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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Klebearsch-Gemeinschaft trotzt Schnee und Eis

Hooksiel (5. 2. 2026) – Die Strecke war anspruchsvoll. Auf dem von Eis und Schnee eingesäumten Deichverteidigungsweg zwischen dem Hooksieler Außenhafen und dem Campingplatz benötigen die Boßler der Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch (FSGKS) auch ein wenig Glück, um weite Würfe zu erzielen – und dabei nicht auszurutschen.

Gingen trotz Schnee und Eis auf ihre traditionelle Boßeltour: die Mitglieder der „Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch“. Foto: FSGKS

Die jährliche Boßeltour ist traditioneller Bestandteil des Jahresprogramms der FSGKS, deren Wurzeln bis Ende der 1980-er Jahre zurückreichen. Die Keimzelle war eine Boßelgruppe der Firma „ICI Wilhelmshaven“. Im Laufe der folgenden Jahre kamen Mitarbeiter von verbandelten Firmen sowie Akteure der Hafenwirtschaft hinzu. Anfang 2004 wurde die „Friesische Stiftung Goldener Klebearsch“ gegründet, die bis heute als selbstständiger Verein existiert.

Beim jetzigen Treffen mit Boßeltour und anschließendem Grünkohl-Essen im Restaurant „Zur Brücke“ erinnerte die Cheforganisatorin Angela Homuth an kürzlich verstorbene Mitglieder, darunter den Gründungspräsidenten Hans-Peter Kramer, der über viele Jahre hinweg mit launigen Ansprachen und Ideen die Klebearsch-Tradition gepflegt hat. Der Name der Stiftung steht übrigens für „hartnäckiges Sitzfleisch“, das der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner in einer Skulptur anschaulich gemacht hat. 

Klaus Stock wurde wegen seiner ständigen Präsenz seit Gründung des Vereins mit einem „Arschkarten-T-Shirt“ nebst A-Karte bedacht. Sieger beim Kampf um den Goldenen Klebearsch wurde Eckart Klasing, Kohlkönig Harald Naraschewski. Zur Interims-Präsidenten ernannte die Runde die Hooksielerin Angela Homuth. Neuwahlen sind für die Sommerveranstaltung im September geplant.

Spende als Zeichen der Anerkennung für Shantychor Likedeeler

Wangerland (4. 2. 2026) – Der Shantychor Likedeeler ist so etwas wie das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes. Im Rahmen eines Übungsabends in Schillig hat Bürgermeister Mario Szlezak dem Shantychor aus Horumersiel jetzt eine Spende in Höhe von 807,95 Euro überreicht. Die Summe war von den Gästen des Neujahrsempfangs der Gemeinde Wangerland gesammelt worden, bei dem der Chor mit einem musikalischen Beiträgen für gute Stimmung sorgte.

Bürgermeister Mario Szlezak (7. von links) überreichte den Sängern des Shantychores Likedeeler um Vorsitzenden Hardwig Gerdes (ganz rechts) die Saalspende vom Neujahrsempfang der Gemeinde. Foto: Gemeinde

Hintergrund der Sammlung ist ein Jubiläum: Der Shantychor Likedeeler feiert in diesem Jahr sein 55-jähriges Bestehen. Mit der Spende möchte die Gemeinde Wangerland die langjährige ehrenamtliche Arbeit und den Beitrag des Chores zum kulturellen Leben in der Region würdigen, so Szlezak.

Szlezak nutzte die Übergabe auch, seine eigene Stimme zu trainieren. Er nahm am Übungsabend teil und sang einige Lieder mit. „Der Shantychor Likedeeler steht für Gemeinschaft, Tradition und große Leidenschaft für die Musik. Solche Vereine prägen unser Wangerland und verdienen Anerkennung und Unterstützung“, so Szlezak.

Polizeibeamte fangen ausgebrochene Pferde ein

Hooksiel (4. 3. 2026) – Glück hatte ein Pferdehalter in Hooksiel. Aus ungeklärter Ursache hatten am Montag gegen 16.34 Uhr einige Tiere ihre Weide verlassen. Der Polizei wurden freilaufende Pferde auf der Pakenser Straße gemeldet. 

