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Beiträge veröffentlicht in Dezember 2025

Genehmigung für Batteriespeicher auf altem Kraftwerkgelände

Wilhelmshaven (12. 12. 2025) – Der Energiekonzern Uniper hat die vollumfängliche Genehmigung für den Bau und Betrieb eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 50 Megawatt am ehemaligen Kraftwerksstandort Wilhelmshaven erhalten. Mit dem Projekt will das Unternehmen nach eigenem Bekunden die Transformation des Standorts unterstützen und einen Beitrag zur Energiewende in der Region leisten. 

2021 wurde das Kohlekraftwerk stillgelegt. Auf dem Gelände will Uniper jetzt einen 50-Megawatt-Energiespeicher realisieren. Archiv-Foto: hol

Batteriespeicher sind ein wichtiger Baustein für eine flexible und zuverlässige Stromversorgung. Speicherkapazitäten gelten als entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien, da sie Schwankungen etwa beim Aufkommen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen und die Netzstabilität verbessern können.

„Der Batteriespeicher war ursprünglich am Standort Heyden in Petershagen/Lahde geplant. Das Projekt konnte dort aufgrund von Netzanschluss-Herausforderungen nicht realisiert werden“, sagt Gesamtprojektleiter Harald Poppinga. Da bereits für den Standort Wilhelmshaven ein entsprechender Netzanschluss zur Verfügung stand, habe sich Uniper entscheiden, die geplante Anlage nach Wilhelmshaven zu verlagern. „Die ersten Komponenten sind bereits vor Ort, der vollständige Umzug soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.“ 

„Die Genehmigung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Standorts Wilhelmshaven. Mit dem Batteriespeicher schaffen wir eine Brücke zwischen Versorgungssicherheit und Energiewende“, sagt Dr. Nadine Menning, Leiterin Energy Assets Nordwest bei Uniper. Das Kraftwerk Wilhelmshaven wurde im Dezember 2021 stillgelegt. Seither treibt Uniper die Entwicklung neuer Projekte am Standort voran. 

Kürzlich startete der Bau einer Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Aschedeponie. Auf dem Gelände zwischen dem Alten Voslapper Deich und dem südlichen Voslapper Groden entsteht ein Solarkraftwerk mit einer geplanten Jahresleistung von 17.500 Megawattstunden. Die Inbetriebnahme ist für Juli 2026 vorgesehen. 

Uniper ist ein europäisches Energieunternehmen mit Aktivitäten in über 40 Ländern. Mit rund 7.500 Mitarbeitenden spielt das Unternehmen eine zentrale Rolle für die Energieversorgung in Europa – insbesondere in seinen Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden.

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Maroden Fischkutter mit Kran aus dem Hooksmeer gehoben

Hooksiel (11. 12. 2025) – „Erna“ schwimmt nicht mehr. Auf Veranlassung der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Friesland wurde der über zwei Jahre lang im Hooksmeer liegende Fischkutter jetzt mit einem großen Kran aus dem Wasser gehoben. Damit soll verhindert werden, dass von dem maroden Kutter eine Gefahr für das Gewässer ausgeht.

Die maritime Geschichte der „Erna“ ist beendet. Ein Großkran hob den maroden Fischkutter aus dem Hooksmeer. Foto: Theo Kruse

Bereits am vergangenen Freitag hatte der Landkreis eine „Gefahrenabwehr-Maßnahme“ angeordnet. Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel sicherte das in der Nähe der Schleuse liegende Schiff durch so genannte Ölsperren, die Schadstoffe eindämmen und aufsaugen können. Zuvor waren nach Angaben der Behörde Betriebsstoffe ausgetreten. 

Heimathafen des Fischkutters mit der Kennung „GRE 2“ ist Greetsiel. Der Eigner hatte zuvor vergebens versucht, einen Interessenten für die 15 Meter lange „Erna“ (Baujahr 1972) zu finden. 

