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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Hooksielerin hofft am Montag auf starkes Signal für Blutspende-Standort

Hooksiel (14. 10. 2024) – Blutspender retten Leben. Und, was weniger bekannt ist: Blutspender tun damit auch etwas für ihre eigene Gesundheit. Zum Beispiel können Hochdruck-Patienten durch regelmäßige Blutspenden ihren Blutdruck senken. Zudem wird das Blut auf Erreger von Infektionskrankheiten untersucht. 

Am kommenden Montag, 21. Oktober, bietet der Blutspendendienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wieder die Gelegenheit, in Hooksiel Blut zu spenden. Das Team bietet seine Dienstleistung von 16 bis 20 Uhr im Walter-Spitta-Haus, Lange Straße 60, an. „Nach der Blutspende gibt es einen leckeren Imbiss“, verspricht Sieglinde Schandinat, die als Ehrenamtliche die Aktion begleitet.

Blutspenden in Hooksiel hat schon eine gewisse Tradition. Im Mai 2012 habe ein Ehrenamtsteam den ersten Blutspende-Termin in dem evangelischen Gemeindehaus organisiert, erinnert sich Sieglinde Schandinat. Danach wurde zunächst zweimal jährlich ein Termin angeboten, seit 2016 gibt es sogar drei Termine im Jahr – im Frühjahr, im Sommer und im Herbst.

Von 2012 bis 2024 spendeten durchschnittlich 57 Personen pro Termin in Hooksiel Blut. „Die Spenderzahlen gehen leider zurück“, bedauert Sieglinde Schandinat. Beim DRK überlege man deshalb derzeit, ob es für das kommende Jahr überhaupt noch sinnvoll ist, in Hooksiel Station zu machen. Schandinat: „Es wäre schön, wenn am Montag möglichst viele Spender kommen. Das wäre ein starkes Zeichen für das Angebot in Hooksiel.“

Als Spender kommt übrigens grundsätzlich jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren in Frage. Frauen können vier Mal im Jahr, Männer sogar sechs Mal im Jahr Blut spenden. 

Mit dem Auto frontal gegen einen Baum

Unfallauto
Völlig zerstört wurde der Wagen, der in der Nacht zum Sonntag von der Hooksieler Ortsumgehung abgekommen ist. Der Fahrer konnte sich selbstständig aus dem Wrack befreien. Foto: Feuerwehr

Hooksiel (13. 10. 2024) – Bei einem Unfall auf der Ortsumgehung Hooksiel (Landesstraße 810) wurde in der Nacht zum Sonntag ein Mann verletzt. Sein Auto wurde komplett zerstört.

Nach Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel war der im Landkreis Wittmund gemeldete Wagen gegen 0.10 Uhr aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer war in Richtung Horumersiel unterwegs. Das Auto prallte frontal gegen einen Baum, drehte sich durch die Wucht des Aufpralls um 180 Grad und blieb am Straßenrand stehen.

Der Fahrer konnte sich noch selbst aus dem Fahrzeug befreien. Hinzu geeilte Ersthelfer hätten per Notruf unverzüglich Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Danach seien die drei Wangerländer Feuerwehren Hooksiel, Waddewarden und Hohenkirchen ausgerückt.

Der Unfall-Fahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehrleute sicherten die Einsatzstelle und nahmen ausgelaufene Betriebsmittel auf. Zudem unterstützen die Helfer die Polizei bei der Unfallaufnahme mit einer umfassenden Beleuchtung der Unfallstelle.

Am Sonntagabend gegen 17:30 Uhr kam es zu einem ähnlichen Unfall im Bereich der Hooksieler Landstraße (L 810) in Wilhelmshaven. Dabei kam nach Angaben der Polizei ein 50-Jähriger mit einem Pkw infolge von Unachtsamkeit von der Fahrbahn ab. Der Wagen touchierte einen Baum und rutschte in einen Graben. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Während der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der Fahrzeugführer keinen Führerschein besitzt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis einleitetet.

Anmerkung: Der Artikel wurde heute ergänzt.

Baum für Weihnachtsmarkt gesucht

Hooksiel (13. 10. 2024) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel, der Verein der Hooksieler Verein, sucht einen Tannenbaum. Einen richtig großen Tannenbaum, der zum geplanten Weihnachtsmarkt den Alten Hafen zieren soll. Die Veranstalter hoffen, dass es eine Hooksielerin oder einen Hooksieler gibt, der einen Baum aus seinem Garten für den Weihnachtsmarkt spendet.

