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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Tourismus-Chef will Urlauber am Küstenschutz teilhaben lassen

Grüne bei der TANO
Die Grünen-Abgeordneten Sina Beckmann und Christian Schroeder tauschten sich mit TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein (rechts) über nachhaltigen Tourismus aus. Foto: Grüne

Hooksiel/Wilhelmshaven (18. 4. 2023) – Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) setzt auf Nachhaltigkeit. Das machte Geschäftsführer Mario Schiefelbein im Gespräch mit den Tourismus-Politikern der Grünen im Landtag, Sina Beckmann (Jever) und Christian Schroeder (Gifhorn) deutlich. Nachhaltiger Tourismus sei sowohl ökologisch, ökonomisch als auch sozial zu verstehen. Gehe heute um mehr als nur um die die Übernachtungszahlen und die Anzahl an Gästen.

„Es ist richtig und wichtig, den Tourismus für Gäste, Einheimische und die Umwelt gleichermaßen nachhaltiger zu gestalten“, so Schiefelbein. „Alle Beteiligten erwarten zurecht eine schöne, erholsame Zeit, aber es ist von großer Bedeutung, gerade die Besucherinnen und Besucher auch in Projekte vor Ort einzubeziehen und sie beispielsweise am Küstenschutz direkt teilhaben zu lassen. So kann Nachhaltigkeit von allen gelebt werden.“

Christian Schroeder, tourismuspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag, und Sina Beckmann, stellvertretende Vorsitzende des neuen Unterausschusses Tourismus, unterstrichen die Bedeutung des Themas fürs Land. Entsprechend wichtig sei für die Küstenregion die TANO. In der GmbH mit Sitz in Wilhelmshaven haben die Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die Städte Bremerhaven und Wilhelmshaven ihr Destinations-Management gebündelt. 

„Da ist schon was Großes passiert“, so Sina Beckmann. „Es ist wichtig, dass Regionen zusammen arbeiten, damit das touristische Potenzial und natürlich auch Förderkulissen genutzt werden können und um Wertschöpfung vor Ort zu schaffen sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze anbieten zu können.

Seit Dezember 2022 ist Mario Schiefelbein an Bord der GmbH. Er will jetzt mit acht Mitarbeitenden den Markenaufbau und die Umsetzung einiger Projekte angehen. „Um voll durchstarten und unsere Region deutschland- und auch europaweit zu vermarkten, müssten wir unsere Mitarbeitenden-Zahlen verdoppeln und die finanzielle Basis müsse insgesamt gestärkt werden“, so Schiefelbein. „Aber wir starten mit vielen guten Ideen und einem hochmotivierten Team.“

Seminar in Hooksiel beweist: Auch dünne Schläuche können Großes leisten

Feuerwehr-Übung Hooksieler Werft
Ein Workshop der Hooksieler Feuerwehr belegt: Mit einem vergleichsweise dünnen D-Schlauch kommen Feuerwehrleute leichter um die Ecken. Fotos: hol

Hooksiel (18. 4. 2023) – Manche Dinge sind komplizierter als wie man zunächst vermutet. Das gilt auch für die Brandbekämpfung. „Viel Wasser hilft viel!? Ja, aber …“ Das Aber war ein Themenfeld, über das jetzt beim „D-Schlauch-Workshop“ der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel Feuerwehrleute aus sieben Bundesländern diskutiert haben. „Wir hatten 39 Gäste“, sagt Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. „Die weiteste Anreise kam aus Passau.“

Schon seit 2016 bietet die Hooksieler Wehr die Lehrgänge zum Umgang mit dem so genannten „D-Schlauch“ an. Der „D-Schlauch“ mit einem Innendurchmesser von 2,5 Zentimetern ist im Vergleich zu den sonst meist verwendeten B- und C-Schläuchen ein dünner Schlauch, der aber viele Vorteile hat. Das erfuhren die Workshop-Teilnehmer besondere beim praktischen Teil der Ganztagsveranstaltung. 

Auf dem Gelände der Hooksieler Werft wurde ein Brandeinsatz simuliert: Es brennt in einem Haus. Zwei Feuerwehrleute laufen mit einem Löschschlauch unter dem Arm durch eine Tür, um mehrere Ecken herum bis zum eigentlichen Brandherd. Einmal mit einem vergleichsweise dicken C-Schlauch, in dem sich 50 Liter Wasser befinden, und dann mit einem D-Schlauch, in dem nur 15 Liter Wasser gebunden sind. 

