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Alle Beiträge zum Thema “CDU”

CDU Wangerland kritisiert neue Mehrheitsgruppe scharf

Wangerland (26. 10. 2026) – Die CDU Wangerland sieht in der Bildung der neuen Mehrheitsgruppe aus SPD, Pro Wangerland und Bündnis 90/Die Grünen ein falsches Signal zum Beginn der neuen Ratsperiode. Nach Auffassung des CDU-Gemeindeverbandes wird damit eine große Chance vertan, den bei der Kommunalwahl deutlich gewordenen Wunsch nach Veränderung in eine neue politische Zusammenarbeit zu überführen.

Wählerwillen ignoriert

Die CDU ging als stärkste Kraft aus der Gemeinderatswahl hervor und konnte ihre Zahl der Ratsmandate von sechs auf acht erhöhen. SPD und Pro Wangerland mussten hingegen deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Bei der Bürgermeisterwahl wurde CDU-Kandidaten Thies Fischer mit großer Mehrheit zum neuen Bürgermeister gewählt. Er löst den SPD-Amtsinhaber Mario Szlezak am 1. November ab.

„Die Menschen im Wangerland haben nicht nur neue Personen gewählt. Sie haben aus unserer Sicht auch deutlich gemacht, dass sie sich einen anderen politischen Kurs, neue Ideen und einen echten Neuanfang wünschen. Diesen Wählerwillen müssen wir ernst nehmen“, betont der Vorsitzender der CDU Wangerland, Christian Burchardt (Foto), in einer Presseerklärung.

Umso kritischer bewerte die CDU die Entscheidung von SPD, Pro Wangerland und Grünen, unmittelbar vor Beginn der neuen Ratsperiode eine feste Mehrheitsgruppe zu bilden. Bemerkenswert sei dabei, dass die Beteiligten nach eigenen Aussagen keine gemeinsamen Kernthemen festgelegt hätten, für die sie geschlossen eintreten wollen.

Erhalt von Posten und Einfluss

„Wenn drei politische Gruppierungen eine feste Mehrheit bilden, ohne zuvor deutlich zu machen, welches gemeinsame politische Konzept sie verbindet, stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem eigentlichen Ziel dieses Zusammenschlusses“, so Burchardt.

Es entstehe der Eindruck, dass es bei dieser Gruppenbildung weniger um gemeinsame politische Überzeugungen, konkrete Inhalte oder die besten Lösungen für das Wangerland geht, sondern vielmehr um den Erhalt bestehender Positionen, politischer Einflussmöglichkeiten und Machtverhältnisse. „Gerade nach diesem Wahlergebnis wäre es jedoch das falsche Signal“, kritisiert Burchardt. Die CDU habe frühzeitig angeboten, die aus ihrer Sicht erfolgreiche Kultur einer sach- und ergebnisorientierter Ratsarbeit fortzuführen – ohne starre Mehrheitsblöcke, dafür mit offenen Gesprächen über die jeweils bestem Lösungen.

Besonders kritisch sieht Burchardt die Rolle der Wählergemeinschaft Pro Wangerland, die nicht erkennen lasse, wie sie ihr Wahlergebnis analysiert und aufgearbeitet habe. „Wer nach einer deutlichen Wahlniederlage eine selbstkritische Aufarbeitung ankündigt, muss sich auch daran messen lassen, welche Konsequenzen daraus gezogen werden“, so Burchardt. „Statt eines erkennbaren Kurswechsels erleben wir erneut einen Zusammenschluss mit der SPD – nun ergänzt durch die Grünen.“

Kein Zukunftskonzept

Selbstverständlich respektiere die CDU das Recht aller Ratsmitglieder, Fraktionen und Gruppen zu bilden. Eine rechnerische Mehrheit sei jedoch noch kein politisches Zukunftskonzept. „Wir brauchen Lösungen für die schwierige Finanzlage unserer Gemeinde, die Folgen der Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH, die wirtschaftliche Entwicklung, unsere Infrastruktur und die Zukunft unserer Ortschaften. Entscheidend muss sein, was wir gemeinsam für die Menschen erreichen – nicht, wer am Ende die meisten Ausschusssitze besetzt“, betont Burchardt. 

Die CDU werde trotz der neuen Mehrheitsverhältnisse an ihrem Kurs festhalten. Man biete allen demokratischen Kräften eine konstruktive Zusammenarbeit an.