Weihnachtsbaum

Der Tannenbaum sollte nach den Worten von Nils Schröder, Mitglied im Vorstand der Dorfgemeinschaft, an die zehn Meter hoch sein. Das Fällen des Baumes und seinen Abtransport würde eine Hooksieler Firma übernehmen. Geschmückt wird der Baum vor Ort. Der Weihnachtsmarkt ist für das Wochenende 7./8. Dezember geplant. 

Für die Planungssicherheit wäre ein zeitnaher Hinweis von potenziellen Spendern an den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Marco Knodel (Tel. 04425/9694766), hilfreich.  Das Foto zeigt den Baum, der im vergangenen Jahr den Platz am Alten Hafen verschönert hat.

Die letzten Camper reisen ab

letzter Camper 2024
Die Sturmflutsaison beginnt. Die letzten Camper müssen den vor dem Deich liegenden Campingplatz in Hooksiel räumen. Foto: hol

Hooksiel (13. 10. 2024) – Die Saison auf dem Campingplatz in Hooksiel ist beendet. Heute brechen die letzten gut hundert Dauercamper ihre Zelte ab und rollen mit ihren Campinggefährten nach Hause. Ganzjährig nutzbar bleiben die Reisemobilstellplätze auf der so genannten Ostdüne direkt am Wasser in Sichtweite des Campingplatzes. 

Die von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) betriebenen Großcampingplätze in Hooksiel und Schillig können mit Blick auf die anstehende Sturmflutsaison jeweils nur von April bis Oktober betrieben werden. Die Stellplätze liegen außendeichs, also vom Wasser aus gesehen vor dem Deich. Bei hohen Wasserständen werde sie hin und wieder auch schon mal überspült. 

Die Räumpflicht soll nicht nur für den Schutz der Camper sorgen. Gegenstände, die bei Sturmfluten vom Wasser mitgerissen werden, könnten gegebenenfalls die Deiche beschädigen oder aber zumindest den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verunreinigen. Entsprechend sichern Mitarbeiter der WTG die Gebäude und entfernten alle beweglichen Utensilien auf den Campinigplätzen und an den Stränden. Spielgeräte werden abgebaut und wie Hütten und Strandkörbe über die Wintermonate eingelagert.

Die Arbeiten an der Erhöhung des Hooksieler Seedeichs sind übrigens planungsgemäß schon vor einigen Tagen eingestellt worden. Sie werden ab Frühjahr 2025 fortgesetzt und vollendet werden.

Die ebenfalls außendeichs liegende Ostdüne kann von Reisemobilisten seit dem vergangenen Winter ganzjährig (online) gebucht werden. Allerdings: Im Fall einer drohenden Sturmflut werden die Camper digital gewarnt und müssen ihre Stellplätze innerhalb einer halben Stunde verlassen. 

Herbstleuchten am Alten Hafen mit Musik, Feuershow und Krabben

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Der Alte Hafen von Hooksiel wird zum „Herbstleuchten“ stimmungsvoll illuminiert. Foto: De Hooksieler

Hooksiel (11. 10. 2024) – Der Verein „De Hooksieler“ lädt für Samstag, 19.Oktober, ab 12 Uhr, zum „13. Hooksieler Herbstleuchten“ ein. Das herbstliche Hafenfest findet am Alten Hafen in Hooksiel statt. Unterstützt werden die Veranstalter von der Hooksieler Theatergruppe, „Weil wir Hooksieler sind“, der Dorfgemeinschaft sowie vom FCN Hooksiel und der Arbeitsgruppe.

Das Programm bietet etwas für jung und alt. Am Nachmittag gibt es Harmonika-Musik. Zeitgleich starten Rundfahrten durch Hooksiel mit einer historischen Friesenkutsche. Kinder dürfen sich auf einen Schminktisch, auf Glitzertattoos, auf herbstliches Basteln und auf Musik- und Tanzeinlagen von Kindern freuen. 

Einige Kunsthandwerker und Marktstände werden das Herbstfest bereichern. Gegen den Hunger werden Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Lachs und eine große Auswahl an selbstgebackenem Kuchen angeboten. Ab 12 Uhr kann man fangfrische Krabben direkt vom Kutter „Trotz“ bekommen – solange der Vorrat reicht.