„Da merkt man schon den Unterschied. Mit dem D-Schlauch ist man viel wendiger und der Einsatz ist längst nicht so anstrengend“, sagte der Hooksieler Feuerwehrmann Björn Mühlena im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Und noch ein Vorteil: Mit dem gezielten Einsatz des handlicheren Schlauches lassen sich Wasserschäden besser vermeiden.

Ein weiterer Vorteil liegt im Wassermanagement, erläutert Jörg Nöchel. Für den Erstangriff auf ein Feuer wird das im Feuerwehrfahrzeug mitgeführte Löschwasser verwendet. „In unserem Fahrzeug sind das 2000 Liter. Da macht es schon einen Unterschied, ob 100 Liter wie in einem B-Schlauch oder nur 15 Liter im Schlauch gebunden sind.“ Im Klartext: In vielen Fällen könnten Feuerwehrleute mit einem D-Schlauch ein kleineres Feuer löschen, ohne erst eine Wasserversorgung über den nächsten Hydranten aufbauen zu müssen.

Die Leistungsfähigkeit der D-Schläuche sei aufgrund veralteter Leistungsdaten bei vielen Feuerwehren in Verruf geraten, so Nöchel. Zu unrecht, wie der Workshop in Hooksiel nachweist – zumindest wenn die Schläuche aus dem richtigen Material gefertigt sind und optimal eingesetzt werden. „Wir zeigen, dass ein 90-Meter-D-Schlauch vom richtigen Hersteller, wie wir ihn in unserem Löschgruppen-Fahrzeug verwenden, noch mit einem Druck von sechs Bar 150 Liter Wasser die Minute ausbringen kann.“

Die Lehrgangsteilnehmer wurden von Freiwilligen der Hooksieler Wehr betreut. Nach einem Theorie-Vormittag im Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen und einem gemeinsamen Mittagessen folgte der Praxisteil auf dem Werftgelände, Hier informierten auch einige Fachfirmen über die Vorzüge ihrer Produkte. Zum Beispiel über die Leistungsfähigkeit so genannter „Schwimmsauger“. Diese Pumpen saugen Löschwasser aus offenen Gewässern ab – und zwar knapp unter de Oberfläche. Andere Pumpe sinken auf den Grund und laufen stets Gefahr, neben Wasser auch Schlamm mit anzusaugen. 

Hooksiel hat sich mit seiner D-Schlauch-Expertise in der Feuerwehrwelt einen Namen gemacht. Bereits seit 2016 bietet die Wehr entsprechende Kurse an. Insgesamt haben daran inzwischen über 400 Floriansjünger aus der gesamten Republik teilgenommen. Erstmals in diesem Jahr, so Nöchel, lade man für kommendes Wochenende zu einem Aufbaukursus zum Thema „Vegetationsbrand-Bekämpfung“ und Schlauchstrecken mit D-Schläuchen ein. 

Eckpunkte für das Hooksieler Freizeitgelände vereinbart

freizeitgelände Gespräch
Treff sich am Jade-Weser-Port zum Gespräch über die künftige Nutzung des Hooksieler Freizeitgeländes: (von links) Holger Banik (NPorts), Olaf Lies (Wirtschaftsminister), Peter Podein (stellv. Bürgermeister), Mathias Lüdicke (NPort), Armin Kanning (Geschäftsführer Wangerland Touristik) sowie Landrat Sven Ambrosy. Foto: Land

Hooksiel (17. 4. 2023) – Das niedersächsische Wirtschaftsministerium und die landeseigene Hafengesellschaft NPorts haben sich mit Vertretern der Gemeinde Wangerland und des Landkreises Friesland auf die Eckpunkte des Entwicklungskonzepts für das Freizeitgelände Hooksmeer verständigt. Das ist das Ergebnis eines gemeinsamen Gesprächstermins vor Ort. Die Teilnehmer des Gesprächs hätten sich im Anschluss sehr zufrieden über die vereinbarten Eckpunkte gezeigt, teilt das Wirtschaftsministerium heute mit. NPorts und die Gemeinde sollen nun ein integriertes Wirtschafts- und Tourismuskonzept erarbeiten.