CDU will im Kreistag mit neuer Führung Impulse setzen

Friesland/Wangerland (5. 10. 2026) – Die Wangerländer Landtagsabgeordnete Katharina Jensen steht an der Sitze der neuen, neunköpfigen CDU-Kreistagsfraktion in Friesland. Auf der konstituierenden Sitzung der Fraktion wurde sie zusammen Sefedin Selimi (Varel) zur gleichberechtigten Vorsitzenden gewählt. Vertreten werde beide im Bedarfsfall von Claus Eilers (Zetel).

Die neue Führungsspitze der CDU im friesländischen Kreistag: Vorn Katharina Jensen und Sefedin Selimi, dahinter Claus Eilers. Foto: CDU

Mit der neuen Führung will die CDU im Kreistag neue Impulse setzen. Dabei soll insbesondere die regionale Wirtschaft weiter gestärkt und die Bedeutung der Landwirtschaft für Friesland berücksichtigt werden. Auch bei Infrastruktur und Mobilität sieht die CDU Handlungsbedarf, damit Städte und Gemeinden gut angebunden und zukunftsfähig aufgestellt sind.

Zentralklinik aktiv begleiten

Bei der Gesundheitsversorgung geht es der CDU um eine gute medizinische Versorgung im gesamten Landkreis – im Nord- wie im Südkreis mit einer verlässlichen Notfallversorgung. Die weitere Entwicklung der Krankenhauslandschaft und die geplante gemeinsame Zentralklinik von Friesland und Wilhelmshaven will die CDU aktiv begleiten. Bis dahin müssten die Standorte Varel und Sande gestärkt und vorhandene Strukturen und Fachkräfte genutzt werden. 

Mit dem neuen Kreistag haben sich die politischen Mehrheitsverhältnisse verändert. Als zweitstärkste Fraktion will die CDU ihre politischen Schwerpunkte einbringen und zugleich offen auf die anderen demokratischen Fraktionen zugehen.

Gespräche mit möglichen Partnern

In den kommenden Tagen sollen gemeinsame Themen ausgelotet werden. „Wir gehen offen in diese Gespräche. Entscheidend sind für uns die Inhalte und die Frage, was wir gemeinsam für Friesland erreichen können“, erklären Jensen und Selimi.

Katharina Jensen gehört seit 2021 dem Rat der Gemeinde Wangerland und dem Kreistag Friesland an und ist seit 2022 Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Sefedin Selimi ist Hotelier und Unternehmer aus Varel und wurde bei der Kommunalwahl am 13. September erstmals in den Stadtrat Varel und in den Kreistag Friesland gewählt. 

CDU im Rat leitet Wechsel an der Fraktionsspitze ein

Wangerland (2. 10. 2026) – Alice Brandenburg-Bienek bleibt Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Wangerland. Zum stellvertretenden Vorsitzenden haben die Christdemokraten, die als stärkste Kraft aus der Kommunalwahl hervorgegangen sind, Björn Christiansen aus Hooksiel bestimmt. Der 33-Jährige wurde erstmals in den Rat gewählt.

Hooksieler soll nachrücken

Alice Brandenburg-Bienek

Laut Mitteilung der Fraktion hat Alice Brandenburg-Bienek (Foto) angekündigt, den Fraktionsvorsitz nach etwa der Hälfte der neuen Ratsperiode an ihren Stellvertreter übergeben zu wollen. „Damit soll frühzeitig ein geordneter Generationen- und Verantwortungswechsel eingeleitet werden“, so die Fraktionssprecherin.

„Ich freue mich über das Vertrauen der Fraktion und werde den Vorsitz mit voller Verantwortung weiterführen. Gleichzeitig ist für mich klar: Wir haben bei der Kommunalwahl ein deutliches Signal für Veränderung und neue Ideen bekommen. Deshalb möchte ich Björn Schritt für Schritt in diese verantwortungsvolle Aufgabe hineinwachsen lassen und ihm zur Mitte der Ratsperiode den Staffelstab übergeben“, erklärt Alice Brandenburg-Bienek.