Nach bisherigen Erkenntnissen, so die Polizei, sei es dem Halter zunächst nicht gelungen, die Pferde eigenständig einzufangen. Die eingesetzten Beamten konnten die Pferde dann sichern und unversehrt zu ihrem Halter zurückbringen. „Eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmenden trat nicht ein“, heißt es im Polizeibericht.

Glatteis-Alarm: Am Mittwoch fällt die Schule aus!

Hooksiel/Friesland (3. 2. 2026) – Glatteisalarm für Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund. Nach entsprechenden Warnmeldungen der Wetterdienste haben die Landkreise und die Stadt heute den Schulunterricht an den allgemein bildenden Schulen abgesagt. Ein sicherer Schulbusverkehr sei nicht zu gewährleisten. Damit verlängern sich die Zeugnisferien um einen Tag. 

Ab Mitternacht Eisregen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am späten Nachmittag für die Nacht zum Mittwoch eine Unwetterwarnung herausgegeben. Ab 0 Uhr bis voraussichtlich 10 Uhr am Mittwoch bestehe Gefahr für Leib und Leben. Bei anhaltendem Dauerfrost wird Regen beziehungsweise Eisregen erwartet, der die Straßen und Fußwege in Eisbahnen verwandeln könnte.

Der Winter hat viele schöne Seiten. Doch Eisregen ist gefährlich. Deshalb fällt am Mittwoch der Schuluntericht aus. Foto: hol

Das Winterwetter mit Dauerfrost von bis zu minus 4 Grad soll bis Donnerstagabend anhalten. Zum Wochenende hin werden die Temperaturen nach Einschätzung der Meteorologen bis in den Plus-Bereich steigen. In der kommenden Woche, so die Prognose, dürfte das Thermometer um die 0-Grad-Marke pendeln. Niederschläge werden insbesondere für morgen, Freitag und für Sonntag erwartet.

Sand statt Streusalz

Die Sicherheitslage auf den Straßen und Fußwegen ist angespannt. Während Hauptstraßen weitgehend geräumt sind, hat sich der festgefahrene Schnee in den Nebenstraßen vielerorts in Eisplatten verwandelt. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde Wangerland ihre Räumtaktik geändert. Während man sich im Rathaus zunächst nur auf die Hauptstraßen sowie auf Zuwegungen zu Kindergärten und Schulen konzentrieren wollte – auch um den Salzeinsatz aus wirtschaftlichen und ökologischen Grünen gering zu halten –, sind seit Montag Streudienste mit Sand unterwegs. Damit sollen die Eisplatten abgestumpft werden. 

Insolvenzverwalter zuversichtlich: Mehrere Angebote für Vynova-Werk

Wilhelmshaven/Hooksiel (3. 2. 2026) – Die Chancen stehen offenbar nicht schlecht, dass die Produktion am Standort der Insolventen Vynova Wilhelmshaven GmbH gerettet werden kann. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH am heutigen Dienstag mitteilte, gebe es mehrere Interessenten, die eine Vertraulichkeitserklärung abgegeben haben. „Es liegen auch schon erste unverbindliche Angebote vor.“ Auf Basis der Angebote werde man weiter gehende Verhandlungen führen. 

Insolvenzverwalter Dr. Kaufmann ist zuversichtlich, bis März einen Käufer für das insolvente Vynova-Werk in Wilhelmshaven finden zu können. Archiv-Foto: Vynova

Der strukturierte Investorenprozess wird begleitet von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft um Dr. Stefan Weniger und Merlin Smeenk. Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am 12. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. Das Pluta-Team führte in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche, um die weitere Fortführung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.

Produktion läuft stabil

„Trotz einiger Herausforderungen haben wir den Geschäftsbetrieb stabilisiert und die Produktion der PVC-Produkte läuft derzeit planmäßig weiter“, so Rechtsanwalt Kaufmann: „Die Belegschaft arbeitet sehr engagiert und motiviert. Wir fokussieren uns nun auf den Investorenprozess und streben möglichst bis März eine Lösung an. Aufgrund der Entwicklung des Verkaufs-Prozesses bin ich sehr zuversichtlich, dass dies gelingt.“

Das der Vynova Wilhelmshaven GmbH gehörende Chemie-Werk mit gut 350 Mitarbeitern in Sichtweite von Hooksiel gehört zur Vynova Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Die seit 1981 bestehende Produktionsstätte gilt als eines der größten europäischen Werke für die Produktion von Suspensions-PVC (S-PVC), ein hochwertiges Material, das in zahlreichen Produkten des täglichen Gebrauchs verarbeitet wird. Darüber hinaus produziert das Unternehmen Vinylchlorid-Monomer (VCM), ein wesentlicher Baustein zur Herstellung von PVC. 

