag Abend überzeugt. Nach den Worten des für die Schulen zuständigen Abteilungsleiters im Rathaus, Markus Gellert, müssen die Fraktionen im Rat sich jetzt Gedanken über die weitere Vorgehensweise machen.

In Niedersachsen wird ab August 2026 das Ganztagsangebot in Grundschulen verpflichtend eingeführt. Zunächst für die ersten, dann für die nachfolgenden Klassen. Durch zusätzliche Arbeitsgemeinschaften und Betreuungsgruppen steigt der Platzbedarf. Lange hatte man bei der Gemeinde Wangerland geglaubt, dass die zusätzlichen Räume durch eine Kooperation mit der benachbarten Oberschule bereitgestellt werden könnten. Diese Hoffnung hat sich jetzt zerschlagen.

„Am Ende wird wohl nur ein Neubau übrig bleiben“, vermutet Gellert. Wann der angepackt und wie der finanziert werden soll, stehe aber noch in den Sternen. Klar ist: Selbst bei einer zeitnahen Entscheidung würde ein Neubau noch nicht Mitte 2026 zur Verfügung stehen. Rechtlich ist das für die Gemeinde kein Problem. Mit den beiden Ganztags-Grundschulen Hooksiel und Tettens erfüllt sie ihre Verpflichtungen gegenüber dem Land. „Aber wir wollen natürlich möglichst bald an allen drei Standorten ein Ganztagsangebot machen“, so Gellert.

Für Hotel: Aber Dorfgemeinschaft will Festplatz am Alten Hafen behalten

Vorstand der Dorfgemeinschaft Hooksiel
Der Vorstand der Dorfgemeinschaft Hooksiel: (von links) Jan-Niklas Ulfers. Julian Dreßel, Finja Janssen, Vorsitzender Marco Knodel, Schatzmeister Tobias Geisen, 2. Vorsitzender Nils Schröder und Marktvogt Sascha Kox. Auf dem Bild fehlt Schriftführer Bernd Tscherney. Foto: hol

Hooksiel (18. 2. 2025) – Der Platz am Alten Hafen ist für die Hooksieler Vereine als Fest- und Veranstaltungsmeile unverzichtbar. Diese Botschaft gaben die Vertreter der örtlichen Vereine am Montag Abend Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak mit auf den Weg. Szlezak war Gast der Jahreshauptversammlung der Dorfgemeinschaft und lobt dabei den Zusammenhalt im Ort: „Das ist vorbildlich.“

Die Hooksieler und ihre Gäste dürfen sich auch für das laufende Jahr auf ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm freuen. Wie Dorfgemeinschaft-Vorsitzender Marco Knodel im Awo-Heim sagte, sollen alle Feste und Feiern aus dem Vorjahr auch im laufenden Jahr stattfinden. Unter anderem richtet die Dorfgemeinschaft selbst die Krabben- und die Heringstage, den Weihnachtsmarkt und ein Laternelaufen aus. Hinzu kommen die Festivitäten der einzelnen Vereine, die Mitglieder der Gemeinschaft sind.

Lob für aktive Jugendgruppe

Wie Schatzmeister Tobias Geisen sagte, sei bei den eigenen Festen in 2024 ein Überschuss von rund 8000 Euro erzielt worden. Mit dem Geld habe man wiederum Aktivitäten und Institutionen im Ort unterstützt wie etwa den Kindergarten, das Herbstleuchten oder das Anbringen von Weihnachtsschmuck. In 2025 hat sich die Dorfgemeinschaft insbesondere die Sanierung der Elektrik rund um den Alten Hafen und die Reparatur von Verkaufshütten vorgenommen. 

Knodel betonte, dass die erfolgreiche Arbeit der Dorfgemeinschaft nur dank der Hilfe von Sponsoren und der tatkräftigen Unterstützung durch die Arbeitsgruppe Hooksiel möglich sei. Eine echte Bereicherung sei zudem die Jugendgruppe „Weil wir Hooksieler sind“. Die jungen Leute um Julian Dreßel sind der Dorfgemeinschaft angegliedert, packen bei jeder Gelegenheiten mit an und richten zudem auch noch eigene Veranstaltungen aus: Unter anderem das Fastnachtslaufen, eine Ostereierjagd für Kinder (19. April) und eine Halloween-Aktion (31. Oktober), bei der zusammen mit der WiKi, dem Kindergarten und dem Wohnstift der Hooksieler Ortskern mit Kürbissen illuminiert wird.