Da sich der Zustand des Schiffes weiter verschlechtert habe, so der Landkreis, habe man am Montag mit dem Abwracken des da noch im Wasser liegenden Kutters begonnen. Zunächst waren die Aufbauten zurückgebaut worden. Jetzt beendet der Großkran die maritime Geschichte der „Erna“. „Das aktuelle Abwracken ist eine behördliche Gefahrenabwehr-Maßnahme gegenüber dem Schiffseigner, der sämtliche Kosten der Maßnahme zu tragen hat“, teilte der Landkreis auf Anfrage von „Hooksiel-life“ mit.

OOWV erhöht Preis fürs Trinkwasser um neun Prozent

Wangerland/Brake (11. 12. 2025) – Zum 1. Januar 2026 steigt der Trickwasserpreis. Wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) mitteilt, wird der Preis je Kubikmeter Trinkwasser von derzeit 1,56 Euro auf 1,70 Euro angehoben. Das entspricht einer Anhebung um knapp neun Prozent. Hinzu kommt, dass der Grundpreis je Wasseranschluss von monatlich 8,49 Euro auf 8,66 Euro (plus zwei Prozent) steigt.

Die Schmutzwassergebühr für Kunden in der Gemeinde Wangerland hingegen sinkt – wie berichtet – von 3,99 Euro je Kubikmeter auf 3,68 Euro (minus 7,8 Prozent). Die Niederschlagswassergebühr bleibt bei 0,44 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche unverändert. 

Der OOWV bittet seine Kunden im Zuge der Preisanpassungen darum, ihre Zählerstände zum 31. Dezember abzulesen und sie bis spätestens zum 16. Januar über das Kundenportal an den Zweckverband zu übermitteln.

Plattdeutscher Humor für einen guten Zweck

Hooksiel/Horumersiel (11. 12. 2025) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet zum Jahresende noch eine Reihe von Veranstaltungen für Gäste und Einheimische in Hooksiel und Horumersiel an. So findet am Sonntag, 14. Dezember, im Gästehaus Hooksiel die humorvolle Lesung „Advent op Platt“ mit den Wangerländer Urgesteinen Wieland Rosenboom und Kurt Brandenburg statt. 

„Advent up Platt“

Beginn ist um 17 Uhr. Wie die WTG mitteilt, sind noch einige Plätze frei. Die Eintrittskarten sind kostenlos. Besuche werden aber um Spenden gebeten, die ebenso wie Einnahmen aus dem Glühwein- und Punschverkauf ans Friedel-Orth-Hospiz in Jever gehen werden. 

Der Besuch der Veranstaltung ist nur mit Anmeldung möglich. Karten sind erhältlich an den Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel oder online unter wangerland.de. Bereits am vergangenen Sonntag ist das humorvolle Plattdeutsch-Duo in Horumersiel vor zahlreichen Zuhörern aufgetreten. Die Bewertung der WTG: „Ein voller Erfolg.“ 

Weihnachtliches Konzert

Am Freitag, 19. Dezember, ab 19 Uhr spielen „De Platters“ , die Wangerländer Musiker Uwe Siuts und Hardwig Gerdes, im Gästehaus Horumersiel ein weihnachtliches Konzert auf Hoch- und Plattdeutsch – natürlich mit Glühwein und Spekulatius. Dazu, so die WTG, wird es eine Weihnachtsverlosung geben. Auch an diesem Abend werden Spenden fürs Friedel-Orth-Hospiz gesammelt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Samstag, 20. Dezember, steht dann die Komödie „Blaue Weihnacht“ im Kursaal in Horumersiel auf dem Programm. Die Schauspieler Jeffrey von Laun und Vasilios Zavrakis werfen in der Rolle von charmanten Trunkenbolden die Frage auf: „Wer nimmt Oma diesmal?“. Tickets gibt es unter wangerland.de. 

