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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Betonsteine in der Friesenstraße werden immer wieder beschädigt

Hooksiel (14. 2. 2025) – Es ist ein Ärgernis der besonderen Art. Immer wieder fahren Autofahrer gegen die Betoneinfassungen der Pflanzbeete in der Friesenstraße. Die Einfassungen gehen dabei kaputt – können aber nicht repariert oder ersetzt werden. „Die Betoneinfassungen für die Beete sind nicht mehr erhältlich“, bestätigt Torsten Meuer, Bauamtsleiter bei der Gemeinde Wangerland, gegenüber „Hooksiel-Life“.

Kaputt Beeteinfassung in der Friedensstraße in Hooksiel
Ärgerlich: Immer wieder fahren Autofahrer gegen die Pflanzbeete in der Friesensstraße. Die meisten Verursacher melden sich nicht – und die Schäden sind kaum zu reparieren. Archiv-Foto: hol

In der Vergangenheit habe eine von der Gemeinde beauftrage Baufirma die Formsteine als Sonderanfertigung bestellt. Dabei habe es stets sehr lange Lieferzeiten gegeben. Künftig soll sich das ändern. Die Gemeinde wolle die Betonsteine durch maximal vier Zentimeter hohe Rundbordsteine ersetzen. Wann das passieren wird, vermag Meuer nicht abzuschätzen. „Der Zeitpunkt zur Umsetzung der Maßnahme ist noch offen“, so der Bauamtsleiter. „Die finanziellen Mittel müssen letztendlich auch zur Verfügung stehen.“

Die Pflanzbeete sollen den Verkehr in der Friesenstraße (Tempo-30-Zone) beruhigen. Da die Straße aber eine der Hauptzufahrten zum Gästehaus und damit zur „Tourist-Info“ ist, wird sie auch von vielen Auswärtigen befahren. Vielleicht – so eine Vermutung – sei das der Grund dafür, dass der ein oder andere Autofahrer von den Hindernissen überrascht werde. 

Genaue Informationen über die Verursacher und die Ursachen für die Sachbeschädigungen gibt es nicht. „Leider haben wir nur die wenigsten Schadensverursacher feststellen können“, sagt Meuer. „In ein paar Einzelfällen trat ein Versicherungsfall ein, die meisten Schäden sind unbekannter Herkunft.“

Eine Liste über die Schadensfälle in den vergangenen Jahrzehnten in der Friesenstraße führt die Gemeinde nicht. Aber, so die Schätzung von Anwohnern, dürfte die Zahl längst im dreistelligen Bereich liegen. 

Geldbörse und Handy gestohlen

Hooksiel (13. 2. 2025) – Die Polizei hat einen Diebstahl aus einer Gaststätte in Hooksiel schnell aufklären können. Nach dem Abschluss der Ermittlungen muss sich eine 41-jährige Frau wegen mehrerer Straftaten verantworten,

Am Sonntag hatte ein Mann angezeigt, dass im am Samstag nach 17 Uhr in einem gastronomischen Betrieb sein Portemonnaie und sein Smartphone abhanden gekommen sei. Der Betroffene hatte den möglichen Diebstahl erst bemerkt, als er die Lokalität verlassen wollte. 

Im Rahmen der Ermittlungen habe man festgestellt, so die Polizei in einer Mitteilung, dass eine nicht autorisierte Person am Dienstagvormittag versucht habe, mit einer der entwendeten Kreditkarten aus der Geldbörse Zahlungen vorzunehmen. Im Zuge der weitern Ermittlungen konnte die 41-jährige Frau ausfindig gemacht werden, die nun im Verdacht steht, das Portemonnaie und das Handy entwendet und mehrere Bezahlvorgänge mit der gestohlenen Kreditkarte eingeleitet zu haben.