Der Vorsitzende der CDU-Wangerland, Christian Burchardt, begrüßt diese Entscheidung: „Alice steht für Erfahrung, Verlässlichkeit und eine große Verbundenheit mit dem Wangerland. Gleichzeitig müssen wir den Wunsch der Wählerinnen und Wähler nach frischem Wind ernst nehmen. Der geplante Wechsel an der Fraktionsspitze verbindet beides: Erfahrung und Erneuerung.“

Erneut Gruppe mit der FDP

Mit acht (statt bislang sechs) Sitzen im künftig 22-köpfigen Rat stellt die CDU die stärkste Fraktion. Wie die Partei mitteilt, habe man mit FDP vereinbart, erneut eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die CDU-Fraktion und FDP-Ratsherr Lübbo Meppen werden unter dem Namen „Gemeinsam fürs Wangerland (GfW)“ zusammenarbeiten. Die übrigen Sitze: SPD (6), Pro Wangerland (4), Grüne (2) und AfD (1).

Aber, so Burchardt: „Für die künftige Ratsarbeit brauchen wir einen offenen Blick über Fraktionsgrenzen hinweg und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Die CDU lade ausdrücklich auch die anderen Fraktionen im Rat ein, an diesem Prozess mitzuwirken. „Wir stehen für Gespräche mit allen demokratischen Fraktionen zur Verfügung. Uns geht es nicht darum, Lager zu bilden, sondern darum, gute Entscheidungen für das Wangerland zu treffen“, so Burchardt.

Möglichst Konsens finden

Auch aus Sicht von Alice Brandenburg-Bienek habe die Arbeit mit wechselnden Mehrheiten in der vergangenen Ratsperiode gezeigt, dass man auch ohne feste Mehrheitsblöcke tragfähige Entscheidungen erreichen könne. „Das zwingt uns dazu, in der Sache zu argumentieren, andere mitzunehmen und am Ende einen möglichst breiten Konsens zu finden. Genau diese Kultur der Zusammenarbeit möchte ich erhalten.“

Das Wangerland stehe vor großen Herausforderungen, so Buchardt. „Dafür brauchen wir keine Parteipolitik um ihrer selbst willen, sondern gute Ideen, klare Entscheidungen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu tragen.“

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CDU setzt für Landtagswahl erneut auf Katharina Jensen

Jever/Wangerland (7. 9. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen wurde am Freitag bei der Aufstellungsversammlung des CDU-Kreisverbands Friesland in Jever für die Kandidatur um das Direktmandat im neuen Landtagswahlkreis Friesland nominiert. Die Landtagswahl findet am 26. September 2027 statt. 

Die CDU zieht in Friesland zur Landtagswahl 2027 erneut mit der Wangerländerin Katharina Jensen in den Wahlkampf. Neben ihr Moderator Kai Ulferts (links) und der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner. Foto: CDU

Im Zuge der Wahlkreisreform wurde der bisherige Wahlkreis Friesland/Jade neu geschnitten: Die Gemeinde Jade und die Stadt Varel gehören künftig nicht mehr dazu. Bockhorn, Jever, Sande, Schortens, Wangerland, Wangerooge und Zetel bleiben Bestandteil des Wahlkreises Friesland. Die Wangerländerin Katharina Jensen (40), die sich auch im Gemeinderat engagiert, gehört dem Landtag seit 2022 an. 

Lob vom Landeschef

Als Gäste waren der niedersächsische CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Sebastian Lechner sowie Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers bei der Veranstaltung dabei. Lechner hob in seiner Rede insbesondere Jensens Kompetenz in der Agrarpolitik hervor. Albers würdigte ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Region und machte mit Blick auf den aktuellen Kommunalwahlkampf deutlich, dass es sich lohne, für die Demokratie zu streiten. 

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darüber, für das Direktmandat in Friesland antreten zu dürfen“, sagt Jensen. „Für meine Arbeit ist es wichtig, vor Ort ansprechbar zu sein. Viele Themen landen überhaupt erst auf meinem Schreibtisch, weil mir die Menschen sagen, wo es gerade hakt.“ 

Landwirtschaft und Häfen

Neben den konkreten Themen aus dem Wahlkreis will Jensen ihre Arbeit insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Häfen fortsetzen. „Diese Themen gehören unmittelbar zu unserer Region. Bei der Landwirtschaft geht es um die Zukunft unserer Betriebe und darum, dass politische Entscheidungen in der Praxis funktionieren. Unsere Häfen stehen vor großen Aufgaben, und die Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen unserer Region.“ 

Begonnen hatte der Abend mit einer Führung durch das Friesische Brauhaus zu Jever. Anschließend eröffnete und moderierte Kai Ulferts die Aufstellungsversammlung. Auch Sibylle Raquet, Kandidatin für das Amt der Landrätin im Landkreis Friesland, war im Laufe des Abends zu Gast. 