Deichleuchten

Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens plant die WTG, auch in 2026 alle ihre Großveranstaltungen und kulturellen Veranstaltungsreihen auszurichten. Das kündigte Veranstaltungsmanager Florian Wirth kürzlich vor dem Tourismusausschuss der Gemeinde Wangerland an. Begrüßt wird das neue Jahr mit dem „Wangerländer Deichleuchten“, bei dem das neue Jahr in der Silvesternacht am Deich mit Lichtern statt mit Böllern und Raketen begrüßt wird. 


Gemeinde Wangerland lädt zum Neujahrsempfang

Wangerland (12. 12. 2025) – Die Gemeinde Wangerland lädt traditionell zu einem Neujahrsempfang ein. Die öffentliche Veranstaltung wird nach den Worten von Bürgermeister Mario Szlezak am Freitag, 2. Januar 2026, im Kursaal des Haus des Gastes in Horumersiel stattfinden. Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 19 Uhr. „Alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen.“

Begleitet wird der Abend von einem kleinen Programm. Der Bürgermeister lässt das Jahr Revue passieren. Unter anderem wird der Shanty-Chor Likedeeler aus Horumersiel auftreten. Zu den Gästen der Veranstaltung gehören neben Wangerländer Bürgern traditionell auch Vertreter von Nachbarkommunen, Behörden und Institutionen. Szlezak: „Vor allem soll der Neujahrsempfang aber Raum für Begegnung, Austausch und Gespräche bieten.“

Frühstück als Dankeschön für gelebten Gemeinsinn

Hooksiel (10. 12. 2025) – Mit einem Dankeschön an alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde Wangerland hatte Bürgermeister Mario Szlezak am Dienstagabend seine letzte Rede dieses Jahres vor dem Rat der Gemeinde Wangerland beendet. Am Mittwochvormittag ließ er den Worten Taten folgen. Wangerlands erster Repräsentant lud die Arbeitsgruppe Hooksiel zum Frühstück ein.

Bürgermeister Mario Szlezak (rechts) bedankte sich mit einem Frühstück für das Engagement der Arbeitsgruppe Hooksiel. Foto: hol

„Was ihr macht, ist mit Geld nicht aufzuwiegen“, sagte Szlezak bei Kaffee, Tee und belegten Brötchen in der Bäckerei Ulfers. Der Einsatz der Arbeitsgruppe sei „großartig“ und „beispielhaft für die Gemeinde“. Seit über 25 Jahren packe die Gruppe von Männern und Frauen Projekte, vornehmlich im Ortsteil Hooksiel, an, erhöhe damit die Attraktivität des Ortes, zeige Gemeinschaftssinn und entlaste auch die Gemeinde und deren Bauhof.

Über 2500 Arbeitsstunden

Man arbeite gern. „Aber was wir machen, entscheiden wir selbst“, sagte Gruppensprecher Bruno Bölts. In diesem Jahr seien zwischen 2500 bis 2600 Arbeitsstunden geleistet worden. Unterstützt werde man unter anderem von Unternehmen aus dem Ort, von vielen Bürgern und auch vom Bauhof. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe treffen sich jeden Mittwochvormittag zu gemeinsamen Arbeitsstunden. Immer wieder würden aber auch von einzelnen Aktiven an anderen Tagen Aufgaben übernommen.

Bölts hatte Szlezak vor dem Frühstück auf einer Rundreise durch den Ort begleitet und ihm einen Teil der aktuellen Projekte sowie die Werkstatt der Gruppe in einer Scheune bei Pakens gezeigt. Die Arbeitsgruppe betreut unter anderem die Verkehrsinsel am nördlichen und die maritim gestaltete Fläche am südlichen Ortseingang, die rechtlich noch zu Wilhelmshaven gehört. Hier soll demnächst die dort platzierte Boje einen neuen Anstrich erhalten, sagte Bölts. 