Zahlreiche Veranstaltungen

Für die Vereine luden Frank Langenhorst zu dem so gut wie ausverkauften Handwerkerball, Björn Mühlena für Himmelfahrt zum Tag der offenen Tür der Feuerwehr und Christian Doyen als Vorsitzender des FC Nordsee Hooksiel zum Hafenfest des Vereins im August ein. Das Hafenfest werde es auch nach der geplanten Fusion des FCN mit Nachbarvereinen in Tettens und Hohenkirchen geben, versicherte Doyen. Der Verein „de Hooksieler“ plant zudem eine neue Veranstaltung: „Hooksiel tanzt“ soll am 8. November in der Event-Halle im Gewerbegebiet stattfinden.

Bei den Neuwahlen wurden Marco Knodel (Vorsitzender), Nils Schröder (2. Vorsitzender), Tobias Geisen (Schatzmeister) und Bernd Tscherney (Schriftführer) einstimmig bestätigt. Als neue Beisitzer gewählt wurden Sascha Kox (Marktvogt) sowie für die Jugendgruppe Julian Dreßel, Finja Janssen und Jan-Niklas Ulfers. 

Wunsch nach Platz für Wolldecken

In der anschließenden Gesprächsrunde erläuterte Bürgermeister Szlezak noch einmal das Verfahren zum geplanten Verkauf des ehemaligen Feuerwehr-Grundstückes am Alten Hafen an einen Hotel-Planer. Die Vereinsvertreter bekräftigten, dass Hooksiel ein Hotel benötige. Ein zusätzliches Health-Care-Gebäude wäre wünschenswert, aber nicht am Alten Hafen.

Einen Wunsch gaben die Hooksieler dem Bürgermeister, der aktuell auch an der Spitze der Wangerland Touristik GmbH steht, für den Strandbetrieb in Hooksiel mit auf den Weg. Die Strandkörbe am Hauptstraße sollten in diesem Frühjahr wieder so aufgestellt werden, dass auch Familien noch Raum hätten, eine Wolldecke für sich und ihre Kinder auszubreiten. Werner Doyen: „Es will ja nicht jeder Gast einen Strandkorb mieten.“ 

Bürgermeister entschuldigt sich – verteidigt aber das Auswahlverfahren

Hooksiel (17. 2. 2025) – Steve Christenfeldt, der zusammen mit seiner Partnerin Moni Stamer das Hotel Packhaus betreibt, erhebt im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des ehemaligen Feuerwehrareals am Alten Hafen an auswärtige Hotel-Planer Vorwürfe in Richtung Gemeinde Wangerland. Er sei enttäuscht und frustriert, schreibt er in einem „offenen Brief“. „Trotz eines durchdachten und adäquaten Angebots für den Neubau eines Hotels im Alten Hafen in Hooksiel wurden wir, die direkten Nachbarn, ohne nachvollziehbare Gründe ausgeschlossen.“

Das werfe Fragen hinsichtlich der Fairness und der Transparenz des Entscheidungsprozesses auf. Offenbar würden „persönliche Antipathien und Geltungsbedürfnisse die Entscheidungen des Rates beeinflussen“. Das wäre schädlich für die Gemeinde. 

Enttäuscht seien er und seine Partnerin auch darüber, dass sie für ihr offizielles Angebot nicht einmal eine formelle Absage erhalten hätten. Das sei ein Zeichen fehlender Wertschätzung Personen gegenüber, die sich für die Entwicklung der Gemeinde einsetzen.

Bürgermeister Mario Szlezak ( Foto) räumt in einer Stellungnahme ein, dass leider versäumt worden sei, den im weiteren Auswahlverfahren nicht berücksichtigen Bewerbern eine offiziell Rückmeldung zu gegen. „Das war nicht gut, und dafür möchten wir uns entschuldigen.“ 

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Die Entscheidung des Rates, sich nur mit zwei der ursprünglich fünf Konzepte näher zu beschäftigen, sei aber nicht gegen einzelne Bewerber gerichtet gewesen, sondern das Ergebnis einer „Gesamtabwägung, welche Lösung für den Standort und die Gemeinde am besten passt“. Man wisse das Engagement der Gastronomen und Unternehmen in Hooksiel und im gesamten Wangerland sehr wohl zu schätzen.

Er könne die Enttäuschung von Moni Stamer und Steve Christenfeldt nachvollziehen und nehme ihre Kritik ernst, beteuert der Bürgermeister. Zur Entscheidungsfindung selbst stellt Szlezak aber fest, dass es ja bereits im Vorfeld der aktuellen Ausschusssitzung eine öffentliche Vorstellung aller Konzepte, einen Bürgerdialog und einen ausgiebigen Austausch zwischen Bürgern und Ratsmitgliedern gegeben habe. Szlezak: „Auch danach wurden viele Gespräche geführt, so dass sich am Ende zwei favorisierte Konzepte herauskristallisierten.“

Von den zwei eingeladenen Bewerbern war letztlich nur einer erschienen: die Planer für ein Vier-Stern-Hotel. Die Investoren für ein Health-Care-Gebäude hatten ihre Teilnahme an der zweiten Entscheidungsrunde kurzfristig abgesagt, weil sie nach eigenem Bekunden den Eindruck hatten, der Rat habe sich bereits auf den Hotelbau festgelegt.