„Gemeinsames Ziel ist es, Wertschöpfung und damit neue, gute Arbeitsplätze im Wangerland zu generieren“, so Peter Podein, der als Vertreter des Bürgermeisters die Gemeinde Wangerland vertrat. „Mit der Entwicklung des Geländes können wir da einen guten Schritt weiterkommen. Denn eine Region muss attraktiv sein, wenn sie Fachkräfte anlocken möchte.“

Rahmenvertrag soll bis zum Sommer stehen

Die vereinbarten Eckpunkte, so erläuterte Podein im Gespräch mit „Hooksiel-Life“ sollen jetzt in einem Rahmenvertrag zusammengefasst werden, dessen Entwurf noch vor den Sommerferien vorliegen soll. Das Papier müsse dann in den kommunalen Gremien beraten und verabschiedet werden. „Der Rahmenvertrag soll der Gemeinde die Möglichkeit zu einer guten Entwicklung geben“, so Frieslands Landrat Sven Ambrosy. Er zeigte sich mit den Eckpunkten zufrieden. „Wir werden hier im Nordwesten zu einer immer interessanteren Region – für die Energiewende und neue Industrieansiedlungen auf der einen Seite, als lebens- und liebenswerte Region mit hohem touristischem Wert auf der anderen.“

Das Hooksieler Freizeitgelände, ein Ergebnis der Aufspülung der Industrieflächen am Voslapper Groden in Wilhelmshaven vor rund 50 Jahren, gehört dem Land Niedersachsen, die als Verpächter auftritt. Überlegungen, die Flächen der Gemeinde Wangerland zu übertragen, spielten derzeit keine Rolle, so Podein. „Alle sind sich einig, dass die Gemeinde etwaige Folgekosten wie eine Schleusensanierung und umfassende Gewässersanierungen nicht stemmen könnte.“ Dennoch, so das Ziel der Gespräche, wolle man zu einem Miteinander finden, dass die Nutzungen im Freizeitgelände erleichtert. 

„Die Region Friesland und die Stadt Wilhelmshaven und mit ihr die Gemeinde Wangerland rücken immer mehr in den Fokus der deutschen Energiepolitik. Wir werden hier einen bedeutenden Anteil beisteuern: für eine sichere und unabhängige Versorgung Deutschlands mit sauberer Energie. Das geht aber natürlich auch mit Belastungen für die Region und die Menschen einher“, stellt Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) fest.

Lies: Wichtiger Faktor für die Akzeptanz

„Für mich ist ganz klar, dass wir nicht nur diese Lasten tragen, sondern auch profitieren müssen. Wir müssen als Region insgesamt als Gewinner dieses Transformations-Prozesses hervorgehen. Da ist die Entwicklung des Geländes am Hooksmeer ein wichtiger Baustein. Denn wir machen damit den gesamten Standort attraktiv und noch lebenswerter – für die Menschen vor Ort und genauso für den Tourismus.“ Aus Sicht von Lies sei das auch ein ein wichtiger Faktor für Akzeptanz, aber auch für potenzielle Investoren und Arbeitgeber, die neue Fachkräfte in die Region locken wollen. „Energiepolitisch im Zentrum sowie lebenswert und touristisch attraktiv: das ist unser Zukunftsbild.“

Lies betonte, dass es auch zu weiteren, noch ausstehenden Punkten zur Weiterentwicklung der Region aktuell Gespräche gebe. Der vertrauensvolle Dialog mit Rat und Verwaltung sei dafür ein entscheidender Baustein.

Round Table 167 erhöht Lebensfreunde von Rollstuhlfahrern in Hooksiel

Wiki Hooksiel Schaukel
Saskia Ponath, Leiterin der Wiki-Einrichtung in Hooksiel, freut sich über die tatkräftige Unterstützung beim Bau einer barrierefreien Rollstuhlfahrer-Schaukel. Foto: hol

Hooksiel (16. 4. 2023) – Gutes zu tun, bedeutet auch, etwas zu tun. Jedenfalls ist das Credo der Mitglieder des Round Tabel (RT) 167 Jever. Sechs Mitglieder des Serviceclubs packten am Wochenende bei mehr als bescheidenem Wetter auf dem Gelände der WiKi-Einrichtung „Haus am Pakenser Groden“ bei der Installation einer barrierefreien Rollstuhlfahrer-Schaukel mit an.

