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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Wenn Scheune und Kuhstall für Kinder zum Spielparadies werden

Kita auf Bauernhof
Abenteuer Bauernhof: Kinder des Hooksieler Kindergartens „Küstenkinder“ besuchten zum Abschluss des Betreuungsjahres einen landwirtschaftlichen Betrieb in Crildumersiel. Foto: hol

Hooksiel/Crildumersiel (22. 6. 2024) – Kühe, Kälbchen, Pferde, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen und ein Hund. Dazu jede Menge Spielzeug, Pony-Reiten und Leckereien vom Grill oder vom Büffet. Die „Dörpwichtel“ aus der Hooksieler Kindertagesstätte „Küstenkinder“ werden den Ausklang ihres Kindergartenjahres sicherlich einige Zeit in Erinnerung behalten.

Die gut 15 Mädchen und Jungen waren samt Betreuerinnen Marlies Möllmann und Tanja Bremer, Eltern und Geschwisterkinder am Freitag zu Gast auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Haschen in Crildumersiel. Die Idee dazu hatte Elternvertreterin Nina Wagner, die bei der weiteren Umsetzung vor allem von Familie Haschen, aber auch von nahezu allen Eltern, benachbarten Landwirten und sogar der Molkerei Ammerland und der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel unterstützt wurde.

Für einen Nachmittag lang wurde der Milchvieh-Betrieb zum Schaufenster in das Leben auf einem Bauernhof und zugleich Zoo, Spielscheune und Kommunikations-Börse. Zum Dank präsentieren die „Dörpwichtel“ einige zuvor einstudierte Lieder, verteilten jede Menge Streicheleinheiten an ihre neuen tierischen Freunde und verabschiedeten die älteren Kinder in Richtung Grundschule.

Sprayer schaffen neues Markenzeichen für Hooksieler Skateplatz

Skateplatz Hooksiel
Der Graffiti-Künstler Daniel Treptow (4. von rechts) verzierte zusammen mit Jugendlichen den Aufenthaltscontainer am Hooksieler Skateplatz. Betreut wurde die Aktion von Seiten der Jugendpflege der Gemeinde mit Leiterin Imke Gerdes (3. von links) und Vanessa Müller (ganz rechts). Foto: hol

Hooksiel (20. 6. 2024) – Der Container am Hooksieler Skateboardplatz sieht jetzt richtig hipp aus. Auf Initiative der Jugendpflege Wangerland haben Kinder und Jugendliche den bereits blau grundierten Seecontainer zusammen mit Graffiti-Künstler Daniel Treptow aus Wilhelmshaven verschönert. 

Über drei Woche habe die Aktion aufgrund des regnerischen Wetters immer wieder verschoben werden müssen, sagte Imke Gerdes, Leiterin der Jugendpflege der Gemeinde, im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Jetzt hat es endlich geklappt. Und der Container sieht richtig schön aus.“

Der Skateplatz direkt neben dem Fußballplatz im Freizeitgelände ist ein Treffpunkt für junge Leute, die mit Fahrrad oder Skateboard am Hindernis-Parcours mit verschiedenen Geräten, Rampen und Pipes trainieren. Darüber hinaus gibt es dort einen Basketballkorb – und seit dem Sommer vergangenen Jahres auch einen Seecontainer, in dem die Nutzer sich bei Regen unterstellen oder auch nur ihre Sachen ablegen können.

Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde hatten den Container schon entsprechend vorbereitet, so dass jetzt die Jugendlichen selbst zur Spraydose greifen konnten. Nach einer von Daniel Treptow gezeichneten Skizze entstand so ein stilisierter Hooksiel-Schriftzug – das künftige Erkennungszeichen für den Skateplatz. 

