Hooksiel (30. 1. 2025) – Der Klimawandel schreitet voran. Fachleute erwarten neben einem steigenden Meeresspiegel auch eine zunehmende Zahl von Sturmfluten. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Sicherheit der Deiche an Bedeutung; der Seedeiche, aber auch der so genannten 2. Deichlinie – also der Deiche hinter den Deichen.
Der III. Oldenburgisch Deichband hat in dieser Woche mit den jeweiligen Deichgeschworenen und Vertretern von Behörden im Rahmen einer Verbandsschau die 2. Deichlinie in Augenschein genommen. „Wir haben die technischen Einrichtungen entlang der zweiten Deichlinie zwischen Dangast und Harlesiel betrachtet und konnten keine Mängel feststellen“, so Verbandsgeschäftsführer Steffen Wagner gegenüber „Hooksiel-life“. „Der ordnungsgemäße Zustand und die Funktionstüchtigkeit sind durchgehend gewährleistet.“
Das Deichschart in der Bäderstraße in Höhe des Hooksieler Campingplatzes kann bei Bedarf geschlossen werden. Es ist ein wichtiger Bestandteil der 2. Deichlinie des III. Oldenburgischen Deichbandes. Foto: hol
Der Zuständigkeitsbereich des Deichbandes reicht von Varel über Wilhelmshaven und das Wangerland bis nach Harlesiel. Die knapp 60 Kilometer lange Seedeichlinie wird auf einer Stecke von rund 40 Kilometern durch eine 2. Deichlinie gesichert, die – im Fall eines Bruch des Seedeiches – die Flut eindämmen soll.
„Besonders wichtig ist die Funktionsfähigkeit der Deichscharte“, sagt Verbandstechniker Thomas Schmidt. Die Durchlässe, die bei Bedarf geschlossen werden können, habe man schon im Vorfeld der Schau genau in Augenschein genommen und sich die Funktionsfähigkeit von den Deichgeschorenen bestätigen lassen.
Bau- und Unterhaltungsarbeiten an der 2. Deichlinie finanziert der Deichband aus seinen eigenen Mitteln. Eine der jüngsten Baumaßnahmen war die Erneuerung des Deiches entlang der Viethstraße. Dieser alte Hooksieler Deich verläuft vom Alten Hafen am Hooksmeer entlang, knickt vor dem Freizeitgelände ab und triff in Höhe Campingplatz auf das Deichschart an der Bäderstraße. Hinter dem Campingplatz führt ein vor einigen Jahren neu profilierter Deich vorbei an Crildumersiel in Richtung Horumersiel.
Der Deichschau-Tross wurde auf seiner Kontrollfahrt von einer Delegation der Universität Hamburg begleitet. Nach den Worten von Steffen Wagner habe eine länderübergreifende Projektgruppe aus Deutschland, Niederlande und Dänemark sich bei dem Besuch über die Bewirtschaftung der Salzmarschen informiert.
Hooksiel (29. 1. 2025) – Das Fahrwasser im Hooksmeer im Bereich der Schleuse hat wieder eine Solltiefe von 2,5 Metern. Damit sei eine sichere und ungehinderte Zufahrt für Schiffe und Sportboote gewährleistetet, stellt die Wangerland Touristik GmbH (WTG) zum Abschluss der Arbeiten zur Beseitigung der Untiefen fest.
Die Schlammbeseitigung im Hooksmeer in der vergangenen Woche war notwendig geworden, um genügend Tiefgang für Schiffe und Sportboote sicherstellen zu können. Die Untiefen, die sich im Laufe der Jahre im Fahrwasser vor der Schleuse angesammelt hatten, sorgten zuletzt immer häufiger bei Eigner von Jachten und Sportbooten mit größerem Tiefgang für Herausforderungen bei der Einfahrt ins Hooksmeer.
