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Fuchs zieht Kandidatur fürs Bürgermeister-Amt zurück

Wangerland (30. 1. 2026) – Und da waren es nur noch drei. Christian A. Fuchs, unabhängiger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Wangerland, hat seine Kandidatur zurückgezogen. Der Gastronom begründet seine Entscheidung in einem offenen Brief an alle Bürger mit gesundheitlichen Problemen.

Fuchs (Foto) hatte bereits im August vergangenen Jahres seinen Hut in den Ring geworfen. Eines seiner Anliegen: Die schwierige Lage der touristischen Leistungsträger im Wangerland.

„Leider musste ich feststellen, dass meine Gesundheit mir einen Strich durch alle Pläne macht. Sie lässt aktuell nicht die Kraft zu, die ein intensiver Wahlkampf oder im Erfolgsfall das Amt des Bürgermeisters erfordert hätte. Nach vielen Gesprächen mit meiner Familie und Freunden über den Jahreswechsel und auf ärztlichen Rat hin, habe ich mich nun schweren Herzens dazu entschieden, meine Bürgermeister-Kandidatur zurückzuziehen“, heißt es in dem übers Internet verbreiteten Brief wörtlich

Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, beteuert Fuchs. Aber sie sei richtig. „Ein Bürgermeisteramt braucht volle Kraft und Verlässlichkeit. Beides kann ich im Moment nicht zusagen.“ Fuchs kündigt zugleich an, dass er sich als unabhängiger Kandidat für ein Mandat im künftigen Gemeinderat bewerben werde. Er wolle sich weiterhin für die Menschen vor Ort und ein funktionierendes Wangerland engagieren.

Als Kandidaten für den Posten des hauptamtlichen Bürgermeisteramtes bewerben sich aktuell neben Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland). Die Wahl findet am 13. September zusammen mit Gemeinderats-, Kreistags- und Landratswahl statt. Ein Überblick bietet „Hooksiel-Life“ auf der Unterseite „Kommunalwahl 2026“. 

CDU Arbeit an einem Zukunftsplan fürs Wangerland

Wangerland/Hooksiel (7. 11. 2025) – Die CDU Wangerland erstellt einem Zukunftsplan für die Gemeinde. In dem Papier sollen Vorstellungen dazu erarbeitet werden, wie das Wangerland in 10 bis 15 Jahren aussehen soll und könnte. Die Präsentation ist für Anfang 2026 geplant. Im Zentrum stehen Themenfelder wie Schulen, Kindergärten, Wohnraum, Gewerbeflächen, die Entwicklung der einzelnen Dörfer und Fragen zur wirtschaftlichen Stabilität.

Konsolidierung der Finanzen

Auf das Projekt der Partei wiesen Gemeindeverbands-Vorsitzender Thies Fischer und die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat Alice Brandenburg-Bienek anlässlich der Vorstellung von Fischer als Bürgermeister-Kandidat hin.  Das Zukunfts-Konzept könnte so etwas wie eine Blaupause für die achtjährige Amtszeit des künftigen Bürgermeisters werden. „In den vergangenen Jahren wurde häufig nur reagiert – auf Ereignisse, Krisen und Entwicklungen“, so Fischer. „Ich möchte, dass wir wieder selbst gestalten. Das Wangerland braucht einen Zukunftsplan: Klare Ziele, realistische Maßnahmen und den Mut, Dinge anzupacken.“

Voraussetzung dafür sei es, die Finanzen der Gemeinde zu konsolidieren. Nur so lasse sich gewährleisten, dass auch künftig Feuerwehren, Schulen, Kindergärten und Straßenunterhaltung zuverlässig funktionieren. Durch seine Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt und Verwaltungserfahrung aus der Arbeit beim Finanzamt Wilhelmshaven sieht sich der 24-Jährige für diese Aufgabe gut gerüstet.

Für Transparenz und Offenheit

Nicht nur im Zusammenhang mit der durch die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel von 8,7 auf 23 Millionen Euro ausgelöste Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) setzt Fischer auf Transparenz und Offenheit in der politischen Arbeit. „Ich halte nichts davon, Dinge schönzureden oder hinter verschlossenen Türen zu entscheiden.“ 

Gerade was die Zukunft der WTG und den Tourismus im Wangerland angehe, gehörten für ihn diejenigen mit an den Tisch, die täglich in diesem Bereich arbeiten. Die so genanten Leistungsträger wird es freuen. Hatten sie doch schon mehrfach gefordert, in Überlegungen zu strategischen Entscheidungen der WTG oder der Gemeinde zum Tourismus mit Stimmrecht eingebunden zu werden.

Thies Fischer Bürgermeister-Kandidat der CDU

Wangerland/Hooksiel (6. 11. 2025) – Und da waren es vier. Mit Thies Fischer hat die CDU Wangerland heute Nachmittag in Hooksiel ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 vorgestellt. Hinter der Kandidatur steht bislang der CDU-Gemeindeverband, an dessen Spitze Fischer steht. Die offizielle Nominierung durch eine Mitgliederversammlung soll demnächst folgen.

Fischer (Foto) ist erst 24 Jahre alt, in Middoge geboren und aufgewachsen. Er arbeitet als Diplom-Finanzwirt beim Finanzamt Wilhelmshaven und engagiert sich schon seit Jahren politisch. Seit 2022 ist er Vorsitzender des CDU Gemeindeverbandes Wangerlands, seit einigen Monaten zudem Vorsitzender des CDU Kreisverbandes. Sein wichtigstes Ziel für die Gemeinde: „Die Finanzen in Ordnung bringen.“

Wie Fischet heute in einem Pressegespräch sagte, werde er sein Amt an der Spitze des CDU-Gemeindeverbandes mit seiner Nominierung niederlegen. Der Grund: „Ein Bürgermeister sollte für alle Bürger der Gemeinde da sein – unabhängig von der Parteizugehörigkeit.“ CDU-Kreisvorsitzender möchte er aber auch für den Fall bleiben, dass er zum Bürgermeister gewählt wird. „Das wäre gut für die Beziehungen des Wangerlandes zur Landes- und Bundesebene.“

Alice Brandenburg-Bienek, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gemeinderat, beteuerte, dass Fischer trotz seiner Jugend in allen politischen Themen drinsteckt, die das Wangerland derzeit bewegen. „Thies nimmt an jeder Fraktionssitzung teil und bringt sich auch dort ein. Wir sind überzeugt davon: Er kann etwas bewegen.“

Fischer ist der dritte Bewerber, der Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) das Amt streitig machen will. Szlezak, 2021 erstmals gewählt, hatte bereits angekündigt, 2026 erneut kandidieren zu wollen. Ebenfalls an die Spitze der Gemeindeverwaltung gewählt werden wollen Christian Fuchs (parteilos) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).