An der Aktion beteiligten sich an die 20 Jugendliche aus Hooksiel, Horumersiel und Jever. Der Großteil von ihnen besucht nach den Worten von Imke Gerdes das Angebot der Jugendpflege im Hooksieler Jugendraum oberhalb der Sporthalle an der Grundschule (Eingang von der Rückseite). Betreut werden die Jugendlichen dort einmal die Woche vom Sozialpädagogen Jörg Westphal (dienstags) sowie aktuell zusätzlich von der Studentin Vanessa Müller (freitags).

Daniel Treptow, der in Wilhelmshaven einen Hip-Hop-Shop betreibt, hat sich 1995 der Graffiti-Kunst verschrieben und seither bereits etliche Fassaden, Gebäude und Industriekomplexe verschönert. Schon mehrfach hat er dabei auch mit der Jugendpflege Wangerland zusammengearbeitet. „Ich zeige den Jugendlichen nur, wie man mit der Spraydose umgeht. Die sind dann meist erstaunt, was sie selber alles können.“

Für Treptow ist Graffiti längst eine etablierte Kunstform. Wer daran Zweifel hat, sollte sich den Termin des Streetart-Festivals in Wilhelmshaven (2. bis 4. August) vormerken. Darin integriert sei in diesem Jahr erstmals ein Graffiti-Festival, das „Spray Watt Festival“, zu dem sich bereits über 40 namhafte Sprayer aus dem In- und Ausland angemeldet hätten. Als von der Stadt Wilhelmshaven angeregtes Großprojekt soll dabei das Parkhaus an der ehemaligen Stadthalle an der Peterstraße verschönert werden. „Das koste kaum mehr, als wenn man die Front anmalen würde“, sagt Treptow und versichert: „Es wird aber viel schöner.“

Gemeinde will Projekte und Konzepte nach den Ferien präsentieren

Wangerland/Hooksiel (19. 6. 2024) – Die Gemeinde Wangerland will nach der Sommerpause alle Bürger-Projekte in einer öffentlichen Sitzung vorstellen, die möglicherweise Aussicht auf ein Förderung aus dem Kohlestrukturfonds haben könnten. Die jeweiligen Projektgruppen sollen dann Gelegenheit bekommen, ihre Vorhaben vorzustellen und Fragen dazu zu beantworten, kündigte Bürgermeister Mario Szlezak auf der Ratssitzung in dieser Woche in Hohenkirchen an.

Über den Kohlestrukturfonds will der Bund den Verlust an Wertschöpfung in der Region durch die Stilllegung von zwei Kohlekraftwerken ausgleichen. Ausgewählte Projekte können mit bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert werden. Ein Förderprojekt, so Szlezak, könnte dabei auch die Entwicklung der Rundinsel im Wangermeer in Hohenkirchen werden.

Bekanntlich waren die Verhandlungen über den Verkauf der Insel an zuvor ausgewählte Investoren bislang gescheitert. Seither beschäftigt sich ein Arbeitskreis bei der Gemeinde auch mit der Option, die Insel gegebenenfalls selbst zu entwickeln. Es gebe aber auch Angebote von neuen Interessenten. Damit, so Szlezak, bestehe „durchaus die Möglichkeit, dass die Insel doch noch verkauft wird“. Die verschiedenen Optionen sollen ebenfalls nach der Sommerpause beraten werden.

Grundstück in Horumnersiel
Auf dem bereits freigeräumten Grundstück in Horumersiel soll ein Gebäude mit zehn Dauerwohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Foto: hol

Nach der Präsentation der Projekte, die auf den Kohlefonds setzen, müsse der Gemeinderat beraten, welche Vorhaben er wie unterstützen will. Da es leider keine 100-Prozent-Förderung gebe, müsse die Gemeinde einen nicht unerheblichen Anteil der Koste selbst finanzieren – und das bei einer sehr angespannten Haushaltslage.

