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Alle Beiträge zum Thema “Winter”

Behörden warnen: Eisdecke vielerorts noch nicht dick genug

Hooksiel (7. 2. 2025) – Wenn man von den Tücken auf Wegen und Straßen sowie den hohen Heizkosten einmal absieht, kann Winterwetter durchaus Spaß machen. Schneefiguren bauen, mit Schlitten Hügel herunter rutschen, Ski fahren. Sogar Eislauf und „Ganzjahres-Wasserski“ ist in Hooksiel möglich – zumindest wenn man Bernhard Köster folgt und alle behördlichen Warnungen in den eisigen Wind schlägt.

Die Behörden warnen nachdrücklich vor dem Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen. Die zugefrorenen Feuchtwiesen im Freizeitgelände eignen sich aber zumindest aus Sicht vieler Hooksieler bestens zum Eishockeyspielen. Foto: privat

Der Landkreis Friesland und die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland jedenfalls warnen dringend vor den Gefahren, die vom Betreten zugefrorener Seen, Teiche und sonstiger Gewässer ausgehen. Derzeit seien kaum Eisflächen freigegeben und – auch gerade vor dem Hintergrund der leicht steigenden Temperaturen – sei deren Tragfähigkeit in der Regel nicht ausreichend. „Das Betreten solcher Flächen stellt eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben dar.“ 

Noch keine Freigaben

Eine sichere Eisdecke bilde sich erst nach längeren Perioden mit durchgängigen Minusgraden. Gegenwärtig würden unter anderem die Bodentemperaturen, Strömungen, Gasblasen, Zu- und Abflüsse sowie punktuelle Wärmequellen eine verlässliche Eisbildung noch verhindern, mahnen die Behörden und weisen darauf hin: „Eisflächen dürfen erst nach ausdrücklicher Freigabe durch die zuständigen Städte und Gemeinden betreten werden.“

Bernhard Köster testet das Potenzial des Hooksieler Freizeitgeländes für Wintersportarten. Mit seinen Landlauf-Skiern hat er dabei sogar den Dietrichtsberg erklommen. Foto: privat

Bei stehenden Gewässern gilt eine Mindest-Eisdicke von etwa 15 Zentimetern als Voraussetzung für eine ausreichende Tragfähigkeit. Diese Bedingungen seien derzeit nicht erfüllt, so Landkreis und Polizei. Eltern werden gebeten, ihre Kinder ausdrücklich über die Gefahren aufzuklären und auf ein entsprechendes Verhalten hinzuwirken. Hundebesitzer sollten auf ihre Tiere achten. Auch sie können im Eis einbrechen.

Im Notfall 112 wählen

Wenn es dennoch zu gefährlichen Situationen kommt, sollten Betroffene den Notruf 112 wählen. „Rettungsmaßnahmen auf Eis sind äußerst gefährlich und sollten ausschließlich durch speziell ausgebildete Einsatzkräfte der Feuerwehr oder der DLRG durchgeführt werden, die über entsprechende Schutzausrüstung verfügen.“

Gefahrlos geschöfelt werden kann unterdessen unter anderem auf einer eigens von der Feuerwehr aufgespülten Eisfläche am Wangermeer in Hohenkirchen. Oder im Freizeitgelände in Hooksiel, wie der Wintersport erfahrene Hooksieler Bernhard Köster beteuert. Pünktlich mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Italien sei auch das Hooksieler Eisstadion „Die Kuhle“ zugefroren – ein Flachgewässer in dem weitgehend naturbelassenen Areal. In den vergangenen Tagen hätten sich dort zahlreiche Menschen getummelt, wären Schlittschuh gelaufen oder hätten Eishockey gespielt.