Ab 18 Uhr tritt die Folk-Band „Beltane“ mit einer Mischung aus irischen und schottischen Songs aus vielen Epochen auf. Dabei werden gern auch alte Meister musikalisch neu in Szene gesetzt. Die Musik wird von einer Feuershow untermalt. 

Bei einsetzender Dunkelheit wird der Hafen stimmungsvoll ausgeleuchtet. „Weil wir Hooksieler sind“ sorgt in Zusammenarbeit mit der WiKi und dem Wohnstift Hooksiel für eine herbstliche Atmosphäre, indem sie Kürbisse mit Muster aufstellen, die passend zur Stimmung beleuchtet werden.

Betrugsversuch gescheitert – Polizei warnt vor dreisten Schockanrufen

Friesland (10. 10. 2024) – Die Polizei warnt vor dreisten Anrufern, die nur eines wollen: Geld. Mal geht es um vorgetäuschte Liebe, mal meldet sich ein vermeintlicher Enkel, mal angeblich ein Polizist. „Das Vorgehen der Betrüger ist facettenreich“, wissen die Ermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. 

Ein gutes Beispiel für die Masche ist ein aktueller Fall aus Zetel. Hier kam es nach Darstellung der Polizei zu einem so genannten „Schockanruf“. Bei einem Zeteler habe sich am Dienstagnachmittag telefonisch ein Mann gemeldet und sich als Polizeibeamter ausgegeben. Der Betrüger behauptete gegenüber dem Angerufenen, dass dessen Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro zahlen müsse, wenn sie eine Inhaftierung verhindern wolle. 

Das Opfer habe zunächst der Übergabe einer geringeren Summe zugestimmt . Nachdem er das Telefonat beendet hatte, sei der Zeteler aber stutzig geworden. Kurze Zeit später sei eine junge Frau im Schlesierweg erschienen, die das Geld abholen wollte. Als der Angerufene sich weigerte zu zahlen, sei die Frau ohne Beute in Richtung „Am Runden Moor“ geflüchtet.

Der Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Die Ermittler hoffen, dass jemand die Geldabholerin kennt. Sie soll zwischen 20 und 25 Jahre alt, 1,55 bis 1,65 Meter groß und schlank sein. Ihre dunklen Haare waren zum Zopf gebunden. Die Frau trug eine auffällig grüne Jacke und sprach akzentfreies Deutsch. Hinweise nimmt die Polizei in Varel unter Telefon 04451/923-0 entgegen. 

Polizeihauptkommissar Eugen Schnettler warnt vor der Masche: „Durch eine zum Teil perfide Gesprächsführung setzen die Betrüger die Angerufenen so unter Druck, dass diese schließlich ihr Vermögen hergeben.“ Die Anrufer besäßen eine hohe Überzeugungskraft und das notwendige Geschick, Geschädigte davon abzuhalten, sich an die Polizei zu wenden. 

Präventions-Berater Schnettler rät, bei Anrufen stets misstrauisch zu sein, wenn man das Gegenüber nicht zu 100 Prozent kennt. Vorsicht: Die angezeigte Rufnummer kann manipuliert sein. Höchste Alarmstufe sei geboten, wenn der Anrufer Geld fordert.

16. Zugvogeltage: Spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Vögel

Zugvogel Knutt
Spektakel im Wattenmeer: Der Knutt steht im Zentrum der 16. Zugvogeltage. Foto: Ralph Martin

Wangerland/Wilhelmshaven (10. 10. 2024) – Sie gehören zu den Stars im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Und auch im Bereich des Jadebusens sind sie besonders im Herbst und im Frühling in großer Zahl zu bewundern. Die Zugvögel.

Im Oktober machen sich besonders Millionen von Zugvögeln auf den Weg aus ihren nordischen Brutgebieten in den Süden, in wärmere Gefilde. Interessierte haben in diesen Tagen sehr gute Chancen, einige der Exemplare auf ihrer Futter-Zwischenstation mit bloßem Auge oder mit einem Fernglas bewundern zu können. 

Die Nationalparkverwaltung richtet seit etlichen Jahren im Herbst die Zugvogeltage aus. Die 16. Zugvogeltage finden von Samstag, 12. bis Sonntag, 20. Oktober, entlang der niedersächsischen Nordseeküste statt. Insgesamt sind rund 250 Veranstaltungen und sonstige Angebote geplant. Ein Großteil davon findet in Wilhelmshaven, einige aber auch im Wangerland statt. 