Geld in die Gemeindekasse soll der Verkauf des ehemaligen Feuerwehr-Geländes am Alten Hafen von Hooksiel bringen. Dabei sei es aber nicht das Ziel, die Fläche an den Meistbietenden zu verkaufen, betonte der Bürgermeister. Es gehe um das bestmögliche Konzept für Hooksiel. Die Ergebnisse des laufenden Interessen-Bekundungsverfahrens sollen ebenfalls nach den Sommerferien in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden. Ziel sei es, den Verkauf in der Ratssitzung im September unter Dach und Fach zu bringen.

Wie der Bürgermeister weiter mitteilte, habe der Verwaltungsausschuss inzwischen dem Verkauf des prominenten Eckgrundstücks Goldstraße/Rudolf-Garlichs-Straße in Horumersiel zugestimmt. Ein Investor wolle dort ein Gebäude mit zehn Dauerwohnungen sowie zwei Gewerbeflächen errichten.

Der Umbau in die neu errichtete Kindertagesstätte in Hohenkirchen verzögere sich hingegen. Eigentlich sollten die Kinder ihr neues Domizil nach den Sommerferien in Beschlag nehmen. Jetzt plant die Gemeinde die Einweihung für den 25. Oktober. Als Grund für die Verschiebung nannte der Bürgermeister eine dreimonatige Verzögerung bei der Lieferung der Fenster. Die Ausschreibung für den Einbau der Fenster habe dreimal aufgehoben werden müssen, weil die Angebote exorbitant über den zuvor dafür ermittelten Kosten gelegen hätten.

Nach Kampfabstimmung: Rat halbiert die Zahl der Wahlbezirke

Wangerland/Hooksiel (19. 6. 2024) – Wie viele Wahllokale braucht die Gemeinde Wangerland, ohne das die Wahlbeteiligung sinkt und die demokratische Willensbildung Schaden nimmt? Über diese Frage wurde am Dienstag Abend im Gemeinderat intensiv diskutiert – und abgestimmt. Dabei setzten sich die Vertreter der Gruppen GFW (CDU/Grüne/FDP) und ZUW (Unabhängige) gegen die SPD-Fraktion durch. Bemerkenswert: Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) stimmte mit GFW und ZUW für den von seiner Verwaltung eingebrachten Antrag, die Zahl der Wahlbezirke von zwölf auf sechs zu verringern.

Bei der jüngsten Europawahl waren im Wangerland 8025 Wahlberechtigte zur Stimmenabgabe aufgefordert. Die Spannweite der Größe der Wahlbezirke reichte von Hooksiel (2024 Wähler) bis Altebrücke (138). Laut Wahlgesetz sollten einzelne Bezirke nicht über 2500 Wähler haben. Sie dürften aber auch nicht so klein sein, dass das Wahlgeheimnis gefährdet wäre. Insgesamt soll die Organisation der Wahl den Wählern die Stimmabgabe erleichtern.

Bis zu 22 Kilometer zum Wahllokal

Nach dem Ratsbeschluss bleiben die Wahlbezirke Hooksiel, Hohenkirchen und Waddewarden unverändert. Die bisherigen Bezirke Tettens, Oldorf, Wiefels sowie Horumersiel, Altebrücke, Wiarden und Minsen, Friederikensiel, Wiarden werden voraussichtlich erstmals zur Bundestagswahl 2025 zu jeweils einem neuen Wahlbezirk zusammengezogen.

Holger Ulfers meldete für die SPD-Fraktion noch Beratungsbedarf an, scheiterte aber mit seinem Antrag, die Entscheidung zu vertagen. Mehrere SPD-Abgeordnete warnten davor, dass bei deutlich größeren Entfernungen zu den Wahllokalen, die Wahlbeteiligung sinken könnte. Das wiederum würde vor allem den demokratischen Parteien schaden. Johann-Wilhelm Peters: „Die Radikalen gehen immer zur Wahl.“ Bei bis zu 22 Kilometer Distanz von Wohnort zu Wahllokal könne von Bürgernähe keine Rede mehr sein.