Viele Wintersportarten möglich

Köster weist schon seit Wochen dafür hin, dass Hooksiel bei der aktuellen Wetterlage Potenzial für eine ganze Reihe von Wintersportarten habe. Rodeln am Deich oder am Dietrichsberg etwa, Skispringen an der Jaderennbahn, Skilanglauf durchs Freizeitgelände und eben Eislaufen auf zugefrorenen, sehr flachen Feuchtgebieten. Als verwegen, wenn nicht gar als etwas verrückt, darf man wohl den Versuch von Köster aus der ablaufenden Woche bewerten, sich mit Skiern aufs Hooksmeer zu begeben. „Zumindest die ersten 15 Meter hat das Eis gehalten.“

Obwohl: Ältere Hooksieler werden sich daran erinnern, dass es noch bis in die 1990er Jahren durchaus Winter gab, in denen das Hooksmeer komplett zugefroren war. Derzeit aber dürfen die Bedingungen für sichere Schlittschuhfahrten vom Alten Hafen bis zur Wasserskianlage noch längst nicht gegeben sein. 

Glatteis-Alarm: Am Mittwoch fällt die Schule aus!

Hooksiel/Friesland (3. 2. 2026) – Glatteisalarm für Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund. Nach entsprechenden Warnmeldungen der Wetterdienste haben die Landkreise und die Stadt heute den Schulunterricht an den allgemein bildenden Schulen abgesagt. Ein sicherer Schulbusverkehr sei nicht zu gewährleisten. Damit verlängern sich die Zeugnisferien um einen Tag. 

Ab Mitternacht Eisregen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am späten Nachmittag für die Nacht zum Mittwoch eine Unwetterwarnung herausgegeben. Ab 0 Uhr bis voraussichtlich 10 Uhr am Mittwoch bestehe Gefahr für Leib und Leben. Bei anhaltendem Dauerfrost wird Regen beziehungsweise Eisregen erwartet, der die Straßen und Fußwege in Eisbahnen verwandeln könnte.

Der Winter hat viele schöne Seiten. Doch Eisregen ist gefährlich. Deshalb fällt am Mittwoch der Schuluntericht aus. Foto: hol

Das Winterwetter mit Dauerfrost von bis zu minus 4 Grad soll bis Donnerstagabend anhalten. Zum Wochenende hin werden die Temperaturen nach Einschätzung der Meteorologen bis in den Plus-Bereich steigen. In der kommenden Woche, so die Prognose, dürfte das Thermometer um die 0-Grad-Marke pendeln. Niederschläge werden insbesondere für morgen, Freitag und für Sonntag erwartet.

Sand statt Streusalz

Die Sicherheitslage auf den Straßen und Fußwegen ist angespannt. Während Hauptstraßen weitgehend geräumt sind, hat sich der festgefahrene Schnee in den Nebenstraßen vielerorts in Eisplatten verwandelt. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde Wangerland ihre Räumtaktik geändert. Während man sich im Rathaus zunächst nur auf die Hauptstraßen sowie auf Zuwegungen zu Kindergärten und Schulen konzentrieren wollte – auch um den Salzeinsatz aus wirtschaftlichen und ökologischen Grünen gering zu halten –, sind seit Montag Streudienste mit Sand unterwegs. Damit sollen die Eisplatten abgestumpft werden. 

Straßen und Radwege weitgehend vom Schnee befreit

Hooksiel (14. 1. 2026) – Entwarnung an der Wetterfront. Bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad plus werden heute die letzten Schnee- und Eisreste wegtauen. Und, so die Prognose der Meteorologen: Die frühlingshaften Temperaturen sollen in den nächsten Tagen anhalten.

Viele Radwege um Hooksiel herum sind bereits wieder befahrbar. Die Räumdienste haben hier ganze Arbeit geleistet. Foto: hol

Erstaunlich: Selbst die Radwege entlang der Kreis- und Landesstraße im Umfeld von Hooksiel sind bereits weitgehend wieder befahrbar. Hier hatten die Räumtrupps um das vergangene Wochenende herum den von den Straßen geschobenen Schnee abgelagert – die weißen Berge türmten sich teilweise bis zu zwei Meter Höhe auf. 

Entspannen dürfte sich jetzt auch die Lage bei der Müllabfuhr. Bereits Dienstagfrüh, als durchaus noch Eisplatten auf den Nebenstraßen lagen, entsorgte die Firma Nehlsen in Hooksiel die Wertstofftonnen. Aufgrund der Wetterlage waren zuvor die Restmüll- und die Biotonnen stehen geblieben. 