Dietrichsberg und Ankerpfad

Von der Arbeitsgruppe gehegt und gepflegt werden der „Dietrichsberg“, die höchste Erhebung im Freizeitgelände, sowie der Ankerpfad, der sich inzwischen mit zahlreichen Exponaten quer durch Hooksiel zieht. Jüngster Anlaufpunkt: Ein Anker mit Sitzbank am Verbindungsweg von der Hamburger Straße zum Neubaugebiet. 

Mit dem Bürgermeister-Frühstück verabschiedete sich die Gruppe in die Weihnachtspause. Beim nächsten Arbeitsdienst am 6. Januar werde man damit beginnen, die über 60 Weihnachststerne wieder abzubauen, die man in den vergangenen Wochen an den Straßenlaternen installiert hat und die den Ort derzeit in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen. 

Passend zum Weihnachtsfest richtete Bölts einen Wunsch an den Bürgermeister und die Gemeinde: Das Awo-Heim am Gästehaus, das Domizil der Arbeitsgruppe, möge die aktuellen Turbulenzen um die Wangerland Touristik GmbH überstehen. 

Eine Stimme zu wenig: Ratsvorsitzender Peters bleibt im Amt

Wangerland/Hooksiel (10.12. 2025) – Das war knapp. 12 von 23 anwesenden Ratsmitgliedern sprachen sich am Dienstagabend für die Ablösung des Ratsvorsitzenden Johann-Wilhelm Peters (SPD) aus. 11 votierten gegen den Antrag von der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP). 

Johann Wilhelm Peters im Rat
Im März 2024 hat Johann-Wilhelm Peters (rechts) das Amt des Ratsvorsitzenden von Wolfram Sandmeier (links) übernommen. Jetzt scheiterte der Vorstoß eines Teils des Rates knapp, den Sozialdemokraten abzuwählen. In der Mitte: Bürgermeister Mario Szlezak. Archiv-Foto: hol

Peters bleibt aber weiter im Amt. Für seine Abwahl wären 13 Stimmen erforderlich gewesen, nämliche eine absolute Mehrheit des 25-köpfigen Rates. Zwei Ratsvertreter konnten an der Sitzung nicht teilnehmen.

Streit um Verfahrensfragen

Alice Brandenburg-Bienek (CDU) hatte den Antrag damit begründet, dass Peters nach Ansicht ihrer Gruppe nach jahrelanger souveräner Amtsführung zuletzt mit dem „Ratsvorsitz überfordert“ gewesen sei. Auslöser für der Vorstoß war die Ratssitzung im September, in der es bei der Beschlussfassung über den geplanten Verkauf der Rundinsel im Wangermeer einen Disput über Verfahrensfragen gab. Zum Unmut der GfW hatte Peters zunächst über eine Beschlussvorlage der Verwaltung abstimmen lassen – und erst danach über einen Antrag der CDU. Peters: „Ich bin mit sicher, dass ich weder böswillig noch absichtlich die Geschäftsordnung missachtet habe.“

Geheime Abstimmung

Das Ergebnis der Abstimmung wurde mit Spannung erwartet. Immerhin hatte sich die GfW bei ihrem vorbereitenden Antrag auf geheime Abstimmung mit 11:9 Stimmen (bei drei Enthaltungen) durchgesetzt. In der im Anschluss vom Ratsvorsitzenden souverän geleiteten Sitzung arbeitet der Rat eine Fülle von Entscheidungen ab. Unter anderem wurden die neuen Satzungen für die Zweitwohnungssteuer, für den Gästebeitrag und den Tourismusbeitrag einstimmig bzw. mit einer Gegenstimme verabschiedet. 