Gemeinde spart Erfrischungsgeld

Sprecher von GFW und ZUW wiesen die Sorge um die Demokratie als überzogen zurück. Für die Reform spreche der erhebliche Aufwand für die Verwaltung, die zu jeder Wahl 93 ehrenamtliche Wahlhelfer finden muss, die zudem für ihren Dienst mit einem „Erfrischungsgeld“ von 45 Euro bedacht werden. Alice Brandenburg-Bienek (CDU) sieht in der Verringerung der Wahlbezirke auch einen Baustein zur Konsolidierung des Haushalts der Gemeinde. 

Viele Briefwähler-Stimmen ungültig

Die vielen Wahllokale seien auch angesichts der stetig wachsenden Zahl von Briefwählern nicht mehr erforderlich, argumentierte Brandenburg-Bienek. Peters hielt dem entgegen, dass bei jüngsten Europawahl allein im Landkreis Friesland 500 Briefwähler-Stimmen für ungültig erklärt worden seien, weil es den Wählern nicht gelungen sei, ihre Stimmzettel ordnungsgemäß verpackt an die Gemeinden zurückzuschicken. Allein im Wangerland dürften das 50 Stimmen gewesen sein.

Thalasso-Gesundheitstempel geht mit zwei Jahren Verspätung an den Start

Thalasso vor Eröffnung
Noch wird um das Thalassa Meeres Spa herum mit Hochdruck gearbeitet. Am Freitag wird der neue Gesundheitstempel in Horumersiel offiziell eröffnet. Foto: hol

Horumersiel (19. 6. 2024) – Eigentlich sollte das neue Thalasso-Zentrum in Horumersiel schon vor zwei Jahren in Betrieb gehen. Doch unter anderem die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben für Verzögerungen und Kostensteigerungen gesorgt. Jetzt ist es so weit. Auch wenn in diesen Tagen noch kräftig im ehemaligen Kurmittelhaus gewerkelt wird: Am Freitag, 21. Juni, wird das „Thalasso Meeres Spa“ offiziell eröffnet.

Zur Eröffnungsfeier am Freitagmorgen erwartet die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH (WTG) geladene Gäste und Redner – darunter Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies, Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak sowie Wilhelm Loth, Tourismusdirektor der Thalasso-Insel Norderney. 

Noch am Tag der Eröffnungsfeier startet zudem die so genannte „Open House Phase“. Am Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 22. Juni, von 12 bis 16 Uhr sind alle interessierten Gäste und Einheimischen herzlich eingeladen, den Gesundheitstempel zu besuchen und das neue Angebot kennenzulernen. Zur vollen und zur halben Stunde starten jeweils Hausführungen. Zudem werde das zwölfköpfige Team des Thalasso Meers Spa für Fragen zum ganzheitliche Gesundheitskonzept und die angebotenen Leistungen bereit stehen. 

„Das ganze Team brennt nach intensiven Wochen der Vorbereitung darauf, nun erste Spa-Gäste zu empfangen – denn das ist es doch, was uns am Herzen liegt, Gäste zu empfangen und ihnen einen tollen Aufenthalt in unserem Haus zu bieten“, sagt Ulrike Fahrner, Leiterin des Thalasso Meeres Spa. 

Auch WTG-Geschäftsführer Armin Kanning ist voller Vorfreude. „Die Open House Phase ist eine einmalige Chance, das Haus und dessen besonderes Angebot ganz in Ruhe zu entdecken. Im laufenden Betrieb werden Führungen leider nicht so einfach möglich sein, da wir für unsere Gäste stets eine Wohlfühl-Atmosphäre sicherstellen möchten.“ 

Das Thalasso-Zentrum ist aus einem Komplett-Umbau des ehemaligen Kurmittelhauses in Horumersiel entstanden. 2020 begannen die Bauarbeiten. Geschätztes Investitionsvolumen damals: 8,8 Millionen Euro. Aktuell liegen die Bau- und Einrichtungskosten offiziell bei um die 17 Millionen Euro, von denen das Land Niedersachsen 9 Millionen abdeckt. Insider sprechen hinter vorgehaltener Hand aber schon von Baukosten von über 20 Millionen Euro und mehr. Die Endabrechnung steht noch aus. 