Schleuse erreichbar
„In den vergangenen Jahren hat die Wassertiefe in einigen Bereichen des Fahrwassers kontinuierlich abgenommen und erschwerte damit die Erreichbarkeit der Schleuse für Boote aus allen Jachthäfen des Hooksmeer,“ sagt Ralf Trappe vom Wassersportverein (WSV) Hooksiel. „Dank dieser Maßnahme können Boote mit größerem Tiefgang nun wieder ohne Probleme bis zu den Liegeplätzen im Hooksmeer fahren“, ergänzt Thorsten Sassen von der WTG, der das Projekt Trappe koordiniert hat.
Ein Spezialschiff hat die Untiefen im Hooksmeer imv Zufahrtsbereich der Schleuse beseitigt. Foto: WTG
Für die Arbeiten wurde ein Spezialschiff „Dirk“ von der Firma „JD Offshore“ (Wilhelmshaven) eingesetzt, das mit einer Egge den Meeresboden bearbeitete und Sediment aufwirbelte, das sich dann an tieferen Stellen wieder absetzten soll und damit für eine gleichmäßigere Wassertiefe sorgt. Kuriosum am Rande: der Schlepper „Dirk“ kam bei diesem Einsatz in seinen eigentlichen Heimathafen zurück.
Benannt ist das Schiff nach Dirk Huntemann, in dritter Generation Inhaber der Hooksieler Reederei Huntemann. „Mein Großvater Fokko Becker hat den Schlepper 1975 nach mir benannt“, bestätigte Huntemann gegenüber „Hooskiel-Life“. Um 2013 herum, damals spezialisierte sich die Reederei auf Seebestattungen, wurde das Schiff nach Wilhelmshaven verkauft. Die neuen Eigner benannten es um. „Aber alle an der Küste kannten den Schlepper nur unter ,Dirk‘. Da habe sie ihn wieder umgetauft“, schildert Huntemann. Die ursprünglichen Namensschilder des Schiffes haben übrigens in der Gaststätte „Brücke“ am Außenhafen einen Ehrenplatz erhalten.
Das Räum-Projekt im Hooksmeer wurde im Rahmen eines Förderprogramms des Landes Niedersachsen zur Ausbaggerung von Sportboot- und Freizeithäfen durchgeführt. Die WTG hatte sich erfolgreich um eine Förderung beworben und erhält 70 Prozent der veranschlagten Kosten aus dem Fördertopf.
Wichtig für Tourismus
Das Hooksmeer ist ein bedeutendes touristisches Ziel. Es beherbergt mehrere Segelvereine, einen Surfclub und eine Wasserskianlage und ist ein beliebtes Ziel für Freizeitboote und Wassersportler. Mit der Beseitigung der Untiefen kann das Wangerland seine Attraktivität als Wassersportregion „Für die Zukunft sollten entsprechende Maßnahmen zum Erhalt des Fahrwassers auf regelmäßiger Basis durchgeführt werden, um den Aufwand überschaubar zu halten“, unterstreicht Trappe. Dies werde dazu beitragen, die langfristige Nutzbarkeit und Attraktivität des Hooksmeeres zu gewährleisten.
Aktualisierung: Der Artikel ist am 30. Januar um den Aspekt zur Historie des Schleppers „Dirk“ erweitert worden
Das JSG-Team drei konnte das interne Fußball-Hallenturnier der JSG Wangerland nach Siebenmeter-Schießen für sich entscheiden entscheiden. Foto: JSG
Wangerland (29. 1. 2025) – Pünktlich im neuen Jahr war angerichtet zum 2. Wintercup um den „Roten Sand“. Diesmal mit vier gemischten Mannschaften aus D- und E-Jugendspielern der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangerland.
Schon in der Vorrunde nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ging es eng zu. Nur ein Spiel ging mit zwei Toren Unterschied aus. Und auch in der Finalrunde bleib es spannend . Im „kleinen Finale“ stand es beim Abpfiff 1:1. Wirklich? Gespielt wurde ohne Schiedsrichter und die Turnierleitung hatte nicht richtig aufgepasst. Die Diskussion um das Phantomtor konnte nicht aufgelöst werden. Also Siebenmeter-Schießen – und hier hatte Team zwei das bessere Ende für sich.
