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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Tödlicher Unfall in Hohenkirchen

Wangerland/Hohenkirchen (24. 1. 2025) – Tödlicher Verkehrsunfall im Wangerland. Am Donnerstag gegen 17.25 Uhr wurde in Hohenkirchen eine 86-jährige Frau von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Laut Mitteilung der Polizei wollte die Seniorin im Dunkeln mit ihrem Rollator in Höhe Birkenweg/Goethestraße die Jeversche Straße überqueren, als sie von dem Transporter erfasst wurde.

Der 40-jährige Fahrer war vom Verkehrskreisel kommend in Richtung Ortsmitte unterwegs. Unmittelbar nach dem Passieren des Kreuzungsbereiches Birkenweg/Goethestraße kam es zum Zusammenprall. Obwohl der Fahrer noch ein Ausweichmanöver habe, konnte er eine Kollision nicht verhindern, so die Polizei.

Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen erlag die 86-jährige ihren Verletzungen noch am Unfallort. Ein Atemalkoholtest beim Fahrzeugführer ergab eine Atemalkohol-Konzentration von 0,21 Promille.

Anmeldung zum Frühjahrsputz

Wangerland/Hooksiel (24. 1. 2025) – Die Kommunen in der Region laden auch in diesem Jahr wieder zum „Frühjahrsputz“ ein. Am Freitag, 14. März, können sich vor allem Schulen und Kindergärten an der Aktion beteiligen. Für Samstag, 15. März, sind Vereine, Feuerwehren, Nachbarschaften und andere Gruppen sowie Organisationen eingeladen, Müll und Unrat aller Art aus der Natur einzusammeln und damit für einen saubere Heimat aktiv zu werden. An beiden Tagen soll von 9.30 bis 12 Uhr gesammelt werden.

Den „Frühjahrsputz“ gibt es seit 1997. Er wurde seinerzeit von der „Wilhelmshavener Zeitung“ ins Leben gerufen, aber auch schon damals von Kommunen unterstützt. Zur 26. Auflage in diesem Jahr laden die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven ein. Die Aktion ist inzwischen Teil der norddeutschen Gemeinschaftsinitiative „Der Norden räumt auf“. 

Ziel ist es, Parks, Grünanlagen, Schulwege, Spielplätze und Grünstreifen abseits der Straßen von Abfall und den Spuren des Herbstes und Winters zu befreien. Dabei soll nicht nur die Umwelt gereinigt, sondern auch das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur gestärkt werden.

Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum Samstag, 1. März, bei den Städten und Gemeinden anmelden. Für die Aktion werden Abfallsäcke bereit gestellt. Anmeldungen aus der Gemeinde Wangerland nehme im Rathaus Maike Eilers (Telefon 04463/989114 oder Email m.eilers@wangerland.org) und Claudia Rabenstein (04463/989102; ordnungsamt@wangerland.org) entgegen.

Weitere Informationen unter https://www.friesland.de/fruehjahrsputz.

Tano setzt auf Podcast: Künstliche Intelligenz erklärt die Region

Hooksiel (23. 1. 2025) – Podcast – so heißt ein Format, mit dem Medienschaffende versuchten, einen neuen Draht zu ihren Zuhörern zu bekommen. Vereinfacht gesagt: Themen werden in Gesprächsform aufbereitet, häufig in einem Frage-Antwort-Spiel. Dazu kommen möglicherweise Originaltöne von dritter Seite. So entsteht, im besten Fall, eine informative Plauderei, etwa zwischen Journalist und Experten, der man in Gruppen oder zum Beispiel auch beim Autofahrern folgen kann.

Jetzt ist auch die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (Tano) mit Sitz in Wilhelmshaven auf diesen Zug aufgesprungen. Die Marketing-Organisation für die niedersächsische Nordseeregion präsentiert ihren ersten B2B-Podcast, der, so die Tano, komplett mit Künstlicher Intelligenz produziert wurde. Erreicht werden sollen damit die touristischen Partner an der niedersächsischen Nordsee, denen Einblicke in aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen der Branche gegeben werden sollen.