Nachdem sich die Hinweise verdichteten, habe die Beschuldigte gegenüber den Ermittlern die Taten eingeräumt und das Diebesgut ausgehändigt. Bis auf das im Portemonnaie befindliche Bargeld seien alle Dokumente und Zahlkarten noch vorhanden gewesen, so die Polizei.

Vorstoß für Klima und Sicherheit: Ganz Hooksiel eine Tempo-30-Zone

Hooksiel (13. 2. 2025) – Nachdem der Rat der Gemeinde Wangerland der Ausweisung einer Tempo-30-Zone für die Ortseinfahrt über die Straßen Pakenser Altendeich/Lange Straße zugestimmt hat, hält es der Hooksieler Bernhard Köster für geboten, den gesamten Ort zu einem „Shared-Space“ zu entwickeln. In einem Schreiben an die Gemeinde schlägt er vor, alle Straßen im Ort als 30er-, beziehungsweise 20er-Zone oder als so genannte „Spielstraße“ auszuweisen. 

Das Konzept „Shared Space“ sieht einen von allen Verkehrsteilnehmern gemeinsam genutzten Straßenraum vor. Im Zuge dessen wäre es nach Ansicht von Köster sinnvoll, eine einheitliche Verkehrsregelung für ganz Hooksiel einzuführen. Als Vorfahrtregel sollte dann durchgängig „Rechts vor Links“ gelten.

Tempo 30 Hooksiel
Wenn für ganz Hooksiel Tempo 30 gelten würde, wären zahlreiche Verkehrsschilder überflüssig.Foto: hol

Derzeit ist in Hooksiel lediglich noch auf der Straße Middeldiek, in Teilen der Nee Straat, im Gewerbegebiet und auf dem Abschnitt der Landesstraße 810 zwischen Kreisel und Schmidtshörn Tempo 50 erlaubt. Bei einer Änderung müssten an allen fünf Ortseingängen Schilder darauf hinweisen, dass für den gesamten Ort eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gilt. Ob man dann überhaupt noch verkehrsberuhigte Bereiche („Spielstraßen mit 7 bis 10 Km/h) und die Tempo-20-Zone in der Ortsmitte bräuchte, könnte man diskutieren. 

Köster hofft, dass sein Vorschlag demnächst in den kommunalen Gremien beraten wird.Die Vorteile einer Neuordnung liegen für ihn auf der Hand: Das Miteinander der drei Mobilitätsformen – Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer – würde deutlich einfacher. Rund 20 Verkehrsschilder, so schätzt der Familienvater aus Hooksieler, wären überflüssig und könnten abgebaut werden. Das würde das Ortsbild verschönern und zudem bei der Gemeinde Kosten einsparen.

Ein weiterer nicht unwichtiger Aspekt: Mit Blick auf den drohenden Klimawandels ließe sich der touristisch geprägte Ort als umweltfreundlich positiv vermarkten. „Grundsätzlich könnte sich Hooksiel ohne großen Aufwand zu einem „Shared Space“ entwickeln, wodurch unser Dorf Modellcharakter für Niedersachen und Deutschland erlangen würde und nahezu alle Verkehrszeichen abgeschafft werden könnten“, so Köster.

Ergänzung: Und was passiert, wenn man dabei erwischt wird, wenn man sich nicht an Tempo 30 hält? Dazu geht es hier zu einer informativen Beraterseite.

Nach Fauxpas im Vorfeld: Ausschuss steht hinter Plänen für Vier-Sterne-Hotel

Entwurf eines Hotels für Hooksiel
So könnte aus Sicht der Planer des Büros „Moos & Krumbrink“ ein Vier-Stenre-Hotel aussehen, das am Alten Hafen im Ortskern von Hooksiel gebaut werden soll. Foto: hol

Hooksiel (12. 2. 2025) – Die Gemeinde Wangerland soll den Bau eines Vier-Sterne-Hotels auf dem ehemaligen Feuerwehrareal am Alten Hafen unterstützten und die Planung dafür vorantreiben. Das empfahl der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Dienstag Abend in seiner Sitzung im Gästehaus Hooksiel dem Rat. Zuvor hatten Vertreter der Planungsgesellschaft „Moss & Krumbrink“ den Politikern und rund Hundert Interessierten ihre bereits leicht überarbeiteten Pläne vorgestellt. 