Die Tabler hatten zunächst über 800 Euro für das Material für Gerüst, Schaukel, Zuwegung und weiche Bodenplatten gespendet. In Zusammenarbeit mit der Garten- und Landschaftsbaufirma Adden GbR erfüllten die jungen Männer dann den Wunsch der Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen nach einer Schaukel. Haus-Leiterin Saskia Ponath: „Wir freuen uns sehr über die Schaukel für unsere Bewohner. Das ist ein Stück Lebensfreunde. Rollstuhlfahrer können eine normale Schaukel kaum nutzen.“

Bei der Installation wurden Patrick Gilliam-Hill und Ostoja Lauts (beide Adden GbR) unterstützt von Fritz Ortgies, Christopher Möllmann, Soenke Garlichs, Jan-Gerd Behrends und Jochen Werner. Auch wenn sich die Inbetriebnahme durch ein fehlendes Befestigungsteil noch um ein paar Tage verzögert: Dank der Arbeit der Serviceclub-Mitglieder können die Rollstuhlfahrer künftig problemlos bis zur Schaukel fahren und in den gleich hoch angebrachten, breiten Sitz umsteigen.

Gespräche über Fusion zu einem Großverein im Wangerland

Hooksiel (15. 4. 2023) – Thomas Ulfers erinnert sich noch genau. 1972. Trainer Werner Remmers fährt mit der gerade erst von Jugendleiter Gerd Peters gegründeten E-Jugend des FC Nordsee Hooksiel zum ersten Pflichtspiel nach Gödens. Das deprimierende Ergebnis: 0:14. „Wir hatten im ganzen Spiel nur eine einzige Chance, selbst ein Tor zu schießen …“

Den Spaß am Fußball hat sich Thomas Ulfers durch den holprigen Karriere-Start nicht verderben lassen. Noch heute kickt der 58-Jährige regelmäßig beim Fußball-Tennis in der Freizeit-Abteilung des FCN mit. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde er jetzt für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Ehrung FCN Hooksiel
Thomas Ulfers (2. v. r.) ist seit 50 Jahren Mitglied im FCN Hooksiel, Martina Küken seit 25 Jahren. Die Ehrung übernahmen Vorsitzender Christian Doyen (rechts) und sein Stellvertreter Werner Funke. Foto: hol

Vorsitzender Christian Doyen und sein Stellvertreter Werner Funke überreichten dem Jubilar neben einer Urkunde und einer Ehrennadel einen schönen Präsentkorb. Ebenfalls 50 Jahre im Verein ist Axel Ponath. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Martina Künken geehrt.

Zur Hauptversammlung im Stelzengebäude war nur ein Bruchteil der rund 340 Mitglieder erschienen. Doyen berichtet davon, dass der Verein stabil über die Corona-Jahre gekommen sei. Die Mitgliederzahl habe sogar leicht zugenommen. Aufgrund von Corona-Hilfen, treuen Sponsoren und eines erfolgreichen Hafenfestes im vergangenen Sommer sei man auch wirtschaftlich zufrieden. 

Geschäftsführerin Marina Doyen sprach von schwarzen Zahlen in allen Abteilungen. Ausdrücklich bedankte sie sich bei Steuerberater Axel Bendiks, der ihre Arbeit ehrenamtlich unterstützt. Die Abteilungsleiter Andreas Cassens (Fußball), Gerd Abeldt (Tennis), Werner Doyen (Freizeit) und Arnim Fels (Tischtennis) legten Berichte vor. Cassens lobte dass reibungslose Miteinander in der Spielgemeinschaft bzw. Jugendspielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens. Gemeinsam stelle man drei Herren- und zwei Altherren-Teams sowie Nachwuchsmannschaften in fast allen Altersklassen.

Maximale Transparenz gegenüber den Vereinsmitgliedern

Mit Tettens und Wangerland, so Christian Doyen, spreche man zudem seit rund einem Jahr über einen Ausbau der Kooperation, möglicherweise bis hin zur Fusion. In diesem auch juristisch „sehr, sehr komplexen Prozess“, der vom Landessportbund begleitet wird, seien aber noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden. Man habe sich maximale Transparenz auf die Fahnen geschrieben. 

Einer Fusion müssten ohnehin die Mitglieder der Vereine jeweils mit Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen. Einig sei man sich aber, so Doyen, dass ein Großverein eine Reihe von Vorteilen habe. Zum Beispiel hätte ein Verein mit an die 800 Mitgliedern eine ganz andere mediale Wahrnehmung und könnte mit einer gewichtigen Stimme gegenüber Gemeinde und Wangerland Touristik auftreten.