Kennenlern-Runde mit Getränken und Bratwurst

Hooksiel (23. 8. 2026) – Die CDU lädt mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September zu einem Kennenlern-Treffen in Hooksiel ein. Die Veranstaltung soll am Donnerstag, 3. September, ab 19.30 Uhr auf dem Gelände der Leo Bauunternehmen GmbH im Hooksieler Gewerbegebiet, Berghamm 4, stattfinden. Unter anderem will der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer die Gelegenheit nutzen, sich den Bürgern in Hooksiel vorzustellen.

Die Partei sogt dabei für die Beköstigung mit Getränken und Bratwurst. Für die Planung wird um Anmeldung bei Björn Christiansen (Email: bjoern-christiansen@gmx.de oder Telefon 0157/85324567) gebeten.

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CDU sieht Eigenständigkeit der Gemeinde Wangerland in Gefahr

Wangerland/Hooksiel (24. 7. 2026) – Die CDU im Wangerland sieht in der Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde eines der wichtigsten Aufgaben der nächsten Wahlperiode für Bürgermeister und Gemeinderat. Nach der Bestätigung der 23-köpfigen Kandidatenliste der Partei durch den Gemeindewahlausschuss haben Christian Burchardt als Gemeindeverbands-Vorsitzender, CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer als Bürgermeister-Kandidat und Alice Brandenburg-Bienek als Fraktionsvorsitzende im Rat auf einer Pressekonferenz in Hooksiel das Wahlprogramm vorgestellt.

Wahlprogramm vorstellt

Um die großen Herausforderungen meistern zu können, vor denen die Gemeinde stehe, muss es aus Sicht der CDU oberste Priorität haben, die Finanzkraft der Kommune zu stärken. Ein wichtiger Hebel dafür sei, die Wirtschaft zu stärken, so Fischer. Auf jeden Fall müsse verhindert werden, dass weitere Betriebe das Wangerland verlassen, weil es keine Gewerbeflächen gibt.

Stellten das Programm der CDU für den Kommunalwahlkampf im Wangerland vor: (von links) Thies Fischer, Alice Brandenburg-Bienek und Christian Burchardt. Foto: hol

Auf Antrag der CDU habe der Rat jüngst den Auftrag an die Gemeindeverwaltung erneuert, nach Flächen Ausschau zu halten, auf denen Gewerbegebiete ausgewiesen werden können, und den Bedarf dafür zu prüfen. „Den Wunsch danach gibt es schon seit zehn Jahren. Aber die Verwaltung sah sich dazu bislang aufgrund personeller Engpässe nie in der Lage“, so Alice Brandenburg-Bienek.

Gemeindefinanzen stärken

Fischer sieht in der Sicherung von Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen, wenn möglich auch durch Ansiedlung neuer Unternehmen, einen wesentlichen Baustein bei der Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Aktuell habe die Gemeinde einen Schuldenstand von 16,8 Millionen Euro. Angesichts anstehender Aufgaben etwa in den Bereichen Feuerwehren, Schulen und Kindergärten sieht die CDU die Gefahr, dass die Gemeinde erneut in eine Überschuldung rutscht. „Am Ende könnten wir dann im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform durch das Land sogar unsere Selbstständigkeit verlieren“, befürchtet Fischer.

Dem wolle man mit aller Kraft entgegen wirken. Denn, so die Überzeugung der CDU, zusätzliche Mittel von Bund und Land wird es eher nicht geben. Um Einsparungen im Rathaus zu erzielen, müssten Arbeitsabläufe verschlankt und digitalisiert werden. Als Bürgermeister würde er zudem versuchen, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen zu suchen, um Kosten zu sparen, so Fischer. Durch Digitalisierung könne die Verwaltung zudem bürgerfreundlicher werden. Hilfreich wäre auch eine Abholstation, aus der Bürger sich – unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses – zum Beispiel Bescheinigungen, Bestätigungen oder auch Ausweispapiere abholen könnten.