Telefonnummern vertauscht

Die Specht-Gruppe als zweite Bewerberin für den Kauf des Hafen-Grundstückes hatte auf die Präsentation ihres Health-Care-Appartement-Komplexes verzichtet. Ein Grund dafür war offenbar ein Fauxpas, der dem Hooksieler Ratsherrn Holger Ulfers, Sprecher der SPD-Fraktion, im Vorfeld unterlaufen ist. Ulfers hatte nach eigenem Bekunden beide potenziellen Investoren im Vorfeld der Sitzung anrufen wollen. Dabei habe er die Telefonnummern verwechselt. Im Glauben, er spreche mit den Hotel-Planern, hat er dann wohl gegenüber dem verantwortlichen Specht-Manager durchblicken lassen, dass er und Teile des Rates das Hotel-Projekt favorisieren ….

Michael Moos und Architekt Kröhnhoff
Michael Moos (links) und Norbert H. Kröhnhoff haben anhand eines Modells simuliert, wie sich das Hotel ins vorhandene Gebäudeensemble einfügen würde. Die Höhe des Neubaus haben sie an die benachbarten Packhäuser angepasst. Foto: hol

„Schade, dass wir dadurch nur noch einen Bewerber haben“, bedauerte Bürgermeister Mario Szlezak. Der Vorfall sei kein gutes Signal an Investoren, die etwas im Wangerland bewegen wollen. Inzwischen habe man sich bei der Specht-Gruppe entschuldigt und dabei auch signalisiert, dass ein Appartement-Komplex für Menschen mit Beeinträchtigungen in Hooksiel oder in anderen Orten im Wangerland sehr wohl gewünscht sei.

Der Ausschuss stimmte mit vier Stimmen für die Hotelplanung. Drei Ratsmitglieder, darunter die Sprecherin de Gruppe Gemeinsam fürs Wangerland (GfW), Alice Brandenburg-Binek (CDU), enthielten sich. Ein Grund dafür: Es gibt derzeit noch keinen Investor für das geplante Hotel.

Pläne erst im Vorentwurf-Stadium

Für das Planungsbüro versicherten Michael Moos und Architekt Norbert H. Kröhnhoff, mit vier potenziellen Investoren für das zehn bis zwölf Millionen Euro teure Projekt in Kontakt zu stehen. Konkrete Gespräche werde man nach dem Zuschlag von der Gemeinde führen. Die Projektplanung, so Moos, sei ja ohnehin erst im Stadium eines Vorentwurfs. 

Es gebe noch ein Reihe von offenen Fragen etwa zum Denkmalschutz, zur Sicherung der 2. Deichlinie, zur Gründung und zu den Baustoffen, die noch in Gesprächen mit den zuständigen Behörden geklärt werden müssten – und offenbar auch geklärt werden können, wie Andre Tönjes von der Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Friesland und Wangerlands Bauamtsleiter Torsten Meuer versicherten.

Der Rat der Gemeinde soll im März grundsätzlich über den Verkauf des Grundstückes an „Moos & Krumbrink“ entscheiden. Danach soll ein vorhabenbezogener Bebauungsplan für das 1000 Quadratmeter große Hafen-Grundstück erarbeitet werden. Daran wären Träger öffentlicher Belange ebenso beteiligt wie die Öffentlichkeit. Ergänzt werden soll der B-Plan um einen städtebaulichen Vertrag, in dem Detailfragen geregelt werden können – wie etwa das Nebeneinander von Hotel und Volksfesten, die in Hooksiel traditionell auf dem Hafenplatz gefeiert werden.