Unklar sind auch die Folgekosten. Wie Kanning vor wenigen Tagen gegenüber einer Lokalzeitung sagte, gehe er für die ersten beiden Betriebsjahren von einem jährlichen Defizit von jeweils um die 500.000 Euro aus. Danach, so die Erwartung, werde der Zuschussbedarf sinken. Skeptiker befürchten, dass die zusätzliche Belastung Konsequenzen für die Angebote der WTG an anderer Stelle haben dürfte.

Die ersten Anwendungen – von Massagen über Fango-Packungen bis zur Kältekammer – im Thalasso Meeres Spa sollen ab Montag kommender Woche verabreicht werden. Die WTG setzt darauf, dass die besondere Atmosphäre des Hauses und die Qualität der Anwendungen sich schnell auch überregional herumspricht, so dass das Millionen-Projekt den Tourismus im Wangerland nachhaltig stärken wird. 

Interessenvertreter für Jugendliche im Landkreis Friesland gesucht

Friesland/Wangerland (19. 6. 2024) – Im September 2024 wird das Jugendparlament Friesland neu gewählt. Jugendliche können sich bis einschließlich Dienstag, 23. Juli, als Kandidatinnen und Kandidaten bewerben. Interessierte müssen zwischen 13 und 21 Jahre alt und seit mindestens drei Monaten in einer Stadt oder Gemeinde des Landkreises Friesland gemeldet sein. Zudem muss jede und jeder, der sich zur Wahl aufstellen lassen möchte, mindestens 15 Unterstützerunterschriften von wahlberechtigten Jugendlichen nachweisen. 

Gesucht werden junge Menschen, die ihre Ideen einbringen und etwas im Landkreis Friesland verändern möchten. Die vollständigen Unterlagen zur Bewerbung müssen bis zum Stichtag 23. Juli im Original in der Geschäftsstelle des Jugendparlaments Friesland, im Kreisamt, Lindenallee 1, 26441 Jever, abgegeben werden. Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsbogen, Unterstützerliste, Einverständniserklärung) sind auf der Webseite des Jugendparlaments zu finden https://jugendparlament-friesland.de/wahlen, die aktuelle Wahlordnung gibt es unter: https://buergerinfo.friesland.de/getfile.asp?id=74455&type=do.

Seit 2017 gestaltet das Jugendparlament Friesland mit verschiedenen Projekten und Aktionen aktiv die Region mit und setzt sich auf politischer Ebene für die Belange und Interessen von Kindern und Jugendlichen ein. Insgesamt können sich im Jugendparlament 25 Jugendliche engagieren, alle zwei Jahre wird die Zusammensetzung neu gewählt. 13 von ihnen werden direkt gewählt. Die zwölf weiteren Plätze werden durch Delegierte der Jugendvertretungen aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden, Jugendverbänden sowie dem Kreisschülerrat entsandt.

Alle wahlberechtigten Jugendlichen erhalten laut Miteilung des Landkreises im August per Post eine Wahlberechtigungskarte. Sie können damit in Verbindung und mit einem Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) an einem beliebigen Wahlortdie ihre Stimme abgeben. Alle Wahlorte (unter anderem die weiterführenden Schulen) mit Terminen und Uhrzeiten stehen auf den Wahlkarten und werden im August auch auf der Webseite des Jugendparlaments Friesland veröffentlicht, unter www.jugendparlament-friesland.de. Gewählt wird zwischen Montag, 9. September, und Samstag, 28. September.