Neue Rechtsform für die WTG?

Ein weiteres Schlüsselthema für die CDU ist der Tourismus. Die Kommunalpolitiker unterstrichen die Transparenz-Zusage für die Aufklärung des Desasters beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel. Die Explosion der Baukosten hatte letztlich zur Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) geführt. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wolle man sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen, auch wenn es mit Blick auf die aktuellen Ratsmitglieder hilfreich gewesen wäre, erste Erkenntnisse aus den gutachterlichen Untersuchungen der Abläufe bereits öffentlich zu machen.

Wichtiger sei aber die Debatte, welche Aufgaben die im Rahmen der Insolvenz deutlich verkleinerte WTG denn künftig übernehmen soll und was die geeignete Rechtsform für das Unternehmen ist. „Die Diskussion über die Zukunft der WTG hätte längst beginnen können“, bedauert Fischer. Dafür sei es aus seiner Sicht ratsam, die Expertise der touristischen Leistungsträger einzubinden. Möglicherweise sei es sinnvoll, die GmbH für Partner aus der Wirtschaft zu öffnen. Alice Brandenburg-Bienek geht noch einen Schritt weiter: „Meine persönliche Meinung: Die Politik sollte mit der Organisation des Tourismus nichts mehr zu tun haben.“

Parksystem vereinheitlichen

Ein wichtiges Detail: die Neuorganisation der Parkgebühren. Auf den Parkplätzen der WTG und der Gemeinde sollte es ein einheitliches Gebührensystem geben, das möglichst unkompliziert ist. Sinnvoll wäre es aus Sicht der CDU, wenn Urlauber im Vorfeld Parktickets buchen könnten und für Kurzzeit-Parker eine „Brötchen-Taste“ eingerichtet würde. 

Ein weiters zentrales Thema sieht die CDU in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, zum Beispiel in Kooperation mit der kreiseigenen Wohnungsbau Friesland GmbH. Um Familien zu unterstützen, sollen Kindergärten und Grundschule modernisiert werden. Aufgabe der Gemeinde solle es zudem sei, das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und bei den Feuerwehren gezielt zu stärken. Wichtig sei zudem ein gutes Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft.

Historisch große Mannschaft

Für den Fall seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister und damit zum Chef der Verwaltung hat sich Fischer vorgenommen, mit allen Angestellten der Gemeinde ein persönliches Gespräch zu führen, um zu erfahren, wo den Mitarbeitern der Schuh drückt. Handlungsbedarf sieht die CDU in der Verbesserung der Kommunikation im Rathaus und bei der Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung.

Fischer, Burchardt und Brandenburg-Bienek zeigten sich zuversichtlich, dass es der CDU gelingen werde, aus der Kommunalwahl gestärkt hervorzugehen. Mit der Aufstellung der historisch großen Kandidaten-Mannschaft habe man einen Neuanfang gewagt. Zu dem Team gehörten viele bislang kommunalpolitisch noch nicht aktive Menschen aus etlichen Orten des Wangerlandes. Wichtiger noch sei, so Burchardt: „Wir bilden ein enorm breites Spektrum von Berufsbildern und Kompetenzen ab.“ 

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Thalasso: CDU fordert weiterhin größtmögliche Transparenz

Wangerland (8. 5. 2026) – Die CDU Wangerland fordert größtmögliche Transparenz bei der Aufarbeitung der erheblichen Kostensteigerungen rund um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) aus. Nachdem Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) mitgeteilt hat, dass die angekündigte öffentliche Vorstellung des Gutachtens dazu vorerst nicht stattfinden wird, sieht die CDU die Gemeinde in der Verantwortung, die Öffentlichkeit im rechtlich möglichen Rahmen über den aktuellen Stand zu informieren.

„Die Entwicklung der Projektkosten und die daraus entstandenen Folgen für die Gemeinde beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger bis heute“, so der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer (Foto). „Deshalb ist es wichtig, die bisherigen Erkenntnisse nachvollziehbar darzustellen und offene Fragen transparent aufzuarbeiten.“

Die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 8,8 Millionen Euro waren im Verlauf des Projekts auf zuletzt rund 23 Millionen Euro angestiegen. Die wirtschaftlichen Folgen hätten erhebliche Auswirkungen auf die Wangerland Touristik GmbH sowie auf verschiedene kommunale Entscheidungen.