„Mit dem Start unseres KI-basierten Podcasts setzen wir deutschlandweit einen Meilenstein und nutzen als Vorreiter mutig die Möglichkeiten, die uns die moderne Technologie bietet“, sagt Mario Schiefelbein, Geschäftsführer der TANO. „Auch wenn es an manchen Stellen noch ruckelt und einige Passagen in der Aussprache eher zum Schmunzeln anregen, ist es uns ein Anliegen gewesen, unseren Partnern ein modernes und informatives Medium an die Hand zu geben, das zeigt, was mit KI-Tools heute schon möglich ist.“

Ob die Zuhörer sich von den Computerstimmen („Harry & Anita“) unterhalten, informiert oder schlicht veräppelt vorkommen, wird sich zeigen. Die Tonspur des Podcast ist vollständig KI-generiert, während das Skript größtenteils von KI geschrieben und an einigen Stellen manuell verfeinert wurde. 

Der neue Podcast „53Grad-Navigator“ werde ab sofort regelmäßig produziert, so die Tano. „Wir möchten mit diesem Projekt sowohl inspirieren als auch Diskussionen über den Einsatz von KI anregen“, so Schiefelbein. Seine Überzeugung: „Die rasante Entwicklung in diesem Bereich bietet enorme Potenziale, und wir sehen uns als touristische Dachorganisation in der Nordsee-Region in der Verantwortung, neue Wege auszuprobieren und aufzuzeigen, wie die Zukunft der Branche gestaltet werden kann.“ 

Die Tano arbeite zudem bereits an einem B2C-Podcast für Gäste der Region. Dieser solle nicht nur unterhalten, sondern auch praktische Informationen für den Urlaub an der Nordsee bieten sowie über aktuelle Reise-Tipps, wie zum Beispiel übe Veranstaltungen, informieren.

Interessierte können die erste Folge auf der B2B-Website www.tano.travel unter dem Menüpunkt Aktuelles finden oder auf den Podcast-Plattformen ihrer Wahl kostenlos abonnieren

„Alte Schneiderei“ bekommt „Tee-Stübchen“

Mirko Huber von der "!Alten Schneiderei"
Die „Alte Schneiderei“ bekommt ein „Tee-Stübchen“. Gastronom Mirco Huber baut dafür derzeit das Nachbargebäude (rechts) um, in dem bislang ein Taschengeschäft untergebracht war. Foto: hol

Hooksiel (22. 1. 2025) – Ein Spaziergang am Strand, danach durch Hooksiel flanieren, eine Kleinigkeit essen oder eine Tasse Tee trinken … das gehört zum regelmäßigen Freizeitprogramm vieler Menschen aus dem Nordwesten. Voraussichtlich ab März können sich die Besucher über ein neues Angebot freuen. Die Traditions-Gaststätte „Alte Schneiderei“ wird um ein „Tee-Stübchen“ erweitert.

Nach den Worten von Mirco Huber, der das Restaurant mit seiner Mutter Monika betreibt, wird das „Tee-Stübchen“ bis zu 50 Sitzgelegenheiten bieten. Darunter eine kleine Kapitäns-Ecke. Neben Tee und Kaffee sollen unter anderem Torten, Waffeln und Windbeutel angeboten werden. „Wir hatten die Idee für das Café schon vor drei Jahren“, so Huber. „Aber erst Ende vergangenen Jahres bot sich die Gelegenheit, die bislang von einem Taschengeschäft genutzten Räume mit anzumieten.“

Die „Alte Schneiderei“ liegt im historischen Ortskern von Hooksiel. Das Gebäude in der Nähe des Alten Hafens soll um 1720 gebaut worden sein. 1860 wurde es zum „Schneiderhaus“. Seit 1988 wird das Haus mit dem historischen Charme als Restaurant genutzt.

Monika und Mirco Huber haben den Betrieb vor 16 Jahren übernommen. Sie beschäftigen ganzjährig 19 Mitarbeiter. Auf der Speisekarte stehen verschiedene Fleisch- und Fischgerichte, aber auch kleine Speisen – wie etwa Fischbrötchen zum Mitnehmen – bietet das Haus an.

Mit dem „Tee-Stübchen“, das über einen Durchbruch mit der „Alten Schneiderei“ verbunden werden soll, möchten die Hubers die Zahl ihrer Sitzplätze im Erdgeschoss vergrößern. Von den derzeit gut 80 Plätzen befinden sich rund die Hälfte im Obergeschoss – was gerade älteren Gästen oft zu beschwerlich ist. Bei schönem Wetter kommen 40 Plätze auf der Außenterrasse hinzu.