Gästebeitrag gesenkt

Die Zweitwohnungssteuer wurde durch einen neuen Berechnungsmodus rechtssicher gemacht. Der Gästebeitrag gemäß der Empfehlung eines Sachverständigen als Folge der Schließung verschiedener touristischer Angebote (Bäder) der insolventen Wangerland Touristik GmbH ab 2026 von 3,80 Euro je Übernachtung (Erwachsener in der Hauptsaison in Zone 1) auf 3,20 Euro gesenkt. Der Tourismusbeitrag, mit dem der Marketing-Aufwand der WTG gedeckt werden soll, bleibt auf eine Summe von 350.000 Euro gedeckelt. 

Unterstützung für SC Wangerland

Einstimmig auf den Weg gebracht wurde auch ein Grundsatzbeschluss zum Projekt „Barrierefreier Sanitärzugang an der Sportstätte ,An der Jaderennbahn‘ in Hooksiel“. Die Gemeinde plant im Verbund mit dem Sport-Club Wangerland den Neubau eines barrierefreien Gebäudes mit Sanitär-, Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplätzen und Tennisanlage. 

Die Hoffnung: Das Projekt könnte durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gefördert werden. Der Ratsbeschluss garantiere dem Verein ein 25-jähriges Nutzungsrecht der Anlage und öffne den Weg für die Teilnahme am Interessenbekundungs-Verfahren für das Bundesprogramm, sei aber noch mit keiner finanziellen Verpflichtung für die Gemeinde verbunden, erläuterte der für Sportangelegenheiten zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Markus Gellert

Bekanntmachungen künftig im Netz

Einstimmig verabschiedete der Rat auch eine Änderung der Hauptsatzung. Auf Bekanntmachungen der Gemeinde soll es danach künftig in den Tageszeitungen nur noch einen Hinweis geben. Der komplette Text der Bekanntmachungen wird dann auf der Internetseite der Gemeinde (www.wangrland.org) und gegebenenfalls am und im Rathaus veröffentlicht werden. 

In 16 Tagen durch den Atlantik: 4. Platz für Marlene Brudek

Von Theo Kruse

Hooksiel (10. 12. 2025) – Die Extremseglerin Marlene Brudek ist am Dienstag nach 16 Tagen am Ziel der Karibikinsel St. Lucia, angekommen. Mit ihrer Regattajacht „Heartbeat 2“ nahm sie als kleinstes Boot an der alljährlich stattfindenden Transatlantik-Regatta teil. Sie beendete das Rennen als 39. Schiff der Flotte, die 147 Segeljachten zählte. In ihrer Bootsklasse belegte sie unter zehn Jachten den herausragenden 4. Platz.

Glücklich in St. Lucia angekommen: Die Hooksieler Seglerin Marlene Brudek und ihre beiden französischen Mitsegler. Foto: privat/Theo Kruse

Zur Atlantic-Race for Cruisers (ARC) hatte sich in diesem Jahr in der 40. Auflage der Veranstaltung mehr Segeljachten als je zuvor gemeldet. Der Start war am 23. November am Jachthafen Las Palmas (Gran Canaria) erfolgt. Brudek, die sonst zumeist als Soloseglerin unterwegs ist, hatte für die Ozeanpassage 18 bis 20 Tage gerechnet. Tatsächlich schaffte sie den rund 2700 Seemeilen (rund 5000 Kilometer) langen Kurs in 16 Tagen; ein Tagesdurchschnitt von 168 Seemeilen. 

An Bord hatte sie zwei französische Mitsegler, denn die Regeln für die ARC-Wettfahrt lassen keine Einhand-Segler zu. Die Wilhelmshavener Architektin ist Mitglied des Sail Lollipop Regatta-Vereins, der am Hooksmeer in Hooksiel beheimatet ist. In den letzten Jahren hat die frühere Kitesurferin bereits erfolgreich an der Mittsummer-Sail durch die Ostsee und am Einhand-Rennen Silverrudder Rund Fünen mit Erfolg teilgenommen.