Transparente Aufarbeitung

Nach Auffassung der CDU wäre es sinnvoll gewesen, zumindest die Inhalte des vorliegenden Zwischengutachtens soweit möglich öffentlich einzuordnen. Fischer. „Dabei geht es nicht um Vorverurteilungen, sondern um eine transparente Aufarbeitung.“

Selbstverständlich dürfe eine Veröffentlichung keine laufenden Ermittlungen oder mögliche rechtliche Ansprüche beeinträchtige. „Dennoch sollte die Gemeinde die Öffentlichkeit über alle Inhalte informieren, die rechtlich bereits offengelegt werden können“, stellt der CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzende Christian Burchardt fest.

Probleme beim Projektmanagement

Bereits frühere Untersuchungen hatten organisatorische und strukturelle Probleme beim Projektmanagement des TMS thematisiert. Im Raum standen unter anderem Fragen zur Projektsteuerung, zu Rechnungsprüfungen sowie zu Nachforderungen während der Bauphase.

„Eine umfassende Aufarbeitung ist wichtig, damit aus den Vorgängen die notwendigen Konsequenzen gezogen werden können“, soFischer. Gerade bei Projekten dieser Größenordnung brauche es nachvollziehbare Abläufe und eine transparente Kommunikation.

Die CDU Wangerland sieht die Gemeindeverwaltung weiterhin in der Verantwortung, den angekündigten Aufklärungsprozess offen und nachvollziehbar zu gestalten. Burchardt. „Die Bürgerinnen und Bürger sollten nachvollziehen können, welche Erkenntnisse bereits vorliegen und welche Fragen noch geprüft werden.“

CDU wählt Thies Fischer zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten

Wangerland (28. 11. 2025) – Die CDU Wangerland hat einen neuen Vorstand. Auf einer Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder Christian Burchardt (48) aus Hohenkirchen, Verwaltungsfachangestellter in der Bundeswehrverwaltung, als Nachfolger von Thies Fischer (24) zum neuen Vorsitzenden. Fischer hatte das Amt wie angekündigt mit Blick auf seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt abgegeben.

Die CDU Wangerland hat Thies Fischer (links) zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten gewählt. Neuer Ortsvereinsverbands-Vorsitzender ist Christian Burchhardt. Foto: CDU

Dem neuen Vorstand gehören neben Burchardt als stellvertretende Vorsitzende Beate Wedermann und Andy Strümpel, als Schriftführer Heiko Menkens sowie als Beisitzer Kurt Brandenburg, Petra Euken, Theo Hakvoort, Theo Lauts, Tobias Geisen und Claus Harms an.

Einstimmiges Votum

Zuvor hatten die Mitglieder des CDU Gemeindeverbandes Fischer einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 gewählt. Der 24-jährige Diplom-Finanzwirt ist seit mehreren Jahren kommunalpolitisch aktiv und begleitet sowohl Fraktions- als auch Vorstandsarbeit auf Gemeinde- und Kreisebene. 

In seiner Bewerbungsrede vertrat Fischer die Ansicht, dass zentrale Projekte der vergangenen Jahre unvollendet seien und eine strukturelle Neuausrichtung erforderlich sei. Die derzeitige Haushaltslage der Gemeinde sei kritisch. Er warnte vor einer Fortführung kurzfristiger Einnahmenpolitik. Steigende Steuer-Hebesätze würden Bürger und Unternehmen übermäßig belasteten, ohne dass dadurch strukturelle Verbesserungen erzielt würden. „Uns fehlt eine Strategie, wie wir die Einnahmenseite langfristig verbessern können. Stattdessen greifen wir reflexartig an die Hebesätze – das ist langfristig eine Sackgasse.“ Ziel der Finanzpolitik müsse es sein, Handlungsspielräume zurückgewinnen, ohne kontinuierlich die Belastung für bestehende Steuerzahler zu erhöhen. 