Für den morgigen Donnerstag steht in Hooksiel der nächste reguläre Termin für die Leerung der Restmülltonnen an. Der Landkreis Friesland als Abfallbehörde hatte darauf hingewiesen, dass Bürger dann einmalig neben die Mülltonnen Abfallsäcke mit überschüssigem Restmüll stellen dürfen, der von der Firma Augustin kostenlos mit entsorgt werden soll. Gleiches gilt für die Biotonne, die allerdings erst wieder am 5. Februar geleert wird. 

Schule fällt am Montag aus

Friesland (11. 1.2026)- Aufgrund der Wetterlage fällt der Präsenzunterricht an allen Schulen in Friesland (auf dem Festland) am Montag, 12. Januar, aus. Das hat der Landkreis am Nachmittag angekündigt.
Die Regelung gilt für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen. Auch die Stadt Wilhelmshaven hat den Schulbetrieb für Montag abgesagt. Die Behörden rechnen mit Tauwetter. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Eisregen.

Schneewehen sorgten für Chaos auf den Straßen

Wangerland (9. 1. 2025) – Meterhohe Schneewehen, chaotische Verhältnisse auf den Straßen, dazu ein eisiger Wind mit starken Böen. Das vom Wetterdienst angekündigte Winterwetter hat heute das Wangerland und weite Teile Frieslands und Wilhelmshavens lahm gelegt.

Im Laufe des Tages mussten eine ganze Reihe von Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden. Zum Teil waren Wagen von der Straße abgekommen, zum Teil blieben sie im Schnee stecken und blockierten den Verkehr. Räumdienste, Feuerwehren und Landwirte waren den ganzen Tag über im Einsatz, um die bis zu drei Meter hohen Wehen zu beseitigen, Betroffenen zu helfen und Fahrerinnen und Fahrern mit besonders dringlichen Anliegen den Weg zu bahnen. Dazu gehörten unter anderem mobile Pflegedienste, aber auch die Molkereifahrzeuge, die Milch von den landwirtschaftlichen Betrieben abholten.

Etliche Straßen nicht passierbar

Im Gebiet der Gemeinde Wangerland waren zahlreiche Straßen nicht mehr befahrbar. Bereits im Laufe des Vormittags war die Straße nach Mederns gesperrt worden. Besonders stark betroffen auch die Landesstraße 810 zwischen Hooksiel und Horumersiel. Zeitweise steckten hier nach Darstellung der Feuerwehren um die 20 Fahrzeuge fest. Gegen Abend fuhren sich im Bereich des Windparks Bassens ein Traktor und ein Lkw fest. Die Fahrbahn war zeitweise vollständig blockiert.

Ein generelles Fahrverbot gab es im Wangerland aber nicht. Bei entsprechenden Verlautbarungen in den sozialen Medien handelte es sich um so genannte Fake-News. Allerdings wurden der Busverkehr und die Abfallbeseitigung komplett eingestellt. Die Busse werden frühestens wieder am Sonntag fahren. Die Schule waren am Freitag ohnehin geschlossen.

Dank an Landwirte

Katastrophenalarm löste die Stadt Wilhelmshaven am Nachmittag für ihre Dörfer Sengwarden und Fedderwarden aus. Beide Dörfer waren nach massiven Schneeverwehungen zeitweise abgeschnitten. Nach Darstellung der Polizei waren insbesondere die Hooksieler Landstraße, die Roffhauser Landstraße sowie die Langewerther Landstraße nahezu unpassierbar. Gleiches galt im friesländischen Südkreis für die die Blauhander Straße von Sande kommend in Richtung Zetel sowie die Bockhorner Straße zwischen Steinhausen und Bockhorn. Allein auf der Blauhander Straße hatten sich nach Polizeiangaben am späten Nachmittag 15 Pkw sowie zusätzlich drei Lkw festgefahren.