Für die ARC hat sie ein Regattaboot des Typs JPK 10.10 erworben; die Jacht ist gerade zehn Meter lang und war damit das kleinste Boot der diesjährigen ARC-Flotte. Nach mehr als zwei Woche mit Astronauten-Nahrung aus der Tüte wird sich die Crew nun sicher erstmals eine Auszeit bei sonnigen 23 bis 29 Grad in der Karibik gönnen, nachdem in der Rodney-Bay der Anker fiel.

Anmerkung: Dieter Artikel wurde nachträglich um das Ankunftsbild ergänzt.

Gemeinde glaubt nicht mehr ans Hotel-Projekt am Alten Hafen

Wangerland/Hooksiel (9. 12. 2025) – Die Suche nach einem Investor für das Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen in Hooksiel geht in eine neue Runde. Wie Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) in der Ratssitzung am Dienstagabend mitteilte, habe der Verwaltungsausschuss beschlossen, „die Fläche erneut aktiv in die Vermarktung zu geben und Gespräche auch mit weiteren Interessenten aufzunehmen“. 

Die Gemeinde Wangerland verhandelt jetzt mit weiteren Interessenten für das ehemalige Feuerwehrareal am Alten Hafen in Hooksiel. So sah der Vorentwurf für ein Hotel aus, das auf dem Filetgrundstück gebaut werden sollte. Foto: hol

Die Gemeinde hatte sich nach einem Interessenbekundungs-Verfahren für die Firma „Moss und Kumbrink“ als Planer ausgesprochen. Bislang habe das Unternehmen jedoch weder einen Investor noch einen Betreiber für das geplante Hotel-Projekt benennen können. Ziel bleibe es, so Szlezak, für diesen zentralen Standort eine zukunftsfähige Lösung zu entwickeln. „Sobald hierzu konkrete Ergebnisse vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert.“

Kommunikation nicht ausreichend

Ausführlich ging der Bürgermeister auf die aktuelle Lage der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) ein. Betroffen davon seien vor allem die Mitarbeiter, Wangerländer Bürger, Urlaubsgäste und die touristischen Leistungsträger. Durch die Schließung beider Hallenbäder im Gemeindegebiet habe sich die Situation nochmals deutlich verschärft, so Szlezak. 

Die Steuerung des nicht-öffentlichen Verfahrens samt der Kommunikation läge beim Insolvenzverwalter und beim Gläubigerausschuss. „Aber es ist uns bewusst, dass in der Öffentlichkeit und auch hier im Rat ein berechtigter Wunsch nach Transparenz und klarer Kommunikation besteht“, sagte der Bürgermeister und räumte ein: „Rückblickend muss offen benannt werden, dass diese Kommunikation an verschiedenen Stellen nicht ausreichend gelungen ist.“

Chance für ein Schwimmbad?

Szlezak versicherte, dass Entwicklungen, die öffentlich gemacht werden dürfen, auch umgehend öffentlich gemacht würden. Unabhängig davon laufe die umfassende Aufarbeitung der Ursachen für die Insolvenz von Verantwortlichkeiten, Entscheidungen und Kostenentwicklungen weiter. „Das ist eine echte Herkulesaufgabe.“ Als Auslöser der finanziellen Schieflage der WTG gilt der Bau des „Thalasso Meeres Spa“. Die Kosten dafür hatten sich auf zuletzt veranschlagte 23 Millionen Euro verdreifacht.

Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass es gelingen wird, die gemeindeeigene WTG schrittweise zu konsolidieren und perspektivisch auch wieder ein Schwimmbad-Angebot vorzuhalten. Dies sei mit Blick auf Schulen, Vereine, Bürger, Gäste sowie die touristischen Leistungsträger erforderlich. 