Helgoland-Saison beginnt am 7. April

Seebäderschiff "Fair Lady"
In diesem Jahr geht es mit dem Seebäderschiff „Fair Lady“ von Hooksiel nach Helgoland. Foto: Bökhaus

Hooksiel (17. 2. 2025) – Auch in diesem Jahr können Helgoland-Freunde Deutschlands einzige Hochseeinsel wieder von Hooksiel aus ansteuern. Die Reederei Adler & Eils (Büsum) hat ihren vorläufigen Fahrplan veröffentlicht. Enthalten sind darin 22 Abfahren von Hooksiel.

Die erste Fahrt ist für Montag, den 7. April, geplant. Es folgen Termine am 22. und 23. April, am 5., 6. und 21. Mai, am 4., 5. und 20. Juni, am 4., 5., 19. und 20. Juli, am 3., 4. und 18. August, am 1., 2., 15. und 16. September sowie am 1. und 2. Oktober. Zahlreiche weitere Fahrten sind ab Wilhelmshaven vorgesehen. Abfahrt des Schiffes in Hooksiel ist jeweils um 9.30 Uhr (Rückkehr gegen 18.30 Uhr); ab Wilhelmshaven um 9.15 Uhr (Rückkehr gegen 19 Uhr).

Wesentliche Unterschiede zu den Vorjahren: Die Reederei setzt nach dem Verkauf des Katamarans „Adler-Jet“ für die Verbindung das Motorschiff „Fair Lady“ ein. Zudem wird das Schiff bei Fahrten ab Wilhelmshaven keinen Zwischenstopp mehr in Hooksiel machen. Die zweieinhalb beziehungsweise dreistündigen Fahrten von beiden Häfen finden jeweils an unterschiedlichen Tagen statt. 

Weitere Informationen auf der Internetseite der Reederei.

Vorfahrt missachtet: Sechs Verletzte

Wangerland (16. 2. 2025) – Bei einem schweren Verkehrsunfall sind bereits am Freitag im Wangerland mehrere Personen verletzt worden. Nach Mitteilung von Polizei und Feuerwehr waren gegen 7.46 Uhr an der Kreuzung Wegshörne zwei Autos zusammengeprallt, weil eine 24-jährige Fahrerin, die von der Kreisstraße 281 aus Richtung Eggeling kommend in die Landesstraße 808 (Jever-Carolinensiel) einbog, die Vorfahrt missachtet haben soll.

Bei dem Zusammenprall wurden die 24-Jährige und ihre vier Mitfahrer sowie der 56-jährige Fahrer des zweiten Pkw verletzt. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ihre Verletzungen sollen aber leichterer Natur sein. 

An beiden Autos entstand nach Einschätzung der Polizei wirtschaftlicher Totalschäden. Die Fahrzeuge musten abgeschleppt werden. Die L 808 und die K 281 wurden für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt. Neben der Polizei aus Jever und Hohenkirchen waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen, Neugarmsiel und Tettens sowie der Rettungsdienste der Landkreise Friesland und Wittmund sowie Helfers des DRK vor Ort.

Der Einsatz der Rettungskräfte wurde nach Darstellung der Feuerwehr Hohenkirchen durch das so genannte eCall-System (emergency call) ausgelöst. Dieses automatische Notrufsystem muss seit 2018 in allen Neuwagen eingebaut sein. Bei einem Unfall werden damit automatisch Daten mit Informationen über das betroffene Fahrzeug wie Autotyp, Antriebsart und Position übermittelt. Zudem wird eine Sprechverbindung zu dem betroffenen Wagen hergestellt. Die Einsatzleitstelle kann so den Rettungskräften bereits wichtige Informationen über das Geschehen vor Ort mit auf den Weg geben. 

Nach dem Boßeln zum Grünkohlessen

MTV boßelt
Gut besucht war dien Boßeltour des MTV Hooksiel. Foto: Bettina Schriever

Hooksiel (16. 2. 2025) – Zum Leben in einem Sportverein gehören nicht nur das Training und die Wettkämpfe in Hallen oder auf Sportplätzen. Das Jahresprogramm des MTV Hooksiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass gerade auch Veranstaltungen jenseits des eigentlichen Sportbetriebes den Zusammenhalt stärken können.