Dann das Finale. Auch hier stand es beim Schlusspfiff, diesmal unstrittig, 1:1 unentschieden. Wieder mussten Schüsse vom Punkt entscheiden. Als Sieger ging Team drei vom Platz und erhielt die Siegertrophäe in Form des Leuchtturm „Roter Sand“.
Die Ehrung des Torschützenkönigs geriet zur Massenveranstaltung. Gleich elf Spieler konnte mit je einem Tor den Titel für sich in Anspruch nehmen.
Hooksiel/Wangerland (28. 1. 2025) – Die geplante Verschmelzung der Vereine FC Nordsee Hooksiel, Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens kommt in die entscheidende Phase. Auf einer gemeinsam ausgerichteten Versammlung sollen die Mitglieder über den Zusammenschluss final abstimmen. Erforderlich ist eine Dreiviertel-Mehrheit in jedem der Vereine.
Mit einer Verschmelzung würde ein neuer Verein mit rund 900 Mitgliedern entstehen: der Sport-Club (SC) Wangerland. Formal würde er zum 1. Juli dieses Jahres aus der Taufe gehoben. Der Gründungsvorstand soll auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung gewählt werden, zu der die Vereine für Freitag, 21. Februar, nach Wittmund-Leerhafe einladen. Beginn: 18 Uhr in der Bi D’Bank Event Location (Klosterstraße 5). Warum findet die Versammlung der Wangerländer Vereine in Wittmund statt? „Ganz einfach“, sagt FCN-Vorsitzender Christian Doyen (Foto). „Der Notar, der die Verschmelzung begleitet, hat seinen Sitz in Wittmund. Die Versammlung muss in seinem Gerichtsbezirk stattfinden.“
Eine aus Vertretern der Vereine zusammengesetzte Arbeitsgruppe hat die Verschmelzung mit Unterstützung des Landessportbundes drei Jahre lang vorbereitet. Bei dem Zusammenschluss sind eine Reihe von Formalien zu beachten. Unter anderem mussten zum Verschmelzungsvertrag ein Verschmelzungsbericht, eine Vereinssatzung, eine Vermögensbilanz und eine neue Beitragsordnung erarbeitet werden. Die Mitglieder können sämtliche Unterlagen bei ihren jeweiligen Stammvereinen einstehen. Doyen: „Bei uns ist die Einsicht nach telefonischer Abstimmung unter 0172/1663370 oder per Mail an christian.doyen@fcnordseehooksiel.de möglich.“
Der künftige geschäftsführende Vorstand wird sechs Mitglieder haben. Darüber hinaus können für verschiedene Themen Beisitzer in den Vorstand gewählt werden. Im Falle einer Verschmelzung würden die bestehenden Mitgliedschaften in den Stammvereinen automatisch an den SC Wangerland übergehen.
Haben viel Spaß bei ihrem Hobby Feuerwehr: Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Hooksiel mit ihren Betreuerinnen und Betreuern. Foto: Feuerwehr
Hooksiel (27. 1. 2025) – Aufstellen des Maibaums, Ausmarsch vom alten zum neuen Feuerwehrgerätehaus, Spielefest im Garten der Generationen, Sommerfest am Wasserskilift, das Ablegen der Leistungsspange, „Spiele ohne Grenzen“ in Zetel, Geocaching in Sillenstede, Fackelumzug, und, und, und. Jugendwart Carsten Behnk ließ auf der Jahreshauptversammlung der Jugendwehr der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel das vergangene Jahr Revue passieren.
Zu der Sitzung am Samstag im neuen Feuerwehrgerätehaus waren neben den acht Mädchen und acht Jungen der Jugendwehr und deren Eltern zahlreiche Vertreter der Feuerwehr und der Gemeinde gekommen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marinna Kaiser-Fuchs sprach den Dank der Gemeinde für die vorbildliche Jugendarbeit aus. Zu den weiteren Gästen gehörten neben Ortsbrandmeister Jörg Nöchel und Gemeinde-Brandmeister Eike Eilers, Kreis-Jugendfeuerwehrwart Pascal Bründermann, die Gemeinde-Jugendfeuerwehrwartin Erika Bründermann sowie wie weitere Mitglieder der Hooksieler Wehr.