Ansiedlung von Gewerbe

Fehlende Gewerbeflächen, Abwanderung von Betrieben und ein hoher Gewerbesteuerhebesatz würden die Standortattraktivität mindern, so Fischer. „Der Kauf und die Erschließung neuer Gewerbeflächen kostet Geld – ja. Aber es ist eine Investition, die sich auszahlt. Durch Flächenverkäufe, durch Gewerbesteuer-Einnahmen und das bei gleichbleibenden Hebesätzen.“ 

Ausführlich ging Fischer auf die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG) ein. Er bezeichnete den Umgang der vergangenen Jahrzehnte – insbesondere den Bau des Thalasso Meeres Spa – als wesentliche Ursache für die aktuelle finanzielle Belastung. Vertrauen sei durch Planung, Kostenentwicklung und Insolvenz verloren gegangen. 

Vollständige Aufklärung

Fischer forderte vollständige Aufklärung. „Wenn sich schuldhaftes Verhalten bestätigt, muss dieses ohne Verzögerung an die zuständigen Ermittlungsbehörden weitergeleitet werden.“ Darüber hinaus müsse geprüft werden, ob zivilrechtliche Schritte, darunter mögliche Regressforderungen, notwendig und rechtlich durchsetzbar sind. 

Für die Zukunft skizzierte Fischer einen Neubeginn: Er spricht sich – vorbehaltlich des Gutachtens und der weiteren Entwicklung des Insolvenzverfahren – für eine konsequente Abwicklung der bestehenden Struktur und den Aufbau einer neuen, kleineren Organisation aus. Diese soll nach Vorstellung Fischers gemeinsam mit touristischen Leistungsträgern entwickelt werden, um wirtschaftliche Tragfähigkeit und Vertrauen dauerhaft herzustellen.

Wende im Gemeinderat

Der neue Vorsitzende Burchhardt forderte, dass das Wangerland für Gewerbe, Landwirtschaft, Tourismus und nicht an letzter Stelle für die Bürger einladend, attraktiv und lebenswert bleiben müsse. Dafür sei eine Wende im Gemeinderat bei der Kommunalwahl imSeptember 2026 zwingend erforderlich. 

CDU: Hoteliers und Gastronomen gehören in die Gremien der WTG

Wangerland (30. 7. 2025) – Der CDU Gemeindeverband Wangerland fordert die Gemeinde auf, zeitnah zu einer öffentliche Informationsveranstaltung einzuladen, auf der Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) über die aktuelle Lage der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und das Desaster beim Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) berichtet. „Gerade jetzt, in eine Phase großer Unsicherheit, braucht es maximale Transparenz, um Vertrauen zurückzugewinnen und Spekulationen zu verhindern“, heißt es in einer Pressemitteilung der CDU. Nur der Bürgermeister sei befugt, auch über Inhalte aus nichtöffentlichen Sitzungen zu berichten.

Gemeinde soll Ermittlungsbehörden einschalten

In der vom Vorsitzenden Thies Fischer unterzeichneten Erklärung sprechen sich die Christdemokraten mit Blick auf die Kostenexplosion beim Bau des TMS von 8,8 auf 23 Millionen Euro dafür aus, die Verantwortlichkeiten genau zu prüfen. So solle der Abschlussbericht des von der Gemeinde mit der Prüfung aller Rechnungen und Bauabläufe beauftragten unabhängigen Gutachters ohne Verzögerung an die zuständigen Ermittlungsbehörden weitergeleitet werden. Sollten strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen, müsse das Konsequenzen haben. 

Zudem sei zu prüfen, ob zivilrechtliche Schritte wie etwa Regressforderungen gegen frühere Entscheidungsträger möglich und geboten sind. „Sollte sich herausstellen, dass im Rahmen des Projektes grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde, müssen daraus persönliche Konsequenzen folgen.“

Kostensteigerungen schlüssig begründet

Die Christdemokraten räumen ein, das Projekt mit seine ursprünglichen Zielsetzung mitgetragen zu haben. Viele Entscheidungen dazu seien im Rat einstimmig gefasst worden, allerdings immer im Vertrauen auf vermeintlich belastbare und fundierte Informationen. Jede Kostensteigerung sei mit Verweis auf externe Gutachter und fachliche Einschätzungen nachvollziehbar und schlüssig begründet worden.