Am Samstag trafen sich gut zwei Dutzend MTV-Frauen, von denen einige zur Verstärkung ihre Männer mitgebracht hatten, zur Boßeltour am Deich. Nach gut zwei Stunden Friesensport verbrachte man noch einige gemütliche Stunden beim Grünkohlessen in der „Alten Schneiderei“. Als nächste gesellige Aktivität, so MTV-Vorsitzende Anne Frerichs, ist für Mittwoch, 12. März, ein Spielenachmittag geplant. Beginn: 15 Uhr im Awo -Heim. Am Mittwoch, 2. April, treffen die Vereinsmitglieder sich dann um 19 Uhr zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gästehaus.

Auf dem MTV-Jahresplan stehen noch eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten, die mit dem eigentlichen Sportangebot des Vereins nur am Rande zu tun haben. Die traditionelle Wanderung ums Hooksmeer (28. Juni) etwa, die Mittwochs-Fahrradtouren während der Sommerferien oder die Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Leer am 26. November.

Betonsteine in der Friesenstraße werden immer wieder beschädigt

Hooksiel (14. 2. 2025) – Es ist ein Ärgernis der besonderen Art. Immer wieder fahren Autofahrer gegen die Betoneinfassungen der Pflanzbeete in der Friesenstraße. Die Einfassungen gehen dabei kaputt – können aber nicht repariert oder ersetzt werden. „Die Betoneinfassungen für die Beete sind nicht mehr erhältlich“, bestätigt Torsten Meuer, Bauamtsleiter bei der Gemeinde Wangerland, gegenüber „Hooksiel-Life“.

Kaputt Beeteinfassung in der Friedensstraße in Hooksiel
Ärgerlich: Immer wieder fahren Autofahrer gegen die Pflanzbeete in der Friesensstraße. Die meisten Verursacher melden sich nicht – und die Schäden sind kaum zu reparieren. Archiv-Foto: hol

In der Vergangenheit habe eine von der Gemeinde beauftrage Baufirma die Formsteine als Sonderanfertigung bestellt. Dabei habe es stets sehr lange Lieferzeiten gegeben. Künftig soll sich das ändern. Die Gemeinde wolle die Betonsteine durch maximal vier Zentimeter hohe Rundbordsteine ersetzen. Wann das passieren wird, vermag Meuer nicht abzuschätzen. „Der Zeitpunkt zur Umsetzung der Maßnahme ist noch offen“, so der Bauamtsleiter. „Die finanziellen Mittel müssen letztendlich auch zur Verfügung stehen.“

Die Pflanzbeete sollen den Verkehr in der Friesenstraße (Tempo-30-Zone) beruhigen. Da die Straße aber eine der Hauptzufahrten zum Gästehaus und damit zur „Tourist-Info“ ist, wird sie auch von vielen Auswärtigen befahren. Vielleicht – so eine Vermutung – sei das der Grund dafür, dass der ein oder andere Autofahrer von den Hindernissen überrascht werde. 

Genaue Informationen über die Verursacher und die Ursachen für die Sachbeschädigungen gibt es nicht. „Leider haben wir nur die wenigsten Schadensverursacher feststellen können“, sagt Meuer. „In ein paar Einzelfällen trat ein Versicherungsfall ein, die meisten Schäden sind unbekannter Herkunft.“

Eine Liste über die Schadensfälle in den vergangenen Jahrzehnten in der Friesenstraße führt die Gemeinde nicht. Aber, so die Schätzung von Anwohnern, dürfte die Zahl längst im dreistelligen Bereich liegen. 

Geldbörse und Handy gestohlen

Hooksiel (13. 2. 2025) – Die Polizei hat einen Diebstahl aus einer Gaststätte in Hooksiel schnell aufklären können. Nach dem Abschluss der Ermittlungen muss sich eine 41-jährige Frau wegen mehrerer Straftaten verantworten,

Am Sonntag hatte ein Mann angezeigt, dass im am Samstag nach 17 Uhr in einem gastronomischen Betrieb sein Portemonnaie und sein Smartphone abhanden gekommen sei. Der Betroffene hatte den möglichen Diebstahl erst bemerkt, als er die Lokalität verlassen wollte. 

Im Rahmen der Ermittlungen habe man festgestellt, so die Polizei in einer Mitteilung, dass eine nicht autorisierte Person am Dienstagvormittag versucht habe, mit einer der entwendeten Kreditkarten aus der Geldbörse Zahlungen vorzunehmen. Im Zuge der weitern Ermittlungen konnte die 41-jährige Frau ausfindig gemacht werden, die nun im Verdacht steht, das Portemonnaie und das Handy entwendet und mehrere Bezahlvorgänge mit der gestohlenen Kreditkarte eingeleitet zu haben.

Nachdem sich die Hinweise verdichteten, habe die Beschuldigte gegenüber den Ermittlern die Taten eingeräumt und das Diebesgut ausgehändigt. Bis auf das im Portemonnaie befindliche Bargeld seien alle Dokumente und Zahlkarten noch vorhanden gewesen, so die Polizei.