In der Nacht zum Samstag ereigneten sich nur noch wenige Verkehrsunfälle. Die Straßen blieben weitgehend leer. Ausdrücklich dankte die Polizei den Landwirten, die mit ihren Traktoren unter anderem geholfen haben, Straßen wieder passierbar zu machen.

Autobahn gesperrt

Auf der Autobahn 29 kam es kurz vor 18 Uhr in Fahrtrichtung Wilhelmshaven zwischen den Anschlussstellen Zetel und Sande zu einem Verkehrsunfall. Nach Angaben der Polizei war die Richtungsfahrbahn längere Zeit blockiert. Die Autobahn war vorübergehend voll gesperrt.

Nach dem Schnee kommt der Frost

Hinweise auf verletzte Personen oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht. Etliche Geschäfte und Einrichtungen hatten auf die Wetterwarnungen reagiert, frühzeitig geschlossen oder gar nicht erst geöffnet. Die Schulen waren geschlossen. Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak dankte ausdrücklich den Bauhof-Mitarbeitern der Gemeinde und den ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren, die sich an Hilfseinsätzen beteiligten bzw. dafür in Bereitschaft standen.

Laut Wettervorhersage sollen Schneefall und starker Wind noch bis zum frühen Samstagmorgen anhalten. Danach kommt der Frost. Laut Vorhersage wird es in den nächsten Tagen merklich kälter. Für Sonntag sind fürs Wangerland Temperaturen von minus 11 Grad angekündigt. 

Warnung vom OOWV

Vor diesem Hintergrund appelliert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) dringend an die Verbraucher, Wasserzähler, freiliegende Leitungen und Wasserhähne umgehend frostsicher zu machen. Die Leitungen müssen nach Möglichkeit entleert oder mit dem richtigen Dämmmaterial vor Frost gesichert werden. Neben Installationen in Gärten, Gartenhäusern und unbeheizten Kellern seien insbesondere leer stehende Wohnungen oder Ferienhäuser gefährdet. Die Trinkwasser-Versorgungsleitungen des OOWV seien trotz der extremen Kälte grundsätzlich nicht in Gefahr, da sie ausreichend tief in der Erde verlegt wurden. 

Hunde an die Leine nehmen

Die Kreisjägerschaft weist drauf hin, dass aufgrund der Wetterlage die Nahrungssuche und -aufnahme für Wildtiere nur eingeschränkt möglich ist. Bei Überfrieren der Schneedecke verschärfe sich die Situation für die Tiere zusätzlich. Kreisjägermeister Henning Frhr. von Schele bittet daher die Bevölkerung, bei Aufenthalten in der freien Landschaft Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen, zum Beispiel indem Hunde ausschließlich angeleint geführt werden.

Anmerkung: Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert

Dämmerungs-Rodeln am Deich begeistert zahllose Kinder

Hooksiel (8. 1. 2026) – Ein Deich schützt nicht nur vor Wasser. Er kann auch gewaltig Spaß bereiten. Den Beleg dafür lieferte das „Dämmerungs-Rodeln“, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für Mittwochabend eingeladen hatte

Der Deich an der Hooksieler Pferderennbahn wurde am Mittwochabend in eine Rodel-Arena umgewandelt. Foto: Sascha Keemann

Die Idee dafür sei erst am Mittwochmorgen spontan in den Reihen der Jugendfeuerwehr entstanden, schilderte der stellvertretende Ortsbrandmeister Dr. Thomas Große im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die kurzfristige Mobilisierung über die sozialen Medien hatte jedenfalls Erfolg. Zigfach wurde die Ankündigung im Netz geteilt,

Rund 350 Eltern und Kinder trafen sich gegen 18 Uhr an der zweiten Deichlinie, die parallel zum Gelände der Hooksieler Trabrennbahn verläuft. In Höhe Meerwasser-Hallenwellenbad nutzten die Kinder die breite und ebene Abfahrt in Richtung Trabsportanlage für zahllose Abfahrten. Einziger Gefahrenpunkt: Am Fuß des Deiches verläuft ein Graben, vor dem die Rodler rechtzeitig abbremsen mussten. Für eine besondere Atmosphäre der von zahlreichen Feuerwehrleuten begleiteten Aktion sorgten leistungsstarke Strahler, mit denen die Wehr die Piste ausleuchtete.