Zu den Kunden der „Alten Schneiderei“ gehören Gruppen etwa zu Geburtstags- oder Konfirmationsfeiern und auch Trauergesellschaften. Gerade für sie soll das „Tee-Stübchen“ Platz bieten. Abends werde man das ebenerdige Café auch für Restaurant-Gäste mit nutzen, sagte Huber. Die Umbauarbeiten, so hofft der in Wilhelmshaven lebende Gastronom, werden bis Ende Februar abgeschlossen sein. 

Führungskräfte der Feuerwehr vereidigt

Vereidigung von Feuerwehrkräften
Bürgermeister Mario Szlezak (2. v. l.) und Ordnungsamtsleiter Markus Gellert (re.) vereidigten im Beisein von Gemeindebrandmeister Eike Eilers (4. v. l.) und dessen Stellvertreter Florian Harms (2. v. r.) die neuen Funktionsträger (von links) Carsten Held, Jens Brämer, Carsten Rohlfs und Ihno Gerdes. Foto: Gemeinde

Wangerland (22. 1. 2025) –Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus eine Reihe von gemeindlichen Ehrenbeamten vereidigt. Ihren Eid legen dabei neu gewählte Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr ab: Carsten Held (stellv. Ortsbrandmeister Ortswehr Neugarmssiel), Jens Brämer (Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen), Carsten Rohlfs (Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen) und Ihno Gerdes (Ortsbrandmeister der Ortswehr Waddewarden).

Im Beisein des Gemeindebrandmeisters Eike Eilers, des stellv. Gemeindebrandmeisters Florian Harms und des Ordnungsamtsleiters Markus Gellert dankte Szlezak den Ehrenbeamten für deren außergewöhnliches Engagement für die Gesellschaft und die Sicherheit der Gemeinde Wangerland. „Es ist mir eine Ehre, Euch in das Ehrenbeamtenverhältnis zu berufen. Eure Hingabe und Euer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Wangerland sind vorbildlich. Vielen Dank für Euren Dienst“, so Szlezak.

Einsatz von Spezialschiff soll Untiefen im Hooksmeer beseitigen

Baggerschif vertieft das Hooksmeer
Im Hooksmeer beseitigt das Fahrzeug „Dirk“ Untiefen, die Sportbooten oftmals zum Verhängnis geworden sind. Foto:: Heinz Martin

Hooksiel (22. 1. 2025) – Die Fahrrinne im Hooksmeer wird aktuell von Schlamm befreit. Das bestätigt Thorsten Sassen von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) gegenüber „Hooksiel-Life“. Ein Spezialschiff wirbelt mit einer Egge im Bereich von Untiefen auf dem Grund liegendes Sediment auf, das sich dann an tieferen Stellen wieder absetzen soll. Durch das vom Land Niedersachsen geförderte Projekt soll die Zufahrt von Sport- und Freizeitbooten von der Außenschleuse bis zu den Liegeplätzen im Hooksmeer gesichert werden.

Heinz Martin, Vorsitzender des Wassersportvereins Hooksiel (WSV), hatte auf der Jahreshauptversammlung seines Vereins die Bedeutung des Projektes unterstrichen (siehe unten stehenden Bericht). Die Untiefen seien im Laufe der Jahre beträchtlich angewachsen, so dass Eigner von Jachten mit größerem Tiefgang immer wieder Probleme bekommen hätten. Nach den Worten von Sassen soll der Schlammeinsatz, der am Montag begonnen hat, morgen abgeschlossen werden. 

Das Hooksmeer, die Verbindung zwischen dem Alten Hafen von Hooksiel und der Außenschleuse, ist vor über 40 Jahren im Zuge der Industrialisierung Wilhelmshavens künstlich angelegt worden. Das Gewässer hat große touristische Bedeutung. Beheimatet sind hier unter anderem mehrere Segelvereine, ein Surfclub und eine Wasserskianlage. Zu den Anrainern gehört aber auch die Hooksieler Werft. 