Wohnungen für Hotel-Mitarbeiter

Moos und Kröhnhoff signalisierten, dass man durchaus bereit sei, auf Wünsche einzugehen. Nicht verhandelbar sei allerdings die Größe des Hotels mit mindestens 60 Zimmern. „Darunter gilt ein Hotel nicht als wirtschaftlich.“ Ein weiterer Knackpunkt: Unterkünfte für die Beschäftigten. Hier haben die Planer ein Grundstück auf der gegenüber liegenden Seite der Lange Straße im Blick. Die ehemalige Gaststätte „Lütt un Lütt“ soll abgerissen werden und dafür ein Komplex mit bezahlbaren Wohnungen für Hotel-Mitarbeiter entstehen.

Seit der ersten Präsentation im Herbst haben die Planer ihren Entwurf nachgebessert. Wie Kröhnhoff ausführte, wird das fünfgeschossige Gebäude etwa zwei Meter niedriger. Mit einer Firsthöhe von 14,40 Meter und einer Knickhöhe von 12 Metern liege man jetzt inetwa bei der Höhe der benachbarten Packhäuser. Erreicht wurde die „Absenkung“ durch eine geplante Teilöffnung der Hafenmauer. Dadurch liegt das Gebäude nur noch 0,5 Meter über dem Straßenniveau. Ein Vorteil: Das im Erdgeschoss geplante Café samt Außenterrasse wäre auch vom Alten Hafen aus über ein paar Stufen zu betreten. Inwieweit die Mauer für den Denkmalschutz und für die Deichsicherheit ersetzbar ist, muss noch abschließend geklärt werden. 

Für Region typische Baustoffe

Unverzichtbar seien die im Tiefgeschoss vorgesehenen 22 Parkplätze für Hotelgäste. Entbehrlich hingegen ist auf jeden Fall ein von den Planern als Anbau vorgesehener Kiosk. Wünschenswert seien öffentliche Toiletten sowie Duschen für Segler, unterstrichen die Gemeindevertreter. 

Die Planer setzten in ihrem Entwurf für das optisch dreigeteilte Gebäude auf für Norddeutschland typische Baustoffe. Backstein für die Fassaden, Kupfer fürs Dach. Hinzu kommen maritime Elemente sowie kleine Balkone, die an Ladekran-Luken von Packhäuser erinnern sollen. Ob ein gewünschter Fahnenmast auf dem Hafenplatz den dort stattfindenden Festen im Weg steht, müsse sich zeigen. Die dortigen Parkplätze müssten aber auf jeden Fall weichen.

Wie Andre Tönjes beteuerte, werde der Denkmalschutz nicht in jedem Fall auf die Hafenmauer bestehen. Wichtiger sei der Gesamteindruck des Ensembles auf diesem für Hooksiel sehr wichtigem Platz. Dafür gebe es noch einigen Gesprächsbedarf. 

„Welt-Wal-Tag“ im Nationalparkhaus

Wangerland (12. 2. 2025) – Für Samstag, 15. Februar, lädt das Nationalpark-Haus Wangerland zu einem Aktionstag anlässlich des „Welt-Wal-Tags“ ein. Im Mittelpunkt stehen die auch in der Nordsee lebenden Schweinswale. 

Ein Team vom Verein JadeWale e.V. präsentiert um 17 Uhr auf unterhaltsame Weise den Vortrag „Watt’n Schnack“. Die Experten stellen den Gästen den Schweinswal vor und geben Einblicke in sein Leben im Wattenmeer. Bereits für 15 Uhr sind die jüngsten Besucher eingeladen, einer Walgeschichte aus einem Kinderbuch zu lauschen. Im Anschluss wird gemeinsam gebastelt – natürlich rund um das Thema Wale. 