In Hooksiel gibt es bereits über 50 Jahre eine Jugendfeuerwehr. Hier werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren spielerisch und technisch an die Aufgaben einer Feuerwehr herangeführt. Die Gäste lobten in ihren Grußworten das Engagement der Betreuer der Nachwuchsorganisation und unterstrichen die Besonderheiten des „Hobbys Feuerwehr“.
Die Kinder und Jugendlichen hatten 2024 an 48 Tagen Dienst und haben insgesamt zusammen mit ihren fünf Betreuern 1233 Dienststunden geleistet. Am emsigsten war Juliane Ahlschläger 41 Diensten gefolgt von Martha Schröder (40) und Lenny (37). Die drei Kinder wurde mit kleinen Präsenten belohnt.
Hooksiel (27. 1. 2025) – Die Tennis-Herren ü 50-Mannschaft des FC Nordsee Hooksiel wird in der nächsten Winterrunde wieder in der Bezirksklasse an den Start gehen. Auch im letzten Spiel der Saison mussten das Aufsteiger-Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns erkennen, dass man gegen die meisten Gegner in der Bezirksliga chancenlos ist, wenn man nicht mit der eigenen Paradeaufstellung antreten kann.
Gegen den Bremer HC unterlagen die Hooksieler deutlich mit 0:6. Trotz einiger guter Phasen in den jeweiligen Matches gelang weder in den vier Einzeln noch in den beiden Doppeln ein Satzgewinn.
Andre Abels, eigentlich Nummer vier der Setzliste, musste im Spitzenduell antreten und konnte hier zumindest den ersten Satz mithalten (4:6, 1:6). Mirko Ortmanns an zwei verpasste im zweiten Satz eine mögliche Wende (1:6, 5:7). Gerd Abeldt an drei war deutlich überfordert (0:6, 0:6) und auch Torsten Riedel an vier musste erkennen, dass sein Gegenspieler ein größeres spielerisches Potenzial hat (0:6, 3:6).
Vergleichsweise eng ging es dann im Spitzendoppel zu. Beim 4:6, 3:6 von Abels/Abeldt wäre eine Überraschung drin gewesen. Ortmanns/Riedel unterlagen 1:6, 2:6. Die ü 50 beendet die Saison mit 1:9 Punkten.
Gruppenbild bei der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel mit Ehrengästen, Geehrten und Beförderten. Ganz links: der wiedergewählte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel; in der vorderen Reihe in „Zivil“ die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (in Jeans) und Ratsfrau Alice Brandenburg-Bienek als Vertreterin der Gemeinde. Foto: hol
Hooksiel (26. 1. 2025) – Jörg Nöchel bleibt für sechs weitere Jahre Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Er tritt seine dritte Amtsperiode an. Zum neuen stellvertretenden Ortsbrandmeister wurde Dr. Thomas Große gewählt, der Patrick Obst ablöst, der für den Posten aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Zum Schriftwart wurde Björn Mühlena gewählt.
Neuwahlen, Ehrungen und Beförderungen standen im Zentrum der Jahreshauptversammlung der Wehr am Samstag. Dazu konnte Nöchel neben Mitgliedern der aktiven Wehr und der Alters- und Ehrenabteilung auch eine ganze Reihe von Gästen begrüßen. Darunter Ratsfrau Alice Brandenburg-Bienek als Vertreterin des Bürgermeisters, weitere Ratsmitglieder, die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen sowie Gerhard Zunken, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Gemeindebrandmeister Eike Eilers und dessen Stellvertreter FlorianHarms.