Einen Euro für jeden Monat Mitgliedschaft

Andreas Cassens hofft für die Fußballabteilung, gerade auch für die Jugendmannschaften, auf zusätzlich ehrenamtliche Helfer und Betreuer. Arnim Fels beklagte, dass die vor zwei Jahren gegründete Tischtennisabteilung als Hallensport stark unter Corona gelitten habe. Er hoffe, dass sich von den ursprünglich rund 20 Aktiven ein Großteil spätestens zum Herbst wieder zu den Trainingsstunden einfinde.

Jubilar Thomas Ulfers unterstrich abschließend die Bedeutung des Sports gerade für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. „Ich bin stolz darauf, seit 50 Jahren in diesem Verein Mitglied zu sein.“ Als Dankeschön dafür kündigte der Bäckermeister an, einen Euro spenden zu wollen: „Aber einen Euro für jeden Monat meiner Mitgliedschaft.“ Insgesamt also über 600 Euro.

Arbeiten für ein schönes Hooksiel

Hooksiel (13. 3. 2023) – Ostern ist vorbei. Der Sommer naht – und damit die Hauptsaison. Der Hooksieler Seebadeverein sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass der Ort sich seinen Gästen in einem schönen Zustand präsentiert. Ein Garant dafür: der traditionelle Strandaufbau.

Am Sonnabend, 22. April, ist es wieder so weit. Um 13 Uhr sammeln sich alle arbeitswilligen Hooksieler am Awo-Heim auf dem Batteriegelände am Gästehaus. In einer Vorbesprechung haben die Organisatoren des Seebadevereins bereits verschiedene Einsatzgebiete abgesteckt: „Gästehaus, Alter Hafen, Bänke streichen … zu tun gibt es genug“, sagt Seebadevereins-Vorsitzender Erwin Abels. „Die einzige Unwägbarkeit ist die Zahl der Teilnehmer beim Strandaufbau. Wir würden uns natürlich freuen, wenn möglichst viele Leute kommen.“

Die Zeiten, in denen Arbeitswillige aus Hooksiel und dem gesamten Umland zum Strandaufbau strömten, sind längst vorbei. Seinerzeit wurden die Helferinnen und Helfer mit Jahresfreikarten für den Strand gelockt. Ein Praxis, die später als unlauter gegeißelt wurde – und die ohnehin mit der Abschaffung des Strandeintritts ab diesem Sommer ihre Sogwirkung verloren hätte. 

Aber natürlich soll der Strandaufbau weiterhin keine Plackerei sein sonder auch Spaß machen. Dazu beitrage soll eine gemeinsame „Nachbesprechung“ mit Grillwurst und Kaltgetränk. Voraussichtlicher Beginn, so Erwin Abels, gegen 17 Uhr am Awo-Heim. 

Schraubertruppe fährt nach Greetsiel

Hooksiel (11. 4. 2023) – Oldtimer-Freunde aufgepasst. Der nächste Oldtimer Klön Tag (OKT) steht an. Für Sonntag, 30. April, ist eine Ausfahrt von Hooksiel zu „Schoof’s Mühlencafe“ in Greetsiel geplant. Die Organisatoren aus Hooksiel würden sich freuen, wenn der eine oder andere weitere „Oldi-Freund“ mit seinem Oldtimer dazu stößt und die Tour mitfahren möchte. 

„Der OKT ist kein Verein“, erläutert Ulrich Nolzen. „Wir verstehen uns eher als eine lockere Schraubertruppe, die sich gern über Probleme mit Gleichgesinnten austauscht.“ Oldtimer sind Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und ein „H“ am Schluss auf ihrem Kennzeichen haben. H steht dabei für „Historisch“. Seit April 2016 trifft sich die lustige Truppe mit ihren Oldtimern jeden ersten Sonntag des Monats zwischen 11 Uhr bis 14 Uhr bei der Bäckerei Ulfers/Eden neben der Tankstelle in Hooksiel.

Der Vorschlag, eine Sonntags-Reise zu „Schoofs Mühlencafe“ in Greetsiel (Gemeinde Krummhörn) zu unternehmen, sei bei den Oldtimerfreunden auf gute Resonanz gestoßenan. Also habe „Alfa Dieter“ das Café angeschrieben. Das Ergebnis: „Die Gäste sind willkommen.“ 

Sollte es nicht regnen, startet man um 10 Uhr an der Hooksieler Tankstelle. Ein Zwischenstopp wird auf dem Obi-Parkplatz in Jever eingelegt, erläutert „BMW Uli“ Nolzen. Eine weitere Pause ist gegen 10.45 Uhr auf dem Parkplatz der Fischerei-Genossenschaft in Neuharlingersiel vorgesehen. Um 11.45 Uhr will man das Ziel erreicht haben. Jeder Teilnehmer fährt und haftet für sich selbst.