Bei der Finanzierung des Projektes profitiert die WTG von einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen zur Ausbaggerung von Sportboot- und Freizeithäfen. Um entsprechende Mittel aus dem Topf hatte sich die Tourismustochter der Gemeinde Wangerland im vergangenen Jahr beworben. Mit Erfolg. Das Land schießt 20.000 Euro, und damit 70 Prozent der voraussichtlich anfallenden Kosten, zu.

Eigentlich hätte die Schlammbeseitigung schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Der Projektstart musste aber verschoben werden: Zum einen war kurzfristig kein entsprechendes Spezialschiff verfügbar, zum anderen muss aus ökologischen Gründen die Wassertemperatur stabil unter 12 Grad liegen. 

Auch mit kleinen Papierbooten kann man Nützliches fürs Segeln lernen

Ehrungen beim WSV Hooksiel
1. Vorsitzender Heinz Martin (rechts) ehrte langjährige und verdiente Mitglieder. Von links Anke und Wolfram Heibeck, Petra Meppen, Ursula Reemsma, Hans-Jürgen Steger, Manfred Gottwald, Helmut Wippich, Rosemarie de Vries und Ernst Reemtsma.                        Foto: Dörte Salverius

Hooksiel/SAL (22. 5. 2025) – Gesegelt wird auch im Winter. Zu dieser Jahreszeit natürlich nicht draußen auf dem Hooksmeer, sondern im Bootshaus, wo auf den Tischen spielerisch Kurse für kleine Papierboote abgesteckt werden. Einmal im Monat treffen sich jetzt die Mädchen und Jungen von Wassersportverein Hooksiel (WSV) und Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS).

Das Programm bietet viel Abwechslung und reicht von Segeltheorie und Fitnessübungen bis hin zur Besichtigung eines DGzRS-Rettungsboots. Bei der Jugendarbeit gemeinsame Sache mit dem Nachbarverein zu machen, habe sich bewährt, sagte Jugendleiterin Sonja Heimann auf der Jahreshauptversammlung des WSV an den Hooksieler Skiterrassen. 

Gute Nachwuchsarbeit

Und nun stößt auch noch ein dritter Verein dazu. Wenn es für den Nachwuchs am 15. Februar zum Kentertraining ins Hooksieler Hallenwellenbad geht, werden auch die Jüngsten des Regattavereins Sail-Lollipop dazustoßen. Im warmen Wasser des Hallenbades wird dann gelernt, wie man einen unter Segeln umgekippten Opti wieder aufrichtet.

Für den Segelnachwuchs steht wieder Kentertraining mit dem Opti im Programm. Im warmen Wasser des Hooksieler Hallenwellenbads ein großer Spaß.   Foto: Dörte Salverius

Dem engagierten Team um Übungsleiterin Sonja Heimann ist es gelungen, die Kinder und Jugendlichen für den Segelsport zu begeistern und sie auch während der Wintermonate zusammenzuhalten. Bis es in der neuen Saison mit den Jollen wieder aufs Wasser geht. Fest im Blick dann die Regattatermine, denn der WSV wird am 15. Juni eine der drei Jugendmeisterschaftsregatten ausrichten.

Untiefen werden beseitigt

Sportlich wird das Jahr auch für die Skipper der größeren Jachten. Regattawart Hendrik Busemann kündigte acht Termine für das Mittwochssegeln auf der Jade an, das der WSV seit Jahren ausrichtet. Der erste Start ist am 7. Mai. Hinzu kommen im Jaderevier die Horum-Regatta der SKHS und die WSC-Regatta.

Der WSV wird die neue Saison am 10. Mai mit dem Ansegeln eröffnen. Da Niedersachsen-Ports die Sanierung der Schleuse erst im kommenden Spätherbst fortsetzen werde, laufe die Schleuse wieder im gewohnten Betrieb, berichtete WSV-Vorsitzender Heinz Martin. Auf dem Hooksmeer sei zurzeit ein Spezialschiff dabei, Untiefen zu beseitigen, die im Laufe der Jahre beträchtlich angewachsen seien. Sie haben vor allem den Eignern von Jachten mit größerem Tiefgang Probleme bereitet. Für diese guten Nachrichten gab es in der Versammlung viel Applaus. Im Vereinsheim sei die umfangreiche Erneuerung der Sanitäranlagen auf gutem Wege, so Martin weiter. Sie werden den Mitgliedern spätestens im März wieder zur Verfügung stehen. 