Ein weiterer Aspekt ist der Schutz der Schweinswale. Besonders der Lärm in der Nordsee setzt ihnen zu. Der Naturschutzverband BUND wird am Nachmittag vor Ort sein und über das Projekt „Ruhe für den Schweinswal“ informieren. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie kann in den örtlichen Tourist-Informationen oder online unter wangerland.de erfolgen. Der Zutritt zum Vortrag um 17 Uhr ist frei. Ansonsten kostet der Eintritt 3 Euro (mit Gästekarte) bzw. 4 Euro.

Gepäcktransport wird günstiger

Wangerooge/Wangerland (12. 2. 2025) – Die Gepäckbeförderung per Schiff und Bahn für Schülerinnen und Schüler, die die Jugendherberge auf Wangerooge besuchen wollen, wird günstiger. Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) mitteilt, sinkt der Preis von 17.30 auf 15 Euro. Der Preis umfasst den Transport vom Schiffsanleger bis zur Unterkunft.

Die Abgeordnete hatte in einem Schreiben an die Deutsche Bahn/ SIW (Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge) dargestellt, dass die Kosten für den Gepäcktransport, die neben dem Fahrpreis für die Schüler in Höhe von 16,60 Euro anfallen, für viele Schulen und Gruppen eine erhebliche Belastung darstellen. Jensen hatte besonders die Bedeutung von Schul- und Klassenfahrten sowie Ferienfreizeiten für die Entwicklung sozialer Kompetenzen junger Menschen hervorgehoben. „Außerschulische Bildung ist mehr als nur Urlaub – insbesondere im UNESCO-Welterbe Niedersächsisches Wattenmeer.“ 

Die Preissenkung um 13 Prozent gilt ab dem 1. März. Die Bahn will damit die Schullandheime im Westen der Insel unterstützen. Rieka Beewen, Kurdirektorin von Wangerooge: „Das freut uns wirklich sehr. Wir danken Frau Jensen für ihr persönliches Engagement. Die Preissenkung ist ein großer Schritt und wird unseren Schullandheimen helfen.“ In den Schullandheimen auf der Insel werden jährlich mehr als 50.000 Übernachtungen verzeichnet. 

Neues Café am Hooksieler „Gruseleum“ soll im April eröffnet werden

Martina Keiner
Im April will Martina Kreiner ein neues Café am „Gruseleum“ in Hooksiel eröffnen. Foto: hol

Hooksiel (11. 2. 2025) – Mit „hex, hex, hex und dreimal schwarzer Kater“ war es nicht getan. Wochenlang haben Maurer, Zimmerer, Tischler und Elektriker intensiv gearbeitet. Inzwischen ist die äußere, gläserne Hülle von „Esmeralda’s Hexencafe“ annähernd fertig. Jetzt beginnt die Gestaltung im Detail. 

Das neue Café am „Gruseleum“ mit an die 30 Plätzen soll am zweiten Wochenende im April eröffnet werden und das gastronomische Angebot in Hooksiel bereichern. Denn, so betont Inhaberin Martina Kreiner, das Café werde für jedermann geöffnet sein. „Wir wollen nicht nur die Besucher des Gruseleums begeistern – aber die natürlich auch.“ 

Von der Geisterbahn zur Gruselshow

Seit nunmehr zehn Jahren betreibt Martina Kreiner das „Gruseleum“ am Pakenser Altendeich. Zunächst nebenberuflich, seit geraumer Zeit in Vollzeit. „Den Anstoß für das Projekt gab eine Fahrt mit meinem damals sechsjährigen Sohn in einer Geisterbahn im Harz“, erinnert sich die Sillenstederin. „Das fanden wir nur mäßig spannend und haben uns gesagt: Das können wir besser!“

Gesagt, getan. Aus der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in Hooksiel ist ein Ort des Schauderns und Erschreckens geworden. Im Inneren des profanierten Gotteshauses erinnert nichts mehr an die christliche Bestimmung. Selbst an den Türklinken sind die Kreuze entfernt worden. In eng verschachtelten Gängen lassen bei schummriger Beleuchtung schaurige Gestalten, Skelette und andere Wesen den kleinen und großen Besuchern die Gänsehaut über den Rücken laufen. 