Osterfeuer, Eiersuche und Spaziergänge

Osterfeuer
Tradition mit Atmosphäre: In Friesland brennen am Ostersonnabend die Feuer. Fotos: hol

Hooksiel (9. 4. 2023) – Ostern in Hooksiel. Ein ruhiges Fest. Viele Menschen aus der Region, aus ganz Deutschland. Im Ort, am Strand und an den Osterfeuern. Alle gut gelaunt. Dazu sehr schönes Wetter: Sonnig, aber frisch. Ideal über Spaziergänge am Strand, Fahrradtouren und die Ostereiersuche.

Hunderte von Menschen waren am Ostersonnabend zu Gast beim zentralen Osterfeuer in Warfen. Bei Musik, Imbiss und ein paar Kaltgetränken erlebten die Besucher ein Traditionsfest unter freiem Himmel. Wie an dem halben Dutzend privater Feuern um Hooksiel herum wurden die Flammen auf den zuvor umgeschichteten Brennholzhaufen gegen 19 Uhr entzündet und brannten bei Windstille kontrolliert ab.

Tagsüber flanierten viele Menschen durch die Lange Straße, schauten im Muschelmuseum oder im Künstlerhaus ein. Andere besuchten den Ostermarkt am Alten Hafen. Hier dreht sich auch am Ostermontag noch ein Kinderkarussell. Eine Reihe von Schaustellern bieten ihre Waren an – von der Bratwurst übers Eis bis zum Dosenwerfen. 

Entspannte Ostern in Hooksiel, auch für die Polizei, die lediglich einen Vorfall meldete. In der Nacht zum Karfreitag wurde auf der Bäderstraße ein alkoholisierter Autofahrer angetroffen. Der 51-Jährige hatte einem Alkoholgehalt im Blut von 1,79 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Mann muss sich in einem Strafverfahren verantworten.

Ostern Warfen
Schon bevor das Brenngut entzündet wurde war das traditionelle Osterfeuer in Warfen gut besucht.

Historische Fotos und Geschichten vom Leben in Hooksiel gesucht

Krabbenfischer in Hooksiel
Bis zum Bau des Außenhafen 1974 fuhren die Krabbenfischer durch das Tief bis zum Alten Hafen im Ortskern von Hooksiel. Foto: Suckert

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (8. 4. 2023) – Hooksiel ist ein Ort mit Geschichte. Den Beginn der neueren Zeitrechnung jenseits des historischen Kirchspiels Pakens kann man auf das Jahr 1546 datieren. Seinerzeit herrschte in Jever Fräulein Maria. Sie ließ in Hooksiel „ein hölzernes, nach oben offenes Siel“ (H. Rothert: Das ‚alte‘ Hooksiel“) errichten, das in unter ihren Nachfolgern gedeckt und um eine komplette Hafenanlage erweitert wurde. Der Grund? Hooksiel, mit der Marienstadt über das Hooksieler Binnentief verbunden, wurde Hafenumschlagplatz für die „Koopstadt“ Jever.

Die maritime Blütezeit Hooksiels endete Ende des 19. Jahrhunderts. „Um 1830 liefen noch 230 Schiffe den Hafen an, nach 1880 waren es nur noch 50 und bis 1900 ging die Zahl der ein- und auslaufenden Schiffe auf 20 zurück“, schreibt Hermann Rothert. Noch gelegentlich landeten bis 1955 aus Skandinavien kommende Frachtschiffe Bauholz für die am Hafen liegende Holzhandlung Brader an. Allerdings, so Rothert weiter: Bis zur Einweihung des Hooksieler Außenhafens 1974 belebten vier bis acht Granatfischer das Bild des Alten Hafens. Inzwischen gehen die wenigen verbliebenen Hooksieler Fischer vom Außenhafen aus auf Krabbenfang oder Muschernte.

