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Alle Beiträge zum Thema “FC Nordsee Hooksiel”

Neuer Großverein will sein Gewicht in der Gemeinde einbringen

Wangerland /Hooksiel (17. 3. 2026) – Die schlechte Nachricht aus Hooksieler Sicht vorweg: 2026 wird es kein „FCN-Hafenfest“ geben. Diese Entscheidung verkündete der Sprecher des Vorstandes des Sportclub Wangerland, Christian Doyen, am Montag am Ende der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung des Großvereins.

De SC Wangerland will weiterhin Traditionen pflegen: Auf der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins wurden eine Reihe langjähriger Mitglieder vom FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland geehrt. Foto: hol

Der SC Wangerland ist aus der Verschmelzung der drei Traditionsvereine Rot-Weiß Tettens, Eintracht Wangerland und FC Nordsee Hooksiel hervorgegangen. Mit der Eintragung ins Vereinsregister im November 2025 war ein vierjähriger Prozess der Annäherung zu Ende gegangen.

880 Mitglieder in 14 Abteilungen

Doyen erinnerte an eine Vielzahl von Gesprächen zwischen den Vereinsvertretern, Beratungen mit dem Landessportbund und dem begleitenden Notar sowie Beschlüsse in den Einzelvereinen. Mitgliederlisten mussten aktualisiert, Satzungen neu geschrieben, Buchhaltungen und Beiträge harmonisiert, Sportverbände informiert und bürokratische Hemmnisse überwunden werden.

Ein Großteil der Arbeit ist erledigt. Entstanden ist der mit gut 880 Mitgliedern wohl größte Verein im Wangerland, der Gewicht habe und das im Sinne seiner Mitglieder auch einbringen wolle, so Doyen. 

Wie Vorstandsmitglied Dieter Gerken vor 40 Anwesenden im Tettenser „Hof von Wangerland“ ausführte, gehören dem SCW aktuell 330 Fußballer, 147 Breitensportler, 121 Kampfsportler, 55 Tennisspieler sowie 227 nicht-aktive Mitglieder an. Zum Verein gehören insgesamt 14 Abteilungen und Sparten. Angeboten werden neben Fußball – von der G-Jugend bis zum Geh-Fußball für Senioren –, Kampfsport und Tennis Tischtennis, Handball, Volleyball, Tanzen, Fitness, Show-Dance, Hip-Hop, Freizeitsport und Kinderturnen. 

Kampfsportler ziehen um

Wie Sabrina Perl als zuständige Abteilungsleiterin ankündige, werden die Kampfsportler des Vereins zum 1. April vom Alma-Rogge-Weg in ihr neues Domizil im „Welthus“ umziehen. Als weitere Großprojekte plant der Verein ab 2027 den Bau einer Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Tettens und eines neuen Umkleidegebäudes am Sportplatz Hooksiel.

Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörte die Ehrung zahlreicher langjähriger Mitglieder. Dieter Gerken überreichte Präsente für 20-, 30-, 40-, 50- und 60-jährige Treue. 

FCN Hafenfest erst wieder 2027

Die Bindung des SCW an die Traditionen der drei Alt-Vereine unterstrich auch Christian Doyen. Der Vorstand gehe nach Rücksprache mit dem Organisationsteam des FCN-Hafenfestes fest davon aus, dass das Fest im August 2027 wieder gefeiert werden kann. So hätten sich eine Reihe von Ehrenamtliche gemeldet, die helfen wollen, die Lücken im Orga-Team zu schließen. Ein Schnellschuss für 2026 wäre aber nicht ratsam und auch nicht fair gegenüber den neuen Mitstreitern gewesen, so Doyen. 

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Drachenboot-Rennen und Mallorca-Stimmung am Alten Hafen

Hooksiel (7. 8. 2025) – Nach den Krabbentagen ist vor dem Hafenfest des FC Nordsee Hooksiel. So ist es auch in diesem Jahr – obwohl der FCN inzwischen im Sport-Club (SC) Wangerland aufgegangen ist. Am dritten Wochenende im August, also von Freitag bis Sonntag, 15. bis 17.8., verwandelt sich der Alte Hafen in Hooksiel zu einen Festplatz – und zu einer Sportarena für Drachenboot-Fahrer.

Chistian Doyen (links) und Werner Funke laden zum 42. FCN-Hafenfet ein. Am Wochenende 15. bis 17. August wird sich dazu der Platz am Alten Hafen in eine Festmeile und eine Sportarena verwandeln. Foto: hol

Christian Doyen und Werner Funke, lange Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des FCN und aktuell Mitglieder im SC-Vorstand, stellten jetzt das Programm vor. Erste Frage: Warum wird immer noch das FCN-Hafenfest gefeiert? „Weil wir uns bei der Verschmelzung von Eintracht Wangerland, Rot-Weiß Tettens und dem FC Nordsee Hooksiel vorgenommen haben, die Traditionen der Einzelvereine zu wahren.“

Ehrenamtliche an den Verkaufsständen

Und das FCN Hafenfest ist Tradition. Es wird in diesem Jahr zum 42. Mal gefeiert – ausgerichtet von Vereinsmitgliedern, die sich in großer Zahl einbringen – sei es als Verkäufer an Bier-, Bratwurst- und Pommesbude, als Servicepersonal im Kaffee- und Cocktail-Zelt, als Losverkäufer für die große Tombola oder als Begleiter der Drachenboot-Rennen, die am Samstag um 12 Uhr Uhr vom Kreissportbund-Vorsitzenden Kai Langer und Sportreferentin Jenny Hähnel gestartet werden. 