Der Knutt steht im Mittelpunkt

Titelvogel ist der Knutt. Sein bedeutendstes Überwinterungsgebiet ist die Banc d‘Arguin in Mauretanien. Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung: „Der Nationalpark Banc d’Arguin und das Wattenmeer sind Schlüsselstandorte auf dem Ostatlantischen Zugweg der Vögel. Die Überlebensstrategien des Knutt während des Zuges zwischen den arktischen Brutgebieten und den afrikanischen Überwinterungsgebieten werden während der 16. Zugvogeltage besonders thematisiert.“ 

Im Rahmen der Zugvogeltage, zu denen auch Gäste aus Mauretanien erwartet werden, haben Besucher vielfältige Gelegenheiten, an festen und mobilen Beobachtungsstationen einen Blick auf die faszinierende Vogelwelt zu werfen. Häufig werden Ferngläser bereit gestellt. Fachleute helfen dabei, die unterschiedlichen Vogelarten zu erkennen. 

Zum Programm gehören Exkursionen zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Bus, Zug oder Schiff. Zahlreiche Indoor-Angebote ergänzen das Angebot Dabei finden sich vom Zugvogel-Laternebasteln über Musik bis hin zu Kunstausstellungen und wissenschaftlichen Vorträgen für alle Altersgruppen und vogelkundliche Interessierte passende Formate. Auch die neue Ausstellung zur Flussseeschwalben-Kolonie am Banter See in Wilhelmshaven wird für die Zugvogeltage noch einmal geöffnet.

Von Hooksiel auf die Jade

Frühaufsteher haben unter anderem am Sonntag, 13. Oktober, die Chance, mit dem Ausflugsschiff „Jens Albrecht“ auf die Jade hinaus zu fahren. Die Fahrt trägt den Titel „Den Gänsen auf der Spur“. Das Schiff legt um 7 Uhr an Hooksieler Außenhafen ab. Ebenfalls am 13. Oktober ab 15 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, Zugvögel am Wangermeer in Hohenkirchen zu beobachten. 

Am Montag, 14. Oktober, um 10.30 Uhr beginnt eine Vogelführung am Hafen von Horumersiel. Am Donnerstag, 17. Oktober, geht es vom Ortskern in Horumersiel mit dem „Watt’n Express“ auf Erkundungstour am Wasser entlang bis nach Schillig. Zahlreiche Aktionen bietet zudem das Nationalparkhaus in Minsen an. Zum Abschluss des Veranstaltungsreigens findet am Sonntag, 20. Oktober, von 10 bis 18 Uhr ein großes Zugvogelfest im Gästehaus in Horumersiel statt. Dort besteht noch einmal Gelegenheit, sich umfassend über die Zugvögel des Wattenmeeres zu informieren. 

Das gesamte Programm der 16. Zugvogeltage und viele weitere Informationen finden sich auf www.zugvogeltage.de

Drei Live-Konzerte in Hooksiel

Hooksiel/Horumersiel (9. 10. 2024) – „Live hinterm Deich“ heißt es an den drei kommenden Donnerstagen im Gästehaus in Hooksiel. Die Wangerland Touristik GmbH bietet im Oktober Musikkonzerte an.

Zum Auftakt spielt am 10. Oktober die Gruppe Intunes, die Folk-, Rock- und Alternativ-Klänge präsentieren wird. Am darauf folgenden Donnerstag 17. Oktober, spielt die Gruppe „Hey Brother“ Pop, Oldies und Evergreens. Eine Woche später ist Beltane zu Gast, die mit Celtic Folk zu begeistern weiß.

Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. An den Dienstagen, 15. und 22. Oktober, treten ebenfalls ab 19 Uhr im Kursaal in Horumersiel der Shantychor Likedeeler und die Band TS Projekt auf. 

Alte Pütt bekommt neuen Standort

Alte Pott in Hooksiel
Bereiten den Umzug der Hooksieler Pütt vor: Die Alterskameraden der Feuerwehr (von links) Werner Tammen, Günter Schmöckel, Fred Bergmeyer und Jürgen Steinbach. Foto: hol

Hooksiel (9. 10. 2024) – Die Tradition der Püttbierfeste in Hooksiel soll weiterleben. Um das zu ermöglichen, greifen Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel in dieser Woche zu Spaten, Schaufel und Spitzhacke. 