Beim WSV Hooksiel standen Vorstandswahlen an. Veränderungen gab es nicht. In ihren Ämtern bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Heinz Martin, der 2. Vorsitzende Claus Weegen, Kassenwartin Gabriele Keßenich, Schriftführer Reiner Altemöller, Jugendwartin Sonja Heimann, stellvertretender Jugendwart Heiko Rüter, Hafenmeister Christian Herzog, Regattawart Hendrik Busemann, Gerätewart Michael Pieper und Pressewartin Dörte Salverius

Seit 50 Jahren im Verein

Den Fahrtenpreis teilen sich zwei Crews: Mit ihrer „New Life“ segelten Hans-Jürgen Steger und Petra Meppen im vergangenen Jahr einmal um die Ostsee, entlang der polnischen, russischen und baltischen Küste bis zum finnischen Helsinki und von dort über die schwedische und dänische Küste zurück in den Heimathafen. Manfred Gottwald war mit seiner „La Isla“ ebenfalls wochenlang auf der Ostsee unterwegs, und das einhand, also allein auf sich gestellt.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Ursula und Ernst Reemtsma, Rosemarie de Vries sowie Helmut Wippich geehrt. Sie Silbernadel für 25-jährige Vereinstreue erhielten Anke und Wolfram Heibeck

Storag Etzel überzeugt: Kavernen für Wasserstoff-Einlagerung geeignet

Friedeburg/Wilhelmshaven (21. 1. 2025) – Die bislang als Gaszwischendepot genutzten Kavernen in Friedeburg-Etzel sind offenbar auch für die Einlagerung von Wasserstoff geeignet. Diese Hoffnung nährt jedenfalls der bislang positive Verlauf des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „H2CAST Etzel“. Wie die Firma Storag Etzel als Betreiberin des Kavernenfeld heute mitteilt, hat zum Jahreswechsel die Einspeicherung der ersten Mengen von insgesamt avisierten 90 Tonnen Wasserstoff begonnen. In 2024 war bereis eine Dichtigkeitsprüfung erfolgreich abgeschlossen worden.

Kann Wasserstoff in ehemaligen Gaskavernen eingelagert werden? Die Tests dazu in Etzel verlaufen vielversprechend. Foto: Storage Etzel

Die Einspeicherung ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „H2CAST Etzel“, das vom Land Niedersachsen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Damit soll die technische Umsetzung der Speicherung von Wasserstoff in Salzkavernen entwickelt werden. H2-Kavernen in räumlicher Nähe gelten als wichtiger Faktor bei der Entwicklung Wilhelmshavens zu einem Schlüsselstandort für die Energiewende mit der Produktion von Wasserstoff und dem Import CO2-freier Gase.

„Wir haben einen weiterer Meilenstein zur Umwidmung von bestehenden Kavernen für die Speicherung von Wasserstoff in Etzel umgesetzt“, sagt Carsten Reekers, Projektleiter von „H2CAST Etzel“. Der unter einem Druck von 300 bar mittels LKW-Trailern angelieferte gasförmige Wasserstoff verdrängt bei der Einspeicherung über den für Wasserstoff geeigneten Kavernenkopf und Bohrungsverrohrung die Sole aus den Kavernen. Das Salz wird über die Solanlage der Storag Etzel abtransportiert.

„Nach erwarteten Anlaufschwierigkeiten in der Beschaffung von Wasserstoff – man merkt, dass der Wasserstoffmarkt noch in den Kinderschuhen steckt – sind Stand Ende Januar mehrere Tonnen bei einem maximalen Druck von 170 bar sicher im Untergrund gespeichert“, so Reekers weiter. „Wir sind stolz auf das bisher Erreichte und haben jetzt gezeigt, dass die vorhandenen Anlagen im Kavernenfeld Etzel für die Wasserstoffspeicherung geeignet sind. Unsere Fachkollegen des Gasbetriebs haben die Prozessschritte für die Wasserstoffbefüllung sicher im Griff.“ 

Reekers ist davon überzeugt, dass sich die bestehenden unterirdischen Gas- und Ölspeicher zeitnah für die Nutzung von Wasserstoff zeitnah umwidmen lassen. In 2025 will Storage Etzel mit Projektpartnern unter anderem eine Anlage zur Wasserstoffreinigung bauen und in Betrieb nehmen. Dabei sollen unterschiedliche Verfahren und deren Effizienz getestet werden.