Premiere im neuen Gerätehaus
Die Hauptversammlung fand erstmals im neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg statt. Der Neubau ist im Mai vergangenen Jahres eingeweiht worden und hat sich seither als „echtes Highlight“ bewährt. „Wir sind stolz auf unser neues Heim“, sagte Nöchel. Jetzt habe man endlich genügend Platz für die vielfältigen Aktivitäten der Wehr, für einen umfassenden Übungs- und Schulungsbetrieb und auch für gesellige Veranstaltungen.
Der Ortsbrandmeister gab einen beeindruckenden Überblick über das Geschehen in 2024, bei dem die 55 Einsätze, davon elf Brandeinsätze, fast eine untergeordnete Rolle spielten. Der Einsatzschwerpunkt liege in den Sommermonaten, sagte Nöchel. Die meisten Alarmierungen fänden tagsüber zwischen 10 und 14 Uhr statt. Entsprechend wichtig sei daher die Tagespräsenz von Feuerwehrleuten. Günter Schmöckel, Sprecher der Altersabteilung, erneuerte vor diesem Hintergrund seinen Appell an die Gemeinde Wangerland, in den Reihen der eigenen Mitarbeiter für die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr zu werben.
Ohne Mampf kein Kampf! Diese Devise gilt bei der Feuerwehr in Hooksiel. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel (links) und sein aus dem Amt ausgeschiedener Stellvertreter Patrick Obst (rechts) bedankten sich beim Küchenteam der Wehr, das von der Altersabteilung mit Kochjacken ausgestattet wurde. Foto: hol
Auch aufgrund des Umzuges ins neue Domizil leistete die Feuerwehr 10.289 Dienststunden. „Das ist sensationell“, lobte Zunken. Die aktive Wehr hat 28 Mitglieder. Hinzu kommen 15 passive Mitglieder, 13 Angehörige der Altersabteilung sowie 16 Kinder der Jugendwehr, die von Jugendwart Carsten Behnk und fünf Betreuern angeleitet werden.
Kind aus Auto befreit
Bei den Einsätzen hätten 22 Verletzte gerettet werden können, sagte Nöchel. Leider habe es auch drei Tote gegeben. Neben den Brandeinsätzen war die Wehr unter anderem bei zwei Unfällen und bei 29 technischen Hilfeleistungen gefragt. Kurios dabei die Rettung eines kleinen Kindes aus einem in der prallen Sonne stehenden Auto. Die Fahrerin hatte den Schlüssel im Wagen liegen lassen. Die Wehr öffnete die Autotür mit einem geborgten Werkzeug. Nöchel: „Seither haben wir in jedem Einsatzfahrzeug einen Draht liegen.“
Beeindruckend für die Fachleute ist auch die von Mitgliedern der Wehr geleisteten 2901 Stunden für Ausbildung und Lehrgänge. Die Palette reicht von Erste-Hilfe-Lehrgängen über Schulungen im Umgang mit Motorsäge, Funkgerät und Leiter bis hin zu den klassischen Feuerwehr-Lehrgängen für Atemschutzträger, Truppmann- und Gruppenführerausbildung sowie weitere Module, die für Beförderungen erfolgreich sind.
Björn Mühlena besonders fleißig
Für die höchste Dienstbeteiligung wurde Björn Mühlena (633 Stunden) ausgezeichnet. Auf den Plätzen folgen Harald Zinn (540) und Marianne Kruse (516). Bei der Beteiligung an des Ausbildungsdiensten lag Harald Zinn (138) vorn vor Stephan Philipp (135) und Carsten Behnk (122).
Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr hat sich personell neu aufgestellt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fred Bergmeyer gewählt. Unterstützt wird er von Günter Schmöckel (2. Vorsitzender), Björn Mühlena (Kassenwart), Jaron Meiers (Schriftwart) und Jürgen Steinbach (Beisitzer). Bergmeyer, seit über 50 Jahren Feuerwehrmann, davon 37 Jahre hauptberuflich, lebt seit anderthalb Jahren in Hooksiel. Er wolle möglichst viel Geld einwerben, mit dem weitere Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr angeschafft werden können, kündigte er an.