Die Aktiven um ihren Sprecher Günter Schmöckel legen das Fundament der Pütt auf dem Grundstück des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an der Lange Straße frei. Dort hatte die Altersabteilung den nachgebildeten, altertümlichen Brunnen 2006 unter Federführung von Maurermeister Gerhard Keemann angelegt und seither jährlich Anfang Januar das traditionelle Püttbierfest gefeiert.

In diesem Frühjahr ist die Feuerwehr in ihr neues Gerätehaus umgezogen. Ihr bisheriges Areal soll verkauft werden. Wohnhaus und Gerätehalle an der Lange Straße werden einem Neubau weichen. Wann das genau der Fall sein wird, ist noch ungewiss. Die Alterskameraden wollen aber auf jeden Fall dafür sorgen, dass ihre schmucke Pütt an einem neuen Standort weiter genutzt werden kann.

Der Platz ist jetzt gefunden: Der Hof am ehemaligen Ärztehaus an der Ecke Lange Straße/Obernstraße, das heute als Bettenhaus für das Hotel „Packhaus“ genutzt wird. Die Feuerwehrleute haben den künftigen Standort bereits freigelegt und ausgeschachtet. Mit Unterstützung der Hooksieler Firma Langenhorst soll der gemauerte Brunnen samt seines Schutzdaches in den nächsten Tagen an den neuen Platz transportiert werden. „Wir danken vor allem der Familie Dittmer, die uns den neuen Standort zur Verfügung stellt, und natürlich der Firma Langenhorst, ohne die wir den Umzug gar nicht schaffen würden“, sagte Schmöckel heute gegenüber „Hooksiel-life“. 

Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Wasser wird aus dem Brunnen nicht geschöpft werden. Das war auch bislang nicht der Fall. Mehr noch. Es ist historisch gar nicht gesichert, dass es in Hooksiel jemals eine Pütt gegeben hat, aus der frisches Trinkwasser geschöpft wurde.

Neuer Standort für die Lütt
Im Hof des ehemaligen Ärztehause an der Ecke Lange Straße/Obernstraße soll die Pütt künftig ihren Standort finden. Foto: hol

Aber die Vorstellung, dass es durchaus so gewesen sein könnte, hat Charme. Trinkwasser war gerade in Brackwasser-Regionen ein hohes Gut. Wenn es eine Pütt in Hooksiel gegeben haben sollte, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in Hafennähe gestanden haben. Und sicher hätte es auch einen Püttmeister gegeben, der den Brunnen bewacht. 

Diese Aufgabe hat nach der Fertigstellung des Pütt-Nachbaus lange Gerhard Keemann übernommen. Da im Brunnen kein Wasser zu finden war, schöpfte er zum Püttbierfest regelmäßig ein Glas Jägermeister aus dem Bauwerk. Das entsprechende Glas des 2020 verstorbenen Baumeisters fanden die Alterskameraden jetzt bei der Vorbereitung des Umzugs in der Pütt. 

EWE Go: Neuer Ladetarif für E-Autos

Hooksiel/Oldenburg (9. 10. 2024) – Der Stromanbieter EWE Go führt einen neuen Ladetarif für Elektro-Autos ein. Ab dem 1. November kostet das Laden von Elektrofahrzeugen an den Ladesäulen des EWE-Tochterunternehmens 0,52 Euro pro Kilowattstunde (€/kWh), an allen Partner-Ladesäulen europaweit 0,62 Euro je Kilowattstunde. 

Ein E-Auto benötigt in der Regel mindestens 15 Kilowattstunden Strom je 100 Kilometer. EWE Go betreibt über 3000 eigene Ladestationen, darunter auch welche in Hooksiel und im gesamten Wangerland. Gestartet wird der Ladevorgang per EWE Go-App, über die man auch Zugriff auf die Karte mit den Ladestationen hat. 

Die neuen Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer und gelten unabhängig davon, ob beim Schnellladen mit DC (Gleichstrom) oder beim langsamen Befüllen mit AC (Wechselstrom) geladen wird. Derzeit liegt der Preis noch bei 49 Cent (AC-Laden) beziehungsweise bei 59 Cent (DC-Laden). EWE Go setzt mit der Anpassung auf eine übersichtliche Tarifstruktur. Man geht dabei davon aus, dass die Autofahrer zunehmend Schnelllade-Stationen ansteuern.