EWE: Stromnetze im Wangerland keine Bremse für E-Mobilität

Wangerland/Hooksiel (18. 6. 2024) – Das Stromnetz in der Gemeinde Wangerland ist für die Anforderungen der Elektromobilität „bestens aufgestellt“. Wie der Oldenburger Energiedienstleister EWE gegenüber „Hooksiel-life“ beteuert, brauche kein Autofahrer seine Pläne für die Anschaffung eines Elektro-Autos auf Eis legen, weil die Stromnetze in seiner Straße oder seinem Ortsteil keine weiteren privaten Ladestationen verkraften. 

„Bei Anmeldung einer ,Standard‘-Wallbox bis 12 Kilovoltampere (kVA) gibt es in der Regel eine direkte Zusage für die Kunden und die Wallbox kann sofort betrieben werden“, sagt EWE-Sprecher Alexander Jewtuschenko. „Leistungsstärkere oder zusätzliche Wallboxen erfordern möglicherweise vorab eine Verstärkung des Netzanschlusses. In einigen Fällen muss auch zunächst das Netz verstärkt werden, um die benötigte Leistung liefern zu können.“

e-Mobilität
Die EWE bittet darum, dass Bürgerinnen und Bürger, die bei sich E-Auto-Ladestationen oder Wärmepumpen installieren, den Netzbetreiber darüber in Kenntnis setzen. Nur so könne der weitere Netzausbau passgenau geplant werden. Foto: hol

Das sei dann die Aufgabe, die die EWE als Netzbetreiber erledigen würde. Gegebenenfalls könne sich der Anschluss der Wallboxen in solchen Fällen zeitlich etwas verzögern. Solche Fälle kämen in der Gemeinde Wangerland derzeit, wenn überhaupt, aber nur sehr selten vor, so Jewtuschenko.„Wir bauen unsere Energienetze in unserem Netzgebiet vorausschauend bereits seit Jahren aus. Dafür berücksichtigen wir selbstverständlich auch die Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität.“ 

Investitionen in Netzausbau

EWE investiere jährlich rund 100 Millionen Euro in den Netzausbau, um die künftigen Strombedarfe sicher befriedigen zu können. Tendenz steigend. Das Geld werde beispielsweise ausgegeben, um Umspannwerke und Mittelspannungsnetze zu verstärken. Zudem setze man mehr Messtechnik in Niederspannungsnetzen ein, um die tatsächliche Netzauslastung noch besser einschätzen zu können. Der Netzausbau sei nicht nur für die Elektromobilität erforderlich, sondern auch für den Betrieb von Wärmepumpen oder die Stromeinspeisung durch immer mehr Photovoltaikanlagen. 

Bürger haben Meldepflicht

„Wir legen unser Netz darauf schrittweise bedarfsgerecht aus“, so Jewtuschenko. Der Anspruch, den die EWE dabei an sich selbst stelle: „Egal, was die Zukunft bringt – wir haben das Netz dafür.“ Um die Herausforderungen gut meistern zu können, sei man aber auch auf die Unterstützung der Bürger angewiesen. Jewtuschenko: „Wer zum Beispiel eine Wallbox oder Wärmepumpe bei sich zu Hause installiert, ist verpflichtet, dies dem zuständigen Netzbetreiber zu melden. Wenn sich alle daran halten, hilft es uns, die Auslastung der Netze noch besser zu planen. So kann jeder Bürger einen Teil zur Versorgungssicherheit für sich selbst und seine Nachbarschaft beitragen.“

Architektur von Häusern weist den Weg zu Menschen, die darin leben

Hooksiel (17. 6. 2024) – Achtung. Ein Unbekannter steht vor dem Haus und macht Fotos! Ein Tipp: Bevor Sie die Polizei rufen, fragen Sie den Mann nach seinem Namen. Vielleicht ist es der Maler und Illustrator Jürgen Noltensmeier auf der Suche nach einem Motiv. 