Fischer im Alten Hafen
Ordentlich Betrieb im Alten Hafen. Gleich mehrere Fischerboote liegen im Päckchen. Foto: Suckert

Für die rückläufigen Umschlagsmengen in Hooksiel gab es mehrere Gründe: Die Straßen und das Eisenbahnnetz wurden ausgebaut und übernahmen einen Teil des Transportvolumens. Zeitgleich wurden die Schiffe größer und konnten Hooksiel nicht mehr anlaufen. Dennoch hat bis heute gerade der historische Alte Hafen eine überragende Bedeutung für das Ortsbild des Sielortes.

Wir wollen auf „Hooksiel-life“ den Versuch unternehmen, historische Fotos vom Hafen und vom Hooksieler Hafenleben, von Schiffen, Waren und die Menschen drumherum zu sammeln und unter dem Menüpunkt „Geschichte“ veröffentlichen. 

Die ersten historischen Hafenbilder hat der Hooskieler Matthias Suckert bereit gestellt.Wer dazu ein Foto beisteuern kann (falls möglich gern bereichert um Fakten oder kleine Geschichten) schicke sie per Email an 

infos@hooksiel-life.de

oder per Post oder zu Fuß an „Hooksiel-Life“, Goedeke-Michel-Str. 15, 26434 Hooksiel.

Nach und nach werden wir weitere historische Themenfelder angehen. Wer mag ,kann uns auch dazu schon jetzt Fotos und Geschichten wie etwa von Ortsansichten, Straßenzügen, Betrieben, Gaststätten oder Festen zur Verfügung stellen. Recht herzlichen Dank dafür. 

In Hooksiel kann Tennissaison beginnen

Arbeitsdienst Tennis
Die Saison kann kommen: Mirko Ortmanns (links) und Reiner Meints tragen Quarzsand auf die Kunstrasenplätze des FC Nordsee Hooksiel auf. Foto: hol

Hooksiel (7. 3. 2023) – In Hooksiel kann die Tennissaison beginnen. Nach drei Arbeitsdiensten der Mitglieder präsentiert sich die Zwei-Feld-Anlage des FC Nordsee Hooksiel in einem sehr guten Zustand – auch wenn die Quarzsand-Spielflächen bereits in die Jahre gekommen sind.

Als Arbeitsdienstleiter der FCN Tennisabteilung hatte Reiner Meints die Termine organisiert: Hecken beschneiden, Laub entfernen, Rasen mähen, Gehwege und Abflüsse reinigen, die Tennishütte putzen und auf etwaige Schäden untersuchen – das sind die jährlichen Routinearbeiten auf der Anlage im Freizeitgelände. Hinzu kommen dann die tennisspezifischen Vorbereitungen. Neuen Quarzsand auf dem Kunstrasen verteilen und einarbeiten, Netze spannen, Windschutzplanen aufhängen und ordentlich spannen. Denn, so Meints: „Wind haben wir in Hooksiel ja jede Menge.“

„Soweit sind wir erst einmal fertig und spielfähig“, sagt Meints nach drei Arbeitsdiensten. Glücklicherweise habe nur ein Termin witterungsbedingt verschoben werden müssen. Restarbeiten können jetzt parallel zum anlaufenden Spielbetrieb erledigt werden. Schon über die Osterfeiertage dürften aber die ersten Bälle fliegen. 

Der Trainingsbetrieb läuft dann Ende April an. Erste Punktspieltermine sind für Anfang Mai angesetzt. Der FC Nordsee hat drei Mannschaften für den Spielbetrieb in der Regionsklasse bzw. Regionsliga gemeldet: Ein Junioren B-Team, eine Damen- sowie ein Herrenmannschaft (ü 50). Damen und Herren werden am 6. beziehungsweise 7. Mai ihre ersten Heimspiele bestreiten, die Junioren voraussichtlich am Samstag, 13. Mai. Trainiert werden die Mannschaften von Spitzenspieler Jan-Luca Blöcker und Vereinstrainer Andre Abels.

Sieg oder Niederlage – an der Hooksieler Platzanlage wird der Ausgang der Spiele nicht liegen. Allerdings: Der 1996 verlegte Kunstrasen wird nach den Worten von Abteilungsleiter Gerd Abeldt in absehbarer Zeit erneuert werden müssen. Aktuell laufen die Planung und die Kostenermittlung an. Voraussichtlich 2024 soll dann gebaut werden. 

Übrigens: Auch Nicht-Mitglieder oder Urlaubsgäste können auf den FCN-Plätzen Tennis spielen. Die Vermietung von Spielzeiten läuft über das benachbarte Restaurant „Die Muschel“.