50 Jahre in der aktiven Wehr
Mit Muammercan Basagaoglu, Paul Nußlein, Jan-Niclas Opfer und Damian Priebe freute sich Nöchel über vier neue Feuewehrmann-Anwärter, die zum Teil aus der eigenen Jugendwehr hervorgegangen sind. Gemeindebrandmeister Eike Eilers nahm die Beförderungen vor: Kathrin Hillers ist jetzt Oberfeuerwehrfrau, Björn Mühlena und Jaron Meiners Oberfeuerwehrmänner. Michael Zbikowski und Torben Arendt steigen zu Hauptfeuerwehrmännern auf, Christian Schröder darf die Schulterklappen eines Ersten Hauptfeuerwehrmannes tragen und Patrick Obst wurde zum Brandmeister befördert.
Die Ehrung langjähriger Mitglieder übernahm Gerhard Zunken zusammen mit der Alice Brandenburg-Bienek als Gemeinde-Vertreterin. Für 25 Jahre aktiven Dienst in einer Feuerwehr (davon die meisten im Kreis Olpe) wurde Holger Riedesel ausgezeichnet. Seit 50 Jahren in der Hooksieler Wehr aktiv ist Michael Brand. Der 61-Jährige ist bereits 1975 in die Jugendwehr eingetreten, dort bis heute überaus aktiv und noch topfit. Als Beleg dafür führte Zunken an, dass der Jubilar sogar noch zu den Atemschutzgeräteträgern der Wehr gehört – das sind die Leute der Wehr, die im Brandfall vorweg gehen.
Hooksiel (26. 1. 2025) – Aufgrund von Restarbeiten an der Hooksieler Schleuse kommt es voraussichtlich zwischen Montag, 27., bis Freitag, 31. Januar, erneut zu einer Vollsperrung der Bäderstraße. Wie die landeseigene Hafengesellschaft NPorts mitteilt, werden an der Torlinie 1 Bauarbeiten durchgeführt.
In der Zeit ist keine Zufahrt für den Auto- und Radverkehr sowie keine Überquerung der Schleuse zu Fuß möglich. Der Weg bis zur Schleuse ist frei, allerdings gibt es keine Wendemöglichkeit. Für den Schiffsverkehr ist die Schleuse während der Restarbeiten an der Torlinie 1 teilweise gesperrt.
Seit September vergangenen Jahres modernisiert NPorts die Schleuse. Mit „Torlinie“ werden „Stemmtore“ bezeichnet, eine aus zwei Flügeln bestehende Konstruktion. Die Schleuse hat insgesamt fünf Stemmtorpaare, also fünf Torlinien, die in den nächsten Jahren saniert werden sollen. Bis 2027 wird die Schleuse nach und nach auf den neusten Stand der Technik gebracht.
Die „Alte Schneiderei“ bekommt ein „Tee-Stübchen“. Gastronom Mirco Huber baut dafür derzeit das Nachbargebäude (rechts) um, in dem bislang ein Taschengeschäft untergebracht war. Foto: hol
Hooksiel (22. 1. 2025) – Ein Spaziergang am Strand, danach durch Hooksiel flanieren, eine Kleinigkeit essen oder eine Tasse Tee trinken … das gehört zum regelmäßigen Freizeitprogramm vieler Menschen aus dem Nordwesten. Voraussichtlich ab März können sich die Besucher über ein neues Angebot freuen. Die Traditions-Gaststätte „Alte Schneiderei“ wird um ein „Tee-Stübchen“ erweitert.
Nach den Worten von Mirco Huber, der das Restaurant mit seiner Mutter Monika betreibt, wird das „Tee-Stübchen“ bis zu 50 Sitzgelegenheiten bieten. Darunter eine kleine Kapitäns-Ecke. Neben Tee und Kaffee sollen unter anderem Torten, Waffeln und Windbeutel angeboten werden. „Wir hatten die Idee für das Café schon vor drei Jahren“, so Huber. „Aber erst Ende vergangenen Jahres bot sich die Gelegenheit, die bislang von einem Taschengeschäft genutzten Räume mit anzumieten.“
Die „Alte Schneiderei“ liegt im historischen Ortskern von Hooksiel. Das Gebäude in der Nähe des Alten Hafens soll um 1720 gebaut worden sein. 1860 wurde es zum „Schneiderhaus“. Seit 1988 wird das Haus mit dem historischen Charme als Restaurant genutzt.