Winterwetter verzögert Bauarbeiten an der Schleuse

Hooksiel (3. 2. 2026) – Aufgrund des winterlichen Wetters werden sich die Arbeiten an der Hooksieler Außenschleuse voraussichtlich verzögern. In einer Mitteilung weist die Niedersächsische Hafengesellschaft NPorts die im Hooksmeer beheimateten Segelvereine auf mögliche Auswirkungen auf den Saisonbeginn hin.

Schleuse Hooksiel Foto NPorts
Die Hooksieler Außenschleuse wird saniert und modernisiert. Das Winterwetter beeinträchtigt die Arbeiten. Archiv-Foto: NPorts

„Die Arbeiten in der Schleusenkammer schreiten derzeit leider nicht wie geplant voran“, heißt es in der Information. „Aus diesem Grund können wir aktuell nicht ausschließen, dass sich der ursprünglich vorgesehene Termin zur Fertigstellung des aktuellen Sanierungsabschnitts Ende April 2026 auf das Ende KW 21 verschiebt.“

Die 21. Kalenderwoche endet am Sonntag 24. Mai. Bereits am Mittwoch, 20. Mai, – so die Planung der Segelvereine – sollte die erste „HookSail“ Feierabend-Regatta auf der Jade gestartet werden. Die Jade können die Hooksieler Segler aber nur durch die Außenschleuse erreichen. Aber vielleicht klappt es ja noch. „Wir setzen alles daran, den entstandenen Zeitverlust zu kompensieren und den Terminplan bestmöglich einzuhalten“, verspricht NPorts.

Gruppenbild mit Dame: Neuer Vorstand der Arbeitsgruppe

Hooksiel (2. 2. 2026) – Der Mitte Januar neu formierte Vorstand der Arbeitsgruppe Hooksiel hat sich erstmals komplett getroffen. Gelegenheit für ein Gruppenbild: Das Foto zeigt den neuen Vorsitzenden Bodo Zeiger (2. von links) mit seinen Mitstreitern (von links)  Sabine Greiff (Beisitzerin), Tobias Stahl (2. Vorsitzender), Bernd Tscherney (Schatzmeister) und René Klaus (Schriftführer).

Bodo Zeiger hatte die Nachfolge von Bruno Bölts angetreten, der seit 2019 an der Spitze der ehrenamtlich arbeitenden Arbeitsgruppe stand. Bölts hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt.

Entspannungsraum an der Grundschule eingeweiht

Hooksiel (2. 2. 2026) – Die Grundschule Hooksiel hat einen „Snoezelraum“. Der Entspanungs- und Sinnesraum wurde am letzten Schultag vor den Zeugnisferien feierlich eröffnet. Dazu trafen sich alle Klassensprecherinnen und Klassensprecher der ersten bis vierten Klassen mit Schulleiter Peter Nussbaum sowie den Lehrkräften Marvin Alker und Myriam Giersdorf.

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule weihten zusammen mit Lehrkräften den neuen „Snoezelraum“ ein. Foto: Schule

Ein besonderer Höhepunkt war das Durchschneiden der Eröffnungsschleife durch Kete aus Klasse 1a, die stellvertretend für alle Beteiligten diesen symbolischen Moment übernahm. Im Anschluss gab es für alle Kinder einen kleinen Empfang mit alkoholfreien Getränken, bei dem die Freude über den neuen Raum deutlich spürbar war.