Thalasso metres Spa Logo
Die massive Kostensteigerungen beim Bau des Thalasso-Zentrums ins Horumersiel müssen nach Ansicht der CDU gegebenenfalls auch persönliche Konsequenzen für dafür Verantwortliche haben. Archiv-Foto: hol

Sollten sich diese Einschätzungen heute als fehlerhaft oder unvollständig herausstellen, wäre das aus Sicht der CDU „ein klarer Vertrauensbruch“. Als man erkannt habe, dass die Kostenentwicklung nicht mehr kalkulierbar war, habe sich das Projekt bereits in einem Stadium befunden, in dem ein Abbruch des Baus wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen wäre.

Debatte über neue Strukturen

Unabhängig von der Aufbereitung der Vergangenheit muss der Blick aus Sicht der CDU jetzt nach vorn gerichtet werden. „Viele Betriebe und Menschen im Wangerland, die vom Tourismus leben, brauchen jetzt Planungssicherheit, Orientierung und Perspektive.“ 

Eine neue Tourismusstrategie könne nur erfolgreich sein, wenn diejenigen, die im Wangerland den Tourismus tragen, aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die CDU unterstützt den Vorschlag einiger Leistungsträger, die alternative Modelle für die gemeindeeigene WTG angeregt hatten. Fischer: „Unserer Ansicht nach müssen die Leistungsträger in einer Gesellschafterversammlung zukünftig mit eingebunden werden.“ Derzeit bilden die Mitglieder des Gemeinderats die Gesellschafterversammlung der WTG GmbH.

Gegen Denkverbote

Zusammen mit dem Bürgermeister und der Geschäftsführung der WTG hat die CDU für Mittwochabend zu einem Leistungsträger-Stammtisch eingeladen, um mit Hoteliers, Gastronomen, Vermietern und Vereinsvertretern auch über die künftige Struktur der WTG ins Gespräch zu kommen. „Denkverbote darf es in dieser Debatte nicht geben.“

CDU für den Bau weiterer Windparks

Wangerland (3. 3. 2025) – Die CDU Wangerland spricht sich für den zügigen Ausbau der Windkraft-Nutzung im Gemeindegebiet aus. Mit Blick auf die morgige Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung des Rates kündigt der CDU-Vorsitzende Thies Fischer heute an, dass die Vertreter seiner Partei für die darin zu beratenden Anträge für den Bau weiterer Windparks stimmen werden.

Voraussetzung für deren Bau wäre, dass die Gemeinde entsprechende Flächen dafür ausweist. Aus Sicht der CDU stellt der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz dar, sondern bringt auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile für das Wangerland mit sich. „Durch den Ausbau der Windenergie erhält die Gemeinde Wangerland erhebliche Mehreinnahmen aus Gewerbesteuern und der sogenannten Akzeptanzabgabe in Höhe von 0,2 Cent je Kilowattstunde“, so Fischer.

Die finanzielle Lage der Gemeinde Wangerland sei schwierig. Vor allem so genannte Pflichtaufgaben, die die Gemeinde für Bund und Land leisten muss, würden den Haushalt schwer belasten. Andererseits seien notwendige Investitionen in Kindergärten und Feuerwehren nicht länger aufschiebbar. 

„Wir müssen dringend die Einnahmenseite der Gemeinde verbessern“, fordert Fischer. „Das gelingt aber nur, wenn wir uns nicht immer wieder Projekten verwehren, die zur Weiterentwicklung der Gemeinde beitragen. Damit wird aktiv mit der Zukunft unserer Gemeinde gespielt. Die Einnahmen aus der Windkraft seien wichtig, um auch weiterhin wichtige kommunale Projekte und Einrichtungen finanzieren zu können. Die CDU appelliert in ihrer Pressemitteilung nachdrücklich an die anderen Fraktionen im Gemeinderat, „sich der wirtschaftlichen und ökologischen Vernunft nicht zu verschließen“ und den Anträgen auf weitere Windkraftanlagen zuzustimmen.

In der Vergangenheit waren in den Gremien der Gemeinde überwiegend kritische Stimmen zu den geplanten Windkraft-Projekten zu hören. Zum einen gäbe die Stromnetz-Infrastruktur es aktuell gar nicht her, weiteren Windstrom einzuspeisen. Zum anderen habe rechtlich das Erneuern von Altanlagen Vorrang. Eine weitere Befürchtung: Weitere Windparks im Verbund mit einer ungewissen Zahl von deutlich größeren Repower-Anlagen könnten das Landschaftsbild im Wangerland erheblich verändern.