Grusele in Hooksiel
Schaurige Gestalten sorgen für den Gruselfaktor im „Gruseleum“. Foto: hol

Den wesentlichen Gruselfaktor bestimmt aber das lebende Inventar, zu dem auch mehrere Familienangehörige von Martina Kreiner gehören. Als Hexen und Geister verkleidete Laiendarsteller, die ihre Rollen mit großer Begeisterung und viel Spaß ausfüllen. Im Gruseleum selbst, aber auch bei den „Grusel-Dinnern“, die regelmäßig stattfinden. Zu den in der hauseigenen Küche mit regionalen Produkten bereiteten Menüs erwartet die 30 Gäste eine Life-Gruselshow. 

Echter Anziehungspunkt

Die Regie dafür verantwortet Martina Kreiner, selbst ausgebildete Spiel- und Theaterpädagogin sowie Clownin. Jahrelang hat sie in der Theatergruppe in Sillenstede mitgespielt und die Gruppe geleitet. Heute freut sie sich in der Urlaubszeit über häufig um die hundert Besucher am Tag. Damit hat sich das „Gruseleum“ längst einen Platz unter den wichtigen touristischen Anziehungspunkten im Ort erobert.

Kritik, dass eine Gruselshow in einer ehemaligen Kirche nichts zu suchen habe, lässt Martina Kreiner nicht gelten. „Ich bin selbst ein christlicher Mensch und habe mich über Jahre in der Kirchenarbeit engagiert“, sagt die Hexen-Darstellerin. „Was wir hier machen, ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Und alle Darsteller und die allermeisten Besucher sind ganz wunderbare Menschen.“ 

Im Frieslandtakt: Mit dem Bus jede Stunde von Hooksiel nach Carolinensiel

Friesland/Wangerland (11. 2. 2025) – Der Landkreis Friesland meldet Vollzug: Nachhaltig, günstig und gut getaktet mit dem Bus quer durch den Landkreis Friesland fahren. „Dafür steht der Frieslandtakt, dessen Hauptliniennetz mit der jüngsten Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Wangerland Anfang Februar komplettiert wurde“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Damit sei ein großes Ziel des Nahverkehrsplans (NVP) des Landkreises erreicht worden, das der Landkreis seit 2020 kontinuierlich verfolgt habe, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigert.

Seit Beginn der Umsetzung hat sich einiges getan: Neben zusätzlichen Buslinien und mehr Fahrtmöglichkeiten seien die Linienfahrpläne hinsichtlich der Umstiegszeiten optimiert worden. Die jüngsten Verbesserungen: seit dem 5. Februar 2025 fahren auch die Linien 211 (Hooksiel – Hohenkirchen – Carolinensiel – Harlesiel) und 212 (Jever – Hohenkirchen – Schillig) nach dem Frieslandtakt, also unter der Woche im Stundentakt (212) beziehungsweise im Zwei-Stunden-Takt (211) und am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt. Eine neue Besonderheit sei zudem die regelmäßige Anbindung des Hooksieler Hafens.

Zum Gesamtprogramm gehören weitere Verbesserungen wie der barrierefreie Ausbau von Haltestellen. Seit 2022 können zudem alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse sowie Auszubildende mit Wohnsitz in Friesland mit dem Jugendticket kostenfrei im VEJ-Gebiet fahren, also in den Landkreisen Friesland, Wittmund, Aurich und Leer sowie den Städten Emden und Wilhelmshaven. Für dieses und da nächste Jahr sei unter anderem der Ausbau des digitalen Angebots geplant, wie zum Beispiel das Installieren von digitalen Informationsanzeigen (Echtzeitinformation) oder das Einführen von Handytickets.