Angemeldet haben sich dazu zwölf Teams, die mit zwei vom Verein gestellten Drachenbooten Ausscheidungsrennen fahren werden. Die Ziellinie lieg direkt im Alten Hafen, so dass die Festbesucher die Drachenbootfahrer lautstark anfeuern können.

Eröffnung mit Freibier

Eröffnen wird das Hafenfest am Freitag um 18 Uhr von Markus Gellert, der in der Gemeindeverwaltung unter anderem für den Sport zuständig ist. Dazu gibt es Freibier – und bereits ab 17 Uhr gute Musik. Zum Auftakt sorgen die „Ungesteckerten 3“ für „tolle Mucke“, später sorgt DJ Brosda für Mallorca-Stimmung. 

Für Samstag konnte das Orga-Team erneut die Hamburger Band „Copyshop“ gewinnen, die bereits zum zwölften Mal in Hooksiel auftritt – und voraussichtlich zum letzten Mal, so Doyen und Funke. „Die Zukunft der Band ist ungewiss und wir werden sie nach vielen Jahren gebührend verabschieden.“

Tänzer, Trommler und Kampfsportler

Die Verschmelzung der Wangerländer Vereine trägt zur Bereicherung des Rahmenprogramms bei. So treten die „RWT-Hip-Hop-Kids“ und die Kinder-Trommelgruppe „Drums Alive“ am Sonntag nach einem Auftritt (ab 10 Uhr) des Shantychores „Schlicktown Singers“ zum Finale des Festes auf der Showbühne auf. Bereits am Samstag präsentiert sich während der Pausen beim Drachenboot-Rennen die ETW-Kampfsportgruppe.

Die Wetterprognosen sind gut, so das Doyen und Funke auf ein buntes Fest mit guten Umsätzen an den Vereinsständen und bei den weiteren Schaustellern hoffen. Der Überschuss des FCN-Festes fließt komplett in die Vereinsarbeit. 

Orga-Team sucht Verstärkung

Dennoch gibt es auch ein paar dunkle Wolken am Hafenfest-Himmel. Zumindest drei wichtige Mitglieder des zehnköpfigen Organisations-Teams haben angekündigt, dass sie sich nach dem 42. Hafenfest zurückziehen wollen. Darunter Christian Doyen, der seit nunmehr elf Jahren die Tombola organisiert. „Wir brauchen also dringend frisches Blut im Orga-Team, um die Zukunft des Festes zu sichern. Wer Lust darauf hat, hier mitzuarbeiten und vielleicht auch eigene Ideen umzusetzen, ist willkommen.“ 

Große Freude im Senegal über „coole“ Fußballtrikots vom FCN Hooksiel

FCN Trikots fr den Senegal
Eine kleine Spende löst im Senegal große Freude aus: Ausgediente Trikots des FC Nordsee Hooksiel.

Hooksiel (28. 3. 2025) – Fußball verbindet die Welt. Mehr noch. Der Spaß am Fußball kann vor allem Kindern in schwierigen Verhältnissen Freude und Kraft vermitteln. Das ist jetzt offenbar dem Sportverein FC Nordsee Hooksiel gelungen.

Durch einen privaten Kontakt hatte der 2. Vorsitzende des Vereins, Werner Funke, vom Hamburger Verein „Kinderhilfe Espoir de Demain“ gehört, der bereits seit 2009 das senegalesische Hilfswerk „Les Espoir des demain“ („Hoffnung für Morgen“) unterstützen. Die Vereinsmitglieder sammeln unter anderem Geld für dringend benötigte Medikamente, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Unterstützungsbedarf gibt es aber auch für Bildung und Ausbildung und eine Reihe weiterer Bereiche.

Funke ist mit Christoph Grote befreundet, der in Hooksiel eine Ferienhaus besitzt. Der Vechteraner gehört zum Unterstützerkreis der „Kinderhilfe Espoir de Demain“ und war auch schon persönlich im Senegal. Im Gespräch über die Hilfsaktionen kam Funke der Gedanke, ob nicht echte Fußballtrikots den afrikanischen Kindern Freude bereiten könnten.

Von der Idee zur Umsetzung war es nicht weit. Funke hörte sich in seinem Verein, vor allem in der Jugendabteilung um. Und tatsächlich fanden sich zwei ausgediente Trikotsätze, die wenig später auf die Reise nach Afrika gingen. Als Grote kürzlich wieder den Senegal besuchen wollte, bat ihn Funke, doch ein Foto zu machen – als Dankeschön für die Spender.