Windpark vorerst auf Eis

In seinen Ausführungen ging der Bürgermeister auf eine Reihe von Projekten ein, die bereits öffentlich diskutiert wurden, für die aber noch Beratungsbedarf bestehe. So etwa für die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde zugunsten zweier neuer Windpark-Flächen bei Wiarden. Hier sollen moderne Windräder als Ersatz für eine größere Zahl von Alt-Anlagen entstehen, die aufgrund ihrer Größe nicht als privilegiert für ein so genanntes Repowering gelten. Szlezak: „Es sollen zunächst grundsätzliche Überlegungen angestellt werden, ob und in welchem Umfang zusätzliche Windenergie in der Gemeinde Wangerland insgesamt noch sinnvoll und verträglich umgesetzt werden kann.“

Rundinsel noch nicht verkauft

Offene Fragen gebe es auch noch zur Entwicklung der ehemaligen Hofstelle Damm an der Helmstedter Straße in Hohenkirchen. Geplant war hier eine ans „Wangerland-Ressort“ angegliederte Außenanlage. Auch der Verkauf der Rundinsel im Wangermeer sei bislang nicht unter Dach und Fach. Die Verwaltung arbeite noch an den vertraglichen Grundlagen. Auch in diesem Fall geht es um einen Vertrag mit den Betreibern des „Wangerland-Ressorts“, die hier eine Abenteuerinsel entwickeln wollen. 

Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, hat die Gemeinde aus dem Bestand der WTG landwirtschaftliche Flächen am Ortsrand von Tettens gekauft. Die Grundstücke würden Potenzialflächen für die zukünftige Entwicklung von Tettens darstellen, so Szlezak. Möglicherweise könnte hier auch ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden, das laut Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde in den kommenden Jahren erforderlich werde. Unabhängig davon bietet die Gemeinde im Bereich des Schwimmbades Tettens einige Baugrundstücke zum Verkauf an.

EWE senkt Strom- und Gaspreis in der Grundversorgung

Friesland/Wangerland (9. 12. 2025) – Der Oldenburger Energiekonzern EWE will zum Februar 2026 seinen Strom- und Gaspreis in der so genannten Grundversorgung senken. 

Entlastung um 7 Prozent

Für Stromkunden sinkt der Arbeitspreis, also der Preis pro Kilowattstunde von aktuell 31,90 auf 29,63 Cent brutto. Dies entspricht einer Senkung von gut sieben Prozent. Der jährliche Grundpreis ändert sich von jetzt brutto 209,29 auf 224,80 Euro. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch von 2.800 Kilowattstunden spart durch diese Preisanpassung nach Berechnungen der EWE in der Grundversorgung 48 Euro im Jahr. Davon würden rund 166.000 EWE-Stromkunden profitieren.

Die 69.000 Erdgaskunden in der Grundversorgung sollen ab dem 1. Februar 2026 pro Kilowattstunde Erdgas 11,01 Cent zahlen und damit knapp sechs Prozent weniger als heute. Der Grundpreis verändert sich von aktuell 253,39 Euro brutto auf 278,28 Euro pro Jahr. Insgesamt spare ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Gasverbrauch von 17.500 Kilowattstunden 96 Euro im Jahr, so die EWE.

Gasspeicherumlage fällt weg

Für alle Gaskunden, sowohl für Grundversorgungs- als auch für Sondervertragskunden mit befristeten Laufzeitverträgen, gelte zudem, dass sich der Gaspreis pro Kilowattstunde bereits zum 1. Januar durch den Wegfall der Gasspeicherumlage reduziert. Diese betrag derzeit 0,289 Cent netto pro Kilowattstunde. Die Bundesregierung hat beschlossen, diese Umlage nur noch bis zum 31. Dezember 2025 zu erheben.

„Die aktuellen Marktbedingungen ermöglichen erneut sinkende Preise“, sagt Oliver Bolay, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH. „Zwar haben sich die Energiepreise stabilisiert, dennoch bleibt das Umfeld weiterhin anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es uns, die vorhandenen Spielräume zuverlässig auszuschöpfen und die Entlastungen direkt an unsere Kunden weiterzugeben.“