Dressurlehrgang: Reiterinnen lernen, Hilfen feiner einsetzen

Dressur-Lehrgang beim RuF Hooksiel
Monika Guschalla nahm auf Dolores am Dressurlehrgang teil. Foto: Elsbeth Noatzsch

Hooksiel (11. 2. 2025) – Hoch zufrieden waren die Teilnehmerinnen am zweitägigen Dressurlehrgang beim beim Reit- und Fahrverein Hooksiel (RuF). Der von Andreas Schöffner gegebene Lehrgang richtete sich an Reiterinnen und Reiter aller Leistungsklassen.

Schöffner ist ausgebildeter Pferdewirt und absolvierte seine Ausbildung bei Wolfram und Brigitte Wittig, bei denen er auch nach Abschluss seiner Lehre mehrere Jahre tätig war. Anschließend arbeitete er für das Gestüt Vorwerk in Cappeln, bevor er sich 2009 selbstständig machte. Seitdem gibt er regelmäßig Lehrgänge in Australien, Schottland und Deutschland. Schöffner hat bereits zahlreiche Siege und Platzierungen von Reitpferdeprüfungen bis zur Klasse S*** erzielt.

Am ersten Lehrgangstag standen die Grundlagen der Dressur im Fokus. Mit individuell abgestimmtem Training unterstützte Schöffner die Reiterinnen dabei, ihre Hilfengebung zu verfeinern und die Losgelassenheit sowie Durchlässigkeit ihrer Pferde zu verbessern. 

Das Programm am zweien Tag knüpfte nahtlos an die Arbeit des Vortages an. Die erarbeiteten Korrekturen wurden gefestigt und weiter ausgearbeitet. Schöffner legt besonderen Wert darauf, dass die Reiterinnen ihre Fortschritte bewusst wahrnehmen und mit einem positiven Gefühl aus den Trainingseinheiten herausgehen. Alle Teilnehmerinnen zogen eine positive Bilanz. Sie waren nicht nur mit den eigenen Fortschritten, sondern auch mit dem individuell angepassten Unterrichtskonzept hoch zufrieden. 

Auch Dorfgemeinschaft für ein Hotel

Hooksiel (10. 2. 2025) – Nach dem örtlichen Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) hat sich auch die Dorfgemeinschaft Hooksiel für ein Hotel am Alten Hafen ausgesprochen. In einem Schreiben an den Rat der Gemeinde Wangerland äußert der Vorstand der Gemeinschaft die Sorge, dass das konkurrierende Health-Care-Projekt auf Sicht die traditionell am Hafen stattfindenden Großveranstaltungen der örtlichen Vereine gefährden könnte. 

Bei dem Verkauf des ehemaligen Feuerwehr-Areals am Rand des Hafens an einen Hotelinvestor sehe man bessere Chancen für eine Zusammenarbeit. Bei einem Appartement-Projekt mit möglicherweise 15 verschiedenen Teil-Eigentümern bestehe stets die Gefahr, dass einer davon gegen die Festivitäten wie Herings- und Krabbentage, Weihnachtsmarkt oder Herbstleuchten in seiner unmittelbaren Nachbarschaft klagen könnte.

Am Dienstagabend, 11. Februar, will der Ausschuss für Gemeindeentwicklung eine Empfehlung für den Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks aussprechen. Im Bewerbertopf übrig geblieben sind ein Hotel-Investor und der Betreiber für einer Health-Care-Appartement-Anlage. 

Aktualisierung: Nach Informationen des „Jeverschen Wochenblatts“ (Dienstag-Ausgabe) haben die IInvestoren für das Health-Care-Gebäude ihr Angebot zurückgezogen. Sie wollen ihr Projekt heute Abend nicht mehr vorstellen, da der Ort und der Rat sich ohnehin schon für ein Hotel entschieden hätten.