Monika und Mirco Huber haben den Betrieb vor 16 Jahren übernommen. Sie beschäftigen ganzjährig 19 Mitarbeiter. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Fleisch- und Fischgerichte, aber auch kleine Speisen – wie etwa Fischbrötchen zum Mitnehmen – bietet das Haus an.
Mit dem „Tee-Stübchen“, das über einen Durchbruch mit der „Alten Schneiderei“ verbunden werden soll, möchten die Hubers die Zahl ihrer Sitzplätze im Erdgeschoss vergrößern. Von den derzeit gut 80 Plätzen befinden sich rund die Hälfte im Obergeschoss – was gerade älteren Gästen oft zu beschwerlich ist. Bei schönem Wetter kommen 40 Plätze auf der Außenterrasse hinzu.
Zu den Kunden der „Alten Schneiderei“ gehören Gruppen etwa zu Geburtstags- oder Konfirmationsfeiern und auch Trauergesellschaften. Gerade für sie soll das „Tee-Stübchen“ Platz bieten. Abends werde man das ebenerdige Café auch für Restaurant-Gäste mit nutzen, sagte Huber. Die Umbauarbeiten, so hofft der in Wilhelmshaven lebende Gastronom, werden bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Im Hooksmeer beseitigt das Fahrzeug „Dirk“ Untiefen, die Sportbooten oftmals zum Verhängnis geworden sind. Foto:: Heinz Martin
Hooksiel (22. 1. 2025) – Die Fahrrinne im Hooksmeer wird aktuell von Schlamm befreit. Das bestätigt Thorsten Sassen von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) gegenüber „Hooksiel-Life“. Ein Spezialschiff wirbelt mit einer Egge im Bereich von Untiefen auf dem Grund liegendes Sediment auf, das sich dann an tieferen Stellen wieder absetzen soll. Durch das vom Land Niedersachsen geförderte Projekt soll die Zufahrt von Sport- und Freizeitbooten von der Außenschleuse bis zu den Liegeplätzen im Hooksmeer gesichert werden.
Heinz Martin, Vorsitzender des Wassersportvereins Hooksiel (WSV), hatte auf der Jahreshauptversammlung seines Vereins die Bedeutung des Projektes unterstrichen (siehe unten stehenden Bericht). Die Untiefen seien im Laufe der Jahre beträchtlich angewachsen, so dass Eigner von Jachten mit größerem Tiefgang immer wieder Probleme bekommen hätten. Nach den Worten von Sassen soll der Schlammeinsatz, der am Montag begonnen hat, morgen abgeschlossen werden.
Das Hooksmeer, die Verbindung zwischen dem Alten Hafen von Hooksiel und der Außenschleuse, ist vor über 40 Jahren im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens künstlich angelegt worden. Das Gewässer hat große touristische Bedeutung. Beheimatet sind hier unter anderem mehrere Segelvereine, ein Surfclub und eine Wasserskianlage. Zu den Anrainern gehört aber auch die Hooksieler Werft.
Bei der Finanzierung des Projektes profitiert die WTG von einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen zur Ausbaggerung von Sportboot- und Freizeithäfen. Um entsprechende Mittel aus dem Topf hatte sich die Tourismustochter der Gemeinde Wangerland im vergangenen Jahr beworben. Mit Erfolg. Das Land schießt 20.000 Euro, und damit 70 Prozent der voraussichtlich anfallenden Kosten, zu.
Eigentlich hätte die Schlammbeseitigung schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Der Projektstart musste aber verschoben werden: Zum einen war kurzfristig kein entsprechendes Spezialschiff verfügbar, zum anderen muss aus ökologischen Gründen die Wassertemperatur stabil unter 12 Grad liegen.