Noltensmeier ist der neue Stipendiat im Künstlerhaus Hooksiel. Der in Leipzig wohnende Künstler wird die nächsten sechs Wochen in dem Sielort leben und arbeiten. Eine Ausstellung mit zehn großflächigen Gemälden, die alle Fassaden unterschiedlicher Häuser zeigen, sind in der am Sonntag eröffneten Ausstellung „Still und laut“ im Künstlerhaus zu sehen. Bei der Vernissage am wurde der Künstler von der Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak begrüßt. Zur Einführung sprach Reiner Tintel.

Jürgen Noltensmeier
Jürgen Noltensmeier malt Häuser so realistisch wie möglich. Was möglicherweise hinter deren Mauern passiert, bleibt der Phantasie der Betrachter überlassen. Foto: hol

Verschiedene Häuser, mit oder ohne Balkon, mit abplatzender Farbe an Fassaden und Fenstern oder mit einem Jägerzaun vor der Tür. Noltensmeier konzentriere sich auf das Wesentliche, die Anatomie des individuellen Gebäudes, sagt Tintel. Die Bewohner der Gebäude gehören für ihn offenkundig nicht dazu. Obwohl es Noltensmeier immer um sie geht, die Menschen.

Was hinter den Fassaden vorgehen mag, bleibt der Vorstellungskraft des Betrachters überlassen. „Ich hasse es, wenn ein Künstler eine Botschaft aufdrängen will“, sagt Noltensmeier im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Die Gedanken sollen im Kopf der Betrachter entstehen. Und falls da keine Gedanken kommen, dann sei das nicht das Problem des Künstlers.

Maler, Musiker, Autor und Lehrer

Noltensmeier wurde 1967 im Kalletal in Westfalen geboren. Aus dem Dorf ging er nach der Schule in die Metropole Hamburg, um Illustration und Kunstdesign zu studieren. Ergänzt um die Malerei wurde die akademische Ausbildung bei einem Aufbaustudium in Glasgow in Schottland. Es folgen Jahre als freier Künstler, wobei Noltensmeier auch Bücher schrieb und Literatur-Shows organisierte. Das nötige Geld für den Lebensunterhalt verdiente er als Musiker. „Dann kam Corona und alles brach zusammen, vor allem die Subkultur.“ Heute arbeitet Noltensmeier unter anderem als Kunstlehrer an einer Schule in Niedersachsen.

Ausstellungs-Eröffnung
Bei der Ausstellungseröffnung: (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Jürgen Noltensmeier, Reiner Tintel und Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann. Foto: Giesecke

Auf der Suche nach einem Stipendium sei er auf Hooksiel gestoßen. Das Angebot fürs Künstlerhaus sei eines der wenigen ohne Altersbegrenzung. Was macht man sechs Wochen lang als bekennender „Nicht-Strandgänger“ an der Küste? Neugierig sein. Sich umschauen. Spannende Gebäude suchen, die nicht nur etwas über Architektur, sondern auch über die dort lebenden Menschen sagen. Die ersten Gebäude, die Noltensmeier ins Auge gefallen sind: Die Hooksieler Strandhäuser. Steinerne Klötze mit dem Charme des vergangenen Jahrhunderts.

Ausstellung mit Hausmodellen geplant

Ob sie Gegenstand eines Gemäldes werden, steht noch nicht fest. Erst will der Künstler die Gegend erkunden, dann arbeiten. Ein konkretes Projekt, dass es sich für Hooksiel vorgenommen hat: Der Bau von Hausmodellen, wie er sie für seine Gemälde auch bislang schon genutzt habe, etwa um den Schattenwurf realistisch nachempfinden zu können. Bislang habe er die Papp-Modelle weggeworfen. „Aber ich glaube, es ist auch spannend, wenn ich sie einmal ausstelle.“