Was zurück kam,waren zwei tolle Videos, in denen sich die afrikanischen Kinder für die „coolen Trikots“ aus Hooksiel bedanken, natürlich mit den Shirts am Leib und dem FCN-Hooksiel-Schriftzug auf dem Rücken. „Wenn man mit eine solch kleinen Sache, so viel Freude bereiten kann, ist das schon toll“, freut sich Funke, der schon über Anschluss-Spenden nachdenkt. Weitere Trikot-Sätze vielleicht, oder ausgediente Handys? 

Mal abwarten. Die Brücke von Hooksiel zum Senegal ist geschlagen. Werner Funke jedenfalls würde sich freuen, wenn viele weitere Hooksiel sie bei künftigen Spendenaktionen mit beschreiten würden.

Gespräche über Fusion zu einem Großverein im Wangerland

Hooksiel (15. 4. 2023) – Thomas Ulfers erinnert sich noch genau. 1972. Trainer Werner Remmers fährt mit der gerade erst von Jugendleiter Gerd Peters gegründeten E-Jugend des FC Nordsee Hooksiel zum ersten Pflichtspiel nach Gödens. Das deprimierende Ergebnis: 0:14. „Wir hatten im ganzen Spiel nur eine einzige Chance, selbst ein Tor zu schießen …“

Den Spaß am Fußball hat sich Thomas Ulfers durch den holprigen Karriere-Start nicht verderben lassen. Noch heute kickt der 58-Jährige regelmäßig beim Fußball-Tennis in der Freizeit-Abteilung des FCN mit. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde er jetzt für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Ehrung FCN Hooksiel
Thomas Ulfers (2. v. r.) ist seit 50 Jahren Mitglied im FCN Hooksiel, Martina Küken seit 25 Jahren. Die Ehrung übernahmen Vorsitzender Christian Doyen (rechts) und sein Stellvertreter Werner Funke. Foto: hol

Vorsitzender Christian Doyen und sein Stellvertreter Werner Funke überreichten dem Jubilar neben einer Urkunde und einer Ehrennadel einen schönen Präsentkorb. Ebenfalls 50 Jahre im Verein ist Axel Ponath. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Martina Künken geehrt.

Zur Hauptversammlung im Stelzengebäude war nur ein Bruchteil der rund 340 Mitglieder erschienen. Doyen berichtet davon, dass der Verein stabil über die Corona-Jahre gekommen sei. Die Mitgliederzahl habe sogar leicht zugenommen. Aufgrund von Corona-Hilfen, treuen Sponsoren und eines erfolgreichen Hafenfestes im vergangenen Sommer sei man auch wirtschaftlich zufrieden. 

Geschäftsführerin Marina Doyen sprach von schwarzen Zahlen in allen Abteilungen. Ausdrücklich bedankte sie sich bei Steuerberater Axel Bendiks, der ihre Arbeit ehrenamtlich unterstützt. Die Abteilungsleiter Andreas Cassens (Fußball), Gerd Abeldt (Tennis), Werner Doyen (Freizeit) und Arnim Fels (Tischtennis) legten Berichte vor. Cassens lobte dass reibungslose Miteinander in der Spielgemeinschaft bzw. Jugendspielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens. Gemeinsam stelle man drei Herren- und zwei Altherren-Teams sowie Nachwuchsmannschaften in fast allen Altersklassen.

Maximale Transparenz gegenüber den Vereinsmitgliedern

Mit Tettens und Wangerland, so Christian Doyen, spreche man zudem seit rund einem Jahr über einen Ausbau der Kooperation, möglicherweise bis hin zur Fusion. In diesem auch juristisch „sehr, sehr komplexen Prozess“, der vom Landessportbund begleitet wird, seien aber noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden. Man habe sich maximale Transparenz auf die Fahnen geschrieben. 

Einer Fusion müssten ohnehin die Mitglieder der Vereine jeweils mit Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen. Einig sei man sich aber, so Doyen, dass ein Großverein eine Reihe von Vorteilen habe. Zum Beispiel hätte ein Verein mit an die 800 Mitgliedern eine ganz andere mediale Wahrnehmung und könnte mit einer gewichtigen Stimme gegenüber Gemeinde und Wangerland Touristik auftreten.

Einen Euro für jeden Monat Mitgliedschaft

Andreas Cassens hofft für die Fußballabteilung, gerade auch für die Jugendmannschaften, auf zusätzlich ehrenamtliche Helfer und Betreuer. Arnim Fels beklagte, dass die vor zwei Jahren gegründete Tischtennisabteilung als Hallensport stark unter Corona gelitten habe. Er hoffe, dass sich von den ursprünglich rund 20 Aktiven ein Großteil spätestens zum Herbst wieder zu den Trainingsstunden einfinde.

Jubilar Thomas Ulfers unterstrich abschließend die Bedeutung des Sports gerade für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. „Ich bin stolz darauf, seit 50 Jahren in diesem Verein Mitglied zu sein.“ Als Dankeschön dafür kündigte der Bäckermeister an, einen Euro spenden zu wollen: „Aber einen Euro für jeden Monat meiner Mitgliedschaft.“ Insgesamt also über 600 Euro.