Nun kann der Snoezelraum genutzt werden. DieVorfreude bei den Schülerinnen und Schülern sei riesig, schildert Myriam Giersdorf. „Bevor es losgeht, wird der Schülerrat gemeinsam Verhaltensregeln für den Raum erarbeiten und festlegen, damit sich dort alle wohl und sicher fühlen können und der Raum so schön erhalten bleibt.“

Die Schulleitung dankte allen, die an der Gestaltung und Umsetzung dieses Projekts beteiligt waren, insbesondere Hausmeister Manfred Janßen, den weiteren Mitarbeitern der Gemeinde und den beteiligten Lehrkräften.

Souveräner Sieg für Hooksieler Tennisspieler

Hooksiel (1. 2. 2026) – 6:0 gegen Schweewarden. Die ü 50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel sind ihrer Favoritenrolle im Heimspiel gerecht geworden. Alle vier Einzel sowie die beiden Doppel wurden am Sonntag im Heimspiel in der Halle in Varel gewonnen. Mit nunmehr 2:2 Punkten rücken die Hooksieler auf Rang drei der Tabelle.

An Position 1 gewann Thomas Otte ungefährdet 6:1, 6:3. Ebenso souverän an Position 3 Mirko Ortmanns (6:0, 6:0) und an Position 6 Helmut Petermann (6:2, 6:3). Eng wurde es lediglich für Thorsten Csikos an Postion 2. Nach 6:2 im ersten Satz ging der zweite mit 4:6 verloren. Aber im Matchtiebreak hatte dann der Hooksieler die besseren Nerven (10:7).

Beim Zwischenstand von 4:0 hatten die Doppel nur noch statistische Bedeutung. Aber auch hier blieben Otte/Csikos mit (6:1/6:2) und Ortmanns/Torsten Riedel (6:4/6:2) konzentriert.

Gemeinde geht das Salz aus: Nebenstraßen spiegelglatt

Hooksiel (30. 1. 2026) – Der Winter zeigt sich hartnäckig. Mit seinen schönen, aber auch seinen gefährlichen Seiten. Während die Gemeinden, Städte und Straßenmeistereien die Hauptstraßen inzwischen weitgehend eis- und schneefrei halten, haben sich viele Nebenstraßen – und auch einige Fußwege – zu spiegelplatten Einspisten entwickelt.

Schnee und Eis in der Hamburger Straße. Die Gemeinde Wangerland sieht sich nicht in der Lage, die spiegelglatten Nebenstraßen zu räumen oder mit Salz abzustreuen. Foto: Tobias Geisen

Die Ursache liegt auf dem Pflaster: Der Schnee wird festgefahren, taut oberflächlich an und wird dann bei den nächsten Minusgraden zur Eisbahn. Das gilt auch für die Hamburger Straße in Hooksiel, an der Tobias Geisen wohnt. Geisen sieht die Gemeinde in der Pflicht. „Ich verstehe, wenn Hauptstraßen nach Schneefällen Priorität haben und in den Nebenstraße dann ein oder zwei Tage lang nichts passiert. Aber auf unserer Straße ist diesen Winter noch überhaupt nichts passiert.“

Neben der Hamburger Straße sind auch viele andere Wohnstraßen in Hooksiel und im übrigen Wangerland spiegelglatt. Dabei habe es zuletzt am vergangenen Sonntag so richtig geschneit, so Geisen. Aber während die allermeisten Anwohner ihrer Schnee-Räumpflicht nachgekommen seien und die Gehwege geräumt hätten, sei von Seiten der Gemeinde nichts passiert.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak bestätigt hat die Darstellung der Situation, bitte aber um Verständnis dafür, dass die Gemeinde in den allermeisten Nebenstraßen keinen Winterdienst macht. „Das hat ökologische, aber auch ökonomische Gründe“, sagte der Bürgermeister gegenüber „Hooksiel-Life“. 

Ähnlich wie in den anderen Kommunen der Region seien die Salzvorräte weitgehend aufgebraucht. Schon von daher könne man die Nebenstraßen nicht streuen. Schon vor dem Winter größere Salzvorräte anzulegen, sei logistisch schwierig und auch mit Blick auf die Kosten nur schwer vertretbar. Szlezak weist zudem auf die Umweltbelastungen hin, die mit dem Salzeinsatz in wenig befahrenen Nebenstraßen einhergehen würden. Der Bürgermeister bittet um Verständnis – und m Vorsicht auf den glatten Straßen.