Der Wasserstoff muss aktuell noch aufgrund der fehlenden H2-Pipelineanbindung per Lkw in Etzel angeliefert werden. Bis in den Sommer werden bis zu drei Lkw-Ladungen Wasserstoff pro Woche in Etzel erwartet. Insgesamt sind nach Unternehmensangaben rund 200 Trailerladungen erforderlich, um den Dachbereich der Kavernen mit Wasserstoff zu befüllen. Künftig werde der Standort Etzel an das bereits genehmigte H2-„Kernnetz“ per Pipeline mit Wasserstoff versorgt.

Wasserrechtliche Genehmigung fehlt: Bauarbeiten am Edeka-Markt stocken

Bauarbeiten am Edeka-Markt Hohenkirchen
Der Bau des neuen Edeka-Marktes in Hohenkirchen hat im Herbst 2024 begonnen. Aktuell stocken die Arbeiten, weil die wasserrechtliche Genehmigung noch nicht vorliegt. Archiv-Foto: hol

Wangerland (21.1. 2025) – Der Bau des neuen Edeka-Supermarktes in Hohenkirchen kommt nur schleppend voran. Wie der Bauamtsleiter der Gemeinde Wangerland, Torsten Meuer, auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätigt, könne „gerade nicht weitergearbeitet werden, weil die wasserrechtliche Genehmigung vom Landkreis noch nicht erteilt werden konnte“.

Die Genehmigung sei mit mehreren Bedingungen aus dem Bauleitverfahren verknüpft. Es geht um das Gewässer II. Ordnung im Baufeld, die Hohenkirchener Leide, das von der Sielacht betreut wird. Dieser größere Graben soll vom Neubau überbaut werden. Das Gewässer werde dafür in seiner Bedeutung herabgestuft. 

Um die Entwässerung weiter zu gewährleisten, soll im Norden der Baustelle ein neues Gewässer II. Ordnung ausgewiesen werden. „Das alles wird mit dem Entwässerungsantrag geändert und bedarf einer sorgfältigen – auch hydraulischen – Bearbeitung durch den Landkreis“, erläutert Meuer. „Wir sind mit Edeka, dem Planungsbüro, dem Landkreis und der Sielacht im Austausch, damit es schnellstmöglich weitergehen kann.“

Die Bauarbeiten an dem Lebensmittelmarkt mit einer geplanten Verkaufsfläche von über 1800 Quadratmetern hatten im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Bei dem Edeka-Markt handelt es sich um einen so genannten Vollversorger, der ein deutlich breiteres Sortiment haben wird als die benachbarten Discounter Aldi und Lidl. 

Spaziergang durch den Garten

Garten von Karbirschke
Die Gartenspaziergänge vermitteln Anregungen für die Gestaltung der eigenen Grünoase. Das Bild zeigt den Garten der Hooksielerin Magrete Kabierschke, die auch 2025 ihre Pforte öffnen wird. Foto: Müller

Hooksiel/Wangerland (20. 1. 2025) – Die Lenkungsgruppe „Erde und Flut“ organisiert für Sonntag, den 13. Juli, den inzwischen fünften „Wangerländer Gartenspaziergang“. In der Zeit von 10 bis 17 Uhr sollen möglichst viele Wangerländer ihre Pforten öffnen und ihren Garten für die Öffentlichkeit zugänglich machen, denn oft lasse sich nur erahnen, welche „grünen Oasen“ sich hinter Gartenzaun oder Hecke verbergen.

„Mitmachen und seinen Garten zeigen kann jeder Gartenbesitzer“, sagt Anke Müller aus Hooksiel. „Neben Privatpersonen sind auch Gewerbebetriebe, beispielsweise Hotels mit Garten, eingeladen, sich zu beteiligen.“

Wer sein grünes Reich zeigen und somit das Angebot bereichern möchte, wird gebeten, sich bis spätestens zum 1. Mai bei Theda Harms-Thiemann unter Telefon 04461/5854 oder unter der E-Mail-Adresse theda.harms-thiemann@outlook.de zu melden.