„Eine tolle Sache“, lobte eine Mutter, die zuvor mit ihren Kinder zusammen auf einem Schlitten den Deich heruntergerutscht war. „Das macht riesigen Spaß.“ Hoch zufrieden zeigte sich auch der Hooksieler Bernhard Köster, der tags zuvor in einer Glosse auf „Hooksiel-life“ angeregt hatte, das Wintersport-Potenzial von Hooksiel auch touristisch zu nutzen. „Damit, dass der Vorschlag so schnell umgesetzt wird, hatte ich gar nicht gerechnet.“

Polizei rät: Am Freitag das Auto möglichst stehen lassen

Friesland/Wangerland (8. 1. 2026) – Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um umsichtiges Verhalten, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden. Angesichtes der Eis- und Schneeglätte sollten insbesondere Autofahrer ihre Fahrweise anpassen und besonders vorsichtig sein. Bereits kleinere Unachtsamkeiten könnten bei winterlichen Straßenverhältnissen zu Verkehrsunfällen führen. 

Die Polizei mahnt zur Vorsicht. Autofahrer sollten ihre Fahrweite der Eis- und Schneeglätte anpassen. Zum Glück sei es in Friesland bislang fast nur zu Bagatellfällen gekommen. Foto: Polizei

Allein im Landkreis Friesland kam es im am heutigen Donnerstag bereits zu 15 witterungsbedingten Verkehrsunfällen. 13 davon im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Jever und zwei im Bereich Varel. „Überwiegend handelte es sich um Bagatellunfälle“, teil die Polizei mit. Aber: „In drei Fällen wurden Unfallbeteiligte leicht verletzt.“

Auto gegen Baum geprallt

Bereits am Mittwochnachmittag war auf der Landesstraße 809 zwischen Hohenkirchen und Altgarmssiel ein Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Feuerwehren Hohenkirchen und Neugarmssiel wurden zur Unfallstelle gerufen. Der Fahrer musste aus dem Wagen geborgen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Landesstraße war zeitweise gesperrt. 

Verkehrsteilnehmende werden gebeten, für notwendige Fahrten mehr Zeit einzuplanen und ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anzupassen. Mit Blick auf die prognostizierten Schneefälle am Freitag sollten Fahrten möglichst sorgfältig geplant oder, sofern möglich, zeitlich verschoben werden. Die Deutsche Bahn hat vorsorglich bereits alle Fährverbindungen nach Wangerooge abgesagt.

Polizei gibt Tipps

Darüber hinaus gibt die Polizei Autofahrern folgende Ratschläge: „Halten Sie einen deutlich größeren Sicherheitsabstand ein. Vermeiden Sie abrupte Lenk-, Brems- und Beschleunigungsmanöver. Nutzen Sie ausschließlich Fahrzeuge mit Winterbereifung. Rechnen Sie insbesondere auf Nebenstraßen, Brücken, schattigen Strecken und Geh- beziehungsweise Radwegen mit erhöhter Glätte.“ Aber auch Fußgänger sowie Radfahrern sollten besondere Vorsicht walten lassen.

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Landkreis: Donnerstag und Freitag fällt die Schule aus

Friesland/Wangerland (7. 1. 2026) – Witterungsbedingt fällt am Donnerstag, 8. Januar, sowie Freitag, 9. Januar, der Präsenzunterricht an allen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis Friesland aus. Das teilte die Behörde heute mit. Bereits am heutigen Mittwoch hatte der Landkreis aufgrund einer akuten Verschlechterung der Straßenverhältnisse den Schulbusverkehr nach der sechsten Schulstunde eingestellt.

Es soll weiter schneien

Die Entscheidung über Schulausfälle aufgrund der Wetterlage fällt der Landkreis nach eigenem Bekunden nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie Leitstelle und Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen. Maßgeblichen Einfluss haben auch die Prognosen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD). Danach soll es weiterhin schneien. Aktuelle Entscheidungen werden bis spätestens 6 Uhr morgens unter anderem auf der Internetseite des Landkreises (www.friesland.de) veröffentlicht.