Kaum auf einer Leinwand festhalten wird Noltensmeier das LNG-Terminal, das man vom Hooksieler Außenhafen aus gut sehen kann. Als er es vom Deich aus fotografieren wollte, sei er umgehend von Sicherheitskräften angesprochen worden. „Fotografieren verboten!“ „Das ist mir schon häufiger passiert“, erzählt der Künstler. „Mich haben auch schon mal Polizisten verdächtigt, dass ich Häuser fotografieren würde, um Einbrüche vorzubereiten.“ 

Matrose über Bord gegangen

Ostfriesland (17. 6. 2024) – Die Hoffnung, einen am Sonntagmorgen in der Osterems über Bord gegangenen Matrosen, noch lebend bergen zu können, sind auf ein Minimum gesunken. Wie die Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, ist die Suche nach dem Matrosen eines Krabbenkutters am Abend gegen 22 Uhr ergebnislose eingestellt worden.

Der Kapitän eines Krabbenkutters hatte gegen 7.30 Uhr die Seenotretter alarmiert. Sein Kollege war im Wattfahrwasser der Osterems zwischen Borkum und Greetsiel über Bord gestürzt. An der groß angelegten Suchaktion waren mehrere Seenotrettungskreuzer und DGzRS-Boote, niederländische Rettungskräfte, SAR-Hubschrauber, Marineflieger sowie zahlreiche Kutter und Behördenfahrzeuge beteiligt.

Im Seegebiet herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks gute Sichtverhältnisse bei Wind aus südlicher Richtung um vier Beaufort (bis zum 28 km/h) und rund 14 Grad Celsius Wassertemperatur.

Erneute Pleite für Tennis-Herren

Hooksiel (17. 6. 2024) – Auch im dritten Spiel der Tennis-Saison reichte es für Herren ü50 des FCN Hooksiel in der Regionsliga nicht für den ersten Punktgewinn. Beim TuS Ofen im Ammerland unterlag das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns mit 0:6 deutlicher als nötig. Mit etwas mehr Spielglück wäre sogar ein Unterschieden möglich gewesen.

Die Hooksieler reisten erneut ohne ihre drei leistungsstärksten Spieler an, die alle verletzungsbedingt passen mussten. Dennoch schlug sich Torsten Csikos, Nummer vier der Setzliste, im Spitzeneinzel hervorragend. Nachdem er den ersten Satz denkbar knapp mit 6:7 verloren hatte, lag er im zweiten schon mit 5:3 vorn. Am Ende hieß aber auch hier nach über zweieinhalb Stunden Spielzeit 5:7 für den Ofener. 

Die drei übrigen Einzel gingen mehr oder weniger deutlich an die Heimmannschaft. Mirko Ortmanns unterlag 4:6, 1:6, Gerd Abeldt 2:6, 0:6 und Torsten Riedel 2:6, 3:6. Das dennoch etwas drin gewesen wäre, zeigten die Doppel, die beide erst im Matchtiebreak des dritten Satzes verloren wurden. Csikos/Abeldt unterlagen 7:6, 4:6, 10:12, wobei sie einen eigenen Matchball nicht verwerten konnten. Ortmanns/Riedel hatten bei ihrem 6:4, 5:7, 6:10ebenso knapp das Nachsehen. 

Die ü50 geht mit 0:6 Punkten in die Sommerpause. Die nächsten Spiele werden im August und September ausgetragen.

Die Damen-Mannschaft des FCN siegte unterdessen bei ihrem Auswärtsspiel beim MTV-Jever souverän mit 6:0. In den Einzeln punkteten Kiara Krause (6:3, 6:3), Michelle Krause (6:3, 6:4) und Dilber Kocas (6:2, 6:1) sowie im Doppel Kiara Krause/Alina Fiebig (6:2, 6:0). Ein Einzel und ein Doppel gingen kampflos an die Hooksielerinnen, da Jever nur mit drei Spielerinnen angetreten war. Die Damen liegen aktuell mit 5:3 Punkten in der 2. Regionsklasse auf Platz zwei.