Müllabfuhr nur eingeschränkt möglich

Aufgrund der Wetterlage konnte heute auch die Müllabfuhr nur eingeschränkt arbeiten. Betroffen waren vor allem Seitenstraßen und Sackgassen sowie aufgrund der Witterung nicht sicher befahrbare Straßen. Wie die Abfallbehörde mitteilt, werden die betroffenen Tonnen erst mit der regulären nächsten Abfuhr mitgenommen. Bürger können dann überschüssigen Restmüll und Bioabfall in zusätzlichen Tüten neben die Tonnen stellen. Bioabfall sollte dabei in Papiertüten gesammelt werden. 

Heute: Rodeln am Deich mit der Feuerwehr Hooksiel

Hooksiel (7. 1. 2026) – Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel lädt zum Schlittenfahren ein. Am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr soll der Deich an der Pferderennbahn in eine Rodelbahn verwandelt werden. Für die nötige Beleuchtung sorgt die Feuerwehr, die über entsprechende mobile Lampen verfügt, mit denen ansonsten unter anderem Unfallstellen ausgeleuchtet werden. 

Eingeladen zu der Veranstaltung sind sowohl Kinder wie auch Jugendliche und Erwachsene. „Mit dem Dämmerungs-Rodeln wollen wir den Schnee noch einmal richtig ausnutzen“, verkündet die Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite. 

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Landkreis: Über Schulausfälle wird bis spätestens 6 Uhr informiert

Friesland/Hooksiel (6. 1. 2026) – Aufgrund der aktuellen Witterungs- und Straßenverhältnisse kann es zu Verspätungen im Busverkehr und auch zum Wegfall von einzelnen Haltestellen kommen. Darauf weist der Landkreis Friesland hin. Informationen über die jeweiligen Fahrtmöglichkeiten seien im Internet unter www.fahrplaner.de oder über die Fahrplaner-App zu erhalten.

Eltern können für Kinder entscheiden

Über Schulausfälle werde mit Blick auf die jeweilige Wetterlage nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie der Leitstelle und den Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen entschieden, heißt es. „Eine Entscheidung fällt zeitlich so, dass spätestens um 6 Uhr die Information veröffentlicht wird.“ 

Eltern werden gebeten, auf entsprechende Meldungen im Radio zu achten beziehungsweise sich auf den Internetseiten der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen/Region Hannover (www.vmz-niedersachsen.de/schulausfall) zu informieren. Zusätzlich erfolge eine Information auch über die App Katwarn und über die Seite www.friesland.de.

Grundsätzlich gelte, dass Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern im Primarbereich und im Sekundarbereich I, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist.

Verteidigt hat der Landkreis als Abfallbehörde die vielerorts kritisierte Entscheidung, dass die am Samstag und am Montag witterungsbedingt ausgefallenen Müllabfuhrtermine nicht nachgefahren werden. Betroffen davon waren unter anderem weite Teile des Wangerlandes, darunter Hooksiel. 

Müllabfuhr: Straßen nicht sicher

„Die betroffenen Straßen waren zum Zeitpunkt der Abfuhr nicht ausreichend geräumt, so dass eine sichere Durchfahrt der Abfuhrfahrzeuge nicht möglich war“, stellt der Landkreis fest. Diese Situation sei für alle Beteiligten unbefriedigend. Die Entscheidung, die Abfuhr auszusetzen, habe jedoch ausschließlich der Sicherheit gedient. Das beauftragte Entsorgungsunternehmen Augustin habe darauf keinen Einfluss gehabt. „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallabfuhr sind auf sichere Straßenverhältnisse angewiesen.“

Die ausgefallene Leerung könne aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt werden, stellt die Abfallbehörde fest. Die Entsorgung erfolge mit der nächsten regulären Abfuhr, bei der zusätzlich handelsübliche Abfallsäcke neben die Tonnen gestellt werden dürften, die dann kostenfrei entsorgt würden.